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	<title>Wissenschaftsjournalismus Archive &#187; Wissenswerkstatt</title>
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	<description>Blog zu Wissenschaft &#38; Wissenschaftskommunikation </description>
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	<title>Wissenschaftsjournalismus Archive &#187; Wissenswerkstatt</title>
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		<title>Britischer Wissenschaftshumor: Wie deutsche Journalisten der Satire des einradfahrenden Humorforschers auf den Leim gehen &#124; Werkstattnotiz LVI</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Jan 2008 09:03:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftskommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftsjournalismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein einradfahrender Ex-Dermatologe aus Newcastle radelt ein Jahr lang durch die Stadt, dokumentiert die Reaktionen der Passanten, schreibt eine Wissenschaftspersiflage und die deutschen Journalisten haben eine Geschichte. Und die Engländer freuen sich über die Deutschen, die den Humor nicht verstanden haben, den britischen. Am Anfang jeder wissenschaftlichen Studie steht das Forschungsdesign. Denn schließlich gibt es ... <a title="Britischer Wissenschaftshumor: Wie deutsche Journalisten der Satire des einradfahrenden Humorforschers auf den Leim gehen &#124; Werkstattnotiz LVI" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/britischer-wissenschaftshumor-wie-deutsche-journalisten-der-satire-des-einradfahrenden-humorforschers-auf-den-leim-gehen-werkstattnotiz-lvi/" aria-label="Mehr Informationen über Britischer Wissenschaftshumor: Wie deutsche Journalisten der Satire des einradfahrenden Humorforschers auf den Leim gehen &#124; Werkstattnotiz LVI">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/britischer-wissenschaftshumor-wie-deutsche-journalisten-der-satire-des-einradfahrenden-humorforschers-auf-den-leim-gehen-werkstattnotiz-lvi/">Britischer Wissenschaftshumor: Wie deutsche Journalisten der Satire des einradfahrenden Humorforschers auf den Leim gehen | Werkstattnotiz LVI</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein einradfahrender Ex-Dermatologe aus Newcastle radelt ein Jahr lang durch die Stadt, dokumentiert die Reaktionen der Passanten, schreibt eine Wissenschaftspersiflage und die deutschen Journalisten haben eine Geschichte. Und die Engländer freuen sich über die Deutschen, die den Humor nicht verstanden haben, den britischen.  </strong> </p>
<p>Am Anfang jeder wissenschaftlichen Studie steht das Forschungsdesign. Denn schließlich gibt es immer verschiedene Vorgehensweisen, um sich einer Antwort auf die jeweilige Forschungsfrage anzunähern. Man kann klassisch vorgehen, sich an anderen Untersuchungen orientieren oder extravagantere Zugänge ausprobieren. </p>
<h4 class="pullquote_left"> Wieso lassen sich deutsche Wissenschaftsjournalisten so leicht an der Nase herumführen? <br /></h4>
<p>Für die hiesigen Wissenschaftsjournalisten spielt es aber offenbar keine Rolle, wie bestimmte Thesen zustande gekommen sind. Sind die Untersuchungen methodisch sauber durchgeführt oder gemäß einer Schrotschußmethode? In deutschen Wissenschaftsredaktionen läßt man sich ganz offensichtlich gerne zum Narren halten und verkauft auf diese Weise die Leser für dumm.</p>
<p><u><em>Gedankenexperiment und Aufgabenstellung: </em></u><em></em></p>
<p><em>Entwickeln Sie ein Untersuchungsdesign, um Ursachen und Artikulationsformen von Humor zu analysieren. Nehmen Sie v.a. die Unterschiede im Humorverhalten zwischen den Geschlechtern und verschiedener Altersgruppen in den Blick! </em></p>
<p>Und? Wie könnte man erste Antworten auf eine solche Fragestellung erhalten? Aber Achtung!, wissenschaftlich soll es schon sein! Laden wir uns Probanden ins Labor ein und spielen ihnen verschiedene Videos (Slapstick, Comedy, Alltagsunfälle&#8230;) vor? Hmmm&#8230;. vielleicht ja zu konventionell, wenn man Humorforschung betreibt. Wählen wir die teilnehmende Beobachtung und besuchen Theater-, Kabarett- oder Clownsvorstellungen und analysieren die Reaktion der Zuschauer? Zu unwissenschaftlich? Schwierig&#8230; aber wir können ja schlechterdings ein Jahr lang mit dem Einrad durch unser Städtchen radeln und notieren, wie die Passanten darauf reagieren. Das wäre zu abgefahren und ja auch nicht wirklich wissenschaftlich, oder? </p>
<p><strong>Methodisches Kabinettstückchen: Ich fahre Einrad und schaue was passiert&#8230;</strong></p>
<p><img decoding="async" width="140" height="140" align="left" style="border: 1px solid rgb(105, 105, 105); padding: 1px; margin-top: 2px; margin-right: 10px; margin-bottom: 5px;" alt="Humor_Professor.jpg" src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2008/01/Humor_Professor.jpg" />Genau eine solche schräge Vorgehensweise halten aber ganz offensichtlich die etablierten Wissenschaftsjournalisten für sauber, solide und ertragreich. Denn Sam Shuster<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/britischer-wissenschaftshumor-wie-deutsche-journalisten-der-satire-des-einradfahrenden-humorforschers-auf-den-leim-gehen-werkstattnotiz-lvi/#footnote_0_169" id="identifier_0_169" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Das Photo oben zeigt den Spa&szlig;vogel. Es stammt von der Guardian-Website.">1</a> &#8211; ehemaliger Professor für Dermatologie &#8211; behauptete genau diesen Versuch unternommen zu haben. Er sei auf seinem Einrad angeblich ein Jahr lang durch seine Heimatstadt <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Newcastle_upon_Tyne" target="_blank"  rel="noopener noreferrer">Newcastle upon Tyne</a> geradelt. Und die Reaktionen der Bewohner und seine Schlußfolgerungen präsentierte er nun in einem süffig-launigen<a target="_blank" href="http://www.bmj.com/cgi/content/full/335/7633/1320" rel="noopener noreferrer"> Artikel </a>in der &quot;Weihnachtsausgabe&quot; des British Medical Journal. </p>
<p>Und nach einem Jahr voller Beschimpfungen, höhnischer Bemerkungen und neugieriger Nachfragen kommt Shuster zum Schluß, daß der Testosteronspiegel die alles entscheidende Variable darstelle. Je mehr Testosteron, desto häufiger und markanter die humorvollen Sprüche. Der weibliche Teil der Bevölkerung habe &#8211; so ergaben des Professors Notizen &#8211; fast ausschließlich fürsorglich und nicht hämisch-witzig auf ihn reagiert. </p>
<p>Und ganz gemäß der weihnachtlichen Botschaft der Liebe seufzt der nette, ergraute Professor am Ende seines Artikels, daß die Aggressivität dennoch einen recht hohen Preis für ein paar witzige Sprüche darstelle&#8230; </p>
<p><strong>Die Journalisten nehmen den »Fachartikel« für bare Münze</strong></p>
<p>Wer aber nun glaubt, diese nette Wissenschaftspersiflage würde schmunzelnd zur Kenntnis genommen, der irrt. Die deutschen Zeitungen und Onlineportale können offenbar nicht genug vom kauzigen, einradfahrenden Professor bekommen. Und die Studienergebnisse werden überall lang und breit ausgestellt &#8211; vom Umstand, daß die Erkenntnisse auf mehr als obskure Weise gewonnen wurden (falls Shuster überhaupt des Einradfahrens mächtig ist) keine Silbe. Daß Shuster an vielen Stellen augenzwinkernd auf seine Parodie hinweist, merken die braven Wissenschaftsjournalisten freilich nicht&#8230;<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/britischer-wissenschaftshumor-wie-deutsche-journalisten-der-satire-des-einradfahrenden-humorforschers-auf-den-leim-gehen-werkstattnotiz-lvi/#footnote_1_169" id="identifier_1_169" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Gleich im ersten Absatz schildert Shuster, wie es zu seiner Studienanordnung gekommen sei. Bei der Suche nach einem Geschenk f&uuml;r seinen Enkel habe er sich in ein chromgl&auml;nzendes Einrad verguckt und schlie&szlig;lich sagte seine Frau: &quot;buy the bloody thing&quot;&hellip;. ;-)&nbsp; Werte Damen und Herren Wissenschaftsjournalisten, wollen Sie mir erz&auml;hlen, da&szlig; sie in &quot;seri&ouml;sen&quot; Fachartikeln regelm&auml;&szlig;ig lesen, welchen Beitrag die Ehefrau des Forschers geleistet habe? Werden Sie bei solchen eminent wissenschaftlichen Infos &ndash; &quot;buy the bloody thing&quot; &ndash; nicht stutzig?">2</a></p>
<h4 class="pullquote"> Die Hinweise auf die Satire werden großzügig übersehen. Stattdessen wird auf das »renommierte« British Medical Journal hingewiesen. Wie blind und naiv ist man eigentlich? <br /></h4>
<p>Aber dazu hätte man den Artikel ja vermutlich kurz lesen oder zumindest überfliegen müssen! Aber stattdessen posaunt man überall in der Welt diese bahnbrechenden Erkenntnisse hinaus &#8211; nur weil sie so nett skurril sind? Gibt man deswegen den letzten Rest kritischen Sachverstand bei der Redaktionssekretärin ab? So liest man in SZ, Spiegel, Welt und Co., daß eine britische Studie einen Zusammenhang zwischen Testosteronspiegel und Humor ergeben habe und ein &quot;britischer Forscher behauptet: Männer haben mehr Humor als Frauen.&quot;<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/britischer-wissenschaftshumor-wie-deutsche-journalisten-der-satire-des-einradfahrenden-humorforschers-auf-den-leim-gehen-werkstattnotiz-lvi/#footnote_2_169" id="identifier_2_169" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="So etwa wieder Philip Bethge im gedruckten (!) Spiegel.">3</a> Und das alles stünde im &quot;renommierten&quot; &#8211; so wird überall hervorgehoben &#8211; British Medical Journal:<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/britischer-wissenschaftshumor-wie-deutsche-journalisten-der-satire-des-einradfahrenden-humorforschers-auf-den-leim-gehen-werkstattnotiz-lvi/#footnote_3_169" id="identifier_3_169" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Bei Pia Heinemann (Die Welt) liest sich alles wie ein stinknormale Studie; sie schreibt u.a. &quot;Als versierter Forscher fing er sofort an, diese Reaktionen aufzuzeichnen, zu ordnen und schlie&szlig;lich auszuwerten. Streng systematisch ging er dabei vor&hellip;&quot; Weiter ist von &quot; reiner empirischer Betrachtung&quot; zu lesen und an keiner Stelle tr&uuml;ben Zweifel, ob das mit rechten Dingen zugeht, ihren Artikel&hellip;">4</a></p>
<p><strong>Der traurige Witz mit dem Witz</strong></p>
<p>Der Witz ist nur: Sam Shuster macht einen Witz! Zwar gibt es selbstverständlich Sozialwissenschaftler, Psychologen und auch Biologen, die sich auch mit Humor beschäftigen, aber Sam Shuster leistet eben definitiv keinen Beitrag zu diesem randständigen Forschungsfeld. Die einzigen &quot;Zitate&quot; in seinem Artikel stammen von <a  target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Marty_Feldman" rel="noopener noreferrer">Marty Feldman</a> und <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Diane_Keaton" rel="noopener noreferrer">Diane Keaton</a>, beides sicherlich komische Herrschaften, aber ausgewiesene Humorexperten? </p>
<p>Die Mühe Fachartikel zu zitieren macht sich Shuster erst gar nicht. Und nur ganz am Ende verweist er &#8211; als er die möglichen evolutionären Vorteile von humorvollem Verhalten erläutert &#8211; neben Darwin noch auf zwei weitere Bücher, die sich mit dem Geschlechterverhältnis, Attraktivität und Evolution befassen. </p>
<p>Statt auf methodische Details<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/britischer-wissenschaftshumor-wie-deutsche-journalisten-der-satire-des-einradfahrenden-humorforschers-auf-den-leim-gehen-werkstattnotiz-lvi/#footnote_4_169" id="identifier_4_169" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Er erkl&auml;rt lediglich, da&szlig; er sich bem&uuml;ht habe immer im selben Outfit und in &quot;neutraler&quot; Haltung zu radeln. &quot;I therefore wore the same bland tracksuit, trainers, and facial demeanour, and I rode &quot;neutrally&quot; with no attempt to entertain.&quot;">5</a> oder wissenschaftliche Aspekte einzugehen, dokumentiert Shuster seine angeblichen Beobachtungen im Plauderton:</p>
<blockquote><p>The response of people in cars was remarkable. Young men in old cars were very aggressive, acting as if to frighten me off the road—they lowered their windows and shouted abusively, waved their arms, and hooted. I did not see this with women drivers and older men in more expensive cars.</p></blockquote>
<p>Aha! Man hüte sich v.a. vor der Kombination von jungen Männern in alten Autos! ;-)</p>
<p>Aber solche anekdotischen Verspieltheiten können die Wissenschaftsvermittlungsprofis hierzulande offenbar kaum irritieren.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/britischer-wissenschaftshumor-wie-deutsche-journalisten-der-satire-des-einradfahrenden-humorforschers-auf-den-leim-gehen-werkstattnotiz-lvi/#footnote_5_169" id="identifier_5_169" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Auch die vielen Unzul&auml;nglichkeiten &ndash; w&auml;re es eine &quot;richtige&quot; Studie &ndash; scheinen niemanden zu interessieren: Shuster schreibt bspw. er habe einfach von der Kleidung auf die soziale Schicht bzw. Herkunft der jeweiligen &quot;Probanden&quot; getippt! Ja, genauso mache ich es auch bei der n&auml;chsten Untersuchung bei der ich beteiligt bin&hellip; ich sch&auml;tze einfach. ;-) ">6</a> Und selbst der abschließende Hinweis auf Interessensverquickungen,</p>
<blockquote><p>Competing interests: None, apart from owning a bicycle as well as a unicycle.</p></blockquote>
<p>wurde von Spiegel, SZ und Co. geschluckt. Hallo, Herrschaften! Da gibt der &quot;Gelehrte&quot; &#8211; wie Ihr anerkennend schreibt &#8211; freimütig zu Protokoll, daß er auch noch ein &quot;normales&quot; Rad sein Eigen nenne und Ihr begreift immer noch nicht, daß Ihr gerade eine kleine, subtile Wissenschaftssatire gelesen habt?</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><em>Hinweis:</em> </p>
<p>Ich selbst hatte zunächst nur den Artikel von Werner Bartens in der SZ gelesen<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/britischer-wissenschaftshumor-wie-deutsche-journalisten-der-satire-des-einradfahrenden-humorforschers-auf-den-leim-gehen-werkstattnotiz-lvi/#footnote_6_169" id="identifier_6_169" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Der immerhin anklingen l&auml;&szlig;t, da&szlig; er die &quot;Studie&quot; f&uuml;r extravagant h&auml;lt. Die Versuchsanordnung sei &quot;einseitig&quot; gewesen, bemerkt Bartens und herausgekommen sei eine &quot;wilde Theorie&quot;.">7</a> und war doch sehr verwundert über diese angebliche Einrad-Humor-Studie. Bei kamenin in der &quot;<a target="_blank" href="http://kamenin.wordpress.com/2007/12/22/wenn-wissenschaftsjournalisten-den-witz-nicht-verstehen/" rel="noopener noreferrer">Begrenzten Wissenschaft</a>&quot; las ich dann von all den naiven Schreiberlingen, die dem guten Sam Shuster auf den Leim gegangen waren und wollte eigentlich kein Wort mehr dazu verlieren. Nun &#8211; zwei Wochen nach der ersten Artikel-Serie &#8211; legt aber Philip Bethge im Spiegel (sogar in der gedruckten Ausgabe!) nach und rekurriert wieder auf den Spaß-Text ohne den Lesern mitzuteilen, daß die Studie nicht ernst zu nehmen ist. Aber Bethge hat vermutlich den Kollegen vertraut, selber lesen und nachdenken macht ja Arbeit&#8230;</p>
<p>Die traurige Liste des unkritischen Nachplapper-Wissenschafts-Journalismus:<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/britischer-wissenschaftshumor-wie-deutsche-journalisten-der-satire-des-einradfahrenden-humorforschers-auf-den-leim-gehen-werkstattnotiz-lvi/#footnote_7_169" id="identifier_7_169" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="W&auml;ren es Blogs gewesen, die hier die Satire f&uuml;r Ernst genommen h&auml;tten, dann w&auml;re das Geschrei bei den Profis wieder laut gewesen&hellip;">8</a></p>
<ul>
<li>Bethge, Philip: <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,527056,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Herr der Pointe</a>, Der Spiegel, 01.01.2008</li>
<li>Dambeck, Holger: <a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,524932,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Das Geheimnis des männlichen Witzes</a>, SpiegelOnline, 22.12.2007</li>
<li>Obermüller, Eva: <a href="http://science.orf.at/science/news/150331" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Männlicher Humor: Vielleicht nur versteckte Aggression</a>, ORF-Wissenschaft, 21.12.2007</li>
<li>Heinemann, Pia: <a href="http://www.welt.de/wissenschaft/article1481597/Humor_haengt_vom_Testosteronspiegel_ab.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Humor hängt vom Testosteronspiegel ab</a>, Die Welt, 20.12.2007</li>
<li>Bartens, Werner: <a href="http://www.sueddeutsche.de/,ra16m1/wissen/artikel/923/149564/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ein Einfall mit dem Einrad</a>, Süddeutsche Zeitung, 21.12.2007</li>
<li>Murr, Angela: <a target="_blank" href="http://www.menshealth.de/health/hirn-psyche/testosteron-sorgt-fuer-spott.81726.htm" rel="noopener noreferrer">Testosteron sorgt für Spott</a>, Men&#8217;s Health, 27.12.2007</li>
</ul>
<p></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Und hier ist der &quot;Stein&quot; des Anstoßes:</p>
<ul>
<li>Shuster, Sam: <a target="_blank" href="http://www.bmj.com/cgi/content/full/335/7633/1320" rel="noopener noreferrer">Sex, aggression, and humour: responses to unicycling</a>, in: British Medical Journal, 2007; 335:1320-1322 (22 December), doi:10.1136/bmj.39414.552060.BE</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht sollten die hiesigen Wissenschaftsredakteure mal einen Blick in folgende Bücher werfen:</p>
<ul>
<li>Kienzlen, Grit; Lublinski, Jan; Stollorz, Volker (2007): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3867640122?ie=UTF8&amp;tag=wwwleichtathl-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3867640122">Fakt, Fiktion, Fälschung. Trends im Wissenschaftsjournalismus</a>. UvK-Verlag.</li>
<li>Beck, Klaus; Schweiger, Wolfgang; Wirth, Werner (2004): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3889273513?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3889273513">Gute Seiten &#8211; schlechte Seiten. Qualität in der Onlinekommunikation</a>, Reinhard Fischer-Verlag.</li>
<li>Bucher, Hans-Jürgen &amp; Altmeppen, Klaus-Dieter (2003): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3531137905?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3531137905">Qualität im Journalismus. Grundlagen &#8211; Dimensionen &#8211; Praxismodelle</a>. VS-Verlag.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p></p>
<p></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_169" class="footnote">Das Photo oben zeigt den Spaßvogel. Es stammt von der <a target="_blank" href="http://commentisfree.guardian.co.uk/sam_shuster/index.html" rel="noopener noreferrer">Guardian-Website</a>.</li><li id="footnote_1_169" class="footnote">Gleich im ersten Absatz schildert Shuster, wie es zu seiner Studienanordnung gekommen sei. Bei der Suche nach einem Geschenk für seinen Enkel habe er sich in ein chromglänzendes Einrad verguckt und schließlich sagte seine Frau: &quot;buy the bloody thing&quot;&#8230;. ;-)&nbsp; Werte Damen und Herren Wissenschaftsjournalisten, wollen Sie mir erzählen, daß sie in &quot;seriösen&quot; Fachartikeln regelmäßig lesen, welchen Beitrag die Ehefrau des Forschers geleistet habe? Werden Sie bei solchen eminent wissenschaftlichen Infos &#8211; &quot;buy the bloody thing&quot; &#8211; nicht stutzig?</li><li id="footnote_2_169" class="footnote">So etwa wieder Philip Bethge im gedruckten (!) Spiegel.</li><li id="footnote_3_169" class="footnote">Bei Pia Heinemann (Die Welt) liest sich alles wie ein stinknormale Studie; sie schreibt u.a. &quot;Als versierter Forscher fing er sofort an, diese Reaktionen aufzuzeichnen, zu ordnen und schließlich auszuwerten. Streng systematisch ging er dabei vor&#8230;&quot; Weiter ist von &quot; reiner empirischer Betrachtung&quot; zu lesen und an keiner Stelle trüben Zweifel, ob das mit rechten Dingen zugeht, ihren Artikel&#8230;</li><li id="footnote_4_169" class="footnote">Er erklärt lediglich, daß er sich bemüht habe immer im selben Outfit und in &quot;neutraler&quot; Haltung zu radeln. &quot;I therefore wore the same bland tracksuit, trainers, and facial demeanour, and I rode &quot;neutrally&quot; with no attempt to entertain.&quot;</li><li id="footnote_5_169" class="footnote">Auch die vielen Unzulänglichkeiten &#8211; wäre es eine &quot;richtige&quot; Studie &#8211; scheinen niemanden zu interessieren: Shuster schreibt bspw. er habe einfach von der Kleidung auf die soziale Schicht bzw. Herkunft der jeweiligen &quot;Probanden&quot; getippt! Ja, genauso mache ich es auch bei der nächsten Untersuchung bei der ich beteiligt bin&#8230; ich schätze einfach. ;-) </li><li id="footnote_6_169" class="footnote">Der immerhin anklingen läßt, daß er die &quot;Studie&quot; für extravagant hält. Die Versuchsanordnung sei &quot;einseitig&quot; gewesen, bemerkt Bartens und herausgekommen sei eine &quot;wilde Theorie&quot;.</li><li id="footnote_7_169" class="footnote">Wären es Blogs gewesen, die hier die Satire für Ernst genommen hätten, dann wäre das Geschrei bei den Profis wieder laut gewesen&#8230;</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/britischer-wissenschaftshumor-wie-deutsche-journalisten-der-satire-des-einradfahrenden-humorforschers-auf-den-leim-gehen-werkstattnotiz-lvi/">Britischer Wissenschaftshumor: Wie deutsche Journalisten der Satire des einradfahrenden Humorforschers auf den Leim gehen | Werkstattnotiz LVI</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Mein Lieblings-Science-Videocast: Die Wisskomm-Wochenschau &#124; Werbepause 01</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/mein-lieblings-science-videocast-die-wisskomm-wochenschau-werbepause-01/</link>
					<comments>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/mein-lieblings-science-videocast-die-wisskomm-wochenschau-werbepause-01/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 16 Feb 2008 19:45:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ich-Maschine]]></category>
		<category><![CDATA[Werkstatt]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftskommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftsjournalismus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/16/mein-lieblings-science-videocast-die-wisskomm-wochenschau-werbepause-01/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Man kann über Wissenschaft nachdenken, sich von ihr faszinieren lassen, sie kritisch hinterfragen und darüber schreiben. So wie hier, in der Wissenswerkstatt. Denn dieser Blog versteht sich ja u.a. auch als Spielwiese für eine alternative Form der Wissenschaftskommunikation. Ich beobachte, was sich in der Wissenschaft abspielt, wie sie sich darstellt und präsentiert wird. Und diese ... <a title="Mein Lieblings-Science-Videocast: Die Wisskomm-Wochenschau &#124; Werbepause 01" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/mein-lieblings-science-videocast-die-wisskomm-wochenschau-werbepause-01/" aria-label="Mehr Informationen über Mein Lieblings-Science-Videocast: Die Wisskomm-Wochenschau &#124; Werbepause 01">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/mein-lieblings-science-videocast-die-wisskomm-wochenschau-werbepause-01/">Mein Lieblings-Science-Videocast: Die Wisskomm-Wochenschau | Werbepause 01</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Man kann über Wissenschaft nachdenken, sich von ihr faszinieren lassen, sie kritisch hinterfragen und darüber schreiben. So wie hier, in der Wissenswerkstatt. Denn dieser Blog versteht sich ja u.a. auch als Spielwiese für eine alternative Form der Wissenschaftskommunikation. Ich beobachte, was sich in der Wissenschaft abspielt, wie sie sich darstellt und präsentiert wird. Und diese subjektiven Beobachtungen</strong><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/mein-lieblings-science-videocast-die-wisskomm-wochenschau-werbepause-01/#footnote_0_196" id="identifier_0_196" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Immer wieder erg&auml;nzt durch einige wissenschaftssoziologische &Uuml;berlegungen.">1</a> <strong>finden sich dann eben als Blogartikel wieder. </strong></p>
<p>Man kann aber auch über Wissenschaft nachdenken, ihr Spektakel neugierig verfolgen und diese Beobachtungen in informative Bilder verpacken. Die <a href="http://www.wisskomm.de/wochenschau.html?&amp;no_cache=1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wisskomm-Wochenschau</a> ist ein solcher Versuch, einige relevante Meldungen aus der großen, bunten Welt der Wissenschaft als Videocast zu präsentieren. Und ich hoffe, daß spätestens mit diesem Beitrag alle Leser der Wissenswerkstatt sich den Link zu Wisskomm abspeichern&#8230;&nbsp;</p>
<h4 class="pullquote"> Die Wisskomm-Wochenschau präsentiert einen kurzweiligen Wochenrückblick zu Meldungen aus der Wissenschaft(skommunikation). Und das Schöne: die Wissenswerkstatt ist auch wieder mit dabei&#8230; <br /></h4>
<p>Immer zum Wochenende (meistens freitags, manchmal muß man bis samstags warten) kann man sich nämlich einen bunten Wissenschaftsmix ansehen, den man so garantiert in keinem Fernsehsender findet. Der Fokus der Wisskomm-Wochenschau liegt darauf, wie und wo über Wissenschaft geredet, geschrieben und debattiert wird. Daß die wenigen Minuten für alle Wissenschaftsfreaks gut investiert sind, kann ich versprechen. Hinter dem Projekt steht Volker Lange. Man kennt ihn vom Online-Wissensmagazin &quot;<a href="http://www.morgenwelt.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Morgenwelt</a>&quot;, das er ebenfalls verantwortet. Und vor der Kamera agiert <a target="_blank" href="http://immateriblog.de/?p=12" rel="noopener noreferrer">Matthias Spielkamp</a>, dessen ansprechende Moderation ich ja bereits <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/13/wissenschaftskommunikation-kompakt-die-wisskomm-wochenschau-kurzknapp-15/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">das vergangene Mal</a> lobend erwähnt habe. </p>
<p><strong>Pflichtprogramm für Wissenschaftsjournalisten</strong></p>
<p>Ich bin jedenfalls ein großer Fan dieses Science-Videocasts. Und aus Gesprächen weiß ich, daß auch für viele Wissenschaftsjournalisten der Wochenrückblick von Wisskomm zum Pflichtprogramm gehört. Umso mehr freut es mich natürlich, daß meine Werkstatt wieder kurz erwähnt wird. Anlaß ist meine <a target="_blank" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/11/machen-suessstoffe-dick-wenn-mit-dicken-schlagzeilen-fragwuerdige-erkenntnisse-verkauft-werden-werkstattnotiz-lxiii/" rel="noopener noreferrer">kurze Auseinandersetzung</a> mit der ärgerlich-unreflektierten Meldung &quot;Süßstoff macht dick&quot;, die vor wenigen Tagen fast überall gleichlautend zu lesen war. </p>
<p>Ich kam ja zum Schluß, daß die Berichte über die Studie vollkommen mangelhaft waren. Denn die minimal aufgepeppte Agenturmeldung ließ mehr Fragen offen, als sie beantwortete. Und zu allem Überfluß wurde suggeriert, die zitierte Studie liefere tatsächlich belastbare Belege. Daß es genügend Untersuchungen gibt, die andere Ergebnisse erbracht haben, daß die Durchführung der Studie nicht allen wünschenswerten Standards genügte &#8211; davon war keine Silbe zu lesen. Stefan Jacobasch vom Mahlzeit-Blog war auch über die unkritische Berichterstattung <a target="_blank" href="http://www.scienceblogs.de/mahlzeit/2008/02/sussstoffstudien.php" rel="noopener noreferrer">gestolpert</a> und wird in der Wochenschau ebenfalls erwähnt.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/mein-lieblings-science-videocast-die-wisskomm-wochenschau-werbepause-01/#footnote_1_196" id="identifier_1_196" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Und ich denke schon, da&szlig; Stefan und ich hier prinzipiell beieinander liegen. Denn ich halte die Indizien, die die Studie liefert ja f&uuml;r durchaus beachtenswert. Grund genug, um weitere Untersuchungen anzuschlie&szlig;en. Mir ging es allein, um die einseitige und irref&uuml;hrende Berichterstattung. Und das war &ndash; wenn ich recht sehe &ndash; auch Stefans These.">2</a></p>
<p><strong>Brockhaus goes online, Spiegel Wissen startet und eine Doku gegen kreationistische Irrlehren</strong></p>
<p>Was sonst noch in der heutigen Ausgabe der Wochenschau präsentiert wird? Natürlich ist die Columbus-Mission unter Beteiligung des DLR ein Thema, dann wird auf die anstehende <a href="http://www.sciencedebate2008.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ScienceDebate2008</a> verwiesen<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/mein-lieblings-science-videocast-die-wisskomm-wochenschau-werbepause-01/#footnote_2_196" id="identifier_2_196" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Sollten wir Wissenschaftsblogger zur n&auml;chsten Bundestagswahl etwas &auml;hnliches ins Auge fassen? Ich hatte mir vor 1-2 Wochen bereits &uuml;berlegt, ob man das Konzept &quot;ScienceDebate&quot; nicht adaptieren sollte&hellip;">3</a> und natürlich kommt auch das <a target="_blank" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/12/zeitenwende-der-brockhaus-geht-spiegelwissen-kommt-brauchen-wir-ein-lexikon-der-naechsten-generation-werkstattnotiz-lxv/" rel="noopener noreferrer">Ende des gedruckten Brockhaus</a> zur Sprache. &quot;<em>Internet kills the Lexikon-Star</em>&quot; &#8211; So lautet der freche Slogan, mit dem Matthias Spielkamp diese Nachricht ankündigt. </p>
<p>Daneben wird u.a. noch auf das empfehlenswerte Buch &quot;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/0701181451?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=0701181451">Flat Earth News</a>&quot; des britischen Journalisten Nick Davies verwiesen. Ich wollte diese Woche eigentlich auch noch darauf hinweisen, bin aber zeitlich nicht mehr dazu gekommen. Deswegen soll hier der Link zur <a href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc%7EE081D043D41EE48489D3EF6213FE9B0B0%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Besprechung in der FAZ</a> genügen. Und zuletzt sieht man in der Wisskomm-Show noch einen kurzen Ausschnitt aus der Doku &quot;<a href="http://www.flockofdodos.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">The Flock Of Dodos</a>&quot;.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/mein-lieblings-science-videocast-die-wisskomm-wochenschau-werbepause-01/#footnote_3_196" id="identifier_3_196" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Den Film gibt es offenbar in Deutschland (noch) nicht zu kaufen, aber ein Buch, das wohl als Grundlage diente.">4</a> Ich habe von diesem Film zuvor noch nie gehört, der Ausschnitt ist aber vielversprechend. Aber, schaut einfach selbst:<br />&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><embed width="520" height="390" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" type="application/x-shockwave-flash" src="http://blip.tv/play/Aam5LQ" />&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Und, nicht vergessen: immer freitags gibt es die Wisskomm-Wochenschau! <a href="http://wisskomm.blip.tv/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Hier</strong></a> oder auch als <a href="http://wisskomm.blip.tv/rss" target="_blank" rel="noopener noreferrer">RSS-Feed</a>.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_196" class="footnote">Immer wieder ergänzt durch einige wissenschaftssoziologische Überlegungen.</li><li id="footnote_1_196" class="footnote">Und ich denke schon, daß Stefan und ich hier prinzipiell beieinander liegen. Denn ich halte die Indizien, die die Studie liefert ja für durchaus beachtenswert. Grund genug, um weitere Untersuchungen anzuschließen. Mir ging es allein, um die einseitige und irreführende Berichterstattung. Und das war &#8211; wenn ich recht sehe &#8211; auch Stefans These.</li><li id="footnote_2_196" class="footnote">Sollten wir Wissenschaftsblogger zur nächsten Bundestagswahl etwas ähnliches ins Auge fassen? Ich hatte mir vor 1-2 Wochen bereits überlegt, ob man das Konzept &quot;ScienceDebate&quot; nicht adaptieren sollte&#8230;</li><li id="footnote_3_196" class="footnote">Den Film gibt es offenbar in Deutschland (noch) nicht zu kaufen, aber <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0978721306?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=0978721306">ein Buch</a>, das wohl als Grundlage diente.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/mein-lieblings-science-videocast-die-wisskomm-wochenschau-werbepause-01/">Mein Lieblings-Science-Videocast: Die Wisskomm-Wochenschau | Werbepause 01</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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		<item>
		<title>Demokratisierung der Wissenschaftskommunikation durch wissenschaftliche Blogs » Wege in eine „wissenschaftsmündige“ Gesellschaft</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/demokratisierung-der-wissenschaftskommunikation-durch-wissenschaftliche-blogs-wege-in-eine-wissenschaftsmuendige-gesellschaft/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Mar 2008 07:17:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blogosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Wissenschaft 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftsblogs]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftsjournalismus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/14/demokratisierung-der-wissenschaftskommunikation-durch-wissenschaftliche-blogs-wege-in-eine-wissenschaftsmuendige-gesellschaft/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Daß Wissenschaft kommuniziert, daß über Wissenschaft kommuniziert wird, ist offensichtlich. Aber wird sie auch verstanden? Es spricht viel dafür, daß Blogs eine Möglichkeit darstellen, die (Verständnis-)Barrieren zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit zu durchbrechen. Und es zeigt sich, daß Wissenschaftskommunikation viel zu lange als Einbahnstraße gedacht wurde. Wissenschaftliche Blogs bieten nun die Möglichkeit die alten Zöpfe und ... <a title="Demokratisierung der Wissenschaftskommunikation durch wissenschaftliche Blogs » Wege in eine „wissenschaftsmündige“ Gesellschaft" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/demokratisierung-der-wissenschaftskommunikation-durch-wissenschaftliche-blogs-wege-in-eine-wissenschaftsmuendige-gesellschaft/" aria-label="Mehr Informationen über Demokratisierung der Wissenschaftskommunikation durch wissenschaftliche Blogs » Wege in eine „wissenschaftsmündige“ Gesellschaft">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/demokratisierung-der-wissenschaftskommunikation-durch-wissenschaftliche-blogs-wege-in-eine-wissenschaftsmuendige-gesellschaft/">Demokratisierung der Wissenschaftskommunikation durch wissenschaftliche Blogs » Wege in eine „wissenschaftsmündige“ Gesellschaft</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Daß Wissenschaft kommuniziert, daß <em>über</em> Wissenschaft kommuniziert wird, ist offensichtlich. Aber wird sie auch verstanden? Es spricht viel dafür, daß Blogs eine Möglichkeit darstellen, die (Verständnis-)Barrieren zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit zu durchbrechen. Und es zeigt sich, daß Wissenschaftskommunikation viel zu lange als Einbahnstraße gedacht wurde. </strong></p>
<p>Wissenschaftliche Blogs bieten nun die Möglichkeit die alten Zöpfe und Routinen der traditionellen Wissenschaftsvermittlung abzuschneiden. Seit den 60er Jahren mühte man sich, den Bürgern die spannenden Themen von Wissenschaft und Technik nahezubringen. Dies freilich nicht ohne Hintergedanken – denn ein Hauptmotiv für die Anstregungen in Sachen Wissenschaftskommunikation war und ist die Herstellung von gesellschaftlicher Akzeptanz.</p>
<h4 class="pullquote_left">Wissenschaftskommunikation wurde lange Zeit als &#8222;Volksbelehrungsinstrument&#8220; gedacht. Mit dem Web 2.0 hat der einseitige Monolog ausgedient. Wissenschaftliche Blogs haben den Mut einen echten Dialog zu führen und funktionieren bi-direktional.</h4>
<p>Wirtschafts- und bildungspolitische Interessen sind hier untrennbar verknüpft: die Feststellung, daß  potentielle Verbraucher und Konsumenten gerade den innovativen Produkten skeptisch gegenüberstehen, ist natürlich frustrierend, wenn man viel Geld und Entwicklungsarbeit in das jeweilige Produkt investiert hat.</p>
<p>Und so setzte man die Hoffnungen u.a. darauf, daß eine effiziente Wissenschaftskommunikation erstens den Kenntnisstand innerhalb der Bevölkerung erhöht und zweitens die (irrationalen?) Berührungsängste schrittweise abgebaut werden.</p>
<p>Kein Wunder, daß Wissenschaftskommunikation über weite Strecken als &#8222;Volksbelehrungsinstrument&#8220; konzeptionalisiert wurde. Die klassischen Massenmedien ließen sich dafür ja auch leidlich nutzen: auf der einen Seite stehen professionelle Wissenschaftskommunikatoren mit journalistischem Know-How, auf der anderen Seite die Laien, die zu belehren sind. Daß diese Struktur durch und durch asymmetrisch ist, daß es sich um einen Wissenschaftsmonolog handelt, war unter den gegebenen Umständen kein Problem. Alternativen standen ja im Grunde auch nicht zur Verfügung – heute tun sie es, in Blogs beispielsweise.</p>
<p><strong>Wissenschaftskommunikation 1.0: Asymmetrischer Monolog </strong></p>
<p>Die konventionellen Medien der Wissenschaftsvermittlung (also das ganze Arsenal von Print, Fernsehen und Rundfunk) funktionieren selbstverständlich auch heute zwangsläufig<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/demokratisierung-der-wissenschaftskommunikation-durch-wissenschaftliche-blogs-wege-in-eine-wissenschaftsmuendige-gesellschaft/#footnote_0_208" id="identifier_0_208" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wie sollten Massenmedien auch anders?">1</a> nach der Logik der 1-Weg-Kommunikation. Das Feedback der Leser, Zuhörer oder Zuschauer kann nur sehr indirekt wieder in die Programmgestaltung oder den nächsten Artikel einfließen. Und, liebe journalistischen Profis, seid ehrlich: wieviele Leserbriefe haben Euch tatsächlich zum Nachdenken angeregt und welchen Mehrwert bieten Leser- oder Zuschauerreaktionen wirklich, wenn sie vereinzelt mit einigen Tagen Zeitverzögerung irgendwo in Randbereichen des jeweiligen Mediums nochmal auftauchen?</p>
<h4 class="pullquote">Blog-Kommentare haben mit klassischen Leserbriefen wenig gemein: Kommentare sind essentieller Bestandteil der Web2.0-Kommunikation und bieten einen tatsächlichen Mehrwert &#8211; für Leser und Blogger</h4>
<p>Blogs basieren hier auf einem vollkommen anderen Prinzip. Klar, wir sind im Mitmach-Web und das Web 2.0 könnte man auch als Medium der 2-Wege-Kommunikation bzw. bidirektionalen Kommunikation bezeichnen.</p>
<p>Wer einen Blogpost schreibt, macht einen Anfang – die Leser und Kommentatoren besorgen den Rest. ;-)</p>
<p>Was könnte und sollte sich also durch wissenschaftliche Blogs (so sie denn größere Verbreitung und Akzeptanz finden) im Gegensatz zur etablierten Wissenschaftsvermittlung anderer Medien verändern?</p>
<ul>
<li><strong>Demokratisierung der Wissenschaftskommunikation</strong> | Die Asymmetrie zwischen Experten/professionellen Wissenschaftskommunikatoren und Laien/Publikum wird partiell aufgehoben</li>
<li><strong>Erosion privilegierter Sprecherpositionen</strong> | Gegenargumente können kaum ignoriert werden, auch die Experten/Journalisten müssen sich der unmittelbaren Kritik stellen; Voraussetzung: Kritikfähigkeit und Lernbereitschaft</li>
<li><strong>Interdisziplinärer Austausch</strong> | Dialog und Vernetzung über Fachgrenzen hinweg, Blick über den disziplinären Tellerrand</li>
</ul>
<p>Der letzte Punkt, also der Dialog zwischen Wissenschaftlern, spielt natürlich hauptsächlich für den akademisch-wissenschaftlichen &#8222;Binnendiskurs&#8220; eine Rolle. Hier können Blogs die Augen dafür öffnen, daß Kollegen anderer Disziplinen möglicherweise mit denselben Problemen kämpfen oder es können fruchtbare Diskussionen im Hinblick methodische Fragen entstehen.</p>
<h4 class="pullquote">In und durch wissenschaftliche Blogs kann man lernen &#8211; manchmal auch die Blogger selbst&#8230;</h4>
<p>Und wenn – wie neulich geschehen – bspw. eine reinrassige Naturwissenschaftlerin wie die Astronomin Ludmila Carone durch Kommentare <a href="http://www.scienceblogs.de/planeten/2008/02/ist-wissenschaft-ein-glaubenssystem.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">auf einen ihrer Blogartikel</a> dazu angeregt wird, ein wissenschaftssoziologisches Fachbuch zu lesen,<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/demokratisierung-der-wissenschaftskommunikation-durch-wissenschaftliche-blogs-wege-in-eine-wissenschaftsmuendige-gesellschaft/#footnote_1_208" id="identifier_1_208" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Jedenfalls schrieb Ludmila am 27.2. in einem Kommentar: &bdquo;Hmmm&hellip;Wissenschaftsphilosophie&hellip;Also ganz ehrlich? Das ist nicht meine Welt. Ich sch&auml;tze da muss ich mal Ludwik Fleck lesen, um mir ein besseres Urteil zu bilden.&ldquo;">2</a> dann illustriert das doch eindrücklich, daß wissenschaftliche Blogs an- und aufregen und befruchten können. Die Blogger, genauso wie hoffentlich die Leser.</p>
<p>Bedingung ist freilich, daß sich der wissenschaftliche Blogger darüber im Klaren ist, daß er sich innerhalb seines Blogs angreifbar macht: wer als akademischer Star für gewöhnlich nur mit Kollegen derselben Hierarchiestufe diskutiert, der wird überrascht sein, wenn ihm irgendein Student eine flüchtig dahingeschriebene Argumentation &#8222;zerpflückt&#8220; &#8211; daß im Impressum möglicherweise ein &#8222;Prof. Dr.&#8220; steht, interessiert für den Blogdiskurs kaum.<br />
<strong><br />
Der zwanglose Zwang des besseren Arguments</strong></p>
<p>Das ist ein Aspekt, den ich mit &#8222;Erosion privilegierter Sprecherpositionen&#8220; meine. Und im Grunde finden wir in Blogs etwas vor, was dem idealistisch-normativen Modell von <a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_Habermas" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jürgen Habermas</a> (nämlich dessen Diskursethik und Konzeption des &#8222;idealen Diskurs&#8220;) verhältnismäßig nahe kommt. In der wissenschaftlichen Blogosphäre ist der &#8222;zwanglose Zwang des besseren Arguments&#8220;<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/demokratisierung-der-wissenschaftskommunikation-durch-wissenschaftliche-blogs-wege-in-eine-wissenschaftsmuendige-gesellschaft/#footnote_2_208" id="identifier_2_208" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="So bekanntlich das von J&uuml;rgen Habermas u.a. in seiner &bdquo;Theorie des kommunikativen Handelns&ldquo; formulierte Prinzip.">3</a> die Meßlatte.</p>
<p><strong>Welche Rolle spielen wissenschaftliche Blogs innerhalb einer Wissenschaft 2.0?</strong></p>
<p>Wie ich im letzten Beitrag verdeutlicht habe, sind Blogs kein Ersatz für das wissenschaftliche Publikationssystem, das über Monographien und v.a. Journals organisiert ist. Mit der immer größer werdenden Bedeutung digitaler Wissensarchive werden aber (wie wir es aus manchen Disziplinen heute schon kennen) die Printzeitschriften durch Online-Journals verdrängt werden. Daß die Open-Access-Idee Erfolg hat, ist jedenfalls wünschenswert.</p>
<p>Ein weiterer Schritt nach vorne wäre, wenn man Online-Journals nicht als 1:1-Kopien des bekannten Printformats konzeptionalisieren, sondern wesentliche Blogelemente integrieren würde: Kommentare und Trackbacks. Das ist aber (noch) Zukunftsmusik. Innerhalb des &#8222;Konzerts&#8220; bzw. das Gesamtsystems einer Wissenschaft 2.0 sind Blogs im Bereich der &#8222;Kommunikation&#8220; (teilweise &#8222;intern&#8220;, Schwerpunkt &#8222;extern&#8220;) angesiedelt und können neue Impulse in Sachen des Dialogs zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit setzen.</p>
<p>In meiner Skizze (die auch die vielfältigen Überschneidungen deutlich machen soll) sind die Wissenschaftsblogs rechts oben zu finden <em>[Anklicken öffnet größere Version]:</em></p>
<div align="center"><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2008/03/Marc_Scheloske_Wissenschaft_2.0_03_2008.jpg" rel="lightbox"><img fetchpriority="high" decoding="async" style="margin: 12px;" src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2008/03/Marc%20Scheloske%20-%20Wissenschaft%202.0%20-%2003_2008b.jpg" alt="Marc Scheloske - Wissenschaft 2.0 - 03_2008b.jpg" width="485" height="356" align="middle" /></a></div>
<p>Generell lassen sich in meinen Augen folgende Vorteile wissenschaftlicher Blogs (v.a. im Kontrast zu konventionellen (Print-)Medien) identifizieren:</p>
<ul>
<li><strong>Aktualität, Schnelligkeit &amp; Flexibilität </strong>| kein Redaktionsschluß, variable Länge von Posts/Artikeln, Modifikationen und Erweiterungen sind leicht möglich etc.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/demokratisierung-der-wissenschaftskommunikation-durch-wissenschaftliche-blogs-wege-in-eine-wissenschaftsmuendige-gesellschaft/#footnote_3_208" id="identifier_3_208" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wie es etwa Wolfgang Michal bereits mehrmals in Kommentaren angeregt hat.">4</a></li>
<li><strong>Authentizität</strong> | Autonome Themenfindung, individuelle &#8222;Handschrift&#8220; des jeweiligen Bloggers, Blick auf die &#8222;Hinterbühne&#8220; der Wissenschaft, Meckern auf unfähige Journalisten entfällt</li>
<li><strong>Resonanzfähigkeit</strong> | Feedback und Reaktionen sind integraler Bestandteil (Kommentare &amp; Trackbacks), verschiedene Standpunkte werden sichtbar, Diskurs wird transparent und lebendig</li>
</ul>
<p>Der erste Punkt hat natürlich viel damit zu tun, daß Blogs als Onlinemedium weder auf Sendezeiten, noch auf Druck- und Publikationstermine Rücksicht nehmen müssen. Wenn ein Blogger ein Thema entdeckt, so kann er wenige Minuten später einen ersten Hinweis, eine erste Einschätzung dazu publizieren. Und später können problemlos ausführlichere Analysen, Einschätzungen, weitere Links etc. ergänzt oder in zusätzlichen Artikeln hinzugefügt werden. Diese Flexibilität weist sonst kein anderes Format auf.</p>
<h4 class="pullquote">Es gibt keinen Chefredakteur, der Vorschriften macht. Und auch die individuelle Handschrift, der persönliche Stil und Witz sind erlaubt und wichtig&#8230;</h4>
<p>Auch der Faktor Authentizität, der ja generell als charakteristisch für Blogs erachtet wird,<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/demokratisierung-der-wissenschaftskommunikation-durch-wissenschaftliche-blogs-wege-in-eine-wissenschaftsmuendige-gesellschaft/#footnote_4_208" id="identifier_4_208" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="vgl. u.a.: Jan Schmidt / Florian Mayer (2006): Wer nutzt Weblogs f&uuml;r kollaborative Lern- und Wissensprozesse?, Berichte der Forschungsstelle &bdquo;Neue Kommunikationsmedien&ldquo;, Nr. 06-02">5</a> kann von wissenschaftlich ausgerichteten Blogs in einen Vorteil umgemünzt werden. Kein anderes Medium bietet eine vergleichbare Freiheit, was Themenwahl und Schreibstil angeht.</p>
<p>Worüber und wie man innerhalb seines Blogs berichtet – das ist ausschließlich Sache des Bloggers. Und auch in wissenschaftlichen Blogposts darf und soll – das ist jedenfalls mein Standpunkt – die persönliche Handschrift des Bloggers spürbar werden. Der <a href="http://fisch-blog.blog.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blog von Lars Fischer</a> hat nicht umsonst eine treue Fangemeinde;<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/demokratisierung-der-wissenschaftskommunikation-durch-wissenschaftliche-blogs-wege-in-eine-wissenschaftsmuendige-gesellschaft/#footnote_5_208" id="identifier_5_208" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Lars ist &uuml;brigens auch hier bei den Wissenslogs zu finden: Abgefischt">6</a> kritische Analysen, die mit lakonischen Kommentaren gewürzt sind, findet man andernorts so nicht.</p>
<p><strong>Der Blick auf die Hinterbühne: Wissenschaft &#8222;greifbar&#8220; machen</strong></p>
<p>Und &#8222;praktizierende&#8220; Wissenschaftler haben in ihren Blogs noch eine weitere Möglichkeit, um erstens Leser zu binden und zweitens die vermeintlich hermetische Welt der Wissenschaft etwas &#8222;zugänglicher&#8220; zu machen. Ich habe es frei nach <a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/Erving_Goffman" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Erving Goffman </a>als &#8222;Blick auf die Hinterbühne&#8220; bezeichnet und meine damit die gelegentlichen Notizen und Plaudereien, in denen ein Forscher bspw. über die letzte Konferenz berichtet und dann meinetwegen eben auch erwähnt, daß die Zugfahrt dorthin eine Katastrophe war.</p>
<h4 class="pullquote">Persönliche Anmerkungen, Notizen aus dem Forscheralltag, Berichte über Pannen &#8211; in Wissenschaftsblogs findet man verschiedene Zugänge zum Elfenbeinturm. Der Blick hinter die Kulissen ist einer davon.</h4>
<p>Der Blick hinter die Kulissen ist ein wichtiges Element: wenn etwa Björn Kröger notiert, daß er endlich eine mühselige Phase der Dateneingabe bewältigt habe und im Anschluß daran <a href="http://www.scienceblogs.de/tiefes-leben/2008/02/nach-dem-marathon.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">im Park die Sonne genossen</a> habe, dann hat das zwar keine wissenschaftliche Relevanz, macht aber deutlich, daß Wissenschaftler auch Menschen sind. ;-)</p>
<p>Genau solche Marginalien &#8211; das Lamento, wenn also ein Experiment schiefgelaufen ist oder die Studenten wieder einmal <a href="http://www.brainlogs.de/blogs/blog/anatomisches-allerlei/2007-11-23/ein-akademischer-witz-samt-schimpf-und-schande" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dumme Fragen gestellt haben</a><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/demokratisierung-der-wissenschaftskommunikation-durch-wissenschaftliche-blogs-wege-in-eine-wissenschaftsmuendige-gesellschaft/#footnote_6_208" id="identifier_6_208" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="&Uuml;ber Studenten, die nur noch &bdquo;pr&uuml;fungsrelevantes&ldquo; Wissen nachfragen, echauffierte sich vor einigen Wochen der Frankfurter Anatomiedozent Helmut Wicht in den Brainlogs.">7</a> – sind legitime Bestandteile und &#8222;Zutaten&#8220; wissenschaftlicher Blogs. Ich behaupte, daß wohldosierte persönliche Notizen die Wissenschaft ein wenig zugänglicher machen – und das scheint ja seit jeher wünschenswert. ;-)</p>
<blockquote><p>&#8222;Die Deutschen, und sie nicht allein, besitzen die Gabe, die Wissenschaften unzugänglich zu machen.&#8220;<br />
<em>Johann Wolfgang Goethe: Wilhelm Meisters Wanderjahre</em></p></blockquote>
<p>Als Zwischenfazit läßt sich feststellen, daß wissenschaftliche Blogs eine doppelte Zumutung darstellen:</p>
<ul>
<li>denn erstens wird den Lesern zugemutet, sich von Forschern ohne journalistische Ausbildung die komplexe Welt der Wissenschaft erklären zu lassen,</li>
<li>und zweitens wird den bloggenden Wissenschaftlern zugemutet, sich der Kritik und den Nachfragen ihrer Leser zu stellen.</li>
</ul>
<p><strong>Teilhabe und Verantwortung in der Wissensgesellschaft: &#8222;Scientific Citizenship&#8220;, oder: Die wissenschaftsmündige Gesellschaft</strong></p>
<p>Wenn beide Seiten, also Blogger <em>und </em>Publikum, sich dessen bewußt sind, so kann und wird der Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft reiche Früchte abwerfen. Denn wissenschaftliche Blogs können ein Verbindungsglied zwischen Wissenschaftlern und den sogenannten Laien sein und uns auf dem Weg zu einer &#8222;Scientific Citizenship&#8220; voranbringen.</p>
<h4 class="pullquote_left">Wir können längst nicht mehr ohne Wissenschaft. Wissenschaft fasziniert, frustriert und ist Gegenstand gesellschaftlicher Debatten. Blogs sollen informieren, interessieren und anregende Diskussionen anstoßen&#8230;</h4>
<p>Der Begriff des &#8222;Scientific Citizenship&#8220; kam im Umfeld der Diskussion um das &#8222;Public understanding of Science&#8220; auf, das selbst als Konzept noch weitgehend in der alten Logik der belehrenden Wissenschaftsvermittlung befangen blieb.</p>
<p>Nicht zuletzt die großen Konflikte um gesundheitliche und ökologische Gefährdungen, die sich als Nebenfolgen wissenschaftlicher Innovationen ergeben (Stichworte: Ozonloch, Elektrosmog, Gentechnologie), haben deutlich gemacht, daß wir als technologische Gesellschaft zwar nicht mehr ohne Wissenschaft können, aber diese Wissenschaft teilweise Probleme erzeugt, ohne gleichzeitig sichere Lösungen liefern zu können.</p>
<p>In einem ausgesprochen <a href="http://www.gegenworte.org/heft-11/felt-probe.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">lesenswerten Artikel</a><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/demokratisierung-der-wissenschaftskommunikation-durch-wissenschaftliche-blogs-wege-in-eine-wissenschaftsmuendige-gesellschaft/#footnote_7_208" id="identifier_7_208" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ulrike Felt (2003): Scientific Citizenship. Schlaglichter einer Diskussion, in: Gegenworte. Hefte f&uuml;r den Disput &uuml;ber Wissen. 11. Heft, Fr&uuml;hjahr 2003">8</a> erläutert Ulrike Felt dazu:</p>
<blockquote><p>&#8222;In der Tat werden wir immer öfter [&#8230;] mit Nachdruck darauf verwiesen, dass es im Grunde in der Beziehung zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit mehr um Vertrauen denn um Wissen per se geht. Die Haltungen, die Menschen etwa in wissenschaftlich-technischen Kontroversen einnehmen, bauen weniger auf der genauen Nachvollziehbarkeit des wissenschaftlichen oder technischen Wissens auf, sondern vielmehr auf deren Erfahrungen mit und Wahrnehmungen von involvierten Institutionen, WissenschaftlerInnen und KommunikatorInnen.&#8220;</p></blockquote>
<p>Es geht also u.a. darum, sich von der Illusion zu verabschieden, es sei Aufgabe von Wissenschaftskommunikation den Kenntnisstand von Laien zu verbessern. Vielmehr sollten wir dahin kommen – und das wäre eine Radikalisierung des Konzepts des &#8222;Public understanding of Science&#8220; &#8211; , daß wir nicht mehr von Adressaten der Wissenschaftskommunikation, sondern von Dialogpartnern reden.</p>
<h4 class="pullquote">Wissenschaftsblogs stehen für eine neue Ära der Wissenschaftskommunikation: das Zeitalter der passiven Rezipienten ist zu Ende, wir haben es mit neugierigen, &#8222;mündigen&#8220; Dialogpartnern zu tun</h4>
<p>Und sind Blogs dazu nicht das ideale Instrument? Können und müssen wissenschaftliche Blogs also nicht Pionierarbeit leisten, um endlich unmißverständlich klarzustellen, daß wir es nicht mehr mit passiven Rezipienten zu tun haben, sondern mit neugierigen, kritischen und &#8222;mündigen&#8220; Dialogpartnern, die als Leser, Kommentatoren oder befreundete Blogger wesentlicher Bestandteil der Blogosphäre sind?</p>
<p><strong>Die wissenschaftsmündige Gesellschaft: Schluß mit Bevormundung und Belehrung</strong></p>
<p>Ich selbst möchte an die Stelle des &#8222;Scientific Citizenship&#8220; den Begriff einer &#8222;wissenschaftsmündigen Gesellschaft&#8220; setzen bzw. vorschlagen. Dieser Begriff ist analog zu einem Leitbild aus der Risikosoziologie – der &#8222;Risikomündigkeit&#8220;<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/demokratisierung-der-wissenschaftskommunikation-durch-wissenschaftliche-blogs-wege-in-eine-wissenschaftsmuendige-gesellschaft/#footnote_8_208" id="identifier_8_208" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="&bdquo;Mit dem Begriff der Risikom&uuml;ndigkeit ist die F&auml;higkeit angesprochen, auf der Basis der Kenntnis der faktisch nachweisbaren Konsequenzen von risikoausl&ouml;senden Ereignissen oder Aktivit&auml;ten, der verbleibenden Unsicherheiten und anderer risikorelevanter Faktoren eine pers&ouml;nliche Beurteilung der jeweiligen Risiken vornehmen zu k&ouml;nnen, die den Wertvorstellungen f&uuml;r die Gestaltung des eigenen Lebens sowie den pers&ouml;nlichen Kriterien zur Beurteilung der Akzeptabilit&auml;t dieser Risiken f&uuml;r die Gesellschaft insgesamt entspricht.&ldquo; &ndash; vgl. Risikokommission ad hoc-Kommission &bdquo;Neuordnung der Verfahren und Strukturen zur Risikobewertung und Standardsetzung im gesundheitlichen Umweltschutz der Bundesrepublik Deutschland&ldquo;. Abschlussbericht der Risikokommission. Salzgitter: Bundesamt f&uuml;r Strahlenschutz, S. 53">9</a> &#8211; gebildet, das v.a. die Bedeutung der persönlichen Beurteilung von Risiken auf der Basis seriöser Infomationen hervorhebt.</p>
<p>Damit soll im Hinblick auf die Frage, welche Risiken wir als Gesellschaft und als Bürger eingehen wollen, eben darauf hingewiesen werden, daß weder Wissenschaft, noch Politik oder eine andere Instanz vorschreiben können, was akzeptabel ist und was nicht. Entscheidend für Risikomündigkeit ist, daß Konsumenten und Bürger in die Lage versetzt werden, für sich eine Entscheidung zu treffen, welche Risiken sie eingehen möchten.</p>
<p><strong>Dialog, Lernbereitschaft und Debatten ohne Scheuklappen</strong></p>
<p>Um wieder auf unser Thema – die Wissenschaft – zurückzukommen: mit Wissenschaftsmündigkeit möchte ich ein Ideal formulieren, das Schluß macht mit dem Prinzip Bevormundung und/oder Belehrung. Es geht um einen partnerschaftlichen Dialog und darum, daß alle Kommunikationsbemühungen geeignet sein müßen, die Wissenschaftsmündigkeit aller Akteure zu erhöhen. Diese zu informieren, zu interessieren und einzuladen mitzudiskutieren, muß das Ziel sein. Denn Mündigkeit impliziert, daß wir es – wie gesagt – nicht mit passiven Rezipienten, sondern mit &#8222;mündigen&#8220; Dialogpartnern zu tun haben.</p>
<p>Im Bezug auf den &#8222;Scientific Citizen&#8220;, der eng verwandt mit dem wissenschaftsmündigen Bürger ist, liest man bei Ulrike Felt weiter:</p>
<blockquote><p>&#8222;Das Konzept des Scientific Citizen ist nun ein wesentlich aktiveres Konzept, das die Idee von Rechten und Pflichten in sich birgt: also das Recht, über Wissenschaft und Technik informiert zu werden, mitzureden und auch mitzuentscheiden, aber gewissermaßen auch die Pflicht, sich zu informieren, sich auseinander zu setzen, Verantwortung mitzutragen, sich als Teil eines Kollektivs auch in dessen Interesse zu positionieren.&#8220;</p></blockquote>
<p>Mitreden, diskutieren, sich informieren und Standpunkte beziehen – das alles ist in dieser Idee beinhaltet und ist geradezu ein maßgeschneidertes &#8222;Einsatzgebiet&#8220; für Blogs. Wie bereits <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/12/was-sollen-was-koennen-wissenschaftsblogs-leisten-blogs-als-instrument-der-internen-wissenschaftskommunikation/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">im letzten Artikel</a> erläutert: die Gesellschaft hat ein Recht zu erfahren, was, wo, wie mit öffentlichen Mitteln geforscht wird. Aber gleichzeitig hat Wissenschaft auch ein Recht darauf wahrgenommen zu werden!</p>
<p>Noch sind wissenschaftliche Blogs ein Nischenphänomen, aber wie schrieb Harald Staun in der FAZ noch gleich?</p>
<blockquote><p>&#8222;Die Stärke der Blogs liegt gerade in der obsessiven Beschäftigung mit obskuren Nischeninteressen.&#8220;<br />
<em>Harald Staun, &#8222;<a href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc%7EEB86D394356EA414D9E66635E93787C2D%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Weblogs &#8211; Wo seid ihr?</a>&#8222;, FAZ, 5.5.2007</em></p></blockquote>
<p>Eben! Dann gebe ich ihm ausnahmsweise Recht und untermauere die Feststellung, daß wissenschaftliche Blogs (noch!) eine Randerscheinung sind, mit einigen Zahlen: ich habe kurz zusammengezählt und komme auf derzeit rund 180 wissenschaftliche Blogs bzw. Blogger im deutschsprachigen Raum.</p>
<h4 class="pullquote">Noch sind wissenschaftliche Blogs ein Nischenphänomen: gerade 180 Wissenschaftsblogger sind aktiv</h4>
<p>Zu einem Großteil sind diese in den beiden Wissenschaftsblogportalen der Verlage Burda bzw. Spektrum der Wissenschaft zu finden. Bei <a href="http://www.scienceblogs.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Scienceblogs.de</a> findet man aktuell 25, bei den <a href="http://www.scilogs.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SciLogs</a> insgesamt 50 Blogger. Daneben tummeln sich dann noch die &#8222;ungebundenen&#8220; Blogger, von denen ca. 90 Stück im &#8222;<a href="http://www.wissenschafts-cafe.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wissenschafts-Café</a>&#8220; zu finden sind.</p>
<p>180 Blogger sind natürlich eine bescheidene Ausbeute, wenn man bedenkt, daß allein in Deutschland ca. 360 wissenschaftliche Bildungseinrichtungen zu finden sind.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/demokratisierung-der-wissenschaftskommunikation-durch-wissenschaftliche-blogs-wege-in-eine-wissenschaftsmuendige-gesellschaft/#footnote_9_208" id="identifier_9_208" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Neben 88 Universit&auml;ten (mit Promotionsrecht), gibt es rund 100 Fachhochschulen und dann nochmal ca. 180 Akademien, Kunsthochschulen und Privatuniversit&auml;ten etc.">10</a> Die Quote von 0,5 wissenschaftlichen Blogs pro Universität wird sich aber – davon bin ich überzeugt – mittelfristig deutlich verändern.</p>
<p>Zusammengefasst: Es geht also innerhalb einer Wissenschaftskommunikation 2.0 nicht um Belehrung, es geht nicht darum, vom privilegierten Standpunkt der Wissenschaft absolute Wahrheiten zu verkünden.</p>
<p>Es geht vielmehr darum &#8211; im Sinne Erving Goffmans – a) einen Blick auf die Hinterbühne zu gewähren, also einen Einblick in den Forschungsalltag zu geben, b) auch als Wissenschaftler dezidiert Standpunkte zu beziehen<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/demokratisierung-der-wissenschaftskommunikation-durch-wissenschaftliche-blogs-wege-in-eine-wissenschaftsmuendige-gesellschaft/#footnote_10_208" id="identifier_10_208" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="D.h. 1. das eigene Forschungsgebiet verst&auml;ndlich zu pr&auml;sentieren, 2. sich als &ouml;ffentlicher Forscher zu positionieren und in wissenschaftliche, wissenschaftspolitische und ethische Debatten einzuschalten.">11</a> und c) den Dialog mit Lesern und Kollegen unvoreingenommen zu eröffnen. Daß dies auch unterhaltsam bzw. populär sein darf, steht außer Frage.</p>
<p>Man muß das nicht alles gleichzeitig tun, aber man kann. Bloggen ist eine Angelegenheit, die auf Freiwilligkeit beruht. Eine gewisse Portion Idealismus schadet dabei sicher nicht. Aber vielleicht kann ich ja den einen oder anderen Leser aus dem akademischen Milieu motivieren, indem ich ihm versichere, daß er heute noch zu einer Generationen von Blogpionieren zählt? Und in einigen Jahren wird es vielleicht selbstverständlich sein, daß man bei einer Bewerbung auf eine wissenschaftliche Position auch selbstbewußt auf seinen Blog verweist. :-)</p>
<p>Und irgendwann wird uns eine wissenschaftliche Identität <em>ohne</em> Blog möglicherweise ganz und gar unheimlich vorkommen&#8230;</p>
<p align="center"><a href="http://blaugh.com/2006/12/21/i-blog-therefore-i-am/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" style="margin: 12px;" src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2008/03/Descartes_blogger.gif" alt="Descartes_blogger.gif" width="447" height="250" align="middle" /></a></p>
<p>Werden wir in 50 Jahren noch Wissenschaftler kennen, wenn sie nicht bloggen? ;-)</p>
<p>Zum Schluß meines Plädoyers für engagierte Wissenschaftsblogs: wer sich auf Niklas Luhmanns Systemtheorie einläßt, der akzeptiert dessen grundsätzliche These, daß Gesellschaft so weit reicht, wie (ihre) Kommunikation reicht. Das ist zunächst eine triviale Feststellung, die konsequent weitergedacht allerdings spannende Einsichten eröffnet.</p>
<p>Ich möchte diese These umformulieren und sagen: &#8222;Wissenschaft reicht so weit, wie ihre Kommunikation reicht.&#8220; Und, folgendes ergänzend hinzufügen: durch und in wissenschaftlichen Blogs erweitern wir die Reichweite wissenschaftlicher Kommunikationen. Und das sollte es uns wert sein, oder?</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr size="1" width="100%" />
<p><strong><em>Links:</em></strong></p>
<ul>
<li>Jan Schmidt / Florian Mayer (2006): Wer nutzt Weblogs für kollaborative Lern- und Wissensprozesse?, Berichte der Forschungsstelle „Neue Kommunikationsmedien“, Nr. 06-02 [Download als <a href="http://www.fonk-bamberg.de/pdf/fonkbericht0602.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">PDF</a>]</li>
<li>Wormer, Holger (2005): &#8222;Losgelöst vom Alltag? &#8211; Was Wissenschaftsjournalismus leisten sollte&#8220;. epd-Medien, 96, 7.12.2005, 16-25 &#8211; Download als <a href="http://www.wissenschaftsjournalismus.org/component/option,com_docman/task,doc_download/gid,2/mode,view/">PDF</a></li>
<li>Ulrike Felt (2003): <a href="http://www.gegenworte.org/heft-11/felt-probe.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Scientific Citizenship. Schlaglichter einer Diskussion</a>, in: Gegenworte. Hefte für den Disput über Wissen. 11. Heft, Frühjahr 2003</li>
</ul>
<p><em><strong>Verwandte Artikel in der Wissenswerkstatt:</strong></em></p>
<ul>
<li><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/22/wissenschaftsblogs-in-deutschland-status-quo-und-die-professionalisierung-der-wissenschaftlichen-blogszene/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wissenschaftsblogs in Deutschland » Status quo und die Professionalisierung der wissenschaftlichen Blogszene</a>, 22.01.2008</li>
<li><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/12/04/eine-wissenschaft-fuer-sich-wie-man-blogs-wissenschaftlich-korrekt-zitiert-werkstattnotiz-xlii/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Eine Wissenschaft für sich » Wie man Blogs wissenschaftlich korrekt zitiert</a> | Werkstattnotiz XLII, 4.12.2007</li>
<li><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/09/12/kraenkungen-blindheit-und-traditionen-im-zeitalter-der-digitalisierten-wissenschaft-der-schwierige-weg-zur-wissenschaft-20/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kränkungen, Blindheit und Traditionen im Zeitalter der digitalisierten Wissenschaft » Der schwierige Weg zur Wissenschaft 2.0</a>, 12.9.2007</li>
</ul>
<p><em>Immer einen Besuch wert:</em></p>
<ul>
<li>der <a href="http://www.wissenschafts-cafe.net/newsticker/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Newsticker des &#8222;Wissenschafts-Cafés&#8220;</a> listet die aktuellsten Posts der Wissenschaftsblogs</li>
</ul>
<p><em><strong>Literaturempfehlungen: </strong></em></p>
<ul>
<li>Nikolow, Sybilla &amp; Schirrmacher, Arne (2007): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3593384892?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3593384892">Wissenschaft und Öffentlichkeit als Ressourcen füreinander</a>. Studien zur Wissenschaftsgeschichte im 20. Jahrhundert. Campus Verlag.</li>
<li>Kohring, Matthias (2006): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3896694820?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3896694820">Wissenschaftsjournalismus. Forschungsüberblick und Theorieentwurf</a>. Forschungsüberblick und Theorieentwurf. UVK.</li>
<li>Wormer, Holger (2006): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3531148931?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3531148931">Die Wissensmacher. Profile und Arbeitsfelder von Wissenschaftsredaktionen in Deutschland</a>. Vs-Verlag.</li>
<li>Weingart, Peter (2005): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3934730035?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3934730035">Die Wissenschaft der Öffentlichkeit</a>. Velbrück-Verlag.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_208" class="footnote">Wie sollten Massenmedien auch anders?</li><li id="footnote_1_208" class="footnote">Jedenfalls schrieb Ludmila am 27.2. in einem Kommentar: &#8222;Hmmm&#8230;Wissenschaftsphilosophie&#8230;Also ganz ehrlich? Das ist nicht meine Welt. Ich schätze da muss ich mal Ludwik Fleck lesen, um mir ein besseres Urteil zu bilden.&#8220;</li><li id="footnote_2_208" class="footnote">So bekanntlich das von Jürgen Habermas u.a. in seiner &#8222;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3518287753?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3518287753">Theorie des kommunikativen Handelns</a>&#8220; formulierte Prinzip.</li><li id="footnote_3_208" class="footnote">Wie es etwa Wolfgang Michal bereits mehrmals in <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/11/die-wissenschaft-und-die-blogosphaere-liebesheirat-oder-zweckgemeinschaft-annaeherungen-an-eine-fruchtbare-liaison/#comment-1447" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kommentaren</a> angeregt hat.</li><li id="footnote_4_208" class="footnote">vgl. u.a.: Jan Schmidt / Florian Mayer (2006): Wer nutzt Weblogs für kollaborative Lern- und Wissensprozesse?, Berichte der Forschungsstelle „Neue Kommunikationsmedien“, Nr. 06-02</li><li id="footnote_5_208" class="footnote">Lars ist übrigens auch hier bei den Wissenslogs zu finden: <a href="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/abgefischt" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Abgefischt</a></li><li id="footnote_6_208" class="footnote">Über Studenten, die nur noch &#8222;prüfungsrelevantes&#8220; Wissen nachfragen, echauffierte sich vor einigen Wochen der Frankfurter Anatomiedozent Helmut Wicht in den <a href="http://www.brainlogs.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Brainlogs</a>.</li><li id="footnote_7_208" class="footnote">Ulrike Felt (2003): Scientific Citizenship. Schlaglichter einer Diskussion, in: Gegenworte. Hefte für den Disput über Wissen. 11. Heft, Frühjahr 2003</li><li id="footnote_8_208" class="footnote">„Mit dem Begriff der Risikomündigkeit ist die Fähigkeit angesprochen, auf der Basis der Kenntnis der faktisch nachweisbaren Konsequenzen von risikoauslösenden Ereignissen oder Aktivitäten, der verbleibenden Unsicherheiten und anderer risikorelevanter Faktoren eine persönliche Beurteilung der jeweiligen Risiken vornehmen zu können, die den Wertvorstellungen für die Gestaltung des eigenen Lebens sowie den persönlichen Kriterien zur Beurteilung der Akzeptabilität dieser Risiken für die Gesellschaft insgesamt entspricht.“ &#8211; vgl. Risikokommission ad hoc-Kommission „Neuordnung der Verfahren und Strukturen zur Risikobewertung und Standardsetzung im gesundheitlichen Umweltschutz der Bundesrepublik Deutschland“. Abschlussbericht der Risikokommission. Salzgitter: Bundesamt für Strahlenschutz, S. 53</li><li id="footnote_9_208" class="footnote">Neben 88 Universitäten (mit Promotionsrecht), gibt es rund 100 Fachhochschulen und dann nochmal ca. 180 Akademien, Kunsthochschulen und Privatuniversitäten etc.</li><li id="footnote_10_208" class="footnote">D.h. 1. das eigene Forschungsgebiet verständlich zu präsentieren, 2. sich als öffentlicher Forscher zu positionieren und in wissenschaftliche, wissenschaftspolitische und ethische Debatten einzuschalten.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/demokratisierung-der-wissenschaftskommunikation-durch-wissenschaftliche-blogs-wege-in-eine-wissenschaftsmuendige-gesellschaft/">Demokratisierung der Wissenschaftskommunikation durch wissenschaftliche Blogs » Wege in eine „wissenschaftsmündige“ Gesellschaft</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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		<title>Die Champions League der Klimaforschung » Von fleißigen Forschern, Medientalenten und dem Falter-Phänomen &#124; Werkstattnotiz LXXV</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Mar 2008 10:02:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftskommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Klimapolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftsjournalismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Welche Wissenschaftler und welche Forschungsinstitute in den einzelnen Disziplinen den größten Einfluß oder zumindest das größte Renommee haben, ist für Außenstehende schwer einzuschätzen. Möglicherweise hat man den einen oder anderen Fachvertreter in einem Zeitungsinterview oder gar mit einem 30-Sekunden-Statement im Fernsehen gesehen, aber ist damit wirklich mehr gesagt, als daß dieser Wissenschaftler eben hinreichend TV-kompatibel ... <a title="Die Champions League der Klimaforschung » Von fleißigen Forschern, Medientalenten und dem Falter-Phänomen &#124; Werkstattnotiz LXXV" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/die-champions-league-der-klimaforschung-von-fleissigen-forschern-medientalenten-und-dem-falter-phaenomen-werkstattnotiz-lxxv/" aria-label="Mehr Informationen über Die Champions League der Klimaforschung » Von fleißigen Forschern, Medientalenten und dem Falter-Phänomen &#124; Werkstattnotiz LXXV">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/die-champions-league-der-klimaforschung-von-fleissigen-forschern-medientalenten-und-dem-falter-phaenomen-werkstattnotiz-lxxv/">Die Champions League der Klimaforschung » Von fleißigen Forschern, Medientalenten und dem Falter-Phänomen | Werkstattnotiz LXXV</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone" style="margin: 5px;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2008/03/Interview_01a.jpg" alt="Interview_01a.jpg" width="245" height="164" align="right" />Welche Wissenschaftler und welche Forschungsinstitute in den einzelnen Disziplinen den größten Einfluß oder zumindest das größte Renommee haben, ist für Außenstehende schwer einzuschätzen.</strong></p>
<p><strong> Möglicherweise hat man den einen oder anderen Fachvertreter in einem Zeitungsinterview oder gar mit einem 30-Sekunden-Statement im Fernsehen gesehen, aber ist damit wirklich mehr gesagt, als daß dieser Wissenschaftler eben hinreichend TV-kompatibel ist, sich offensichtlich kurz zu fassen weiß und zum gewünschten Interviewtermin abkömmlich war?</strong></p>
<p>Daß die forschungsstärksten Wissenschaftler nicht notwendigerweise auch diejenigen mit der höchsten Medienpräsenz sind, ist leicht einzusehen. Die Fähigkeit (und manchmal auch das Glück) die spannendsten Studien durchzuführen und dafür in Fachkreisen Anerkennung zu finden, korreliert nicht unbedingt mit der Fähigkeit weitgehend unfallfrei Sätze in Kameras und Mikrofone zu sprechen. Und daß die ganze Angelegenheit &#8211; wer also rein wissenschaftlich gesehen die höchste Reputation aufweist &#8211; kompliziert ist, kann kaum verwundern.</p>
<h4 class="pullquote_left">Welche Wissenschaftler werden in der Öffentlichkeit wahrgenommen? Diejenigen, die in ihrem Fach die Maßstäbe setzen? Oder doch nur die, die unfallfrei einige nette Sätze in die Kamera sprechen können?</h4>
<p>Nicht umsonst widmen sich ganze Institute der Frage, wie man Forschungsleistungen mißt und vergleichbar macht. Und darüber, welche Kriterien herausragende Forschung auszeichnen und wie sich wissenschaftliche Reputation erklärt, streiten die Gelehrten vermutlich bis ans Ende der Zeit&#8230;</p>
<p><strong>Die internationale Liga der Klimaforscher</strong></p>
<p>Einen hochinteressanten Einblick in das Feld der Klimaforschung, der Stars und Sternchen in seinem Fach, gibt Stefan Rahmstorf <a href="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/klimalounge/allgemein/2008-03-28/bundesliga-der-klimaforschung" target="_blank" rel="noopener noreferrer">in einem Beitrag</a> in seiner &#8222;Klimalounge&#8220;. Dort listet er u.a. diejenigen Forscher auf, deren Studien international am häufigsten zitiert wurden.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/die-champions-league-der-klimaforschung-von-fleissigen-forschern-medientalenten-und-dem-falter-phaenomen-werkstattnotiz-lxxv/#footnote_0_220" id="identifier_0_220" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Es ist nat&uuml;rlich klar, da&szlig; die Zitationsrate auch nicht das ausschlie&szlig;liche Kriterium wissenschaftlicher Exzellenz ist. So werden bspw. &Uuml;bersichtsartikel h&auml;ufiger zitiert als eigenst&auml;ndige Studien. Zugleich h&auml;ngt die Quote auch davon ab, ob man zu einer Frage arbeitet und publiziert, die potentiell ein gro&szlig;es Fachpublikum hat oder ob es nur wenige Forscher gibt, die dazu arbeiten. Insofern ist die Zitationsrate eher als &bdquo;Wissenschafts-Technorati&ldquo; einzusch&auml;tzen. ;-) ">1</a></p>
<blockquote><p>&#8222;Werfen wir also einen Blick auf die Publikationen zum Thema „climate“ [&#8230;] mit deutscher Beteiligung aus den vergangenen zehn Jahren.&#8220;</p></blockquote>
<p>Und er stellt dabei auch die Frage:</p>
<blockquote><p>&#8222;Wie steht die deutsche Klimaforschung dabei qualitativ im internationalen Vergleich da?&#8220;</p></blockquote>
<p>Dabei stellt Stefan Rahmstorf fest, daß die deutschen Klimaforscher durchaus in der Champions-League mitspielen. Wenn man die Zitationswerte zugrundelegt,<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/die-champions-league-der-klimaforschung-von-fleissigen-forschern-medientalenten-und-dem-falter-phaenomen-werkstattnotiz-lxxv/#footnote_1_220" id="identifier_1_220" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Stefan Rahmstorf hat dazu im &bdquo;Web of Science&ldquo; die Publikationen gesichtet und dabei die 1000 meistzitierten Studien herausgenommen. Unter diesen h&auml;ufig rezipierten (um unter diese Top-1000 zu kommen mu&szlig; eine Arbeit mindestens 82-mal zitiert werden) sind insgesamt 127 Arbeiten mit deutscher Beteiligung.">2</a> dann rangieren deutsche Wissenschaftler immerhin auf Platz 3. Rund 70% der Top-Studien stammen aus den USA, dahinter stehen die Briten und dann (mit 13% der Studien) die deutschen Wissenschaftler.</p>
<p><strong>Wissenschaftliche Exzellenz und Medienpräsenz sind nicht identisch</strong></p>
<p>Liest man die Namen der Autoren der deutschen Top-Studien, ist man allerdings erstaunt. Wenn man etwa die beiden international am häufigsten zitierten Studien zu den Auswirkungen des Klimawandels auf die Biosphäre heranzieht, dann stellt man fest:</p>
<blockquote><p>Mit Gian-Reto Walther (Institut für Geobotanik der Uni Hannover), Annette Menzel (TU München), Franz Bairlein (Vogelwarte Helgoland) und Elisabeth Huber-Sanwald (seinerzeit TU München) &#8211; um nur einige der Autoren dieser beiden Artikel zu nennen &#8211; haben wir in Deutschland also eine Reihe von hervorragenden Experten zu diesem Thema. Dabei fällt mir auf: ich habe noch nie ein Interview dazu mit einem dieser Experten in großen Zeitungen gelesen.</p></blockquote>
<p>Das ist doch ein interessanter Befund: denn offensichtlich stehen andere Wissenschaftler häufiger im Blickpunkt der Medien, obwohl sie möglicherweise fachwissenschaftlich weniger Erfolge auf ihrer Habenseite verbuchen können. Stattdessen finden<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/die-champions-league-der-klimaforschung-von-fleissigen-forschern-medientalenten-und-dem-falter-phaenomen-werkstattnotiz-lxxv/#footnote_2_220" id="identifier_2_220" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Was nat&uuml;rlich der Logik von Medien geschuldet ist.">3</a> andere Thesen (also provokantere und eventuell auch schlicht unseriöse Aussagen) durchaus den Weg in Zeitungen und Fernsehen. Und so lamentiert Stefan Rahmstorf:</p>
<blockquote><p>&#8222;Überall (von Focus über Spiegel bis zu taz und Deutschlandfunk) gibt es dafür Interviews mit Josef Reichholf, der zwar zu diesem Thema laut Web of Science noch nie eine Forschungsarbeit publiziert hat, aber dafür behauptet, &#8222;dass die Erwärmung förderlich ist für die Artenvielfalt&#8220;. Genau das Gegenteil dessen also, was die zu diesem Thema forschenden Wissenschaftler herausfinden.&#8220;</p></blockquote>
<p>Was lernen wir aus dieser interessanten Beobachtung? Einerseits also, daß sich die deutschen Klimatologen im internationalen Vergleich nicht verstecken brauchen. Das ist erfreulich. Gleich mit mehreren Studien (mehr als 5 Nennungen seit 1998) sind etwa Colin Prentice, Andrey Ganopolski, Stefan Rahmstorf, Paul Crutzen oder Helmut Erlenkeuser in der Rangliste vertreten. Anderseits sieht man deutlich, daß wissenschaftliche Produktivität und Exzellenz nicht mit der Medienpräsenz zusammenhängen.</p>
<p>Natürlich: Stefan Rahmstorf selbst ist ein begabter Kommunikator, was auch sein hervorragender Blog beweist. Auch Paul Crutzen ist mir perönlich ein Begriff oder auch Hans-Joachim Schellnhuber (Chef des PIK in Potsdam) wird häufig in Zeitungsberichten zitiert. Und dann gibt es noch Mojib Latif, der auch mediale Qualitäten und eine entsprechende Präsenz aufweist. Aber andere Forscher aus der Liste tauchen in &#8222;den Medien&#8220; kaum auf.</p>
<p><strong>Das &#8222;Falter-Phänomen&#8220;: Wie Medien nach Interviewpartnern suchen</strong></p>
<p>Insofern wirft der Artikel ein bezeichnendes Licht auf die Art und Weise, wie Medien &#8222;ticken&#8220;. Ich möchte deren interne Logik, die selektive Recherche nach Gesprächspartnern als &#8222;Falter-Phänomen&#8220; bezeichnen. Als Falter-Phänomen deshalb, weil der Politikwissenschaftler und Parteienforscher <a  href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=J%C3%BCrgen_W._Falter&amp;oldid=43848170" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jürgen W. Falter</a> mit seiner medialen Omnipräsenz ein Paradebeispiel dafür ist, welche Qualitäten hier gefragt sind.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/die-champions-league-der-klimaforschung-von-fleissigen-forschern-medientalenten-und-dem-falter-phaenomen-werkstattnotiz-lxxv/#footnote_3_220" id="identifier_3_220" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Das sind u.a. auch die F&auml;higkeit das Fachjargon auf ein Mindestma&szlig; zu reduzieren, ohne dabei Einbu&szlig;en im Hinblick auf den Expertenstatus hinnehmen zu m&uuml;ssen. Kurz und knackig, gerne pointiert &ndash; so m&ouml;chten es die Journalisten. Selbstdarstellungsqualit&auml;ten sind nat&uuml;rlich auch gefragt.">4</a></p>
<h4 class="pullquote">Auch der &#8222;Wissenschaftler&#8220; ist ein medienspezifisches Konstrukt. Die Medienpräsenz hängt nicht zwangsläufig von der Reputation ab.</h4>
<p>Es gab Zeiten, in denen man sich nicht sicher sein konnte, ob Sonntagabends in der ARD wirklich noch die Talkshow von Sabine Christiansen oder vielleicht doch die Jürgen W. Falter-Show lief. So häufig war der Mainzer Parteienforscher dort zu Gast, daß er vermutlich alle Mitarbeiter der Talkshow (vom Beleuchter bis zur Garderobenfrau) mit Namen kannte.</p>
<p>Mit diesen Feststellung soll im übrigen nicht zum Ausdruck gebracht werden, es sei nicht wünschenswert, daß Wissenschaftler kompetent und verständlich Auskunft geben. Im Gegenteil: ich halte es sogar für ärgerlich, daß manche Forscher im Kollegenkreis belächelt werden, wenn sie in Interviews Rede und Antwort stehen.</p>
<p>Es ging mir lediglich um die Feststellung, daß es oftmals ein recht kleiner, exklusiver Personenkreis ist, der für das jeweilige Fach &#8222;spricht&#8220;. Und auch hier gilt das Matthäus-Prinzip &#8211; sichtbare Forscher werden mit noch größerer Sichtbarkeit ausgestattet. Im <a href="http://www.schmidtmitdete.de/archives/106" target="_blank" rel="noopener noreferrer">kleinen</a> <a href="http://www.schmidtmitdete.de/archives/109" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rahmen</a> erlebte das dieser Tage auch der &#8222;bloggende Blogforscher&#8220; Jan Schmidt.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/die-champions-league-der-klimaforschung-von-fleissigen-forschern-medientalenten-und-dem-falter-phaenomen-werkstattnotiz-lxxv/#footnote_4_220" id="identifier_4_220" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wobei ich in Jans Fall ausdr&uuml;cklich darauf hinweisen mu&szlig;, da&szlig; er im Bezug auf die Interviewanfragen der letzten Tage ohne Zweifel die allererste Wahl als Gespr&auml;chspartner ist. Interessant ist hier ja nur, wie sich solche Anfragen h&auml;ufen und fast multiplizieren&hellip;">5</a></p>
<p>Das Fazit: Die Wissenschaftler, die wir in den Medien lesen, sehen und erleben, sind schlicht die Wissenschaftler, die wir in den Medien sehen. Ob es gleichzeitig diejenigen sind, die auch fachintern Maßstäbe setzen, ist eine andere Frage.</p>
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<p><strong><em>Links:</em></strong></p>
<ul>
<li>Rahmstorf, Stefan: <a href="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/klimalounge/allgemein/2008-03-28/bundesliga-der-klimaforschung" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Bundesliga der Klimaforschung</a>, Wissenslogs &#8211; Klimalounge, 28.3.2008</li>
<li>Zeit-online: <a href="http://www.zeit.de/online/2005/50/quotenkoenige_wissen?1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Sendungsbewussten</a>, Bildergalerie, 8.12.2005</li>
<li>Wissenswerkstatt: <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/18/streitfall-klimapolitik-mahner-skeptiker-und-einer-der-es-wissen-muss-wissenschaftsblogs-als-diskursarena/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Streitfall Klimapolitik » Mahner, Skeptiker und einer, der es wissen muß » Wissenschaftsblogs als Diskursarena</a>, 18.3.2008</li>
</ul>
<p><em><strong><br />
Literaturempfehlungen:</strong></em></p>
<ul>
<li>Weingart, Peter (2005): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3934730035?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3934730035">Die Wissenschaft der Öffentlichkeit</a>. Essays zum Verhältnis von Wissenschaft, Medien und Öffentlichkeit. Weilerswist: Velbrück Wissenschaft.</li>
<li>Rahmstorf, Stefan und Schellnhuber, Hans-Joachim (2007): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3406508669?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3406508669">Der Klimawandel</a>. Beck-Verlag.</li>
<li>Müller, Michael et.a al. (2007): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3462039601?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3462039601">Der UN-Weltklimareport</a>. KiWi-Taschenbuch.</li>
<li>Dow, Kirsten und Downing, Thomas E. (2007): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3434506101?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3434506101">Weltatlas des Klimawandels &#8211; Karten und Fakten zur globalen Erwärmung</a>. Europ. Verlagsanstalt.</li>
</ul>
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<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_220" class="footnote">Es ist natürlich klar, daß die Zitationsrate auch nicht das ausschließliche Kriterium wissenschaftlicher Exzellenz ist. So werden bspw. Übersichtsartikel häufiger zitiert als eigenständige Studien. Zugleich hängt die Quote auch davon ab, ob man zu einer Frage arbeitet und publiziert, die potentiell ein großes Fachpublikum hat oder ob es nur wenige Forscher gibt, die dazu arbeiten. Insofern ist die Zitationsrate eher als &#8222;Wissenschafts-Technorati&#8220; einzuschätzen. ;-) </li><li id="footnote_1_220" class="footnote">Stefan Rahmstorf hat dazu im &#8222;Web of Science&#8220; die Publikationen gesichtet und dabei die 1000 meistzitierten Studien herausgenommen. Unter diesen häufig rezipierten (um unter diese Top-1000 zu kommen muß eine Arbeit mindestens 82-mal zitiert werden) sind insgesamt 127 Arbeiten mit deutscher Beteiligung.</li><li id="footnote_2_220" class="footnote">Was natürlich der Logik von Medien geschuldet ist.</li><li id="footnote_3_220" class="footnote">Das sind u.a. auch die Fähigkeit das Fachjargon auf ein Mindestmaß zu reduzieren, ohne dabei Einbußen im Hinblick auf den Expertenstatus hinnehmen zu müssen. Kurz und knackig, gerne pointiert &#8211; so möchten es die Journalisten. Selbstdarstellungsqualitäten sind natürlich auch gefragt.</li><li id="footnote_4_220" class="footnote">Wobei ich in Jans Fall ausdrücklich darauf hinweisen muß, daß er im Bezug auf die Interviewanfragen der letzten Tage ohne Zweifel die allererste Wahl als Gesprächspartner ist. Interessant ist hier ja nur, wie sich solche Anfragen häufen und fast multiplizieren&#8230;</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/die-champions-league-der-klimaforschung-von-fleissigen-forschern-medientalenten-und-dem-falter-phaenomen-werkstattnotiz-lxxv/">Die Champions League der Klimaforschung » Von fleißigen Forschern, Medientalenten und dem Falter-Phänomen | Werkstattnotiz LXXV</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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		<title>Wissens-Kollaboration: Wissen teilen ::: Wissenschaftskommunikation: Brücken bauen &#124; Werkstatt-Ticker 21</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 May 2008 07:10:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blogosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftskommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftsblogs]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftsjournalismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>» Neue Folge der &#8222;17 Fragen&#8230;&#8220; Da ich mir erlaubt habe über die Pfingstfeiertage vorübergehend ins schöne Friaul zu verschwinden, gibt es die vierte Ausgabe des Frage- und Antwort-Spiels im Wissenschafts-Café erst heute. In Zukunft soll aber weiterhin am Montag als Gesprächstermin festgehalten werden. Diesmal hat netterweise Johannes Moskaliuk aus Tübingen meine neugierigen Fragen beantwortet. ... <a title="Wissens-Kollaboration: Wissen teilen ::: Wissenschaftskommunikation: Brücken bauen &#124; Werkstatt-Ticker 21" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/wissens-kollaboration-wissen-teilen-wissenschaftskommunikation-bruecken-bauen-werkstatt-ticker-21/" aria-label="Mehr Informationen über Wissens-Kollaboration: Wissen teilen ::: Wissenschaftskommunikation: Brücken bauen &#124; Werkstatt-Ticker 21">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/wissens-kollaboration-wissen-teilen-wissenschaftskommunikation-bruecken-bauen-werkstatt-ticker-21/">Wissens-Kollaboration: Wissen teilen ::: Wissenschaftskommunikation: Brücken bauen | Werkstatt-Ticker 21</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h4><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/category/werkstatt-ticker/"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-234" style="border: 1px solid #DCDCDC; margin: 6px; float: right;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/uploads/2008/04/ticker_02a.jpg" alt="Ticker.jpg" width="180" height="121" /></a><span style="color: #808080; font-size: xx-large;"><strong>»</strong> <span style="font-size: large;">Neue Folge der &#8222;17 Fragen&#8230;&#8220; </span></span></h4>
<p>Da ich mir erlaubt habe über die Pfingstfeiertage vorübergehend ins schöne Friaul zu verschwinden, gibt es die vierte Ausgabe des Frage- und Antwort-Spiels im Wissenschafts-Café erst heute. In Zukunft soll aber weiterhin am Montag als Gesprächstermin festgehalten werden.</p>
<p>Diesmal hat netterweise <a href="http://blog.moskaliuk.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Johannes Moskaliuk</a> aus Tübingen meine neugierigen Fragen beantwortet. Johannes ist Psychologe und promoviert derzeit rund um die kollaborative Wissensarbeit in Wikis und Co. Das ist natürlich ein hochspannendes Thema und Johannes erklärt auch wunderbar, was man darunter verstehen soll und darf.</p>
<p>Und ganz begeistert bin ich natürlich über Sätze wie diesen:</p>
<blockquote><p>&#8222;Was wir schon immer geahnt haben, hat jetzt einen Namen: Wissen wird mehr, wenn man es teilt.&#8220;</p></blockquote>
<p>Das die Antwort bzw. Web 2.0-Definition von Johannes. Ich plädiere dafür, daß diese Definition schleunigst etabliert wird! Denn ich stimme zu 100% überein.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/wissens-kollaboration-wissen-teilen-wissenschaftskommunikation-bruecken-bauen-werkstatt-ticker-21/#footnote_0_288" id="identifier_0_288" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Nicht umsonst lautet das (inoffizielle) Motto der Wissenswerkstatt: &bdquo;Das, was man hat verschenken.&ldquo;">1</a> Mehr über die geheimen Pläne von Johannes sich als Wirt einer Szene-Kneipe ein zweites Standbein zu schaffen &#8211; hier:</p>
<div class="links_kurz">Links:</p>
<ul>
<li>Wissenschafts-Café: <a href="http://www.wissenschafts-cafe.net/blogportal/2008/05/17-fragen-an-johannes-moskaliuk/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">17 Fragen an&#8230; Johannes Moskaliuk</a>, 15.5.2008</li>
</ul>
</div>
<h4><span style="color: #808080; font-size: xx-large;"><strong>»</strong> <span style="font-size: large;">Bescheidenheit ist eine Zier&#8230; </span></span></h4>
<p>Im Fischblog ist mal wieder ein spannender Text zu lesen, der diesmal einige Aspekte der Wissenschaftskommunikation selbst beleuchtet. Lars hatte <a href="http://fisch-blog.blog.de/2008/05/06/wissenschaft-journalismus-bloggen-4138626" target="_blank" rel="noopener noreferrer">vor einigen Tagen</a> bereits die Rolle von Wissenschaftsjournalisten angesprochen und in diesem Zusammenhang die These von Werner Große<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/wissens-kollaboration-wissen-teilen-wissenschaftskommunikation-bruecken-bauen-werkstatt-ticker-21/#footnote_1_288" id="identifier_1_288" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Werner Gro&szlig;e lehrt an der TU Braunschweig Medienwissenschaften und bloggt hier.">2</a> erwähnt, der ein Hauptmanko des Wissenschaftsjournalismus in dessen &#8222;Theoriephobie&#8220; identifiziert.  Journalisten seien oftmals ncht in der Lage oder nicht willens die einzelnen Phänomene in ihren übergreifenden (theoretischen) Kontext einzubetten &#8211; so die Kritik von Große.</p>
<p>Nun hat Lars erneut mit Werner gesprochen. Diesmal geht es u.a. um die Tendenz von Wissenschaftlern, die eigenen Forschungsresultate teilweise verzerrt, überspitzt und in vielen Fällen eben publikumswirksamer darzustellen. Klappern gehöre zum Geschäft und alle nüchternen, bescheidenen Forscher hätten das Nachsehen.</p>
<blockquote><p>&#8222;Mit einem derartigen Vorgehen kommen Wissenschaftler vor allem deswegen durch, weil sich in der Wissenschaft selbst die Maßstäbe verschoben haben, erklärt Große. Wer als Wissenschaftler öffentlich Unsinn erzählt, muss nicht befürchten, im Kollegenkreis abgestraft zu werden,<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/wissens-kollaboration-wissen-teilen-wissenschaftskommunikation-bruecken-bauen-werkstatt-ticker-21/#footnote_2_288" id="identifier_2_288" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Allerdings m&uuml;&szlig;te er &ndash; wenn er bloggen sollte &ndash; dort mit heftiger Kritik rechnen. ;-) ">3</a> denn als Maßstab guter Wissenschaft gilt im Rahmen der aktuellen Durchkommerzialisierung der Wissenschaft längst eine andere Größe: die eingeworbenen Drittmittel. Und von denen bekommt man mehr, wenn man, mit welchen Mitteln auch immer, in die Presse kommt.&#8220;</p></blockquote>
<p>Ich halte diese Beobachtung in dieser Pauschalität für nicht ganz zutreffend. Zwar sehe ich auch Beispiele für diese ärgerliche Entwicklung, aber ob dies für die gesamte Forscherriege gilt?<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/wissens-kollaboration-wissen-teilen-wissenschaftskommunikation-bruecken-bauen-werkstatt-ticker-21/#footnote_3_288" id="identifier_3_288" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Diese Frage w&auml;re einen eigenen Blogpost wert, dazu evtl. ein anderes Mal mehr.">4</a></p>
<p>Einen anderen Aspekt der Wissenschaftskommunikation, den Werner Große im Gespräch mit Lars anspricht, halte ich aber für unbedingt erwähnenswert &#8211; nämlich die Übersetzungsaufgabe, die Wissenschaftskommunikation auch immer erfüllen muß.</p>
<blockquote><p>&#8222;Eigentlich, sagt er, müsste der Wissenschaftler dazu ausgebildet sein, diese Brücken zu bauen, und während der wissenschaftlichen Arbeit immer die Lebenswirklichkeit von Nicht-Wissenschaftlern im Blick behalten, um seine Forschung auch korrekt an die Öffentlichkeit vermitteln zu können.&#8220;</p></blockquote>
<p>Und in diesem Zusammenhang wirft Lars die Frage, ob sich wissenschaftliche Blogs stärker an einer (wie auch immer gearteten) Zielgruppe orientieren sollten oder ob es gerade die Stärke von (authentischen) Wissenschaftsblogs ist, daß sie ihren Stil, ihr Profil, ihre Themen etc. eben nicht im vorauseilenden Gehorsam einer unterstellten Erwartungshaltung des Publikums unterwerfen.</p>
<p>Ich sehe das Alleinstellungsmerkmal von Wissenschaftsblogs durchaus in der autonomen Profilbildung, die jedem Blogger überlassen bleibt. Ob ich viel oder wenig Vorwissen vorausetze, ob ich populäre oder abseitige Themen bearbeite &#8211; all das bleibt mir überlassen. Das Publikum pickt sich dann schon das raus, was interessiert und anschlußfähig ist.</p>
<div class="links_kurz"><strong>Link:</strong></p>
<ul>
<li> Fischblog: <a href="http://fisch-blog.blog.de/2008/05/14/der-wissenschaftler-als-stolperstein-der-4173381" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Der Wissenschaftler als Stolperstein der Wissenschaftskommunikation</a>, 14.05.2008</li>
</ul>
</div>
<div class="invisible">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Scienceblogs">Scienceblogs</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Kollaboration">Kollaboration</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Wissenschaftsjournalismus">Wissenschaftsjournalismus</a></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_288" class="footnote">Nicht umsonst lautet das (inoffizielle) Motto der Wissenswerkstatt: &#8222;Das, was man hat verschenken.&#8220;</li><li id="footnote_1_288" class="footnote">Werner Große lehrt an der TU Braunschweig Medienwissenschaften und bloggt <a href="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/allwissende-medien" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a>.</li><li id="footnote_2_288" class="footnote">Allerdings müßte er &#8211; wenn er bloggen sollte &#8211; dort mit heftiger Kritik rechnen. ;-) </li><li id="footnote_3_288" class="footnote">Diese Frage wäre einen eigenen Blogpost wert, dazu evtl. ein anderes Mal mehr.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/wissens-kollaboration-wissen-teilen-wissenschaftskommunikation-bruecken-bauen-werkstatt-ticker-21/">Wissens-Kollaboration: Wissen teilen ::: Wissenschaftskommunikation: Brücken bauen | Werkstatt-Ticker 21</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Journalismus oder Pseudo-Wissenschafts-PR? ::: Forschungsprojekt &#8222;Interactive Science&#8220; ::: Neues Interview im Wissenschafts-Café &#124; Werkstatt-Ticker 29</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/journalismus-oder-pseudo-wissenschafts-pr-forschungsprojekt-interactive-science-neues-interview-im-wissenschafts-cafe-werkstatt-ticker-29/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 May 2008 17:03:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftskommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftsblogs]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftsjournalismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>» Trauerspiel Ich hatte mich erste Ende April darüber lustig gemacht, daß die Wissenschaftsredaktion der &#8222;Welt&#8220; offensichtlich bisweilen in Tiefschlaf fällt. Und während sie selig schlummert, werden den armen Redakteuren peinliche PR-Texte untergejubelt, die unverhohlen Werbung für obskuren Esoterik-Quanten-Quark machen. Wie ich bei kamenin lese, so scheint bei den hiesigen Wissenschaftsjournalisten z.Z. ein übler Virus ... <a title="Journalismus oder Pseudo-Wissenschafts-PR? ::: Forschungsprojekt &#8222;Interactive Science&#8220; ::: Neues Interview im Wissenschafts-Café &#124; Werkstatt-Ticker 29" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/journalismus-oder-pseudo-wissenschafts-pr-forschungsprojekt-interactive-science-neues-interview-im-wissenschafts-cafe-werkstatt-ticker-29/" aria-label="Mehr Informationen über Journalismus oder Pseudo-Wissenschafts-PR? ::: Forschungsprojekt &#8222;Interactive Science&#8220; ::: Neues Interview im Wissenschafts-Café &#124; Werkstatt-Ticker 29">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/journalismus-oder-pseudo-wissenschafts-pr-forschungsprojekt-interactive-science-neues-interview-im-wissenschafts-cafe-werkstatt-ticker-29/">Journalismus oder Pseudo-Wissenschafts-PR? ::: Forschungsprojekt &#8222;Interactive Science&#8220; ::: Neues Interview im Wissenschafts-Café | Werkstatt-Ticker 29</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/category/werkstatt-ticker/"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-234" style="border: 1px solid #DCDCDC; margin: 6px; float: right;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/uploads/2008/04/ticker_02a.jpg" alt="Ticker.jpg" width="180" height="121" /></a><em></em></p>
<h4><span><span style="color: #808080; font-size: xx-large;"><strong>»</strong> <span style="font-size: large;">Trauerspiel<br />
</span></span></span></h4>
<p>Ich hatte mich erste Ende April <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/29/esoterik-obskurantismus-und-die-geheime-physik-die-welt-laesst-sich-bereitwillig-als-reklameforum-missbrauchen-werkstattnotiz-lxxxii/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">darüber lustig gemacht</a>, daß die Wissenschaftsredaktion der &#8222;Welt&#8220; offensichtlich bisweilen in Tiefschlaf fällt. Und während sie selig schlummert, werden den armen Redakteuren peinliche PR-Texte untergejubelt, die unverhohlen Werbung für obskuren Esoterik-Quanten-Quark machen.</p>
<p>Wie ich bei kamenin lese, so scheint bei den hiesigen Wissenschaftsjournalisten z.Z. ein übler Virus zu grassieren. Denn nun ist seit einigen Tagen auch auf den Seiten der Wissenschafts-Presse-Konferenz (WPK) eine unerträgliche Lobhudelei auf das Buch &#8222;Die geheime Physik des Zufalls&#8220; von Rolf Froböse zu finden.</p>
<p>Ist man denn von allen guten Geistern verlassen?  Wie kann man nur einen solchen Text auf dem Webportal des &#8222;Berufsverbands der Wissenschaftsjournalisten&#8220; einstellen, der den Leser gleich im ersten Absatz darüber aufklärt, &#8230;</p>
<blockquote><p>dass ein universeller Quantencode quasi all jene Informationen speichert, die unseren Geist, oder die &#8222;Seele&#8220; des Menschen, ausmachen. Auch nach unserem Tod.</p></blockquote>
<p>Hallo Damen und Herren der WPK! Aufgewacht! Und bitte hier weiterlesen:</p>
<div class="links_ticker">
<ul>
<li>Begrenzte Wissenschaft: <a href="http://kamenin.wordpress.com/2008/05/26/quantenphanomene-sind-mein-schicksal-noch-mal-zur-wpk/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Quantenphänomene sind mein Schicksal… noch mal zur WPK</a>, 26.5.2008</li>
<li>Wissenswerkstatt:<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/29/esoterik-obskurantismus-und-die-geheime-physik-die-welt-laesst-sich-bereitwillig-als-reklameforum-missbrauchen-werkstattnotiz-lxxxii/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Esoterik, Obskurantismus und die “Geheime Physik” » Die “Welt” läßt sich bereitwillig als Reklameforum mißbrauchen</a>, 29.5.2008</li>
</ul>
</div>
<p><span><span style="color: #808080; font-size: xx-large;"><strong>»</strong> <strong><span style="font-size: large;">Gegenstand wissenschaftlicher Forschung: Wissenschaftskommunikation 2.0</span></strong></span></span></p>
<p>In mehrfacher Hinsicht freuen mich die Infos, die ich gestern in einem Blogartikel von Christoph Bieber lesen durfte. Christoph Bieber hat <span style="text-decoration: line-through;">ja eine Professur</span><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/journalismus-oder-pseudo-wissenschafts-pr-forschungsprojekt-interactive-science-neues-interview-im-wissenschafts-cafe-werkstatt-ticker-29/#footnote_0_303" id="identifier_0_303" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die Professur hatte er lediglich im Wintersemester vertreten.">1</a> eine wissenschaftliche Assistenenstelle bei den Politikwissenschaftlern der Uni Gießen inne und er hat in Kooperation mit einigen Kollegen ein Forschungsprojekt zu den Veränderungen und Potentialen digitaler Wissenschaft(skommunikation) beantragt. Und dieser Antrag wurde nun  &#8211; wie er nun mitteilt &#8211; von der VW-Stiftung bewilligt und das Projekt startet im kommenden Juli! Herzlichen Glückwunsch dazu!</p>
<p>Wirklich großartig, denn es wird allerhöchste Zeit, daß all die Entwicklungen, die man unter dem Label &#8222;Wissenschaft 2.0&#8220; behelfsweise zusammenfassen kann, endlich differenziert untersucht werden. Mich freut es natürlich, daß Christoph in seinem Artikel kurz Bezug auf meine ersten Ausführungen und Gedanken zu diesem Themenfeld nimmt. Keine Ahnung, Christoph, wie weit Euer &#8222;Team&#8220; schon steht &#8211; ich bin ja am Thema dran und könnte mich ggf. durchaus beteiligen. ;-)</p>
<p>Und ein klein wenig macht mir diese Info auch Hoffnung bzgl. eines Projektantrags, den ich<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/journalismus-oder-pseudo-wissenschafts-pr-forschungsprojekt-interactive-science-neues-interview-im-wissenschafts-cafe-werkstatt-ticker-29/#footnote_1_303" id="identifier_1_303" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="In Zusammenarbeit mit einer Kollegin.">2</a> vor einigen Wochen beim BMBF<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/journalismus-oder-pseudo-wissenschafts-pr-forschungsprojekt-interactive-science-neues-interview-im-wissenschafts-cafe-werkstatt-ticker-29/#footnote_2_303" id="identifier_2_303" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Bundesministerium f&uuml;r Bildung und Forschung.">3</a> eingereicht habe. Thema dort: die Veränderungen der Wissenschaftskommunikation in und durch wissenschaftliche Blogs. Also, liebes BMBF &#8211; wenn die VW-Stiftung für solche Fragen Geld übrig hat, so werdet Ihr doch da nicht hinten anstehen wollen, oder? ;-)</p>
<div class="links_ticker">Links:</p>
<ul>
<li>idw-Pressemitteilung: <a href="http://idw-online.de/pages/de/news255425" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Forschungsverbund &#8222;Interactive Science&#8220; von der VW-Stiftung bewilligt</a>, 15.4.2008</li>
<li>Bieber, Christoph: <a href="http://internetundpolitik.wordpress.com/2008/05/25/interactive-science-weblogs-wissenschaft/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interactive Science? Weblogs &amp; Wissenschaft</a>, in: Internet und Politik, 25.5.2008</li>
</ul>
</div>
<p><span><span><span style="color: #808080; font-size: xx-large;"><strong>»</strong><span style="font-size: large;"> </span></span></span></span><strong><span><span><span style="color: #808080; font-size: xx-large;"><span style="font-size: large;">17 Fragen an eine bloggende Religionswissenschaftlerin<br />
</span></span></span></span></strong></p>
<p>Montags steht ja immer das Interview im Wissenschafts-Café an. Heute gibt mit<a href="http://www.om-sein.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Simone Heidbrink</a> eine Vertreterin der bloggenden Religionswissenschaftler-Riege einen interessanten Einblick in ihr &#8222;Blogverständnis&#8220;.</p>
<p>Simone promoviert ja derzeit an der Uni Heidelberg und ist dort auch im Rahmen des SFBs &#8222;Ritualdynamik&#8220; beschäftigt. Unter dem Label &#8222;Zwischen Online-Religion und Religion-Online. Konstellationen für Ritualtransfer im Medium Internet&#8220; ist sie mit anderen Kollegen damit befasst zu klären, welche religiösen Muster und Betätigungsfelder sich im Onlinebereich finden lassen&#8230;</p>
<p>Und unter anderem ist sie auch noch innerhalb des spannenden Web-Forschungsprojekts &#8222;<a href="http://www.sl-research.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Religions in Virtual Worlds</a>&#8220; aktiv, das ebenfalls einen Besuch lohnt. Und das Interview ist sowieso lesenswert &#8211; darin &#8222;meckert&#8220; Simone dann auch, daß sie sich ständig erklären muß, wenn sie sich als Religionswissenschaftlerin &#8222;outet&#8220;, die sich aber die Onlinewelt als Gegenstand gewählt hat:</p>
<blockquote><p>&#8222;Ich hinterfrage von meiner Position ja auch nicht die Entschlüsselung altbabylonischer<br />
Keilschriftragmente! Kann man Forschung denn tatsächlich nur dann ernst nehmen, wenn die Akteure, um die es sich dreht, schon lange tot und vergessen sind?&#8220;</p></blockquote>
<div class="links_ticker">Lesen:</p>
<ul>
<li>Wissenschafts-Café: <a href="http://www.wissenschafts-cafe.net/blogportal/2008/05/17-fragen-an-simone-heidbrink-von-om-sein/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">17 Fragen an&#8230; Simone Heidbrink von om-sein</a>, 26.5.2008</li>
<li>SL-Research: <a href="http://www.sl-research.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Religions in Virtual Worlds</a></li>
</ul>
</div>
<div class="invisible">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Wissenschaft +2.0">Wissenschaft 2.0</a></p>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Wissenschaftsjournalismus">Wissenschaftsjournalismus/a&gt;</a></p>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Quantenphysik">Quantenphysik</a></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_303" class="footnote">Die Professur hatte er lediglich im Wintersemester vertreten.</li><li id="footnote_1_303" class="footnote">In Zusammenarbeit mit einer Kollegin.</li><li id="footnote_2_303" class="footnote">Bundesministerium für Bildung und Forschung.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/journalismus-oder-pseudo-wissenschafts-pr-forschungsprojekt-interactive-science-neues-interview-im-wissenschafts-cafe-werkstatt-ticker-29/">Journalismus oder Pseudo-Wissenschafts-PR? ::: Forschungsprojekt &#8222;Interactive Science&#8220; ::: Neues Interview im Wissenschafts-Café | Werkstatt-Ticker 29</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Tag des Wissenschaftsjournalismus 2008 » Neue Mauern oder mehr Luft in den Elfenbeintürmen? &#124; kurz&#038;knapp 36</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/tag-des-wissenschaftsjournalismus-2008-neue-mauern-oder-mehr-luft-in-den-elfenbeintuermen-kurzknapp-36/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Jun 2008 11:11:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ich-Maschine]]></category>
		<category><![CDATA[Werkstatt]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftskommunikation]]></category>
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		<category><![CDATA[Wissenschaft 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftsblogs]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Im Bereich des Wissenschaftsjournalismus bewegt sich was. Während die Profession der Wissenschaftsjournalisten noch vor wenigen Jahren eine halbwegs klar definierte Aufgabe und Position im Feld der Wissenschaftskommunikation hatte, haben sich neuerdings einige Parameter deutlich verschoben. Die Vermittlung und Aufbereitung wissenschaftlicher Erkenntnisse für die Öffentlichkeit1, war einst recht exklusiver Tummelplatz für professionelle Wissenschaftsjournalisten. Wissenschaftliche Themen erklären, ... <a title="Tag des Wissenschaftsjournalismus 2008 » Neue Mauern oder mehr Luft in den Elfenbeintürmen? &#124; kurz&#038;knapp 36" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/tag-des-wissenschaftsjournalismus-2008-neue-mauern-oder-mehr-luft-in-den-elfenbeintuermen-kurzknapp-36/" aria-label="Mehr Informationen über Tag des Wissenschaftsjournalismus 2008 » Neue Mauern oder mehr Luft in den Elfenbeintürmen? &#124; kurz&#038;knapp 36">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/tag-des-wissenschaftsjournalismus-2008-neue-mauern-oder-mehr-luft-in-den-elfenbeintuermen-kurzknapp-36/">Tag des Wissenschaftsjournalismus 2008 » Neue Mauern oder mehr Luft in den Elfenbeintürmen? | kurz&#038;knapp 36</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im Bereich des Wissenschaftsjournalismus bewegt sich was. Während die Profession der Wissenschaftsjournalisten noch vor wenigen Jahren eine halbwegs klar definierte Aufgabe und Position im Feld der Wissenschaftskommunikation hatte, haben sich neuerdings einige Parameter deutlich verschoben.</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright" style="margin: 2px 5px; float: right;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2008/06/Newspapers.jpg" alt="Zeitungsständer" width="220" height="88" />Die Vermittlung und Aufbereitung wissenschaftlicher Erkenntnisse für die Öffentlichkeit<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/tag-des-wissenschaftsjournalismus-2008-neue-mauern-oder-mehr-luft-in-den-elfenbeintuermen-kurzknapp-36/#footnote_0_314" id="identifier_0_314" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wie auch immer man diese amorphe Gesamtheit definieren will und wollte.">1</a>, war einst recht exklusiver Tummelplatz für professionelle Wissenschaftsjournalisten. Wissenschaftliche Themen erklären, vermitteln, übersetzen und beim Publikum Interesse wecken, für all das, was Forscher tun &#8211; das alles leisteten eben die Journalisten. Wer sonst?</p>
<p>Neuerdings sind aber neue Akteure in diesem Feld aufgetreten: einerseits nehmen wissenschaftliche Institutionen &#8211; wie etwa die MPG, die DFG etc. &#8211; die Kommunikation und Wissenschafts-PR stärker <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/18/geschichten-der-wissenschaft-dfg-science-tv-gefaellt-und-verkennt-doch-das-dialogische-potential-des-web-20/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">in eigener Regie wahr</a>, andererseits gibt es wissenschaftliche Blogs. Und in Wissenschaftsblogs treten Wissenschaftler oder teilweise auch Journalisten in den direkten, unvermittelten Kontakt zu Lesern<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/tag-des-wissenschaftsjournalismus-2008-neue-mauern-oder-mehr-luft-in-den-elfenbeintuermen-kurzknapp-36/#footnote_1_314" id="identifier_1_314" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ohne dezidiert die &bdquo;&Uuml;bersetzungsdienste&ldquo; von Journalisten in Anspruch zu nehmen.">2</a> &#8211; was das alles für Veränderungen mit sich bringt, darüber werde ich am 2. Juli 2008 auf Einladung des <a href="http://www.wj.h-da.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studiengangs Wissenschaftsjournalismus</a> der Hochschule Darmstadt einen kleinen Vortrag halten.</p>
<blockquote><p>“Bloggen aus dem Elfenbeinturm”: Sind Blogs die Zukunft der Wissenschaftskommunikation? Oder bauen sich Blogger ihren eigenen Elfenbeinturm?</p></blockquote>
<p>So die Fragestellung, wie sie von den Studenten und ihren Dozenten Annette Leßmöllmann und Thomas Pleil entworfen wurde. Und wie es sich damit verhält, was sich eventuell verändert, wenn die Elfenbeintürme plötzlich geöffnet werden und Forscher frech zu bloggen beginnen, dazu werde ich also in drei Wochen einige Gedanken skizzieren.</p>
<p>Im Anschluß an den Vortrag findet dann eine Podiumsdiskussion statt, an der u.a. <a href="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/gute-stube" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Carsten Könneker</a> (SciLogs)<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/tag-des-wissenschaftsjournalismus-2008-neue-mauern-oder-mehr-luft-in-den-elfenbeintuermen-kurzknapp-36/#footnote_2_314" id="identifier_2_314" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Carsten ist Verlagsleiter bei Spektrum der Wissenschaft und u.a. f&uuml;r &bdquo;Gehirn&amp;Geist&ldquo; zust&auml;ndig.">3</a> und der <a href="http://www.wj-tag.de/?p=38" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wissenschaftshistoriker und Blogger Ernst Peter Fischer</a> teilnehmen werden.</p>
<p>Außerdem &#8211; und als zweiter Teil der Veranstaltung &#8211; findet ein Panel unter der Überschrift &#8222;Podcasts sind tot! Es lebe der Podcast.” statt. Dort wird <a href="http://praegnanz.de/essays/ist-podcasting-noch-zu-retten" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gerrit van Aaken</a> vortragen und später werden u.a. <a href="http://www.brainlogs.de/blogs/blog/braincast" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Arvid Leyh</a><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/tag-des-wissenschaftsjournalismus-2008-neue-mauern-oder-mehr-luft-in-den-elfenbeintuermen-kurzknapp-36/#footnote_3_314" id="identifier_3_314" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Arvid ist Pod- bzw. Braincaster bei den Wissenslogs.">4</a> und <a href="http://www.wisskomm.tv/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Volker Lange</a><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/tag-des-wissenschaftsjournalismus-2008-neue-mauern-oder-mehr-luft-in-den-elfenbeintuermen-kurzknapp-36/#footnote_4_314" id="identifier_4_314" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Der hinter Morgenwelt und der Wisskomm-Wochenschau steckt.">5</a> auf dem Podium sitzen. Das verspricht alles sehr interessant zu werden &#8211; ich bin jedenfalls gespannt und freue mich, daß ich nach Dieburg &#8222;<a href="http://www.wj-tag.de/?p=29" target="_blank" rel="noopener noreferrer">gelockt</a>&#8220; wurde. :-)</p>
<p><strong>Links:</strong></p>
<div class="links_ticker">
<ul>
<li>Pleil, Thomas: <a href="http://thomaspleil.wordpress.com/2008/06/04/erster-tag-des-wissenschaftsjournalismus-jetzt-anmelden/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Erster Tag des Wissenschaftsjournalismus &#8211; jetzt anmelden!</a>, textdepot, 4.6.2008</li>
<li>Blog zum &#8222;<a href="http://www.wj-tag.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tag des Wissenschaftsjournalismus</a>&#8222;</li>
</ul>
</div>
<div class="invisible">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Forschung+im+Dialog">Forschung im Dialog</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Wissenschaftsblogs">Wissenschaftsblogs</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Tag+des+Wissenschaftsjournalismus">Tag des Wissenschaftsjournalismus</a></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_314" class="footnote">Wie auch immer man diese amorphe Gesamtheit definieren will und wollte.</li><li id="footnote_1_314" class="footnote">Ohne dezidiert die &#8222;Übersetzungsdienste&#8220; von Journalisten in Anspruch zu nehmen.</li><li id="footnote_2_314" class="footnote">Carsten ist Verlagsleiter bei Spektrum der Wissenschaft und u.a. für &#8222;Gehirn&amp;Geist&#8220; zuständig.</li><li id="footnote_3_314" class="footnote">Arvid ist Pod- bzw. Braincaster bei den Wissenslogs.</li><li id="footnote_4_314" class="footnote">Der hinter Morgenwelt und der Wisskomm-Wochenschau steckt.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/tag-des-wissenschaftsjournalismus-2008-neue-mauern-oder-mehr-luft-in-den-elfenbeintuermen-kurzknapp-36/">Tag des Wissenschaftsjournalismus 2008 » Neue Mauern oder mehr Luft in den Elfenbeintürmen? | kurz&#038;knapp 36</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Heuchler auf dem Rad ::: Interview mit Wisskomm ::: Schlechte Apothekenberatung &#124; Werkstatt-Ticker 43</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/heuchler-auf-dem-rad-interview-mit-wisskomm-schlechte-apothekenberatung-werkstatt-ticker-43/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 06 Jul 2008 15:38:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Doping]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
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		<category><![CDATA[Wissenschaftsjournalismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>» Dopinggeschichten Gestern gab es in Brest den Startschuß für die 95. Ausgabe der Tour-de-France. Das Schauspiel um die radelnden Ausdauermaschinen, die in der fränzösischen Sommerhitze die Landstaßen entlangfegen und sich dann die Bergpässe hinaufquälen, ist wie jedes Jahr ein Lehrstück in Sachen Scheinheiligkeit. Jeder weiß, daß auch dieses Jahr im Feld zahlreiche Fahrer und ... <a title="Heuchler auf dem Rad ::: Interview mit Wisskomm ::: Schlechte Apothekenberatung &#124; Werkstatt-Ticker 43" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/heuchler-auf-dem-rad-interview-mit-wisskomm-schlechte-apothekenberatung-werkstatt-ticker-43/" aria-label="Mehr Informationen über Heuchler auf dem Rad ::: Interview mit Wisskomm ::: Schlechte Apothekenberatung &#124; Werkstatt-Ticker 43">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/heuchler-auf-dem-rad-interview-mit-wisskomm-schlechte-apothekenberatung-werkstatt-ticker-43/">Heuchler auf dem Rad ::: Interview mit Wisskomm ::: Schlechte Apothekenberatung | Werkstatt-Ticker 43</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/category/werkstatt-ticker/"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-234" style="border: 1px solid #DCDCDC; margin: 6px; float: right;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/uploads/2008/04/ticker_02a.jpg" alt="Ticker.jpg" width="180" height="121" /></a><span class="ticker_titel"><span style="color: #808080; font-size: xx-large;"><strong>»</strong> <span style="font-size: large;">Dopinggeschichten<br />
</span></span></span></h2>
<p>Gestern gab es in Brest den Startschuß für die 95. Ausgabe der Tour-de-France. Das Schauspiel um die radelnden Ausdauermaschinen, die in der fränzösischen Sommerhitze die Landstaßen entlangfegen und sich dann die Bergpässe hinaufquälen, ist wie jedes Jahr ein Lehrstück in Sachen Scheinheiligkeit.</p>
<p>Jeder weiß, daß auch dieses Jahr im Feld zahlreiche Fahrer und Teams mit dabei sind, die massiv unter Dopingverdacht stehen. Gegen einen der Favoriten &#8211; Alejandro Valverde &#8211; ermittelt derzeit die italienische Staatsanwaltschaft. Er steht ganz oben auf einer Liste von Dopingarzt Eufemiano Fuentes, der für Valverde Blutbeutel aufbewahrte&#8230; Und doch werden Sportjournalisten und die Zuschauer diesem und anderen &#8222;Helden&#8220; zujubeln. Seltsam.</p>
<p>Ich empfehle zur Immunisierung gegen Tour-de-France-Begeisterung das aktuelle Interview mit Jörg Jaksche im SZ-Magazin:</p>
<blockquote><p>Jeder weiß doch inzwischen, was beim T-Mobile-Team ablief. Vor einer Reinwaschung Klödens sollte man deshalb die Ergebnisse aus Freiburg abwarten und schauen, wie sich Klöden als Zeuge vor der Justiz verhalten würde. Falls die Freiburger Uni-Ärzte angeklagt werden, müsste er ja dort erscheinen. Aber dem BDR geht es wohl vor allem um Geld: Wie kriegen wir Medaillen – und Fördergelder? Es geht nicht darum, ob du sauberen Sport machst, sondern ob du erfolgreich bist.</p></blockquote>
<div class="links_ticker"><strong>Linktipps:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/25344" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Man vergibt mir nicht &#8211; Interview mit Jörg Jaksche</a>, SZ-Magazin, 04.07.2008</li>
<li>Pfeiffer, Frieder: <a href="http://www.spiegel.de/sport/sonst/0,1518,563304,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Doping 2008 &#8211; Cortison, Fruchtbarkeitsmittel, Genversuche</a>, SpiegelOnline</li>
</ul>
</div>
<h2><span style="color: #808080; font-size: xx-large;"><span class="ticker_titel"><strong>»</strong> <span style="font-size: large;">Wisskomm-Wochenschau<br />
</span></span></span></h2>
<p>Am vergangenen Mittwoch war ich zum <a href="http://www.wj-tag.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tag des Wissenschaftsjournalismus</a> nach Dieburg eingeladen, wo ich einen Vortrag zur Wissenschaftskommunikation 2.0 gehalten habe und mich insbesondere mit der Frage auseinandergesetzt habe, ob wissenschaftliche Blogs eine Alternative zum klassischen Wissenschaftsjournalismus darstellen.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/heuchler-auf-dem-rad-interview-mit-wisskomm-schlechte-apothekenberatung-werkstatt-ticker-43/#footnote_0_334" id="identifier_0_334" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Einen etwas ausf&uuml;hrlichen R&uuml;ckblick auf diese Veranstaltung gibt es demn&auml;chst hier in der Wissenswerkstatt zu lesen.">1</a></p>
<p>Im Anschluß daran hat mich Volker Lange von Wisskomm zu einem kleinen Interview gebeten. Ein kurzes Statement von mir ist nun in der aktuellen Ausgabe der Wisskomm-Wochenschau zu sehen. Ich bin ja der Meinung, daß man mir durchaus ansieht, daß ich die beiden Nächte zuvor nur jeweils so 3<sup>1</sup>/<sub>2</sub> &#8211; 4h geschlafen habe &#8211; aber wer sich einen übermüdeten und nicht ganz fitten Werkstattbetreiber ansehen möchte, der kann das hier tun:<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/heuchler-auf-dem-rad-interview-mit-wisskomm-schlechte-apothekenberatung-werkstatt-ticker-43/#footnote_1_334" id="identifier_1_334" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wobei ich es ehrlicherweise klasse finde, da&szlig; beim Standbild der Wisskomm-Schau ich im Hintergrund zu sehen bin und gerade die Folie eingeblendet ist, worauf zu lesen ist: &bdquo;Nur &uuml;ber Wissenschaft, die kommuniziert, wird gesprochen.&ldquo;">2</a></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="400" height="255" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="id" value="showplayer" /><param name="quality" value="best" /><param name="src" value="http://blip.tv/scripts/flash/showplayer.swf?enablejs=true&amp;feedurl=http%3A%2F%2Fwisskomm%2Eblip%2Etv%2Frss%2Fflash&amp;file=http%3A%2F%2Fwisskomm%2Eblip%2Etv%2Frss%2Fflash%3Freferrer%3Dhttp%3A%2F%2Fwww%2Ewisskommtv%2Ede%2F%26source%3D3&amp;brandlink=http%3A%2F%2Fwww%2Ewisskomm%2Etv&amp;brandname=wisskomm%20TV&amp;showplayerpath=http%3A%2F%2Fblip%2Etv%2Fscripts%2Fflash%2Fshowplayer%2Eswf" /><embed id="showplayer" type="application/x-shockwave-flash" width="400" height="255" src="http://blip.tv/scripts/flash/showplayer.swf?enablejs=true&amp;feedurl=http%3A%2F%2Fwisskomm%2Eblip%2Etv%2Frss%2Fflash&amp;file=http%3A%2F%2Fwisskomm%2Eblip%2Etv%2Frss%2Fflash%3Freferrer%3Dhttp%3A%2F%2Fwww%2Ewisskommtv%2Ede%2F%26source%3D3&amp;brandlink=http%3A%2F%2Fwww%2Ewisskomm%2Etv&amp;brandname=wisskomm%20TV&amp;showplayerpath=http%3A%2F%2Fblip%2Etv%2Fscripts%2Fflash%2Fshowplayer%2Eswf" quality="best"></embed></object></p>
<p>Die anderen Themen diese Woche sind:</p>
<p>Der <a href="http://www.wissenschaft-im-dialog.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wissenschaftssommer</a> in Leipzig und die Ergebnisse des Wettbewerbs &#8222;<a href="http://www.wissenschaft-im-dialog.de/projekte/preis-wissenschaft-interaktiv.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wissenschaft Interaktiv</a>&#8220; &#8211; Tag des Wissenschaftsjournalismus in Dieburg mit <a href="http://www.wj-tag.de/?page_id=11&amp;paged=3" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Live-Blog</a> &#8211; Blog und Videos zur Nobelpreisträgertagung bei <a href="http://www.scienceblogs.de/lindaunobel/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Scienceblogs.de</a> &#8211; Das <a href="http://www.phyletisches-museum.uni-jena.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">phyletische Museum</a> in Jena &#8211; Das wissenschaftliche Newsportal <a href="http://esciencenews.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">e! Science News</a> &#8211; Viele Klima-Kampagnen sind viel zu negativ, meint die britische Organisation <a href="http://www.nesta.org.uk/nesta-report-says-miserable-climate-change-campaigns-won-t-work-time-for-a-new-approach/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8222;Nesta&#8220;</a> &#8211; „PowerON und PowerOFF = Medienkompetenz?&#8220; bei <a href="http://www.podcampus.de/node/1232" target="_blank" rel="noopener noreferrer">podcampus.de</a>.</p>
<div class="links_ticker"><strong>Link:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.wisskommtv.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wisskomm-TV</a></li>
</ul>
</div>
<h2><span style="color: #808080; font-size: xx-large;"><span class="ticker_titel"><strong>»</strong> <span style="font-size: large;">Fragen Sie besser nicht Ihren Apotheker<br />
</span></span></span></h2>
<p>Wie heißt der Satz noch gleich, der zum Abschluß jeder Medikamentenwerbung in Rekordtempo aufgesagt wird? Genau: <em>Bei Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker&#8230;</em></p>
<p>Daß man letzteres, nämlich das Befragen des Apothekers, auch getrost bleiben lassen kann, ergab eine kleine Erhebung von Stiftung Warentest: von 20 Berliner Apotheken schnitt nur eine einzige Apotheke wirklich gut ab, was die Beratung und Informationskompetenz angeht. Liegt es in der mangelnden Ausbildung, am Zeitdruck oder, oder, oder&#8230;?</p>
<p>Das Fazit der Stiftung Warentest <a href="http://www.test.de/presse/pressemitteilungen/-Apotheken/1690601/1690601/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ist ernüchternd:</a></p>
<blockquote><p>&#8222;Beim Einreichen eines Rezeptes wurde die Herstellung des verschriebenen Mittels in vier Apotheken mit der Begründung abgelehnt, dass sich die Bestellung der Substanzen nicht „lohne“ oder dass diese angeblich nicht erhältlich seien. Bei der Beratung zu Medikamenten wurden nur in einer Apotheke alle drei Testfälle vollständig und richtig erläutert. Keine Apotheke überzeugte beim Blutdruckmessen, und schlechten Rat bekamen auch Testerinnen, die in der Apotheke wissen wollten, was man gegen die Konzentrationsschwierigkeiten des Sohnes unternehmen könne. Auch die Beratung zu Sonnenschutzmitteln und Lichtschutzfaktor war zum Teil falsch.&#8220;</p></blockquote>
<p>Traurig. Konsultieren Sie also bei Fragen besser das medizinische Fachblog Ihres Vertrauens. Ich hatte ja hier mal medizinische Blogs gelistet. Und ganz aktuell möchte ich das lesenswerte Blog des Medizinjournalisten Bert Ehgartner auf Scienceblogs empfehlen.</p>
<div class="links_ticker"><strong>Link:</strong></p>
<ul>
<li>Blog von Bert Ehgartner: <a href="http://www.scienceblogs.de/lob-der-krankheit/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lob der Krankheit</a></li>
<li>Wissenswerkstatt: <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/05/hippokrates-20-die-szene-der-medizin-und-arztblogs-werkstattnotiz-lxi/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hippokrates 2.0 » Die Szene der Medizin- und Arztblogs</a>, 5.2.2008</li>
</ul>
</div>
<div class="invisible">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Tour+de+France">Tour de France</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Apotheken">Apotheken</a></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_334" class="footnote">Einen etwas ausführlichen Rückblick auf diese Veranstaltung gibt es demnächst hier in der Wissenswerkstatt zu lesen.</li><li id="footnote_1_334" class="footnote">Wobei ich es ehrlicherweise klasse finde, daß beim Standbild der Wisskomm-Schau ich im Hintergrund zu sehen bin und gerade die Folie eingeblendet ist, worauf zu lesen ist: &#8222;Nur über Wissenschaft, die kommuniziert, wird gesprochen.&#8220;</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/heuchler-auf-dem-rad-interview-mit-wisskomm-schlechte-apothekenberatung-werkstatt-ticker-43/">Heuchler auf dem Rad ::: Interview mit Wisskomm ::: Schlechte Apothekenberatung | Werkstatt-Ticker 43</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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					<wfw:commentRss>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/heuchler-auf-dem-rad-interview-mit-wisskomm-schlechte-apothekenberatung-werkstatt-ticker-43/feed/</wfw:commentRss>
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			</item>
		<item>
		<title>Nicht besser, anders! » Weshalb wissenschaftliche Blogs ein wichtiges Korrektiv zum konventionellen Journalismus sind &#124; Werkstattnotiz 103</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/nicht-besser-anders-weshalb-wissenschaftliche-blogs-ein-wichtiges-korrektiv-zum-konventionellen-journalismus-sind-werkstattnotiz-103/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Jul 2008 11:26:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftskommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftsblogs]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftsjournalismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In 10 Jahren werden wir rückblickend darüber schmunzeln, daß einst Blogs und der konventionelle Redaktionsjournalismus als Gegensatz und Konkurrenz angesehen wurden. Die publizistischen Scharmützel zwischen den wilden, aufbegehrenden Bloggern und den Besitzstandswahrern des selbsternannten Qualitätsjournalismus werden uns lächerlich erscheinen. Beim Tag des Wissenschaftsjournalismus in Dieburg,1 habe ich einen Versuch unternommen, den Konkurrenzgedanken durch das Konzept ... <a title="Nicht besser, anders! » Weshalb wissenschaftliche Blogs ein wichtiges Korrektiv zum konventionellen Journalismus sind &#124; Werkstattnotiz 103" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/nicht-besser-anders-weshalb-wissenschaftliche-blogs-ein-wichtiges-korrektiv-zum-konventionellen-journalismus-sind-werkstattnotiz-103/" aria-label="Mehr Informationen über Nicht besser, anders! » Weshalb wissenschaftliche Blogs ein wichtiges Korrektiv zum konventionellen Journalismus sind &#124; Werkstattnotiz 103">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/nicht-besser-anders-weshalb-wissenschaftliche-blogs-ein-wichtiges-korrektiv-zum-konventionellen-journalismus-sind-werkstattnotiz-103/">Nicht besser, anders! » Weshalb wissenschaftliche Blogs ein wichtiges Korrektiv zum konventionellen Journalismus sind | Werkstattnotiz 103</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright" style="float: right;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2008/07/boxhandschuhe01.jpg" alt="Boxhandschuhe, Quelle: stock.xchng, User: verdrie" width="200" height="146" /><strong>In 10 Jahren werden wir rückblickend darüber schmunzeln, daß einst Blogs und der konventionelle Redaktionsjournalismus als Gegensatz und Konkurrenz angesehen wurden. Die publizistischen <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/12/12/getrennt-marschieren-vereint-schlagen-die-faz-leistet-der-sueddeutschen-zeitung-schuetzenhilfe-bei-der-web20-polemik/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Scharmützel</a> zwischen den wilden, aufbegehrenden Bloggern und den Besitzstandswahrern des selbsternannten Qualitätsjournalismus werden uns lächerlich erscheinen.</strong></p>
<p>Beim <a href="http://www.wj-tag.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tag des Wissenschaftsjournalismus</a> in Dieburg,<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/nicht-besser-anders-weshalb-wissenschaftliche-blogs-ein-wichtiges-korrektiv-zum-konventionellen-journalismus-sind-werkstattnotiz-103/#footnote_0_342" id="identifier_0_342" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Der &uuml;brigens sehr, sehr gut vorbereitet und organisiert war! Gro&szlig;es Lob und vielen Dank nochmal an das Team rund um Annette Le&szlig;m&ouml;llmann und Thomas Pleil.">1</a> habe ich einen Versuch unternommen, den Konkurrenzgedanken durch das Konzept einer gegenseitigen Bereicherung zu ersetzen.</p>
<p><strong>Vortrag beim &#8222;Tag des Wissenschaftsjournalismus&#8220;</strong></p>
<p>Es ist schon zwei Wochen her, daß ich der netten Einladung der Studenten des Studiengangs Wissenschaftjournalismus der Hochschule Darmstadt gefolgt bin. Aber wenn ich versuchen soll, die Hauptthesen meiner Präsentation zusammenzufassen, die ich unter die Überschrift &#8222;<em>Einladungen zum Denken. Wissenschaftliche Blogs und der Weg in eine “wissenschaftsmündige” Gesellschaft. Über Chancen und Zumutungen der Wissenschaftskommunikation 2.0&#8243;</em> gestellt habe, dann sind es wohl die beiden folgenden Grundgedanken, die ich den Zuhörern vermitteln wollte.</p>
<ol>
<li>Wissenschaft ist schon immer ein riesengroßes Gespräch. Sie lebt vom argumentativen Dialog. Und Wissenschaft und Wissenschaftler tun gut daran, die Möglichkeit der bloggenden Wissenschaftskommunikation zu erproben, einzuüben und herauszufinden, ob Blogs nicht ein ideales Instrument des wissenschaftlichen Informations-, Identitäts- und Beziehungsmanagements sein können.</li>
<li> Der Wissenschaftsjournalismus tut gut daran, die wissenschaftliche Blogszene ernstzunehmen. Nicht weil ihm von dort derzeit ernsthaft Konkurrenz drohte &#8211; noch ist die Zahl der Wissenschaftsblogger zu gering, noch sind die Kräfteverhältnisse zu asymmetrisch. Journalisten sollten (wissenschaftliche) Blogs ernstnehmen, weil dort teilweise illustriert wird, wie spannende, authentische Wissenschaftskommunikation aussehen könnte. Und weil wissenschaftliche Blogger regelmäßig die Schwächen des behäbigen und recherchefaulen Journalismus entlarven. Insofern dienen (wissenschaftliche) Blogs als Korrektiv zur satten journalistischen Alltagsroutine.</li>
</ol>
<p>Und alle, die sich nochmal durch meine Präsentation klicken wollen, die können es nun hier tun:</p>
<div class="youtube">
<div id="__ss_512955" style="width: 425px; text-align: left;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="355" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://static.slideshare.net/swf/ssplayer2.swf?doc=einladungen-zum-denken01-1216071788200229-9" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="355" src="http://static.slideshare.net/swf/ssplayer2.swf?doc=einladungen-zum-denken01-1216071788200229-9" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<div style="font-size:11px;font-family:tahoma,arial;height:26px;padding-top:2px;"><a href="http://www.slideshare.net/?src=embed"><img decoding="async" style="border:0px none;margin-bottom:-5px" src="http://static.slideshare.net/swf/logo_embd.png" alt="SlideShare" /></a> | <a  href="http://www.slideshare.net/werkstatt/wissenschaftliche-blogs-und-der-weg-in-eine-wissenschaftsmndige-gesellschaft?src=embed">View</a> | <a href="http://www.slideshare.net/upload?src=embed">Upload your own</a></div>
</div>
</div>
<p>Lars Fischer hatte übrigens in wunderbarer Weise meinen Vortrag live-bloggend begleitet (Einstiege u.a. <a href="http://www.wj-tag.de/?p=66" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> und <a href="http://www.wj-tag.de/?p=58" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> und auch <a href="http://danyo-is-an-oj.blogspot.com/2008/07/wissenschaftsjournalismus-tag-2008-live.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">an dieser Stelle</a> wurde sehr gut live über meinen Vortrag gebloggt!).</p>
<p>Lars <a href="http://www.wj-tag.de/?p=67" target="_blank" rel="noopener noreferrer">schrieb</a>:</p>
<blockquote><p>&#8222;Nun stellt Marc seine zentrale These vor, die auch Wissenschaftsjournalisten freuen wird: Blogs existieren komplementär zu anderen Medien und erweitern sie, statt sie einzuschränken oder gar zu ersetzen. Blogs sind direkt, aktuell und authentisch. Im Zweifel können Blogs nicht nur schneller sein als der Online-Jounalismus, sondern eben vor allem auch die Stimmen von Experten zu Gehör bringen und Feinheiten von Themen präsentieren, die dem Wissenschaftsjournalisten als Generalisten nicht in dem Maße zugänglich sind.&#8220;</p></blockquote>
<p>Danke! Besser hätte ich es auch nicht sagen können. ;-)</p>
<p>Worauf es mir ankommt:</p>
<p>Die Behauptung, daß wissenschaftliche Blogs derzeit eine Alternative zum etablierten Wissenschaftsjournalismus darstellen, ist vermessen. So schlecht sind die &#8222;gelernten&#8220; Wissenschaftsredakteure überhaupt nicht und: die Ressourcen (Zeit, Geld, Recherchetools), die den Profis zur Verfügung stehen, sind einfach auch etwas wert und schlagen sich (meist) in der Qualität der Artikel nieder.</p>
<p><strong>Stachel im Fleisch des behäbigen Wissenschaftsjournalismus</strong></p>
<h4><span class="pullquote">Wissenschaftsblogs sind keine bessere, sondern eine &#8222;andere&#8220; Form der Wissenschaftskommunikation!</span></h4>
<p>Aber: wissenschaftliche Blogs führen immer wieder vor Augen, daß die konventionelle &#8222;Berichterstattung&#8220; über wissenschaftliche Themen teilweise zu behäbig, zu brav und manchmal auch zu schlecht informiert ist. Das können manche Wissenschaftler besser.</p>
<p>Insofern sollten die journalistischen Profis die neuen, frechen Akteure auf dem Spielfeld der Wissenschaftskommunikation nicht als Konkurrenz ansehen, sondern als Motivation. Jetzt gilt es, zu beweisen, daß Ihr die Vermittlung wissenschaftlicher Themen doch besser beherrscht! Jetzt gilt es, die Herausforderung durch die Blogger anzunehmen!</p>
<p>Wäre es nicht ein toller Erfolg, wenn wir &#8211; da sich die Jungs und Mädels in den Redaktionen mehr anstrengen! &#8211; in Zukunft seltener mißlungene und schlecht informierte Artikel in SZ, FAZ, Welt oder Spiegel lesen müssten? ;-)</p>
<div class="invisible">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Scienceblogs">Scienceblogs</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Wissenschaftsblogs">Wissenschaftsblogs</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Journalismus">Journalismus</a></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_342" class="footnote">Der übrigens sehr, sehr gut vorbereitet und organisiert war! Großes Lob und vielen Dank nochmal an das Team rund um Annette Leßmöllmann und Thomas Pleil.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/nicht-besser-anders-weshalb-wissenschaftliche-blogs-ein-wichtiges-korrektiv-zum-konventionellen-journalismus-sind-werkstattnotiz-103/">Nicht besser, anders! » Weshalb wissenschaftliche Blogs ein wichtiges Korrektiv zum konventionellen Journalismus sind | Werkstattnotiz 103</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Wissenswerte Bremen: Über die Herausforderungen des Social Web für den Wissenschaftsjournalismus</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2009/11/wissenswerte-bremen-uber-die-herausforderungen-des-social-web-fur-den-wissenschaftsjournalismus/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc Scheloske]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Nov 2009 16:00:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blogosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ich-Maschine]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftskommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftsblogs]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftsjournalismus]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.wissenswerkstatt.net/?p=1251</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Wissenswerte in Bremen dient ja immer auch der Standortbestimmung und Selbstvergewisserung des Wissenschaftsjournalismus. Was tun wir, wie tun wir es und welche Veränderungen zeichnen sich ab? Ganz klar, daß auch im diesjährigen Wissenswerte-Programm das Thema &#8222;Social Media&#8220; nicht fehlen durfte. Zur Podiumsdiskussion rund um die Frage, welche Konsequenzen der Erfolg von Facebook, Blogs, Twitter ... <a title="Wissenswerte Bremen: Über die Herausforderungen des Social Web für den Wissenschaftsjournalismus" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2009/11/wissenswerte-bremen-uber-die-herausforderungen-des-social-web-fur-den-wissenschaftsjournalismus/" aria-label="Mehr Informationen über Wissenswerte Bremen: Über die Herausforderungen des Social Web für den Wissenschaftsjournalismus">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2009/11/wissenswerte-bremen-uber-die-herausforderungen-des-social-web-fur-den-wissenschaftsjournalismus/">Wissenswerte Bremen: Über die Herausforderungen des Social Web für den Wissenschaftsjournalismus</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die <a href="http://www2.wissenswerte-bremen.de/">Wissenswerte</a> in Bremen dient ja immer auch der Standortbestimmung und Selbstvergewisserung des Wissenschaftsjournalismus. Was tun wir, wie tun wir es und welche Veränderungen zeichnen sich ab? Ganz klar, daß auch im diesjährigen Wissenswerte-Programm das Thema &#8222;Social Media&#8220; nicht fehlen durfte.</strong></p>
<p>Zur Podiumsdiskussion rund um die Frage, welche Konsequenzen der Erfolg von Facebook, Blogs, Twitter &amp; Co. für den Wissenschaftsjournalismus mit sich bringt, war ich netterweise schon irgendwann im Mai eingeladen worden. Meine kleine Einstiegspräsentation habe ich dann aber doch wieder mal sehr, sehr spät zusammengebastelt. Dafür konnte ich dann aber immerhin aktuelle Beispiele und Screenshots zeigen.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2009/11/wissenswerte-bremen-uber-die-herausforderungen-des-social-web-fur-den-wissenschaftsjournalismus/#footnote_0_1251" id="identifier_0_1251" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Und das Austesten der Powerpoint-Alternative prezi hat sich auch gelohnt, es gab jedenfalls jede Menge positives und neugieriges Feedback.">1</a></p>
<p>Im Kern ging es mir um folgende Punkte:</p>
<p>Es sind in den letzten Jahren neue Akteure im Feld der Wissenschaftskommunikation aufgetreten. Nämlich Wissenschaftler, die sich in ihren Blogs oder mittels anderer Social-Media-Tools selbst zu Wort melden. Und diese bloggenden Forscher sind gekommen, um zu bleiben.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2009/11/wissenswerte-bremen-uber-die-herausforderungen-des-social-web-fur-den-wissenschaftsjournalismus/#footnote_1_1251" id="identifier_1_1251" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die Zahl der Journalisten, die glauben, da&szlig; diese &bdquo;Konkurrenz&ldquo; von alleine wieder verschwinden wird, hat inzwischen deutlich abgenommen.">2</a></p>
<p>Die Inhalte, die man allerdings in den Blogs der Wissenschaftler findet<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2009/11/wissenswerte-bremen-uber-die-herausforderungen-des-social-web-fur-den-wissenschaftsjournalismus/#footnote_2_1251" id="identifier_2_1251" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ich beziehe mich im wesentlichen auf Blogs, da ich nicht recht einsehe, da&szlig; ein twitternder Wissenschaftler oder ein Forscher mit Facebookprofil im journalistischen Revier &bdquo;wildert&ldquo;. Blogtexte k&ouml;nnen aber sehr wohl in Konkurrenz zu konventionell-journalistischen Angeboten treten.">3</a> sind nicht 1:1 vergleichbar mit dem Angebot, das man üblicherweise von der Wissenschaftsberichterstattung kennt. Ich habe deshalb &#8211; frei nach Max Weber &#8211; drei Idealtypen skizziert.</p>
<ul>
<li>Zunächst gibt es die Forschernotiz. Das sind kurze, wissenschaftliche Fingerübungen, die sich nicht darum scheren, ob der Sachverhalt wirklich einem größeren Publikum auch nur annähernd verständlich wird. Es geht vornehmlich um die Peers, die angesprochen werden.</li>
<li> Dann gibt es zweitens Texte, die ebenso gut in den Wissensressorts der Onlineportale zu lesen sein könnten. Das sind Artikel, bei denen sich die jeweiligen Blogger explizit um eine allgemeinverständliche Darstellung bemühen. Und bei solchen Texten stellt sich natürlich die Frage, weshalb man im Einzelfall noch die Artikel bei Spiegel, ZEIT, FAZ oder SZ lesen sollte, wenn man doch schon einen gut informierten Artikel eines &#8222;Experten&#8220; gelesen hat.</li>
<li>Und drittens gibt es natürlich Artikel, die man möglicherweise unter der Rubrik &#8222;Medienkritik&#8220; subsumieren könnte. Es sind die Blogpostings, in denen Schlampereien und Fehler der &#8222;Profis&#8220; aufgedeckt werden. Zuletzt konnte man das im Fall der Neurodermitis-Salbe &#8222;Regividerm&#8220; beobachten.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2009/11/wissenswerte-bremen-uber-die-herausforderungen-des-social-web-fur-den-wissenschaftsjournalismus/#footnote_3_1251" id="identifier_3_1251" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Zun&auml;chst war in einer WDR-Doku die Geschichte eine angeblich hocheffektiven Salbe gegen Neurodermitis dargestellt worden, die von der Pharmalobby allerdings ignoriert werde. In Blogs &ndash; u.a. bei der Station&auml;ren Aufnahme &ndash; war man sofort mehr als irritiert und konnte binnen weniger Tage dutzende Ungereimtheiten auflisten. Das beginnt bei der haarstr&auml;ubend d&uuml;nnen Datenlage bzgl. der Wirksamkeit der Salbe und reicht bis zu eindeutigen Indizien f&uuml;r einen von langer Hand eingef&auml;delten PR-Coup.">4</a> Und solche Geschichten tun den Wissenschaftsjournalisten naturgemäß besonders weh. </li>
</ul>
<p>Einige meiner Thesen, die ich aus diesen Beobachtungen ableite, lassen sich in der Präsentation nachlesen. Wichtig ist mir bei allem aber folgender Punkt: es ist schlicht eine Tatsache, daß wissenschaftliche Blogs funktionieren. Sie sind einfach da und werden auch nicht einfach so wieder verschwinden. Allerdings heißt das aber nicht, daß der Wissenschaftsjournalismus damit prinzipiell obsolet würde. Bloggende Wissenschaftler sind eben keine Journalisten! Aber Journalisten sollten Wissenschaftsblogs ernstnehmen. Schon aus wohlverstandenem Eigeninteresse.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2009/11/wissenswerte-bremen-uber-die-herausforderungen-des-social-web-fur-den-wissenschaftsjournalismus/#footnote_4_1251" id="identifier_4_1251" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Egal ob es nun um die Recherche geht oder ob man ggf. auf Kritik angemessen reagieren sollte.">5</a></p>
<p><object id="prezi_zmld4u7whvlz" name="prezi_zmld4u7whvlz" classid="clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000" width="580" height="460"><param name="movie" value="http://prezi.com/bin/preziloader.swf"/><param name="allowfullscreen" value="true"/><param name="allowscriptaccess" value="always"/><param name="bgcolor" value="#ffffff"/><param name="flashvars" value="prezi_id=zmld4u7whvlz&amp;lock_to_path=1&amp;color=ffffff&amp;autoplay=no"/><embed id="preziEmbed_zmld4u7whvlz" name="preziEmbed_zmld4u7whvlz" src="http://prezi.com/bin/preziloader.swf" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" width="580" height="460" bgcolor="#ffffff" flashvars="prezi_id=zmld4u7whvlz&amp;lock_to_path=1&amp;color=ffffff&amp;autoplay=no"></embed></object></p>
<p>Im Panel am Dienstagnachmittag wurde zunächst recht allgemein darüber diskutiert, was sich &#8222;klassische&#8220; Websites und Portale vom Web 2.0 abschauen können. Der Umgang mit Kommentatoren war hier das Hauptthema. <a href="http://medialdigital.de/">Ulrike Langer</a> wies auf die doch recht schleppend ablaufenden Lernprozesse hin und Jochen Wegner kündigte an, daß in naher Zukunft die Kommentarmöglichkeiten bei Focus-Online liberalisiert werden. Dann sollen auch Links in den Comments erlaubt sein. Man höre und staune.</p>
<p>Nachdem kurz das desolate Krisenmanagement von WDR und Co. bei der <a href="http://www.scienceblogs.de/weitergen/2009/10/regividerm-die-studien-zur-wirksamkeit.php">Regividerm-Geschichte</a> angesprochen wurde, lenkte Annette Leßmöllmann das Gespräch auf Twitter,<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2009/11/wissenswerte-bremen-uber-die-herausforderungen-des-social-web-fur-den-wissenschaftsjournalismus/#footnote_5_1251" id="identifier_5_1251" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="F&uuml;r Jochen Wegner z&auml;hlt v.a. die Tatsache, da&szlig; man als Medienmacher im Ernstfall doch ein paar Minuten fr&uuml;her &uuml;ber bestimmte Ereignisse informiert ist. Andere nannten eher die sozialen Aspekte; das Networking per Twitter etc.">6</a> anschließend kam man auf die Blogerfahrungen &#8222;etablierter&#8220; Medienhäuser zu sprechen. Joachim Müller-Jung gab Einblicke in den Umgang der FAZ mit ihren Blogs und verriet, daß die anfängliche Euphorie zwar einer gewissen Ernüchterung gewichen sei, aber er persönlich den <a href="http://faz-community.faz.net/blogs/planckton/default.aspx">Planckton-Blog</a> durchaus gerne nutze und sich schon dabei ertappt habe, daß er manche Themen im Blog ausführlich dargestellt, für den Printbereich aber &#8222;übersehen&#8220; habe. </p>
<h4><span class="pullquote">Wenn man schon Blogs als Quelle nutzt, dann setzt doch bitte auch einen Link!</h4>
<p></span></p>
<p>Zum Schluß kam man dann noch zu einer Frage, die ich persönlich für sehr spannend und diskussionswürdig halte, nämlich: Wie darf, soll oder muß man wissenschaftliche Blogs als Quelle für eigene Artikel nutzen? In meinen Augen ist es vollkommen klar: natürlich soll das Absurfen von wissenschaftlichen Blogs ein Teil der journalistischen Arbeit sein. Und wenn man dort Material und Anregungen findet, umso besser. Doch &#8211; und das muß noch in die Köpfe der Kollegen rein &#8211; wenn man sich schon auf Blogs als Quelle bezieht, dann gehört es auch dazu, daß man einen Link setzt. </p>
<p>Hier ist zu wünschen, daß sich manche Journalistenkollegen sich ein Vorbild an Joachim Müller-Jung nehmen. Der erklärte zum Schluß, daß er sich ganz selbstverständlich auch auf Statements von Wissenschaftlern in ihren Blogs beziehe; auf Stefan Rahmstorf in seiner &#8222;<a href="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/klimalounge">Klimalounge</a>&#8220; beispielsweise. So muß es sein. :-)</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1251" class="footnote">Und das Austesten der Powerpoint-Alternative <a href="http://www.prezi.de/">prezi</a> hat sich auch gelohnt, es gab jedenfalls jede Menge positives und neugieriges Feedback.</li><li id="footnote_1_1251" class="footnote">Die Zahl der Journalisten, die glauben, daß diese &#8222;Konkurrenz&#8220; von alleine wieder verschwinden wird, hat inzwischen deutlich abgenommen.</li><li id="footnote_2_1251" class="footnote">Ich beziehe mich im wesentlichen auf Blogs, da ich nicht recht einsehe, daß ein twitternder Wissenschaftler oder ein Forscher mit Facebookprofil im journalistischen Revier &#8222;wildert&#8220;. Blogtexte können aber sehr wohl in Konkurrenz zu konventionell-journalistischen Angeboten treten.</li><li id="footnote_3_1251" class="footnote">Zunächst war in einer WDR-Doku die Geschichte eine angeblich hocheffektiven Salbe gegen Neurodermitis dargestellt worden, die von der Pharmalobby allerdings ignoriert werde. In Blogs &#8211; u.a. <a href="http://gesundheit.blogger.de/stories/1511299/">bei der Stationären Aufnahme</a> &#8211; war man sofort mehr als irritiert und konnte binnen weniger Tage dutzende Ungereimtheiten auflisten. Das beginnt bei der haarsträubend dünnen Datenlage bzgl. der Wirksamkeit der Salbe und reicht bis zu eindeutigen Indizien für einen von langer Hand eingefädelten PR-Coup.</li><li id="footnote_4_1251" class="footnote">Egal ob es nun um die Recherche geht oder ob man ggf. auf Kritik angemessen reagieren sollte.</li><li id="footnote_5_1251" class="footnote">Für Jochen Wegner zählt v.a. die Tatsache, daß man als Medienmacher im Ernstfall doch ein paar Minuten früher über bestimmte Ereignisse informiert ist. Andere nannten eher die sozialen Aspekte; das Networking per Twitter etc.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2009/11/wissenswerte-bremen-uber-die-herausforderungen-des-social-web-fur-den-wissenschaftsjournalismus/">Wissenswerte Bremen: Über die Herausforderungen des Social Web für den Wissenschaftsjournalismus</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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