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	<title>Universität Archive &#187; Wissenswerkstatt</title>
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	<description>Blog zu Wissenschaft &#38; Wissenschaftskommunikation </description>
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	<title>Universität Archive &#187; Wissenswerkstatt</title>
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		<title>Geschichten der Wissenschaft » &#8222;DFG Science TV&#8220; gefällt und verkennt doch das dialogische Potential des Web 2.0</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Apr 2008 12:33:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftskommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wo findet Wissenschaft statt, was sind ihre Themen und wozu ist das alles gut? Wer Antworten auf solche und ähnliche Fragen sucht, dem sei &#8222;DFG Science TV&#8220; empfohlen. Auf diesem neuen Online-Wissenschafts-Portal präsentiert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) zehn außergewöhnliche Forschungsprojekte, die illustrieren, daß Wissenschaft eine hochspannende Angelegenheit ist. Wenn Wissenschaft bzw. wissenschaftliche Institutionen versuchen, sich ... <a title="Geschichten der Wissenschaft » &#8222;DFG Science TV&#8220; gefällt und verkennt doch das dialogische Potential des Web 2.0" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/geschichten-der-wissenschaft-dfg-science-tv-gefaellt-und-verkennt-doch-das-dialogische-potential-des-web-20/" aria-label="Mehr Informationen über Geschichten der Wissenschaft » &#8222;DFG Science TV&#8220; gefällt und verkennt doch das dialogische Potential des Web 2.0">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/geschichten-der-wissenschaft-dfg-science-tv-gefaellt-und-verkennt-doch-das-dialogische-potential-des-web-20/">Geschichten der Wissenschaft » &#8222;DFG Science TV&#8220; gefällt und verkennt doch das dialogische Potential des Web 2.0</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wo findet Wissenschaft statt, was sind ihre Themen und wozu ist das alles gut? Wer Antworten auf solche und ähnliche Fragen sucht, dem sei &#8222;<a href="http://www.dfg-science-tv.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">DFG Science TV</a>&#8220; empfohlen. Auf diesem neuen Online-Wissenschafts-Portal präsentiert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) zehn außergewöhnliche Forschungsprojekte, die illustrieren, daß Wissenschaft eine hochspannende Angelegenheit ist. </strong></p>
<p>Wenn Wissenschaft bzw. wissenschaftliche Institutionen versuchen, sich  und ihre Arbeit gegenüber der interessierten Öffentlichkeit darzustellen, dann wirkt das häufig etwas bemüht und unbeholfen.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/geschichten-der-wissenschaft-dfg-science-tv-gefaellt-und-verkennt-doch-das-dialogische-potential-des-web-20/#footnote_0_260" id="identifier_0_260" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Klar, Wissenschaftler m&uuml;ssen exzellente Forscher sein, das Talent zur &Ouml;ffentlichkeitsarbeit in eigener Sache ist gl&uuml;cklicherweise (noch?) sekund&auml;r.">1</a> Ganz anders im Fall des diese Woche gestarteten Projekts, das auf den Namen &#8222;DFG Science TV&#8220; hört.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/geschichten-der-wissenschaft-dfg-science-tv-gefaellt-und-verkennt-doch-das-dialogische-potential-des-web-20/#footnote_1_260" id="identifier_1_260" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="&Uuml;ber den Titel k&ouml;nnte man allerdings streiten. Wirklich pfiffig ist er nicht&hellip;">2</a> Die Website ist ansprechend und professionell gestaltet. An der Übersichtlichkeit und der selbsterklärenden Navigationsstruktur gibt es nichts zu bemängeln.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/geschichten-der-wissenschaft-dfg-science-tv-gefaellt-und-verkennt-doch-das-dialogische-potential-des-web-20/#footnote_2_260" id="identifier_2_260" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Auch andere Wissenschaftsblogger haben bereits auf den Start von &bdquo;DFG Science TV&ldquo; hingewiesen. So etwa der Fischblog, Sciblog und Scienceblogs.">3</a></p>
<h4><span class="pullquote_left">&#8222;DFG Science TV&#8220; ist kein weiteres Forscher-Youtube. Die Wissenschaftsstorys sind hochprofessionell gefilmt, in handliche Episoden verpackt und sollen neugierig machen&#8230;</span></h4>
<p>Die Besonderheit an der Sache ist allerdings, daß es sich <em>nicht</em> um ein beliebiges Forschungs-Video-Portal handelt, auf dem Wissenschaftler in kurzen Filmchen ihre Arbeit erklären.</p>
<p>Das DFG-Projekt kann mit einer durchaus raffinierten Idee punkten: die zehn ausgewählten Forscherteams werden nämlich nicht in einem Stück, sondern häppchenweise vorgestellt. Jede Woche gibt es ein dreiminütiges Kurzvideo, das aber jeweils nur einen Teil der ganzen Geschichte darstellt. Woche für Woche gibt es also eine Episode der Wissenschaftsstory zu sehen, die sich dann sukzessive in den nächsten zwölf Wochen entfaltet. Es sollen also ganz bewußt Geschichten erzählt werden und so soll auch sichtbar werden, daß es sich bei Wissenschaft um einen (Erkenntis-)Prozeß handelt.</p>
<p>Mir gefällt diese Idee ehrlicherweise sehr gut und die Umsetzung ist durchaus ansprechend. Wenn man sich einige der Filme ansieht, so merkt man freilich, daß das Angebot v.a. auf Jugendliche zugeschnitten ist. (Aber auch Zeitgenossen jenseits des Teenageralters kommen auf ihre Kosten!)</p>
<p>Und in der Pressemitteilung zum Start steht auch :</p>
<blockquote><p>&#8222;Wir brauchen das Interesse junger Leute, um den wissenschaftlichen Nachwuchs sicherzustellen&#8220;, erläutert DFG-Präsident Professor Matthias Kleiner. &#8222;Wir müssen neue Wege gehen, um zu vermitteln: Forschung ist spannend.&#8220;</p></blockquote>
<p>Kein Wunder, daß sich bei dieser Zielsetzung die vertretenen Projekte vornehmlich aus den Ingenieur- und Naturwissenschaften rekrutieren. Das reicht von <a href="http://dfg-science-tv.de/projekte/beton-light.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wissenschaftlern der TU Dresden</a>, denen die Kamera dabei zugeschaut hat, wie sie an einem Verbundstoff aus Glasfasern und Beton tüfteln bis zur Arbeit der Teams der <a href="http://dfg-science-tv.de/projekte/bedrohter-bergwald.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Forschungsstation &#8222;Estación Científica San Francisco&#8220;</a>, die in den tropischen Bergregenwäldern Ecuadors nach Lösungen suchen, wie der Erhalt dieses Ökosystems mit den Bedürfnissen der Bevölkerung in Einklang gebracht werden kann.</p>
<p><strong>Auswahlkriterien: Nutzwert und Exotik?</strong></p>
<p><span class="pullquote">Wann ist Forschung &#8222;filmtauglich&#8220;? Offenbar ist es von Vorteil, wenn eine Portion Abenteuer und Fernweh  mit dabei sind. </span></p>
<p>Es wird schnell deutlich, daß die ausgewählten Projekte eines gemeinsam haben: sie zeichnen sich durch einen konkreten Problemlösungbezug aus und sie repräsentieren Wissenschaft von ihrer abenteuerlichsten, exotischsten Seite. Auf Nachfrage heißt es, daß die &#8222;Filmtauglichkeit&#8220; den Ausschlag dafür gab, welche Projekte präsentiert werden.</p>
<p>Das mag ich gar nicht in Abrede stellen, aber das Kriterium &#8222;filmtauglich&#8220; heißt ganz offenbar, daß Forschung genau dann vorzeigbar ist, wenn sie entweder in fernen Ländern stattfindet oder zumindest hierzulande Lösungen für drängende Probleme verspricht.</p>
<p>Das soll die Wichtigkeit der vertretenen Forschungsprojekte wirklich nicht in Abrede stellen, auffallend ist es dennoch, daß von zehn Wissenschaftlerteams gleich vier Stück im Ausland tätig sind, drei an drängenden gesellschaftlichen Problemen hierzulande arbeiten und zwei weitere Teams sich darum bemühen, wie man Robotern das Gehen oder das Ausräumen der Spülmaschine beibringt.</p>
<p><strong>Sind Kultur- und Geisteswissenschaftler nicht sexy genug?</strong></p>
<h4 class="pullquote">Spiegeln die dargestellten Projekte wirklich die Bandbreite der DFG-Forschung wider? Wissenschaftler, deren Arbeit keinen direkten Nutzwert abwirft, werden mit der Auswahl nicht ganz glücklich sein.</h4>
<p>Ich könnte mir vorstellen, daß innerhalb der DFG diese Auswahl durchaus Kritik findet. Denn ginge es nicht auch darum, tatsächlich die Bandbreite der Forschungslandschaft darzustellen? Ist es für eine filmische Aufbereitung vollkommen undenkbar, wenn sich etwa Historiker auf die Suche nach unseren kulturellen Wurzeln machen? Sind Linguisten, Kultur- und Gesellschaftswissenschaftler weniger sexy?</p>
<p>Daß Wissenschaft sich wünschenswerterweise durch einen handfesten gesellschaftlichen Nutzwert auszeichnet, wird den Zusehern von &#8222;Science TV&#8220; jedenfalls deutlich vermittelt. Die unzähligen Wissenschaftler, die in der Grundlagenforschung tätig sind und diejenigen, deren Arbeit einen weniger offensichtlichen Mehrwert abwirft, werden möglicherweise etwas mit der Auswahl hadern.</p>
<p><strong>Dennoch: spannende, sehenswerte Forschung</strong></p>
<p>Nichtsdestotrotz: die präsentierten Teams machen wirklich faszinierende Arbeit und es lohnt sich auf alle Fälle, die Projektwebsite zu besuchen. Dort kann man die kommenden Wochen dann mitverfolgen, wie etwa das <a href="http://dfg-science-tv.de/projekte/die-5-millionenstadt.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Projektteam &#8222;Megastädte&#8220; </a>unter der Regie von Prof. Dr. Frauke Kraas<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/geschichten-der-wissenschaft-dfg-science-tv-gefaellt-und-verkennt-doch-das-dialogische-potential-des-web-20/#footnote_3_260" id="identifier_3_260" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die seit 2000 als Professorin f&uuml;r Stadt- und Sozialgeographie an der Uni K&ouml;ln lehrt.">4</a> sich mit Fragen von Infrastruktur, Müll, Recycling oder den Machtverhältnissen in rasend schnell wachsenden Metropolen beschäftigt. Oder wie es auf der Website heißt:</p>
<blockquote><p>&#8222;Das Forscherteam vom Geographischen Institut der Universität zu Köln untersucht in Zusammenarbeit mit KollegInnen weiterer deutscher und ausländischer Universitäten die drei  Megastädte Delhi in Indien, Dhaka in Bangladesh und Pearl River Delta in China. Sie beobachten, kartieren, analysieren und führen Interviews mit den Menschen auf den Straßen und besuchen sie in ihren Häusern und Hütten, um die rasante Entwicklung der Millionenstädte, deren Akteure und Regelhaftigkeiten zu verstehen.&#8220;</p></blockquote>
<p>Genauso interessant, aber ebenfalls ein Beispiel dafür, welche Projekte ausgewählt wurden, ist das &#8222;German Apsara Conservation Project (GACP)&#8220;. Dahinter verbirgt sich das Team vom Institut für Restaurierungs- und Konservierungswissenschaft der FH Köln, das sich seit 1997 um die <a href="http://dfg-science-tv.de/projekte/tempelpflege.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Restaurierungsarbeiten des Weltkulturerbes &#8222;Angkor Wat&#8220;</a> bemüht. Aber auch alle anderen &#8222;Film-Tagebücher&#8220; sind einen Besuch wert.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.dfg-science-tv.de/"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-261" style="margin-top: 12px; margin-bottom: 12px;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/uploads/2008/04/dfg-science-tv.jpg" alt="dfg-science-tv" width="500" height="801" srcset="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2008/04/dfg-science-tv.jpg 550w, https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2008/04/dfg-science-tv-249x400.jpg 249w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a></p>
<p><strong>Und wo bleibt das Web 2.0?</strong></p>
<p>Um es nochmal zu verdeutlichen: die Idee ist klasse, die Umsetzung professionell. Es dürfte auch nicht ganz billig gewesen sein, dieses Projekt zu stemmen. Insofern ein großes Kompliment an die Beteiligten. Zur eigenwilligen Auswahl der Teams, habe ich ja bereits etwas angemerkt und denke, daß in dem Zusammenhang auch DFG-intern Kritik laut werden wird.</p>
<p>Auffallend ist natürlich auch, daß solche Komponenten, die üblicherweise unter dem Etikett &#8222;Web 2.0&#8220; gebündelt werden, fast gänzlich fehlen. Das Format basiert fast vollständig auf der konventionellen Web1.0-Logik. Es gibt ein (gut gemachtes) Angebot und es gibt Rezipienten, die sich günstigstenfalls dafür interessieren. Abgesehen von der Möglichkeit die einzelnen Episodenfilme auf einer Skala von 1-5 zu bewerten, gibt es aber keine Feedback- oder Mitmachmöglichkeit.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/geschichten-der-wissenschaft-dfg-science-tv-gefaellt-und-verkennt-doch-das-dialogische-potential-des-web-20/#footnote_4_260" id="identifier_4_260" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Was ja auch bei anderen Wissenschaftskommunikations-Versuchen, selbst wenn sie &bdquo;Blog&ldquo; hei&szlig;en, nicht selbstverst&auml;ndlich ist.">5</a></p>
<p class="pullquote_left">Schade, daß man der Zielgruppe, den &#8222;digital natives&#8220;, nicht größeres Vertrauen entgegenbringt. Leider basiert das Portal zu 100% auf der Web-1.0-Logik.</p>
<p>Ich bin darüber fast etwas erstaunt, denn die anvisierte Zielgruppe<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/geschichten-der-wissenschaft-dfg-science-tv-gefaellt-und-verkennt-doch-das-dialogische-potential-des-web-20/#footnote_5_260" id="identifier_5_260" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Es wird ja nicht verheimlicht, da&szlig; es u.a. darum geht junge Erwachsene eventuell f&uuml;r ein Studium zu begeistern&hellip;">6</a> sind doch just die &#8222;digital natives&#8220;, für die Blogs, RSS oder das Einbinden von Videos in die eigene Website nicht fremd ist.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/geschichten-der-wissenschaft-dfg-science-tv-gefaellt-und-verkennt-doch-das-dialogische-potential-des-web-20/#footnote_6_260" id="identifier_6_260" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Gerade die Inhalte und Videos w&uuml;rden sich im Web2.0-Kontext f&uuml;r spannende, qualitativ hochwertige Mash-Ups eignen.">7</a></p>
<p>Auf meine Anfrage, weshalb solche Features nicht berücksichtigt wurden, erhielt ich die Antwort, daß sowohl das zur Verfügung stellen von &#8222;Embedding-Codes&#8220;, als auch RSS aus rechtlichen Gründen nicht möglich sei.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/geschichten-der-wissenschaft-dfg-science-tv-gefaellt-und-verkennt-doch-das-dialogische-potential-des-web-20/#footnote_7_260" id="identifier_7_260" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Warum lassen sich solche Portale nicht auch unter einer CC_Lizenz durchf&uuml;hren?">8</a> Außerdem vertritt man offenbar die Ansicht, daß die Inhalte nur im Kontext der Website verständlich und sinnvoll sind. Was zu befürchten gewesen wäre, wenn einige Wissenschaftsblogger solche Videos integriert hätten, weiß ich allerdings nicht&#8230;</p>
<p><strong>Blogs sind vor allem Arbeit?!</strong></p>
<p>Die Tatsache freilich, daß man keine Möglichkeit bietet, auf der Website oder in einzelnen &#8222;Projektblogs&#8220; direkt mit den Forschern in Kontakt zu treten, finde ich ebenso bedauerlich. Die Auskunft, weshalb hier kein Dialog, sondern nur die Einbahnstraße gewählt wurde, lautet:</p>
<blockquote><p>&#8222;Zusätzlich ist der Aufwand schon für die Filme immens [&#8230;] und wir konnten noch nicht absehen, ob Blogs oder ähnliches für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler überhaupt zeitlich noch in Frage kommen &#8211; schließlich forschen diese Menschen als Allererstes einmal.&#8220;</p></blockquote>
<p>Diese Antwort<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/geschichten-der-wissenschaft-dfg-science-tv-gefaellt-und-verkennt-doch-das-dialogische-potential-des-web-20/#footnote_8_260" id="identifier_8_260" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Besten Dank f&uuml;r die nette Antwort an das Projektteam/&Ouml;ffentlichkeitsarbeit der DFG.">9</a> ist in meinen Augen v.a. eines: sie ist ehrlich. Kurzsichtig und ein wenig unverständlich finde ich es dennoch. Denn man betreibt ja bereits einen enormen Aufwand, finanziell wie personell &#8211; nach Angaben des Tagesspiegel hat man sich das Portal 300.000 Euro kosten lassen. Und dann soll der Zusatzaufwand für &#8222;Projektblogs&#8220;, die ja zunächst mal nur drei Monate laufen sollen, den Rahmen sprengen?</p>
<p><span class="pullquote">Wäre der Aufwand für begleitende Blogs wirklich zu groß? Man investiert doch bereits viel Zeit und Geld&#8230;<br />
</span></p>
<p>Klar: Forscher sollen zuerst mal forschen, dafür werden sie bezahlt. Aber ich behaupte erstens, daß die einzelnen Teams ja bereits jede Menge Ressourcen investiert haben und zweitens, daß sie durch und in Blogs auch jede Menge positives Feedback bekommen könnten.</p>
<p>Einerseits Anerkennung und Dank für ihre Arbeit. Andererseits könnten die Forscher auch erleben, spüren, wahrnehmen, daß ihre Tätigkeit &#8222;ankommt&#8220;.</p>
<p>Schade, daß man in dieser Phase den Forschern (wie ich glaube aus Unkenntnis) die Möglichkeit nicht bietet, mit den interessierten Webpassanten da draußen in Kontakt zu treten. Es wäre für beide Seiten lehrreich. Und daß es (es handelt sich jeweils um Teams mit mehreren Mitarbeitern!) zuviel verlangt wäre, sich einmal am Tag 20 min. um Kommentare zu kümmern, kann mir niemand erzählen. Und dann gibt es ja immer noch die DFG-Redakteure, die hier betreuend, unterstützend, Fragen beantwortend, eingreifen könnten.</p>
<p>Vielleicht, liebe DFG, ja das beim nächsten Mal. Für den Anfang, ist die Website ganz gut, aber es besteht noch Luft, nach oben &#8211; das Web 2.0 bietet noch deutlich mehr Raum für spannende, interaktive Wissenschaftskommunikation.</p>
<hr size="1" />
<p><em>[Update: 16.00 Uhr]</em></p>
<p>Ich lese eben erst die Pressemitteilung zum Start von &#8222;DFG Science TV&#8220; und dort steht bzgl. der Motivation für das Projekt:</p>
<blockquote><p>&#8222;Vor dem Hintergrund der wachsenden Bedeutung von Internet-Plattformen mit Bewegtbildern und den veränderten Nutzergewohnheiten vor allem junger Menschen entschloss sich die DFG, für das Internet geeignete Kurzfilme aus der Wissenschaft produzieren zu lassen und über eine eigene Plattform verfügbar zu machen.&#8220;</p></blockquote>
<p>Umso erstaunlicher, daß man (da man offenbar von den &#8222;veränderten Nutzergewohnheiten [&#8230;] junger Menschen&#8220; Kenntnis hat) dennoch etwas halbherzig an die Sache herangeht.</p>
<p>Wie gesagt: ich wünsche dem Portal den nötigen Erfolg und vielleicht gibt es ja im Herbst eine Zweitauflage. Dann aber bitte mit den erwähnten Web2.0-Features. Falls Ihr, liebes DFG-Projektteam, dahingehend Beratung braucht: ich stehe gerne mit Rat und Tat zur Verfügung. ;-)</p>
<div class="links"><em><strong>Website:</strong></em></p>
<li>Video-Forschungstagebücher: <a href="http://www.dfg-science-tv.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">DFG Science TV</a></li>
<p><em><strong>Pressemitteilung und Presseartikel:</strong></em></p>
<ul>
<li><a href="http://www.dfg.de/aktuelles_presse/pressemitteilungen/2008/presse_2008_15.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Science TV macht Forschung erlebbar</a>, DFG-Pressemitteilung Nr. 15</li>
<li>Warnecke, Tilmann: <a href="http://www.tagesspiegel.de/magazin/wissen/Science-TV;art304,2513657" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Forscher als Fernsehstars</a>, Der Tagesspiegel, 16.4.2008</li>
</ul>
<p><em><strong>Eines der beteiligten Teams hat doch einen Blog:</strong></em></p>
<ul>
<li><a href="http://baublog.tu-dresden.de/index.php/20080415/wissenschaft-wird-ganz-neu-sichtbar-dfg-science-tv-startet/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wissenschaft wird ganz neu sichtbar: DFG Science TV startet</a>, BauBlog TU Dresden</li>
</ul>
</div>
<div class="invisible">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Web+2.0">Web 2.0</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Wissenschaftskommunikation">Wissenschaftskommunikation</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/DFG+Science+TV">DFG Science TV</a></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_260" class="footnote">Klar, Wissenschaftler müssen exzellente Forscher sein, das Talent zur Öffentlichkeitsarbeit in eigener Sache ist glücklicherweise (noch?) sekundär.</li><li id="footnote_1_260" class="footnote">Über den Titel könnte man allerdings streiten. Wirklich pfiffig ist er nicht&#8230;</li><li id="footnote_2_260" class="footnote">Auch andere Wissenschaftsblogger haben bereits auf den Start von &#8222;DFG Science TV&#8220; hingewiesen. So etwa der <a href="http://fisch-blog.blog.de/2008/04/16/angetestet-dfg-science-tv-4053750" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fischblog</a>, <a href="http://www.sciblog.at/stories/25805/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sciblog</a> und <a href="http://www.scienceblogs.de/neurons/2008/04/menschmaschine-auf-dfg-sciencetv.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Scienceblogs</a>.</li><li id="footnote_3_260" class="footnote">Die seit 2000 als Professorin für Stadt- und Sozialgeographie an der Uni Köln lehrt.</li><li id="footnote_4_260" class="footnote">Was ja auch <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/14/meeresforschung-im-meteor-logbuch-leider-nur-in-der-web-10-variante-kurzknapp-28/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bei anderen Wissenschaftskommunikations-Versuchen</a>, selbst wenn sie &#8222;Blog&#8220; heißen, nicht selbstverständlich ist.</li><li id="footnote_5_260" class="footnote">Es wird ja nicht verheimlicht, daß es u.a. darum geht junge Erwachsene eventuell für ein Studium zu begeistern&#8230;</li><li id="footnote_6_260" class="footnote">Gerade die Inhalte und Videos würden sich im Web2.0-Kontext für spannende, qualitativ hochwertige Mash-Ups eignen.</li><li id="footnote_7_260" class="footnote">Warum lassen sich solche Portale nicht auch unter einer CC_Lizenz durchführen?</li><li id="footnote_8_260" class="footnote">Besten Dank für die nette Antwort an das Projektteam/Öffentlichkeitsarbeit der DFG.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/geschichten-der-wissenschaft-dfg-science-tv-gefaellt-und-verkennt-doch-das-dialogische-potential-des-web-20/">Geschichten der Wissenschaft » &#8222;DFG Science TV&#8220; gefällt und verkennt doch das dialogische Potential des Web 2.0</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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		<title>Dümmer auf Englisch? » Die Marginalisierung der deutschen Sprache in der Wissenschaft &#124; Werkstattnotiz XXXVI</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/duemmer-auf-englisch-die-marginalisierung-der-deutschen-sprache-in-der-wissenschaft-werkstattnotiz-xxxvi/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Nov 2007 12:38:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschulpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Universität]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/19/duemmer-auf-englisch-die-marginalisierung-der-deutschen-sprache-in-der-wissenschaft-werkstattnotiz-xxxvi/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Wissenschaft ist ein internationales Geschäft und sie kommuniziert auf Englisch. Es wäre naiv, in Abrede stellen zu wollen, daß heute nur noch ein verschwindend geringer Teil aller wissenschaftlichen Publikationen auf Deutsch verfaßt wird und daß man (wenn man sich in den internationalen Diskurs einklinken will) besser daran tut, ebenfalls auch auf Englisch zu publizieren.&#160; ... <a title="Dümmer auf Englisch? » Die Marginalisierung der deutschen Sprache in der Wissenschaft &#124; Werkstattnotiz XXXVI" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/duemmer-auf-englisch-die-marginalisierung-der-deutschen-sprache-in-der-wissenschaft-werkstattnotiz-xxxvi/" aria-label="Mehr Informationen über Dümmer auf Englisch? » Die Marginalisierung der deutschen Sprache in der Wissenschaft &#124; Werkstattnotiz XXXVI">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/duemmer-auf-englisch-die-marginalisierung-der-deutschen-sprache-in-der-wissenschaft-werkstattnotiz-xxxvi/">Dümmer auf Englisch? » Die Marginalisierung der deutschen Sprache in der Wissenschaft | Werkstattnotiz XXXVI</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Wissenschaft ist ein internationales Geschäft und sie kommuniziert auf Englisch. Es wäre naiv, in Abrede stellen zu wollen, daß heute nur noch ein verschwindend geringer Teil aller wissenschaftlichen Publikationen auf Deutsch verfaßt wird und daß man (wenn man sich in den internationalen Diskurs einklinken will) besser daran tut, ebenfalls auch auf Englisch zu publizieren.&nbsp;</strong></p>
<p>Dennoch darf man daran erinnern, daß es Zeiten gab, in denen in vielen wissenschaftlichen Disziplinen die deutsche Sprache selbstverständlich die &quot;lingua franca&quot; war. Und so schrieb etwa <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Iwan_Petrowitsch_Pawlow" rel="noopener noreferrer">Iwan Pawlow</a>,<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/duemmer-auf-englisch-die-marginalisierung-der-deutschen-sprache-in-der-wissenschaft-werkstattnotiz-xxxvi/#footnote_0_135" id="identifier_0_135" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Pawlow arbeitete auch einige Jahre an der Universit&auml;t Leipzig.">1</a> der russische Nobelpreisträger und berühmtester Physiologe seiner Tage, seine Texte auf Deutsch. Daß sich das Rad der Zeit nicht mehr zurückdrehen läßt, steht außer Frage &#8211; inzwischen wird aber die deutsche Sprache selbst in der innerdeutschen akademischen Landschaft immer mehr an den Rand gedrängt. </p>
<h4 class="pullquote_left">Um am internationalen Fachdiskurs teilzunehmen sind englische Publikationen unabdingbar. Aber weshalb ist es auch notwendig, in allen Bereichen von Forschung und Lehre auf die englische Sprache umzustellen? <br /></h4>
<p>Und hier sei Einspruch erlaubt. Denn daß es häufig unabdingbar ist, seine wissenschaftlichen Forschungsergebnisse in international zugänglichen Journals zu plazieren, steht außer Frage.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/duemmer-auf-englisch-die-marginalisierung-der-deutschen-sprache-in-der-wissenschaft-werkstattnotiz-xxxvi/#footnote_1_135" id="identifier_1_135" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Bereits 1990 ergab die Studie von Garfied &amp; Welljams-Dorof, da&szlig; auch deutsche Forscher weitaus h&auml;ufiger zitiert werden, wenn sie englisch publizieren, vgl. Eugene Garfield und Alfred Welljams-Dorof (1990): Language Use in International Research: A Citation Analysis, The ANNALS of the American Academy of Political and Social Science, Vol. 511, No. 1, 10-24.">2</a> Es geht also keineswegs darum, einer wissenschaftlichen Kleinstaaterei das Wort zu reden. Allerdings erscheint es mir doch mehr als fragwürdig, daß bspw. neuerdings wissenschaftliche Konferenzen in Deutschland vermehrt auf Englisch abgehalten werden, obwohl keine oder nur ganz wenige ausländische Gäste anwesend sind. Und was man sich davon verspricht, wenn man an Universitäten nicht nur einzelne Vorlesungen oder Seminare in englischer Sprache anbietet, sondern gleich auch noch die Prüfungen in der Fremdsprache abnimmt, muß man mir bitteschön erklären. </p>
<p>Ganz aktuell hat Lars Fischer vom Fisch-Blog dieses Thema aufgegriffen und dort hat sich auch eine kleine Diskussion entfaltet. Ich erlaube mir hier nochmal den Verweis auf einen eigenen Artikel vom Juli 2007. Ich hatte damals auf einen Text von Stefan Klein in der FAZ verwiesen und folgendermaßen kommentiert:</p>
<blockquote>
<p>Einer Wissenschaft, die sich ihrer Exzellenz nur dadurch vergewissert, daß sie auf Englisch publiziert, kann man nicht oft genug ins Gewissen reden, die Leistungsfähigkeit der Wissenschaftssprache Deutsch nicht zu vergessen. Dabei geht es nicht um einen Boykott des Englischen, sondern darum, darauf zu insistieren, daß wissenschaftliche Ergebnisse &#8211; vor allem, wenn sie in ihren Zusammenhängen und Auswirkungen dargestellt werden sollen &#8211; auch auf Deutsch veröffentlicht werden sollten. [<em><a target="_blank" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/07/18/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-04/" rel="noopener noreferrer">Marc Scheloske, Wissenswerkstatt, 18.7.2007</a></em>] </p>
</blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Lars Fischer stellt kritisch fest:</p>
<blockquote>
<p>In Deutschland jedoch nimmt die Anglifizierung der Wissenschaft inzwischen absurde Ausmaße an: Da heißen Fachbereiche plötzlich „Departments“, Lehrveranstaltungen von deutschen Muttersprachlern für deutsche Muttersprachler werden auf Englisch abgehalten, Diplom- und Examensarbeiten an deutschen Instituten auf Englisch verfasst. </p>
<p>[&#8230;] Denn es ist keineswegs egal, ob an deutschen Universitäten nun auf Deutsch oder Englisch geforscht und gelehrt wird.</p>
<p>Naturwissenschaft kann nur durch Austausch und Kommunikation mit der Gesellschaft bestehen. Ihre Relevanz erhalten wissenschaftliche Ideen nicht dadurch, dass sie zur Konstruktion neuer, toller Technologien führen, sondern dass sie von der Allgemeinheit aufgenommen werden und in den gesellschaftlichen Grundkonsens eingehen. [<em><a target="_blank" href="http://fisch-blog.blog.de/2007/11/15/rettet_deutsch_als_wissenschaftssprache_~3302564" rel="noopener noreferrer">Lars Fischer, Fisch-Blog, 15.11.2007</a></em>]</p>
</blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Um keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen: ich bin keineswegs für eine Abschottung gegenüber der internationalen &quot;scientific community&quot; und daß bereits im Studium die Rezeption der englischen Fachliteratur unerläßlich ist, ist ebenso unbestritten. Daß aber der wissenschaftliche Diskurs v.a. in den Geistes- und Sozialwissenschaften auch<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/duemmer-auf-englisch-die-marginalisierung-der-deutschen-sprache-in-der-wissenschaft-werkstattnotiz-xxxvi/#footnote_2_135" id="identifier_2_135" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Und &quot;auch&quot; meint nicht ausschlie&szlig;lich, sondern eben eine Parallelit&auml;t von Deutsch und Englisch.">3</a> weiterhin auf Deutsch geführt werden sollte, halte ich für mehr als wünschenswert. Und insofern schließe ich mich dem Standpunkt Julian Nida-Rümelins ohne Einschränkungen an:</p>
<blockquote>
<p>Die größere Buchpublikation &#8211; für die geisteswissenschaftliche Forschung nach wie vor zentral [&#8230;] &#8211; wird entwertet. Publikationen in der Muttersprache oder in einer anderen Sprache als Englisch zählen nicht mehr. Die stilistische Sorgfalt &#8211; charakteristisch für geisteswissenschaftliche Publikationen &#8211; schwindet, die &quot;Schrumpfform&quot; des Amerikanischen, wie sie in internationalen englischsprachigen Zeitschriften dominiert, nivelliert die geisteswissenschaftliche Terminologie, klassische Quellen und fremdsprachige Texte werden lediglich in ihren englischen Übersetzungen rezipiert etc. Letztlich mündet diese Entwicklung in eine Art Selbstkolonialisierung der reichhaltigen und vielfältigen geisteswissenschaftlichen Landschaften in Europa. [<em><a target="_blank" href="http://www.bundestag.de/dasparlament/2006/48/Beilage/001.html" rel="noopener noreferrer">Nida-Rümelin, Julian (2006): Hochschulpolitik und die Zukunft der Geisteswissenschaften</a>]</em></p>
</blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p></p>
<hr width="100%" size="1" />
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Weitere Literatur- und Linktipps zu dieser Frage, finden sich hier:</em></strong></p>
<ul>
<li>Klein, Stefan (2007): <a target="_blank" href="http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E736EA9319321421BB463DE1F83821F92~ATpl~Ecommon~Scontent.html" rel="noopener noreferrer">Dümmer auf Englisch</a>, FAZ, 6.7.2007</li>
<li>Nida-Rümelin, Julian (2006): <a target="_blank" href="http://www.bundestag.de/dasparlament/2006/48/Beilage/001.html" rel="noopener noreferrer">Hochschulpolitik und die Zukunft der Geisteswissenschaften</a>, in: Aus Politik und Zeitgschicht, Nr. 48 / 27.11.2006. </li>
<li>Ammon, Ulrich (2004): <a target="_blank" href="http://cms.ifa.de/index.php?id=ammon&amp;L=" rel="noopener noreferrer">Hochschule und Sprachpolitik</a>. Lingua franca des<br />
Gedankenaustauschs, in: Zeitschrift für KulturAustausch 1/2004</li>
<li>Pörksen, Uwe (2005): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3892449783?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3892449783">Die Wissenschaft spricht Englisch</a>? Versuch einer Standortbestimmung. Wallstein.</li>
<li>Ammon, Ulrich (1998): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3110161486?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3110161486">Ist Deutsch noch internationale Wissenschaftssprache</a>? Gruyter.&nbsp; </li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_135" class="footnote">Pawlow arbeitete auch einige Jahre an der Universität Leipzig.</li><li id="footnote_1_135" class="footnote">Bereits 1990 ergab die Studie von Garfied &amp; Welljams-Dorof, daß auch deutsche Forscher weitaus häufiger zitiert werden, wenn sie englisch publizieren, vgl. Eugene Garfield und Alfred Welljams-Dorof (1990): Language Use in International Research: A Citation Analysis, The ANNALS of the American Academy of Political and Social Science, Vol. 511, No. 1, 10-24.</li><li id="footnote_2_135" class="footnote">Und &quot;auch&quot; meint nicht ausschließlich, sondern eben eine Parallelität von Deutsch <em><strong>und</strong></em> Englisch.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/duemmer-auf-englisch-die-marginalisierung-der-deutschen-sprache-in-der-wissenschaft-werkstattnotiz-xxxvi/">Dümmer auf Englisch? » Die Marginalisierung der deutschen Sprache in der Wissenschaft | Werkstattnotiz XXXVI</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Publikumsbeschimpfung oder: Zumutungen des Hochschullehrerdaseins &#124; Werkstattnotiz IXL</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/publikumsbeschimpfung-oder-zumutungen-des-hochschullehrerdaseins-werkstattnotiz-ixl/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Nov 2007 18:46:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschulpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Universität]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/23/publikumsbeschimpfung-oder-zumutungen-des-hochschullehrerdaseins-werkstattnotiz-ixl/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Manchmal denke ich, daß ich mich vor vielen Jahren vielleicht doch besser für ein Lehramtsstudium entschieden hätte; viel hätte nicht gefehlt und ich würde heute vermutlich brav meinen Dienst als Gymnasiallehrer für Deutsch und Sozialkunde tun. Aber so muß ich mich wenigstens nicht mit pubertierenden Schülern rumschlagen, deren Interesse am Unterrichtsstoff sich ohnehin ausschließlich darauf ... <a title="Publikumsbeschimpfung oder: Zumutungen des Hochschullehrerdaseins &#124; Werkstattnotiz IXL" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/publikumsbeschimpfung-oder-zumutungen-des-hochschullehrerdaseins-werkstattnotiz-ixl/" aria-label="Mehr Informationen über Publikumsbeschimpfung oder: Zumutungen des Hochschullehrerdaseins &#124; Werkstattnotiz IXL">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/publikumsbeschimpfung-oder-zumutungen-des-hochschullehrerdaseins-werkstattnotiz-ixl/">Publikumsbeschimpfung oder: Zumutungen des Hochschullehrerdaseins | Werkstattnotiz IXL</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Manchmal denke ich, daß ich mich vor vielen Jahren vielleicht doch besser für ein Lehramtsstudium entschieden hätte; viel hätte nicht gefehlt und ich würde heute vermutlich brav meinen Dienst als Gymnasiallehrer für Deutsch und Sozialkunde tun. Aber so muß ich mich wenigstens nicht mit pubertierenden Schülern rumschlagen, deren Interesse am Unterrichtsstoff sich ohnehin ausschließlich darauf bezieht, wie dieser sich mit minimalem Aufwand und maximalem Ertrag (i.S. optimaler Notenausbeute) kurzfristig auswendig lernen läßt.</strong>&nbsp; </p>
<p>Wie schön hat es demgegenüber doch ein Hochschullehrer, denke ich manchmal, dem engagierte, umfassend gebildete junge Menschen aufmerksam zuhören. Und im nächsten Moment wird mir klar, daß dies ebenso ein Trugschluß ist: denn auch und gerade die Seminarräume hiesiger Hochschulen werden von einem Klientel bevölkert, dem das Prestige und die Karrierechancen, die mit einem akademischen Zeugnis verknüpft sind, viel bedeuten, das damit möglicherweise einhergehende Wissen allerdings wenig.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/publikumsbeschimpfung-oder-zumutungen-des-hochschullehrerdaseins-werkstattnotiz-ixl/#footnote_0_142" id="identifier_0_142" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ausnahmen &ndash; und es gibt gl&uuml;cklicherweise nicht wenige &ndash; best&auml;tigen die Regel.">1</a></p>
<p><strong>Humboldt Adieu &#8211; Die Tragik einer Universität, die sich als Dienstleister versteht</strong></p>
<h4 class="pullquote_left">Wieviel Prozent der Studenten haben ihr Studienfach wohl aus Interesse und Neugier, wieviele aber strategisch und mit Kalkül auf Karrierechancen gewählt? </h4>
<p>Nun könnte ich meinerseits zu einem großen Rundumschlag ausholen, zu einer allgemeinen Kritik der&nbsp; immer stärker an Effizienzgesichtspunkten orientierten Bildungs- und Hochschulpolitik, die die Aneignung von Wissen leider fast nur noch für legitim hält, wenn damit unmittelbar bestimmte Zwecke verknüpft sind. Daß auf diese Weise freilich Bildung mit Ausbildung verwechselt wird, merken die meisten Hochschulpolitiker schon gar nicht mehr.&nbsp;</p>
<p>Es gibt aber glücklicherweise noch Hochschullehrer, die Kritik üben, sowohl an der ökonomischen Zurichtung der Universitäten, als auch am vorauseilenden Gehorsam der Studenten, die mit minimalen Investitionen maximal schnelle (Qualifizierungs-)Erträge einfordern. </p>
<p><strong>Anatomievorlesung an der Uni Frankfurt: Desinteresse und Ahnungslosigkeit</strong></p>
<p>Einer dieser unbequemen Geister ist Helmut Wicht, der als Privatdozent im Fachbereich Medizin der Johann Wolfgang Goethe-Universität lehrt. Und Helmut Wicht &#8211; Biologe, Anatom, Blogger &#8211; scheint mir ein wahrer Thomas Bernhard des Hörsaals zu sein. Seinen vorhin bei &quot;Brainlogs&quot; <a href="http://www.brainlogs.de/blogs/blog/anatomisches-allerlei/2007-11-23/ein-akademischer-witz-samt-schimpf-und-schande" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eingestellten Artikel </a>habe ich mit großem Genuß gelesen.&nbsp; </p>
<h4 class="pullquote"> Sobald die Klausur bewältigt und der Schein abgeholt ist, ist das Interesse am jeweiligen Fachgebiet auch erloschen. <br /></h4>
<p>Wicht schildert eine Anatomievorlesung, in deren Verlauf ihm immer deutlicher wurde, mit welcher Motivation die Studenten dort die Zeit totschlagen. Tatsächliches Interesse am Fach &quot;Medizin&quot;? Fehlanzeige! Bereitschaft gar über die Grenzen des eigenen Fachgebiets hinauszublicken? Illusorisch!&nbsp;</p>
<p>Die Witze, die Wicht macht, werden entweder ignoriert oder vermutlich nicht verstanden. Gut, vielleicht schadet es nicht, den Pschyrembel mitzuführen, denn Wicht spart nicht mit medizinischer Fachterminologie,<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/publikumsbeschimpfung-oder-zumutungen-des-hochschullehrerdaseins-werkstattnotiz-ixl/#footnote_1_142" id="identifier_1_142" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Allerdings m&uuml;&szlig;te es nach meinem Daf&uuml;rhalten &quot;Obstipation&quot; hei&szlig;en, hier hat Wicht wohl ein &quot;r&quot; zuviel spendiert &ndash; gemeint ist damit die Darmtr&auml;gheit bzw. chronische Verstopfung.">2</a> aber wenn schon ich seine Anspielungen verstehe&#8230; ;-) </p>
<p>Wer allen Ernstes einen medizinischen Hörsaal betritt, sollte &#8211; so jedenfalls meine Meinung &#8211; wenigstens ungefähr wissen, was man unter &quot;Peristaltik&quot; versteht. Aber Wichts Anspielungen verhallen unverstanden im Raum.</p>
<blockquote>
<p>Kein Schwein lacht. Weil sie ungebildet sind, nicht wissen, dass es eine Philosophenschule gab (die des Aristoteles), die man &quot;Peripathetiker&quot; nannte, worauf die &quot;Peristaltiker&quot; onomatopoetisch anspielen. Gar nicht zu reden davon, dass keiner weiss, dass &quot;Onomatopoiesis&quot; &quot;Lautmalerei&quot; heisst, und erst recht nicht davon zu reden, dass keiner von diesen pragmatischen Deppen noch irgendeinen Sinn für die klangliche Schönheit eines solchen Wortes hat. Sagen Sie das doch mal halblaut vor sich hin: &quot;Onomatopoiesis&quot; &#8230; das ist kein Wort, das ist Musik.</p>
<p>Statt dessen fragt man mich: &quot;Müssen wir das bei der Prüfung in drei Wochen wissen?&quot;</p>
</blockquote>
<p>Das bloße Schielen auf den Studienerfolg und die fehlende Bereitschaft, sich möglicherweise eine Spur intensiver mit den Inhalten zu beschäftigen als unbedingt notwendig, das &#8211; und ich glaube es Helmut Wicht gern &#8211; kennzeichnet die allermeisten Studenten. Daß man als Professor angesichts solcher &quot;Kunden&quot; frustriert ist, kann ich ebenfalls verstehen. Und insofern kann ich Wichts Schimpftirade wirklich nachvollziehen:</p>
<blockquote>
<p>Ein Schein, ein Prüfungserfolg, ein akademischer Titel, ein dickes Bankkonto, ein Haufen Scheisse. WAS man da aber verdaut &#8211; völlig egal. Wissen ist Mittel zum Zweck. </p>
<p>Endlos könnte ich weiterschimpfen, über die Unsitte der &quot;Kurzlehrbücher&quot; (je dünner je besser, Wissen auf die &quot;Essentials mit Nutzanwendung&quot; reduziert), den Verlust jeden spielerischen Umgangs mit Gewusstem, die stupide Fixierung auf den &quot;klinischen Bezug&quot; (wir sind hier in der Medizin), die Ausmerzung jedes historischen oder gar kritischen Kontextes, die Verwechslung von Bildung mit Ausbildung&#8230;</p>
</blockquote>
<p>Wichts lesenswerter Beitrag erinnert mich daran, daß ich noch einige Anmerkungen zur aktuellen Verfassung der deutschen Hochschullandschaft schreiben wollte. Diese folgen in wenigen Tagen&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><em>Leseempfehlung:</em></p>
<ul>
<li>Wicht, Helmut: <a href="http://www.brainlogs.de/blogs/blog/anatomisches-allerlei/2007-11-23/ein-akademischer-witz-samt-schimpf-und-schande" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ein akademischer Witz samt Schimpf und Schande</a>, brainlogs, 23.11.2007</li>
</ul>
<p>&nbsp; </p>
<p>&nbsp;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_142" class="footnote">Ausnahmen &#8211; und es gibt glücklicherweise nicht wenige &#8211; bestätigen die Regel.</li><li id="footnote_1_142" class="footnote">Allerdings müßte es nach meinem Dafürhalten &quot;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Obstipation" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Obstipation</a>&quot; heißen, hier hat Wicht wohl ein &quot;r&quot; zuviel spendiert &#8211; gemeint ist damit die Darmträgheit bzw. chronische Verstopfung.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/publikumsbeschimpfung-oder-zumutungen-des-hochschullehrerdaseins-werkstattnotiz-ixl/">Publikumsbeschimpfung oder: Zumutungen des Hochschullehrerdaseins | Werkstattnotiz IXL</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Eine Wissenschaft für sich » Wie man Blogs wissenschaftlich korrekt zitiert &#124; Werkstattnotiz XLII</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2007/12/eine-wissenschaft-fuer-sich-wie-man-blogs-wissenschaftlich-korrekt-zitiert-werkstattnotiz-xlii/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Dec 2007 07:30:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Akademisches]]></category>
		<category><![CDATA[Universität]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft 2.0]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Wissenschaft ist eine hohe Kunst. Jede Disziplin hat ihre eigene Terminologie, ihre eigenen Regularien und Distinktionscodes entwickelt, in die man als Student des jeweiligen Fachs sukzessive eingeweiht wird. Freilich gibt es auch übergreifende Standards: so lernt jeder Erstsemester, daß er zu Vorlesungen bei denen hinter der Uhrzeit ein &#34;c.t.&#34; steht, erst 15 Minuten später ... <a title="Eine Wissenschaft für sich » Wie man Blogs wissenschaftlich korrekt zitiert &#124; Werkstattnotiz XLII" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/12/eine-wissenschaft-fuer-sich-wie-man-blogs-wissenschaftlich-korrekt-zitiert-werkstattnotiz-xlii/" aria-label="Mehr Informationen über Eine Wissenschaft für sich » Wie man Blogs wissenschaftlich korrekt zitiert &#124; Werkstattnotiz XLII">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/12/eine-wissenschaft-fuer-sich-wie-man-blogs-wissenschaftlich-korrekt-zitiert-werkstattnotiz-xlii/">Eine Wissenschaft für sich » Wie man Blogs wissenschaftlich korrekt zitiert | Werkstattnotiz XLII</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Wissenschaft ist eine hohe Kunst. Jede Disziplin hat ihre eigene Terminologie, ihre eigenen Regularien und Distinktionscodes entwickelt, in die man als Student des jeweiligen Fachs sukzessive eingeweiht wird. Freilich gibt es auch übergreifende Standards: so lernt jeder Erstsemester, daß er zu Vorlesungen bei denen hinter der Uhrzeit ein &quot;c.t.&quot; steht, erst 15 Minuten später erscheinen muß. Und spätestens bei der ersten Seminararbeit wird den künftigen Akademikern klargemacht, daß in der Wissenschaft vieles erlaubt, aber korrektes wissenschaftliches Zitieren unabdingbar ist&#8230;</strong><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/12/eine-wissenschaft-fuer-sich-wie-man-blogs-wissenschaftlich-korrekt-zitiert-werkstattnotiz-xlii/#footnote_0_148" id="identifier_0_148" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Und Ausnahmen best&auml;tigen bekanntlich die Regel. ;-) ">1</a></p>
<p>Ich habe schon an verschiedenen Stellen einige Anmerkungen zur Problematik wissenschaftlichen Zitierens gemacht. Denn welche Quellen, auf welche Weise zitiert werden, ist keineswegs beliebig. Daß aber &#8211; das lehren die vielen einschlägigen <a target="_blank" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/04/26/spurensuche-ueber-die-verlockungen-des-internets-und-die-unvermeidlichkeit-von-plagiaten/" rel="noopener noreferrer">Plagiatsfälle</a> &#8211; in jedem Fall die Ursprungsquelle anzugeben ist, ist ein Gebot der wissenschaftlichen Redlichkeit. </p>
<p><strong>Sind Wikipedia und Blogs überhaupt legitime wissenschaftliche Quellen?</strong></p>
<p>Ein anderer Streitfall betrifft die Frage, welche Quellen überhaupt zitationswürdig sind. Bei Fachbüchern und Zeitschriftenartikeln braucht man hier nicht zu diskutieren, aber die seit Jahren geführte Debatte, ob etwa Wikipedia-Artikel überhaupt im wissenschaftlichen Kontext herangezogen werden dürfen, illustriert, daß man hier sehr schnell vermintes Gelände betritt. Zur Wikipedia-Zitations-Kontroverse werde ich mich demnächst detaillierter äußern. Wie verhält es sich aber mit Blogs? Eine einfache Frage und eine ebenso einfache Antwort: es kommt darauf an. ;-) </p>
<h4 class="pullquote"> Wenn es Alternativen zu Zitaten aus Blogs bzw. Wikis gibt, so sind diese (Print-)Quellen immer vorzuziehen. <br /></h4>
<p>Nach meinem Verständnis sollte nämlich klar sein, daß selbst eine Seminararbeit, die ihre Informationen lediglich aus Blogs bezieht, den erforderlichen Standards nicht genügt. Grundsätzlich gilt: wenn zu einer bestimmten Frage gedruckte und &quot;<em>seriöse</em>&quot; Publikationen vorliegen, so sind diese den Onlinetexten immer vorzuziehen. Wenn aber bspw. aktuelle Themen berührt sind, zu denen es noch keine oder nur unzureichende (Fach-)Publikationen gibt, dann ist sowohl die Wikipedia, als auch die Blogosphäre ein legitimer Referenzpunkt. Und wenn in einer Arbeit Blogs oder Wikis der Untersuchungsgegenstand sind, es also eine Arbeit <em>über</em> Blogs oder das Web 2.0 ist, dann sind Verweise und Zitate ohnehin statthaft und notwendig. </p>
<p>Dabei gilt es aber immer zu beachten, daß man die Glaubwürdigkeit der (Blog-)autoren kritisch überprüft. Wenn man auf dem Blog seines Professors einen aktuellen Text findet, dann hat dieser mehr Gewicht, als ein Blogpost eines Autors, der nur unter einem Pseudonym in Erscheinung tritt. </p>
<p><strong>Wie man richtig aus Blogs zitiert</strong></p>
<p>In allen Fällen ist aber eine korrekte und einheitliche Zitationsweise notwendig. Daß man auch diese Regeln für das Zitieren von Blogs sehr akribisch und detailverliebt aufschlüsseln kann, zeigt <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/bv.fcgi?rid=citmed.section.61024" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dieses Kapitel </a>des Buchs &quot;Citing Medicine. The NLM Style Guide for Authors, Editors, and Publishers&quot; von Karen Patrias. Hier werden 30 und mehr verschiedene Varianten aufgelistet und erörtert, was im Ergebnis für mehr Unklarheit und weniger Übersicht sorgt. (Hier die Systematk der<a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/bv.fcgi?rid=citmed.section.61231" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Zitierbeispiele</a>.) Dennoch lohnt ein kurzer Blick auf die betreffenden Webseiten.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/12/eine-wissenschaft-fuer-sich-wie-man-blogs-wissenschaftlich-korrekt-zitiert-werkstattnotiz-xlii/#footnote_1_148" id="identifier_1_148" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Quelle: Patrias, Karen. Citing medicine: the NLM style guide for authors, editors, and publishers [Internet]. 2nd ed. Wendling, Daniel L., technical editor. Bethesda (MD): National Library of Medicine (US); 2007 [2007, 12-03]. Available from: http://www.nlm.nih.gov/citingmedicine.">2</a></p>
<p>Abgesehen von dieser etwas übereifrigen Darstellung und den irrsinnig vielen Beispielen, weist die Autorin durchaus auf die relevanten Aspekte hin:<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/12/eine-wissenschaft-fuer-sich-wie-man-blogs-wissenschaftlich-korrekt-zitiert-werkstattnotiz-xlii/#footnote_2_148" id="identifier_2_148" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Abbildung ebenfalls der Website http://www.nlm.nih.gov/citingmedicine entnommen.">3</a> </p>
<p><img decoding="async" width="536" height="210" align="middle" style="margin: 8px;" alt="Wissenschaftliches Zitieren1.gif" src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2007/12/Wissenschaftliches%20Zitieren1.gif" /></p>
<p>Zu überlegen ist auch tatsächlich, ob man den Publikationsort (also den im Impressum angegeben Aufenthaltsort des Autors) ebenfalls mit angeben soll.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/12/eine-wissenschaft-fuer-sich-wie-man-blogs-wissenschaftlich-korrekt-zitiert-werkstattnotiz-xlii/#footnote_3_148" id="identifier_3_148" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Darauf verzichte ich pers&ouml;nlich bislang.">4</a> Hier in der Wissenswerkstatt habe ich ja in der linken Seitenleiste jeweils hausinterne Zitationshinweise angegeben. Wer auf die Textzeile <em>[Diesen Artikel zitieren?] </em>klickt, bekommt eine Variante angezeigt, die ich für empfehlenswert und auch auf andere Blogs übertragbar halte.</p>
<p>Was sollte also ein korrektes Blogzitat beinhalten? </p>
<ol>
<li>Den Namen des Autors,</li>
<li>ggf. die Jahreszahl in Klammern,</li>
<li>den Titel des zitierten Blogartikels, </li>
<li>Name des Weblogs (ergänzt durch den Hinweis in eckigen Klammern, daß es sich um ein Weblog handelt),</li>
<li>das Datum der Veröffentlichung / Einstelldatum,</li>
<li>den Permalink,</li>
<li>das Abrufdatum.</li>
</ol>
<p>Für diesen Artikel sähe das dann folgendermaßen aus:</p>
<ul>
<li><em>Scheloske, Marc (2007): Eine Wissenschaft für sich » Wie man Blogs wissenschaftlich korrekt zitiert | Werkstattnotiz XLII. </em><span class="citation_txt">In: Wissenswerkstatt [Weblog], 4 Dez. 2007.<br />
Online-Publikation: https://www.wissenswerkstatt.net/2007/12/04/ eine-wissenschaft-fuer-sich-wie-man-blogs-wissenschaftlich-korrekt-zitiert-werkstattnotiz-xlii/.<br />
Abrufdatum: ??.??.????</span><span class="citation_txt"></span></li>
</ul>
<p>Wenn man sich an dieser Form orientiert, sollte man auf der sicheren Seite sein. </p>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><em>Links:</em></p>
<ul>
<li>Patrias, Karen (2007): Citing medicine: the NLM style guide for authors, editors, and publishers [Internet]. 2nd ed. Wendling, Daniel L., technical editor. Bethesda (MD): National Library of Medicine (US); 2007 [2007, 12-03]. Available from: <a href="http://www.nlm.nih.gov/citingmedicine" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.nlm.nih.gov/citingmedicine</a>&nbsp;</li>
</ul>
<ul>
<li>Wissenswerkstatt (2007): <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/21/zweierlei-mass-welche-regeln-gelten-fuer-zitate-in-wissenschaftlichen-blogs-werkstattnotiz-xxxvii/">Zweierlei Maß » Welche Regeln gelten für Zitate in wissenschaftlichen Blogs?</a> | Werkstattnotiz XXXVII, 21. November 2007.</li>
</ul>
<p><em>Weiterführende Literaturempfehlungen zum wissenschaftlichen Arbeiten:</em></p>
<ul>
<li>Rossig, Wolfram E. / Prätsch, Joachim (2006): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3981001222?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3981001222">Wissenschaftliche Arbeiten</a>. Rossig. 6. Aufl.</li>
<li>Franck, Norbert / Stary, Joachim (2005): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3825207242?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3825207242">Die Technik wissenschaftlichen Arbeitens. Eine praktische Anleitung</a>. Schöningh. 12. Aufl.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_148" class="footnote">Und Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel. ;-) </li><li id="footnote_1_148" class="footnote">Quelle: Patrias, Karen. Citing medicine: the NLM style guide for authors, editors, and publishers [Internet]. 2nd ed. Wendling, Daniel L., technical editor. Bethesda (MD): National Library of Medicine (US); 2007 [2007, 12-03]. Available from: http://www.nlm.nih.gov/citingmedicine.</li><li id="footnote_2_148" class="footnote">Abbildung ebenfalls der Website http://www.nlm.nih.gov/citingmedicine entnommen.</li><li id="footnote_3_148" class="footnote">Darauf verzichte ich persönlich bislang.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/12/eine-wissenschaft-fuer-sich-wie-man-blogs-wissenschaftlich-korrekt-zitiert-werkstattnotiz-xlii/">Eine Wissenschaft für sich » Wie man Blogs wissenschaftlich korrekt zitiert | Werkstattnotiz XLII</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Ende der Spaltung » Soll man die Max-Planck-Institute in die Universitäten integrieren? &#124; Werkstattnotiz LVII</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/ende-der-spaltung-soll-man-die-max-planck-institute-in-die-universitaeten-integrieren-werkstattnotiz-lvii/</link>
					<comments>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/ende-der-spaltung-soll-man-die-max-planck-institute-in-die-universitaeten-integrieren-werkstattnotiz-lvii/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Jan 2008 11:14:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschulpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Universität]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/10/ende-der-spaltung-soll-man-die-max-planck-institute-in-die-universitaeten-integrieren-werkstattnotiz-lvii/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Zur Struktur der deutschen Forschungs- und Hochschullandschaft, zur Konkurrenzfähigkeit der hierzulande betriebenen Wissenschaft ist in den letzten Jahren viel gesagt worden. Im Zuge der Exzellenzinitiative wurden &#34;Eliteuniversitäten&#34; gekürt, die mit zusätzlichen Forschungsmillionen rechnen dürfen und &#8211; das ist den Hochschulpolitikern wichtig &#8211; zukünftig mit den besten Universitäten der Welt konkurrieren sollen. Nun melden sich einige ... <a title="Ende der Spaltung » Soll man die Max-Planck-Institute in die Universitäten integrieren? &#124; Werkstattnotiz LVII" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/ende-der-spaltung-soll-man-die-max-planck-institute-in-die-universitaeten-integrieren-werkstattnotiz-lvii/" aria-label="Mehr Informationen über Ende der Spaltung » Soll man die Max-Planck-Institute in die Universitäten integrieren? &#124; Werkstattnotiz LVII">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/ende-der-spaltung-soll-man-die-max-planck-institute-in-die-universitaeten-integrieren-werkstattnotiz-lvii/">Ende der Spaltung » Soll man die Max-Planck-Institute in die Universitäten integrieren? | Werkstattnotiz LVII</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zur Struktur der deutschen Forschungs- und Hochschullandschaft, zur Konkurrenzfähigkeit der hierzulande betriebenen Wissenschaft ist in den letzten Jahren viel gesagt worden. Im Zuge der Exzellenzinitiative wurden &quot;Eliteuniversitäten&quot; gekürt, die mit zusätzlichen Forschungsmillionen rechnen dürfen und &#8211; das ist den Hochschulpolitikern wichtig &#8211; zukünftig mit den besten Universitäten der Welt konkurrieren sollen.</strong></p>
<p>Nun melden sich einige erfahrene Wissenschaftler zu Wort und weisen auf ein grundlegendes Strukturproblem hin: nämlich die Aufspaltung der Grundlagenforschung zwischen Universitäten und den Max-Planck-Instituten. In einem <a href="http://www.faz.net/s/Rub7F4BEE0E0C39429A8565089709B70C44/Doc~EC75825A7C04146FA90B4EDD41598FA18~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_wissen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">lesenswerten Artikel</a> in der FAZ skizzieren die Forscher einen Ausweg aus dem Dilemma.</p>
<h4 class="pullquote_left"> In den internationalen Wissenschafts-Rankings findet man deutsche Universitäten selten auf vorderen Plätzen <br /></h4>
<p>Wenn wieder mal internationale Rankings veröffentlicht werden<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/ende-der-spaltung-soll-man-die-max-planck-institute-in-die-universitaeten-integrieren-werkstattnotiz-lvii/#footnote_0_170" id="identifier_0_170" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="&Uuml;ber deren Sinn und Aussagekraft man im Einzelfall streiten darf.">1</a>, dann finden sich auf den Top-Positionen mit schöner Zuverlässigkeit die üblichen Verdächtigen: Harvard, Stanford, Cambridge, Oxford und Co. machen die vorderen Ränge unter sich aus. Irgendwo dahinter plaziert sich meist die schweizerische ETH Zürich, der ganze Stolz der Eidgenossen. Und mit einigem Sicherheitsabstand folgen dann die deutschen Universitäten: München, Heidelberg, Karlsruhe, Aachen&#8230; </p>
<p>Die deutsche Forschung spielt &#8211; das ist die Schlußfolgerung aus solchen Listen &#8211; nur in der zweiten Liga. Was oft vergessen wird: in diesen Rankings werden oftmals Äpfel mit Birnen verglichen und die deutschen Max-Planck-Institute bleiben bspw. sowieso außen vor. </p>
<p>Im FAZ-Artikel konstatieren die Forscher rund um den Nobelpreisträger <a  target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCnter_Blobel" rel="noopener noreferrer">Günter Blobel</a>:<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/ende-der-spaltung-soll-man-die-max-planck-institute-in-die-universitaeten-integrieren-werkstattnotiz-lvii/#footnote_1_170" id="identifier_1_170" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Folgende Autoren sind Unterzeichner des Artikels: G&uuml;nter Blobel (Biomedizin, Rockefeller University, New York), August B&ouml;ck (Biologie, Ludwig-Maximilians-Universit&auml;t M&uuml;nchen), Ernst Helmreich (Biochemie, Universit&auml;t W&uuml;rzburg), Franz Mayinger (Maschinenbau, Technische Universit&auml;t M&uuml;nchen), Walter Neupert (Chemie, Ludwig-Maximilians-Universit&auml;t M&uuml;nchen), Manfred Sumper (Biochemie, Universit&auml;t Regensburg), Widmar Tanner (Biologie, Universit&auml;t Regensburg), Peter Walter (Biochemie, University of California, San Francisco) und Meinhart Zenk (Biologie, Danforth Plant Science Center, St. Louis) ">2</a></p>
<blockquote><p>Die ernsthaften Bemühungen unserer Politiker für die Exzellenzinitiative sind zu begrüßen, wenngleich diese angesichts des vorgesehenen Finanzvolumens und der Kurzzeiterwartungen bestenfalls als rührend zu bezeichnen sind. Es wundert einen aber sehr, dass wirkliche Analysen der strukturellen Unterschiede zwischen der deutschen und der angelsächsischen Wissenschaftslandschaft so gut wie nicht angestellt werden. </p>
<p>Warum etwa erwähnt niemand in Anbetracht solch betrüblicher Ranking-Resultate, dass wir über 78 Max-Planck-Institute verfügen, in denen wir einen Großteil unserer Forschungselite fein säuberlich von den Universitäten absondern?</p></blockquote>
<p>Sie weisen darauf hin, daß ursprünglich die Max-Planck-Institute gemäß dem Harnack-Prinzip<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/ende-der-spaltung-soll-man-die-max-planck-institute-in-die-universitaeten-integrieren-werkstattnotiz-lvii/#footnote_2_170" id="identifier_2_170" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Das Harnack-Prinzip geht auf den ersten Pr&auml;sidenten der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft den Theologen Adolf von Harnack zur&uuml;ck. Dieser etablierte die Institute, die um Spitzenforscher gruppiert wurden, die dann weitestgehende Autonomie besa&szlig;en.">3</a> etabliert wurden: rund um eine herausragende Wissenschaftlerpersönlichkeit<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/ende-der-spaltung-soll-man-die-max-planck-institute-in-die-universitaeten-integrieren-werkstattnotiz-lvii/#footnote_3_170" id="identifier_3_170" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Als Beispiel kann das fr&uuml;here Starnberger-Institut angesehen werden, das um die Doppelspitze Carl Friedrich von Weizs&auml;cker und J&uuml;rgen Habermas aufgebaut wurde.">4</a> wurde ein exzellent ausgestattetes Institut gruppiert. Diese Institute haben sich (wie es Institutionen gerne an sich haben) aber oftmals verselbstständigt. Das Problem: der Austausch zwischen den viel zu oft kaputt gesparten Universitätsinstituten und den einigermaßen attraktiv situierten MPIs findet kaum statt. Die Unis sind die Schmuddelkinder, sollen aber die erste Ausbildung des Nachwuchses gewährleisten. Wer weiter an der Universität bleibt, ist aber in vielen Disziplinen benachteiligt:</p>
<blockquote><p>Eine harte, aber ungleiche Konkurrenz ist längst Alltag: Der Universitätsnachwuchs ist dabei, was die Forschungsmöglichkeiten betrifft, extrem benachteiligt. [&#8230;] Studenten, die an Max-Planck-Instituten promovieren, treffen auf beste Arbeitsbedingungen und hochqualifizierte Forscher. Es ist unstreitig, dass die besten Studenten ausgezeichnete Bedingungen und bestmögliche Unterstützung erhalten sollen.</p></blockquote>
<p>Die Forscher kritisieren, daß der mangelnde Kontakt zwischen den beiden Sphären dazu führt, daß nicht immer die besten Absolventen an den MPIs landen. Denn wenn während des Studiums kein Kontakt zu den Unis besteht, so ist es später zu oft der Faktor Zufall, der über weitere Karrierewege bestimmt. Die MPIs hätten die Bedingungen, um exzellenten Nachwuchsforscher herausragende Möglichkeiten zu geben, aber diese lernen sie eben &#8211; weil der Kontakt fehlt &#8211; zu selten kennen. </p>
<h4 class="pullquote"> Die Max-Planck-Institute sind hervorragend ausgestattet. Wieso integriert man sie nicht als eigene Institute in die Unis?<br /></h4>
<p>Deshalb erheben die Wissenschaftler die Forderung, die Max-Planck-Institute viel enger an die Universitäten anzubinden, sie mit eigenem Promotionsrecht auszustatten und sie quasi als eigene Eliteinstitute in die Unis zu integrieren:&nbsp;</p>
<blockquote><p>Zum anderen sollten erfolgreiche MPI, deren Forschungsaktivitäten parallel zu jenen an Universitäten laufen oder laufen könnten, in unser Universitätssystem eingebunden werden.</p></blockquote>
<p>Im Ergebnis &#8211; so die Hoffnung &#8211; könnten beide Bereiche voneinander profitieren, zumindest was Räumlichkeiten, Sachmittel und Know-How betrifft&#8230; Ob ein solches Rezept bei den Verantwortlichen auf offene Ohren stoßen wird? Ich bin skeptisch&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><em>Link:</em></p>
<ul>
<li>FAZ:<a target="_blank" href="http://www.faz.net/s/Rub7F4BEE0E0C39429A8565089709B70C44/Doc~EC75825A7C04146FA90B4EDD41598FA18~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_wissen" rel="noopener noreferrer"> Das ungelöste Max-Planck-Problem</a>, 9.1.2008 </li>
</ul>
<p><em>Literatur:</em></p>
<ul>
<li>Teichler, Ulrich (2006): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3593379767?ie=UTF8&amp;tag=wwwleichtathl-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3593379767">Hochschulstrukturen im Umbruch. Eine Bilanz der Reformdynamik seit vier Jahrzehnten</a>, Campus Verlag</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_170" class="footnote">Über deren Sinn und Aussagekraft man im Einzelfall streiten darf.</li><li id="footnote_1_170" class="footnote">Folgende Autoren sind Unterzeichner des Artikels: Günter Blobel (Biomedizin, Rockefeller University, New York), August Böck (Biologie, Ludwig-Maximilians-Universität München), Ernst Helmreich (Biochemie, Universität Würzburg), Franz Mayinger (Maschinenbau, Technische Universität München), Walter Neupert (Chemie, Ludwig-Maximilians-Universität München), Manfred Sumper (Biochemie, Universität Regensburg), Widmar Tanner (Biologie, Universität Regensburg), Peter Walter (Biochemie, University of California, San Francisco) und Meinhart Zenk (Biologie, Danforth Plant Science Center, St. Louis) </li><li id="footnote_2_170" class="footnote">Das Harnack-Prinzip geht auf den ersten Präsidenten der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft den Theologen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_von_Harnack" target="_blank"  rel="noopener noreferrer">Adolf von Harnack</a> zurück. Dieser etablierte die Institute, die um Spitzenforscher gruppiert wurden, die dann weitestgehende Autonomie besaßen.</li><li id="footnote_3_170" class="footnote">Als Beispiel kann das frühere Starnberger-Institut angesehen werden, das um die Doppelspitze <a target="_blank" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/04/29/ermunterungen-zum-aufrechten-gang-der-weg-carl-friedrich-von-weizsaeckers-vom-innenraum-der-atome-zur-weltinnenpolitik/" rel="noopener noreferrer">Carl Friedrich von Weizsäcker</a> und Jürgen Habermas aufgebaut wurde.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/ende-der-spaltung-soll-man-die-max-planck-institute-in-die-universitaeten-integrieren-werkstattnotiz-lvii/">Ende der Spaltung » Soll man die Max-Planck-Institute in die Universitäten integrieren? | Werkstattnotiz LVII</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Existenzrisiko Wissenschaft? » Die neue W-Besoldung stellt Professoren teilweise schlechter als Realschullehrer » Was ist uns akademische Exzellenz wert? &#124; Werkstattnotiz LXIV</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/existenzrisiko-wissenschaft-die-neue-c-besoldung-stellt-professoren-teilweise-schlechter-als-realschullehrer-was-ist-uns-akademische-exzellenz-wert-werkstattnotiz-lxiv/</link>
					<comments>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/existenzrisiko-wissenschaft-die-neue-c-besoldung-stellt-professoren-teilweise-schlechter-als-realschullehrer-was-ist-uns-akademische-exzellenz-wert-werkstattnotiz-lxiv/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Feb 2008 11:29:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Universität]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/12/existenzrisiko-wissenschaft-die-neue-c-besoldung-stellt-professoren-teilweise-schlechter-als-realschullehrer-was-ist-uns-akademische-exzellenz-wert-werkstattnotiz-lxiv/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Eine der Berufsgruppen mit dem höchsten Sozialprestige sind die Professoren. Nicht weiter erstaunlich, denn schließlich tut eine Gesellschaft gut daran, ihre universitären Eliten entsprechend ihrer Leistungen zu würdigen. Und wenn man Schlagworte wie &#34;Leistung&#34; und &#34;Elite&#34; liest, dann versteht sich fast von selbst, daß sich dies auch finanziell auswirken muß. Aber falsch gedacht: selbst diejenigen ... <a title="Existenzrisiko Wissenschaft? » Die neue W-Besoldung stellt Professoren teilweise schlechter als Realschullehrer » Was ist uns akademische Exzellenz wert? &#124; Werkstattnotiz LXIV" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/existenzrisiko-wissenschaft-die-neue-c-besoldung-stellt-professoren-teilweise-schlechter-als-realschullehrer-was-ist-uns-akademische-exzellenz-wert-werkstattnotiz-lxiv/" aria-label="Mehr Informationen über Existenzrisiko Wissenschaft? » Die neue W-Besoldung stellt Professoren teilweise schlechter als Realschullehrer » Was ist uns akademische Exzellenz wert? &#124; Werkstattnotiz LXIV">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/existenzrisiko-wissenschaft-die-neue-c-besoldung-stellt-professoren-teilweise-schlechter-als-realschullehrer-was-ist-uns-akademische-exzellenz-wert-werkstattnotiz-lxiv/">Existenzrisiko Wissenschaft? » Die neue W-Besoldung stellt Professoren teilweise schlechter als Realschullehrer » Was ist uns akademische Exzellenz wert? | Werkstattnotiz LXIV</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine der Berufsgruppen mit dem höchsten Sozialprestige sind die Professoren. Nicht weiter erstaunlich, denn schließlich tut eine Gesellschaft gut daran, ihre universitären Eliten entsprechend ihrer Leistungen zu würdigen. Und wenn man Schlagworte wie &quot;Leistung&quot; und &quot;Elite&quot; liest, dann versteht sich fast von selbst, daß sich dies auch finanziell auswirken muß. Aber falsch gedacht: selbst diejenigen Wissenschaftler, die mit der Professur die höchste Sprosse der Karriereleiter erklommen haben, erhalten keineswegs immer Spitzengehälter&#8230;</strong></p>
<p>Noch zu meinen Studienzeiten raunte man sich auf den Universitätsfluren und in Seminarpausen bisweilen zu, daß dieser oder jener Professor oder Oberassistent nun einen Ruf auf eine C3- oder gar C4-Professur erhalten habe. Damals &#8211; es ist nur wenige Jahre her &#8211; galt noch die traditonelle C-Besoldung. Und wer es auf eine C3- oder (als Lehrstuhlinhaber) auf eine C4-Professur geschafft hatte, konnte sich nicht nur der neidvollen Anerkennung seiner Fachkollegen gewiß sein, sondern wurde auch mit einem kontinuierlichen Anstieg seiner Bezüge belohnt. Alte Ordinarienherrlichkeit. ;-)</p>
<h4 class="pullquote_left"> Die Reform der Professorenbesoldung stellt Leistung und Exzellenz über die Dienstjahre. Allerdings ist das Grundgehalt häufig mehr als bescheiden&#8230; <br /></h4>
<p>Nun kann man sicher trefflich darüber streiten, ob es sinnvoll ist, daß man allein durch sein fortschreitendes Lebensalter gleichzeitig eine höhere Gehaltsstufe erklimmt. Aber das ist bzw. war die Logik, die in Deutschland für Beamtenarbeitsverhältnisse konstitutiv war. Damit ist es &#8211; zumindest für die Universitätsbeamten &#8211; seit 2005 allerdings vorbei. Damals wurde die C-Besoldung durch die W-Besoldung abgelöst. Die durchaus plausible Begründung: man wolle durch Leistungszulagen besonders engagierte, erfolgreiche oder innovative Wissenschaftler belohnen. </p>
<p><strong>Wie sich die Umstellung von der C- auf die W-Besoldung auswirkt</strong></p>
<p>Man kann dieser Argumentation ihre Logik nicht absprechen. Und wo, wenn nicht im wissenschaftlichen Kontext, sollte Leistung belohnt werden? Ein genauerer Blick auf die praktischen Auswirkungen der neuen Regelung offenbart aber, daß es mit der neuen Besoldungsgerechtigkeit bzw. -herrlichkeit nicht allzu weit her ist.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/existenzrisiko-wissenschaft-die-neue-c-besoldung-stellt-professoren-teilweise-schlechter-als-realschullehrer-was-ist-uns-akademische-exzellenz-wert-werkstattnotiz-lxiv/#footnote_0_193" id="identifier_0_193" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Hinweis: Ich bin weit davon entfernt, die W-Professoren ernsthaft zu bedauern. Der akademische Mittelbau hat es nicht besser und von all denjenigen, die im akademischen Betrieb auf der Strecke bleiben, ganz zu schweigen&hellip; ">1</a></p>
<p>Denn das Gehalt unserer Professoren (die nun als Juniorprofessor als W1, danach als W2- oder W3-Professor bezahlt werden) setzt sich inzwischen aus zwei Komponenten zusammen: einerseits gibt es ein Grundgehalt, andererseits sog. &quot;Leistungsbezüge&quot;. Das liest sich immer noch tadellos. Allerdings zeigt sich, daß das W-Grundgehalt gegenüber der früheren C-Besoldungsstufen deutlich geringer ausfällt. Und: dieses Grundgehalt beinhaltet keine altersabhängige Progression. </p>
<p>Derzeit finden W1-Professoren demnach 3.405 Euro, W2-Profs 3.890,- und die Superstars der W3-Liga haben 4.723 Euro auf ihrem Gehaltszettel stehen.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/existenzrisiko-wissenschaft-die-neue-c-besoldung-stellt-professoren-teilweise-schlechter-als-realschullehrer-was-ist-uns-akademische-exzellenz-wert-werkstattnotiz-lxiv/#footnote_1_193" id="identifier_1_193" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Das sind &uuml;brigens die Westgeh&auml;lter, in den neuen Bundesl&auml;ndern sind die Gehaltsstufen nochmal um einige hundert Euro niedriger.">2</a> Wenn man einmal von der obersten Klasse (die tatsächlich auch nur eine Minderheit darstellt) absieht, so sind das keine Gehälter, die man als Spitzenverdienst bezeichnen könnte. Wohlgemerkt: wir reden von Personen, die sich in einem jahrelangen Wettbewerb gegen hunderte Mitwerber durchgesetzt haben und sich währenddessen in der Lebensphase zwischen 25-40 Jahren überwiegend von einem befristeten Job zum nächsten Projektvertrag hangeln mußten. </p>
<p>In einem lesenswerten Artikel hat Malte Dahlgrün in der Süddeutschen Zeitung die Problematik skizziert:</p>
<blockquote><p>Nun ist aber vor allem das Grundgehalt der W2-Professur abwegig niedrig. Man muss sich das einmal vorstellen: Ein W2-Professor mit unaufgestocktem Grundgehalt verdient dasselbe wie ein Realschullehrer mit Mitte, Ende 40 (Besoldungsgruppe A13, Dienstaltersstufe 11). Ein Oberstudienrat gar &#8211; ein Gymnasiallehrer, der nach einigen Jahren als Studienrat routinemäßig befördert worden ist &#8211; verdient mit Anfang 40 bereits mehr als das W2-Standardgehalt.</p></blockquote>
<p>Das wäre ja möglicherweise noch zu verkraften, wenn die Leistungsbezüge tatsächlich auch die breite Masse der jungen Hochschullehrer erreichen würden. Dem ist aber, wie man in persönlichen Gesprächen erfahren kann, keineswegs so. Denn die Zulagen werden lediglich in drei Fällen gewährt: 1. aus Anlaß von Bleibe- oder Berufungsverhandlungen, 2. für besondere Leistungen in Forschung und Lehre, 3. im Falle der Übernahme weiterer Funktionen im Rahmen der Hochschulverwaltung (Dekane etc.). </p>
<h4 class="pullquote"> Wer das falsche Fach lehrt und beim Verhandlungspoker nicht talentiert ist, wird als Universitätsprofessor schlechter bezahlt als ein Realschullehrer. Ist das die Realität der Wissensgesellschaft, in der wir leben?<br /></h4>
<p>Der springende Punkt ist: diese Zulagen werden natürlich individuell mit der jeweiligen Universität ausgehandelt. Wer hier kein wahnsinniges Verhandlungsgeschick hat und nicht das richtige Fach besetzt, wird kaum mehr als das Grundgehalt rausschlagen. Und ein junger Professor in einem sozial- oder geisteswissenschaftlichen Fach wird kaum innerhalb der ersten Jahre einen Ruf an einer andere Universität erhalten, somit fällt Variante &quot;#1&quot; weg. </p>
<p>Für die Zulagen gemäß &quot;#2&quot; dürfte im Einzelfall die Universität ebenfalls kaum gesprächsbereit sein, wenn es um Fächer geht, deren &quot;Ertrag&quot;<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/existenzrisiko-wissenschaft-die-neue-c-besoldung-stellt-professoren-teilweise-schlechter-als-realschullehrer-was-ist-uns-akademische-exzellenz-wert-werkstattnotiz-lxiv/#footnote_2_193" id="identifier_2_193" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Also kein technisches oder ingenieurwissenschaftliches Fach, das mit der Einwerbung von Drittmittelmillionen gl&auml;nzen kann.">3</a> für die Uni nicht so interessant ist. Und der Nachwuchsprofessor, der sich zusätzliche Arbeit durch die Übernahme von weiteren &quot;Jobs&quot; (siehe &quot;#3&quot;) aufhalst, ist wohl ohnehin schlecht beraten, denn diese Ressourcen wären anderweitig besser eingesetzt.</p>
<p>Das Fazit?&nbsp;</p>
<blockquote><p>Derzeit ist ein Wissenschaftler in Deutschland bei der Erstberufung noch durchschnittlich gut 40 Jahre alt. Bis dahin hat solch ein Wissenschaftler 20 Jahre der Qualifikation und der wissenschaftlichen Weiterentwicklung auf befristeten Stellen hinter sich gebracht. Nimmt man einmal gerade den durchschnittlichen Fall eines Geisteswissenschaftlers in dieser Situation, dann haben wir es mit einem Menschen zu tun, der bislang mit keiner lebensplanerischen Gewissheit außer derjenigen leben konnte, dass etliche seiner Weggenossen am Ende ohne Professur dastehen werden und mit Ende 40 als mehr oder weniger gescheiterte Existenzen stranden.</p>
<p>Dieser Wissenschaftler also hat es schließlich geschafft, aus einer riesengroßen Alterskohorte interessierter und forschungswilliger junger Studenten am Ende als einer der wenigen übrigzubleiben, die eine Professur für sein Fach in Deutschland erlangt haben. Und nachdem er das endlich erreicht hat und mit der Professur seine erste unbefristete Stelle im Leben antritt, darf er feststellen, dass mancher Altersgenosse, der mittelmäßig aber unfallfrei ein Lehramtsstudium mit Referendariat über die Bühne gebracht hat, als Schullehrer bereits mehr verdient als er auf seiner Professur. Ganz zu schweigen davon, dass der Schullehrer seit gut einem Jahrzehnt bereits mehr für seine Altersvorsorge tun konnte.&nbsp;</p></blockquote>
<p>Dieser Beobachtung ist wenig hinzuzufügen. Das akademische Proletariat reicht bis in die höchsten Etagen&#8230; ;-(</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><strong><em>Links:</em></strong></p>
<ul>
<li>Dahlgrün, Malte (2008): <a target="_blank" href="http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/419906" rel="noopener noreferrer">Ausgezogen bis aufs letzte Hemd</a>, Süddt. Zeitung, 8. Februar 2008</li>
</ul>
<p>Weiterführende Lektüre zur Hochschulpolitik und wissenschaftlichen Karrierewegen:</p>
<ul>
<li>Janson, Kerstin; Schomburg, Harald; Teichler, Ulrich (2008): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3830917880?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3830917880">Wege zur Professur</a>. Waxmann-Verlag.</li>
<li>v. Wissel, Carsten (2007): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3899426509?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3899426509">Hochschule als Organisationsproblem</a>. Neue Modi universitärer Selbstbeschreibung in Deutschland. transcript-Verlag.</li>
<li>Pasternack, Peer (2006): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3932306740?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3932306740">Qualität als Hochschulpolitik?</a> Lemmens-Verlag.</li>
<li>Teichler, Ulrich (2006): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3593379767?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3593379767">Hochschulstrukturen im Umbruch</a>. Eine Bilanz der Reformdynamik seit vier Jahrzehnten. Campus-Verlag. </li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;<br />&nbsp;</p>
<p></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_193" class="footnote">Hinweis: Ich bin weit davon entfernt, die W-Professoren ernsthaft zu bedauern. Der akademische Mittelbau hat es nicht besser und von all denjenigen, die im akademischen Betrieb auf der Strecke bleiben, ganz zu schweigen&#8230; </li><li id="footnote_1_193" class="footnote">Das sind übrigens die Westgehälter, in den neuen Bundesländern sind die Gehaltsstufen nochmal um einige hundert Euro niedriger.</li><li id="footnote_2_193" class="footnote">Also kein technisches oder ingenieurwissenschaftliches Fach, das mit der Einwerbung von Drittmittelmillionen glänzen kann.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/existenzrisiko-wissenschaft-die-neue-c-besoldung-stellt-professoren-teilweise-schlechter-als-realschullehrer-was-ist-uns-akademische-exzellenz-wert-werkstattnotiz-lxiv/">Existenzrisiko Wissenschaft? » Die neue W-Besoldung stellt Professoren teilweise schlechter als Realschullehrer » Was ist uns akademische Exzellenz wert? | Werkstattnotiz LXIV</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Der Mythos der &#8222;Google Generation&#8220; » Von digitalen Analphabeten in den Universitäten &#124; Werkstattnotiz LXXXI</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/der-mythos-der-google-generation-von-digitalen-analphabeten-in-den-universitaeten-werkstattnotiz-lxxxi/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Apr 2008 13:44:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Recherche]]></category>
		<category><![CDATA[Studenten]]></category>
		<category><![CDATA[Universität]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wieviele Jahre ist es her, daß das einstige Tenniswunderkind Boris Becker in einem Werbespot strahlend verkündete: &#8222;Ich bin drin!&#8220;? Es war &#8211; das vorweg &#8211; 1999 als der rotblonde Nationalheld für einen amerikanischen Internetkonzern als Werbefigur agierte. Doch seitdem sind die technischen Zugangsbarrieren, um ins weltweite Datennetz einzutauchen, immer niedriger geworden. Das Internet ist &#8211; ... <a title="Der Mythos der &#8222;Google Generation&#8220; » Von digitalen Analphabeten in den Universitäten &#124; Werkstattnotiz LXXXI" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/der-mythos-der-google-generation-von-digitalen-analphabeten-in-den-universitaeten-werkstattnotiz-lxxxi/" aria-label="Mehr Informationen über Der Mythos der &#8222;Google Generation&#8220; » Von digitalen Analphabeten in den Universitäten &#124; Werkstattnotiz LXXXI">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/der-mythos-der-google-generation-von-digitalen-analphabeten-in-den-universitaeten-werkstattnotiz-lxxxi/">Der Mythos der &#8222;Google Generation&#8220; » Von digitalen Analphabeten in den Universitäten | Werkstattnotiz LXXXI</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignright size-full wp-image-271" style="margin: 7px; float: right;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/uploads/2008/04/suche.jpg" alt="Suche" width="175" height="131" /><strong>Wieviele Jahre ist es her, daß das einstige Tenniswunderkind Boris Becker in einem Werbespot strahlend verkündete: &#8222;Ich bin drin!&#8220;? Es war &#8211; das vorweg &#8211; 1999 als der rotblonde Nationalheld für einen amerikanischen Internetkonzern als Werbefigur agierte.</strong></p>
<p>Doch seitdem sind die technischen Zugangsbarrieren, um ins weltweite Datennetz einzutauchen, immer niedriger geworden. Das Internet ist &#8211; zumindest in den Industrienationen &#8211; ein überall verfügbares Jedermann-Medium. Die Selbstverständlichkeit mit der heute das Internet von Angehörigen aller Altersschichten genutzt wird, ist beeindruckend. Und für die Jugendlichen gehören E-Mail, Web 2.0 und Google zum ganz gewöhnlichen Medieninventar, oder?</p>
<p><strong>Gnade der späten Geburt?: &#8222;digital natives&#8220;</strong></p>
<p>Jedenfalls klingt die These durchaus plausibel, daß es sich bei der Generation der heutigen Schüler und Studenten um &#8222;<a  href="http://en.wikipedia.org/wiki/Digital_native" target="_blank" rel="noopener noreferrer">digital natives</a>&#8220; handelt.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/der-mythos-der-google-generation-von-digitalen-analphabeten-in-den-universitaeten-werkstattnotiz-lxxxi/#footnote_0_270" id="identifier_0_270" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Manchmal wird auch der Begriff &bdquo;Net-Generation&ldquo; verwandt. Meint aber dasselbe.">1</a> Um jene glückliche Generation also, die sich den Umgang mit den neuen Web-Technologien nicht mühsam aneignen mußte, sondern für die E-Mail, MySpace und die Bestellung bei Amazon zur selbstverständlichen Sozialisation gehört.</p>
<p>Das Problem ist nur: die These von der &#8222;<a  href="http://en.wikipedia.org/wiki/Google_generation" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Generation Google</a>&#8220; ist empirisch keineswegs haltbar. Wie eine hochinteressante britische Studie zeigt, ist es eben nicht so, daß heutige Jugendliche (oder auch Studenten) in der digitalen Welt vollkommen souverän agierten.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/der-mythos-der-google-generation-von-digitalen-analphabeten-in-den-universitaeten-werkstattnotiz-lxxxi/#footnote_1_270" id="identifier_1_270" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Heute schreibt Andrian Kreye in der SZ zum selben Thema und verweist auf eine Studie der Uni Sheffield. Mehr Details nennt er nicht. Ich bin aber recht sicher, da&szlig; Kreye die Studie (s. Link) als Vorlage diente.">2</a></p>
<h4><span class="pullquote_left">Die Internetkompetenz von Jugendlichen und Studenten ist deutlich geringer als man denkt. Und: ihre Eltern holen auf!</span></h4>
<p>Im Gegenteil: ca. 20% der heute 18-24jährigen sind sogar vollkommen desinteressiert am Internet und können als &#8222;digitale Dissidenten&#8220; bezeichnet werden. Die Fertigkeit im Umgang mit den digitalen Medien (&#8222;digital literacy&#8220;) bewegt sich auf einem deutlich geringeren Level, als man gemeinhin vermutet. Und: die ältere Generation holt stark auf.</p>
<p>Die Studie, die im Auftrag und unter Regie der British Library durchgeführt wurde, hält noch weitere spannende Erkenntnisse parat. Und sie sorgt für reichlich Desillusion, was die Internet-Kompetenz von Schülern und Studenten angeht.</p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #808080;"><strong><span style="font-size: medium;">Einige der Mythen über die &#8222;Google Generation&#8220;:</span></strong></span></p>
<p><strong> 1. Jugendliche sind kompetenter im Umgang mit dem Internet (&#8222;Digital literacy&#8220;)</strong></p>
<p>Nur teilweise richtig. Nur rund ein Drittel der 18-24jährigen weist gute Anwendungsfertigkeiten auf. Der Rest ist mit komplexen Webanwendungen überfordert und bevorzugt sehr einfache Applikationen oder läßt es ganz bleiben. Die Generation 40+ holt rasant auf.</p>
<p><strong>2. Jugendliche eignen sich neue (Internet-/IT-)Kenntnisse selbstständig an</strong></p>
<p>Mythos. Jugendliche lernen nicht schneller und nicht anders als ihre Eltern.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/der-mythos-der-google-generation-von-digitalen-analphabeten-in-den-universitaeten-werkstattnotiz-lxxxi/#footnote_2_270" id="identifier_2_270" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Das ist zugegeben ein erstaunlicher Befund, aber man sollte sich durch die eigenen Erfahrungen eben nicht t&auml;uschen lassen.">3</a></p>
<p><strong>3. Jugendliche und Studenten sind Recherche-Experten (&#8222;Information literacy&#8220;)</strong></p>
<p>Mythos. Bei der Informationsbeschaffung im Web und selbst bei der Recherche über Suchmaschinen bewegen sich die Kenntnisse auf einem äußerst niedrigen, ich finde: traurigen Level. Die Kompetenzwerte hinken noch hinter der &#8222;Digital literacy&#8220; (Punkt 1) zurück.</p>
<p><strong>4. Jugendliche bevorzugen Info-Häppchen, längere Texte sind nicht interessant</strong></p>
<p>Ebenso ein Mythos. Studien zeigen, daß über alle Altersschichten hinweg der Trend hin zur Bevorzugung von etwas kürzeren Informationseinheiten geht. Ebenso werden Texte, die durch visuelle Informationen angereichert sind, präferiert. Aber dies gilt auch für ältere Nutzer.</p>
<p>Leider konnten die Autoren einen anderen &#8222;Mythos&#8220; nicht entkräften. Denjenigen der &#8222;Copy&amp;Paste-Generation&#8220; &#8211; hier zeigten die Trends recht eindeutig, daß Plagiate immer stärker vorkommen und in Schule und Universität die <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/04/26/spurensuche-ueber-die-verlockungen-des-internets-und-die-unvermeidlichkeit-von-plagiaten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kopie fremder Inhalte zur Regel werde</a>.</p>
<p><strong>Ernüchternde Ergebnisse</strong></p>
<p>Die Ergebnisse der Studie, die im Januar veröffentlicht wurde, sind jedenfalls ernüchternd. Es wird deutlich, daß die bloße Tatsache, daß sich Studenten zu Hundertausenden bei StudiVZ oder MySpace tummeln, keineswegs zur kurzschlüssigen Annahme führen darf, Studenten verfügten folglich auch über entsprechende Internet- bzw. Medienkompetenzen.</p>
<p>Die Mediennutzungsgewohnheiten haben sich zwar verändert, aber die Kompetenz, das Web sinnvoll, etwa für wissenschaftliche Recherchen, zu nutzen, ist weitgehend unterentwickelt. Insofern wundere ich mich auch gar nicht weiter, wenn etwa <a href="http://nice-bastard.blogspot.com/2008/04/web-baracke.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dorin Popa folgendes berichtet</a>:</p>
<blockquote><p>&#8222;Nun war ich gestern mittag mit drei Mädels (21, 25, 27) verabredet, die gerade ihr Diplom abschließen und übernächste Woche ein Assessment Center durchmachen müssen. Keine einzige von ihnen war auf die Idee gekommen, im Internet danach zu googeln, was sie da erwarten könnte und wie man sich am besten auf so einen Einstellungstest vorbereite.&#8220;</p></blockquote>
<p>Wer bringt den Studenten endlich bei, daß man das Internet wirklich sinnvoll durchforsten und durchstöbern kann? Zu glauben, die Studenten in den Seminaren brächten all die Kenntnisse mit, um selbstständig in den Webarchiven zu recherchieren, wäre jedenfalls hoffnungslos naiv.</p>
<div class="links_kurz"><strong> Die Studie als PDF:</strong></p>
<ul>
<li>British Library and JISC (2008): <a href="http://www.bl.uk/news/pdf/googlegen.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Information Behaviour of the Researcher of the Future</a></li>
</ul>
<p><strong>Link:</strong></p>
<ul>
<li>Pressemitteilung der British Library:  <a href="http://www.bl.uk/news/2008/pressrelease20080116.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pioneering research shows ‘Google Generation’ is a myth,</a> 16.1.2008</li>
<li>Kreye, Andrian: <a href="http://www.sueddeutsche.de/computer/artikel/517/171016/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die digitale  Eisdiele</a>, Süddeutsche Zeitung, 24.4.2008</li>
<li><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3423705930?ie=UTF8&#038;tag=wwwleichtathl-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=3423705930">Der Schatz auf Pagensand</a><img loading="lazy" decoding="async" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=wwwleichtathl-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3423705930" width="1" height="1" border="0" alt="Der Mythos der &quot;Google Generation&quot; » Von digitalen Analphabeten in den Universitäten | Werkstattnotiz LXXXI" style="border:none !important; margin:0px !important;" /></li>
</ul>
</div>
<div class="invisible">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Google+Generation">Google Generation</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/digital+natives">Digital Natives</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Informationskompetenz">Informationskompetenz</a></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_270" class="footnote">Manchmal wird auch der Begriff &#8222;<a href="http://weblog.histnet.ch/archives/920" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Net-Generation</a>&#8220; verwandt. Meint aber dasselbe.</li><li id="footnote_1_270" class="footnote">Heute schreibt Andrian Kreye in der SZ zum selben Thema und verweist auf eine Studie der Uni Sheffield. Mehr Details nennt er nicht. Ich bin aber recht sicher, daß Kreye die Studie (s. Link) als Vorlage diente.</li><li id="footnote_2_270" class="footnote">Das ist zugegeben ein erstaunlicher Befund, aber man sollte sich durch die eigenen Erfahrungen eben nicht täuschen lassen.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/der-mythos-der-google-generation-von-digitalen-analphabeten-in-den-universitaeten-werkstattnotiz-lxxxi/">Der Mythos der &#8222;Google Generation&#8220; » Von digitalen Analphabeten in den Universitäten | Werkstattnotiz LXXXI</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Im Angebot der Schreibbar: Tipps &#038; Tricks für die wissenschaftliche Abschlußarbeit &#124; Werkstattnotiz 130</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/12/im-angebot-der-schreibbar-tipps-tricks-fuer-die-wissenschaftliche-abschlussarbeit-werkstattnotiz-130/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Dec 2008 14:30:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blogosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Studium]]></category>
		<category><![CDATA[Universität]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftsalltag]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bereits seit einigen Wochen ist ein interessantes Blog-Projekt online: alle, die eine wissenschaftliche (Abschluß-)Arbeit planen oder sich bereits mit der Anfertigung ihrer Bachelor-, Master-, Diplom- oder Magisterarbeit quälen, finden künftig in der Schreibbar viele Ratschläge, Tipps &#38; Tricks. Eigentlich erstaunlich, daß es einen solchen Ratgeber 2.0 nicht schon früher gab. Der Blog ist Teil eines ... <a title="Im Angebot der Schreibbar: Tipps &#038; Tricks für die wissenschaftliche Abschlußarbeit &#124; Werkstattnotiz 130" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/12/im-angebot-der-schreibbar-tipps-tricks-fuer-die-wissenschaftliche-abschlussarbeit-werkstattnotiz-130/" aria-label="Mehr Informationen über Im Angebot der Schreibbar: Tipps &#038; Tricks für die wissenschaftliche Abschlußarbeit &#124; Werkstattnotiz 130">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/12/im-angebot-der-schreibbar-tipps-tricks-fuer-die-wissenschaftliche-abschlussarbeit-werkstattnotiz-130/">Im Angebot der Schreibbar: Tipps &#038; Tricks für die wissenschaftliche Abschlußarbeit | Werkstattnotiz 130</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bereits seit einigen Wochen ist ein interessantes Blog-Projekt online: alle, die eine wissenschaftliche (Abschluß-)Arbeit planen oder sich bereits mit der Anfertigung ihrer Bachelor-, Master-, Diplom- oder Magisterarbeit quälen, finden künftig in der <a href="http://schreibbar.wordpress.com/">Schreibbar</a> viele Ratschläge, Tipps &amp; Tricks. Eigentlich erstaunlich, daß es einen solchen Ratgeber 2.0 nicht schon früher gab.</strong></p>
<p>Der Blog ist Teil eines Forschungsprojekts, das auf den schönen Namen LARS<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/12/im-angebot-der-schreibbar-tipps-tricks-fuer-die-wissenschaftliche-abschlussarbeit-werkstattnotiz-130/#footnote_0_752" id="identifier_0_752" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Hinter dem Akronym steckt das Projekt &bdquo;LeistungsAnReizSysteme in der Lehre&bdquo;, das vom Land Baden-W&uuml;rttemberg gef&ouml;rdert wird.">1</a> hört. <a href="http://schreibbar.wordpress.com/die_barkeeper/">Verantwortlich</a> sind Prof. Dr. Dominikus Herzberg, den alte Werkstattbesucher von seinem <a href="http://denkspuren.blogspot.com/">denkspuren-Blog</a> kennen, und Prof. Dr. Nicola Marsden. Die eigentliche Blogarbeit macht Penelope Finke, deren eigene Erfahrungen mit ihrer zurückliegenden Magisterarbeit sicher auch mit einfließen.</p>
<p><strong>Mehr als Tipps zu Arbeitsplanung, Organisation &amp; Literaturrecherche</strong></p>
<p>Die Themen des Blogs liegen freilich auf der Hand: wie organisiert und strukturiert man eine wissenschaftliche Arbeit, <a href="http://schreibbar.wordpress.com/2008/11/28/grundlegende-anforderungen-teil-i/">wozu soll das überhaupt gut sein</a>, wie geht man am sinnvollsten bei der (Literatur-)Recherche vor, wie gliedert man eine solche Arbeit, was gilt es zu beachten, wenn es um das Zitieren von Quellen geht etc.</p>
<p>Natürlich gibt es zu solchen Fragen auch allerhand Ratgeberliteratur &#8211; so, wie ich die Schreibbar verstehe, sollen dort aber alltags- bzw. arbeitsnahe Kniffe vermittelt werden und es soll vor allem auch vermittelt werden, welche Probleme bei der Anfertigung einer solchen Arbeit auftreten (können). Und wenn Penelope aus ihrem Erfahrungsschatz plaudert, so mag das dem einen oder anderen Hilfesuchenden ja auch schon helfen, wenn er liest, daß er mit seinem Problem nicht allein ist.</p>
<p>Oder wie Dominikus Herzberg selbst zum Start des Blogs <a href="http://denkspuren.blogspot.com/2008/10/einladung-in-die-schreibbar.html">geschrieben hatte</a>:</p>
<blockquote><p>In der Schreibbar, &#8222;da werden Sie geholfen&#8220;! Die Schreibbar möchte das erste deutschsprachige Blog sein, das das wissenschaftliche Arbeiten zum Thema hat und Studierenden dabei Hilfestellung und Anleitung bietet. Die Schreibbar hat einen gewissen Fokus auf technisch-orientierte Fächer, aber sie wird in ihrem Themenspektrum sicher vielen Studierenden eine Hilfe sein.</p></blockquote>
<div class="links_ticker"><strong>Link- und Lesetipp:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://schreibbar.wordpress.com/">Schreibbar</a></li>
</ul>
</div>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_752" class="footnote">Hinter dem Akronym steckt das Projekt &#8222;<a href="http://www.hochschuldidaktik.net/"><strong>L</strong>eistungs<strong>A</strong>n<strong>R</strong>eiz<strong>S</strong>ysteme in der Lehre</a>&#8222;, das vom Land Baden-Württemberg gefördert wird.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/12/im-angebot-der-schreibbar-tipps-tricks-fuer-die-wissenschaftliche-abschlussarbeit-werkstattnotiz-130/">Im Angebot der Schreibbar: Tipps &#038; Tricks für die wissenschaftliche Abschlußarbeit | Werkstattnotiz 130</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Hirndoping, Paperdoping &#038; Hitler</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2013/02/hirndoping-paperdoping-hitler/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc Scheloske]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Feb 2013 22:45:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Popkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Universität]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.wissenswerkstatt.net/?p=2796</guid>

					<description><![CDATA[<p>Substanzen, die bessere Konzentration und maximale Prüfungsleistungen versprechen, gehören für jeden fünften Studenten zum Unialltag. Das ist das interessante Ergebnis einer aktuellen Studie. Verwunderlich sind solche Zahlen nicht: das Zeitalter der Selbstoptimierung hat längst begonnen. Aber nicht nur der träge Geist ist Gegenstand von Optimierungsversuchen. Auch die Produkte der akademischen Tretmühle wollen und sollen optimal ... <a title="Hirndoping, Paperdoping &#038; Hitler" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/02/hirndoping-paperdoping-hitler/" aria-label="Mehr Informationen über Hirndoping, Paperdoping &#038; Hitler">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/02/hirndoping-paperdoping-hitler/">Hirndoping, Paperdoping &#038; Hitler</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2013/02/Car-sharing-Hitler.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright  wp-image-2801" style="border: 0px none;" alt="When you ride alone, you ride with Hitler!" src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2013/02/Car-sharing-Hitler-232x300.jpg" width="139" height="180" /></a><strong>Substanzen, die bessere Konzentration und maximale Prüfungsleistungen versprechen, gehören für jeden fünften Studenten zum Unialltag. Das ist das interessante Ergebnis einer aktuellen Studie. Verwunderlich sind solche Zahlen nicht: das Zeitalter der Selbstoptimierung hat längst begonnen.</strong></p>
<p>Aber nicht nur der träge Geist ist Gegenstand von Optimierungsversuchen. Auch die Produkte der akademischen Tretmühle wollen und sollen optimal vermarktet werden. &#8222;Academic Search Engine Optimization&#8220; lautet hier das Stichwort. Und am Ende wirbt Hitler für die Bildung von Fahrgemeinschaften.</p>
<p class="zwischenueberschrift">Neuro-Enhancement: Dem Geist auf die Sprünge helfen</p>
<p><span class="initial_klein">S</span>eit mindestens 4-5 Jahren wird immer wieder über die Möglichkeiten des Neuro-Enhancement diskutiert. Daß sich bestimmte Substanzen wie Ritalin, Amphetamine oder natürlich auch profanes Koffein auf die kognitive Leistungsfähigkeit auswirken, ist unbestritten. Unklar ist freilich, welche (Neben-)folgen ein solchermaßen betriebenes Hirndoping hat und wie verbreitet es ist.</p>
<p>Eine aktuelle deutsche Studie, an der immerhin 2569 Studenten teilgenommen haben, liefert jetzt eine interessantes Ergebnis: 23,7% der männlichen Studenten und 17% der Studentinnen gaben im Fragebogen an, daß sie in den letzten Monaten zu leistungsfördernden Substanzen gegriffen haben. Leider bleibt die Studie die Antwort schuldig, wie regelmäßig das passiert.</p>
<p>Mehr dazu:</p>
<ul>
<li>SpiegelOnline: <a  href="http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/hirndoping-jeder-fuenfte-student-nimmt-mittel-zu-leistungssteigerung-a-880810.html">Neue Studie zu Hirndoping: Jeder fünfte Student putscht sich auf</a>, 31. Januar 2013</li>
<li>Dietz, P. et. al.: <a  href="http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/phar.1166/abstract">Randomized Response Estimates for the 12-Month Prevalence of Cognitive-Enhancing Drug Use in University Students, in: Pharmacotherapy</a>, DOI: 10.1002/phar.1166.</li>
</ul>
<p class="zwischenueberschrift">Lesetipp: Blogprojekt zum Thema Hirn-Doping</p>
<p><span class="initial_klein">E</span>in wirklich empfehlenswertes Blogprojekt zum selben Thema findet man derzeit übrigens unter www.hirn-sturm.de. Blogautoren sind Wissenschaftsjournalismus-Studenten der Hochschule Darmstadt. Und es ist wirklich sehenswert, was dort zu sehen ist. Da gibt es <a  href="http://www.hirn-sturm.de/category/sachlage/">kurze Infotexte zu bestimmten Medikamenten und ihrer Wirkungsweise</a>, Interviews mit Experten und toll gemachte Erklärvideos. Zum Start empfehle ich einfach mal das Statement von Ranga Yogeshwar zum Thema und das Interview mit dem Technikphilosophen Alfred Nordmann:</p>
<ul>
<li><a  href="http://www.hirn-sturm.de/ranga-yogeshwar-hirn-sturm-de-fordert-einen-wichtigen-diskurs/">Ranga Yogeshwar: hirn-sturm.de fördert einen wichtigen Diskurs</a></li>
<li>Interview mit Alfred Nordmann: <a  href="http://www.hirn-sturm.de/die-scham-des-menschen-nicht-so-gut-zu-sein-wie-eine-maschine/">„Die Scham des Menschen, nicht so gut zu sein wie eine Maschine“</a></li>
</ul>
<p>Und natürlich das tolle Video &#8222;Was ist eigentlich Neuro-Enhancement?&#8220; von Jasmin Krenzer und Claudia Baier:</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/sUPfTNl8Fqo?rel=0" height="326" width="580" allowfullscreen="" frameborder="0"></iframe></p>
<div id="Punkte"></div>
<p class="zwischenueberschrift">Suchmaschinenoptimierung für Fachartikel</p>
<p><span class="initial_klein">P</span>ublikationen sind ja vielleicht die zentrale Währung im akademischen Betrieb.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/02/hirndoping-paperdoping-hitler/#footnote_0_2796" id="identifier_0_2796" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Und insofern besch&auml;digt das geh&auml;ufte Auftauchen von &bdquo;Falschgeld&ldquo; in Form plagiierter Abschlu&szlig;arbeiten das System an einer neuralgischen Stelle.">1</a> Publikationen sind die Referenzpunkte, auf die mit guten Gründen Bezug genommen wird, sie bereichern die individuelle Publikationsliste und erhöhen somit die Karrierechancen. Und sie sind natürlich auch Rechtfertigung und Arbeitsbeleg gegenüber Geldgebern für die jeweiligen Forschung. Umso erstaunlicher, daß verhältnismäßig wenig Aufwand betrieben wird, um seine Fachaufsätze optimal zu positionieren.</p>
<p>Klar, mitentscheidend (für Prestige und Sichtbarkeit) ist zunächst die Zeitschrift, in der man den Aufsatz veröffentlicht. Aber damit ist es eigentlich nicht getan. Christian Reinboth zeigt, wie Veröffentlichungen auf Institutswebsites oder akademischen Social Networks plaziert werden können, um auffindbar zu sein. Ich kann mir gut vorstellen, daß das die Chance zitiert zu werden, deutlich steigern kann.</p>
<ul>
<li>Reinboth, Christian: <a  href="http://harzoptics.wordpress.com/2013/01/28/wie-lassen-sich-eigene-publikationen-uber-google-scholar-auffindbar-machen/">Wie lassen sich eigene Publikationen über Google Scholar auffindbar machen?</a>, 28.1.2013</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<div id="Punkte"></div>
<figure id="attachment_2801" aria-describedby="caption-attachment-2801" style="width: 242px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-2801 " alt="When you ride alone, you ride with Hitler!" src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2013/02/Car-sharing-Hitler.jpg" width="252" height="325" srcset="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2013/02/Car-sharing-Hitler.jpg 360w, https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2013/02/Car-sharing-Hitler-310x400.jpg 310w" sizes="(max-width: 252px) 100vw, 252px" /><figcaption id="caption-attachment-2801" class="wp-caption-text">When you ride alone, you ride with Hitler!</figcaption></figure>
<p class="zwischenueberschrift">Mit Hitler für Fahrgemeinschaften</p>
<p><span class="initial_klein">W</span>ir sind hier im Internet und insofern im Geltungsbereich von &#8222;Godwin&#8217;s Law&#8220;. Früher oder später muß ich also notgedrungen auf Hitler zu sprechen kommen. Und wer über Hitler spricht oder schreibt, der kommt seinerseits nicht um die Erwähnung von Autobahnen herum. Und somit wären wir fast schon beim Thema: Hitler und der Straßenverkehr!</p>
<p>Letzte Woche ist mir zufällig das rechts abgebildete Plakat aus dem Jahr 1943 begegnet. Der renommierte Werbegrafiker Weimer Pursell hat dieses Propaganda-Plakat gezeichnet, über das wir heute schmunzeln. Ob es in Nazi-Deutschland ähnliche Plakate gegeben hat? Saß da vielleicht Stalin auf der Rückbank? Egal: ich finde Car-Sharing klasse und frage mich, weshalb es zuletzt so ruhig um dieses Thema geworden ist. Fehlt vielleicht eine knackige Kampagne? Ich hätte da vielleicht eine Idee&#8230; ;-)</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_2796" class="footnote">Und insofern beschädigt das gehäufte Auftauchen von &#8222;Falschgeld&#8220; in Form plagiierter Abschlußarbeiten das System an einer neuralgischen Stelle.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/02/hirndoping-paperdoping-hitler/">Hirndoping, Paperdoping &#038; Hitler</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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		<title>John R. Searle über Konzepte des freien Willens ::: Nachdenken über die Lernwirklichkeit an Schulen und Universitäten &#124; Werkstatt-Ticker 19</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/john-r-searle-ueber-konzepte-des-freien-willens-nachdenken-ueber-die-lernwirklichkeit-an-schulen-und-universitaeten-werkstatt-ticker-19/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 May 2008 09:53:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Neurowissenschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Studenten]]></category>
		<category><![CDATA[Universität]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>» Wo die Freiheit nistet&#8230; Es ist erst wenige Wochen her, daß die Debatten um die Existenz des freien Willens wieder neu aufgeflammt sind. Nachdem es einer Forschergruppe um John-Dylan Haynes gelungen war, die Entscheidungen von Probanden aufgrund von Aktivitätsmustern des frontalen Cortex vorherzusagen bevor (!) diese Entscheidung den jeweiligen Personen bewußt war, stand wieder ... <a title="John R. Searle über Konzepte des freien Willens ::: Nachdenken über die Lernwirklichkeit an Schulen und Universitäten &#124; Werkstatt-Ticker 19" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/john-r-searle-ueber-konzepte-des-freien-willens-nachdenken-ueber-die-lernwirklichkeit-an-schulen-und-universitaeten-werkstatt-ticker-19/" aria-label="Mehr Informationen über John R. Searle über Konzepte des freien Willens ::: Nachdenken über die Lernwirklichkeit an Schulen und Universitäten &#124; Werkstatt-Ticker 19">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/john-r-searle-ueber-konzepte-des-freien-willens-nachdenken-ueber-die-lernwirklichkeit-an-schulen-und-universitaeten-werkstatt-ticker-19/">John R. Searle über Konzepte des freien Willens ::: Nachdenken über die Lernwirklichkeit an Schulen und Universitäten | Werkstatt-Ticker 19</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h4><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/category/werkstatt-ticker/"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-234" style="border: 1px solid #DCDCDC; margin: 6px; float: right;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/uploads/2008/04/ticker_02a.jpg" alt="Ticker.jpg" width="180" height="121" /></a><span style="color: #808080; font-size: xx-large;"><strong>»</strong> <span style="font-size: large;">Wo die Freiheit nistet&#8230; </span></span></h4>
<p>Es ist <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/15/libet-und-die-folgen-neue-runde-in-der-diskussion-um-den-freien-willen-kurzknapp-29/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">erst wenige Wochen her</a>, daß die Debatten um die Existenz des freien Willens wieder neu aufgeflammt sind. Nachdem es einer Forschergruppe um John-Dylan Haynes gelungen war, die Entscheidungen von Probanden aufgrund von Aktivitätsmustern des frontalen Cortex vorherzusagen bevor (!) diese Entscheidung den jeweiligen Personen bewußt war, stand wieder einmal die Frage im Raum, wie denn unter diesen Umständen der Freiheitsbegriff aufrechterhalten werden könne.</p>
<p>Vor wenigen Tagen bin ich beim <a href="http://philoblog.de/?p=274" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Philoblog</a> auf ein spannendes Interview mit dem Philosophen <a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/John_Searle" target="_blank" rel="noopener noreferrer">John R. Searle</a> zu genau dieser Thematik gestoßen. John R. Searle, seit 1959 (!) Professor in Berkeley, hatte sich bereits in den 60er Jahren mit seiner Sprechakttheorie international einen Namen gemacht. In den letzten Jahrzehnten hatte er sich mehr und mehr der philosophisch-analytischen Beschäftigung mit dem Phänomen Bewußtsein zugewandt.</p>
<p>Dabei steht er mit seiner Position quer zu klassisch-dualistischen Ansätzen,<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/john-r-searle-ueber-konzepte-des-freien-willens-nachdenken-ueber-die-lernwirklichkeit-an-schulen-und-universitaeten-werkstatt-ticker-19/#footnote_0_284" id="identifier_0_284" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ich hatte hier in der Eile zun&auml;chst dualistische und kompatibilistische Konzepte beide in einem Atemzug genannt und vermengt; das wurde in den Kommentaren berechtigterweise reklamiert.">1</a> die einerseits eine biologisch-neuronale Infrastruktur, andererseits eine autonome Sphäre des Bewußtseins annehmen. Gleichzeitig wehrt sich Searle gegen reduktionistische Modelle, die mentale Zustande zwar 1:1 an neuronale Prozesse koppeln und als kausal determiniert erachten, die Handlungsfreiheit damit aber als vereinbar ansehen (=Kompatibilismus). </p>
<p>Für Searle hingegen &#8211; und ich kann diesen Ansatz gut nachvollziehen &#8211; ist Bewußtsein ein emergentes Phänomen. Kurz: Bewußtsein ist als Resultat neuronaler Prozesse anzusehen, aber nicht auf diese zu reduzieren.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/john-r-searle-ueber-konzepte-des-freien-willens-nachdenken-ueber-die-lernwirklichkeit-an-schulen-und-universitaeten-werkstatt-ticker-19/#footnote_1_284" id="identifier_1_284" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Im Zshg. mit Emergenz ist auch dieser Werkstatt-Artikel zu Robert Laughlin interessant.">2</a></p>
<p>Das Interview mit Searle ist jedenfalls unbedingt eine Leseempfehlung:</p>
<blockquote><p>&#8222;Denken Sie doch einfach an eine alltägliche Entscheidungsfindung. Im Restaurant bietet Ihnen der Kellner die Wahl zwischen Kalb und Rind an. Da werden Sie doch nicht antworten: „He, ich bin Determinist, ich warte jetzt mal ab, wie ich mich entscheide.“ Die Verweigerung einer freien Entscheidung funktioniert nur, wenn ich die Freiheit zur Verweigerung voraussetze. Wenn man sich weigert, seinen freien Willen einzusetzen, macht das nur Sinn, wenn man seinen freien Willen in der Verweigerung zum Ausdruck brachte.&#8220;</p></blockquote>
<p>Mit solchen und anderen Gedankenspielen versucht Searle, sich den Weg zwischen verschiedenen Konzepten des freien Willens zu bahnen.  Im Kern geht es ihm um die Frage: Gibt es eine Lücke, einen Bereich in dem prinzipiell Freiheit nisten könnte. Also einen Freiheitsspielraum zwischen den Faktoren, die meine Entscheidung beeinflußen einerseits<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/john-r-searle-ueber-konzepte-des-freien-willens-nachdenken-ueber-die-lernwirklichkeit-an-schulen-und-universitaeten-werkstatt-ticker-19/#footnote_2_284" id="identifier_2_284" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Meine physische und psychische Ausstattung samt den in ihr geronnenen Erfahrungen.">3</a> und zwischen der faktischen Entscheidung andererseits, die unmittelbar eine bestimmte Handlung einleitet.</p>
<div class="links_kurz">Weiterlesen:</p>
<ul>
<li>Interview mit John R. Searle: <a href="http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~EE9B99337FC2B4260A00CCDA0854D43C5~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wie frei sind wir wirklich?</a>, FAZ, 23.3.2008</li>
</ul>
</div>
<h4><span style="color: #808080; font-size: xx-large;"><strong>»</strong> <span style="font-size: large;">Unterricht im digitalen Zeitalter</span></span></h4>
<p>Immer wieder wird lamentiert, daß sich die Lebenswirklichkeit der heutigen Schüler- und Studentengeneration immer weiter von derjenigen ihrer Lehrer und Dozenten entferne. Während die Teenager virtuos mit SMS, ICQ, Chats, IPod und Internet umgingen, seien solche Techniken für viele ihrer Lehrer noch ein Buch mit sieben Siegeln.</p>
<p>Daß die &#8222;digital natives&#8220;<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/john-r-searle-ueber-konzepte-des-freien-willens-nachdenken-ueber-die-lernwirklichkeit-an-schulen-und-universitaeten-werkstatt-ticker-19/#footnote_3_284" id="identifier_3_284" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die man meinetwegen auch &bdquo;digital secondos&ldquo; apostrophieren darf.">4</a> keineswegs so selbstverständlich und spielerisch in den digitalen Welten unterwegs sind,<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/john-r-searle-ueber-konzepte-des-freien-willens-nachdenken-ueber-die-lernwirklichkeit-an-schulen-und-universitaeten-werkstatt-ticker-19/#footnote_4_284" id="identifier_4_284" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Was mich ehrlcherweise selbst etwas erstaunt hat.">5</a> habe ich in <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/24/der-mythos-der-google-generation-von-digitalen-analphabeten-in-den-universitaeten-werkstattnotiz-lxxxi/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">diesem Artikel </a>skizziert. Gleichzeitig glaube ich, daß die Generationen keineswegs sich weiter voneinander entfernt haben als in früheren Zeiten. Dennoch lohnt es sich immer wieder, darauf hinzuweisen, daß sich der Umgang mit Medien in den letzten Jahren verändert hat. Lehrer und Dozenten, die sich mit solchen Veränderungen nicht auseinandersetzen, haben es verständlicherweise schwer.</p>
<p>Ein nachdenklicher kleiner Film, den ich bei <a href="http://kathrinfutter.ch/blog/?p=30" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bildungsfutter</a> aufgestöbert habe, stellt in diesem Zusammenhang hochinteressante Fragen. Etwa:</p>
<blockquote><p>&#8222;Are you reaching your students?&#8220;, oder:</p>
<p>&#8222;How are you using the new WWW to teach your students?&#8220;</p></blockquote>
<p>Und irgendwann kommt sogar die Frage &#8222;Do any of your students use Google?&#8220; &#8211; In meinen Augen sehr sehenswert, auch wenn ich die Anregungen im letzten Teil<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/john-r-searle-ueber-konzepte-des-freien-willens-nachdenken-ueber-die-lernwirklichkeit-an-schulen-und-universitaeten-werkstatt-ticker-19/#footnote_5_284" id="identifier_5_284" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Dort geht es um den Einsatz des Handys im Unterricht.">6</a> nicht für so wahnsinnig revolutionär halte. Dennoch ein interessanter Clip, der bewußt macht, daß das Potential des Web überhaupt nicht ausgeschöpft wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p></br><br />
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="350" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="flashvars" value="height=350&amp;width=425&amp;file=http://www.teachertube.com/flvideo/448.flv&amp;image=http://www.teachertube.com/thumb/448.jpg&amp;location=http://www.teachertube.com/skin-p/mediaplayer.swf&amp;logo=http://www.teachertube.com/images/greylogo.swf&amp;searchlink=http://teachertube.com/search_result.php%3Fsearch_id%3D&amp;frontcolor=0xffffff&amp;backcolor=0x000000&amp;lightcolor=0xFF0000&amp;screencolor=0xffffff&amp;autostart=false&amp;volume=80&amp;overstretch=fit&amp;link=http://www.teachertube.com/view_video.php?viewkey=40c570a322f1b0b65909&amp;linkfromdisplay=true&amp;recommendations=http://www.teachertube.com/embedplaylist.php?chid=63" /><param name="src" value="http://www.teachertube.com/skin-p/mediaplayer.swf" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="350" src="http://www.teachertube.com/skin-p/mediaplayer.swf" flashvars="height=350&amp;width=425&amp;file=http://www.teachertube.com/flvideo/448.flv&amp;image=http://www.teachertube.com/thumb/448.jpg&amp;location=http://www.teachertube.com/skin-p/mediaplayer.swf&amp;logo=http://www.teachertube.com/images/greylogo.swf&amp;searchlink=http://teachertube.com/search_result.php%3Fsearch_id%3D&amp;frontcolor=0xffffff&amp;backcolor=0x000000&amp;lightcolor=0xFF0000&amp;screencolor=0xffffff&amp;autostart=false&amp;volume=80&amp;overstretch=fit&amp;link=http://www.teachertube.com/view_video.php?viewkey=40c570a322f1b0b65909&amp;linkfromdisplay=true&amp;recommendations=http://www.teachertube.com/embedplaylist.php?chid=63"></embed></object></p>
<div class="invisible">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Freier+Wille">Freier Wille</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Philosophie">Philosophie</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Bildung">Bildung</a></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_284" class="footnote">Ich hatte hier in der Eile zunächst dualistische und kompatibilistische Konzepte beide in einem Atemzug genannt und vermengt; das wurde in den Kommentaren berechtigterweise reklamiert.</li><li id="footnote_1_284" class="footnote">Im Zshg. mit Emergenz ist auch <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/17/wider-die-modische-spekulation-robert-laughlin-erinnert-die-physik-an-ihre-grundlagen-kurzknapp-17/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dieser Werkstatt-Artikel </a>zu Robert Laughlin interessant.</li><li id="footnote_2_284" class="footnote">Meine physische und psychische Ausstattung samt den in ihr geronnenen Erfahrungen.</li><li id="footnote_3_284" class="footnote">Die man meinetwegen auch &#8222;digital secondos&#8220; apostrophieren darf.</li><li id="footnote_4_284" class="footnote">Was mich ehrlcherweise selbst etwas erstaunt hat.</li><li id="footnote_5_284" class="footnote">Dort geht es um den Einsatz des Handys im Unterricht.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/john-r-searle-ueber-konzepte-des-freien-willens-nachdenken-ueber-die-lernwirklichkeit-an-schulen-und-universitaeten-werkstatt-ticker-19/">John R. Searle über Konzepte des freien Willens ::: Nachdenken über die Lernwirklichkeit an Schulen und Universitäten | Werkstatt-Ticker 19</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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