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	<title>Rockmusik Archive &#187; Wissenswerkstatt</title>
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	<description>Blog zu Wissenschaft &#38; Wissenschaftskommunikation </description>
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	<title>Rockmusik Archive &#187; Wissenswerkstatt</title>
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		<title>Thees Uhlmann, die Werkstatt und ich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc Scheloske]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Nov 2011 07:30:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ich-Maschine]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftskommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Rockmusik]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenswerkstatt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich bin ja so etwas wie der Thees Uhlmann der deutschen Wissenschaftsblogosphäre. Die Instrumentenbeherrschung ist ausbaufähig und auch über den Gesang läßt sich streiten. Aber es gibt da einen gewissen Hang zu großen Gesten und irgendwie schlägt das Herz auf dem rechten Fleck. Das eint Thees und mich. Sag ich jetzt mal so1. ;-) Was ... <a title="Thees Uhlmann, die Werkstatt und ich" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2011/11/thees-uhlmann-die-werkstatt-und-ich/" aria-label="Mehr Informationen über Thees Uhlmann, die Werkstatt und ich">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2011/11/thees-uhlmann-die-werkstatt-und-ich/">Thees Uhlmann, die Werkstatt und ich</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich bin ja so etwas wie der Thees Uhlmann der deutschen Wissenschaftsblogosphäre. Die Instrumentenbeherrschung ist ausbaufähig und auch über den Gesang läßt sich streiten. Aber es gibt da einen gewissen Hang zu großen Gesten und irgendwie schlägt das Herz auf dem rechten Fleck. Das eint Thees und mich. Sag ich jetzt mal so<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2011/11/thees-uhlmann-die-werkstatt-und-ich/#footnote_0_1487" id="identifier_0_1487" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="unbescheiden wie ich bin">1</a>. ;-)</strong></p>
<p>Was das alles mit der Wissenswerkstatt zu tun hat? Nicht viel und dann doch wieder alles. Denn es geht hier ab sofort weiter. Mit Texten, Anmerkungen und Kommentaren zu all den Dingen, die mich beschäftigen. Es wird an dieser Stelle also wieder gebloggt. In wenigen Tagen geht es los. Ich freue mich. Heute aber vorab ein paar Zeilen und Hinweise in eigener Sache.</p>
<p>Wie die meisten mitbekommen haben, <a href="http://www.scienceblogs.de/echolot/2010/12/sentimentalitaeten-und-andere-gedanken-eines-scheidenden-wissenschaftsbloggers.php" >habe ich bei ScienceBlogs aufgehört</a>. Nach fast drei Jahren Redaktions- und Wissenschaftsblogalltag war es einfach Zeit etwas Abstand zu gewinnen. Und nachdem ich seit 2008 (fast) keinen Urlaub gemacht hatte, habe ich mir zunächst mal einen ungeheuren Luxus gegönnt: <a href="http://www.beutelthierchen.de/" >eine Reise durch Neuseeland und Australien</a>. Und das fast 4 1/2 Monate lang. Inzwischen sind meine Frau und ich zurückgekehrt und haben uns hier auf der Nordhalbkugel wieder akklimatisiert (wobei wir es doch sehr, sehr schade finden, daß hier keine Kängurus durch den Vorgarten hüpfen).</p>
<h4><span class="pullquote">Sind Twitter, Facebook oder Google+ überhaupt relevant für die Art und Weise wie wir künftig wissenschaftlich und über Wissenschaft kommunizieren?</span></h4>
<p>Und ich habe mir Gedanken gemacht, wie es bei mir weitergehen soll. Wie war und ist das mit den Wissenschaftsblogs? Was passiert aktuell mit Twitter, Facebook oder Google+? Ist das relevant für die Art und Weise wie wir künftig wissenschaftlich und über Wissenschaft kommunizieren? Und was hat das ggf. mit mir zu tun?</p>
<p><strong>In der Wissenswerkstatt gibt es Antworten zum Einsatz von Social Media in der Wissenschaftskommunikation</strong></p>
<p>Auf diese Fragen gibt es zwischenzeitlich eine Antwort: die Wissenswerkstatt. Meine Werkstatt ist seit einigen Wochen nicht &#8222;nur&#8220; mein Blog, sondern gleichzeitig auch ein &#8222;<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/buero-fuer-digitale-wissenschaftskommunikation/" >Büro für digitale Wissenschaftskommunikation</a>&#8222;. Wenn es um Wissenschaftskommunikation und soziale Medien geht, dann stehe ich ab sofort Unis, Verbänden, Verlagen und allen anderen, die wissen wollen, was in und mit Wissenschaftsblogs, Twitter &#038; Co. geht (und was nicht geht), gerne unterstützend und beratend zur Verfügung (mehr Infos zu meinen Dienstleistungen, zu Schulungen, Workshops, Konferenzblogs etc. <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/buero-fuer-digitale-wissenschaftskommunikation/">gibt es hier</a>).</p>
<p>Aber auch rechts und links der Wissenswerkstatt sind einige Dinge in Vorbereitung, auf die ich hier kurz hinweisen will. Das beginnt mit dem <a href="http://www.wissenschafts-cafe.net" >Wissenschafts-Café</a>, das ich zwischenzeitlich wiederbelebt habe. Dort sammle ich nun wieder wissenschaftliche Blogs, die in einem Kurzprofil vorgestellt und verlinkt werden. Außerdem gibt es nun auch eine <a href="http://www.wissenschafts-cafe.net/2011/11/13-fragen-an-gunnar-ries-von-mente-et-malleo/" >Fortsetzung der Interviewreihe</a> mit wissenschaftlichen Bloggern (Ich nehme übrigens gerne Vorschläge entgegen. Welchen bloggenden Wissenschaftler soll ich zum Gespräch bitten?)</p>
<p><strong>Wissenschaftsblog-Auslese, Analyse von Twitter als Kanal der Wissenschaftskommunikation und die Wissenswerte</strong></p>
<p>Auch dieses Jahr suche ich zusammen mit Lars Fischer die besten wissenschaftlichen Blogposts. Für die mittlerweile vierte Auflage der <a href="http://www.wissenschafts-cafe.net/auslese/" >Auslese</a> haben wir uns eine neue Strategie ausgedacht, wie wir aus den unzähligen Wissenschaftsblogtexten des Jahres 2011 die gelungensten Texte rausfiltern wollen. Details werden demnächst verraten.</p>
<p>Dann &#8211; das ebenfalls eine Vorankündigung &#8211; arbeite ich derzeit an einer (kleinen) Analyse der Twitternutzung im deutschsprachigen Raum (natürlich fokussiert auf twitternde Wissenschaftler, wissenschaftliche Institutionen und Wissenschaftsjournalisten). Erste Zwischenergebnisse werde ich schon demnächst verraten; eine detailliertere Darstellung zum Was, Wo, Wer und Wie des wissenschaftlichen Twitterns gibt es dann voraussichtlich Anfang 2012.</p>
<p>Damit aber Schluß mit der Programmvorschau. Ich werde mich die nächsten Tage erstmal auf der Wissenswerte (Bremer Forum für Wissenschaftsjournalismus) rumtreiben und umhorchen. Das erste Mal seit Jahren halte ich selbst keinen Vortrag auf der Wissenswerte, was zur Abwechslung auch mal ganz nett ist. Jedenfalls brauche ich so nicht noch Nachtschichten einlegen, um meine Präsentation fertigzustellen und kann mich so (hoffentlich) ganz entspannt in die Workshops und Vorträge reinsetzen. Vielleicht sehe ich ja den einen oder anderen Leser in Bremen?<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2011/11/thees-uhlmann-die-werkstatt-und-ich/#footnote_1_1487" id="identifier_1_1487" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Anfang Dezember bin ich &uuml;brigens auch beim Forum Wissenschaftskommunikation in K&ouml;ln.">2</a></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1487" class="footnote">unbescheiden wie ich bin</li><li id="footnote_1_1487" class="footnote">Anfang Dezember bin ich übrigens auch beim Forum Wissenschaftskommunikation in Köln.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2011/11/thees-uhlmann-die-werkstatt-und-ich/">Thees Uhlmann, die Werkstatt und ich</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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		<title>Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 14</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Sep 2007 17:14:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blogosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Blogosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<category><![CDATA[Rockmusik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Diesmal kein Text über das Wetter. Alles Heulen, Wehklagen und Zähneklappern hilft ja nichts. Biergartenwirte und Tretbootevermieter werden anders denken, fluchen und schimpfen. Die Kinobesitzer freuen sich dagegen. Es gibt übrigens auch einige schöne Filme derzeit zu sehen: seit letzter Woche läuft etwa &#34;Hallam Foe&#34;, ein englischer Film des Regisseurs David Mackenzie. Und die Geschichte ... <a title="Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 14" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/09/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-14/" aria-label="Mehr Informationen über Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 14">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/09/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-14/">Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 14</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" width="240" height="177" align="right" style="border: 1px solid rgb(136, 136, 136); margin: 6px; padding: 1px;" alt="Fundstuecke_01c.jpg" src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2007/05/Fundstuecke_01c.jpg" /><strong>Diesmal kein Text über das Wetter. Alles Heulen, Wehklagen und Zähneklappern hilft ja nichts. Biergartenwirte und Tretbootevermieter werden anders denken, fluchen und schimpfen. Die Kinobesitzer freuen sich dagegen. Es gibt übrigens auch einige schöne Filme derzeit zu sehen: seit letzter Woche läuft etwa &quot;<a  target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hallam_Foe" rel="noopener noreferrer">Hallam Foe</a>&quot;, ein englischer Film des Regisseurs David Mackenzie. Und die Geschichte des 17-jährigen Hallam, der nach dem Tod seiner Mutter immer argwöhnischer wird, seine Stiefmutter des Mordes verdächtigt und schließlich nach Edinburgh flieht, ist nicht nur aufgrund der hörenswerten Filmmusik eine Empfehlung. Die Schauspieler sind allesamt stimmig besetzt, die Bilder eindringlich und die Story des voyeuristisch-durchgeknallten Hallam, der, um einen Blick in Dachwohnungen zu werfen, auch nicht vor halsbrecherischen Kletterpartien zurückschreckt, ist der perfekte Kinostoff.</strong><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/09/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-14/#footnote_0_82" id="identifier_0_82" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die offizielle Website bietet noch einige weitere interessante Informationen, sowie einen Blog.">1</a><strong><br /></strong></p>
<p>Weniger bildmächtig wartet dagegen der neue Film von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Petzold_%28Regisseur%29" target="_blank"  rel="noopener noreferrer">Christian Petzold</a> auf: &quot;Yella&quot; erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die im brandenburgischen Wittenberge keine Perspektive mehr sieht und zu einem neuen Job nach Hannover reist. Die Probezeit beginnt am nächsten Tag&#8230; Stimmungsvoll, besetzt mit großartigen Schauspielern (Christian Redl, Devid Striesow etc.) und v.a. der zurecht preisgekrönten Nina Hoss in der Rolle der &quot;Yella&quot;. Ein Film, der eine interessante Wendung bereithält. &quot;Yella&quot; läuft nächste Woche, am 13. September in den deutschen Kinos an.</p>
<p>Damit aber genug der Kinotipps und noch ein paar Linkverweise&#8230;</p>
<p></p>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><font size="5" color="#888888">»</font><font size="5"><font size="5" color="#888888">1.</font> </font>Vor einigen Tagen hat Benedikt, der ansonsten seinen <a target="_blank" href="http://www.eigenarbeit.org/pop/" rel="noopener noreferrer">Poplog</a> mit allerlei Platten- und Bandbesprechungen ausstaffiert, begonnen, die Blogosphäre anhand eines neues Verfahrens &quot;<em>auszumessen</em>&quot;. Es ist gerade ein paar Tage her, daß Dirk Olbertz leider das Ende von Blogscout bekanntgegeben hat, mit dem Dirk bekanntlich auch eine Rangliste bzw. Orientierung bieten wollte, die nicht nur auf den reinen Trafficwerten basiert. Dirk hatte Gründe für das Einstellen seines Dienstes, dennoch bedaure ich diesen Schritt. Und das nicht nur, weil ich die letzten Wochen meist unter den Top100 und teilweise unter den Top20 einsortiert war.</p>
<p>Benedikt sucht nun einen anderen Weg: er wertet die Blogrolls aus und addiert die dort verlinkten Blogs zu einer &quot;<a target="_blank" href="http://www.eigenarbeit.org/pop/popjahr2007/09/03/metaroll-update/" rel="noopener noreferrer">Metaroll</a>&quot;. Sicher auch eine Methode und v.a. ist sie weitgehend gegen Manipulationsversuche gefeit. Das Problem das ich sehe: möglicherweise sind die Blogrolls zu statisch bzw. werden zu selten und zu nachlässig gepflegt. Jedenfalls ist das bei mir der Fall. Einige Blogs in meiner Linkliste werden nur sporadisch von mir besucht, andere, die ich regelmäßig lese, sind dort (noch) nicht zu finden. Ideal wäre &#8211; um der Relevanz von Blogs nachzuspüren &#8211; in meinen Augen eine Auswertung der jeweiligen Feedreader-Inhalte der einzelnen Blogger. Denn was mich einige Wochen langweilt, wird aus dem Feed bei mir entfernt&#8230; andere Fundstücke, die ich im Auge behalten will, kommen rein. Mir selbst fehlt zu so einer Rangliste allerdings das vertiefte Programmier-Know-How. Mit dem bißchen HTML- und PHP, was ich so zusammenbastle, kommt man da nicht weit&#8230;&nbsp;</p>
<p>Der Versuch von Benedikt verdient dennoch Beifall und Unterstützung&#8230; hier geht&#8217;s lang:</p>
<ul>
<li>Neue Landkarte der Blogosphäre: <a target="_blank" href="http://www.metaroll.de/metaroll.php" rel="noopener noreferrer">Metaroll&nbsp;</a></li>
</ul>
<p></p>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><font size="5" color="#888888">»</font><font size="5"><font size="5" color="#888888">2.</font>&nbsp;</font> Ich habe schon in einigen anderen Blogs &#8211; zumeist vor Wochen und Monaten &#8211; meine Einschätzung zu einem bislang<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/09/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-14/#footnote_1_82" id="identifier_1_82" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Nun aber ist er &uuml;ber Myspace anl&auml;&szlig;lich eines St. Pauli-Samplers verf&uuml;gbar. Den Link verdanke ich den Stagediven.">2</a> online nicht verfügbaren Tomte bzw. Thees-Uhlmann-Song abgegeben. Es handelt sich &#8211; und das ist keineswegs übertrieben &#8211; um das schönste und empathischste Stück der Popgeschichte, das sich einem Thema widmet, das der Indie-Musikszene einerseits sehr nah, andererseits sehr fern ist: dem Sport, genauer: dem Fußball.</p>
<p>Denn: egal ob auf der Bühne im Scheinwerferlicht oder auf dem Rasen: meist sieht man verschwitzte Männer, die hier wie dort ihr Bestes geben. Beifall gibt es &#8211; bei gelungener Darbietung &#8211; in beiden Fällen. Während aber im Fußball die körperliche Fitneß entscheidet und oftmals leider dumpfe (Lokal-)Patriotismen gepflegt werden, sind in der Indieszene andere Faktoren von Bedeutung: Textsicherheit, Stilgefühl und Authentizität. </p>
<p>Daß aber der öde WM-Rumpel-Song &quot;&#8216;<em>54,&#8217;74&#8230;</em>&quot; von den &quot;<em>Sportfreunden Stiller</em>&quot; nicht das Maß der Dinge ist, hat zum Glück wieder einmal Tomte bewiesen. Schon vor knapp zwei Jahren spielte Thees das wunderbare Stück &quot;Das hier ist Fußball&quot; ein und das sanft krakeelige &quot;Hooray, hooray&#8230;&quot; geht wunderbar einher mit feinen Beobachtungen der Fanszene. Und ich gestehe: wenn Hamburg nicht so weit wäre, so würde ich durchaus mal am Millerntor vorbeischauen. Hier in München ist Fußball dann doch was anderes&#8230; mich zieht&#8217;s da nicht hin. Thees aber weiß: </p>
<blockquote>
<p>&quot;Gegen Bayern gesiegt / gegen Chemnitz verloren / man hört noch die Chöre in seinen Ohren / Meine Schulter ist naß durch des Nebenmanns Tränen / kann es etwas Schöneres geben?&quot;</p>
</blockquote>
<p>Nein, schöner, ergreifender geht&#8217;s nimmer. Und &#8211; ich wiederhole mich: da befindet sich ein korrekter Genetiv in dieser Zeile! &quot;<em>&#8230;durch des Nebenmanns Tränen&quot;</em>. Sagenhaft! </p>
<p>Ich verbeuge mich und empfehle jedem Sport- und Musikfan<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/09/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-14/#footnote_2_82" id="identifier_2_82" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Das gilt freilich f&uuml;r meinen alten Kumpan Stefan, der einer der gr&ouml;&szlig;ten lebenden Fu&szlig;ballkoryph&auml;en ist und mit dem ich &ndash; wie mir gerade einf&auml;llt &ndash; in den Jahren 1995, 1996ff. einige der ersten Tocotronc-Konzerte in Ludwigsburg besucht habe. Genauso sollte sich &ndash; wenn er das St&uuml;ck noch nicht kennt &ndash; der gute Afro an den Rechner setzen und das Kleinod saugen. Es wird ihn freuen, nehme ich an&hellip;">3</a> den Download des folgenden Songs:</p>
<ul>
<li>Thees Uhlmann | Tomte: <a href="http://cache08-music01.myspacecdn.com/61/full_7ddeedfb8af776017edb3d80f09ba26b.mp3">Das hier ist Fußball</a>. [MP3]</li>
</ul>
<p></p>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><font size="5" color="#888888">»3</font><font size="5"><font size="5" color="#888888">.</font> </font>An dieser Stelle sei ganz kurz auf ein literarisches Blogprojekt verwiesen, das neuerdings nebenan entsteht. Da mir die Sache in gewissem Sinne eine Herzensangelegenheit ist, verweise ich bereits heute darauf. Es sind bislang nur einige &#8211; dafür umso lesenswertere! &#8211; Gedichte eingestellt. In den nächsten Tagen und Wochen werden weitere lyrische Versuche veröffentlicht und auch Prosatexte werden dort zu besichtigen sein.</p>
<p>Es lohnt sich durchaus schon einmal, einen kurzen Blick zu riskieren und dann in einigen Tagen nochmal vorbeizuschauen &#8211; ich werde aber bei Gelegenheit nochmals daran erinnern. Für alle Sprach- und Textmenschen:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.sprachspielerin.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Sprachspielerin</a> | Literarischer Blog</li>
</ul>
<p></p>
<p>&nbsp;</p>
<p></p>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><font size="5" color="#888888">»</font><font size="5"><font size="5" color="#888888">4.</font> </font>So, eigentlich sollte noch ein Hinweis auf einen weiteren Artikel folgen, allerdings bin ich gerade dabei, das Haus zu verlassen, um mich auf den &#8211; zum Glück kurzen! &#8211; Weg zur Gaststätte &quot;Rumpler&quot; zu machen. In 20 Minuten erwarte ich dort einige Blogkollegen aus der Nähe und auch der weiteren Ferne. </p>
<p>Berichte und Eindrücke des <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/09/03/kommt-zusammen-blogtreffen-in-muenchen-werkstattnotiz-vii/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">kleinen Blogtreffens</a> folgen&#8230;&nbsp; </p>
<p></p>
<p>&nbsp;</p>
<p></p>
<hr width="100%" size="1" />
<p>&nbsp;</p>
<p><!--adsense#Banner_Breit_01--></p>
<p>&nbsp;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_82" class="footnote">Die <a target="_blank" href="http://www.hallamfoe.de/" rel="noopener noreferrer">offizielle Website</a> bietet noch einige weitere interessante Informationen, sowie einen Blog.</li><li id="footnote_1_82" class="footnote">Nun aber ist er über Myspace anläßlich eines St. Pauli-Samplers verfügbar. Den Link verdanke ich den <a href="http://www.die-stagediven.de/wp/2007/09/04/hotelgeschichten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stagediven</a>.</li><li id="footnote_2_82" class="footnote">Das gilt freilich für meinen alten Kumpan Stefan, der einer der größten lebenden Fußballkoryphäen ist und mit dem ich &#8211; wie mir gerade einfällt &#8211; in den Jahren 1995, 1996ff. einige der ersten Tocotronc-Konzerte in Ludwigsburg besucht habe. Genauso sollte sich &#8211; wenn er das Stück noch nicht kennt &#8211; der gute Afro an den Rechner setzen und das Kleinod saugen. Es wird ihn freuen, nehme ich an&#8230;</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/09/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-14/">Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 14</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 13</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Sep 2007 10:51:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Tonspuren]]></category>
		<category><![CDATA[Blogosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Rockmusik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Vollkommen unbeabsichtigt ist eine Woche Blogabstinenz vorübergegangen; die beiden Gründe: zunächst die Leichtathletik-WM, die einen Großteil meiner Zeit absorbiert hat und dann eine lästige Bindehautentzündung. Und mit einer Conjunctivitis setzt man sich nicht freiwillig vor den Laptop. Passiert ist in der Blogosphäre dennoch etwas, deshalb hier die&#160; überfälligen Querverweise. Vorab aber noch zwei Gedanken zu ... <a title="Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 13" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/09/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-13/" aria-label="Mehr Informationen über Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 13">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/09/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-13/">Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 13</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" style="border: 1px solid rgb(136, 136, 136); margin: 6px; padding: 1px;" alt="Fundstuecke_01c.jpg" src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2007/05/Fundstuecke_01c.jpg" align="right" height="177" width="240"><strong>Vollkommen unbeabsichtigt ist eine Woche Blogabstinenz vorübergegangen; die beiden Gründe: zunächst die Leichtathletik-WM, die einen Großteil meiner Zeit absorbiert hat und dann eine lästige Bindehautentzündung. Und mit einer <a  target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Konjunktivitis" rel="noopener noreferrer">Conjunctivitis</a> setzt man sich nicht freiwillig vor den Laptop. Passiert ist in der Blogosphäre dennoch etwas, deshalb hier die&nbsp; überfälligen Querverweise.<br /></strong></p>
<p>Vorab aber noch zwei Gedanken zu den Leichtathletikweltmeisterschaften in Osaka. Wer mich kennt, ist wohl kaum verwundert, daß dieses Sportgroßereignis das Einzige ist, dem ich größere Aufmerksamkeit widme. Daß ich damit allerdings einer Randgruppe angehöre, ist mir dieses Jahr aber zum ersten Mal aufgefallen. Zwar hatte ich <a target="_blank" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/06/27/unter-ferner-liefen-ueber-die-fortschreitende-invisibilisierung-der-leichtathletik-im-sportjournalismus/" rel="noopener noreferrer">hier</a> bereits einige Überlegungen zur abnehmenden Medienrelevanz der Leichtathletik angestellt, aber dennoch hat es mich überrascht, welch geringe Resonanz die weltbesten Sprinter, Springer und Werfer zumindest in den deutschen Medien hervorrufen.</p>
<p>ARD und ZDF berichten zwar brav viele stundenlang, inspiriert ist das aber alles nicht. Wenigstens hielten sich fehlerhafte Moderatorenkommentare diesmal in Grenzen. Man bemüht sich. Wenn man sich aber die Darstellung etwa im führenden Onlinemedium &#8222;SpiegelOnline&#8220; ansieht, so zeigt sich einmal mehr: die Leichtathletik ist das ungeliebte Stiefkind des Sportjournalismus geworden. Wenn ein Athlet bzw. eine Athletin eine Goldmedaille erringt, dann wird dies für 2-3 Stunden in den Rang einer Meldung erhoben, dann ist aber auch wieder gut. Alles andere, selbst die Entscheidung im 100-m-Lauf findet in den Fußnoten statt. Sehr erstaunlich. </p>
<p>Zweite Anmerkung: Obwohl ich ja die These vertrete, daß die Leichtathletik eine ehrliche und transparente Sportart ist,<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/09/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-13/#footnote_0_80" id="identifier_0_80" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Da die Leistungen schlicht eindeutig feststellbar sind und auch im Verh&auml;ltnis zu fr&uuml;heren (m&ouml;glicherweise unter anderen Bedingungen erzielten) Rekorden eingeordnet werden k&ouml;nnen.">1</a> wurde in erschreckender Weise deutlich, daß auch in der Leichtathletik leider die Maxime gilt: solange das Eingeständnis von Dopingfällen nicht unvermeidlich ist, wird das Problem weggelächelt. </p>
<p>Man kann nur noch mit dem Kopf schütteln: noch bei der WM vor 2 Jahren wurden die Dopingproben für bestimmte Zeit aufbewahrt, um ggf. eine Nachprüfung (unter Nutzung verbesserter Analystik) vorzunehmen. Dieses Jahr, im Jahr 2007 der großen Dopingdiskussion, werden zwar über 1.000 Tests durchgeführt,<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/09/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-13/#footnote_1_80" id="identifier_1_80" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wobei man auch hier nicht oft genug darauf hinweisen kann, da&szlig; es v.a. auf unangemeldete Trainingskontrollen im Vorfeld der Saisonh&ouml;hepunkte ankommt. Aber das interessiert bei den Verantwortlichen fast niemanden.">2</a> aber die Proben werden nach der ersten Analyse vernichtet, anstatt in 2-3 oder mehr Jahren auf Wachstumshormone etc. zu testen. Die Liste der scheinheiligen Manöver der IAAF und ihrer Dopinginstanzen ließe sich weiter fortsetzen. Es bleibt nur zu hoffen, daß etwa der Deutsche Leichtathletikverband, der sich in dieser Frage seit einiger Zeit einigermaßen löblich verhält, weiterhin auf einen harten Kurs insistiert. Man darf die Hoffnung nicht aufgeben, daß das Problembewußtsein selbst bei altgedienten IAAF-Funktionären nicht doch noch irgendwann aufkeimen könnte. </p>
<p>Nun aber zu den Links&#8230;. </p>
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<p><font color="#888888" size="5">»</font><font size="5"><font color="#888888" size="5">1.</font> </font>Schon gut zehn Tage alt, aber dennoch noch lesenswert, ist ein Interview, das Thees Uhlmann für den Blog &#8222;<a href="http://www.jackpotbaby.de/?p=1600" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jackpot Baby!</a>&#8220; gegeben hat. Sicher keines der großen Interviews, aber so viel Neues habe zumindest ich nicht von Thees und Tomte gehört. Und so erfährt man nebenbei, daß man auch als Indierockstar mittlerer Prominenz das Hotelzimmer besser nicht im Stil von Keith Richards demoliert. Die Minibar wird &#8211; so ist zu lesen &#8211; nicht aus dem Fenster geworfen. </p>
<blockquote><p>Ich glaube, wenn so was passiert ist das ein Zeichen von Schwäche. Das ist nicht mein Style. Ich quäle die Leute lieber psychisch. Für so ein „Oh, ich hab grade vor 50.000 Menschen gespielt, ich trink jetzt mal Wodka-Redbull und fang an meinen Backstage-Raum zu zerlegen!“, dafür ist für mich ein Festivalauftritt einfach zu sehr ein Privileg und zu viel positive Energie im Spiel. Diese 80er-Jahre Möetly Crue Rock’n’Roll-Mythen interessieren mich auch einfach nicht. Natürlich ist das geil wenn fünf nackte Frauen vor dir liegen und was von dir wollen. Aber andere Sachen finde ich wesentlich radikaler und wesentlich nachhaltiger, es ist halt eine andere Welt geworden.</p></blockquote>
<ul>
<li>JackpotBaby!: <a href="http://www.jackpotbaby.de/?p=1600" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview mit Thees Uhlmann</a>, 22.8.2007</li>
</ul>
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<hr size="1" width="100%">
<p><font color="#888888" size="5">»</font><font size="5"><font color="#888888" size="5">2.</font>&nbsp;</font> Ganz aktuell gibt es einen spannenden Artikel bei <a target="_blank" href="http://www.spreeblick.com/2007/09/02/der-linke-neoliberalismus-versuch-einer-konkretisierung/" rel="noopener noreferrer">Spreeblick</a> zu lesen, der sich der Beantwortung der Frage annähert, ob ein &#8222;linker Neoliberalismus&#8220; denkbar wäre. Anlaß ist offenbar ein Essay von Mercedes Bunz, die sich mit dieser Thematik beschäftigt. Einerseits stellt sich freilich die Frage, was die gute Frau Bunz neben ihrem Tagesspiegel-Engagement noch so alles bewerkstelligt, andererseits, ob sich die beiden Begriffe nicht doch ausschließen. Wobei: es liegt &#8211; jedenfalls meinem ersten Verdacht zufolge &#8211; am Präfix &#8222;Neo-&#8222;; denn: &#8222;links&#8220; und &#8222;liberal&#8220; gehen sehr wohl zusammen. </p>
<p>Malte skizziert seine Überlegungen in der Sache allerdings sehr kurzweilig und treffend; so erfährt man en passant einiges über die heutige Abiturientengeneration:</p>
<blockquote>
<p>&#8230;ich habe einmal einer Abiturientin Nachhilfe gegeben in Geschichte. Kurz vor ihrer Prüfung schaute sie zu mir auf und fragte, aufrichtig auf eine kurze und klare Antwort hoffend: Ist Kommunismus gut oder schlecht?</p>
</blockquote>
<p>Entwaffenend, entlarvend und ehrlich. Hübsch. Es werden von Malte aber auch die richtigen Fragen gestellt, so etwa:</p>
<blockquote>
<p>War Jesus Christus ein Linker oder ein mitfühlender Konservativer? Sind die Taliban links? Stalin? Mao? Der iranische Präsident mit dem langen Namen? Gerhard Schroeder? Die Jakobiner?</p>
</blockquote>
<p>Und seine Antwort lautet? Das verrät Malte zwar nicht explizit, seine Forderung ist aber auf alle Fälle bedenkenswert:</p>
<blockquote>
<p>Es gab einmal einen Wert, der genauso wichtig war wie Sicherheit. Karl May hat ihn erfunden: Er hieß Freiheit. Diesen Begriff gilt es zurück zu erobern aus den Händen von Guido Westerwelle. (&#8230;)</p>
<p>Der freie, zum selbständigen Denken angeleitete Geist ist Menschenrecht. Diesen Geist kann man nicht per Dekret verfügen. Diesen Geist muss man atmen lassen. Konkret heißt das für Deutschland: Schulpolitik soll Bundessache sein, der Wähler soll wissen, wer verantwortlich ist. Die lernende Gesellschaft muss sich dadurch manifestieren, dass Lehrer besser bezahlt, Klassen verkleinert und die Schulen von Begehrlichkeiten der Wirtschaft frei gehalten werden.</p>
</blockquote>
<ul>
<li>Spreeblick: <a href="http://www.spreeblick.com/2007/09/02/der-linke-neoliberalismus-versuch-einer-konkretisierung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Der linke Neoliberalismus</a> &#8211; Versuch einer Konkretisierung, 2.9.2007</li>
<li>Mercedes Bunz: Linker Neoliberalismus &#8211; Was könnte das sein? Und warum eigentlich? Spinnen die? [<a target="_blank" href="http://www.mercedes-bunz.de/wp-content/uploads/2007/08/neoliberalismus.pdf" rel="noopener noreferrer">Download</a> als PDF]&nbsp;</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<hr size="1" width="100%">
<p><font color="#888888" size="5">»3</font><font size="5"><font color="#888888" size="5">.</font> </font>Trotz gewisser Handicaps, konnte ich es auch letzte Woche nicht lassen, ein wenig durch die Blogosphäre zu stöbern. Dabei bin ich auf eine <a target="_blank" href="http://www.basicthinking.de/blog/2007/08/28/media-in-transition-bloggertreffen-in-muenchen/" rel="noopener noreferrer">kurze Notiz</a> von Robert Basic gestoßen, der ein spontanes Bloggertreffen in München anregte. Am kommenden Mittwoch und Donnerstag, 5.+6.9.2007, findet in der bayerischen Landeshauptstadt die Medienkonferenz &#8222;<a target="_blank" href="http://www.mediaintransition.com/" rel="noopener noreferrer">Media in Transition</a>&#8220; statt. </p>
<p>Als Konferenzausklang ließe sich da &#8211; so Roberts Idee &#8211; ein wenig Blogtratsch und -austausch gut einbauen. In einem Anflug jugendlichen Leichtsinns habe ich mich kurzerhand bereiterklärt, meine Kneipen- und Barkenntnisse mit in die Organisation einzubringen. Maßgabe: <a target="_blank" href="http://www.basicthinking.de/blog/2007/08/28/bloggertreffen-in-muenchen-0609-1930/" rel="noopener noreferrer">Blog-Small-Talk-taugliche Location</a>. Inzwischen haben sich ca. 35 Personen angemeldet. Mein WG-Wohnzimmer als Ausweichquartier herzunehmen, fällt dann wohl flach. ;-)</p>
<p>Kleinere Bars fallen somit auch weg. Und von mir präferierte Clubs wie die Favoritbar oder etwa das nette &#8222;Für Freunde&#8220; kommen auch nicht in Frage. Aber ich habe meine Fühler natürlich schon ausgestreckt; wobei es nicht ganz einfach ist, denn es soll &#8211; so Roberts Wunsch &#8211; ein wenig münchnerisch und nicht schickeriamäßig sein. Mit letzterem täte ich mich ohnehin schwer. Aber nicht wenige originär münchnerisch-bayerische Lokale mißfallen mir persönlich, da dort oftmals ein derber Umgangston des Personals gepflegt wird. Wenn man sich nicht sicher sein kann, ob man nun Gast ist oder doch eher als störend und lästig empfunden wird, so ist das nicht der Ort meiner Wahl. </p>
<p>Aber es gibt ja auch Ausnahmen&#8230; näheres folgt wohl in wenigen Stunden. Und <a target="_blank" href="http://www.basicthinking.de/blog/2007/08/30/bloggertreffen-in-muenchen/" rel="noopener noreferrer">Beginn des Blogtreffens</a> ist am Donnerstag, 6.9. &#8211; ab 19.30 Uhr. </p>
<p></p>
<hr size="1" width="100%">
<p><font color="#888888" size="5">»</font><font size="5"><font color="#888888" size="5">4.</font> </font>Abschließend, ohne viel Kommentare, hier ein kleiner Vorgeschmack auf die&nbsp; DVD &#8222;Heima&#8220; der isländischem Postrockband &#8222;<a target="_blank" href="http://www.sigur-ros.co.uk/" rel="noopener noreferrer">Sigur Rós</a>&#8222;. Die DVD ist noch nicht erschienen, aber Klänge und Bilder sind &#8211; wie zu erwarten war<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/09/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-13/#footnote_2_80" id="identifier_2_80" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Und hier und hier auch bemerkt wurde.">3</a> &#8211; mehr als vielversprechend: </p>
<p><object height="350" width="425"><param value="http://www.youtube.com/v/ZfEhgoGYGRw" name="movie"><param value="transparent" name="wmode"><embed wmode="transparent" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/ZfEhgoGYGRw" height="350" width="425"></object></p>
<p>&nbsp;<object height="350" width="425"><param value="transparent" name="wmode"></object></p>
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<p><!--adsense#Banner_Breit_01--></p>
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<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_80" class="footnote">Da die Leistungen schlicht eindeutig feststellbar sind und auch im Verhältnis zu früheren (möglicherweise unter anderen Bedingungen erzielten) Rekorden eingeordnet werden können.</li><li id="footnote_1_80" class="footnote">Wobei man auch hier nicht oft genug darauf hinweisen kann, daß es v.a. auf <strong>unangemeldete</strong> Trainingskontrollen im Vorfeld der Saisonhöhepunkte ankommt. Aber das interessiert bei den Verantwortlichen fast niemanden.</li><li id="footnote_2_80" class="footnote">Und <a target="_blank" href="http://www.spreeblick.com/2007/08/24/sigur-ros-heima/" rel="noopener noreferrer">hier</a> und <a target="_blank" href="http://www.blognroll.com/entry.php?id=01864" rel="noopener noreferrer">hier</a> auch bemerkt wurde.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/09/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-13/">Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 13</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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		<title>Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 12</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Aug 2007 17:58:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tonspuren]]></category>
		<category><![CDATA[Rockmusik]]></category>
		<category><![CDATA[Tocotronic]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kennen Sie den Unterschied zwischen der stolzen, bayerischen Landeshauptstadt München und der Universitätsstadt Boulder im US-Bundesstaat Colorado? Nein, keine Sorge, ich lobe hier kein Städtequiz aus und es gibt auch nichts zu gewinnen. Auf die Antwort können auch nur außergewöhnlich gut informierte Zeitgenossen kommen&#8230; Und? Gehören Sie dazu? Gut, dann will ich mal nicht länger ... <a title="Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 12" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-12/" aria-label="Mehr Informationen über Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 12">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-12/">Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 12</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" width="240" height="177" align="right" style="border: 1px solid rgb(136, 136, 136); margin: 6px; padding: 1px;" alt="Fundstuecke_01c.jpg" src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2007/05/Fundstuecke_01c.jpg" /><strong>Kennen Sie den Unterschied zwischen der stolzen, bayerischen Landeshauptstadt München und der Universitätsstadt <a  target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Boulder_%28Colorado%29" rel="noopener noreferrer">Boulder</a> im US-Bundesstaat Colorado? Nein, keine Sorge, ich lobe hier kein Städtequiz aus und es gibt auch nichts zu gewinnen. Auf die Antwort können auch nur außergewöhnlich gut informierte Zeitgenossen kommen&#8230; Und? Gehören Sie dazu?</strong></p>
<p>Gut, dann will ich mal nicht länger um den lauwarmen Brei herumquatschen &#8211; der Unterschied besteht u.a. schlicht darin, daß man hier in München auf dem Weg zum Lebensmitteldealer dem Fußballpensionär Mehmet Scholl begegnet, wie er seinen Nachwuchs durch die Straßen trägt; so geschehen am gestrigen Tag, im Mittagssonnenschein und ich habe verpaßt, Mehmet dazu zu gratulieren, daß er bei seinem Abschiedsspiel die <em><a  target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hidden_Cameras" rel="noopener noreferrer">Hidden Cameras </a></em>ins Stadion gebeten hatte.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-12/#footnote_0_71" id="identifier_0_71" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Das Schulterklopfen haben zwischenzeitlich freilich andere &uuml;bernommen&hellip; hier und hier.">1</a> In Boulder dagegen wird man, wenn man unvorsichtig ist, von süßen, kleinen Streifenhörnchen angeknabbert. So geschehen vor wenigen Tagen, fragen Sie bei Alex nach. Wer jetzt mäkelt und behauptet, der Unterschied zwischen Mehmet Scholl und einem Streifenhörnchen sei zu vernachlässigen bzw. nicht vorhanden, dem mag ich an dieser Stelle allerdings nicht widersprechen. Oder doch? Genau: das Streifenhörnchen wird definitiv nicht mit den <em>Sportfreunden Stiller</em> auf Tour gehen, soviel steht fest&#8230;</p>
<p>Nun aber genug geplaudert, es folgen die Querverweise. Zur Abwechslung mal wirklich einigermaßen kurz und knapp.</p>
<p></p>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><font size="5" color="#888888">»</font><font size="5"><font size="5" color="#888888">1.</font> </font>Letzte Woche habe ich in den &quot;<a target="_blank" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/17/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-10/" rel="noopener noreferrer">Querverweisen No.10</a>&quot; auf den Fall des Berliner Soziologen Andrej H. hingewiesen. Der &#8211; das der Informationsstand bis dahin &#8211; aufgrund überaus vager Verdachtsmomente unter Terrorverdacht festgenommen und inhaftiert wurde. Ihm wurde bislang durch die Staatsanwaltschaft vorgeworfen, daß in Aufsätzen von ihm Schlagworte wie &quot;Gentrification&quot; oder &quot;Prekarisierung&quot; auftauchen, die sich auch in Flugblättern der sog. &quot;militanten gruppe&quot; wiederfänden. Diese mehr als obskure Begründung stieß auf energischen Protest von Intellektuellen weltweit.</p>
<p>Und heute wird ganz aktuell gemeldet, daß Andrej H. unter Kaution vorläufig freigelassen wurde. Andere Wissenschaftler sind aber weiterhin inhaftiert. </p>
<p>Gestern und heute sind aber einige interessante Interviews und Artikel zu diesem Fall erschienen. Gestern war in der ZEIT ein Interview mit H.&#8217;s Doktorvater, dem Stadtsoziologen Prof. Hartmut Häußermann, erschienen.</p>
<blockquote>
<p>ZEIT online: Läge die Staatsanwaltschaft denn so sehr daneben, wenn sie die Soziologie für eine Wissenschaft links denkender Intellektueller hielte?</p>
<p>Häußermann: Die Soziologie ist eine aufklärerische Wissenschaft. Sie will die herrschenden Verhältnisse kritisieren, Ungleichheiten aufzeigen, und sich für gleiche Lebenschancen und für Fairness einsetzen. Da wird die Soziologie schon auch politisch konkret: Eine Praxis, die nicht der Herstellung von Chancengleichheit dient, sondern die Ungleichheit vergrößert, wird kritisiert. Das betrachten wir als Teil unserer wissenschaftlichen Arbeit. [<em>vgl. Interview: Das Ende der kritischen Wissenschaft</em>]</p>
</blockquote>
<p>Freunde und auch der Anwalt von Andrej H. sind freilich erbost, über die fadenscheinigen Begründungen der Staatsanwaltschaft. Ebenfalls in der ZEIT von gestern war folgendes zu lesen:</p>
<blockquote>
<p>Dass die Vorwürfe gegen Andrej H. sich kaum rechtfertigen lassen, glaubt auch Stefan König, Berliner Rechtsanwalt und Strafrechtsexperte des Deutschen Anwaltvereins (DAV) . &quot;Aus den Versatzstücken wissenschaftlicher Texte einen Tatverdacht zu konstruieren, halte ich für bedenklich&quot;, sagt der Jurist. &quot;Das Vorgehen der Bundesanwaltschaft würde ich in diesem Fall nicht normal nennen.&quot; So sei weder die Schwere des Vorwurfs noch die der Haftbedingungen durch die reine Indizienbeweisführung gedeckt. [<em>vgl. Schwentker, Björn: Aufgebauschte Beweise. Die Zeit, 21.8.2007</em>]</p>
</blockquote>
<p>Soeben lese ich im <a target="_blank" href="http://technikforschung.twoday.net/stories/4189371/" rel="noopener noreferrer">Blog</a> der Hamburger Volkskundler, daß Andrej H. vorläufig freigelassen wurde.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-12/#footnote_1_71" id="identifier_1_71" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Diese Meldung und die fragw&uuml;rdige Inhaftierung werden auch hier und hier diskutiert.">2</a> Dort sind auch zwei taz-Artikel verlinkt. Darin ist u.a. zu lesen, daß inzwischen immer klarer wird, wie der Verdacht auf Andrej H. fallen konnte. Seine Anwältin Christina Clemm kennt die Antwort: Google.</p>
<blockquote>
<p>Clemm zufolge haben die Fahnder des BKA im Internet nach bestimmten Stichworten gesucht, die auch die &quot;militante gruppe&quot; in ihren Bekennerschreiben benutzt. Darunter seien Begriffe wie &quot;Gentrification&quot; oder &quot;Prekarisierung&quot;. Da H. zu diesen Themen forsche, seien die Fahnder auf ihn aufmerksam geworden. &quot;Das reichte für die Ermittlungsbehörden für eine fast einjährige Observation, für Videoüberwachung der Hauseingänge und Lauschangriff&quot;, so Clemm. [<em>Kommissar Google jagt Terroristen, taz, 22.8.2007</em>]</p>
</blockquote>
<p>Und ebenfalls in der taz nehmen Richard Sennett und Saskia Sassen Stellung:</p>
<blockquote>
<p>Sollten unsere Kollegen wirklich gefährliche Soziologen sein, dann sollten sie mit rationalen Mitteln strafrechtlich verfolgt werden. Aber, wie in Guantánamo, scheint die Verfolgung an Stelle der Strafverfolgung getreten zu sein. [<em>Sassen/Sennett: Das Verbrechen der Soziologie, taz, 22.8.2007</em>]</p>
</blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>Alle Artikel:</strong></em></p>
<ul>
<li><a target="_blank" href="http://images.zeit.de/text/online/2007/34/wissenschaft-terrorverdacht-andrej" rel="noopener noreferrer">Das Ende der kritischen Wissenschaft.</a> Gespräch mit Hartmut Häußermann. 21.8.2007</li>
<li>Schwentker, Björn: <a target="_blank" href="http://images.zeit.de/text/online/2007/34/wissenschaft-terrorverdacht-indizien" rel="noopener noreferrer">Aufgebauschte Beweise</a>. Die Zeit, 21.8.2007 </li>
<li>Sassen/Sennett: <a target="_blank" href="http://www.taz.de/index.php?id=debatte&amp;art=3475&amp;id=kommentar-artikel&amp;cHash=4d2c5cce47" rel="noopener noreferrer">Das Verbrechen der Soziologie</a>, taz, 22.8.2007</li>
<li><a target="_blank" href="http://www.taz.de/index.php?id=start&amp;art=3471&amp;id=deutschland-artikel&amp;cHash=5218eee73a" rel="noopener noreferrer">Kommissar Google jagt Terroristen</a>, taz, 22.8.2007 </li>
</ul>
<p></p>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><font size="5" color="#888888">»</font><font size="5"><font size="5" color="#888888">2.</font>&nbsp;</font> In den <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/20/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-11/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">letzten Querverweisen</a> von vorgestern hatte ich bereits darauf hingewiesen, daß Tocotronic ihre zweite Singleauskopplung &quot;Imitationen&quot; nun durch ein Video veredelt haben. Und inzwischen ist dieses kleine Kunstwerk auch soweit digitalisiert und handlich, daß ich es gerne hier einstelle. Je öfter man diese Songs hört &#8211; und dies gilt nicht nur für &quot;Imitationen&quot;, sondern im Prinzip für alle Titel des Albums &quot;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000RG121I?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B000RG121I">Kapitulation</a>&quot; &#8211; desto frappierender zeigt sich die traumwandlerische Sicherheit mit der Dirk von Lowtzow ergreifende Gedanken in Text- und Versform gießt. Hier ist nichts falsch, kein Bild zu bemüht oder allein einer Effekthascherei geschuldet. Es offenbart sich, daß Kunst sehr wohl authentisch sein kann.</p>
<p>Bitteschön &#8211; schauen Sie rein:&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p> <object width="425" height="350"><param value="http://www.youtube.com/v/CX9PKpGxAgs" name="movie" /><param value="transparent" name="wmode" /><embed width="425" height="350" wmode="transparent" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/CX9PKpGxAgs" /></object></p>
<p></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><font size="5" color="#888888">»3</font><font size="5"><font size="5" color="#888888">.</font> </font>Vor wenigen Stunden ist mir die Einladung zu einer Geburtstagsfeier ins Mailbrieffach geflattert. Eine mir nicht gänzlich unsympathische Person lädt &#8211; bei hoffentlich günstigen meteorologischen Verhältnissen &#8211; zum Picknick. Und ich werde natürlich auf dem falschen Fuß erwischt, geschenketechnisch zumindest. Wie gut, daß es den &quot;Kleinen Kolonialwarenladen&quot; gibt. Hier stöbert man doch gern. Nostalgie gepaart mit hochwertigen Produkten, die man nicht an jeder Ecke bekommt. </p>
<p>Im Moment schwanke ich noch: das Angebot ist zu verlockend. Und die Versprechungen nehmen sich bescheiden aus, nichts verachte ich mehr als substanzlose Vollmundigkeit; Lebensmittel sind ja durchaus gute Schenksachen und &quot;1 Glas Wasser&quot; nicht unoriginell:</p>
<blockquote>
<p>Ein Glas Wasser ist der ideale Durstlöscher! Ob beim Freizeitsport oder in der Frühstückspause &#8211; ein Glas Wasser wirkt oft wahre Wunder.</p>
<p>Wasser macht Freude &#8211; Auch zum Bespritzen, Gurgeln oder als Kühlwasser im Auto ist das köstliche Naß geeignet. Oder: Verarbeiten Sie ein Glas Wasser weiter, z.B. zu Spülwasser oder Suppe!</p>
</blockquote>
<p> Aber ich fürchte, das Wasser schmeckt doch etwas neutral. Vielleicht etwas mit mehr Geschmack? Oh, toll&#8230; es gibt auch Bier, sogar aus Norwegen:</p>
<blockquote>
<p>In jeder Flasche Högörök Premium Bier steckt die jahrhundertelange Erfahrung einer traditionsreichen Privatbrauerei. Um die restriktive skandinavische Alkoholgesetzgebung zu umgehen, entwickelte die Högörök-Brauerei Anfang der neunziger Jahre die Spezialsorten &quot;Bold&quot;, &quot;Hevvi Bold&quot; und &quot;Schadel Eksplosion&quot;.</p>
</blockquote>
<p>Naja, werde wohl noch etwas weiterstöbern:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.kolonialwarenladen.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Der kleine Kolonialwarenladen</a></li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><font size="5" color="#888888">»</font><font size="5"><font size="5" color="#888888">4.</font> </font>Und eben lese ich bei <a target="_blank" href="http://www.nicorola.de/?p=2924" rel="noopener noreferrer">Nicorola</a>, daß man sich auf ein neues Album einer ganz vorzüglichen Band freuen darf. Vor zwei Jahren lieferten nämlich &quot;Okkervil River&quot; mit <em>Black Sheep Boy</em> eines der besten Alben des Jahres ab und wenn ich Nicorolas Kritik durchlese, so ist der Band um den Sänger Will Sheff wieder ein großer Wurf gelungen. </p>
<blockquote>
<p>Das mittlerweile vierte Album von Okkervil River fällt mit der Tür ins Haus. “Our Life Is Not A Movie Or Maybe” ist ein wahnsinnig starker Opener, der die Stärken der Texaner sofort in den Vordergrund stellt. Zum Nachdenken anregende, zum Teil selbstreferentielle Texte, großartiges Songwriting, schöne Melodien und mitreißender Gesang. Das zweite Stück legt hier noch eine Schippe drauf und ist meiner Meinung nach bis dato der beste Song der Band. And I know it’s a lie, but I’ll still give my love. Hey, my heart’s on the line for your hands to pluck off.</p>
</blockquote>
<p>Ich selbst kann bislang noch recht wenig dazu sagen. Auf der Band-Website ist es aber auch möglich, alle Tracks des kommenden Albums anzuhören. Das nenne ich Service. Wer ungern die Katze im Sack kauft, der sei dorthin verwiesen. Ich selbst kann aus eigener Erfahrung nur beisteuern, daß Will Sheff zwar phänotypisch einem neurotischen Physikstudenten gleicht, allerdings auf der Bühne ungemein charismatisch agiert. So etwa vor gut einem Jahr im Münchner Atomic Cafe. Und da der Titel &quot;For real&quot; sehr nahe am perfekten Indierocksong ist und das dazugehörige Video bezaubernd gemacht ist, sei dieses hier abschließend eingestellt:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><object width="425" height="350"><param value="http://www.youtube.com/v/JDd4KezAFv8" name="movie" /><param value="transparent" name="wmode" /><embed width="425" height="350" wmode="transparent" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/JDd4KezAFv8" /></object></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>Empfehlenswert:</strong></em></p>
<ul>
<li>Okkervil River: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000NA25RI?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B000NA25RI">Black Sheep Boy</a>. 2005.</li>
<li>Okkervil River: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000SINSUS?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B000SINSUS">The Stage Names</a>. 2007.</li>
<li> Band-Website: <a target="_blank" href="http://www.okkervilriver.com/" rel="noopener noreferrer">Okkervilriver.com</a></li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p></p>
<hr width="100%" size="1" />
<p>&nbsp;</p>
<p><!--adsense#Banner_Breit_01--></p>
<p>&nbsp;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_71" class="footnote">Das Schulterklopfen haben zwischenzeitlich freilich andere übernommen&#8230; <a href="http://www.blogfrei.de/metalust/2007/08/gay_church_folk_musik.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> und <a href="http://www.die-stagediven.de/wp/2007/08/21/mehmet-is-my-boyfriend/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a>.</li><li id="footnote_1_71" class="footnote">Diese Meldung und die fragwürdige Inhaftierung werden auch <a href="http://spitzelblog.blogspot.com/2007/08/gentrification-prekarisierung.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier </a>und <a href="http://www.fixmbr.de/manchmal-glaube-ich-ja-dass-unsere-behoerden-terroristen-selbst-dann-nicht-fassen-wuerden-wenn-osama-bin-laden-in-der-kantine-des-bka-den-kaffee-servieren-wuerde/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> diskutiert.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-12/">Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 12</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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		<title>Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 09</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Aug 2007 13:06:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tonspuren]]></category>
		<category><![CDATA[Popkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Rockmusik]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Als Journalist in einem etablierten Print-Medium über die Blogosphäre zu berichten ist durchaus riskant. Wie man inzwischen weiß, ist man auf beiden Seiten recht dünnhäutig. Das mag seitens der Journalisten an mangelnder Recherche und teilweise an Mißverständnissen liegen, aufgrund schlechter Erfahrungen ist man seitens der Blogger einigermaßen empfindlich, vielleicht manchmal etwas zu sensibel, wenn wieder ... <a title="Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 09" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-09/" aria-label="Mehr Informationen über Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 09">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-09/">Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 09</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" width="240" height="177" align="right" style="border: 1px solid rgb(136, 136, 136); margin: 6px; padding: 1px;" alt="Fundstuecke_01c.jpg" src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2007/05/Fundstuecke_01c.jpg" />Als Journalist in einem etablierten Print-Medium über die Blogosphäre zu berichten ist durchaus riskant. Wie man inzwischen weiß, ist man auf beiden Seiten recht dünnhäutig. Das mag seitens der Journalisten an mangelnder Recherche und teilweise an Mißverständnissen liegen, aufgrund schlechter Erfahrungen ist man seitens der Blogger einigermaßen empfindlich, vielleicht manchmal etwas zu sensibel, wenn wieder ein Kommentar erscheint. </p>
<p>Ganz aktuell wird an vielen Stellen [etwa <a target="_blank" href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/in-der-sz-nichts-neues/" rel="noopener noreferrer">hier</a>, <a href="http://www.media-ocean.de/2007/08/14/sz-strategie-scheis-artikel-gute-resonanz/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> und<a target="_blank" href="http://www.spitblog.de/2007/08/13/wenn-menschen-ueber-dinge-schreiben/" rel="noopener noreferrer"> hier</a>] über den Artikel von Johannes Boie diskutiert, der am Samstag in der Süddeutschen Zeitung abgedruckt war [<a target="_blank" href="http://www.sueddeutsche.de/computer/artikel/865/127661/" rel="noopener noreferrer">hier</a>]. Der Text war &#8211; um ehrlich zu sein &#8211; recht belanglos. Der Einstieg bzw. Aufhänger, der die fehlende gesellschaftliche Relevanz von Blogs illustrieren sollte, war schlecht gewählt. Abgesehen davon, trafen einige Bemerkungen des Autors aber nach meinem Dafürhalten zu. Allerdings tat sich Boie keinen Gefallen damit, den Blogspezialisten Jan Schmidt mißverständlich zu zitieren. Eine Chronologie des Falles hat inzwischen Benedikt <a target="_blank" href="http://www.eigenarbeit.org/pop/popjahr2007/08/13/irrelevanz-und-selbstreferentialitat-chronologie-einer-debatte/" rel="noopener noreferrer">im Poplog</a> erstellt und Jan Schmidt nimmt im Bamblog <a target="_blank" href="http://www.bamberg-gewinnt.de/wordpress/archives/810" rel="noopener noreferrer">Stellung</a>. Naja, die Wogen werden sich wieder glätten und ich bin gespannt, ob und bis irgendwann FAZ, ZEIT oder SZ einen Blogtext einstellen, der in der Blogsphäre auf Beifall stößt. Abwarten&#8230; bis dahin gilt es folgende Webfundstücke und Links zu beachten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><font size="5" color="#888888">»</font><font size="5"><font size="5" color="#888888">1.</font> </font>Bevor ich einige Musik- und Popkulturtipps aufführen werde, beginnt die heutige Sammlung mit einem interessanten Artikel des Wissenschafts-, Technik- und Medientheoretikers Andreas Metzner-Szigeth.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-09/#footnote_0_73" id="identifier_0_73" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Prof. Dr. Andreas Metzner-Szigeth ist seit Okt. 2004 Inhaber des Gastlehrstuhls f&uuml;r Wissenschafts-,&nbsp; Technik- &amp; Gesellschaftsstudien an der Universidad del Pa&iacute;s Vasco in San Sebasti&aacute;n, Spanien. Ansonsten lehrt er als Privatdozent f&uuml;r Soziologie (seit April 2001) am FB Erziehungswissenschaft und Sozialwissenschaften der Universit&auml;t M&uuml;nster.">1</a> Vor wenigen Tagen stellte &quot;sic et non&quot; [Zeitschrift für Wissenschaft und Kultur im Netz] seinen Artikel &quot;<a href="http://www.sicetnon.org/modules.php?op=modload&amp;name=PagEd&amp;file=index&amp;topic_id=11&amp;page_id=585" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Internet &amp; Gesellschaft: Ein humanes Projekt?</a>&quot; ein. Wer sich etwas grundsätzlicher mit dem Web, seinen Strukturen, Logiken und Auswirkungen in und auf die Gesellschaft auseinandersetzen möchte, ist hier gut aufgehoben. Metzner-Szigeth beschreibt die Motivation zu diesem Text wie folgt: </p>
<blockquote>
<p>Als Ausgangspunkt dieses Beitrags dient keine Frage, sondern ein Wunsch &#8211; nämlich der zu begreifen, womit wir es eigentlich zu tun haben, wenn wir von dem Internet reden. Immerhin&nbsp;&nbsp; handelt&nbsp;&nbsp; es&nbsp;&nbsp; sich&nbsp;&nbsp; hierbei&nbsp;&nbsp; um&nbsp;&nbsp; ein&nbsp;&nbsp; Phänomen,&nbsp;&nbsp; mit&nbsp;&nbsp; dem&nbsp;&nbsp; sehr&nbsp;&nbsp; viele Assoziationen&nbsp;&nbsp; verbunden&nbsp;&nbsp; werden.</p>
</blockquote>
<p>Für die bloggenden Praktker hält der Artikel sicher einige ungewohnte Gedanken bereit. Die aufgeworfenen Fragen und (angedachten) Antworten sind jedenfalls lesens- und bedenkenswert:</p>
<blockquote>
<p>Das Internet ist etwas Technisches, gleichzeitig aber auch etwas Mediales. Vor dem Hintergrund der Charakterisierung des Internet mit Hilfe von Metaphern und Abstraktionen ist zu diskutieren, ob es dabei bleiben kann. Muss darüber nicht vielmehr in den Dimensionen der Kultur und des Sozialen nachgedacht werden?</p>
</blockquote>
<p>Metzner-Szigeth, Andreas (2007): <a href="http://www.sicetnon.org/modules.php?op=modload&amp;name=PagEd&amp;file=index&amp;topic_id=11&amp;page_id=585" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Internet &amp; Gesellschaft: Ein humanes Projekt?</a>, in: sic et non.</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><font size="5" color="#888888">»</font><font size="5"><font size="5" color="#888888">2.</font>&nbsp;</font> Der Sommer kommt immer noch nicht in die Gänge und bei den Stagediven ist die Wahl zum Sommerhit des Jahres <a target="_blank" href="http://www.die-stagediven.de/wp/2007/08/14/der-schone-sommerhit/" rel="noopener noreferrer">bereits abgeschlossen</a>. Vielleicht ist es auch dem wechselhaften Wetter und bewölkten Himmel zuzuschreiben, daß kein Strand- und Bikiniknaller das Rennen gemacht hat.<a  target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cornelia_Froboess" rel="noopener noreferrer"> Conny Froboess</a> hätte es wohl schwer gehabt. Gewonnen haben mit einem recht knappen Vorsprung vor Malajube: *Trommelwirbel* &#8211; Tocotronic mit Kapitulation. </p>
<p>Und das, obwohl ich selbst nicht einmal abgestimmt habe &#8211; auf dem Siegertreppchen befinden sch wie folgt:</p>
<blockquote>
<p>1. Tocotronic &#8211; Kapitulation [47 Stimmen]<br />2. Malajube &#8211; Pate Filo [43 Stimmen] <br />3. Maximo Park &#8211; Books from boxes [33 Stimmen]</p>
</blockquote>
<p>Trotz allem: meiner Meinung nach ein verdienter Erfolg. Wenn auch nochmals darauf verwiesen sei, daß das gesamte Album von Tocotronic eine ganze Reihe von hochkarätigen Songs bereithält. Allein das abschließende &quot;Explosion&quot; rechtfertigt einen Kauf der Platte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li>Wissenswerkstatt: <a target="_blank" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/07/06/kapitulation-weshalb-schwaeche-nicht-schwaeche-sondern-triumph-ist-tocotronic-fuehren-ihre-jugendbewegung-in-neues-licht/" rel="noopener noreferrer">Kapitulation » Weshalb Schwäche nicht Schwäche, sondern Triumph ist</a>. Tocotronic führen ihre Jugendbewegung in neues Licht, 6. Juli 2007 </li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><font size="5" color="#888888">»3</font><font size="5"><font size="5" color="#888888">.</font> </font>Weiter im Takt, weiter mit Musik: ein wirklich ausgesprochen schönes, nostalgisches Musikvideo hat wieder einmal Beirut mit dem Gulag Orkestar produziert. Und, da das Lied selbst ebenfalls bezaubernd und charmant ist, wird dieses Kleinod auch sofort hier eingestellt. Fürs Finden und Verlinken geht Dank an <a target="_blank" href="http://www.nicorola.de/?p=2896" rel="noopener noreferrer">Nicorola</a>. </p>
<p></p>
<p><object width="425" height="350"><param value="http://www.youtube.com/v/RjzVbXeD_8E" name="movie" /><param value="transparent" name="wmode" /><embed width="425" height="350" wmode="transparent" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/RjzVbXeD_8E" /></object></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ein klein wenig mehr Infos finden sich übrigens hier:</p>
<ul>
<li>Wonschewski, David: <a target="_blank" href="http://www.spiegel.de/kultur/musik/0,1518,448447,00.html" rel="noopener noreferrer">Amerikas Balkanisierung</a>, SpiegelOnline, 22.11.2006</li>
</ul>
<p>Empfohlen sei auch:</p>
<ul>
<li>&nbsp;Beirut: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000IJ7MCC?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B000IJ7MCC">Gulag Orkestar </a>(2006)</li>
</ul>
<hr width="100%" size="1" />
<p><font size="5" color="#888888">»</font><font size="5"><font size="5" color="#888888">4.</font> </font>In seiner überaus ambitionierten und kenntnisreichen Darstellung der kanadischen Musikszene widmet sich Benedikt <a href="http://www.eigenarbeit.org/pop/popjahr2007/08/13/kanadaserie-platz-3-godspeed-you-black-emperor/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">heute im Poplog</a> heute der Postrockband &quot;<a  target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Godspeed_You%21_Black_Emperor" rel="noopener noreferrer">Godspeed You! Black Emperor</a>&quot;. Da ich Godspeed neben bspw. <a  target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mogwai" rel="noopener noreferrer">Mogwai</a> sehr, sehr schätze und das im Artikel erwähnte und gelobte Album &quot;Lift Your Skinny Fists Like Antennas To Heaven&quot; seit vielen Jahren mein Eigen nenne, sei auf diesen Beitrag verwiesen. Denn wie Benedikt festellt:</p>
<blockquote>
<p>2000 erschien dann das Doppelalbum “Lift Your Skinny Fists Like Antennas To Heaven“, das insgesamt nur vier “Songs” enthält, mit denen die Band nun aber auch in einer etwas breiteren Indie-Öffentlichkeit international bekannt wurde. Außerdem enthält dieses Album mit “Storm” einen Track, der sich in epischer Breite in himmlische Sphären hocharbeitet und meiner Ansicht nach zu einem der besten Indieinstrumentals gehört, die je geschrieben wurden&#8230;</p>
</blockquote>
<p>MTreffender könnte ich das auch nicht schreiben. Was tatsächlich häufig unbekannt ist und ich selbst inzwischen fast vergessen habe, ist der gesellschaftskritische Anspruch der Band:</p>
<blockquote>
<p>Leider wird allzu oft der politische Gehalt von Godspeed ausgeblendet, obwohl es sich dabei um einen der spannendsten Aspekte der Band handelt. Die langen, hypnotischen Songs der Artrockband sollen schließlich nicht allein dem Geschmack der Indieszene entsprechen, sondern immer wieder auch als Kommentare zur aktuellen Lage in Wirtschaft und Politik gelesen werden &#8211; wenn nicht gar als Aufforderung zum Widerstand gegen den neoliberalen Kapitalismus.</p>
</blockquote>
<p>Wer noch weitere Infos will, bitte bei Benedikt weiterlesen. Empfohlen sei hier nur das erwähnte Meisterwerk:</p>
<ul>
<li>Godspeed You! Black Emperor: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B00004ZD69?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B00004ZD69">Lift Your Skinny Fists Like Antennas To Heaven</a> (2002) </li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp; </p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><font size="5" color="#888888">»5</font><font size="5"><font size="5" color="#888888">.</font> </font>So, nun sind diese Querverweise komplett und ich sehe, daß im eingangs erwähnten Streit um den SZ-Artikel nun nochmals Jan Schmidt <a target="_blank" href="http://www.bamberg-gewinnt.de/wordpress/archives/811" rel="noopener noreferrer">einen Kommentar</a> geschrieben hat. Er thematisiert etwas grundsätzlicher die Schwierigkeit den eigenen fachlich-wissenschaftlichen Standpunkt in einem kurzen Interview zu vermitteln. Oftmals werde er ganz gezielt nach bestimmten &quot;O-Tönen&quot; gefragt und der jeweilige Journalist wisse im Vorfeld bereits, was er hören wolle.</p>
<p>Insgesamt schätzt Jan aber die Möglichkeiten, die sich insbesonders durch die Kommentarfunktion in Blogs ergeben; denn diese ermöglichen eben im Notfall auch, daß man die eigene Aussage korrigiert bzw. die richtigen Kontexte nennt, um nicht mißverstanden zu werden. Bislang war das aber nach seiner Darstellung kaum einmal nötig &#8211; überwiegend recherchieren und schreiben die Kollegen der Printmedien also durchaus solide. Dennoch sei es ein Gewinn, wenn man nach Veröffentlichung eines Beitrags nochmal &quot;<em>eingreifen</em>&quot; könne&#8230;</p>
<blockquote>
<p>Persönlich empfinde ich das als Absicherung: Sollte ich irgendwann einmal das Gefühl haben, komplett sinnentstellend zitiert zu werden, könnte ich meine Sicht der Dinge darlegen und notfalls darauf verweisen. Für meine Leser/innen ist es hoffentlich eine interessante Ergänzung zu Themen, die sich einfach nicht in zwei kurzen Statements abhandeln lassen.</p>
</blockquote>
<ul>
<li>Schmidt, Jan (2007): <a target="_blank" href="http://www.bamberg-gewinnt.de/wordpress/archives/811" rel="noopener noreferrer">Mal was grundsätzliches zu Interviews</a>. In: Bamblog [Weblog], 13. August 2007. Online-Publikation: http://www.bamberg-gewinnt.de/wordpress/archives/811. Abrufdatum: 14. August 2007</li>
<li>Temporärlink für Jochen: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3446410090?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3446410090">Einstieg in das Programmieren mit MATLAB&#8230;</a></li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p>&nbsp;</p>
<p><!--adsense#Banner_Breit_01--></p>
<p>&nbsp;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_73" class="footnote">Prof. Dr. Andreas Metzner-Szigeth ist seit Okt. 2004 Inhaber des Gastlehrstuhls für Wissenschafts-,&nbsp; Technik- &amp; Gesellschaftsstudien an der Universidad del País Vasco in San Sebastián, Spanien. Ansonsten lehrt er als Privatdozent für Soziologie (seit April 2001) am FB Erziehungswissenschaft und Sozialwissenschaften der Universität Münster.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-09/">Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 09</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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		<title>Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 08</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 11 Aug 2007 20:07:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Tonspuren]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Rockmusik]]></category>
		<category><![CDATA[Werkstatt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Weltwirtschaft taumelt in eine phänomenale Finanzkrise und der deutsche Sommer bewirbt sich gerade um einen Spitzenplatz im Wettbewerb: naß, kalt und eklig.1 Währenddessen geht die Arbeit in der Wissenswerkstatt weiter. Hilft ja nix. Außerdem gilt es, eine kleine Umstrukturierung vorzunehmen. Hört sich wichtig an, meint aber nur, daß in Zukunft die Artikel der Wissenswerkstatt ... <a title="Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 08" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-08/" aria-label="Mehr Informationen über Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 08">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-08/">Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 08</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" width="240" height="177" align="right" style="border: 1px solid rgb(136, 136, 136); margin: 6px; padding: 1px;" alt="Fundstuecke_01c.jpg" src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2007/05/Fundstuecke_01c.jpg" />Die Weltwirtschaft taumelt in eine phänomenale <a target="_blank" href="http://home42.wordpress.com/2007/08/11/turbulenzen-im-weltfinanzsystem-beherrschbar/" rel="noopener noreferrer">Finanz</a><a target="_blank" href="http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2007/08/vorsicht-fliegende-banker.html" rel="noopener noreferrer">krise</a> und der deutsche Sommer bewirbt sich gerade um einen Spitzenplatz im Wettbewerb: naß, kalt und eklig.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-08/#footnote_0_68" id="identifier_0_68" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Und so interessanter- wie naheliegenderweise hat dies Auswirkungen auf so unterschiedliche Professionen wie Musik-Open-Air-Veranstalter und auch verschiedene Winzer.">1</a> </p>
<p>Währenddessen geht die Arbeit in der Wissenswerkstatt weiter. Hilft ja nix. Außerdem gilt es, eine kleine Umstrukturierung vorzunehmen. Hört sich wichtig an, meint aber nur, daß in Zukunft die Artikel der Wissenswerkstatt klarer in drei unterschiedliche Kategorien eingeordnet werden. Ursprünglich war es ja so gedacht, daß alle Themen, die keinen eigenen Beitrag rechtfertigen, hier in der Querverweise &amp; Fundstücke-Rubrik behandelt werden. Alle umfänglicheren Texte bekommen einen eigenen Platz.</p>
<p>Nun hat sich aber gezeigt, daß &#8211; entgegen der einstigen Planung &#8211; durch kommentierende Darstellung der Fundstücke regelmäßig längere Artikel bzw. Notizen entstanden sind, die längst zu einem eigenständigen Blogbeitrag taugen würden. Diese Texte mittleren Umfangs finden deshalb in Zukunft in der neuen Schublade &quot;<em>Werkstattnotizen</em>&quot; ihren Platz. </p>
<p>Auf diese Weise gibt es also in der Wissenswerkstatt ab sofort drei verschiedene Rubriken:</p>
<p>[1] zunächst die gewohnten, detaillierten Darstellungen zu einem bestimmten Thema. Egal ob gesellschaftliche Entwicklungen aus <a target="_blank" href="https://www.wissenswerkstatt.net/tag/Soziologie/" rel="noopener noreferrer">soziologischer Perspektive</a> kommentiert werden, eine <a target="_blank" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/05/11/the-national-boxer-von-der-seltenen-kunst-mit-wenigen-mitteln-grossartig-zu-klingen/" rel="noopener noreferrer">Rockband</a> gewürdigt und hinsichtlich ihrer Bedeutung eingeordnet oder etwa die <a target="_blank" href="https://www.wissenswerkstatt.net/tag/Doping/" rel="noopener noreferrer">Dopingproblematik</a> des Spitzensports näher beleuchtet wird: es sind längere Artikel und Abhandlungen, die durch weitere Links und Literaturverweise ergänzt sind und &#8211; das ein zusätzliches Kriterium und möglicherweise auch Gütesiegel &#8211; diese Texte beanspruchen auch über den Tag hinaus Gültigkeit. &nbsp; </p>
<p>[2] All die anderen Texte, die eher spontan entstehen und einen Sachverhalt nur kurz und schlaglichtartig thematisieren, sind fortan unter dem Etikett &quot;<em>Werkstattnotiz</em>&quot; versammelt. Hier findet man also aktuelle Anmerkungen und Hinweise, sowie kleine Probestücke aus der Werkstattproduktion. </p>
<p>[3] In der bestehenden Rubrik der &quot;<em>Querverweise</em>&quot; werden zukünftig tatsächlich nur noch Verweise auf spannende Texte in anderen Blogs oder Journalen aufgeführt. Kurze Sidekicks und Hinweise auf interessante Webfunde stehen hier im Mittelpunkt.</p>
<p>Nun aber genug der erklärenden Vorrede &#8211; hier die aktuellen Tipps:</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><font size="5" color="#888888">»</font><font size="5"><font size="5" color="#888888">1.</font> </font>Der britische Schriftsteller <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ian_McEwan" rel="noopener noreferrer">Ian McEwan</a> hat jüngst seinen neuen Roman &quot;Am Strand&quot; veröffentlicht. Offenbar Grund genug für die Neue Zürcher Zeitung ihn zu einem umfangreichen Gespräch einzuladen.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-08/#footnote_1_68" id="identifier_1_68" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ich selbst bin beim Philoblog &uuml;ber dieses Interview gestolpert. Im Litblog erf&auml;hrt man, da&szlig; McEwan auch f&uuml;r den &quot;Man Booker Prize&quot; 2007 nominiert ist. Und hier und hier fand der Roman &quot;Am Strand&quot; trotz der Harry Potter Hysterie Erw&auml;hnung.">2</a> McEwan gibt unter der Überschrift &quot;<a target="_blank" href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/literatur_und_kunst/wie_viel_freiheit_hat_der_mensch_1.530745.html" rel="noopener noreferrer">Wie viel Freiheit hat der Mensch?</a>&quot; Auskunft zu sich, seiner Art des Schreibens und möglichen biographischen Hintergründen. Alles auch für Leser interessant, die bislang keines der Werke McEwans kennen. Im Interview wird auch deutlich, daß &#8211; wie freilich auch in seinen Büchern sichtbar wird &#8211; der Brite ein sehr politischer Zeitgenosse ist:</p>
<blockquote>
<p>&quot;Nun, meine Generation hat von einer atomwaffenfreien Welt geträumt, und es ist schon sehr traurig, dass wir noch immer weit davon entfernt sind. Die andere Sache ist, dass seit den späten sechziger und frühen siebziger Jahren, als die Umweltbewegung geboren wurde, mehr als dreissig Jahre vergangen sind, in denen kaum etwas geschehen ist. Wir wussten noch nichts vom Klimawandel oder von der Erderwärmung, aber Probleme wie die Umweltverschmutzung, die zunehmende Verunreinigung der Meere und Flüsse (&#8230;), wurden lange Zeit nicht ernsthaft diskutiert. </p>
<p>Eine interessante Entwicklung ist, dass unser Wissen inzwischen ohne die Verantwortlichen der Politik umgesetzt wird. Insbesondere die grossen Wirtschaftskonzerne, die davon ausgehen, dass die Politik die Probleme früher oder später nicht mehr ignorieren kann, bereiten sich mittlerweile auf die in naher Zukunft anstehenden Regulierungen vor, um sich vor ihren Konkurrenten an sie angepasst zu haben. Die Politik läuft der Wirtschaft einen Schritt hinterher, und manchmal hat man das Gefühl, sie bedient Hebel, die zu nichts in Verbindung stehen. Das Eis der Arktis schmilzt dreimal schneller, als die schlimmsten Prognosen es vor zwei oder drei Jahren vorhergesagt haben, während sich die Leute in Grossbritannien und anderen westlichen Ländern Flachbildschirme und leistungsfähigere Computer kaufen. In zwei Jahren werden die elektronischen Geräte in Grossbritannien mehr als die Hälfte der Elektrizität verschlingen. Die Technologie, die uns helfen könnte, unsere Probleme zu bewältigen, reitet uns zugleich immer tiefer hinein&#8230;&quot;</p>
</blockquote>
<p>&nbsp;Auf die Rolle von Religionen und den Terrorismus angesprochen antwortet McEwan:</p>
<blockquote>
<p>&quot;Paradoxerweise haben also die Terroranschläge bei mir dazu geführt, nicht nur über den religiösen Glauben nachzudenken, sondern auch über die Alternative, die wir haben, und das ist in meinen Augen die Rationalität. Die Welt, die wir durch das Hubble-Teleskop oder durch ein Mikroskop betrachten, die Welt, die uns die Wissenschaft erschliesst, ist unendlich schöner als die Welten, die uns das Christentum, der Islam, der Buddhismus oder der Hinduismus zu bieten haben. Wir sollten anfangen, unsere Rationalität und unsere Wissenschaften als die wunderbaren Errungenschaften menschlicher Genialität zu feiern und der Arroganz derer zu misstrauen, die nicht nur behaupten, dass es einen Gott gebe, sondern uns auch noch sagen, was er denkt. Wir können Wunder und Inspiration in den Werken von Goethe und Shakespeare finden; wir können der Literatur eine moralische Orientierung entnehmen, die die Bibel nicht zu bieten hat.&quot;</p>
</blockquote>
<p>Alles sehr bedenkens- und lesenswert. Genauso übrigens wie die Bücher von Ian McEwan.</p>
<ul>
<li>McEwan, Ian (2005): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3257236271?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3257236271">Saturday</a>. Diogenes.</li>
<li>McEwan, Ian (2007): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3257066074?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3257066074">Am Strand</a>. Diogenes.</li>
<li>Interview mit McEwan: <a target="_blank" href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/literatur_und_kunst/wie_viel_freiheit_hat_der_mensch_1.530745.html" rel="noopener noreferrer">Wieviel Freiheit braucht der Mensch?</a>, NZZ, 21.7.2007</li>
<li>Persönliche <a target="_blank" href="http://www.ianmcewan.com/" rel="noopener noreferrer">Homepage</a> von Ian McEwan</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><font size="5" color="#888888">»</font><font size="5"><font size="5" color="#888888">2.</font> </font>Von der Literatur wechseln wir zur Musik. Nicht erst seit <a  target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Oliver_Schulz" rel="noopener noreferrer">Olli Schulz</a> wissen wir, daß Mixtapes längst nicht aus der Mode sind.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-08/#footnote_2_68" id="identifier_2_68" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="In seinem wunderbaren Deb&uuml;t &quot;Brichst du mir das Herz, brech&lsquo; ich Dir die Beine&quot; sang Olli Schulz: &quot;Nimm mein Mixtape, Babe.&quot; Und in der Blogsph&auml;re hat sich inzwischen ein neues Genre &ndash; n&auml;mlich Mixtapegeschichten &ndash; etabliert.">3</a> Und diese schöne Tradition pflegen seit einiger Zeit auch die Musikkenner von der &quot;<a target="_blank" href="http://www.roteraupe.de/" rel="noopener noreferrer">Roten Raupe</a>&quot;. Ganz aktuell ist Mixtape Vol. 04 erschienen und die Songs stehen zum Download bereit. Darunter sind einige hörenswerte Sachen und viel Gelegenheit zum Rumstöbern. Der erste Song von Delbo [&quot;Schikane&quot;] ist jedenfalls ein sehr guter und vielversprechender Start und sei deshalb auch direkt verlinkt. Weitere Perlen u.a. von Finn, Seidenmatt oder Tom Liwa komplettieren die Sammlung. Unbedingt ansehen &amp; anhören!<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-08/#footnote_3_68" id="identifier_3_68" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Dankenswerterweise haben mich die Popnutten auf diese Neuerscheinung aufmerksam gemacht.">4</a></p>
<ul>
<li>MP3-Download: Delbo &#8211; &quot;<a target="_blank" href="http://www.loobmusik.de/wavs/schikane.mp3" rel="noopener noreferrer">Schikane</a>&quot;</li>
<li>&quot;Rote Raupe&quot; &#8211; <a target="_blank" href="http://www.roteraupe.de/index.php?site=mixtape&amp;vol=4" rel="noopener noreferrer">Mixtape Vol. 04</a></li>
</ul>
<ul>
<li>Olli Schulz &amp; der Hund Marie (2006): <a target="_blank" href="http://www.amazon.de/gp/product/B000JK9ZRU?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B000JK9ZRU" rel="noopener noreferrer">Warten auf den Bumerang</a>&nbsp;</li>
<li>der Hund Marie (2006): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000HT2JMG?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B000HT2JMG">Hooligans &amp; Tiny Hands</a>&nbsp;</li>
</ul>
<ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
</ul>
<hr width="100%" size="1" />
<p><font size="5" color="#888888">»3</font><font size="5"><font size="5" color="#888888">.</font> </font>&quot;<em>Eine kleine wissenschaftshistorische Sensation</em>&quot; &#8211; so beginnt Ernst Falzeder seinen Beitrag in der ZEIT &#8211; sei die Veröffentlichung von Aufzeichnungen einer Patientin, die 1921 eine viermonatige Psychoanalyse bei <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sigmund_Freud" target="_blank"  rel="noopener noreferrer">Sigmund Freud </a>absolviert hatte. Gleichviel, ob man dieses Dokument als Sensation bewerten mag oder nicht. Es liest sich sehr spannend, denn offenbar liegen &#8211; abgesehen von expliziten Lehrprotokollen &#8211; über psychoanalytische Sitzungen, die Freud selbst durchgeführt hat, kaum Dokumente vor. Nun aber hat die Enkelin &#8211; selbst Psychoanalytikerin &#8211; der einstigen Freudpatientin die Tagebücher veröffentlicht. Für Freud-Kenner sicher mehr als spannend.</p>
<ul>
<li>Falzeder, Ernst: &quot;<a href="http://images.zeit.de/text/2007/32/Freud" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sie streifen so nah am Geheimnis</a>&quot;, Die ZEIT, 2.8.2007</li>
<li><a href="http://www.werkblatt.at/koellreuter/index.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Homepage der Enkelin</a> der Freudpatientin: Anna Koellreuter</li>
<li>Koellreuter, A.: &quot;Als Patientin bei Freud 1921 &#8211; aus dem Tagebuch einer Analysandin&quot;. in Werkblatt, Nr. 58/2007</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><font size="5" color="#888888">»</font><font size="5"><font size="5" color="#888888">4.</font> </font>Der deutsche Philosoph, der mit seinen Büchern die höchste Auflagenzahl erzielt und durch seine Medienpräsenz wohl auch der populärste ist, ist im Juni sechzig Jahre alt geworden. Die Rede ist von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Sloterdijk" target="_blank"  rel="noopener noreferrer">Peter Sloterdijk</a>, der freilich in der Welt der akademischen Philosophie zumindest in Deutschland wenig Freunde besitzt. Ob zu Recht oder nicht: ich meide meist den nuschelnden Sloterdijk, wenn er im Fernsehen zu sehen ist, schätze aber mitunter seine scharfsichtigen und inspirierenden Analysen und Essays. </p>
<p>In der WELT hat sein Freund Rüdiger Safranski einige persönliche Erinnerungen und Anmerkungen anläßlich des Geburtstages von Sloterdijk verfasst. Dort ist dann u.a. zu lesen:</p>
<blockquote>
<p>&quot;Peter Sloterdijk ist ein großer Anfänger, ausgestattet mit existenziellem Eigensinn, einem Überschuss an gedanklicher Spielfreude und der glücklichen Bereitschaft, sich von der Sprache zu Einsichten führen und verführen zu lassen. In diesem Sinne ist er auch ein genuiner Schriftsteller: Er lässt sich von der Sprache beschenken. Ein wirklicher Autor weiß, dass er der Sprache das Meiste verdankt. Wenn er ihr folgt, folgt sie ihm. </p>
<p>Das merkt man auch, wenn man ihm zuhört bei der allmählichen Verfertigung der Gedanken beim Reden. Seine Sprache trägt und treibt, und man wird mitgetragen und mitgetrieben. (&#8230;)&quot;</p>
</blockquote>
<p>Für seine Sphärentrilogie wurde Sloterdijk ja arg gescholten; seine Fähigkeit bestimmte Phänomene in Sprache zu packen ist aber oftmals unübertroffen &#8211; auch wenn ihm dies nicht kontinuierlich gut gelingt und manchmal schwächere Texte dabei herauskommen. Empfehlenswert ist beispielsweise seine Sammlung von Essays im Anschluß an Heidegger:&nbsp;</p>
<ul>
<li>Safranski, Rüdiger: <a href="http://www.welt.de/welt_print/article975284/Meister_der_froehlichen_Wissenschaft.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Meister der fröhlichen Wissenschaft</a>, Die Welt, 26.6.2007</li>
<li>Sloterdijk, Peter (2001): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3518412795?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3518412795">Nicht gerettet. Versuche nach Heidegger</a>. Suhrkamp</li>
<li>Sloterdijk, Peter (2006): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3518418408?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3518418408">Zorn und Zeit. Politisch-psychologischer Versuch</a>. Suhrkamp&nbsp; </li>
</ul>
<p>&nbsp;<br />&nbsp; </p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><font size="5" color="#888888">»5</font><font size="5"><font size="5" color="#888888">.</font> </font>Ebenso schwankend in ihrer Qualität und ebenso abhängig von der Tagesform des Autors wie die Sloterdijk&#8217;schen Werke sind die Kolumnen von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Axel_Hacke" target="_blank"  rel="noopener noreferrer">Axel Hacke</a> in der SZ. Manchmal, aber glücklicherweise nicht zu oft, sind die Geschichten rund um Paula, Luis und Bosch doch arg bemüht und man fürchtet, daß Hacke der Stoff ausgehe. Aber meist ist es unterhaltsam und bisweilen sind höchst amüsante Schilderungen zu finden. Zuletzt erfreute mich eine Erzählung, die auf die Wirrnisse Bezug nahm, die auf allzu exotische Namensgebung zurückzuführen sind. Es soll ja Eltern geben, die ihre Sprößlinge &quot;Pepsi Carola&quot; nennen wollen oder &quot;Hagebutte&quot; &#8211; in Hackes Kolumne waren es kaum minderschwere Fälle. </p>
<p>Durch Leserzuschriften erfuhr Hacke, </p>
<blockquote>
<p>&quot;dass nämlich ein Junge aus dem Kindergarten heimgekommen sei und begeistert berichtet habe, wie gut er sich mit seinem neuen Freund verstehe. </p>
<p>»Und wie heißt der?«, wurde er gefragt.&nbsp; </p>
<p>»Püschelbär.«&nbsp; &#8211; »Püschelbär?« </p>
<p>Ich will es kurz machen, der Freund hieß Pierre-Gilbert. (&#8230;) </p>
<p>Eine schöne Geschichte schrieb mir übrigens Herr F. aus Herzogenrath. Der hat einen griechischen Arbeitskollegen, der mit Vornamen Stavros heißt und eines Tages nach Amerika reiste. Dort wurde er im Hotel nach seinem Namen gefragt. »Stavros«, sagte er, dazu noch den Nachnamen natürlich. Die Dame an der Rezeption fragte, ohne eine Miene zu verziehen, zurück: »How do you spell Starwars? Like the movie?«&nbsp; <br />&nbsp;<br />Ich meine, das kommt dabei raus, wenn es zur Gewohnheit wird, Kindern so komplizierte, ungewöhnliche Vornamen zu geben, dann halten Rezeptionisten selbst Starwars für eine Möglichkeit.&quot;  </p></blockquote>
<p>Ich persönlich halte ja &quot;Püschelbär&quot; für durchaus vorstellbar &#8211; selbst deutsche Standesbeamten scheinen ja neuerdings kaum mehr wirklich rigoros zu sein. Die ganze Kolumne ist hier nachzulesen. </p>
<ul>
<li>Hacke, Axel: <a href="http://sz-magazin.sueddeutsche.de/index.php?id=110&amp;tx_ttnews[tt_news]=3285&amp;tx_ttnews[backPid]=109&amp;tx_ttnews[catSelection]=5&amp;cHash=a12e6080ec" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Das Beste aus meinem Leben</a>, SZ, 2.8.2007</li>
<li>Hacke, Axel (2007): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3888974674?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3888974674">Der weisse Neger Wumbaba kehrt zurück</a>. Zweites Handbuch des Verhörens. Kunstmann.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><font size="5" color="#888888">»6</font><font size="5"><font size="5" color="#888888">.</font> </font>Abschließend der Hinweis auf ein Interview mit dem US-amerikanischen Mediziner und Sachbuchautor Jerome Groopman. Dieser schildert etliche Beispiele, wie in seiner Berufspraxis viele Fehldiagnosen zustande kamen und berichtet auch über Fälle, in denen er selbst erfahren mußte, wie Kollegen vorschnell einige Symptome zu eben der naheliegenden Diagnose verdichteten. Nur war eben diese Diagnose, wie sich später herausstellte, falsch.&nbsp;</p>
<p>Groopman führt diese Tendenz auf Schwächen im Ausbildungssystem zurück:</p>
<blockquote>
<p>Ganz gleich in welchen Land, überall gibt es einen älteren Doktor als eine Art Meister. Die angehenden Ärzte beobachten, was der tut, und dürfen manchmal mit ihm reden. Doch wie es zu Irrtümern und Trugschlüssen kommt, das ist nicht Teil der Ausbildung.</p>
</blockquote>
<p>Und er erhofft sich, daß eine Umsteuerung und veränderte Akzentsetzung in der Medizinerausbildung diese Defizite beheben könnten. Groopman hatte eine Vielzahl Interviews mit Kollegen geführt, die ihm auch bereitwillig Auskunft gaben. Seinen Recherchen und anderen Studien zufolge beläuft sich die Anzahl der Fehldiagnosen auf 15%. Abhilfe verspräche seiner Meinung nach die Berücksichtigung neuer Erkenntnisse der Kognitionsforschung:</p>
<blockquote>
<p>Die Kognitionswissenschaften jedoch haben wir bisher ignoriert. Wir Ärzte nehmen Abkürzungen beim Denken, zumal wenn wir unsicher sind und unter Zeitdruck stehen. Wären wir darin ausgebildet, wie diese kognitiven Prozesse ablaufen, könnten wir die Fehldiagnosen verringern. Aber auch Sie als Patient sollten wissen, wie Doktoren ticken. Sie müssen mit mir auf eine Art und Weise in Verbindung treten, die mich davon abhält, in eine Denkfalle zu tappen.</p>
</blockquote>
<p>Damit hat Groopman sicher Recht. Die Quote von 15% lässt sich reduzieren. Allerdings sollte man sich nicht zuviel von diesen Maßnahmen versprechen: der ärztliche Leistungsdruck, Zeit- und Ressourcenmangel und letztlich schlicht die menschliche Irrtumsunterworfenheit werden niemals eine absolut gesicherte Diagnoseerstellung zulassen. </p>
<ul>
<li>Gespräch mit Jerome Groopman: &quot;<a target="_blank" href="http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,498623,00.html" rel="noopener noreferrer">Wissen, wie Doktoren ticken</a>&quot;, SpiegelOnline, 6.8.2007</li>
<li>Private <a target="_blank" href="http://www.jeromegroopman.com/" rel="noopener noreferrer">Homepage</a> von Dr. Jerome Groopman</li>
<li>Jerome Groopman (2005): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3442217180?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3442217180">Hoffnung, die wirkt</a>. Wie sich Menschen angesichts schwerer Krankheit behaupten. Goldmann.&nbsp; </li>
<li>Jerome Groopman (2007): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0618610030?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=0618610030">How Doctors Think</a>. B&amp;T.</li>
</ul>
<p></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p>&nbsp;</p>
<p><!--adsense#Banner_Breit_01--></p>
<p>&nbsp;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_68" class="footnote">Und so interessanter- wie naheliegenderweise hat dies Auswirkungen auf so unterschiedliche Professionen wie <a target="_blank" href="http://www.tour-blog.de/?p=914" rel="noopener noreferrer">Musik-Open-Air-Veranstalter</a> und auch <a target="_blank" href="http://winzerblog.de/archiv/regenwetter-1110/" rel="noopener noreferrer">verschiedene</a> <a target="_blank" href="http://drinktank.blogg.de/eintrag.php?id=2029" rel="noopener noreferrer">Winzer</a>.</li><li id="footnote_1_68" class="footnote">Ich selbst bin beim <a target="_blank" href="http://philoblog.de/?p=172" rel="noopener noreferrer">Philoblog</a> über dieses Interview gestolpert. Im <a target="_blank" href="http://www.litkara.de/litblog.php?id=1103" rel="noopener noreferrer">Litblog</a> erfährt man, daß McEwan auch für den &quot;<a target="_blank" href="http://www.themanbookerprize.com/" rel="noopener noreferrer">Man Booker Prize</a>&quot; 2007 nominiert ist. Und <a target="_blank" href="http://litart.twoday.net/stories/4093799/" rel="noopener noreferrer">hier</a> und <a target="_blank" href="http://blog.lob.de/2007/07/25/am-strand/" rel="noopener noreferrer">hier</a> fand der Roman &quot;Am Strand&quot; trotz der <a href="http://www.pottblog.de/2007/08/07/harry-potter-und-die-heiligtuemer-des-todes-wahl-des-covers-abgeschlossen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Harry</a> <a href="http://www.xsized.de/harry-potter-und-die-heiligtuemer-des-todes/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Potter</a> <a href="http://paxters-bunte-welt.blog.de/2007/08/10/harry_potter_zahlen_daten_und_fakten~2787997" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hysterie</a> Erwähnung.</li><li id="footnote_2_68" class="footnote">In seinem wunderbaren Debüt &quot;Brichst du mir das Herz, brech&#8216; ich Dir die Beine&quot; sang Olli Schulz: &quot;Nimm mein Mixtape, Babe.&quot; Und in der Blogsphäre hat sich inzwischen ein neues Genre &#8211; nämlich <a href="http://www.musicampus.de/2007/08/10/karins-mixtape/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mixtapegeschichten</a> &#8211; etabliert.</li><li id="footnote_3_68" class="footnote">Dankenswerterweise haben mich die <a target="_blank" href="http://www.popnutten.de/archiv/2007/08/10/mixtape-am-morgen-mittag-bringt/" rel="noopener noreferrer">Popnutten</a> auf diese Neuerscheinung aufmerksam gemacht.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-08/">Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 08</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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		<title>Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 03</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Jun 2007 17:21:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
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		<category><![CDATA[Luhmann]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Juni ist ein durchaus eigentümlicher Monat. Es ist der Monat der Passage, des Übergangs. Das Frühjahr und der vielbesungene Wonnemonat Mai liegen hinter einem und am Horizont leuchten die Sommertage seligen Nichtstuns.&#160; Die Übergänge kennzeichnen sich durch Warten: die Studenten warten auf das Semesterende und versuchen hektisch, sich den Stoff für die anstehenden Prüfungen ... <a title="Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 03" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/06/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-03/" aria-label="Mehr Informationen über Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 03">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/06/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-03/">Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 03</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" style="border: 1px solid rgb(136, 136, 136); margin: 6px; padding: 1px;" alt="Fundstuecke_01c.jpg" src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2007/05/Fundstuecke_01c.jpg" align="right" height="177" width="240">Der Juni ist ein durchaus eigentümlicher Monat. Es ist der Monat der Passage, des Übergangs. Das Frühjahr und der vielbesungene Wonnemonat Mai liegen hinter einem und am Horizont leuchten die Sommertage seligen Nichtstuns.&nbsp;</p>
<p>Die Übergänge kennzeichnen sich durch Warten: die Studenten warten auf das Semesterende und versuchen hektisch, sich den Stoff für die anstehenden Prüfungen reinzupauken, die Dozenten warten ebenfalls auf die Sommerpause, um den staubig-muffigen Seminarräumen zu entrinnen. Die Fernseh- und Medienschaffenden haben sich teilweise schon in ihre Feriendomizile verabschiedet und die Politikerkaste arbeitet auch nur noch mit halber Kraft und sitzt auf gepackten Koffern. </p>
<p>Warten also. Ich persönlich warte auf die anstehende <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000RG121I?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B000RG121I">Tocotronic-Platte</a>. In zwei Wochen ist es soweit und die ersten Höreindrücke sind vielversprechend. Andere warten auf den Sommerhit. Der wird nicht von Tocotronic sein, soviel steht glücklicherweise fest. Und wieder andere freuen sich auf den Sommerroman. Ein dicker Schmöker natürlich.&nbsp;</p>
<p>Um Literatur geht es auch in diesem dritten Teil der Fundstückesammlung, wenigstens ein bißchen:</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr size="1" width="100%">
<p><font color="#888888" size="5">»</font><font size="5"><font color="#888888" size="5">1.</font> </font>Zunächst geht es allerdings um einen Rückblick und zwar auf die &#8222;<a href="http://re-publica.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">re:publica</a>&#8220; vom April. Ich selbst war nicht dort, da man als bloggender Sozialwissenschaftler schließlich auch noch andere Dinge zu tun hat, als sich auf diversen Blogger-Treffen, Barcamps und ähnlichem rumzutreiben. Außerdem &#8211; ich gestehe &#8211; wurde ich weder eingeladen, noch war es mir den weiten Weg nach Berlin wert. Interessantes wurde freilich durchaus geboten, die meisten Präsentationen sind ja hinlänglich durchdiskutiert und bedürfen keiner Reanimationsversuche meinerseits. Einen der spannendsten Vorträge hielt dort sicherlich <a href="http://www.bamberg-gewinnt.de/wordpress/archives/788" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jan Schmidt</a>, der unter dem Titel &#8222;Mythen der Blogosphäre&#8220; mit so manchem Vorurteil aufräumte.</p>
<p>Vor allem kommt es ihm darauf an, die vielfältig kursierenden Annahmen und Etiketten die mit Bloggern und Blogs verknüpft sind auf ihre Substanz zu hinterfragen; mit sozialwissenschaftlichen Methoden natürlich, denn Jan Schmidt und die Forschungsstelle &#8222;Neue Kommunikationsmedien&#8220; [<a href="http://www.fonk-bamberg.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">FoNK]</a> in Bamberg haben sich durch ihre akribische Vermessungsarbeit im Feld der Blogosphäre längst zu einer zentralen Instanz gemausert, wenn man fundierte Informationen möchte, was (abseits des journalistischen Tralala) wirklich Sache ist.</p>
<p>So, damit aber genug der Lobhudelei. Der erwähnte Vortrag von Jan Schmidt ist seit wenigen Tagen jedenfalls auch online als Video eingestellt [<a href="http://re-publica.de/2007/06/14/video-mythen-der-blogosphare/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier!</a>]. In stolzen 47 Minuten erfährt man dort u.a., daß Blogs entgegen so mancher Klischees &#8222;weiblich&#8220; sind&#8230; den dreitagebärtigen, schmerbäuchigen Nerd als Prototyp des Bloggers dürfen wir also getrost verabschieden. ;-)</p>
<p>Wer sich für Jan Schmidts Arbeit interessiert ist sicher mit seinem Buch &#8222;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3896695800?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3896695800">Weblogs. Eine kommunikationssoziologische Studie</a>&#8220; gut beraten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p></p>
<p></p>
<hr size="1" width="100%">
<p><font color="#888888" size="5">»</font><font size="5"><font color="#888888" size="5">2.</font> </font>Themawechsel: Vermutlich der einzige bloggende <a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Pal%C3%A4ontologie&amp;oldid=33027835" target="_blank"  rel="noopener noreferrer">Paläontologe</a> im deutschsprachigen Raum, Björn Kröger, hat sich vor wenigen Tagen in seinem stets lesenswerten Blog &#8222;<a target="_blank" href="http://www.tiefes-leben.de/" rel="noopener noreferrer">tiefes leben</a>&#8220; mit aktuellen Entwicklungen im wissenschaftlichen Publikationswesen beschäftigt. Genauer: er schildert aus eigener Erfahrung das Dilemma, die eigenen Artikel nur noch in zitationsstarken Journalen veröffentlichen zu können, wohlwissend, daß somit die weniger prestigeträchtigen Zeitschriften noch stärker ins Hintertreffen geraten. </p>
<p>Nochmal: der eigenen Karriere, der eigenen Reputation (und ein Wissenschaftler kann nur mit diesem Pfund wuchern!) zuliebe, ist es unabdingbar, daß man als Wissenschaftler gezielt die Zeitschriften auswählt, in denen man zu publizieren beabsichtigt. Das erscheint auf den ersten Blick unproblematisch. Allerdings ist es so, daß diese Logik zur Folge hat, daß &#8211; wie Björn schreibt &#8211; die renommierten Zeitschriften geradezu überrannt werden und kaum mit der Bearbeitung nachkommen. Von der Einreichung bis zur Veröffentlichung vergehen da in Björns Fachgebiet bis zu zwei Jahre! Umgekehrt stehen die vielen anderen, kleinen Zeitschriften immer häufiger vor dem Aus &#8211; ein Konzentrations- und Monopolisierungsprozeß, wie man ihn etwa aus der Marktwirtschaft kennt. </p>
</p>
<blockquote>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Meine persönliche Erfahrung in den letzten Jahren sieht so aus: Ich kann es mir nicht mehr leisten in Journalen mit geringem Impakt zu veröffentlichen. Veröffentlichungen, auch wenn teilweise sinnvoll, in nicht peer gereviewten und ISI gelisteten Journalen kommt für mich nicht in Frage, weil mein wissenschaftliches Überleben davon abhängt, dass ich zitiert werde und in Journalen mit möglichst hohem ISI Faktor veröffentliche. [Quelle: tiefes leben, <a target="_blank" href="http://www.tiefes-leben.de/2007/06/15/imperialer-impakt/" rel="noopener noreferrer">imperialer impakt</a>, 15.6.2007]
</p>
</blockquote>
<p>Björn geht aber noch weiter und skizziert ein weiteres Problem seiner hochspezialisierten Arbeit: da er einer von ganz wenigen Experten auf seinem Gebiet ist, werden seine Artikel auch nach dem Erscheinen nur relativ selten zitiert. Die Zitationshäufigkeit ist aber (so dogmatisch, unflexibel und zahlenhörig ist Wissenschaftspolitik heute!) das entscheidende Kriterium, ob Wissenschaft als erfolgreich angesehen wird oder nicht. </p>
<p>In der Konsequenz werden große Forschungsprojekte bzw. Arbeiten, die von mehreren Autoren eingereicht werden, immer als &#8222;erfolgreicher&#8220; angesehen als andere. Da ja die jeweiligen Mitarbeiter in der Folgezeit genau diesen Artikel auch weiterhin zitieren werden. Einzelkämpfer haben diese Möglichkeit nicht. Und noch auf ein weiteres Problem weist Björn hin:</p>
<blockquote>
<p>Die Editoren der hochrangigen Zeitschriften erleben einen enormen Machtzuwachs, da immer mehr Arbeiten in den Top Journalen eingereicht werden. Die Top Journale werden einen immer stärkeren Einfluss auf die Inhalte und Forschungsausrichtungen der Fächer haben. [Quelle: tiefes leben, <a target="_blank" href="http://www.tiefes-leben.de/2007/06/15/imperialer-impakt/" rel="noopener noreferrer">imperialer impakt</a>, 15.6.2007]<br />&nbsp;</p>
</blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<hr size="1" width="100%">
<p><font color="#888888" size="5">»3</font><font size="5"><font color="#888888" size="5">.</font> </font>Anläßlich der <a href="http://www.strengejacke.de/2007-06-12/oekologische-kommunikation-und-klimawandel/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Re-Lektüre</a> von Niklas Luhmanns &#8222;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3531517759?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3531517759">Ökologische Kommunikation</a>&#8220; thematisiert Daniel Lüdecke die Unhintergehbarkeit des Beobachterstandpunkts. Da &#8211; und dies ist in meinen Augen eine der Hauptleistungen von Luhmanns Kommunikationstheorie &#8211; jede Beobachtung stets an ihre Unterscheidung gekoppelt bleibt, kann sie sich selbst, also den Prozeß des Beobachtens mitsamt seinen möglichen Schwachpunkten, nicht gleichzeitig in den Blick nehmen. </p>
<p>Oder anders formuliert: in jeder Situation in der wir unsere Umwelt beurteilen bzw. beobachten, benötigen wir eine Unterscheidung. Wenn wir am Badesee vorsichtig tastend die Zehenspitzen ins Wasser halten bspw. diejenige von warm|kalt. Ob diese Unterscheidung angemessen ist, kann allerdings nur eine sog. &#8222;Beobachtung 2. Ordnung&#8220; feststellen. Denn ein anderer Beobachter könnte möglicherweise sehen, daß die Temperatur in diesem Moment überhaupt nicht erste Priorität hat, wenn sich im Schilfgürtel des Seeufers gerade eine Schnappschildkröte aufhält. Gefahr|Nicht-Gefahr wäre also eine alternative Beobachtungsform, die aber ihrerseits hinsichtlich ihrer Unterscheidungswahl wieder blind ist.&nbsp;</p>
<p>Aber entfernen wir uns wieder von den trivialen Niederungen des Badevergnügens &#8211; und nähern uns der Verallgemeinerung an: was wir aus diesen Überlegungen im Anschluß an Luhmann lernen können ist, daß jede Beobachtung einen unhintergehbaren &#8222;blinden Fleck&#8220; aufweist; nämlich nicht sehen kann, was sie <em>nicht</em> sehen kann. Um also die Beobachtungsadäquanz zu beurteilen, bedarf es einer Beobachtung 2. Ordnung, die selbst wieder nicht zwangsläufig besseres, sondern lediglich anderes Wissen generiert.  </p>
<p>Daniel Lüdecke kommt zum Schluß: </p>
<blockquote>
<p>Die Eigengesetzlichkeiten der Kommunikation müssen durch Selbstbeobachtung beobachtet werden, um zu verstehen, warum geschieht, was geschieht, und warum nicht geschieht, was vielleicht geschehen sollte. Erst wenn diese Eigengesetzlichkeit der Gesellschaft (=Kommunikation) mit hinreichend komplexen Theorien analysiert werden kann, können vernünftige Argumente und funktionale Äquivalente oder Lösungen entwickelt werden.</p>
</blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Weiterführende Literatur:</em></p>
<ul>
<li>Niklas Luhmann und Dirk Baecker (2006<span class="sans">): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3896704591?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3896704591">Einführung in die Systemtheorie</a>. Carl-Auer.</span></li>
<li><span class="sans">Niklas Luhmann (2004): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3531517759?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3531517759">Ökologische Kommunikation</a>. VS-Verlag.</span></li>
<li><span class="sans">Niklas Luhmann (1984): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3518282662?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3518282662">Soziale Systeme</a>. Grundriß einer allgemeinen Theorie. Suhrkamp.</span> </li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p></p>
<hr size="1" width="100%">
<p><font color="#888888" size="5">»</font><font size="5"><font color="#888888" size="5">4.</font> </font>Was ist denn in Uhlmann gefahren, mag man sich fragen. Ziemt es sich neuerdings für Rockstars sich in der Hauptstadtpostille &#8222;Tagesspiegel&#8220; über die Befindlichkeiten, Sorgen und Nöte junger Väter auszulassen?<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/06/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-03/#footnote_0_41" id="identifier_0_41" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Und da ich mit dem Hinweis auf Thees Essay nun einige Tage gewartet habe, bis diese Fundst&uuml;ckesammlung komplett wird, wurde auch schon anderswo, z.B. im Spreeblick oder bei Franzi und hier darauf verwiesen. Das kommt davon, wenn man sich Zeit l&auml;&szlig;t. ;-) ">1</a> Aber wenn Thees Uhlmann ein Prinzip verinnerlicht hat, dann ist es dasjenige, sich nicht um Erwartungen zu scheren. Immer geraderaus oder &#8211; Uhlmanns Freund Marcus Wiebusch zitierend &#8211; &#8222;mach immer, was dein Herz Dir sagt.&#8220;&nbsp;</p>
<p>Das sind also die Prämissen, unter die Uhlmann &#8211; seines Zeichens Kopf und Sänger der unvergleichlich charmanten Hamburger Indieband &#8222;Tomte&#8220; &#8211; seinen Lebensentwurfs stellt. Man verdankt Uhlmann einige der authentischsten Zeilen in der Geschichte der Rockmusik und viele unvergessene Konzerte. Und daß er es verdammt Ernst meint mit der Aufforderung, die Schönheit der Chance zu ergreifen und all das zu umarmen, was einem gefällt, war ohnehin längst klar.</p>
<p>Nun ist auch öffentlich, weshalb der Tomte-Clan dieses Jahr nicht mit neuer Platte aufwarten kann. Denn Thees ist Vater geworden. Offenbar schon im April. Und über seine Erfahrungen gibt er unter der netten Überschrift &#8222;<a href="http://www.tagesspiegel.de/zeitung/Frauen-Maenner;art7754,2326890" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Von Windeln verweht</a>&#8220; Auskunft:</p>
</p>
<blockquote>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><a name="ar_text"></a>Also, in aller erster Linie soll dieser Text eine tiefe Verneigung vor den Damen dieser Welt sein für das, was sie vor der Schwangerschaft, während der Schwangerschaft und vor allen Dingen nach der Schwangerschaft über sich ergehen lassen müssen. Hut ab!
</p>
</blockquote>
<p>So ein wenig vermisst man dann auch die Rotzig- und Respektlosigkeit, die Uhlmann sonst auszeichnet. Der Text ist &#8211; jedenfalls meiner bescheidenen Ansicht nach &#8211; gehörig inkohärent und lässt den roten Faden vermissen. Einige Passagen sind dennoch bemerkens- und festhaltenswert, so z.B.:</p>
</p>
<blockquote>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><a name="ar_text1"></a>Ich gebe zu, ein Kind zu haben, ist zu 90 Prozent der Himmel. Aber zu zehn Prozent ist es die gottverdammte Hölle. Wenn das Kind schreit – und merke, wenn das Kind schreit, hat es immer recht! – dann ist das kein Weinen, wie wenn man sich den kleinen Zeh nachts am Bettpfosten gestoßen hat. Das ist ein Geräusch vom Ende der Seele. </p>
</blockquote>
<p>Ja, das ist der Uhlmann, von dem man gerne mehr lesen würde. Aber vermutlich hat der Nachwuchs auch während der Abfassung des Textes genau das getan, worüber Thees schreibt: geheult nämlich und den jungen Papa nicht in Ruhe schreiben lassen. So ist es kein Artikel wie aus einem Guß geworden, dafür endet er mit einem schönen Plädoyer bzw. einer Aufforderung an zumindest den männlichen Teil der Leserschaft:</p>
</p>
<blockquote>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><a name="ar_text2"></a>Haben Sie Langeweile, starke Nerven, eine Dame, bei der sie sich vorstellen können, sie 20 Jahre zu lieben, und haben Sie alle dummen Bars und dummen Typen dieser Stadt gesehen? Ja? Gut, dann sage ich: Machen Sie mal schnell ein Kind.
</p>
</blockquote>
<p>&nbsp;Sollte dem noch etwas hinzuzufügen sein?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
</p>
<hr size="1" width="100%">
<p><font color="#888888" size="5">»5</font><font size="5"><font color="#888888" size="5">.</font> </font>Und wo wir abschließend bei Musik sind: einer der vielversprechendsten Musiker und Songwriter unserer Zeit ist der 34-jährige <a  target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Damien_Rice" rel="noopener noreferrer">Damien Rice</a>. Bereits 2002 hatte der gebürtige Ire mit dem Album &#8222;O&#8220; für wahre Begeisterungsstürme gesorgt, dann mit Liveauftritten sich weiteres Renommee erarbeitet und schließlich Ende 2006 sein zweites Album vorgelegt. </p>
<p>Dieses ist &#8211; Rice ist kein Elegiker &#8211; ebenfalls recht unscheinbar mit &#8222;9&#8220; betitelt. Was so bescheiden daherkommt, offenbart allerdings beim Hören der Popsongs ein Strahlen, das seltene Intensität besitzt. Wundervoll zart instrumentiert sind die Lieder von Rice. Und von beeindruckender Schönheit. Im Zentrum steht Rice&#8216; kraftvolle Stimme, die aber nie überwältigt, sondern stets die Möglichkeit ihrer Fragilität kenntlich macht. Große Gefühle, Emotionalität und bescheidene, fast introvertierte Klänge gehen so Hand in Hand. Einer der zerbrechlichsten Songs ist die Singleauskopplung &#8222;9 Crimes&#8220;, das Rice im Duett mit Lisa Hannigans singt. Dazu gibt es ein sehr schönes Video.&nbsp; </p>
<p>&nbsp;</p>
<p><object height="350" width="425"><param value="http://www.youtube.com/v/smKb79ltpaU" name="movie"><param value="transparent" name="wmode"><embed wmode="transparent" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/smKb79ltpaU" height="350" width="425"></object></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>CD-Tipps:</em></p>
<ul>
<li>Damien Rice (2002): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B0000AXKRB?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B0000AXKRB">&#8222;0&#8220;&nbsp;</a> |&nbsp; Damien Rice (2006): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000IY03ZA?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B000IY03ZA">&#8222;9&#8220;</a>&nbsp;</li>
<li>Tomte (2006):&nbsp; <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000CR78NI?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B000CR78NI">Buchstaben über der Stadt</a>.</li>
<li>Tocotronic (2007): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000RG121I?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B000RG121I">Kapitulation.</a>&nbsp;</li>
</ul>
<p></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_41" class="footnote">Und da ich mit dem Hinweis auf Thees Essay nun einige Tage gewartet habe, bis diese Fundstückesammlung komplett wird, wurde auch schon anderswo, z.B. im <a href="http://www.spreeblick.com/2007/06/25/schreibende-sanger/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Spreeblick</a> oder bei <a href="http://blog.franziskript.de/?p=2231" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Franzi</a> und <a href="http://www.randpop.de/index.php/2007/06/25/thees-u-schreibt-ueber-die-freuden-eines-vaters/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> darauf verwiesen. Das kommt davon, wenn man sich Zeit läßt. ;-) </li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/06/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-03/">Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 03</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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		<title>Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 17</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Oct 2007 09:01:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Blogosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die letzten Wochen bin ich für meine Verhältnisse sehr viel unterwegs. Erst der Workshop in Bamberg, dann das zweitägige Barcamp und in gut einer Stunde werde ich nach Augsburg aufbrechen, wo bis Freitag eine Tagung zur Diskursanalyse stattfindet. Thematisch entferne ich mich also vorübergehend der Blogosphäre und wende mich Fragen meiner Doktorarbeit zu. Dort unternehme ... <a title="Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 17" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/10/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-17/" aria-label="Mehr Informationen über Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 17">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/10/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-17/">Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 17</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" width="240" height="177" align="right" src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2007/05/Fundstuecke_01c.jpg" alt="Fundstuecke_01c.jpg" style="border: 1px solid rgb(136, 136, 136); margin: 6px; padding: 1px;" /><strong>Die letzten Wochen bin ich für meine Verhältnisse sehr viel unterwegs. Erst der Workshop in Bamberg, dann das zweitägige Barcamp und in gut einer Stunde werde ich nach Augsburg aufbrechen, wo bis Freitag eine Tagung zur Diskursanalyse stattfindet. Thematisch entferne ich mich also vorübergehend der Blogosphäre und wende mich Fragen meiner Doktorarbeit zu. Dort unternehme ich ja den Versuch abzuklären, wie Gesellschaft und Wissenschaft auf die Einsicht reagieren, daß trotz aller zur Verfügung stehenden Mittel handlungsleitendes Wissen nicht eindeutig sichergestellt werden kann. <br /></strong></p>
<p>Hört sich komplizierter an, als es ist. Mein Interesse richtet sich schlicht darauf, wie bspw. die Wissenschaft selbst damit umgeht, wenn sie gewärtigen muß, daß trotz aller Bemühungen ihre Erkenntnisse immer mit einer Restunsicherheit behaftet bleiben. Was eben problematisch wird &#8211; und das ist der konkrete Gegenstand meiner Forschung &#8211; wenn das wissenschaftliche Wissen (wie im Beispiel von medizinischen Gentherapien) Grundlage für hochriskante Handlungen darstellt. Was ist, wenn es schiefgeht &#8211; so eine der Fragen. Resigniertes Aufhören? Trotziges Weitermachen?<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/10/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-17/#footnote_0_99" id="identifier_0_99" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="So nach dem &quot;Eva-Herman-Prinzip&quot;? ;-) ">1</a></p>
<p>Das alles ist natürlich sozial und somit sprachlich vermittelt. Hier setze ich mit einer Diskursanalyse an. Und erhoffe mir die nächsten Tage einige interessante Erkenntnisse&#8230; <em>&quot;Sprache &#8211; Macht &#8211; Wirklichkeit&quot;</em> ist die Tagung überschrieben. Spannend wird es für mich morgen vormittag, da steht dann der Unterpunkt <em>&quot;Das Verhältnis von Sprache und Wissen&quot; </em>auf dem Programm. Bevor ich nach Augsburg starte hier noch ein paar kleine Querverweise.</p>
<p></p>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><font size="5" color="#888888">»</font><font size="5"><font size="5" color="#888888">1.</font> </font>Mein Weg führt mich nachher an die Universität Augsburg. Das Semester hat ja noch nicht begonnen. Platz genug also für den Mittelbau, sich in den heiligen Hallen der Unis auszutoben. Wenn die Studenten wieder anrücken, dann stellt sich auch wieder die Frage nach den Studienbedingungen, der Betreuungsqualität und insgesamt nach dem Stellenwert universitärer Lehre. </p>
<p>Ich selbst bin ja der Meinung, daß genau diese (Haupt-)Aufgabe der Universität immer noch recht stiefmütterlich behandelt wird. Die Fähigkeit der Dozenten Lehrveranstaltungen abzuhalten ist leider nur ein Einstellungskriterium, das irgendwo auf den hinteren Plätzen rangiert. Dementsprechend gruselig ist dann teilweise das Angebot. Sicher einer der Gründe dafür, daß rund 30% der Studienanfänger die Uni ohne Abschluß wieder verlassen. Letzte Woche wurden dazu Zahlen des Stifterverbandes der deutschen Wissenschaft vorgestellt. Allein die Studienabbrecher verursachen Kosten in einer Höhe von über 2 Milliarden Euro. Die genauen Zahlen sind meiner Ansicht nach nicht ausschlaggebend. Entscheidend ist, daß hier Ressourcen brachliegen und individuelle Talente und Potentiale einfach durch den Rost fallen&#8230; </p>
<p>Ein telepolis-Artikel stellt v.a. auf die ökonomischen Daten ab:</p>
<blockquote>
<p>Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft hat errechnet, dass mit der hohen Abbrecherquote nicht nur das Scheitern vieler persönlicher Lebensplanungen, sondern auch ein beträchtlicher ökonomischer Schaden verbunden ist. Vergleicht man die entsprechenden Quoten an Universitäten und Fachhochschulen mit den jährlichen Kosten für einen Studienplatz (etwa 4.500 €) und der durchschnittlichen Verweildauer der Abbrecher (7,5 Semester), dann ergibt sich laut Stifterverband ein staatliches Verlustgeschäft von 2,2 Milliarden Euro pro Jahr, während die gesamte Volkswirtschaft infolge fehl geschlagener privater Investitionen und ausbleibender Einkommen mehr als 7,6 Milliarden Euro verliert.</p>
</blockquote>
<p>Lesenswert ist der Artikel allemal&#8230;</p>
<ul>
<li>Stegemann, Torsten: <a target="_blank" href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/26/26323/1.html" rel="noopener noreferrer">Das teure Scheitern</a>. telepolis, 2.10.2007</li>
</ul>
<p></p>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><font size="5" color="#888888">»</font><font size="5"><font size="5" color="#888888">2.</font>&nbsp;</font> Von meiner nicht<del>(mehr)</del>bloggenden Freundin Sandra wurde ich auf die Aktion &quot;<a href="http://www.deine-stimme-gegen-armut.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deine Stimme gegen Armut</a>&quot; aufmerksam gemacht. Sie ergänzte ihren Hinweis mit der Bemerkung, daß mit dieser Aktion &quot;<em>mehr erreicht werden könne als mit einem roten Banner in der Ecke</em>&quot;. </p>
<p>Die Tatsache, daß mit dieser von prominenten Künstlern unterstützten und professionell aufgezogenen Aktion ein vielfach größeres Publikum angesprochen werden kann, will ich gar nicht in Abrede stellen. Dennoch bin ich mir nach meinen Erfahrungen mit dem &quot;Free Burma&quot;-Projekt nicht ganz sicher, welche Art der politisch-sozialen Mobilisierung und v.a. Sensibilisierung zielführender ist. Ich hatte beim Barcamp noch einige interessante Gespräche. Klar, mit Robert und Benedikt sowieso, aber auch mit vielen anderen. Ich habe den Verdacht, daß der bloße Sachverhalt, daß man von der Rezipientenrolle in die Produzentenrolle rutscht (wenn man eben ein Banner + Text auf dem eigenen Blog plaziert) tatsächlich geeignet ist, das eigene Verhalten zu ändern. Die bloße Beteiligung an Unterschriftenlisten oder die (eben passive!) Kenntnisnahme, daß einige Pop- und Rockstars sich gegen Armut engagieren, ist da meiner Ansicht nach weniger nachhaltig.</p>
<p>Dennoch halte ich die Aktion am 17. Oktober für wichtig. Die Blogsphäre darf gerne die Botschaft weiter verteilen. ;-)</p>
<p><a href="http://www.deine-stimme-gegen-armut.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="http://www.deine-stimme-gegen-armut.de/banner/gifs/440x160.gif" alt="Deine Stimme gegen Armut" /></a></p>
<p>&nbsp;<br />Was mir freilich bei der kurzen Durchsicht der Aktionswebseiten aufgefallen ist: es gibt natürlich auch einen Blog zu der Aktion, nur: es gibt kaum Kommentare. Ich habe insgesamt nur 2-3 Stück gesichtet. Ist das Zielpublikum zu faul, hier wenigstens zwei Sätze beizusteuern? Oder was machen die Organisatoren falsch? Ist das Angebot zu glatt, zu professionell? </p>
<p>Weiteres Beispiel: verschiedene Künstler fordern zur Beteiligung auf &#8211; so auch die Band &quot;Beatsteaks&quot;<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/10/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-17/#footnote_1_99" id="identifier_1_99" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die zugegebenerweise vor 2 Jahren auch ein, zwei gute Lieder hatten.">2</a>. Allerdings ist mir dieser Videoschnipsel zu banal. Außerdem: ich würde es für sinnvoller halten, das auf youtube einzustellen. Denn ich für meinen Teil habe gerade keine Ahnung, wie ich ein &quot;myvideo&quot;-Video einbinde. Wenn ich gefragt worden wäre, dann hätte ich den Verantwortlichen anderes geraten&#8230; </p>
<ul>
<li><a href="http://www.deine-stimme-gegen-armut.de/blog/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&quot;Deine Stimme gegen Armut&quot;-Blog</a> </li>
</ul>
<p></p>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><font size="5" color="#888888">»3</font><font size="5"><font size="5" color="#888888">.</font> </font>So, die Zeit läuft mir davon und ich muß noch meinen Mitfahrer Mirko anrufen, um abzuklären, wann wir uns treffen. Deshalb abschließend nur der Verweis auf folgende wunderbare Website:</p>
<ul>
<li><a target="_blank" href="http://www.lowmorale.co.uk/creep/flash/lm_creep_(FLASH).swf" rel="noopener noreferrer">Radiohead &#8211; I&#8217;m creep &#8211; acoustic</a> (Flashwebsite)</li>
</ul>
<p>Heute ist es ja möglich, das neue Radiohead-Album &quot;In Rainbows&quot; per Download zu beziehen. Ich hatte ja das letzte Mal [<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/10/02/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-16/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a>] darauf hingewiesen. Wenn das neue Album nur 2-3 Songs dieser Güteklasse enthält, darf man sich wohl nicht beschweren. Bis das geklärt ist, ist ein nostalgischer Blick auf die oben verlinkte Website unbedingt zu empfehlen. </p>
<hr width="100%" size="1" />
<p>&nbsp;</p>
<p><!--adsense#Banner_Breit_01--></p>
<p>&nbsp;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_99" class="footnote">So nach dem &quot;Eva-Herman-Prinzip&quot;? ;-) </li><li id="footnote_1_99" class="footnote">Die zugegebenerweise vor 2 Jahren auch ein, zwei gute Lieder hatten.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/10/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-17/">Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 17</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
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		<title>Charmante Leichenfledderei » Erdmöbel bitten zum Tanz</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2007/05/charmante-leichenfledderei-erdmoebel-bitten-zum-tanz/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 May 2007 17:19:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Tonspuren]]></category>
		<category><![CDATA[Popkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Popmusik]]></category>
		<category><![CDATA[Rockmusik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Geschichte der Popmusik ist eine Geschichte voller Mißverständnisse. Am weitesten verbreitet ist der bedauerliche Irrglaube, daß sich die Qualität von Musik an deren Hitparadenposition ablesen ließe. Dicht gefolgt von der Annahme, ein erfolgreicher Song müsse nach spätestens einer Saison den gequälten Formatradiokonsumenten erneut in die Gehörgänge geschleust werden; diesmal freilich in der glitzernden Verpackung ... <a title="Charmante Leichenfledderei » Erdmöbel bitten zum Tanz" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/05/charmante-leichenfledderei-erdmoebel-bitten-zum-tanz/" aria-label="Mehr Informationen über Charmante Leichenfledderei » Erdmöbel bitten zum Tanz">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/05/charmante-leichenfledderei-erdmoebel-bitten-zum-tanz/">Charmante Leichenfledderei » Erdmöbel bitten zum Tanz</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Geschichte der Popmusik ist eine Geschichte voller Mißverständnisse. Am weitesten verbreitet ist der bedauerliche Irrglaube, daß sich die Qualität von Musik an deren Hitparadenposition ablesen ließe. Dicht gefolgt von der Annahme, ein erfolgreicher Song müsse nach spätestens einer Saison den gequälten Formatradiokonsumenten erneut in die Gehörgänge geschleust werden; diesmal freilich in der glitzernden Verpackung einer aufgepeppten Coverversion.</p>
<p><strong>Die ganze wahre Wahrheit erfolgreicher Popmusik </strong>&nbsp;</p>
<p>Es wird nun allerhöchste Zeit, um mit diesen Mythen der Populärkultur abzurechnen. Denn erstens:<strong> kein einziger Charterfolg korreliert in irgendeiner Weise mit einer Eigenschaft, die auch nur im entferntesten Sinne als Qualität, Niveau oder Kunst aufzufassen wäre.</strong> Die Spitzenposition eines Songs in der Verkaufszahlenrangliste resultiert einzig und allein aus dem Umstand, daß irgendein nichtsnutziger Praktikant in einer beliebigen Musikredaktionsstube dieser Republik beim Durchhören der unzähligen CDs, die von den Plattenfirmasklaven schubkarrenweise angeliefert werden, schließlich bei einem Song, der ihm durchschnittlich und banal genug erscheint, um in die Heavy-Rotation seines Senders eingespeist zu werden, ein Kreuzchen macht. </p>
<p>Dieses Kreuzchen wird von den Redaktionspraktikanten allerdings nur an den Rand solcher Titel gesetzt, bei denen sie mit hinreichender Sicherheit davon ausgehen können, daß sie die Radiohörer keinesfalls aus dem Büroschlaf hochschrecken lassen oder sonstwie irritieren.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/05/charmante-leichenfledderei-erdmoebel-bitten-zum-tanz/#footnote_0_33" id="identifier_0_33" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ausnahmen bilden ausschlie&szlig;lich Songs lateinamerikanischer K&uuml;nstler, f&uuml;r die die Redaktionssekret&auml;rin schw&auml;rmt und die ihre Schw&auml;rmerei dem Praktikanten gebeichtet hat. Dieser versucht durch das Ankreuzen der jeweiligen Titel seine eigenen Chancen auf ein Rendezvous zu verbessern.">1</a> <strong>Denn, die ausschlaggebenden Kriterien, denen zufolge Hits <em>gemacht</em> werden, sind Überraschungsfreiheit, Innovationsferne und v.a. die Hörgewohnheitsadäquanz.</strong> Da die Hörgewohnheiten der überwiegenden Mehrheit der fraglichen Zielgruppe bereits zuverlässig auf ein enttäuschungsfestes Minimalniveau nivelliert sind,<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/05/charmante-leichenfledderei-erdmoebel-bitten-zum-tanz/#footnote_1_33" id="identifier_1_33" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Dies ist in Anbetracht der jahrelangen Berieselung mit Klangerzeugnissen aus den geheimen Hinterhoftonstudios von Bon Jovi, Britney Spears oder Shakira kaum anders zu erwarten.">2</a> ist das herausragende Merkmal jedes künftigen Charthits, daß er sich nahtlos in den gewohnen Musikeinheitsbrei einpaßt.</p>
<p><strong>Insuffizienzen der auditiven Mnemonik &nbsp;</strong></p>
<p>Nun aber zur Widerlegung des zweiten popmusikalischen Irrglaubens, der Coverversionen wahlweise als besonderen Ehrerweis gegenüber den Interpreten früherer Tage oder aber als Gütesiegel erachtet. Dabei ist es mehr als rätselhaft, daß sich überhaupt vernunftbegabte Zeitgenossen finden, die voller Glückseligkeit eine mit nervösen Beats unterlegte Neuauflage eines abgeschmackten Tom-Jones-Krachers käuflich erwerben, obwohl sie die kaum davon unterscheidbare Originalversion bereits im heimischen CD-Regal stehen haben. </p>
<p>Dieses Phänomen ist ausschließlich einer sonderbaren Doppelinsuffizienz der auditiven Verarbeitungsprozesse zuzuschreiben, unter der offenbar die meisten Hit-Radio-Hörer leiden. Einerseits ist bei ihnen das explizite Hörerinnerungsvermögen nur äußerst schwach ausgeprägt, so daß ihnen der wiederholte Aufguß der meist schwer erträglichen Songs nicht weiter auf- und mißfällt. Andererseits zeichnet sie ein äußerst sensibles implizites Hörgedächtnis aus; dies führt im Ergebnis dazu, daß die auditiven Zentren der Hörverarbeitung (sobald die ersten Takte einer Coverversion die Gehörgänge umschmeicheln) sofort ganze Kanonensalven in Richtung des Areals der Großhirnrinde feuern, das für sentimentale Gefühlswallungen verantwortlich ist. Dort werden also schlagartig wohlige Gefühle der Gewohnheit, Bekanntheit, Zuverlässigkeit und Heimat aktiviert. </p>
<p>Das Hören einer Coverversion belohnt uns also kraft derselben perfiden Strategie wie unser täuschungsanfälliges Geschmacksorgan, das uns frohlocken läßt, wenn Mutti mal wieder ihren berühmten Kartoffeleintopf zubereitet hat, der allerdings jedem, der mit dem Genuß des Eintopfs nicht ebenfalls die sonnig-unbeschwerten Tage der Kindheit assoziiert, sofort den Brechreiz hochsteigen läßt.</p>
<p><strong>Die Annäherung an die nivellierte Geschmacksunterschicht</strong></p>
<p>Zusammenfassend: was also beklatscht wird und in den Top Ten zu finden ist, ist entweder der verhängnisvollen Koalition zwischen unserer auditiven Vergeßlichkeit und unserer Erinnerungsduselei zuzuschreiben (unter diesen Umständen handelt es sich um Coversongs), oder es handelt sich um Popsongs, die genau die skizzierten Prozesse zu simulieren verstehen: also dadurch, daß sie sich vom bekannten Allerlei nur in homöopathischen Nuancen unterscheiden, wecken sie die bekannt wohligen Gefühle (dann sprechen wir von Charterfolgen, obwohl es sich um keine dezidierte Coverversion handelt). </p>
<p>Was wir also tagtäglich in den Radios und Musiksendern vorgesetzt bekommen, ist &#8211; man kann es nicht oft genug wiederholen &#8211; der kleinste gemeinsame Nenner aller Geschmacksvorlieben und -gewohnheiten. Meistens tut das nicht weh, dazu liegt die Reizintensität des weichgespülten Mainstreams zu niedrig, aber häufig ist es schlicht unerheblich und ärgerlich. Es ist dasselbe Spiel wie beim Fastfood: was in den Pommes- und Burgerbratstuben über den Tresen geht, macht satt und es wird einem selten übel. Dennoch käme wohl kaum jemand auf die Idee zu behaupten, im industriell genormten Big Mäc erreiche die abendländische Kulinarik ihre raffinierteste Ausprägung.<br />Es bleibt dabei: Coverversionen altbekannter Gassenhauer sind niemals raffiniert, sondern allenfalls Indiz eigener Ideenlosigkeit. </p>
<p><strong>Wie man in den Schuhen von Audrey Hepburn auf den Schultern von Giganten steht</strong></p>
<p>Am 25. Mai 2007 wird in den Platten- und Musikalienkaufhäusern ein Album der Kölner Band &quot;<a  target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Erdm%C3%B6bel_%28Band%29&amp;oldid=31683126" rel="noopener noreferrer">Erdmöbel</a>&quot; stehen, das ausschließlich Coverversionen enthält. Und &#8211; das vorweg &#8211; dieses Album ist unbedingt hörenswert! Es ist das vermutlich charmanteste Album des Jahres, da hier popmusikalische Leidenschaft mit einer feinen Prise Ironie versehen ist. Ausgangsmaterial, an dem sich die vier Bandmitglieder von Erdmöbel zu schaffen machen, sind verschiedenste Nummer-1-Hits der Jahre 1965 bis 2001. Hier trifft Kylie Minogue mit den Bee Gees zusammen und auf Robbie Williams folgt Nirvana.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/05/charmante-leichenfledderei-erdmoebel-bitten-zum-tanz/#footnote_2_33" id="identifier_2_33" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Kurt Cobains &quot;Smells like teen spirit&quot; wird, kaum &uuml;berraschend, zu &quot;Riecht wie Teen Spirit&quot; umgetextet. H&ouml;renswert! Das Epigonentum wird auch hier und hier anerkannt.">3</a> Schon allein die Auswahl dieser Interpreten (denen außer ihrer ehemaligen Hitparadenspitzenposition nichts gemeinsam ist) lädt zu Reflexionen über Zeitläufte und Konjunkturen der Popgeschichte ein.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="200" align="right" src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2007/05/Erdmoebel_2007b.jpg" alt="Erdmoebel_2007b.jpg" style="border: 1px solid rgb(120, 120, 120); margin: 5px; padding: 1px;" /> Insgesamt ist das Album ein erfreuliches Zuckerl für die doch arg dahinsiechende Deutschpopgemeinde. <a href="http://www.welt.de/kultur/article886147/Was_geht_Muschikatz.html" target="_blank"  rel="noopener noreferrer">Diejenigen</a>, die <a target="_blank" href="http://www.die-stagediven.de/wp/2007/04/15/top-of-the-pops/" rel="noopener noreferrer">vorab</a> schon einmal reinhören durften, sind <a target="_blank" href="http://www.soundbase-online.com/erdmoebel-no1-hits" rel="noopener noreferrer">sehr angetan</a>. Und die Singleauskopplung &quot;Aus meinem Kopf&quot; besticht nicht nur durch Ohrwurmpotential, sondern auch durch ein <a target="_blank" href="http://www.youtube.com/watch?v=QhCbnXw2PqA&amp;mode=related&amp;search=" rel="noopener noreferrer">elegant-amüsantes Video</a><a target="_blank" href="http://www.youtube.com/watch?v=QhCbnXw2PqA&amp;mode=related&amp;search=" rel="noopener noreferrer">.</a></p>
<p> Der Interpretationsduktus der einzelnen Titel schließt an die letzte Platte von Erdmöbel (&quot;Für die nicht wissen wie&quot;, 2005) an, die sich deutlich an Easy-Listening-Vorbildern orientierte. Mir persönlich scheinen erfreulicherweise auch wieder Elemente enthalten zu sein, die beispielsweise das zweite Album (&quot;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/B00002DE9E?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=B00002DE9E" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Erste Worte nach Bad mit Delfinen</a>&quot;, 1999) auszeichneten. Allen Liedern gemein ist der klare Gesang von Markus Berges, der über dem gefälligen Sound des Quartetts zu schweben scheint.&nbsp;</p>
<p>Einen sowohl raffinierten, wie auch ungemein charmanten <a href="http://www.roteraupe.de/index.php?site=neues&amp;id=696" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wettbewerb</a> riefen Erdmöbel zum Start ihres Albums ins Leben. Zwecks Musikcliperstellung zu insgesamt fünf Songs der Platte &quot;No. 1 Hits&quot; riefen sie folgendermaßen zur Teilnahme am Videowettbewerb auf: </p>
<blockquote><p>&quot;&#8230;. erdmöbel präsentieren ein album voller no.1 hits. auf deutsch und in<br />
ganz neuen erdmöbelversionen lauter songs, die jeder kennt. von kylie<br />
minogue über die vengaboys bis zu nirvana. kopfschütteln, gänsehaut,<br />
tanzen, lachen, weinen. das lässt keinen kalt. und darum seid jetzt ihr<br />
dran!</p>
<p>zückt das fotohandy, bringt die videokamera in<br />
stellung, fahrt das gute alte photoshop hoch – was auch immer ihr<br />
braucht, um ein video zu gestalten, das es dem betrachter unmöglich<br />
macht, es nicht weiterzureichen. die einzige bedingung: einer von fünf<br />
no.1 hits aus unserem im mai erscheinenden album spielt eine rolle in<br />
eurem werk!&quot;</p></blockquote>
<p>Und die <a target="_blank" href="http://loeweninternet.blogspot.com/2007/05/erdmbel.html" rel="noopener noreferrer">ersten</a> Resultate sind, wie man sich denken kann, zauberhaft. Bei Youtube läßt sich eine ganze Reihe an Wettbewerbsbeiträgen ansehen, als Appetithäppchen hier ein Video zu &quot;Fahler als nur fahl&quot; (die kongeniale Interpretation von <a  target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Procol_Harum" rel="noopener noreferrer">Procol Harums</a> &quot;A whither shade of pale&quot;):&nbsp;&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><object width="425" height="350"><param value="http://www.youtube.com/v/jtqgshygn3o" name="movie" /><param value="transparent" name="wmode" /><embed width="425" height="350" wmode="transparent" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/jtqgshygn3o" /></object></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Link- und CD-Tipps:</strong></p>
<ul>
<li><a target="_blank" href="http://www.erdmoebel.de/" rel="noopener noreferrer">Offizelle Website</a> von Erdmöbel&nbsp;</li>
<li>Erdmöbel <a target="_blank" href="http://www.myspace.com/erdmoebel" rel="noopener noreferrer">MySpace-Seite</a></li>
<li>Erdmöbel (1999): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B00002DE9E?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=B00002DE9E" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Erste Worte nach Bad mit Delfinen</a></li>
<li>Erdmöbel (2003): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B00008S0DK?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=B00008S0DK" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Altes Gasthaus Love</a></li>
<li>Erdmöbel (2005): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B0009WPCMA?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=B0009WPCMA" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Für die nicht wissen wie&nbsp;</a></li>
<li>Erdmöbel (2007): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000MTFF72?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=B000MTFF72" target="_blank" rel="noopener noreferrer">No. 1 Hits </a>&nbsp;</li>
</ul>
<hr width="100%" size="1" />
<p>&nbsp;</p>
<p><!--adsense#Banner_Breit_01--></p>
<p>&nbsp;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_33" class="footnote">Ausnahmen bilden ausschließlich Songs lateinamerikanischer Künstler, für die die Redaktionssekretärin schwärmt und die ihre Schwärmerei dem Praktikanten gebeichtet hat. Dieser versucht durch das Ankreuzen der jeweiligen Titel seine eigenen Chancen auf ein Rendezvous zu verbessern.</li><li id="footnote_1_33" class="footnote">Dies ist in Anbetracht der jahrelangen Berieselung mit Klangerzeugnissen aus den geheimen Hinterhoftonstudios von Bon Jovi, Britney Spears oder Shakira kaum anders zu erwarten.</li><li id="footnote_2_33" class="footnote">Kurt Cobains &quot;Smells like teen spirit&quot; wird, kaum überraschend, zu &quot;Riecht wie Teen Spirit&quot; umgetextet. Hörenswert! Das Epigonentum wird auch <a href="http://amorphe-welt.blogspot.com/2007/04/epigonal.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> und <a href="http://prospero.netbib.de/?p=5058" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> anerkannt.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/05/charmante-leichenfledderei-erdmoebel-bitten-zum-tanz/">Charmante Leichenfledderei » Erdmöbel bitten zum Tanz</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Heute wieder nur tolle Sachen</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2012/12/heute-wieder-nur-tolle-sachen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc Scheloske]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Dec 2012 22:45:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ich-Maschine]]></category>
		<category><![CDATA[Medizinjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Rockmusik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich liebe Adventskalender. Als Kind habe ich selbstverständlich jedes Jahr einen klassischen Schoko-Adventskalender bekommen. Doch aus dem Alter bin ich allmählich raus. Dafür bin ich dieses Jahr von meiner Frau mit einem Bieradventskalender beschenkt worden: jeden Tag gibt es eine Flasche einer deutschen Kleinbrauerei. Wären das bislang nicht ausschließlich winzige 0,33l-Flaschen, würde ich dem Kalender ... <a title="Heute wieder nur tolle Sachen" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2012/12/heute-wieder-nur-tolle-sachen/" aria-label="Mehr Informationen über Heute wieder nur tolle Sachen">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2012/12/heute-wieder-nur-tolle-sachen/">Heute wieder nur tolle Sachen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2012/12/Adventskalender210.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-2704" style="border: 0px none;" alt="Adventskalender - Fund- und Lesesachen" src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2012/12/Adventskalender210.jpg" width="210" height="181" /></a>Ich liebe Adventskalender. Als Kind habe ich selbstverständlich jedes Jahr einen klassischen Schoko-Adventskalender bekommen. Doch aus dem Alter bin ich allmählich raus. Dafür bin ich dieses Jahr von meiner Frau mit einem Bieradventskalender beschenkt worden: jeden Tag gibt es eine Flasche einer deutschen Kleinbrauerei. Wären das bislang nicht ausschließlich winzige 0,33l-Flaschen, würde ich dem Kalender die Höchstpunktzahl geben. ;-)</strong><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2012/12/heute-wieder-nur-tolle-sachen/#footnote_0_2698" id="identifier_0_2698" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Meine Frau darf selbstverst&auml;ndlich auch t&auml;glich irgendwas auspacken. Jede Menge Marzipan, Katzenkost&uuml;me und so Zeug. ;-) ">1</a></p>
<p>Hätte ich früher dran gedacht, hätte ich evtl. auch für die Wissenswerkstatt eine kleine Advents-Serie gebastelt. Dafür ist es jetzt freilich zu spät. Aber dafür gibt es heute immerhin gleich drei Link- und Lesetipps auf einen Schlag.</p>
<p class="zwischenueberschrift">Fischblog-Adventskalender</p>
<p><span class="initial_klein">L</span>ars hat ja schon Routine was die Adventskalender-Bloggerei angeht. Und auch dieses Jahr hat er jede Menge interessantes Zeugs aufgestöbert. Zum Start am 1. Dezember hat Lars zum Beispiel <a  href="http://www.scilogs.de/wblogs/blog/fischblog/allgemein/2012-12-01/der-fischblog-adventskalender-2012-erstes-t-rchen">ein sehenswertes 5-Minuten-Video mit Super-Zeitlupenaufnahmen</a> verlinkt. Da werden Colaflaschen zertrümmert oder Insekten beim Abflug gefilmt. Noch eine Spur beeindruckender finde ich persönlich die Beispiele der anamorphen optischen Illusionen, wie sie im Film am 2. Dezember zu sehen waren:</p>
<ul>
<li>Fischblog-Adventskalender: <a  href="http://www.scilogs.de/wblogs/blog/fischblog/allgemein/2012-12-02/der-fischblog-adventskalender-2012-zweites-t-rchen">2. Türchen 2012 (Anamorphic Illusions)</a></li>
</ul>
<div id="Punkte"></div>
<p class="zwischenueberschrift">Recherchehilfe vom Medien-Doktor-Team</p>
<p><span class="initial_klein">Ü</span>ber das Projekt &#8222;Medien-Doktor&#8220; braucht man ja eigentlich nicht mehr viel schreiben: die kritische-konstruktive Bewertung von medizinjournalistischen Artikeln (und Filmen) hat die letzten beiden Jahre für sehr viel Aufsehen und (zumindest in meiner Wahrnehmung) für eine gewachsene Sensibilität für Qualitätsstandards in der Berichterstattung über solche Themen gesorgt. Wenn ich mal Zeit habe, werde ich dazu mal noch ein wenig ausführlicher schreiben.</p>
<p>Neu ist jetzt aber ein Zusatzangebot, auf das ich unbedingt hinweisen will: die Medien-Doktor-Redaktion bietet ab sofort Unterstützung bei der Recherche von medizin- und/oder gesundheitsjournalistischen Themen an. Wie das aussehen soll? So wird das Angebot auf der Medien-Doktor-Seite beschrieben:</p>
<blockquote><p>&#8222;Sie, als Journalist oder Redakteur, haben die Idee für ein medizinjournalistisches Thema – von der Klinik vor Ort, die per Pressemitteilung eine neue Operationsmethode anpreist, über die Eröffnung einer Praxis, die ungewöhnliche Heilverfahren anbietet, bis zur interessanten Patienten-Studie, deren Aussagekraft schwer zu bewerten ist. Ihnen fehlt aber die Zeit oder die Erfahrung, ein solches Thema genau zu recherchieren. Wir stellen Ihnen daher die Expertise des Medien-Doktor-Teams zur Verfügung: Sie senden Ihre konkrete Recherche-Anfrage an das Medien-Doktor-Team oder rufen uns an. Wir führen dann eine – für Sie kostenfreie – Vorab-Recherche für Sie durch: Wer könnten geeignete Experten sein? Wie ist die Studienlage? Was ergibt ein erster Faktencheck? Welche Fragen sollte man stellen?&#8220;</p></blockquote>
<p>Ich bin gespannt, wann und wo der erste auf diese Weise gepimpte Text erscheint. Mehr Infos hier:</p>
<ul>
<li> <a  href="http://www.medien-doktor.de/sprechstunde/medien-doktor-pro-%E2%80%A8rechercheunterstutzung-fur-themen-aus-medizin-gesundheit/">Medien-Doktor-PRO:  Rechercheunterstützung für Themen aus Medizin &amp; Gesundheit</a></li>
</ul>
<div id="Punkte"></div>
<p class="zwischenueberschrift">Alt-J (∆): Meine aktuellen Musikhelden</p>
<p>Ungewöhnlicher Bandname, ungewöhnliche Musik. Das ist die Kurzbeschreibung der englischen Band &#8222;alt-J (∆)&#8220;. Das klingt ein bißchen nach Radiohead, ein bißchen nach Hiphop, nach Notwist, nach Joanna Newsom und vielem mehr. Auf meiner privaten Website habe ich mehr über das wirklich bemerkenswerte Debütalbum geschrieben (und einige sehenswerte Videos und Konzertmitschnitte verlinkt):</p>
<ul>
<li><a  href="http://www.scheloske.net/index.php/2012/12/alt-j-lobeshymnen-auf-die-tonkunst-des-albums-des-jahres-an-awesome-wave/">Alt-J (∆) – Lobeshymnen auf die Tonkunst des Albums des Jahres “An Awesome Wave”</a></li>
</ul>
<p>Der Bandname erklärt sich übrigens dadurch, daß die Tastenkombination &#8222;alt-J&#8220; (auf einem Mac mit britischer Tastaturbelegung) das ∆ fabriziert. Mehr dazu im oben verlinkten Text. Hier noch ein weiteres Konzert vom Herbst (die Konzerttermine in Deutschland im Frühjahr sind leider ausverkauft):</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/pcVRrlmpcWk?rel=0" height="315" width="560" allowfullscreen="" frameborder="0"></iframe></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_2698" class="footnote">Meine Frau darf selbstverständlich auch täglich irgendwas auspacken. Jede Menge Marzipan, Katzenkostüme und so Zeug. ;-) </li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2012/12/heute-wieder-nur-tolle-sachen/">Heute wieder nur tolle Sachen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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