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	<title>Popmusik Archive &#187; Wissenswerkstatt</title>
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	<description>Blog zu Wissenschaft &#38; Wissenschaftskommunikation </description>
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	<title>Popmusik Archive &#187; Wissenswerkstatt</title>
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		<title>Bratäpfel als Erkältungsprophylaxe &#124; Weihnachtsbäckerei- und Geschenkeverpack-Soundtrack » Weihnachten ist mir doch egal &#124; Werkstattnotiz IL</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2007/12/brataepfel-als-erkaeltungsprophylaxe-weihnachtsbaeckerei-und-geschenkeverpack-soundtrack-weihnachten-ist-mir-doch-egal-werkstattnotiz-il/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Dec 2007 07:00:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ich-Maschine]]></category>
		<category><![CDATA[Tonspuren]]></category>
		<category><![CDATA[Kulinarisches]]></category>
		<category><![CDATA[Popkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Popmusik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Und haben Sie schon alle Geschenke zusammen? Und die Plätzchenbackaktionen sind auch bereits alle glücklich abgeschlossen? Sie sind zufrieden, entspannt, haben die Firmen-Weihnachtsfeier einschließlich der Ansprache des Chefs überstanden? Glückwunsch, Sie zählen zu einer exklusiven Minderheit! ;-)&#160; Allen anderen seien noch ein paar Tipps mit auf den Weg gegeben, wie sie diese letzte Vorweihnachtswoche dennoch ... <a title="Bratäpfel als Erkältungsprophylaxe &#124; Weihnachtsbäckerei- und Geschenkeverpack-Soundtrack » Weihnachten ist mir doch egal &#124; Werkstattnotiz IL" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/12/brataepfel-als-erkaeltungsprophylaxe-weihnachtsbaeckerei-und-geschenkeverpack-soundtrack-weihnachten-ist-mir-doch-egal-werkstattnotiz-il/" aria-label="Mehr Informationen über Bratäpfel als Erkältungsprophylaxe &#124; Weihnachtsbäckerei- und Geschenkeverpack-Soundtrack » Weihnachten ist mir doch egal &#124; Werkstattnotiz IL">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/12/brataepfel-als-erkaeltungsprophylaxe-weihnachtsbaeckerei-und-geschenkeverpack-soundtrack-weihnachten-ist-mir-doch-egal-werkstattnotiz-il/">Bratäpfel als Erkältungsprophylaxe | Weihnachtsbäckerei- und Geschenkeverpack-Soundtrack » Weihnachten ist mir doch egal | Werkstattnotiz IL</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Und haben Sie schon alle Geschenke zusammen? Und die Plätzchenbackaktionen sind auch bereits alle glücklich abgeschlossen? Sie sind zufrieden, entspannt, haben die Firmen-Weihnachtsfeier einschließlich der Ansprache des Chefs überstanden? Glückwunsch, Sie zählen zu einer exklusiven Minderheit! ;-)&nbsp;</strong></p>
<p>Allen anderen seien noch ein paar Tipps mit auf den Weg gegeben, wie sie diese letzte Vorweihnachtswoche dennoch erfolgreich meistern können.&nbsp;</p>
<p><strong>Plätzchenrezepte bei der Hüttenhilfe&nbsp;</strong></p>
<p>Zunächst: falls Sie noch ein paar Plätzchen &#8211; oder »Guatsle«, wie es im Schwäbischen heißt &#8211; backen wollen und noch auf der Suche nach leckeren Rezepten sind, dann stöbern Sie doch im <a target="_blank" href="http://www.huettenhilfe.de/rezepte/pl%C3%A4tzchen/" rel="noopener noreferrer">Plätzchen-Archiv</a> der Hüttenhilfe. Die Regensburger Mannschaft rund um Alin<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/12/brataepfel-als-erkaeltungsprophylaxe-weihnachtsbaeckerei-und-geschenkeverpack-soundtrack-weihnachten-ist-mir-doch-egal-werkstattnotiz-il/#footnote_0_150" id="identifier_0_150" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Der an dieser Stelle herzlich gegr&uuml;&szlig;t sei.">1</a> hat dort einige interessante Rezepte versammelt. Und falls Sie Zimtstern-Fan sind, dann greifen Sie besser zum etwas teureren Ceylon-Zimt. Denn dieser enthält nur sehr wenig des gesundheitsschädigenden Aromastoffs Cumarin &#8211; mehr Details dazu finden sie <a target="_blank" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/07/das-verflixte-cumarin-vorsichtige-entwarnung-fuer-zimtsterne-achtung-bei-muesli-werkstattnotiz-xxiii/" rel="noopener noreferrer">hier</a>.&nbsp;</p>
<p><strong>Erkältungsabwehr: Bratapfel&nbsp;</strong></p>
<p>Sollte sich zusätzlich zum Vorweihnachsstress noch eine Erkältung ankündigen, dann empfehle ich (nach zahlreichen erfolgreichen Selbstversuchen) die Anti-Erkältungs-Allzweckwaffe »Bratapfel«.</p>
<p> Kritiker werden jetzt einwenden, daß die Vitamine bei den hohen Temperaturen verloren gehen &#8211; allerdings gibt es ja eben eine Vielzahl günstiger Inhaltsstoffe (Flavonoide, Glucosinolate, Sulfide etc.), die temperaturunempfindlicher sind. Und vor Jahren hatte ich einmal gelesen, daß einige Stoffe erst ab einer bestimmten Temperatur miteinander reagieren und daß diese Reaktionsprodukte gesundheitsförderlich sind. Hat das was mit der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Maillard-Reaktion" target="_blank"  rel="noopener noreferrer">Maillard-Reaktion</a> zu tun, bei der ab ca. 140°C Zucker und Aminosäuren miteinander reagieren?<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/12/brataepfel-als-erkaeltungsprophylaxe-weihnachtsbaeckerei-und-geschenkeverpack-soundtrack-weihnachten-ist-mir-doch-egal-werkstattnotiz-il/#footnote_1_150" id="identifier_1_150" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wissen das etwa die gesch&auml;tzten Molekulark&ouml;che? Liegt es an den fr&uuml;her ge&auml;chteten Melanoidinen, die inzwischen teilweise als Antioxidantien und auch bzgl. ihrer antibakteriellen Wirkung rehabilitiert sind?">2</a></p>
<p>Egal &#8211; meine Bratapfelvariante geht folgendermaßen:</p>
<ol>
<li>Man entferne das Kerngehäuse der Äpfel (Boskoop eignet sich sehr gut, aber auch Berlepsch, Elstar und Co. sind geeignet)</li>
<li>Zuvor sollte man bereits einige Rosinen (1-2 EL pro Apfel) in etwas Rum einlegen. Dann mische man die Rumrosinen mit gehackten Mandeln oder Nüssen (ebenfalls ca. 1-2 EL pro Apfel) und zusätzlich kommt 1 EL Honig zu der Füllmasse.</li>
<li>Die Äpfel werden mit der Rosinen-Mandel-Honig-Masse gefüllt. Anschließend wird mit einer Gabel die Apfelschale ringsum angestochen.&nbsp;</li>
<li>Bei 160-180°C kommen die Äpfel für ca. 18-25 Minuten in den Herd. 5 Minuten vor Ende der Zeit wird auf jeden Apfel eine Butterflocke gesetzt. </li>
</ol>
<p><strong>Der Advents- und Weihnachtssoundtrack: Weihnachten ist mir doch egal </strong></p>
<p>Und als Hintergrundmusik bei Plätzchenbäckerei und Bratapfelzubereitung möchte ich allen Lesern folgenden wunderbaren Weihnachtshit<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/12/brataepfel-als-erkaeltungsprophylaxe-weihnachtsbaeckerei-und-geschenkeverpack-soundtrack-weihnachten-ist-mir-doch-egal-werkstattnotiz-il/#footnote_2_150" id="identifier_2_150" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Dieser stammt zwar aus dem Dezember 2006 hat aber nichts in seiner Qualit&auml;t eingeb&uuml;&szlig;t.">3</a> der Münsteraner-Kölner-Band &quot;Erdmöbel&quot; ans Herz legen. Hier wird <a target="_blank" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/05/22/charmante-leichenfledderei-erdmoebel-bitten-zum-tanz/" rel="noopener noreferrer">in typischer Erdmöbelmanier</a> der Wham!-Klassiker &quot;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Last_Christmas" target="_blank"  rel="noopener noreferrer">Last Christmas</a>&quot; gecovert und auch hier ist die neue Variante sehr viel sympathischer, als das Original. Aber zugegebenerweise ähnlich sinnfrei. Denn wie heißt es im Text so schön? </p>
<blockquote>
<p>Komm wir bleiben zwischen den Jahren.<br />Soll´n doch die Reichen die Berge kaputt fahren.<br />Das Jahr ist schwer und alt,<br />uns ist so leer und kalt.<br />Was wollen wir mehr, denn bald fallen wir ins Bett wie Schnee.<br />Happy Christmas.<br />Ohne Papier.<br />Ich bin 3 Karat Kaugummi Automat.<br />&nbsp;</p>
</blockquote>
<hr width="100%" size="1" />
<p><object width="425" height="355"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/YgCDoF3Y37M&amp;rel=1" /><param name="wmode" value="transparent" /><embed width="425" height="355" src="http://www.youtube.com/v/YgCDoF3Y37M&amp;rel=1" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" /></object></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Und wer noch ein letztes Geschenk sucht, dem seien selbstverständlich die Erdmöbel-CDs empfohlen. Auf den von mir bereits <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/05/22/charmante-leichenfledderei-erdmoebel-bitten-zum-tanz/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">an anderer Stelle</a> gelobten &quot;No.1 Hits&quot; finden sich noch weitere kongeniale Adaptionen großer Hits vergangener Tage. <strong><br /></strong></p>
<p><strong>Link- und CD-Tipps:</strong></p>
<ul>
<li><a target="_blank" href="http://www.erdmoebel.de/" rel="noopener noreferrer">Offizelle Website</a> von Erdmöbel <a target="_blank" href="http://www.myspace.com/erdmoebel" rel="noopener noreferrer"><br /></a></li>
<li>Erdmöbel (1999): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B00002DE9E?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=B00002DE9E" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Erste Worte nach Bad mit Delfinen</a></li>
<li>Erdmöbel (2003): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B00008S0DK?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=B00008S0DK" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Altes Gasthaus Love</a></li>
<li>Erdmöbel (2005): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B0009WPCMA?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=B0009WPCMA" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Für die nicht wissen wie&nbsp;</a></li>
<li>Erdmöbel (2007): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000MTFF72?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=B000MTFF72" target="_blank" rel="noopener noreferrer">No. 1 Hits&nbsp; </a></li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_150" class="footnote">Der an dieser Stelle herzlich gegrüßt sei.</li><li id="footnote_1_150" class="footnote">Wissen das etwa die geschätzten<a href="http://www.eigenarbeit.org/molekularkueche" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Molekularköche</a>? Liegt es an den früher geächteten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Melanoidine" target="_blank"  rel="noopener noreferrer">Melanoidinen</a>, die inzwischen teilweise als Antioxidantien und auch bzgl. ihrer antibakteriellen Wirkung rehabilitiert sind?</li><li id="footnote_2_150" class="footnote">Dieser stammt zwar aus dem Dezember 2006 hat aber nichts in seiner Qualität eingebüßt.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/12/brataepfel-als-erkaeltungsprophylaxe-weihnachtsbaeckerei-und-geschenkeverpack-soundtrack-weihnachten-ist-mir-doch-egal-werkstattnotiz-il/">Bratäpfel als Erkältungsprophylaxe | Weihnachtsbäckerei- und Geschenkeverpack-Soundtrack » Weihnachten ist mir doch egal | Werkstattnotiz IL</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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		<title>Popmusikgravitationszentrum Bad Salzuflen » Bernd Begemann im Interview &#124; Werkstatt-Ticker 04</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/popmusikgravitationszentrum-bad-salzuflen-bernd-begemann-im-interview-werkstatt-ticker-04/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 29 Mar 2008 20:53:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Tonspuren]]></category>
		<category><![CDATA[Popmusik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>» Zum Wochenende ein kleines popkulturelles Fundstück &#8211; ein Gespräch mit Bernd Begemann, dem unwiderstehlichen Frauenversteher und Indie-Pop-Philosophen aus Ostwestfalen. Und Begemann ist zugleich einer der wenigen Musiker, die allen modischen Anwandlungen die Stirn bieten &#8211; sich irgendwo anzuhängen, sich als Trittbrettfahrer zu betätigen, ist ihm fremd. Er definiert für sich selbst, was Stil ist ... <a title="Popmusikgravitationszentrum Bad Salzuflen » Bernd Begemann im Interview &#124; Werkstatt-Ticker 04" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/popmusikgravitationszentrum-bad-salzuflen-bernd-begemann-im-interview-werkstatt-ticker-04/" aria-label="Mehr Informationen über Popmusikgravitationszentrum Bad Salzuflen » Bernd Begemann im Interview &#124; Werkstatt-Ticker 04">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/popmusikgravitationszentrum-bad-salzuflen-bernd-begemann-im-interview-werkstatt-ticker-04/">Popmusikgravitationszentrum Bad Salzuflen » Bernd Begemann im Interview | Werkstatt-Ticker 04</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><font color="#696969"><strong><font size="7"><img decoding="async" width="180" height="121" align="right" src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2008/03/Ticker_02a.jpg" alt="Ticker_02a.jpg" style="border: 1px solid rgb(105, 105, 105); margin: 6px; padding: 1px;" />»</font></strong></font> Zum Wochenende ein kleines popkulturelles Fundstück &#8211; ein Gespräch mit Bernd Begemann, dem unwiderstehlichen Frauenversteher und Indie-Pop-Philosophen aus Ostwestfalen. Und Begemann ist zugleich einer der wenigen Musiker, die allen modischen Anwandlungen die Stirn bieten &#8211; sich irgendwo anzuhängen, sich als Trittbrettfahrer zu betätigen, ist ihm fremd. Er definiert für sich selbst, was Stil ist &#8211; gekonnt, lässig, charmant.&nbsp; </p>
<p>Für alle, die mit dem Namen nichts anfangen können: Bernd Begemann, der sein Live-Publikum mit allerfeinsten Entertainer-Marathon-Qualitäten<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/popmusikgravitationszentrum-bad-salzuflen-bernd-begemann-im-interview-werkstatt-ticker-04/#footnote_0_222" id="identifier_0_222" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wie mir aus eigener Anschauung mehrmals auch vom Poprock-Insider Oli berichtet wurde.">1</a> verzückt, macht Popmusik mit deutschen Texten. </p>
<p><strong>Begemann spielt in einer eigenen Liga</strong></p>
<p>Freilich könnte man mit den Schultern zucken und antworten: <em>&quot;Na und? Silbermond und Xavier Naidoo machen das auch.&quot;</em> Aber falsch gedacht. Denn Begemann ist als Pop- und Wortkünstler seit über 20 Jahren aktiv, bespielt die kleinen Clubs und kümmert sich herzlich wenig darum, ob nun gerade die &quot;Neue Deutsche Welle&quot; angesagt ist oder mit &quot;Wir sind Helden&quot; die Renaissance des Deutschrock ausgerufen wird. </p>
<p>In Spreeblick dokumentiert Nico<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/popmusikgravitationszentrum-bad-salzuflen-bernd-begemann-im-interview-werkstatt-ticker-04/#footnote_1_222" id="identifier_1_222" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Den man sonst von seinem &quot;Nicorola Musikblog&quot; kennt. Nein, da bin ich zu voreilig gewesen und habe an die falsche Adresse die Blumen verschickt: hinter Nico verbirgt sich einer der Macher vom ebenfalls vorz&uuml;glichen Blog &quot;Jackpot Baby!&quot;, n&auml;mlich Nico Roicke.">2</a> ein Gespräch, das auf charakteristische Art und Weise den Geschichtenerzähler und Assoziationskünstler Begemann sicht- und erlebbar macht. <a href="http://www.spreeblick.com/2008/03/29/popgun-14-interviewt-bernd-begemann/#comment-672801" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dort</a> gibt Begemann u.a. zu seinen Motiven Auskunft:</p>
<blockquote><p>&quot;Du willst eine Ausdrucksform finden, die deiner Existenz angemessen ist und du willst darüber mit deinen Nachbarn sprechen, damit es alle überprüfen können. Wie leben wir eigentlich? Wollen wir das eigentlich so? Warum machen wir diese verrückten Sachen? Bin das eigentlich nur ich, dem dieser Scheiß passiert? [&#8230;]</p>
<p>Ich hab mich mit Popmusik beschäftigt, weil ich meine Umgebung verwandeln wollte. Ich dachte Lieder könnten das. Lieder haben das nur für mich gemacht, dass sie die ganze Umgebung in goldenes Licht tauchen können oder sie können die Zeit anhalten. Auf einmal sieht man alles gestochen scharf. Für mich hat Musik das immer gemacht und ich dachte für jeden anderen wäre das auch so.&quot;</p></blockquote>
<p>Wer also erfahren will, wie das so ist, wenn man in Bad Salzuflen<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/popmusikgravitationszentrum-bad-salzuflen-bernd-begemann-im-interview-werkstatt-ticker-04/#footnote_2_222" id="identifier_2_222" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Dem heimlichen Mekka intelligenter deutscher Popmusik. Denn auch Frank Spilker (Die Sterne) und Jochen Distelmeyer von Blumfeld haben dort ihre Wurzeln!">3</a> aufwächst und versucht eine existentiell adäquate Musik zu machen, der sollte drüben bei Spreeblick weiterlesen.&nbsp;</p>
<ul>
<li>Spreeblick: <a target="_blank" href="http://www.spreeblick.com/2008/03/29/popgun-14-interviewt-bernd-begemann/" rel="noopener noreferrer">Popgun14! interviewt Bernd Begemann,</a> 29.3.2008</li>
</ul>
<p>Und hier gibt es noch einen musikalischen Eindruck von Bernd Begemann &#8211; den Song &quot;Ich habe nichts erreicht außer Dir&quot; vom vorzüglichen Album &quot;Unsere Liebe ist ein Aufstand&quot;:</p>
[audio:http://www.ghvc.de/fileadmin/presse/begemann/BerndBegemann_IchHabeNichtsErreicht.mp3]
<p>&nbsp;</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><em>Links:</em></p>
<ul>
<li><a href="http://bernd-begemann.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Website von Bernd Begemann</a></li>
</ul>
<p><em><strong>Plattenempfehlungen:</strong></em></p>
<ul>
<li>Bernd Begemann &amp; Die Befreiung: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B0001P4VU4?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B0001P4VU4">Unsere Liebe ist ein Aufstand</a> (2004)</li>
<li>Bernd Begemann &amp; Die Befreiung: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B0013V2SNM?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B0013V2SNM">Glanz</a> (2008)</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_222" class="footnote">Wie mir aus eigener Anschauung mehrmals auch vom Poprock-Insider Oli berichtet wurde.</li><li id="footnote_1_222" class="footnote"><del>Den man sonst von seinem &quot;<a target="_blank" href="http://www.nicorola.de/" rel="noopener noreferrer">Nicorola Musikblog</a>&quot; kennt.</del> Nein, da bin ich zu voreilig gewesen und habe an die falsche Adresse die Blumen verschickt: hinter Nico verbirgt sich einer der Macher vom ebenfalls vorzüglichen Blog &quot;<a href="http://www.jackpotbaby.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jackpot Baby!</a>&quot;, nämlich Nico Roicke.</li><li id="footnote_2_222" class="footnote">Dem heimlichen Mekka intelligenter deutscher Popmusik. Denn auch Frank Spilker (Die Sterne) und Jochen Distelmeyer von Blumfeld haben dort ihre Wurzeln!</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/popmusikgravitationszentrum-bad-salzuflen-bernd-begemann-im-interview-werkstatt-ticker-04/">Popmusikgravitationszentrum Bad Salzuflen » Bernd Begemann im Interview | Werkstatt-Ticker 04</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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		<title>&#8222;Where in this world?&#8220; aktuelles Video der Klangmagier &#8222;The Notwist&#8220; ::: HardbloggingScientist online &#124; Werkstatt-Ticker 07</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/where-in-this-world-aktuelles-video-der-klangmagier-the-notwist-hardbloggingscientist-online-werkstatt-ticker-07/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Apr 2008 12:44:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Tonspuren]]></category>
		<category><![CDATA[Werkstatt]]></category>
		<category><![CDATA[Popmusik]]></category>
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		<category><![CDATA[Wissenschaftsblogs]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute mal wieder einige Programmhinweise. Zur Wissenschaft, zur Popkultur und in eigener Sache. » Zuerst muß ich unbedingt auf das Video &#8222;Where in this world?&#8220; von &#8222;The Notwist&#8220; hinweisen. Denn erstens lesen hier einige Notwist-Fans mit und zweitens begegne ich Markus Acher, dem Sänger der Band, gelegentlich beim Einkaufen, so daß ich mich schon aus ... <a title="&#8222;Where in this world?&#8220; aktuelles Video der Klangmagier &#8222;The Notwist&#8220; ::: HardbloggingScientist online &#124; Werkstatt-Ticker 07" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/where-in-this-world-aktuelles-video-der-klangmagier-the-notwist-hardbloggingscientist-online-werkstatt-ticker-07/" aria-label="Mehr Informationen über &#8222;Where in this world?&#8220; aktuelles Video der Klangmagier &#8222;The Notwist&#8220; ::: HardbloggingScientist online &#124; Werkstatt-Ticker 07">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/where-in-this-world-aktuelles-video-der-klangmagier-the-notwist-hardbloggingscientist-online-werkstatt-ticker-07/">&#8222;Where in this world?&#8220; aktuelles Video der Klangmagier &#8222;The Notwist&#8220; ::: HardbloggingScientist online | Werkstatt-Ticker 07</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/category/werkstatt-ticker/"><img decoding="async" style="border: 1px solid #696969; margin: 6px; padding: 1px;" src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2008/03/Ticker_02a.jpg" alt="Ticker_02a.jpg" width="180" height="121" align="right" /></a>Heute mal wieder einige Programmhinweise. Zur Wissenschaft, zur Popkultur und in eigener Sache.</p>
<p><span style="color: #696969;"><strong><span style="font-size: 300%;">» </span></strong></span>Zuerst muß ich unbedingt auf das Video &#8222;Where in this world?&#8220; von &#8222;<a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/Notwist" target="_blank" rel="noopener noreferrer">The Notwist</a>&#8220; hinweisen. Denn erstens lesen hier einige Notwist-Fans mit und zweitens begegne ich Markus Acher, dem Sänger der Band, gelegentlich beim Einkaufen, so daß ich mich schon aus diesem Grund quasi moralisch verpflichtet fühle.</p>
<p>Wenn das nun so klingt, als sei dieser Hinweis eine reine Gefälligkeit, dann ist das allerdings grundfalsch. Denn die subtil-verqueren Indie-Elektro-Songs der auch international erfolgreichen Band zählen schon seit vielen Jahren zu meinen Favoriten. Nicht von ungefähr darf man von einer &#8222;Weilheimer Schule&#8220; der zeitgenössischen Populärmusik sprechen.</p>
<p>Markus und Micha Acher und dazu Martin Gretschmann sind einzigartige Klangbaumeister und Musiknetzwerker. Seit bald 20 Jahren besteht die Band &#8222;<a  href="http://www.notwist.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Notwist</a>&#8222;, die 2002 mit dem Album &#8222;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/B00008BL4F?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B00008BL4F">Neon Golden</a>&#8220; endlich auch die lange verdiente Anerkennung erhielt. Daneben bestehen unzählige Nebenprojekte, die man gar nicht alle aufzählen kann.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/where-in-this-world-aktuelles-video-der-klangmagier-the-notwist-hardbloggingscientist-online-werkstatt-ticker-07/#footnote_0_229" id="identifier_0_229" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Das &bdquo;Tied &amp; Tickled Trio&ldquo;, &bdquo;Lali Puna&ldquo;, &bdquo;13&amp;God&ldquo; oder &bdquo;Ms. John Soda&ldquo; sind nur diejenigen, die mir spontan einfallen!">1</a></p>
<p>Am 2. Mai erscheint nun endlich das neue Album, das mit &#8222;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/B0015YBOL4?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B0015YBOL4">The Devil, You + Me</a>&#8220; betitelt ist. Die lakonische Stimme Achers wird wieder über den Klangfrickeleien des Elektronikgurus Gretschmann schweben, der es wie kein Zweiter versteht, einen klickernd-knisternden Sound zu schaffen, der sich wie Goldstaub anfühlt.</p>
<p>Hier nun aber das Video, das Sandra Hüller und August Diehl mit fliegerischen Ambitionen zeigt:<br />
<object width="425" height="355"><param value="http://www.youtube.com/v/rmyd3YgU1Wg&amp;hl=en" name="movie" /><param value="transparent" name="wmode" /><embed width="425" height="355" wmode="transparent" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/rmyd3YgU1Wg&amp;hl=en" /></object></p>
<p>Den Videolink verdanke ich der Fansite &#8222;<a href="http://www.notwist-ultras.com/?p=46" target="_blank" rel="noopener noreferrer">notwist-ultras</a>&#8220; | Für das Video kann<a href="http://www.kurzfilmtage.de/wettbewerbe/muvi-preis/muvi-online/voting/mediabrowser/vote/162.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> hier</a> beim MusikVideo-Award abgestimmt werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #696969;"><strong><span style="font-size: 300%;">»</span></strong></span>Ebenfalls ganz neu, aber gänzlich unmusikalisch, ist das neue Projekt von Steffen Büffel. Der Medienwissenschaftler, den man aus seinem Blog &#8222;<a href="http://www.media-ocean.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">media-ocean</a>&#8220; kennt, hat vor wenigen Tagen eine neue Onlineadresse bezogen. Als &#8222;hardbloggingscientist&#8220; wird er dort schwerpunktmäßig die wissenschaftlichen Aspekte des Web 2.0 und die Potentiale der neuen Medien in den Blick nehmen. Er selbst beschreibt <a href="http://www.hardbloggingscientist.de/2008/03/31/launch-hardbloggingscientistde/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">zum Start</a> seine Intention so:</p>
<blockquote><p>&#8222;[hardbloggingscientist ist mein&#8230;] Blog-Zweitwohnsitz rund um die Themen Wissenschaft, Forschung, Lehren und Lernen. Kritisch, futuristisch, diskursiv kann und soll es hier zugehen. Fundstücke und meine wissenschaftlichen Vortrags- und Publikationsaktivitäten werden aber ebenso Platz finden.&#8220;</p></blockquote>
<p>Es ist also dringend empfohlen, bei Steffen vorbeizuschauen und für alle, die sich für die <a href="http://www.hardbloggingscientist.de/2008/04/07/social-learning-die-zukunft-des-lernens/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zukunft von Lehren und Lernen</a> interessieren, ist es fast schon verpflichtend seinen RSS-Feed abzuspeichern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #696969;"><strong><span style="font-size: 300%;">»</span></strong></span> Zum Schluß noch ein kurzer Hinweis auf eine kleine Neuerung hier in der Wissenswerkstatt. In der linken Seitenspalte sind ja einige Zusatzinformationen zum jeweiligen Artikel aufgelistet. Die Rubriken mit den verwandten Artikeln oder der Zitiervorschlag<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/where-in-this-world-aktuelles-video-der-klangmagier-the-notwist-hardbloggingscientist-online-werkstatt-ticker-07/#footnote_1_229" id="identifier_1_229" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Am vergangenen Freitag wurde bei der republica eifrig dar&uuml;ber diskutiert, ob und wie man Weblogs zitieren d&uuml;rfe. Durch Anklicken des Links [Diesen Artikel zitieren?] bekommt man eingeblendet, wie der jeweilige Werkstattartikel zitiert werden sollte. Weitere Informationen zur richtigen Zitierweise findet man auch in diesem Artikel.">2</a> sind schon seit Werkstatteröffnung dabei.</p>
<p>Unter &#8222;Diskussionsverlauf&#8220; findet man seit gestern aber auch einen Link, der direkt zur jeweiligen Artikelübersicht auf &#8222;<a href="http://rivva.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rivva</a>&#8220; führt. &#8222;Rivva&#8220; ist bekanntlich das spannende Projekt von Frank Westphal, das die Diskursverläufe, all die Verweise, Links und gegenseitigen Bezugnahmen in der Blogosphäre (und darüber hinaus!) nachzeichnet und abbildet.</p>
<p>Wer also wissen will, ob weitere Artikel zum selben Thema publiziert wurden, welche anderen Blogger sich ebenfalls geäußert haben und welche Webseiten verlinkt werden und wurden, kann ab sofort über diesen Direktlink in den Newsriver eintauchen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="invisible">
<hr size="1" width="100%" />
<p>Technorati-Tags:</p>
</div>
<p><a class="invisible" href="http://www.technorati.com/tag/Notwist" rel="tag">Notwist</a><br />
<a class="invisible" href="http://www.technorati.com/tag/Rivva" rel="tag">Rivva</a><br />
<a class="invisible" href="http://www.technorati.com/tag/The+Devil+You+Me" rel="tag">The Devil You Me</a></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_229" class="footnote">Das &#8222;Tied &amp; Tickled Trio&#8220;, &#8222;Lali Puna&#8220;, &#8222;13&amp;God&#8220; oder &#8222;Ms. John Soda&#8220; sind nur diejenigen, die mir spontan einfallen!</li><li id="footnote_1_229" class="footnote">Am vergangenen Freitag wurde bei der republica eifrig darüber diskutiert, ob und wie man Weblogs zitieren dürfe. Durch Anklicken des Links [Diesen Artikel zitieren?] bekommt man eingeblendet, wie der jeweilige Werkstattartikel zitiert werden sollte. Weitere Informationen zur richtigen Zitierweise findet man auch <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/12/04/eine-wissenschaft-fuer-sich-wie-man-blogs-wissenschaftlich-korrekt-zitiert-werkstattnotiz-xlii/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">in diesem Artikel</a>.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/where-in-this-world-aktuelles-video-der-klangmagier-the-notwist-hardbloggingscientist-online-werkstatt-ticker-07/">&#8222;Where in this world?&#8220; aktuelles Video der Klangmagier &#8222;The Notwist&#8220; ::: HardbloggingScientist online | Werkstatt-Ticker 07</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>»Far« &#8211; Regina Spektor mit neuen Existenz- und Klangexperimenten</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2009/06/%c2%bbfar%c2%ab-regina-spektor-mit-neuen-existenz-und-klangexperimenten/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc Scheloske]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jun 2009 21:00:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Tonspuren]]></category>
		<category><![CDATA[Popmusik]]></category>
		<category><![CDATA[Songwriter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Drei Jahre lang hat Regina Spektor ihre Fans auf eine neue Platte warten lassen. Jetzt legt die 29-jährige ihr fünftes Studio-Album vor. Auf &#8222;Far&#8220; kann man die russisch-amerikanische Ausnahmekünstlerin begleiten, wie sie in insgesamt fünfzehn Songs immer neue Pfade in ihrem verzauberten Folk- und Popkosmos beschreitet. Ihren einstigen Status als Geheimtipp hat Regina Spektor längst ... <a title="»Far« &#8211; Regina Spektor mit neuen Existenz- und Klangexperimenten" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2009/06/%c2%bbfar%c2%ab-regina-spektor-mit-neuen-existenz-und-klangexperimenten/" aria-label="Mehr Informationen über »Far« &#8211; Regina Spektor mit neuen Existenz- und Klangexperimenten">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2009/06/%c2%bbfar%c2%ab-regina-spektor-mit-neuen-existenz-und-klangexperimenten/">»Far« &#8211; Regina Spektor mit neuen Existenz- und Klangexperimenten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img fetchpriority="high" decoding="async"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2009/06/regina_spektor_01.jpg" margin="0 0 5px 6px" alt="regina_spektor_01"  width="200" height="321" class="alignright size-full wp-image-1122" /><strong>Drei Jahre lang hat Regina Spektor ihre Fans auf eine neue Platte warten lassen. Jetzt legt die 29-jährige ihr fünftes Studio-Album vor. Auf &#8222;Far&#8220; kann man die russisch-amerikanische Ausnahmekünstlerin begleiten, wie sie in insgesamt fünfzehn Songs immer neue Pfade in ihrem verzauberten Folk- und Popkosmos beschreitet.</strong></p>
<p>Ihren einstigen Status als Geheimtipp hat Regina Spektor <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/10/29/regina-spektor-die-zeitlosigkeit-virtuoser-popmusik-werkstattnotiz-ixx/">längst verloren.</a> Zurückgewonnen<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2009/06/%c2%bbfar%c2%ab-regina-spektor-mit-neuen-existenz-und-klangexperimenten/#footnote_0_1121" id="identifier_0_1121" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Dem letzten Album &bdquo;Begin to hope&ldquo; war &ndash; durchaus zu Recht &ndash; vorgeworfen worden &ndash; , da&szlig; es zu glatt und zu mutlos dem vermeintlichen Popmainstream nahezukommen versuchte.">1</a> hat sie ihre überschwengliche Lust und den Mut an musikalischen Experimenten. </p>
<p><strong>New Adventures in Hi-Fi</strong></p>
<p>Und so ist ihre außergewöhnliche, winterklare Stimme das einigende Band, das die fünfzehn Songs letztlich irgendwie doch zusammenhält. Denn es ist ein rechter Gemischtwarenladen, den Regina Spektor dieses Mal ausbreitet. Wobei das nicht als Kritik verstanden werden muß. Denn wer stöbert nicht gerne im bunten Sortiment, zumal wenn die Verkäuferin so charmant ist.</p>
<h4><span class="pullquote">Wer stöbert nicht gerne im Gemischtwarenladen, wenn die Verkäuferin so charmant ist?</span></h4>
<p>Und als Verkäuferin schlüpft Regina Spektor in immer neue Gewänder. Da hüpft sie kindlich-verträumt durch manche Songs,<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2009/06/%c2%bbfar%c2%ab-regina-spektor-mit-neuen-existenz-und-klangexperimenten/#footnote_1_1121" id="identifier_1_1121" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wie beispielsweise im vergn&uuml;gt-heiteren &bdquo;Folding Chair&ldquo;.">2</a> um im folgenden Stück nachdenklich die Unergründbarkeit des Daseins zu besingen. </p>
<p><strong>Du nennst es Pathos, ich nenn&#8216; es Leben</strong></p>
<p>In solchen Songs dominiert die wohltemperierte und -dosierte Melancholie, die man von Regina Spektor kennt. Und wenn das alles noch durch eine kleine Prise Pathos und einen bedenkenswerten Text ergänzt wird, dann erhält man beispielsweise einen großartig-überwältigenden Popsong wie &#8222;Laughing with&#8220;.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2009/06/%c2%bbfar%c2%ab-regina-spektor-mit-neuen-existenz-und-klangexperimenten/#footnote_2_1121" id="identifier_2_1121" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Und Regina Spektor hat sehr recht mit ihrer Beobachtung, da&szlig; (&bdquo;No one laughs at God in a hospital&ldquo;) es so viele Situationen gibt, in der uns nur noch ein Gott retten kann.">3</a></p>
<p>Aber diese erste Single-Auskopplung ist sicher nicht das einzige Highlight. Wie gesagt: &#8222;Far&#8220; ist kein Album aus einem Guß. Es versammelt grundverschiedene Songs, die innerhalb der letzten Jahre entstanden sind. Es sind insgesamt fünfzehn Einladungen an die Hörer, um Regina Spektor immer wieder neu zu entdecken. Mal kraftvoll, mal verträumt und dann wieder &#8211; stark an Tori Amos erinnernd &#8211; voller Experimentierlust, wie etwa in &#8222;Machine&#8220;. </p>
<p>Genauso hübsch, aber doch ganz anders kommt &#8222;Eet&#8220; daher, wo es rhythmisch deutlich dynamischer zugeht.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2009/06/%c2%bbfar%c2%ab-regina-spektor-mit-neuen-existenz-und-klangexperimenten/#footnote_3_1121" id="identifier_3_1121" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Und das Video von &bdquo;Eet&ldquo; ist auch mal wieder sehr sehenswert.">4</a> Und bei <a href="http://www.youtube.com/watch?v=y5X-jd9Y8mo">&#8222;Blue Lips&#8220;</a> &#8211; ebenfalls einer der älteren Songs, der es nun auf das Album geschafft hat &#8211; demonstriert Regina Spektor wieder ihre ganze Könnerschaft: es bleibt einfach Rockmusik. </p>
<div class="youtube">
<object width="560" height="340"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/rov3pV9PsRI&#038;hl=en&#038;fs=1&#038;rel=0"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/rov3pV9PsRI&#038;hl=en&#038;fs=1&#038;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="560" height="340"></embed></object>
</div>
<div class="links_ticker">
<p><em>Platten/CDs:</em></p>
<ul>
<li>Regina Spektor &#8211; <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B0002XEDXU?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B0002XEDXU">Soviet Kitsch</a>(2004)</li>
<li>Regina Spektor &#8211; <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000FFJ80I?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B000FFJ80I">Begin to Hope</a> (2006)</li>
<li>Regina Spektor &#8211; <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B00278U1WA?ie=UTF8&#038;tag=werkstatt-21&#038;link_code=as3&#038;camp=2514&#038;creative=9386&#038;creativeASIN=B00278U1WA">Far</a> (2009)</li>
</ul>
</div>
<div class="invisible">
<hr width="100%" size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a href="http://www.technorati.com/tag/Regina + Spektor" class="invisible" rel="tag">Regina Spektor</a></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1121" class="footnote">Dem letzten Album &#8222;Begin to hope&#8220; war &#8211; durchaus zu Recht &#8211; vorgeworfen worden &#8211; , daß es zu glatt und zu mutlos dem vermeintlichen Popmainstream nahezukommen versuchte.</li><li id="footnote_1_1121" class="footnote">Wie beispielsweise im vergnügt-heiteren &#8222;Folding Chair&#8220;.</li><li id="footnote_2_1121" class="footnote">Und Regina Spektor hat sehr recht mit ihrer Beobachtung, daß (&#8222;No one laughs at God in a hospital&#8220;) es so viele Situationen gibt, in der uns nur noch ein Gott retten kann.</li><li id="footnote_3_1121" class="footnote">Und das <a href="http://www.youtube.com/watch?v=CPMIXk-ipT0">Video von &#8222;Eet&#8220; </a>ist auch mal wieder sehr sehenswert.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2009/06/%c2%bbfar%c2%ab-regina-spektor-mit-neuen-existenz-und-klangexperimenten/">»Far« &#8211; Regina Spektor mit neuen Existenz- und Klangexperimenten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 16</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2007/10/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-16/</link>
					<comments>https://www.wissenswerkstatt.net/2007/10/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-16/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Oct 2007 13:12:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blogosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Blogosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Popmusik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.wissenswerkstatt.net/2007/10/02/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-16/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Erster Oktobereintrag. Fein! Kleiner Hinweis: bei der Illustration rechts handelt es sich nicht um jahreszeitliche Anbiederung oder Folklore. Es ist ein Schmetterling und kein zufällig herbeigewehtes Stückchen Herbstlaub. Stammleser wissen das ja ohnehin. Stammleser wissen auch, daß die Rubrik &#34;Querverweise&#34; stets unterschiedlichste Beiträge und Lesetipps zusammenstellt. So auch heute&#8230; Was erwartet die geneigte Leserschaft? Zum ... <a title="Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 16" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/10/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-16/" aria-label="Mehr Informationen über Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 16">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/10/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-16/">Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 16</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" width="240" height="177" align="right" src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2007/05/Fundstuecke_01c.jpg" alt="Fundstuecke_01c.jpg" style="border: 1px solid rgb(136, 136, 136); margin: 6px; padding: 1px;" /><strong>Erster Oktobereintrag. Fein! Kleiner Hinweis: bei der Illustration rechts handelt es sich nicht um jahreszeitliche Anbiederung oder Folklore. Es ist ein Schmetterling und <em>kein</em> zufällig herbeigewehtes Stückchen Herbstlaub. Stammleser wissen das ja ohnehin. Stammleser wissen auch, daß die Rubrik &quot;Querverweise&quot; stets unterschiedlichste Beiträge und Lesetipps zusammenstellt. So auch heute&#8230; <br /></strong></p>
<p>Was erwartet die geneigte Leserschaft? Zum einen Danksagungen, dann Literatur- und Musiktipps und ein Hinweis auf den Blog-Aktionstag &quot;Free Burma&quot; am Donnerstag, den 4. Oktober 2007.</p>
<p></p>
<p></p>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><font size="5" color="#888888">»</font><font size="5"><font size="5" color="#888888">1.</font> </font>Als freischaffender Sozialwissenschaftler ist man nicht auf Rosen gebettet. Die Stellen an Unis oder Forschungsinstituten sind rar gesät und ohnehin stets befristet. Genauso unsicher und von finanziellen Durststrecken geprägt ist bekanntlich das Künstlerdasein. Ich kann mich im Moment nicht entscheiden, ob der Umstand, daß sich das eigene Konto mehr und mehr als Hort des &quot;<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/06/29/bachmannpreis-2007-die-muehen-der-ebene-der-2-tag-2/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Minusgeldes</a>&quot;<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/10/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-16/#footnote_0_90" id="identifier_0_90" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="frei nach Peter Licht&hellip;">1</a> erweist, leichter zu ertragen ist, wenn man sich einredet, man betreibe schließlich Kunst. Und zum Wesen großer Kunst gehöre es ja in schöner Regelmäßigkeit, daß sie zunächst verkannt werde und man erst posthum Ruhm und Ehre erfahre. Zu Lebenszeiten hat man sich demzufolge damit abzufinden, daß es einem durch die Decke auf den Kopf regnet und es nur jeden zweiten Tag ein warme Mahlzeit gibt. </p>
<p>Für wissenschaftliche Dienstleistungen geht diese Rechnung eher nicht auf. Wenngleich die Lebensrealität durchaus Parallelen aufweisen. Weshalb ich hier den großen <del>K</del>Jammerton in Moll anstimme? Hat mich doch der Herbstblues erwischt? </p>
<p>Nein, die Sache ist leicht erklärt: ganz aktuell ist im Piperverlag der vielversprechende Gesprächs- und Interviewband &quot;<em>Wovon lebst Du eigentlich? Vom Überleben in prekären Zeiten</em>&quot; erschienen. Herausgeber sind Jörn Morisse und Rasmus Engler &#8211; ich frage mich freilich, weshalb ich nicht befragt wurde. Aha, Harry Rowohlt wurde zum Gespräch gebeten. Naja, der hat eine sonore Stimme und wartet sicher mit tollen Anekdötchen auf. </p>
<p>In <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/26/26309/1.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">telepolis </a>erzählt Rasmus Engler u.a. folgendes:</p>
<blockquote>
<p>Zunächst mal halte ich den Begriff des &quot;Prekariats&quot; in Hinblick auf eine aktuelle Entwicklung grundsätzlich eher für eine Konstruktion. Davon abgesehen ist ja so, dass die Tatsache, dass viele der Protagonisten des Buches sich in einer Situation befinden, die man als &quot;prekär&quot; bezeichnen kann, zunächst einer durchaus bewussten Entscheidung der einzelnen geschuldet ist und nicht unbedingt der wirtschaftlichen Entwicklung dieser Zeit, auch wenn diese natürlich auch die Kulturschaffenden nicht unbeschadet hinterlässt &#8211; allerdings befinden sich die meisten ja schon seit Jahren, wenn nicht gar Jahrzehnten in dieser Lage. &quot;Das Gerede vom Prekariat interessiert mich nicht. Ich war noch nie in einer anderen Situation.&quot; bringt es Martin von &quot;Sport&quot; auf den Punkt.</p>
</blockquote>
<p>Das<a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/26/26309/1.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> telepolis-Interview</a> sollte man lesen und das Buch ist sicher kein Fehlinvestition. Vielleicht sollte ich mich selbst intensiver mit Berichten aus dieser &quot;übersehenen Zone&quot; zu Wort melden? Denn Engler stellt zutreffenderweise fest:</p>
<blockquote>
<p>Man befindet sich schlicht in einer übersehenen Zone &#8211; den ungläubig dahingestaunten Satz &quot;Aber davon kann doch keiner leben!?&quot; kennen ja schließlich fast alle Befragten.</p>
</blockquote>
<p>Hübsch gesagt: &quot;<em>..dahingestaunter Satz&#8230;&quot;</em>. :-)</p>
<p>Wer mehr wissen und lesen will, hier:</p>
<ul>
<li>Jörn Morisse und Rasmus Engler: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3492250653?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3492250653">Wovon lebst Du eigentlich?</a> Vom Überleben in prekären Zeiten. Piper Verlag, 2007. </li>
</ul>
<p></p>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><font size="5" color="#888888">»</font><font size="5"><font size="5" color="#888888">2.</font>&nbsp;</font> Themenwechsel und kurzer Hinweis: Aufmerksamen Lesern ist vermutlich und hoffentlich das kleine Banner am rechten, unteren Bildschirmrand aufgefallen, das seit wenigen Tagen die Wissenswerkstattseite ergänzt.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/10/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-16/#footnote_1_90" id="identifier_1_90" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Gebastelt hat das die flei&szlig;ige Cindy von der Blogwiese. Danke!">2</a> Wer den Mut hatte draufzuklicken, wird auf die Website &quot;<a target="_blank" href="http://www.free-burma.org" rel="noopener noreferrer">www.free-burma.org</a>&quot; weitergeleitet. Was verbirgt sich dahinter?</p>
<p>Nachdem seit Anfang September die Proteste gegen die Militärjunta in Burma/Myanmar immer mehr Zulauf bekamen, die buddhistischen Mönche immer mehr Zuspruch und Sympathie aus der Bevölkerung ernteten, ging das Regime in Rangun bekanntlich zusehends massiver gegen diese Demonstrationen und Proteste vor. </p>
<p>Letzte Woche hatte sich die Situation ja leider soweit zugespitzt, daß neben den üblichen Versuchen die Meinungs- und Pressefreiheit zu unterdrücken, auch massive Gewaltanwendungen und Übergriffe auf Oppositionelle zu verzeichnen waren. Es kam im weiteren Verlauf zu abscheulichen Szenen, Studenten und andere Protestteilnehmer wurden teilweise bis zum Tode&nbsp; zusammengeknüppelt. Am Donnerstag wurde auch ein japanischer Photograph erschossen.&nbsp;</p>
<p>Klar ist: die Militärjunta versucht mit allen Mitteln die freie Meinungsäußerung und die Demokratieforderungen zu unterdrücken. Die Medien sind kontrolliert und zensiert. Eines der wichtigsten und inzwischen das letzte Informationsmedium sind einige Blogs. Am Freitag wurden letztlich auch die Internetverbindungen des südostasiatischen Landes gekappt. Dennoch halten einige Blogger weiterhin ihre Informationsarbeit aufrecht &#8211; ungeachtet der Repressalien, die sie zu befürchten haben. </p>
<p>Dieser Mut der burmesischen Blogger<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/10/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-16/#footnote_2_90" id="identifier_2_90" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Teilweise sind es auch Exil-Burmesen, die in London oder den USA den Blog mit den Infos ihrer Landsleute bef&uuml;ttern.">3</a> ist beachtlich; und um auf die eklatanten Mißstände in Burma hinzuweisen und zu demonstrieren, daß sich die Blogcommunity weltweit mit der Demokratiebewegung in Burma solidarisiert, findet am kommenden Donnerstag, den 4. Oktober 2007 ein Blogaktionstag statt. Angeleiert hat das in Deutschland <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2007/09/30/action-burma-vi/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Robert Basic</a>. Inzwischen sind viele, viele mit an Bord. Offiziell beteiligen sich bereits jetzt über 2000 Blogs weltweit und werden übermorgen keinen alltäglichen Blogbeitrag, sondern einen Artikel zur Lage in Burma unter dem gemeinsamen Banner &quot;Free Burma&quot; veröffentlichen. </p>
<p>Jeder Blogger, jeder Website-Betreiber sei hiermit aufgerufen, sich doch auch zu beteiligen. Wie inzwischen auch aus Burma bekannt wurde, wird dort sehr wohl registriert, ob &quot;<em>die Welt</em>&quot; an ihrem Freiheitskampf Anteil nimmt. Es ist also auf diese Weise möglich, erstens Bewußtsein und Aufmerksamkeit zu schaffen, zweitens den Betroffenen zu signalisieren, daß ihr Anliegen registriert und wenigstens moralisch unterstützt wird.&nbsp;</p>
<p></p>
<ul>
<li>Einer der zentralen Infoblogs: <a target="_blank" href="http://www.ko-htike.blogspot.com/" rel="noopener noreferrer">Ko Htike</a> (Ständig aktuelle News aus Burma)</li>
<li>Infos, wie immer bei Robert Basic &#8211; zuletzt [<a href="http://www.basicthinking.de/blog/2007/10/01/action-burma-vii-whats-next/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier!</a>]</li>
</ul>
<p></p>
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<hr width="100%" size="1" />
<p><font size="5" color="#888888">»3</font><font size="5"><font size="5" color="#888888">.</font> </font>Auch ein Blogcommunitythema, allerdings ohne weltpolitischen Hintergrund: vor gut 3 Wochen waren ja einige Blogger aus dem süddeutschen Raum hier in München zum Erfahrungs- und Meinungsaustausch zusammengekommen. Daß es nette Gespräche gab, wurde ja hinlänglich dokumentiert.&nbsp;</p>
<p>Vor ein paar Tagen erreichte mich nun auch noch Post von Alin. Hintergrund: Alin ist ja der Macher hinter dem Rezepteblog &quot;<a href="http://www.huettenhilfe.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Huettenhilfe.de</a>&quot; und wir haben beim Blogtreffen ein wenig über kulinarische Vorlieben gesprochen. Irgendwann kam man auf die Problematik zusprechen, daß Chilis (egal ob in getrocknetem oder frischem Zustand) sehr unterschiedliche Schärfegrade aufweisen. Im Prinzip weiß man erst <em>nachdem</em> man reingebissen hat, ob es nun ein scharfes oder mildes Exemplar war. Und Alin erzählte von einer wahren Feuerschote, die irgendwann sein Vater angepflanzt hatte. Und da ich gerne wirklich scharf esse, war ich da durchaus interessiert. </p>
<p>Und dreimal dürfen sie raten, was mir Alin geschickt hat &#8211; genau: zwei getrocknete Schoten dieser Zucht und ich werde einige Samen nächstes Frühjahr zum Keimen bringen. Ich werde dann berichten, ob Alin zuviel versprochen hat&#8230; einstweilen: herzlichen Dank für die heiße Post! :-)</p>
<p></p>
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<hr width="100%" size="1" />
<p><font size="5" color="#888888">»</font><font size="5"><font size="5" color="#888888">4.</font> </font>Eher für die entspannten Klänge ist die Band &quot;Erdmöbel&quot; bekannt. Ich hatte ja schon <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/05/22/charmante-leichenfledderei-erdmoebel-bitten-zum-tanz/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eingehend</a> über die letzte Platte (&quot;No.1-Hits&quot;) der Neu-Kölner berichtet. Aktuell sind die Herrschaften auf Tour und <em>Bosch</em> berichtet vom Hamburger Konzert:</p>
<blockquote>
<p>Es war ein großartiges Konzert. Jeder, der die Gelegenheit hat, die Band auf ihrer Tour noch live zu erleben, sollte sich dies nicht entgehen lassen. Ich sage: Danke, Erdmöbel.</p>
</blockquote>
<p>Hier geht&#8217;s zum lesenswerten Bericht:</p>
<ul>
<li>Boschblog: <a href="http://www.boschblog.de/2007/10/01/erdmoebel-in-hamburg-am-30092007-im-uebel-gefaehrlich/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Erdmöbel im Übel&amp;Gefährlich</a>, 1.10.2007</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p></p>
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<hr width="100%" size="1" />
<p><font size="5" color="#888888">»</font><font size="5"><font size="5" color="#888888">5.</font> </font>Das neue Radiohead-Album wird am 10. Oktober veröffentlicht und hört auf den Namen &quot;<em>In Rainbows</em>&quot;. Über das Cover-Artwork kann man streiten, aber ich bin sehr gespannt auf die neuen Songs. Und &#8211; weswegen ich darauf hier schon hinweise: Radiohead beschreiten einen &#8211; nach meinem Dafürhalten &#8211; sehr zukunftsweisenden Weg: die Veröffentlichung findet nämlich über zwei Absatzwege statt.</p>
<ul>
<li>1. konventionell über den Plattendealer. Dort gibt es eine tolle Discbox mit allerlei Zusatzgimmicks. </li>
<li>2. Download-Variante. Und: man kann sich [<a target="_blank" href="http://www.inrainbows.com/Store/Quickindex.html" rel="noopener noreferrer">hier</a>] für den Download des gesamten Albums registrieren und den Preis bestimmt man selbst. Ich behaupte: es werden sehr viele Fans der Band zwei, drei Euro (oder auch etwas mehr?) für den Download zahlen und später mit gutem Gewissen die Konzerte besuchen. Bin gespannt, welche Resonanz dieses Angebot erhält.</li>
</ul>
<p>[via: <a target="_blank" href="http://www.nerdcore.de/wp/2007/10/01/radioheads-lp7-heisst-%e2%80%9ein-rainbows%e2%80%9c-und-erscheint-nachste-woche/" rel="noopener noreferrer">Nerdcore</a>,<a target="_blank" href="http://www.nicorola.de/?p=3022" rel="noopener noreferrer"> Nicorola</a>]</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Technorati: <a href="http://technorati.com/posts/tag/free-burma">free-burma</a></p>
<hr width="100%" size="1" />
<p>&nbsp;</p>
<p><!--adsense#Banner_Breit_01--></p>
<p>&nbsp;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_90" class="footnote">frei nach Peter Licht&#8230;</li><li id="footnote_1_90" class="footnote">Gebastelt hat das die fleißige Cindy von der <a href="http://www.blogwiese.de/2007/09/29/grafiken-fuer-burmaday/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blogwiese</a>. Danke!</li><li id="footnote_2_90" class="footnote">Teilweise sind es auch Exil-Burmesen, die in London oder den USA den Blog mit den Infos ihrer Landsleute befüttern.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/10/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-16/">Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 16</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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		<title>Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 06</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Aug 2007 16:35:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tonspuren]]></category>
		<category><![CDATA[Blogosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Popmusik]]></category>
		<category><![CDATA[Universität]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Sommerlochthema dieses Jahres läßt ganz offenbar noch ein wenig auf sich warten. Ob es daran liegt, daß die Diskussion um die Zukunft des Spitzensports so einen prominenten Raum einnimmt?1 Denn sobald nur wenige brisante tagesaktuelle und politische Themen verfügbar sind, läßt sich mit bewundernswerter Zuverlässigkeit irgendein Radprofi zu einem überfälligen Geständnis überreden oder appliziert ... <a title="Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 06" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-06/" aria-label="Mehr Informationen über Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 06">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" width="240" height="177" align="right" style="border: 1px solid rgb(136, 136, 136); margin: 6px; padding: 1px;" alt="Fundstuecke_01c.jpg" src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2007/05/Fundstuecke_01c.jpg" />Das Sommerlochthema dieses Jahres läßt ganz offenbar noch ein wenig auf sich warten. Ob es daran liegt, daß die Diskussion um die Zukunft des Spitzensports so einen prominenten Raum einnimmt?<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-06/#footnote_0_60" id="identifier_0_60" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="An dieser Stelle widmet sich Lisa eingehend dem Problem der manipulativen Leistungssteigerung.">1</a> Denn sobald nur wenige brisante tagesaktuelle und politische Themen verfügbar sind, läßt sich mit bewundernswerter Zuverlässigkeit irgendein Radprofi zu einem überfälligen Geständnis überreden oder appliziert sich zumindest in einem Akt intuitiver-spontaner Tolldreistigkeit Testosterongel, um kurz darauf mit erstaunlichen Blutwerten aufzufallen&#8230;<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-06/#footnote_1_60" id="identifier_1_60" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Und wenn dann eine Beichte vorliegt, dann wirft das sofort wieder Folgeprobleme und Kritik auf. Und dann wird auch noch das BKA aktiv&hellip;">2</a></p>
<p>Egal: während sich manch andere Bloggerkollegen in den wohlverdienten Urlaub verabschiedet haben, ist in der Wissenswerkstatt viel zu viel Arbeit liegengeblieben und die fröhliche Fahrt in die Sommerfrische muß zumindest dieses Jahr wohl ausfallen. Dafür wird in den nächsten Wochen wieder einmal das Münchner Independent-Sommerprogramm für Daheimgebliebene genutzt: das <a target="_blank" href="http://www.theatron.de/" rel="noopener noreferrer">Theatron-Musikfestival </a>ist hier eine wunderbare Anlaufstelle und ich hoffe inständig auf einen wirklich sommerlichen August und nicht eine meteorologische Großwetterlage, die sich eher nach Spätherbst anfühlt. Zumal die Theatron-Feuerwerke am Olympiasee zu den jährlichen Highlights zählen. Und dafür ist ein schöner Sommerabend unabdingbar. </p>
<p></p>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><font size="5" color="#888888">»</font><font size="5"><font size="5" color="#888888">1.</font>&nbsp;</font>Die Wartezeit bis zu den Konzerten und zu den Ende August <a href="http://sportblog.blogsport.de/2007/08/02/sport-im-august/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">stattfindenden</a> Leichtathletik-<a  target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Leichtathletik-Weltmeisterschaft_2007" rel="noopener noreferrer">Weltmeisterschaften</a> in Osaka wird u.a. mit allerlei Geburtstagsfeierlichkeiten überbrückt. Darunter befinden sich erstaunlich viele Menschen, die ihr 30. Wiegenfest begehen. Und da ich dieses Datum bereits einige Zeit hinter mir habe, betätige ich mich seitdem als fürsorglich-mahnender Freund, wenn dieses Datum bei mir bekannten Menschen näherrückt. </p>
<p>Denn obwohl mir persönlich die alljährlich wiederkehrenden Beglückwünschungsrituale eher ein willkommener Anlaß sind, um alte Zeit- und Weggenossen zu sehen und mit Ihnen zu tratschen und ich demzufolge Geburtstage nicht als lästige Erinnerung, als unerfreulich-mahnendes &quot;Memento mori&quot; empfinde, ist der 30. Geburtstag nicht zu unterschätzen. Mag sein, daß dieser Tag vornehmlich in Akademikerkreisen eine Zeitenwende darstellt, aber selbst ich war erstaunt, an diesem Tag von allen Seiten seltsame Nachfragen zu erhalten, was denn dieses Datum nun für mich bedeute. Man sollte darauf vorbereitet sein und möglicherweise <a target="_blank" href="http://www.zeit.de/2005/20/Interview_2fHornby_20" rel="noopener noreferrer">dieses Interview</a> mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nick_Hornby" target="_blank"  rel="noopener noreferrer">Nick Hornby</a> lesen; dort erzählt der Kenner der Jugendkultur, daß seine Party zu seinem 40. Geburtstag sehr erfreulich verlief und verspricht, daß das Leben insgesamt durchaus besser werde. Aber er antwortete auch folgendes:</p>
<blockquote>
<p>ZEIT: Sie sind Jahrgang 1957, Ihr 50. Geburtstag rückt näher. Haben Sie Angst davor?<br />Hornby: Nein. Nichts kann schlimmer sein, als 30 zu werden.</p>
</blockquote>
<p>Dem ist wenig hinzuzufügen. ;-)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p></p>
<p></p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><font size="5" color="#888888">»</font><font size="5"><font size="5" color="#888888">2.</font> </font>An verschiedenen Stellen habe ich bereits auf den Blog &quot;<a target="_blank" href="http://www.strengejacke.de/2007-08-01/arbeiten-mit-dem-zettelkasten/" rel="noopener noreferrer">Strenge Jacke!</a>&quot; von Daniel Lüdecke hingewiesen, der auch immer wieder lohnende Einblicke bezüglich des Fortschritts seiner Doktorarbeit gibt. Daniel hat schon vor einiger Zeit ein kleines Softwaretool programmiert, das den Zettelkasten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Niklas_Luhmann" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Niklas Luhmanns</a> ins digitale Zeitalter überträgt. Nun stellt ganz aktuell Nerone auf <a target="_blank" href="http://nerone.wordpress.com/2007/08/01/luhmann-mind-mapping-bloggen/" rel="noopener noreferrer">seinem Blog</a> die Frage, auf welche Weise die Inhalte, Texte und Gedanken des Zettelkastens am besten strukturiert und in (wissenschaftliche) Texte transformiert werden könnten:</p>
<blockquote>
<p>Wie arbeite ich im und am Zettelkasten, ist für mich als Wissenschaftslaien nach wie vor die große Frage. Gebe ich die Ideen für Texte dort ein? Wenn ich einen Text angehe, der zwar die Richtung kennt, aber noch nicht seine Elemente, beginne ich meist (direkt im Editor, wenn ich Blogge) in der Textverarbeitung, oder in meinem Notizbuch, für Unterwegs. Notizen werden in Textdateien erfasst und dabei schon redigiert. Innerhalb der Textdatei wird strukturiert. Auf ein zweites Gedächtnis a la Luhmann würde ich gerne zurückgreifen, da ich eher assoziativ arbeite.</p>
</blockquote>
<p>Wie also arbeitet man mit dem Zettelkasten? Bei Nerone erläutert Daniel seine Intention und seine Arbeitsweise:</p>
<blockquote>
<p>(&#8230;) Und so streng ist die Form des Zettelkastens auch nicht, im Gegenteil. Gerade durch das Abstrahieren vom Kategorienschema hast du sehr lose Verbindungen und Vernetzungen, die im Prinzip jedesmal anders ausfallen, wenn du mit dem Zettelkasten arbeitest. Man muss sich einfach klarmachen, dass jeder Text immer wieder anders geschrieben wird, wenn man ihn nochmal schreibt. Also braucht man auch keine Angst haben, den entscheidenden Zettel verpasst zu haben.</p>
</blockquote>
<p>Und in den Kommentaren sind weitere interessante Erfahrungsberichte zu lesen; ein <a target="_blank" href="http://nerone.wordpress.com/2007/08/01/luhmann-mind-mapping-bloggen/#comment-540" rel="noopener noreferrer">Kommentator</a> weiß folgendes:</p>
<blockquote>
<p>Sprich, ich nutze ihn primär als &quot;zweites Gedächtnis&quot;. Richtig spannend wird der Zettelkasten aber erst durch die Möglichkeit der Verknüpfungen. Wenn er eine bestimmte Größe erreicht hat, ergeben sich so Zusammenhänge, Verbindungen bzw. Möglichkeiten wie man etwas zusammen denken kann, die ich vorher nicht gesehen habe &#8211; und hier liegt dann meines Erachtens der wirkliche Mehrwert des Zettelkastens gegenüber einer reinen Zitate- oder Notizensammlung.</p>
</blockquote>
<p> Vielleicht ist ja der eine oder andere Hinweis auch für meine Mitleser interessant.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><font size="5" color="#888888">»3</font><font size="5"><font size="5" color="#888888">.</font> </font>Nun ein ganz scharfer Themenwechsel zur vermeintlich leichten Unterhaltung: den Versuch den Sommerhit 2007 zu küren, haben die für ihren erlauchten Musikgeschmack allseits bekannten &quot;<a href="http://www.die-stagediven.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stagediven</a>&quot; gestartet. An <a href="http://www.die-stagediven.de/wp/2007/08/01/wahl-zum-schonen-sommerhit-2007/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dieser Stelle</a> ist es möglich, sich erstens einige Musikvideos anzusehen oder zumindest eine MP3 herunterzuladen und zweitens für die jeweiligen Künstler abzustimmen. Im Moment liegen Tocotronic mit &quot;<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/07/06/kapitulation-weshalb-schwaeche-nicht-schwaeche-sondern-triumph-ist-tocotronic-fuehren-ihre-jugendbewegung-in-neues-licht/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kapitulation</a>&quot; ganz gut im Rennen, an der Spitze positioniert sich derzeit allerdings &quot;Maximo Park&quot; mit &quot;Books from boxes&quot;. Die Abstimmung läuft noch knapp zwei Wochen und es dürfte sich in der Rangfolge sicher noch einiges verändern&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p></p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><font size="5" color="#888888">»</font><font size="5"><font size="5" color="#888888">4.</font> </font>Ebenfalls zum Anhören, allerdings weniger rhythmisch und melodiös ist das folgende Fundstück: über <a href="http://www.readers-edition.de/2007/08/01/professorenreden-als-podcast/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">diesen Beitrag</a> der ReadersEdition bin ich auf das <a href="http://www3.ub.uni-freiburg.de/index.php?id=148" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Podcast-Angebot</a> der Universität Freiburg gestoßen. Dort wird jeden Monat eine Vorlesung oder ein Festvortrag aus dem Uniarchiv online gestellt. Bisherige Highlights sind unter anderem:</p>
<blockquote>
<ul>
<li>Karl Lehmann: Die lateinische Denkform und die katholische Theologie der Zukunft. 1972.</li>
<li>Gerhart Baumann: Paul Celan: Um-Wege zu sich und die offene Frage des Gedichts. 1971</li>
<li>Max Müller: Vollendung, Ende und Anfang &#8211; philosophische Reflexion im Hinblick auf Martin Heidegger. 1970.</li>
<li>Bernhard Welte: Determination und Freiheit. 1969.</li>
</ul>
</blockquote>
<p>Wie man sieht, handelt es sich bislang vorrangig um Beiträge und Reden aus den 60er und 70er Jahren. Die Themen sind allerdings immer noch aktuell oder die Vorträge sind als Zeitdokument einzuordnen (so bspw. der Mitschnitt der Vorlesung von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Lehmann" target="_blank"  rel="noopener noreferrer">Kardinal Karl Lehmann</a>). Im Juli stand übrigens der Festvortrag von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Martin_Heidegger" target="_blank"  rel="noopener noreferrer">Martin Heidegger</a> zum Download bereit, den Heidegger 1957 anläßlich des 500-Jahr-Jubiläums der Uni Freiburg gehalten hatte. Diesen Vortrag unter dem Titel: &quot;Der Satz der Identität&quot; kannte ich freilich schon, er ist aber &#8211; genauso wie viele andere Audiodateien des Angebots &#8211; sehr hörenswert. Und diese Podcast-/Vortragsreihe sei unbedingt anderen Universitäten zur Nachahmung empfohlen. Es sollten doch sicherlich weitere Schätze in den Schallarchiven schlummern, oder? <br />&nbsp;</p>
<p>&nbsp;<br />&nbsp;</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><font size="5" color="#888888">»5</font><font size="5"><font size="5" color="#888888">.</font> </font>Lesenswert und zur Vorsicht gemahnend sind die beiden Beiträge, die gestern von Stefan Niggemeier gepostet wurden. Niggemeier, seines Zeichens versierter Medienjournalist und seit einiger Zeit engagierter Kritiker verschiedener Fernseh-Anruf-Game-Shows mit möglicherweise fragwürdigen Geschäftspraktiken, zieht nach der <a target="_blank" href="http://www.medienblogger.net/index.php/netzwelten/roundup-blogger-im-rechtsstreit/" rel="noopener noreferrer">Niederlage</a> von Marc Doehler<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-06/#footnote_2_60" id="identifier_2_60" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Doehler betreibt den kritischen Watchblog &quot;call-in-tv&quot;, der sich den teilweise irritierenden Praktiken der n&auml;chtlichen Game- und Rateshows widmet, die Anrufer zu kostspieligen Anrufen animieren. Die sog. Moderatorinnen d&uuml;rfen freilich nach g&uuml;ltiger Rechtssprechung nicht als &quot;Anim&ouml;sen&quot; bezeichnet werden. Daran &auml;ndert auch jedes noch so feinsinnige linguistische Gutachten nichts. Abgesehen von gewi&szlig; manchmal recht derb-sexistischen Angriffen auf die Damen, die hier provokativ-aufreizend auf Anruferfang sind, ist das Engagement von Doehler und Co. aber gewi&szlig; dringend notwendig.">3</a> ein <a target="_blank" href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/callactive-siegt-ueber-meinungsfreiheit/" rel="noopener noreferrer">vorläufiges Resümee</a> zum vorliegenden Sachverhalt:</p>
<blockquote>
<p>Die Firma Callactive, die im Auftrag von MTV Anrufsendungen produziert, in denen immer wieder erstaunliche Unregelmäßigkeiten zu beobachten sind, die gegen einen fairen Ablauf sprechen, hat heute vor dem Oberlandesgericht München einen vernichtenden Sieg gegen das Forum call-in-tv.de und, wie ich sagen würde: die Meinungsfreiheit und den Verbraucherschutz errungen. Es darf die vielen (vielen, vielen!) Menschen, die täglich bei Callactive in die Sendung durchgestellt werden und erhebliche Geldsummen gewinnen könnten, aber völlig abwegige Antworten geben oder gleich wieder auflegen, de facto nicht mehr als „verwirrte Anrufer” bezeichnen (&#8230;)&nbsp;</p>
</blockquote>
<p>Hintergrund für diese gerichtliche Auseinandersetzung ist, daß seitens der Kritiker der Verdacht laut wurde, daß es sich bei einigen der ins Studio durchgestellten Anrufer nicht um &quot;echte&quot;, sondern um sog. &quot;Fake-Anrufer&quot; gehandelt haben könnte. Nachdem diese Unterstellung bereits untersagt wurde, wurde nun vom OLG München auch die Redeweise von &quot;verwirrten Anrufern&quot; verboten. Eine Prüfung der Vorwürfe selbst, ob also hier gezielt Anrufer in der Leitung vertröstet werden, während andere &#8211; vermeintlich &quot;gefakte&quot; &#8211; Anrufer haarsträubend naive und falsche Antworten geben, wurde leider nicht vorgenommen. Dies wäre freilich anhand einer Durchsicht der Telefonverbindungsprotokolle möglich. Die Fa. Callactive behaupet &#8211; wie nachzulesen ist &#8211; zwar, daß sie die Rechtmäßigkeit ihres Vorgehens und nämlich die Anrufe belegen könne, blieb diesen Nachweis bislang aber schuldig. Niggemeier bilanziert resigniert:<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-06/#footnote_3_60" id="identifier_3_60" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Auf Niggemeiers Seite sind viele auff&auml;llige Indizien zu den erw&auml;hnten Sendungen dargestellt. Auch an diesen Stellen [hier und hier] wird das Thema behandelt und kommentiert.">4</a></p>
<blockquote>
<p>Warum sollte sie es auch tun, wenn das Geschäft gut läuft, man diese unfassbare Glückssträhne hat, was die durchgestellten Anrufer mit falschen Antworten angeht, eine Medienaufsicht nicht existiert und man Kritiker und Mahner mithilfe von Gerichten zum Schweigen bringen kann?&nbsp;</p>
</blockquote>
<p> <a target="_blank" href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/in-eigener-sache/" rel="noopener noreferrer">Außerdem berichtet </a>Niggemeier heute, daß er selbst zunächst eine Abmahnung und dann zugleich eine &quot;Einstweilige Verfügung&quot; erhalten habe, da in seinem Blog zwei Kommentare die Geschäftspraktiken der Fa. Callactive über das vermeintlich zulässige Maß in Mißkredit gezogen hatten. Das LG Hamburg, deren Pressekammer auch für das sog. Urteil zur Forenhaftung verantwortlich zeichnet, hat die &quot;Einstweilige Verfügung&quot; erlassen und Niggemeier stellt konsterniert fest:<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-06/#footnote_4_60" id="identifier_4_60" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ich bitte aus diesem Grund vor m&ouml;glicherweise beleidigenden Kommentaren im Bezug auf die Fa. Callactive abzusehen! Schlie&szlig;lich ist &ndash; zwar in anderem Zusammenhang, n&auml;mlich in Bezug auf eine Pers&ouml;nlichkeitsrechtsverletzung des einstigen Boxers Karl Heinz Schwensen &ndash; derzeit wieder eine Abmahnwelle durch die Blogosph&auml;re unterwegs. Wer es noch nicht mitbekommen hat: nachzulesen hier und hier.">5</a></p>
<blockquote>
<p>Das Ergebnis ist für mich natürlich frustrierend. Es scheint mir, wie einige andere Entscheidungen, darauf hinauszulaufen, dass die deutschen Gerichte eine offene Debatte über zweifelhafte Geschäftspraktiken für gefährlicher halten als die Geschäftspraktiken selbst.</p>
</blockquote>
<p></p>
<p>&nbsp;<br />
&nbsp;
</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><font size="5" color="#888888">»6</font><font size="5"><font size="5" color="#888888">.</font> </font>Abschließend zu etwas erfreulicherem: der Musikkenner und <a href="http://platte11.blogg.de/eintrag.php?id=131" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Radsportfan</a> Heinz Gelking hat vor wenigen Tagen folgendes überaus amüsant-nostalgische Fundstück präsentiert &#8211; in seinem audiophilen Blog &quot;Platte11&quot; verweist er unter der Überschrift &quot;<a href="http://www.platte11.de/blog/dein-funkberater-will-dich-lehren" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dein Funkberater will dich lehren&#8230;</a>&quot; auf <a href="http://www.kolb-audio.de/nostalgie01.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">diese einzigartige Radio-Bedienungsfibel</a> aus dem Jahr 1958. Bei der Reparatur eines &quot;Telefunken Operette 8&quot; fand ein Radiotechniker das Prachtstück, das wie aus einer vollkommen anderen Zeit anmutet. Wo einem heute die kryptischen Bedienungsanleitungen in mindestens zehnsprachiger Übersetzung und winziger Schriftgröße entgegenflattern, wurde man noch vor 50 Jahren mit liebevoll illustrierten Heften beglückt. Und der stolze Neubesitzer eines solchen Röhrenradios<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-06/#footnote_5_60" id="identifier_5_60" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="immerhin hatte er sich ja f&uuml;r ein Telefunken Operette 8 entschieden. ;-) ">6</a> wurde auf dem Deckblatt bereits mit den folgenden kaum übertrefflichen Sätzen angesprochen:</p>
<blockquote>
<p>&quot;O Jünger der erquicklichen Kunst, ein Kaleidoskop von Klängen aus dem Äther zu angeln, nimm sie hin, die neue Zaubertruhe. Dein Funkberater will Dich lehren, wie man mit ihr umgeht, auf daß aus Dir ein wahrer Meisterhörer werde. &#8230;&quot;</p>
</blockquote>
<p>Ich wünsche mir nun eine Fee und mindestens drei Wünsche: zunächst wäre mir mit einer Justiz geholfen, die das Recht auf Meinungs- und Äußerungsfreiheit nicht als notwendiges Übel, sondern als selbst schützenswertes demokratisches Grundprinzip erachtet. Und mit dem zweiten Wunsch trete ich eine Zeitreise in die 50er Jahre solch wunderbarer Bedienungsfibeln an oder wünsche mir alternativ ähnlich bemüht-liebevolle Bedienungsanleitungskreativlinge in die Jetztzeit herbei. Und der dritte Wunsch sei nicht verraten. ;-)&nbsp; &nbsp; </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_60" class="footnote">An <a target="_blank" href="http://lizaswelt.blogspot.com/2007/08/no-dope-no-hope.html" rel="noopener noreferrer">dieser Stelle</a> widmet sich Lisa eingehend dem Problem der manipulativen Leistungssteigerung.</li><li id="footnote_1_60" class="footnote">Und wenn dann eine Beichte vorliegt, dann wirft das sofort wieder Folgeprobleme und <a target="_blank" href="http://www.radsportscout.de/die-verantwortung-der-medien/" rel="noopener noreferrer">Kritik</a> auf. Und dann wird auch noch <a target="_blank" href="http://www.duckhome.de/tb/index.php?/archives/801-Wie-gut-das-unser-BKA-sonst-keine-Sorgen-hat.html" rel="noopener noreferrer">das BKA aktiv</a>&#8230;</li><li id="footnote_2_60" class="footnote">Doehler betreibt den kritischen Watchblog &quot;<a target="_blank" href="http://call-in-tv.de/" rel="noopener noreferrer">call-in-tv</a>&quot;, der sich den teilweise irritierenden Praktiken der nächtlichen Game- und Rateshows widmet, die Anrufer zu kostspieligen Anrufen animieren. Die sog. Moderatorinnen dürfen freilich nach gültiger Rechtssprechung nicht als &quot;<a target="_blank" href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/call-tv-mimeusen/" rel="noopener noreferrer">Animösen</a>&quot; bezeichnet werden. Daran ändert auch jedes noch so <a target="_blank" href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/call-tv-mimeusen-gewinnen-vor-gericht/" rel="noopener noreferrer">feinsinnige linguistische Gutachten</a> nichts. Abgesehen von gewiß manchmal recht derb-sexistischen Angriffen auf die Damen, die hier provokativ-aufreizend auf Anruferfang sind, ist das Engagement von Doehler und Co. aber gewiß dringend notwendig.</li><li id="footnote_3_60" class="footnote">Auf Niggemeiers Seite sind viele auffällige Indizien zu den erwähnten Sendungen dargestellt. Auch an <a href="http://www.agenturblog.de/2007-08/callactive-mahnt-ganz-aktiv-ab/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">diesen</a> <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2007/08/01/don-quijote-oder-stefan-niggemeier/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stellen</a> [<a href="http://www.duckhome.de/tb/index.php?/archives/799-Callactive-setzt-wieder-einmal-Zensur-durch.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> und <a href="http://www.duckhome.de/tb/index.php?/archives/803-Was-aber,-wenn-die-Windmuehlen-nun-aber-doch-Riesen-sind.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a>] wird das Thema behandelt und kommentiert.</li><li id="footnote_4_60" class="footnote">Ich bitte <a href="http://www.sichelputzer.de/2007/08/01/niggemeier-kurzfristig-ins-aus-gebloggt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">aus diesem Grund</a> vor möglicherweise beleidigenden Kommentaren im Bezug auf die Fa. Callactive abzusehen! Schließlich ist &#8211; zwar in anderem Zusammenhang, nämlich in Bezug auf eine Persönlichkeitsrechtsverletzung des einstigen Boxers <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/wissenswertes-ueber-kalle-schwensen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Karl Heinz Schwensen</a> &#8211; derzeit wieder eine <a href="http://upload-magazin.de/?p=403" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Abmahnwelle</a> durch die Blogosphäre unterwegs. Wer es noch nicht mitbekommen hat: nachzulesen <a href="http://handelsblatt6.blogg.de/eintrag.php?id=1430" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> und <a href="http://www.ra-blog.de/1919-Abmahnwelle-Kalle-vs.-Blogosphaere" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a>.</li><li id="footnote_5_60" class="footnote">immerhin hatte er sich ja für ein Telefunken Operette 8 entschieden. ;-) </li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-06/">Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 06</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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		<title>Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 03</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Jun 2007 17:21:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Beobachtungen]]></category>
		<category><![CDATA[Blogosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Luhmann]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Juni ist ein durchaus eigentümlicher Monat. Es ist der Monat der Passage, des Übergangs. Das Frühjahr und der vielbesungene Wonnemonat Mai liegen hinter einem und am Horizont leuchten die Sommertage seligen Nichtstuns.&#160; Die Übergänge kennzeichnen sich durch Warten: die Studenten warten auf das Semesterende und versuchen hektisch, sich den Stoff für die anstehenden Prüfungen ... <a title="Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 03" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/06/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-03/" aria-label="Mehr Informationen über Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 03">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/06/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-03/">Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 03</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" style="border: 1px solid rgb(136, 136, 136); margin: 6px; padding: 1px;" alt="Fundstuecke_01c.jpg" src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2007/05/Fundstuecke_01c.jpg" align="right" height="177" width="240">Der Juni ist ein durchaus eigentümlicher Monat. Es ist der Monat der Passage, des Übergangs. Das Frühjahr und der vielbesungene Wonnemonat Mai liegen hinter einem und am Horizont leuchten die Sommertage seligen Nichtstuns.&nbsp;</p>
<p>Die Übergänge kennzeichnen sich durch Warten: die Studenten warten auf das Semesterende und versuchen hektisch, sich den Stoff für die anstehenden Prüfungen reinzupauken, die Dozenten warten ebenfalls auf die Sommerpause, um den staubig-muffigen Seminarräumen zu entrinnen. Die Fernseh- und Medienschaffenden haben sich teilweise schon in ihre Feriendomizile verabschiedet und die Politikerkaste arbeitet auch nur noch mit halber Kraft und sitzt auf gepackten Koffern. </p>
<p>Warten also. Ich persönlich warte auf die anstehende <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000RG121I?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B000RG121I">Tocotronic-Platte</a>. In zwei Wochen ist es soweit und die ersten Höreindrücke sind vielversprechend. Andere warten auf den Sommerhit. Der wird nicht von Tocotronic sein, soviel steht glücklicherweise fest. Und wieder andere freuen sich auf den Sommerroman. Ein dicker Schmöker natürlich.&nbsp;</p>
<p>Um Literatur geht es auch in diesem dritten Teil der Fundstückesammlung, wenigstens ein bißchen:</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr size="1" width="100%">
<p><font color="#888888" size="5">»</font><font size="5"><font color="#888888" size="5">1.</font> </font>Zunächst geht es allerdings um einen Rückblick und zwar auf die &#8222;<a href="http://re-publica.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">re:publica</a>&#8220; vom April. Ich selbst war nicht dort, da man als bloggender Sozialwissenschaftler schließlich auch noch andere Dinge zu tun hat, als sich auf diversen Blogger-Treffen, Barcamps und ähnlichem rumzutreiben. Außerdem &#8211; ich gestehe &#8211; wurde ich weder eingeladen, noch war es mir den weiten Weg nach Berlin wert. Interessantes wurde freilich durchaus geboten, die meisten Präsentationen sind ja hinlänglich durchdiskutiert und bedürfen keiner Reanimationsversuche meinerseits. Einen der spannendsten Vorträge hielt dort sicherlich <a href="http://www.bamberg-gewinnt.de/wordpress/archives/788" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jan Schmidt</a>, der unter dem Titel &#8222;Mythen der Blogosphäre&#8220; mit so manchem Vorurteil aufräumte.</p>
<p>Vor allem kommt es ihm darauf an, die vielfältig kursierenden Annahmen und Etiketten die mit Bloggern und Blogs verknüpft sind auf ihre Substanz zu hinterfragen; mit sozialwissenschaftlichen Methoden natürlich, denn Jan Schmidt und die Forschungsstelle &#8222;Neue Kommunikationsmedien&#8220; [<a href="http://www.fonk-bamberg.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">FoNK]</a> in Bamberg haben sich durch ihre akribische Vermessungsarbeit im Feld der Blogosphäre längst zu einer zentralen Instanz gemausert, wenn man fundierte Informationen möchte, was (abseits des journalistischen Tralala) wirklich Sache ist.</p>
<p>So, damit aber genug der Lobhudelei. Der erwähnte Vortrag von Jan Schmidt ist seit wenigen Tagen jedenfalls auch online als Video eingestellt [<a href="http://re-publica.de/2007/06/14/video-mythen-der-blogosphare/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier!</a>]. In stolzen 47 Minuten erfährt man dort u.a., daß Blogs entgegen so mancher Klischees &#8222;weiblich&#8220; sind&#8230; den dreitagebärtigen, schmerbäuchigen Nerd als Prototyp des Bloggers dürfen wir also getrost verabschieden. ;-)</p>
<p>Wer sich für Jan Schmidts Arbeit interessiert ist sicher mit seinem Buch &#8222;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3896695800?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3896695800">Weblogs. Eine kommunikationssoziologische Studie</a>&#8220; gut beraten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p></p>
<p></p>
<hr size="1" width="100%">
<p><font color="#888888" size="5">»</font><font size="5"><font color="#888888" size="5">2.</font> </font>Themawechsel: Vermutlich der einzige bloggende <a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Pal%C3%A4ontologie&amp;oldid=33027835" target="_blank"  rel="noopener noreferrer">Paläontologe</a> im deutschsprachigen Raum, Björn Kröger, hat sich vor wenigen Tagen in seinem stets lesenswerten Blog &#8222;<a target="_blank" href="http://www.tiefes-leben.de/" rel="noopener noreferrer">tiefes leben</a>&#8220; mit aktuellen Entwicklungen im wissenschaftlichen Publikationswesen beschäftigt. Genauer: er schildert aus eigener Erfahrung das Dilemma, die eigenen Artikel nur noch in zitationsstarken Journalen veröffentlichen zu können, wohlwissend, daß somit die weniger prestigeträchtigen Zeitschriften noch stärker ins Hintertreffen geraten. </p>
<p>Nochmal: der eigenen Karriere, der eigenen Reputation (und ein Wissenschaftler kann nur mit diesem Pfund wuchern!) zuliebe, ist es unabdingbar, daß man als Wissenschaftler gezielt die Zeitschriften auswählt, in denen man zu publizieren beabsichtigt. Das erscheint auf den ersten Blick unproblematisch. Allerdings ist es so, daß diese Logik zur Folge hat, daß &#8211; wie Björn schreibt &#8211; die renommierten Zeitschriften geradezu überrannt werden und kaum mit der Bearbeitung nachkommen. Von der Einreichung bis zur Veröffentlichung vergehen da in Björns Fachgebiet bis zu zwei Jahre! Umgekehrt stehen die vielen anderen, kleinen Zeitschriften immer häufiger vor dem Aus &#8211; ein Konzentrations- und Monopolisierungsprozeß, wie man ihn etwa aus der Marktwirtschaft kennt. </p>
</p>
<blockquote>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Meine persönliche Erfahrung in den letzten Jahren sieht so aus: Ich kann es mir nicht mehr leisten in Journalen mit geringem Impakt zu veröffentlichen. Veröffentlichungen, auch wenn teilweise sinnvoll, in nicht peer gereviewten und ISI gelisteten Journalen kommt für mich nicht in Frage, weil mein wissenschaftliches Überleben davon abhängt, dass ich zitiert werde und in Journalen mit möglichst hohem ISI Faktor veröffentliche. [Quelle: tiefes leben, <a target="_blank" href="http://www.tiefes-leben.de/2007/06/15/imperialer-impakt/" rel="noopener noreferrer">imperialer impakt</a>, 15.6.2007]
</p>
</blockquote>
<p>Björn geht aber noch weiter und skizziert ein weiteres Problem seiner hochspezialisierten Arbeit: da er einer von ganz wenigen Experten auf seinem Gebiet ist, werden seine Artikel auch nach dem Erscheinen nur relativ selten zitiert. Die Zitationshäufigkeit ist aber (so dogmatisch, unflexibel und zahlenhörig ist Wissenschaftspolitik heute!) das entscheidende Kriterium, ob Wissenschaft als erfolgreich angesehen wird oder nicht. </p>
<p>In der Konsequenz werden große Forschungsprojekte bzw. Arbeiten, die von mehreren Autoren eingereicht werden, immer als &#8222;erfolgreicher&#8220; angesehen als andere. Da ja die jeweiligen Mitarbeiter in der Folgezeit genau diesen Artikel auch weiterhin zitieren werden. Einzelkämpfer haben diese Möglichkeit nicht. Und noch auf ein weiteres Problem weist Björn hin:</p>
<blockquote>
<p>Die Editoren der hochrangigen Zeitschriften erleben einen enormen Machtzuwachs, da immer mehr Arbeiten in den Top Journalen eingereicht werden. Die Top Journale werden einen immer stärkeren Einfluss auf die Inhalte und Forschungsausrichtungen der Fächer haben. [Quelle: tiefes leben, <a target="_blank" href="http://www.tiefes-leben.de/2007/06/15/imperialer-impakt/" rel="noopener noreferrer">imperialer impakt</a>, 15.6.2007]<br />&nbsp;</p>
</blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<hr size="1" width="100%">
<p><font color="#888888" size="5">»3</font><font size="5"><font color="#888888" size="5">.</font> </font>Anläßlich der <a href="http://www.strengejacke.de/2007-06-12/oekologische-kommunikation-und-klimawandel/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Re-Lektüre</a> von Niklas Luhmanns &#8222;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3531517759?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3531517759">Ökologische Kommunikation</a>&#8220; thematisiert Daniel Lüdecke die Unhintergehbarkeit des Beobachterstandpunkts. Da &#8211; und dies ist in meinen Augen eine der Hauptleistungen von Luhmanns Kommunikationstheorie &#8211; jede Beobachtung stets an ihre Unterscheidung gekoppelt bleibt, kann sie sich selbst, also den Prozeß des Beobachtens mitsamt seinen möglichen Schwachpunkten, nicht gleichzeitig in den Blick nehmen. </p>
<p>Oder anders formuliert: in jeder Situation in der wir unsere Umwelt beurteilen bzw. beobachten, benötigen wir eine Unterscheidung. Wenn wir am Badesee vorsichtig tastend die Zehenspitzen ins Wasser halten bspw. diejenige von warm|kalt. Ob diese Unterscheidung angemessen ist, kann allerdings nur eine sog. &#8222;Beobachtung 2. Ordnung&#8220; feststellen. Denn ein anderer Beobachter könnte möglicherweise sehen, daß die Temperatur in diesem Moment überhaupt nicht erste Priorität hat, wenn sich im Schilfgürtel des Seeufers gerade eine Schnappschildkröte aufhält. Gefahr|Nicht-Gefahr wäre also eine alternative Beobachtungsform, die aber ihrerseits hinsichtlich ihrer Unterscheidungswahl wieder blind ist.&nbsp;</p>
<p>Aber entfernen wir uns wieder von den trivialen Niederungen des Badevergnügens &#8211; und nähern uns der Verallgemeinerung an: was wir aus diesen Überlegungen im Anschluß an Luhmann lernen können ist, daß jede Beobachtung einen unhintergehbaren &#8222;blinden Fleck&#8220; aufweist; nämlich nicht sehen kann, was sie <em>nicht</em> sehen kann. Um also die Beobachtungsadäquanz zu beurteilen, bedarf es einer Beobachtung 2. Ordnung, die selbst wieder nicht zwangsläufig besseres, sondern lediglich anderes Wissen generiert.  </p>
<p>Daniel Lüdecke kommt zum Schluß: </p>
<blockquote>
<p>Die Eigengesetzlichkeiten der Kommunikation müssen durch Selbstbeobachtung beobachtet werden, um zu verstehen, warum geschieht, was geschieht, und warum nicht geschieht, was vielleicht geschehen sollte. Erst wenn diese Eigengesetzlichkeit der Gesellschaft (=Kommunikation) mit hinreichend komplexen Theorien analysiert werden kann, können vernünftige Argumente und funktionale Äquivalente oder Lösungen entwickelt werden.</p>
</blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Weiterführende Literatur:</em></p>
<ul>
<li>Niklas Luhmann und Dirk Baecker (2006<span class="sans">): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3896704591?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3896704591">Einführung in die Systemtheorie</a>. Carl-Auer.</span></li>
<li><span class="sans">Niklas Luhmann (2004): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3531517759?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3531517759">Ökologische Kommunikation</a>. VS-Verlag.</span></li>
<li><span class="sans">Niklas Luhmann (1984): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3518282662?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3518282662">Soziale Systeme</a>. Grundriß einer allgemeinen Theorie. Suhrkamp.</span> </li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p></p>
<hr size="1" width="100%">
<p><font color="#888888" size="5">»</font><font size="5"><font color="#888888" size="5">4.</font> </font>Was ist denn in Uhlmann gefahren, mag man sich fragen. Ziemt es sich neuerdings für Rockstars sich in der Hauptstadtpostille &#8222;Tagesspiegel&#8220; über die Befindlichkeiten, Sorgen und Nöte junger Väter auszulassen?<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/06/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-03/#footnote_0_41" id="identifier_0_41" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Und da ich mit dem Hinweis auf Thees Essay nun einige Tage gewartet habe, bis diese Fundst&uuml;ckesammlung komplett wird, wurde auch schon anderswo, z.B. im Spreeblick oder bei Franzi und hier darauf verwiesen. Das kommt davon, wenn man sich Zeit l&auml;&szlig;t. ;-) ">1</a> Aber wenn Thees Uhlmann ein Prinzip verinnerlicht hat, dann ist es dasjenige, sich nicht um Erwartungen zu scheren. Immer geraderaus oder &#8211; Uhlmanns Freund Marcus Wiebusch zitierend &#8211; &#8222;mach immer, was dein Herz Dir sagt.&#8220;&nbsp;</p>
<p>Das sind also die Prämissen, unter die Uhlmann &#8211; seines Zeichens Kopf und Sänger der unvergleichlich charmanten Hamburger Indieband &#8222;Tomte&#8220; &#8211; seinen Lebensentwurfs stellt. Man verdankt Uhlmann einige der authentischsten Zeilen in der Geschichte der Rockmusik und viele unvergessene Konzerte. Und daß er es verdammt Ernst meint mit der Aufforderung, die Schönheit der Chance zu ergreifen und all das zu umarmen, was einem gefällt, war ohnehin längst klar.</p>
<p>Nun ist auch öffentlich, weshalb der Tomte-Clan dieses Jahr nicht mit neuer Platte aufwarten kann. Denn Thees ist Vater geworden. Offenbar schon im April. Und über seine Erfahrungen gibt er unter der netten Überschrift &#8222;<a href="http://www.tagesspiegel.de/zeitung/Frauen-Maenner;art7754,2326890" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Von Windeln verweht</a>&#8220; Auskunft:</p>
</p>
<blockquote>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><a name="ar_text"></a>Also, in aller erster Linie soll dieser Text eine tiefe Verneigung vor den Damen dieser Welt sein für das, was sie vor der Schwangerschaft, während der Schwangerschaft und vor allen Dingen nach der Schwangerschaft über sich ergehen lassen müssen. Hut ab!
</p>
</blockquote>
<p>So ein wenig vermisst man dann auch die Rotzig- und Respektlosigkeit, die Uhlmann sonst auszeichnet. Der Text ist &#8211; jedenfalls meiner bescheidenen Ansicht nach &#8211; gehörig inkohärent und lässt den roten Faden vermissen. Einige Passagen sind dennoch bemerkens- und festhaltenswert, so z.B.:</p>
</p>
<blockquote>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><a name="ar_text1"></a>Ich gebe zu, ein Kind zu haben, ist zu 90 Prozent der Himmel. Aber zu zehn Prozent ist es die gottverdammte Hölle. Wenn das Kind schreit – und merke, wenn das Kind schreit, hat es immer recht! – dann ist das kein Weinen, wie wenn man sich den kleinen Zeh nachts am Bettpfosten gestoßen hat. Das ist ein Geräusch vom Ende der Seele. </p>
</blockquote>
<p>Ja, das ist der Uhlmann, von dem man gerne mehr lesen würde. Aber vermutlich hat der Nachwuchs auch während der Abfassung des Textes genau das getan, worüber Thees schreibt: geheult nämlich und den jungen Papa nicht in Ruhe schreiben lassen. So ist es kein Artikel wie aus einem Guß geworden, dafür endet er mit einem schönen Plädoyer bzw. einer Aufforderung an zumindest den männlichen Teil der Leserschaft:</p>
</p>
<blockquote>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><a name="ar_text2"></a>Haben Sie Langeweile, starke Nerven, eine Dame, bei der sie sich vorstellen können, sie 20 Jahre zu lieben, und haben Sie alle dummen Bars und dummen Typen dieser Stadt gesehen? Ja? Gut, dann sage ich: Machen Sie mal schnell ein Kind.
</p>
</blockquote>
<p>&nbsp;Sollte dem noch etwas hinzuzufügen sein?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
</p>
<hr size="1" width="100%">
<p><font color="#888888" size="5">»5</font><font size="5"><font color="#888888" size="5">.</font> </font>Und wo wir abschließend bei Musik sind: einer der vielversprechendsten Musiker und Songwriter unserer Zeit ist der 34-jährige <a  target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Damien_Rice" rel="noopener noreferrer">Damien Rice</a>. Bereits 2002 hatte der gebürtige Ire mit dem Album &#8222;O&#8220; für wahre Begeisterungsstürme gesorgt, dann mit Liveauftritten sich weiteres Renommee erarbeitet und schließlich Ende 2006 sein zweites Album vorgelegt. </p>
<p>Dieses ist &#8211; Rice ist kein Elegiker &#8211; ebenfalls recht unscheinbar mit &#8222;9&#8220; betitelt. Was so bescheiden daherkommt, offenbart allerdings beim Hören der Popsongs ein Strahlen, das seltene Intensität besitzt. Wundervoll zart instrumentiert sind die Lieder von Rice. Und von beeindruckender Schönheit. Im Zentrum steht Rice&#8216; kraftvolle Stimme, die aber nie überwältigt, sondern stets die Möglichkeit ihrer Fragilität kenntlich macht. Große Gefühle, Emotionalität und bescheidene, fast introvertierte Klänge gehen so Hand in Hand. Einer der zerbrechlichsten Songs ist die Singleauskopplung &#8222;9 Crimes&#8220;, das Rice im Duett mit Lisa Hannigans singt. Dazu gibt es ein sehr schönes Video.&nbsp; </p>
<p>&nbsp;</p>
<p><object height="350" width="425"><param value="http://www.youtube.com/v/smKb79ltpaU" name="movie"><param value="transparent" name="wmode"><embed wmode="transparent" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/smKb79ltpaU" height="350" width="425"></object></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>CD-Tipps:</em></p>
<ul>
<li>Damien Rice (2002): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B0000AXKRB?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B0000AXKRB">&#8222;0&#8220;&nbsp;</a> |&nbsp; Damien Rice (2006): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000IY03ZA?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B000IY03ZA">&#8222;9&#8220;</a>&nbsp;</li>
<li>Tomte (2006):&nbsp; <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000CR78NI?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B000CR78NI">Buchstaben über der Stadt</a>.</li>
<li>Tocotronic (2007): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000RG121I?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B000RG121I">Kapitulation.</a>&nbsp;</li>
</ul>
<p></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_41" class="footnote">Und da ich mit dem Hinweis auf Thees Essay nun einige Tage gewartet habe, bis diese Fundstückesammlung komplett wird, wurde auch schon anderswo, z.B. im <a href="http://www.spreeblick.com/2007/06/25/schreibende-sanger/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Spreeblick</a> oder bei <a href="http://blog.franziskript.de/?p=2231" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Franzi</a> und <a href="http://www.randpop.de/index.php/2007/06/25/thees-u-schreibt-ueber-die-freuden-eines-vaters/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> darauf verwiesen. Das kommt davon, wenn man sich Zeit läßt. ;-) </li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/06/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-03/">Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 03</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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		<title>Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 18</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Oct 2007 11:36:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Popmusik]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie & Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Durch das Fenster leuchten gerade die vermutlich letzten wirklich warmen Sonnenstrahlen dieses Jahres und deswegen werde ich mir später noch den Luxus gönnen und einen kleinen Herbst- bzw. Spätsommerspaziergang machen. Zuvor gilt es aber noch einige Fundstücke zu präsentieren, denn die letzten Tage hat sich einiges angesammelt. Der letzte Teil meiner Betrachtungen zu den Chancen ... <a title="Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 18" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/10/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-18/" aria-label="Mehr Informationen über Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 18">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/10/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-18/">Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 18</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" width="240" height="177" align="right" src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2007/05/Fundstuecke_01c.jpg" alt="Fundstuecke_01c.jpg" style="border: 1px solid rgb(136, 136, 136); margin: 6px; padding: 1px;" /><strong>Durch das Fenster leuchten gerade die vermutlich letzten wirklich warmen Sonnenstrahlen dieses Jahres und deswegen werde ich mir später noch den Luxus gönnen und einen kleinen Herbst- bzw. Spätsommerspaziergang machen. Zuvor gilt es aber noch einige Fundstücke zu präsentieren, denn die letzten Tage hat sich einiges angesammelt. Der letzte Teil meiner Betrachtungen zu den Chancen und Schwierigkeiten, die mit der (breitenwirksamen) Thematisierung von politischen Fragen in Blogs verbunden sind, folgt eher gegen abend. <br /></strong></p>
<p>Vorhin murmelte die Radiosprecherin etwas von Schneefall, der sich im Voralpenland für die nächsten Tage bereit macht. Insofern wird man ja beinahe etwas wehmütig. Und deshalb der Herbstspaziergang, wie eben erwähnt. Und bei der Gelegenheit klingen mir einige Takte des wunderbaren Tocotronic-Songs &quot;Jenseits des Kanals&quot; im Ohr &#8211; die abschließenden Zeilen lauten:</p>
<blockquote>
<p>Ich stand allein in meinem Garten<br />Alles schien erstarrt in einem Warten<br />Auf die letzten Sommertage dieses Jahres<br />Und mir war es<br />Alles andere als fremd </p>
</blockquote>
<p>So ist das. Sehr schön gesagt und sehr treffend.</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><font size="5" color="#888888">»</font><font size="5"><font size="5" color="#888888">1.</font> </font>Um mit einem kleinen Verweis und einer Empfehlung zu beginnen: Soeren Onez, der im bürgerlichen Leben Raphael heißt und in Marburg u.a. Philosophie studiert, ist einigen mit seinem Onezblog bekannt. Sein direkter, ungefilterter Stil und eine gewisse Wut, die manchmal zwischen den Zeilen mitschwang, machte den Onezblog zu etwas besonderem. Nach einigem hin und her hat sich Soeren nun entschlossen, <a target="_blank" href="http://www.onezblog.de/item/2007/10/ich-schliesse-den-onezblog/" rel="noopener noreferrer">seinen Blog aufzugeben</a> und an anderer Stelle <a target="_blank" href="http://www.endlosrekursion.de/1/willkommen-auf-endlosrekursion/" rel="noopener noreferrer">etwas Neues</a> zu beginnen.</p>
<p>&quot;<em>Endlosrekursion</em>&quot; heißt das neue Kind und kommt in meinen Augen sehr vielversprechend daher. Es sind erst sehr wenige Artikel eingestellt, aber das Design stimmt und ist keinesfalls 08/15-mäßig von der Stange und wenn Soeren ein wenig seltener &quot;Schnellschüsse&quot; produziert und stattdessen mit einer größeren Gelassenheit textet und schreibt, lohnt es sich garantiert dort öfters reinzuklicken. Oder am besten gleich in den Feedreader damit. ;-)</p>
<p>Meine Empfehlung:</p>
<ul>
<li><a target="_blank" href="http://www.endlosrekursion.de/" rel="noopener noreferrer">Endlosrekursion</a>: Das Drama des menschlichen Bewußtseins ist seine Neugierde.</li>
</ul>
<p></p>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><font size="5" color="#888888">»</font><font size="5"><font size="5" color="#888888">2.</font>&nbsp;</font> Habe ich eben etwas von Feedreader geschrieben? Ja, dann muß ich natürlich auch noch gleich eine weitere Empfehlung aussprechen: der Freeware-RSS-Reader &quot;GreatNews&quot; ist ein uneingeschränkt gelungenes Produkt. Ich hatte bis vor wenigen Tagen meine RSS-Feeds mit dem Firefox-Addon &quot;Sage&quot; gelesen. Das funktionierte durchaus, aber ein wenig mehr Funktionalität hätte ich mir gewünscht.</p>
<p>Einen Onlinereader (Bloglines, GoogleReader etc.) wollte ich nicht und so bin ich durch den <a href="http://bueltge.de/feedreader-blogparade/475/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tipp von Frank Bueltge</a> auf &quot;GreatNews&quot; gestoßen. Die Organisation der Feeds ist durchdacht, die Anzeige kann durch CSS-Templates individuell angepaßt werden und es ist auch eine Verschlagwortung der Posts möglich. Zudem ist ein &quot;tracking&quot; der Kommentare zuschaltbar&#8230; Wer also mit seinem Reader nicht wirklich zufrieden ist, dem sei &quot;GreatNews&quot; wärmstens ans Herz gelegt.</p>
<ul>
<li>FeedReader: <a href="http://www.curiostudio.com/feature.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">GreatNews</a> (Hier sind die einzelnen Features gelistet + Download-Link)</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><font size="5" color="#888888">»3</font><font size="5"><font size="5" color="#888888">.</font> </font>Nun aber Ende der Werbeeinblendung und weiter mit profanen Linktipps: Tina Günther hat an der Herbsttagung der DGS-Sektionen &quot;Arbeits- und Industriesoziologie&quot; und &quot;Techniksoziologie&quot; teilgenommen und einen sehr <a href="http://www.sozlog.de/?p=600" target="_blank" rel="noopener noreferrer">detaillierten und informativen Bericht </a>dazu geschrieben. </p>
<p>Thematischer Schwerpunkt war der Innovationsbegriff. Renate Mayntz &#8211; die ich bei Tina zum ersten Mal auf einem Photo sehe &#8211; hielt den einleitenden Vortrag unter dem Titel: &quot;Von politischer Steuerung zu Governance? Überlegungen zur Architektur von Innovationspolitik&quot; und im Anschluß wurden weitere spannende Vorträge präsentiert. Besonders interessant war offenbar der Vortrag von Horst Kern, der seine Gedanken zu den Randbedingungen von Kreativität und Originalität in den Sozial- und Geisteswissenschaften vorstellte. Kern zielte offenbar darauf ab, zu ergründen, welche Kriterien tauglich sind, um in den weichen Kulturwissenschaften zu bestimmen, welche Arbeiten tatsächlich innovativ sind und einen Fortschritt im disziplinären Kontext darstellen.</p>
<blockquote>
<p>Gemeint sind Erkenntnisse und Schriften, die fundamental Neues liefern und dabei evtl. auch gegen die etablierten Institutionen und dominierenden Positionen gerichtet sind. Anders als in den Naturwissenschaften gibt es in den Geisteswissenschaften keine vergleichbar etablierten Wissenschaftspreise (wie z.B. Nobelpreise). </p>
<p>So greift man häufig auf Zitationshäufigkeiten zurück. Zitationsraten sind allerdings ebenfalls ein höchst zweifelhaftes Kriterium: erstens deshalb, weil Robert Merton’s Matthäus-Prinzip zufolge solche Publikationen in den Fokus der Aufmerksamkeit rücken, die ohnehin vermehrt zitiert werden, zweitens, weil Wissenschaftler in anerkannter Rangreihe früherer bahnbrechender Publikationen auch dann profitieren, wenn spätere Publikationen weniger herausragend sind, drittens weil Zitationsraten eher über das strukturelle Umfeld eines Wissenschaftlers aussagen, das seine Arbeit absorbiert als die Genialität einer Schrift.</p>
</blockquote>
<p>&nbsp;<br />&nbsp;</p>
<p></p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><font size="5" color="#888888">»4</font><font size="5"><font size="5" color="#888888">.</font> </font>Genauso lohnend und informativ ist die <a target="_blank" href="http://blog.metaroll.de/2007/10/16/quantitatives-weiter-so-der-internetnutzung/" rel="noopener noreferrer">Zusammenfassung</a>, die Benedikt Köhler von der gestern veröffentlichten &quot;Allensbacher Computer- und Technik-Analyse (ACTA)&quot; angefertigt hat. Ich muß zwar gestehen, daß ich die Meinungsforscher aus Allensbach rund um ihre Chefin Renate Köcher nicht sonderlich schätze, aber die Erhebung ist natürlich seriös gemacht und ist hinsichtlich ihrer Aussagen auch belastbar (es wurden ca. 10.000 Interviews geführt). </p>
<p>Deutlich wird: das Internet steigt weiter in der Akzeptanz und die Nutzungsgewohnheiten verschieben sich weiter zu seinen Gunsten. Ich erlaube mir, im Hinblick auf zwei wesentliche Erkenntnisse, Benedikt zu zitieren:</p>
<blockquote>
<p>Obwohl die Internetnutzung 2006 mit 67% bereits ein hohes Niveau erreicht hat, ist erneut eine Steigerung auf 72% möglich gewesen (&#8230;) Gleichzeitig nimmt der Anteil derer weiter ab, die auch auf absehbare Zeit nicht planen, das Internet zu nutzen (von 23% auf 19%).</p>
<p>Lobenswert ist die intensive Berücksichtigung des Web 2.0 in der Studie. Und so kann man der Studie auch einige Zahlen zur Blognutzung entnehmen. Kurz gefasst: Weblogs sind immer noch eine Nischen-Domäne. Obwohl 18% der Befragten Weblogs lesen, sind es nur 2% davon, die dies häufiger tun und 5% nur ab und zu.&nbsp;</p>
</blockquote>
<p>Deutlich ausführlichere Einschätzungen finden sich bei Benedikt: </p>
<ul>
<li>Köhler, Benedikt: <a target="_blank" href="http://blog.metaroll.de/2007/10/16/quantitatives-weiter-so-der-internetnutzung/" rel="noopener noreferrer">Quantitatives Weiter-So der Internetnutzung</a>, 16.10.2007</li>
<li>Link zur <a target="_blank" href="http://www.acta-online.de/" rel="noopener noreferrer">Website</a> der &quot;Allensbacher Computer- und Technik-Analyse (ACTA)&quot;</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><font size="5" color="#888888">»5</font><font size="5"><font size="5" color="#888888">.</font> </font>Abschließend &#8211; wie so oft &#8211; noch ein kleiner popmusikalischer Hinweis. Bei &quot;stereogum&quot; findet sich ein ganz besonderes Schmankerl. Dort steht ein &quot;Tribute-Album&quot; zum Download bereit, das R.E.M. bzw. deren Album &quot;Automatic for the people&quot; die Ehre erweist.</p>
<p>Es war 1992, als Michael Stipe und seine Mannschaft dieses Album veröffentlichte, und wenngleich ich mich nicht zu den REM-Fans zähle, muß ich wohl zugestehen, daß die Band zu &quot;den Guten&quot; gehört. Songs wie &quot;<em>Drive</em>&quot;, &quot;<em>The Sidewinder sleeps tonite</em>&quot; und andere zählen durchaus zu den besseren Songs, die es in die Hitparaden geschafft haben. </p>
<p>Ich persönlich halte ja das drei Jahre später veröffentlichte &quot;New Adventures in HiFi&quot; für das meistunterschätzte Album der Band. Das also meine Empfehlung. </p>
<p>Drüben bei Stereogum gibt es aber Neuinterpretationen der alten REM-Hits zu hören (worauf ich <a href="http://www.nicorola.de/?p=3048" target="_blank" rel="noopener noreferrer">durch Nicorola </a>aufmerksam wurde); beteiligt haben sich sehr, sehr klangvolle Namen. </p>
<blockquote>
<p>Rogue Wave &#8211; “The Sidewinder Sleeps Tonite”<br />The Veils &#8211; “Drive”<br />Shout Out Louds &#8211; “Man On The Moon”<br />Figurines &#8211; &quot;New Orleans Instrumental No. 1&quot;<br />The Wrens &#8211; &quot;Nightswimming&quot;</p>
</blockquote>
<p>Um nur einige zu nennen; das Ergebnis finde ich teilweise nicht 100% überzeugend, aber reinhören lohnt sich! Und hier der Link:</p>
<p>Stereogum: <a href="http://www.stereogum.com/drivexv/track/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">A Tribute To Automatic For The People</a>.</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p>&nbsp;</p>
<p><!--adsense#Banner_Breit_01--></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/10/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-18/">Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 18</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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		<title>Charmante Leichenfledderei » Erdmöbel bitten zum Tanz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 May 2007 17:19:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Tonspuren]]></category>
		<category><![CDATA[Popkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Popmusik]]></category>
		<category><![CDATA[Rockmusik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Geschichte der Popmusik ist eine Geschichte voller Mißverständnisse. Am weitesten verbreitet ist der bedauerliche Irrglaube, daß sich die Qualität von Musik an deren Hitparadenposition ablesen ließe. Dicht gefolgt von der Annahme, ein erfolgreicher Song müsse nach spätestens einer Saison den gequälten Formatradiokonsumenten erneut in die Gehörgänge geschleust werden; diesmal freilich in der glitzernden Verpackung ... <a title="Charmante Leichenfledderei » Erdmöbel bitten zum Tanz" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/05/charmante-leichenfledderei-erdmoebel-bitten-zum-tanz/" aria-label="Mehr Informationen über Charmante Leichenfledderei » Erdmöbel bitten zum Tanz">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/05/charmante-leichenfledderei-erdmoebel-bitten-zum-tanz/">Charmante Leichenfledderei » Erdmöbel bitten zum Tanz</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Geschichte der Popmusik ist eine Geschichte voller Mißverständnisse. Am weitesten verbreitet ist der bedauerliche Irrglaube, daß sich die Qualität von Musik an deren Hitparadenposition ablesen ließe. Dicht gefolgt von der Annahme, ein erfolgreicher Song müsse nach spätestens einer Saison den gequälten Formatradiokonsumenten erneut in die Gehörgänge geschleust werden; diesmal freilich in der glitzernden Verpackung einer aufgepeppten Coverversion.</p>
<p><strong>Die ganze wahre Wahrheit erfolgreicher Popmusik </strong>&nbsp;</p>
<p>Es wird nun allerhöchste Zeit, um mit diesen Mythen der Populärkultur abzurechnen. Denn erstens:<strong> kein einziger Charterfolg korreliert in irgendeiner Weise mit einer Eigenschaft, die auch nur im entferntesten Sinne als Qualität, Niveau oder Kunst aufzufassen wäre.</strong> Die Spitzenposition eines Songs in der Verkaufszahlenrangliste resultiert einzig und allein aus dem Umstand, daß irgendein nichtsnutziger Praktikant in einer beliebigen Musikredaktionsstube dieser Republik beim Durchhören der unzähligen CDs, die von den Plattenfirmasklaven schubkarrenweise angeliefert werden, schließlich bei einem Song, der ihm durchschnittlich und banal genug erscheint, um in die Heavy-Rotation seines Senders eingespeist zu werden, ein Kreuzchen macht. </p>
<p>Dieses Kreuzchen wird von den Redaktionspraktikanten allerdings nur an den Rand solcher Titel gesetzt, bei denen sie mit hinreichender Sicherheit davon ausgehen können, daß sie die Radiohörer keinesfalls aus dem Büroschlaf hochschrecken lassen oder sonstwie irritieren.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/05/charmante-leichenfledderei-erdmoebel-bitten-zum-tanz/#footnote_0_33" id="identifier_0_33" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ausnahmen bilden ausschlie&szlig;lich Songs lateinamerikanischer K&uuml;nstler, f&uuml;r die die Redaktionssekret&auml;rin schw&auml;rmt und die ihre Schw&auml;rmerei dem Praktikanten gebeichtet hat. Dieser versucht durch das Ankreuzen der jeweiligen Titel seine eigenen Chancen auf ein Rendezvous zu verbessern.">1</a> <strong>Denn, die ausschlaggebenden Kriterien, denen zufolge Hits <em>gemacht</em> werden, sind Überraschungsfreiheit, Innovationsferne und v.a. die Hörgewohnheitsadäquanz.</strong> Da die Hörgewohnheiten der überwiegenden Mehrheit der fraglichen Zielgruppe bereits zuverlässig auf ein enttäuschungsfestes Minimalniveau nivelliert sind,<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/05/charmante-leichenfledderei-erdmoebel-bitten-zum-tanz/#footnote_1_33" id="identifier_1_33" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Dies ist in Anbetracht der jahrelangen Berieselung mit Klangerzeugnissen aus den geheimen Hinterhoftonstudios von Bon Jovi, Britney Spears oder Shakira kaum anders zu erwarten.">2</a> ist das herausragende Merkmal jedes künftigen Charthits, daß er sich nahtlos in den gewohnen Musikeinheitsbrei einpaßt.</p>
<p><strong>Insuffizienzen der auditiven Mnemonik &nbsp;</strong></p>
<p>Nun aber zur Widerlegung des zweiten popmusikalischen Irrglaubens, der Coverversionen wahlweise als besonderen Ehrerweis gegenüber den Interpreten früherer Tage oder aber als Gütesiegel erachtet. Dabei ist es mehr als rätselhaft, daß sich überhaupt vernunftbegabte Zeitgenossen finden, die voller Glückseligkeit eine mit nervösen Beats unterlegte Neuauflage eines abgeschmackten Tom-Jones-Krachers käuflich erwerben, obwohl sie die kaum davon unterscheidbare Originalversion bereits im heimischen CD-Regal stehen haben. </p>
<p>Dieses Phänomen ist ausschließlich einer sonderbaren Doppelinsuffizienz der auditiven Verarbeitungsprozesse zuzuschreiben, unter der offenbar die meisten Hit-Radio-Hörer leiden. Einerseits ist bei ihnen das explizite Hörerinnerungsvermögen nur äußerst schwach ausgeprägt, so daß ihnen der wiederholte Aufguß der meist schwer erträglichen Songs nicht weiter auf- und mißfällt. Andererseits zeichnet sie ein äußerst sensibles implizites Hörgedächtnis aus; dies führt im Ergebnis dazu, daß die auditiven Zentren der Hörverarbeitung (sobald die ersten Takte einer Coverversion die Gehörgänge umschmeicheln) sofort ganze Kanonensalven in Richtung des Areals der Großhirnrinde feuern, das für sentimentale Gefühlswallungen verantwortlich ist. Dort werden also schlagartig wohlige Gefühle der Gewohnheit, Bekanntheit, Zuverlässigkeit und Heimat aktiviert. </p>
<p>Das Hören einer Coverversion belohnt uns also kraft derselben perfiden Strategie wie unser täuschungsanfälliges Geschmacksorgan, das uns frohlocken läßt, wenn Mutti mal wieder ihren berühmten Kartoffeleintopf zubereitet hat, der allerdings jedem, der mit dem Genuß des Eintopfs nicht ebenfalls die sonnig-unbeschwerten Tage der Kindheit assoziiert, sofort den Brechreiz hochsteigen läßt.</p>
<p><strong>Die Annäherung an die nivellierte Geschmacksunterschicht</strong></p>
<p>Zusammenfassend: was also beklatscht wird und in den Top Ten zu finden ist, ist entweder der verhängnisvollen Koalition zwischen unserer auditiven Vergeßlichkeit und unserer Erinnerungsduselei zuzuschreiben (unter diesen Umständen handelt es sich um Coversongs), oder es handelt sich um Popsongs, die genau die skizzierten Prozesse zu simulieren verstehen: also dadurch, daß sie sich vom bekannten Allerlei nur in homöopathischen Nuancen unterscheiden, wecken sie die bekannt wohligen Gefühle (dann sprechen wir von Charterfolgen, obwohl es sich um keine dezidierte Coverversion handelt). </p>
<p>Was wir also tagtäglich in den Radios und Musiksendern vorgesetzt bekommen, ist &#8211; man kann es nicht oft genug wiederholen &#8211; der kleinste gemeinsame Nenner aller Geschmacksvorlieben und -gewohnheiten. Meistens tut das nicht weh, dazu liegt die Reizintensität des weichgespülten Mainstreams zu niedrig, aber häufig ist es schlicht unerheblich und ärgerlich. Es ist dasselbe Spiel wie beim Fastfood: was in den Pommes- und Burgerbratstuben über den Tresen geht, macht satt und es wird einem selten übel. Dennoch käme wohl kaum jemand auf die Idee zu behaupten, im industriell genormten Big Mäc erreiche die abendländische Kulinarik ihre raffinierteste Ausprägung.<br />Es bleibt dabei: Coverversionen altbekannter Gassenhauer sind niemals raffiniert, sondern allenfalls Indiz eigener Ideenlosigkeit. </p>
<p><strong>Wie man in den Schuhen von Audrey Hepburn auf den Schultern von Giganten steht</strong></p>
<p>Am 25. Mai 2007 wird in den Platten- und Musikalienkaufhäusern ein Album der Kölner Band &quot;<a  target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Erdm%C3%B6bel_%28Band%29&amp;oldid=31683126" rel="noopener noreferrer">Erdmöbel</a>&quot; stehen, das ausschließlich Coverversionen enthält. Und &#8211; das vorweg &#8211; dieses Album ist unbedingt hörenswert! Es ist das vermutlich charmanteste Album des Jahres, da hier popmusikalische Leidenschaft mit einer feinen Prise Ironie versehen ist. Ausgangsmaterial, an dem sich die vier Bandmitglieder von Erdmöbel zu schaffen machen, sind verschiedenste Nummer-1-Hits der Jahre 1965 bis 2001. Hier trifft Kylie Minogue mit den Bee Gees zusammen und auf Robbie Williams folgt Nirvana.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/05/charmante-leichenfledderei-erdmoebel-bitten-zum-tanz/#footnote_2_33" id="identifier_2_33" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Kurt Cobains &quot;Smells like teen spirit&quot; wird, kaum &uuml;berraschend, zu &quot;Riecht wie Teen Spirit&quot; umgetextet. H&ouml;renswert! Das Epigonentum wird auch hier und hier anerkannt.">3</a> Schon allein die Auswahl dieser Interpreten (denen außer ihrer ehemaligen Hitparadenspitzenposition nichts gemeinsam ist) lädt zu Reflexionen über Zeitläufte und Konjunkturen der Popgeschichte ein.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="200" align="right" src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2007/05/Erdmoebel_2007b.jpg" alt="Erdmoebel_2007b.jpg" style="border: 1px solid rgb(120, 120, 120); margin: 5px; padding: 1px;" /> Insgesamt ist das Album ein erfreuliches Zuckerl für die doch arg dahinsiechende Deutschpopgemeinde. <a href="http://www.welt.de/kultur/article886147/Was_geht_Muschikatz.html" target="_blank"  rel="noopener noreferrer">Diejenigen</a>, die <a target="_blank" href="http://www.die-stagediven.de/wp/2007/04/15/top-of-the-pops/" rel="noopener noreferrer">vorab</a> schon einmal reinhören durften, sind <a target="_blank" href="http://www.soundbase-online.com/erdmoebel-no1-hits" rel="noopener noreferrer">sehr angetan</a>. Und die Singleauskopplung &quot;Aus meinem Kopf&quot; besticht nicht nur durch Ohrwurmpotential, sondern auch durch ein <a target="_blank" href="http://www.youtube.com/watch?v=QhCbnXw2PqA&amp;mode=related&amp;search=" rel="noopener noreferrer">elegant-amüsantes Video</a><a target="_blank" href="http://www.youtube.com/watch?v=QhCbnXw2PqA&amp;mode=related&amp;search=" rel="noopener noreferrer">.</a></p>
<p> Der Interpretationsduktus der einzelnen Titel schließt an die letzte Platte von Erdmöbel (&quot;Für die nicht wissen wie&quot;, 2005) an, die sich deutlich an Easy-Listening-Vorbildern orientierte. Mir persönlich scheinen erfreulicherweise auch wieder Elemente enthalten zu sein, die beispielsweise das zweite Album (&quot;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/B00002DE9E?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=B00002DE9E" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Erste Worte nach Bad mit Delfinen</a>&quot;, 1999) auszeichneten. Allen Liedern gemein ist der klare Gesang von Markus Berges, der über dem gefälligen Sound des Quartetts zu schweben scheint.&nbsp;</p>
<p>Einen sowohl raffinierten, wie auch ungemein charmanten <a href="http://www.roteraupe.de/index.php?site=neues&amp;id=696" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wettbewerb</a> riefen Erdmöbel zum Start ihres Albums ins Leben. Zwecks Musikcliperstellung zu insgesamt fünf Songs der Platte &quot;No. 1 Hits&quot; riefen sie folgendermaßen zur Teilnahme am Videowettbewerb auf: </p>
<blockquote><p>&quot;&#8230;. erdmöbel präsentieren ein album voller no.1 hits. auf deutsch und in<br />
ganz neuen erdmöbelversionen lauter songs, die jeder kennt. von kylie<br />
minogue über die vengaboys bis zu nirvana. kopfschütteln, gänsehaut,<br />
tanzen, lachen, weinen. das lässt keinen kalt. und darum seid jetzt ihr<br />
dran!</p>
<p>zückt das fotohandy, bringt die videokamera in<br />
stellung, fahrt das gute alte photoshop hoch – was auch immer ihr<br />
braucht, um ein video zu gestalten, das es dem betrachter unmöglich<br />
macht, es nicht weiterzureichen. die einzige bedingung: einer von fünf<br />
no.1 hits aus unserem im mai erscheinenden album spielt eine rolle in<br />
eurem werk!&quot;</p></blockquote>
<p>Und die <a target="_blank" href="http://loeweninternet.blogspot.com/2007/05/erdmbel.html" rel="noopener noreferrer">ersten</a> Resultate sind, wie man sich denken kann, zauberhaft. Bei Youtube läßt sich eine ganze Reihe an Wettbewerbsbeiträgen ansehen, als Appetithäppchen hier ein Video zu &quot;Fahler als nur fahl&quot; (die kongeniale Interpretation von <a  target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Procol_Harum" rel="noopener noreferrer">Procol Harums</a> &quot;A whither shade of pale&quot;):&nbsp;&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><object width="425" height="350"><param value="http://www.youtube.com/v/jtqgshygn3o" name="movie" /><param value="transparent" name="wmode" /><embed width="425" height="350" wmode="transparent" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/jtqgshygn3o" /></object></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Link- und CD-Tipps:</strong></p>
<ul>
<li><a target="_blank" href="http://www.erdmoebel.de/" rel="noopener noreferrer">Offizelle Website</a> von Erdmöbel&nbsp;</li>
<li>Erdmöbel <a target="_blank" href="http://www.myspace.com/erdmoebel" rel="noopener noreferrer">MySpace-Seite</a></li>
<li>Erdmöbel (1999): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B00002DE9E?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=B00002DE9E" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Erste Worte nach Bad mit Delfinen</a></li>
<li>Erdmöbel (2003): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B00008S0DK?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=B00008S0DK" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Altes Gasthaus Love</a></li>
<li>Erdmöbel (2005): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B0009WPCMA?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=B0009WPCMA" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Für die nicht wissen wie&nbsp;</a></li>
<li>Erdmöbel (2007): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000MTFF72?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=B000MTFF72" target="_blank" rel="noopener noreferrer">No. 1 Hits </a>&nbsp;</li>
</ul>
<hr width="100%" size="1" />
<p>&nbsp;</p>
<p><!--adsense#Banner_Breit_01--></p>
<p>&nbsp;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_33" class="footnote">Ausnahmen bilden ausschließlich Songs lateinamerikanischer Künstler, für die die Redaktionssekretärin schwärmt und die ihre Schwärmerei dem Praktikanten gebeichtet hat. Dieser versucht durch das Ankreuzen der jeweiligen Titel seine eigenen Chancen auf ein Rendezvous zu verbessern.</li><li id="footnote_1_33" class="footnote">Dies ist in Anbetracht der jahrelangen Berieselung mit Klangerzeugnissen aus den geheimen Hinterhoftonstudios von Bon Jovi, Britney Spears oder Shakira kaum anders zu erwarten.</li><li id="footnote_2_33" class="footnote">Kurt Cobains &quot;Smells like teen spirit&quot; wird, kaum überraschend, zu &quot;Riecht wie Teen Spirit&quot; umgetextet. Hörenswert! Das Epigonentum wird auch <a href="http://amorphe-welt.blogspot.com/2007/04/epigonal.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> und <a href="http://prospero.netbib.de/?p=5058" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> anerkannt.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/05/charmante-leichenfledderei-erdmoebel-bitten-zum-tanz/">Charmante Leichenfledderei » Erdmöbel bitten zum Tanz</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
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		<title>Elektropop mit Herz » &#8222;My first trumpet&#8220; bezaubert mit &#8222;FRERK&#8220;</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/elektropop-mit-herz-my-first-trumpet-bezaubert-mit-frerk/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Aug 2007 13:05:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tonspuren]]></category>
		<category><![CDATA[Popkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Popmusik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist nicht leicht, Musik zu machen. Und so gelingt es &#8211; hierzulande und anderswo &#8211; nur wenigen. Meist ist es Serienware nach Schema F, die einem aus den Hitradios entgegenblubbert. Nirgendwo sonst ist die Herrschaft der Mittelmäßigkeit offensichtlicher. Man wäre ja schon dankbar, wenn einem nicht stets erwartbar-monotone Hausmannskost präsentiert würde. Aber die Geringschätzung ... <a title="Elektropop mit Herz » &#8222;My first trumpet&#8220; bezaubert mit &#8222;FRERK&#8220;" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/elektropop-mit-herz-my-first-trumpet-bezaubert-mit-frerk/" aria-label="Mehr Informationen über Elektropop mit Herz » &#8222;My first trumpet&#8220; bezaubert mit &#8222;FRERK&#8220;">Weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es ist nicht leicht, Musik zu machen. Und so gelingt es &#8211; hierzulande und anderswo &#8211; nur wenigen. Meist ist es Serienware nach Schema F, die einem aus den Hitradios entgegenblubbert. Nirgendwo sonst ist die Herrschaft der Mittelmäßigkeit offensichtlicher. Man wäre ja schon dankbar, wenn einem nicht stets erwartbar-monotone Hausmannskost präsentiert würde. Aber die Geringschätzung des Hörers scheint ein Einstellungskriterium für hiesige Musikredakteure zu sein. Aber gibt es überhaupt Alternativen? Wo soll man anfangen zu suchen?</strong></p>
<p>Wenn es beispielsweise um zeitgenössischen Elektropop geht, so haben die interessantesten Produktionen allzu häufig ihren Ursprung im fernen Island oder eben in der oberbayerischen Indiehauptstadt <a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/Weilheim_in_Oberbayern" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Weilheim</a>. &#8222;Tertium non datur&#8220; &#8211; so könnte man bisweilen meinen. Wer freilich den Blick auf diese Orte der popmusikalischen Landkarte fokussiert, der verpasst möglicherweise spannende Entwicklungen, die an anderen Orten stattfinden. Denn nun bringt sich wieder einmal Hamburg als Keimzelle kreativer Musikprojekte in Erinnerung. Und das Schöne dabei: es handelt sich nicht um die etablierten Namen wie die mittlerweile abgetretenen &#8222;<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/04/22/abschied-eines-aelteren-junggesellen-blumfeld-halten-zum-letzten-mal-hof/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blumfeld</a>&#8222;, die swingenden Politlyriker &#8222;<a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Sterne_%28Band%29" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Sterne</a>&#8220; oder die Schule rund um das Indielabel &#8222;<a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/Grand_Hotel_van_Cleef" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Grand Hotel van Cleef</a>&#8222;. Denn es geht ja eben nicht um Gitarrenrock mit schlauen Texten. Daß der Künstler, der mit seinem neuesten Projekt für Aufsehen und Begeisterung sorgt, dennoch genau in der Gitarrenrocknische sozialisiert wurde, kommt aber nicht von ungefähr.</p>
<p>Szenenwechsel: Wir schreiben den August des Jahres 2007. Es handelt sich um einen der wenigen sommerlichen Tage und das angekündigte Gewitter entlädt sich glücklicherweise nicht über dem malerischen <a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/Chiemsee" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Chiemsee</a>. Denn am Rande der dortigen Gestade findet eine Hochzeitsfeierlichkeit statt, die aber &#8211; abgesehen davon, daß sich zwei junge Menschen im Kreise ihrer Freunde das Versprechen geben, auch in Zukunft füreinander da zu sein &#8211; doch durch ihren unkonventionellen Charme besticht.</p>
<p><strong>Kommt an den Tisch unter Pflaumenbäumen</strong><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/elektropop-mit-herz-my-first-trumpet-bezaubert-mit-frerk/#footnote_0_70" id="identifier_0_70" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Dazu forderte schon 1973 der Liedermacher Franz Josef Degenhardt auf.">1</a></p>
<p>Das mag daran liegen, daß unter Apfel- und Pflaumenbäumen die bestimmt längste <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2007/08/Kaffeetafel_02b.jpg" rel="lightbox">Kaffeetafel</a> der Welt aufgebaut ist und später die sanften Wellen des Chiemsees im Abendsonnenschein die Szenerie umrahmen. Bezeichnend für diese Hochzeitsfeier ist, daß nach Einbruch der Nacht in der Scheune eines alten Bauernhauses der versierte Musikfreak <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2007/08/Paul_02b.jpg" rel="lightbox">Paul</a><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/elektropop-mit-herz-my-first-trumpet-bezaubert-mit-frerk/#footnote_1_70" id="identifier_1_70" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Seines Zeichens nicht nur promovierter Chemiker, sondern auch &bdquo;kritischster Kritiker&ldquo;, Chronist und Freund der Indiepopband &bdquo;Tonair&bdquo;.">2</a> die Gäste zum Tanz bittet. Er öffnet sein Schallarchiv und präsentiert dem tanzfreudigen Publikum eine Indie-Perle nach der anderen. Gut, irgendwann wird auch mal ein Zugeständnis gemacht und ein alter &#8222;Wir sind Helden&#8220;-Song wird aufgelegt, aber abgesehen davon dominiert hochwertige und jedem Charterfolg unverdächtige Musik.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" style="border: 1px solid #666666; margin: 10px; padding: 1px;" src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2007/08/Kevin_Hamann_01a_Foto_TorbenIversen.jpg" alt="Kevin_Hamann_01a_Foto_TorbenIversen.jpg" width="260" height="347" align="right" />Das reicht von &#8222;<em><a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/Modest_Mouse" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Modest Mouse</a></em>&#8220; bis zu &#8222;<em><a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/Locas_in_Love" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Locas in Love</a></em>&#8222;. Und dann ertönt gar bester Schrammel-Songwriter-Pop: zu hören ist &#8222;<em>ClickClickDecker</em>&#8222;. Hinter diesem Etikett verbirgt sich &#8211; wie in der Wissenswerkstatt [<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/03/27/ueberzeugungstaetergitarrenrock-clickclickdecker/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a>] bereits berichtet wurde &#8211; der Ex-Berliner und Wahl-Hamburger Kevin Hamann. Er ist einer derjenigen Zeitgenossen, die zweifellos auf der richtigen Seite stehen und um ihren Gefühlen zwischen Melancholie und Euphorie Ausdruck zu verleihen, nichts weiter als eine Gitarre, ein Mikro und eine Bühne brauchen. Als &#8222;ClickClickDecker&#8220; ist Kevin Hamann großartig. Er besticht durch seine unprätentiöse Art des Musizierens, seine desillusionierten Alltags- und Daseinsbeobachtungen und die wunderbaren Texte. Und so fragt er dann schon auch mal: &#8222;Wer hat mir auf die Schuhe gekotzt&#8220;?</p>
<p><strong>Aufpassen, Gretschmann!</strong></p>
<p>Aber wer glaubt, daß sich Kevin Hamann auf diese Rolle des sympathischen Gitarren-Underdogs festlegen lassen wollte, der irrt. Man hätte seine weiteren Pfade freilich erahnen können, denn zuletzt war er auf Tour mit &#8222;<a href="http://www.dertanterenate.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Der Tante Renate</em></a>&#8222;. Und die vesucht sich als One-Man-Show im Nachweis, daß Gitarrensound mit Elektrobeats zusammen funktionieren. Genug Möglichkeit also für Kevin Hamann Anschauungsunterricht zu nehmen, wie es so geht mit den elektrisch unterstützten Möglichkeiten der akustischen Daseinsbereicherung. Aber Nachhilfe, so wird nun offenbar, hat Kevin Hamann gar nicht mehr nötig. Unter dem schönen Etikett &#8222;<em>My first trumpet</em>&#8220; hat Hamann nun nämlich ein erstes Album veröffentlicht. Es hört auf den Namen &#8222;<em>Frerk (aer009)</em>&#8220; und ist nichts weniger als die Entdeckung des Jahres!</p>
<p>Wenn man einer Person, die wohlinformiert und deren Musikgeschmack intakt ist, nur ein paar Takte des Albums vorspielt, so bekommt man genau zweierlei zu hören: &#8222;Wow, ich hab schon jetzt einen Ohrwurm&#8220; und &#8222;Ist das von &#8222;<em>Console</em>&#8222;?&#8220; Nicht schlecht getippt möchte man meinen, denn die Nähe zu den Sounds des Elektrogroßmeisters <a href="http://www.indiepedia.de/index.php/Martin_Gretschmann" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Martin Gretschmann</a> besteht wirklich. Gretschmann ist &#8211; das nebenbei &#8211; der Typ, der vor vielen Jahren den Kampf mit Tocotronic aufnahm,<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/elektropop-mit-herz-my-first-trumpet-bezaubert-mit-frerk/#footnote_2_70" id="identifier_2_70" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Mit seiner Adaption des Tocotronic-Klassikers Freiburg wu&szlig;te er &ndash; kein Wunder &ndash; zu gefallen. Dies lief damals unter dem Titel &bdquo;Console vs. Tocotronic: Freiburg V. 3.0&ldquo;">3</a> sich hauptsächlich aber in seinen Soloprojekten &#8222;<em>Console</em>&#8220; oder &#8222;<em>Acid Pauli</em>&#8220; austobt, daneben für das knarzige Blubbern und perlende Wummern bei &#8222;<em>13 &amp; God</em>&#8220; oder eben &#8222;<em>Notwist</em>&#8220; verantwortlich zeichnet. Mit anderen Worten: Gretschmann ist der ungekrönte König seines Fachs. Wer glaubt, daß tote, berechnende Software nur kalte, nüchterne Klänge produzieren kann, sollte sich Werke von Gretschmann anhören. Er versteht es mit seinen Klangzaubereien beispielsweise goldig-knisternde Stimmung zu verbreiten, dann aber wieder rumpelnd-irritierende Soundcollagen aus dem Ärmel zu schütteln.</p>
<p><strong>Angriff auf den Elektropop-Olymp</strong></p>
<p>Und wer diese Sätze als Loblied auf Martin Gretschmann interpretiert, der hat richtig verstanden. Nur: Kevin Hamann befindet sich in den besseren Songs seines Albums &#8222;Frerk (aer009)&#8220; auf einer Augenhöhe mit ihm. Und: wirklich schlechte Lieder gibt es keine. Die insgesamt zwölf Songs sind übrigens auf der Webseite des Netlabels &#8222;<a href="http://aerotone.300l600.de/index.php?id=2,73,0,0,1,0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">aerotone</a>&#8220; herunterzuladen.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/elektropop-mit-herz-my-first-trumpet-bezaubert-mit-frerk/#footnote_3_70" id="identifier_3_70" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Bemerkt wurde dies bislang nur an wenigen Stellen. Die Ver&ouml;ffentlichung ist jetzt zwei Wochen her und mal sehen, ob und wie die Sache Wellen schl&auml;gt. ;-) ">4</a> Ob es einfach die altruistische Ader von Kevin Hamann ist oder ob er tatsächlich keine Plattenfirma gefunden hat, die die Songs auf eine Silberscheibe presst, ist schwer zu sagen. Allerdings ist diesen zwölf Kabinettstücken weite Verbreitung und viel Applaus zu wünschen.</p>
<p>Im Grunde ist der Selbstauskunft anläßlich der Veröffentlichung wenig hinzuzufügen:</p>
<blockquote><p>Kevin &#8222;ClickClickDecker&#8220; Hamann is showing a slightly different side of his musical life. As &#8222;My first trumpet&#8220; he is enjoying a new freedom, not known from his many other projects. Quite hard to put into a certain genre, the album FRERK combines a couple of modern styles, all under the melody tree.</p>
<p>FRERK is a bedroom- and first trial production, never losing its beauty for melodic moments.</p></blockquote>
<p><a href="http://aerotone.300l600.de/index.php?id=2,73,0,0,1,0" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img loading="lazy" decoding="async" style="border: 1px solid #666666; margin: 10px; padding: 1px;" src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2007/08/Frerk_01a.jpg" alt="Frerk_01a.jpg" width="280" height="274" align="left" /></a>Die Selbstverständlichkeit mit der ganz beiläufig bezaubernde Melodien aus den Lautsprechern perlen ist freilich beachtenswert. Bereits der Opener &#8222;Pawlow&#8220; weist in knapp 1 1/2 Minuten den Weg: zarte, dahingestreute Pianoklänge, Orgel- und Synthiefragmente und das alles rein instrumental. Denn die bekannte, meist etwas überstrapaziert-krächzende Stimme von Kevin Hamann wird man auf diesem Album nicht hören. Er konzentriert sich auf das Zusammenfügen feiner Melodieelemente, die in so raffinierter Weise ineinandergreifen, daß man kaum glauben mag, daß es sich hier um ein Erstlingswerk handelt. Unaufdringliche Rhythmen bilden häufig den strukturellen Hintergrund und ab und an kommt auch dezent die Akustikgitarre zum Einsatz. So etwa im schönen &#8222;D. Kitt&#8220;, das schlicht meisterhaft gebaut ist.</p>
<p>Selten hat man so charmante Songs gehört, die jeweils in sich abwechslungsreich sind, dennoch als Album kohärent und stimmig. Der Ideenreichtum ist faszinierend. Postpop at it&#8217;s best. Insgesamt eine Platte, die rundum zu empfehlen ist. Alle, die etwa die Engels- und Sphärenmusik der Isländer &#8222;Sigur Rós&#8220; oder &#8222;Múm&#8220; schätzen oder der erwähnten Weilheimer Schule zugeneigt sind, werden nicht enttäuscht sein. Aber Achtung: nicht nur Martin Gretschmann sollte auf der Hut sein &#8211; die Songs von Kevin Hamann aka. &#8222;My first trumpet&#8220; haben ein erhöhtes Suchtpotential: wer sich das Album herunterlädt, läuft Gefahr, daß diese Lieder sein Leben zumindest einige Wochen begleiten. Beschweren darf sich freilich niemand, wenn er vom &#8222;My first trumpet&#8220;-Virus befallen ist: denn wie heißt eines der schönsten Lieder noch gleich? Genau: &#8222;Autonarkose&#8220; &#8211; man war also gewarnt!</p>
<p><em><strong>Update 07/2012:</strong> Die Songs sind inzwischen nicht mehr unter den oben angegebenen Links zu erreichen. Die neue Adresse, wo man FRERK anhören kann lautet: m<a  href="http://myfirsttrumpet.tumblr.com/listentofrerk">yfirsttrumpet.tumblr.com/listentofrerk</a></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr size="1" width="100%" />
<p><em>Download:</em></p>
<ul>
<li>&#8222;My first trumpet&#8220; &#8211; FRERK &#8211; Alle 12 Songs zum Download [<a href="http://aerotone.300l600.de/index.php?id=2,73,0,0,1,0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier]</a></li>
<li>Zum Reinschnuppern: &#8222;<a href="http://www.aerotone.net/aer009/aer009-my_first_trumpet-11autonarkose.mp3" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Autonarkose</a>&#8220; [MP3]</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<hr size="1" width="100%" />
<p><em>Linktipps:</em></p>
<ul>
<li><a href="http://clickclickdecker.blogsport.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blog</a> von ClickClickDecker</li>
<li>&#8222;My first trumpet&#8220; bei MySpace [<a href="http://www.myspace.com/myfirsttrumpet" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a>]</li>
<li>Gretschmann, Martin (2006): <a href="http://images.zeit.de/text/online/2006/29/mein-leben-mit-musik-27" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ich gründe ein Label</a>, Die ZEIT, 17.7.2006</li>
<li><a href="http://www.br-online.de/kultur-szene/thema/weilheim/console.xml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Viele Infos</a> zu &#8222;Console&#8220; aka. Martin Gretschmann bei BR-Online</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<hr size="1" width="100%" />
<p><em>Plattentipps:</em></p>
<ul>
<li>Console: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000GQL8LI?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B000GQL8LI">Mono</a> (2006)</li>
<li>ClickClickDecker: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000I8OFR8?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B000I8OFR8">Nichts für Ungut</a> (2006)</li>
<li>ClickClickDecker: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B0007THE80?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B0007THE80">Ich habe keine Angst vor&#8230;</a> (2005)</li>
<li>Sigur Rós: <a href="Takk">Takk</a> (2005)</li>
<li>Múm: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000AGK9XC?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B000AGK9XC">Yesterday was dramatic &#8211; Today I&#8217;m OK </a>(2005)</li>
<li>Lali Puna: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B0001BPRDI?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B0001BPRDI">Faking the Books</a> (2004)</li>
<li>Notwist + Themselves: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B0007DHOOA?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B0007DHOOA">13 &amp; God</a> (2005)</li>
<li>Notwist: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B00008BL4F?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B00008BL4F">Neon Golden</a> (2002)</li>
<li>Franz-Josef Degenhardt: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B00000JP5L?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B00000JP5L">Kommt an den Tisch unter Pflaumenbäumen</a> (1973)</li>
</ul>
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<p>&nbsp;</p>
<p><!--adsense#Banner_Breit_01--></p>
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<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_70" class="footnote">Dazu forderte schon 1973 der Liedermacher Franz Josef Degenhardt auf.</li><li id="footnote_1_70" class="footnote">Seines Zeichens nicht nur promovierter Chemiker, sondern auch &#8222;kritischster Kritiker&#8220;, <a href="http://www.tonair.de/frontend/front_content.php?idcat=1&amp;idside=7" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Chronist</a> und Freund der Indiepopband &#8222;<a href="http://www.tonair.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tonair</a>&#8222;.</li><li id="footnote_2_70" class="footnote">Mit seiner Adaption des Tocotronic-Klassikers Freiburg wußte er &#8211; kein Wunder &#8211; zu gefallen. Dies lief damals unter dem Titel &#8222;Console vs. Tocotronic: Freiburg V. 3.0&#8220;</li><li id="footnote_3_70" class="footnote">Bemerkt wurde dies bislang nur an <a href="http://acid42.bluechronicles.net/blog/?p=390" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wenigen</a> <a href="http://www.folge-mag.com/blog/?p=249" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stellen</a>. Die <a href="http://clickclickdecker.blogsport.de/2007/07/26/neues-album-kostenlos-runterladen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Veröffentlichung</a> ist jetzt zwei Wochen her und mal sehen, ob und wie die Sache Wellen schlägt. ;-) </li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/elektropop-mit-herz-my-first-trumpet-bezaubert-mit-frerk/">Elektropop mit Herz » &#8222;My first trumpet&#8220; bezaubert mit &#8222;FRERK&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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