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Mehr Wissenschaft wagen! Mehr Wissenschaftsblogging im „Echolot“ und bei „3vor10“

30. März 2009 | 16:10 Gelesen: 6173 · heute: 2 · zuletzt: 27. July 2017 Noch keine Kommentare

Wissenschaftliche Themen haben Konjunktur! Während die Medienbranche in den letzten Wochen von immer neuen Krisenmeldungen erschüttert wurde, sind – und das ist fast die einzige Ausnahme – die (populär-)wissenschaftlichen Wissensmagazine davon nicht berührt. Und tatsächlich: der Exodus der Mode- und Lifestyle-Blätter bestätigt einen längeren Trend, der nun auch durch eine Analyse der Dortmunder Journalismusforscher belegt wird: der Anteil von Wissenschaftsthemen an der Berichterstattung steigt.

Auch außerhalb der Wissenschaftsressort nehmen wissenschaftliche Themen einen immer größeren Platz ein.

Ein schöner und überaus erfreulicher Befund, den Holger Wormer, Christina Elmer und Franziska Badenschier, konstatieren. Sie haben mehr als 4000 Artikel aus dem wissenschaftlichen Themenfeld1 ausgewertet und dabei festgestellt, daß zwischen 2003/2004 und 2006/2007 der Umfang der Wissenschaftsberichterstattung um knapp 50% zugenommen hat. Und auch außerhalb der jeweiligen Ressorts spielte Wissenschaft und Technik eine immer größer werdende Rolle. Hier registrierten die Forscher einen Zuwachs von 136%.

Und – das als Randbemerkung – eine negative, skeptizistische oder gar offen technikfeindliche Berichterstattung fanden die Journalismusforscher nicht.

 

Mehr Wissenswerkstatt: Echolot und 3vor10

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Neu: Echolot-Blog als Ableger der Wissenswerkstatt

Und nachdem ganz offenbar das Publikumsinteresse und parallel auch die Bedeutung von wissenschaftlichen Blogs steigt, so ist es nur logisch, daß sich für die Wissenswerkstatt ebenfalls Veränderungen ergeben. Die meisten Leser haben es ja sowieso schon längst bemerkt, daß ich seit einigen Monaten hier in der Werkstatt viel seltener schreibe, dafür drüben bei den ScienceBlogs aktiv bin.

Vor einigen Wochen habe ich nun auch einen eigenen Blog gestartet: im Echolot behandele ich im Prinzip ganz ähnliche Themen, wie hier. In der Blogbeschreibung habe ich folgende Fragen formuliert:

1. Wie agiert Wissenschaft in jenem Grenzgebiet, das durch Unschärfen des Wissens gekennzeichnet ist? Welche neuen Erkenntnisse, welche neuen Studien erweitern den Horizont unseres Wissens und wie relevant ist das alles?

2. Wie verhält sich die Gesellschaft, wenn sie mit latenten (gesundheitlichen, ökologischen etc.) Risiken konfrontiert wird?

3. Und unter welchen Bedingungen findet Forschung und wissenschaftliche Lehre heute statt?

Meine Notizen und Anmerkungen, meine Analysen und Gedanken zu diesen und vielen anderen Fragen findet man also im Echolot. Mich würde es freuen, wenn die Werkstattleser gelegentlich einen Blick nach drüben werfen würden. Zuletzt hatte ich u.a. zum medizinischen Fälschungsskandal um den US-Anästhesisten Scott Reuben gebloggt. Ob es was Neues gibt, kann man aber auch hier in der Echolot-Überblicksseite in der Werkstatt sehen. Und der RSS-Feed kann natürlich auch abonniert werden.

 

Die tägliche Wissenschafts-Rundschau

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Einmal pro Tag, drei wissenschaftliche Lesetipps bei „3vor10“

Und an dieser Stelle muß ich natürlich noch einen weiteren Hinweis loswerden: jeden Tag von Montag bis Freitag findet man bei „3vor10“ ausgewählte Leseempfehlungen, die ich allen ScienceBlogs-Lesern ans Herz lege. Jeden Tag flattern mir viele dutzend, manchmal wirklich hunderte Wissenschaftsmeldungen über den (virtuellen) Schreibtisch. Und bei „3vor10“ präsentiere ich jeden Morgen eine kleine kommentierte Auswahl.2

Vielleicht ist ja immer wieder auch etwas Spannendes für Euch dabei? Über Besucher und natürlich ggf. auch Kommentare würde ich mich freuen.

Und auch die aktuellsten 3vor10-Artikel können hier (in der Werkstatt) schnell abgerufen werden. Und den RSS-Feed findet man hier.

  1. Grundlage der Erhebung waren FAZ, SZ und Welt. []
  2. Heute früh ging es beispielsweise um die wissenschaftliche Erforschung des Weinens, den HI-Virus, der beim „Sprung“ von Zelle zu Zelle gefilmt wurde und zuletzt durfte der Hinweis auf den anregenden Diskussionsbeitrag in Sachen Wissenschaftsblogging von Joachim Müller-Jung nicht fehlen. []
Marc Scheloske
Marc Scheloske
Ich bin Sozialwissenschaftler und freier Journalist. Ich schreibe (Fach-)Artikel, blogge und führe Workshops und Schulungen zum Thema 'Wissenschaftskommunikation und Social Media' durch. → weitere Infos
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