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Veranstaltungstipp: Lehren und Lernen 2.0 » EduCamp in Ilmenau | kurz&knapp 18

29. Januar 2008 | 12:53 Gelesen: 5305 · heute: 3 · zuletzt: 21. August 2017 2 Reaktionen

Das BarCamp-Format – also die Idee einer sich weitgehend selbstorganisierenden Konferenz – macht Karriere. Vergangenes Wochenende war Hamburg Schauplatz eines sog. "WordCamp" und nun kündigen sich weitere themenzentrierte BarCamp-Projekte an. Alle Interessierten, die sich mit innovativen Lern- und Lehrmodellen im Web2.0-Kontext befassen, sollten sich den 18.-20. April 2008 vormerken. Da wird nämlich das erste EduCamp im thüringischen Ilmenau stattfinden.

EduCamp_01.pngWas erwartet also die Teilnehmer des EduCamps? Mit dieser Frage outet man sich schon beinahe als naiver Nichtinsider. Denn die Idee von Barcamps besteht ja gerade darin, daß es sich um Mitmachkonferenzen handelt, die im vornherein nicht endgültig festgelegt sind. Weder formal, noch inhaltlich.

Die Schwerpunkte, die Referate (die bei BarCamps "Sessions" heißen) und vieles weitere wird von den Teilnehmern vor Ort festgelegt. In Ilmenau ist aber sicher nicht alles erwünscht: der Organisator Steffen Büffel grenzt das Themenspektrum folgendermaßen ein:

Einsatz von Social Software, also Weblogs, Podcasts, Wikis & Co., im Bildungskontext von Schulen, Hochschulen und Unternehmen. […] Themenschwerpunkte des EduCamps sind bisher “Corporate E-Learning 2.0″ und “E-Learning 2.0 in der Hochschullehre”.

Mit "Corporate E-Learning 2.0" habe ich selbst ja ehrlicherweise weniger am Hut. Allerdings werde ich natürlich hellhörig, wenn es um Web2.0-Features in den Universitäten geht. Voraussichtlich werde ich selbst nach Ilmenau fahren und dort versuchen, die Akzente noch ein wenig stärker auf die Möglichkeiten von Blogs und SocialNetworks in der Wissenschaft zu verschieben. ;-)

Die Anmeldeseite für das EduCamp und die Möglichkeit, bereits im Vorfeld bestimmte Themenvorschläge zu machen gibt es hier:

http://educamp2008.mixxt.de

Einige weitere Infos zu den geplanten Inhalten gibt es auch im kurzen Interview mit Steffen:


Link: sevenload.com

Marc Scheloske
Marc Scheloske
Ich bin Sozialwissenschaftler und freier Journalist. Ich schreibe (Fach-)Artikel, blogge und führe Workshops und Schulungen zum Thema 'Wissenschaftskommunikation und Social Media' durch. → weitere Infos
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Kommentare

2 Reaktionen »

  • Christian :

    Zum Thema E-Learning an Hochschulen habe ich schon viele gute Konzepte gesehen, leider aber noch keine Umsetzung, die mich wirklich vom Hocker gehauen hätte. Wir experimentieren an unserem An-Institut auch gerade mit Web 2.0-Applikationen, insbesondere dem Einsatz von Wikis für den Unterricht und die Verwendung von Blogs zur besseren PR für unsere Forschung, aber aufgrund akuten Zeitmangels kann dort längst nicht so viel Arbeit reinfließen, wie notwendig wäre.

    Die besten Erfahrungen habe ich bisher mit einem kleinen Wiki für Marktforschung/Statistik gemacht, welches ich für die Studenten in meinen Datenanalyse-Kursen aufgesetzt habe. Zumindest wird das System häufig und gerne genutzt – die Beteiligung an der Weiterentwicklung ist aber gleich Null…

    Web 2.0 an Hochschulen gut umzusetzen halte ich für eine höchst schwierige Aufgabe, da sich einerseits viele Professoren dagegen sträuben, da sie die Applikationen für zu unseriös und zu unwissenschaftlich halten (ist ja oft genug auch der Fall) und man andererseits die Studenten auch nicht so richtig vom Hocker reißen kann, weil man den aktuellsten Trends immer etwas hinterherhinkt…

    Auf jeden Fall eine hochspannende Thematik. Wenn ich es mir zeitlich erlauben kann, versuche ich mal in Ilmenau dabei zu sein.

    [twort T]

  • Marcel :

    Hallo zusammen,

    na dann möchte ich Euch auch nochmal persönlich einladen! Genau über solche Themen wollen wir uns auf dem EduCamp gerne austauschen und diskutieren :-) Ich denke gerade beim Web 2.0-Einsatz in der Lehre und für das Lernen gibt es sehr große Potenziale etwas „von unten“ zu initiieren, ohne vorher zu bürokratische Hürden überwinden zu müssen. Man muss natürlich viel Überzeugungsarbeit leisten und braucht Leute, die offen für solche Lehr- und Lernszenarien sind, das ist wahr.

    Aber das Studis nicht offen wären dafür, weil es nicht den aktuellsten Entwicklungen entsprechen würde, kann ich nicht bestätigen. Viele Studis hören teilweise zum ersten Mal von Weblogs oder Wikis. Ich denke da liegt man momentan eigentlich ziemlich gut im Trend, denn nach unseren Erfahrungen macht vielen Studierenden z.B. eigenständiges Bloggen und das fortwährende Anpassen ihres Blogs durchaus Spaß.

    Beste Grüße
    Marcel

    [twort T]

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