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	<title>Sozialforschung Archive &#187; Wissenswerkstatt</title>
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	<description>Blog zu Wissenschaft &#38; Wissenschaftskommunikation </description>
	<lastBuildDate>Thu, 28 Feb 2019 18:36:13 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Sozialforschung Archive &#187; Wissenswerkstatt</title>
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		<title>Verrate mir, wen Du wählst und&#8230; » Politische Präferenzen und die Einstellung zum Klimawandel &#124; Werkstattnotiz LIXXXX</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 May 2008 12:54:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Klimapolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialforschung]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Tatsache, daß die Wähler konservativer Parteien häufiger den sonntäglichen Gottesdienst besuchen, die Wähler der Grünen dagegen mit höherer Wahrscheinlichkeit zu den Kunden des Biomarktes gehören, ist bekannt und nicht weiter verwunderlich. Unsere politischen Präferenzen verraten mitunter aber noch mehr über uns: vielleicht sogar, was wir über den Klimawandel denken&#8230; Wenn wir in der Wahlkabine ... <a title="Verrate mir, wen Du wählst und&#8230; » Politische Präferenzen und die Einstellung zum Klimawandel &#124; Werkstattnotiz LIXXXX" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/verrate-mir-wenn-du-waehlst-und-politische-praeferenzen-und-die-einstellung-zum-klimawandel-werkstattnotiz-lixxxx/" aria-label="Mehr Informationen über Verrate mir, wen Du wählst und&#8230; » Politische Präferenzen und die Einstellung zum Klimawandel &#124; Werkstattnotiz LIXXXX">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/verrate-mir-wenn-du-waehlst-und-politische-praeferenzen-und-die-einstellung-zum-klimawandel-werkstattnotiz-lixxxx/">Verrate mir, wen Du wählst und&#8230; » Politische Präferenzen und die Einstellung zum Klimawandel | Werkstattnotiz LIXXXX</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Tatsache, daß die Wähler konservativer Parteien häufiger den sonntäglichen Gottesdienst besuchen, die Wähler der Grünen dagegen mit höherer Wahrscheinlichkeit zu den Kunden des Biomarktes gehören, ist bekannt und nicht weiter verwunderlich. Unsere politischen Präferenzen verraten mitunter aber noch mehr über uns: vielleicht sogar, was wir über den Klimawandel denken&#8230;</strong></p>
<p>Wenn wir in der Wahlkabine unser Kreuzchen machen, dann ist das zunächst lediglich Ausdruck unserer ganz individuellen politischen Präferenz in diesem Augenblick. Klar aber ist: unsere Entscheidung in der Wahlkabine ist Ergebnis eines hochkomplexen Prozesses der politischen Willensbildung, in den weltanschauliche Standpunkte, Sozialisationserfahrungen, Werthaltungen, Milieuzugehörigkeiten und vieles andere einfließen.</p>
<h4 class="pullquote_left">Wir teilen mit den Angehörigen unseres (sozialen) Milieus möglicherweise mehr Eigenschaften, als uns lieb ist&#8230;</h4>
<p>Und diese verschiedenen Einflußfaktoren weisen für jeden Wähler zwar ein spezifisches Profil auf, insgesamt lassen sich aber aus der politischen Präferenz spannende Rückschlüsse auf andere Lebensbereiche ziehen. Und auch wenn in den letzten 20 Jahren die klassischen<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/verrate-mir-wenn-du-waehlst-und-politische-praeferenzen-und-die-einstellung-zum-klimawandel-werkstattnotiz-lixxxx/#footnote_0_296" id="identifier_0_296" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Noch in den 60er und 70er Jahren konnte man einigerma&szlig;en trennscharf zwischen (klein-)b&uuml;rgerlichem, konservativ-gehobenem oder dem klassischen Arbeitermilieu unterscheiden. Diese waren vorrangig industriegesellschaftlich gepr&auml;gt.">1</a> <a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/Soziales_Milieu" target="_blank" rel="noopener noreferrer">sozialen Milieus</a> an Bindungskraft verloren haben, so haben sich neue, ergänzende Milieus gebildet, die zwar weniger eindeutig und viel bunter als früher sind, dennoch den Demoskopen interessante Einsichten erlauben, wie denn die Angehörigen der einzelnen Gruppen &#8222;ticken&#8220;.</p>
<p>Wobei, keine Angst: nur weil man möglicherweise viele typische Eigenschaften des &#8222;hedonistischen Milieus&#8220; aufweist, so lassen sich aufgrund dessen natürlich keine Rückschlüsse auf die bevorzugten Sexualpraktiken ziehen. Und selbst in der Zusammenstellung unserer Speisekarte können wir davon ausgehen, daß genug Freiheitsspielräume vorliegen, die uns nicht zu gleichgeschalteten Speisezubereitungssoldaten machen, nur weil wir zufälligerweise die CSU wählen.</p>
<p><strong>Was man nicht sagen kann: welche Lieblingsgerichte die Parteianhänger haben</strong></p>
<h4><span class="pullquote">Wo bleibt die Studie, die anhand der Eßgewohnheiten die politische Einstellung feststellt?</span></h4>
<p>Es wäre zwar durchaus mal spannend, sich Gedanken darüber zu machen, wie die Ernährungsgewohnheiten mit den Parteipräferenzen korrelieren, aber vermutlich fielen die Ergebnisse ziemlich langweilig aus. Als Arbeitshypothese würde ich ja dem CDU-Wähler eine Vorliebe für Eintöpfe und dem SPD-Genossen einen Hang zu Mettwurstbrötchen attestieren.</p>
<p>Der liberale FDP-Sympathisant findet vermutlich in der italienischen Küche seine Erfüllung und für den Freund der Bündnisgrünen bleibt der Dinkelbratling. Ach ja, die Linke gibt es noch, deren Klientel typischerweise an der Fritten- bzw. Currywurstbude anzutreffen wäre. Und die CSU-Anhänger brauchen zur Leberkäs-Semmel nur ein anständiges Weißbier, dann sind sie zufrieden.</p>
<p>So, damit aber genug in der Vorurteilskiste gewühlt, denn &#8211; das nochmal zur Klarstellung &#8211; einer empirischen Untersuchung hielten meine &#8222;Tipps&#8220; garantiert nicht stand. Obwohl, wenn ich&#8217;s mir recht bedenke&#8230;? ;-)</p>
<p><strong>Was man sagen kann: welche Meinung zum Klimawandel die Parteianhänger haben</strong></p>
<p>Spannender sind möglicherweise ohnehin andere Zusammenhänge &#8211; und <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2008/05/wer-glaubt-an-den-klimawandel.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bei Thilo Kuessner</a> bin ich auf <a href="http://people-press.org/reports/display.php3?ReportID=417" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eine Umfrage</a> des Pew-Research-Centers gestoßen, die sich die US-Bevölkerung vorgeknöpft hat, um deren Einstellungen und Einschätzungen zum globalen Klimawandel herauszufinden. Und, das bemerkenswerteste Ergebnis gleich vorweg: die Beurteilung, ob der Klimawandel anthropogene Ursachen hat, hängt sehr stark von der politischen Einstellung ab und (das ist das erstaunliche) je höher der Bildungsgrad, desto stärker der Effekt!</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright" style="float: right;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2008/05/Partei_und_Klimawandel.jpg" alt="Parteien und Klimawandel, Quelle: PEW" width="230" height="275" />In Zahlen: 75% der demokratischen Anhänger mit College-Abschluß glauben, daß die Klimaerwärmung menschliche Ursachen hat (allerdings teilen nur 52% der Demokraten mit geringeren Bildungsabschlüssen diese Ansicht). Die höhere formale Bildung korreliert also mit einer höheren Bewertung der anthropogenen Effekte.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/verrate-mir-wenn-du-waehlst-und-politische-praeferenzen-und-die-einstellung-zum-klimawandel-werkstattnotiz-lixxxx/#footnote_1_296" id="identifier_1_296" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Vgl. das Schaubild. Beide Darstellungen sind der Pew-Pressemitteilung bzw. dem PDF entnommen.">2</a></p>
<p>Bei den Republikanern zeigt sich allerdings genau das gegenteilige Bild: dort glauben nur 31% derjenigen (ohne!) Collegeabschluß, daß der Mensch zur Erwärmung beiträgt. Bei den höher gebildeten Republikaner nsind es dann aber nur noch 19%!<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/verrate-mir-wenn-du-waehlst-und-politische-praeferenzen-und-die-einstellung-zum-klimawandel-werkstattnotiz-lixxxx/#footnote_2_296" id="identifier_2_296" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Im Wortlaut der Studie: &bdquo;Only 19% of Republican college graduates say that there is solid evidence that the earth is warming and it is caused by human activity, while 31% of Republicans with less education say the same.&ldquo;">3</a> Das heißt also: je höher gebildet, desto häufiger wird der anthropogene Einfluß geleugnet!</p>
<p>Ich kann diesen Befund nur irritiert zur Kenntnis nehmen. Hat irgendjemand eine gute Erklärung dafür? Denn naheliegender wäre, daß generell eine höhere Bildung damit einhergeht, daß die derzeit anerkannte wissenschaftliche Position geteilt würde &#8211; also die Anerkennung des anthropogenen Anteils. Bei den Republikanern zeigt sich aber der umgekehrte Effekt.</p>
<p><strong>Umdenken in den Staaten: Klimawandel findet statt</strong></p>
<p>Wenn man den Aspekt der Verursachung<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/verrate-mir-wenn-du-waehlst-und-politische-praeferenzen-und-die-einstellung-zum-klimawandel-werkstattnotiz-lixxxx/#footnote_3_296" id="identifier_3_296" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ob durch menschlichen Einflu&szlig; oder nicht.">4</a> außer Acht lässt, so ergeben sich folgende Werte: 49% der Republikaner akzeptieren, daß sich das Klima derzeit in einer Erwärmungsphase befindet. Bei den Demokraten teilen stolze 84% diese Meinung. Insofern <a href="http://www.scienceblogs.de/frischer-wind/2008/05/barack-obama-amerika-muss-sich-andern.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ist es nicht verwunderlich</a>, daß Barack Obama letzte Woche gegen die spritfressenden SUVs und allgemein den Energiehunger seiner Landsleute Stellung bezogen hat.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/verrate-mir-wenn-du-waehlst-und-politische-praeferenzen-und-die-einstellung-zum-klimawandel-werkstattnotiz-lixxxx/#footnote_4_296" id="identifier_4_296" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Christian Reinboth kommentierte: &bdquo;Moment mal&hellip;. Keine dicken Gel&auml;ndewagen mehr? Keine Verschwendung von Lebensmitteln? Keine Tag und Nacht laufende Klimaanlage mehr in jedem Zimmer? Und das in den USA?&ldquo;">5</a></p>
<p>Ein weiterer interessanter Aspekt der Umfrage, die sich auf Daten von Ende April bezieht: die Einschätzung bzgl. des Klimawandels weist keine geschlechtsspezifischen Unterschiede auf. Das ist tatsächlich bemerkenswert, denn was ökologische Themen angeht, so sind Frauen zumeist &#8222;sensibler&#8220; und kritischer gegenüber (negativen) Veränderungen. Männer weisen häufig eine gelassenere Position auf, die u.a. mit einem höheren Vertrauen in die (technische) Kontrollier- und Steuerbarkeit solcher Effekte zu tun hat.</p>
<p><strong>Wo befindet sich Klimapolitik auf der politischen Agenda?</strong></p>
<p>Und noch eine letzte informative Tabelle ist im PEW-Bericht zu finden: dort ist gelistet, welche Themen welche Priorität genießen. Für die republikanischen Anhänger steht auf Position 1 unangefochten der Kampf gegen den Terrorismus (86%), ganz zuletzt (12%) rangiert der Klimawandel. Bei den Demokraten hat die Klimapolitik immerhin einen Mittelfeldplatz (47%), ganz oben steht die Gesundheitspolitik (81%).</p>
<p>Hier diese Tabelle (die allerdings aus einer <a href="http://people-press.org/reports/display.php3?ReportID=388" target="_blank" rel="noopener noreferrer">anderen Umfrage</a> vom Januar 2008 stammt):</p>
<p style="text-align: center;"><img decoding="async" class="aligncenter"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2008/05/Political_Agenda_US_2008.jpg" alt="Politische Agenda 2008, Quelle: PEW" /></p>
<div class="links_kurz">Links:</p>
<ul>
<li>Pew Research Center: <a href="http://people-press.org/reports/display.php3?ReportID=417" target="_blank" rel="noopener noreferrer">A Deeper Partisan Divide Over Global Warming</a>, 8.5.2008</li>
<li>Kuessner, Thilo: <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2008/05/wer-glaubt-an-den-klimawandel.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wer glaubt an den Klimawandel?</a>, Mathlog, 15.5.2008</li>
</ul>
</div>
<div class="invisible">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Klimawandel">Klimawandel</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/US-Wahlkampf">US-Wahlkampf</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Wahlforschung">Wahlforschung</a></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_296" class="footnote">Noch in den 60er und 70er Jahren konnte man einigermaßen trennscharf zwischen (klein-)bürgerlichem, konservativ-gehobenem oder dem klassischen Arbeitermilieu unterscheiden. Diese waren vorrangig industriegesellschaftlich geprägt.</li><li id="footnote_1_296" class="footnote">Vgl. das Schaubild. Beide Darstellungen sind der Pew-Pressemitteilung bzw. dem PDF entnommen.</li><li id="footnote_2_296" class="footnote">Im Wortlaut der Studie: &#8222;Only 19% of Republican college graduates say that there is solid evidence that the earth is warming and it is caused by human activity, while 31% of Republicans with less education say the same.&#8220;</li><li id="footnote_3_296" class="footnote">Ob durch menschlichen Einfluß oder nicht.</li><li id="footnote_4_296" class="footnote">Christian Reinboth kommentierte: &#8222;Moment mal&#8230;. Keine dicken Geländewagen mehr? Keine Verschwendung von Lebensmitteln? Keine Tag und Nacht laufende Klimaanlage mehr in jedem Zimmer? Und das in den USA?&#8220;</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/verrate-mir-wenn-du-waehlst-und-politische-praeferenzen-und-die-einstellung-zum-klimawandel-werkstattnotiz-lixxxx/">Verrate mir, wen Du wählst und&#8230; » Politische Präferenzen und die Einstellung zum Klimawandel | Werkstattnotiz LIXXXX</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Hütet Euch vor der Eindeutigkeit der Zahlen » Weshalb Statistiken mit Vorsicht zu genießen sind &#124; Werkstattnotiz LXXXXVII</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/huetet-euch-vor-der-eindeutigkeit-der-zahlen-weshalb-statistiken-mit-vorsicht-zu-geniessen-sind-werkstattnotiz-lxxxxvii/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Jun 2008 12:21:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Mathematik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zahlen, Statistiken und Schaubilder sind etwas wunderbares. Wie angenehm ist es doch, wenn man komplexe soziale Phänomene auf anschauliche Weise abbilden kann? Wie gut fühlt es sich an, wenn man mit einigen eindeutigen Zahlen seine Behauptungen untermauern kann? Denn: Wie hat George W. Bush seine Arbeit gemacht? &#8211; Schlecht! (Das sagen 77% aller Bundesbürger.)1 Oder: ... <a title="Hütet Euch vor der Eindeutigkeit der Zahlen » Weshalb Statistiken mit Vorsicht zu genießen sind &#124; Werkstattnotiz LXXXXVII" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/huetet-euch-vor-der-eindeutigkeit-der-zahlen-weshalb-statistiken-mit-vorsicht-zu-geniessen-sind-werkstattnotiz-lxxxxvii/" aria-label="Mehr Informationen über Hütet Euch vor der Eindeutigkeit der Zahlen » Weshalb Statistiken mit Vorsicht zu genießen sind &#124; Werkstattnotiz LXXXXVII">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/huetet-euch-vor-der-eindeutigkeit-der-zahlen-weshalb-statistiken-mit-vorsicht-zu-geniessen-sind-werkstattnotiz-lxxxxvii/">Hütet Euch vor der Eindeutigkeit der Zahlen » Weshalb Statistiken mit Vorsicht zu genießen sind | Werkstattnotiz LXXXXVII</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" style="float: right;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2008/06/Abacus_01.jpg" alt="Abacus" width="220" height="197" /><strong>Zahlen, Statistiken und Schaubilder sind etwas wunderbares. Wie angenehm ist es doch, wenn man komplexe soziale Phänomene auf anschauliche Weise abbilden kann? Wie gut fühlt es sich an, wenn man mit einigen eindeutigen Zahlen seine Behauptungen untermauern kann?</strong></p>
<p>Denn:</p>
<p><em>Wie hat George W. Bush seine Arbeit gemacht?</em> &#8211; <strong>Schlecht! </strong><span style="color: #808080;">(Das sagen 77% aller Bundesbürger.)</span><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/huetet-euch-vor-der-eindeutigkeit-der-zahlen-weshalb-statistiken-mit-vorsicht-zu-geniessen-sind-werkstattnotiz-lxxxxvii/#footnote_0_317" id="identifier_0_317" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Quelle: Emnid, 11.06.2008">1</a></p>
<p>Oder:</p>
<p><em>Spielt der Aberglaube um den &#8222;Freitag, den 13.&#8220; im Alltag eine Rolle? </em> &#8211; <strong>Nein!</strong> <span style="color: #808080;">(Nur knapp 18% geben zur Auskunft, daß Ihnen an diesem Datum &#8222;mulmig&#8220; sei.)</span><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/huetet-euch-vor-der-eindeutigkeit-der-zahlen-weshalb-statistiken-mit-vorsicht-zu-geniessen-sind-werkstattnotiz-lxxxxvii/#footnote_1_317" id="identifier_1_317" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Quelle: GfK im Auftrag der Apotheken-Umschau, 10.06.2008">2</a></p>
<h4><span class="pullquote_left">Die gesamte demoskopische Branche lebt von dem Bedürfnis nach eindeutigen Zahlen, die uns die Welt erklären.</span></h4>
<p>Ein ganze Branche &#8211; das Volk der Demoskopen &#8211; lebt von diesem Wunsch, diesem tiefsitzenden Bedürfnis nach Zahlen, die uns die Welt vielleicht nicht ganz erklären, aber so zumindest ein Stückchen eindeutiger und handhabbar machen.</p>
<p>Dabei ist klar, daß ein bloßer Zahlenwert für sich allein genommen, kaum eine Aussagekraft hat &#8211; es kommt darauf an, daß die Werte eingeordnet und &#8222;verstanden&#8220; werden.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/huetet-euch-vor-der-eindeutigkeit-der-zahlen-weshalb-statistiken-mit-vorsicht-zu-geniessen-sind-werkstattnotiz-lxxxxvii/#footnote_2_317" id="identifier_2_317" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="&Uuml;brigens: Nat&uuml;rlich treffen solche Einw&auml;nde auch Rankings &ndash; wie etwa die Wissenschaftsblog-Charts. Allerdings kommt es m.E. eben darauf an, da&szlig; klar kommuniziert wird, wo die Grenzen der Zahlen bzw. Rankings liegen. F&uuml;r die Wissenschaftsblog-Charts habe ich jeweils im Vorfeld explizit betont, da&szlig; Technorati-Werte kein (!) Qualit&auml;tsmerkmal sind!">3</a> Und daß statistische Erhebungen ein schwieriges Geschäft sind, versteht sich ohnehin von selbst.</p>
<p><strong>Mißtraut den Zahlenfreaks!</strong></p>
<p>Nun gibt es für alle Skeptiker, die all die bunten Zahlen und Schaubilder ohnehin zum Teufel wünschen, neue Argumente. Und das aus vollkommen unverdächtiger Ecke:  eine aktuelle Studie der &#8222;<a href="http://www.mathunion.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">International Mathematical Union (IMU)</a>&#8220; macht darauf aufmerksam, daß wir der Aussagekraft von Zahlen nicht ohne weiteres Vertrauen sollten.</p>
<p>Nun gut, die erste populäre Kernthese aus der Pressemitteilung, gehört eher in die Kategorie Binsenweisheiten:</p>
<blockquote>
<ul>
<li>Statistics are not more accurate when they are improperly used; statistics can mislead when they are misused or misunderstood.</li>
</ul>
</blockquote>
<p>Um ehrlich zu sein, hätte ich das auch so gewußt. Aber nett, daß gerade die Mathematiker explizit darauf hinweisen, daß Statistiken irreführend sein können und sie anderen Darstellungen/Beschreibungen keineswegs überlegen sind, da sie u.a. viele handwerkliche Fehlerquellen beherbergen.</p>
<p><strong>Wie beziffert man Forschungsqualität?</strong></p>
<p>Allerdings ist der Bericht dennoch sehr bemerkenswert, denn die Mathematiker hatten sich mit den statistischen Bewertungen von Forschungsleistungen befasst. Das Hauptaugenmerk lag dabei auf Kenngrößen wie dem &#8222;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Impact_Factor" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Impact Factor</a>&#8222;, der die Zitationsrate von Fachartikeln beziffert und ein wesentliches Kriterium für die &#8222;Forschungsleistung&#8220; oder schlicht Qualität von Wissenschaft darstellt.</p>
<p>Und hier kommt das Paper zu folgendem Ergebnis:</p>
<blockquote>
<ul>
<li>The objectivity of citations is illusory because the meaning of citations is not well-understood. A citation&#8217;s meaning can be very far from &#8222;impact&#8220;.</li>
<li>While having a single number to judge quality is indeed simple, it can lead to a shallow under-standing of something as complicated as research.</li>
</ul>
</blockquote>
<h4><span class="pullquote">Die Fixierung auf Konstrukte wie den &#8222;Impact Factor&#8220; ist irreführend!</span></h4>
<p>Auch keine Erkenntnisse, die man nicht vorher gehabt hätte. Aber die Feststellungen, daß</p>
<ol>
<li>die Messung und Addition von schlichten &#8222;Zitaten&#8220; nicht unbedingt mit Relevanz gleichzusetzen ist; daß es eben darauf ankommt, &#8222;wie&#8220; zitiert wird und nicht nur die Häufigkeit von Verweisen zählt und</li>
<li>die Reduzierung von Forschungsleistungen auf eine einzige Zahl zu einfach und oberflächlich ist. Und man der Komplexität von Wissenschaft mit einer einzigen Kennziffer niemals beikommt,</li>
</ol>
<p>diese Feststellungen sind doch lobenswert.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/huetet-euch-vor-der-eindeutigkeit-der-zahlen-weshalb-statistiken-mit-vorsicht-zu-geniessen-sind-werkstattnotiz-lxxxxvii/#footnote_3_317" id="identifier_3_317" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Denn im Grunde ist der &bdquo;Impact Factor&ldquo; wenig anderes als die &bdquo;Page Impression&ldquo; der Wissenschaft. Die ausschlie&szlig;liche Fixierung auf diese Me&szlig;gr&ouml;&szlig;e verstellt den Blick auf andere Zusammenh&auml;nge, f&uuml;hrt zu unerw&uuml;nschten Effekten und &bdquo;verzerrt&ldquo; das Bild&hellip;">4</a></p>
<p><strong>Pflichtlektüre für die &#8222;Wissenschaftsvermesser&#8220;!</strong></p>
<p>Ich möchte bitte, daß all die Herrschaften bei DFG und anderen Leistungsbemessungs-Institutionen diesen Bericht lesen und ihre Qualitätskriterien überdenken.</p>
<p>Und noch ein letzter Satz ist natürlich wunderbar &#8211; und er ist Wasser auf die Mühlen eines jeden Sozialwissenschaftlers, die sich ständig den Vorwürfen gegenübersehen, ihre Disziplin sei doch so wenig handfest und man habe keine verläßlichen Größen und Zahlen und überhaupt. Also, herhören liebe Ingenieure und Naturwissenschaftler:</p>
<blockquote>
<ul>
<li><strong>Numbers are not inherently superior to sound judgments.</strong></li>
</ul>
</blockquote>
<p>Gut gebrüllt, liebe Mathematiker! Danke!</p>
<div class="links_kurz"><strong>Link:</strong></p>
<ul>
<li>International Mathematical Union: &#8222;Citation Statistics Report&#8220; (<a href="http://www.mathunion.org/fileadmin/IMU/Report/CitationStatistics.pdf">PDF</a>)</li>
</ul>
<p><strong>Lektüretipps:</strong></p>
<ul>
<li>Rumsey, Deborah: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3527701087?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3527701087">Statistik für Dummies: Grundlagen der Statistik</a>.</li>
<li>Krämer, Walter: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3492230385?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3492230385">So lügt man mit Statistik</a></li>
<li>Beck-Bornholdt, Hans-Peter &amp; Dubben, Hans-Hermann: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3499621967?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3499621967">Der Hund, der Eier legt. Erkennen von Fehlinformation durch Querdenken</a>.</li>
</ul>
</div>
<div class="invisible">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Statistik">Statistik</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Impact+Factor">Impact Factor</a></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_317" class="footnote">Quelle: <a href="http://www.presseportal.de/pm/13399/1208748/n24" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Emnid</a>, 11.06.2008</li><li id="footnote_1_317" class="footnote">Quelle: <a href="http://www.presseportal.de/pm/52678/1207723/wort_und_bild_apotheken_umschau?search=umfrage" target="_blank" rel="noopener noreferrer">GfK im Auftrag der Apotheken-Umschau</a>, 10.06.2008</li><li id="footnote_2_317" class="footnote">Übrigens: Natürlich treffen solche Einwände auch Rankings &#8211; wie etwa die <a href="http://www.wissenschafts-cafe.net/blogportal/2008/05/wissenschaftsblog-charts-052008/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wissenschaftsblog-Charts</a>. Allerdings kommt es m.E. eben darauf an, daß klar kommuniziert wird, wo die Grenzen der Zahlen bzw. Rankings liegen. Für die Wissenschaftsblog-Charts habe ich jeweils im Vorfeld explizit betont, daß Technorati-Werte kein (!) Qualitätsmerkmal sind!</li><li id="footnote_3_317" class="footnote">Denn im Grunde ist der &#8222;Impact Factor&#8220; wenig anderes als die &#8222;<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/12/arbeitsgemeinschaft-social-media-ruestzeug-fuer-die-vermessung-der-blogosphaere-werkstattnotiz-lxxxxvi/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Page Impression</a>&#8220; der Wissenschaft. Die ausschließliche Fixierung auf diese Meßgröße verstellt den Blick auf andere Zusammenhänge, führt zu unerwünschten Effekten und &#8222;verzerrt&#8220; das Bild&#8230;</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/huetet-euch-vor-der-eindeutigkeit-der-zahlen-weshalb-statistiken-mit-vorsicht-zu-geniessen-sind-werkstattnotiz-lxxxxvii/">Hütet Euch vor der Eindeutigkeit der Zahlen » Weshalb Statistiken mit Vorsicht zu genießen sind | Werkstattnotiz LXXXXVII</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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		<title>Das Web 2.0 als Gegenstand soziologischer und sozialethischer Forschungen &#124; Werkstatt-Ticker 03</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/das-web-20-als-gegenstand-soziologischer-und-sozialethischer-forschungen-werkstatt-ticker-03/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Mar 2008 07:00:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Social Web]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie & Gesellschaft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/27/das-web-20-als-gegenstand-soziologischer-und-sozialethischer-forschungen-werkstatt-ticker-03/</guid>

					<description><![CDATA[<p>»Eine kurze, spannende Skizze, weshalb das Web2.0 ein legitimer Gegenstand sozialethischer Forschungen ist, hat Alexander Filipovic veröffentlicht. Klar ist, daß das &#34;Social Web&#34; und die unter diesem Schlagwort subsummierten Tools und Praktiken der online-basierten Kommunikation ein soziales Phänomen darstellen. Und die alltäglich ablaufenden Kommunikationsakte lassen sich natürlich als Handlungen identifizieren, die wiederum schreibenden, verlinkenden, kommentierenden ... <a title="Das Web 2.0 als Gegenstand soziologischer und sozialethischer Forschungen &#124; Werkstatt-Ticker 03" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/das-web-20-als-gegenstand-soziologischer-und-sozialethischer-forschungen-werkstatt-ticker-03/" aria-label="Mehr Informationen über Das Web 2.0 als Gegenstand soziologischer und sozialethischer Forschungen &#124; Werkstatt-Ticker 03">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/das-web-20-als-gegenstand-soziologischer-und-sozialethischer-forschungen-werkstatt-ticker-03/">Das Web 2.0 als Gegenstand soziologischer und sozialethischer Forschungen | Werkstatt-Ticker 03</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><font color="#696969"><strong><font size="7"><img decoding="async" width="180" height="121" align="right" style="border: 1px solid rgb(105, 105, 105); margin: 7px; padding: 1px;" alt="Ticker_02a.jpg" src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2008/03/Ticker_02a.jpg" />»</font></strong></font>Eine kurze, spannende Skizze, weshalb das Web2.0 ein legitimer Gegenstand sozialethischer Forschungen ist, hat Alexander Filipovic <a target="_blank" href="http://geloggd.alexander-filipovic.de/2008/03/26/web-20-sozialethische-perspektive/" rel="noopener noreferrer">veröffentlicht</a>.</p>
<p>Klar ist, daß das &quot;Social Web&quot; und die unter diesem Schlagwort subsummierten Tools und Praktiken der online-basierten Kommunikation ein soziales Phänomen darstellen. Und die alltäglich ablaufenden Kommunikationsakte lassen sich natürlich als Handlungen identifizieren, die wiederum schreibenden, verlinkenden, kommentierenden und bloggenden Akteuren zuzurechnen sind. </p>
<p>Und die verschiedenen Kommunikationsmuster und -praktiken<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/das-web-20-als-gegenstand-soziologischer-und-sozialethischer-forschungen-werkstatt-ticker-03/#footnote_0_218" id="identifier_0_218" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die sich eben zu Strukturen, Regelm&auml;&szlig;igkeiten, Routinen verdichten.">1</a> im Kontext von Sozialen Netzwerken sind (v.a. wenn es um die Aspekte des Identitäts- und Beziehungsmanagements geht) der Gegenstand von Alexanders Forschungen<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/das-web-20-als-gegenstand-soziologischer-und-sozialethischer-forschungen-werkstatt-ticker-03/#footnote_1_218" id="identifier_1_218" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die im &uuml;brigen unter dem Dach des Forschungsprojekts &ldquo;Social Software and Social Ethics&ldquo; am Lehrstuhl Christliche Soziallehre und Allgemeine Religionssoziologie an der Uni Bamberg stattfinden.">2</a> &#8211; so würde ich es in eigenen Worten zusammenfassen. </p>
<p>Deutlich differerenzierter und informierter ist der Originaltext, der unbedingt lesenswert ist &#8211; etwa hier:</p>
<blockquote><p>&quot;In Zeiten, in denen sich das Verhältnis von Lokalität und Globalität, Privatheit und Öffentlichkeit, Intimität und Distanz, Sicherheit und Unsicherheit und Vertrautheit und Vertrauen neu sortiert bzw. die integrative Bewältigung dieser Aspekte [&#8230;] eine „Aufgabe“ darstellt, deren Bearbeitung in neuen Sozialformen stattfindet, wird eine Sozialethik öffentlicher Kommunikation, die die kommunikativen Formen im Web 2.0 berücksichtigt und eigens untersucht, in neuer Weise relevant.&quot;</p></blockquote>
<p>Und in den Kommentaren ist bereits eine erste Diskussion mit Blogforscher Jan Schmidt zu lesen, auf dessen &quot;funktionale Trias der Social-Web-Nutzung&quot;<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/das-web-20-als-gegenstand-soziologischer-und-sozialethischer-forschungen-werkstatt-ticker-03/#footnote_2_218" id="identifier_2_218" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die sich eben zwischen den Aspekten &quot;Informations-, Identit&auml;ts- und Beziehungsmanagement&quot; aufspannt.">3</a> auch Bezug genommen wird.</p>
<p> Spannend! Wissenschaftsblogging at it&#8217;s best!&nbsp;</p>
<p>Link:</p>
<ul>
<li>Filipovic, Alexander (2008): <a target="_blank" href="http://geloggd.alexander-filipovic.de/2008/03/26/web-20-sozialethische-perspektive/" rel="noopener noreferrer">Das “Web 2.0″ in sozialethischer Perspektive</a>. In: geloggd [Weblog], 26 Mrz. 2008. </li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_218" class="footnote">Die sich eben zu Strukturen, Regelmäßigkeiten, Routinen verdichten.</li><li id="footnote_1_218" class="footnote">Die im übrigen unter dem Dach des Forschungsprojekts “Social Software and Social Ethics“ am Lehrstuhl Christliche Soziallehre und Allgemeine Religionssoziologie an der Uni Bamberg stattfinden.</li><li id="footnote_2_218" class="footnote">Die sich eben zwischen den Aspekten &quot;Informations-, Identitäts- und Beziehungsmanagement&quot; aufspannt.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/das-web-20-als-gegenstand-soziologischer-und-sozialethischer-forschungen-werkstatt-ticker-03/">Das Web 2.0 als Gegenstand soziologischer und sozialethischer Forschungen | Werkstatt-Ticker 03</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Kartographie der Blogosphäre ::: Visualisierungstool für Namen &#124; Werkstatt-Ticker 32</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/kartographie-der-blogosphaere-visualisierungstool-fuer-namen-werkstatt-ticker-32/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Jun 2008 12:49:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blogosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[AG Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Blogosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Social Web]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialforschung]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>» Die Blogosphäre als Netz lesen Man kann Netzwerkanalysen für ziemlich viele soziale Zusammenhänge anstellen. Fast immer ist das mit unendlich mühsamer Datensammlung und Eingabe verbunden &#8211; wenn man fleißig genug ist, lohnt sich der Aufwand. Ein Feld, das sich allerdings geradezu für eine netzwerkanalytische Betrachtung aufdrängt ist natürlich die Blogosphäre. Wer verlinkt auf wen? ... <a title="Kartographie der Blogosphäre ::: Visualisierungstool für Namen &#124; Werkstatt-Ticker 32" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/kartographie-der-blogosphaere-visualisierungstool-fuer-namen-werkstatt-ticker-32/" aria-label="Mehr Informationen über Kartographie der Blogosphäre ::: Visualisierungstool für Namen &#124; Werkstatt-Ticker 32">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/kartographie-der-blogosphaere-visualisierungstool-fuer-namen-werkstatt-ticker-32/">Kartographie der Blogosphäre ::: Visualisierungstool für Namen | Werkstatt-Ticker 32</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/category/werkstatt-ticker/"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-234" style="border: 1px solid #DCDCDC; margin: 6px; float: right;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/uploads/2008/04/ticker_02a.jpg" alt="Ticker.jpg" width="180" height="121" /></a><span style="color: #808080; font-size: xx-large;"><strong>»</strong> <span style="font-size: large;">Die Blogosphäre als Netz lesen<br />
</span></span></h4>
<p>Man kann Netzwerkanalysen für ziemlich viele soziale Zusammenhänge anstellen. Fast immer ist das mit unendlich mühsamer Datensammlung und Eingabe verbunden &#8211; wenn man fleißig genug ist, lohnt sich der Aufwand. Ein Feld, das sich allerdings geradezu für eine netzwerkanalytische Betrachtung aufdrängt ist natürlich die Blogosphäre.</p>
<p>Wer verlinkt auf wen? Wer knüpft mit &#8217;strong&#8216; oder &#8218;weak&#8216; ties an andere Knoten an? Welche Blogs bilden einen Diskursraum bzw. ein eng verlinktes Netz? Welche Mikro-Blogosphären bilden sich?</p>
<p>Es gäbe noch viele weitere spannende Fragen. Je nachdem, wie die Fragestellung aussieht, so lassen sich hochinteressante Ergebnisse erzielen.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/kartographie-der-blogosphaere-visualisierungstool-fuer-namen-werkstatt-ticker-32/#footnote_0_309" id="identifier_0_309" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die mitunter durchaus mit den Vorannahmen im Widerspruch stehen k&ouml;nnen.">1</a> Wie ich <a href="http://www.schmidtmitdete.de/archives/142" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bei Jan</a> soeben lese, so präsentiert Markus Beckedahl bei Netzpolitik erste Visualisierungen der deutschen Blogosphäre. Diese stammen von John Kelly, Chef von &#8222;<a href="http://www.morningside-analytics.com/index.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Morningside Analytics</a>&#8220; der u.a. mit dem &#8222;<a href="http://cyber.law.harvard.edu/research/internetdemocracy" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Berkman-Center for Internet &amp; Society</a>&#8220; der Harvard University zusammenarbeitet. John Kelly hatte bereits die US- und die iranische Blogosphäre eingehend analysiert und kartografiert und nimmt sich nun andere Länder vor. Und so sieht eine erste Darstellung aus:</p>
<p style="text-align: center;"><img decoding="async" class="aligncenter" src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2008/06/Blogosphaere-Deutschland_01.jpg" alt="Blogosphäre Deutschland" /></p>
<p>Man sieht, daß man zunächst nicht viel sieht. ;-)</p>
<p>Also: es ist natürlich notwendig, sich eine solche Visualisierung detaillierter anzusehen und mit einigen Parametern zu spielen. Allerdings zeigt sich laut Markus, daß die deutsche Blogosphäre einen deutlich niedrigeren Vernetzungsgrad aufweist, als bspw. die französische. Mehr Infos gibt es bei Markus/Netzpolitik und man darf auf weitere Auswertungen gespannt sein.</p>
<div class="links_kurz">Link:</p>
<ul>
<li>Netzpolitik: <a href="http://netzpolitik.org/2008/netzpolitik-podcast-die-deutsche-blogosphaere-kartografieren/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die deutsche Blogosphäre kartografieren</a>, 05.06.2008</li>
</ul>
</div>
<h4><span style="color: #808080; font-size: xx-large;"><strong>»</strong> <span style="font-size: large;">Allerweltsnamen und Extravaganzen<br />
</span></span></h4>
<p>Ein weiteres Beispiel, wie faszinierend und informativ visuelle Darstellungen sind, ist der &#8222;Name Voyager&#8220;. Die Namenskundlerin Laura Wattenberg hat in Zusammenarbeit mit ihrem Mann, dem Computer- und Medienwissenschaftlers <a href="http://www.bewitched.com/about.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Martin Wattenberg</a>, ein Online-Tool entwickelt, das die gebräuchlichsten Vornamen in den USA im Zeitverlauf darstellt.</p>
<p>Datengrundlage sind die Zahlen der &#8222;Social Security Administration (SSA)&#8220;, die seit über 100 Jahren die Häufigkeit von Babynamen verzeichnet. Und mit diesem wunderbaren Spielzeug, auf das ich <a href="http://www.scienceblogs.de/zoonpolitikon/2008/06/spielereien-mit-vornamen.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bei Ali</a> aufmerksam wurde, kann man nachvollziehen, wie sich die Popularität von Namen über die Jahre hinweg verändert.</p>
<p>Ein Beispiel gefällig?</p>
<p>Also, wenn man etwa den Namen der Beinahe-Präsidentschaftskandidatin <a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hillary_Clinton" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hillary Clinton</a> eingibt, so ergibt sich folgendes Bild:</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.babynamewizard.com/voyager" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2008/06/Hillary.jpg" alt="Hillary" width="500" height="327" /></a></p>
<p>Und man stellt fest: die Eltern der ehrgeizigen US-Senatorin waren Trendsetter! Im Geburtsjahr 1947 von Hillary war ihr Name noch nicht unter den 1000 geläufigsten Namen verzeichnet. Dann stieg allerdings die Kurve steil an. Und: Man sieht, daß Ende der 80er Jahre der Name wieder starke Einbußen hinnehmen mußte&#8230; bis, naja, ich deute den Wiederanstieg in den letzten Jahren durchaus mit der Prominenz von Ms. Clinton als First Lady.  :-)</p>
<p>Wie sich wohl die Gebräuchlichkeit des Namens weiter entwickelt?</p>
<p>Mit dem Tool sind jedenfalls spannende Experimente möglich. Schade, daß es ein ähnliches Instrument nicht auch für Deutschland gibt. Für Familiennamen zeigt etwa &#8222;<a href="http://christoph.stoepel.net/geogen/v3/Default.aspx" target="_blank" rel="noopener noreferrer">GeoGen</a>&#8220; die geographische Verteilung an &#8211; aber der Zeitverlauf ist doch mindestens ebenso spannend.</p>
<p>Wer macht weitere tolle Entdeckungen beim Vornamen-Surfen?<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/kartographie-der-blogosphaere-visualisierungstool-fuer-namen-werkstatt-ticker-32/#footnote_1_309" id="identifier_1_309" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ali sammelt &uuml;brigens auch Fundst&uuml;cke&hellip;">2</a></p>
<div class="links_kurz">Link:</p>
<ul>
<li>Baby Name Wizard: <a href="http://www.babynamewizard.com/voyager" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Name Voyager</a></li>
</ul>
</div>
<div class="invisible">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Netzwerkanalyse">Netzwerkanalyse</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Name+Voyager">Name Voyager</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Visualisierungen">Visualisierungen</a></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_309" class="footnote">Die mitunter durchaus mit den Vorannahmen im Widerspruch stehen können.</li><li id="footnote_1_309" class="footnote"><a href="http://www.scienceblogs.de/zoonpolitikon/2008/06/spielereien-mit-vornamen.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ali sammelt</a> übrigens auch Fundstücke&#8230;</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/kartographie-der-blogosphaere-visualisierungstool-fuer-namen-werkstatt-ticker-32/">Kartographie der Blogosphäre ::: Visualisierungstool für Namen | Werkstatt-Ticker 32</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Im Fokus: Transdisziplinäre Wissensproduktion ::: Im Hörfunk: Bloggende Wissenschaftler &#124; Werkstatt-Ticker 17</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/im-fokus-transdisziplinaere-wissensproduktion-im-hoerfunk-bloggende-wissenschaftler-werkstatt-ticker-17/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 May 2008 11:14:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ich-Maschine]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftsblogs]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftssoziologie]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.wissenswerkstatt.net/?p=280</guid>

					<description><![CDATA[<p>» Scheuklappen vs. Interdisziplinarität Einer der Modebegriffe der Forschungspolitik ist derjenige der &#8222;Interdisziplinarität&#8220;. Daß der Blick über den eigenen fachlichen Tellerrand wünschenswert und befruchtend sein kann, scheint unbestritten und in vielen Bereichen lassen sich Probleme ohnehin nur durch die Kollaboration verschiedenster Disziplinen einer Lösung zuführen. Lars Fischer hat auf ein interessantes Forschungsprojekt an der Universität ... <a title="Im Fokus: Transdisziplinäre Wissensproduktion ::: Im Hörfunk: Bloggende Wissenschaftler &#124; Werkstatt-Ticker 17" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/im-fokus-transdisziplinaere-wissensproduktion-im-hoerfunk-bloggende-wissenschaftler-werkstatt-ticker-17/" aria-label="Mehr Informationen über Im Fokus: Transdisziplinäre Wissensproduktion ::: Im Hörfunk: Bloggende Wissenschaftler &#124; Werkstatt-Ticker 17">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/im-fokus-transdisziplinaere-wissensproduktion-im-hoerfunk-bloggende-wissenschaftler-werkstatt-ticker-17/">Im Fokus: Transdisziplinäre Wissensproduktion ::: Im Hörfunk: Bloggende Wissenschaftler | Werkstatt-Ticker 17</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/category/werkstatt-ticker/"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-234" style="border: 1px solid #DCDCDC; margin: 6px; float: right;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/uploads/2008/04/ticker_02a.jpg" alt="Ticker.jpg" width="180" height="121" /></a><span style="color: #808080; font-size: xx-large;"><strong>»</strong> <span style="font-size: large;">Scheuklappen vs. Interdisziplinarität</span></span></h4>
<p>Einer der Modebegriffe der Forschungspolitik ist derjenige der &#8222;Interdisziplinarität&#8220;. Daß der Blick über den eigenen fachlichen Tellerrand wünschenswert und befruchtend sein kann, scheint unbestritten und in vielen Bereichen lassen sich Probleme ohnehin nur durch die Kollaboration verschiedenster Disziplinen einer Lösung zuführen.</p>
<p><a href="http://fisch-blog.blog.de/2008/05/03/uber-fachergrenzen-hinweg-4127335" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lars Fischer</a> hat auf ein interessantes Forschungsprojekt an der Universität Delaware verwiesen, wo Soziologen sich genau solche interdisziplinär zusammengesetzten Forschergruppen vornehmen und untersuchen, ob und inwiefern hier tatsächlich Kooperation<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/im-fokus-transdisziplinaere-wissensproduktion-im-hoerfunk-bloggende-wissenschaftler-werkstatt-ticker-17/#footnote_0_280" id="identifier_0_280" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Mit all den erw&uuml;nschten Nebeneffekten&hellip;">1</a> stattfindet oder in der Praxis doch alte disziplinäre Gewohnheiten, Arbeitsabläufe und Routinen dominieren und die einzelnen Fachvertreter sich erst gar nicht zusammenraufen.</p>
<p>Lars schreibt ganz richtig:</p>
<blockquote><p>&#8222;Interdisziplinarität bedeutet im Idealfall ja auch eine Erweiterung der Perspektive aller Teilnehmer, so dass ein interdisziplinäres Projekt am Ende mehr ist als die Summe seiner Teile.&#8220;</p></blockquote>
<p>Und ich werde daran erinnert, daß ich vergangenen August hier in der Wissenswerkstatt eine kleine Skizze zur selben Forschungsfrage publiziert habe. Damals hatte das BMBF einen Förderschwerpunkt ausgeschrieben und ich wollte einen Antrag für eine Nachwuchsforschungsgruppe erarbeiten &#8211; doch leider habe ich keinen Partner gefunden. Schade, denn soweit ich sehe, arbeiten die Forscher um Steve Fifield an ganz ähnlichen Fragen, wie ich sie vorgeschlagen habe:</p>
<blockquote><p>&#8222;Die transdisziplinäre Wissensproduktion lebt von der Hoffnung, daß sich Blindheiten und Fehleinschätzungen einzelner Disziplinen gegenseitig korrigieren und im Ergebnis nachhaltigere Lösungen wahrscheinlicher werden. Ist diese Annahme empirisch haltbar?&#8220;</p></blockquote>
<p><strong>Findet sich vielleicht heute jemand, der sich für ein solches Forschungsprojekt begeistern könnte?</strong></p>
<div class="links_kurz">Detailliertere Ausführungen zu meinem angedachten Konzept finden sich hier:</p>
<ul>
<li>Scheloske, Marc (2007): <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/24/projektskizze-wissenschaftsformationen-zwischen-disziplinaerem-autismus-und-transdisziplinaer-lernsensitiver-offenheit-auf-den-spuren-von-wissensproduktion-kommunikation-und-lernendem-dialog-wer/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Projektskizze: Wissenschaftsformationen zwischen disziplinärem Autismus und transdisziplinär-lernsensitiver Offenheit? Auf den Spuren von Wissensproduktion, Kommunikation und lernendem Dialog</a> | Werkstattnotiz VI. In: Wissenswerkstatt [Weblog], 24.08.2007.</li>
</ul>
<p>Hier die Pressemitteilung der Uni Delaware:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.udel.edu/PR/UDaily/2008/apr/disciplines043008.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Biologists are from Mars, chemists are from Venus? UD study explores how scientists from different fields work together</a>, 30.04.2008</li>
</ul>
<p>Lars Artikel:</p>
<ul>
<li>Fischblog:  <a href="http://fisch-blog.blog.de/2008/05/03/uber-fachergrenzen-hinweg-4127335" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Über Fächergrenzen hinweg</a>, 03.05.2008</li>
</ul>
</div>
<h4><span style="color: #808080; font-size: xx-large;"><strong>»</strong> <span style="font-size: large;">Die Blogschau der Deutschen Welle widmet sich Wissenschaftsblogs</span></span></h4>
<p>Wie ich ja erst in den letzten Tagen <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/02/stammgaeste-passanten-und-die-wissenswerkstatt-ein-interview-ueber-sinn-und-zweck-wissenschaftlicher-blogs/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">festgestellt</a> habe: auch von journalistischer Seite wird man allmählich darauf aufmerksam, daß Blogs nicht als belanglose &#8222;Internet-Tagebücher&#8220; mißverstanden werden sollten. Und daß auch Wissenschaftler in und durch Blogs kommunizieren, sich mitteilen und organisieren, wird inzwischen auch wahrgenommen.</p>
<p>Vergangene Woche habe ich zwei nette Telefongespräche mit Marcus Bösch geführt, der für die Deutsche Welle die wöchentliche &#8222;Blogschau&#8220; erstellt. In diesem noch recht neuen Format, das übrigens heute jeweils zur halben Stunde gesendet wird, geht es 5 Minuten lang um neue Trends in der Blogosphäre.</p>
<p>Leider sind fünf Minuten sehr, sehr knapp. Und meine Stärke liegt ja nicht unbedingt darin, mich kurz zu fassen. Dennoch bin ich mit einigen, wenigen Sätzen in der Blogschau 06 zu hören. Ein wenig unglücklich bin ich gleich mit dem ersten Satz &#8211; der ist doch ein wenig verquer. Naja, wenn ich selbst hätte entscheiden können, hätte ich andere Statements von mir bevorzugt &#8211; und die Blogschau gleich auf 30 Minuten ausgedehnt. ;-)</p>
<p>Wer also mich, dazu <a href="http://blog.metaroll.de/2008/05/02/interview-fuer-die-blogschau-und-die-parasitenthese-der-blogosphaere/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">einen kurzen Satz von Benedikt Köhler </a>und abschließend ein Interview mit dem <a href="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4903790/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bloggenden Religionswissenschaftler Michael Blume</a> hören mag, der kann dies<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/im-fokus-transdisziplinaere-wissensproduktion-im-hoerfunk-bloggende-wissenschaftler-werkstatt-ticker-17/#footnote_1_280" id="identifier_1_280" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wenn die Verbindung mitspielt &ndash; ansonsten bitte direkt die Website der Deutschen Welle besuchen.">2</a> hier tun:</p>
[audio:http://mp3.dw-world.de/dwelle/dalet/00D7C6CD.mp3]
<div class="links_kurz">Einige Infos zur Sendung (und auch den Link zur MP3) findet man hier:</p>
<ul>
<li>Deutsche Welle: <a href="http://www.dw-world.de/dw/episode/0,2144,3241863,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blogschau 06</a>, 04.05.2008</li>
</ul>
</div>
<div class="invisible">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Interview">Interview</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Wissenschaftsblogs">Wissenschaftsblogs</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Wissenschaftssoziologie">Wissenschaftssoziologie</a></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_280" class="footnote">Mit all den erwünschten Nebeneffekten&#8230;</li><li id="footnote_1_280" class="footnote">Wenn die Verbindung mitspielt &#8211; ansonsten bitte direkt die Website der Deutschen Welle besuchen.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/im-fokus-transdisziplinaere-wissensproduktion-im-hoerfunk-bloggende-wissenschaftler-werkstatt-ticker-17/">Im Fokus: Transdisziplinäre Wissensproduktion ::: Im Hörfunk: Bloggende Wissenschaftler | Werkstatt-Ticker 17</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/im-fokus-transdisziplinaere-wissensproduktion-im-hoerfunk-bloggende-wissenschaftler-werkstatt-ticker-17/feed/</wfw:commentRss>
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			</item>
		<item>
		<title>Und wer zum Teufel liest das? » Umfrage zur Nutzung von Wissenschaftsblogs &#124; kurz&#038;knapp 45</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/und-wer-zum-teufel-liest-das-umfrage-zur-nutzung-von-wissenschaftsblogs-kurzknapp-45/</link>
					<comments>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/und-wer-zum-teufel-liest-das-umfrage-zur-nutzung-von-wissenschaftsblogs-kurzknapp-45/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Jul 2008 07:30:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blogosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Scienceblogs]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftsblogs]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Blogs zeichnen sich durch eine interessante Asymmetrie aus: während man gewöhnlicherweise über den Blogger sehr viel erfährt, sind die Blogleser eine seltsam undefinierte Spezies. ;-) Klar: die regelmäßigen Besucher, die Kommentatoren gar, die geben sich durch ihr Feedback auch zu erkennen und tragen ja durch ihre Kommentare nicht unwesentlich zum Erfolg eines Blogs bei. Dennoch ... <a title="Und wer zum Teufel liest das? » Umfrage zur Nutzung von Wissenschaftsblogs &#124; kurz&#038;knapp 45" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/und-wer-zum-teufel-liest-das-umfrage-zur-nutzung-von-wissenschaftsblogs-kurzknapp-45/" aria-label="Mehr Informationen über Und wer zum Teufel liest das? » Umfrage zur Nutzung von Wissenschaftsblogs &#124; kurz&#038;knapp 45">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/und-wer-zum-teufel-liest-das-umfrage-zur-nutzung-von-wissenschaftsblogs-kurzknapp-45/">Und wer zum Teufel liest das? » Umfrage zur Nutzung von Wissenschaftsblogs | kurz&#038;knapp 45</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" style="float: right;" src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2008/07/Why_01.jpg" alt="Quelle: stock xchng, User: lusi" width="138" height="188" />Blogs zeichnen sich durch eine interessante Asymmetrie aus: während man gewöhnlicherweise über den Blogger sehr viel erfährt, sind die Blogleser eine seltsam undefinierte Spezies. ;-)</p>
<p>Klar: die regelmäßigen Besucher, die Kommentatoren gar, die geben sich durch ihr Feedback auch zu erkennen und tragen ja durch ihre Kommentare nicht unwesentlich zum Erfolg eines Blogs bei. Dennoch gibt es natürlich viel Aufklärungsbedarf.</p>
<p>Bei ScienceBlogs.de &#8211; Stammgäste der Wissenswerkstatt wissen, daß ich dort inzwischen hinter den Kulissen tätig bin &#8211; haben wir nun eine Umfrage erstellt, die etwas Licht ins Dunkel bringen soll. Wir erhoffen uns mehr Informationen darüber, wer das überhaupt ist, der solche ominösen Medien, wie Weblogs besucht.</p>
<p><strong>ScienceBlogs-Userbefragung: Auf der Spur des Blogpublikums</strong></p>
<p>Gerade im Kontext wissenschaftlicher Blogs ist es spannend, zu erfahren, wer hier liest, kommentiert und sich an den Diskussionen beteiligt. (Und genauso interessant ist es, wer sich eben nicht daran beteiligt&#8230;)</p>
<h4><span class="pullquote">Wer liest wissenschaftliche Weblogs? Welche Motive stecken dahinter, welche Erwartungen haben die Nutzer?</span></h4>
<p>Die Online-Befragung wurde durch Katharina Berneicke erstellt, ich habe einige Tipps gegeben und auch manche Fragen, die mir persönlich wichtig waren, integriert. Es geht speziell um die Nutzung von ScienceBlogs, aber auch allgemein um die Motive der Blognutzung. Und schließlich wird bspw. sogar gefragt, ob die Leser lieber einen gekürzten oder doch lieber einen kompletten RSS-Feed möchten.</p>
<p>Ihr seht, wir haben ein breites Feld abgedeckt<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/und-wer-zum-teufel-liest-das-umfrage-zur-nutzung-von-wissenschaftsblogs-kurzknapp-45/#footnote_0_369" id="identifier_0_369" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Und einige Fragekomplexe (die teilweise nicht nur mit wissenschaftlichen Blogs zu tun haben) sind der Tatsache geschuldet, da&szlig; Katharina nat&uuml;rlich auch Daten f&uuml;r ihre Bachelorarbeit braucht. Man m&ouml;ge uns/mir verzeihen.">1</a> &#8211; und allen Teilnehmern an der Umfrage winkt sogar noch eine Belohnung. Wir können drei Exemplare des brandaktuellen „Brockhaus multimedial 2009&#8243; verlosen.</p>
<p>Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn sich möglichst viele beteiligen würden. Danke! :-)</p>
<p>Mehr Infos und der Link zur Umfrage:</p>
<div class="links_ticker">
<ul>
<li>Marc Scheloske: <a href="http://www.scienceblogs.de/neurons/2008/07/scienceblogs-userumfrage-der-wissenschaftsblogleser-das-bislang-unbekannte-wesen.php" target="_blank">Der Wissenschaftsblog-Leser, das bislang unbekannte Wesen</a>, neurons, 29.7.2008</li>
</ul>
</div>
<div class="invisible">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Wissenschaftsblogs">Wissenschaftsblogs</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Scienceblogs">Scienceblogs</a></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_369" class="footnote">Und einige Fragekomplexe (die teilweise nicht nur mit wissenschaftlichen Blogs zu tun haben) sind der Tatsache geschuldet, daß Katharina natürlich auch Daten für ihre Bachelorarbeit braucht. Man möge uns/mir verzeihen.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/und-wer-zum-teufel-liest-das-umfrage-zur-nutzung-von-wissenschaftsblogs-kurzknapp-45/">Und wer zum Teufel liest das? » Umfrage zur Nutzung von Wissenschaftsblogs | kurz&#038;knapp 45</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Goldesel Marktforschung? » Das Web 2.0 als lukrativer Studiengegenstand &#124; Werkstattnotiz XXIV</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2007/10/goldesel-marktforschung-das-web-20-als-lukrativer-studiengegenstand-werkstattnotiz-xxiv/</link>
					<comments>https://www.wissenswerkstatt.net/2007/10/goldesel-marktforschung-das-web-20-als-lukrativer-studiengegenstand-werkstattnotiz-xxiv/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Oct 2007 18:37:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blogosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Blogosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialforschung]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.wissenswerkstatt.net/2007/10/31/goldesel-marktforschung-das-web-20-als-lukrativer-studiengegenstand-werkstattnotiz-xxiv/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Es ist gerade mal eine Woche her, daß ich mich über eine Studie von TNS Infratest ärgern mußte. Mit quietschbunten Schaubildern wurde in deren Präsentation suggeriert, die Inhalte des Web 2.0 würden zu einem großen Teil von Jugendlichen erstellt. Wenn dem so wäre, müßte man freilich das Schlagwort des &#34;user generated content&#34; dringend in &#34;youth ... <a title="Goldesel Marktforschung? » Das Web 2.0 als lukrativer Studiengegenstand &#124; Werkstattnotiz XXIV" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/10/goldesel-marktforschung-das-web-20-als-lukrativer-studiengegenstand-werkstattnotiz-xxiv/" aria-label="Mehr Informationen über Goldesel Marktforschung? » Das Web 2.0 als lukrativer Studiengegenstand &#124; Werkstattnotiz XXIV">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/10/goldesel-marktforschung-das-web-20-als-lukrativer-studiengegenstand-werkstattnotiz-xxiv/">Goldesel Marktforschung? » Das Web 2.0 als lukrativer Studiengegenstand | Werkstattnotiz XXIV</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es ist gerade mal eine Woche her, daß ich mich über eine Studie von TNS Infratest <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/10/22/vielleicht-fragen-sie-das-naechste-mal-jemanden-der-sich-damit-auskennt-die-sueddeutsche-zeitung-steht-immer-noch-auf-kriegsfuss-mit-dem-web-20/" target="_blank">ärgern mußte</a>. Mit quietschbunten Schaubildern wurde in deren Präsentation suggeriert, die Inhalte des Web 2.0 würden zu einem großen Teil von Jugendlichen erstellt. Wenn dem so wäre, müßte man freilich das Schlagwort des &quot;<em>user generated content</em>&quot; dringend in &quot;<em>youth generated content</em>&quot; ändern.</strong> </p>
<p>Aufmerksam auf die Studie von Infratest wurde ich durch einen Artikel der Süddeutschen Zeitung, in dem eben nachzulesen war, daß angeblich über 40% aller Blogs von unter 19-jährigen betrieben werde und die Wikipedia sei fast ebenso in der Hand der Jugend. Ein genauer Blick auf die Studie hätte &#8211; freilich im Kleingedruckten &#8211; ergeben, daß die Datenbasis allzu mager war, als daß solche Rückschlüsse hätten gezogen werden können. Man sollte eben genau hinschauen, wenn man zitiert&#8230;</p>
<p>Nun entdecke ich vor 5 Minuten <a target="_blank" href="http://blog.handelsblatt.de/indiskretion/eintrag.php?id=1565">einen Artikel</a> bei Thomas Knüwer in seinem Handelsblatt-Blog. Thomas ist &#8211; nebenbei bemerkt &#8211; auch so ein typischer (Berufs-)Jugendlicher, der vermutlich beim Infratest-Fragebogen angegeben hat, er sei 18 1/2. ;-)</p>
<p><strong>Warum ist Fachkompetenz bei PR-Agenturen sekundäres Einstellungskriterium?</strong></p>
<p>Aber ganz kurz zur Sache: Thomas echauffiert sich über eine Pressemitteilung zu einer weiteren Web 2.0-Studie, die <del>wohlwissentlich? </del>verschweigt, wieviele Menschen befragt wurden. Die Dame der PR-Agentur, die die Pressemitteilung verantwortete, war mehr als verwundert, daß hier noch Fragen unbeantwortet sind&#8230; Am Telefon offenbarte sich, Thomas zufolge, schiere Ahnungslosigkeit. Daß eine Studie möglicherweise ein Qualitätsmerkmal erfüllen sollte, das auf den komplizierten Namen &quot;Repräsentativität&quot; hört, war der Dame einigermaßen neu. </p>
<p>Wohlklingende Texte zu schreiben, die nicht mit Wortgeklingel sparen, scheint die PR-Dame aber zu können. Das liest sich dann wie folgt:</p>
<blockquote>
<p>Ausschlaggebend für die Nutzung von Web 2.0- Anwendungen und Mitgliedschaften in Communities sind nicht die soziodemografischen Rahmenbedingungen, sondern Lebenseinstellungen und psychologische Grundmotive. Die repräsentative Studie web 2.0 offensiv! der Münchner PbS AG über die deutschen Onliner unterscheidet diese nach ihrem Charakter, ihren Nutzungsmotivationen und Bedürfnissen. Auf dieser Basis hat die PbS AG eine neuartige, psychologisch fundierte Web 2.0-Typologie entwickelt, mit der sich Marketingmaßnahmen im Kontext des Web 2.0 effektiver und effizienter konzipieren lassen als bisher.</p>
</blockquote>
<p>Donnerwetter! Da entwickelt die PbS AG eine &quot;<em>neuartige, psychologisch fundierte Web 2.0-Typologie</em>&quot;, Respekt! Was aber vor allem wichtig ist: die &quot;Nutzungsmotivationen und Bedürfnisse&quot; dieses Marktsegments werden angeblich auch entschlüsselt. Und das Ziel des Ganzen? Logo: Auf der Basis der PbS-Studie lassen sich &quot;Marketingmaßnahmen im Kontext des Web 2.0 effektiver und effizienter&quot; konzipieren. Darunter geht es wohl nicht. ;-)&nbsp; </p>
<h4 class="pullquote">Die vollmundige Vermarktung der Studienergebnisse ist hochprofessionell. Ebenso der Preis&#8230; <br /></h4>
<p>Ich könnte mich jetzt darüber aufhalten, daß ich ehrlicherweise schon skeptisch werde, wenn jemand anpreist, daß durch seine Arbeit etwas &quot;&#8230; effektiver <strong><em>und</em></strong> effizienter&quot; werden soll. Aber nun gilt es abzuwarten, ob Thomas von der PR-Agentur mehr über die Studie erfährt. </p>
<p>Ich selbst bin kurz bei dieser <a href="http://www.pbs-ag.de/de/aktuelles/news/web2.0/" target="_blank">PbS-Agentur</a> vorbeigesurft und habe deren ebenso vollmundigen Versprechen im Original gelesen:</p>
<blockquote>
<p>Die Basis für eine Entwicklung innovativer Marketingstrategien im Zeitalter des Web 2.0 ist durch das tiefgehende Verständnis der „neuen&quot; Konsumenten gekennzeichnet: Ihr Nutzungsverhalten, ihre Motive, Wünsche und Bedürfnisse, ihre Akzeptanz von Vermarktungsansätzen im Web.<br />Mit dieser Kenntnis lassen sich vitale und reichweitenstarke Communities erfolgreich aufbauen und entwickeln.</p>
</blockquote>
<p>Wenn hier nicht jedem Produktmanager das Wasser im Munde zusammenläuft? </p>
<p>Fest steht: die Studien werden zumindest professionell vermarktet, ob sie auch professionell erstellt wurden, muß sich noch zeigen. Und der Preis &#8211; darauf fiel mein zweiter Blick &#8211; stimmt ja auch: 1.300,- Euro gilt es zu überweisen, wenn man einen Blick in die ausführlichere Studie werfen will.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/10/goldesel-marktforschung-das-web-20-als-lukrativer-studiengegenstand-werkstattnotiz-xxiv/#footnote_0_116" id="identifier_0_116" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Bei solchen Schn&auml;ppchenpreisen kann ich ja nur froh sein, da&szlig; ich mich nicht so ausbeuten lassen mu&szlig;&hellip;">1</a> </p>
<p>Wobei, nein!, zu früh gefreut: 1.300,- Euro sind der Preis für die Basisversion. Hätte mich auch fast gewundert&#8230;<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/10/goldesel-marktforschung-das-web-20-als-lukrativer-studiengegenstand-werkstattnotiz-xxiv/#footnote_1_116" id="identifier_1_116" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Mich w&uuml;rde ja brennend interessieren, wieviele Abnehmer eine solche Studie findet. Herr K&ouml;hler, Herr Schmidt, ist das kein Gesch&auml;ft in das man einsteigen sollte? Wieso treiben sie sich noch in der Wissenschaft rum? 1.300,- BASISPREIS! Das sind Hausnummern! ;-) ">2</a>&nbsp;</p>
<p></p>
<p>&nbsp;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_116" class="footnote">Bei solchen Schnäppchenpreisen kann ich ja nur froh sein, daß ich mich nicht so ausbeuten lassen muß&#8230;</li><li id="footnote_1_116" class="footnote">Mich würde ja brennend interessieren, wieviele Abnehmer eine solche Studie findet. <a target="_blank" href="http://blog.metaroll.de/">Herr Köhler</a>, <a target="_blank" href="http://www.schmidtmitdete.de/">Herr Schmidt</a>, ist das kein Geschäft in das man einsteigen sollte? Wieso treiben sie sich noch in der Wissenschaft rum? 1.300,- BASISPREIS! Das sind Hausnummern! ;-) </li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/10/goldesel-marktforschung-das-web-20-als-lukrativer-studiengegenstand-werkstattnotiz-xxiv/">Goldesel Marktforschung? » Das Web 2.0 als lukrativer Studiengegenstand | Werkstattnotiz XXIV</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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