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	<title>Literaturtipps Archive &#187; Wissenswerkstatt</title>
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	<description>Blog zu Wissenschaft &#38; Wissenschaftskommunikation </description>
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	<title>Literaturtipps Archive &#187; Wissenswerkstatt</title>
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		<title>Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 07</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Aug 2007 15:19:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#34;Wann wird&#8217;s mal wieder richtig Sommer?&#34; &#8211; so fragte Rudi Carrell schon 1975 in seinem kleinen Erfolgshit und wir lernen daraus: früher war es mindestens genauso leicht wie heute, mit mittelklassigen Popsongs die Charts zu erstürmen und auch damals war die Mentalität des &#34;Früher war alles besser&#34; sehr weit verbreitet. Dabei &#8211; ich gestehe &#8211; ... <a title="Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 07" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-07/" aria-label="Mehr Informationen über Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 07">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-07/">Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 07</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" width="240" height="177" align="right" style="border: 1px solid rgb(136, 136, 136); margin: 6px; padding: 1px;" alt="Fundstuecke_01c.jpg" src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2007/05/Fundstuecke_01c.jpg" />&quot;Wann wird&#8217;s mal wieder richtig Sommer?&quot; &#8211; so fragte<a  target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rudi_Carrell" rel="noopener noreferrer"> Rudi Carrell</a> schon 1975 in seinem kleinen Erfolgshit und wir lernen daraus: früher war es mindestens genauso leicht wie heute, mit mittelklassigen Popsongs die Charts zu erstürmen und auch damals war die Mentalität des &quot;<em>Früher war alles besser</em>&quot; sehr weit verbreitet. Dabei &#8211; ich gestehe &#8211; hatte Carrells Adaption des Goodman-Hits &quot;City of New Orleans&quot; durchaus Charme.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-07/#footnote_0_66" id="identifier_0_66" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Eine wirklich h&ouml;renswerte Version dieses Klassikers hat der Podcaster Christoph Sauer aufgenommen &ndash; Wer wissen will, wie wohl Klaus Kinsik den Carrell Hit rezitiert h&auml;tte, mu&szlig; hierher klicken.">1</a> Und manchmal ertappe auch ich mich bei Erinnerungen an frühere Sommer, die jedenfalls in der Retrospektive ab Juni bis weit in den September hinein durch pausenlos blauen Himmel und Temperaturen um die 30°C zu entzücken wußten. War es nicht so? ;-) </p>
<p>Menschlich freilich, daß man in der Erinnerung so einiges verklärt. Die Sommer waren heißer, der Schnee türmte sich alljährlich zu riesigen Bergen und überhaupt war alles viel besser, schneller, intensiver.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-07/#footnote_1_66" id="identifier_1_66" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Und nicht einmal das Sommerloch ist mehr das, was es mal war. Die einstige medientechnische &quot;Saure-Gurken-Zeit&quot; wird, wie Lukas Heinser als Urlaubsvertretung von Stefan Niggemeier feststellt, neuerdings mit Sommerlochmetatexten gef&uuml;llt. Und in den Blogs? Sommerlochmetablogging. Irgendwie mu&szlig; man die Seiten ja f&uuml;llen&hellip;">2</a> Und heute ist alles schal? </p>
<p>Naja, Blödsinn. Wenn man aber immerhin um den täuschungsanfälligen Mechanismus der Mnemonik, also der Abspeicherung von und Wiedererinnerung an Erlebtes, weiß, so ist somit schon einiges gewonnen. Wahr ist übrigens auch, daß Rudi Carrell zwar erhebliches Nerv- und Wegschaltpotential hatte, allerdings auch seine unbestreitbaren Qualitäten aufwies. Er mag &#8211; wie häufig zu lesen war &#8211; ein akribischer Arbeiter und hartgesottener Fernsehmacher gewesen sein, der Mitarbeiter nicht selten harsch anfuhr. In den Monaten vor seinem Tod ist er mir allerdings mehrmals als sehr herzlicher und reflektierter Mensch aufgefallen. Vielen mag sein beeindruckender Auftritt in Erinnerung sein, als er im Februar 2006 mit der &quot;Goldenen Kamera&quot; für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde. Und Carrell &#8211; würdevoll und als Entertainer nie größer als in diesem Moment &#8211; ersparte seinem Publikum nichts: er präsentierte sich von seiner schweren Krebserkrankung gezeichnet und sorgte mit seinen sarkastisch-ironischen Seitenhieben auf Pharmaindustrie, Tod und Sterblichkeit für einen unvergeßlichen Auftritt. </p>
<p>Und drei Monate vor Carrells Tod erschien im SZ-Magazin ein Interview, das hiermit nochmals herzlich zu Re-Lektüre empfohlen sei: </p>
<ul>
<li>SZ-Magazin: &quot;<a target="_blank" href="http://www.sueddeutsche.de/,tt2m2/kultur/artikel/230/72158/" rel="noopener noreferrer">Ich habe nichts dagegen, wenn dieses Interview erst nach meinem Tod erscheint</a>&quot;, Interview mit Rudi Carrell, 17.3.2006</li>
</ul>
<p></p>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><font size="5" color="#888888">»</font><font size="5"><font size="5" color="#888888">1.</font> </font>Für die nächsten Tage ist ja nun durchwachsenes Mischwetter angekündigt. Gibt es sowas? &quot;Mischwetter&quot;? Den deutschen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mischwald" target="_blank"  rel="noopener noreferrer">Mischwald</a> gibt es ja auch, wenngleich Forstleute und Botaniker diesen Begriff offenbar nur selten verwenden, dafür erfinden sog. Waldsoziologen so schöne Wortungetüme wie &quot;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Waldgesellschaften_Mitteleuropas" target="_blank"  rel="noopener noreferrer">Elsbeeren-Eichen-Hainbuchenwald</a>&quot; (lat. <em>Galio-carpinetum</em>), wo ich dann ehrlicherweise doch den Mischwald vorzöge. Ein hübscher durch verschiedene Laub- und Nadelgewächse gebildeter Mischwald bietet dem Auge einfach mehr Abwechslung als monoton-serieller Wuchs. Genauso ist es beim Wetter und insofern oute ich mich hier wiederholt als Liebhaber des Halbschattens. Zwar wünsche ich, nur in seltenen Fällen von herabstürzenden Gewittergüßen auf freiem Feld überrascht zu werden, aber tagein, tagaus dieselbe strahlende Sonne vorzufinden, die erbarmungslos alles niederbrennt, muß nun wirklich nicht sein. Da halte ich es doch mehr mit Thomas Mann, der den Reiz südlicher Gefilde durchaus zu schätzen wußte, aber dem seine Lübecker Gewöhnung an Mentalität der Leute und Launen des Wetters doch zeitlebens anzumerken blieb. </p>
<p>Und beschrieb es <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Mann" target="_blank"  rel="noopener noreferrer">Thomas Mann</a> nicht vollkommen unübertreffbar in seinem kleinen Lehrstück &quot;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mario_und_der_Zauberer" target="_blank"  rel="noopener noreferrer">Mario und der Zauberer</a>&quot;? Dort schildert Mann die Begebenheiten eines Sommerurlaubs in Torre, einem Badeort am <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tyrrhenisches_Meer" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tyrrhenischen Meer</a> und er dokumentiert detailgenau die Strandszenerie:&quot;(&#8230;) es wimmelt von zeterndem, zankendem, jauchzendem Badevolk, dem eine wie toll herabbrennende Sonne die Haut von den Nacken schält (&#8230;)&quot;, um schließlich festzustellen: </p>
<blockquote><p>Die Hitze war unmäßig, soll ich das anführen? Sie war afrikanisch: die Schreckensherrschaft der Sonne, sobald man sich vom Saum der indigoblauen Frische löste, von einer Unerbittlichkeit, die die wenigen Schritte vom Strande zum Mittagstisch, selbst im bloßen Pyjama, zu einem im voraus beseufzten Unternehmen machten. Mögen Sie das? Mögen Sie es wochenlang? Gewiß, es ist der Süden, es ist klassisches Wetter, das Klima erblühender Menschheitskultur, die Sonne Homers und so weiter. </p>
<p>Aber nach einer Weile, ich kann mir nicht helfen, werde ich leicht dahin gebracht, es stumpfsinnig zu finden. Die glühende Leere des Himmels Tag für Tag fällt mir bald zur Last, die Grellheit der Farben, die ungeheure Naivität und Ungebrochenheit des Lichts erregt wohl festliche Gefühle, sie gewährt Sorglosigkeit und sichere Unabhängigkeit von Wetterlaunen und -rückschlägen; aber ohne daß man sich anfangs Rechenschaft davon gäbe, läßt sie tiefere, uneinfachere Bedürfnisse der nordischen Seele auf verödende Weise unbefriedigt und flößt auf die Dauer etwas wie Verachtung ein.</p></blockquote>
<p>Diese Erzählung sei ebenfalls zur Sommerlektüre empfohlen, alternativ sind natürlich auch andere kleine Fingerübungen von Thomas Mann immer dazu geeignet, einen Nachmittag im Liegestuhl aufzuwerten. Und als Hörbuch wird &quot;Mario und der Zauberer&quot; übrigens äußerst ansprechend von Will Quadflieg gelesen. </p>
<ul>
<li>Mann, Thomas:&nbsp; <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3596293200?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3596293200">Mario und der Zauberer. Ein tragisches Reiseerlebnis.</a> Fischer-Tb.</li>
<li>Will Quadflieg liest: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000024MGO?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B000024MGO">Thomas Mann &#8211; Mario und der Zauberer</a> (ungekürzt)&nbsp;</li>
</ul>
<p></p>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><font size="5" color="#888888">»</font><font size="5"><font size="5" color="#888888">2.</font> </font>Weg von der schönen Literatur, hin zur spröden Volkswirtschaftslehre und den verschiedenen Modellen des menschlichen Verhaltens. Es ist ja so &#8211; gleichviel, ob man sich als akademischer Psychologe oder zu Hause am Küchentisch mit den Spielarten menschlicher Verhaltensweisen beschäftigt &#8211; , daß man dabei stets implizite Grundannahmen darüber hat, nach welchen Präferenzen Individuen ihre Handlungen ausrichten. In den seltensten Fällen wird man hier bloße Zufälligkeit konstatieren wollen, sondern beurteilt beobachtbares Verhalten gemäß bestimmten Kriterien: war Verhalten X rational gemäß den Präferenzen A, B und C?</p>
<p>Und falls wir Widersprüche feststellen, so wird versucht, diese zu erklären oder zumindest zu verstehen. Wer irrational handelt, hatte zumindest eine schwere Kindheit und ist somit aus dem Schneider?</p>
<p>Einer der wirkmächtigsten Ansätze ist das Modell des &quot;Homo Oeconomicus&quot;, womit sich die gestrige FAZ in einem interessanten Artikel beschäftigt:<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-07/#footnote_2_66" id="identifier_2_66" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Gefunden habe ich diesen Text &uuml;ber den Blog von Ragnar. Danke.">3</a></p>
<blockquote>
<p>&quot;Die Welt der Ökonomen war lange beherrscht vom Modell des Homo oeconomicus. Dieser handelt strikt rational und eigennützig, um seinen individuellen Nutzen zu maximieren. Den Terminus Homo oeconomicus hat der Soziologe Vilfredo Pareto vor gut 100 Jahren eingeführt. (&#8230;) In den meisten Analysen von Wettbewerbssituationen lieferte dieses Modell auch sehr brauchbare Ergebnisse. In manchen Situationen aber erwiesen sich die Vorhersagen als falsch.&quot;</p>
</blockquote>
<p>Es ist zwar nicht mein Fachgebiet und die soziologischen und psychologischen Vorlesungen zu dieser Thematik liegen schon einige Jahre zurück, aber ich bin dennoch erfreut, daß offenbar der Münchner Professor Klaus Schmidt die Schwachpunkte des Modells benennt. Denn Kooperation kann innerhalb des &quot;Homo Oeconomicus&quot; immer nur über den Umweg einer Zusatzannahme bzw. die Rational-Choice-Theorie erklärt werden. Denn erst, wenn die jeweiligen Akteure sich bewußt sind, daß sie in einem zukünftigen Tausch- und Kooperationsakt eventuell selbst vom Entgegenkommen profitieren könnten, wird Kooperation denkbar. Aber Emotionen oder eine Verhaltensweise, die durch Altruismus motiviert ist, kann schlicht nicht integriert werden.</p>
<p>Fairness und kollektive Zusammenarbeit ohne direkt auf eigene Vorteile bedacht zu sein, sind aber weiter verbreitet, als die Theorie wahrhaben will. Und Schmidt und seine Kollegen versuchen, diese Defizite der gängigen Ansätze zu korrigieren. </p>
<blockquote><p>„Unsere einfache Annahme ist, dass viele Menschen eine Ungleichheitsaversion haben.“ (&#8230;) „Offenbar gibt es eine tiefe kulturelle Verankerung der Gleichheits-Präferenzen“, sagt Schmidt, „zugleich hängt aber die Kultur sehr stark von den ökonomischen Bedingungen ab.“</p></blockquote>
<p>Schmidt gesteht zwar zu, daß das Homo-Oeconomicus-Modell eine hohe Erklärungskraft habe, aber dennoch nicht unkritisch angewandt werden dürfe. Der gesamte Artikel ist freilich sehr lesenswert.</p>
<ul>
<li>Plickert, Philip: <a target="_blank" href="http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc%7EE9D43A2EB5D2D4720910594A9F93FFED1%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html" rel="noopener noreferrer">Die kollektivistische Ader in uns</a>, FAZ, 7. August 2007</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><font size="5" color="#888888">»3</font><font size="5"><font size="5" color="#888888">.</font> </font>Zurück zu den Künsten und zur aktuellen Popmusik: Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, daß sich v.a. in den beiden kanadischen Zentren Montreal und Toronto seit einigen Jahren eine aktive und produktive musikalische Szene etabliert hat. Letztes Jahr hatte sich etwa David Bowie als Fan der kanadischen Neo-Folk-Rock-Band &quot;Arcade Fire&quot; geoutet und für das München-Konzert des phantastischen Klangkollektivs liegt meine Karte auch schon abholbereit beim Ticketdealer. </p>
<p>Aber &quot;Arcade Fire&quot; sind nur die aktuell populärsten Vertreter einer ganzen Palette an Bands, die allesamt eine eigenständige Art von Popmusik pflegen. Hier sind die &quot;<a  target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hidden_Cameras" rel="noopener noreferrer">Hidden Cameras</a>&quot; genauso zu nennen, wie &quot;<a  target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/The_Dears" rel="noopener noreferrer">The Dears</a>&quot; oder &quot;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Broken_Social_Scene" target="_blank"  rel="noopener noreferrer">Broken Social Scene</a>&quot;. Und diese oftmals miteinander befreundeten und kooperierenden Bands und Künstler sind nun Gegenstand einer zehnteiligen Serie in Benedikts Poplog. Man darf gespannt sein, ob etwa die Solokünstlerin <a  target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Leslie_Feist" rel="noopener noreferrer">Leslie Feist</a> (die vor gut 2 Jahren mit dem herrlichen Album &quot;Let it die&quot; verzückte) oder Owen Pallett aka. <em>Final Fantasy</em> in den Top Ten auftauchen. </p>
<p><em>Linktipps:</em></p>
<ul>
<li>Poplog: Serie zur kanadischen Pop- und Rockszene, hier: <a href="http://www.eigenarbeit.org/pop/popjahr2007/08/07/kanadaserie-platz-10-the-most-serene-republic/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Platz 10 &#8211; &quot;The Most Serene Republik&quot;</a> </li>
<li>Wissenswerkstatt: <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/09/final-fantasy-die-klangzaubereien-des-owen-pallett/">Final Fantasy » Die Klangzaubereien des Owen Pallett</a>, 9. August 2007</li>
</ul>
<p><em>Plattentipps:</em></p>
<ul>
<li>Feist (2005): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B0008KLVW8?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B0008KLVW8">Let it die</a>.</li>
<li>Final Fantasy (2006): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000F3AIBS?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B000F3AIBS">He Poos Clouds</a>. Tomlab.</li>
<li>Final Fantasy (2005): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B0009NEYJ6?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B0009NEYJ6">Has a good home</a>. Tomlab. </li>
<li>Arcade Fire (2007): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000N39I4S?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B000N39I4S">Neon Bible</a>.</li>
<li>Arcade Fire (2004): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B0006ZRX86?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B0006ZRX86">Funeral</a>.</li>
<li>The Hidden Cameras (2006): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000GHEAQM?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B000GHEAQM">Awoo</a>.</li>
<li>The Hidden Cameras (2004): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000285KTQ?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B000285KTQ">Mississauga Goddam</a>.</li>
<li>Patrick Wolf (2007): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000NJVX5O?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B000NJVX5O">The Magic Position</a>.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><font size="5" color="#888888">»</font><font size="5"><font size="5" color="#888888">4.</font> </font>Mit einer anderen <a href="http://www.spreeblick.com/2007/08/09/sommerlekture/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Top-Ten-Liste</a> bereichert der Spreeblick das aktuelle Hitlistensammelsurium. Für all diejenigen, die mit ihrer Sommerlektüre bereits durch sind oder noch einer Anregung bedürfen, werden zehn handverlesene Empfehlungen geboten. Eine kurze pointierte Würdigung, dann noch ein augenzwinkernder Tipp, welches Reiseziel besonders geeignet scheint, rundet den Artikel ab. Auf Platz 1 &#8211; wobei diese Rangfolge wohl keine Wertung darstellt &#8211; befindet sich Thomas Bernhards &quot;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3518396889?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3518396889">Holzfällen</a>&quot; &#8211; Reiseempfehlung: Kleinstädte, Österreich. Inhalt/Bewertung:</p>
<blockquote>
<p>Wie der fluchen kann, dachte ich in meinem Ohrensessel. Wie der fluchen kann! Und er flucht über alles: Über die Verlogenheit der Wiener „Kunstszene“, über den Burgschauspieler, über Künstler an sich, über Österreich. Über sich selbst.&nbsp;</p>
</blockquote>
<p>Auf den anderen Plätzen tummeln sich u.a. Simone de Beauvoir mit &quot;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3499107619?ie=UTF8&amp;tag=wwwleichtathl-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3499107619">Die Mandarins von Paris</a>&quot; oder Gabriel Garcia Marquez mit &quot;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3596162513?ie=UTF8&amp;tag=wwwleichtathl-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3596162513">Die Liebe in Zeiten der Cholera</a>&quot;.<br />&nbsp;</p>
<p>&nbsp; </p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><font size="5" color="#888888">»5</font><font size="5"><font size="5" color="#888888">.</font> </font>Nun aber nochmal zurück in die Wissenswerkstatt respektive in die heiligen Hallen der universitären Wissenschaft. Bereits zweimal hatte ich mich an dieser Stelle mit wissenschaftlichen Plagiaten beschäftigt. Der Reiz, die eigene wissenschaftliche Arbeit durch die Übernahme von fremden Gedanken aufzuwerten, scheint aber ungebrochen. Dabei sind es nicht nur studentische Haus- oder Abschlußarbeiten, die vornehmlich dadurch auffallen, daß z.T. über viele Seiten wörtliche Zitate aus anderer, aber nicht erwähnter Quelle abgedruckt sind.</p>
<p> Der Fall des Berliner Juraprofessors Hans-Peter Schwintowski, der es auch in seinen Standardwerken mit dem Verweis auf die eigentlichen Urheber nicht so genau nahm, wurde <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/05/12/ach-wie-gut-dass-niemand-weiss-wie-sich-der-jurist-hans-peter-schwintowski-als-totengraeber-akademischer-konventionen-betaetigt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">detailliert</a> dargestellt. Nun rekonstruiert SpiegelOnline einen weiteren erstaunlichen Fall: der Ökonom Hans-Werner Gottinger steht in der Kritik, weil er in mehreren Fällen in Fachartikeln in dreister Weise plagiiert hat. Der erste nun beanstandete Artikel datiert aus dem Jahr 1993 und bestand über große Strecken lediglich im Copy&amp;Paste eines Artikels des Wissenschaftlers Frank Bass aus dem Jahr 1980.</p>
<p>Aber es kommt noch toller: als der Schwindel aufflog, versuchten die Herausgeber der internationalen Fachjournale den Wissenschaftler Hans-Werner Gottinger zu kontaktieren. Natürlich wollten sie eine Stellungnahme und eine Erklärung &#8211; allerdings stellte sich heraus, daß er bei den Forschungsinstituten oder Universitäten in Maastricht oder Osaka, die er als Referenzadresse angegeben hatte, nie beschäftigt war. Mehr als erstaunlich, wenn man bedenkt, daß Gottinger, der heute 63 Jahre alt ist, immerhin vorübergehend eine durchaus ansehnliche Karriere machte &#8211; 1988 wurde er sogar Direktor eines Fraunhofer-Instituts für &quot;Naturwissenschaftlich-Technische Trendanalysen&quot;. Hier darf man also auch gespannt sein, ob die Ermittlungen weitere Verfehlungen des Forschers zutage fördern.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-07/#footnote_3_66" id="identifier_3_66" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="In der Blogsph&auml;re widmet sich bislang nur die Dreckschleuder diesem Fall.">4</a></p>
<ul>
<li>Schmitt, Stefan: <a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,498943,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutscher Forscher fliegt nach 14 Jahren mit Plagiat auf</a>, Spiegel Online, 9.8.2007</li>
<li>Wissenswerkstatt: <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/05/12/ach-wie-gut-dass-niemand-weiss-wie-sich-der-jurist-hans-peter-schwintowski-als-totengraeber-akademischer-konventionen-betaetigt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ach, wie gut, daß niemand weiß…</a> » Wie sich der Jurist Hans-Peter Schwintowski als Totengräber akademischer Konventionen betätigt, 12.5.2007</li>
<li>Wissenswerkstatt: <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/04/26/spurensuche-ueber-die-verlockungen-des-internets-und-die-unvermeidlichkeit-von-plagiaten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Spurensuche</a> » Über die Verlockungen des Internets und die Unvermeidlichkeit von Plagiaten, 26.4. 2007</li>
</ul>
<p></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><font size="5" color="#888888">»6</font><font size="5"><font size="5" color="#888888">.</font> </font>Vollkommen redlich und ohne sich mit fremden Federn zu schmücken, geht die Arbeit in der Wissenswerkstatt vor sich. Aufmerksame Leser wissen, daß die Werkstatt von einem Sozialwissenschaftler betrieben wird, dessen Arbeitsschwerpunkte im Bereich der Technik- und Wissenschaftssoziologie liegen. In den Jahren 2005 und 2006 habe ich als wissenschaftlicher Mitarbeiter mit Kollegen des &quot;Süddt. Instituts für empirische Sozialforschung (<a target="_blank" href="http://www.sine-institut.de/" rel="noopener noreferrer">sine</a>)&quot; eine Studie im Auftrag der EU-Kommission erarbeitet, deren Gegenstand die Praktiken der Risikokommunikation in verschiedenen EU-Ländern waren.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-07/#footnote_4_66" id="identifier_4_66" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Genau handelte es sich um die Studie &quot;STARC &ndash; Stakeholders in Risk Communication&quot; &ndash; weitere Infos dazu finden sich auf dieser Website. Einige Ergebnisse habe ich auch in meinen Artikeln zur Risikokommunikation anl&auml;&szlig;lich der Vattenfall-Pannenserie verarbeitet. Zugriff durch das Suchfeld oder die Tagwolke.">5</a> Leider sind freilich die Stellen im Feld der Umwelt- und Techniksoziologie sehr rar gesät. Um nicht weiter darauf zu warten, daß sich irgendein glücklicher Zufall ereignet und das Angebot einer 1/2-Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter an einer Universität oder einem Forschungsinstitut ins Haus flattert, bin ich gerade dabei, selbst den Antrag auf ein Forschungsprojekt zu erarbeiten.</p>
<p>Insider kennen vermutlich den Förderschwerpunkt &quot;Sozial-ökologische Forschung&quot; des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Hier wurden in den letzten Jahren bereits einige spannende Projekte unterstützt. Nun gibt es ganz aktuell eine <a target="_blank" href="http://www.sozial-oekologische-forschung.org/de/1076.php" rel="noopener noreferrer">Ausschreibung</a> zur &quot;Förderung interdisziplinär arbeitender Nachwuchsgruppen&quot; in diesem Gebiet. Frist zur Abgabe der Antragsskizzen ist der 30. September 2007 und ich bin gerade dabei, eine mögliche Fragestellung zu präzisieren und v.a. noch einen Mitstreiter bzw. gerne eine Mitstreiterin zu suchen.</p>
<p> Zunächst geht es eben darum, bis in 6-7 Wochen einen kurzen, tragfähigen Förderantrag für eine sog. Nachwuchsgruppe zu stellen. Wenn dieser bewilligt wird, geht das Projekt in eine ca. einjährige Vorphase, in der dann ein detailliertes Projektkonzept erarbeitet werden soll, das in den folgenden 4 Jahren Arbeitsgrundlage ist. Also: zuerst Antrag auf Förderung in der Vorphase (ca. 1 Jahr), danach Hoffnung auf Förderung in der Hauptphase (max. 4 Jahre). In der Vorphase können natürlich nur geringe Sach- und Personalausgaben veranschlagt werden, mehr als 1-2 Personen dürften hier nicht zu finanzieren sein. In der Hauptphase sind aber eine Position des sog. &quot;Nachwuchsgruppenleiters&quot;, dazu zwei Doktorandenstellen (natürlich teilbar in 2&#215;2 halbe Stellen) und auch eine Postdoc-Stelle zu besetzen. Insgesamt sehr attraktiv.</p>
<p>Inhaltlich ist folgender Rahmen bzw. Projektkontext vorgegeben:</p>
<blockquote>
<p>Um eine nachhaltige, zukunftsfähige Entwicklung zu erreichen, bei der die gegenwärtige Generation nicht auf Kosten künftiger Generationen handelt, ist ein <strong>neuer Typ von Problemlösungen</strong> erforderlich. Es müssen Ziele miteinander in Einklang gebracht werden, die bislang vor allem in Konkurrenz zueinander gesehen wurden: der <strong>ökologisch tragfähige Umgang mit natürlichen Ressourcen</strong>, die Sicherung von sozialer Gerechtigkeit, Lebensqualität und Sozialkapital, sowie der Erhalt der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit auch im weltweiten Wettbewerb. Gerade<strong> die Wechselwirkungen und unbeabsichtigten Folgewirkungen</strong> von ökonomischen, ökologischen und sozialen Entwicklungen sind dabei zu beachten. Sozial-ökologische Forschung verfolgt das übergreifende Ziel, <strong>Verständnis für gesellschaftliche Transformationsprozesse</strong> zu entwickeln und aufzuzeigen, an welcher Stelle und mit welchen Instrumenten Einfluss genommen werden kann, um die Entwicklung in eine nachhaltige Richtung zu steuern.</p>
</blockquote>
<p>Es geht also um Nachhaltigkeit und wie dieses Ziel unter veränderten gesellschaftlichen Randbedingungen verfolgt werden kann bzw. welche Schwierigkeiten hierbei vorhanden sind. Ich habe im oben angeführten Absatz diejenigen Schlagworte fett markiert, die für diejenige übergreifende Fragestellung relevant sind, wie sie mir vorschwebt. Ich selbst arbeite ja an einer Doktorarbeit,<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-07/#footnote_5_66" id="identifier_5_66" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="N&auml;here Informationen dazu bzw. das Expos&eacute; zu meiner Doktorarbeit findet sich hier.">6</a> die sich im Kern damit beschäftigt, wie sich Unsicherheiten und die Möglichkeit des Irrtums in der alltäglichen Forschungspraxis<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-07/#footnote_6_66" id="identifier_6_66" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Diese Forschungspraxis soll am Beispiel der Humangenomforschung untersucht werden.">7</a> niederschlagen und wie man &#8211; im Bewußtsein, daß das gegenwärtige Handeln in der Zukunft irreparable Schäden hervorrufen kann &#8211; dennoch gesellschaftliche Entscheidungen trifft und legitimiert. Nicht zuletzt geht es auch um die Beantwortung der Frage, ob sich Gesellschaft (und ihre Subsysteme) nach der Konfrontation mit ihren Grenzen (Stichwort: ökologisch-technische Risiken) als lernfähig erweisen.</p>
<p>Hier könnte ich mir vorstellen, daß man mit einer spannenden Fragestellung ansetzen könnte: wie also sehen &quot;Lernszenarien innerhalb einer Risiko- oder Nebenfolgengesellschaft&quot; aus? Oder anders formuliert: &quot;Leugnung oder Integration? Wie verhält sich die moderne Industriegesellschaft im Umgang mit selbsterzeugten Risiken?&quot; Egal, wie man das konkret ausbuchstabiert: es soll darum gehen, an verschiedenen Beispielen oder Problemfeldern nachzuverfolgen, ob und wie sich bestimmte Entscheidungsprozesse oder grundsätzlicher: &quot;Arten der Problembearbeitung&quot; verändern, wenn sich die jeweiligen Akteure bewußt sein müssen, daß sie unter der Grundbedingung unsicheren Wissens agieren. Ob also &#8211; das die mögliche Akzentsetzung &#8211; so etwas wie Lerneffekte zu konstatieren sind und wie diese aussehen. Diesen Fragen könnte und sollte empirisch und gerne auch theoretisch nachgespürt werden.  </p>
<p>Weswegen ich diesen Beitrag hier einstelle: der Antragsteller für dieses Nachwuchsforschungsprojekt <em>soll </em>in der Regel promoviert, darf aber nicht älter als 35 Jahre sein. Prinzipiell könnte ich es also auch selbst beantragen, rechne mir (bzw. uns) aber höhere Chancen aus, wenn ein im Idealfall promovierter Partner mit im Boot wäre. Wer hat zu den oben skizzierten Fragen bereits gearbeitet und könnte sich ein Engagement in diesem Bereich vorstellen? Aufgerufen sind natürlich Soziologen, Politologen, Psychologen, aber genauso Historiker oder eventuell Vertreter aus den Naturwissenschaften. Schließlich soll ja einer der Schwerpunkte des Projekts in der Interdisziplinarität liegen. </p>
<p>Die Details sind auf der Website des BMBF abrufbar oder auch als PDF. Ich selbst habe bereits weiterführende Ideen vorliegen, auch was die gewünschte Anbindung an Forschungsinstitute und/oder Universitäten angeht. Dies alles im Münchner Bereich. Alle, die selbst zu den genannten Fragen arbeiten oder die potentielle Interessenten kennen, sind hiermit aufgerufen, sich mit mir in Verbindung zu setzen. :-) </p>
<ul>
<li>Bekanntmachung des BMBF zur <a target="_blank" href="http://www.bmbf.de/foerderungen/10308.php" rel="noopener noreferrer">Förderung von Nachwuchsforschungsgruppen</a> auf dem Gebiet der sozial-ökologischen Forschung (<a href="http://www.sozial-oekologische-forschung.org/_media/Bekanntmachung_Nachwuchs.pdf">hier</a> als PDF)</li>
</ul>
<p></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_66" class="footnote">Eine wirklich hörenswerte Version dieses Klassikers hat der Podcaster Christoph Sauer aufgenommen &#8211; Wer wissen will, wie wohl Klaus Kinsik den Carrell Hit rezitiert hätte, muß <a target="_blank" href="http://www.podsitter.com/wordpress/?p=183" rel="noopener noreferrer">hierher</a> klicken.</li><li id="footnote_1_66" class="footnote">Und nicht einmal das Sommerloch ist mehr das, was es mal war. Die einstige medientechnische &quot;Saure-Gurken-Zeit&quot; wird, wie Lukas Heinser als Urlaubsvertretung von Stefan Niggemeier <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/fixing-a-hole/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">feststellt</a>, neuerdings mit Sommerlochmetatexten gefüllt. Und in den Blogs? Sommerlochmetablogging. Irgendwie muß man die Seiten ja füllen&#8230;</li><li id="footnote_2_66" class="footnote">Gefunden habe ich diesen Text über den <a target="_blank" href="http://soziologische-aufmerksamkeit.blogspot.com/2007/08/homo-oeconomicus-veraltet.html" rel="noopener noreferrer">Blog von Ragnar</a>. Danke.</li><li id="footnote_3_66" class="footnote">In der Blogsphäre widmet sich bislang nur die <a href="http://4topas.wordpress.com/2007/08/09/copy-and-paste/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dreckschleuder</a> diesem Fall.</li><li id="footnote_4_66" class="footnote">Genau handelte es sich um die Studie &quot;<a target="_blank" href="http://starc.jrc.it/index.html" rel="noopener noreferrer">STARC</a> &#8211; Stakeholders in Risk Communication&quot; &#8211; weitere Infos dazu finden sich auf dieser <a href="http://www.sine-institut.de/referenzen/projekt_starc.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Website</a>. Einige Ergebnisse habe ich auch in meinen Artikeln zur Risikokommunikation anläßlich der Vattenfall-Pannenserie verarbeitet. Zugriff durch das Suchfeld oder die <a target="_blank" href="https://www.wissenswerkstatt.net/tag/Risikokommunikation/" rel="noopener noreferrer">Tagwolke</a>.</li><li id="footnote_5_66" class="footnote">Nähere Informationen dazu bzw. das Exposé zu meiner Doktorarbeit findet sich <a target="_blank" href="http://www.scheloske.net/Promotion_1a.htm" rel="noopener noreferrer">hier</a>.</li><li id="footnote_6_66" class="footnote">Diese Forschungspraxis soll am Beispiel der Humangenomforschung untersucht werden.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-07/">Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 07</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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		<title>Lesestöckchen » Vom Umgang mit Texten und Büchern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Apr 2007 22:07:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ich-Maschine]]></category>
		<category><![CDATA[Literaturtipps]]></category>
		<category><![CDATA[Risikobiographie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Aus dem fernen Greifswald wirft mir Julia charmanterweise ein (Lese-)Stöckchen zu. Muß ich jetzt beichten, daß ich bis vorhin noch dachte, solche Blogstafetten seien &#8218;richtigen&#8216; Bloggern vorbehalten? Und heißt das, daß ich fortan dazugehöre? ;-) Jedenfalls fühle ich mich durchaus ein wenig geschmeichelt und so werde ich mich nun schnell ans Beantworten der Fragen machen. ... <a title="Lesestöckchen » Vom Umgang mit Texten und Büchern" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/04/lesestoeckchen-vom-umgang-mit-texten-und-buechern/" aria-label="Mehr Informationen über Lesestöckchen » Vom Umgang mit Texten und Büchern">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/04/lesestoeckchen-vom-umgang-mit-texten-und-buechern/">Lesestöckchen » Vom Umgang mit Texten und Büchern</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Aus dem fernen Greifswald wirft mir <a href="http://julialoeba.de/blog">Julia</a> charmanterweise ein <a href="http://julialoeba.de/blog/2007-04-16/lesestoeckchen">(Lese-)Stöckchen</a> zu. Muß ich jetzt beichten, daß ich bis vorhin noch dachte, solche Blogstafetten seien &#8218;<em>richtigen&#8216;</em> Bloggern vorbehalten? Und heißt das, daß ich fortan dazugehöre? ;-) Jedenfalls fühle ich mich durchaus ein wenig geschmeichelt und so werde ich mich nun schnell ans Beantworten der Fragen machen. Denn zu Büchern sollte doch jeder etwas zu sagen haben &#8211; oder etwa nicht&#8230;?</p>
<h3>Gebunden oder Taschenbuch?</h3>
<p>Ach herrje, das geht ja gut los. Das läßt sich doch nicht so eindeutig sagen. Gebundene Bücher sind etwas Wunderbares und oftmals besteht schlichtweg keine Wahlmöglichkeit: entweder man greift zum Hardcover oder läßt es [mangels verfügbarer Taschenbuchausgabe] bleiben. Aber, wenn es diese Alternative gibt? Gut, ich gestehe, dann bin ich großer Freund von Taschenbüchern. Und als Sozial- und Geisteswissenschaftler oute ich mich dann der Vollständigkeit halber [aber keineswegs überraschend] als Freund der Suhrkamp-Reihen. Egal ob aus dem stw- oder konventionellen Programm, die Suhrkamp-Bändchen genießen bei mir Liebhaberstatus. </p>
<h3>Amazon oder Buchhandel?</h3>
<p>Schon wieder so eine Frage, die in meiner Brust die zwei Herzen zum Pochen bringt. [Nicht Doppelherz, sondern Goethe.] Grundsätzlich bin ich der Ansicht, daß das lokale Buchhändlerwesen (und damit meine ich nicht die Platzhirsche á la Hugendubel &amp; Co.!) unter Artenschutz gestellt gehört. Ich mag mir die Städte einfach nicht ohne Buchläden vorstellen. Basta! Und deshalb habe ich (Biolek läßt grüßen) auch eine Buchhändlerin meines Vertrauens.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/04/lesestoeckchen-vom-umgang-mit-texten-und-buechern/#footnote_0_17" id="identifier_0_17" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wer es ganz genau wissen mag: Buchhandlung Schmidt &ndash; Ledergasse 2 &ndash; 73525 Schw&auml;bisch Gm&uuml;nd.">1</a> Allerdings gestehe ich, daß ich inzwischen Service und Liefergeschwindigkeit von Amazon sehr zu schätzen gelernt habe. </p>
<h3>Lesezeichen oder Eselsohr</h3>
<p>Das ist doch keine richtige Frage! Wer seine Bücher mit Eselsohren versieht, der hat weder Kultur noch Verstand. Die Eselsohrenmenschen sind auch genau diejenigen, die mit [neonbunten!] Markierstiften die Buchseiten in Leuchtreklame verwandeln. Einfach gruselig!</p>
<h3>Ordnen nach Autor, Titel oder ungeordnet?</h3>
<p>Oh, schon wieder eine Gretchen- und Glaubensfrage. ;-) Allerdings bin ich &#8211; ich gestehe &#8211; durchaus Pragmatiker. Da ich keine feine Bücherschrankwand oder maßgefertigte Bibliothek mein eigen nenne, stehen Bücher bei mir an recht verschiedenen Orten &#8211; in Schreibtischnähe, auf verschiedenen Regalen, Kommoden, Kästchen. Dort wo die Titel verwahrt werden, die nicht ständig in Verwendung sind, sind die Bände nach Verlagen geordnet. Das mag jetzt einigermaßen kurios klingen, hat aber (jeder Skeptiker sei herzlich eingeladen) durchaus seine innere (hoffe ich zumindest) Logik. Zumindest finde ich die Bücher, wenn ich sie suche. :-)</p>
<h3>Behalten, wegwerfen oder verkaufen?</h3>
<p>Wer, wo, was? Wegwerfen? Bücher? Ich dachte ja lange Zeit, daß sich schon beinahe die Frage (zumindest in Deutschland) von selbst verbietet. Also, nochmal für das Protokoll: Wegwerfen ist tabu! Verkaufen ginge prinzipiell, allerdings gehöre ich zu den Zeitgenossen, die sich <em>vor</em> dem Erwerb eines Buches Gedanken über Sinn und Notwendigkeit dieses Anschaffungsvorgangs machen. Insofern gerate ich recht selten in die Verlegenheit, ein Buch wieder veräußern zu wollen. Deshalb die Antwort: Behalten!</p>
<h3>Schutzumschlag behalten oder wegwerfen?</h3>
<p>Ja, ich kenne die Argumente der bibliophilen Rechthaber und Blockwarte: der Schutzumschlag muß (wie schon sein Name nahelegt) entfernt werden. Schließlich entferne man ja auch (so meist das blödsinnige darauffolgende Argument) auch die Schutzfolie, in die neue Bücher eingeschweißt zu sein pflegen. Ich allerdings habe mir angewöhnt, die Schutzumschläge weiterhin den Buchmantel umschmeicheln zu lassen. Keine weiteren Gründe. </p>
<h3>Mit Schutzumschlag lesen oder ohne?</h3>
<p>Wie irgendwo oben erwähnt, nenne ich ohnehin vorwiegend Taschenbücher mein eigen. Insofern stellt sich diese Frage recht selten. Wenn, dann lasse ich den Schutzumschlag allerdings auch während des Lesevorgangs an Ort und Stelle.</p>
<h3>Kurzgeschichten oder Roman?</h3>
<p>Seitdem ich die Stätte meiner Kindheit<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/04/lesestoeckchen-vom-umgang-mit-texten-und-buechern/#footnote_1_17" id="identifier_1_17" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="um ein Haar h&auml;tte ich &sbquo;Tollheit&lsquo; geschrieben. ;-) ">2</a> und Jugend mit hehren Motiven des Wissenserwerbs verlassen habe, hat sich die Zusammensetzung meines Bücherregals rapide zugunsten von Sachbüchern verschoben. Belletristik kommt da etwas zu kurz. Kurzgeschichten mag ich aber durchaus gerne. Wobei ich an dieser Stelle ein weiteres Geständnis einflechten muß: seit einigen Jahren hat der Hörspiel- und Hörbuchvirus ein wenig Besitz von mir ergriffen; d.h. daß fiktionale Literatur recht häufig auf auditive Art und Weise in mein Bewußtsein rieselt. Hier präferiere ich allerdings eindeutig Romane bzw. die Lesung derselben! :-)</p>
<h3>Harry Potter oder Lemony Snicket?</h3>
<p>Wenn ich nicht gelesen hätte, daß wohl Rufus Beck diesem <a href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html%3FASIN=3866043325%26tag=werkstatt-21%26lcode=xm2%26cID=2025%26ccmID=165953%26location=/o/ASIN/3866043325%253FSubscriptionId=1N9AHEAQ2F6SVD97BE02">Lemony Snicket</a> seine Stimme leiht, wüßte ich mit diesem Namen rein gar nichts anzufangen. Bin ich zu alt? Nein, diesen Anflug von Alters-Sentimentalität werde ich flugs vertreiben und zum Gegenkonter ansetzen: denn Harry Potter habe ich zwar nicht gelesen, dafür aber die Kinofilme gesehen. Ich weiß, daß ich dieses Detail meiner cineastischen Vergangenheit besser verschwiegen hätte, aber immerhin habe ich damit den Verdacht der frühzeitigen Vergreisung zerstreut. ;-)</p>
<h3>Aufhören, wenn man müde ist, oder wenn das Kapitel zu Ende ist?</h3>
<p>Nein, mitten im Kapitel hört man doch nicht auf! Soviel Selbstdisziplin muß sein. </p>
<h3>&quot;Die Nacht war dunkel und stürmisch&quot; oder &quot;Es war einmal&quot;?</h3>
<p>Gut, dem Märchenalter bin ich (man möge mir verzeihen) erstmal entwachsen. Doch im Zweifel würde ich auch Druckerzeugnisse liegen lassen, die mit &quot;Die Nacht war dunkel und stürmisch&#8230;&quot; beginnen. Dann lese ich doch lieber Zeitung.</p>
<h3>Kaufen oder leihen?</h3>
<p>Oha, die Frage entlarvt auf subtile Weise den sozialen Status des Antwortenden. Raffiniert! ;-)&nbsp; Bei mir ist es allerdings so, daß ich notwendigerweise viele (Fach-)Bücher aus den hiesigen Uni- bzw. Staatsbibliotheken entleihe und ggf. einige Passagen kopiere. Das ist schon aus Gründen meines durchaus endlichen Budgets nicht anders machbar. Titel, die aber häufiger in Verwendung sind oder eben auch zu erschwinglichen (Taschenbuch-)Preisen feilgeboten werden, werden zumeist und gerne gekauft.</p>
<h3>Neu oder gebraucht?</h3>
<p>Wenn es sich ermöglichen läßt, dann werden Bücher im unbefleckten Neuzustand angeschafft. </p>
<h3>Kaufentscheidung: Bestsellerliste, Rezension, Empfehlung oder Stöbern?</h3>
<p>Bestsellerlisten werden nur aus Neugier gelesen. Rezensionen einschlägiger Journale werden mit Interesse verfolgt und ab und an lasse ich mich von positiven Kritiken auch zum Kauf begeistern. Empfehlungen von Freunden/Bekannten spielen seltener eine Rolle. Meist mache ich mir anhand verschiedener Quellen ein Bild und dann wird entschieden, ob und was gekauft werden soll.</p>
<h3>Geschlossenes Ende oder Cliffhanger?</h3>
<p>Oh, da bin ich tatsächlich überfragt. Keinerlei Präferenzen in der Hinsicht. Es gibt tolle Erzählungen mit offenem Ende. Ist nach meinem Dafürhalten kein Qualitätskriterium.</p>
<h3>Morgens, mittags oder nachts lesen?</h3>
<p>Gelesen (Zeitungen, Journale, Internet, Blogs, Fachbücher) wird ohnehin rund im die Uhr. Ist dann jeweils von der Tagesform und Stimmung abhängig.</p>
<h3>Einzelband oder Serie?</h3>
<p>Ach, früher habe ich gerne Serien gemocht; von den zauberhaften <a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mecki">Mecki</a>-Büchern bis zu Enid Blytons &#8218;<a href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html%3FASIN=B00004ZOCT%26tag=werkstatt-21%26lcode=xm2%26cID=2025%26ccmID=165953%26location=/o/ASIN/B00004ZOCT%253FSubscriptionId=1N9AHEAQ2F6SVD97BE02">Abenteuer um&#8230;</a>&#8218; Heute stellt sich im Grunde die Frage nicht mehr. </p>
<h3>Lieblingsserie?</h3>
<p>Wie eben erläutert: aus dem Serienalter bin ich wohl raus.</p>
<h3>Lieblingsbuch, von dem noch nie jemand gehört hat?</h3>
<p>Also die Frage ist doch ein wenig zweifelhaft (blödsinnig will ich nicht sagen). Da ich keine Bücher von Autoren lese, die im Kleinst- und Eigenverlag (Auflage: 1-2 Exemplare?) veröffentlichen, sind alle Bücher, die ich je gelesen habe auch im weitesten Sinne &#8218;bekannt&#8216;. Ein Buch, das (wenigstens in der jüngeren Generation) wohl weniger Leser hat und mir dennoch sehr zusagt, ist &quot;<a href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html%3FASIN=3608952071%26tag=werkstatt-21%26lcode=xm2%26cID=2025%26ccmID=165953%26location=/o/ASIN/3608952071%253FSubscriptionId=1N9AHEAQ2F6SVD97BE02">Auf den Marmorklippen</a>&quot; von Ernst Jünger. Gestus und Sprache finde ich sehr bemerkenswert.&nbsp;</p>
<h3>Lieblingsbuch, das du letztes Jahr gelesen hast?</h3>
<p>Da ich, wie bereits angedeutet, vorwiegend Hörbücher höre, gibt es hier eine Empfehlung für die von Ulrich Matthes hervorragend gelesene Version von Vladimir Nabokovs &#8218;<a href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&amp;location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2FPnin-6-CDs-Vladimir-Nabokov%2Fdp%2F3898131963%3Fie%3DUTF8%26s%3Dbooks%26qid%3D1176759370%26sr%3D1-4&amp;tag=wwwleichtathl-21&amp;linkCode=ur2&amp;camp=1638&amp;creative=6742">Pnin&#8216;.</a><img alt="Lesestöckchen » Vom Umgang mit Texten und Büchern" decoding="async" width="1" height="1" border="0" src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=wwwleichtathl-21&amp;l=ur2&amp;o=3" style="border: medium none  ! important; margin: 0px ! important;" /></p>
<p></p>
<h3>Welches Buch liest du gegenwärtig?</h3>
<p><a href="http://julialoeba.de/blog/library/marisha-pessl/special-topics-in-calamity-physics/" class="liinternal"></a>Neu auf meinem Schreibtisch liegt die Studie zur Karriere des genetischen Codes von Lily Kay &quot;<a href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html%3FASIN=351829346X%26tag=werkstatt-21%26lcode=xm2%26cID=2025%26ccmID=165953%26location=/o/ASIN/351829346X%253FSubscriptionId=1N9AHEAQ2F6SVD97BE02">Wer schrieb das Buch des Lebens?&quot;</a></p>
<h3>Absolutes Lieblingsbuch aller Zeiten?</h3>
<p>Aha, letzte Frage also. :-) Da ich mich hier auf eines beschränken will, so bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als den &#8218;Roman eines einfachen Mannes&#8216; zu nennen, den Joseph Roth in wunderbarer Sprache in seinem &quot;<a href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html%3FASIN=3423130202%26tag=werkstatt-21%26lcode=xm2%26cID=2025%26ccmID=165953%26location=/o/ASIN/3423130202%253FSubscriptionId=1N9AHEAQ2F6SVD97BE02">Hiob</a>&quot; erzählt. Als ich vor vielen Jahren diese Geschichte über den &#8218;einfachen Juden&#8216; Mendel Singer zum ersten mal las, war ich durchaus ein wenig verzaubert. Ansonsten stünden wohl unspektakulärerweise Titel von Dürrenmatt oder Frisch zur Disposition. </p>
<p>So, nachdem ich mich mitsamt meinen Lesegewohnheiten nun öffentlich angreifbar gemacht habe, will ich das Stöckchen pflichtgemäß auch weitergeben. Da ich mich erst seit kurzem in der Blogosphäre rumtreibe, fallen mir spontan nur Nils auf seinem &#8218;<a href="http://www.nilsmueller.info/blog" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Weltenkreuzer</a>&#8218; und Daniel mit seiner &#8218;<a href="http://www.strengejacke.de/">Strengen Jacke</a>&#8218; als Empfänger ein. Die beiden werden (denke und hoffe ich?) schon wissen, was sie mit diesem Wurfutensil anfangen sollen. </p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_17" class="footnote">Wer es ganz genau wissen mag: Buchhandlung Schmidt &#8211; Ledergasse 2 &#8211; 73525 Schwäbisch Gmünd.</li><li id="footnote_1_17" class="footnote">um ein Haar hätte ich &#8218;Tollheit&#8216; geschrieben. ;-) </li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/04/lesestoeckchen-vom-umgang-mit-texten-und-buechern/">Lesestöckchen » Vom Umgang mit Texten und Büchern</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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		<title>Vermessung der Welt » Denkanstösse aus den Geisteswissenschaften</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2007/03/vermessung-der-welt-denkanstoesse-aus-den-geisteswissenschaften/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Mar 2007 16:41:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Feuilleton]]></category>
		<category><![CDATA[Literaturtipps]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>»Esse est percipi« &#8211; »Sein heißt wahrgenommen werden.« Die Einsicht, daß selbst die bestechendste Forschungsarbeit nutz- und folgenlos bleibt, wenn sie nicht wahrgenommen wird, hat sich entgegen anderslautenden Unterstellungen auch bis in die mythenumwobenen Elfenbeintürme der Geisteswissenschaftler herumgesprochen. Gerade bei den einstmals belächelten Geistes- und Kulturwissenschaftlern ist seit einiger Zeit ein Umdenken festzustellen: die Versuche, ... <a title="Vermessung der Welt » Denkanstösse aus den Geisteswissenschaften" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/03/vermessung-der-welt-denkanstoesse-aus-den-geisteswissenschaften/" aria-label="Mehr Informationen über Vermessung der Welt » Denkanstösse aus den Geisteswissenschaften">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/03/vermessung-der-welt-denkanstoesse-aus-den-geisteswissenschaften/">Vermessung der Welt » Denkanstösse aus den Geisteswissenschaften</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>»<em><strong>Esse est percipi</strong></em>« &#8211; »Sein heißt wahrgenommen werden.« Die Einsicht, daß selbst die bestechendste Forschungsarbeit nutz- und folgenlos bleibt, wenn sie nicht wahrgenommen wird, hat sich entgegen anderslautenden Unterstellungen auch bis in die mythenumwobenen Elfenbeintürme der Geisteswissenschaftler herumgesprochen. Gerade bei den einstmals belächelten Geistes- und Kulturwissenschaftlern ist seit einiger Zeit ein Umdenken festzustellen: die Versuche, die eigenen <strong>Forschungsleistungen dem interessierten Publikum zu vermitteln</strong>, nehmen nicht nur zu, sondern werden zunehmend professioneller gestaltet.</p>
<table cellspacing="1" cellpadding="1" border="0" align="right" style="width: 120px;">
<tbody>
<tr>
<td style="width: 100%;"><!--adsense--></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Vergegenwärtigt man sich freilich die in den letzten Jahren enorm gestiegene Popularität und Auflagenzahl von Wissensmagazinen, die hauptsächlich Entwicklungen aus Natur- und Ingenieurswissenschaften behandeln, dann wird der bestehende Nachholbedarf dennoch deutlich. Im Vergleich zu den in Hochglanz verbreiteten Magazinen etwa von Zeit [<a href="http://www.zeit.de/zeit-wissen/abo">ZEIT Wissen</a>] und Süddeutsche [<a href="http://www.sueddeutsche.de/wissen/">SZ Wissen</a>], sind die Journale des literarisch gebildeten Bürgertums hoffnungslos an- und eingestaubt [man denke beispielsweise an <a href="http://www.online-merkur.de/">Merkur</a>, verdienstvoll, erhaben, aber noch zeitgemäß?]. </p>
<p>Bis sich ein Zeitungsverlag mit einem Wissensmagazin an dieses Klientel [eben das Bildungsbürgertum] wendet, werden wohl noch einige Jahre vergehen. Bis dahin bleiben wohl oder übel die Feuilletons das Medium der Wahl, um <strong>sich aktuell über Studien aus den Geisteswissenschaften zu informieren</strong>. Eine vielversprechende Initiative, um die verstreuten Artikel aus FAZ, SZ, FR &amp; Co. zusammenzutragen und gebündelt zu präsentieren, geht wieder einmal vom Perlentaucher aus. Wie <a href="http://www.perlentaucher.de/artikel/3759.html">hier </a>kurz angekündigt, ist seit Anfang März jeden Dienstag eine Presseschau auf den Seiten des &quot;Wissenschaftsjahrs 2007&quot; abrufbar. </p>
<blockquote>
<p>Seit Anfang März kooperiert der Perlentaucher mit dem &quot;Jahr der Geisteswissenschaften&quot;. Für die Website &quot;ABC der Menschheit&quot; erstellt die Redaktion eine wöchentliche Presseschau zu geisteswissenschaftlichen Themen in der deutschsprachigen Tagespresse.<br />
Auch die Webseiten öffentlich-rechtlicher Radiosender werden ausgewertet. Der Newsletter soll sowohl über geisteswissenschaftliche Inhalte als auch über Kongressberichte und Debatten informieren. Er verweist in erster Linie auf Inhalte, die auch online zugänglich sind. </p>
</blockquote>
<p>Schade freilich, daß hiervon kein RSS-Feed angeboten wird. Eigentlich kann man darüber nur den Kopf schütteln. Auch erscheint die Website &quot;<a href="http://www.abc-der-menschheit.de/">www.abc-der-menschheit.de</a>&quot; auf den ersten Blick auch nicht gerade besonders userfreundlich gestaltet; dennoch sollte es sich lohnen, sich den Dienstag fett im Kalender zu markieren und sich durch die Menüs bis zur Presseschau durchzuhangeln.</p>
<p></p>
<p>&nbsp;</p>
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			</item>
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		<title>Die originellsten Wissenschaftsbücher des Jahres &#124; Sachbücher 2008</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/12/die-originellsten-wissenschaftsbuecher-des-jahres-sachbuecher-2008/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Dec 2008 14:40:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Literaturtipps]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gelegentlich ist auch hier in der Wissenswerkstatt die These nachzulesen, daß wir einen tiefgreifenden Medienwandel erleben und das bedruckte Papier ein Anachronismus sei. Diese Behauptung &#8211; also die These vom Ende des Gutenberg-Zeitalters &#8211; behalte ich natürlich auch weiterhin aufrecht. Allerdings muß ehrlicherweise konstatiert werden, daß der Siegeszug der digitalen Medien zunächst vor allem den ... <a title="Die originellsten Wissenschaftsbücher des Jahres &#124; Sachbücher 2008" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/12/die-originellsten-wissenschaftsbuecher-des-jahres-sachbuecher-2008/" aria-label="Mehr Informationen über Die originellsten Wissenschaftsbücher des Jahres &#124; Sachbücher 2008">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" style="margin: 3px 5px; float: right;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2008/12/3_2008.jpg" alt="Bücher - Topliste" width="140" height="170" /><strong>Gelegentlich ist auch hier in der Wissenswerkstatt die These nachzulesen, daß wir einen tiefgreifenden Medienwandel erleben und das bedruckte Papier ein Anachronismus sei. Diese Behauptung &#8211; also die These vom Ende des Gutenberg-Zeitalters &#8211; behalte ich natürlich auch weiterhin aufrecht. Allerdings muß ehrlicherweise konstatiert werden, daß der Siegeszug der digitalen Medien zunächst vor allem den Nachrichtensektor treffen wird. Tageszeitungen brauchen das Papier als Trägermedium nicht.</strong></p>
<p>Anders sieht es (noch?!) auf dem Büchermarkt aus. Das Buch hat &#8211; erfreulicherweise &#8211; eine treue Fangemeinde und wer auch nur einen kurzen Spaziergang über die Frankfurter Buchmesse gemacht hat, der ahnt, daß dies auch die kommenden Jahre so bleiben wird. Spannend finde ich, daß es augenscheinlich gerade Sach- und Wissenschaftsbücher sind, die stark nachgefragt sind. Und entsprechend unübersichtlich ist der Markt der Neuerscheinungen in diesem Segment. Kaum möglich, hier den Überblick zu halten.</p>
<h4><span class="pullquote">Topliste der Wissenschaftsbücher: Mehr Übersicht auf dem Markt der Neuerscheinungen</span></h4>
<p>Wie schön, daß &#8222;Bild der Wissenschaft&#8220; eine namhafte Jury darum gebeten hat, die <a href="http://bdw.wissenschaft.de/bdw/newsartikel.html?bdwArtId=297436">Wissenschaftsbücher des Jahres 2008</a> zu benennen. Da ich solche Listen spannend finde, will ich die nächsten Tage einige der offenbar besonders empfehlenswerten Bücher kurz vorstellen.</p>
<p>In einzelnen Kategorien sind jeweils drei Top-Bücher aufgelistet &#8211; ich beginne heute mit den (zumindest nach Juryvotum) &#8222;originellsten Wissenschaftsbüchern des Jahres&#8220;<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/12/die-originellsten-wissenschaftsbuecher-des-jahres-sachbuecher-2008/#footnote_0_761" id="identifier_0_761" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Was man bzw. die Jurymitglieder unter &bdquo;originell&ldquo; verstehen, darf man mich nicht fragen. Ich vermute, da&szlig; die B&uuml;cher schlicht unkonventionell sind, was Thematik und/oder Darstellungsform angeht.">1</a></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: medium;">Wissenschaftsbücher des Jahres 2008</span></p>
<p><strong><span style="font-size: medium;">+1.</span> Neil Shubin: &#8222;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3100720040?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3100720040">Der Fisch in uns. Eine Reise durch die 3,5 Milliarden Jahre alte Geschichte unseres Körpers</a>&#8222;</strong></p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3100720040?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3100720040"><img loading="lazy" decoding="async" style="margin: 5px 14px; float: right;" src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/41yEHAaCxDL._SL160_.jpg" alt="Der Fisch in uns" width="104" height="160" /></a>&#8222;Tiktaalik&#8220; &#8211; das heißt in der Sprache der Inuit soviel wie &#8222;großer Süßwasserfisch&#8220;. Und auf diesen Namen taufte der Paläontologe Neil Shubin das Fossil, das er im Juli 2004 in der kanadischen Arktis fand. In seinem Buch &#8222;Der Fisch in uns&#8220; unternimmt Shubin zweierlei Dinge:<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/12/die-originellsten-wissenschaftsbuecher-des-jahres-sachbuecher-2008/#footnote_1_761" id="identifier_1_761" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ich habe das Buch &ndash; wie ich gestehen mu&szlig; &ndash; nicht selbst gelesen, sondern beziehe mich auf verschiedene Rezensionen, die ich gefunden habe.">2</a> erstens rekonstruiert er die spannende Geschichte von der Entdeckung dieses bedeutenden Fossils, das ihm internationale Anerkennung einbrachte.</p>
<h4><span class="pullquote_left">Flammendes Bekenntnis zur Evolutionslehre, spannender Forscherbericht und unterhaltsame Wissensvermittlung.</span></h4>
<p>Zweitens hält Shubin ein flammendes Plädoyer für die Evolutionslehre, für die er unzählige kleine und große Indizien aufführt und er erklärt damit &#8211; wenn ich den begeisterten Rezensenten glauben darf &#8211; auf anschauliche Weise das Prinzip der Evolution und vermittelt ein grundlegendes Verständnis für die Entstehung der Artenvielfalt.</p>
<p>Mit der Entdeckung von &#8222;Tiktaalik&#8220; ist Neil Shubin nämlich etwas Sensationelles gelungen: denn dieses Fossil (ca. 375 Millionen Jahre alt) weist gleichzeitig Schuppen und Flossen, sowie auch Handgelenke und Ellenbogen auf. Es ist somit ein Brückentier bzw. das &#8222;Missing Link&#8220;-Fossil, das am Übergang zwischen Wasser- und Landtieren steht. Indem Shubin die Expedition und Forschungsarbeit aus dem Jahre 2004 auf elegante und unterhaltsame Weise mit Informationen zur Evolution und Biologie verknüpft, schafft er es auf unterhaltsame Art jede Menge Informationen zu vermitteln. Diese Kopplung von spannendem Forschertage- und Lehrbuch trifft man &#8211; wie die Jury zu verstehen gibt &#8211; selten.</p>
<ul>
<li>Neil Shubin: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3100720040?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3100720040">Der Fisch in uns. Eine Reise durch die 3,5 Milliarden Jahre alte Geschichte unseres Körpers</a>. Aus dem Amerikanischen von Sebastian Vogel, S. Fischer Verlag, 2008, 281 Seiten</li>
<p>&nbsp;</p>
</ul>
<p><strong><span style="font-size: medium;">+2. </span>Fredrik Sjöberg: &#8222;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3821858168?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3821858168">Die Fliegenfalle. Über das Glück der Versenkung in seltsame Passionen,<br />
die Seele des Sammlers, Fliegen und das Leben mit der Natur</a>&#8222;</strong></p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3821858168?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3821858168"><img loading="lazy" decoding="async" style="margin: 5px 10px; float: left;" src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/31XLLpqdQYL._SL160_.jpg" alt="Die Fliegenfalle " width="105" height="160" /></a>Noch eine Idee unkonventioneller ist das Buch des schwedischen Autors und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Insektenkunde">Entomologen</a> Fredrik Sjöberg. Er schlüpft gleich in die Rolle eines fiktiven Erzählers und nimmt seine Leser mit auf eine Insel, wo er (hier vermischen sich die Personen des Erzählers und die reale Person und Biographie Sjöbergs) seiner Leidenschaft nachgeht: dem Fliegensammeln. Genau, richtig gehört: das alter ego Sjöbergs ist Insektenkundler und interessiert sich v.a. für Fliegen in all ihren Erscheinungsformen. Und so geht es im Buch um Schmeißfliegen, Tanzfliegen, Waffenfliegen, Fabelfliegen und &#8211; weil ihnen die Liebe des Erzählers ganz besonders gehört: um Schwebfliegen.</p>
<p>Dieses Hobby bzw. die Leidenschaft des Insektenkundlers klingt beim ersten Hören oder Lesen etwas befremdlich. Das soll ein Buch für einen breiteren Markt sein? Die Erklärung liefert wohl nur das Buch selbst und die erzählerische Kunstfertigkeit von Fredrik Sjöberg &#8211; wie Sylvia Staude in der Frankfurter Rundschau <a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/literatur/?em_cnt=1342151">schrieb</a>:</p>
<blockquote><p>Man erfährt Sachen, von denen man nie ahnte, dass sie einen interessieren könnten (aber sie tun es).</p></blockquote>
<p>Und das ist ja wohl wirklich ein Qualitätsmerkmal. Gibt es Werkstattleser, die das Buch kennen? Ist es tatsächlich so faszinierend?</p>
<ul>
<li>Fredrik Sjöberg: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3821858168?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3821858168">Die Fliegenfalle</a>. Aus dem Schwedischen von Paul Berf. Eichborn Berlin 2008, 240 Seiten.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><span style="font-size: medium;">+3.</span> Alan Weisman: &#8222;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3492051324?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3492051324">Die Welt ohne uns. Reise über eine unbevölkerte Erde.</a>&#8222;</strong></p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3492051324?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3492051324"><img loading="lazy" decoding="async" style="margin: 5px 14px; float: right;" src="https://images-na.ssl-images-amazon.com/images/I/51jZs94SU6L._SL160_.jpg" alt="Alan Weisman - Die Welt ohne uns" width="100" height="160" /></a>Auf Platz 3 landet das Buch des US-Journalisten Alan Weisman, das ich bereits <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/30/die-wichtigsten-sachbuecher-des-jahres-2007-ranglisten-des-jahres-2007-iii/">in dieser Liste </a>vom Februar kurz besprochen hatte. Weisman unternimmt mit seinen Lesern ein kleines Gedankenexperiment: die Vorstellung, daß wir uns in einer Welt vorfinden, in der alles menschliche Leben plötzlich verschwunden wäre. Wie entwickelte sich das Leben, wenn der Faktor Mensch (in all seiner Gestaltungs- aber auch Zerstörungskraft) fehlte?</p>
<p>Weisman hat zur Beantwortung dieser (zum Glück?) hypothetischen Frage mit unzähligen Wissenschaftlern gesprochen und fasst die Ergebnisse zusammen. Wie lange dauert es, bis sich die Natur die Lebensräume des Menschen (also Städte, Straßen etc.) zurückerobert hat? Wer ist der Nutznießer, was verändert sich in 20, 50 oder mehreren hundert Jahren ohne den Störfaktor Mensch? Antworten gibt es bei Alan Weisman&#8230;</p>
<ul>
<li>Alan Weisman: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3492051324?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3492051324">Die Welt ohne uns. Reise über eine unbevölkerte Erde.</a> Piper, München 2007, 378 Seiten. (Englisch: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3492051324?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3492051324">Die Welt ohne uns</a>, Piper-Verlag)</li>
</ul>
<div class="invisible">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Buecher">Bücher</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Topliste">Topliste</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Sachbuecher">Sachbücher</a></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_761" class="footnote">Was man bzw. die Jurymitglieder unter &#8222;originell&#8220; verstehen, darf man mich nicht fragen. Ich vermute, daß die Bücher schlicht unkonventionell sind, was Thematik und/oder Darstellungsform angeht.</li><li id="footnote_1_761" class="footnote">Ich habe das Buch &#8211; wie ich gestehen muß &#8211; nicht selbst gelesen, sondern beziehe mich auf verschiedene Rezensionen, die ich gefunden habe.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/12/die-originellsten-wissenschaftsbuecher-des-jahres-sachbuecher-2008/">Die originellsten Wissenschaftsbücher des Jahres | Sachbücher 2008</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Die wichtigsten Sachbücher des Jahres 2007 &#124; Ranglisten des Jahres 2007 &#8211; III</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/die-wichtigsten-sachbuecher-des-jahres-2007-ranglisten-des-jahres-2007-iii/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Jan 2008 09:44:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Literaturtipps]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/30/die-wichtigsten-sachbuecher-des-jahres-2007-ranglisten-des-jahres-2007-iii/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Was wäre ein Jahresrückblick ohne eine Auflistung der besten Bücher? Genauso sieht es das TIME-Magazine und hat in seiner umfassenden Toplisten-Revue nicht nur belletristische Bestseller sondern auch preisgekrönte und erfolgreiche Sachbücher erfaßt. Wobei es &#8211; das vorweg &#8211; keine Bestsellerliste ist, sondern eher als eine Liste derjenigen Bücher zu verstehen ist, die nach Meinung der ... <a title="Die wichtigsten Sachbücher des Jahres 2007 &#124; Ranglisten des Jahres 2007 &#8211; III" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/die-wichtigsten-sachbuecher-des-jahres-2007-ranglisten-des-jahres-2007-iii/" aria-label="Mehr Informationen über Die wichtigsten Sachbücher des Jahres 2007 &#124; Ranglisten des Jahres 2007 &#8211; III">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/die-wichtigsten-sachbuecher-des-jahres-2007-ranglisten-des-jahres-2007-iii/">Die wichtigsten Sachbücher des Jahres 2007 | Ranglisten des Jahres 2007 &#8211; III</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" width="107" height="144" align="right" src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2008/01/Top-Ten-2007.jpg" alt="Top-Ten-2007.jpg" style="margin: 8px;" /><strong>Was wäre ein Jahresrückblick ohne eine Auflistung der besten Bücher? Genauso sieht es das TIME-Magazine und hat in seiner umfassenden <a href="http://www.time.com/time/specials/2007/top10/0,30576,1686204,00.html" target="_blank">Toplisten-Revue</a> nicht nur belletristische Bestseller sondern auch preisgekrönte und erfolgreiche Sachbücher erfaßt. Wobei es &#8211; das vorweg &#8211; keine Bestsellerliste ist, sondern eher als eine Liste derjenigen Bücher zu verstehen ist, die nach Meinung der Literaturredakteure am bemerkenswertesten waren.&nbsp;&nbsp;</strong> </p>
<p>Was auffällt: dezidiert (populär-)wissenschaftliche Bücher sind keine darunter. Die Politik (egal ob Einblicke in Geheimdienste oder oberste Gerichte) steht hoch im Kurs. Daneben ist das Umweltthema sehr weit vorne plaziert: einmal wird spekuliert, wie sich die Welt wohl entwickelte, wenn sich die Menschheit mit einem Schlag selbst abschafft &#8211; das andere Mal wird ein Lebensstil (derjenge der &quot;locavores&quot;) beschrieben, der einen schonenden Umgang mit der Natur zum Leitprinzip erhebt. Daneben finden sich Biographien und Erinnerungen von berühmten und weniger berühmten Personen, aber der Reihe nach&#8230; </p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="center"><em><font size="3"><strong>Sachbücher-Top-10</strong></font></em></p>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/0312347294?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=0312347294"><img loading="lazy" decoding="async" width="140" height="201" align="right" src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2008/01/World_Without_us_01.jpg" alt="World_Without_us_01.jpg" style="margin: 8px;" /></a><font size="4">+1.</font> <strong>Alan Weisman:<a href="http://www.amazon.de/gp/product/0312347294?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=0312347294"> The World Without Us</a> </strong>| dt.: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3492051324?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3492051324">Die Welt ohne uns</a>, Piper-Verlag</p>
<p>Kaum erstaunlich, daß in dem Jahr, in dem die Weltgemeinschaft registrierte, daß die ökologische Frage eines ihren zentralen Probleme darstellt, ein Buch auf Platz 1 steht, das genau ein solches Szenario entwirft. Alan Weisman &#8211; vielfach preisgekrönter Journalist &#8211; unternimmt ein Gedankenexperiment und nimmt die Leser mit auf die Reise in die Zukunft, wenn die Menschheit plötzlich verschwunden sein wird. </p>
<p>Wie schreitet die Erosion (oder: Renaturierung?) voran? Wie lange bleiben unsere Häuser bestehen, was überdauert von unserer Zivilisation? Welche Nutznießer gibt es nach dem Niedergang des Homo Sapiens?</p>
<p>Sicher ein lesenswertes Buch im Zeitalter der Klimakatastrophe und anderer menschengemachter Zivilisationsrisiken. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p><font size="4"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/022403121X?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=022403121X"><img loading="lazy" decoding="async" width="148" height="180" align="left" style="margin: 9px;" alt="Life_of_Picasso_01.jpg" src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2008/01/Life_of_Picasso_01.jpg" /></a>+2.</font> <strong>John Richardson:<a href="http://www.amazon.de/gp/product/022403121X?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=022403121X"> Life of Picasso: The Triumphant Years, 1917-1932</a> </strong></p>
<p>Dieser dritte Teil der monumentalen Picasso-Biographie von John Richardson beschreibt die Phase, in der sich Picasso vom Bohemian zum etablierten, beachteten Künstler wandelte. Den Zeitraum, in dem Ruhm, Hochzeit und Affären das Leben des einzigartigen Künstlers bestimmten, beschreibt Richardson mit profunder Sachkenntnis. Und &#8211; was ja bei Biographien nicht selbstverständlich ist &#8211; Richardson glänzt nicht nur durch intime Vertrautheit mit seinem Gegenstand, sondern genauso durch seinen herausragend lesbaren Stil.&nbsp; </p>
<p>Eine Künstlerbiographie, wie man sie sich spannender und tiefgründiger kaum vorstellen kann.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><font size="4">+3.</font> <strong>Ishmael Beah: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0374105235?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=0374105235">A Long Way Gone: Memoirs of a Boy Soldier</a> </strong>| dt.: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3593382644?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3593382644">Rückkehr ins Leben</a></p>
<p>Das Schicksal der Kindersoldaten &#8211; nach UNICEF-Schätzungen werden weltweit 300.000 Kinder als Soldaten mißbraucht &#8211; ist meist nur ein Randthema in der Berichterstattung über Krisen und Unruhen. Anfang der 90er Jahre war Ishmael Beah zwölf Jahre alt, als in Sierra Leone der Bürgerkrieg ausbrach und er in diese perverse Kriegsmaschinerie hineingezogen wurde. Heute lebt Beah in New York, arbeitet für Human Rights Watch und hat ein Buch über seine Erlebnisse geschrieben.</p>
<p><em>Die Süddeutsche Zeitung schrieb:</em></p>
<blockquote><p>&quot;Es gab noch nie ein Buch, das das Leben eines afrikanischen Kindersoldaten aus dessen Sicht erzählt. Ohne Pathos, ohne Übertreibung, ohne altkluge Reflexion, ohne Schuldbekenntnis, nur geschildert, in einer einfachen und deshalb umso fesselnderen Sprache.&quot;</p></blockquote>
<p><font size="4"><br />+4.</font> <strong>Tim Weiner:<a href="http://www.amazon.de/gp/product/038551445X?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=038551445X"> Legacy of Ashes: The History of the CIA</a></strong> | dt. CIA. Die ganze Geschichte.</p>
<p>Tim Weiner ist Journalist und einer der besten Kenner der Geheimdienste. Der Pulitzerpreisträger sichtete für sein vorliegendes Werk über 50 000 Dokumente in den Archiven von Geheimdiensten, des Pentagon und anderen Stellen. Er nahm dabei Einblick in Geheimpapiere und führte dutzende Interviews mit ehemaligen Agenten, Poltikiern und anderen Geheimnisträgern.</p>
<p>Herausgekommen ist eine umfassende Darstellung dieses sagenumwobenen Geheimdienstes; Weiner skizziert dessen Macht, die Praktiken der einzelnen Akteure und die Verwicklungen vom Korea-Krieg bis zum 11. September. Und er deckt auch auf, daß die Informationsbeschaffung (auch für die CIA) immer ein schwieriges, riskantes Geschäft bleibt, das stets auch Mißlingen kann.<br />&nbsp;</p>
<p><font size="4"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/0374249393?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=0374249393"><img loading="lazy" decoding="async" width="130" height="194" align="right" style="margin: 5px;" alt="Rest_is_Noise_01.jpg" src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2008/01/Rest_is_Noise_01.jpg" /></a>+5.</font> <strong>Alex Ross: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0374249393?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=0374249393">The Rest is Noise: Listening to the Twentieth Century</a></strong></p>
<p>Alex Ross ist der Musikkritiker des &quot;New Yorker&quot; und entführt die Leser in die Welt der klassischen Musik, in die Welt der Komponisten von Weltrang und diejenige der Dirigenten, die deren Werke maßgeblich interpretierten. Über Richard Strauss bis zu Schostakowitsch, von Jan Sibelius bis hin zu Arnold Schönbergs avantgardistischer Zwölftonmusik &#8211; Ross nähert sich den Größten der klassischen Musikwelt mit Bewunderung, aber ohne falschen Respekt. Und schon allein der Titel ist umwerfend, oder?<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/die-wichtigsten-sachbuecher-des-jahres-2007-ranglisten-des-jahres-2007-iii/#footnote_0_186" id="identifier_0_186" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wenn das kein ph&auml;nomenaler Albumtitel ist? ;-) ">1</a></p>
<p><font size="4"><br />+6.</font> <strong>Steve Martin:<a href="http://www.amazon.de/gp/product/1410403122?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=1410403122"> Born Standing Up: A Comic&#8217;s Life</a></strong></p>
<p>Der Schauspieler Steve Martin blickt zurück auf seine außergewöhnliche Karriere. Auf seine Anfänge, in denen er die britischen Komiker &#8211; allen voran Monty Python &#8211; bewunderte und auf die Höhepunkte seiner Laufbahn in den 70er und 80er Jahren. </p>
<blockquote><p>&quot;The writing is evocative, unflinching and cool. When Martin takes a scalpel to his life, what you feel is the precision of the surgeon more than the primal scream of the unanaesthetized patient&#8230;Born Standing Up is neither fanfare nor confession. It gives off a vibe of rigorous honesty. With lots of laughs.&quot; &#8211;Richard Corliss, Time Magazine</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p><font size="4"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/0060852550?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=0060852550"><img loading="lazy" decoding="async" width="135" height="196" align="left" style="margin: 9px;" alt="Animal, Vegetable_01.jpg" src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2008/01/Animal,%20Vegetable_01.jpg" /></a>+7.</font> <strong>Barbara Kingsolver: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0060852550?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=0060852550">Animal, Vegetable, Miracle: A Year of Food Life</a></strong></p>
<p>Barbara Kingsolver ist Biologin und Schriftstellerin, führte ein bis dato abwechslungsreiches Leben und nennt einen Mann und zwei Töchter ihr Eigen. Das wäre kaum erzählenswert, wenn Barbara Kingsolver nicht ein kleines Experiment mit ihrer Familie gestartet hätte: als sie von Tucson/Arizona irgendwo nach Virginia umzogen, krempelte Barabra die Ernährungsgewohnheiten radikal um. Man lebte ohnehin auf einer Farm und fortan kam nur noch Essen auf den Tisch, das man selbst gepflanzt, gezüchtet und geerntet hatte. </p>
<p>Diese Erlebnisse schilderte sie &#8211; wenn man den Rezensenten glauben mag &#8211; in unheimlich liebenswerter und kurzweiliger Art: sie argumentiert sehr überzeugt für diesen neuen Lebensstil, schreibt aber gleichzeitig auch überaus humorvoll über diesen neuen &quot;American Way of Life&quot;. Und für diese Bewegung gibt es auch schon einen Namen: &quot;<a target="_blank" href="http://www.utopia.de/wissen/menschen/locavore-new-york">locavores</a>&quot; bezeichnen sich diese Anhänger. Ihr Motto: &quot;<em>eat locally</em>&quot;.</p>
<p> Wann kommt die deutsche Übersetzung auf den Markt? Wenn der Titel in Ökoläden und in einschlägigen Milieus keinen reißenden Absatz findet, dann weiß ich auch nicht weiter&#8230;</p>
</p>
<p><font size="4"></font></p>
<p><font size="4">+8. </font><strong>Jeffrey Toobin: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0739354590?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=0739354590">The Nine: Inside the Secret World of the Supreme Court</a></strong></p>
<p>Der &quot;Supreme Court&quot; &#8211; das oberste Gericht der USA &#8211; ist eine Welt für sich. Außenstehende haben kaum einen Einblick in das Geschehen und so agieren die Richter und Mitarbeiter dieser Institution weitgehend unterhalb der öffentlichen Wahrnehmungsschwelle. Jeffrey Tobin, versierter Journalist, hat hinter die Kulissen geblickt und beschreibt die Richter als heldenhafte Anhänger der Gerechtigkeit, die aber gleichzeitig allzu menschliche Schwächen offenbaren, die von Selbstüberschätzung, Arroganz bis zu Eitelkeit und Überempfindlichkeit reichen&#8230; </p>
<p><font size="4"><br />+9.</font><strong> Elyn R. Saks: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/140130138X?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=140130138X">The Center Cannot Hold: My Journey Through Madness</a></strong></p>
<p>Bücher über die Schicksale von psychisch Erkrankten gibt es viele. Aber nur wenige sind wie dasjenige von Elyn R. Saks. Saks ist hochintelligent, brillante Juristin mit Yale-Diplom. Und: sie leidet an Schizophrenie. Sie schilderte ihre Kindheit, den Zeitpunkt der Diagnose und ihr Leben mit und gegen diese Erkankung. Das TIME-Magazin fand dieses Buch herausragend.</p>
<p><font size="4">+10.</font> <strong>Kate Braestrup: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/1594839298?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=1594839298">Here If You Need Me. A True Story</a></strong></p>
<p>Als Kate Braestrups Mann bei einem Verkehrsunfall starb und sie mit vier kleinen Kindern hinterließ, begann sie sich stärker in ihrer Kirche zu engagieren, wurde Kaplanin und setzt sich seitdem für die Kranken, Armen und Benachteiligten ein. Ein Buch, das vielleicht typisch amerikanisch ist, oder?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>So, das sind sie, die Top10 der &quot;nonfictional Books&quot; des Jahres 2007. Was wäre wohl im deutschsprachigen Markt als erwähnenswert erachtet worden? Eva Hermans unsägliches reaktionäres Frauenbild sollte es ja hoffentlich auf keine Topliste schaffen. </p>
<p>Mich wundert übrigens, daß es <a target="_blank" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/06/aufklaerung-aus-leidenschaft-the-out-campaign-und-richard-dawkins-kampf-gegen-die-kreationistische-ideologie/">Richard Dawkins</a> mit seinem erfolgreichen &quot;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3550086881?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3550086881">Gotteswahn</a>&quot; nicht auf die Liste geschafft hat. Ist das ein Zugeständnis an die Kreationisten unter den TIME-Lesern? </p>
<p>Ich könnte mir ja vorstellen, daß Rüdiger Safranski mit seiner Annäherung an die Romantik(er) weit vorne gelandet wäre (&quot;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3446209441?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3446209441">Romantik. Eine deutsche Affäre</a>&quot;). Oder auch das mutige Aufklärungsbuch über die neapolitanische Mafia von Roberto Saviano (&quot;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3446209492?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3446209492">Gomorrha. Reise in das Reich der Camorra</a>&quot;). Aber sonst? Hattet Ihr andere Favoriten?<br /> 
</p>
<p>&nbsp;</p>
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<hr width="100%" size="1" />
<p><em>Empfehlungen für Listenliebhaber:</em></p>
<ul>
<li>Schott, Ben (2008): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3827007518?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3827007518">Schotts Sammelsurium 2008</a>. Bloomsbury.</li>
<li>Ankowitwsch, Christian (2006): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3442153816?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3442153816">Dr. Ankowitschs Kleines Konversations-Lexikon</a>. Goldmann. </li>
<li>Wallechinsky, David &amp; Wallace, Amy (2006): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3548368913?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3548368913">Das große Buch der Listen</a>. Wissenswertes, Kurioses und Überflüssiges. Ullstein.</li>
<li>Schott, Ben (2005): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3827006074?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3827006074">Schotts Sammelsurium Essen &amp; Trinken</a>. Bloomsbury.</li>
</ul>
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<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_186" class="footnote">Wenn das kein phänomenaler Albumtitel ist? ;-) </li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/die-wichtigsten-sachbuecher-des-jahres-2007-ranglisten-des-jahres-2007-iii/">Die wichtigsten Sachbücher des Jahres 2007 | Ranglisten des Jahres 2007 &#8211; III</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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