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	<title>Kino Archive &#187; Wissenswerkstatt</title>
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	<description>Blog zu Wissenschaft &#38; Wissenschaftskommunikation </description>
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	<title>Kino Archive &#187; Wissenswerkstatt</title>
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		<title>Am Ende kommen Touristen &#8211; Weshalb Oswiecim nicht Auschwitz ist &#124; Werkstattnotiz I</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Aug 2007 13:22:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Feuilleton]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Haben Sie heute schon an Auschwitz gedacht? Nein, keine Sorge, es folgt kein Text über Schuld und Verantwortung der deutschen Nachkriegsgeneration. Und auch kein Text darüber, ob es sich bei der fortgesetzten Rede von Auschwitz um eine Moralkeule handelt. Aber nochmals: woran denken Sie, wenn Sie an Auschwitz denken? Kann es sein, daß Sie in ... <a title="Am Ende kommen Touristen &#8211; Weshalb Oswiecim nicht Auschwitz ist &#124; Werkstattnotiz I" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/am-ende-kommen-touristen-weshalb-oswiecim-nicht-auschwitz-ist-werkstattnotiz-i/" aria-label="Mehr Informationen über Am Ende kommen Touristen &#8211; Weshalb Oswiecim nicht Auschwitz ist &#124; Werkstattnotiz I">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/am-ende-kommen-touristen-weshalb-oswiecim-nicht-auschwitz-ist-werkstattnotiz-i/">Am Ende kommen Touristen &#8211; Weshalb Oswiecim nicht Auschwitz ist | Werkstattnotiz I</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Haben Sie heute schon an Auschwitz gedacht? Nein, keine Sorge, es folgt kein Text über Schuld und Verantwortung der deutschen Nachkriegsgeneration. Und auch kein Text darüber, ob es sich bei der fortgesetzten Rede von Auschwitz um eine <em>Moralkeule</em> handelt. Aber nochmals: woran denken Sie, wenn Sie an Auschwitz denken? Kann es sein, daß Sie in dem Augenblick, in dem Sie das Wort &quot;Auschwitz&quot; hören, Bilder von endlosen, stacheldrahtumzäunten Baracken im Kopf haben? Bilder, auf denen einem ausgemergelte, hohlwangige Gesichter aus weit aufgerissenen, fragenden Augen entgegenblicken? Und kann es sein, daß diese Bilder nicht farbig, sondern schwarz-weiß sind?</strong> </p>
<p>Ist das Auschwitz? Ist Auschwitz also nichts weiter als der konkrete Schauplatz des abscheulichsten Menschheitsverbrechens und somit Ort kollektiven Erinnerns? Wenn ja, was ist dann &quot;Oswiecim&quot;? Denn: Oswiecim <em>ist</em> Auschwitz. Ist Oswiecim also eine polnische Kleinstadt, in der vermutlich das Sonnenlicht ausgeknipst ist und in der das Leben im Halbdunkel abläuft? Wenn Sie erfahren wollen, was es bedeutet in Oswiecim zu leben und was es bedeutet, dort als junger Deutscher zu arbeiten, dann sollten Sie sich ab dem morgigen Donnerstag einen Kinobesuch vormerken. &nbsp; </p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" width="290" height="186" align="right" style="border: 1px solid rgb(102, 102, 102); margin: 10px; padding: 1px;" alt="AmEndekommenTouristen_01c.jpg" src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2007/08/AmEndekommenTouristen_01c.jpg" />Der junge deutsche Regisseur <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Thalheim" target="_blank"  rel="noopener noreferrer">Robert Thalheim</a> hat es nämlich gewagt, sich diesem Ort des Schreckens anzunähern. Und in seinem Film &quot;Am Ende kommen Touristen&quot; gelingt es ihm, den Blick für die Realität in und um das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau zu öffnen. Auf liebevolle Art und Weise demonstriert er, daß das Leben in Oswiecim keinesfalls schwarz-weiß, sondern bunt ist.&nbsp;</p>
<p>Und dieses erste Aha-Erlebnis stellt sich schon nach den ersten Sekunden des Films ein &#8211; mit dem Begriff Auschwitz sind Bilder und Assoziationen des Schreckens verknüpft, die mit der Realität im heutigen Oswiecim nichts gemein haben. Wer düsteren, wolkenverhangenen Himmel, morastige Wege und zerfallene Baracken erwartet, wird enttäuscht. Natürlich. Denn der Zivildienstleistende Sven (Alexander Fehling) kommt in eine Kleinstadt, die sich kaum von einer deutschen Stadt dieser Größe unterscheiden dürfte. Die Jugend trifft sich im Jugendclub zu Rockkonzerten, Arbeitslosigkeit ist ein großes Thema und die Ausflüge führen im Sonnenschein an fröhlich plätschernde Bäche.</p>
<p>Sven wollte freilich zunächst nach Amsterdam, um seinen Zivildienst abzuleisten, weil es allerdings Probleme gab, soll er in Oswiecim in der Begegnungsstätte und Jugendherberge arbeiten und sich vorrangig um den KZ-Überlebenden Krzeminski (Ryszard Ronczewski) kümmern. Dieser alte Herr, der in der Nachkriegszeit ein Institut zur Konservierung und Restaurierung von Auschwitz-Erinnerungsstücken aufgebaut und geleitet hatte, erweist sich als recht eigenwilliger Zeitgenosse. Sven soll für ihn Einkäufe erledigen und spielt ansonsten den Fahrdienst, wenn Krzeminski als Zeitzeuge vor Schulklassen Rede und Antwort steht. Krzeminski, Schubart-Liebhaber und ansonsten recht mürrisch und einsilbig, macht es dem jungen Deutschen anfänglich nicht leicht. Und dieser erfüllt seine Aufgaben zunächst recht leidenschaftslos. Später aber findet eine gewisse Annäherung zwischen den beiden statt; Distanz und latente Abneigung werden mehr und mehr abgelöst durch etwas, was sich als gegenseitigen Respekt bezeichnen ließe. Und als Krzeminski bei einer Rede anläßlich einer<br />
Gedenkstein-Einweihung genau in dem Moment, in dem er daran erinnert, daß Menschen in Auschwitz allein hinsichtlich ihrer &quot;Verwertbarkeit&quot; taxiert wurden, von der ungeduldigen Organisatorin des Erinnerungsevents vom Mikrofon gedrängt wird, ist Sven der einzige, der die Ungeheurlichkeit dieses Verhaltens wahrnimmt.</p>
<p>Um Respekt und Wertschätzung geht es in diesem ruhigen, unaufgeregten Film, der einerseits eine kleine Studie zum Verhältnis junger Deutscher zur Vergangenheit ist und andererseits den Blick auf das Leben junger Erwachsener im Nachbarland Polen öffnet. Daß Sven mit der Zeit nicht nur dem alten KZ-Überlebenden, sondern auch der Dolmetscherin und Museumsführerin Ania (Barbara Wysocka) immer mehr Sympathien entgegenbringt, illustriert, wie nah und gleichzeitg fremd, sich Deutsche und Polen dennoch gegenüberstehen. &quot;Du lebst doch auch hier!&quot;, antwortet Ania frustriert und irritiert auf Svens Frage, wie sie denn am Ort des größten Verbrechens der Menschheit leben könne. Und dabei schwingt auch eine gewisse Portion Trotz in ihrer Stimme.</p>
<p>Der Verdienst des Films liegt sicherlich darin, daß er das verzerrte Bild, das Deutsche gemeinhin von Polen und insbesondere Auschwitz haben, immerhin ein Stück weit korrigiert. Und obwohl der Film vordergründig recht leichtfüßig &#8211; bisweilen von melancholischen Untertönen unterbrochen &#8211; daherkommt, wirft er ernste und wichtige Fragen auf: Wie stehen wir heute zu den Orten der Erinnerung? Was passiert, wenn auch noch die letzten Zeitzeugen, die Auskunft geben können, in wenigen Jahren gestorben sind? Und auf welche Weise kann und soll die Erinnerung am leben erhalten werden, ohne zur obligatorischen Pflichtveranstaltung pervertiert zu werden?</p>
<p>In der von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ryszard_Ronczewski" target="_blank"  rel="noopener noreferrer">Ryszard Ronczewski</a> eindrucksvoll dargestellten Figur des KZ-Überlebenden Krzeminski bündeln sich all diese Fragen &#8211; und wenn dieser nach dem Ende eines nicht ganz optimal verlaufenen Vortrags vor einer Lehrlingsgruppe resigniert feststellt, man solle in Zukunft doch besser &quot;Schindlers Liste&quot; zeigen, anstatt ihn einzuladen, so ist in dieser Bemerkung viel mehr zum Ausdruck gebracht, als in anderen aufdringlich moralisch argumentierenden Filmen gelingt. </p>
<p> Schön also, daß &quot;Am Ende kommen Touristen&quot; nun den Weg in die Kinos findet. Und wie der Regisseur Robert Thalheim in einem Interview zu Protokoll gab, handelt es sich dabei auch, um eine leise Liebeserklärung an das Nachbarland Polen. Eine Liebeserklärung, die ganz nebenbei auch eine Antwort auf Adornos Diktum &#8211; das es nämlich barbarisch sei, nach Auschwitz ein Gedicht zu schreiben &#8211; gibt: einen solchen Film zu machen, ist nämlich genau das Gegenteil von Barbarei.</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="100%" size="1" />
<ul>
<li>Offizielle Website &quot;<a target="_blank" href="http://www.amendekommentouristen.de/" rel="noopener noreferrer">Am Ende kommen Touristen</a>&quot;&nbsp; </li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>Einen kleinen Eindruck liefert der offizielle Trailer zum Film:</p>
<p>
<object width="425" height="350"><param value="http://www.youtube.com/v/WGQ-TJOHojw" name="movie" /><param value="transparent" name="wmode" /><embed width="425" height="350" wmode="transparent" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/WGQ-TJOHojw" /></object>
</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><strong><em>Literaturtipps:</em></strong></p>
<ul>
<li>Welzer, Harald (2007): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3596172276?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3596172276">Der Krieg der Erinnerung</a>. Fischer.</li>
<li>Assmann, Aleida (2006): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3406549624?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3406549624">Der lange Schatten der Vergangenheit</a>. Erinnerungskultur und Geschichtspolitik. Beck.</li>
<li>Hahn, Hans-Joachim (2005): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/382531636X?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=382531636X">Repräsentationen des Holocaust</a>. Zur westdeutschen Erinnerungskultur seit 1979. Universitätsverlag Winter.</li>
<li>Rees, Laurence (2005): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3548606849?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3548606849">Auschwitz. Geschichte eines Verbrechens</a>. Ullstein.</li>
<li>Novick, Peter (2001): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/074755255X?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=074755255X">The Holocaust and Collective Memory</a>. Bloomsbury.</li>
</ul>
<hr width="100%" size="1" />
<p>&nbsp;</p>
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<p>&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Küchenphilosoph: Fulvio Pierangelini  ::: Web-Literatur: Neuausgabe von &#8222;mindestens haltbar&#8220; ::: Kino: Hader, Haas und Brenner &#124; Werkstatt-Ticker 13</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/kuechenphilosoph-fulvio-pierangelini-web-literatur-neuausgabe-von-mindestens-haltbar-kino-hader-haas-und-brenner-werkstatt-ticker-13/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Apr 2008 19:00:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<category><![CDATA[Kulinarisches]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>» Kauz &#38; Koch Bisweilen gewinnt man den Eindruck, daß fast jeder Bundesbürger, der auch nur halbwegs kundig einen Rührbesen halten kann, früher oder später Gast in einer der unzähligen TV-Kochshows sein wird. Nach meiner eigenen Rechnung müßten inzwischen alle &#8222;gelernten&#8220; Köche sowieso mit Sendungen ausgestattet sein und Johann Lafer und Alfons Schuhbeck schauen ohnehin ... <a title="Küchenphilosoph: Fulvio Pierangelini  ::: Web-Literatur: Neuausgabe von &#8222;mindestens haltbar&#8220; ::: Kino: Hader, Haas und Brenner &#124; Werkstatt-Ticker 13" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/kuechenphilosoph-fulvio-pierangelini-web-literatur-neuausgabe-von-mindestens-haltbar-kino-hader-haas-und-brenner-werkstatt-ticker-13/" aria-label="Mehr Informationen über Küchenphilosoph: Fulvio Pierangelini  ::: Web-Literatur: Neuausgabe von &#8222;mindestens haltbar&#8220; ::: Kino: Hader, Haas und Brenner &#124; Werkstatt-Ticker 13">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h4><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/category/werkstatt-ticker/"><img decoding="async" class="alignright size-full wp-image-234" style="border: 1px solid #DCDCDC; margin: 6px; float: right;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/uploads/2008/04/ticker_02a.jpg" alt="Ticker.jpg" width="180" height="121" /></a><span style="color: #808080; font-size: xx-large;"><strong>»</strong> <span style="font-size: large;">Kauz &amp; Koch </span></span></h4>
<p>Bisweilen gewinnt man den Eindruck, daß fast jeder Bundesbürger, der auch nur halbwegs kundig einen Rührbesen halten kann, früher oder später Gast in einer der unzähligen TV-Kochshows sein wird. Nach meiner eigenen Rechnung müßten inzwischen alle &#8222;gelernten&#8220; Köche sowieso mit Sendungen ausgestattet sein und Johann Lafer und Alfons Schuhbeck schauen ohnehin öfter in Kameras als in Suppentöpfe.</p>
<p>Ich weiß nicht, ob die Koch-Show-Hysterie auch jenseits der Alpen so hohe Wellen schlägt. An einem Koch beißen sich die Fernsehredakteure allerdings die Zähne aus: Fulvio Pierangelini. Pierangelini, dessen Namen mir bislang überhaupt nicht geläufig war, gilt als der beste Koch Italiens. Und offenbar auch als der verschrobenste. Seinen Ruf als &#8222;caratteraccio&#8220;, als schwieriger Charakter, hat er sich jedenfalls hart erarbeitet, wenn man dem lesenswerten Portrait über ihn in der &#8222;SZ am Wochenende&#8220; glaubt.</p>
<p><span class="pullquote_left">Fulvio Pierangelini gilt als schwieriger Charakter. Liegt es daran, daß er das Kochen mehr liebt, als die Menschen?</span></p>
<p>Wenn er Journalisten doch einmal eine Audienz gewährt, erzählt er etwa davon, daß er zu all seinen Produkten eine persönliche Beziehung aufbaue. Und er ist überzeugt davon, daß eine Kartoffel, die er vorher gestreichelt hat, besser schmeckt.</p>
<p>Spannend finde ich, daß bei ihm im Lokal die Preise einer anderen Logik als in der restlichen Welt gehorchen: Pasta mit Hummer sind dann eben nicht teurer als &#8222;profane&#8220; Spaghetti mit Tomatensauce.</p>
<p>Und, das ist das bemerkenswerte: der Kerl gilt als extravaganter Kochkünstler und es stehen ganz ordinäre &#8222;Spaghetti al pomodoro&#8220; auf der Karte. Aber er erläutert dazu folgendes:</p>
<blockquote><p>&#8222;Für Pierangelini ist das ein Gericht der Kindheit, aufgeladen mit Erinnerungen und deshalb besonders schwierig zuzubereiten. &#8222;Es ist viel schwieriger, die Gäste mit einem bekannten Gericht zu beeindrucken, als ein völlig neues Gericht zu erfinden; im ersten Fall muss man mit unzähligen Vergleichen konkurrieren&#8220;, erklärte er seiner Biographin Prandi.&#8220;</p></blockquote>
<p>Diese Aussage finde ich durchaus plausibel. Und nicht nur deshalb finde ich Fulvio Pierangelini überaus sympathisch.</p>
<div class="links_ticker">
<ul>
<li>Preiß, Maren: <a href="http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/special/918/155512/index.html/leben/artikel/397/169903/article.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Italiens bester Koch &#8211; Der Kartoffelflüsterer</a>, SZ am Wochenende, 18.4.2008</li>
</ul>
</div>
<h4><span><span style="color: #808080; font-size: xx-large;"><strong>»</strong> <span style="font-size: large;">Neue Texte bei &#8222;mindestens haltbar&#8220;</span></span></span></h4>
<p>Wer zum Ausklang des Wochenendes oder für die nächsten Tage noch ein wenig Lesestoff für zwischendurch braucht, der sei auf das Online-Literatur-Magazin &#8222;<a href="http://www.mindestenshaltbar.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mindestens haltbar</a>&#8220; verwiesen. In diesem &#8211; wie der Untertitel verspricht &#8211; &#8222;magazin für meinungen&#8220; sind ja jeden Monat einige handverlesene Geschichten nachzulesen, die der unverwüstliche Don Dahlmann zusammensammelt.</p>
<p>Diese Ausgabe hat (anders als sonst üblich) kein übergreifendes Thema, aber dafür sind alle Texte mit einer passenden Begleitmusik versehen. Und diesmal hat auch die Sprachspielerin <a href="http://www.sprachspielerin.de/2008/04/19/herr-ernst/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wieder einen Text beigesteuert</a>. Betitelt ist er mit &#8222;Herr Ernst&#8220; und beginnt so:</p>
<blockquote><p>&#8222;Vielleicht hätte man es an dem Christbaum merken müssen, der im März immer noch geschmückt auf dem kleinen Balkon stand. Vielleicht hätte man es einfach daran merken müssen, dass man dem alten Herrn Ernst gar nicht mehr im Treppenhaus begegnete.&#8220;</p></blockquote>
<p>Weiterlesen und die Musik von &#8222;My first trumpet&#8220; anhören, kann man hier:</p>
<div class="links_ticker">
<ul>
<li><a href="http://www.mindestenshaltbar.net/0404/stories/2239/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sprachspielerin: Herr Ernst</a>, in: mindestens haltbar, 04/2008</li>
</ul>
</div>
<h4><span><span style="color: #808080; font-size: xx-large;"><strong>»</strong> <span style="font-size: large;">Josef Hader ermittelt</span></span></span></h4>
<p>Einer der als Kabarettist hochgelobt, als Schauspieler bislang aber (noch?) unterschätzt wird, ist ja der Österreicher Josef Hader. Dabei konnte er schon vor Jahren in &#8222;Indien&#8220; und später in den ersten Verfilmungen der Wolf Haas-Krimis überzeugen. Aber vielleicht geht es ja auch nur mir so und alle Welt weiß bereits, daß Hader eigentlich v.a. ein toller Schauspieler ist?</p>
<p>Egal: Hader war letztes Jahr sehr gut in &#8222;Jagdhunde&#8220;<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/kuechenphilosoph-fulvio-pierangelini-web-literatur-neuausgabe-von-mindestens-haltbar-kino-hader-haas-und-brenner-werkstatt-ticker-13/#footnote_0_262" id="identifier_0_262" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ein Film von Ann-Kristin Reyels">1</a> und gefiel zuvor auch schon in &#8222;<a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Silentium_%28Film%29&amp;oldid=44592290" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Silentium</a>&#8222;, dort zum zweiten Mal in der Rolle des Brenner, der Hauptfigur der Krimis von Wolf Haas. Und wie ich nun bei &#8222;<a href="http://cultpilot.de/index.php/2008/04/18/josef-hader-ist-wieder-brenner/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">cultpilot</a>&#8220; lese, ist inzwischen auch der dritte Teil der Serie abgedreht.</p>
<p>Ende des Jahres soll dann &#8222;<a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Knochenmann" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Der Knochenmann</a>&#8220; in die Kinos kommen. Die Hader- und Haas-Fans werden sich wohl jetzt schon Kinosessel für die Premiere reservieren.</p>
<p>Hier ein kleiner Vorgeschmack:</p>
<div class="youtube">
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="355" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="wmode" value="transparent" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/AQIqRfjCUB0&amp;hl=en" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="355" src="http://www.youtube.com/v/AQIqRfjCUB0&amp;hl=en" wmode="transparent"></embed></object></p>
</div>
<div class="invisible">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Kochen">Kochen</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Knochenmann">Knochenmann</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Josef+Hader">Josef Hader</a></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_262" class="footnote">Ein Film von Ann-Kristin Reyels</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/kuechenphilosoph-fulvio-pierangelini-web-literatur-neuausgabe-von-mindestens-haltbar-kino-hader-haas-und-brenner-werkstatt-ticker-13/">Küchenphilosoph: Fulvio Pierangelini  ::: Web-Literatur: Neuausgabe von &#8222;mindestens haltbar&#8220; ::: Kino: Hader, Haas und Brenner | Werkstatt-Ticker 13</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 14</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2007/09/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-14/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Sep 2007 17:14:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blogosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Blogosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<category><![CDATA[Rockmusik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Diesmal kein Text über das Wetter. Alles Heulen, Wehklagen und Zähneklappern hilft ja nichts. Biergartenwirte und Tretbootevermieter werden anders denken, fluchen und schimpfen. Die Kinobesitzer freuen sich dagegen. Es gibt übrigens auch einige schöne Filme derzeit zu sehen: seit letzter Woche läuft etwa &#34;Hallam Foe&#34;, ein englischer Film des Regisseurs David Mackenzie. Und die Geschichte ... <a title="Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 14" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/09/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-14/" aria-label="Mehr Informationen über Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 14">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/09/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-14/">Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 14</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" width="240" height="177" align="right" style="border: 1px solid rgb(136, 136, 136); margin: 6px; padding: 1px;" alt="Fundstuecke_01c.jpg" src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2007/05/Fundstuecke_01c.jpg" /><strong>Diesmal kein Text über das Wetter. Alles Heulen, Wehklagen und Zähneklappern hilft ja nichts. Biergartenwirte und Tretbootevermieter werden anders denken, fluchen und schimpfen. Die Kinobesitzer freuen sich dagegen. Es gibt übrigens auch einige schöne Filme derzeit zu sehen: seit letzter Woche läuft etwa &quot;<a  target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hallam_Foe" rel="noopener noreferrer">Hallam Foe</a>&quot;, ein englischer Film des Regisseurs David Mackenzie. Und die Geschichte des 17-jährigen Hallam, der nach dem Tod seiner Mutter immer argwöhnischer wird, seine Stiefmutter des Mordes verdächtigt und schließlich nach Edinburgh flieht, ist nicht nur aufgrund der hörenswerten Filmmusik eine Empfehlung. Die Schauspieler sind allesamt stimmig besetzt, die Bilder eindringlich und die Story des voyeuristisch-durchgeknallten Hallam, der, um einen Blick in Dachwohnungen zu werfen, auch nicht vor halsbrecherischen Kletterpartien zurückschreckt, ist der perfekte Kinostoff.</strong><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/09/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-14/#footnote_0_82" id="identifier_0_82" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die offizielle Website bietet noch einige weitere interessante Informationen, sowie einen Blog.">1</a><strong><br /></strong></p>
<p>Weniger bildmächtig wartet dagegen der neue Film von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Petzold_%28Regisseur%29" target="_blank"  rel="noopener noreferrer">Christian Petzold</a> auf: &quot;Yella&quot; erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die im brandenburgischen Wittenberge keine Perspektive mehr sieht und zu einem neuen Job nach Hannover reist. Die Probezeit beginnt am nächsten Tag&#8230; Stimmungsvoll, besetzt mit großartigen Schauspielern (Christian Redl, Devid Striesow etc.) und v.a. der zurecht preisgekrönten Nina Hoss in der Rolle der &quot;Yella&quot;. Ein Film, der eine interessante Wendung bereithält. &quot;Yella&quot; läuft nächste Woche, am 13. September in den deutschen Kinos an.</p>
<p>Damit aber genug der Kinotipps und noch ein paar Linkverweise&#8230;</p>
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<p><font size="5" color="#888888">»</font><font size="5"><font size="5" color="#888888">1.</font> </font>Vor einigen Tagen hat Benedikt, der ansonsten seinen <a target="_blank" href="http://www.eigenarbeit.org/pop/" rel="noopener noreferrer">Poplog</a> mit allerlei Platten- und Bandbesprechungen ausstaffiert, begonnen, die Blogosphäre anhand eines neues Verfahrens &quot;<em>auszumessen</em>&quot;. Es ist gerade ein paar Tage her, daß Dirk Olbertz leider das Ende von Blogscout bekanntgegeben hat, mit dem Dirk bekanntlich auch eine Rangliste bzw. Orientierung bieten wollte, die nicht nur auf den reinen Trafficwerten basiert. Dirk hatte Gründe für das Einstellen seines Dienstes, dennoch bedaure ich diesen Schritt. Und das nicht nur, weil ich die letzten Wochen meist unter den Top100 und teilweise unter den Top20 einsortiert war.</p>
<p>Benedikt sucht nun einen anderen Weg: er wertet die Blogrolls aus und addiert die dort verlinkten Blogs zu einer &quot;<a target="_blank" href="http://www.eigenarbeit.org/pop/popjahr2007/09/03/metaroll-update/" rel="noopener noreferrer">Metaroll</a>&quot;. Sicher auch eine Methode und v.a. ist sie weitgehend gegen Manipulationsversuche gefeit. Das Problem das ich sehe: möglicherweise sind die Blogrolls zu statisch bzw. werden zu selten und zu nachlässig gepflegt. Jedenfalls ist das bei mir der Fall. Einige Blogs in meiner Linkliste werden nur sporadisch von mir besucht, andere, die ich regelmäßig lese, sind dort (noch) nicht zu finden. Ideal wäre &#8211; um der Relevanz von Blogs nachzuspüren &#8211; in meinen Augen eine Auswertung der jeweiligen Feedreader-Inhalte der einzelnen Blogger. Denn was mich einige Wochen langweilt, wird aus dem Feed bei mir entfernt&#8230; andere Fundstücke, die ich im Auge behalten will, kommen rein. Mir selbst fehlt zu so einer Rangliste allerdings das vertiefte Programmier-Know-How. Mit dem bißchen HTML- und PHP, was ich so zusammenbastle, kommt man da nicht weit&#8230;&nbsp;</p>
<p>Der Versuch von Benedikt verdient dennoch Beifall und Unterstützung&#8230; hier geht&#8217;s lang:</p>
<ul>
<li>Neue Landkarte der Blogosphäre: <a target="_blank" href="http://www.metaroll.de/metaroll.php" rel="noopener noreferrer">Metaroll&nbsp;</a></li>
</ul>
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<p><font size="5" color="#888888">»</font><font size="5"><font size="5" color="#888888">2.</font>&nbsp;</font> Ich habe schon in einigen anderen Blogs &#8211; zumeist vor Wochen und Monaten &#8211; meine Einschätzung zu einem bislang<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/09/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-14/#footnote_1_82" id="identifier_1_82" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Nun aber ist er &uuml;ber Myspace anl&auml;&szlig;lich eines St. Pauli-Samplers verf&uuml;gbar. Den Link verdanke ich den Stagediven.">2</a> online nicht verfügbaren Tomte bzw. Thees-Uhlmann-Song abgegeben. Es handelt sich &#8211; und das ist keineswegs übertrieben &#8211; um das schönste und empathischste Stück der Popgeschichte, das sich einem Thema widmet, das der Indie-Musikszene einerseits sehr nah, andererseits sehr fern ist: dem Sport, genauer: dem Fußball.</p>
<p>Denn: egal ob auf der Bühne im Scheinwerferlicht oder auf dem Rasen: meist sieht man verschwitzte Männer, die hier wie dort ihr Bestes geben. Beifall gibt es &#8211; bei gelungener Darbietung &#8211; in beiden Fällen. Während aber im Fußball die körperliche Fitneß entscheidet und oftmals leider dumpfe (Lokal-)Patriotismen gepflegt werden, sind in der Indieszene andere Faktoren von Bedeutung: Textsicherheit, Stilgefühl und Authentizität. </p>
<p>Daß aber der öde WM-Rumpel-Song &quot;&#8216;<em>54,&#8217;74&#8230;</em>&quot; von den &quot;<em>Sportfreunden Stiller</em>&quot; nicht das Maß der Dinge ist, hat zum Glück wieder einmal Tomte bewiesen. Schon vor knapp zwei Jahren spielte Thees das wunderbare Stück &quot;Das hier ist Fußball&quot; ein und das sanft krakeelige &quot;Hooray, hooray&#8230;&quot; geht wunderbar einher mit feinen Beobachtungen der Fanszene. Und ich gestehe: wenn Hamburg nicht so weit wäre, so würde ich durchaus mal am Millerntor vorbeischauen. Hier in München ist Fußball dann doch was anderes&#8230; mich zieht&#8217;s da nicht hin. Thees aber weiß: </p>
<blockquote>
<p>&quot;Gegen Bayern gesiegt / gegen Chemnitz verloren / man hört noch die Chöre in seinen Ohren / Meine Schulter ist naß durch des Nebenmanns Tränen / kann es etwas Schöneres geben?&quot;</p>
</blockquote>
<p>Nein, schöner, ergreifender geht&#8217;s nimmer. Und &#8211; ich wiederhole mich: da befindet sich ein korrekter Genetiv in dieser Zeile! &quot;<em>&#8230;durch des Nebenmanns Tränen&quot;</em>. Sagenhaft! </p>
<p>Ich verbeuge mich und empfehle jedem Sport- und Musikfan<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/09/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-14/#footnote_2_82" id="identifier_2_82" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Das gilt freilich f&uuml;r meinen alten Kumpan Stefan, der einer der gr&ouml;&szlig;ten lebenden Fu&szlig;ballkoryph&auml;en ist und mit dem ich &ndash; wie mir gerade einf&auml;llt &ndash; in den Jahren 1995, 1996ff. einige der ersten Tocotronc-Konzerte in Ludwigsburg besucht habe. Genauso sollte sich &ndash; wenn er das St&uuml;ck noch nicht kennt &ndash; der gute Afro an den Rechner setzen und das Kleinod saugen. Es wird ihn freuen, nehme ich an&hellip;">3</a> den Download des folgenden Songs:</p>
<ul>
<li>Thees Uhlmann | Tomte: <a href="http://cache08-music01.myspacecdn.com/61/full_7ddeedfb8af776017edb3d80f09ba26b.mp3">Das hier ist Fußball</a>. [MP3]</li>
</ul>
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<p><font size="5" color="#888888">»3</font><font size="5"><font size="5" color="#888888">.</font> </font>An dieser Stelle sei ganz kurz auf ein literarisches Blogprojekt verwiesen, das neuerdings nebenan entsteht. Da mir die Sache in gewissem Sinne eine Herzensangelegenheit ist, verweise ich bereits heute darauf. Es sind bislang nur einige &#8211; dafür umso lesenswertere! &#8211; Gedichte eingestellt. In den nächsten Tagen und Wochen werden weitere lyrische Versuche veröffentlicht und auch Prosatexte werden dort zu besichtigen sein.</p>
<p>Es lohnt sich durchaus schon einmal, einen kurzen Blick zu riskieren und dann in einigen Tagen nochmal vorbeizuschauen &#8211; ich werde aber bei Gelegenheit nochmals daran erinnern. Für alle Sprach- und Textmenschen:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.sprachspielerin.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Sprachspielerin</a> | Literarischer Blog</li>
</ul>
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<p><font size="5" color="#888888">»</font><font size="5"><font size="5" color="#888888">4.</font> </font>So, eigentlich sollte noch ein Hinweis auf einen weiteren Artikel folgen, allerdings bin ich gerade dabei, das Haus zu verlassen, um mich auf den &#8211; zum Glück kurzen! &#8211; Weg zur Gaststätte &quot;Rumpler&quot; zu machen. In 20 Minuten erwarte ich dort einige Blogkollegen aus der Nähe und auch der weiteren Ferne. </p>
<p>Berichte und Eindrücke des <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/09/03/kommt-zusammen-blogtreffen-in-muenchen-werkstattnotiz-vii/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">kleinen Blogtreffens</a> folgen&#8230;&nbsp; </p>
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<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_82" class="footnote">Die <a target="_blank" href="http://www.hallamfoe.de/" rel="noopener noreferrer">offizielle Website</a> bietet noch einige weitere interessante Informationen, sowie einen Blog.</li><li id="footnote_1_82" class="footnote">Nun aber ist er über Myspace anläßlich eines St. Pauli-Samplers verfügbar. Den Link verdanke ich den <a href="http://www.die-stagediven.de/wp/2007/09/04/hotelgeschichten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stagediven</a>.</li><li id="footnote_2_82" class="footnote">Das gilt freilich für meinen alten Kumpan Stefan, der einer der größten lebenden Fußballkoryphäen ist und mit dem ich &#8211; wie mir gerade einfällt &#8211; in den Jahren 1995, 1996ff. einige der ersten Tocotronc-Konzerte in Ludwigsburg besucht habe. Genauso sollte sich &#8211; wenn er das Stück noch nicht kennt &#8211; der gute Afro an den Rechner setzen und das Kleinod saugen. Es wird ihn freuen, nehme ich an&#8230;</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/09/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-14/">Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 14</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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		<title>&#8222;Free Rainer &#8211; Dein Fernseher lügt&#8220; » Hans Weingartner übersteigert seine Kritik an der TV-Verblödungsindustrie zu einer banalen Klamotte</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/free-rainer-dein-fernseher-luegt-hans-weingartner-uebersteigert-seine-kritik-an-der-tv-verbloedungsindustrie-zu-einer-banalen-klamotte/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Nov 2007 07:00:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/14/free-rainer-dein-fernseher-luegt-hans-weingartner-uebersteigert-seine-kritik-an-der-tv-verbloedungsindustrie-zu-einer-banalen-klamotte/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wer sich versuchsweise auch nur fünf Minuten durch das Fernsehprogramm zappt, der weiß, daß nur eine Sache schlimmer wäre: nämlich sich weitere fünf Minuten durch das Programmangebot schalten zu müssen. Kein Wunder, daß sich zwischen all den voyeuristischen, sensationsheischenden oder sonstwie stumpfsinnigen Formaten, neuerdings sogar Kochshows wie eine Oase der Hochkultur ausnehmen: immer noch lieber ... <a title="&#8222;Free Rainer &#8211; Dein Fernseher lügt&#8220; » Hans Weingartner übersteigert seine Kritik an der TV-Verblödungsindustrie zu einer banalen Klamotte" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/free-rainer-dein-fernseher-luegt-hans-weingartner-uebersteigert-seine-kritik-an-der-tv-verbloedungsindustrie-zu-einer-banalen-klamotte/" aria-label="Mehr Informationen über &#8222;Free Rainer &#8211; Dein Fernseher lügt&#8220; » Hans Weingartner übersteigert seine Kritik an der TV-Verblödungsindustrie zu einer banalen Klamotte">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/free-rainer-dein-fernseher-luegt-hans-weingartner-uebersteigert-seine-kritik-an-der-tv-verbloedungsindustrie-zu-einer-banalen-klamotte/">&#8222;Free Rainer &#8211; Dein Fernseher lügt&#8220; » Hans Weingartner übersteigert seine Kritik an der TV-Verblödungsindustrie zu einer banalen Klamotte</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wer sich versuchsweise auch nur fünf Minuten durch das Fernsehprogramm zappt, der weiß, daß nur eine Sache schlimmer wäre: nämlich sich weitere fünf Minuten durch das Programmangebot schalten zu müssen. Kein Wunder, daß sich zwischen all den voyeuristischen, sensationsheischenden oder sonstwie stumpfsinnigen Formaten, neuerdings sogar Kochshows wie eine Oase der Hochkultur ausnehmen: immer noch lieber einem schnauzbärtigen Meisterkoch beim Filetieren eines Bachsaiblings zusehen, als eine weitere Runde von &quot;<em>Deutschland sucht den Superstar</em>&quot;. Die Frage ist nur: wer kuckt sich diese unsäglichen Programme an?</strong> </p>
<h4 class="pullquote_left">Die üblichen Fernsehshows sind eine Beleidigung der Intelligenz der Zuschauer. Aber sie machen Quote. Was wäre, wenn man die Quoten manipulieren könnte&#8230;? <br /></h4>
<p>Die traurige Realität ist freilich, daß die Einschaltquoten genau die seichten und intelligenzfeindlichen Formate prämieren. Und &#8211; darüber besteht kein Zweifel &#8211; die Quote ist der Programmdirektor. Egal wie brechreizfördernd eine Show auf normalbegabte, denkende Menschen auch wirkt, solange die Quote stimmt, bleibt sie im Programm. Aber was wäre eigentlich, wenn man an den Quotenstellschrauben ein wenig drehen könnte? Was wäre, wenn man durch subtile Manipulationen den Literatursendungen oder der langen Fassbinder-Filmnacht zu Spitzeneinschaltquoten verhelfen könnte? Wie lange würde es dauern, bis die Sender auf die neuen Präferenzen der Zuschauer reagieren würden? </p>
<p>Genau diese Fragen stellte sich auch der Regisseur Hans Weingartner. Sein am Donnerstag startender Film &quot;<em>Free Rainer &#8211; Dein Fernseher lügt</em>&quot; kreist just um dieses ewige Rätsel der trivialen Massenunterhaltung: 1. Wieso haben vollkommen anspruchslose Formate, die die Intelligenz von Konsumenten und Produzenten beleidigen, dennoch Erfolg? 2. Könnte man das Publikum nicht auch an höherwertige Inhalte gewöhnen und heranführen? </p>
<h4 class="pullquote">Hans Weingartner sorgte für das Ereignis des Kinojahres 2004: &quot;Die fetten Jahre sind vorbei&quot; waren der beste deutsche Film seit langer Zeit <br /></h4>
<p>Für seine in &quot;<a  target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Die_fetten_Jahre_sind_vorbei&amp;oldid=38678593">Die fetten Jahre sind vorbei</a>&quot; furios inszenierte Sozial- und Globalisierungskritik wurde Weingartner vor drei Jahren vollkommen zu Recht gefeiert; setzt der Österreicher Weingartner nun erneut zum Sprung auf den deutschsprachigen Regieolymp an? </p>
<p>Um es kurz zu machen: all das, was &quot;Die fetten Jahre sind vorbei&quot; auszeichnete (glaubhafte Figurenzeichnung, treffsichere Dialoge, perfekt komponierter Spannungsbogen), fehlt Weingartners neuem Film fast komplett. Die oben skizzierte Grundidee ist sympathisch und man hätte sich nichts mehr gewünscht, als daß Hans Weingartner einmal mehr die Rebellion seiner Protagonisten in glaubhaft, starke Bilder packt. Doch während es ihm bei seinem Vorgänger auf beeindruckende Art und Weise gelang, sich in die Gedankenwelt der studentischem Akteure einzufühlen, unternimmt Weingartner einen solchen Versuch diesmal leider erst gar nicht. </p>
<h4 class="pullquote">Warum muß man die laute, überdrehte Medienbranche noch lauter und überdrehter darstellen? Das erwartbare Ergebnis: eine Karikatur. <br /></h4>
<p><strong>Einmal mehr mißlungen: Den Teufel mit dem Beelzebub vertreiben</strong></p>
<p>Er setzt diesmal alles auf eine Karte &#8211; und auf diese Karte hat offenbar Samuel Hahnemann sein Prinzip des &quot;<em>Similia similibus curantur</em>&quot;<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/free-rainer-dein-fernseher-luegt-hans-weingartner-uebersteigert-seine-kritik-an-der-tv-verbloedungsindustrie-zu-einer-banalen-klamotte/#footnote_0_131" id="identifier_0_131" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Der Arzt Samuel Hahnemann gilt als Begr&uuml;nder der Hom&ouml;opathie, die eben auf dem Grundsatz des &quot;Similia similibus curantur&quot; basiert. Also &quot;Gleiches mit Gleichem&quot; zu kurieren.">1</a> gekritzelt. Und Weingartner hält sich daran: der Überdrehtheit der Medienbranche fügt er noch ein paar weitere Um- und Überdrehungen hinzu. Was eventuell entlarvend gedacht war, nämlich bestimmte Merkmale satirisch zu überzeichnen, gerät leider zur schrägen Karikatur, zur Klamotte.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" width="200" height="266" align="left" style="margin: 10px;" alt="plakat1.gif" src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2007/11/plakat1.gif" />Es ist bedauerlich, daß Weingartner sich diesmal offensichtlich an einer medienkritischen Komödie versuchen wollte. Denn es bleibt beim Versuch: die kritischen (Unter-)Töne bleiben fast immer unglaubhaft und werden durch fast schon slapstickartige Einfälle konterkariert. Unter diesen Umständen hätte ein Moritz Bleibtreu, der den anfangs zynisch-skrupellosen TV-Produzenten Rainer verkörpert, über sich hinauswachsen müssen, um hier auf schauspielerischer Seite für ein Gegengewicht zu sorgen. Aber Moritz Bleibtreu zeigt diesmal auch nur Normalform. Dies reicht dann zwar dafür aus, daß man ihm gerne zusieht, wie er sich vom Saulus zum Paulus wandelt, aber zu mehr nicht. Denn als koksender TV-Manager ist Rainer so sehr schmierige Karikatur, daß die Figur diesen Makel bis zum Ende nicht mehr ablegen kann.</p>
<p><strong>Fehlende Plausibilität: konstruiertes Erweckungserlebnis</strong></p>
<p>Wirklich nachvollziehbar ist leider auch die moralische Kehrtwende des hyperselbstbewußten Rainer nicht. Nachdem ihn die junge Pegah (Elsa Sophie Gambard) aus Rache fast ins Jenseits befördert hat, entdeckt der einstige Trash-TV-Guru auf einmal den Qualitätsjournalismus für sich. Den will allerdings keiner sehen; die Einschaltquoten sind verheerend und Rainer erkennt ernüchtert den perfiden Mechanismus: mehr Schund=mehr Quote. Zusammen mit Pegah und dem Programmierer und Sozialphobiker Phillip (sehr stark: Milan Peschel) entwickelt er einen Plan, die Quotenmessung mit technischen Tricks zu manipulieren. </p>
<h4 class="pullquote">Es genügt nicht, hübsch auszusehen. Elsa Sophie Gambard enttäuscht in ihrer Rolle. <br /></h4>
<p>Wenn die drei zur Umsetzung ihres Sabotagekomplotts ihr Hilfsteam aus Arbeits- und Sozialhilfeempfängern zusammenstellen und ihre Kommandozentrale schließlich in einer verschnarchten Waldpension errichten, dann ist der Film immer wieder kurzweilig und amüsant. Aber leider auch furchtbar harmlos. So harmlos, wie &#8211; das muß erwähnt werden &#8211; Elsa Sophie Gambard, die die Rolle der Pegah mehr recht als schlecht ausfüllt. Hübsch mit den Augen rollen kann sie zwar, aber das ist dann auch schon fast alles, was man der Newcomerin bescheinigen kann.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/free-rainer-dein-fernseher-luegt-hans-weingartner-uebersteigert-seine-kritik-an-der-tv-verbloedungsindustrie-zu-einer-banalen-klamotte/#footnote_1_131" id="identifier_1_131" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Uwe Mies von &quot;Der Westen&quot; unterstreicht zwar das aparte Aussehen, an den schauspielerischen F&auml;higkeiten findet er aber nichts auszusetzen&hellip;">2</a> Aber vermutlich hätte auch eine Julia Jentsch oder eine Hannah Herzsprung nichts am&nbsp; Hauptmanko des Films geändert, nämlich an seiner Unentschiedenheit. Denn &quot;Free Rainer&quot; ist alles: Gesellschafts- und Mediensatire, Dokudrama, Zeitgemälde und Liebesfilm &#8211; weniger wäre mehr gewesen.</p>
<p>Ein wenig gewinnt man den Eindruck, als hätte Weingartner diesen Geburtsfehler auch selbst bemerkt. Er versucht immer wieder durch Tempowechsel für Auflockerungen zu sorgen und ihm gelingt es durch kleine originelle Sidesteps auch, daß man fast schon wieder versöhnt ist. Wenn man aber bedenkt, was möglich gewesen wäre, hätte sich Weingartner auf seine Kernkompetenz&nbsp; (psychologische Nahaufnahmen + Inszenierung von Auflehnung/Aufbegehren) besonnen, dann hofft man, daß &quot;Free Rainer&quot; nur ein Ausrutscher war. </p>
<p>Der auf der Website verkündete Anspruch: </p>
<blockquote>
<p>&quot;[In &quot;Free Rainer&quot;] entwirft Regisseur Hans Weingartner die Utopie einer geistig befreiten Gesellschaft&quot; </p>
</blockquote>
<p>wird bedauerlicherweise meilenweit verfehlt. Deshalb: das nächste Mal bitte kein zweiter Versuch im (Pseudo-)Komödienfach, Herr Weingartner. Danke!&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p>Der Werbetrailer deutet an, was alles möglich gewesen wäre. Das Fernsehen als Volksverdummungsinstanz zu dechiffrieren, es an seinem wunden Punkt (dem goldenen Quotenkalb) zu packen und dann den Spieß umzudrehen. Sabotage im Dienste einer guten Sache. Leider ist die Umsetzung nicht gelungen, die Vorschau ist dennoch sehenswert:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p></p>
<p><object width="425" height="355"><param value="http://www.youtube.com/v/tXTZjxL3Lv8&amp;rel=1&amp;border=0" name="movie" /><param value="transparent" name="wmode" /><embed width="425" height="355" wmode="transparent" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/tXTZjxL3Lv8&amp;rel=1&amp;border=0" /></object></p>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><strong><em></p>
<p>Lesenswert:</em></strong></p>
<ul>
<li>Lars von Törne: <a href="http://www.tagesspiegel.de/kultur/Kino-Free-Rainer-;art137,2379845" target="_blank">Fassbinder statt Faßbier</a>, tagesspiegel, 15.9.3007</li>
<li>Diederichsen, Diedrich: <a href="http://www.taz.de/1/leben/film/artikel/1/weltrettung-mit-reclamheft/?src=HL&amp;cHash=5908050e20" target="_blank">Weltrettung mit Reclamheft</a>, taz, 14.11.2007</li>
</ul>
<p><strong><em>Sehenswert:</em>&nbsp;</strong></p>
<ul>
<li>Weingartner, Hans: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B0008ENMTY?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B0008ENMTY">Die fetten Jahre sind vorbei</a>, DVD</li>
<li>Schipper, Sebastian: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000NO1V0Q?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B000NO1V0Q">Ein Freund von mir</a>, DVD</li>
<li>Schmid, Hans Christian: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B00018GJDI?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B00018GJDI">Lichter</a>, DVD </li>
<li>Film-Website: <a target="_blank" href="http://www.freerainer.de/">www.freerainer.de</a></li>
</ul>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_131" class="footnote">Der Arzt Samuel Hahnemann gilt als Begründer der Homöopathie, die eben auf dem Grundsatz des &quot;Similia similibus curantur&quot; basiert. Also &quot;Gleiches mit Gleichem&quot; zu kurieren.</li><li id="footnote_1_131" class="footnote">Uwe Mies von &quot;Der Westen&quot; <a href="http://www.derwesten.de/nachrichten/kultur/film/2007/11/15/news-4808606/detail.html" target="_blank">unterstreicht zwar</a> das aparte Aussehen, an den schauspielerischen Fähigkeiten findet er aber nichts auszusetzen&#8230;</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/free-rainer-dein-fernseher-luegt-hans-weingartner-uebersteigert-seine-kritik-an-der-tv-verbloedungsindustrie-zu-einer-banalen-klamotte/">&#8222;Free Rainer &#8211; Dein Fernseher lügt&#8220; » Hans Weingartner übersteigert seine Kritik an der TV-Verblödungsindustrie zu einer banalen Klamotte</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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