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	<title>Wissenschaft Archive &#187; Wissenswerkstatt</title>
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	<description>Blog zu Wissenschaft &#38; Wissenschaftskommunikation </description>
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	<title>Wissenschaft Archive &#187; Wissenswerkstatt</title>
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		<title>Insuffizienzen der Wissenschaft » Wenn medizinische Metastudien unscharfes Wissen produzieren &#8211; Agnotologie II</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/insuffizienzen-der-wissenschaft-wenn-medizinische-metastudien-unscharfes-wissen-produzieren-agnotologie-ii/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Aug 2007 14:33:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Agnotologie]]></category>
		<category><![CDATA[Kontingenz]]></category>
		<category><![CDATA[Nichtwissen]]></category>
		<category><![CDATA[Paradoxien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Frei nach dem Motto: &#8222;Glaube keiner Studie, die Du nicht selbst gefälscht hast&#8220; funktioniert allem Anschein nach gerade die pharmazeutisch-medizinische Forschung. Wobei, halt!: nein, es soll hier nicht der Eindruck erweckt werden, die verschiedenen Studien, die Wirksamkeit und/oder Unbedenklichkeit von Therapien und Medikamenten belegen sollen, seien allesamt manipuliert. Diese Unterstellung gehört in den Bereich der ... <a title="Insuffizienzen der Wissenschaft » Wenn medizinische Metastudien unscharfes Wissen produzieren &#8211; Agnotologie II" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/insuffizienzen-der-wissenschaft-wenn-medizinische-metastudien-unscharfes-wissen-produzieren-agnotologie-ii/" aria-label="Mehr Informationen über Insuffizienzen der Wissenschaft » Wenn medizinische Metastudien unscharfes Wissen produzieren &#8211; Agnotologie II">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/insuffizienzen-der-wissenschaft-wenn-medizinische-metastudien-unscharfes-wissen-produzieren-agnotologie-ii/">Insuffizienzen der Wissenschaft » Wenn medizinische Metastudien unscharfes Wissen produzieren &#8211; Agnotologie II</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Frei nach dem Motto: &#8222;Glaube keiner Studie, die Du nicht selbst gefälscht hast&#8220; funktioniert allem Anschein nach gerade die pharmazeutisch-medizinische Forschung. Wobei, halt!: nein, es soll hier nicht der Eindruck erweckt werden, die verschiedenen Studien, die Wirksamkeit und/oder Unbedenklichkeit von Therapien und Medikamenten belegen sollen, seien allesamt manipuliert. Diese Unterstellung gehört in den Bereich der Verschwörungstheorie, mit der die Wissenswerkstatt nichts gemein hat. Aber das sollte auch bislang schon klar geworden sein, oder?</strong></p>
<p>Nochmal im Klartext und in Anlehnung an Bruno Latour: in der Wissenswerkstatt arbeitet ein &#8222;Liebhaber der Wissenschaften&#8220; &#8211; daß die naturgegebenen Insuffizienzen jeder Suche nach Wahrheit dennoch Thema sind, versteht sich aber von selbst. Denn genau diejenigen, die quasi blind allen technisch-wissenschaftlichen Versprechungen Glauben schenken, sind in Wahrheit Verächter und manchmal sogar Totengräber der Wissenschaft. Denn Wissenschaft will und braucht kritische Rezipienten und Freunde. Es verhält sich kaum anders als in der Sphäre der Politik: wer stets alle Taten des &#8222;Freundes&#8220; willfährig bejubelt, ohne substantiell zu prüfen, ob hier nicht möglicherweise Widersprüche und Defizite vorliegen, mag sich zunächst als loyal erweisen. Es geht aber weder in der Politik noch in der Wissenschaft um vorauseilenden Gehorsam und Gefolgschaft um jeden Preis. Es geht vielmehr um kritische Begleitung und genau das ist u.a. die Aufgabe der Wissenschaftssoziologie. Die Wissenschaft selbst, all die Forscher in ihren Labors, all die Arbeiter in ihren sprichwörtlichen Elfenbeintürmen, sie sind notwendigerweise gefangen in ihrer Binnenperspektive.</p>
<p><strong>Aufklärung und die lehrreiche Außenperspektive </strong></p>
<p>Und genau hier setzt die Wissenschaftssoziologie an: es ist der nüchterne Blick von außerhalb, der anderes sehen läßt, als wenn man immer schon in den Kontexten der jeweiligen Spezialdisziplin sozialisiert und somit auch ein Stück weit befangen, um nicht zu sagen: gefangen ist. Und somit steht die Wissenschaftssoziologie &#8211; wenigstens, wie ich sie verstehe &#8211; in der Tradition der Aufklärung: ihre Intention ist es, das Wissen der Gesellschaft über ihre technisch-wissenschaftlichen Möglichkeiten und Grenzen zu erweitern. Denn nur wer weiß und besser einschätzen kann, wo derzeit die Grenzen des Wissens liegen, diejenigen Bereiche, in denen nicht klare Sicht auf die Gegenstände des Gewußten und Erforschten gegeben ist, sondern immer wieder der Nebel des Nichtwissens den Blick trübt, nur derjenige, der solchermaßen informiert und geübt die Innovationen von Wissenschaft und Technik in den Blick nimmt, kann nachhaltige Entscheidungen darüber treffen, was mit welchen Risiken getan werden kann.</p>
<p>Denn daß es jeweils kontingente Bereiche gibt, daß also anscheinend gesicherte Wissensbestände wieder ins Schwimmen geraten und sich als unsicher herausstellen, darüber besteht ernsthaft kein Zweifel. Und gerade der Blick in die Medizin und ihre Geschichte ernüchtert allzu hochfliegende Phantasien. Denn kaum eine andere Disziplin zeichnet sich durch solch gravierende Erfahrungen des Erfolgs und des Mißerfolgs aus. Gelingen und Scheitern liegen kaum anderswo ähnlich nah beieinander. Und man braucht hier nicht einmal Schlagworte wie <a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/Contergan" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Contergan</a> zu erwähnen &#8211; es genügt der Verweis auf die mit immensem Ressourceneinsatz entwickelten Medikamente wie &#8222;Vioxx&#8220;<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/insuffizienzen-der-wissenschaft-wenn-medizinische-metastudien-unscharfes-wissen-produzieren-agnotologie-ii/#footnote_0_67" id="identifier_0_67" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Das Schmerz- und Rheumamedikament der Fa. Merck z&auml;hlt zur Gruppe der sog. COX2-Hemmer, die seit wenigen Jahren im Verdacht stehen, Infarkte und Schlaganf&auml;lle zu beg&uuml;nstigen.">1</a> oder &#8222;Lipobay&#8220;,<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/insuffizienzen-der-wissenschaft-wenn-medizinische-metastudien-unscharfes-wissen-produzieren-agnotologie-ii/#footnote_1_67" id="identifier_1_67" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Unter diesem Handelsnamen mu&szlig;te Bayer seinen Cholesterinsenker mit dem Wirkstoff &bdquo;Cerivastatin&ldquo; aus dem Handel nehmen, nachdem unter dessen Einnahme mehrere Todesf&auml;lle berichtet wurden.">2</a> die sich dennoch als finanzielles und &#8211; berücksichtigt man die mutmaßlichen Todesopfer &#8211; menschliches Desaster erwiesen.</p>
<p><strong>Mehr Forschung = Mehr Unsicherheit? </strong></p>
<p>Damit aber wieder zurück zum Thema: medizinische (Meta-)Studien. Im Grunde ist es banal: wer seine Erkenntnisse überprüfen will, stellt weitere Untersuchungen und Experimente an, um seine Hypothesen zu testen. In der Medizin, zumal wenn es um bereits ausgereiftere Forschungen geht, stehen also <a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/Klinische_Studie" target="_blank" rel="noopener noreferrer">klinische Studien</a> an, um die Wirksamkeit der Therapien näher zu ergründen. Wir reden hier von sog. Phase I+II-Studien,<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/insuffizienzen-der-wissenschaft-wenn-medizinische-metastudien-unscharfes-wissen-produzieren-agnotologie-ii/#footnote_2_67" id="identifier_2_67" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="In den Phase-I-Studien wird die Vertr&auml;glichkeit (tolerability), in den Phase-II-Studien die Wirksamkeit (effectiveness) &uuml;berpr&uuml;ft.">3</a> die dann idealerweise meist in sog. <em>randomisierte Doppelblind-Studien</em> münden. Diese werden mit einem erheblich erweiterten Probandenkreis durchgeführt und stellen in Phase III die letzte Hürde vor der Marktzulassung dar.</p>
<p>Um das nochmals unmißverständlich klarzumachen: wenn heute ein Medikament den Weg in Apotheken und Kliniken findet, so ist es gründlich und intensiv getestet und überprüft. Hinter den erwähnten &#8222;randomisierten Doppelblindstudien&#8220; verbirgt sich ein Studiendesign, das ein Höchstmaß an Aussagekraft ermöglicht, denn &#8222;<a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/Doppelblind" target="_blank" rel="noopener noreferrer">doppelblind</a>&#8220; heißt, daß weder die durchführenden Ärzte noch die beteiligten Patienten wissen, welche Patienten nun das neue zu testende Medikament verabreicht bekommen und welche ein Placebo (alternativ auch die konventionelle Standardtherapie). Randomisiert bedeutet in diesem Kontext, daß die Auswahl, welche Personen welcher Studiengruppe (also der Test- oder der Kontrollgruppe mit Placebo) zugeordnet werden, zufallsgesteuert abläuft. Auch hier kann also keine Verfälschung durch die Studienleitung erfolgen. Erweist sich also ein neuer Wirkstoff in diesen umfänglichen Tests als unbedenklich (die Nebenwirkungen sind gemäß einer Kosten-Nutzen-Rechnung zu vernachlässigen) und gleichzeitig als wirksam (und den bisherigen Therapien überlegen), so steht der Marktzulassung nichts mehr im Wege. Wo ist das Problem, möchte man fragen&#8230;</p>
<p><strong>Scheitern als Wesen der Wissenschaft</strong></p>
<p>Strenggenommen gibt es kein Problem, jedenfalls nicht, wenn man sich bewußt macht, daß auch noch so aufwendige Studiendesigns niemals eine Garantie liefern können, daß ein Medikament genauso wirkt, wie beabsichtigt und nicht ganz andere Effekte hervorruft, die dummerweise nie in den Studien auftraten. Wer glaubt, die medizinisch-pharmazeutische Forschung sei in der Lage alle Parameter zu berücksichtigen, der irrt. Dazu ist der menschliche Körper, seine unendlichen Kaskaden an Stoffwechsel- und Austauschprozessen, seine Regulationsvielfalt und Irritationsanfälligkeit zu undurchschaubar und bislang nur recht wenig verstanden. Wie oben erwähnt: der Pharmariese Merck mußte im Jahr 2004 sein umsatzstärkstes Medikament, das Schmerz- und Rheumamittel &#8222;<a  href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Rofecoxib&amp;oldid=34494647" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vioxx</a>&#8220; nach Berichten über eine Vielzahl von Herzinfarkten und Schlaganfällen vom Markt nehmen. Und diese erst spät erkannten Nebenfolgen waren nicht Ergebnis von Schlamperei und Leichtfertigkeit, sondern unvermeidlich.</p>
<p>Was ist aber, wenn es sich nicht um medizinische Indikationen wie bspw. Rheuma geht, die immerhin einigermaßen scharf umrissen und definiert sind? Wie verhält es sich bei medikamentösen Therapieversuchen bei so schwach konturierten Symptomatiken wie <em>geschwächter Immunabwehr</em>, <em>Wechseljahrsbeschwerden</em> oder <em>Erkältungskrankheiten?</em> Welche Medikamente haben hier welche Effekte? Man erinnere sich: Ende der 90er Jahre wurde die <a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hormonersatztherapie" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hormonersatztherapie</a> zur Abfederung der <a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/Klimakterium" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Klimakterium</a>sbeschwerden noch stark propagiert. Doch ab 2000 mehrten sich die Erkenntnisse und Studien, daß hier nicht nur kaum meßbare Vorteile, sondern augenscheinlich allerhand negative Effekte auftreten: Frauen, die durch eine Östrogenersatztherapie hofften, die gefürchtete Antriebslosigkeit oder Osteoporoseerscheinungen abmildern zu können, wurden auf einmal mit Studien konfrontiert, die eine signifikante Erhöhung des Brustkrebsrisikos nahelegten. Wie an vielen Stellen nachzulesen war, reagierten viele Länder, vor allem in Skandinavien und Nordamerika sehr schnell: die Therapie wird seitdem nur bei konkreter Indikation duchgeführt. In Deutschland freilich scheinen die Gynäkologen kaum die jeweiligen Fachblätter zu studieren.</p>
<blockquote><p>„Es besteht offenbar insbesondere bei den älteren, männlichen Frauenärzten eine sehr deutliche Tendenz, den Nutzen der Hormone über- und die Risiken unterzubewerten“, sagt Bruno Müller-Oerlinghausen, Vorsitzender der Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft.</p></blockquote>
<p>Mehr als erstaunlich, wenn man weiß, daß sogar das Risiko für Demenzerkrankungen, die durch die Gabe von Hormonen abgeschwächt und vermieden werden sollten, bei den Patientinnen die Hormone erhielten, leicht erhöht war. Selbst hier waren also die angestrebten Effekte nicht zu finden.</p>
<p><strong>Echinacea, Umckaloabo und Co.</strong></p>
<p>Wer kennt nicht das Haus- und Heilmittel &#8222;Echinacea&#8220;, das als meistverkauftes natürliches Erkältungsmedikament ein wahrer Umsatzrenner ist? Aber wirkt das Extrakt aus dem roten Sonnenhut tatsächlich? Ist es gerechtfertigt, daß allein in den USA jährlich ein Umsatz von über 80 Millionen Euro mit diesen Präparaten erzielt wird?</p>
<p>Denn die Frage, ob die Einnahme von Echinacea-Präparaten bei Ansteckung oder in Bezug auf die Heilung von Erkältungskrankheiten einen positive Wirkung hat, ist mehr als umstritten. Wobei: genaugenommen ist seit einigen Jahren im Grunde erwiesen, daß die Effekte kaum meßbar oder um ehrlich zu sein, nicht vorhanden sind. Andere Hausmittelchen wie die &#8222;heiße Zitrone&#8220; oder ein &#8211; wie ich finde probates und zudem wohlschmeckendes Therapeutikum &#8211; &#8222;Bratapfel&#8220; dürften ähnlich erfolgreich wirken. Na gut, wenn Echinacea nichts nützt, Schaden ruft es &#8211; abgesehen vom Loch im Geldbeutel &#8211; wenigstens nicht hervor. Aber neuerdings gibt es doch wieder Verwirrung: eine aktuelle Metastudie einer Forschergruppe um Craig Coleman von der Universität Connecticut glaubt nun doch eine Wirksamkeit belegen zu können. Wie kann das sein?</p>
<p>Nochmal der Reihe nach: bereits 2002 stellten die Mediziner um Dr. Bruce P. Barrett von der Universität Wisconsin in einer vergleichenden Studie fest, daß die überstrapazierte Redewendung von der Erkältung, die unbehandelt sieben Tage, mit Behandlung aber eine Woche anhalte, auch für die Anwendung von Echinacea zutreffe; sie stellten fest:</p>
<blockquote><p>No statistically significant differences were detected between the echinacea and placebo groups for any of the measured outcomes. Trajectories of severity over time were nearly identical in the two groups. Mean cold duration was 6.01 days in both groups as a whole, 5.75 days in the placebo group, and 6.27 days in the echinacea group.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/insuffizienzen-der-wissenschaft-wenn-medizinische-metastudien-unscharfes-wissen-produzieren-agnotologie-ii/#footnote_3_67" id="identifier_3_67" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="vgl. Barrett, P., Brown, R.L. et al. (2002): Treatment of the Common Cold with Unrefined Echinacea, in: Annals of Internal Medicine, 17 December 2002, Volume 137, Issue 12, pp. 939-946.">4</a></p></blockquote>
<p>Und auch in einer vergleichenden Metastudie 2006<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/insuffizienzen-der-wissenschaft-wenn-medizinische-metastudien-unscharfes-wissen-produzieren-agnotologie-ii/#footnote_4_67" id="identifier_4_67" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="vgl. Linde K, Barrett B, W&ouml;lkart K, Bauer R, Melchart D. (2006): Echinacea for preventing and treating the common cold. Cochrane Database of Systematic Reviews 2006, Issue 1. ">5</a> kamen Barrett und seine Gruppe zur selben Ansicht: in 22 Einzelstudien, die erheblich in ihrer Vorgehensweise variierten, fanden sie keinen einheitlichen, gesicherten Nachweis für eine Wirksamkeit. Die Studien, die einen positiven Effekt belegen, weisen häufig deutliche Mängel in der (randomisierten) Durchführung auf und sind teilweise eher anekdotisch wertvoll.</p>
<p>Nun aber, nach einer erneuten Metastudie von Coleman et. al.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/insuffizienzen-der-wissenschaft-wenn-medizinische-metastudien-unscharfes-wissen-produzieren-agnotologie-ii/#footnote_5_67" id="identifier_5_67" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="vgl. Lancet Infectious Diseases (vol 7, p 473) ">6</a> ist wieder alles anders. Angeblich, jedenfalls. Der &#8222;Stern&#8220; wußte vor wenigen Wochen: &#8222;<a href="http://www.stern.de/wissenschaft/medizin/:Echinacea-Mittel-Und/591741.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Echinacea-Mittel: Und sie helfen doch!</a>&#8220; Aber ist dem so? Was hat Coleman anders gemacht als seine Kollegen? Denn der &#8222;Stern&#8220; glaubt ja sogar zu wissen, daß die gemeinsame Einnahme von Vitamin C und Echinacea das Erkältungsrisiko gar um 86% senke. Toll, wenn es so einfach wäre.</p>
<p>Ein kleiner Artikel der Businessweek<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/insuffizienzen-der-wissenschaft-wenn-medizinische-metastudien-unscharfes-wissen-produzieren-agnotologie-ii/#footnote_6_67" id="identifier_6_67" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="&Uuml;ber den ich dankenswerterweise bei Medinfo gestolpert bin.">7</a> klärt ein wenig auf; unter dem vielsagenden Titel: &#8222;When Medical Studies Collide&#8220; werden die Hintergründe der widersprüchlichen Artikel beleuchtet und man darf lesen:</p>
<blockquote><p>The problem is, the world of medical and health research is messier than most people realize. Black-and-white answers are rare, even when it comes to a single drug trial. In hormone replacement therapy, &#8222;people from the same study are disagreeing with each other,&#8220; says Julie Buring, professor of medicine at Brigham &amp; Women&#8217;s Hospital in Boston. The uncertainties deepen when studies are inconclusive or contradictory. That&#8217;s when researchers often lump data from a number of trials together in a meta-analysis, hoping the sum will be greater than the parts. But the approach often has pitfalls.</p></blockquote>
<p>Hier wird also die Hoffnung, daß die Summe der Einzelstudien in der Zusammenschau ein höheres Maß an Richtigkeit aufweisen, wieder einmal enttäuscht. Denn gerade die Auswahl der Studien, die berücksichtigt werden sollen, ist umstritten und beeinflußt das Ergebnis erheblich. Wie lassen sich die unterschiedlichen Schlußfolgerungen aber erklären?</p>
<p><strong>Die Verführung durch Erfolg und Meßbarkeit: Publikations-Bias</strong></p>
<p>Vermutlich durch einen sog. Publikations-Bias. Dieser erklärt sich schlicht daraus, daß Studien, die keine Effekte aufweisen, mit höherer Wahrscheinlichkeit unpubliziert bleiben; im Gegensatz finden Studien, die eine Wirksamkeit belegen, fast immer den Weg in die Journale. Das führt freilich dazu, daß die Wirksamkeit meist überschätzt wird, wenn man nur die Artikel in den Journalen zugrundelegt. Dies jedenfalls die plausible Erklärung, denn Coleman hatte nur 14 Studien herangezogen. Barrett allerdings 22 und darunter zwei Studien, die niemals veröffentlicht wurden. Das soll nun nicht heißen, daß es die Menge macht, also daß 22 Studien besser seien als 14, aber gewisse Verzerrungseffekte sollte man berücksichtigen.</p>
<blockquote><p>In addition, Coleman used only published studies, while Barrett included two unpublished ones. That decision can have a big impact. &#8222;We know there is publication bias,&#8220; says Frank E. Harrell Jr., chair of biostatistics at Vanderbilt University. It&#8217;s much easier to get a study published that says, &#8222;something works!&#8220; than one saying, &#8222;Oops, the treatment had no effect.&#8220; Using published data alone thus typically makes the final result more positive.</p>
<p>(&#8230;)  Meta-analyses may also mislead by relying on data reported in papers rather than on original raw data, which are usually kept secret. &#8222;Good raw data from one study can be worth 50 studies in a meta-analysis,&#8220; says Vanderbilt&#8217;s Harrell.</p></blockquote>
<p>Man sollte also auch bei angeblich durch Metastudien gewonnenen Erkenntnissen vorsichtig sein. Denn ganz offenbar sind es die Selektionskriterien, die bestimmen, welche Studie unter welcher Gewichtung berücksichtigt wird, die zu den skizzierten Effekten führen. Und im Ergebnis haben wir keine Zunahme von Wissen, sondern von Nichtwissen. Metastudien können, oh Wunder, auch ein Instrument der <a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/Agnotology" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Agnotologie</a> sein &#8211; der Kunst, Nichtwissen herbeizuführen. Das jedenfalls ist das Ergebnis, wenn &#8222;medizinische Studien kollidieren&#8220;.</p>
<p>Denn, wie Dr. Barrett feststellt, allzu oft werden Äpfel mit Birnen verglichen. Und der Fokus auf veröffentlichte Studien dürfte meist zu einer dezenten Verzerrung hin zu positiven Schlußfolgerungen führen. In Bezug auf Echinacea sollte man also auch weiterhin skeptisch sein. Auch wenn der &#8222;<a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sonnenh%C3%BCte_(Echinacea)" target="_blank" rel="noopener noreferrer">rote Sonnenhut</a>&#8220; einem zunächst durchaus sympathisch sein darf, ob sein Extrakt hilfreich ist, werden weitere Studien erweisen müssen.</p>
<p>Darf man dann zum als &#8222;natürliches Antibiotikum&#8220; angepriesenen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Umckaloabo" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Umckaloabo</a> greifen? Immerhin hat sich der ethanolische Wurzelauszug ja zu einem riesigen Erfolg vornehmlich in Deutschland entwickelt, der Jahresumsatz erreicht derzeit angeblich stattliche 60 Millionen Euro. Können so viele Anwender irren? Skepsis scheint auch hier berechtigt.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/insuffizienzen-der-wissenschaft-wenn-medizinische-metastudien-unscharfes-wissen-produzieren-agnotologie-ii/#footnote_7_67" id="identifier_7_67" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="vgl. arznei-telegramm: arznei-telegramm (2003): Quacksalberei: Was ist dran am Umckaloabo? ">8</a> Umckaloabo ist derzeit noch deutlich schlechter erforscht als Echinacea. Man darf also gespannt sein&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>[Update | 30.10.2007]:</p>
<p>Hier im Quanti|Soz|Blog (&#8222;<a href="http://www.quantisozblog.de/2007/10/29/publication-bias-in-forschungsreviews/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Publication bias in Forschungsreviews</a>&#8222;) nimmt sich Bernd meinen Argumenten an. Er stimmt größtenteils zu, möchte aber Meta-Studien keinesfalls als Generator von Nicht-Wissen verstanden wissen. Das ist von mir auch keineswegs so beabsichtigt. Worauf es mir ankam: Meta-Studien <em>können</em> (<em>nicht müssen</em>) im Ergebnis mehr Unsicherheit als Sicherheit hinterlassen. Weitere Anmerkungen meinerseits in den Kommentaren [2].</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr size="1" width="100%" />
<p><strong>Link- und Literaturtipps: </strong></p>
<p><em>Wissenswerkstatt: </em></p>
<ul>
<li>Scheloske, Marc (2007): <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/03/28/wolke-der-unwissenheit-agnotologie-i/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wolke der Unwissenheit &#8211; Agnotologie I</a>, 28. März 2007<em><br />
</em></li>
</ul>
<p><em>Wissenschaft, Nichtwissen und Medizin:</em></p>
<ul>
<li>Evans, I., Thornton, H, Chalmers, I. (2007): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3939069329?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3939069329">Was hilft wirklich?</a> Medizinisch Wissenschaftliche Verlagsg.</li>
<li>Hans-Jörg Rheinberger: <a  href="http://www.nzz.ch/2007/05/05/li/articleELG88.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Man weiss nicht genau, was man nicht weiss</a>. Über die Kunst, das Unbekannte zu erforschen. NZZ, 5.5.2007</li>
<li>Wehling, Peter (2006): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3896696068?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3896696068">Im Schatten des Wissens?</a> Perspektiven der Soziologie des Nichtwissens. UVK-Verlag.</li>
<li>Rheinberger, Hans-Jörg (2006): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3518293710?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3518293710" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Epistemologie des Konkreten.</a> Studien zur Geschichte der modernen Biologie. Frankfurt: Suhrkamp.</li>
<li><span class="sans">Latour, Bruno (2002): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3518291955?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3518291955" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Hoffnung der Pandora</a>. Untersuchungen zur Wirklichkeit der Wissenschaft. Frankfurt: Suhrkamp.</span></li>
<li><span class="sans">Knorr-Cetina, Karin (1981): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3518285599?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3518285599" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Fabrikation von Erkenntnis</a>. Zur Anthropologie der Naturwissenschaft. Frankfurt: Suhrkamp.</span></li>
</ul>
<p><em>Echinacea und Erkältungskrankheiten:</em></p>
<ul>
<li>New Scientist (2007): <a href="http://www.newscientist.com/article.ns?id=dn12126&amp;feedId=online-news_rss20" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Echinacea may halve the risk of catching cold</a>, 25.6.2007</li>
<li>Business Week (2007): <a href="http://www.businessweek.com/magazine/content/07_32/b4045052.htm?campaign_id=rss_tech" target="_blank" rel="noopener noreferrer">When Medical Studies Collide</a>. Contradictory reports? Meta-analysis may make things more confusing, 6.8.2007</li>
<li>Linde K, Barrett B, Wölkart K, Bauer R, Melchart D. (2006): <a href="http://www.cochrane.org/reviews/en/ab000530.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Echinacea for preventing and treating the common cold</a>. Cochrane Database of Systematic Reviews 2006, Issue 1.</li>
<li>Barrett, P., Brown, R.L. et al. (2002): <a href="http://www.annals.org/cgi/content/full/137/12/939" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Treatment of the Common Cold with Unrefined Echinacea</a>, in: Annals of Internal Medicine, 17 December 2002, Volume 137, Issue 12, pp. 939-946.</li>
</ul>
<p><em>Umckaloabo:</em></p>
<ul>
<li>Kekulé, Alexander S. (2005): <a href="http://www.planger.de/tips61.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">In den Blumentopf, nicht in den Hals</a>, tagesspiegel, 20.4.2005</li>
<li>arznei-telegramm (2003): <a href="http://www.arznei-telegramm.de/zeit/0303_a.php3" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Quacksalberei: Was ist dran am Umckaloabo?</a></li>
</ul>
<p><em>Hormonersatztherapie:</em></p>
<ul>
<li>Wissenschaft.de: <a href="http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/272930.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Weniger Brustkrebs nach Rückgang der Hormonersatztherapien</a>, 16.12.2006</li>
<li>Schneider, Sylvia (2003):<span class="sans"> <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3800039168?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3800039168">Tatort Frau. Der große Hormonschwindel</a>. Ueberreuter-Verlag.<br />
</span></li>
<li>Koch, Klaus: <a href="http://www.aerztekammer-berlin.de/10_Aktuelles/bae/18_BERLINER_AERZTE/Berliner_Aerzte_bis_2005/BAEthemen/ThemaArtikel2003_04/hormontherapie.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hormontherapie &#8211; Das Ende des &#8222;Jungbrunnens&#8220;</a>, Ärztekammer Berlin, März 2003</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_67" class="footnote">Das Schmerz- und Rheumamedikament der Fa. Merck zählt zur Gruppe der sog. <a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/COX-2-Hemmer" target="_blank" rel="noopener noreferrer">COX2-Hemmer</a>, die seit wenigen Jahren im Verdacht stehen, Infarkte und Schlaganfälle zu begünstigen.</li><li id="footnote_1_67" class="footnote">Unter diesem Handelsnamen mußte Bayer seinen Cholesterinsenker mit dem Wirkstoff &#8222;<a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cerivastatin" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Cerivastatin</a>&#8220; aus dem Handel nehmen, nachdem unter dessen Einnahme mehrere Todesfälle berichtet wurden.</li><li id="footnote_2_67" class="footnote">In den Phase-I-Studien wird die Verträglichkeit (tolerability), in den Phase-II-Studien die Wirksamkeit (effectiveness) überprüft.</li><li id="footnote_3_67" class="footnote">vgl. Barrett, P., Brown, R.L. et al. (2002): <a href="http://www.annals.org/cgi/content/full/137/12/939" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Treatment of the Common Cold with Unrefined Echinacea</a>, in: Annals of Internal Medicine, 17 December 2002, Volume 137, Issue 12, pp. 939-946.</li><li id="footnote_4_67" class="footnote">vgl. Linde K, Barrett B, Wölkart K, Bauer R, Melchart D. (2006): <a href="http://www.cochrane.org/reviews/en/ab000530.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Echinacea for preventing and treating the common cold</a>. Cochrane Database of Systematic Reviews 2006, Issue 1. </li><li id="footnote_5_67" class="footnote">vgl. <em>Lancet Infectious Diseases</em> (vol 7, p 473) </li><li id="footnote_6_67" class="footnote">Über den ich dankenswerterweise bei <a href="http://medinfo.netbib.de/archives/2007/08/07/2225" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Medinfo</a> gestolpert bin.</li><li id="footnote_7_67" class="footnote">vgl. arznei-telegramm: arznei-telegramm (2003): <a href="http://www.arznei-telegramm.de/zeit/0303_a.php3" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Quacksalberei: Was ist dran am Umckaloabo?</a> </li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/insuffizienzen-der-wissenschaft-wenn-medizinische-metastudien-unscharfes-wissen-produzieren-agnotologie-ii/">Insuffizienzen der Wissenschaft » Wenn medizinische Metastudien unscharfes Wissen produzieren &#8211; Agnotologie II</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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		<item>
		<title>Meeresforschung im METEOR-Logbuch » Leider nur in der Web-1.0-Variante &#124; kurz&#038;knapp 28</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/meeresforschung-im-meteor-logbuch-leider-nur-in-der-web-10-variante-kurzknapp-28/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Apr 2008 09:03:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftskommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Ökologie]]></category>
		<category><![CDATA[Blogosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Daß Blog die Abkürzung von Weblog ist und hierbei das &#8222;Logbuch&#8220; Pate stand ist hinlänglich bekannt.1 Und welche Thematik eignete sich besser für einen Blog, als die Ereignisse an Bord eines Schiffes? Und tatsächlich gibt es &#8211; wie ich eben bei Text&#38;Blog lese &#8211; ab sofort die Möglichkeit, die Logbucheinträge von Forschern und Crewmitgliedern der ... <a title="Meeresforschung im METEOR-Logbuch » Leider nur in der Web-1.0-Variante &#124; kurz&#038;knapp 28" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/meeresforschung-im-meteor-logbuch-leider-nur-in-der-web-10-variante-kurzknapp-28/" aria-label="Mehr Informationen über Meeresforschung im METEOR-Logbuch » Leider nur in der Web-1.0-Variante &#124; kurz&#038;knapp 28">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/meeresforschung-im-meteor-logbuch-leider-nur-in-der-web-10-variante-kurzknapp-28/">Meeresforschung im METEOR-Logbuch » Leider nur in der Web-1.0-Variante | kurz&#038;knapp 28</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-248" style="border: 1px solid #dcdcdc; margin: 6px; float: right;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/uploads/2008/04/meteor_01.jpg" alt="Forschungsschiff Meteor" width="230" height="142" /><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:MET03.jpg"></a><strong> Daß Blog die Abkürzung von Weblog ist und hierbei das &#8222;Logbuch&#8220; Pate stand ist hinlänglich bekannt.</strong><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/meeresforschung-im-meteor-logbuch-leider-nur-in-der-web-10-variante-kurzknapp-28/#footnote_0_245" id="identifier_0_245" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Auch wenn ich gestehen mu&szlig;, da&szlig; ich selbst nicht konsequent &bdquo;das&ldquo; Blog sage bzw. schreibe, sondern h&auml;ufiger &bdquo;der&ldquo;&hellip;">1</a> <strong> Und welche Thematik eignete sich besser für einen Blog, als die Ereignisse an Bord eines Schiffes?</strong></p>
<p style="text-align: left;">Und tatsächlich gibt es &#8211; wie ich eben bei <a href="http://textundblog.de/?p=2137" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Text&amp;Blog</a> lese &#8211; ab sofort die Möglichkeit, die Logbucheinträge von Forschern und Crewmitgliedern der &#8222;Meteor&#8220; nachzulesen, die derzeit in den Gewässern vor Namibia schippert.</p>
<p style="text-align: left;">Die &#8222;<a  href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Meteor_%28Forschungsschiff%29&amp;oldid=44720865" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Meteor</a>&#8220; ist übrigens das jüngste Exemplar einer traditionsreichen &#8222;Forschungsschiff-Dynastie&#8220;. Die &#8222;erste&#8220; Meteor lief am 26.2.1914 in der Kaiserlichen Werft von Danzig vom Stapel und die jetzige Meteor wurde 1986 in Travemünde gebaut. Insgesamt bietet das fast 100m lange Schiff Platz für knapp 30 Wissenschaftler und ebensoviele Besatzungsmitglieder. Und &#8211; letzte Info für Zahlenfreaks &#8211; wenn es sein muß, dann macht die Meteor 12 Knoten. Die <a href="http://www.marum.de/METEOR-Logbuch.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Info</a> zur aktuellen Mission liest sich auf der Website so:</p>
<blockquote style="text-align: left;"><p>&#8222;Vom 12. April bis zum 25. Mai untersuchen Forscher des MARUM<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/meeresforschung-im-meteor-logbuch-leider-nur-in-der-web-10-variante-kurzknapp-28/#footnote_1_245" id="identifier_1_245" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Unter diesem Forschungsverbund versammeln sich u.a. Geowissenschaftler, Ozeanographen und Biologen der Uni Bremen, sowie Forscher des dortigen Max-Planck-Instituts und des Alfred-Wegener-Instituts f&uuml;r Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven.">2</a> von Bord des Forschungsschiffes METEOR die so genannte tiefe Biosphäre vor Namibia. Dabei handelt es sich um das vermutlich größte Ökosystem der Welt, nämlich einzellige Lebewesen, die bis mehrere hundert Meter tief im Ozeanboden verborgen leben.&#8220;</p></blockquote>
<p style="text-align: left;">Ich finde die Idee klasse und mit Sicherheit gewinnt man hier spannende Einblicke in die Arbeit der Ingenieure und Wissenschaftler auf dem Forschungsschiff. Und <a href="http://www.planeterde.de/internationales-jahr-des-planeten/meteor-blog/fahrtleiter-logbuch/logbuch-11-april-2008/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> gibt es den 1. Logbuch-Eintrag.</p>
<h4 class="pullquote" style="text-align: left;">Weshalb verzichtet man ausgerechnet auf solche Features, die einen Blog erst richtig spannend machen? Kommentare sind offenbar nicht erwünscht, genausowenig kann man sich die Beiträge per RSS holen&#8230;</h4>
<p style="text-align: left;">Allerdings frage ich mich, weshalb man nicht wirklich konsequent das Weblog-Prinzip verfolgt: denn eine Kommentarfunktion gibt es nicht.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/meeresforschung-im-meteor-logbuch-leider-nur-in-der-web-10-variante-kurzknapp-28/#footnote_2_245" id="identifier_2_245" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Und ob Trackbacks angezeigt werden, halte ich auch f&uuml;r fraglich bzw. f&uuml;r ziemlich unwahrscheinlich. Werde es aber mit diesem Beitrag testen. ;-) ">3</a> Eigentlich schade, denn möglicherweise wäre es für die Logbuchschreiber auch spannend, wenn sie die Reaktionen der Leser verfolgen könnten.</p>
<p style="text-align: left;">Weshalb &#8222;kastriert&#8220; man einen Blog genau um diese wesentliche Funktion? Daß man auch keinen RSS-Feed anbietet, wundert da kaum noch. Und auch an der Navigation bzw. Übersichtlichkeit der Website ließe sich meiner Meinung nach vieles verbessern.</p>
<p style="text-align: left;">Dennoch ein Lesetipp:</p>
<ul style="text-align: left;">
<li><a href="http://www.planeterde.de/internationales-jahr-des-planeten/meteor-blog" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.planeterde.de/internationales-jahr-des-planeten/meteor-blog</a></li>
</ul>
<div class="invisible" style="text-align: left;">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p style="text-align: left;"><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Ozean">Ozean</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Meteor">Meteor</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Wissenschaft">Wissenschaft</a></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_245" class="footnote">Auch wenn ich gestehen muß, daß ich selbst nicht konsequent &#8222;das&#8220; Blog sage bzw. schreibe, sondern häufiger &#8222;der&#8220;&#8230;</li><li id="footnote_1_245" class="footnote">Unter diesem Forschungsverbund versammeln sich u.a. Geowissenschaftler, Ozeanographen und Biologen der Uni Bremen, sowie Forscher des dortigen Max-Planck-Instituts und des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven.</li><li id="footnote_2_245" class="footnote">Und ob Trackbacks angezeigt werden, halte ich auch für fraglich bzw. für ziemlich unwahrscheinlich. Werde es aber mit diesem Beitrag testen. ;-) </li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/meeresforschung-im-meteor-logbuch-leider-nur-in-der-web-10-variante-kurzknapp-28/">Meeresforschung im METEOR-Logbuch » Leider nur in der Web-1.0-Variante | kurz&#038;knapp 28</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Wissensfluten » Franz M. Wuketits zur Inflation wissenschaftlicher Erkenntnisse &#124; kurz&#038;knapp 27</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/wissensfluten-franz-m-wuketits-zur-inflation-wissenschaftlicher-erkenntnisse-kurzknapp-27/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Apr 2008 06:50:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftskommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Wissenschaft &#8211; diese Entwicklung ist offensichtlich &#8211; produziert in immer kürzeren Zyklen, immer mehr Ergebnisse. Zwar sind es naturgemäß nur selten die großen, bahnbrechenden Erkenntnisse, aber wenn man lediglich den &#8222;Output&#8220; der Forschung betrachtet, so agiert das &#8222;System Wissenschaft&#8220; effizienter als je zuvor. In einem überaus anregenden Artikel in der Wiener Zeitung skizziert der ... <a title="Wissensfluten » Franz M. Wuketits zur Inflation wissenschaftlicher Erkenntnisse &#124; kurz&#038;knapp 27" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/wissensfluten-franz-m-wuketits-zur-inflation-wissenschaftlicher-erkenntnisse-kurzknapp-27/" aria-label="Mehr Informationen über Wissensfluten » Franz M. Wuketits zur Inflation wissenschaftlicher Erkenntnisse &#124; kurz&#038;knapp 27">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/wissensfluten-franz-m-wuketits-zur-inflation-wissenschaftlicher-erkenntnisse-kurzknapp-27/">Wissensfluten » Franz M. Wuketits zur Inflation wissenschaftlicher Erkenntnisse | kurz&#038;knapp 27</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-247" style="margin: 5px; float: right;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/uploads/2008/04/news_01.jpg" alt="Nachrichten" width="200" height="133" /><strong>Die Wissenschaft &#8211; diese Entwicklung ist offensichtlich &#8211; produziert in immer kürzeren Zyklen, immer mehr Ergebnisse. Zwar sind es naturgemäß nur selten die großen, bahnbrechenden Erkenntnisse, aber wenn man lediglich den &#8222;Output&#8220; der Forschung betrachtet, so agiert das &#8222;System Wissenschaft&#8220; effizienter als je zuvor.</strong></p>
<p>In einem überaus anregenden <a href="http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3946&amp;Alias=wzo&amp;cob=339312&amp;currentpage=1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Artikel </a>in der Wiener Zeitung skizziert der aktuell in Wien lehrende Wissenschaftstheoretiker und Biologe <a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/Franz_M._Wuketits" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Franz M. Wuketits</a> die Herausforderungen, die sich aus diesem Sachverhalt ergeben. Denn sowohl die Wissenschaft selbst, als auch die Medien<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/wissensfluten-franz-m-wuketits-zur-inflation-wissenschaftlicher-erkenntnisse-kurzknapp-27/#footnote_0_246" id="identifier_0_246" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Deren Aufgabe es sein sollte, die &Ouml;ffentlichkeit wenigstens in groben Z&uuml;gen &uuml;ber den Stand der Forschung zu orientieren.">1</a> haben &#8211; so die Beobachtung von Wuketits &#8211; bislang keinen geeigneten Modus gefunden, um mit diesem drohenden Forschungs-Info-Overkill umzugehen.</p>
<blockquote><p>&#8222;Den Tageszeitungen kann man regelmäßig interessante und mitunter verblüffende Meldungen darüber entnehmen, was an vorderster Front der Forschung passiert. [&#8230;] Das Erfreuliche dabei: Die Leser gewinnen den (richtigen!) Eindruck, dass in den Wissenschaften Wesentliches geschieht. Das weniger Erfreuliche: Man darf nicht jede Meldung ernst nehmen.&#8220;</p></blockquote>
<p>Und Wuketits kritisiert weiter:</p>
<blockquote><p>&#8222;Die Einzelerkenntnisse, die derzeit in so ungeheurer Fülle gewonnen werden, stehen meist für sich allein da. Da Bildung zusehends auf Ausbildung reduziert wird, verlernen die Menschen allmählich nicht nur das Denken in Zusammenhängen, sondern auch das Erkennen von Widersprüchen&#8230;&#8220;</p></blockquote>
<p>Den Text möchte ich allen Werkstattbesuchern dringend empfehlen (und bedanke mich beim Sciblog für <a href="http://www.sciblog.at/stories/25732/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">den Tipp</a>). Zwar sind es durchaus keine neuen Einsichten, die Wuketits unterbreitet, aber er faßt einige Probleme unserer Wissenschaftsgesellschaft sehr verständlich und pointiert zusammen. So etwa, wenn er  darauf hinweist, daß die Informationsgewinnung durch wissenschaftliche Forschung nur die eine Seite der Medaille darstelle, der Umgang, die gesellschaftliche Verarbeitung mit neugewonnem Wissen allerdings die andere Seite, die mitunter größere Anstrengungen erfordere.</p>
<p>Genauso muß man dem Wiener Wissenschaftsphilosophen zustimmen, wenn er &#8211; mit leicht sarkastischem Unterton &#8211; notiert, daß leider allzu häufig durch falsch verstandene und/oder übereifrige<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/wissensfluten-franz-m-wuketits-zur-inflation-wissenschaftlicher-erkenntnisse-kurzknapp-27/#footnote_1_246" id="identifier_1_246" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Oder sensationsheischende, schlagzeilengeile&hellip; die Liste lie&szlig;e sich verl&auml;ngern. ;-) ">2</a>  Wissenschaftskommunikation ein atemloser Alarmismus entstehe. Das nämlich, wenn etwa Befunde über tatsächliche oder vermeintliche Gesundheitsgefährdungen zu Horrormeldungen aufgebauscht werden. Da geht es mir häufig genauso wie Wuketits und ich frage mich:</p>
<blockquote><p>&#8222;Manchmal muss man sich ja fast wundern, dass es überhaupt noch Menschen gibt. Man sollte einmal ein groß angelegtes Forschungsprojekt anregen, um endlich herauszufinden, warum so viele Menschen in unserer gefährlichen Welt steinalt werden.&#8220;</p></blockquote>
<p><em><strong>Links:</strong></em></p>
<ul>
<li>Wuketits, Franz M.: <a href="http://www.wienerzeitung.at/DesktopDefault.aspx?TabID=3946&amp;Alias=wzo&amp;cob=339312&amp;currentpage=1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mehr Wissen als Erkenntnis</a>, Wiener Zeitung, 11.4.2008</li>
<li>Die <a href="http://www.kli.ac.at/institute-b.html?personal/wuketits" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Website</a> von Franz M. Wuketits an der Uni Wien</li>
</ul>
<p><em><strong>Literaturempfehlungen:</strong></em></p>
<ul>
<li>Wuketits, Franz M. (2007): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3777615099?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3777615099">Der freie Wille. Die Evolution einer Illusion</a>. Hirzel.</li>
<li>Wuketits, Franz M. (2006): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3406541577?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3406541577">Bioethik. Eine kritische Einführung</a>. C. H. Beck.</li>
</ul>
<div class="invisible">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Forschung">Forschung</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Wuketits">Wuketits</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Wissenschaft">Wissenschaft</a></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_246" class="footnote">Deren Aufgabe es sein sollte, die Öffentlichkeit wenigstens in groben Zügen über den Stand der Forschung zu orientieren.</li><li id="footnote_1_246" class="footnote">Oder sensationsheischende, schlagzeilengeile&#8230; die Liste ließe sich verlängern. ;-) </li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/wissensfluten-franz-m-wuketits-zur-inflation-wissenschaftlicher-erkenntnisse-kurzknapp-27/">Wissensfluten » Franz M. Wuketits zur Inflation wissenschaftlicher Erkenntnisse | kurz&#038;knapp 27</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Mehr technische, mehr wissenschaftliche Demokratie wagen » Technikfolgenabschätzung 2.0? &#124; Werkstattnotiz LXXIX</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/mehr-technische-mehr-wissenschaftliche-demokratie-wagen-technikfolgenabschaetzung-20-werkstattnotiz-lxxix/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Apr 2008 15:20:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftskommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Nanotechnologie]]></category>
		<category><![CDATA[Risikokommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft 2.0]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es gibt und gab keine technologische Innovation, keine wissenschaftliche Entdeckung, die nicht bei Zeitgenossen auf Vorbehalte oder auch offene Ablehnung gestoßen wäre. Das ist heute, wenn die Kontroversen um Gentechnologie oder Stammzellforschung hochkochen, nicht anders als zu den Zeiten, in denen die Dampflok das Pferdefuhrwerk ablöste. Was sich allerdings über die Generationen geändert hat: jede ... <a title="Mehr technische, mehr wissenschaftliche Demokratie wagen » Technikfolgenabschätzung 2.0? &#124; Werkstattnotiz LXXIX" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/mehr-technische-mehr-wissenschaftliche-demokratie-wagen-technikfolgenabschaetzung-20-werkstattnotiz-lxxix/" aria-label="Mehr Informationen über Mehr technische, mehr wissenschaftliche Demokratie wagen » Technikfolgenabschätzung 2.0? &#124; Werkstattnotiz LXXIX">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/mehr-technische-mehr-wissenschaftliche-demokratie-wagen-technikfolgenabschaetzung-20-werkstattnotiz-lxxix/">Mehr technische, mehr wissenschaftliche Demokratie wagen » Technikfolgenabschätzung 2.0? | Werkstattnotiz LXXIX</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-254 alignright" style="float: right;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/uploads/2008/04/c-60-fullerene-molekal.jpg" alt="C60-Fullerene" width="210" height="193" /><strong>Es gibt und gab keine technologische Innovation, keine wissenschaftliche Entdeckung, die nicht bei Zeitgenossen auf Vorbehalte oder auch offene Ablehnung gestoßen wäre. Das ist heute, wenn die Kontroversen um Gentechnologie oder Stammzellforschung hochkochen, nicht anders als zu den Zeiten, in denen die Dampflok das Pferdefuhrwerk ablöste.</strong></p>
<p>Was sich allerdings über die Generationen geändert hat: jede neue Technologie, die sich am Horizont abzeichnet, braucht lebensnotwendigerweise gesellschaftliche Akzeptanz.</p>
<p>Dies cum grano salis aus zwei Gründen: erstens sind wir uns wohl einig darüber, daß der Einsatz einer Technik nur dann opportun ist, wenn ein Großteil der Bürger damit einverstanden ist. Das wäre also die Legitimitätsfrage und hat demokratietheoretische Hintergründe. Zweitens existieren Technologien nur insoweit, als daß man darauf rechnen kann, Käufer zu finden. Hier kommt also die marktwirtschaftliche Komponente ins Spiel.</p>
<h4 class="pullquote_left">Fortschritt und gesellschaftliche Akzeptanz kann man nicht verordnen. Der gesellschaftliche Umgang mit Technologien organisiert sich eigensinniger, als Technokraten denken.</h4>
<p>Was ich mit diesen kurzen Andeutungen zum Ausdruck bringen will: jede Technik muß (wenigstens in Grundzügen) von der Bevölkerung getragen sein. Man kann Fortschritt nicht verordnen. Man kann aber auch Akzeptanz nicht befehlen.</p>
<p>Wir wissen jedoch aus der Technikfolgenabschätzung und den Erfahrungen aus vergangenen Technikkontroversen, daß eine frühzeitige Dialogorientierung, also die Partizipation von zivilgesellschaftlichen Akteuren im Prozeß der Technikentwicklung, von kaum überschätzbarem Vorteil ist.</p>
<p>Die Lehre in Kurzform: wer sich abschottet und glaubt &#8222;sein Ding&#8220; durchziehen zu können (und am Ende werde man schon Käufer und Akzeptanz finden), der täuscht sich.</p>
<p><strong>Zukunft gestalten: Risikodialoge, Konsenskonferenzen und die Partizipation der Bürger</strong></p>
<p>Insofern ist es begrüßenswert, daß seit einigen Jahren auch vom BMBF begleitende Risiko-Dialogbemühungen unternommen werden. Niels Boeing <a href="http://www.heise.de/tr/Nano-Tacheles--/blog/artikel/106475" target="_blank" rel="noopener noreferrer">berichtet</a> im &#8222;Technology Review&#8220;-Blog von einem ersten sog. &#8222;Bürgerdialog&#8220; in Hamburg zur Nanotechnologie.</p>
<blockquote><p>&#8222;Grundsätzlich sind diese Veranstaltungen, die sich möglichen Risiken der Nanotechnik widmen, notwendig und sehr begrüßenswert. Denn sie kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die nanotechnische Entwicklung durchaus noch gestaltbar ist.&#8220;</p></blockquote>
<p>Ein Bürgerdialog, das als kleine Erklärung, ist eine Konferenzform, in der Experten und Laien, Hersteller und Konsumenten, sowie Akteure aus den verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen teilnehmen, diskutieren, ihre Argumente vorbringen und sich über den Stand der (wissenschaftlichen) Diskussion austauschen. Eines der Hauptanliegen solcher Konzepte ist einerseits die Vermittlung von risikorelevantem Wissen<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/mehr-technische-mehr-wissenschaftliche-demokratie-wagen-technikfolgenabschaetzung-20-werkstattnotiz-lxxix/#footnote_0_253" id="identifier_0_253" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Also durch sachliche, fundierte Infos &uuml;ber die jeweiligen Risikoeinsch&auml;tzungen der Experten. Wozu auch geh&ouml;rt, da&szlig; transparent wird, da&szlig; hier teilweise widerspr&uuml;chliche Meinungen vorliegen!">1</a>, andererseits geht es um die Sensibilisierung für Akzeptanzprobleme, Wünsche und Ängste.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/mehr-technische-mehr-wissenschaftliche-demokratie-wagen-technikfolgenabschaetzung-20-werkstattnotiz-lxxix/#footnote_1_253" id="identifier_1_253" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Hier k&ouml;nnen die Fachleute enorm profitieren, denn sie erkennen im Idealfall, weshalb ihre Forschungen (noch?) skeptisch beurteilt werden&hellip;">2</a></p>
<p>Es geht also immer auch darum, die eigenen Standpunkte zu präzisieren und von anderen sog. &#8222;Stakeholdern&#8220; zu lernen und deren Sichtweise wenigstens annähernd zu verstehen.</p>
<p>Niels berichtet über einige Problempunkte, die sich in seinen Augen am vergangenen Wochenende aufgetan haben. Er schreibt:</p>
<blockquote><p>&#8222;Da ist zum einen eine Unschärfe der Begriffe. Sie fängt bei dem unglücklichen Konzept von „der“ Nanotechnologie an. Obwohl seit längerem von Technikfolgenabschätzern und -philosophen <a href="http://www.zeit.de/2007/47/P-Nordmann-Interview?page=all" target="_blank" rel="noopener noreferrer">angemahnt</a> wird, dass man sinnvollerweise nur von „Nanotechnologien“ in der Mehrzahl sprechen kann (ich selbst bevorzuge den <a href="http://www.heise.de/tr/artikel/72931">Sammelbegriff Nanotechnik</a>), wird das Gebiet nach wie vor als eine einheitliche Technologie verkauft. Dabei ist ziemlich offensichtlich, dass etwa Rastersondenmikroskope, nanoskalige Medikamentfähren oder kratzfeste Beschichtungen mit eingebetteten Nanopartikeln jeweils sehr verschiedene Technologien sind. Es wäre längst überfällig, diese Unterscheidung auch in der öffentlichen Darstellung zu etablieren.&#8220;</p></blockquote>
<p>Hier ist ihm unbedingt zuzustimmen. Es gibt dringend Differenzierungsbedarf, wobei es natürlich immer schwierig ist, das zu kommunizoeren.  Grundsätzlich ist Niels Boeing aber ein Sympathisant solcher Dialogformen.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/mehr-technische-mehr-wissenschaftliche-demokratie-wagen-technikfolgenabschaetzung-20-werkstattnotiz-lxxix/#footnote_2_253" id="identifier_2_253" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die im &uuml;brigen auf skandinavischen Modellen, den sog. Konsenskonferenzen, basieren.">3</a> Und hier stimme ich natürlich zu 100% mit ihm überein. Und den Kritikern kann ich mit ihm im Chor nur zurufen:</p>
<blockquote><p>&#8222;Von einigen Nanotech-Kritikern werden die Foren und Dialoge als „Akzeptanzbeschaffungsmaßnahmen“ und „Feigenblattveranstaltungen“ abgetan. Diese Sichtweise halte ich allerdings für wenig hilfreich. Die Frage kann nicht „ob“, sondern nur „wie“ lauten.&#8220;</p></blockquote>
<p>Es gibt natürlich Vertreter von NGOs oder auch von Industrieseite, die sich weigern, sich auch nur an den Tisch mit Akteuren der Gegenseite zu setzen. Solche verbohrt-verbitterten Betonköpfe gibt es leider überall.</p>
<h5 class="pullquote">Wer sich auf einen Dialog einläßt, der muß lernbereit und lernfähig sein. Und sich zumindest in die &#8222;gegnerische&#8220; Position hineinversetzen können.</h5>
<p>Ein Dialog (von dem wirklich alle Seiten profitieren können), funktioniert aber nur ohne Scheuklappen. Wer das Visier herunterklappt und glaubt, er könne oder müsse weltanschauliche Grabenkämpfe ausfechten, hat nicht verstanden, worum es innerhalb eines solchen Dialogs geht und welche Chancen darin verborgen liegen.</p>
<p>Für hochinteressant halte ich die abschließende Bemerkung von Niels:</p>
<blockquote><p>&#8222;Wenn wir wirklich aus den Debatten über Atomkraft oder Gentechnik lernen wollen, sollten wir weiterdenken &#8211; &#8222;technische Demokratie&#8220; wagen. Es wäre an der Zeit, eine Technikfolgenabschätzung mit Web-2.0-Werkzeugen im großen Stil aufzuziehen.&#8220;</p></blockquote>
<p>Ja, genau, möche ich ihm zurufen! Wir brauchen das dringend. Es entspricht &#8211; das als Randbemerkung &#8211; vollständig meiner Idee einer &#8222;wissenschaftsmündigen Gesellschaft&#8220;, die ich ja beispielsweise <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/14/demokratisierung-der-wissenschaftskommunikation-durch-wissenschaftliche-blogs-wege-in-eine-wissenschaftsmuendige-gesellschaft/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier </a>entfaltet habe. Es geht um Dialog, um Teilhabe, um Mitsprache. Und welches Medium wäre dafür besser geeignet, als das &#8222;Mit-Mach-Netz&#8220;? Schließlich geht es doch um eine Demokratisierung von Wissenschaftskommunikation.</p>
<p>Insofern schließe ich diese Überlegungen frei nach Willy Brandt:</p>
<p><strong>Wir müssen mehr technische, mehr wissenschaftliche Demokratie wagen!</strong></p>
<div class="links"><em><strong>Link:</strong></em></p>
<ul>
<li>Boeing, Niels: <a href="http://www.heise.de/tr/Nano-Tacheles--/blog/artikel/106475" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nano-Tacheles</a>, TR-Blog, 15.4.2008</li>
</ul>
<p><em>Artikel der Wissenswerkstatt zu dieser Thematik:</em></p>
<ul>
<li><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/26/risiko-nanofood-die-nanotechnologie-hat-die-lebensmittelbranche-erreicht-werkstattnotiz-lxxiii/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Risiko Nanofood? » Die Nanotechnologie hat die Lebensmittelbranche erreicht</a>, 26. März 2008</li>
<li><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/14/demokratisierung-der-wissenschaftskommunikation-durch-wissenschaftliche-blogs-wege-in-eine-wissenschaftsmuendige-gesellschaft/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Demokratisierung der Wissenschaftskommunikation durch wissenschaftliche Blogs » Wege in eine „wissenschaftsmündige“ Gesellschaft</a>, 14. März 2008</li>
</ul>
<p><em><strong>Literaturempfehlungen:</strong></em></p>
<ul>
<li>Paschen, Herbert &amp; Coenen, Christopher (2008): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3540210687?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3540210687">Nanotechnologie in Forschung, Entwicklung, Anwendung. Stand und Perspektiven</a>. Springer, Berlin.</li>
<li>Shelley, Toby (2007): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3866017200?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3866017200">Nanotechnologie. Neue Möglichkeiten &#8211; Neue Gefahren</a>. Parthas-Verlag.</li>
<li>Gazsó, André / Greßler, Sabine / Schiemer, Fritz (2007): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3211486445?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3211486445">nano. Chancen und Risiken aktueller Technologien</a>. Springer, Wien.</li>
</ul>
</div>
<div class="invisible">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Risiko">Risiko</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Nanotechnologie">Nanotechnologie</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Wissenschaft">Wissenschaft</a></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_253" class="footnote">Also durch sachliche, fundierte Infos über die jeweiligen Risikoeinschätzungen der Experten. Wozu auch gehört, daß transparent wird, daß hier teilweise widersprüchliche Meinungen vorliegen!</li><li id="footnote_1_253" class="footnote">Hier können die Fachleute enorm profitieren, denn sie erkennen im Idealfall, weshalb ihre Forschungen (noch?) skeptisch beurteilt werden&#8230;</li><li id="footnote_2_253" class="footnote">Die im übrigen auf skandinavischen Modellen, den sog. Konsenskonferenzen, basieren.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/mehr-technische-mehr-wissenschaftliche-demokratie-wagen-technikfolgenabschaetzung-20-werkstattnotiz-lxxix/">Mehr technische, mehr wissenschaftliche Demokratie wagen » Technikfolgenabschätzung 2.0? | Werkstattnotiz LXXIX</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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		<title>Geschichten der Wissenschaft » &#8222;DFG Science TV&#8220; gefällt und verkennt doch das dialogische Potential des Web 2.0</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Apr 2008 12:33:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftskommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Universität]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wo findet Wissenschaft statt, was sind ihre Themen und wozu ist das alles gut? Wer Antworten auf solche und ähnliche Fragen sucht, dem sei &#8222;DFG Science TV&#8220; empfohlen. Auf diesem neuen Online-Wissenschafts-Portal präsentiert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) zehn außergewöhnliche Forschungsprojekte, die illustrieren, daß Wissenschaft eine hochspannende Angelegenheit ist. Wenn Wissenschaft bzw. wissenschaftliche Institutionen versuchen, sich ... <a title="Geschichten der Wissenschaft » &#8222;DFG Science TV&#8220; gefällt und verkennt doch das dialogische Potential des Web 2.0" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/geschichten-der-wissenschaft-dfg-science-tv-gefaellt-und-verkennt-doch-das-dialogische-potential-des-web-20/" aria-label="Mehr Informationen über Geschichten der Wissenschaft » &#8222;DFG Science TV&#8220; gefällt und verkennt doch das dialogische Potential des Web 2.0">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wo findet Wissenschaft statt, was sind ihre Themen und wozu ist das alles gut? Wer Antworten auf solche und ähnliche Fragen sucht, dem sei &#8222;<a href="http://www.dfg-science-tv.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">DFG Science TV</a>&#8220; empfohlen. Auf diesem neuen Online-Wissenschafts-Portal präsentiert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) zehn außergewöhnliche Forschungsprojekte, die illustrieren, daß Wissenschaft eine hochspannende Angelegenheit ist. </strong></p>
<p>Wenn Wissenschaft bzw. wissenschaftliche Institutionen versuchen, sich  und ihre Arbeit gegenüber der interessierten Öffentlichkeit darzustellen, dann wirkt das häufig etwas bemüht und unbeholfen.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/geschichten-der-wissenschaft-dfg-science-tv-gefaellt-und-verkennt-doch-das-dialogische-potential-des-web-20/#footnote_0_260" id="identifier_0_260" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Klar, Wissenschaftler m&uuml;ssen exzellente Forscher sein, das Talent zur &Ouml;ffentlichkeitsarbeit in eigener Sache ist gl&uuml;cklicherweise (noch?) sekund&auml;r.">1</a> Ganz anders im Fall des diese Woche gestarteten Projekts, das auf den Namen &#8222;DFG Science TV&#8220; hört.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/geschichten-der-wissenschaft-dfg-science-tv-gefaellt-und-verkennt-doch-das-dialogische-potential-des-web-20/#footnote_1_260" id="identifier_1_260" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="&Uuml;ber den Titel k&ouml;nnte man allerdings streiten. Wirklich pfiffig ist er nicht&hellip;">2</a> Die Website ist ansprechend und professionell gestaltet. An der Übersichtlichkeit und der selbsterklärenden Navigationsstruktur gibt es nichts zu bemängeln.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/geschichten-der-wissenschaft-dfg-science-tv-gefaellt-und-verkennt-doch-das-dialogische-potential-des-web-20/#footnote_2_260" id="identifier_2_260" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Auch andere Wissenschaftsblogger haben bereits auf den Start von &bdquo;DFG Science TV&ldquo; hingewiesen. So etwa der Fischblog, Sciblog und Scienceblogs.">3</a></p>
<h4><span class="pullquote_left">&#8222;DFG Science TV&#8220; ist kein weiteres Forscher-Youtube. Die Wissenschaftsstorys sind hochprofessionell gefilmt, in handliche Episoden verpackt und sollen neugierig machen&#8230;</span></h4>
<p>Die Besonderheit an der Sache ist allerdings, daß es sich <em>nicht</em> um ein beliebiges Forschungs-Video-Portal handelt, auf dem Wissenschaftler in kurzen Filmchen ihre Arbeit erklären.</p>
<p>Das DFG-Projekt kann mit einer durchaus raffinierten Idee punkten: die zehn ausgewählten Forscherteams werden nämlich nicht in einem Stück, sondern häppchenweise vorgestellt. Jede Woche gibt es ein dreiminütiges Kurzvideo, das aber jeweils nur einen Teil der ganzen Geschichte darstellt. Woche für Woche gibt es also eine Episode der Wissenschaftsstory zu sehen, die sich dann sukzessive in den nächsten zwölf Wochen entfaltet. Es sollen also ganz bewußt Geschichten erzählt werden und so soll auch sichtbar werden, daß es sich bei Wissenschaft um einen (Erkenntis-)Prozeß handelt.</p>
<p>Mir gefällt diese Idee ehrlicherweise sehr gut und die Umsetzung ist durchaus ansprechend. Wenn man sich einige der Filme ansieht, so merkt man freilich, daß das Angebot v.a. auf Jugendliche zugeschnitten ist. (Aber auch Zeitgenossen jenseits des Teenageralters kommen auf ihre Kosten!)</p>
<p>Und in der Pressemitteilung zum Start steht auch :</p>
<blockquote><p>&#8222;Wir brauchen das Interesse junger Leute, um den wissenschaftlichen Nachwuchs sicherzustellen&#8220;, erläutert DFG-Präsident Professor Matthias Kleiner. &#8222;Wir müssen neue Wege gehen, um zu vermitteln: Forschung ist spannend.&#8220;</p></blockquote>
<p>Kein Wunder, daß sich bei dieser Zielsetzung die vertretenen Projekte vornehmlich aus den Ingenieur- und Naturwissenschaften rekrutieren. Das reicht von <a href="http://dfg-science-tv.de/projekte/beton-light.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wissenschaftlern der TU Dresden</a>, denen die Kamera dabei zugeschaut hat, wie sie an einem Verbundstoff aus Glasfasern und Beton tüfteln bis zur Arbeit der Teams der <a href="http://dfg-science-tv.de/projekte/bedrohter-bergwald.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Forschungsstation &#8222;Estación Científica San Francisco&#8220;</a>, die in den tropischen Bergregenwäldern Ecuadors nach Lösungen suchen, wie der Erhalt dieses Ökosystems mit den Bedürfnissen der Bevölkerung in Einklang gebracht werden kann.</p>
<p><strong>Auswahlkriterien: Nutzwert und Exotik?</strong></p>
<p><span class="pullquote">Wann ist Forschung &#8222;filmtauglich&#8220;? Offenbar ist es von Vorteil, wenn eine Portion Abenteuer und Fernweh  mit dabei sind. </span></p>
<p>Es wird schnell deutlich, daß die ausgewählten Projekte eines gemeinsam haben: sie zeichnen sich durch einen konkreten Problemlösungbezug aus und sie repräsentieren Wissenschaft von ihrer abenteuerlichsten, exotischsten Seite. Auf Nachfrage heißt es, daß die &#8222;Filmtauglichkeit&#8220; den Ausschlag dafür gab, welche Projekte präsentiert werden.</p>
<p>Das mag ich gar nicht in Abrede stellen, aber das Kriterium &#8222;filmtauglich&#8220; heißt ganz offenbar, daß Forschung genau dann vorzeigbar ist, wenn sie entweder in fernen Ländern stattfindet oder zumindest hierzulande Lösungen für drängende Probleme verspricht.</p>
<p>Das soll die Wichtigkeit der vertretenen Forschungsprojekte wirklich nicht in Abrede stellen, auffallend ist es dennoch, daß von zehn Wissenschaftlerteams gleich vier Stück im Ausland tätig sind, drei an drängenden gesellschaftlichen Problemen hierzulande arbeiten und zwei weitere Teams sich darum bemühen, wie man Robotern das Gehen oder das Ausräumen der Spülmaschine beibringt.</p>
<p><strong>Sind Kultur- und Geisteswissenschaftler nicht sexy genug?</strong></p>
<h4 class="pullquote">Spiegeln die dargestellten Projekte wirklich die Bandbreite der DFG-Forschung wider? Wissenschaftler, deren Arbeit keinen direkten Nutzwert abwirft, werden mit der Auswahl nicht ganz glücklich sein.</h4>
<p>Ich könnte mir vorstellen, daß innerhalb der DFG diese Auswahl durchaus Kritik findet. Denn ginge es nicht auch darum, tatsächlich die Bandbreite der Forschungslandschaft darzustellen? Ist es für eine filmische Aufbereitung vollkommen undenkbar, wenn sich etwa Historiker auf die Suche nach unseren kulturellen Wurzeln machen? Sind Linguisten, Kultur- und Gesellschaftswissenschaftler weniger sexy?</p>
<p>Daß Wissenschaft sich wünschenswerterweise durch einen handfesten gesellschaftlichen Nutzwert auszeichnet, wird den Zusehern von &#8222;Science TV&#8220; jedenfalls deutlich vermittelt. Die unzähligen Wissenschaftler, die in der Grundlagenforschung tätig sind und diejenigen, deren Arbeit einen weniger offensichtlichen Mehrwert abwirft, werden möglicherweise etwas mit der Auswahl hadern.</p>
<p><strong>Dennoch: spannende, sehenswerte Forschung</strong></p>
<p>Nichtsdestotrotz: die präsentierten Teams machen wirklich faszinierende Arbeit und es lohnt sich auf alle Fälle, die Projektwebsite zu besuchen. Dort kann man die kommenden Wochen dann mitverfolgen, wie etwa das <a href="http://dfg-science-tv.de/projekte/die-5-millionenstadt.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Projektteam &#8222;Megastädte&#8220; </a>unter der Regie von Prof. Dr. Frauke Kraas<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/geschichten-der-wissenschaft-dfg-science-tv-gefaellt-und-verkennt-doch-das-dialogische-potential-des-web-20/#footnote_3_260" id="identifier_3_260" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die seit 2000 als Professorin f&uuml;r Stadt- und Sozialgeographie an der Uni K&ouml;ln lehrt.">4</a> sich mit Fragen von Infrastruktur, Müll, Recycling oder den Machtverhältnissen in rasend schnell wachsenden Metropolen beschäftigt. Oder wie es auf der Website heißt:</p>
<blockquote><p>&#8222;Das Forscherteam vom Geographischen Institut der Universität zu Köln untersucht in Zusammenarbeit mit KollegInnen weiterer deutscher und ausländischer Universitäten die drei  Megastädte Delhi in Indien, Dhaka in Bangladesh und Pearl River Delta in China. Sie beobachten, kartieren, analysieren und führen Interviews mit den Menschen auf den Straßen und besuchen sie in ihren Häusern und Hütten, um die rasante Entwicklung der Millionenstädte, deren Akteure und Regelhaftigkeiten zu verstehen.&#8220;</p></blockquote>
<p>Genauso interessant, aber ebenfalls ein Beispiel dafür, welche Projekte ausgewählt wurden, ist das &#8222;German Apsara Conservation Project (GACP)&#8220;. Dahinter verbirgt sich das Team vom Institut für Restaurierungs- und Konservierungswissenschaft der FH Köln, das sich seit 1997 um die <a href="http://dfg-science-tv.de/projekte/tempelpflege.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Restaurierungsarbeiten des Weltkulturerbes &#8222;Angkor Wat&#8220;</a> bemüht. Aber auch alle anderen &#8222;Film-Tagebücher&#8220; sind einen Besuch wert.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.dfg-science-tv.de/"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-261" style="margin-top: 12px; margin-bottom: 12px;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/uploads/2008/04/dfg-science-tv.jpg" alt="dfg-science-tv" width="500" height="801" srcset="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2008/04/dfg-science-tv.jpg 550w, https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2008/04/dfg-science-tv-249x400.jpg 249w" sizes="(max-width: 500px) 100vw, 500px" /></a></p>
<p><strong>Und wo bleibt das Web 2.0?</strong></p>
<p>Um es nochmal zu verdeutlichen: die Idee ist klasse, die Umsetzung professionell. Es dürfte auch nicht ganz billig gewesen sein, dieses Projekt zu stemmen. Insofern ein großes Kompliment an die Beteiligten. Zur eigenwilligen Auswahl der Teams, habe ich ja bereits etwas angemerkt und denke, daß in dem Zusammenhang auch DFG-intern Kritik laut werden wird.</p>
<p>Auffallend ist natürlich auch, daß solche Komponenten, die üblicherweise unter dem Etikett &#8222;Web 2.0&#8220; gebündelt werden, fast gänzlich fehlen. Das Format basiert fast vollständig auf der konventionellen Web1.0-Logik. Es gibt ein (gut gemachtes) Angebot und es gibt Rezipienten, die sich günstigstenfalls dafür interessieren. Abgesehen von der Möglichkeit die einzelnen Episodenfilme auf einer Skala von 1-5 zu bewerten, gibt es aber keine Feedback- oder Mitmachmöglichkeit.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/geschichten-der-wissenschaft-dfg-science-tv-gefaellt-und-verkennt-doch-das-dialogische-potential-des-web-20/#footnote_4_260" id="identifier_4_260" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Was ja auch bei anderen Wissenschaftskommunikations-Versuchen, selbst wenn sie &bdquo;Blog&ldquo; hei&szlig;en, nicht selbstverst&auml;ndlich ist.">5</a></p>
<p class="pullquote_left">Schade, daß man der Zielgruppe, den &#8222;digital natives&#8220;, nicht größeres Vertrauen entgegenbringt. Leider basiert das Portal zu 100% auf der Web-1.0-Logik.</p>
<p>Ich bin darüber fast etwas erstaunt, denn die anvisierte Zielgruppe<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/geschichten-der-wissenschaft-dfg-science-tv-gefaellt-und-verkennt-doch-das-dialogische-potential-des-web-20/#footnote_5_260" id="identifier_5_260" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Es wird ja nicht verheimlicht, da&szlig; es u.a. darum geht junge Erwachsene eventuell f&uuml;r ein Studium zu begeistern&hellip;">6</a> sind doch just die &#8222;digital natives&#8220;, für die Blogs, RSS oder das Einbinden von Videos in die eigene Website nicht fremd ist.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/geschichten-der-wissenschaft-dfg-science-tv-gefaellt-und-verkennt-doch-das-dialogische-potential-des-web-20/#footnote_6_260" id="identifier_6_260" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Gerade die Inhalte und Videos w&uuml;rden sich im Web2.0-Kontext f&uuml;r spannende, qualitativ hochwertige Mash-Ups eignen.">7</a></p>
<p>Auf meine Anfrage, weshalb solche Features nicht berücksichtigt wurden, erhielt ich die Antwort, daß sowohl das zur Verfügung stellen von &#8222;Embedding-Codes&#8220;, als auch RSS aus rechtlichen Gründen nicht möglich sei.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/geschichten-der-wissenschaft-dfg-science-tv-gefaellt-und-verkennt-doch-das-dialogische-potential-des-web-20/#footnote_7_260" id="identifier_7_260" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Warum lassen sich solche Portale nicht auch unter einer CC_Lizenz durchf&uuml;hren?">8</a> Außerdem vertritt man offenbar die Ansicht, daß die Inhalte nur im Kontext der Website verständlich und sinnvoll sind. Was zu befürchten gewesen wäre, wenn einige Wissenschaftsblogger solche Videos integriert hätten, weiß ich allerdings nicht&#8230;</p>
<p><strong>Blogs sind vor allem Arbeit?!</strong></p>
<p>Die Tatsache freilich, daß man keine Möglichkeit bietet, auf der Website oder in einzelnen &#8222;Projektblogs&#8220; direkt mit den Forschern in Kontakt zu treten, finde ich ebenso bedauerlich. Die Auskunft, weshalb hier kein Dialog, sondern nur die Einbahnstraße gewählt wurde, lautet:</p>
<blockquote><p>&#8222;Zusätzlich ist der Aufwand schon für die Filme immens [&#8230;] und wir konnten noch nicht absehen, ob Blogs oder ähnliches für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler überhaupt zeitlich noch in Frage kommen &#8211; schließlich forschen diese Menschen als Allererstes einmal.&#8220;</p></blockquote>
<p>Diese Antwort<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/geschichten-der-wissenschaft-dfg-science-tv-gefaellt-und-verkennt-doch-das-dialogische-potential-des-web-20/#footnote_8_260" id="identifier_8_260" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Besten Dank f&uuml;r die nette Antwort an das Projektteam/&Ouml;ffentlichkeitsarbeit der DFG.">9</a> ist in meinen Augen v.a. eines: sie ist ehrlich. Kurzsichtig und ein wenig unverständlich finde ich es dennoch. Denn man betreibt ja bereits einen enormen Aufwand, finanziell wie personell &#8211; nach Angaben des Tagesspiegel hat man sich das Portal 300.000 Euro kosten lassen. Und dann soll der Zusatzaufwand für &#8222;Projektblogs&#8220;, die ja zunächst mal nur drei Monate laufen sollen, den Rahmen sprengen?</p>
<p><span class="pullquote">Wäre der Aufwand für begleitende Blogs wirklich zu groß? Man investiert doch bereits viel Zeit und Geld&#8230;<br />
</span></p>
<p>Klar: Forscher sollen zuerst mal forschen, dafür werden sie bezahlt. Aber ich behaupte erstens, daß die einzelnen Teams ja bereits jede Menge Ressourcen investiert haben und zweitens, daß sie durch und in Blogs auch jede Menge positives Feedback bekommen könnten.</p>
<p>Einerseits Anerkennung und Dank für ihre Arbeit. Andererseits könnten die Forscher auch erleben, spüren, wahrnehmen, daß ihre Tätigkeit &#8222;ankommt&#8220;.</p>
<p>Schade, daß man in dieser Phase den Forschern (wie ich glaube aus Unkenntnis) die Möglichkeit nicht bietet, mit den interessierten Webpassanten da draußen in Kontakt zu treten. Es wäre für beide Seiten lehrreich. Und daß es (es handelt sich jeweils um Teams mit mehreren Mitarbeitern!) zuviel verlangt wäre, sich einmal am Tag 20 min. um Kommentare zu kümmern, kann mir niemand erzählen. Und dann gibt es ja immer noch die DFG-Redakteure, die hier betreuend, unterstützend, Fragen beantwortend, eingreifen könnten.</p>
<p>Vielleicht, liebe DFG, ja das beim nächsten Mal. Für den Anfang, ist die Website ganz gut, aber es besteht noch Luft, nach oben &#8211; das Web 2.0 bietet noch deutlich mehr Raum für spannende, interaktive Wissenschaftskommunikation.</p>
<hr size="1" />
<p><em>[Update: 16.00 Uhr]</em></p>
<p>Ich lese eben erst die Pressemitteilung zum Start von &#8222;DFG Science TV&#8220; und dort steht bzgl. der Motivation für das Projekt:</p>
<blockquote><p>&#8222;Vor dem Hintergrund der wachsenden Bedeutung von Internet-Plattformen mit Bewegtbildern und den veränderten Nutzergewohnheiten vor allem junger Menschen entschloss sich die DFG, für das Internet geeignete Kurzfilme aus der Wissenschaft produzieren zu lassen und über eine eigene Plattform verfügbar zu machen.&#8220;</p></blockquote>
<p>Umso erstaunlicher, daß man (da man offenbar von den &#8222;veränderten Nutzergewohnheiten [&#8230;] junger Menschen&#8220; Kenntnis hat) dennoch etwas halbherzig an die Sache herangeht.</p>
<p>Wie gesagt: ich wünsche dem Portal den nötigen Erfolg und vielleicht gibt es ja im Herbst eine Zweitauflage. Dann aber bitte mit den erwähnten Web2.0-Features. Falls Ihr, liebes DFG-Projektteam, dahingehend Beratung braucht: ich stehe gerne mit Rat und Tat zur Verfügung. ;-)</p>
<div class="links"><em><strong>Website:</strong></em></p>
<li>Video-Forschungstagebücher: <a href="http://www.dfg-science-tv.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">DFG Science TV</a></li>
<p><em><strong>Pressemitteilung und Presseartikel:</strong></em></p>
<ul>
<li><a href="http://www.dfg.de/aktuelles_presse/pressemitteilungen/2008/presse_2008_15.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Science TV macht Forschung erlebbar</a>, DFG-Pressemitteilung Nr. 15</li>
<li>Warnecke, Tilmann: <a href="http://www.tagesspiegel.de/magazin/wissen/Science-TV;art304,2513657" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Forscher als Fernsehstars</a>, Der Tagesspiegel, 16.4.2008</li>
</ul>
<p><em><strong>Eines der beteiligten Teams hat doch einen Blog:</strong></em></p>
<ul>
<li><a href="http://baublog.tu-dresden.de/index.php/20080415/wissenschaft-wird-ganz-neu-sichtbar-dfg-science-tv-startet/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wissenschaft wird ganz neu sichtbar: DFG Science TV startet</a>, BauBlog TU Dresden</li>
</ul>
</div>
<div class="invisible">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Web+2.0">Web 2.0</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Wissenschaftskommunikation">Wissenschaftskommunikation</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/DFG+Science+TV">DFG Science TV</a></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_260" class="footnote">Klar, Wissenschaftler müssen exzellente Forscher sein, das Talent zur Öffentlichkeitsarbeit in eigener Sache ist glücklicherweise (noch?) sekundär.</li><li id="footnote_1_260" class="footnote">Über den Titel könnte man allerdings streiten. Wirklich pfiffig ist er nicht&#8230;</li><li id="footnote_2_260" class="footnote">Auch andere Wissenschaftsblogger haben bereits auf den Start von &#8222;DFG Science TV&#8220; hingewiesen. So etwa der <a href="http://fisch-blog.blog.de/2008/04/16/angetestet-dfg-science-tv-4053750" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fischblog</a>, <a href="http://www.sciblog.at/stories/25805/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sciblog</a> und <a href="http://www.scienceblogs.de/neurons/2008/04/menschmaschine-auf-dfg-sciencetv.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Scienceblogs</a>.</li><li id="footnote_3_260" class="footnote">Die seit 2000 als Professorin für Stadt- und Sozialgeographie an der Uni Köln lehrt.</li><li id="footnote_4_260" class="footnote">Was ja auch <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/14/meeresforschung-im-meteor-logbuch-leider-nur-in-der-web-10-variante-kurzknapp-28/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bei anderen Wissenschaftskommunikations-Versuchen</a>, selbst wenn sie &#8222;Blog&#8220; heißen, nicht selbstverständlich ist.</li><li id="footnote_5_260" class="footnote">Es wird ja nicht verheimlicht, daß es u.a. darum geht junge Erwachsene eventuell für ein Studium zu begeistern&#8230;</li><li id="footnote_6_260" class="footnote">Gerade die Inhalte und Videos würden sich im Web2.0-Kontext für spannende, qualitativ hochwertige Mash-Ups eignen.</li><li id="footnote_7_260" class="footnote">Warum lassen sich solche Portale nicht auch unter einer CC_Lizenz durchführen?</li><li id="footnote_8_260" class="footnote">Besten Dank für die nette Antwort an das Projektteam/Öffentlichkeitsarbeit der DFG.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/geschichten-der-wissenschaft-dfg-science-tv-gefaellt-und-verkennt-doch-das-dialogische-potential-des-web-20/">Geschichten der Wissenschaft » &#8222;DFG Science TV&#8220; gefällt und verkennt doch das dialogische Potential des Web 2.0</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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		<item>
		<title>Gedanken zur Zukunft wissenschaftlicher Blogs ::: Bemerkenswerte Blog-Geburtstage ::: Querverweise &#124; Werkstatt-Ticker 38</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/gedanken-zur-zukunft-wissenschaftlicher-blogs-bemerkenswerte-blog-geburtstage-querverweise-werkstatt-ticker-38/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Jun 2008 12:31:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wissenschaftskommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Werkstatt]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftsblogs]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>» Potentiale wissenschaftlicher Blogs Wer einen Blick in die USA und die dortige Wissenschaftsblogszene riskiert, der stellt fest, daß es dort nicht nur (fast) selbstverständlich ist, daß Wissenschaftler bloggen, sondern auch die Akzeptanz beim Publikum deutlich höher ist als hierzulande. Blogger wie P.Z. Myers (Pharyngula) sind absolute Stars der Szene und generieren monatlich hunderttausende Klicks. ... <a title="Gedanken zur Zukunft wissenschaftlicher Blogs ::: Bemerkenswerte Blog-Geburtstage ::: Querverweise &#124; Werkstatt-Ticker 38" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/gedanken-zur-zukunft-wissenschaftlicher-blogs-bemerkenswerte-blog-geburtstage-querverweise-werkstatt-ticker-38/" aria-label="Mehr Informationen über Gedanken zur Zukunft wissenschaftlicher Blogs ::: Bemerkenswerte Blog-Geburtstage ::: Querverweise &#124; Werkstatt-Ticker 38">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/gedanken-zur-zukunft-wissenschaftlicher-blogs-bemerkenswerte-blog-geburtstage-querverweise-werkstatt-ticker-38/">Gedanken zur Zukunft wissenschaftlicher Blogs ::: Bemerkenswerte Blog-Geburtstage ::: Querverweise | Werkstatt-Ticker 38</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/category/werkstatt-ticker/"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-234" style="border: 1px solid #DCDCDC; margin: 6px; float: right;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/uploads/2008/04/ticker_02a.jpg" alt="Ticker.jpg" width="180" height="121" /></a><span style="color: #808080; font-size: xx-large;"><span class="ticker_titel"><strong>»</strong> </span><span style="font-size: large;"><span class="ticker_titel">Potentiale wissenschaftlicher Blogs</span><br />
</span></span></h2>
<p>Wer einen Blick in die USA und die dortige Wissenschaftsblogszene riskiert, der stellt fest, daß es dort nicht nur (fast) selbstverständlich ist, daß Wissenschaftler bloggen, sondern auch die Akzeptanz beim Publikum deutlich höher ist als hierzulande.</p>
<p>Blogger wie P.Z. Myers (<a href="http://scienceblogs.com/pharyngula/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pharyngula</a>) sind absolute Stars der Szene und generieren monatlich hunderttausende Klicks. Von solchen Werten sind wir weit entfernt und vielleicht ist es auch gut so, daß Wissenschaftsblogs in Deutschland bislang ein Nischenphänomen darstellen.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/gedanken-zur-zukunft-wissenschaftlicher-blogs-bemerkenswerte-blog-geburtstage-querverweise-werkstatt-ticker-38/#footnote_0_324" id="identifier_0_324" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="So l&auml;&szlig;t sich vermutlich deutlich entspannter &bdquo;ausprobieren&ldquo;, was wissenschaftliches Bloggen bedeutet,  wenn man nicht sofort mit dutzenden Kommentaren rechnen mu&szlig;&hellip;">1</a> Doch wie sieht die Zukunft von Wissenschaftsblogs in Deutschland aus? Gibt es diese überhaupt?</p>
<p>Innerhalb eines Gastbeitrags<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/gedanken-zur-zukunft-wissenschaftlicher-blogs-bemerkenswerte-blog-geburtstage-querverweise-werkstatt-ticker-38/#footnote_1_324" id="identifier_1_324" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Christiane hat k&uuml;rzlich eine Serie gestartet, in der sie einige Gastblogger um Beitr&auml;ge zum Thema zielgruppenspezifische Werbung in Online-Medien gebeten hat.">2</a> im Blog &#8222;<a href="http://blog.kooptech.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kooptech</a>&#8220; von Christiane Schulzki-Haddouti habe ich einige Gedanken zur &#8222;<em>Zukunft von wissenschaftlichen Blogs</em>&#8220; skizziert. Und ich bin dort auch der Frage nachgegangen, ob eine &#8222;Professionalisierung&#8220; wissenschaftlicher Blogs denkbar ist.</p>
<p>Ich stelle mir die Frage, ob Wissenschaftsblogs weiterhin &#8222;Zufalls- und Gelegenheitsprodukte&#8220; bleiben werden, ob es überhaupt ein Publikum gibt und wer überhaupt bloggen soll und kann. Und schließlich versuche ich zu erklären, weshalb die Orientierung an den &#8222;PageImpressions&#8220; sinnlos und destruktiv ist.</p>
<div class="links_ticker">Mehr dazu und die Einladung zum mitdiskutieren:</p>
<ul>
<li>Marc Scheloske: <a href="http://blog.kooptech.de/2008/06/ueber-die-un-moegliche-professionalisierung-wissenschaftlicher-blogs/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Über die (un-)mögliche Professionalisierung wissenschaftlicher Blogs</a>, in: kooptech, 20. Juni 2008</li>
</ul>
</div>
<h2><span style="color: #808080; font-size: xx-large;"><span class="ticker_titel"><strong>»</strong> </span><span style="font-size: large;"><span class="ticker_titel">Glückwünsche</span><br />
</span></span></h2>
<p>Wenn ich hier in der Wissenswerkstatt darüber schreibe, daß wissenschaftliche Blogs eine spannende Erweiterung der konventionellen Formen der Wissenschaftskommunikation sind, so habe ich dafür natürlich viele Beispiele im Hinterkopf. Denn es gibt sie da draußen: die Wissenschaftsblogs, die prototypisch illustrieren, was alles bloggenderweise kommuniziert werden kann &#8211; und sie zeigen, daß dies mit einem Mehrwert für Blogger und Leser verbunden ist.</p>
<p>Zwei Blogs, die hier besonders hervorstechen sind einmal die &#8222;<a href="http://kamenin.wordpress.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Begrenzte Wissenschaft</a>&#8220; und dann der &#8222;<a href="http://www.zahlengesellschaft.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Quanti|Soz|Blog</a>&#8222;. Der thematische Zuschnitt ist recht unterschiedlich &#8211; kein Wunder, denn der eine Blogautor ist Physiker, der andere Soziologe. Aber beiden gemein ist, daß sie vor wenigen Tagen ihren ersten Bloggeburtstag feiern konnten.</p>
<p>Bernd Weiß vom Quanti|Soz|Blog ist ziemlich <a href="http://www.zahlengesellschaft.de/2008/06/15/mehr-als-1-jahr-quantisozblog-und-etwas-kluger/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">selbstkritisch</a> und zählt u.a. einige &#8222;Unzulänglichkeiten&#8220; von (wissenschaftlichen) Blogs auf &#8211; aber schließlich endet er versöhnlich:</p>
<blockquote><p>&#8222;&#8230;lautet das Fazit nach diesem einen Jahr: Hat Spaß gemacht und es geht weiter.&#8220;</p></blockquote>
<p>Und kamenin erklärt nach einem Jahr &#8222;Begrenzte Wissenschaft&#8220;:</p>
<blockquote><p>&#8222;Ich hatte hier ein Jahr lang mehr Spaß als eigentlich geplant war.&#8220;</p></blockquote>
<p><em></em>Wenn das keine Gründe sind, es den beiden gleich zu tun? Nachahmer gesucht &#8211; und von dieser Stelle herzliche Glückwünsche an die beiden Geburtstagskinder! :-)</p>
<div class="links_ticker">Link:</p>
<ul>
<li>Bernd Weiss: <a href="http://www.zahlengesellschaft.de/2008/06/15/mehr-als-1-jahr-quantisozblog-und-etwas-kluger/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">1 Jahr Quanti|Soz|Blog und immerhin etwas klüger</a>, 15.6.2008</li>
<li>kamenin: <a href="http://kamenin.wordpress.com/2008/06/18/selbstreferenzielles-und-ruckblickendes-aus-hingenommenem-anlass/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Selbstreferenzielles und Rückblickendes aus hingenommenem Anlass</a>, 18.6.20088</li>
</ul>
</div>
<h2><span style="color: #808080; font-size: xx-large;"><span class="ticker_titel"><strong>»</strong> </span><span style="font-size: large;"><span class="ticker_titel">Querverweise, Leseempfehlungen</span></span></span></h2>
<p>Aufmerksame Leser der Werkstatt haben inzwischen registriert, daß ich häufiger auch im &#8222;Neurons-Blog&#8220; bei den Scienceblogs aktiv sind. Dort sind also auch regelmäßig Notizen aus meiner Feder zu finden &#8211; meine Partnerin dort ist Beatrice Lugger, die ja für die Inhalte des Scienceblogs-Portals insgesamt verantwortlich zeichnet.</p>
<p>Man findet dort also sicherlich lesenswerte Blogartikel und den <a href="http://feeds.feedburner.com/ScienceBlogs/Neurons">RSS-Feed</a> kann man natürlich auch gerne abonnieren. Zuletzt habe ich dort über den &#8222;Nationalen Krebsplan&#8220; der Bundesregierung <a href="http://www.scienceblogs.de/neurons/2008/06/der-nationale-krebsplan-ist-wichtig-und-wirft-doch-fragen-auf.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">geschrieben</a>:</p>
<blockquote><p>Hier stellt sich Frage, ob Vorsorge nicht nur &#8222;vorverlegte&#8220; Sorge ist&#8230;</p>
<p>Wie überhaupt man sich im jahr 2008 fragen darf, weshalb man erst heute wieder seitens der Bundesregierung zu so einer Kraftanstrengung aufrufen muß. Wie kann es sein, daß in Deutschland das medizinische System in Sachen Krebsdiagnose und Therapie teilweise unkoordiniert vor sich hinwurstelt, während andere Länder uns hinsichtlich der Therapieerfolge den Rang ablaufen?</p></blockquote>
<p>Und dann habe ich auch noch auf den &#8222;dicken&#8220; Gabriel geschimpft. Unseren Bundesumweltminister. Dies im Zusammenhang mit <a href="http://www.scienceblogs.de/neurons/2008/06/klimaschutzpaket-luftnummer-oder-grosser-wurf.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Teil II des Klimapakets</a>:</p>
<blockquote><p>Doch ist der dicke Gabriel wirklich der ruhmreiche Held, der die Republik mit einem Maßnahmenpaket für mehr Energieeffizienz beglückt und gleichzeitig dem Ziel näherbringt, den CO<small>2</small>-Ausstoß bis 2020 um rund 40% Prozent (im Vergleich zu 1990) zu senken? Oder hat er sich von den Verhandlungspartnern einlullen lassen?</p></blockquote>
<div class="links_ticker">Weiterlesen:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.scienceblogs.de/neurons/2008/06/klimaschutzpaket-luftnummer-oder-grosser-wurf.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Klimaschutzpaket: Luftnummer oder großer Wurf?</a>, 19.06.2008</li>
<li><a href="http://www.scienceblogs.de/neurons/2008/06/der-nationale-krebsplan-ist-wichtig-und-wirft-doch-fragen-auf.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Der &#8222;Nationale Krebsplan&#8220; ist wichtig und wirft doch Fragen auf</a>, 17.06.2008</li>
</ul>
</div>
<div class="invisible">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Wissenschaftsblogs">Wissenschaftsblogs</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Klimapaket">Klimapaket</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Scienceblogs">Scienceblogs</a></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_324" class="footnote">So läßt sich vermutlich deutlich entspannter &#8222;ausprobieren&#8220;, was wissenschaftliches Bloggen bedeutet,  wenn man nicht sofort mit dutzenden Kommentaren rechnen muß&#8230;</li><li id="footnote_1_324" class="footnote">Christiane hat kürzlich eine <a href="http://blog.kooptech.de/category/gastbeitrag/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Serie</a> gestartet, in der sie einige Gastblogger um Beiträge zum Thema zielgruppenspezifische Werbung in Online-Medien gebeten hat.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/gedanken-zur-zukunft-wissenschaftlicher-blogs-bemerkenswerte-blog-geburtstage-querverweise-werkstatt-ticker-38/">Gedanken zur Zukunft wissenschaftlicher Blogs ::: Bemerkenswerte Blog-Geburtstage ::: Querverweise | Werkstatt-Ticker 38</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Die Wissenschaft vom neuen Netz » Forschungsfragen, Methodologie und Diskussionen &#124; Werkstattnotiz IX</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2007/09/die-wissenschaft-vom-neuen-netz-forschungsfragen-methodologie-und-diskussionen-werkstattnotiz-ix/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Sep 2007 18:04:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blogosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.wissenswerkstatt.net/2007/09/25/die-wissenschaft-vom-neuen-netz-forschungsfragen-methodologie-und-diskussionen-werkstattnotiz-ix/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Zurück aus Bamberg, zurück in den grauen Alltag. Der Münchner Nieselregen weckt fast schon sehnsuchtsvolle Erinnerungen an die zurückliegenden spannenden, sonnigen Tage. Die Organisation und somit die Rand- und Rahmenbedingungen des Workshops &#34;Das neue Netz? Bestandsaufnahmen und Perspektiven&#34; waren geradezu ideal: Jan Schmidt, Florian L. Mayer und ihre Hiwi-Mannschaft hatten alles notwendige vorbereitet, die offene ... <a title="Die Wissenschaft vom neuen Netz » Forschungsfragen, Methodologie und Diskussionen &#124; Werkstattnotiz IX" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/09/die-wissenschaft-vom-neuen-netz-forschungsfragen-methodologie-und-diskussionen-werkstattnotiz-ix/" aria-label="Mehr Informationen über Die Wissenschaft vom neuen Netz » Forschungsfragen, Methodologie und Diskussionen &#124; Werkstattnotiz IX">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/09/die-wissenschaft-vom-neuen-netz-forschungsfragen-methodologie-und-diskussionen-werkstattnotiz-ix/">Die Wissenschaft vom neuen Netz » Forschungsfragen, Methodologie und Diskussionen | Werkstattnotiz IX</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zurück aus Bamberg, zurück in den grauen Alltag. Der Münchner Nieselregen weckt fast schon sehnsuchtsvolle Erinnerungen an die zurückliegenden spannenden, sonnigen Tage. Die Organisation und somit die Rand- und Rahmenbedingungen des Workshops &quot;<a target="_blank" href="http://www.dasneuenetz.de/" rel="noopener noreferrer">Das neue Netz</a>? Bestandsaufnahmen und Perspektiven&quot; waren geradezu ideal: Jan Schmidt, Florian L. Mayer und ihre Hiwi-Mannschaft hatten alles notwendige vorbereitet, die offene Workshopstruktur bot ausreichend Raum für interessante Diskussionen und die Auswahl der Locations für Mittag- und Abendessen, erwies sich ebenfalls als Volltreffer.</strong> </p>
<p>Was aber bleibt, jenseits der Erkenntnis, daß es sich bei einem fränkischen Bier vortrefflich mit anderen (Sozial-)Wissenschaftlern diskutieren läßt? Was bleibt hängen, außer der Information, daß auf dem Bamberger Domplatz einst die Stelle markiert war, an dem sich der &quot;<em>Nabel der Welt</em>&quot; befinden sollte?&nbsp;</p>
<p>Zunächst: Menschen, die sich mit wissenschaftlichem Anspruch mit der Blogosphäre, ihren verschiedenen Teilaspekten und Verschränkungen zwischen virtueller und realer Identität beschäftigen, sind freundliche Zeitgenossen. Auffallend war, daß bei allen Präsentationen und allen sich anschließenden Debatten zwar kritisch nachgefragt und debattiert wurde, allerdings an keiner Stelle Profilierungssucht und Geltungsdrang zum Vorschein kam. Wichigtuerei, Konkurrenzdenken gar, scheint den Vermessern der Blogsphäre offenbar fremd zu sein. </p>
<p><strong>Wohin treibt das Netz? Wohin treiben wir? &#8211; Forschungsfragen zum Web 2.0</strong> </p>
<p>Einer der Aspekte, der das meiste Interesse auf sich zog, war die Frage nach dem Verhältnis von Öffentlichkeit und Privatheit im Web 2.0. Es gab durchaus interessante Präsentationen zu dieser Frage, die allerdings teilweise daran krankten, daß die Datenbasis unzureichend und die durch die Clusteranalyse gewonnen Gruppen nicht unbedingt aussagekräftig waren. So skizzierte <a href="http://www.dasneuenetz.de/2007/09/21/37/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Leonhard Reinecke</a> in seinem Vortrag &quot;Privatsphäre 2.0&quot; zwar sehr anschaulich die Ergebnisse seines Projekts, allerdings ist es eben doch bedauerlich, wenn es letztlich doch nur möglich ist, zwischen Web2.0-Produzenten, Web2.0-Rezipienten und schließlich den Abstinenzlern zu differenzieren. Denn &#8211; wie wir in der anschließenden Diskussion auch feststellten: zwischen Blogbetreibern und denjenigen, die ggf. Comments posten besteht vermutlich durchaus ein großer Unterschied; beide Gruppen zählen aber &#8211; genauso wie die Wikipedianer &#8211; zur Gruppe der Web2.0-Produzenten. </p>
<p>Insofern darf man Leonard evtl. die Daumen drücken, daß er ein Anschlußprojekt bewilligt bekommt, wo er dann differenzieren kann und möglicherweise auch eine spannende Querschnittsuntersuchung anschließen kann. Denn &#8211; so mein Verdacht &#8211; möglicherweise verändert sich die Sensibilität des Umgangs mit privaten Daten (resp. das Konzept &#8217;self-disclosure&#8216;) auch mit der Zeit der Zugehörigkeit bzw. Verweildauer im Web 2.0. Stichwort: Gewöhnungseffekte&#8230;</p>
<h4 class="pullquote">Foucault hätte sich wohl kaum träumen lassen, welche Blüten die Kontrollgesellschaft einstmals treiben würde.</h4>
<p>Recht vielversprechend fand ich persönlich Lars Alberths <a target="_blank" href="http://bucklicht-maennlein.de/blog1/?p=374" rel="noopener noreferrer">kurze Vorstellung</a>, in welchen Formen der Körper bzw. Leiblichkeit im Web2.0 dargestellt und thematisiert wird. Ich könnte mir vorstellen, daß es sich lohnen könnte, den Fokus gezielt darauf zu richten, welche Facetten der Selbstdisziplinierung hier vorzufinden sind. Die bisherigen Indizien, die Lars bereits gesammelt hat &#8211; nämlich daß hier das Medium Web2.0 eine neue Spielweise für spannende Formen der Körper-Gouvernementalität bietet &#8211; sind jedenfalls spannend. Die Techniken des Selbst werden hier anschaulich sichtbar. Foucault hätte sich wohl kaum träumen lassen, welche Blüten die Kontrollgesellschaft einstmals treiben würde.</p>
<p>Bevor ich nun aber beginne, alle Präsentationen zu kommentieren (und dabei Gefahr laufe, Kurzschlüsse zu produzieren), möchte ich abschließend noch auf eine interessante Diskussion zu sprechen kommen, die sich am Freitagabend ergab. Wobei &#8211; halt: zuvor muß ich noch anmerken, daß Klaus Steins <a target="_blank" href="http://www.dasneuenetz.de/2007/09/24/slot-3/" rel="noopener noreferrer">Ausführungen</a> zu neueren Versuchen, die an sich unterkomplexen Suchalgorithmen durch Vertrauens- und Bewertungsfeatures zu erweitern, ungemein charmant und anschaulich waren. Hier konnte man wieder einmal ablesen, daß Interdisziplinarität bzw. der Blick über den disziplinären Tellerrand sehr befruchtend sein kann. Genauso bemerkenswert war freilich der Vortrag von <a target="_blank" href="http://christianpentzold.de" rel="noopener noreferrer">Christian Pentzold</a>, der mit riesiger Begeisterung die ersten Schritte und Ergebnisse seiner Doktorarbeit zu Fragen der Machtstrukturen und -spiele in Wikis vorstellte. </p>
<p><strong>Neugier, Distanz und der methodologische Standpunkt</strong></p>
<p>Nun aber zur erwähnten Diskussion, die Kaya und mich auch noch auf dem Nachhauseweg beschäftigt hat. Ausgangspunkt war die Schilderung Steffen Blaschkes, daß offenbar Diplomanden im Fach Medienwissenschaft die einschlägigen Softwareinstrumente häufig nicht nutzen, sondern bspw. digital vorliegendes Datenmaterial erst ausdrucken, um dann umständlich und zeitaufwendig von Hand die einzelnen Auswertungsschritte vorzunehmen.  Die erste Frage lautete also, ob man es etwa einer Diplomarbeit zu ihrem Nachteil anrechnen darf, daß die Ergebnisse nicht mit den avancierten, zeitgemäßen Techniken erarbeitet wurden. </p>
<p>Relativ schnell wurden wir uns dann mit Lars Alberth einig, daß es einen Königsweg nicht gibt und geben darf. Wer es präferiert, seine Texte von Hand zu schreiben oder Opas Olivetti-Schreibmaschine bemüht, sorgt zwar für Irritationen, die wissenschaftliche Arbeit muß aber selbstverständlich ungeachtet dessen bewertet werden. Das ist freilich einigermaßen unstrittig, allerdings ergab sich später eine zweite, spannendere Frage. Und zwar die nach dem angemessenen Beobachterstandpunkt, wenn es um die wissenschaftliche Analyse von Praktiken des Web 2.0 geht. </p>
<h4 class="pullquote">Muß ich selbst einen Blog betreiben, um über die Blogosphäre forschen zu können? Wieviele Wikiartikel muß ich geschrieben haben, um zu diesem Thema wissenschaftlich zu arbeiten? <br /></h4>
<p>Oder anders formuliert: Muß ich selbst einen Blog betreiben, um seriös und glaubhaft über die Blogosphäre zu schreiben? Wieviele Wikipedia-Artikel muß ich selbst editiert haben, in wievielen Edit-Wars muß ich als Sieger vom Platz gegangen sein, um mich als Wikipediaforscher bezeichnen zu dürfen? </p>
<p>Zugegeben: wenn ich die Fragen auf diese Weise stelle, so liegt die Antwort nahe, daß man eben nicht notwendigerweise selbst diese Praktiken (das Bloggen, das Schreiben von Wikiartikeln etc.) erprobt haben muß, um hier wissenschaftlich fundierte Aussagen treffen zu können. Interessant ist die Frage aber allemal, da garantiert andere Standpunkte anzutreffen sind. Wie ist es denn mit der Frage nach Nähe und (objektiver) Distanz? In anderen Fällen ist die aus der Ethnologie entlehnte Methode der &quot;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Teilnehmende_Beobachtung" target="_blank"  rel="noopener noreferrer">teilnehmenden Beobachtung</a>&quot; eine vielversprechende Perspektive. Was ist aber, wenn ich mich als arrivierter Blogger selbst längst inmitten des Feldes positioniert habe, über das ich nun verallgemeinerbare Aussagen treffen will? Gibt es nicht auch so etwas wie eine &quot;Betriebsblindheit&quot;, wenn ich allzu stark mit meinem Forschungsgegenstand verwoben bin? </p>
<h4 class="pullquote">Luhmann wußte: &quot;Botaniker sind keine Bäume!&quot; Wie schön haben es also die Naturwissenschaftler?</h4>
<p>Das sind alles keine neuen Fragen, allerdings sind es gerade was die Wissenschaft des Web 2.0 angeht durchaus Punkte, die beantwortet oder zumindest reflektiert werden sollten. Am Ende ist diese Problematik freilich dem seit je ambivalenten Gegenstandsbezug der Sozialwissenschaften geschuldet, die ja immer schon Teil der Gesellschaft sind, die sie zu analysieren beanspruchen. </p>
<p>Wie gut und komfortabel haben es<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/09/die-wissenschaft-vom-neuen-netz-forschungsfragen-methodologie-und-diskussionen-werkstattnotiz-ix/#footnote_0_87" id="identifier_0_87" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wenigstens auf den ersten Blick, auf den zweiten offenbaren sich auch hier vielf&auml;ltige Schwierigkeiten.">1</a> da doch die Naturwissenschaften. Wie sagte Luhmann in einer meiner Lieblingsformulierungen noch so schön? Genau! &quot;<em>Botaniker sind keine Bäume!</em>&quot; Blogwissenschaftler sind aber häufig genug Blogger &#8211; und sie sollten sich dessen bewußt sein. Nicht mehr, nicht weniger. Aber soviel methodologische Reflektiertheit sollte schon sein.  </p>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p>Weitere Anmerkungen zum Workshop gibt es u.a. bei <a target="_blank" href="http://www.sozlog.de/?p=584" rel="noopener noreferrer">Tina</a>, <a target="_blank" href="http://bucklicht-maennlein.de/blog1/?p=389" rel="noopener noreferrer">Lars</a>, <a target="_blank" href="http://geloggd.alexander-filipovic.de/2007/09/24/tagungsruckblick-das-neue-netz/" rel="noopener noreferrer">Alexander</a> und <a target="_blank" href="http://www.sprachspielerin.de/2007/09/25/neue-netze/" rel="noopener noreferrer">Kaya</a>. </p>
<p>Technorati: <a href="http://technorati.com/posts/tag/dnn2007">dnn2007</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><em>Offene Fragen zur Methodik? Mehr Infos u.a. hier:</em></p>
<ul>
<li>Strübing/Schnettler (2004): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3825225135?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3825225135">Methodologie interpretativer Sozialforschung</a>. Klassische Grundlagentexte. UTB.</li>
<li>Opp, Karl-Dieter (2005): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3531527592?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3531527592">Methodologie der Sozialwissenschaften</a>. Vs-Verlag. </li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_87" class="footnote">Wenigstens auf den ersten Blick, auf den zweiten offenbaren sich auch hier vielfältige Schwierigkeiten.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/09/die-wissenschaft-vom-neuen-netz-forschungsfragen-methodologie-und-diskussionen-werkstattnotiz-ix/">Die Wissenschaft vom neuen Netz » Forschungsfragen, Methodologie und Diskussionen | Werkstattnotiz IX</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Nachbetrachtung » Fragebogen zur Blogaktion »Free Burma« &#124; Werkstattnotiz XIV</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2007/10/nachbetrachtung-fragebogen-zur-blogaktion-free-burma-werkstattnotiz-xiv/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Oct 2007 19:00:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie & Gesellschaft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.wissenswerkstatt.net/2007/10/05/nachbetrachtung-fragebogen-zur-blogaktion-free-burma-werkstattnotiz-xiv/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die gestrige Blog-Solidaritätsaktion »Free Burma« ist mit einem beachtlichen Ergebnis zu Ende gegangen. Auf der Unterstützerliste auf dem Projektwiki haben sich über 12.000 Personen aus aller Welt eingetragen. Von Thailand, Pakistan, Brasilien, Andorra über Peru, Chile und Ecuador sind Blogger aus aller Welt versammelt. Die Resonanz auf das Blogprojekt kann sich also wirklich sehen lassen. ... <a title="Nachbetrachtung » Fragebogen zur Blogaktion »Free Burma« &#124; Werkstattnotiz XIV" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/10/nachbetrachtung-fragebogen-zur-blogaktion-free-burma-werkstattnotiz-xiv/" aria-label="Mehr Informationen über Nachbetrachtung » Fragebogen zur Blogaktion »Free Burma« &#124; Werkstattnotiz XIV">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/10/nachbetrachtung-fragebogen-zur-blogaktion-free-burma-werkstattnotiz-xiv/">Nachbetrachtung » Fragebogen zur Blogaktion »Free Burma« | Werkstattnotiz XIV</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die gestrige Blog-Solidaritätsaktion »<a href="http://www.free-burma.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Free Burma</a>« ist mit einem beachtlichen Ergebnis zu Ende gegangen. Auf der Unterstützerliste auf dem Projektwiki haben sich über 12.000 Personen aus aller Welt eingetragen. Von Thailand, Pakistan, Brasilien, Andorra über Peru, Chile und Ecuador sind Blogger aus aller Welt versammelt.</strong></p>
<p>Die Resonanz auf das Blogprojekt kann sich also wirklich sehen lassen. BloggingTom (Schweiz) hat ausgezählt und ist auf 146 Länder gekommen, aus denen sich Blogger eingetragen haben. Ein Großteil (knapp 3.000) kommt natürlich aus Deutschland, dahinter rangieren die USA, dann Spanien und Italien. Die Details der Statistik finden sich [<a target="_blank" href="http://bloggingtom.ch/archives/2007/10/05/statistik-zur-free-burma-unterschriftenliste/" rel="noopener noreferrer">hier</a>]. Ein erstes Zwischenfazit und einige (auch selbstkritische) Anmerkungen zum organisatorischen Verlauf finden sich auch <a target="_blank" href="http://www.basicthinking.de/blog/2007/10/05/burma-action-zwischenfazit-ii/" rel="noopener noreferrer">hier</a> bei Robert Basic.</p>
<p>Der Blogstatistikdienst Technorati weist über 8.000 Artikel mit dem Schlagwort &quot;Free Burma&quot; aus.  Wenn man nur einige der gestern erschienenen Artikel liest, so wird schnell deutlich, daß sich ganz unterschiedliche Blogger und Websitebetreiber beteiligt haben. Und genauso wie die Herkunftsländer der einzelnen Unterstützer, so variieren ganz offenbar auch Länge, Inhalt und Zielsetzung der jeweiligen Artikel.</p>
<p>Hier stellt sich nun die spannende Frage, welche Blogger, mit welcher Motivation sich hier engagiert haben. Ebenso interessant wäre freilich zu erfahren, ob die Beteiligung an der Blogaktion sich bei einzelnen eventuell in einem Engagement außerhalb der Blogosphäre &#8211; also im &quot;real life&quot; &#8211; niedergeschlagen hat bzw. noch niederschlagen wird. </p>
<p>Um diese und weitere Fragen etwas besser beantworten zu können, habe ich zusammen mit Benedikt Köhler (<a href="http://www.metaroll.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">metaroll.de</a>) einen Onlinefragebogen entworfen. Es wäre großartig, wenn sich möglichst viele der Blogger ca. 5-7 Minuten Zeit nehmen würden und die jeweiligen Fragen beantworten.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/10/nachbetrachtung-fragebogen-zur-blogaktion-free-burma-werkstattnotiz-xiv/#footnote_0_95" id="identifier_0_95" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Es ist selbstverst&auml;ndlich, da&szlig; die Umfrage und die Auswertung anonym erfolgen, d.h. es werden keine personenbezogenen Daten erhoben oder ausgewertet.">1</a> Über die Ergebnisse der Umfrage halten wir Euch in den jeweiligen Blogs (<a href="http://blog.metaroll.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Viralmythen</a> und <a href="https://www.wissenswerkstatt.net" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wissenswerkstatt</a>) auf dem laufenden.</p>
<p><em>Hier geht&#8217;s zum Fragebogen&#8230;</em></p>
<ul>
<li><a href="http://ofb.msd-media.de/burma/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Online-Fragebogen zum &quot;Free Burma&quot;-Blogprojekt</strong></a></li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p>Das Verlaufsmuster der Vernetzung im Zuge der Blogaktion hat Benedikt bereits hier visualisiert und aufgeschlüsselt:</p>
<ul>
<li>Köhler, Benedikt (Viralmythen): <a target="_blank" href="http://blog.metaroll.de/2007/10/05/mobilisierungsmuster-in-der-blogosphaere-ii/" rel="noopener noreferrer">Mobilisierungsmuster in der Blogosphäre II</a>, 5.10.2007 (auf Englisch <a target="_blank" href="http://blog.metaroll.de/2007/10/05/patterns-of-mobilization-in-the-blogosphere-english-version/" rel="noopener noreferrer">hier</a>)</li>
</ul>
<p></p>
<hr width="100%" size="1" />
<p></p>
<p>Technorati: <a href="http://technorati.com/posts/tag/free-burma">free-burma</a><br />Technorati: <a href="http://technorati.com/posts/tag/free%20burma">free burma</a></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_95" class="footnote">Es ist selbstverständlich, daß die Umfrage und die Auswertung anonym erfolgen, d.h. es werden keine personenbezogenen Daten erhoben oder ausgewertet.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/10/nachbetrachtung-fragebogen-zur-blogaktion-free-burma-werkstattnotiz-xiv/">Nachbetrachtung » Fragebogen zur Blogaktion »Free Burma« | Werkstattnotiz XIV</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Dümmer auf Englisch? » Die Marginalisierung der deutschen Sprache in der Wissenschaft &#124; Werkstattnotiz XXXVI</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/duemmer-auf-englisch-die-marginalisierung-der-deutschen-sprache-in-der-wissenschaft-werkstattnotiz-xxxvi/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Nov 2007 12:38:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschulpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Universität]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/19/duemmer-auf-englisch-die-marginalisierung-der-deutschen-sprache-in-der-wissenschaft-werkstattnotiz-xxxvi/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Wissenschaft ist ein internationales Geschäft und sie kommuniziert auf Englisch. Es wäre naiv, in Abrede stellen zu wollen, daß heute nur noch ein verschwindend geringer Teil aller wissenschaftlichen Publikationen auf Deutsch verfaßt wird und daß man (wenn man sich in den internationalen Diskurs einklinken will) besser daran tut, ebenfalls auch auf Englisch zu publizieren.&#160; ... <a title="Dümmer auf Englisch? » Die Marginalisierung der deutschen Sprache in der Wissenschaft &#124; Werkstattnotiz XXXVI" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/duemmer-auf-englisch-die-marginalisierung-der-deutschen-sprache-in-der-wissenschaft-werkstattnotiz-xxxvi/" aria-label="Mehr Informationen über Dümmer auf Englisch? » Die Marginalisierung der deutschen Sprache in der Wissenschaft &#124; Werkstattnotiz XXXVI">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/duemmer-auf-englisch-die-marginalisierung-der-deutschen-sprache-in-der-wissenschaft-werkstattnotiz-xxxvi/">Dümmer auf Englisch? » Die Marginalisierung der deutschen Sprache in der Wissenschaft | Werkstattnotiz XXXVI</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Wissenschaft ist ein internationales Geschäft und sie kommuniziert auf Englisch. Es wäre naiv, in Abrede stellen zu wollen, daß heute nur noch ein verschwindend geringer Teil aller wissenschaftlichen Publikationen auf Deutsch verfaßt wird und daß man (wenn man sich in den internationalen Diskurs einklinken will) besser daran tut, ebenfalls auch auf Englisch zu publizieren.&nbsp;</strong></p>
<p>Dennoch darf man daran erinnern, daß es Zeiten gab, in denen in vielen wissenschaftlichen Disziplinen die deutsche Sprache selbstverständlich die &quot;lingua franca&quot; war. Und so schrieb etwa <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Iwan_Petrowitsch_Pawlow" rel="noopener noreferrer">Iwan Pawlow</a>,<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/duemmer-auf-englisch-die-marginalisierung-der-deutschen-sprache-in-der-wissenschaft-werkstattnotiz-xxxvi/#footnote_0_135" id="identifier_0_135" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Pawlow arbeitete auch einige Jahre an der Universit&auml;t Leipzig.">1</a> der russische Nobelpreisträger und berühmtester Physiologe seiner Tage, seine Texte auf Deutsch. Daß sich das Rad der Zeit nicht mehr zurückdrehen läßt, steht außer Frage &#8211; inzwischen wird aber die deutsche Sprache selbst in der innerdeutschen akademischen Landschaft immer mehr an den Rand gedrängt. </p>
<h4 class="pullquote_left">Um am internationalen Fachdiskurs teilzunehmen sind englische Publikationen unabdingbar. Aber weshalb ist es auch notwendig, in allen Bereichen von Forschung und Lehre auf die englische Sprache umzustellen? <br /></h4>
<p>Und hier sei Einspruch erlaubt. Denn daß es häufig unabdingbar ist, seine wissenschaftlichen Forschungsergebnisse in international zugänglichen Journals zu plazieren, steht außer Frage.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/duemmer-auf-englisch-die-marginalisierung-der-deutschen-sprache-in-der-wissenschaft-werkstattnotiz-xxxvi/#footnote_1_135" id="identifier_1_135" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Bereits 1990 ergab die Studie von Garfied &amp; Welljams-Dorof, da&szlig; auch deutsche Forscher weitaus h&auml;ufiger zitiert werden, wenn sie englisch publizieren, vgl. Eugene Garfield und Alfred Welljams-Dorof (1990): Language Use in International Research: A Citation Analysis, The ANNALS of the American Academy of Political and Social Science, Vol. 511, No. 1, 10-24.">2</a> Es geht also keineswegs darum, einer wissenschaftlichen Kleinstaaterei das Wort zu reden. Allerdings erscheint es mir doch mehr als fragwürdig, daß bspw. neuerdings wissenschaftliche Konferenzen in Deutschland vermehrt auf Englisch abgehalten werden, obwohl keine oder nur ganz wenige ausländische Gäste anwesend sind. Und was man sich davon verspricht, wenn man an Universitäten nicht nur einzelne Vorlesungen oder Seminare in englischer Sprache anbietet, sondern gleich auch noch die Prüfungen in der Fremdsprache abnimmt, muß man mir bitteschön erklären. </p>
<p>Ganz aktuell hat Lars Fischer vom Fisch-Blog dieses Thema aufgegriffen und dort hat sich auch eine kleine Diskussion entfaltet. Ich erlaube mir hier nochmal den Verweis auf einen eigenen Artikel vom Juli 2007. Ich hatte damals auf einen Text von Stefan Klein in der FAZ verwiesen und folgendermaßen kommentiert:</p>
<blockquote>
<p>Einer Wissenschaft, die sich ihrer Exzellenz nur dadurch vergewissert, daß sie auf Englisch publiziert, kann man nicht oft genug ins Gewissen reden, die Leistungsfähigkeit der Wissenschaftssprache Deutsch nicht zu vergessen. Dabei geht es nicht um einen Boykott des Englischen, sondern darum, darauf zu insistieren, daß wissenschaftliche Ergebnisse &#8211; vor allem, wenn sie in ihren Zusammenhängen und Auswirkungen dargestellt werden sollen &#8211; auch auf Deutsch veröffentlicht werden sollten. [<em><a target="_blank" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/07/18/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-04/" rel="noopener noreferrer">Marc Scheloske, Wissenswerkstatt, 18.7.2007</a></em>] </p>
</blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Lars Fischer stellt kritisch fest:</p>
<blockquote>
<p>In Deutschland jedoch nimmt die Anglifizierung der Wissenschaft inzwischen absurde Ausmaße an: Da heißen Fachbereiche plötzlich „Departments“, Lehrveranstaltungen von deutschen Muttersprachlern für deutsche Muttersprachler werden auf Englisch abgehalten, Diplom- und Examensarbeiten an deutschen Instituten auf Englisch verfasst. </p>
<p>[&#8230;] Denn es ist keineswegs egal, ob an deutschen Universitäten nun auf Deutsch oder Englisch geforscht und gelehrt wird.</p>
<p>Naturwissenschaft kann nur durch Austausch und Kommunikation mit der Gesellschaft bestehen. Ihre Relevanz erhalten wissenschaftliche Ideen nicht dadurch, dass sie zur Konstruktion neuer, toller Technologien führen, sondern dass sie von der Allgemeinheit aufgenommen werden und in den gesellschaftlichen Grundkonsens eingehen. [<em><a target="_blank" href="http://fisch-blog.blog.de/2007/11/15/rettet_deutsch_als_wissenschaftssprache_~3302564" rel="noopener noreferrer">Lars Fischer, Fisch-Blog, 15.11.2007</a></em>]</p>
</blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Um keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen: ich bin keineswegs für eine Abschottung gegenüber der internationalen &quot;scientific community&quot; und daß bereits im Studium die Rezeption der englischen Fachliteratur unerläßlich ist, ist ebenso unbestritten. Daß aber der wissenschaftliche Diskurs v.a. in den Geistes- und Sozialwissenschaften auch<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/duemmer-auf-englisch-die-marginalisierung-der-deutschen-sprache-in-der-wissenschaft-werkstattnotiz-xxxvi/#footnote_2_135" id="identifier_2_135" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Und &quot;auch&quot; meint nicht ausschlie&szlig;lich, sondern eben eine Parallelit&auml;t von Deutsch und Englisch.">3</a> weiterhin auf Deutsch geführt werden sollte, halte ich für mehr als wünschenswert. Und insofern schließe ich mich dem Standpunkt Julian Nida-Rümelins ohne Einschränkungen an:</p>
<blockquote>
<p>Die größere Buchpublikation &#8211; für die geisteswissenschaftliche Forschung nach wie vor zentral [&#8230;] &#8211; wird entwertet. Publikationen in der Muttersprache oder in einer anderen Sprache als Englisch zählen nicht mehr. Die stilistische Sorgfalt &#8211; charakteristisch für geisteswissenschaftliche Publikationen &#8211; schwindet, die &quot;Schrumpfform&quot; des Amerikanischen, wie sie in internationalen englischsprachigen Zeitschriften dominiert, nivelliert die geisteswissenschaftliche Terminologie, klassische Quellen und fremdsprachige Texte werden lediglich in ihren englischen Übersetzungen rezipiert etc. Letztlich mündet diese Entwicklung in eine Art Selbstkolonialisierung der reichhaltigen und vielfältigen geisteswissenschaftlichen Landschaften in Europa. [<em><a target="_blank" href="http://www.bundestag.de/dasparlament/2006/48/Beilage/001.html" rel="noopener noreferrer">Nida-Rümelin, Julian (2006): Hochschulpolitik und die Zukunft der Geisteswissenschaften</a>]</em></p>
</blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p></p>
<hr width="100%" size="1" />
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Weitere Literatur- und Linktipps zu dieser Frage, finden sich hier:</em></strong></p>
<ul>
<li>Klein, Stefan (2007): <a target="_blank" href="http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E736EA9319321421BB463DE1F83821F92~ATpl~Ecommon~Scontent.html" rel="noopener noreferrer">Dümmer auf Englisch</a>, FAZ, 6.7.2007</li>
<li>Nida-Rümelin, Julian (2006): <a target="_blank" href="http://www.bundestag.de/dasparlament/2006/48/Beilage/001.html" rel="noopener noreferrer">Hochschulpolitik und die Zukunft der Geisteswissenschaften</a>, in: Aus Politik und Zeitgschicht, Nr. 48 / 27.11.2006. </li>
<li>Ammon, Ulrich (2004): <a target="_blank" href="http://cms.ifa.de/index.php?id=ammon&amp;L=" rel="noopener noreferrer">Hochschule und Sprachpolitik</a>. Lingua franca des<br />
Gedankenaustauschs, in: Zeitschrift für KulturAustausch 1/2004</li>
<li>Pörksen, Uwe (2005): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3892449783?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3892449783">Die Wissenschaft spricht Englisch</a>? Versuch einer Standortbestimmung. Wallstein.</li>
<li>Ammon, Ulrich (1998): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3110161486?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3110161486">Ist Deutsch noch internationale Wissenschaftssprache</a>? Gruyter.&nbsp; </li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_135" class="footnote">Pawlow arbeitete auch einige Jahre an der Universität Leipzig.</li><li id="footnote_1_135" class="footnote">Bereits 1990 ergab die Studie von Garfied &amp; Welljams-Dorof, daß auch deutsche Forscher weitaus häufiger zitiert werden, wenn sie englisch publizieren, vgl. Eugene Garfield und Alfred Welljams-Dorof (1990): Language Use in International Research: A Citation Analysis, The ANNALS of the American Academy of Political and Social Science, Vol. 511, No. 1, 10-24.</li><li id="footnote_2_135" class="footnote">Und &quot;auch&quot; meint nicht ausschließlich, sondern eben eine Parallelität von Deutsch <em><strong>und</strong></em> Englisch.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/duemmer-auf-englisch-die-marginalisierung-der-deutschen-sprache-in-der-wissenschaft-werkstattnotiz-xxxvi/">Dümmer auf Englisch? » Die Marginalisierung der deutschen Sprache in der Wissenschaft | Werkstattnotiz XXXVI</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Existenzrisiko Wissenschaft? » Die neue W-Besoldung stellt Professoren teilweise schlechter als Realschullehrer » Was ist uns akademische Exzellenz wert? &#124; Werkstattnotiz LXIV</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/existenzrisiko-wissenschaft-die-neue-c-besoldung-stellt-professoren-teilweise-schlechter-als-realschullehrer-was-ist-uns-akademische-exzellenz-wert-werkstattnotiz-lxiv/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Feb 2008 11:29:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Universität]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine der Berufsgruppen mit dem höchsten Sozialprestige sind die Professoren. Nicht weiter erstaunlich, denn schließlich tut eine Gesellschaft gut daran, ihre universitären Eliten entsprechend ihrer Leistungen zu würdigen. Und wenn man Schlagworte wie &#34;Leistung&#34; und &#34;Elite&#34; liest, dann versteht sich fast von selbst, daß sich dies auch finanziell auswirken muß. Aber falsch gedacht: selbst diejenigen ... <a title="Existenzrisiko Wissenschaft? » Die neue W-Besoldung stellt Professoren teilweise schlechter als Realschullehrer » Was ist uns akademische Exzellenz wert? &#124; Werkstattnotiz LXIV" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/existenzrisiko-wissenschaft-die-neue-c-besoldung-stellt-professoren-teilweise-schlechter-als-realschullehrer-was-ist-uns-akademische-exzellenz-wert-werkstattnotiz-lxiv/" aria-label="Mehr Informationen über Existenzrisiko Wissenschaft? » Die neue W-Besoldung stellt Professoren teilweise schlechter als Realschullehrer » Was ist uns akademische Exzellenz wert? &#124; Werkstattnotiz LXIV">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine der Berufsgruppen mit dem höchsten Sozialprestige sind die Professoren. Nicht weiter erstaunlich, denn schließlich tut eine Gesellschaft gut daran, ihre universitären Eliten entsprechend ihrer Leistungen zu würdigen. Und wenn man Schlagworte wie &quot;Leistung&quot; und &quot;Elite&quot; liest, dann versteht sich fast von selbst, daß sich dies auch finanziell auswirken muß. Aber falsch gedacht: selbst diejenigen Wissenschaftler, die mit der Professur die höchste Sprosse der Karriereleiter erklommen haben, erhalten keineswegs immer Spitzengehälter&#8230;</strong></p>
<p>Noch zu meinen Studienzeiten raunte man sich auf den Universitätsfluren und in Seminarpausen bisweilen zu, daß dieser oder jener Professor oder Oberassistent nun einen Ruf auf eine C3- oder gar C4-Professur erhalten habe. Damals &#8211; es ist nur wenige Jahre her &#8211; galt noch die traditonelle C-Besoldung. Und wer es auf eine C3- oder (als Lehrstuhlinhaber) auf eine C4-Professur geschafft hatte, konnte sich nicht nur der neidvollen Anerkennung seiner Fachkollegen gewiß sein, sondern wurde auch mit einem kontinuierlichen Anstieg seiner Bezüge belohnt. Alte Ordinarienherrlichkeit. ;-)</p>
<h4 class="pullquote_left"> Die Reform der Professorenbesoldung stellt Leistung und Exzellenz über die Dienstjahre. Allerdings ist das Grundgehalt häufig mehr als bescheiden&#8230; <br /></h4>
<p>Nun kann man sicher trefflich darüber streiten, ob es sinnvoll ist, daß man allein durch sein fortschreitendes Lebensalter gleichzeitig eine höhere Gehaltsstufe erklimmt. Aber das ist bzw. war die Logik, die in Deutschland für Beamtenarbeitsverhältnisse konstitutiv war. Damit ist es &#8211; zumindest für die Universitätsbeamten &#8211; seit 2005 allerdings vorbei. Damals wurde die C-Besoldung durch die W-Besoldung abgelöst. Die durchaus plausible Begründung: man wolle durch Leistungszulagen besonders engagierte, erfolgreiche oder innovative Wissenschaftler belohnen. </p>
<p><strong>Wie sich die Umstellung von der C- auf die W-Besoldung auswirkt</strong></p>
<p>Man kann dieser Argumentation ihre Logik nicht absprechen. Und wo, wenn nicht im wissenschaftlichen Kontext, sollte Leistung belohnt werden? Ein genauerer Blick auf die praktischen Auswirkungen der neuen Regelung offenbart aber, daß es mit der neuen Besoldungsgerechtigkeit bzw. -herrlichkeit nicht allzu weit her ist.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/existenzrisiko-wissenschaft-die-neue-c-besoldung-stellt-professoren-teilweise-schlechter-als-realschullehrer-was-ist-uns-akademische-exzellenz-wert-werkstattnotiz-lxiv/#footnote_0_193" id="identifier_0_193" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Hinweis: Ich bin weit davon entfernt, die W-Professoren ernsthaft zu bedauern. Der akademische Mittelbau hat es nicht besser und von all denjenigen, die im akademischen Betrieb auf der Strecke bleiben, ganz zu schweigen&hellip; ">1</a></p>
<p>Denn das Gehalt unserer Professoren (die nun als Juniorprofessor als W1, danach als W2- oder W3-Professor bezahlt werden) setzt sich inzwischen aus zwei Komponenten zusammen: einerseits gibt es ein Grundgehalt, andererseits sog. &quot;Leistungsbezüge&quot;. Das liest sich immer noch tadellos. Allerdings zeigt sich, daß das W-Grundgehalt gegenüber der früheren C-Besoldungsstufen deutlich geringer ausfällt. Und: dieses Grundgehalt beinhaltet keine altersabhängige Progression. </p>
<p>Derzeit finden W1-Professoren demnach 3.405 Euro, W2-Profs 3.890,- und die Superstars der W3-Liga haben 4.723 Euro auf ihrem Gehaltszettel stehen.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/existenzrisiko-wissenschaft-die-neue-c-besoldung-stellt-professoren-teilweise-schlechter-als-realschullehrer-was-ist-uns-akademische-exzellenz-wert-werkstattnotiz-lxiv/#footnote_1_193" id="identifier_1_193" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Das sind &uuml;brigens die Westgeh&auml;lter, in den neuen Bundesl&auml;ndern sind die Gehaltsstufen nochmal um einige hundert Euro niedriger.">2</a> Wenn man einmal von der obersten Klasse (die tatsächlich auch nur eine Minderheit darstellt) absieht, so sind das keine Gehälter, die man als Spitzenverdienst bezeichnen könnte. Wohlgemerkt: wir reden von Personen, die sich in einem jahrelangen Wettbewerb gegen hunderte Mitwerber durchgesetzt haben und sich währenddessen in der Lebensphase zwischen 25-40 Jahren überwiegend von einem befristeten Job zum nächsten Projektvertrag hangeln mußten. </p>
<p>In einem lesenswerten Artikel hat Malte Dahlgrün in der Süddeutschen Zeitung die Problematik skizziert:</p>
<blockquote><p>Nun ist aber vor allem das Grundgehalt der W2-Professur abwegig niedrig. Man muss sich das einmal vorstellen: Ein W2-Professor mit unaufgestocktem Grundgehalt verdient dasselbe wie ein Realschullehrer mit Mitte, Ende 40 (Besoldungsgruppe A13, Dienstaltersstufe 11). Ein Oberstudienrat gar &#8211; ein Gymnasiallehrer, der nach einigen Jahren als Studienrat routinemäßig befördert worden ist &#8211; verdient mit Anfang 40 bereits mehr als das W2-Standardgehalt.</p></blockquote>
<p>Das wäre ja möglicherweise noch zu verkraften, wenn die Leistungsbezüge tatsächlich auch die breite Masse der jungen Hochschullehrer erreichen würden. Dem ist aber, wie man in persönlichen Gesprächen erfahren kann, keineswegs so. Denn die Zulagen werden lediglich in drei Fällen gewährt: 1. aus Anlaß von Bleibe- oder Berufungsverhandlungen, 2. für besondere Leistungen in Forschung und Lehre, 3. im Falle der Übernahme weiterer Funktionen im Rahmen der Hochschulverwaltung (Dekane etc.). </p>
<h4 class="pullquote"> Wer das falsche Fach lehrt und beim Verhandlungspoker nicht talentiert ist, wird als Universitätsprofessor schlechter bezahlt als ein Realschullehrer. Ist das die Realität der Wissensgesellschaft, in der wir leben?<br /></h4>
<p>Der springende Punkt ist: diese Zulagen werden natürlich individuell mit der jeweiligen Universität ausgehandelt. Wer hier kein wahnsinniges Verhandlungsgeschick hat und nicht das richtige Fach besetzt, wird kaum mehr als das Grundgehalt rausschlagen. Und ein junger Professor in einem sozial- oder geisteswissenschaftlichen Fach wird kaum innerhalb der ersten Jahre einen Ruf an einer andere Universität erhalten, somit fällt Variante &quot;#1&quot; weg. </p>
<p>Für die Zulagen gemäß &quot;#2&quot; dürfte im Einzelfall die Universität ebenfalls kaum gesprächsbereit sein, wenn es um Fächer geht, deren &quot;Ertrag&quot;<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/existenzrisiko-wissenschaft-die-neue-c-besoldung-stellt-professoren-teilweise-schlechter-als-realschullehrer-was-ist-uns-akademische-exzellenz-wert-werkstattnotiz-lxiv/#footnote_2_193" id="identifier_2_193" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Also kein technisches oder ingenieurwissenschaftliches Fach, das mit der Einwerbung von Drittmittelmillionen gl&auml;nzen kann.">3</a> für die Uni nicht so interessant ist. Und der Nachwuchsprofessor, der sich zusätzliche Arbeit durch die Übernahme von weiteren &quot;Jobs&quot; (siehe &quot;#3&quot;) aufhalst, ist wohl ohnehin schlecht beraten, denn diese Ressourcen wären anderweitig besser eingesetzt.</p>
<p>Das Fazit?&nbsp;</p>
<blockquote><p>Derzeit ist ein Wissenschaftler in Deutschland bei der Erstberufung noch durchschnittlich gut 40 Jahre alt. Bis dahin hat solch ein Wissenschaftler 20 Jahre der Qualifikation und der wissenschaftlichen Weiterentwicklung auf befristeten Stellen hinter sich gebracht. Nimmt man einmal gerade den durchschnittlichen Fall eines Geisteswissenschaftlers in dieser Situation, dann haben wir es mit einem Menschen zu tun, der bislang mit keiner lebensplanerischen Gewissheit außer derjenigen leben konnte, dass etliche seiner Weggenossen am Ende ohne Professur dastehen werden und mit Ende 40 als mehr oder weniger gescheiterte Existenzen stranden.</p>
<p>Dieser Wissenschaftler also hat es schließlich geschafft, aus einer riesengroßen Alterskohorte interessierter und forschungswilliger junger Studenten am Ende als einer der wenigen übrigzubleiben, die eine Professur für sein Fach in Deutschland erlangt haben. Und nachdem er das endlich erreicht hat und mit der Professur seine erste unbefristete Stelle im Leben antritt, darf er feststellen, dass mancher Altersgenosse, der mittelmäßig aber unfallfrei ein Lehramtsstudium mit Referendariat über die Bühne gebracht hat, als Schullehrer bereits mehr verdient als er auf seiner Professur. Ganz zu schweigen davon, dass der Schullehrer seit gut einem Jahrzehnt bereits mehr für seine Altersvorsorge tun konnte.&nbsp;</p></blockquote>
<p>Dieser Beobachtung ist wenig hinzuzufügen. Das akademische Proletariat reicht bis in die höchsten Etagen&#8230; ;-(</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><strong><em>Links:</em></strong></p>
<ul>
<li>Dahlgrün, Malte (2008): <a target="_blank" href="http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/419906" rel="noopener noreferrer">Ausgezogen bis aufs letzte Hemd</a>, Süddt. Zeitung, 8. Februar 2008</li>
</ul>
<p>Weiterführende Lektüre zur Hochschulpolitik und wissenschaftlichen Karrierewegen:</p>
<ul>
<li>Janson, Kerstin; Schomburg, Harald; Teichler, Ulrich (2008): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3830917880?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3830917880">Wege zur Professur</a>. Waxmann-Verlag.</li>
<li>v. Wissel, Carsten (2007): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3899426509?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3899426509">Hochschule als Organisationsproblem</a>. Neue Modi universitärer Selbstbeschreibung in Deutschland. transcript-Verlag.</li>
<li>Pasternack, Peer (2006): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3932306740?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3932306740">Qualität als Hochschulpolitik?</a> Lemmens-Verlag.</li>
<li>Teichler, Ulrich (2006): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3593379767?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3593379767">Hochschulstrukturen im Umbruch</a>. Eine Bilanz der Reformdynamik seit vier Jahrzehnten. Campus-Verlag. </li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;<br />&nbsp;</p>
<p></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_193" class="footnote">Hinweis: Ich bin weit davon entfernt, die W-Professoren ernsthaft zu bedauern. Der akademische Mittelbau hat es nicht besser und von all denjenigen, die im akademischen Betrieb auf der Strecke bleiben, ganz zu schweigen&#8230; </li><li id="footnote_1_193" class="footnote">Das sind übrigens die Westgehälter, in den neuen Bundesländern sind die Gehaltsstufen nochmal um einige hundert Euro niedriger.</li><li id="footnote_2_193" class="footnote">Also kein technisches oder ingenieurwissenschaftliches Fach, das mit der Einwerbung von Drittmittelmillionen glänzen kann.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/existenzrisiko-wissenschaft-die-neue-c-besoldung-stellt-professoren-teilweise-schlechter-als-realschullehrer-was-ist-uns-akademische-exzellenz-wert-werkstattnotiz-lxiv/">Existenzrisiko Wissenschaft? » Die neue W-Besoldung stellt Professoren teilweise schlechter als Realschullehrer » Was ist uns akademische Exzellenz wert? | Werkstattnotiz LXIV</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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