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	<title>Risiken Archive &#187; Wissenswerkstatt</title>
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	<description>Blog zu Wissenschaft &#38; Wissenschaftskommunikation </description>
	<lastBuildDate>Fri, 01 Mar 2019 09:20:58 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Risiken Archive &#187; Wissenswerkstatt</title>
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		<title>Tödliche Verwechslungen II » Ratespiele beim Lesen der Krankenakte: Mißverständliche Abkürzungen &#124; Werkstattnotiz LV</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Jan 2008 13:29:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Fehlerkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Risiken]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bevor man sich auf den Operationstisch legt, sollte man sich vergewissern, daß die Anästhesisten die richtigen Schläuche bereitgelegt haben. Wem seine Gesundheit am Herzen liegt, der sollte sich aber zusätzlich seine Krankenakte zeigen lassen: wenn dort viele Abkürzungen zu finden sind, so wäre es ratsam sich bei den Ärzten zu erkundigen, ob diese überhaupt wissen, ... <a title="Tödliche Verwechslungen II » Ratespiele beim Lesen der Krankenakte: Mißverständliche Abkürzungen &#124; Werkstattnotiz LV" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/toedliche-verwechslungen-ii-ratespiele-beim-lesen-der-krankenakte-missverstaendliche-abkuerzungen-werkstattnotiz-lv/" aria-label="Mehr Informationen über Tödliche Verwechslungen II » Ratespiele beim Lesen der Krankenakte: Mißverständliche Abkürzungen &#124; Werkstattnotiz LV">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/toedliche-verwechslungen-ii-ratespiele-beim-lesen-der-krankenakte-missverstaendliche-abkuerzungen-werkstattnotiz-lv/">Tödliche Verwechslungen II » Ratespiele beim Lesen der Krankenakte: Mißverständliche Abkürzungen | Werkstattnotiz LV</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img fetchpriority="high" decoding="async" style="border: 1px solid #696969; margin: 8px; padding: 1px;" src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2008/01/Arzt.jpg" alt="Arzt.jpg" width="220" height="318" align="right" />Bevor man sich auf den Operationstisch legt, sollte man sich vergewissern, daß die Anästhesisten die <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/08/toedliche-verwechslungen-i-schlamperei-bei-der-narkose-anaesthesierisiken-werkstattnotiz-liv/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">richtigen Schläuche</a> bereitgelegt haben. Wem seine Gesundheit am Herzen liegt, der sollte sich aber zusätzlich seine Krankenakte zeigen lassen: wenn dort viele Abkürzungen zu finden sind, so wäre es ratsam sich bei den Ärzten zu erkundigen, ob diese überhaupt wissen, was mit den Kürzeln gemeint ist&#8230;</strong></p>
<p>Wie eine aktuelle Studie zeigt, stellen auch die medizinischen Abkürzungen eine drastisch unterschätzte Gefahrenquelle dar. Denn wenn man sich über die schlampig arbeitenden Narkoseärzte wundert, so sollte man den anderen Fachärzten keinen Persilschein ausstellen: auch diese lassen es oft an der wünschenswerten Sorgfalt mangeln.</p>
<p>Die britische <a href="http://www.the-mdu.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Medical Defence Union</a> schätzt, daß 5% aller tödlichen Fehler auf simple Kommunikationsprobleme zurückgeführt werden müssen. Genauer: die ärztliche Angewohnheit schnell ein paar Hinweise und Abkürzungen in die Krankenakte zu schreiben bzw. zu schmieren, führt regelmäßig zu Mißverständnissen, die schließlich fatale Auswirkungen haben. Die sprichwörtliche Arztschrift, die nur Apotheker zu lesen imstande sind, ist eine erste Quelle von Mißverständnissen: die Notizen in den Krankenakten sind häufig schlicht nicht lesbar.</p>
<p>Ein weiterer Faktor, der das Problem verschärft: über die Bedeutung der Abkürzungen besteht keinesfalls Konsens. Was also der Kollege wirklich mit seinen kryptischen Kürzeln meinte, ist häufig &#8211; selbst wenn die Buchstaben lesbar sind &#8211; Interpretationssache.</p>
<h4 class="pullquote_left">Zwei Fehlerquellen im Klinikalltag: 1. Die kaum leserliche Arztschrift, 2. Abkürzungen, die jeder so verwendet, wie er mag&#8230;</h4>
<p><strong>Wieso fragt niemand nach, wenn etwas unleserlich oder nicht verständlich ist?</strong></p>
<p>Das Problem scheint freilich v.a. darin zu liegen, daß die jeweiligen Leser jeweils zu wissen glauben, was der Arzt mit den Abkürzungen meinte. Denn anstatt nachzufragen &#8211; und sich ggf. die Blöße zu geben kein Insider zu sein &#8211; wird von Pflegepersonal oder den Stationskollegen offensichtlich häufig stillschweigend das Naheliegendste vermutet: im Ergebnis werden Medikamente falsch dosiert, wichtige Hinweise ignoriert oder im Extremfall gar falsche Gliedmaße amputiert. Beispiel gefällig?</p>
<blockquote><p>In one instance a diabetic patient was given a dose of 61 units of insulin because the notes say six international units &#8211; 6IU &#8211; were misinterpreted. <em>[Quelle: <a href="http://news.bbc.co.uk/1/hi/health/7171453.stm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bbc news]</a></em></p></blockquote>
<p>Der Diabetespatient bekam also statt den 6 (Internationalen) Einheiten [= 6 IU], kurzerhand 61 Insulineinheiten [= 61 U] verabreicht. Dieser Fehler wurde noch bemerkt, oftmals ist es zur Korrekturen aber zu spät.</p>
<h4 class="pullquote">Richtlinien über den Gebrauch von Abkürzungen gibt es zwar, diese werden aber kaum beachtet</h4>
<p>Zwar gibt es durchaus Konventionen über den Gebrauch bestimmter Abkürzungen, aber &#8211; wie Joanna Sheppard und ihre Kollegen <a href="http://adc.bmj.com/cgi/content/abstract/adc.2007.128132v2" target="_blank" rel="noopener noreferrer">feststellten</a> &#8211; sind nur rund 15-20% aller Abkürzungen, die in Krankenakten und anderen Notizen zu finden sind, in diesen verbindlichen Dictionaries verzeichnet. Bei der Auswertung der Dokumente einer Kinderklinik in Birmingham fanden sie insgesamt 479 verschiedene Abkürzungen. Teilweise gab es mehrere Abkürzungsweisen für dieselben Sachverhalte, dann wieder fanden die Wissenschaftler identische Abkürzungen, die aber verschiedene Krankheiten bezeichnen sollten.</p>
<p><strong>Rate- und Glücksspiel: Was ist wohl mit der Abkürzung gemeint?</strong></p>
<p>Wenn man bedenkt, daß im Klinikalltag Schichtwechsel mehrmals am Tag vorkommen und die Krankenakte das zentrale Koordinationsdokument ist, dann wird deutlich, daß hier routinemäßig ein kleines Rate- und Glücksspielchen stattfindet. Bei Interviews stellte sich heraus, daß die Ärzte nur 54-94% der Abkürzungen richtig zuordnen bzw. interpretieren konnten. Das Pflegepersonal identifizierte gar nur in 31-63% der Fälle die Abkürzungen zutreffend.</p>
<h4 class="pullquote">Das Pflegepersonal interpretierte die meisten Abkürzungen falsch. Aber auch die Ärzte selbst tippten oft verkehrt. Wieso gibt es keine verbindlichen Abkürzungsrichtlinien? Ist man sich in Kliniken dieses Problems überhaupt bewußt?</h4>
<p>Und auch hier stellt sich die Frage, weshalb hier &#8211; Stichwort Qualitätssicherung und Fehlerkultur &#8211; keine Mechanismen etabliert sind, die einen verbindlichen Abkürzungskanon vorgeben. Daß jeder Azrt nach Lust und Laune verfährt und man im Zweifel darauf setzt, daß die Arbeitskollegen schon das Gemeinte &#8222;erraten&#8220;, kann ja eigentlich nur ein schlechter Scherz sein&#8230;</p>
<p>Und noch eine Feststellung ist interessant: je älter die Ärzte werden bzw. je höher sie die Karriereleiter emporklettern, desto mehr Abkürzungen gebrauchen sie. Geschieht dies aus Zeitnot, weil man als Chefarzt ja so im Stress ist? Oder ist der Abkürzungswahn schlicht ein äußeres Zeichen der Überlegenheit und Hierarchieunterschiede, gemäß dem Motto &#8222;Sollen sich doch meine Assistenzärzte den Kopf zerbrechen, was ich mit den Hieroglyphen zum Ausdruck bringen wollte&#8230;&#8220;?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr size="1" width="100%" />
<p><em>Studie:</em></p>
<ul>
<li>Joanna E Sheppard, Laura C E Weidner, Saher Zakai, Simon Fountain-Polley, and Judith Williams (2007): <a href="http://adc.bmj.com/cgi/content/abstract/adc.2007.128132v2" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ambiguous abbreviations: an audit of abbreviations in paediatric note keeping</a>, Archives of Disease in Childhood , Published Online First: 26 November 2007. doi:10.1136/adc.2007.128132</li>
</ul>
<p><em>Link:</em></p>
<ul>
<li>White, Caroline: <a href="http://www.onmedica.com/newsArticle.aspx?id=8a0c288a-f24e-4995-ab44-d0b5e94c2cb5" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Doctors’ shorthand is baffling to colleagues</a>, onmedica, 12.11.2007</li>
</ul>
<p><em>Literaturempfehlungen:</em></p>
<ul>
<li>Wilke, Kerstin (2007): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3836417480?ie=UTF8&amp;tag=wwwleichtathl-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3836417480">Behandlungsfehler. Arzthaftung und Fehlermanagement im ambulanten Bereich</a>, Vdm Verlag Dr. Müller</li>
<li>Madea, Burkhard &amp; Dettmeyer, Reinhard (2007): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3769132998?ie=UTF8&amp;tag=wwwleichtathl-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3769132998">Medizinschadensfälle und Patientensicherheit</a>, Dt. Ärzte-Verlag.</li>
<li>Amon, Linda (2004): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3800070146?ie=UTF8&amp;tag=wwwleichtathl-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3800070146">Todesfalle Krankenhaus. Wenn Ärzte pfuschen und vertuschen</a>, Ueberreuter</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Tödliche Verwechslungen I » Schlamperei bei der Narkose: Anästhesierisiken &#124; Werkstattnotiz LIV</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Jan 2008 08:17:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer sich in ärztliche Behandlung begibt, hat dafür zumeist einen guten Grund. Und meist ist es ja auch ratsam die Beschwerden von einem Fachmann abklären zu lassen &#8211; in manchen Fällen wäre es allerdings besser gewesen, die Betroffenen hätten sich den Gang zum Arzt oder in die Klinik gespart: denn erst grobe Behandlungsfehler sorgen für ... <a title="Tödliche Verwechslungen I » Schlamperei bei der Narkose: Anästhesierisiken &#124; Werkstattnotiz LIV" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/toedliche-verwechslungen-i-schlamperei-bei-der-narkose-anaesthesierisiken-werkstattnotiz-liv/" aria-label="Mehr Informationen über Tödliche Verwechslungen I » Schlamperei bei der Narkose: Anästhesierisiken &#124; Werkstattnotiz LIV">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/toedliche-verwechslungen-i-schlamperei-bei-der-narkose-anaesthesierisiken-werkstattnotiz-liv/">Tödliche Verwechslungen I » Schlamperei bei der Narkose: Anästhesierisiken | Werkstattnotiz LIV</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img decoding="async" width="220" height="146" align="right" src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2008/01/Vitalzeichen_01.jpg" alt="Vitalzeichen_01.jpg" style="margin: 10px;" />Wer sich in ärztliche Behandlung begibt, hat dafür zumeist einen guten Grund. Und meist ist es ja auch ratsam die Beschwerden von einem Fachmann abklären zu lassen &#8211; in manchen Fällen wäre es allerdings besser gewesen, die Betroffenen hätten sich den Gang zum Arzt oder in die Klinik gespart: denn erst grobe <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/12/16/behandlungsfehler-komplikationen-infektionen-die-risiken-von-klinikaufenthalten-werkstattnotiz-iil/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Behandlungsfehler</a> sorgen für Schäden, die vielfach schlimmer sind als das ursprüngliche Leiden.</strong></p>
<p>Und manchmal sind es &#8211; wie man aktuell in der ZEIT lesen kann &#8211; schlicht Verwechslungen oder Vertrotteltheit des Personals, wenn am Ende Patienten die Klinik schwer geschädigt oder im Leichenwagen verlassen.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/toedliche-verwechslungen-i-schlamperei-bei-der-narkose-anaesthesierisiken-werkstattnotiz-liv/#footnote_0_167" id="identifier_0_167" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die Abbildung [oben rechts] stammt von User &quot;bjearwicke&quot; bei stock.xchng">1</a></p>
<h4 class="pullquote_left"> Nach Expertenschätzung führen in Deutschland jedes Jahr 40-50 Narkosefehler zum Tod. Die Dunkelziffer dürfte allerdings höher liegen. <br /></h4>
<p>Jede Narkose ist per se ein riskantes Unterfangen. Die Anästhesisten sind freilich gut ausgebildet und weisen genug Routine auf, so daß &#8211; wenigstens was die Narkose betrifft &#8211; jährlich Millionen Patienten ihre Operation unbeschadet überstehen. Dennoch kommt es immer wieder zu dramatischen Zwischenfällen. </p>
<p>Fachleute rechnen mit jährlich 40-50 Todesfällen, die auf Narkosefehler zurückzuführen sind. Wie eine Untersuchung des Anästhesisten Volker Wenzel und seines Kollegen Holger Herff von der Medizinischen Universität Innsbruck zeigt, wurden in 10% der Fälle die Patienten irrtümlich mit Lachgas statt mit Sauerstoff beatmet.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/toedliche-verwechslungen-i-schlamperei-bei-der-narkose-anaesthesierisiken-werkstattnotiz-liv/#footnote_1_167" id="identifier_1_167" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Zwar ist der medizinische Gebrauch von Distickstoffmonoxid, wie Lachgas korrekt hei&szlig;t, leicht r&uuml;ckl&auml;ufig, aber dieses klassische Narkosegas mit seiner schmerzstilllenden Wirkung ist nach wie vor Standard in der An&auml;sthesie.">2</a> Wie es soweit kommen kann?</p>
<blockquote><p>Mal hatten Techniker im Keller des Krankenhauses die Lachgastanks versehentlich an die Sauerstoffversorgung gestöpselt, ein anderes Mal hatte jemand den Überblick im Schlauchgewirr einer Herz-Lungen-Maschine verloren oder ein Narkosegerät nach der Wartung falsch zusammengeschraubt.</p></blockquote>
<p>Es sind also haarsträubende Pannen, die schlichte Verwechslung von Schläuchen, die am Ende zum Tod von Patienten führen. Irritierend ist aber, daß es zu diesen Fällen offenbar keine offiziellen Erhebungen und fachlichen Studien gibt. Volker Wenzel wußte aus seiner Arbeit von solchen Unfällen und war verwundert, daß er nur vereinzelt in Tageszeitungen davon las. Die Dunkelziffer schätzt er allerdings deutlich höher als diese 10% ein, denn eine lernsensitive Fehlerkultur gebe es in der Medizin nicht:</p>
<blockquote><p>»Die Medizin ist nach wie vor obrigkeitshörig«, sagt der Arzt. »Fehler werden nicht, wie in der Luftfahrt üblich, offen diskutiert. Wir haben hier eine hausgemachte Katastrophe bei Narkosen in geplanten Eingriffen, und wir reden noch nicht mal drüber.«</p></blockquote>
<p>Über die Tatsache, daß nach Wartungs- oder Reparaturarbeiten an Narkosegeräten kein Sicherheitscheck vorgeschrieben ist, kann man freilich nur fassungslos mit dem Kopf schütteln. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p></p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><em>Link:</em></p>
<ul>
<li>Albrecht, Harro: <a href="http://www.zeit.de/2008/02/M-Lachgas" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Verhängnisvolle Verwechslung</a>, Die ZEIT, 3.1.2008</li>
<li>Wissenswerkstatt: <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/12/16/behandlungsfehler-komplikationen-infektionen-die-risiken-von-klinikaufenthalten-werkstattnotiz-iil/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Behandlungsfehler, Komplikationen &amp; Infektionen » Die Risiken von Klinikaufenthalten </a>| Werkstattnotiz IIL, 16.12.2007</li>
</ul>
<p></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_167" class="footnote">Die Abbildung [oben rechts] stammt von User &quot;bjearwicke&quot; bei stock.xchng</li><li id="footnote_1_167" class="footnote">Zwar ist der medizinische Gebrauch von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Distickstoffmonoxid" target="_blank"  rel="noopener noreferrer">Distickstoffmonoxid</a>, wie Lachgas korrekt heißt, leicht rückläufig, aber dieses klassische Narkosegas mit seiner schmerzstilllenden Wirkung ist nach wie vor Standard in der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/An%C3%A4sthesie" target="_blank"  rel="noopener noreferrer">Anästhesie</a>.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/toedliche-verwechslungen-i-schlamperei-bei-der-narkose-anaesthesierisiken-werkstattnotiz-liv/">Tödliche Verwechslungen I » Schlamperei bei der Narkose: Anästhesierisiken | Werkstattnotiz LIV</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
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		<title>Risiko Nanofood? » Die Nanotechnologie hat die Lebensmittelbranche erreicht &#124; Werkstattnotiz LXXIII</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Mar 2008 08:58:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Agnotologie]]></category>
		<category><![CDATA[Ökologie]]></category>
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		<category><![CDATA[Nichtwissen]]></category>
		<category><![CDATA[Risiken]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Insgesamt kann die Nanotechnologie mit ihrem Image zufrieden sein. Der Einsatz von Nanomaterialien in der Medizin oder die Entwicklung schmutzabweisender Oberflächen wird weithin akzeptiert und begrüßt.1 Die Anwendungsmöglichkeiten der Nanotechnologie2 gehen aber weit über diese Bereiche hinaus. Auch im Lebensmittelsektor erkennt man zunehmend die Potentiale der vielversprechenden Nanopartikel. Die Gentechnologie gilt gemeinhin als riskant und ... <a title="Risiko Nanofood? » Die Nanotechnologie hat die Lebensmittelbranche erreicht &#124; Werkstattnotiz LXXIII" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/risiko-nanofood-die-nanotechnologie-hat-die-lebensmittelbranche-erreicht-werkstattnotiz-lxxiii/" aria-label="Mehr Informationen über Risiko Nanofood? » Die Nanotechnologie hat die Lebensmittelbranche erreicht &#124; Werkstattnotiz LXXIII">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/risiko-nanofood-die-nanotechnologie-hat-die-lebensmittelbranche-erreicht-werkstattnotiz-lxxiii/">Risiko Nanofood? » Die Nanotechnologie hat die Lebensmittelbranche erreicht | Werkstattnotiz LXXIII</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Insgesamt kann die Nanotechnologie mit ihrem Image zufrieden sein. Der Einsatz von Nanomaterialien in der Medizin oder die Entwicklung schmutzabweisender Oberflächen wird weithin akzeptiert und begrüßt.</strong><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/risiko-nanofood-die-nanotechnologie-hat-die-lebensmittelbranche-erreicht-werkstattnotiz-lxxiii/#footnote_0_216" id="identifier_0_216" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Erst im Dezember hatte das Bundesinstitut f&uuml;r Risikobewertung (BfR) die Ergebnisse einer Befragung pr&auml;sentiert, wonach 2/3 aller Bundesb&uuml;rger der Nanotechnologie positiv gegen&uuml;berstehen.">1</a> <strong>Die Anwendungsmöglichkeiten der Nanotechnologie</strong><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/risiko-nanofood-die-nanotechnologie-hat-die-lebensmittelbranche-erreicht-werkstattnotiz-lxxiii/#footnote_1_216" id="identifier_1_216" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die Nanotechnologie befa&szlig;t sich mit Strukturen und molekularen Materialien, die kleiner als 100nm sind. 1 Nanometer ist 1 millionstel Millimeter, oder: 0,000 001 mm.">2</a> <strong>gehen aber weit über diese Bereiche hinaus. Auch im Lebensmittelsektor erkennt man zunehmend die Potentiale der vielversprechenden Nanopartikel.</strong> </p>
<h4 class="pullquote_left"> Die Gentechnologie gilt gemeinhin als riskant und &quot;Genfood&quot; will fast niemand auf dem Teller. Über die Risiken von Nanofood wissen wir aber deutlich weniger&#8230; <br /></h4>
<p>Genau hier, wenn es um Nahrungsmittel und Essen geht, sind die Verbraucher allerdings skeptisch. Und dies vollkommen zu Recht. Denn ähnlich wie beim umstrittenen Thema &quot;Genfood&quot; sind noch viele Fragen hinsichtlich der gesundheitlichen Auswirkungen unbeantwortet. </p>
<p>Und man muß zusätzlich feststellen, daß das Wissen um die Risikopotentiale gentechnologisch veränderter Lebensmittel deutlich umfangreicher ist, als die Risikoabschätzungen, die bislang im Zusammenhang mit &quot;Nanofood&quot; vorliegen. </p>
<p><strong>Nanofood ist keine Zukunftsmusik</strong></p>
<p>Die guten Akzeptanzwerte können u.U. auch damit zusammenhängen, daß oftmals noch gar nicht bekannt ist, daß synthetische Nanopartikel inzwischen auch in Lebensmitteln zu finden sind. Seit einigen Tagen liegt nun ein informativer Bericht von BUND und &quot;Friends of Earth&quot; vor. Dort wird u.a. aufgeschlüsselt in welchen Haushaltsartikeln und Nahrungsmitteln heute bereits Nanomaterialien zum Einsatz kommen. Das reicht von Nano-Silberpartikeln, die antibakteriell wirken sollen bis zu Nano-Siliziumdioxid (=Kieselsäure),<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/risiko-nanofood-die-nanotechnologie-hat-die-lebensmittelbranche-erreicht-werkstattnotiz-lxxiii/#footnote_2_216" id="identifier_2_216" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Welches als Lebensmittelzusatz E551 zugelassen ist.">3</a> das dafür sorgen soll, daß Pulver rieselfähig bleibt und nicht zusammenklumpt. Genauso soll es die Fließeigenschaften von Ketchup verbessern. </p>
<p>Ich selbst muß gestehen, daß es mir nicht bewußt war, daß so viele Produkte bereits mit Nanozusatzstoffen &quot;aufgepeppt&quot; sind. Allerhand Nahrungsergänzungsmittel werben sogar mit dem positiv konnotierten &quot;Nano&quot; und preisen die höhere &quot;<a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Bioverf%C3%BCgbarkeit&amp;oldid=36881132" target="_blank"  rel="noopener noreferrer">Bioverfügbarkeit</a>&quot; dieser Stoffe an. Bei anderen &#8211; vornehmlich Verpackungen, Plastiktüten etc. &#8211; stehen die positiven Eigenschaften hinsichtlich der antimikrobiellen Wirkung im Vordergrund. </p>
<h4 class="pullquote"> Immer mehr Lebensmittel sind durch Nanopartikel &quot;aufgepeppt&quot;. Eine Überprüfung der gesundheitlichen Unbedenklichkeit fand bislang aber kaum statt. <br /></h4>
<p>Klar ist bislang nur, daß etwa die Toxizität von bestimmten Stoffen, wenn sie eine bestimmte Partikelgröße unterschreiten, noch kaum untersucht ist. Das war und ist bislang schlicht nicht vorgesehen &#8211; in den einschlägigen Gesetzestexten für Lebensmittelzusatzstoffe ist von Partikelgrößen nirgendwo zu lesen. Man weiß allerdings, daß die Teilchen aufgrund ihrer geringen Größe über Lunge, Magen-Darm-Trakt oder Haut vom Körper aufgenommen werden können. </p>
<p><strong>Offene Fragen und dringender Forschungsbedarf</strong></p>
<p>Manche Tier- und Laborstudien<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/risiko-nanofood-die-nanotechnologie-hat-die-lebensmittelbranche-erreicht-werkstattnotiz-lxxiii/#footnote_3_216" id="identifier_3_216" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="U.a. hatte die Toxikologin Bellina Veronesi mehrmals nachgewiesen, da&szlig; Titandioxidpartikel (zumindest im Reaganzglas) M&auml;use- oder Rattenhirnzellen sch&auml;digen k&ouml;nnen. vgl. Thomas C. Long, Bellina Veronesi et. al.: Nanosize Titanium Dioxide Stimulates Reactive Oxygen Species in Brain Microglia and Damages Neurons in Vitro, Environmental Health Perspectives Volume 115, Number 11, November 2007">4</a> lassen zumindest daran zweifeln, ob etwa Titandioxid oder Silber<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/risiko-nanofood-die-nanotechnologie-hat-die-lebensmittelbranche-erreicht-werkstattnotiz-lxxiii/#footnote_4_216" id="identifier_4_216" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Beides dient als antimikrobieller Zusatz in Verpackungen oder findet &ndash; wie Titandioxid &ndash; etwa in Sonnencremes Anwendung.">5</a> in Nanogröße tatsächlich vollkommen unbedenklich sind. Die Forschung in diesem Bereich steht noch am Anfang &#8211; das Umweltbundesamt, die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin und das Bundesinstitut für Risikobewertung haben im Dezember eine sog. &quot;Forschungsstrategie&quot; zu den Gesundheits- und Umweltrisiken von Nanomaterialien publiziert. Dort heißt es etwa auf S. 7 unmißverständlich:</p>
<blockquote><p>&quot;Da die Exposition von Mensch und Umwelt, die toxikologischen und ökotoxikologischen Eigenschaften und Risiken noch nicht beurteilt werden können, wird allgemein die Notwendigkeit gesehen, weitere Untersuchungen durchzuführen und durch Forschungs- und Bewertungsaktivitäten die Wissenslücken zu schließen.&quot;</p></blockquote>
<p>Bis die ersten verläßlichen Ergebnisse und Risikoabschätzungen vorliegen, werden sicher noch 2-3 Jahre vergehen.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/risiko-nanofood-die-nanotechnologie-hat-die-lebensmittelbranche-erreicht-werkstattnotiz-lxxiii/#footnote_5_216" id="identifier_5_216" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wenn man einige Euro mehr zur Abkl&auml;rung eventueller Risiken ausgeben w&uuml;rde, k&ouml;nnte man f&uuml;r manche Zusatzstoffe m&ouml;glicherweise auch schon fr&uuml;her &quot;Entwarnung&quot; geben. Aber gegen die rund 800 Millionen Euro, mit denen die Nanotechnologie in Europa j&auml;hrlich gef&ouml;rdert wird, sind die Ausgaben zur Beforschung der Gesundheitsrisiken marginal.">6</a> Bis dahin gibt es sicher keinen Grund zur Beunruhigung, aber auf Lebensmittel oder auch Kosmetika mit dem fragwürdigen &quot;nano&quot;-Zusatznutzen kann man vorerst getrost verzichten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p></p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><em>Dokumente [es ist jeweils ein PDF-Dokument verlinkt]:</em></p>
<ul>
<li>Friends of the Earth und BUND (2008): &quot;<a href="http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/publikationen/nanotechnologie/20080311_nanotechnologie_lebensmittel_studie.pdf">Aus dem Labor auf den Teller: Die Nutzung der Nanotechnologie im Lebensmittelsektor</a>&quot; </li>
<li>UBA, BfR, BAuA (2007): &quot;<a href="http://www.baua.de/nn_47716/de/Themen-von-A-Z/Gefahrstoffe/Nanotechnologie/pdf/Forschungsstrategie.pdf">Forschungsstrategie Nanotechnologie: Gesundheits- und Umweltrisiken von Nanomaterialien</a>&quot; </li>
<li>Öko-Institut (2007): <a href="http://www.oeko.de/oekodoc/472/2007-077-de.pdf%20">Chancen der Nanotechnologie nutzen! Risiken rechtzeitig erkennen und vermeiden!</a></li>
<li><a href="http://www.oeko.de/oekodoc/472/2007-077-de.pdf%20"></a>BMBF (2006): <a href="http://www.bmbf.de/pot/download.php/M%3A0+Nanotechnologie/~DOM;/pub/nanotechnologie_inno_fuer_die_welt_v_morgen.pdf">Nanotechnologie &#8211; Innovationen für die Welt von morgen</a>, 3. Auflage.</li>
</ul>
<p><em>Link: </em></p>
<ul>
<li>Boeing, Nils: <a href="http://www.heise.de/tr/Lecker-nano--/blog/artikel/104906" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lecker nano?</a>, Technology Review Blog, 12.3.2008</li>
</ul>
<p><em><strong>Literaturempfehlungen:</strong></em></p>
<ul>
<li>Paschen, Herbet &amp; Coenen, Christopher (2008): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3540210687?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3540210687">Nanotechnologie in Forschung, Entwicklung, Anwendung. Stand und Perspektiven</a>. Springer, Berlin.</li>
<li>Shelley, Toby (2007): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3866017200?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3866017200">Nanotechnologie. Neue Möglichkeiten &#8211; Neue Gefahren</a>. Parthas-Verlag.</li>
<li>Gazsó, André / Greßler, Sabine / Schiemer, Fritz (2007): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3211486445?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3211486445">nano. Chancen und Risiken aktueller Technologien</a>. Springer, Wien. </li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_216" class="footnote">Erst im Dezember hatte das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) die Ergebnisse einer Befragung präsentiert, wonach 2/3 aller Bundesbürger der Nanotechnologie positiv gegenüberstehen.</li><li id="footnote_1_216" class="footnote">Die Nanotechnologie befaßt sich mit Strukturen und molekularen Materialien, die kleiner als 100nm sind. 1 Nanometer ist 1 millionstel Millimeter, oder: 0,000 001 mm.</li><li id="footnote_2_216" class="footnote">Welches als Lebensmittelzusatz E551 zugelassen ist.</li><li id="footnote_3_216" class="footnote">U.a. hatte die Toxikologin Bellina Veronesi mehrmals nachgewiesen, daß Titandioxidpartikel (zumindest im Reaganzglas) Mäuse- oder Rattenhirnzellen schädigen können. vgl. Thomas C. Long, Bellina Veronesi et. al.: <a target="_blank" href="http://www.ehponline.org/members/2007/10216/10216.html" rel="noopener noreferrer">Nanosize Titanium Dioxide Stimulates Reactive Oxygen Species in Brain Microglia and Damages Neurons in Vitro</a>, Environmental Health Perspectives Volume 115, Number 11, November 2007</li><li id="footnote_4_216" class="footnote">Beides dient als antimikrobieller Zusatz in Verpackungen oder findet &#8211; wie Titandioxid &#8211; etwa in Sonnencremes Anwendung.</li><li id="footnote_5_216" class="footnote">Wenn man einige Euro mehr zur Abklärung eventueller Risiken ausgeben würde, könnte man für manche Zusatzstoffe möglicherweise auch schon früher &quot;Entwarnung&quot; geben. Aber gegen die rund 800 Millionen Euro, mit denen die Nanotechnologie in Europa jährlich gefördert wird, sind die Ausgaben zur Beforschung der Gesundheitsrisiken marginal.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/risiko-nanofood-die-nanotechnologie-hat-die-lebensmittelbranche-erreicht-werkstattnotiz-lxxiii/">Risiko Nanofood? » Die Nanotechnologie hat die Lebensmittelbranche erreicht | Werkstattnotiz LXXIII</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
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		<title>Journalismus zwischen den Fronten » Wenn in Technologiekontroversen Sachkenntnis nicht mehr ausreicht &#124; Werkstattnotiz LXXXIV</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/journalismus-zwischen-den-fronten-wenn-in-technologiekontroversen-sachkenntnis-nicht-mehr-ausreicht-werkstattnotiz-lxxxiv/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 May 2008 08:25:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Biotechnologie]]></category>
		<category><![CDATA[Gentechnologie]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Nebenfolgen]]></category>
		<category><![CDATA[Risiken]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es gibt derzeit kaum ein umstritteneres Thema als die sog. &#8222;grüne&#8220; Gentechnik. Doch was ist mit eventuellen Risiken? Wer spricht als neutraler Experte, wer im Auftrag der Lobby? Was ist wenn sich auf lokaler Ebene Protestbewegungen formieren? Wie und wo positioniert sich in dieser unübersichtlichen Gefechtslage der Journalismus? Unter dem Begriff grüne Gentechnik werden alle ... <a title="Journalismus zwischen den Fronten » Wenn in Technologiekontroversen Sachkenntnis nicht mehr ausreicht &#124; Werkstattnotiz LXXXIV" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/journalismus-zwischen-den-fronten-wenn-in-technologiekontroversen-sachkenntnis-nicht-mehr-ausreicht-werkstattnotiz-lxxxiv/" aria-label="Mehr Informationen über Journalismus zwischen den Fronten » Wenn in Technologiekontroversen Sachkenntnis nicht mehr ausreicht &#124; Werkstattnotiz LXXXIV">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignright" style="border: 1px solid #dcdcdc; float: right; margin-left: 7px; margin-right: 7px;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/uploads/2008/05/Mais.jpg" alt="Mais, Quelle: stock.xchng, user: luisrock62" width="180" height="236" /><strong>Es gibt derzeit kaum ein umstritteneres Thema als die sog. &#8222;grüne&#8220; Gentechnik.  Doch was ist mit eventuellen Risiken? Wer spricht als neutraler Experte, wer im Auftrag der Lobby? Was ist wenn sich auf lokaler Ebene Protestbewegungen formieren? Wie und wo positioniert sich in dieser unübersichtlichen Gefechtslage der Journalismus?<br />
</strong></p>
<p>Unter dem Begriff grüne Gentechnik werden alle Bemühungen subsummiert, mittels gentechnologischer Verfahren das pflanzliche Erbgut gezielt zu manipulieren. Das Ziel von Forschern und den natürlich äußerst aktiven Lebensmittel- und Saatgutkonzernen sind ertragreichere, resistentere und (je nach Intention) &#8222;optimierte&#8220; Pflanzen. Gentechnik ist hier also ein Instrument der Pflanzenzüchtung.</p>
<p>Das Problem ist: wie bei jeder Technologie sind neben den erwünschten Folgen (etwa der Resistenz gegen bestimmte Schädlinge) auch &#8222;Nebenfolgen&#8220; nicht auszuschließen. Das reicht von der Beeinträchtigung von sog. Nicht-Zielorganismen (wenn eben statt des Schädlings auch harmlose Schmetterlinge der Veränderung zum Opfer fallen) bis zur Frage, welche negativen Auswirkungen möglicherweise der Verzehr von gentechnologisch veränderten Lebensmitteln für den Menschen hat.</p>
<h4 class="pullquote_left">Welchem Wissenschaftler soll man glauben, wenn sich sogar die Fachleute (teilweise) widersprechen?</h4>
<p><strong>Selbstwiderlegung der Wissenschaft</strong></p>
<p>Tatsache ist: bezüglich vieler Fragen gibt es widersprüchliche Expertenmeinungen gibt. Manche halten gentechnologisch veränderte Pflanzen, die das Zulassungsverfahren überstanden haben, für vollkommen unbedenklich<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/journalismus-zwischen-den-fronten-wenn-in-technologiekontroversen-sachkenntnis-nicht-mehr-ausreicht-werkstattnotiz-lxxxiv/#footnote_0_283" id="identifier_0_283" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Was ja per definitionem auch der Fall sein sollte.">1</a>, andere Fachleute können auf seriöse Studien verweisen, die doch ein Risikopotential konstatieren.</p>
<p>Die Bedenken reichen von ökologischen Folgen, wie etwa der Möglichkeit der Auskreuzung von gentechnologischen Pflanzen. Hier schließen sich ungeklärte juristische Streitfragen an, denn was passiert, wenn der Ökolandwirt seine Ernte nicht mehr los wird, da diese durch Pollenflug vom benachbarten Gentech-Feld &#8222;kontaminiert&#8220; ist?</p>
<p>Ebenso gab es in der Vergangenheit &#8211; ausgelöst durch Fütterungsstudien &#8211; durchaus irritierende Befunde, was die gesundheitliche Unbedenklichkeit anlangt. Vor Jahren stellte etwa der englische Wissenschaftler Arpad Pusztai bei Ratten-Fütterungsstudien<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/journalismus-zwischen-den-fronten-wenn-in-technologiekontroversen-sachkenntnis-nicht-mehr-ausreicht-werkstattnotiz-lxxxiv/#footnote_1_283" id="identifier_1_283" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Verf&uuml;ttert wurde die &bdquo;Lektin-Kartoffel&bdquo;, die allerdings niemals zur Zulassung oder gar zur Inverkehr-Bringung anstand.">2</a> eine Beinträchtigung des Immunsystems und Schädigung von Organen fest. Allerdings waren diese Befunde und das Untersuchungsdesign umstritten. In jüngerer Zeit sorgten Studien im Zusammenhang mit der Maissorte MON863 für Aufsehen, die bei den Versuchstieren ebenfalls unerwünschte Veränderungen des Blutbilds zeigten.</p>
<p>Zu all dem kommt erschwerend hinzu, daß die großen Konzerne wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Monsanto" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Monsanto</a>, <a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/Syngenta" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Syngenta</a> oder BayerCropScience in der Vergangenheit durch intransparente Informationspolitik und leider auch durch massive Versuche der lobbyistischen Einflußnahme auf Zulassungsverfahren auffällig geworden sind. Vertrauensbildende Maßnahmen sehen anders aus.</p>
<h4><span class="pullquote">Woran können und sollen sich Journalisten orientieren? Gibt es eine Alternative zur möglichst umfassenden, transparenten Darstellung alle Positionen? </span></h4>
<p>Worauf es mir in dieser sehr komprimierten Skizze ankommt: sowohl Kritiker, als auch Befürworter der grünen Gentechnik können sich auf gute Gründe berufen. Was aber passiert, wenn ganz konkret der Anbau von Genmais zum (kommunalen) Streitthema wird?</p>
<p><strong>Ziviler Ungehorsam, kritisches Engagement oder Forschungsfeindlichkeit?</strong></p>
<p>Andreas Sentker hat in der ZEIT den Fall von Andreas Schier geschildert.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/journalismus-zwischen-den-fronten-wenn-in-technologiekontroversen-sachkenntnis-nicht-mehr-ausreicht-werkstattnotiz-lxxxiv/#footnote_2_283" id="identifier_2_283" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Nochmal Dank an kamenin f&uuml;r den Link zum Zeit-Artikel.">3</a> Professor Schier ist Pflanzenbiotechnologe an der Hochschule Nürtingen und führt Freilandversuche mit dem Genmais MON810 durch. Nach jahrelangen Protesten der Bevölkerung, einer sich zusehends aufheizenden Stimmung und einer Feldbesetzung durch Anti-Gentechnik-Aktivisten hat die Hochschule nun die Notbremse gezogen.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/journalismus-zwischen-den-fronten-wenn-in-technologiekontroversen-sachkenntnis-nicht-mehr-ausreicht-werkstattnotiz-lxxxiv/#footnote_3_283" id="identifier_3_283" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wobei N&uuml;rtingen kein Einzelfall ist. Auch andere Unis haben nach massiven Protesten klein beigegeben. Erst letzte Woche stellte die Uni Gie&szlig;en ihre Freilandversuche vorerst ein.">4</a> Aus Angst vor weiterem Imageverlust hat man Professor Schier ein fünfjähriges Moratorium für seine Versuche auferlegt. Denkpause kann man das nennen oder Beschneidung der Forschungsfreiheit.</p>
<p>Ich halte den Artikel in der Zeit für unbedingt lesenswert, weil in ihm &#8211; auch durch O-Töne &#8211; verschiedene Positionen innerhalb solcher Debatten illustriert werden. Da ist die junge Abiturientin, die es als Bürgerpflicht ansieht gegen solche Versuche zu demonstrieren und sie sagt:</p>
<blockquote><p>»Der Feind ist nicht die Hochschule, auch nicht Professor Schier. Der Feind heißt Monsanto.«</p></blockquote>
<p>Und da gibt es offenbar die Nürtinger Lokalzeitung, die &#8211; so Sentker &#8211; seit langem Partei für die Gegner der Freilandversuche ergriffen hatte.</p>
<blockquote><p>»Wir fühlen uns als Anwalt der Leute«, sagt der Redakteur. »Und die Ängste der Leute sind höher zu bewerten als die Freiheit der Forschung.«</p></blockquote>
<p>Und natürlich gibt es Studenten und Wissenschaftler, die die Proteste und v.a. ihre Folgen nicht verstehen:</p>
<blockquote><p>&#8222;Kathrin Mendler studiert in Nürtigen Agrarwirtschaft. »Das kann doch nicht sein, dass die da auf dem Acker hocken und die Forschung kaputt machen«, sagt sie.&#8220;</p></blockquote>
<p>Ein schwieriges, weites, vermintes Feld.</p>
<p>Ich weise auf den Artikel nochmals so ausführlich hin, da sich in den Kommentaren <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/02/stammgaeste-passanten-und-die-wissenswerkstatt-ein-interview-ueber-sinn-und-zweck-wissenschaftlicher-blogs/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">zu diesem Werkstattartikel</a> eine interessante Diskussion zur Frage entfaltet hat, welche Kriterien ein hochwertiger Wissenschaftsjournalismus zu erfüllen habe. Wenn man diese Frage abstrakt diskutiert, dann ist es einfach für eine hohe Fachkenntnis, Recherchequalitäten und Kritikvermögen zu plädieren. Aber wenn es konkret wird, wie im Fall des MON810-Anbaus, der auf Gegenwehr stößt? Wie kann hier Berichterstattung ablaufen, ohne Stellung zu beziehen?</p>
<h4 class="pullquote_left">Leider häufig vergessen &#8211; das Credo Hajo Friedrichs: »Mache Dich nie gemein mit einer Sache. Auch nicht mit einer guten.«</h4>
<p>Um ehrlich zu sein, kann ich im vorliegenden Fall durchaus Verständnis für die verschiedenen (!) Parteien aufbringen &#8211; zumindest teilweise. Wenn man das Gebaren von Monsanto und Co., deren Marktmacht, deren Zynismus und strategisches Kalkül vor Augen hat, dann ist Protest durchaus nachvollziehbar.</p>
<p>Wenn ich an der Stelle Professor Schiers stünde, so wäre ich mehr als konsterniert, daß mir meine Hochschule in den Rücken fällt. Und in der Position des Hochschulrektors bzw. des Hochschulrats sehe ich ein, daß es möglicherweise eine verfahrene Situation, die bereits eskaliert war, zu bereinigen gilt, um weiteren Schaden von der Hochschule abzuwenden &#8211; der Forschung ist hier freilich nicht gedient.</p>
<p>Ganz grundsätzlich bedaure ich bei Risikokontroversen im Allgemeinen und in diesem Fall im Besonderen, die mangelnde Bereitschaft zu einer differenzierteren Betrachtung. Das hieße?</p>
<ol>
<li><strong>Für die Protestbewegung:</strong> &#8222;Die&#8220; Gentechnik gibt es nicht. Wirtschaftliche Interessen sind nicht deckungsgleich mit dem Interesse der Wissenschaftler! Man kann gegen Monsanto protestieren, aber dennoch die Forschung in diesem Bereich akzeptieren.</li>
<li><strong>Für die Wissenschaft:</strong> Forschungsfreiheit gilt nie absolut. Wer wissenschaftlich, mit öffentlichen Mitteln arbeiten will, der muß auch akzeptieren, daß die Gesellschaft den Rahmen absteckt, der die wissenschaftliche Neugier begrenzt. Und wer damit nicht einverstanden ist, dem steht es frei, für die eigene Position zu werben. Wer allerdings Ängste innerhalb der Bevölkerung nicht ernst nimmt und als naive Ahnungslosigkeit belächelt, der hat sicherlich durch sein eigenes Verhalten zur mißlichen Situation beigetragen.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/journalismus-zwischen-den-fronten-wenn-in-technologiekontroversen-sachkenntnis-nicht-mehr-ausreicht-werkstattnotiz-lxxxiv/#footnote_4_283" id="identifier_4_283" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Jedenfalls kann man im ZEIT-Artikel zwischen den Zeilen lesen, da&szlig; Prof. Schwier nicht so zug&auml;nglich f&uuml;r Kritik war. Es ist nat&uuml;rlich die Frage, wie diese Kritik vorgetragen wurde etc.">5</a></li>
<li><strong>Für den Journalismus:</strong> Ich weiß, daß es manchmal schwer ist<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/journalismus-zwischen-den-fronten-wenn-in-technologiekontroversen-sachkenntnis-nicht-mehr-ausreicht-werkstattnotiz-lxxxiv/#footnote_5_283" id="identifier_5_283" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ich selbst schimpfe ja durchaus auch heftig, wenn es bspw. um die Skrupellosigkeit von Pharmakonzernen oder die Verbohrtheit von Chefredakteur/innen geht.">6</a> den Leitspruch von<a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hanns_Joachim_Friedrichs" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Hanns-Joachim Friedrichs</a> zu beherzigen, aber ich halte dieses Credo doch für bedenkenswert: &#8222;Mache Dich nie gemein mit einer Sache. Auch nicht mit einer guten.&#8220;</li>
</ol>
<p>In diesem Sinne: für mehr Ausgewogenheit, für weniger Schaum vor dem Mund.</p>
<div class="links_kurz">Links:</p>
<ul>
<li>Sentker, Andreas: <a href="http://www.zeit.de/2008/19/Gentechnik?page=all" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Der Genskandal,</a> DIE ZEIT, 01.05.2008</li>
</ul>
<p>Wirklich gute Informationen zu fast allen Fragen der Gentechnologie:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.biosicherheit.de/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bioSicherheit | Gentechnik &#8211; Pflanzen &#8211; Umwelt</a></li>
<li><a href="http://www.transgen.de/home/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">transGen</a> &#8211; Transparenz für Gentechnik bei Lebensmitteln</li>
</ul>
</div>
<div class="invisible">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Gentechnologie">Gentechnologie</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Risiko">Risiko</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Wissenschaftskommunikation">Wissenschaftskommunikation</a></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_283" class="footnote">Was ja per definitionem auch der Fall sein sollte.</li><li id="footnote_1_283" class="footnote">Verfüttert wurde die &#8222;<a href="http://www.transgen.de/aktuell/archiv_1999/85.doku.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lektin-Kartoffel</a>&#8222;, die allerdings niemals zur Zulassung oder gar zur Inverkehr-Bringung anstand.</li><li id="footnote_2_283" class="footnote">Nochmal Dank an kamenin für den Link zum Zeit-Artikel.</li><li id="footnote_3_283" class="footnote">Wobei Nürtingen kein Einzelfall ist. Auch andere Unis haben nach massiven Protesten klein beigegeben. Erst letzte Woche <a href="http://www.transgen.de/aktuell/927.doku.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">stellte die Uni Gießen ihre Freilandversuche vorerst ein</a>.</li><li id="footnote_4_283" class="footnote">Jedenfalls kann man im ZEIT-Artikel zwischen den Zeilen lesen, daß Prof. Schwier nicht so zugänglich für Kritik war. Es ist natürlich die Frage, wie diese Kritik vorgetragen wurde etc.</li><li id="footnote_5_283" class="footnote">Ich selbst schimpfe ja durchaus auch heftig, wenn es bspw. um die Skrupellosigkeit von Pharmakonzernen oder die Verbohrtheit von Chefredakteur/innen geht.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/journalismus-zwischen-den-fronten-wenn-in-technologiekontroversen-sachkenntnis-nicht-mehr-ausreicht-werkstattnotiz-lxxxiv/">Journalismus zwischen den Fronten » Wenn in Technologiekontroversen Sachkenntnis nicht mehr ausreicht | Werkstattnotiz LXXXIV</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Imagekampagne oder Wohltätigkeit aus Überzeugung? » Google unterstützt den Kampf gegen Infektionskrankheiten und Pandemien &#124; Werkstattnotiz 124</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/10/imagekampagne-oder-wohltaetigkeit-aus-ueberzeugung-google-unterstuetzt-den-kampf-gegen-infektionskrankheiten-und-pandemien-werkstattnotiz-124/</link>
					<comments>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/10/imagekampagne-oder-wohltaetigkeit-aus-ueberzeugung-google-unterstuetzt-den-kampf-gegen-infektionskrankheiten-und-pandemien-werkstattnotiz-124/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Oct 2008 11:15:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Risiken]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bill Gates tut es, Leonardo DiCaprio auch und U2-Frontmann Bono sowieso. Sie engagieren sich für wohltätige Zwecke und öffnen dafür auch ihre Privatschatulle. Klar, wer sich für karitative Ziele oder den Erhalt des Regenwalds einsetzt, der erntet Sympathien. Ob die Stars aus Medien und Wirtschaft sich lediglich betätigen, um ihr Image aufzupolieren oder ob echte ... <a title="Imagekampagne oder Wohltätigkeit aus Überzeugung? » Google unterstützt den Kampf gegen Infektionskrankheiten und Pandemien &#124; Werkstattnotiz 124" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/10/imagekampagne-oder-wohltaetigkeit-aus-ueberzeugung-google-unterstuetzt-den-kampf-gegen-infektionskrankheiten-und-pandemien-werkstattnotiz-124/" aria-label="Mehr Informationen über Imagekampagne oder Wohltätigkeit aus Überzeugung? » Google unterstützt den Kampf gegen Infektionskrankheiten und Pandemien &#124; Werkstattnotiz 124">Weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bill Gates tut es, Leonardo DiCaprio auch und U2-Frontmann Bono sowieso. Sie engagieren sich für wohltätige Zwecke und öffnen dafür auch ihre Privatschatulle. Klar, wer sich für karitative Ziele oder den Erhalt des Regenwalds einsetzt, der erntet Sympathien. </strong></p>
<p>Ob die Stars aus Medien und Wirtschaft sich lediglich betätigen, um ihr Image aufzupolieren oder ob echte Überzeugung dahintersteckt, darf uns eigentlich fast egal sein. Nun verstärkt auch der Suchmaschinenriese Google sein wohltätiges Engagement: Google.org schreibt sich den Kampf gegen Infektionskrankheiten und Seuchen auf die Fahnen.</p>
<p><strong>Google.org: Wohltätigkeit und Forschungsförderung</strong></p>
<p>Bereits 2005 wurde der Ableger <a href="http://www.google.org/">Google.org</a> gegründet, der die wohltätigen Aktivitäten des Unternehmens bündeln und koordinieren soll. Schwerpunkte des Engagements sind die Förderung erneuerbarer Energien, die (gesundheitliche) Krisenprävention, der Aufbau von infrastrukturellen Einrichtungen in armen Ländern, sowie die Entwicklung von Hybridantrieben. Rund 85 Millionen US-Dollar sind binnen der letzten 3 Jahre in solche Fördermaßnahmen geflossen.</p>
<p>Heute teilt Google.org mit, daß weitere 14 Millionen US-Dollar in die Abwehr und Früherkennung von Infektionskrankheiten und v.a. von Zoonosen investiert werden sollen. Durch dieses Paket sollen einerseits sog. Hot Spots (hauptsächlich in Südostasien und Afrika) identifiziert werden, wo die Gefahr, daß Viren von Tieren auf den Menschen überspringen, am größten ist. Andererseits sollen Strategien entwickelt werden, um im Ernstfall den Ausbruch einer Pandemie zu verhindern.</p>
<p>Natürlich stehen hier vergangene Fälle wie AIDS, SARS oder die Gefahr durch den Vogelgrippe-Virus H5N1 im Hintergrund. Im Einzelnen geht das Geld nun u.a. an folgende Projekte und Initiativen:</p>
<ul>
<li>2 Millionen US-Dollar erhält das &#8222;<a href="http://www.whrc.org/">Woods Hole Research Center&#8220;</a>. Mit hochauflösenden Satellitenaufnahmen von Regenwaldzonen (wo die Gefahr der Übertragung vom Tier auf den menschen mit am höchsten ist), sollen Risikozonen identifiziert und die Übertragungswege besser verstanden werden.</li>
<li>Rund 5.5 Millionen gehen an die &#8222;<a href="http://gvfi.org/index.html">Global Viral Forecasting Initiative</a>&#8222;, die Blutdatenbanken in sog. &#8222;Hot Spots&#8220; erstellt und analysiert. Dazu zählen Länder wie Kamrun, Kongo, China, Malaysia, Laos oder Madagskar.</li>
<li>Ungefähr 2.5 Millionen sollen die Arbeit der &#8222;<a href="http://cii.columbia.edu/">Columbia University Mailman School of Public Health</a>&#8220; unterstützen. Dort wird versucht, neue Erreger möglichst frühzeitig zu entdecken. Gleichzeitig sollen Maßnahmen entwickelt werden, um vor Ort möglichst schnell und effizient eine Weiterverbreitung zu verhindern.</li>
<li>Ca. 3 Millionen erhält ein Projekt des &#8222;<a href="http://www.childrenshospital.org/">Children’s Hospital</a>&#8222;, das eine globale Infektionskarte und ein Meldesystem für auffällige Krankheitsausbrüche erstellen soll. Außerdem soll über ein System der Austausch zwischen Human-Medizinern, Veterinären und Umweltwissenschaftlern verbessert werden, so daß eine Früherkennung von Krisen besser möglich wird.</li>
</ul>
<h4><span class="pullquote">14 Millionen US-Dollar sind eine nette Summe. Aber hätte Google nicht noch ein wenig mehr drauflegen können? </span></h4>
<p>Larry Brilliant, Geschäftsführer von Google.org ist überzeugt: &#8222;Wenn wir so weitermachen wie bisher, werden wir das nächste AIDS oder SARS nicht verhindern.&#8220; Womit er sicher nicht falsch liegt. Ich frage mich nur, ob die Summe von 14 Millionen Dollar wirklich bereits das Limit darstellt, was Google hier leisten kann. Ein milliardenschweres Unternehmen sollte doch eigentlich fast noch eine Null mehr auf den Scheck schreiben können, oder?</p>
<p>Daß die Verhinderung einer neuen Pandemie zumindest Larry Brilliant, dem Chef von Google.org, ein Anliegen ist, kann man übrigens an diesem TED-Vortrag aus dem Jahr 2006 sehen:</p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="youtube"><!--cut and paste--><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="320" height="285" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="id" value="VE_Player" /><param name="align" value="middle" /><param name="FlashVars" value="bgColor=FFFFFF&amp;file=http://static.videoegg.com/ted/movies/LARRYBRILLIANT_high.flv&amp;autoPlay=false&amp;fullscreenURL=http://static.videoegg.com/ted/flash/fullscreen.html&amp;forcePlay=false&amp;logo=&amp;allowFullscreen=true" /><param name="quality" value="high" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="bgcolor" value="#FFFFFF" /><param name="scale" value="noscale" /><param name="wmode" value="window" /><param name="src" value="http://static.videoegg.com/ted/flash/loader.swf" /><embed id="VE_Player" type="application/x-shockwave-flash" width="320" height="285" src="http://static.videoegg.com/ted/flash/loader.swf" wmode="window" scale="noscale" bgcolor="#FFFFFF" allowscriptaccess="always" quality="high" flashvars="bgColor=FFFFFF&amp;file=http://static.videoegg.com/ted/movies/LARRYBRILLIANT_high.flv&amp;autoPlay=false&amp;fullscreenURL=http://static.videoegg.com/ted/flash/fullscreen.html&amp;forcePlay=false&amp;logo=&amp;allowFullscreen=true" align="middle"></embed></object></div>
<p>&nbsp;</p>
<div class="links_ticker">
<strong>Mehr:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://blog.wired.com/wiredscience/2008/10/googleorg-offer.html">Google.Org Spends $14 Million to Battle Pandemics | Wired Science</a></li>
</ul>
</div>
<div class="invisible">
<hr width="100%" size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a href="http://www.technorati.com/tag/Google" class="invisible" rel="tag">Google</a><br />
<a href="http://www.technorati.com/tag/Seuchen" class="invisible" rel="tag">Seuchen</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Sorgenkind I: Food-Safety ::: Sorgenkind II: Ärzte-Fortbildungen ::: Sorgenkind III: Ende für Trasylol &#124; Werkstatt-Ticker 27</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/sorgenkind-i-food-safety-sorgenkind-ii-aerzte-fortbildungen-sorgenkind-iii-ende-fuer-trasylol-werkstatt-ticker-27/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 May 2008 11:12:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Kontingenz]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Nebenwirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[Pharmaindustrie]]></category>
		<category><![CDATA[Risiken]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>» Lebensmittelüberwachung auf dem Weg ins 21. Jahrhundert Wenn hierzulande mal wieder in irgendeiner Lagerhalle einige Tonnen sog. &#8222;Gammelfleisch&#8220; aufgestöbert werden, dann sind das zumeist Zufallsfunde. Denn &#8211; entgegen allen Beteuerungen die Lebensmittelsicherheit habe allerhöchste Priorität &#8211; sind die Institutionen zur Lebensmittelüberwachung schon allein personell hoffnungslos unterfinanziert. Egal ob es um die Anzahl der Veterinäre, ... <a title="Sorgenkind I: Food-Safety ::: Sorgenkind II: Ärzte-Fortbildungen ::: Sorgenkind III: Ende für Trasylol &#124; Werkstatt-Ticker 27" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/sorgenkind-i-food-safety-sorgenkind-ii-aerzte-fortbildungen-sorgenkind-iii-ende-fuer-trasylol-werkstatt-ticker-27/" aria-label="Mehr Informationen über Sorgenkind I: Food-Safety ::: Sorgenkind II: Ärzte-Fortbildungen ::: Sorgenkind III: Ende für Trasylol &#124; Werkstatt-Ticker 27">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/category/werkstatt-ticker/"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-234" style="border: 1px solid #DCDCDC; margin: 6px; float: right;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/uploads/2008/04/ticker_02a.jpg" alt="Ticker.jpg" width="180" height="121" /></a><em></em></p>
<h4><span><span style="color: #808080; font-size: xx-large;"><strong>»</strong> <span style="font-size: large;">Lebensmittelüberwachung auf dem Weg ins 21. Jahrhundert<br />
</span></span></span></h4>
<p>Wenn hierzulande mal wieder in irgendeiner Lagerhalle einige Tonnen sog. &#8222;Gammelfleisch&#8220; aufgestöbert werden, dann sind das zumeist Zufallsfunde. Denn &#8211; entgegen allen Beteuerungen die Lebensmittelsicherheit habe allerhöchste Priorität &#8211; sind die Institutionen zur Lebensmittelüberwachung schon allein personell hoffnungslos unterfinanziert. Egal ob es um die Anzahl der Veterinäre, der Lebensmittelchemiker oder um die Ressourcen zur Durchführung von Proben geht: es stehen viel zu wenig Mittel zur Verfügung, um den schwarzen Schafen der Lebensmittelbranche auf die Schliche zu kommen.</p>
<p>Gleichzeitig gibt es natürlich auch Lebensmittelrisken und Verunreinigungen, die nicht auf kriminelle Energie zurückzuführen sind. Wie man nun lesen kann, ist es aber auch in den USA kaum anders. Ein informativer Bericht zur &#8222;Food Safety&#8220; fordert, endlich den Konsumentenschutz ernstzunehmen:</p>
<blockquote><p>&#8222;Our goal should be reducing the number of Americans who get sick from foodborne illness. But we can&#8217;t adequately protect people from contaminated foods if we continue to use 100 year-old practices.&#8220;</p></blockquote>
<div class="links_ticker">
<ul>
<li>Trust for America&#8217;s Health: <a href="http://healthyamericans.org/reports/foodsafety08/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fixing Food Safety</a></li>
</ul>
</div>
<h4><span><span style="color: #808080; font-size: xx-large;"><strong>»</strong> <span style="font-size: large;">Selbstlosigkeit der Pharmaindustrie?</span></span></span></h4>
<p>Neben Kritik an der fortschreitenden Rationierung im Gesundheitssystem (Stichwort: <a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zwei-Klassen-Medizin" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zwei-Klassen-Medizin</a>) waren die letzten Tage vom Deutschen Ärztetag in Ulm wiederholt Klagen über die miserable Entlohnung der ärztlichen Leistungen zu hören. Ich bin der Meinung, daß hier auf sehr hohem Niveau gejammert wird und frage mich, weshalb andere Themen beim Ärztetag offensichtlich keine Rolle spielen. Denn wie wäre es mit der Frage nach der höchst fragwürdigen Rolle der Pharmaindustrie bei den ärztlichen Fortbildungen?</p>
<p>Für Workshops, Kongresse und immer mehr Online-Fortbildungen gibt die Pharmaindustrie jährlich 2 Mrd. Euro aus! Wohlgemerkt beharren die Pharmafirmen darauf, daß diese Angebote ausschließlich medizinisch motiviert seien und die Ärzte mit den neuesten Therapien und Methoden vertraut machen sollen &#8211; Produktbotschaften, gar noch für die eigenen Medikamente, liegt den Firmen natürlich fern.</p>
<p>Zur traurigen Realität und Intransparenz des ärztlichen Fortbildungswesen, war hier etwas zu lesen:</p>
<div class="links_ticker">
<ul>
<li>Kreiss, Stefanie und Schmincke, Polly: <a href="http://www.ftd.de/unternehmen/gesundheitswirtschaft/:Gesundheitswirtschaft%20Manipulierter%20%C4rzte%20Lehrplan/353078.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Manipulierter Ärzte-Lehrplan</a>, FTD, 13.5.2008</li>
</ul>
</div>
<p><span><span><span style="color: #808080; font-size: xx-large;"><strong>»</strong><span style="font-size: large;"> </span></span></span></span><strong><span><span><span style="color: #808080; font-size: xx-large;"><span style="font-size: large;">Trasylol: Ende eines Hoffnungsträgers</span></span></span></span></strong></p>
<p>Das Bayer-Präparat &#8222;Trasylol&#8220; stand schon seit einigen Monaten in den Schlagzeilen. Nun hat Bayer angekündigt, die Trasylol-Vorräte von Kliniken und Apotheken zurückzunehmen, was nach der vorläufigen Marktrücknahme nun wohl das endgültige Ende des Medikaments bedeutet.</p>
<p>Der Hintergrund: Trasylol mit dem Wirkstoff Aprotinin ist ein Antifibrinolytikum. Dient also als Blutungsstiller und wird demzufolge zur Vermeidung von schweren Blutungen bei Operationen eingesetzt. Nun war bei einer großen Vergleichsstudie (BART)<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/sorgenkind-i-food-safety-sorgenkind-ii-aerzte-fortbildungen-sorgenkind-iii-ende-fuer-trasylol-werkstatt-ticker-27/#footnote_0_300" id="identifier_0_300" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="An der Studie &bdquo;Blood Conservation using Antifibrinolytics in a Randomized Trial&ldquo; waren mehr als 100 kanadische Herzchirugen beteiligt. Es wurden ingesamt 3 Blutungsstiller (Antifibrinolytika) in einer randomisierten Vergleichsstudie getestet.">1</a> entdeckt worden, daß &#8222;Trasylol&#8220; zwar genau seinen Zweck erfüllt &#8211; es senkt die Wahrscheinlichkeit von Blutungskomplikationen bei Herz-OPs am effektivsten. Aber: die Mortalitätsrate der Patienten steigt ebenfalls überdurchschnittlich.</p>
<p>Das interessante: der angestrebte Haupteffekt wird durch Trasylol erreicht, allerdings führt ein Nebeneffekt, der lange Zeit unbeachtet blieb zur Marktrücknahme. Und niemand weiß warum. Oder wie das Ärzteblatt notiert:</p>
<blockquote><p>&#8222;Eine Erklärung für dieses Paradox (höhere Sterblichkeit trotz weniger Blutungskomplikationen) fällt den Forschern noch immer schwer.&#8220;</p></blockquote>
<div class="links_ticker">Link:</p>
<ul>
<li>Ärzteblatt: <a href="http://www.aerzteblatt-studieren.de/doc.asp?docid=107989" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BART-Studie publiziert: Endgültiges Ende von Trasylol,</a> 15.5.2008</li>
</ul>
</div>
<div class="invisible">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Medizin">Medizin</a></p>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Pharmalobby">Pharmalobby</a></p>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Nebenwirkungen">Nebenwirkungen</a></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_300" class="footnote">An der Studie &#8222;Blood Conservation using Antifibrinolytics in a Randomized Trial&#8220; waren mehr als 100 kanadische Herzchirugen beteiligt. Es wurden ingesamt 3 Blutungsstiller (Antifibrinolytika) in einer randomisierten Vergleichsstudie getestet.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/sorgenkind-i-food-safety-sorgenkind-ii-aerzte-fortbildungen-sorgenkind-iii-ende-fuer-trasylol-werkstatt-ticker-27/">Sorgenkind I: Food-Safety ::: Sorgenkind II: Ärzte-Fortbildungen ::: Sorgenkind III: Ende für Trasylol | Werkstatt-Ticker 27</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Kein Persilschein für die Nanotechnologie ::: Religion als Intelligenzvernichtungsmaschine &#124; Werkstatt-Ticker 35</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/kein-persilschein-fuer-die-nanotechnologie-religion-als-intelligenzvernichtungsmaschine-werkstatt-ticker-35/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Jun 2008 16:21:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Nanotechnologie]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Risiken]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.wissenswerkstatt.net/?p=319</guid>

					<description><![CDATA[<p>» Nanorisiken Die Tatsache, daß die Nanotechnologie ein bislang ungetrübt positives Image besitzt, die Gentechnologie häufig aber als Teufelszeug gesehen wird, zählt für mich zu den interessantesten Phänomenen der aktuellen gesellschaftlichen Technikbewertung. Ich hatte vor einigen Wochen kurz skizziert, daß die Produkte der Nanotechnologie keineswegs per se vollkommen unbedenklich sind und daß gerade für dieses ... <a title="Kein Persilschein für die Nanotechnologie ::: Religion als Intelligenzvernichtungsmaschine &#124; Werkstatt-Ticker 35" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/kein-persilschein-fuer-die-nanotechnologie-religion-als-intelligenzvernichtungsmaschine-werkstatt-ticker-35/" aria-label="Mehr Informationen über Kein Persilschein für die Nanotechnologie ::: Religion als Intelligenzvernichtungsmaschine &#124; Werkstatt-Ticker 35">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/kein-persilschein-fuer-die-nanotechnologie-religion-als-intelligenzvernichtungsmaschine-werkstatt-ticker-35/">Kein Persilschein für die Nanotechnologie ::: Religion als Intelligenzvernichtungsmaschine | Werkstatt-Ticker 35</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/category/werkstatt-ticker/"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-234" style="border: 1px solid #DCDCDC; margin: 6px; float: right;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/uploads/2008/04/ticker_02a.jpg" alt="Ticker.jpg" width="180" height="121" /></a><span style="color: #808080; font-size: xx-large;"><span class="ticker_titel"><strong>»</strong> </span><span style="font-size: large;"><span class="ticker_titel">Nanorisiken</span><br />
</span></span></h2>
<p>Die Tatsache, daß die Nanotechnologie ein bislang ungetrübt positives Image besitzt, die Gentechnologie häufig aber als Teufelszeug gesehen wird, zählt für mich zu den interessantesten Phänomenen der aktuellen gesellschaftlichen Technikbewertung.</p>
<p>Ich hatte vor einigen Wochen <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/26/risiko-nanofood-die-nanotechnologie-hat-die-lebensmittelbranche-erreicht-werkstattnotiz-lxxiii/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">kurz skizziert</a>, daß die Produkte der Nanotechnologie keineswegs per se vollkommen unbedenklich sind und daß gerade für dieses Feld dringend umfangreiche Risikoanalysen angestrengt werden müssen. Nun macht eine aktuelle Studie darauf aufmerksam, daß etwa die sog. &#8222;Nanotubes&#8220; &#8211; also winzig kleine, aus einzelnen Kohlenstoffatomen zusammengesetzte Röhrchen &#8211; bestimmte Gesundheitsrisiken bergen.</p>
<p>In Nature <a href="http://www.nature.com/news/2008/080520/full/news.2008.845.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">war zu lesen</a>:</p>
<blockquote><p>&#8222;Researchers led by Ken Donaldson of the University of Edinburgh’s Centre for Inflammation Research, UK, found that in mice, long, straight, multi-walled carbon nanotubes can cause the same kind of damage as that inflicted by asbestos fibres when they are injected into the lung&#8217;s outer lining, called the mesothelium.&#8220;</p></blockquote>
<p>Zumindest in Versuchen mit Mäusen<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/kein-persilschein-fuer-die-nanotechnologie-religion-als-intelligenzvernichtungsmaschine-werkstatt-ticker-35/#footnote_0_319" id="identifier_0_319" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Denen die Nanopartikel in die Bauchh&ouml;hle injiziert wurden.">1</a> stellten die Forscher Schädigungen fest, die denen von Asbestfasern glichen. Nun ist das kein Grund zur Hysterie, aber durchaus Anhaltspunkt dafür, daß man den Produkten der Nanotechnologie nicht naiverweise einen Persilschein ausstellen sollte.</p>
<div class="links_ticker">Link:</p>
<ul>
<li>Zinkant, Katrin: <a href="http://blog.zeit.de/diagnose-mensch/2008/05/22/ach-du-nanoschreck_73" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ach du Nanoschreck!</a>, 22.5.2008</li>
</ul>
</div>
<h2><span style="color: #808080; font-size: xx-large;"><span class="ticker_titel"><strong>»</strong> </span><span style="font-size: large;"><span class="ticker_titel">Keine vorschnellen Schlüsse: Religion &amp; Intelligenz</span><br />
</span></span></h2>
<p>Auf ein spannendes und kontroverses Beispiel für den Interpretationsspielraum, den statistische Daten erlauben, weist wieder einmal Michael Blume hin. Ihm ist ein Artikel des emeritierten Psychologieprofessors Richard Lynn aufgefallen, der eine negative Korrelation zwischen Intelligenz und Religiösität herstellt.</p>
<p>Konkret: Lynn und seine Mitstreiter behaupten, daß sie für 137 Länder aus dem durchschnittlichen Intelligenzquotienten die Religiösität der Bevölkerung ableiten können. Je höher der Anteil der Atheisten, desto höher der IQ.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/kein-persilschein-fuer-die-nanotechnologie-religion-als-intelligenzvernichtungsmaschine-werkstatt-ticker-35/#footnote_1_319" id="identifier_1_319" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="vgl. Richard Lynna, John Harvey and Helmuth Nyborg: Average intelligence predicts atheism rates across 137 nations, http://dx.doi.org/10.1016/j.intell.2008.03.004">2</a></p>
<p>Doch geben das die Zahlen wirklich her? Wieviel (unzweifelhaft komplexe) Randbedingungen werden dabei außer Acht gelassen? Ist der Zusammenhang ursächlich oder eben doch nur zufällig? Michael schreibt:</p>
<blockquote><p>&#8222;Die Crux bei dieser Korrelation hat mit einem spezifischen Problem zu tun, mit dem Lynn schon des öfteren zu kämpfen hatte: In reichen und wohlhabenden Gesellschaften steigt der durchschnittliche IQ. Denn hier erhalten die Menschen von klein auf bessere Nahrung, medizinische Versorgung sowie Frühförderung und Bildung im Rahmen von Kompetenzen, wie sie IQ-Tests abfragen. Gleichzeitig bieten diese Länder rechtlichen und sozialen Schutz und machen damit eine Funktion von Religionsgemeinschaften als Netzwerke gegenseitiger Hilfe obsolet, zudem gehen mit steigender Bildung mehr lebensweltliche und weltanschauliche Optionen einher &#8211; Säkularisierung setzt ein.&#8220;</p></blockquote>
<p>Und Michael untermauert seine Kritik mit Zahlen aus einer eigenen Untersuchung von 2002, die eben keinerlei Zusammenhang zwischen Religiösität und erreichten Schulabschlüssen ergibt. Und ein weiteres, durchaus triftiges Gegenargument sind natürlich die USA: hier paaren sich ein hoher Religiösitätslevel und hohe Intelligenz.</p>
<div class="links_ticker">Link:</p>
<ul>
<li>Blume, Michael: <a href="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4990005/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Religiosität &amp; Intelligenz: Sind Gläubige dümmer?</a>, 12.06.2008</li>
</ul>
</div>
<div class="invisible">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Nanotechnologie">Nanotechnologie</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Religion">Religion</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Risiken">Risiken</a></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_319" class="footnote">Denen die Nanopartikel in die Bauchhöhle injiziert wurden.</li><li id="footnote_1_319" class="footnote">vgl. Richard Lynna, John Harvey and Helmuth Nyborg: Average intelligence predicts atheism rates across 137 nations, http://<a href="http://dx.doi.org/10.1016/j.intell.2008.03.004" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dx.doi.org/10.1016/j.intell.2008.03.004</a></li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/kein-persilschein-fuer-die-nanotechnologie-religion-als-intelligenzvernichtungsmaschine-werkstatt-ticker-35/">Kein Persilschein für die Nanotechnologie ::: Religion als Intelligenzvernichtungsmaschine | Werkstatt-Ticker 35</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Astroblogger im Interview ::: Bienenkiller &#8222;Clothianidin&#8220; ::: &#8222;Guantanamo-Urteil&#8220; &#8211; Sieg für den Rechtsstaat? &#124; Werkstatt-Ticker 37</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/astroblogger-im-interview-bienenkiller-clothianidin-guantanamo-urteil-sieg-fuer-den-rechtsstaat-werkstatt-ticker-37/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Jun 2008 10:53:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Nichtwissen]]></category>
		<category><![CDATA[Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Risiken]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftsblogs]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>» 17 Fragen an&#8230; Seit rund 2 Monaten befrage ich im Wissenschafts-Café jede Woche einen weiteren Protagonisten der wissenschaftlichen Blogszene. Und wie ich aus einigen Mails weiß, trägt meine ursprüngliche Idee erste Früchte: nämlich die jeweiligen Blogger vorzustellen, sie ein klein wenig &#8222;prominenter&#8220; zu präsentieren und auch den Menschen hinter dem jeweiligen Blog etwas sichtbarer ... <a title="Astroblogger im Interview ::: Bienenkiller &#8222;Clothianidin&#8220; ::: &#8222;Guantanamo-Urteil&#8220; &#8211; Sieg für den Rechtsstaat? &#124; Werkstatt-Ticker 37" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/astroblogger-im-interview-bienenkiller-clothianidin-guantanamo-urteil-sieg-fuer-den-rechtsstaat-werkstatt-ticker-37/" aria-label="Mehr Informationen über Astroblogger im Interview ::: Bienenkiller &#8222;Clothianidin&#8220; ::: &#8222;Guantanamo-Urteil&#8220; &#8211; Sieg für den Rechtsstaat? &#124; Werkstatt-Ticker 37">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/astroblogger-im-interview-bienenkiller-clothianidin-guantanamo-urteil-sieg-fuer-den-rechtsstaat-werkstatt-ticker-37/">Astroblogger im Interview ::: Bienenkiller &#8222;Clothianidin&#8220; ::: &#8222;Guantanamo-Urteil&#8220; &#8211; Sieg für den Rechtsstaat? | Werkstatt-Ticker 37</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/category/werkstatt-ticker/"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-234" style="border: 1px solid #DCDCDC; margin: 6px; float: right;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/uploads/2008/04/ticker_02a.jpg" alt="Ticker.jpg" width="180" height="121" /></a><span style="color: #808080; font-size: xx-large;"><span class="ticker_titel"><strong>»</strong> </span><span style="font-size: large;"><span class="ticker_titel">17 Fragen an&#8230;</span><br />
</span></span></h2>
<p>Seit rund 2 Monaten befrage ich<a href="http://www.wissenschafts-cafe.net/blogportal/category/17-fragen-an/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> im Wissenschafts-Café</a> jede Woche einen weiteren Protagonisten der wissenschaftlichen Blogszene. Und wie ich aus einigen Mails weiß, trägt meine ursprüngliche Idee erste Früchte: nämlich die jeweiligen Blogger vorzustellen, sie ein klein wenig &#8222;prominenter&#8220; zu präsentieren und auch den Menschen hinter dem jeweiligen Blog etwas sichtbarer zu machen.</p>
<p>Bei der Auswahl meiner Gesprächspartner<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/astroblogger-im-interview-bienenkiller-clothianidin-guantanamo-urteil-sieg-fuer-den-rechtsstaat-werkstatt-ticker-37/#footnote_0_321" id="identifier_0_321" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="&Uuml;brigens sind Vorschl&auml;ge jederzeit willkommen. Welchen Wissenschaftsblogger wolltet Ihr schon lange etwas n&auml;her kennenlernen?">1</a> versuche ich eine bunte Mischung herzustellen: es sind Chemiker dabeigewesen und Religionswissenschaftler, Pädagogen und Medienwissenschaftler. Und nun ist der erste Blogger zum Interview, der zur aktiven Garde der &#8222;Astroblogger&#8220; zählt.</p>
<p>Es sind die Blogger, die nach den Sternen greifen. Und Andreas Müller, Astrophysiker an der TU München und dort wissenschaftlicher Koordinator im <a href="http://www.universe-cluster.de/">Exzellenzcluster Universe</a>, ist so einer. Er beichtet, daß er (wenn er nicht die Wissenschaft gewählt hätte) heute vielleicht mit Text- oder Gesangsdarbietungen auf irgendeiner Bühne stehen würde.</p>
<p>Dem Publikum im Wissenschafts-Café verrät er noch mehr. Beispielsweise, was er vom Web 2.0 hält:</p>
<blockquote><p>&#8222;Web 2.0 und die Blogosphäre lassen hinter der Technik des Internets den menschlichen Aspekt aufflammen: Wissen teilen und mehren durch neue Kommunikationsformen. Es ist die nächste logische Entwicklungsstufe des WWW.&#8220;</p></blockquote>
<div class="links_ticker">Link:</p>
<ul>
<li>Wissenschafts-Café: <a href="http://www.wissenschafts-cafe.net/blogportal/2008/06/17-fragen-an-andreas-muller-von-einsteins-kosmos/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">17 Fragen an… Andreas Müller von “Einsteins Kosmos”</a>, 16.6.2008</li>
</ul>
</div>
<h2><span style="color: #808080; font-size: xx-large;"><span class="ticker_titel"><strong>»</strong> </span><span style="font-size: large;"><span class="ticker_titel">Chlothianidin als Bienenkiller</span><br />
</span></span></h2>
<p>Vor einigen Wochen hatte ich in der Wissenswerkstatt über ein <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/17/einstein-haette-geflucht-bienensterben-insektizid-lobbyismus-und-die-ignoranz-deutscher-behoerden/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">massives Bienensterben berichtet</a>, das vor allem Imker im Rheintal zu beklagen hatten. Zunächst war die Ursache unklar &#8211; rund 7000 Bienenvölker (so die damaligen Zahlen) starben binnen weniger Tage. Allerdings wurde damals bereits ein möglicher Übeltäter diskutiert: das Insektizid &#8222;Chlotianidin&#8220;.</p>
<p>Anhaltspunkte gab es zuhauf: in Italien mußte man bereits wenige Wochen zuvor ein Bienensterben verzeichnen und dort waren Chlotianidin-Rückstände in den toten Bienen gefunden worden. Auch gab es über viele Jahre Warnungen und Proteste von Imkern &#8211; einer der aktiven Imker, die stets auf die Risiken des von BayerCropScience hergestellten Insektizids (Handelsname &#8222;Poncho Pro&#8220;) hingewiesen hatte, ist Fridolin Brandt, der sich <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/17/einstein-haette-geflucht-bienensterben-insektizid-lobbyismus-und-die-ignoranz-deutscher-behoerden/#comment-1930" target="_blank" rel="noopener noreferrer">in den Kommentaren zu Wort meldete</a>.</p>
<p>Nun hat sich der Verdacht gegen das Kontakt- und Fraßgift bestätigt. Das &#8222;Julius Kühn-Institut&#8220;<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/astroblogger-im-interview-bienenkiller-clothianidin-guantanamo-urteil-sieg-fuer-den-rechtsstaat-werkstatt-ticker-37/#footnote_1_321" id="identifier_1_321" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Bundesforschungsinstitut f&uuml;r Kulturpflanzen (JKI) ">2</a> teilt mit:</p>
<blockquote><p>Von den bisher 66 im Zusammenhang mit den Schadfällen „Maisaussaat“ untersuchten Bienenproben wiesen die chemischen Analysen des JKIs bis auf eine Ausnahme den Wirkstoff Clothianidin nach. Während 27 Proben zwischen 2 und 10 Mikrogramm Wirkstoff/kg Bienen enthielten, wiesen 32 Proben einen Wirkstoffgehalt zwischen 10 und 100 Mikrogramm/kg Bienen auf. Eine Probe enthielt 212 Mikrogramm Wirkstoff/kg Biene; die restlichen fünf Proben lagen unter 2 Mikrogramm.</p>
<p>Die in den letzten Wochen durchgeführten Untersuchungen des JKIs bestätigen weiterhin die Vermutung, dass der Wirkstoff während der Aussaat des Maissaatgutes von diesem abgerieben wurde und die entstandenen Stäube über Verfrachtungen in der Luft auf blühende und von Bienen beflogene Pflanzen gelangt sind.</p></blockquote>
<p>Damit sind nun wohl alle Fragen geklärt &#8211; traurig genug, daß man die Warnungen so lange ignoriert hat.</p>
<div class="links_ticker">Link:</p>
<ul>
<li>Pressemitteilung: <a href="http://www.jki.bund.de/cln_045/nn_813794/DE/pressestelle/Presseinfos/2008/1006__AnalyseBienenschaeden.html__nnn=true" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span>Analysen des Julius Kühn-Instituts zu Bienenschäden durch Clothianidin</span></a>, 10.6.2008</li>
</ul>
</div>
<h2><span style="color: #808080; font-size: xx-large;"><span class="ticker_titel"><strong>»</strong> </span><span style="font-size: large;"><span class="ticker_titel">Ein Hoch auf den &#8222;Supreme Court&#8220;</span><br />
</span></span></h2>
<p>Alle, die den Glauben an den Rechtsstaat noch nicht gänzlich verloren haben, durften sich letzte Woche endlich mal wieder freuen. Der US Supreme Court, also das höchste Gericht der USA, hat in einer Grundsatzentscheidung die aktuelle Position der Bush-Administration im Zusammenhang mit den Häftlingen auf Guantánamo korrigiert.</p>
<p>Künftig steht den Inhaftierten der normale, zivile Klageweg offen &#8211; im Neuronsblog<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/astroblogger-im-interview-bienenkiller-clothianidin-guantanamo-urteil-sieg-fuer-den-rechtsstaat-werkstatt-ticker-37/#footnote_2_321" id="identifier_2_321" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="&Uuml;brigens darf auch dort gerne kommentiert werden&hellip;">3</a> hatte ich vor einigen Tagen u.a. folgendes dazu geschrieben:</p>
<blockquote><p>&#8222;<strong>Sieg des Rechtsstaats über die Willkür?</strong></p>
<p>Es ist absolut begrüßenswert, daß wenigstens die Richter in Washington sich der Tatsache erinnern, daß Menschen (selbst wenn sie schwerer Verbrechen verdächtigt werden) vor Willkürakten des Staates zu schützen sind. Und die Logik, die das &#8222;System Guantánamo&#8220; prägt, kannte eben leider keine gleichen Rechte für alle &#8211; man sprach den Inhaftierten gar den Status als Kriegsgefangene ab, nur um sie als &#8222;<em>unlawful enemy combatants</em>&#8220; (&#8222;ungesetzliche feindliche Kombattanten&#8220;) zu etikettieren.</p>
<p>Es ist zu hoffen, daß die Richter damit das letzte Wort in der Guantánamo-Frage gesprochen haben und nun zügig und nach halbwegs transparenten rechtsstaatlichen Kriterien über die Inhaftierten befunden wird.&#8220;</p></blockquote>
<div class="links_ticker">Weiterlesen:</p>
<ul>
<li>Marc Scheloske: <a href="http://www.scienceblogs.de/neurons/2008/06/wegweisendes-urteil-des-ussupremecourt-ende-fur-das-system-guantanamo.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wegweisendes Urteil des US-Supreme-Court &#8211; Ende für das &#8222;System Guantánamo&#8220;?</a>, Neurons, 13.6.2008</li>
</ul>
</div>
<div class="invisible">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Wissenschaftsblogs">Wissenschaftsblogs</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Guantanamo">Guantanamo</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Bienensterben">Bienensterben</a></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_321" class="footnote">Übrigens sind Vorschläge jederzeit willkommen. Welchen Wissenschaftsblogger wolltet Ihr schon lange etwas näher kennenlernen?</li><li id="footnote_1_321" class="footnote">Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen (JKI) </li><li id="footnote_2_321" class="footnote">Übrigens darf auch dort gerne kommentiert werden&#8230;</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/astroblogger-im-interview-bienenkiller-clothianidin-guantanamo-urteil-sieg-fuer-den-rechtsstaat-werkstatt-ticker-37/">Astroblogger im Interview ::: Bienenkiller &#8222;Clothianidin&#8220; ::: &#8222;Guantanamo-Urteil&#8220; &#8211; Sieg für den Rechtsstaat? | Werkstatt-Ticker 37</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Tofu macht dumm ::: Schattenseiten der Hochschulreformen &#124; Werkstatt-Ticker 44</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/tofu-macht-dumm-schattenseiten-der-hochschulreformen-werkstatt-ticker-44/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Jul 2008 12:07:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschulpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Risiken]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>» Der Soja-Mythos Die Müsli- und Tofufraktion rechtfertigt den Kauf beim Biohändler ja gerne durch die gesundheitlich positiven Effekte der alternativen Lebensmittel. Die Enttäuschung ist dann immer groß, wenn bei unabhängigen Tests bisweilen herauskommt, daß Ökoprodukte den konventionell hergestellten Erzeugnissen nicht immer überlegen sind. Ähnliche Irritationen dürfte eine neue Studie hervorrufen, die am Soja-Mythos rüttelt. ... <a title="Tofu macht dumm ::: Schattenseiten der Hochschulreformen &#124; Werkstatt-Ticker 44" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/tofu-macht-dumm-schattenseiten-der-hochschulreformen-werkstatt-ticker-44/" aria-label="Mehr Informationen über Tofu macht dumm ::: Schattenseiten der Hochschulreformen &#124; Werkstatt-Ticker 44">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/tofu-macht-dumm-schattenseiten-der-hochschulreformen-werkstatt-ticker-44/">Tofu macht dumm ::: Schattenseiten der Hochschulreformen | Werkstatt-Ticker 44</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/category/werkstatt-ticker/"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-234" style="border: 1px solid #DCDCDC; margin: 6px; float: right;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/uploads/2008/04/ticker_02a.jpg" alt="Ticker.jpg" width="180" height="121" /></a><span style="color: #808080; font-size: xx-large;"><span class="ticker_titel"><strong>»</strong> </span><span style="font-size: large;"><span class="ticker_titel">Der Soja-Mythos</span><br />
</span></span></h2>
<p>Die Müsli- und Tofufraktion rechtfertigt den Kauf beim Biohändler ja gerne durch die gesundheitlich positiven Effekte der alternativen Lebensmittel. Die Enttäuschung ist dann immer groß, wenn bei unabhängigen Tests bisweilen herauskommt, daß Ökoprodukte den konventionell hergestellten Erzeugnissen nicht immer überlegen sind.</p>
<p>Ähnliche Irritationen dürfte eine neue Studie hervorrufen, die am Soja-Mythos rüttelt. Denn Sojaprodukte genießen besonders innerhalb der vegetarischen Szene immer noch den Ruf eines Wundermittels: vor allem die <span id="contentmain" class="storycontent">Phytoöstrogene<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/tofu-macht-dumm-schattenseiten-der-hochschulreformen-werkstatt-ticker-44/#footnote_0_335" id="identifier_0_335" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Allen voran die Isoflavone Genistein und Daidzein.">1</a> sollen vor koronaren Erkankungen schützen, das Krebsrisiko und den Cholesterinspiegel senken und noch weitere günstige Effekte haben.</span></p>
<h4><span class="pullquote_left">Exzessiver Sojakonsum mindert die Gedächtnisleistungen im Alter.</span></h4>
<p>So unbestritten sind die positiven Wirkungen aber keineswegs. Von Sojamilch für Kleinkinder wird beispielsweise inzwischen von Fachleuten abgeraten. Und auch Erwachsene sollten &#8211; wenn man die jüngsten Studienergebnisse ernstnimmt &#8211; ihren Soja- bzw. Tofukonsum etwas einschränken.</p>
<p>Eine Studie, an der über 700 Indonesier teilnahmen, erbrachte deutliche Hinweise darauf, daß exzessiver Sojakonsum die Gedächtnisleistungen im Alter beeinträchtigt.</p>
<p>Im Abstract ist u.a. zu lesen:</p>
<blockquote><p>High tofu consumption was associated with worse memory&#8230;</p></blockquote>
<p>Sicher kein Grund zur Beunruhigung für alle Freunde vegetarischer Kost, die gelegentlich ein Tofuschnitzel in der Pfanne brutzeln. Aber Hinweis darauf, daß eine abwechslungsreiche Ernährung immer noch besser ist, als einseitige Kost &#8211; auch wenn Soja oder Tofu (noch?) ein gutes Image haben.</p>
<div class="links_ticker">Link:</p>
<ul>
<li>Hogervorst E, Sadjimim T, Yesufu A, Kreager P, Rahardjo TB: <a href="http://content.karger.com/ProdukteDB/produkte.asp?Aktion=ShowAbstract&amp;ArtikelNr=141484&amp;Ausgabe=239033&amp;ProduktNr=224226" target="_blank" rel="noopener noreferrer">High Tofu Intake Is Associated with Worse Memory in Elderly Indonesian Men and Women</a>. Dement Geriatr Cogn Disord 2008;26:50-57 (DOI: 10.1159/000141484)</li>
<li>Zinkant, Kathrin: <a href="http://blog.zeit.de/diagnose-mensch/2008/07/05/blod-mit-tofu_87" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blöd mit Tofu</a>,  Diagnose Mensch, 5.7.2008</li>
</ul>
</div>
<h2><span style="color: #808080; font-size: xx-large;"><span class="ticker_titel"><strong>»</strong> </span><span style="font-size: large;"><span class="ticker_titel">Der Bologna-Mythos</span><br />
</span></span></h2>
<p>Jetzt könnte ich ja die Analogie weiterspinnen und fortfahren: &#8222;Soja macht dumm&#8230; &#8211; Bologna auch&#8220;, aber im Gegensatz zur eiweißreichen Bohne aus Fernost, hat die Internationalisierung und Ökonomisierung der Hochschullandschaft schon längst ihren Glanz verloren.</p>
<p>Soll heißen: Der Umbau der Hochschulen in Exzellenzproduktionswerkstätten und die Output-Orientierung des Bildungssystems hat schon seit längerem mit heftiger, meist berechtigter Kritik zu kämpfen. Die GEW hat jüngst ihre (natürlich dezidiert kritischen) Positionen zu diesem Umstrukturierungsprozeß zusammengestellt.</p>
<blockquote><p>Wie andere Bildungsbereiche sind auch die Hochschulen einem massiven Privatisierungsdruck ausgesetzt. Dabei geht es keineswegs nur um die Versuche zur Gründung neuer Privathochschulen, die teilweise kläglich scheitern. Viel ernster zu nehmen ist die Umstrukturierung der staatlichen Hochschulen selbst, die Schritt für Schritt dem Leitbild „unternehmerische Hochschule“ angepasst werden.</p></blockquote>
<p>Wer sich über den Bologna-Prozeß, Studiengebühren und andere Aspekte des gegenwärtigen Wandels im Hochschulbereich informieren will, wird im GEW-Papier fündig.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/tofu-macht-dumm-schattenseiten-der-hochschulreformen-werkstatt-ticker-44/#footnote_1_335" id="identifier_1_335" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Den Hinweis darauf lese ich im Konzeptblog von Joachim Wedekind.">2</a></p>
<div class="links_ticker">Link:</p>
<ul>
<li>Schöne neue Hochschulwelt, GEW, April 2008 [<a href="http://www.gew.de/Binaries/Binary34669/080415_GEW-Priva-6-final.pdf">PDF</a>]</li>
</ul>
</div>
<div class="invisible">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Tofu">Tofu</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Soja">Soja</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Risiken">Risiken</a></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_335" class="footnote">Allen voran die Isoflavone Genistein und Daidzein.</li><li id="footnote_1_335" class="footnote">Den Hinweis darauf lese ich im <a href="http://konzeptblog.joachim-wedekind.de/?p=183" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Konzeptblog von Joachim Wedekind</a>.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/tofu-macht-dumm-schattenseiten-der-hochschulreformen-werkstatt-ticker-44/">Tofu macht dumm ::: Schattenseiten der Hochschulreformen | Werkstatt-Ticker 44</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Tote Bienen und ein quietschfideler Schnabeligel</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2013/03/tote-bienen-und-ein-quietschfideler-schnabeligel/</link>
					<comments>https://www.wissenswerkstatt.net/2013/03/tote-bienen-und-ein-quietschfideler-schnabeligel/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marc Scheloske]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 Mar 2013 20:00:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftskommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Australien]]></category>
		<category><![CDATA[Bienen]]></category>
		<category><![CDATA[Biologie]]></category>
		<category><![CDATA[Nichtwissen]]></category>
		<category><![CDATA[Risiken]]></category>
		<category><![CDATA[Tiere]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.wissenswerkstatt.net/?p=2892</guid>

					<description><![CDATA[<p>Eigentlich wäre es jetzt Zeit für süße Hasenphotos. Oder wenigstens von tollen Frühlingsblumen. Aber meine Tulpen (und Krokusse und Narzissen) wollen nicht. Deshalb gibt&#8217;s heute mal wieder tierische Meldungen. Zuerst geht es um Bienen (und eine Studie, die weiter Aufklärung bzgl. des massenhaften Sterbens ganzer Bienenvölker bringt) und dann um einen kleinen Echidna. Echidnas sind ... <a title="Tote Bienen und ein quietschfideler Schnabeligel" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/03/tote-bienen-und-ein-quietschfideler-schnabeligel/" aria-label="Mehr Informationen über Tote Bienen und ein quietschfideler Schnabeligel">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/03/tote-bienen-und-ein-quietschfideler-schnabeligel/">Tote Bienen und ein quietschfideler Schnabeligel</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eigentlich wäre es jetzt Zeit für süße Hasenphotos. Oder wenigstens von tollen Frühlingsblumen. Aber meine Tulpen (und Krokusse und Narzissen) wollen nicht. Deshalb gibt&#8217;s heute mal wieder tierische Meldungen. Zuerst geht es um Bienen (und eine Studie, die weiter Aufklärung bzgl. des massenhaften Sterbens ganzer Bienenvölker bringt) und dann um einen kleinen Echidna. Echidnas sind Schnabeligel, die nur in Australien bzw. Neuguinea heimisch sind, aber dazu unten mehr.</strong></p>
<p class="zwischenueberschrift">Wie Insektizide das Bienenhirn schädigen</p>
<p><span class="initial_klein">E</span>s gehört zum Frühling wie das Gejammer über das launische Aprilwetter: Meldungen über rätselhafte Krankheiten von Bienen und das Verschwinden von Bienenvölkern. Mal haben europäische Imker den Verlust von tausenden Völkern zu beklagen, dann sind es wieder deren US-Kollegen, die über den Ausfall ihrer Bienen berichten. In manchen Fällen sind die Ursachen geklärt. Die eingeschleppte <a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/Varroamilbe">Varroa-Milbe</a> zum Beispiel. Manchmal sind es möglicherweise aber auch Pilze, die als Bienenkiller wirken. Oder eben Insektizide der Landwirtschaft.</p>
<p>Schon vor Jahren war relativ klar, daß etwa die Substanzen Imidacloprid oder Chlotianidin (die wurden u.a. zum Beizen des Saatguts gegen den Maiszünsler verwendet) für den Kollaps von Bienenvölkern verantwortlich sind. (Darüber hatte ich <a  href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/17/einstein-haette-geflucht-bienensterben-insektizid-lobbyismus-und-die-ignoranz-deutscher-behoerden/">bereits vor knapp 5 Jahren gebloggt</a>.) Deshalb ist deren Verwendung (in manchen Ländern) auch verboten. Die EU prüft gerade ein Verbot von drei Neonikotinoiden (Imidacloprid und Chlotianidin gehören dazu).</p>
<p><span class="pullquote">Absurd: Auch eine Substanz, die gegen den Bienenschädling Varroamilbe eingesetzt wird, schädigt die Bienennervenzellen&#8230;</span> Vielleicht liefert ja die aktuelle Studie von Mary Palmer und Kollegen weitere Argumente. Die Forscher der University of Dundee haben nämlich getestet, wie diese Substanzen auf bestimmte Zellen des Bienengehirns wirken. Und tatsächlich zeigte sich, daß die Nervenzellen (die u.a. für Lernen und Erinnerung zuständig sind) außer Gefecht gesetzt werden. Hier ist man also einen guten Schritt bei der Erklärung des verhängnisvollen Mechanismus weitergekommen.</p>
<p>Und noch einen weiteren interessanten Befund liefert die Studie: auch das Insektizid &#8218;<a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/Coumaphos">Coumaphos</a>&#8218; schädigte in den Versuchen die Bienen-Nervenzellen. Und das ist wirklich schon tragikkomisch. Denn die Substanz wird (zumindest in den USA) gegen den Befall mit der Varroamilbe eingesetzt. Wie war das noch gleich mit dem Teufel und dem Beelzebub&#8230;?</p>
<p>Die Studie:</p>
<ul>
<li>Mary J. Palmer, Christopher Moffat, Nastja Saranzewa, Jenni Harvey,Geraldine A. Wright &amp; Christopher N. Connolly (2013): <a href="http://www.nature.com/ncomms/journal/v4/n3/full/ncomms2648.html" >Cholinergic pesticides cause mushroom body neuronal inactivation in honeybees</a>, in: Nature Communications 4, Article number: 1634, doi:10.1038/ncomms2648</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<div id="Punkte"></div>
<p class="zwischenueberschrift">Raubtierfütterung: Schnabeligel-Baby</p>
<p><span class="initial_klein">E</span>chidnas (dt. Bezeichnung: Schnabeligel) sind sowas wie eine eierlegende Wollmilchsau. Zumindest, wenn es um die zoologische Zuordnung bzw. die Kategorisierung geht. Denn Echidnas haben einerseits Merkmale von Säugetieren, andererseits legen sie aber Eier. Damit sind sie (fast) einzigartig: Zusammen mit dem Schnabeltier bilden sie die Ordnung der &#8218;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kloakentiere" >Kloakentiere</a>&#8218;.</p>
<p>Das klingt wenig schmeichelhaft. Dabei sind Echidnas wirklich tolle Tiere.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/03/tote-bienen-und-ein-quietschfideler-schnabeligel/#footnote_0_2892" id="identifier_0_2892" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Als ich selbst vor 2 Jahren in Australien war, habe ich einige Echidnas am Strand zwischen Adelaide und Melbourne entdeckt. :-) ">1</a> Wenn sie ausgewachsen sind, dann ähneln sie unseren Igeln, im Winzlingsalter sind sie einfach nur süß. Wie das Video aus dem Taronga-Zoo in Sydney eindrucksvoll beweist, oder?</p>
<p>Rund 5 Wochen ist der Knirps alt. Und da Echidna-Mütter keine Zitzen haben (auch so eine Besonderheit), sondern über ein Fläche am Bauch Milch absondern, wenn das Junge daran leckt, wird das Echidna-Baby auch entsprechend gefüttert. Also, Anschauen!</p>
<p><iframe width="580" height="326" src="http://www.youtube.com/embed/SGleaTJoy1U?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_2892" class="footnote">Als ich selbst vor 2 Jahren in Australien war, <a href="http://www.beutelthierchen.de/index.php/2011/04/13/unterwegs-auf-der-great-ocean-road/" >habe ich einige Echidnas am Strand zwischen Adelaide und Melbourne entdeckt.</a> :-) </li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/03/tote-bienen-und-ein-quietschfideler-schnabeligel/">Tote Bienen und ein quietschfideler Schnabeligel</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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