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	<title>Psychologie Archive &#187; Wissenswerkstatt</title>
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	<description>Blog zu Wissenschaft &#38; Wissenschaftskommunikation </description>
	<lastBuildDate>Fri, 01 Mar 2019 10:25:46 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Psychologie Archive &#187; Wissenswerkstatt</title>
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		<title>Babygeschrei: Nationale Schreiprofile</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2009/11/babygeschrei-nationale-schreiprofile/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc Scheloske]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Nov 2009 16:15:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Neugeborene]]></category>
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		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gibt es so etwas wie Babyschrei-Forschung? Offensichtlich nicht oder noch nicht lange. Denn sonst wüßte man vermutlich schon längst, daß sich Neugeborene mit ihrem Schreien ganz deutlich an ihrer Muttersprache orientieren. Eine interessante Studie konnte jetzt klar zeigen, daß deutsche Babys anders weinen und schreien, als ihre französischen Altersgenossen. Daß Kinder bereits im Mutterleib hören, ... <a title="Babygeschrei: Nationale Schreiprofile" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2009/11/babygeschrei-nationale-schreiprofile/" aria-label="Mehr Informationen über Babygeschrei: Nationale Schreiprofile">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2009/11/babygeschrei-nationale-schreiprofile/">Babygeschrei: Nationale Schreiprofile</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignright size-full wp-image-1241"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2009/11/Baby_01.jpg" alt="Baby_01" width="200" height="163" /><strong>Gibt es so etwas wie Babyschrei-Forschung? Offensichtlich nicht oder noch nicht lange. Denn sonst wüßte man vermutlich schon längst, daß sich Neugeborene mit ihrem Schreien ganz deutlich an ihrer Muttersprache orientieren. Eine interessante Studie konnte jetzt klar zeigen, daß deutsche Babys anders weinen und schreien, als ihre französischen Altersgenossen. </strong></p>
<p>Daß Kinder bereits im Mutterleib hören, daß sie die Geräusche und Musik der Außenwelt wahrnehmen<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2009/11/babygeschrei-nationale-schreiprofile/#footnote_0_1204" id="identifier_0_1204" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Seitdem das bekannt ist, beschallen manche &uuml;berambitionierte werdende Eltern ihren Nachwuchs bereits pr&auml;natal mit gef&uuml;hlsduseligen Mozartsinfonien, damit aus diesem sp&auml;terhin ein Musikgenie werde.">1</a> und sogar die Stimme ihrer Eltern identifizieren können, ist schon länger bekannt. Wie entscheidend diese Höreindrücke möglicherweise für den Spracherwerb sind, zeigt nun die Untersuchung von Kathleen Wermke (Universität Würzburg) und ihren Kolleginnen.</p>
<h4><span class="pullquote">Babygeschrei ist nicht gleich Babygeschrei: Melodie und Rhythmus unterscheiden sich in Abhängigkeit von der Muttersprache </span></h4>
<p>Das Team um Kathleen Wermke hat jeweils 30 Neugeborene aus Deutschland und Frankreich untersucht, die alle zwischen drei und fünf Tage alt waren. Sie haben das Geschrei der Babys aufgezeichnet und analyisiert. Dabei zeigten sich deutlich Unterschiede, was Melodie und Rhythmus des Geschreis angeht.</p>
<p>Der deutlichste Unterschied zeigt sich im Melodieverlauf: die französischen Babys schreien mit steigendem Melodiebogen, auf der anderen Seite des Rheins fällt die Melodie aber ab. Hier zeigen sich also Parallelen &#8211; so die Forscher &#8211; zu den gesprochenen Sprachen. Der typische deutsche Schreihals startet mit Vehemenz, lässt dann aber nach. Der französisch geprägte Schrei beginnt dezent, steigert sich aber mit der Zeit.</p>
<p>Hier zwei idealtypische Schreiprofile:<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2009/11/babygeschrei-nationale-schreiprofile/#footnote_1_1204" id="identifier_1_1204" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Abbildung 2, Wermke et. al: Newborns&lsquo; Cry Melody Is Shaped by Their Native Language">2</a></p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-1239" style="margin: 5px 50px 5px 50px;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2009/11/Schreiforschung.jpg" alt="Schreiforschung" width="480" height="620" srcset="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2009/11/Schreiforschung.jpg 480w, https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2009/11/Schreiforschung-310x400.jpg 310w" sizes="(max-width: 480px) 100vw, 480px" /></p>
<p>Man darf gespannt sein, welche Erkenntnisse die Babyschreiforschung noch bereithält. Welche Konsequenzen hat es, wenn die Kinder pränatal (!) zweisprachig aufwachsen? Wann gibt es die erste Wette bei &#8222;Wetten, daß&#8230;?&#8220;, bei der ein Kandidat allein am Geschrei die Kleinkinder den jeweiligen Herkunftsländern zuordnet?</p>
<div class="links_ticker">Studie:</p>
<ul>
<li>Birgit Mampe, Angela D. Friederici, Anne Christophe and Kathleen Wermke: <a href="http://dx.doi.org/10.1016/j.cub.2009.09.064">Newborns&#8216; Cry Melody Is Shaped by Their Native Language</a>, Current Biology, doi:10.1016/j.cub.2009.09.064</li>
</ul>
</div>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1204" class="footnote">Seitdem das bekannt ist, beschallen manche überambitionierte werdende Eltern ihren Nachwuchs bereits pränatal mit gefühlsduseligen Mozartsinfonien, damit aus diesem späterhin ein Musikgenie werde.</li><li id="footnote_1_1204" class="footnote">Abbildung 2, Wermke et. al: Newborns&#8216; Cry Melody Is Shaped by Their Native Language</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2009/11/babygeschrei-nationale-schreiprofile/">Babygeschrei: Nationale Schreiprofile</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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		<item>
		<title>Glaube kann Berge versetzen » Die suggestive Heilkraft von Medikamentenpreisen &#124; Werkstattnotiz LXXII</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/glaube-kann-berge-versetzen-die-suggestive-heilkraft-von-medikamentenpreisen-werkstattnotiz-lxxii/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Mar 2008 08:01:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Pharmaindustrie]]></category>
		<category><![CDATA[Placebo]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wurde uns nicht jahrelang eingetrichtert, daß Geiz geil sei? Sind wir nicht längst ein Volk von Schnäppchenjägern, das Sonderangebote umschwirrt wie die Motten das Licht? Haben wir also nicht vollständig inkorporiert, daß alles was billig auch gleichzeitig gut ist? Eine spannende Studie zeigt, daß wir insgeheim doch anders &#34;ticken&#34;. Wenigstens wenn es um unsere Gesundheit ... <a title="Glaube kann Berge versetzen » Die suggestive Heilkraft von Medikamentenpreisen &#124; Werkstattnotiz LXXII" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/glaube-kann-berge-versetzen-die-suggestive-heilkraft-von-medikamentenpreisen-werkstattnotiz-lxxii/" aria-label="Mehr Informationen über Glaube kann Berge versetzen » Die suggestive Heilkraft von Medikamentenpreisen &#124; Werkstattnotiz LXXII">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/glaube-kann-berge-versetzen-die-suggestive-heilkraft-von-medikamentenpreisen-werkstattnotiz-lxxii/">Glaube kann Berge versetzen » Die suggestive Heilkraft von Medikamentenpreisen | Werkstattnotiz LXXII</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wurde uns nicht jahrelang eingetrichtert, daß Geiz geil sei? Sind wir nicht längst ein Volk von Schnäppchenjägern, das Sonderangebote umschwirrt wie die Motten das Licht? Haben wir also nicht vollständig inkorporiert, daß alles was billig auch gleichzeitig gut ist? Eine spannende Studie zeigt, daß wir insgeheim doch anders &quot;ticken&quot;. Wenigstens wenn es um unsere Gesundheit und die Heilwirkung von Medikamenten geht, scheint eine andere Logik zu dominieren: teuer ist geil!</strong></p>
<p>Es ist ja gerade eine Woche her, daß man überall <a href="http://www.zeit.de/online/2008/09/prozac-studie-usa" target="_blank" rel="noopener noreferrer">nachlesen</a> konnte, wie täuschungsanfällig Patienten sind.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/glaube-kann-berge-versetzen-die-suggestive-heilkraft-von-medikamentenpreisen-werkstattnotiz-lxxii/#footnote_0_205" id="identifier_0_205" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Nachdem dar&uuml;ber in dutzenden Berichten zu lesen war, habe ich mir einen eigenen Eintrag gespart.">1</a> Mehrere aktuelle Studien hatten gezeigt, daß die millionenfach verschriebenen Antidepressiva, die zur Gruppe der sog. selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) gehören, nicht besser als ein Placebo wirken. </p>
<p><strong>Ob mit oder ohne Wirkstoff: Wir schlucken gerne Medikamente</strong></p>
<p>Zwar profitieren die betroffenen Patienten von der Einnahme der Pillen, aber dies unabhängig davon, ob ein Wirkstoff enthalten ist oder nicht. Insider munkelten schon lange, daß von den immer populäreren Antidepressiva &#8211; wozu auch der Verkaufsschlager &quot;Prozac&quot; gehört &#8211; vor allem die Hersteller profitieren. Zuckerdragees ließen sich kaum zu den horrenden Preisen verkaufen&#8230;</p>
<h4 class="pullquote_left"> Kleine Psychologie der Medikamentenwirksamkeit: je teurer, desto besser <br /></h4>
<p>Eine anders gelagerte Studie des MIT-Psychologen Dan Ariely<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/glaube-kann-berge-versetzen-die-suggestive-heilkraft-von-medikamentenpreisen-werkstattnotiz-lxxii/#footnote_1_205" id="identifier_1_205" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Auf das ich hier bei der &quot;Station&auml;ren Aufnahme&quot; aufmerksam werde.">2</a> zeigt nun, daß es scheinbar just der Verkaufspreis ist, der als gewichtiger Faktor die (gefühlte) Wirksamkeit von Medikamenten beeinflußt. </p>
<p>Was sich zunächst völlig widersinnig anhört, ist das Ergebnis einer Untersuchung, deren Ergebnisse kommende Woche im &quot;Journal of the American Medical Association&quot; veröffentlicht werden sollen. </p>
<p><strong>Wenn der Preis die Wirkung bestimmt&#8230;</strong></p>
<p>Wie n-tv vorab berichtet, hatten Ariely und sein Team insgesamt 82 Probanden mit leichten Elektroschocks traktiert, um die individuelle Schmerztoleranz zu bestimmen. Dann gaben sie der einen Hälfte der Versuchsgruppe eine Tablette und die Zusatzinformation, es handele sich um ein neu entwickeltes Präparat, das pro Stück 2,50 US-Dollar koste. Den anderen Probanden wurde gesagt, die Pille sei ca. 10 Cent wert. Bei beiden (!) Präparaten handelte es sich &#8211; was die Versuchsteilnehmer nicht wußten &#8211; um ein wirkstoffloses Placebo. Was danach passierte ist allerdings erstaunlich &#8211; wie n-tv <a target="_blank" href="http://www.n-tv.de/928791.html?040320081508" rel="noopener noreferrer">schreibt</a>:</p>
<blockquote><p>Bei 85 Prozent der Patienten, die das vermeintlich teurere Präparat bekommen hatten, ließ das subjektive Schmerzempfinden nach der Tabletteneinnahme merklich nach. In der Gruppe mit dem billigen Präparat berichteten hingegen nur 61 Prozent, dass sich ihre Schmerzen gebessert hätten. &quot;Der Placebo-Effekt ist eine der faszinierendsten und am wenigsten genutzten Kräfte im Universum&quot;, kommentierte Ariely das Ergebnis in einer Mitteilung der Duke University.</p></blockquote>
<p>Der <a target="_blank" href="http://www.predictablyirrational.com/" rel="noopener noreferrer">Blog</a> von Dan Ariely trägt wohl nicht ungefähr den Titel &quot;predictably / irrational&quot;. ;-) Sobald das Paper einsehbar ist, lohnt sicherlich ein Blick auf die Details. Soweit ich sehe, ist die Arbeitsgruppe von Dan Ariely allerdings sehr erfahren in diesem Bereich und so unglaubwürdig sind die Ergebnisse auch nicht. Man sollte die menschliche Einbildungskraft nicht unterschätzen. Die Frage ist nur, welche Rückschlüsse wir aus diesen Befunden ziehen? Erhöhen wir einfach die Medikamentpreise um 50%? Warum nicht, wenn es doch der Volksgesundheit dient&#8230;.? </p>
<p>Der Tagesspiegel <a target="_blank" href="http://www.tagesspiegel.de/zeitung/Titelseite;art692,2488535" rel="noopener noreferrer">kommentiert</a> treffend: </p>
<blockquote><p>Denn wie soll ein Arzt jemals wieder einem Patienten glaubhaft ein billiges Medikament verschreiben? Das kann doch gar nicht mehr helfen, das kann er gleich lassen. Hier kehrt sich die universale Faszination des Placeboeffekts geradezu in einen Fallstrick um. Denn wenn alle über den Preis gesunden wollen – mal ehrlich: Das kann doch keiner bezahlen! Also was tun? Medikamente mit Tarnpreisen auszeichnen, die den eigentlichen bei weitem übersteigen, und die ergaunerte Marge irgendwohin überweisen.</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>Links:</strong></em></p>
<ul>
<li>Tagesspiegel: <a target="_blank" href="http://www.tagesspiegel.de/zeitung/Titelseite;art692,2488535" rel="noopener noreferrer">Der Tag, an dem …teuer besser ist</a>, 5.3.2008</li>
<li>n-tv.de: <a target="_blank" href="http://www.n-tv.de/928791.html?040320081508" rel="noopener noreferrer">Medikamente ohne Wirkung</a>, 4.3.2008</li>
<li>Stationäre Aufnahme: <a href="http://gesundheit.blogger.de/stories/1064635/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Alles Essig mit Ratiopharm?</a>, 4.3.2008</li>
<li>Kathrin Zinkant: <a target="_blank" href="http://www.zeit.de/online/2008/09/prozac-studie-usa" rel="noopener noreferrer">Wider die Glückspille!</a>, ZEIT online, 27.2.2008</li>
<li>Blog von Dan Ariely: <a target="_blank" href="http://www.predictablyirrational.com/" rel="noopener noreferrer">Predictably / Irrational</a> </li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Update: 5.3.2008 | 16:30Uhr</em></p>
<p>Gerade <a href="http://www.ebm-anwender.de/35/teures-placebo-besser-als-billiges-placebo/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">entdecke ich</a> im Medizinblog &quot;ebm-Anwender&quot;, daß der Artikel verfügbar ist. Leider im Volltext nur für registrierte Nutzer. Dennoch hier der Link:</p>
<ul>
<li>Waber et al. (2008): <a href="http://jama.ama-assn.org/cgi/content/extract/299/9/1016" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Commercial Features of Placebo and Therapeutic Efficacy</a>, JAMA.2008; 299: 1016-1017</li>
</ul>
<p>Und im stets gut sortierten Blog von Ed Silverman finde ich soeben noch<a target="_blank" href="http://www.pharmalot.com/2008/03/expensive-placebos-work-better-than-cheap-ones/" rel="noopener noreferrer"> den Hinweis</a> auf einen New York Times-Artikel von heute. Dort wird auch kurz skizziert, daß es die körpereigenen Opioide sind, die für den Effekt zuständig sind. Diese endogene, also körpereigenen Opioide snd dem Morphium recht ähnlich und treten auch im Zusammenhang mit Stressreaktionen auf.</p>
<blockquote>
<p>“It’s a great finding,” said Guy H. Montgomery, an associate professor of cancer prevention at the Mount Sinai School of Medicine who was not involved in the research. “Their manipulation of price affected expectancies of drug benefit, and pain is the ultimate mind-body phenomenon.”</p>
</blockquote>
<blockquote><p>Previous studies have shown that pill size and color also affect people’s perceptions of effectiveness. In one, people rated black and red capsules as “strongest” and white ones as “weakest.” Other information like the country where the drugs were manufactured can also affect perceptions.</p>
</blockquote>
<ul>
<li>Carey, Benedikt: <a target="_blank" href="http://www.nytimes.com/2008/03/05/health/research/05placebo.html?_r=2&amp;ref=health&amp;oref=slogin&amp;oref=slogin" rel="noopener noreferrer">More Expensive Placebos Bring More Relief</a>, New York Times, 5.3.2008</li>
</ul>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_205" class="footnote">Nachdem darüber in dutzenden Berichten zu lesen war, habe ich mir einen eigenen Eintrag gespart.</li><li id="footnote_1_205" class="footnote">Auf das ich <a href="http://gesundheit.blogger.de/stories/1064635/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> bei der &quot;Stationären Aufnahme&quot; aufmerksam werde.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/glaube-kann-berge-versetzen-die-suggestive-heilkraft-von-medikamentenpreisen-werkstattnotiz-lxxii/">Glaube kann Berge versetzen » Die suggestive Heilkraft von Medikamentenpreisen | Werkstattnotiz LXXII</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Wie wir die Welt sehen » Optische Täuschungen und die visuelle Logik &#124; Werkstattnotiz LXXXXV</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/wie-wir-die-welt-sehen-optische-taeuschungen-und-die-visuelle-logik-kurzknapp/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Jun 2008 07:40:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Wahrnehmung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eigentlich glauben wir ja nur, was wir mit eigenen Augen gesehen haben. Aber ist es nicht erstaunlich, daß wir unserem optischen Apparat soviel Vertrauen entgegenbringen, obwohl doch jedes Kind das Phänomen optischer Täuschungen kennt? Da erscheinen Linien gekrümmt, obwohl sie gerade sind und parallele Linien scheinen schief zueinander zu verlaufen. Nur gut, daß in unserer ... <a title="Wie wir die Welt sehen » Optische Täuschungen und die visuelle Logik &#124; Werkstattnotiz LXXXXV" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/wie-wir-die-welt-sehen-optische-taeuschungen-und-die-visuelle-logik-kurzknapp/" aria-label="Mehr Informationen über Wie wir die Welt sehen » Optische Täuschungen und die visuelle Logik &#124; Werkstattnotiz LXXXXV">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/wie-wir-die-welt-sehen-optische-taeuschungen-und-die-visuelle-logik-kurzknapp/">Wie wir die Welt sehen » Optische Täuschungen und die visuelle Logik | Werkstattnotiz LXXXXV</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eigentlich glauben wir ja nur, was wir mit eigenen Augen gesehen haben. Aber ist es nicht erstaunlich, daß wir unserem optischen Apparat soviel Vertrauen entgegenbringen, obwohl doch jedes Kind das Phänomen optischer Täuschungen kennt? Da erscheinen Linien gekrümmt, obwohl sie gerade sind und parallele Linien scheinen schief zueinander zu verlaufen. Nur gut, daß in unserer alltäglichen Umgebung so trickreiche geometrische Arrangements eher selten sind &#8211; oder wir es nur selten merken, daß wir etwas sehen, was in Wahrheit gar nicht der Wirklichkeit entspricht.</strong><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/wie-wir-die-welt-sehen-optische-taeuschungen-und-die-visuelle-logik-kurzknapp/#footnote_0_312" id="identifier_0_312" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wobei wir bei der Frage w&auml;ren, ob nicht sowieso die Wahrheit immer genau das ist, was wir sehen. Aber das w&auml;re eine eigene Diskussion&hellip;">1</a></p>
<p>Aber spannend sind sie doch, all die raffinierten Abbildungen, die illustrieren, wie leicht wir uns &#8211; zumindest in optischer Hinsicht &#8211; täuschen lassen. Thilo Kuessner vom Mathlog hat vor einigen Tagen die siegreiche Animation des jährlichen Wettbewerbs &#8218;Best Visual Illusion of the Year&#8216; <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2008/06/illusion-des-jahres.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">präsentiert</a>. Im Grunde ist es eine sehr simple &#8222;Versuchsanordnung&#8220; &#8211; die Sternmuster werden ein- und ausgeblendet und dazwischen erscheint jeweils noch der Umriß eines der &#8222;zu ergänzenden&#8220; Sterne:</p>
<p style="text-align: center;"><img decoding="async" class="aligncenter" style="margin: 10px 5px; vertical-align: middle;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2008/06/vanlier_vergeer_400.gif" alt="Siegeranimation " width="400" height="300" /></p>
<p>Wenn man jedoch einige Sekunden konzentriert auf den schwarzen Punkt blickt, so zeigt sich das interessante Phänomen, daß wir ein grünliches bzw. rotes Nachbild zu sehen glauben. Das freilich in der jeweiligen Komplementärfarbe. Allerdings ist sehr interessant,<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/wie-wir-die-welt-sehen-optische-taeuschungen-und-die-visuelle-logik-kurzknapp/#footnote_1_312" id="identifier_1_312" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Und deswegen heimste diese Animation wohl auch den ersten Preis ein.">2</a> daß wir ganz offenbar gleichzeitig (!) verschiedenfarbige Nachbilder sehen können, was wohl durch die Formwahrnehmung induziert wird.</p>
<p><strong>Der schiefe Turm</strong></p>
<p>Noch ein wenig verblüffender finde ich allerdings das Phänomen, das 2007 den ersten Preis erhielt. Verblüffend deshalb, weil es deutlich alltagsnäher ist &#8211; denn wieviele Photos des totgeknipsten schiefen Turms haben wir alle schon gesehen? Aber haben wir diese Photos immer nur einzeln bzw. nacheinander betrachtet?</p>
<p>Das Team um Frederick Kingdom, Ali Yoonessi und Elena Gheorghiu der <a  href="http://en.wikipedia.org/wiki/McGill_University">McGill University</a> hat jedenfalls eine interessante Kombination erstellt &#8211; und die sieht zunächst unspektakulär aus:</p>
<p style="text-align: center;"><a  rel="lightbox" href="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2008/06/Pisa_Illusion_01b.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter" style="margin: 10px 5px; vertical-align: middle;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2008/06/Pisa_Illusion_01a.jpg" alt="Pisa-Illusion" width="500" height="334" /></a></p>
<p>Einfach zwei ordinäre Photos des schiefen Turms, oder?</p>
<p>Das erstaunliche: es handelt sich nicht um zwei verschiedene, sondern zweimal um dieselbe Aufnahme! Allerdings scheint sich der rechte Turm weiter nach rechts zu neigen.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/wie-wir-die-welt-sehen-optische-taeuschungen-und-die-visuelle-logik-kurzknapp/#footnote_2_312" id="identifier_2_312" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ich habe diese Kombination oben selbst kurz erstellt. Photogrundlage das Wikimedia-Photo von G. Jansoone.">3</a></p>
<p>Die Erklärung für diesen interessanten Effekt liegt allem Anschein nach in der Tendenz unseres visuellen Systems zwei direkt nebeneinanderliegende Photos als gemeinsame Szene bzw. Panoramaaufnahme zu &#8222;lesen&#8220;.<br />
D.h. wenn wir üblicherweise vor einem Bauwerk stehen, dann verlaufen die Fluchtlinien eines benachbarten Bauwerks (gemäß der Perspektive) nicht parallel, sondern sind &#8222;geneigt&#8220;. Und wenn wir eben auf Photomontagen zwei identische Aufnahmen sehen, dann denken wir uns die Perspektive einfach dazu. Die &#8222;Entdecker&#8220; der sog. &#8222;Leaning Tower Illusion&#8220; schreiben:</p>
<blockquote><p>&#8222;What the illusion reveals is not a failure of perspective per se, but the tendency of the visual system to treat two side-by-side images as if part of the same scene.&#8220;</p></blockquote>
<p>Und in ihrem <a href="http://mvr.mcgill.ca/Fred/Papers/KingdomYoonessiGheorghiu_2007.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">kurzen Paper</a> haben sie noch ein weiteres Beispiel parat, das noch etwas beeindruckender ist, als mein oben schnell zusammengebasteltes Bild:</p>
<p style="text-align: center;"><a  rel="lightbox" href="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2008/06/Trambahn_Linien_01b.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter" style="margin: 8px 5px; vertical-align: middle;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2008/06/Trambahn_Linien_01a.jpg" alt="Trambahnlinien - Optische Täuschung" width="500" height="207" /></a></p>
<p>Und auch dabei handelt es sich zu 100% um zweimal die identische Aufnahme! (Das Anklicken der Photos öffnet jeweils eine größere Version.)</p>
<p>Ich bin jedenfalls erstaunt und werde in Zukunft meinen eigenen Augen noch weniger trauen. ;-)</p>
<div class="links_kurz"><strong>Links:</strong></p>
<ul>
<li>Website: <a href="http://illusioncontest.neuralcorrelate.com/index.php?module=pagemaster&amp;PAGE_user_op=view_page&amp;PAGE_id=1&amp;MMN_position=1:1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Best Visual Illusion of the Year</a></li>
<li>Kuessner, Thilo: <a href="http://www.scienceblogs.de/mathlog/2008/06/illusion-des-jahres.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Illusion des Jahres</a>, in: mathlog, 04.06.2008</li>
<li>Frederick Kingdom, Ali Yoonessi, Elena Gheorghiu: The Leaning Tower illusion: a new illusion of perspective. <a href="http://mvr.mcgill.ca/Fred/Papers/KingdomYoonessiGheorghiu_2007.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>PDF</strong></a></li>
</ul>
<p><strong>Literaturtipps:</strong></p>
<ul>
<li>Ditzinger, Thomas (2006): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3827416957?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3827416957">Illusionen des Sehens: Eine Reise in die Welt der visuellen Wahrnehmung</a>. Spektrum Akademischer Verlag</li>
<li>Picon, Daniel (2005): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3897173514?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3897173514">Optische Täuschungen</a>. Fleurus Verlag.</li>
</ul>
</div>
<div class="invisible">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Optische+Taeuschung">Optische Täuschung</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Schiefer+Turm">Schiefer Turm</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Psychologie">Psychologie</a></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_312" class="footnote">Wobei wir bei der Frage wären, ob nicht sowieso die Wahrheit immer genau das ist, was wir sehen. Aber das wäre eine eigene Diskussion&#8230;</li><li id="footnote_1_312" class="footnote">Und deswegen heimste diese Animation wohl auch den ersten Preis ein.</li><li id="footnote_2_312" class="footnote">Ich habe diese Kombination oben selbst kurz erstellt. Photogrundlage das <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Image:Pisa.tower04.jpg" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wikimedia-Photo </a>von G. Jansoone.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/wie-wir-die-welt-sehen-optische-taeuschungen-und-die-visuelle-logik-kurzknapp/">Wie wir die Welt sehen » Optische Täuschungen und die visuelle Logik | Werkstattnotiz LXXXXV</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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		<title>Der Mythos vom guten Klang: Stradivari-Geigen enttäuschen in Studie</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/der-mythos-vom-guten-klang-stradivari-geigen-enttaeuschen-in-studie/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc Scheloske]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 15:45:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Cremona]]></category>
		<category><![CDATA[Erwartungshaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Geigen]]></category>
		<category><![CDATA[Irrationalität]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Placebo]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialpsychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Stradivari]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Stradivari, Guarneri, Amati: schon allein diese Namen klingen toll. Noch viel besser &#8211; so heißt es &#8211; klingen die Instrumente aus den Werkstätten der Geigenbauer aus dem norditalienischen Cremona. Die Geigen des Antonio Stradivari seien schlicht perfekt. Ihr Klang einzigartig. Doch eine aktuelle Studie zeigt: einzigartig ist (neben dem Preis) wohl vor allem der Ruf ... <a title="Der Mythos vom guten Klang: Stradivari-Geigen enttäuschen in Studie" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/der-mythos-vom-guten-klang-stradivari-geigen-enttaeuschen-in-studie/" aria-label="Mehr Informationen über Der Mythos vom guten Klang: Stradivari-Geigen enttäuschen in Studie">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/der-mythos-vom-guten-klang-stradivari-geigen-enttaeuschen-in-studie/">Der Mythos vom guten Klang: Stradivari-Geigen enttäuschen in Studie</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/17/der-mythos-vom-guten-klang-stradivari-geigen-enttaeuschen-in-studie/geige220/" rel="attachment wp-att-2002"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-2002" style="border: 0pt none; margin: 2px 8px;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2012/01/Geige220.jpg" alt="Der Mythos vom guten Klang: Stradivari-Geigen enttäuschen in Studie" width="220" height="157" /></a>Stradivari, Guarneri, Amati: schon allein diese Namen klingen toll. Noch viel besser &#8211; so heißt es &#8211; klingen die Instrumente aus den Werkstätten der Geigenbauer aus dem norditalienischen Cremona. Die Geigen des Antonio Stradivari seien schlicht perfekt. Ihr Klang einzigartig. Doch eine aktuelle Studie zeigt: einzigartig ist (neben dem Preis) wohl vor allem der Ruf der Geigen von Stradivari, Guarneri &amp; Co. In einem Test schnitten sie nämlich schlechter ab als moderne Geigen.</strong></p>
<p>Das norditalienische Städtchen Cremona ist ja irgendwie das Wimbledon des Geigenbaus. Neben den heute noch allgemein bekannten Stars wie <a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/Antonio_Stradivari">Stradivari</a> und <a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/Guarneri_del_Ges%C3%B9">Guarneri del Gesù</a> hat auch die bemerkenswerte Geigenbaudynastie der <a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/Amati">Amati</a> ihre Wurzeln in Cremona und auch die Instrumente von <a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/Francesco_Ruggeri">Francesco Ruggeri</a> erzielen heute Preise jenseits der Millionengrenze.</p>
<p>Ich selbst war vor gut zwei Jahren in Cremona, habe bei Nieselregen in einem kleinen Café in Sichtweite des Doms einen Capuccino getrunken und habe am Domportal die mißlungensten Steinlöwen der Kirchenbaugeschichte gesehen. Gefallen hat mir Cremona dennoch und ich habe darüber nachgedacht, wie es nur möglich war, daß hier vor rund 300 Jahren Musikinstrumente gebaut wurden, deren Qualität nie wieder erreicht werden sollte.</p>
<figure id="attachment_2004" aria-describedby="caption-attachment-2004" style="width: 570px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/17/der-mythos-vom-guten-klang-stradivari-geigen-enttaeuschen-in-studie/cremona_dom_580/" rel="attachment wp-att-2004"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-2004"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2012/01/Cremona_Dom_580.jpg" alt="Löwe am Domportal von Cremona" width="580" height="402" srcset="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2012/01/Cremona_Dom_580.jpg 580w, https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2012/01/Cremona_Dom_580-400x277.jpg 400w" sizes="(max-width: 580px) 100vw, 580px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2004" class="wp-caption-text">Eigenwilliger Löwe am Portal des Cremoneser Doms</figcaption></figure>
<h2>
<p class="zwischenueberschrift_mit_linie">Legendäre Geigenbauer: Antonio Stradivari und Guarneri del Gesù</p>
</h2>
<p>Ich selbst habe ehrlicherweise keine großartige Ahnung von Streichinstrumenten. Ich höre mir durchaus gerne klassische Konzerte an und liebe das Cellokonzert in h-moll von <em>Antonin Dvořák</em>. Aber wenn es um die Eigenschaften von Violinen, Bratschen oder Celli geht, so kann ich mir kein Urteil erlauben. Ich glaube einfach, was ich so lese. Und wenn auch die Topstars der heutigen Geigenszene (von Anne-Sophie Mutter bis zum unvermeidlichen David Garrett) auf einer Stradivari spielen und deren einzigartigen, legendären Klang in höchsten Tönen loben, so muß da was dran sein. So dachte ich. Bis letzte Woche&#8230;</p>
<p><span class="pullquote_left">Sind die Geigen von Stradivari oder Guarneri so gut wie ihr Ruf?</span></p>
<p>Aber auch bei den berühmten Geigen ist es offenbar wie mit anderen Legenden: einer Überprüfung halten sie nicht unbedingt stand. Wie überlegen die Eigenschaften (und der Klang) der Geigen von Antonio Stradivari oder seinem nicht minder berühmten Kollegen Guarneri del Gesù tatsächlich sind, testete kürzlich die Geigenforscherin Dr. Claudia Fritz vom Institut Jean Le Rond d’Alembert der Universität Paris. <a  href="http://science.orf.at/stories/1692648/">Die Meldung</a> zu ihren interessanten Ergebnissen machte schon letzte Woche die Runde, da ich die Studie aber so klasse finde, blogge ich dennoch nochmal darüber.</p>
<p class="zwischenueberschrift_mit_linie">Was ist dran am einzigartigen Ruf der edlen Instrumente?</p>
<p>Claudia Fritz wollte wissen, ob Geigenexperten die legendären Instrumente tatsächlich von &#8222;normalen&#8220; Geigen unterscheiden können. Schließlich wird ja genau das immer behauptet: die weltbekannten Geigenvirtuosen spielen auf einer Stradivari, weil diese eben diesen einzigartigen und unübertroffenen Klang habe. Und da gäbe es eben einen großen hörbaren und für den Geiger auch fühlbaren Unterschied.</p>
<p><span class="pullquote">Im Test schneiden &#8222;neue&#8220; Geigen besser ab. Profimusiker erkennen die gefeierten Instrumente nicht.</span></p>
<p>Für ihren Test hatte Claudia Fritz zwei Stradivaris (aus dem Jahr 1700 bzw. 1715) und eine Guarneri aus dem Jahr 1740 zur Verfügung. Zum Vergleich gab es drei &#8222;moderne&#8220; Geigen, alle nur ein paar Jahre alt. Der Versuch fand im Rahmen des  Internationalen Geigenwettbewerbs in Indianapolis im Herbst 2010 statt. 21 Topmusiker nahmen daran teil und sollten aus den sechs vorhandenen Instrumenten ihren Favoriten auswählen und beurteilen (und in Hörtests die Klangfarbe, Tonqualität etc. beurteilen).</p>
<p>Der Test war als &#8222;Blindversuch&#8220; konzipiert: abgedunkelter Raum, die Testpersonen trugen eine Brille und die Geigen wurden mit einem Duftstoff versehen, so daß auch eine geruchliche Beeinflussung ausgeschlossen war. Das Ergebnis? Der Test zeigte deutlich, daß die Instrumente quasi nicht zu unterscheiden sind. Und die Stradivari- und Guarneri-Geigen schnitten sogar schlechter ab: nur acht der 21 Musiker wollten einen millionenschweren Mythos mit nach Hause nehmen, 13 Musiker entschieden sich für ein neues Instrument. In den Hörtests wurde eine der Stradivari-Geigen am schlechtesten bewertet, am beliebtesten war eine der neuen Geigen.</p>
<p class="zwischenueberschrift_mit_linie">Imponiert uns der Klang oder der klangvolle Name?</p>
<p>Das Ergebnis ist recht eindeutig: Geigen mit klangvollen Namen halten im Test nicht, was sie versprechen. Wie kommt es dann aber, daß sich der Mythos von den vermeintlich so unübertrefflich guten Instrumenten so lange hält? Eine einfache Antwort darauf gibt es sicher nicht. Klar ist, daß es durchaus selbstverstärkende Effekte gibt (zumindest was das Urteil der Zuhörer betrifft): denn eine Anne-Sophie Mutter spielt natürlich besser als irgendein Zweitliga-Geiger im städtischen Konzerthaus. Doch was ist der Virtuosität der Geigerin geschuldet und was dem Instrument?</p>
<p class="pullquote">Wie ist der Mythos um die Geigen erklärbar? Welche Rolle spielt das Wissen um die millionenteuren Instrumente?</p>
<p>Was das (Experten-)Urteil der Musiker selbst angeht, so dürfte hier ein durchaus bekannter Effekt eine Rolle spielen. Es geht schlicht um die Erwartungshaltung, die in einem solchen Fall fast zwangsläufig Bestätigung finden muß. Bekommt ein talentierter Geiger zum ersten Mal eine Stradivari in die Hand, so wird er (wissend, daß er nun den Bogen an eine millionenschwere Kostbarkeit anlegt) naturgemäß den Klang, die Tonfarbe usw. entsprechend beurteilen. Das ist menschlich. :-)</p>
<p class="zwischenueberschrift_mit_linie">Teuer klingt gut, schmeckt gut, wirkt gut</p>
<p>Der Mechanismus dahinter ist aus anderen Studien bekannt: was teuer ist, wird von den Probanden auch gut bewertet. Das kann teurer Wein sein (der schon allein deshalb besser schmeckt) oder es kann sich um Medikamente handeln. Der Verhaltensforscher Dan Ariely hat dazu mehrere Experimente durchgeführt. 2008 verabreichte er zwei Gruppen ein angebliches Schmerzmittel (beidesmal waren es nur Placebo-Pillen). Die eine Gruppe bekam die Info, jede Pille koste 2,50 Dollar. Der anderen Gruppe wurde mitgeteilt, die Pille koste wenige Cent. Die schmerzlindernde Wirkung beider Tabletten war danach auch entsprechend: die teure Placebo-Schmerztablette konnte bei 85 Prozent der Teilnehmer die Schmerzen reduzieren, das billige Präparat wirkte dagegen nur bei 61 Prozent.</p>
<p>Und was bei Schmerzmitteln der Unterschied zwischen der Pille für wenige Cent und der für 2,50 Dollar ist, das ist in der Welt einfach hochskaliert. Für gute, moderne Geigen muß man durchaus auch einen fünfstelligen Eurobetrag hinblättern, für absolute Spitzengeigen kann man gar 100.00 Euro investieren. Im Vergleich zu den Millionenwerten einer Stradivari sind das Peanuts.</p>
<div class="werkstattlinks">
<p><strong>Studien:</strong></p>
<ul>
<li>Claudia Fritza,1,2, Joseph Curtinb,1, Jacques Poitevineaua, Palmer Morrel-Samuelsc, and Fan-Chia Taod: <a  href="http://www.pnas.org/content/early/2012/01/02/1114999109">Player preferences among new and old violins</a>, in: PNAS January 3, 2012, doi: 10.1073/pnas.1114999109</li>
<li>Ariely, D. et. al: <a  href="http://jama.ama-assn.org/content/299/9/1016.short">Commercial Features of Placebo and Therapeutic Efficacy</a>, in: AMA. 2008;299(9):1016-1017. doi: 10.1001/jama.299.9.1016.</li>
</ul>
<p>Links / Büchertipp:</p>
<ul>
<li>Dan Ariely: <a  href="http://www.amazon.de/gp/product/3426780356/ref=as_li_tf_tl?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3426780356">Denken hilft zwar, nützt aber nichts: Warum wir immer wieder unvernünftige Entscheidungen treffen.</a> (Amazon-Link)</li>
</ul>
</div>
<p style="text-align: center;"><small>Bildquellen &#8211; Löwe Cremona (eigenes Photo) / Geige (stock.xchng, User: propa)</small></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/der-mythos-vom-guten-klang-stradivari-geigen-enttaeuschen-in-studie/">Der Mythos vom guten Klang: Stradivari-Geigen enttäuschen in Studie</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Hirndoping, Paperdoping &#038; Hitler</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2013/02/hirndoping-paperdoping-hitler/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc Scheloske]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Feb 2013 22:45:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Popkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Universität]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Substanzen, die bessere Konzentration und maximale Prüfungsleistungen versprechen, gehören für jeden fünften Studenten zum Unialltag. Das ist das interessante Ergebnis einer aktuellen Studie. Verwunderlich sind solche Zahlen nicht: das Zeitalter der Selbstoptimierung hat längst begonnen. Aber nicht nur der träge Geist ist Gegenstand von Optimierungsversuchen. Auch die Produkte der akademischen Tretmühle wollen und sollen optimal ... <a title="Hirndoping, Paperdoping &#038; Hitler" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/02/hirndoping-paperdoping-hitler/" aria-label="Mehr Informationen über Hirndoping, Paperdoping &#038; Hitler">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/02/hirndoping-paperdoping-hitler/">Hirndoping, Paperdoping &#038; Hitler</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2013/02/Car-sharing-Hitler.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright  wp-image-2801" style="border: 0px none;" alt="When you ride alone, you ride with Hitler!" src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2013/02/Car-sharing-Hitler-232x300.jpg" width="139" height="180" /></a><strong>Substanzen, die bessere Konzentration und maximale Prüfungsleistungen versprechen, gehören für jeden fünften Studenten zum Unialltag. Das ist das interessante Ergebnis einer aktuellen Studie. Verwunderlich sind solche Zahlen nicht: das Zeitalter der Selbstoptimierung hat längst begonnen.</strong></p>
<p>Aber nicht nur der träge Geist ist Gegenstand von Optimierungsversuchen. Auch die Produkte der akademischen Tretmühle wollen und sollen optimal vermarktet werden. &#8222;Academic Search Engine Optimization&#8220; lautet hier das Stichwort. Und am Ende wirbt Hitler für die Bildung von Fahrgemeinschaften.</p>
<p class="zwischenueberschrift">Neuro-Enhancement: Dem Geist auf die Sprünge helfen</p>
<p><span class="initial_klein">S</span>eit mindestens 4-5 Jahren wird immer wieder über die Möglichkeiten des Neuro-Enhancement diskutiert. Daß sich bestimmte Substanzen wie Ritalin, Amphetamine oder natürlich auch profanes Koffein auf die kognitive Leistungsfähigkeit auswirken, ist unbestritten. Unklar ist freilich, welche (Neben-)folgen ein solchermaßen betriebenes Hirndoping hat und wie verbreitet es ist.</p>
<p>Eine aktuelle deutsche Studie, an der immerhin 2569 Studenten teilgenommen haben, liefert jetzt eine interessantes Ergebnis: 23,7% der männlichen Studenten und 17% der Studentinnen gaben im Fragebogen an, daß sie in den letzten Monaten zu leistungsfördernden Substanzen gegriffen haben. Leider bleibt die Studie die Antwort schuldig, wie regelmäßig das passiert.</p>
<p>Mehr dazu:</p>
<ul>
<li>SpiegelOnline: <a  href="http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/hirndoping-jeder-fuenfte-student-nimmt-mittel-zu-leistungssteigerung-a-880810.html">Neue Studie zu Hirndoping: Jeder fünfte Student putscht sich auf</a>, 31. Januar 2013</li>
<li>Dietz, P. et. al.: <a  href="http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/phar.1166/abstract">Randomized Response Estimates for the 12-Month Prevalence of Cognitive-Enhancing Drug Use in University Students, in: Pharmacotherapy</a>, DOI: 10.1002/phar.1166.</li>
</ul>
<p class="zwischenueberschrift">Lesetipp: Blogprojekt zum Thema Hirn-Doping</p>
<p><span class="initial_klein">E</span>in wirklich empfehlenswertes Blogprojekt zum selben Thema findet man derzeit übrigens unter www.hirn-sturm.de. Blogautoren sind Wissenschaftsjournalismus-Studenten der Hochschule Darmstadt. Und es ist wirklich sehenswert, was dort zu sehen ist. Da gibt es <a  href="http://www.hirn-sturm.de/category/sachlage/">kurze Infotexte zu bestimmten Medikamenten und ihrer Wirkungsweise</a>, Interviews mit Experten und toll gemachte Erklärvideos. Zum Start empfehle ich einfach mal das Statement von Ranga Yogeshwar zum Thema und das Interview mit dem Technikphilosophen Alfred Nordmann:</p>
<ul>
<li><a  href="http://www.hirn-sturm.de/ranga-yogeshwar-hirn-sturm-de-fordert-einen-wichtigen-diskurs/">Ranga Yogeshwar: hirn-sturm.de fördert einen wichtigen Diskurs</a></li>
<li>Interview mit Alfred Nordmann: <a  href="http://www.hirn-sturm.de/die-scham-des-menschen-nicht-so-gut-zu-sein-wie-eine-maschine/">„Die Scham des Menschen, nicht so gut zu sein wie eine Maschine“</a></li>
</ul>
<p>Und natürlich das tolle Video &#8222;Was ist eigentlich Neuro-Enhancement?&#8220; von Jasmin Krenzer und Claudia Baier:</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/sUPfTNl8Fqo?rel=0" height="326" width="580" allowfullscreen="" frameborder="0"></iframe></p>
<div id="Punkte"></div>
<p class="zwischenueberschrift">Suchmaschinenoptimierung für Fachartikel</p>
<p><span class="initial_klein">P</span>ublikationen sind ja vielleicht die zentrale Währung im akademischen Betrieb.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/02/hirndoping-paperdoping-hitler/#footnote_0_2796" id="identifier_0_2796" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Und insofern besch&auml;digt das geh&auml;ufte Auftauchen von &bdquo;Falschgeld&ldquo; in Form plagiierter Abschlu&szlig;arbeiten das System an einer neuralgischen Stelle.">1</a> Publikationen sind die Referenzpunkte, auf die mit guten Gründen Bezug genommen wird, sie bereichern die individuelle Publikationsliste und erhöhen somit die Karrierechancen. Und sie sind natürlich auch Rechtfertigung und Arbeitsbeleg gegenüber Geldgebern für die jeweiligen Forschung. Umso erstaunlicher, daß verhältnismäßig wenig Aufwand betrieben wird, um seine Fachaufsätze optimal zu positionieren.</p>
<p>Klar, mitentscheidend (für Prestige und Sichtbarkeit) ist zunächst die Zeitschrift, in der man den Aufsatz veröffentlicht. Aber damit ist es eigentlich nicht getan. Christian Reinboth zeigt, wie Veröffentlichungen auf Institutswebsites oder akademischen Social Networks plaziert werden können, um auffindbar zu sein. Ich kann mir gut vorstellen, daß das die Chance zitiert zu werden, deutlich steigern kann.</p>
<ul>
<li>Reinboth, Christian: <a  href="http://harzoptics.wordpress.com/2013/01/28/wie-lassen-sich-eigene-publikationen-uber-google-scholar-auffindbar-machen/">Wie lassen sich eigene Publikationen über Google Scholar auffindbar machen?</a>, 28.1.2013</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<div id="Punkte"></div>
<figure id="attachment_2801" aria-describedby="caption-attachment-2801" style="width: 242px" class="wp-caption alignright"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-2801 " alt="When you ride alone, you ride with Hitler!" src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2013/02/Car-sharing-Hitler.jpg" width="252" height="325" srcset="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2013/02/Car-sharing-Hitler.jpg 360w, https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2013/02/Car-sharing-Hitler-310x400.jpg 310w" sizes="(max-width: 252px) 100vw, 252px" /><figcaption id="caption-attachment-2801" class="wp-caption-text">When you ride alone, you ride with Hitler!</figcaption></figure>
<p class="zwischenueberschrift">Mit Hitler für Fahrgemeinschaften</p>
<p><span class="initial_klein">W</span>ir sind hier im Internet und insofern im Geltungsbereich von &#8222;Godwin&#8217;s Law&#8220;. Früher oder später muß ich also notgedrungen auf Hitler zu sprechen kommen. Und wer über Hitler spricht oder schreibt, der kommt seinerseits nicht um die Erwähnung von Autobahnen herum. Und somit wären wir fast schon beim Thema: Hitler und der Straßenverkehr!</p>
<p>Letzte Woche ist mir zufällig das rechts abgebildete Plakat aus dem Jahr 1943 begegnet. Der renommierte Werbegrafiker Weimer Pursell hat dieses Propaganda-Plakat gezeichnet, über das wir heute schmunzeln. Ob es in Nazi-Deutschland ähnliche Plakate gegeben hat? Saß da vielleicht Stalin auf der Rückbank? Egal: ich finde Car-Sharing klasse und frage mich, weshalb es zuletzt so ruhig um dieses Thema geworden ist. Fehlt vielleicht eine knackige Kampagne? Ich hätte da vielleicht eine Idee&#8230; ;-)</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_2796" class="footnote">Und insofern beschädigt das gehäufte Auftauchen von &#8222;Falschgeld&#8220; in Form plagiierter Abschlußarbeiten das System an einer neuralgischen Stelle.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/02/hirndoping-paperdoping-hitler/">Hirndoping, Paperdoping &#038; Hitler</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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		<title>Grenzziehungen: Giftige Chemikalien &#038; komplexe Emotionen bei Tieren</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2013/03/grenzziehungen-giftige-chemikalien-komplexe-emotionen-bei-tieren/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc Scheloske]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Mar 2013 22:50:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Grenzwerte]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Nichtwissen]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Tiere]]></category>
		<category><![CDATA[Unsicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Dosis sola venenum facit.“ Vor rund 500 Jahren gelangte Paracelsus zu dieser Erkenntnis. Und auch heute lässt sich nur feststellen, daß der gute Kerl verdammt recht hatte. Die Dosis macht das Gift. Die große (Streit-)Frage ist nur: ab welcher Dosis ist das Gift denn wirklich ein Gift? Heutzutage behelfen wir uns mit der Definition von ... <a title="Grenzziehungen: Giftige Chemikalien &#038; komplexe Emotionen bei Tieren" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/03/grenzziehungen-giftige-chemikalien-komplexe-emotionen-bei-tieren/" aria-label="Mehr Informationen über Grenzziehungen: Giftige Chemikalien &#038; komplexe Emotionen bei Tieren">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>„Dosis sola venenum facit.“ Vor rund 500 Jahren gelangte Paracelsus zu dieser Erkenntnis. Und auch heute lässt sich nur feststellen, daß der gute Kerl verdammt recht hatte. Die Dosis macht das Gift. Die große (Streit-)Frage ist nur: ab welcher Dosis ist das Gift denn wirklich ein Gift? </strong></p>
<p>Heutzutage behelfen wir uns mit der Definition von Grenzwerten, die als Orientierung und Sicherheitsmarge dienen. Umstritten sind solche Grenzziehungen dennoch. Und nicht nur was diese Grenzen anbelangt, so ist bekannt, daß diese meistens fließend sind. Das gilt auch für die Frage, ob wir Tieren so komplexe Emotionen wie z.B. Trauer zugestehen. Dazu ein Videotipp weiter unten.</p>
<p>Zunächst geht es hier aber kurz um eine interessante Risikodebatte.</p>
<p class="zwischenueberschrift">Bisphenol A: Über die Unmöglichkeit klare Grenzwerte festzusetzen</p>
<p><span class="initial_klein">S</span>eit vielen Jahren wird um die Chemikalie Bisphenol A (BPA) gestritten. Fest steht eigentlich nur, daß das Zeug allgegenwärtig ist. Es ist Bestandteil von zig Kunststoffen und Beschichtungen und insofern in tausenden Alltagsprodukten zu finden: es ist in bzw. auf Kassenbons, Lebensmittelverpackungen oder im Plastik von Wasserkochern oder Trinkflaschen. Und aus den Beschichtungen oder Lebensmittelbehältern löst sich Bisphenol A teilweise (verstärkt z.B. wenn es erhitzt wird) auch raus. Im Ergebnis nehmen wir ständig kleinste (!) Mengen BPA über die Nahrung auf.</p>
<p>Da Bisphenol A u.a. östrogene Effekte hat, ist das prinzipiell nicht ganz unproblematisch. In den letzten Jahren wurden verschiedene Krankheiten mit der Chemikalie, von der jährlich weltweit knapp 4 Millionen Tonnen hergestellt werden, in Verbindung gebracht. Wie gesagt: BPA wirkt ähnlich wie das weibliche Sexualhormon Östrogen und beeinflußt im Tierversuch folglich auch die Fortpflanzungsfähigkeit. Aus Vorsorgegründen haben einige Länder wie Kanada, Frankreich, Dänemark oder Neuseeland und Australien Bisphenol A-haltige Babyflaschen und andere Produkte für Kinder verboten.</p>
<p class="pullquote">Kann es sein, daß die Analytik von Substanzen, die zwar überall, aber nur in minimaler Dosierung vorkommen, immer ein Stück weit Glückssache ist?</p>
<p>Ob die Menge BPA, die wir alle aufnehmen allerdings gesundheitlich als kritisch einzustufen ist, wissen wir nicht. Lars vom Fischblog hat sich einige vorliegende Studien mal angesehen. Und war dann erstmal irritiert darüber, daß die allermeisten Studien wohl ergeben, daß wir PBA-Konzentrationen in der Größenordnung von einigen Pikomol im Blut haben. Das ist ziemlich wenig. Die Tierversuche, die die Effekte von PBA untersuchen, hantieren dann aber mit Dosierungen in tausendfacher Menge&#8230; Eigentlich nicht zielführend, wenn man wirklich das Risiko abschätzen will. Aber es gibt &#8211; wie so oft &#8211; natürlich auch Studien die für eine höhere PBA-Aufnahme sprechen.</p>
<p>Lars stellt nun die Frage, ob sich hier nicht ein ganz grundsätzliches Problem auftut: denn kann es nicht sein, daß die Analytik von Substanzen, die zwar minimal sind, aber gleichzeitig überall vorkommen immer ein Stück weit Glückssache ist? Lars macht es konkret:</p>
<blockquote><p>&#8222;Gerade in der Medizintechnik gibt es inzwischen kaum noch etwas, was nicht aus Kunststoff ist. Nicht zuletzt die Ampullen, in die Blutproben reingezogen werden. Und aus vielen dieser Werkstoffe sickern kleine Mengen Bisphenol A aus.&#8220;</p></blockquote>
<p>Eine interessante Überlegung und wohl nicht ganz von der Hand zu weisen, finde ich zumindest. Die ganze Geschichte, drüben im Fischblog:</p>
<ul>
<li>Lars Fischer: <a  href="http://www.scilogs.de/wblogs/blog/fischblog/chemie/2013-02-27/wieviel-bisphenol-a-haben-wir-wirklich-im-k-rper">Wieviel Bisphenol A haben wir wirklich im Körper?</a>, Scilogs, 27.2.2013</li>
</ul>
<div id="Punkte"></div>
<p class="zwischenueberschrift">Trauernde Schimpansen</p>
<p><span class="initial_klein">E</span>rst neulich habe ich mir <a  href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/02/24/tierische-mutterinstinkte-wenn-jaeger-schwach-werden/">hier</a> Gedanken darüber gemacht, ob Tiere auch zu komplexen kognitiv-emotionalen Leistungen in der Lage sind. Das spontane Umswitchen vom Jäger- zum Muttermodus fand ich doch beeindruckend. Ein anderes hoch bewegendes Video dreht sich um ein anderes Thema: Sterben und Tod.</p>
<p>Forscher des niederländischen Max-Planck-Instituts für Psycholinguistik in Nijmegen haben vor rund zwei Jahren in Sambia folgende Szenen gedreht. Eine Schimpansin legt ihr 16 Monate altes Junges, das gerade gestorben war, auf einer Lichtung am Boden ab. Sie scheint registriert zu haben, daß mit ihrem Jungen etwas nicht stimmt. Das Video dokumentiert, wie die Schimpansenmutter und ihre Sippe realisieren und durch Tests (!) abchecken, ob das Junge wirklich tot ist.</p>
<p>Ich finde das sehr beeindruckend und es stellt sich wirklich die Frage, ob und inwiefern hier eine Auseinandersetzung mit dem Tod und &#8222;Trauer&#8220; stattfindet. Oder?</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/35452567" height="326" width="580" allowfullscreen="" frameborder="0"></iframe></p>
<p><a href="http://vimeo.com/35452567">Do chimpanzees mourn their dead</a></p>
<p><small>Artikelfoto: Quelle &#8211; stock.xchng, User: germangirl</small></p>
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		<title>Freud&#8217;scher Verschreiber: Die Mehrheit von &#8222;Schwarz-Geld&#8220; bei der Bundestagswahl wackelt</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2009/09/freudscher-verschreiber-die-mehrheit-von-schwarz-geld-bei-der-bundestagswahl-wackelt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc Scheloske]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Sep 2009 11:00:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie wunderbar ist doch die Wahlkampf-Berichterstattung! Vor allem, wenn die Artikel schnell hingerotzt werden, in Express-Tempo sozusagen. Im Ergebnis gibt es dann ganz entzückende Schlagzeilen zu lesen, die ja so weit von der Realität gar nicht entfernt sind, oder? Nachdem ich selbst eine kleine Sommerpause eingelegt habe, gab es hier in der Werkstatt zuletzt wenig ... <a title="Freud&#8217;scher Verschreiber: Die Mehrheit von &#8222;Schwarz-Geld&#8220; bei der Bundestagswahl wackelt" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2009/09/freudscher-verschreiber-die-mehrheit-von-schwarz-geld-bei-der-bundestagswahl-wackelt/" aria-label="Mehr Informationen über Freud&#8217;scher Verschreiber: Die Mehrheit von &#8222;Schwarz-Geld&#8220; bei der Bundestagswahl wackelt">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2009/09/freudscher-verschreiber-die-mehrheit-von-schwarz-geld-bei-der-bundestagswahl-wackelt/">Freud&#8217;scher Verschreiber: Die Mehrheit von &#8222;Schwarz-Geld&#8220; bei der Bundestagswahl wackelt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wie wunderbar ist doch die Wahlkampf-Berichterstattung! Vor allem, wenn die Artikel schnell hingerotzt werden, in Express-Tempo sozusagen. Im Ergebnis gibt es dann ganz entzückende Schlagzeilen zu lesen, die ja so weit von der Realität gar nicht entfernt sind, oder?</strong></p>
<p>Nachdem ich selbst eine kleine Sommerpause eingelegt habe, gab es hier in der Werkstatt zuletzt wenig zu lesen. Das wird sich nun wieder ändern. Mit Wahlkampf-Analysen habe ich mich bislang zurückgehalten; irgendwie ist doch schon alles zigmal kommentiert und gesagt. Für einen Lichtblick in der erbärmlich drögen Wahlkampfzeit sorgt heute allerdings der &#8222;Express&#8220;.</p>
<h4><span class="pullquote">Der &#8222;Express&#8220; sichert sich einen Sonderpreis für die ehrlichste Schlagzeile in der Wahlkampfberichterstattung.</span></h4>
<p>Dort darf man lesen, daß die allerneuesten Umfragen der Demoskopen doch noch <em>&#8222;auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Union und FDP auf der einen Seite sowie SPD, Linkspartei und Grünen auf der anderen&#8220;</em> hindeuten.</p>
<p>Das wäre ja doch noch was und vielleicht endet der Wahlsonntag wirklich mit einer Überraschung, an mir soll es nicht liegen. Und der &#8222;Express&#8220; müht sich redlich, um der braven Angela und dem tapferen Guido das Leben schwer zu machen. Der &#8222;Express&#8220; traut sich nämlich was und nennt wenigstens in der Schlagzeile die Dinge beim Namen &#8211; <a href="http://www.express.de/nachrichten/news/politik-wirtschaft/wahl-2009/vorsprung-von-schwarz-geld-schmilzt-zusammen_artikel_1251217200766.html">dort liest man</a>: <strong>Vorsprung von Schwarz-Geld schmilzt zusammen!</strong></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2009/09/Schwarz-Geld_580.jpg" alt="Schwarz-Geld_580"  width="580" height="452" class="aligncenter size-full wp-image-1198" srcset="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2009/09/Schwarz-Geld_580.jpg 580w, https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2009/09/Schwarz-Geld_580-400x312.jpg 400w" sizes="(max-width: 580px) 100vw, 580px" /></p>
<p>Sachen gibt&#8217;s. War der Praktikant am Werk? Oder hatte der Schlagzeilen-Texter die unselige Schwarzgeld-Affäre im Hinterkopf? Sind die schwarzen Konten etwa undicht? Egal &#8211; endlich mal Schlagzeilen, die Spaß machen.</p>
<p>&#8212;</p>
<p>Und, kleiner Nachtrag: Die Schlagzeile findet netterweise auch anderswo Berücksichtigung. Im neuen Nachrichten-Aggregator <a href="http://www.nachrichten.de">nachrichten.de</a>. Dort ist es derzeit die Top-Meldung. Wie lange noch? </p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2009/09/Schwarz-Geld-Nachrichten.jpg" alt="Schwarz-Geld-Nachrichten"  width="539" height="365" class="aligncenter size-full wp-image-1207" srcset="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2009/09/Schwarz-Geld-Nachrichten.jpg 539w, https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2009/09/Schwarz-Geld-Nachrichten-400x271.jpg 400w" sizes="(max-width: 539px) 100vw, 539px" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2009/09/freudscher-verschreiber-die-mehrheit-von-schwarz-geld-bei-der-bundestagswahl-wackelt/">Freud&#8217;scher Verschreiber: Die Mehrheit von &#8222;Schwarz-Geld&#8220; bei der Bundestagswahl wackelt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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		<item>
		<title>Unpolitische Studentengeneration ::: Religiosität als Stressblocker &#124; Werkstatt-Ticker 59</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2009/03/unpolitische-studentengeneration-religiositat-als-stressblocker-werkstatt-ticker-59/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc Scheloske]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Mar 2009 16:00:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Hirnforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Studenten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>» Jung, unpolitisch, desinteressiert&#8230; Mein Studium liegt schon einige Jahre zurück und vermutlich ist das auch gut so. Jüngste Studienergebnisse, die sich mit Einstellungen, Werthaltungen und politischem Engagement von Studenten beschäftigen, zeigen ein interessantes, in manchen Facetten ziemlich trauriges  Bild: heutige Studenten sind unpolitischer denn je und pendeln irgendwo im Niemandsland von Lethargie und neuer ... <a title="Unpolitische Studentengeneration ::: Religiosität als Stressblocker &#124; Werkstatt-Ticker 59" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2009/03/unpolitische-studentengeneration-religiositat-als-stressblocker-werkstatt-ticker-59/" aria-label="Mehr Informationen über Unpolitische Studentengeneration ::: Religiosität als Stressblocker &#124; Werkstatt-Ticker 59">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2009/03/unpolitische-studentengeneration-religiositat-als-stressblocker-werkstatt-ticker-59/">Unpolitische Studentengeneration ::: Religiosität als Stressblocker | Werkstatt-Ticker 59</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/category/werkstatt-ticker/"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-234" style="border: 1px solid #DCDCDC; margin: 6px; float: right;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/uploads/2008/04/ticker_02a.jpg" alt="Ticker.jpg" width="180" height="121" /></a><span style="font-size: xx-large; color: #808080;"><span class="ticker_titel"><strong>»</strong> </span><span style="font-size: large;"><span class="ticker_titel">Jung, unpolitisch, desinteressiert&#8230;<br />
</span></span></span></h2>
<p>Mein Studium liegt schon einige Jahre zurück und vermutlich ist das auch gut so. Jüngste Studienergebnisse, die sich mit Einstellungen, Werthaltungen und politischem Engagement von Studenten beschäftigen, zeigen ein interessantes, in manchen Facetten ziemlich trauriges  Bild: heutige Studenten sind unpolitischer denn je und pendeln irgendwo im Niemandsland von Lethargie und neuer Bürgerlichkeit.</p>
<p>Die <a href="http://www.uni-konstanz.de/FuF/SozWiss/fg-soz/bargel/">Hochschulforscher aus Konstanz</a> führen seit Jahren regelmäßig Befragungen zu Lust und Frust des Studiums, Zukunftsperspektiven und Einstellung der Studentengeneration durch. Aktuell wurden fast 9000 Studenten an 25 Unis befragt. </p>
<h4><span class="pullquote_left">Studentengeneration 2009: Ängstlich, lethargisch, latent fremdenfeindlich? </span></h4>
<p>Lediglich 37% gaben zur Auskunft, daß sie sich halbwegs für Politik interessierten (das sind fast 20% weniger als noch vor wenigen Jahren). Und sich selbst verorten die meisten angehenden Akademiker auch nicht mehr innerhalb der klassischen politischen Lager, sondern &#8222;irgendwo in der Mitte&#8220;.</p>
<p>Verloren in dieser unentschiedenen Mitte sprechen sich 52% für die &#8222;Förderung von Technologien&#8220; sowie die &#8222;harte Bestrafung von Kriminellen&#8220; aus. Da wundert dann auch kaum mehr, daß jeder vierte Student die &#8222;Begrenzung der Zuwanderung von Ausländern&#8220; fordert und stattliche 17% sich für die &#8222;Abwehr kultureller Überfremdung&#8220; aussprechen.</p>
<p>Traurig.</p>
<div class="links_ticker">Quelle:</p>
<ul>
<li>Bildungstudie: <a href="http://www.zeit.de/news/artikel/2009/03/01/2741556.xml">Studenten unpolitisch und resigniert</a>, Tagesspiegel, 1.3.2009</li>
</ul>
</div>
<h2><span style="font-size: xx-large; color: #808080;"><span class="ticker_titel"><strong>»</strong> </span><span style="font-size: large;"><span class="ticker_titel">Feine Unterschiede: Unterscheidet sich das Gehirn von Gläubigen und Nicht-Gläubigen?</span></span></span></h2>
<p>Um überhaupt erst gar keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen: ich halte nichts von pauschalen Kategorisierungen, die auf der einen Seite vermeintlich naive Gläubige, auf der anderen Seite aufgeklärte, rationale Atheisten verorten.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2009/03/unpolitische-studentengeneration-religiositat-als-stressblocker-werkstatt-ticker-59/#footnote_0_908" id="identifier_0_908" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Solche Pauschalisierungen gibt es freilich genauso h&auml;ufig in der Form, da&szlig; sich gott- und gewissenlose Atheisten gegen&uuml;ber verantwortungsbewu&szlig;t-ethisch handelnden Christen gegen&uuml;berstehen. Alles Quatsch&hellip;">1</a> Nach meinen Erfahrungen gibt es in beiden Fraktionen vernünftige, liebenswerte Zeitgenossen. Und es gibt genausoviele aufgeklärt, liberale Christen, wie es eben auch verbohrt, dogmatische Atheisten gibt. </p>
<p>Doch bei aller Gemeinsamkeit in der Haltung, so unterscheiden sich diese beiden Personengruppen &#8211; wenigstens wenn man manchen Studien glauben darf &#8211; hinsichtlich ihrer neurologischen Basisausstattung. </p>
<p><strong>Weniger Stress durch Glauben?</strong></p>
<p>Ein Forscherteam um den Psychologen <a href="http://www.utsc.utoronto.ca/~inzlicht/">Michael Inzlicht</a> von der Uni in Toronto hat herausgefunden, daß gläubige Probanden bei einem Test deutlich weniger Stressanzeichen zeigten, wenn sie Fehler machten. Im Bereich des Anterior Cingulate Cortex (ACC) zeigte diese Gruppe weniger Aktivitätsmuster, als die Probanden, die nichtreligiös waren. Inzlicht erläutert:</p>
<blockquote><p>&#8222;We found that religious people or even people who simply believe in the existence of God show significantly less brain activity in relation to their own errors. They&#8217;re much less anxious and feel less stressed when they have made an error.&#8220;</p></blockquote>
<p>Nun stellt sich freilich die Frage, ob hier ein kausaler Zusammenhang besteht. Oder anders: ist dieses neuronale Verabeitungsmuster von Stress bzw. der Umgang mit eigenen Fehlern (in diesem bestimmten Hirnbereich) eine Folge der religiösen Praxis? Oder ist es schlicht (und möglicherweise ganz zufällig) so, daß eben just solche Personen, die hier Auffälligkeiten aufweisen auch besonders dazu neigen an Gott zu glauben? </p>
<p>Oder nochmal anders und einfach formuliert, was war zuerst da: Glaube oder Stressresistenz? Ob der bloggende <a href="http://religionswissenschaft.twoday.net/">Neurotheologe Michael Blume</a> hier bereits eine Antwort hat? </p>
<div class="links_ticker">Link:</p>
<ul>
<li><a href="http://esciencenews.com/articles/2009/03/04/researchers.find.brain.differences.between.believers.and.non.believers">Researchers find brain differences between believers and non-believers</a>, !science-news, 4.3.2009</li>
</ul>
</div>
<div class="invisible">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Studenten">Studenten</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Religion">Religion</a></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_908" class="footnote">Solche Pauschalisierungen gibt es freilich genauso häufig in der Form, daß sich gott- und gewissenlose Atheisten gegenüber verantwortungsbewußt-ethisch handelnden Christen gegenüberstehen. Alles Quatsch&#8230;</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2009/03/unpolitische-studentengeneration-religiositat-als-stressblocker-werkstatt-ticker-59/">Unpolitische Studentengeneration ::: Religiosität als Stressblocker | Werkstatt-Ticker 59</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Über den Nutzen von Babyphotos im Geldbeutel</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2009/08/uber-den-nutzen-von-babyphotos-im-geldbeutel/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc Scheloske]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Aug 2009 11:00:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Geldbeutel]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer kein Kind hat, der sollte sich eines zulegen. Oder wenigstens einen Hund. Und wer weder über ein Kleinkind aus eigener Produktion, noch über einen Hund verfügt, der sollte sich überlegen, ob er sich &#8211; je nach Präferenz &#8211; Kind oder Hund vom Nachbarn ausleiht. Wozu das alles gut sein soll? &#8211; Um ein Photo ... <a title="Über den Nutzen von Babyphotos im Geldbeutel" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2009/08/uber-den-nutzen-von-babyphotos-im-geldbeutel/" aria-label="Mehr Informationen über Über den Nutzen von Babyphotos im Geldbeutel">Weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-1175"  style="margin: 4px 6px; float: right; border: 0px;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2009/08/Geldbeutel.jpg" alt="Geldbeutel" width="200" height="150" /><strong>Wer kein Kind hat, der sollte sich eines zulegen. Oder wenigstens einen Hund. Und wer weder über ein Kleinkind aus eigener Produktion, noch über einen Hund verfügt, der sollte sich überlegen, ob er sich &#8211; je nach Präferenz &#8211; Kind oder Hund vom Nachbarn ausleiht. Wozu das alles gut sein soll? &#8211; Um ein Photo zu machen und das in den Geldbeutel zu stecken. Damit erhöht man nämlich die Wahrscheinlichkeit, daß einem das Portemonnaie im Verlustfall wieder zurückgeschickt wird&#8230;</strong></p>
<p>Der Hintergrund zu dieser &#8211; vielleicht etwas eigenwilligen Geschichte &#8211; ist schnell erzählt. Richard Wisemann<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2009/08/uber-den-nutzen-von-babyphotos-im-geldbeutel/#footnote_0_1174" id="identifier_0_1174" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Dessen Blog immer einen Besuch wert ist und der die Freiheit der Forschung netterweise dazu nutzt, immer wieder sehr originelle Studien durchzuf&uuml;hren.">1</a> hat eine kleine Studie durchgeführt, die sich mit der Frage beschäftigte, welche &#8222;Beigaben&#8220; im Geldbeutel die Chance erhöhen, daß ein verlorener Geldbeutel dem Besitzer zurückgebracht wird.</p>
<p>Dazu haben Wiseman und sein Team 240 Geldbeutel in Edinburgh &#8222;verloren&#8220;. In jeweils 40 Geldbeuteln steckte einmal ein Babyphoto, in weiteren 40 jeweils ein Photo von einem jungen Hund, dann eines von einem Seniorenpaar, ein Familienphoto oder ein Hinweis, daß der Geldbeutelinhaber kürzlich Geld oder Blut gespendet hatte. Geld war in keinem der Geldbeutel enthalten, was vermutlich dem knappen Forschungsbudget geschuldet ist. Insofern muß man natürlich gewisse Abstriche hinsichtlich der Praxisrelevanz der Ergebnisse machen.</p>
<h4><span class="pullquote">Ein Babyphoto steigert die Wahrscheinlichkeit, daß ein verlorener Geldbeutel zurückgebracht wird.</span></h4>
<p>Die sind dennoch interessant: denn von den 40 verlorenen Geldbörsen mit dem Babyphoto wurden 35 Stück zurückgegeben. Das sind 88% und somit doch eine stattliche Quote. Die Hundephotos konnten immerhion noch 21 Finder zur Rückgabe motivieren, die Familienaufnahmen nur noch 19. Der Effekt der Spendenausweise (8 Rückgaben) ist vernachlässigbar; von den Geldbeuteln, die gar keine Zusatzinfos bereithielten, fanden sechs Stück den Weg zurück zu ihrem Besitzer.</p>
<p>Wiseman selbst deutet das Ergebnis als Beleg dafür, daß Kleinkinder an die fürsorgliche Seite in uns appellieren und wir uns insofern verpflichtet fühlen, den Geldbeutel dem Inhaber zurückzugeben.</p>
<p>Im Blog zu Wisemans neuem Buch liest man dann auch zusammenfassend:</p>
<blockquote><p>Whatever the explanation, the practical message is clear.  If you want to up the chances of your wallet being returned if lost, obtain a photograph of the cutest, happiest, baby you can find, and make sure that it is prominently displayed in your wallet.</p></blockquote>
<p>Wenn sich das Ergebnis rumspricht, dann sollte man freilich &#8211; etwa an der Supermarktkasse &#8211; nicht vorschnell aus einem kurzen Blick in einen fremden Geldbeutel schließen, daß man es mit einer jungen Mutter oder einem jungen Vater zu tun hat. Vielleicht begreift der Besitzer das Kinderphoto auch schlicht als eingebaute Rückgabeversicherung&#8230;</p>
<div class="links_ticker">Link:</p>
<ul>
<li>59Seconds: <a href="http://59seconds.wordpress.com/2009/07/13/59-seconds-in-the-media/">New Research: The baby in the wallet</a></li>
</ul>
</div>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1174" class="footnote"><a href="http://richardwiseman.wordpress.com/">Dessen Blog</a> immer einen Besuch wert ist und der die Freiheit der Forschung netterweise dazu nutzt, immer wieder sehr originelle Studien durchzuführen.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2009/08/uber-den-nutzen-von-babyphotos-im-geldbeutel/">Über den Nutzen von Babyphotos im Geldbeutel</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Tierische Mutterinstinkte: Wenn Jäger schwach werden&#8230;</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2013/02/tierische-mutterinstinkte-wenn-jaeger-schwach-werden/</link>
					<comments>https://www.wissenswerkstatt.net/2013/02/tierische-mutterinstinkte-wenn-jaeger-schwach-werden/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marc Scheloske]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Feb 2013 22:20:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Biologie]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Tiere]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Klar, wer heute noch vom Menschen als der &#8222;Krone der Schöpfung&#8220; spricht, ist entweder auf dem wissenschaftlichen Stand Mitte des 20. Jahrhunderts stehengeblieben oder aus anderen Gründen ein Realitätsverweigerer. Es sind einfach zu viele Studien, die belegen, daß Tiere zu hochkomplexen kognitiven und sozialen Leistungen in der Lage sind. Und zu den Tieren, die uns ... <a title="Tierische Mutterinstinkte: Wenn Jäger schwach werden&#8230;" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/02/tierische-mutterinstinkte-wenn-jaeger-schwach-werden/" aria-label="Mehr Informationen über Tierische Mutterinstinkte: Wenn Jäger schwach werden&#8230;">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/02/tierische-mutterinstinkte-wenn-jaeger-schwach-werden/">Tierische Mutterinstinkte: Wenn Jäger schwach werden&#8230;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Klar, wer heute noch vom Menschen als der &#8222;Krone der Schöpfung&#8220; spricht, ist entweder auf dem wissenschaftlichen Stand Mitte des 20. Jahrhunderts stehengeblieben oder aus anderen Gründen ein Realitätsverweigerer. Es sind einfach zu viele Studien, die belegen, daß Tiere zu hochkomplexen kognitiven und sozialen Leistungen in der Lage sind. Und zu den Tieren, die uns regelmäßig verblüffen, zählen keineswegs nur Primaten. Was die Werkzeugnutzung und Selbsterkenntnis angeht, so sind <a  href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/08/19/schlaue-elstern-beim-blick-in-den-spiegel-nicht-raeuberisch-sondern-intelligent-und-selbstbewusst-werkstattnotiz-110/">Rabenvögel mindestens genauso raffiniert</a>.</strong></p>
<p>Nochmal eine andere Baustelle sind Fragen der Emotionalität oder altruistische Handlungen. Trauer, Freude, Angst &#8211; bei Menschenaffen alles längst belegt. Aber auch bei anderen Arten gibt es jede Menge faszinierender Einzelstudien, die die Fähigkeit zu komplexen psychosozialen Leistungen illustrieren. Ratten beispielsweise, die leidende Artgenossen erkennen und ihnen helfen. <a  href="http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2011-12/studie-ratten-empathie">Wie vor gut einem Jahr in Science nachzulesen war.</a></p>
<p class="zwischenueberschrift">Wenn Killerinstinkt und Muttergefühle aufeinanderprallen</p>
<p><span class="initial_klein">V</span>or ein paar Tagen bin ich nun über diese sehr, sehr interessante Film-Sequenz gestolpert. Sie setzt ein mit der Jagd einer Leopardin, die tatsächlich Beute macht. Eine Paviandame fällt ihr zum Opfer. Doch dann nimmt die Jagdszene eine bemerkenswerte Wendung:</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/s6xBz1EnNMs?rel=0" height="326" width="580" allowfullscreen="" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Vielleicht sehe ich zu selten Tierdokus, aber mich hat die Szene wirklich umgeworfen. Wie da Killerinstinkt und Mutterliebe unmittelbar aufeinanderprallen ist schon heftig. Es ist grausam und doch wunderschön, finde ich.</p>
<p>Und die Szene ist nach meinem Empfinden durchaus Anhaltspunkt für die Übertragbarkeit von Forschungsergebnissen mit Primaten (oder Ratten etc.) auf andere (höhere) Lebewesen. Denn hier wird die Jagd der Leopardin jäh unterbrochen und geht in ein fürsorgliches Verhalten über &#8211; ist es angesichts dessen nicht naheliegend auch Leoparden ein Empathievermögen zuzusprechen? Ob da jetzt der Mutterinstinkt die Hauptrolle spielt oder die Spiegelneuronen feuern und die Leopardin so die Hilflosigkeit des kleinen Wesens erkennt und deshalb so liebevoll wird? Egal. Irgendwas &#8222;passiert&#8220; da. Und die Leopardin kümmert sich.</p>
<p class="zwischenueberschrift">Die Empathie der Jägerin</p>
<p><span class="initial_klein">F</span>est steht: Tiere sind nicht die instinktgesteuerten Roboter, die einfach nur ihrem (genetisch) vorgegebenen Programm folgen. Tiere verhalten sich deutlich raffinierter und differenzierter, als es der Mensch lange Zeit wahrhaben wollte. Und Tiere empfinden beispielsweise auch Mitleid oder brechen aus ihrem &#8222;Jagdprogramm&#8220; aus und stellen den Fürsorgemodus ein. So wie die Leopardin, die wenige Sekunden nach dem Todesbiß für die Affenmutter selbst von Muttergefühlen überwältigt wird und sich (so meine laienhafte Interpretation) liebevoll um das kleine Affenkind kümmert.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/02/tierische-mutterinstinkte-wenn-jaeger-schwach-werden/#footnote_0_2835" id="identifier_0_2835" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Das Pavianbaby wird &uuml;brigens &ndash; das Youtube-Filmchen bricht leider ein paar Sekunden zu fr&uuml;h ab &ndash; noch in der Nacht aufgrund der K&auml;lte sterben.">1</a></p>
<div class="werkstattlinks">
Mehr Expertenknow-How zum Thema:</p>
<ul>
<li>Frans de Waal:  <a  href="http://www.amazon.de/gp/product/3446236570/ref=as_li_tf_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3446236570&amp;linkCode=as2&amp;tag=werkstatt-21">Das Prinzip Empathie: Was wir von der Natur für eine bessere Gesellschaft lernen können.</a></li>
<li>Christian Keysers (2013): <a  href="http://www.amazon.de/gp/product/3570009548/ref=as_li_tf_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3570009548&amp;linkCode=as2&amp;tag=werkstatt-21">Unser empathisches Gehirn: Warum wir verstehen, was andere fühlen</a>. (Erscheint im Mai, Original: <a  href="http://www.amazon.de/gp/product/9081829203?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creativeASIN=9081829203&amp;linkCode=xm2&amp;tag=werkstatt-21">The Empathic Brain</a>.)</li>
</ul>
</div>
<p>&nbsp;<br />
<small>Posting-Vorschaubild: Quelle &#8211; stock.xchng, User: bugdog</small></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_2835" class="footnote">Das Pavianbaby wird übrigens &#8211; das Youtube-Filmchen bricht leider ein paar Sekunden zu früh ab &#8211; noch in der Nacht aufgrund der Kälte sterben.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/02/tierische-mutterinstinkte-wenn-jaeger-schwach-werden/">Tierische Mutterinstinkte: Wenn Jäger schwach werden&#8230;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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