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	<title>Popkultur Archive &#187; Wissenswerkstatt</title>
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	<description>Blog zu Wissenschaft &#38; Wissenschaftskommunikation </description>
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	<title>Popkultur Archive &#187; Wissenswerkstatt</title>
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		<title>Bratäpfel als Erkältungsprophylaxe &#124; Weihnachtsbäckerei- und Geschenkeverpack-Soundtrack » Weihnachten ist mir doch egal &#124; Werkstattnotiz IL</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2007/12/brataepfel-als-erkaeltungsprophylaxe-weihnachtsbaeckerei-und-geschenkeverpack-soundtrack-weihnachten-ist-mir-doch-egal-werkstattnotiz-il/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Dec 2007 07:00:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ich-Maschine]]></category>
		<category><![CDATA[Tonspuren]]></category>
		<category><![CDATA[Kulinarisches]]></category>
		<category><![CDATA[Popkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Popmusik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Und haben Sie schon alle Geschenke zusammen? Und die Plätzchenbackaktionen sind auch bereits alle glücklich abgeschlossen? Sie sind zufrieden, entspannt, haben die Firmen-Weihnachtsfeier einschließlich der Ansprache des Chefs überstanden? Glückwunsch, Sie zählen zu einer exklusiven Minderheit! ;-)&#160; Allen anderen seien noch ein paar Tipps mit auf den Weg gegeben, wie sie diese letzte Vorweihnachtswoche dennoch ... <a title="Bratäpfel als Erkältungsprophylaxe &#124; Weihnachtsbäckerei- und Geschenkeverpack-Soundtrack » Weihnachten ist mir doch egal &#124; Werkstattnotiz IL" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/12/brataepfel-als-erkaeltungsprophylaxe-weihnachtsbaeckerei-und-geschenkeverpack-soundtrack-weihnachten-ist-mir-doch-egal-werkstattnotiz-il/" aria-label="Mehr Informationen über Bratäpfel als Erkältungsprophylaxe &#124; Weihnachtsbäckerei- und Geschenkeverpack-Soundtrack » Weihnachten ist mir doch egal &#124; Werkstattnotiz IL">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/12/brataepfel-als-erkaeltungsprophylaxe-weihnachtsbaeckerei-und-geschenkeverpack-soundtrack-weihnachten-ist-mir-doch-egal-werkstattnotiz-il/">Bratäpfel als Erkältungsprophylaxe | Weihnachtsbäckerei- und Geschenkeverpack-Soundtrack » Weihnachten ist mir doch egal | Werkstattnotiz IL</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Und haben Sie schon alle Geschenke zusammen? Und die Plätzchenbackaktionen sind auch bereits alle glücklich abgeschlossen? Sie sind zufrieden, entspannt, haben die Firmen-Weihnachtsfeier einschließlich der Ansprache des Chefs überstanden? Glückwunsch, Sie zählen zu einer exklusiven Minderheit! ;-)&nbsp;</strong></p>
<p>Allen anderen seien noch ein paar Tipps mit auf den Weg gegeben, wie sie diese letzte Vorweihnachtswoche dennoch erfolgreich meistern können.&nbsp;</p>
<p><strong>Plätzchenrezepte bei der Hüttenhilfe&nbsp;</strong></p>
<p>Zunächst: falls Sie noch ein paar Plätzchen &#8211; oder »Guatsle«, wie es im Schwäbischen heißt &#8211; backen wollen und noch auf der Suche nach leckeren Rezepten sind, dann stöbern Sie doch im <a target="_blank" href="http://www.huettenhilfe.de/rezepte/pl%C3%A4tzchen/" rel="noopener noreferrer">Plätzchen-Archiv</a> der Hüttenhilfe. Die Regensburger Mannschaft rund um Alin<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/12/brataepfel-als-erkaeltungsprophylaxe-weihnachtsbaeckerei-und-geschenkeverpack-soundtrack-weihnachten-ist-mir-doch-egal-werkstattnotiz-il/#footnote_0_150" id="identifier_0_150" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Der an dieser Stelle herzlich gegr&uuml;&szlig;t sei.">1</a> hat dort einige interessante Rezepte versammelt. Und falls Sie Zimtstern-Fan sind, dann greifen Sie besser zum etwas teureren Ceylon-Zimt. Denn dieser enthält nur sehr wenig des gesundheitsschädigenden Aromastoffs Cumarin &#8211; mehr Details dazu finden sie <a target="_blank" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/07/das-verflixte-cumarin-vorsichtige-entwarnung-fuer-zimtsterne-achtung-bei-muesli-werkstattnotiz-xxiii/" rel="noopener noreferrer">hier</a>.&nbsp;</p>
<p><strong>Erkältungsabwehr: Bratapfel&nbsp;</strong></p>
<p>Sollte sich zusätzlich zum Vorweihnachsstress noch eine Erkältung ankündigen, dann empfehle ich (nach zahlreichen erfolgreichen Selbstversuchen) die Anti-Erkältungs-Allzweckwaffe »Bratapfel«.</p>
<p> Kritiker werden jetzt einwenden, daß die Vitamine bei den hohen Temperaturen verloren gehen &#8211; allerdings gibt es ja eben eine Vielzahl günstiger Inhaltsstoffe (Flavonoide, Glucosinolate, Sulfide etc.), die temperaturunempfindlicher sind. Und vor Jahren hatte ich einmal gelesen, daß einige Stoffe erst ab einer bestimmten Temperatur miteinander reagieren und daß diese Reaktionsprodukte gesundheitsförderlich sind. Hat das was mit der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Maillard-Reaktion" target="_blank"  rel="noopener noreferrer">Maillard-Reaktion</a> zu tun, bei der ab ca. 140°C Zucker und Aminosäuren miteinander reagieren?<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/12/brataepfel-als-erkaeltungsprophylaxe-weihnachtsbaeckerei-und-geschenkeverpack-soundtrack-weihnachten-ist-mir-doch-egal-werkstattnotiz-il/#footnote_1_150" id="identifier_1_150" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wissen das etwa die gesch&auml;tzten Molekulark&ouml;che? Liegt es an den fr&uuml;her ge&auml;chteten Melanoidinen, die inzwischen teilweise als Antioxidantien und auch bzgl. ihrer antibakteriellen Wirkung rehabilitiert sind?">2</a></p>
<p>Egal &#8211; meine Bratapfelvariante geht folgendermaßen:</p>
<ol>
<li>Man entferne das Kerngehäuse der Äpfel (Boskoop eignet sich sehr gut, aber auch Berlepsch, Elstar und Co. sind geeignet)</li>
<li>Zuvor sollte man bereits einige Rosinen (1-2 EL pro Apfel) in etwas Rum einlegen. Dann mische man die Rumrosinen mit gehackten Mandeln oder Nüssen (ebenfalls ca. 1-2 EL pro Apfel) und zusätzlich kommt 1 EL Honig zu der Füllmasse.</li>
<li>Die Äpfel werden mit der Rosinen-Mandel-Honig-Masse gefüllt. Anschließend wird mit einer Gabel die Apfelschale ringsum angestochen.&nbsp;</li>
<li>Bei 160-180°C kommen die Äpfel für ca. 18-25 Minuten in den Herd. 5 Minuten vor Ende der Zeit wird auf jeden Apfel eine Butterflocke gesetzt. </li>
</ol>
<p><strong>Der Advents- und Weihnachtssoundtrack: Weihnachten ist mir doch egal </strong></p>
<p>Und als Hintergrundmusik bei Plätzchenbäckerei und Bratapfelzubereitung möchte ich allen Lesern folgenden wunderbaren Weihnachtshit<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/12/brataepfel-als-erkaeltungsprophylaxe-weihnachtsbaeckerei-und-geschenkeverpack-soundtrack-weihnachten-ist-mir-doch-egal-werkstattnotiz-il/#footnote_2_150" id="identifier_2_150" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Dieser stammt zwar aus dem Dezember 2006 hat aber nichts in seiner Qualit&auml;t eingeb&uuml;&szlig;t.">3</a> der Münsteraner-Kölner-Band &quot;Erdmöbel&quot; ans Herz legen. Hier wird <a target="_blank" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/05/22/charmante-leichenfledderei-erdmoebel-bitten-zum-tanz/" rel="noopener noreferrer">in typischer Erdmöbelmanier</a> der Wham!-Klassiker &quot;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Last_Christmas" target="_blank"  rel="noopener noreferrer">Last Christmas</a>&quot; gecovert und auch hier ist die neue Variante sehr viel sympathischer, als das Original. Aber zugegebenerweise ähnlich sinnfrei. Denn wie heißt es im Text so schön? </p>
<blockquote>
<p>Komm wir bleiben zwischen den Jahren.<br />Soll´n doch die Reichen die Berge kaputt fahren.<br />Das Jahr ist schwer und alt,<br />uns ist so leer und kalt.<br />Was wollen wir mehr, denn bald fallen wir ins Bett wie Schnee.<br />Happy Christmas.<br />Ohne Papier.<br />Ich bin 3 Karat Kaugummi Automat.<br />&nbsp;</p>
</blockquote>
<hr width="100%" size="1" />
<p><object width="425" height="355"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/YgCDoF3Y37M&amp;rel=1" /><param name="wmode" value="transparent" /><embed width="425" height="355" src="http://www.youtube.com/v/YgCDoF3Y37M&amp;rel=1" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" /></object></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Und wer noch ein letztes Geschenk sucht, dem seien selbstverständlich die Erdmöbel-CDs empfohlen. Auf den von mir bereits <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/05/22/charmante-leichenfledderei-erdmoebel-bitten-zum-tanz/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">an anderer Stelle</a> gelobten &quot;No.1 Hits&quot; finden sich noch weitere kongeniale Adaptionen großer Hits vergangener Tage. <strong><br /></strong></p>
<p><strong>Link- und CD-Tipps:</strong></p>
<ul>
<li><a target="_blank" href="http://www.erdmoebel.de/" rel="noopener noreferrer">Offizelle Website</a> von Erdmöbel <a target="_blank" href="http://www.myspace.com/erdmoebel" rel="noopener noreferrer"><br /></a></li>
<li>Erdmöbel (1999): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B00002DE9E?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=B00002DE9E" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Erste Worte nach Bad mit Delfinen</a></li>
<li>Erdmöbel (2003): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B00008S0DK?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=B00008S0DK" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Altes Gasthaus Love</a></li>
<li>Erdmöbel (2005): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B0009WPCMA?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=B0009WPCMA" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Für die nicht wissen wie&nbsp;</a></li>
<li>Erdmöbel (2007): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000MTFF72?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=B000MTFF72" target="_blank" rel="noopener noreferrer">No. 1 Hits&nbsp; </a></li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_150" class="footnote">Der an dieser Stelle herzlich gegrüßt sei.</li><li id="footnote_1_150" class="footnote">Wissen das etwa die geschätzten<a href="http://www.eigenarbeit.org/molekularkueche" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Molekularköche</a>? Liegt es an den früher geächteten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Melanoidine" target="_blank"  rel="noopener noreferrer">Melanoidinen</a>, die inzwischen teilweise als Antioxidantien und auch bzgl. ihrer antibakteriellen Wirkung rehabilitiert sind?</li><li id="footnote_2_150" class="footnote">Dieser stammt zwar aus dem Dezember 2006 hat aber nichts in seiner Qualität eingebüßt.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/12/brataepfel-als-erkaeltungsprophylaxe-weihnachtsbaeckerei-und-geschenkeverpack-soundtrack-weihnachten-ist-mir-doch-egal-werkstattnotiz-il/">Bratäpfel als Erkältungsprophylaxe | Weihnachtsbäckerei- und Geschenkeverpack-Soundtrack » Weihnachten ist mir doch egal | Werkstattnotiz IL</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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		<title>Hirndoping, Paperdoping &#038; Hitler</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2013/02/hirndoping-paperdoping-hitler/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc Scheloske]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Feb 2013 22:45:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Popkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Universität]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Substanzen, die bessere Konzentration und maximale Prüfungsleistungen versprechen, gehören für jeden fünften Studenten zum Unialltag. Das ist das interessante Ergebnis einer aktuellen Studie. Verwunderlich sind solche Zahlen nicht: das Zeitalter der Selbstoptimierung hat längst begonnen. Aber nicht nur der träge Geist ist Gegenstand von Optimierungsversuchen. Auch die Produkte der akademischen Tretmühle wollen und sollen optimal ... <a title="Hirndoping, Paperdoping &#038; Hitler" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/02/hirndoping-paperdoping-hitler/" aria-label="Mehr Informationen über Hirndoping, Paperdoping &#038; Hitler">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/02/hirndoping-paperdoping-hitler/">Hirndoping, Paperdoping &#038; Hitler</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2013/02/Car-sharing-Hitler.jpg"><img decoding="async" class="alignright  wp-image-2801" style="border: 0px none;" alt="When you ride alone, you ride with Hitler!" src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2013/02/Car-sharing-Hitler-232x300.jpg" width="139" height="180" /></a><strong>Substanzen, die bessere Konzentration und maximale Prüfungsleistungen versprechen, gehören für jeden fünften Studenten zum Unialltag. Das ist das interessante Ergebnis einer aktuellen Studie. Verwunderlich sind solche Zahlen nicht: das Zeitalter der Selbstoptimierung hat längst begonnen.</strong></p>
<p>Aber nicht nur der träge Geist ist Gegenstand von Optimierungsversuchen. Auch die Produkte der akademischen Tretmühle wollen und sollen optimal vermarktet werden. &#8222;Academic Search Engine Optimization&#8220; lautet hier das Stichwort. Und am Ende wirbt Hitler für die Bildung von Fahrgemeinschaften.</p>
<p class="zwischenueberschrift">Neuro-Enhancement: Dem Geist auf die Sprünge helfen</p>
<p><span class="initial_klein">S</span>eit mindestens 4-5 Jahren wird immer wieder über die Möglichkeiten des Neuro-Enhancement diskutiert. Daß sich bestimmte Substanzen wie Ritalin, Amphetamine oder natürlich auch profanes Koffein auf die kognitive Leistungsfähigkeit auswirken, ist unbestritten. Unklar ist freilich, welche (Neben-)folgen ein solchermaßen betriebenes Hirndoping hat und wie verbreitet es ist.</p>
<p>Eine aktuelle deutsche Studie, an der immerhin 2569 Studenten teilgenommen haben, liefert jetzt eine interessantes Ergebnis: 23,7% der männlichen Studenten und 17% der Studentinnen gaben im Fragebogen an, daß sie in den letzten Monaten zu leistungsfördernden Substanzen gegriffen haben. Leider bleibt die Studie die Antwort schuldig, wie regelmäßig das passiert.</p>
<p>Mehr dazu:</p>
<ul>
<li>SpiegelOnline: <a  href="http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/hirndoping-jeder-fuenfte-student-nimmt-mittel-zu-leistungssteigerung-a-880810.html">Neue Studie zu Hirndoping: Jeder fünfte Student putscht sich auf</a>, 31. Januar 2013</li>
<li>Dietz, P. et. al.: <a  href="http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/phar.1166/abstract">Randomized Response Estimates for the 12-Month Prevalence of Cognitive-Enhancing Drug Use in University Students, in: Pharmacotherapy</a>, DOI: 10.1002/phar.1166.</li>
</ul>
<p class="zwischenueberschrift">Lesetipp: Blogprojekt zum Thema Hirn-Doping</p>
<p><span class="initial_klein">E</span>in wirklich empfehlenswertes Blogprojekt zum selben Thema findet man derzeit übrigens unter www.hirn-sturm.de. Blogautoren sind Wissenschaftsjournalismus-Studenten der Hochschule Darmstadt. Und es ist wirklich sehenswert, was dort zu sehen ist. Da gibt es <a  href="http://www.hirn-sturm.de/category/sachlage/">kurze Infotexte zu bestimmten Medikamenten und ihrer Wirkungsweise</a>, Interviews mit Experten und toll gemachte Erklärvideos. Zum Start empfehle ich einfach mal das Statement von Ranga Yogeshwar zum Thema und das Interview mit dem Technikphilosophen Alfred Nordmann:</p>
<ul>
<li><a  href="http://www.hirn-sturm.de/ranga-yogeshwar-hirn-sturm-de-fordert-einen-wichtigen-diskurs/">Ranga Yogeshwar: hirn-sturm.de fördert einen wichtigen Diskurs</a></li>
<li>Interview mit Alfred Nordmann: <a  href="http://www.hirn-sturm.de/die-scham-des-menschen-nicht-so-gut-zu-sein-wie-eine-maschine/">„Die Scham des Menschen, nicht so gut zu sein wie eine Maschine“</a></li>
</ul>
<p>Und natürlich das tolle Video &#8222;Was ist eigentlich Neuro-Enhancement?&#8220; von Jasmin Krenzer und Claudia Baier:</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/sUPfTNl8Fqo?rel=0" height="326" width="580" allowfullscreen="" frameborder="0"></iframe></p>
<div id="Punkte"></div>
<p class="zwischenueberschrift">Suchmaschinenoptimierung für Fachartikel</p>
<p><span class="initial_klein">P</span>ublikationen sind ja vielleicht die zentrale Währung im akademischen Betrieb.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/02/hirndoping-paperdoping-hitler/#footnote_0_2796" id="identifier_0_2796" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Und insofern besch&auml;digt das geh&auml;ufte Auftauchen von &bdquo;Falschgeld&ldquo; in Form plagiierter Abschlu&szlig;arbeiten das System an einer neuralgischen Stelle.">1</a> Publikationen sind die Referenzpunkte, auf die mit guten Gründen Bezug genommen wird, sie bereichern die individuelle Publikationsliste und erhöhen somit die Karrierechancen. Und sie sind natürlich auch Rechtfertigung und Arbeitsbeleg gegenüber Geldgebern für die jeweiligen Forschung. Umso erstaunlicher, daß verhältnismäßig wenig Aufwand betrieben wird, um seine Fachaufsätze optimal zu positionieren.</p>
<p>Klar, mitentscheidend (für Prestige und Sichtbarkeit) ist zunächst die Zeitschrift, in der man den Aufsatz veröffentlicht. Aber damit ist es eigentlich nicht getan. Christian Reinboth zeigt, wie Veröffentlichungen auf Institutswebsites oder akademischen Social Networks plaziert werden können, um auffindbar zu sein. Ich kann mir gut vorstellen, daß das die Chance zitiert zu werden, deutlich steigern kann.</p>
<ul>
<li>Reinboth, Christian: <a  href="http://harzoptics.wordpress.com/2013/01/28/wie-lassen-sich-eigene-publikationen-uber-google-scholar-auffindbar-machen/">Wie lassen sich eigene Publikationen über Google Scholar auffindbar machen?</a>, 28.1.2013</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<div id="Punkte"></div>
<figure id="attachment_2801" aria-describedby="caption-attachment-2801" style="width: 242px" class="wp-caption alignright"><img fetchpriority="high" decoding="async" class=" wp-image-2801 " alt="When you ride alone, you ride with Hitler!" src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2013/02/Car-sharing-Hitler.jpg" width="252" height="325" srcset="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2013/02/Car-sharing-Hitler.jpg 360w, https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2013/02/Car-sharing-Hitler-310x400.jpg 310w" sizes="(max-width: 252px) 100vw, 252px" /><figcaption id="caption-attachment-2801" class="wp-caption-text">When you ride alone, you ride with Hitler!</figcaption></figure>
<p class="zwischenueberschrift">Mit Hitler für Fahrgemeinschaften</p>
<p><span class="initial_klein">W</span>ir sind hier im Internet und insofern im Geltungsbereich von &#8222;Godwin&#8217;s Law&#8220;. Früher oder später muß ich also notgedrungen auf Hitler zu sprechen kommen. Und wer über Hitler spricht oder schreibt, der kommt seinerseits nicht um die Erwähnung von Autobahnen herum. Und somit wären wir fast schon beim Thema: Hitler und der Straßenverkehr!</p>
<p>Letzte Woche ist mir zufällig das rechts abgebildete Plakat aus dem Jahr 1943 begegnet. Der renommierte Werbegrafiker Weimer Pursell hat dieses Propaganda-Plakat gezeichnet, über das wir heute schmunzeln. Ob es in Nazi-Deutschland ähnliche Plakate gegeben hat? Saß da vielleicht Stalin auf der Rückbank? Egal: ich finde Car-Sharing klasse und frage mich, weshalb es zuletzt so ruhig um dieses Thema geworden ist. Fehlt vielleicht eine knackige Kampagne? Ich hätte da vielleicht eine Idee&#8230; ;-)</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_2796" class="footnote">Und insofern beschädigt das gehäufte Auftauchen von &#8222;Falschgeld&#8220; in Form plagiierter Abschlußarbeiten das System an einer neuralgischen Stelle.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/02/hirndoping-paperdoping-hitler/">Hirndoping, Paperdoping &#038; Hitler</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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		<title>Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 09</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-09/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Aug 2007 13:06:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tonspuren]]></category>
		<category><![CDATA[Popkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Rockmusik]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/14/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-09/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Als Journalist in einem etablierten Print-Medium über die Blogosphäre zu berichten ist durchaus riskant. Wie man inzwischen weiß, ist man auf beiden Seiten recht dünnhäutig. Das mag seitens der Journalisten an mangelnder Recherche und teilweise an Mißverständnissen liegen, aufgrund schlechter Erfahrungen ist man seitens der Blogger einigermaßen empfindlich, vielleicht manchmal etwas zu sensibel, wenn wieder ... <a title="Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 09" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-09/" aria-label="Mehr Informationen über Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 09">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-09/">Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 09</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" width="240" height="177" align="right" style="border: 1px solid rgb(136, 136, 136); margin: 6px; padding: 1px;" alt="Fundstuecke_01c.jpg" src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2007/05/Fundstuecke_01c.jpg" />Als Journalist in einem etablierten Print-Medium über die Blogosphäre zu berichten ist durchaus riskant. Wie man inzwischen weiß, ist man auf beiden Seiten recht dünnhäutig. Das mag seitens der Journalisten an mangelnder Recherche und teilweise an Mißverständnissen liegen, aufgrund schlechter Erfahrungen ist man seitens der Blogger einigermaßen empfindlich, vielleicht manchmal etwas zu sensibel, wenn wieder ein Kommentar erscheint. </p>
<p>Ganz aktuell wird an vielen Stellen [etwa <a target="_blank" href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/in-der-sz-nichts-neues/" rel="noopener noreferrer">hier</a>, <a href="http://www.media-ocean.de/2007/08/14/sz-strategie-scheis-artikel-gute-resonanz/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> und<a target="_blank" href="http://www.spitblog.de/2007/08/13/wenn-menschen-ueber-dinge-schreiben/" rel="noopener noreferrer"> hier</a>] über den Artikel von Johannes Boie diskutiert, der am Samstag in der Süddeutschen Zeitung abgedruckt war [<a target="_blank" href="http://www.sueddeutsche.de/computer/artikel/865/127661/" rel="noopener noreferrer">hier</a>]. Der Text war &#8211; um ehrlich zu sein &#8211; recht belanglos. Der Einstieg bzw. Aufhänger, der die fehlende gesellschaftliche Relevanz von Blogs illustrieren sollte, war schlecht gewählt. Abgesehen davon, trafen einige Bemerkungen des Autors aber nach meinem Dafürhalten zu. Allerdings tat sich Boie keinen Gefallen damit, den Blogspezialisten Jan Schmidt mißverständlich zu zitieren. Eine Chronologie des Falles hat inzwischen Benedikt <a target="_blank" href="http://www.eigenarbeit.org/pop/popjahr2007/08/13/irrelevanz-und-selbstreferentialitat-chronologie-einer-debatte/" rel="noopener noreferrer">im Poplog</a> erstellt und Jan Schmidt nimmt im Bamblog <a target="_blank" href="http://www.bamberg-gewinnt.de/wordpress/archives/810" rel="noopener noreferrer">Stellung</a>. Naja, die Wogen werden sich wieder glätten und ich bin gespannt, ob und bis irgendwann FAZ, ZEIT oder SZ einen Blogtext einstellen, der in der Blogsphäre auf Beifall stößt. Abwarten&#8230; bis dahin gilt es folgende Webfundstücke und Links zu beachten.</p>
<p>&nbsp;</p>
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<p><font size="5" color="#888888">»</font><font size="5"><font size="5" color="#888888">1.</font> </font>Bevor ich einige Musik- und Popkulturtipps aufführen werde, beginnt die heutige Sammlung mit einem interessanten Artikel des Wissenschafts-, Technik- und Medientheoretikers Andreas Metzner-Szigeth.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-09/#footnote_0_73" id="identifier_0_73" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Prof. Dr. Andreas Metzner-Szigeth ist seit Okt. 2004 Inhaber des Gastlehrstuhls f&uuml;r Wissenschafts-,&nbsp; Technik- &amp; Gesellschaftsstudien an der Universidad del Pa&iacute;s Vasco in San Sebasti&aacute;n, Spanien. Ansonsten lehrt er als Privatdozent f&uuml;r Soziologie (seit April 2001) am FB Erziehungswissenschaft und Sozialwissenschaften der Universit&auml;t M&uuml;nster.">1</a> Vor wenigen Tagen stellte &quot;sic et non&quot; [Zeitschrift für Wissenschaft und Kultur im Netz] seinen Artikel &quot;<a href="http://www.sicetnon.org/modules.php?op=modload&amp;name=PagEd&amp;file=index&amp;topic_id=11&amp;page_id=585" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Internet &amp; Gesellschaft: Ein humanes Projekt?</a>&quot; ein. Wer sich etwas grundsätzlicher mit dem Web, seinen Strukturen, Logiken und Auswirkungen in und auf die Gesellschaft auseinandersetzen möchte, ist hier gut aufgehoben. Metzner-Szigeth beschreibt die Motivation zu diesem Text wie folgt: </p>
<blockquote>
<p>Als Ausgangspunkt dieses Beitrags dient keine Frage, sondern ein Wunsch &#8211; nämlich der zu begreifen, womit wir es eigentlich zu tun haben, wenn wir von dem Internet reden. Immerhin&nbsp;&nbsp; handelt&nbsp;&nbsp; es&nbsp;&nbsp; sich&nbsp;&nbsp; hierbei&nbsp;&nbsp; um&nbsp;&nbsp; ein&nbsp;&nbsp; Phänomen,&nbsp;&nbsp; mit&nbsp;&nbsp; dem&nbsp;&nbsp; sehr&nbsp;&nbsp; viele Assoziationen&nbsp;&nbsp; verbunden&nbsp;&nbsp; werden.</p>
</blockquote>
<p>Für die bloggenden Praktker hält der Artikel sicher einige ungewohnte Gedanken bereit. Die aufgeworfenen Fragen und (angedachten) Antworten sind jedenfalls lesens- und bedenkenswert:</p>
<blockquote>
<p>Das Internet ist etwas Technisches, gleichzeitig aber auch etwas Mediales. Vor dem Hintergrund der Charakterisierung des Internet mit Hilfe von Metaphern und Abstraktionen ist zu diskutieren, ob es dabei bleiben kann. Muss darüber nicht vielmehr in den Dimensionen der Kultur und des Sozialen nachgedacht werden?</p>
</blockquote>
<p>Metzner-Szigeth, Andreas (2007): <a href="http://www.sicetnon.org/modules.php?op=modload&amp;name=PagEd&amp;file=index&amp;topic_id=11&amp;page_id=585" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Internet &amp; Gesellschaft: Ein humanes Projekt?</a>, in: sic et non.</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><font size="5" color="#888888">»</font><font size="5"><font size="5" color="#888888">2.</font>&nbsp;</font> Der Sommer kommt immer noch nicht in die Gänge und bei den Stagediven ist die Wahl zum Sommerhit des Jahres <a target="_blank" href="http://www.die-stagediven.de/wp/2007/08/14/der-schone-sommerhit/" rel="noopener noreferrer">bereits abgeschlossen</a>. Vielleicht ist es auch dem wechselhaften Wetter und bewölkten Himmel zuzuschreiben, daß kein Strand- und Bikiniknaller das Rennen gemacht hat.<a  target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cornelia_Froboess" rel="noopener noreferrer"> Conny Froboess</a> hätte es wohl schwer gehabt. Gewonnen haben mit einem recht knappen Vorsprung vor Malajube: *Trommelwirbel* &#8211; Tocotronic mit Kapitulation. </p>
<p>Und das, obwohl ich selbst nicht einmal abgestimmt habe &#8211; auf dem Siegertreppchen befinden sch wie folgt:</p>
<blockquote>
<p>1. Tocotronic &#8211; Kapitulation [47 Stimmen]<br />2. Malajube &#8211; Pate Filo [43 Stimmen] <br />3. Maximo Park &#8211; Books from boxes [33 Stimmen]</p>
</blockquote>
<p>Trotz allem: meiner Meinung nach ein verdienter Erfolg. Wenn auch nochmals darauf verwiesen sei, daß das gesamte Album von Tocotronic eine ganze Reihe von hochkarätigen Songs bereithält. Allein das abschließende &quot;Explosion&quot; rechtfertigt einen Kauf der Platte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li>Wissenswerkstatt: <a target="_blank" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/07/06/kapitulation-weshalb-schwaeche-nicht-schwaeche-sondern-triumph-ist-tocotronic-fuehren-ihre-jugendbewegung-in-neues-licht/" rel="noopener noreferrer">Kapitulation » Weshalb Schwäche nicht Schwäche, sondern Triumph ist</a>. Tocotronic führen ihre Jugendbewegung in neues Licht, 6. Juli 2007 </li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><font size="5" color="#888888">»3</font><font size="5"><font size="5" color="#888888">.</font> </font>Weiter im Takt, weiter mit Musik: ein wirklich ausgesprochen schönes, nostalgisches Musikvideo hat wieder einmal Beirut mit dem Gulag Orkestar produziert. Und, da das Lied selbst ebenfalls bezaubernd und charmant ist, wird dieses Kleinod auch sofort hier eingestellt. Fürs Finden und Verlinken geht Dank an <a target="_blank" href="http://www.nicorola.de/?p=2896" rel="noopener noreferrer">Nicorola</a>. </p>
<p></p>
<p><object width="425" height="350"><param value="http://www.youtube.com/v/RjzVbXeD_8E" name="movie" /><param value="transparent" name="wmode" /><embed width="425" height="350" wmode="transparent" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/RjzVbXeD_8E" /></object></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ein klein wenig mehr Infos finden sich übrigens hier:</p>
<ul>
<li>Wonschewski, David: <a target="_blank" href="http://www.spiegel.de/kultur/musik/0,1518,448447,00.html" rel="noopener noreferrer">Amerikas Balkanisierung</a>, SpiegelOnline, 22.11.2006</li>
</ul>
<p>Empfohlen sei auch:</p>
<ul>
<li>&nbsp;Beirut: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000IJ7MCC?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B000IJ7MCC">Gulag Orkestar </a>(2006)</li>
</ul>
<hr width="100%" size="1" />
<p><font size="5" color="#888888">»</font><font size="5"><font size="5" color="#888888">4.</font> </font>In seiner überaus ambitionierten und kenntnisreichen Darstellung der kanadischen Musikszene widmet sich Benedikt <a href="http://www.eigenarbeit.org/pop/popjahr2007/08/13/kanadaserie-platz-3-godspeed-you-black-emperor/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">heute im Poplog</a> heute der Postrockband &quot;<a  target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Godspeed_You%21_Black_Emperor" rel="noopener noreferrer">Godspeed You! Black Emperor</a>&quot;. Da ich Godspeed neben bspw. <a  target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mogwai" rel="noopener noreferrer">Mogwai</a> sehr, sehr schätze und das im Artikel erwähnte und gelobte Album &quot;Lift Your Skinny Fists Like Antennas To Heaven&quot; seit vielen Jahren mein Eigen nenne, sei auf diesen Beitrag verwiesen. Denn wie Benedikt festellt:</p>
<blockquote>
<p>2000 erschien dann das Doppelalbum “Lift Your Skinny Fists Like Antennas To Heaven“, das insgesamt nur vier “Songs” enthält, mit denen die Band nun aber auch in einer etwas breiteren Indie-Öffentlichkeit international bekannt wurde. Außerdem enthält dieses Album mit “Storm” einen Track, der sich in epischer Breite in himmlische Sphären hocharbeitet und meiner Ansicht nach zu einem der besten Indieinstrumentals gehört, die je geschrieben wurden&#8230;</p>
</blockquote>
<p>MTreffender könnte ich das auch nicht schreiben. Was tatsächlich häufig unbekannt ist und ich selbst inzwischen fast vergessen habe, ist der gesellschaftskritische Anspruch der Band:</p>
<blockquote>
<p>Leider wird allzu oft der politische Gehalt von Godspeed ausgeblendet, obwohl es sich dabei um einen der spannendsten Aspekte der Band handelt. Die langen, hypnotischen Songs der Artrockband sollen schließlich nicht allein dem Geschmack der Indieszene entsprechen, sondern immer wieder auch als Kommentare zur aktuellen Lage in Wirtschaft und Politik gelesen werden &#8211; wenn nicht gar als Aufforderung zum Widerstand gegen den neoliberalen Kapitalismus.</p>
</blockquote>
<p>Wer noch weitere Infos will, bitte bei Benedikt weiterlesen. Empfohlen sei hier nur das erwähnte Meisterwerk:</p>
<ul>
<li>Godspeed You! Black Emperor: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B00004ZD69?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B00004ZD69">Lift Your Skinny Fists Like Antennas To Heaven</a> (2002) </li>
</ul>
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<hr width="100%" size="1" />
<p><font size="5" color="#888888">»5</font><font size="5"><font size="5" color="#888888">.</font> </font>So, nun sind diese Querverweise komplett und ich sehe, daß im eingangs erwähnten Streit um den SZ-Artikel nun nochmals Jan Schmidt <a target="_blank" href="http://www.bamberg-gewinnt.de/wordpress/archives/811" rel="noopener noreferrer">einen Kommentar</a> geschrieben hat. Er thematisiert etwas grundsätzlicher die Schwierigkeit den eigenen fachlich-wissenschaftlichen Standpunkt in einem kurzen Interview zu vermitteln. Oftmals werde er ganz gezielt nach bestimmten &quot;O-Tönen&quot; gefragt und der jeweilige Journalist wisse im Vorfeld bereits, was er hören wolle.</p>
<p>Insgesamt schätzt Jan aber die Möglichkeiten, die sich insbesonders durch die Kommentarfunktion in Blogs ergeben; denn diese ermöglichen eben im Notfall auch, daß man die eigene Aussage korrigiert bzw. die richtigen Kontexte nennt, um nicht mißverstanden zu werden. Bislang war das aber nach seiner Darstellung kaum einmal nötig &#8211; überwiegend recherchieren und schreiben die Kollegen der Printmedien also durchaus solide. Dennoch sei es ein Gewinn, wenn man nach Veröffentlichung eines Beitrags nochmal &quot;<em>eingreifen</em>&quot; könne&#8230;</p>
<blockquote>
<p>Persönlich empfinde ich das als Absicherung: Sollte ich irgendwann einmal das Gefühl haben, komplett sinnentstellend zitiert zu werden, könnte ich meine Sicht der Dinge darlegen und notfalls darauf verweisen. Für meine Leser/innen ist es hoffentlich eine interessante Ergänzung zu Themen, die sich einfach nicht in zwei kurzen Statements abhandeln lassen.</p>
</blockquote>
<ul>
<li>Schmidt, Jan (2007): <a target="_blank" href="http://www.bamberg-gewinnt.de/wordpress/archives/811" rel="noopener noreferrer">Mal was grundsätzliches zu Interviews</a>. In: Bamblog [Weblog], 13. August 2007. Online-Publikation: http://www.bamberg-gewinnt.de/wordpress/archives/811. Abrufdatum: 14. August 2007</li>
<li>Temporärlink für Jochen: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3446410090?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3446410090">Einstieg in das Programmieren mit MATLAB&#8230;</a></li>
</ul>
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<p><!--adsense#Banner_Breit_01--></p>
<p>&nbsp;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_73" class="footnote">Prof. Dr. Andreas Metzner-Szigeth ist seit Okt. 2004 Inhaber des Gastlehrstuhls für Wissenschafts-,&nbsp; Technik- &amp; Gesellschaftsstudien an der Universidad del País Vasco in San Sebastián, Spanien. Ansonsten lehrt er als Privatdozent für Soziologie (seit April 2001) am FB Erziehungswissenschaft und Sozialwissenschaften der Universität Münster.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-09/">Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 09</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Charmante Leichenfledderei » Erdmöbel bitten zum Tanz</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2007/05/charmante-leichenfledderei-erdmoebel-bitten-zum-tanz/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 May 2007 17:19:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Tonspuren]]></category>
		<category><![CDATA[Popkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Popmusik]]></category>
		<category><![CDATA[Rockmusik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Geschichte der Popmusik ist eine Geschichte voller Mißverständnisse. Am weitesten verbreitet ist der bedauerliche Irrglaube, daß sich die Qualität von Musik an deren Hitparadenposition ablesen ließe. Dicht gefolgt von der Annahme, ein erfolgreicher Song müsse nach spätestens einer Saison den gequälten Formatradiokonsumenten erneut in die Gehörgänge geschleust werden; diesmal freilich in der glitzernden Verpackung ... <a title="Charmante Leichenfledderei » Erdmöbel bitten zum Tanz" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/05/charmante-leichenfledderei-erdmoebel-bitten-zum-tanz/" aria-label="Mehr Informationen über Charmante Leichenfledderei » Erdmöbel bitten zum Tanz">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/05/charmante-leichenfledderei-erdmoebel-bitten-zum-tanz/">Charmante Leichenfledderei » Erdmöbel bitten zum Tanz</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Geschichte der Popmusik ist eine Geschichte voller Mißverständnisse. Am weitesten verbreitet ist der bedauerliche Irrglaube, daß sich die Qualität von Musik an deren Hitparadenposition ablesen ließe. Dicht gefolgt von der Annahme, ein erfolgreicher Song müsse nach spätestens einer Saison den gequälten Formatradiokonsumenten erneut in die Gehörgänge geschleust werden; diesmal freilich in der glitzernden Verpackung einer aufgepeppten Coverversion.</p>
<p><strong>Die ganze wahre Wahrheit erfolgreicher Popmusik </strong>&nbsp;</p>
<p>Es wird nun allerhöchste Zeit, um mit diesen Mythen der Populärkultur abzurechnen. Denn erstens:<strong> kein einziger Charterfolg korreliert in irgendeiner Weise mit einer Eigenschaft, die auch nur im entferntesten Sinne als Qualität, Niveau oder Kunst aufzufassen wäre.</strong> Die Spitzenposition eines Songs in der Verkaufszahlenrangliste resultiert einzig und allein aus dem Umstand, daß irgendein nichtsnutziger Praktikant in einer beliebigen Musikredaktionsstube dieser Republik beim Durchhören der unzähligen CDs, die von den Plattenfirmasklaven schubkarrenweise angeliefert werden, schließlich bei einem Song, der ihm durchschnittlich und banal genug erscheint, um in die Heavy-Rotation seines Senders eingespeist zu werden, ein Kreuzchen macht. </p>
<p>Dieses Kreuzchen wird von den Redaktionspraktikanten allerdings nur an den Rand solcher Titel gesetzt, bei denen sie mit hinreichender Sicherheit davon ausgehen können, daß sie die Radiohörer keinesfalls aus dem Büroschlaf hochschrecken lassen oder sonstwie irritieren.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/05/charmante-leichenfledderei-erdmoebel-bitten-zum-tanz/#footnote_0_33" id="identifier_0_33" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ausnahmen bilden ausschlie&szlig;lich Songs lateinamerikanischer K&uuml;nstler, f&uuml;r die die Redaktionssekret&auml;rin schw&auml;rmt und die ihre Schw&auml;rmerei dem Praktikanten gebeichtet hat. Dieser versucht durch das Ankreuzen der jeweiligen Titel seine eigenen Chancen auf ein Rendezvous zu verbessern.">1</a> <strong>Denn, die ausschlaggebenden Kriterien, denen zufolge Hits <em>gemacht</em> werden, sind Überraschungsfreiheit, Innovationsferne und v.a. die Hörgewohnheitsadäquanz.</strong> Da die Hörgewohnheiten der überwiegenden Mehrheit der fraglichen Zielgruppe bereits zuverlässig auf ein enttäuschungsfestes Minimalniveau nivelliert sind,<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/05/charmante-leichenfledderei-erdmoebel-bitten-zum-tanz/#footnote_1_33" id="identifier_1_33" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Dies ist in Anbetracht der jahrelangen Berieselung mit Klangerzeugnissen aus den geheimen Hinterhoftonstudios von Bon Jovi, Britney Spears oder Shakira kaum anders zu erwarten.">2</a> ist das herausragende Merkmal jedes künftigen Charthits, daß er sich nahtlos in den gewohnen Musikeinheitsbrei einpaßt.</p>
<p><strong>Insuffizienzen der auditiven Mnemonik &nbsp;</strong></p>
<p>Nun aber zur Widerlegung des zweiten popmusikalischen Irrglaubens, der Coverversionen wahlweise als besonderen Ehrerweis gegenüber den Interpreten früherer Tage oder aber als Gütesiegel erachtet. Dabei ist es mehr als rätselhaft, daß sich überhaupt vernunftbegabte Zeitgenossen finden, die voller Glückseligkeit eine mit nervösen Beats unterlegte Neuauflage eines abgeschmackten Tom-Jones-Krachers käuflich erwerben, obwohl sie die kaum davon unterscheidbare Originalversion bereits im heimischen CD-Regal stehen haben. </p>
<p>Dieses Phänomen ist ausschließlich einer sonderbaren Doppelinsuffizienz der auditiven Verarbeitungsprozesse zuzuschreiben, unter der offenbar die meisten Hit-Radio-Hörer leiden. Einerseits ist bei ihnen das explizite Hörerinnerungsvermögen nur äußerst schwach ausgeprägt, so daß ihnen der wiederholte Aufguß der meist schwer erträglichen Songs nicht weiter auf- und mißfällt. Andererseits zeichnet sie ein äußerst sensibles implizites Hörgedächtnis aus; dies führt im Ergebnis dazu, daß die auditiven Zentren der Hörverarbeitung (sobald die ersten Takte einer Coverversion die Gehörgänge umschmeicheln) sofort ganze Kanonensalven in Richtung des Areals der Großhirnrinde feuern, das für sentimentale Gefühlswallungen verantwortlich ist. Dort werden also schlagartig wohlige Gefühle der Gewohnheit, Bekanntheit, Zuverlässigkeit und Heimat aktiviert. </p>
<p>Das Hören einer Coverversion belohnt uns also kraft derselben perfiden Strategie wie unser täuschungsanfälliges Geschmacksorgan, das uns frohlocken läßt, wenn Mutti mal wieder ihren berühmten Kartoffeleintopf zubereitet hat, der allerdings jedem, der mit dem Genuß des Eintopfs nicht ebenfalls die sonnig-unbeschwerten Tage der Kindheit assoziiert, sofort den Brechreiz hochsteigen läßt.</p>
<p><strong>Die Annäherung an die nivellierte Geschmacksunterschicht</strong></p>
<p>Zusammenfassend: was also beklatscht wird und in den Top Ten zu finden ist, ist entweder der verhängnisvollen Koalition zwischen unserer auditiven Vergeßlichkeit und unserer Erinnerungsduselei zuzuschreiben (unter diesen Umständen handelt es sich um Coversongs), oder es handelt sich um Popsongs, die genau die skizzierten Prozesse zu simulieren verstehen: also dadurch, daß sie sich vom bekannten Allerlei nur in homöopathischen Nuancen unterscheiden, wecken sie die bekannt wohligen Gefühle (dann sprechen wir von Charterfolgen, obwohl es sich um keine dezidierte Coverversion handelt). </p>
<p>Was wir also tagtäglich in den Radios und Musiksendern vorgesetzt bekommen, ist &#8211; man kann es nicht oft genug wiederholen &#8211; der kleinste gemeinsame Nenner aller Geschmacksvorlieben und -gewohnheiten. Meistens tut das nicht weh, dazu liegt die Reizintensität des weichgespülten Mainstreams zu niedrig, aber häufig ist es schlicht unerheblich und ärgerlich. Es ist dasselbe Spiel wie beim Fastfood: was in den Pommes- und Burgerbratstuben über den Tresen geht, macht satt und es wird einem selten übel. Dennoch käme wohl kaum jemand auf die Idee zu behaupten, im industriell genormten Big Mäc erreiche die abendländische Kulinarik ihre raffinierteste Ausprägung.<br />Es bleibt dabei: Coverversionen altbekannter Gassenhauer sind niemals raffiniert, sondern allenfalls Indiz eigener Ideenlosigkeit. </p>
<p><strong>Wie man in den Schuhen von Audrey Hepburn auf den Schultern von Giganten steht</strong></p>
<p>Am 25. Mai 2007 wird in den Platten- und Musikalienkaufhäusern ein Album der Kölner Band &quot;<a  target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Erdm%C3%B6bel_%28Band%29&amp;oldid=31683126" rel="noopener noreferrer">Erdmöbel</a>&quot; stehen, das ausschließlich Coverversionen enthält. Und &#8211; das vorweg &#8211; dieses Album ist unbedingt hörenswert! Es ist das vermutlich charmanteste Album des Jahres, da hier popmusikalische Leidenschaft mit einer feinen Prise Ironie versehen ist. Ausgangsmaterial, an dem sich die vier Bandmitglieder von Erdmöbel zu schaffen machen, sind verschiedenste Nummer-1-Hits der Jahre 1965 bis 2001. Hier trifft Kylie Minogue mit den Bee Gees zusammen und auf Robbie Williams folgt Nirvana.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/05/charmante-leichenfledderei-erdmoebel-bitten-zum-tanz/#footnote_2_33" id="identifier_2_33" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Kurt Cobains &quot;Smells like teen spirit&quot; wird, kaum &uuml;berraschend, zu &quot;Riecht wie Teen Spirit&quot; umgetextet. H&ouml;renswert! Das Epigonentum wird auch hier und hier anerkannt.">3</a> Schon allein die Auswahl dieser Interpreten (denen außer ihrer ehemaligen Hitparadenspitzenposition nichts gemeinsam ist) lädt zu Reflexionen über Zeitläufte und Konjunkturen der Popgeschichte ein.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" width="300" height="200" align="right" src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2007/05/Erdmoebel_2007b.jpg" alt="Erdmoebel_2007b.jpg" style="border: 1px solid rgb(120, 120, 120); margin: 5px; padding: 1px;" /> Insgesamt ist das Album ein erfreuliches Zuckerl für die doch arg dahinsiechende Deutschpopgemeinde. <a href="http://www.welt.de/kultur/article886147/Was_geht_Muschikatz.html" target="_blank"  rel="noopener noreferrer">Diejenigen</a>, die <a target="_blank" href="http://www.die-stagediven.de/wp/2007/04/15/top-of-the-pops/" rel="noopener noreferrer">vorab</a> schon einmal reinhören durften, sind <a target="_blank" href="http://www.soundbase-online.com/erdmoebel-no1-hits" rel="noopener noreferrer">sehr angetan</a>. Und die Singleauskopplung &quot;Aus meinem Kopf&quot; besticht nicht nur durch Ohrwurmpotential, sondern auch durch ein <a target="_blank" href="http://www.youtube.com/watch?v=QhCbnXw2PqA&amp;mode=related&amp;search=" rel="noopener noreferrer">elegant-amüsantes Video</a><a target="_blank" href="http://www.youtube.com/watch?v=QhCbnXw2PqA&amp;mode=related&amp;search=" rel="noopener noreferrer">.</a></p>
<p> Der Interpretationsduktus der einzelnen Titel schließt an die letzte Platte von Erdmöbel (&quot;Für die nicht wissen wie&quot;, 2005) an, die sich deutlich an Easy-Listening-Vorbildern orientierte. Mir persönlich scheinen erfreulicherweise auch wieder Elemente enthalten zu sein, die beispielsweise das zweite Album (&quot;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/B00002DE9E?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=B00002DE9E" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Erste Worte nach Bad mit Delfinen</a>&quot;, 1999) auszeichneten. Allen Liedern gemein ist der klare Gesang von Markus Berges, der über dem gefälligen Sound des Quartetts zu schweben scheint.&nbsp;</p>
<p>Einen sowohl raffinierten, wie auch ungemein charmanten <a href="http://www.roteraupe.de/index.php?site=neues&amp;id=696" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wettbewerb</a> riefen Erdmöbel zum Start ihres Albums ins Leben. Zwecks Musikcliperstellung zu insgesamt fünf Songs der Platte &quot;No. 1 Hits&quot; riefen sie folgendermaßen zur Teilnahme am Videowettbewerb auf: </p>
<blockquote><p>&quot;&#8230;. erdmöbel präsentieren ein album voller no.1 hits. auf deutsch und in<br />
ganz neuen erdmöbelversionen lauter songs, die jeder kennt. von kylie<br />
minogue über die vengaboys bis zu nirvana. kopfschütteln, gänsehaut,<br />
tanzen, lachen, weinen. das lässt keinen kalt. und darum seid jetzt ihr<br />
dran!</p>
<p>zückt das fotohandy, bringt die videokamera in<br />
stellung, fahrt das gute alte photoshop hoch – was auch immer ihr<br />
braucht, um ein video zu gestalten, das es dem betrachter unmöglich<br />
macht, es nicht weiterzureichen. die einzige bedingung: einer von fünf<br />
no.1 hits aus unserem im mai erscheinenden album spielt eine rolle in<br />
eurem werk!&quot;</p></blockquote>
<p>Und die <a target="_blank" href="http://loeweninternet.blogspot.com/2007/05/erdmbel.html" rel="noopener noreferrer">ersten</a> Resultate sind, wie man sich denken kann, zauberhaft. Bei Youtube läßt sich eine ganze Reihe an Wettbewerbsbeiträgen ansehen, als Appetithäppchen hier ein Video zu &quot;Fahler als nur fahl&quot; (die kongeniale Interpretation von <a  target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Procol_Harum" rel="noopener noreferrer">Procol Harums</a> &quot;A whither shade of pale&quot;):&nbsp;&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><object width="425" height="350"><param value="http://www.youtube.com/v/jtqgshygn3o" name="movie" /><param value="transparent" name="wmode" /><embed width="425" height="350" wmode="transparent" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/jtqgshygn3o" /></object></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Link- und CD-Tipps:</strong></p>
<ul>
<li><a target="_blank" href="http://www.erdmoebel.de/" rel="noopener noreferrer">Offizelle Website</a> von Erdmöbel&nbsp;</li>
<li>Erdmöbel <a target="_blank" href="http://www.myspace.com/erdmoebel" rel="noopener noreferrer">MySpace-Seite</a></li>
<li>Erdmöbel (1999): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B00002DE9E?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=B00002DE9E" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Erste Worte nach Bad mit Delfinen</a></li>
<li>Erdmöbel (2003): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B00008S0DK?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=B00008S0DK" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Altes Gasthaus Love</a></li>
<li>Erdmöbel (2005): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B0009WPCMA?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=B0009WPCMA" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Für die nicht wissen wie&nbsp;</a></li>
<li>Erdmöbel (2007): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000MTFF72?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=B000MTFF72" target="_blank" rel="noopener noreferrer">No. 1 Hits </a>&nbsp;</li>
</ul>
<hr width="100%" size="1" />
<p>&nbsp;</p>
<p><!--adsense#Banner_Breit_01--></p>
<p>&nbsp;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_33" class="footnote">Ausnahmen bilden ausschließlich Songs lateinamerikanischer Künstler, für die die Redaktionssekretärin schwärmt und die ihre Schwärmerei dem Praktikanten gebeichtet hat. Dieser versucht durch das Ankreuzen der jeweiligen Titel seine eigenen Chancen auf ein Rendezvous zu verbessern.</li><li id="footnote_1_33" class="footnote">Dies ist in Anbetracht der jahrelangen Berieselung mit Klangerzeugnissen aus den geheimen Hinterhoftonstudios von Bon Jovi, Britney Spears oder Shakira kaum anders zu erwarten.</li><li id="footnote_2_33" class="footnote">Kurt Cobains &quot;Smells like teen spirit&quot; wird, kaum überraschend, zu &quot;Riecht wie Teen Spirit&quot; umgetextet. Hörenswert! Das Epigonentum wird auch <a href="http://amorphe-welt.blogspot.com/2007/04/epigonal.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> und <a href="http://prospero.netbib.de/?p=5058" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> anerkannt.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/05/charmante-leichenfledderei-erdmoebel-bitten-zum-tanz/">Charmante Leichenfledderei » Erdmöbel bitten zum Tanz</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Das Geschenk meines Lebens » Tocotronic bezaubern mit Explosion und beschwören einen Anti-Nietzsche &#124; Werkstattnotiz XXI</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2007/10/das-geschenk-meines-lebens-tocotronic-bezaubern-mit-explosion-und-beschwoeren-einen-anti-nietzsche-werkstattnotiz-xxi/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Oct 2007 15:25:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ich-Maschine]]></category>
		<category><![CDATA[Tonspuren]]></category>
		<category><![CDATA[Popkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Rockmusik]]></category>
		<category><![CDATA[Tocotronic]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.wissenswerkstatt.net/2007/10/30/das-geschenk-meines-lebens-tocotronic-bezaubern-mit-explosion-und-beschwoeren-einen-anti-nietzsche-werkstattnotiz-xxi/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Nun also doch eine kurze Geschichte des Zusammentreffens von Tocotronic und mir: so genau läßt es sich heute kaum mehr sagen, ob ich an diesem Abend im August Tocotronic begegnet bin oder die Band und ihre Musik mir. Im nachhinein spielt das auch keine Rolle. Und im Gegensatz zu manchen Begegnungen, von denen sich erst ... <a title="Das Geschenk meines Lebens » Tocotronic bezaubern mit Explosion und beschwören einen Anti-Nietzsche &#124; Werkstattnotiz XXI" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/10/das-geschenk-meines-lebens-tocotronic-bezaubern-mit-explosion-und-beschwoeren-einen-anti-nietzsche-werkstattnotiz-xxi/" aria-label="Mehr Informationen über Das Geschenk meines Lebens » Tocotronic bezaubern mit Explosion und beschwören einen Anti-Nietzsche &#124; Werkstattnotiz XXI">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/10/das-geschenk-meines-lebens-tocotronic-bezaubern-mit-explosion-und-beschwoeren-einen-anti-nietzsche-werkstattnotiz-xxi/">Das Geschenk meines Lebens » Tocotronic bezaubern mit Explosion und beschwören einen Anti-Nietzsche | Werkstattnotiz XXI</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nun also doch eine kurze Geschichte des Zusammentreffens von Tocotronic und mir: so genau läßt es sich heute kaum mehr sagen, ob ich an diesem Abend im August Tocotronic begegnet bin oder die Band und ihre Musik mir.</strong></p>
<p>Im nachhinein spielt das auch keine Rolle. Und im Gegensatz zu manchen Begegnungen, von denen sich erst lange Zeit später herausstellt, daß sie bedeutungsvoll für das weitere Leben werden sollten, stellte sich diese Frage hier nie: diese Musik <em>war</em> wichtig. Diese &#8222;<em>wunderbaren Songs, diese wunderbaren Lieder</em>&#8220; &#8211; wie Tocotronic Monate später selbst sangen &#8211; waren genau meine Musik. Ich glaube nicht, daß es länger als ein paar Sekunden, mehr als wenige Takte brauchte, bis für mich feststand, daß diese Band mir etwas bedeutete.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/10/das-geschenk-meines-lebens-tocotronic-bezaubern-mit-explosion-und-beschwoeren-einen-anti-nietzsche-werkstattnotiz-xxi/#footnote_0_112" id="identifier_0_112" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Und dies eben im umfassenden Sinn des &bdquo;be-deutens&ldquo;, n&auml;mlich des Anbietens und Aufzeigen von verschiedenen Lesarten.">1</a></p>
<h4 class="pullquote">Woher wissen wir, daß uns eine Sache etwas bedeutet? Wie oft passiert es, daß uns eine Sache <em>ganz</em> hat und umgekehrt wir <em>sie </em>ganz haben?</h4>
<p>Wenn für mich bis zu diesem Abend die Verse Hölderlins durchaus zutreffend waren, so waren sie es <em>nach</em> diesem Abend nicht mehr. Bis zu diesem Tag vor genau zwölf Jahren und zwei Monaten galten für mich zweifellos diese Zeilen:</p>
<blockquote><p>Ein Zeichen sind wir, deutungslos<br />
Schmerzlos sind wir und haben fast<br />
Die Sprache in der Fremde verloren.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/10/das-geschenk-meines-lebens-tocotronic-bezaubern-mit-explosion-und-beschwoeren-einen-anti-nietzsche-werkstattnotiz-xxi/#footnote_1_112" id="identifier_1_112" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="vgl. Friedrich H&ouml;lderlin, Mnemosyne, Zweite Fassung">2</a></p></blockquote>
<p>Genau die Sprache von Tocotronic war aber &#8211; soviel stand für mich fest &#8211; gleichzeitig meine Sprache; und die Lesarten, all die Situations- und Generationsdeutungen, die Dirk von Lowtzow formulierte, waren auf fast unheimliche Art und Weise deckungsgleich mit den meinigen.</p>
<h4 class="pullquote">Wer außer Tocotronic formulierte so präzise diese spezifische Befindlichkeit? Kann man die &#8222;Unentschlossenheit der Jugend und die Verdrossenheit der Tugend&#8220; stimmiger ausdrücken?</h4>
<p>&#8222;<em>Michael Ende, Du hast mein Leben zerstört</em>&#8220; schepperte aus den Boxen des KKF in Schwäbisch Gmünd; Bernhard, Martins älterer Bruder hatte dort während seines Studiums hinterm Tresen gejobbt und auf Wunsch von Martin die CD &#8222;<em>Nach der verlorenen Zeit</em>&#8220; eingelegt. Muß ich noch hinzufügen, daß ich am nächsten Morgen beim örtlichen Plattenhändler genau diese CD käuflich erwarb? Und es ging mir genau so, wie Tocotronic erst ein Jahr später sangen:</p>
<blockquote><p>&#8222;Es hat mich lange schon nichts so sehr / Berührt wie diese Team Dresch Platte<br />
Als ich aus dem Laden kam / War ich froh daß ich sie hatte<br />
Diese Harmonien diese wunderbaren Lieder / Ich fand mich sofort in diesen Liedern wieder</p>
<p>Und ich weiß sie sind nicht für mich / Ich weiß und trotzdem glaube ich<br />
Daß ich sie verstehen kann&#8230;&#8220;<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/10/das-geschenk-meines-lebens-tocotronic-bezaubern-mit-explosion-und-beschwoeren-einen-anti-nietzsche-werkstattnotiz-xxi/#footnote_2_112" id="identifier_2_112" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="So die Passagen aus &bdquo;Die Sache mit der Team Dresch Platte&ldquo;, Album: &bdquo;Wir kommen um uns zu beschweren&ldquo;, 1996">3</a></p></blockquote>
<p>Aber genau das war eben bezeichnend: in meinem Leben &#8211; auf den Wegen, die ich ging &#8211; ereignete sich etwas, was parallel dazu von Dirk von Lowtzow, Jan Müller und Arne Zank in unnachahmlich krachiger Weise in musikalische Form gebracht wurde. Und mit dieser Formgebung, dieser großartigen Kunst, die Befindlichkeiten der gleichzeitig zu spät und zu früh geborenen Studentengeneration auf den Punkt zu bringen, begleiteten Tocotronic mich auch die nächsten Jahre.</p>
<p>Und während die Herrschaften um den Grafen von Lowtzow älter wurden und sich ihre Musik veränderte, veränderte ich mich mit ihnen. Die neuen Alben, neue musikalische Gratwanderungen kamen nie zu früh, aber auch nie zu spät. Glückliche Simultanität.</p>
<p>Und am morgigen Abend werde ich &#8211; ich habe es eben nachgezählt &#8211; zu meinem zehnten Tocotronic-Konzert gehen.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/10/das-geschenk-meines-lebens-tocotronic-bezaubern-mit-explosion-und-beschwoeren-einen-anti-nietzsche-werkstattnotiz-xxi/#footnote_3_112" id="identifier_3_112" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Und an dieser Stelle seien meine verschiedenen Konzertbegleitungen gegr&uuml;&szlig;t! Also angefangen von Stefan, Alex, Bruno und Martin, bis zu Andi, Oli und Sandra und schlie&szlig;lich Kaya&hellip; Und morgen sind ja zumindest Christiane und Frank mit von der Partie.">4</a> Man merkt: es ist nicht so, daß hier ein fanatischer Fan spräche. Denn auf die Idee, der Band nachzureisen, wäre ich nie gekommen. Und es kommt vor, daß ich wochenlang kein einziges Tocotronic-Stück höre. Aber vermutlich ist das auch schon lange nicht mehr notwendig.</p>
<h4 class="pullquote">Im Song &#8222;Explosion&#8220; kommt das tocotronische Denken des Jahres 2007 in Reinform zum Ausdruck &#8211; Absage an Nietzsche: &#8222;Kein Wille triumphiert!&#8220;</h4>
<p>Und eben habe ich einen Teil-Mitschnitt des Konzerts von Graz entdeckt, das wohl am Samstag stattgefunden hat. Und glücklicherweise ist auch das Lied &#8222;Explosion&#8220; verfügbar, das ich ja bereits an verschiedenen Stellen als mehr als großartig bezeichnet habe. Es ist eben wieder genau diese bezaubernd tocotronische Vermengung von wunderschönem Krach und bedenkenswerten Texten.</p>
<p>Ich stelle mir die Frage, ob man diese berückend-berauschende Kraft, diesen Sog der Musik auch empfindet, wenn man musikalisch anders sozialisiert wurde? Muß man jahrelang die Stimme von Lowtzow gegen ihre Verächter verteidigt haben, um hier nun fast verzaubert zu sein? Um dann gebannt zuzuhören, wenn es &#8211; nachdem die verzerrten Gitarren genug Fahrt aufgenommen und Substanz entwickelt haben &#8211; heißt: &#8222;<em>Kannst du vor deinen Augen / Die Explosionen sehen? / Ein Feuerwerk in der Nacht&#8230;</em>&#8222;?</p>
<p>Und wie kommt es, daß in diesem Schlußsong des aktuellen Albums, eben mal wieder eine programmatische Formel für mein derzeitiges Leben gefunden wird? Denn was beschriebe &#8222;<em>meine Welt</em>&#8220; besser als dieser Refrain?</p>
<blockquote><p>Alles gehört dir<br />
Eine Welt aus Papier<br />
Alles explodiert<br />
Kein Wille triumphiert</p></blockquote>
<p>Ja, nur woher wußte das Dirk von Lowtzow? Vielleicht bin ich morgen abend schlauer&#8230;<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/10/das-geschenk-meines-lebens-tocotronic-bezaubern-mit-explosion-und-beschwoeren-einen-anti-nietzsche-werkstattnotiz-xxi/#footnote_4_112" id="identifier_4_112" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wie nachzulesen ist, gibt es sogar noch Restkarten an der Abendkasse. Wie w&auml;r&rsquo;s Oli? Die letzten Konzerte sollen dem Vernehmen nach [coderwelsh] gro&szlig;artig gewesen sein. Besonders hier in Graz und in Wien&hellip;">5</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<hr size="1" width="100%" />
<p><object width="425" height="355"><param value="http://www.youtube.com/v/_U8MhiUDeto&amp;rel=1" name="movie" /><param value="transparent" name="wmode" /><embed width="425" height="355" wmode="transparent" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/_U8MhiUDeto&amp;rel=1" /></object></p>
<hr size="1" width="100%" />
<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>Linktipps:</strong></em></p>
<ul>
<li>Wissenswerkstatt: <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/07/06/kapitulation-weshalb-schwaeche-nicht-schwaeche-sondern-triumph-ist-tocotronic-fuehren-ihre-jugendbewegung-in-neues-licht/">Kapitulation » Weshalb Schwäche nicht Schwäche, sondern Triumph ist. Tocotronic führen ihre Jugendbewegung in neues Licht</a>, 6.7.2007</li>
<li>Kämmerlings, Richard: <a href="http://www.faz.net/s/RubE219BC35AB30426197C224F193F54B1B/Doc%7EE127D1E3E72D84CB3B313898A7B5D22DF%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ruin als Rettung</a>, FAZ, 18.5.2007</li>
</ul>
<p><strong><em>Literatur- und CD-Empfehlungen:</em></strong></p>
<ul>
<li>Tocotronic: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000RG121I?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B000RG121I">Kapitulation</a> (2007)</li>
<li>Tocotronic: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B0006BLIQ8?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B0006BLIQ8">Pure Vernunft darf niemals siegen</a> (2005)</li>
<li>Tocotronic: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000063XA4?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B000063XA4">Tocotronic</a> (2002)</li>
<li>Tocotronic: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B00002ZZNV?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B00002ZZNV">K.O.O.K.</a> (1999)</li>
<li>Tocotronic: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000025OL6?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B000025OL6">Es ist egal, aber</a> (1997)</li>
<li>Tocotronic: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000024WJL?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B000024WJL">Wir kommen um uns zu beschweren</a> (1996)</li>
<li>Tocotronic: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B0000082SJ?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B0000082SJ">Nach der verlorenen Zeit</a> (1995)</li>
<li>Tocotronic: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000025MSZ?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B000025MSZ">Digital ist besser</a> (1995)</li>
<li>Uhlmann, Thees: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/393055979X?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=393055979X">Wir könnten Freunde werden &#8211; Die Tocotronic-Tourtagebücher</a> (2000)</li>
<li>Cioran, E.M.: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/351822008X?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=351822008X">Auf den Gipfeln der Verzweiflung</a> (1989)</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_112" class="footnote">Und dies eben im umfassenden Sinn des &#8222;be-deutens&#8220;, nämlich des Anbietens und Aufzeigen von verschiedenen Lesarten.</li><li id="footnote_1_112" class="footnote">vgl. Friedrich Hölderlin, Mnemosyne, Zweite Fassung</li><li id="footnote_2_112" class="footnote">So die Passagen aus &#8222;Die Sache mit der Team Dresch Platte&#8220;, Album: &#8222;Wir kommen um uns zu beschweren&#8220;, 1996</li><li id="footnote_3_112" class="footnote">Und an dieser Stelle seien meine verschiedenen Konzertbegleitungen gegrüßt! Also angefangen von Stefan, Alex, Bruno und Martin, bis zu Andi, Oli und Sandra und schließlich Kaya&#8230; Und morgen sind ja zumindest Christiane und Frank mit von der Partie.</li><li id="footnote_4_112" class="footnote">Wie <a href="http://www.muenchenblogger.de/tocotronic-in-der-tonhalle" target="_blank" rel="noopener noreferrer">nachzulesen</a> ist, gibt es sogar noch Restkarten an der Abendkasse. Wie wär&#8217;s Oli? Die letzten Konzerte sollen dem Vernehmen nach [<a href="http://www.coderwelsh.de/blog/?p=4732" target="_blank" rel="noopener noreferrer">coderwelsh</a>] großartig gewesen sein. Besonders hier in <a href="http://one-song-per-day.blogspot.com/2007/10/konzertbericht-tocotronic-2007-10-27.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Graz</a> und in <a href="http://lebt-in-wien.blogspot.com/2007/10/tocotronic-kapitulation-als-subversion.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wien</a>&#8230;</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/10/das-geschenk-meines-lebens-tocotronic-bezaubern-mit-explosion-und-beschwoeren-einen-anti-nietzsche-werkstattnotiz-xxi/">Das Geschenk meines Lebens » Tocotronic bezaubern mit Explosion und beschwören einen Anti-Nietzsche | Werkstattnotiz XXI</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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		<item>
		<title>Genie und Wahnsinn » Die Singularität der kanadischen Band &#8222;Arcade Fire&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Nov 2007 12:10:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tonspuren]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Popkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Rockmusik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es gibt genau zwei Arten von Künstlern: auf der einen Seite diejenigen, die glauben, Kunst sei letztlich auch nur irgendeine Art von Handwerk, das mit Geduld und Fleiß erlernt und ausgeübt werden könnte. Kunst wird hier als Kunstfertigkeit verstanden, als außergewöhnliches Talent etwa oder eben schlicht eine Begabung, die den Künstler aus dem Durchschnitt seiner ... <a title="Genie und Wahnsinn » Die Singularität der kanadischen Band &#8222;Arcade Fire&#8220;" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/genie-und-wahnsinn-die-singularitaet-der-kanadischen-band-arcade-fire/" aria-label="Mehr Informationen über Genie und Wahnsinn » Die Singularität der kanadischen Band &#8222;Arcade Fire&#8220;">Weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es gibt genau zwei Arten von Künstlern: auf der einen Seite diejenigen, die glauben, Kunst sei letztlich auch nur irgendeine Art von Handwerk, das mit Geduld und Fleiß erlernt und ausgeübt werden könnte. Kunst wird hier als Kunst<em>fertigkeit</em> verstanden, als außergewöhnliches Talent etwa oder eben schlicht eine Begabung, die den Künstler aus dem Durchschnitt seiner Zeitgenossen heraushebt. Und dieses &#8211; nennen wir es das <em>konventionelle </em>&#8211; künstlerische Selbstverständnis hat unbestritten seinen wahren Kern: denn tatsächlich treffen die meisten Sänger, die in den gewöhnlichen Pop- und Rockbands ihren Dienst tun, mit höherer Wahrscheinlichkeit den richtigen Ton, als man es dem gewöhnlichen Radiohörer zutrauen würde.</strong> </p>
<h4 class="pullquote_left">Künstler der konventionellen Kategorie qualifizieren sich für ihre Berufsausübung dadurch, daß sie häufiger den richtigen Ton treffen, als es dem Durchschnitt ihrer Hörer gelänge. <br /></h4>
<p>Leider ist das allerdings auch das Beste, was sich über die Vertreter dieser Kategorie sagen läßt: ihre Darbietungen bewegen sich zumeist unter der Schwelle, ab der es beginnt lästig zu werden. Wenn der Nachbar frühmorgens beginnt unter der Dusche zu singen, so ist man bemüht die schiefen Töne und Disharmonien durch eifriges Geklapper mit dem Müslibesteck zu übertönen. Wohnte Robbie Williams nebenan, würde man dessen morgendliche Stimmgymnastik vermutlich gerade noch ertragen.</p>
<p>Diese Gruppe der konventionellen, geschäftsmäßigen Künstler ist diejenige, die wir alltäglich sehen, hören, lesen. Und vielleicht ist es sogar notwendig, daß diese Broterwerbskünstler in ihrer Allgegenwart so unübersehbar und unüberhörbar sind. Denn neben diesen unzähligen braven, bemühten Schriftstellern, Malern und Musikern gibt es ja noch die zweite Gruppe von Künstlern, deren Außergewöhnlichkeit durch die Existenz der 08/15-Künstler noch frappierender ist: die Mitglieder der anderen Gruppe sind zwar meist ebenso wie ihre Kollegen mit überdurchschnittlichem Talent ausgestattet, was aber im Grunde vollkommen nebensächlich ist. Denn die Angehörigen dieser anderen Kategorie zeichnen sich vor uns anderen durch genau eine Eigenschaft aus, die man vermutlich als Begnadung bezeichnen muß. </p>
<h4 class="pullquote">Für Künstler der zweiten Kategorie &#8211; und die Band &quot;Arcade Fire&quot; ist der beste Beweis &#8211; ist es im Grunde eine Frechheit, sie überhaupt mit den konventionellen Musikern zu vergleichen; in ihrer Einzigartigkeit (bei der Noten von Besessenheit mitschwingen) haben sie sich zu weit von dem entfernt, was für den großen Rest erreichbar oder genauer: denkbar ist. <br /></h4>
<p><strong>Nicht Kunst <em>machen</em> &#8211; Künstler <em>sein</em></strong></p>
<p>Ein Schriftsteller oder Musiker, der innerhalb seiner Profession als &quot;begnadet&quot; einzustufen ist, hebt sich von seinen Standeskollegen nicht allein durch seine sprachliche oder eben musikalische Fähigkeit ab. Die vollkommene Singularität erklärt sich dadurch, daß diese Künstler nicht auf der Bühne stehen, weil eben zufälligerweise genug Menschen die Karten für das heftig beworbene Konzert gekauft haben. Diese Künstler stehen auf der Bühne, weil sie nicht anders können, weil sie sich einfach durch ihre Texte, durch ihre Musik artikulieren <em>müssen</em>. </p>
<p>Und die Angehörigen dieser zweiten Kategorie sind in diesem Sinne auch nicht einfach bessere Schriftsteller oder bessere Musiker, als ihre Kollegen der ersten Gruppe. Während die ersteren häufig Mühe haben, die Erwartungen, die man an eine künstlerischen Darbietung heranträgt, leidlich zu befriedigen, stellt sich diese Frage bei Lesungen oder Konzerten der anderen Gruppe niemals. Der Unterschied, der zwischen diesen beiden Gruppen liegt, läßt sich insofern auch nicht in Metern messen; es ist keine Frage der Distanz, nicht eine Frage des &#8218;<em>besser</em>&#8218; oder &#8218;<em>schlechter</em>&#8218;. Die Begnadetheit wird offensichtlich, wenn der oder die Künstler mit ihrem und in ihrem Werk aufgehen, mit ihm eins werden. Wenn wir nicht mehr unterscheiden können, zwischen Urheber und Werk. Diese Verschmelzung zu einem neuen Ganzen, finden wir bei Kunst-Imitatoren der &quot;Kategorie 1&quot; nie.  </p>
<p>Denn es gibt schlicht und unbestreitbar Künstler, deren originäre Gestaltungskraft und (Bühnen-)Präsenz nicht selten Züge von Besessenheit annimmt; dies veranlaßt Kommentatoren dann bisweilen dazu, den Vergleich von &quot;Genie &amp; Wahnsinn&quot; zu bemühen, die angeblich nah beieinanderliegen. So ganz falsch, liegen sie nicht immer damit. Das genialische Moment werden all die Fußgänger unter den künstlerisch Tätigen niemals erreichen, nicht einmal eine Ahnung davon. </p>
<p>Die kanadische Indie-Rock-Band &quot;<a target="_blank" href="http://arcadefire.com/" rel="noopener noreferrer"><em>Arcade Fire</em></a>&quot;, diese kunterbunte Folk-Hippie-Kommune, die sich um das Ehepaar Win Butler und Régine Chassagne gruppiert, zählt ganz offensichtlich zur zweiten Kategorie. Auf Konzerten sieht deren Bühnendarbietung dann u.a. so aus:</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="100%" size="1" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><object width="425" height="355"><param value="http://www.youtube.com/v/6V41qkhU-98&amp;rel=1" name="movie" /><param value="transparent" name="wmode" /><embed width="425" height="355" wmode="transparent" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/6V41qkhU-98&amp;rel=1" /></object></p>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><em></em></p>
<p><em>Plattentipps:</em></p>
<ul>
<li>Arcade Fire (2007): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000N39I4S?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B000N39I4S">Neon Bible</a>.</li>
<li>Arcade Fire (2004): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B0006ZRX86?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B0006ZRX86">Funeral</a>.</li>
</ul>
<p><em>Linktipps:</em></p>
<ul>
<li>Poplog: <a target="_blank" href="http://www.eigenarbeit.org/pop/popjahr2007/08/15/kanadaserie-platz-2-arcade-fire/" rel="noopener noreferrer">Kanadaserie, Platz 2: Arcade Fire</a>, 15.8.2007
</li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/genie-und-wahnsinn-die-singularitaet-der-kanadischen-band-arcade-fire/">Genie und Wahnsinn » Die Singularität der kanadischen Band &#8222;Arcade Fire&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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		<item>
		<title>&#8222;Der letzte große Wal&#8220; » Tomte begeben sich in einen Wald aus Zeichen &#124; kurz&#038;knapp 46</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Jul 2008 07:30:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ich-Maschine]]></category>
		<category><![CDATA[Tonspuren]]></category>
		<category><![CDATA[Popkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Rockmusik]]></category>
		<category><![CDATA[Tocotronic]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es gibt nicht viele Bands, die mich wirklich entzücken können. Ist es der nölende Gesang? Ist es der schleppende und doch virtuose Rhythmus der Songs? Ist es die authentische Unvollkommenheit, die jedes einzelne Lied auszeichnet? Egal: vermutlich ist es alles zusammen, was mich an &#8222;Tomte&#8220; immer wieder begeistert. Noch vor wenigen Jahren galten &#8222;Tomte&#8220;, die ... <a title="&#8222;Der letzte große Wal&#8220; » Tomte begeben sich in einen Wald aus Zeichen &#124; kurz&#038;knapp 46" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/der-letzte-grosse-wal-tomte-begeben-sich-in-einen-wald-aus-zeichen-kurzknapp-46/" aria-label="Mehr Informationen über &#8222;Der letzte große Wal&#8220; » Tomte begeben sich in einen Wald aus Zeichen &#124; kurz&#038;knapp 46">Weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es gibt nicht viele Bands, die mich wirklich entzücken können. Ist es der nölende Gesang? Ist es der schleppende und doch virtuose Rhythmus der Songs? Ist es die authentische Unvollkommenheit, die jedes einzelne Lied auszeichnet? Egal: vermutlich ist es alles zusammen, was mich an &#8222;Tomte&#8220; immer wieder begeistert.</strong></p>
<p>Noch vor wenigen Jahren galten &#8222;Tomte&#8220;, die rockende Mannschaft um den großartigen Entertainer Thees Uhlmann, als die zweite Generation der &#8222;Hamburger Schule&#8220;, die ob ihrer Unbeholfenheit immer ein wenig belächelt wurde.</p>
<p>Denn klar: Thees kann eigentlich nicht singen und die frühen Tomte-Songs sind, was die musikalische Seite angeht, kaum besseres Schulband-Niveau. Aber auch schon vor 6 oder 8 Jahren war zu hören, daß hier jemand nicht anders kann, als Musik zu machen und es dabei versteht, unvergleichlich gute Texte zu schreiben.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/der-letzte-grosse-wal-tomte-begeben-sich-in-einen-wald-aus-zeichen-kurzknapp-46/#footnote_0_377" id="identifier_0_377" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ich erinnere nur an den mit Abstand besten deutschen Fu&szlig;ballsong: &bdquo;Das hier ist Fu&szlig;ball&ldquo;.">1</a></p>
<p><strong>Tomte sind zurück: neue Songs mit alter Leidenschaft</strong></p>
<p>Und seitdem hat Thees seine Leidenschaft zum Beruf gemacht und sein Können verfeinert. Aber nachdem nun einige Zeit recht wenig von den Herrschaften zu hören war, der Schlagzeuger Timo Bodenstein die Band verlassen hat, sind Tomte wieder da. Am 10. Oktober steht &#8211; wie verlautet &#8211; die neue Platte in den regalen, die auf den Namen &#8222;Heureka!&#8220; getauft ist.</p>
<h4><span class="pullquote">Wandeln Tomte auf den Pfaden von Tocotronic?</span></h4>
<p>Die erste Single aus dem neuen Werk, das Tomte beim jüngsten &#8222;Fest van Cleef&#8220; zur Aufführung brachten, ist einfach überwältigend.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/der-letzte-grosse-wal-tomte-begeben-sich-in-einen-wald-aus-zeichen-kurzknapp-46/#footnote_1_377" id="identifier_1_377" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Besten Dank an Nicorola f&uuml;r den Link.">2</a> Einerseits weil der Song nahtlos an frühere Großtaten anschließt, andererseits weil ich feine Veränderungen (textlich, wie musikalisch) heraushöre. Und mir scheint es, als gingen Tomte auch den Weg der Naturromantiker, wie es vor Jahren schon Tocotronic vormachten.</p>
<p>Und in manchen Zeilen klingen m.E. eindeutige Referenzen an Tocotronic an, etwa:</p>
<blockquote><p>Ein Zeichen, das nur wir verstehen, ein umgedrehtes Kreuz, flankiert von Herzen&#8230;</p></blockquote>
<p>Naja, ich bin jedenfalls sehr, sehr begeistert.</p>
<div class="youtube"><a href="http://vids.myspace.com/index.cfm?fuseaction=vids.individual&amp;videoid=39316521">Tomte &#8211; &#8222;der letzte große Wal&#8220; aufm Fest van Cleef 2008</a><br />
<object width="425" height="360" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="src" value="http://mediaservices.myspace.com/services/media/embed.aspx/m=39316521,t=1,mt=video" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed width="425" height="360" type="application/x-shockwave-flash" src="http://mediaservices.myspace.com/services/media/embed.aspx/m=39316521,t=1,mt=video" allowfullscreen="allowfullscreen" allowfullscreen="allowfullscreen" /></object></div>
<p><em>Hinweis: Ich übe mich derzeit freiwillig in Internet- und Blogabstinenz und habe mich für einige Tage in die Lombardei abgesetzt. Bis kommenden Mittwoch wird es hier also nichts zu lesen geben. Das <a href="http://www.wissenschafts-cafe.net/newsticker/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wissenschafts-Café </a>und andere Portale haben aber natürlich geöffnet.</em></p>
<div class="invisible">
<hr size="1" />
<p>Technorati-Tags:</p>
<p><a class="invisible" href="http://www.technorati.com/tag/Tomte" rel="tag">Tomte</a><br />
<a class="invisible" href="http://www.technorati.com/tag/Heureka" rel="tag">Heureka</a></p>
</div>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_377" class="footnote">Ich erinnere nur an den mit Abstand besten deutschen Fußballsong: &#8222;Das hier ist Fußball&#8220;.</li><li id="footnote_1_377" class="footnote">Besten Dank an <a href="http://www.nicorola.de/aktuelle-beitrage/musik/video/neuer-tomte-song-video-online" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nicorola für den Link.</a></li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/der-letzte-grosse-wal-tomte-begeben-sich-in-einen-wald-aus-zeichen-kurzknapp-46/">&#8222;Der letzte große Wal&#8220; » Tomte begeben sich in einen Wald aus Zeichen | kurz&#038;knapp 46</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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		<title>»Heureka« &#8211; Tomte gehen einen Schritt zurück nach vorn &#124; Werkstattnotiz 120</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/10/heureka-tomte-gehen-einen-schritt-zurueck-nach-vorn-werkstattnotiz-120/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Oct 2008 07:15:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ich-Maschine]]></category>
		<category><![CDATA[Tonspuren]]></category>
		<category><![CDATA[Popkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Rockmusik]]></category>
		<category><![CDATA[Tomte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es gibt Zeitgenossen, die behaupten, Thees Uhlmann, der Sänger und Mastermind der Rockband &#8222;Tomte&#8220;, könne gar nicht singen. Als ob es darum ginge! Heute steht die neue Platte der Hamburger Band in den Regalen. Und bereits nach den ersten Takten, den ersten Melodien und Textzeilen wird klar: hier meldet sich eine Band zurück, die viel ... <a title="»Heureka« &#8211; Tomte gehen einen Schritt zurück nach vorn &#124; Werkstattnotiz 120" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/10/heureka-tomte-gehen-einen-schritt-zurueck-nach-vorn-werkstattnotiz-120/" aria-label="Mehr Informationen über »Heureka« &#8211; Tomte gehen einen Schritt zurück nach vorn &#124; Werkstattnotiz 120">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/10/heureka-tomte-gehen-einen-schritt-zurueck-nach-vorn-werkstattnotiz-120/">»Heureka« &#8211; Tomte gehen einen Schritt zurück nach vorn | Werkstattnotiz 120</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es gibt Zeitgenossen, die behaupten, Thees Uhlmann, der Sänger und Mastermind der Rockband &#8222;Tomte&#8220;, könne gar nicht singen. Als ob es darum ginge! Heute steht die neue Platte der Hamburger Band in den Regalen. Und bereits nach den ersten Takten, den ersten Melodien und Textzeilen wird klar: hier meldet sich eine Band zurück, die viel mehr mitbringt als lediglich zwölf gut gemachte Songs. </strong></p>
<p>Es sind zwei Jahre vergangen, seitdem Tomte mit ihrem bislang erfolgreichsten Album &#8222;Buchstaben über der Stadt&#8220; die deutsche Indie-Rockszene erfreut hatten. Damals, 2006, hatte sich Thees Uhlmann mit seiner Band endgültig emanzipiert. Man hatte sich freigespielt. Und auch die letzten verbliebenen Kritiker, die argwöhnten, Tomte biete kaum mehr als einen zweitklassigen Abklatsch der früheren Tocotronic-Songs, mußten sich geschlagen geben.<br />
<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright" style="margin: 10px 0px 10px 4px; float: right;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2008/10/Tomte_Hamburg_2006.jpg" alt="Thees mit Becks bei Michelle" width="390" height="241" /></p>
<p><strong>2006: Buchstaben über der Stadt</strong></p>
<p>Und ich habe Thees und seine Mannschaft wohl alleine in diesem Jahr 3-4x live gesehen. Bevor die Platte veröffentlicht wurde im Münchner Club &#8222;Ampere&#8220;, dann wenige Wochen später im Hamburger Plattenladen &#8222;Michelle Records&#8220;, wo Tomte im Schaufenster ein Konzert gaben und sich Thees die Stimmbänder blutig sang. Das waren große Zeiten damals.</p>
<p>Tomte waren im Jahr 2006 so groß, so erwachsen und perfekt, wie niemals zuvor. Das Album war perfekt arrangiert und manche Fans der ersten Stunde bedauerten, daß gerade die Ecken und Kanten, die Tomte seit jeher ausgezeichnet hatten, etwas verloren gegangen waren. Wohin würde der Weg der Band führen?</p>
<p>Wer es wissen will, kann es seit heute erfahren. Weiß der Himmel, weshalb die aktuelle Platte auf den Namen &#8222;Heureka!&#8220; getauft wurde &#8211; aber wenn das Album mit dem gleichnamigen Song beginnt und dann nach ein paar Sekunden die vertraute Stimme von Thees Uhlmann einsetzt, dann werden nicht wenige Fans genau das ausrufen: Heureka!</p>
<h4><span class="pullquote">Hier sind Tomte: die Überzeugungstäter, die einen rockmusikalischen Lobgesang auf das Leben anstimmen.</span></h4>
<p>Denn da ist es wieder: der dezent rumpelnde Sound, der ungehemmte Pathos und dann natürlich der wohldosiert nölende Gesang von Frontmann Thees, der die Vokale noch immer in unnachahmlicher Weise dehnt und moduliert, daß es eine Freude ist. Genau das sind Tomte: die Überzeugungstäter, die einen rockmusikalischen Lobgesang auf das Leben und die ganz normale Welt anstimmen.</p>
<p><strong>Ist das die große Konsensplatte des Jahres 2008?</strong></p>
<p>Und die Erwartung und Vorfreude, die der erste Song des Albums weckt, wird durch die folgenden elf Stücke nicht enttäuscht. Im Gegenteil: die Arrangements sind wieder ein wenig ursprünglicher, wieder eine Spur rockiger, als auf der letzten Platte. Und insgesamt klingen Tomte nun kompletter, als jemals zuvor. Egal ob der Opener &#8222;Heureka&#8220;, die erste Singleauskopplung &#8222;<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/31/der-letzte-grosse-wal-tomte-begeben-sich-in-einen-wald-aus-zeichen-kurzknapp-46/">Der letzte große Wal</a>&#8220; oder das melancholische &#8222;Voran voran&#8220; &#8211; den Songs hört man an, daß Tomte gereift sind. Es sind eine ganze Portion Abgeklärtheit und Souveränität dazugekommen. </p>
<p>Aber es klingt doch so unverwechselbar nach Tomte, daß man darüber ganz vergißt, daß die Band zuletzt große personelle Veränderungen hinnehmen mußte. Erst vor wenigen Monaten hatte sich der altgediente Schlagzeuger Timo Bodenstein verabschiedet &#8211; seitdem sorgt Max Schröder<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/10/heureka-tomte-gehen-einen-schritt-zurueck-nach-vorn-werkstattnotiz-120/#footnote_0_591" id="identifier_0_591" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Den man nat&uuml;rlich auch als Solok&uuml;nstler und auch als Hund Marie im Doppelpack mit Olli Schulz kennt.">1</a> für den Rhythmus. Fast ein wenig tragisch ist das Ausscheiden von Olli Koch. Der Bassist, den ich bei unzähligen Konzerten bewundert habe, mußte sich vor wenigen Wochen <a href="http://croc.antville.org/stories/1827851/">aufgrund von chronischen Handgelenksbeschwerden</a> aus der Band zurückziehen. Ich werde beim nächsten Konzert eine Gedenkminute einlegen&#8230;</p>
<p>Die Ausfälle werden freilich durch Nikolai Potthoff und Simon Frontzek wunderbar kompensiert. Und Tomte in neuer Besetzung klingen sagenhaft: nackt, glücklich, frohlockend, der Wanne entstiegen und die Welt mit neuen Augen sehend. Heureka?! &#8211; eben!</p>
<p><strong>Es ist immer noch Rockmusik</strong></p>
<p>Wenn man das Album hört, dann fallen einem die altbekannten, tomte-uhlmannsche Motive entgegen, wie die Blätter im Herbstwald. Es ist dieser unzerbrüchliche Glaube an das Leben, dieser tiefe, bittere Ernst, wenn Thees singt: &#8222;Halte durch!&#8220;<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/10/heureka-tomte-gehen-einen-schritt-zurueck-nach-vorn-werkstattnotiz-120/#footnote_1_591" id="identifier_1_591" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="So im wundersch&ouml;nen, subtil resignierten &bdquo;Wie siehts aus in Hamburg&ldquo;.">2</a></p>
<p>Denn es gibt &#8211; man glaubt es gerne &#8211; eben überhaupt keinen Grund zu verzagen, dessen ist sich Thees gewiß und versichert: &#8222;Da sind hundert, die dich lieben.&#8220; Es geht also wie früher darum, an Dinge zu glauben, den Mut nicht zu verlieren, sich zu verschwenden und weiterzugehen auch wenn es Gegenwind gibt.</p>
<p>Das klingt möglicherweise naiv und könnte genauso gut auf dem Kirchentag vorgetragen werden. Der Unterschied: Thees meint die Sache sehr, sehr ernst. Die zwölf Songs sind schlicht Variationen eines Lobgesangs auf die Schönheit der Chance. Und all diejenigen, die in diesem Herbst mit diesem Album beschenkt werden, dürfen es Thees gleichtun, der im pathetisch-großartigen Song &#8222;Das Orchester spielt einen Walzer&#8220;<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/10/heureka-tomte-gehen-einen-schritt-zurueck-nach-vorn-werkstattnotiz-120/#footnote_2_591" id="identifier_2_591" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Der hier in einer gro&szlig;artigen Version zu sehen und zu h&ouml;ren ist.">3</a> zu Protokoll gibt: &#8222;Mein Gott ist das Leben schön.&#8220;</p>
<p>Stimmt. Zumindest wenn währenddessen die neuen Tomte zu hören sind.</p>
<div class="youtube">
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/DPc6LMg2YV0&amp;hl=en&amp;fs=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/DPc6LMg2YV0&amp;hl=en&amp;fs=1" allowfullscreen="true"></embed></object></div>
<div class="links_ticker"><strong> Links / Album:</strong></p>
<ul>
<li>2003: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B00008XF9O?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B00008XF9O">Hinter all diesen Fenstern</a></li>
<li>2006: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000CR78NI?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B000CR78NI">Buchstaben über der Stadt</a></li>
<li>2008: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B001EV20R0?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B001EV20R0">Heureka</a></li>
</ul>
<ul>
<li>Die Zeit: <a href="http://www.zeit.de/2008/42/Tomte-42">Interview mit Thees Uhlmann &#8211; Das Lied zur ZEIT</a>, 9.10.2008</li>
</ul>
</div>
<div class="invisible">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Tomte">Tomte</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Heureka">Heureka</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Pop">Pop</a></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_591" class="footnote">Den man natürlich auch als Solokünstler und auch als Hund Marie im Doppelpack mit Olli Schulz kennt.</li><li id="footnote_1_591" class="footnote">So im wunderschönen, subtil resignierten &#8222;Wie siehts aus in Hamburg&#8220;.</li><li id="footnote_2_591" class="footnote">Der hier in einer großartigen Version zu sehen und zu hören ist.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/10/heureka-tomte-gehen-einen-schritt-zurueck-nach-vorn-werkstattnotiz-120/">»Heureka« &#8211; Tomte gehen einen Schritt zurück nach vorn | Werkstattnotiz 120</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Elektropop mit Herz » &#8222;My first trumpet&#8220; bezaubert mit &#8222;FRERK&#8220;</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/elektropop-mit-herz-my-first-trumpet-bezaubert-mit-frerk/</link>
					<comments>https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/elektropop-mit-herz-my-first-trumpet-bezaubert-mit-frerk/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Aug 2007 13:05:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tonspuren]]></category>
		<category><![CDATA[Popkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Popmusik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/12/elektropop-mit-herz-my-first-trumpet-bezaubert-mit-frerk/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Es ist nicht leicht, Musik zu machen. Und so gelingt es &#8211; hierzulande und anderswo &#8211; nur wenigen. Meist ist es Serienware nach Schema F, die einem aus den Hitradios entgegenblubbert. Nirgendwo sonst ist die Herrschaft der Mittelmäßigkeit offensichtlicher. Man wäre ja schon dankbar, wenn einem nicht stets erwartbar-monotone Hausmannskost präsentiert würde. Aber die Geringschätzung ... <a title="Elektropop mit Herz » &#8222;My first trumpet&#8220; bezaubert mit &#8222;FRERK&#8220;" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/elektropop-mit-herz-my-first-trumpet-bezaubert-mit-frerk/" aria-label="Mehr Informationen über Elektropop mit Herz » &#8222;My first trumpet&#8220; bezaubert mit &#8222;FRERK&#8220;">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es ist nicht leicht, Musik zu machen. Und so gelingt es &#8211; hierzulande und anderswo &#8211; nur wenigen. Meist ist es Serienware nach Schema F, die einem aus den Hitradios entgegenblubbert. Nirgendwo sonst ist die Herrschaft der Mittelmäßigkeit offensichtlicher. Man wäre ja schon dankbar, wenn einem nicht stets erwartbar-monotone Hausmannskost präsentiert würde. Aber die Geringschätzung des Hörers scheint ein Einstellungskriterium für hiesige Musikredakteure zu sein. Aber gibt es überhaupt Alternativen? Wo soll man anfangen zu suchen?</strong></p>
<p>Wenn es beispielsweise um zeitgenössischen Elektropop geht, so haben die interessantesten Produktionen allzu häufig ihren Ursprung im fernen Island oder eben in der oberbayerischen Indiehauptstadt <a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/Weilheim_in_Oberbayern" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Weilheim</a>. &#8222;Tertium non datur&#8220; &#8211; so könnte man bisweilen meinen. Wer freilich den Blick auf diese Orte der popmusikalischen Landkarte fokussiert, der verpasst möglicherweise spannende Entwicklungen, die an anderen Orten stattfinden. Denn nun bringt sich wieder einmal Hamburg als Keimzelle kreativer Musikprojekte in Erinnerung. Und das Schöne dabei: es handelt sich nicht um die etablierten Namen wie die mittlerweile abgetretenen &#8222;<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/04/22/abschied-eines-aelteren-junggesellen-blumfeld-halten-zum-letzten-mal-hof/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blumfeld</a>&#8222;, die swingenden Politlyriker &#8222;<a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Sterne_%28Band%29" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Sterne</a>&#8220; oder die Schule rund um das Indielabel &#8222;<a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/Grand_Hotel_van_Cleef" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Grand Hotel van Cleef</a>&#8222;. Denn es geht ja eben nicht um Gitarrenrock mit schlauen Texten. Daß der Künstler, der mit seinem neuesten Projekt für Aufsehen und Begeisterung sorgt, dennoch genau in der Gitarrenrocknische sozialisiert wurde, kommt aber nicht von ungefähr.</p>
<p>Szenenwechsel: Wir schreiben den August des Jahres 2007. Es handelt sich um einen der wenigen sommerlichen Tage und das angekündigte Gewitter entlädt sich glücklicherweise nicht über dem malerischen <a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/Chiemsee" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Chiemsee</a>. Denn am Rande der dortigen Gestade findet eine Hochzeitsfeierlichkeit statt, die aber &#8211; abgesehen davon, daß sich zwei junge Menschen im Kreise ihrer Freunde das Versprechen geben, auch in Zukunft füreinander da zu sein &#8211; doch durch ihren unkonventionellen Charme besticht.</p>
<p><strong>Kommt an den Tisch unter Pflaumenbäumen</strong><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/elektropop-mit-herz-my-first-trumpet-bezaubert-mit-frerk/#footnote_0_70" id="identifier_0_70" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Dazu forderte schon 1973 der Liedermacher Franz Josef Degenhardt auf.">1</a></p>
<p>Das mag daran liegen, daß unter Apfel- und Pflaumenbäumen die bestimmt längste <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2007/08/Kaffeetafel_02b.jpg" rel="lightbox">Kaffeetafel</a> der Welt aufgebaut ist und später die sanften Wellen des Chiemsees im Abendsonnenschein die Szenerie umrahmen. Bezeichnend für diese Hochzeitsfeier ist, daß nach Einbruch der Nacht in der Scheune eines alten Bauernhauses der versierte Musikfreak <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2007/08/Paul_02b.jpg" rel="lightbox">Paul</a><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/elektropop-mit-herz-my-first-trumpet-bezaubert-mit-frerk/#footnote_1_70" id="identifier_1_70" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Seines Zeichens nicht nur promovierter Chemiker, sondern auch &bdquo;kritischster Kritiker&ldquo;, Chronist und Freund der Indiepopband &bdquo;Tonair&bdquo;.">2</a> die Gäste zum Tanz bittet. Er öffnet sein Schallarchiv und präsentiert dem tanzfreudigen Publikum eine Indie-Perle nach der anderen. Gut, irgendwann wird auch mal ein Zugeständnis gemacht und ein alter &#8222;Wir sind Helden&#8220;-Song wird aufgelegt, aber abgesehen davon dominiert hochwertige und jedem Charterfolg unverdächtige Musik.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" style="border: 1px solid #666666; margin: 10px; padding: 1px;" src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2007/08/Kevin_Hamann_01a_Foto_TorbenIversen.jpg" alt="Kevin_Hamann_01a_Foto_TorbenIversen.jpg" width="260" height="347" align="right" />Das reicht von &#8222;<em><a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/Modest_Mouse" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Modest Mouse</a></em>&#8220; bis zu &#8222;<em><a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/Locas_in_Love" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Locas in Love</a></em>&#8222;. Und dann ertönt gar bester Schrammel-Songwriter-Pop: zu hören ist &#8222;<em>ClickClickDecker</em>&#8222;. Hinter diesem Etikett verbirgt sich &#8211; wie in der Wissenswerkstatt [<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/03/27/ueberzeugungstaetergitarrenrock-clickclickdecker/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a>] bereits berichtet wurde &#8211; der Ex-Berliner und Wahl-Hamburger Kevin Hamann. Er ist einer derjenigen Zeitgenossen, die zweifellos auf der richtigen Seite stehen und um ihren Gefühlen zwischen Melancholie und Euphorie Ausdruck zu verleihen, nichts weiter als eine Gitarre, ein Mikro und eine Bühne brauchen. Als &#8222;ClickClickDecker&#8220; ist Kevin Hamann großartig. Er besticht durch seine unprätentiöse Art des Musizierens, seine desillusionierten Alltags- und Daseinsbeobachtungen und die wunderbaren Texte. Und so fragt er dann schon auch mal: &#8222;Wer hat mir auf die Schuhe gekotzt&#8220;?</p>
<p><strong>Aufpassen, Gretschmann!</strong></p>
<p>Aber wer glaubt, daß sich Kevin Hamann auf diese Rolle des sympathischen Gitarren-Underdogs festlegen lassen wollte, der irrt. Man hätte seine weiteren Pfade freilich erahnen können, denn zuletzt war er auf Tour mit &#8222;<a href="http://www.dertanterenate.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Der Tante Renate</em></a>&#8222;. Und die vesucht sich als One-Man-Show im Nachweis, daß Gitarrensound mit Elektrobeats zusammen funktionieren. Genug Möglichkeit also für Kevin Hamann Anschauungsunterricht zu nehmen, wie es so geht mit den elektrisch unterstützten Möglichkeiten der akustischen Daseinsbereicherung. Aber Nachhilfe, so wird nun offenbar, hat Kevin Hamann gar nicht mehr nötig. Unter dem schönen Etikett &#8222;<em>My first trumpet</em>&#8220; hat Hamann nun nämlich ein erstes Album veröffentlicht. Es hört auf den Namen &#8222;<em>Frerk (aer009)</em>&#8220; und ist nichts weniger als die Entdeckung des Jahres!</p>
<p>Wenn man einer Person, die wohlinformiert und deren Musikgeschmack intakt ist, nur ein paar Takte des Albums vorspielt, so bekommt man genau zweierlei zu hören: &#8222;Wow, ich hab schon jetzt einen Ohrwurm&#8220; und &#8222;Ist das von &#8222;<em>Console</em>&#8222;?&#8220; Nicht schlecht getippt möchte man meinen, denn die Nähe zu den Sounds des Elektrogroßmeisters <a href="http://www.indiepedia.de/index.php/Martin_Gretschmann" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Martin Gretschmann</a> besteht wirklich. Gretschmann ist &#8211; das nebenbei &#8211; der Typ, der vor vielen Jahren den Kampf mit Tocotronic aufnahm,<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/elektropop-mit-herz-my-first-trumpet-bezaubert-mit-frerk/#footnote_2_70" id="identifier_2_70" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Mit seiner Adaption des Tocotronic-Klassikers Freiburg wu&szlig;te er &ndash; kein Wunder &ndash; zu gefallen. Dies lief damals unter dem Titel &bdquo;Console vs. Tocotronic: Freiburg V. 3.0&ldquo;">3</a> sich hauptsächlich aber in seinen Soloprojekten &#8222;<em>Console</em>&#8220; oder &#8222;<em>Acid Pauli</em>&#8220; austobt, daneben für das knarzige Blubbern und perlende Wummern bei &#8222;<em>13 &amp; God</em>&#8220; oder eben &#8222;<em>Notwist</em>&#8220; verantwortlich zeichnet. Mit anderen Worten: Gretschmann ist der ungekrönte König seines Fachs. Wer glaubt, daß tote, berechnende Software nur kalte, nüchterne Klänge produzieren kann, sollte sich Werke von Gretschmann anhören. Er versteht es mit seinen Klangzaubereien beispielsweise goldig-knisternde Stimmung zu verbreiten, dann aber wieder rumpelnd-irritierende Soundcollagen aus dem Ärmel zu schütteln.</p>
<p><strong>Angriff auf den Elektropop-Olymp</strong></p>
<p>Und wer diese Sätze als Loblied auf Martin Gretschmann interpretiert, der hat richtig verstanden. Nur: Kevin Hamann befindet sich in den besseren Songs seines Albums &#8222;Frerk (aer009)&#8220; auf einer Augenhöhe mit ihm. Und: wirklich schlechte Lieder gibt es keine. Die insgesamt zwölf Songs sind übrigens auf der Webseite des Netlabels &#8222;<a href="http://aerotone.300l600.de/index.php?id=2,73,0,0,1,0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">aerotone</a>&#8220; herunterzuladen.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/elektropop-mit-herz-my-first-trumpet-bezaubert-mit-frerk/#footnote_3_70" id="identifier_3_70" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Bemerkt wurde dies bislang nur an wenigen Stellen. Die Ver&ouml;ffentlichung ist jetzt zwei Wochen her und mal sehen, ob und wie die Sache Wellen schl&auml;gt. ;-) ">4</a> Ob es einfach die altruistische Ader von Kevin Hamann ist oder ob er tatsächlich keine Plattenfirma gefunden hat, die die Songs auf eine Silberscheibe presst, ist schwer zu sagen. Allerdings ist diesen zwölf Kabinettstücken weite Verbreitung und viel Applaus zu wünschen.</p>
<p>Im Grunde ist der Selbstauskunft anläßlich der Veröffentlichung wenig hinzuzufügen:</p>
<blockquote><p>Kevin &#8222;ClickClickDecker&#8220; Hamann is showing a slightly different side of his musical life. As &#8222;My first trumpet&#8220; he is enjoying a new freedom, not known from his many other projects. Quite hard to put into a certain genre, the album FRERK combines a couple of modern styles, all under the melody tree.</p>
<p>FRERK is a bedroom- and first trial production, never losing its beauty for melodic moments.</p></blockquote>
<p><a href="http://aerotone.300l600.de/index.php?id=2,73,0,0,1,0" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img loading="lazy" decoding="async" style="border: 1px solid #666666; margin: 10px; padding: 1px;" src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2007/08/Frerk_01a.jpg" alt="Frerk_01a.jpg" width="280" height="274" align="left" /></a>Die Selbstverständlichkeit mit der ganz beiläufig bezaubernde Melodien aus den Lautsprechern perlen ist freilich beachtenswert. Bereits der Opener &#8222;Pawlow&#8220; weist in knapp 1 1/2 Minuten den Weg: zarte, dahingestreute Pianoklänge, Orgel- und Synthiefragmente und das alles rein instrumental. Denn die bekannte, meist etwas überstrapaziert-krächzende Stimme von Kevin Hamann wird man auf diesem Album nicht hören. Er konzentriert sich auf das Zusammenfügen feiner Melodieelemente, die in so raffinierter Weise ineinandergreifen, daß man kaum glauben mag, daß es sich hier um ein Erstlingswerk handelt. Unaufdringliche Rhythmen bilden häufig den strukturellen Hintergrund und ab und an kommt auch dezent die Akustikgitarre zum Einsatz. So etwa im schönen &#8222;D. Kitt&#8220;, das schlicht meisterhaft gebaut ist.</p>
<p>Selten hat man so charmante Songs gehört, die jeweils in sich abwechslungsreich sind, dennoch als Album kohärent und stimmig. Der Ideenreichtum ist faszinierend. Postpop at it&#8217;s best. Insgesamt eine Platte, die rundum zu empfehlen ist. Alle, die etwa die Engels- und Sphärenmusik der Isländer &#8222;Sigur Rós&#8220; oder &#8222;Múm&#8220; schätzen oder der erwähnten Weilheimer Schule zugeneigt sind, werden nicht enttäuscht sein. Aber Achtung: nicht nur Martin Gretschmann sollte auf der Hut sein &#8211; die Songs von Kevin Hamann aka. &#8222;My first trumpet&#8220; haben ein erhöhtes Suchtpotential: wer sich das Album herunterlädt, läuft Gefahr, daß diese Lieder sein Leben zumindest einige Wochen begleiten. Beschweren darf sich freilich niemand, wenn er vom &#8222;My first trumpet&#8220;-Virus befallen ist: denn wie heißt eines der schönsten Lieder noch gleich? Genau: &#8222;Autonarkose&#8220; &#8211; man war also gewarnt!</p>
<p><em><strong>Update 07/2012:</strong> Die Songs sind inzwischen nicht mehr unter den oben angegebenen Links zu erreichen. Die neue Adresse, wo man FRERK anhören kann lautet: m<a  href="http://myfirsttrumpet.tumblr.com/listentofrerk">yfirsttrumpet.tumblr.com/listentofrerk</a></em></p>
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<p><em>Download:</em></p>
<ul>
<li>&#8222;My first trumpet&#8220; &#8211; FRERK &#8211; Alle 12 Songs zum Download [<a href="http://aerotone.300l600.de/index.php?id=2,73,0,0,1,0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier]</a></li>
<li>Zum Reinschnuppern: &#8222;<a href="http://www.aerotone.net/aer009/aer009-my_first_trumpet-11autonarkose.mp3" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Autonarkose</a>&#8220; [MP3]</li>
</ul>
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<p><em>Linktipps:</em></p>
<ul>
<li><a href="http://clickclickdecker.blogsport.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blog</a> von ClickClickDecker</li>
<li>&#8222;My first trumpet&#8220; bei MySpace [<a href="http://www.myspace.com/myfirsttrumpet" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a>]</li>
<li>Gretschmann, Martin (2006): <a href="http://images.zeit.de/text/online/2006/29/mein-leben-mit-musik-27" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ich gründe ein Label</a>, Die ZEIT, 17.7.2006</li>
<li><a href="http://www.br-online.de/kultur-szene/thema/weilheim/console.xml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Viele Infos</a> zu &#8222;Console&#8220; aka. Martin Gretschmann bei BR-Online</li>
</ul>
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<p><em>Plattentipps:</em></p>
<ul>
<li>Console: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000GQL8LI?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B000GQL8LI">Mono</a> (2006)</li>
<li>ClickClickDecker: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000I8OFR8?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B000I8OFR8">Nichts für Ungut</a> (2006)</li>
<li>ClickClickDecker: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B0007THE80?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B0007THE80">Ich habe keine Angst vor&#8230;</a> (2005)</li>
<li>Sigur Rós: <a href="Takk">Takk</a> (2005)</li>
<li>Múm: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000AGK9XC?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B000AGK9XC">Yesterday was dramatic &#8211; Today I&#8217;m OK </a>(2005)</li>
<li>Lali Puna: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B0001BPRDI?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B0001BPRDI">Faking the Books</a> (2004)</li>
<li>Notwist + Themselves: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B0007DHOOA?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B0007DHOOA">13 &amp; God</a> (2005)</li>
<li>Notwist: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B00008BL4F?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B00008BL4F">Neon Golden</a> (2002)</li>
<li>Franz-Josef Degenhardt: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B00000JP5L?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B00000JP5L">Kommt an den Tisch unter Pflaumenbäumen</a> (1973)</li>
</ul>
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<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_70" class="footnote">Dazu forderte schon 1973 der Liedermacher Franz Josef Degenhardt auf.</li><li id="footnote_1_70" class="footnote">Seines Zeichens nicht nur promovierter Chemiker, sondern auch &#8222;kritischster Kritiker&#8220;, <a href="http://www.tonair.de/frontend/front_content.php?idcat=1&amp;idside=7" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Chronist</a> und Freund der Indiepopband &#8222;<a href="http://www.tonair.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tonair</a>&#8222;.</li><li id="footnote_2_70" class="footnote">Mit seiner Adaption des Tocotronic-Klassikers Freiburg wußte er &#8211; kein Wunder &#8211; zu gefallen. Dies lief damals unter dem Titel &#8222;Console vs. Tocotronic: Freiburg V. 3.0&#8220;</li><li id="footnote_3_70" class="footnote">Bemerkt wurde dies bislang nur an <a href="http://acid42.bluechronicles.net/blog/?p=390" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wenigen</a> <a href="http://www.folge-mag.com/blog/?p=249" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stellen</a>. Die <a href="http://clickclickdecker.blogsport.de/2007/07/26/neues-album-kostenlos-runterladen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Veröffentlichung</a> ist jetzt zwei Wochen her und mal sehen, ob und wie die Sache Wellen schlägt. ;-) </li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/elektropop-mit-herz-my-first-trumpet-bezaubert-mit-frerk/">Elektropop mit Herz » &#8222;My first trumpet&#8220; bezaubert mit &#8222;FRERK&#8220;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Musikalische Highlights » Die Songs des Jahres &#124; Ranglisten des Jahres 2007 &#8211; II</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/musikalische-highlights-die-songs-des-jahres-ranglisten-des-jahres-2007-ii/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Jan 2008 17:46:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Tonspuren]]></category>
		<category><![CDATA[Popkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Popmusik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Und weiter geht es im Text: nachdem ich gestern die Zitate des Jahres 2007 präsentiert habe, folgt heute ein Rückblick auf die Pop- und Musikbranche. Daß meine Hitliste anders ausgesehen hätte, ist wohl nicht weiter verwunderlich. Die Musikredakteure des TIME-Magazine haben offenbar teilweise andere Vorlieben&#8230;  Nun ist das TIME-Magazine kein Musikfachblatt, aber die Popkultur gehört ... <a title="Musikalische Highlights » Die Songs des Jahres &#124; Ranglisten des Jahres 2007 &#8211; II" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/musikalische-highlights-die-songs-des-jahres-ranglisten-des-jahres-2007-ii/" aria-label="Mehr Informationen über Musikalische Highlights » Die Songs des Jahres &#124; Ranglisten des Jahres 2007 &#8211; II">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/musikalische-highlights-die-songs-des-jahres-ranglisten-des-jahres-2007-ii/">Musikalische Highlights » Die Songs des Jahres | Ranglisten des Jahres 2007 &#8211; II</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" style="margin: 8px;" src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2008/01/Top-Ten-2007.jpg" alt="Top-Ten-2007.jpg" width="107" height="144" align="right" /><strong>Und weiter geht es im Text: nachdem ich gestern die <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/14/praegende-saetze-die-wichtigsten-statements-ranglisten-des-jahres-2007-i/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zitate des Jahres 2007</a> präsentiert habe, folgt heute ein Rückblick auf die Pop- und Musikbranche. Daß meine Hitliste anders ausgesehen hätte, ist wohl nicht weiter verwunderlich. Die Musikredakteure des <a href="http://www.time.com/time/specials/2007/top10/article/0,30583,1686204_1686244_1690616,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">TIME-Magazine</a> haben offenbar teilweise andere Vorlieben&#8230; </strong></p>
<p>Nun ist das TIME-Magazine kein Musikfachblatt, aber die Popkultur gehört selbstverständlich immer zum Themengebiet einer breit aufgestellten Zeitschrift. Und &#8211; ich bin fast ein wenig verwundert &#8211; einige der Titel wären durchaus auch bei mir in die engere Wahl gekommen. Andere Songs hingegen entsprechen dann schon weniger meinem Geschmack oder sind gar so grausig, daß ich das Video erst gar nicht eingebunden habe. Aber genug der Vorrede &#8211; hier sind sie: die Songs des Jahres 2007 &#8211;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="center"><em><span style="font-size: medium;"><strong>Song-Top-10</strong></span></em></p>
<p><span style="font-size: large;">+1.</span> <strong>Rehab &#8211; Amy Winehouse</strong></p>
<p>Eins vorweg: ich bin kein Winehouse-Fan und von den Drogen- und Magersucht-Storys rund um die extravagante Souldiva eher etwas genervt. Wenn ich noch einen Wunsch für 2008 äußern dürfte: bitte liebe Künstler, liebe Pete Dohertys und Co., sorgt doch bitte wieder durch musikalisch-künstlerische Aktionen für Schlagzeilen. Ich mag nicht mehr lesen, daß ihr im Wochenrhythmus in Entzugskliniken eingeliefert werdet und wenige Stunden später durch den Hinterausgang wieder zur nächsten Bar torkelt&#8230;</p>
<p>Trotzdem: die Dame kann singen und das Lied ist gut.</p>
<ul>
<li>Aktuelles Album: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000YPWDSS?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B000YPWDSS">Back to black</a></li>
</ul>
<p><object width="425" height="373"><param value="http://www.youtube.com/v/RKVbgkfFygY&amp;rel=1&amp;border=1" name="movie" /><param value="transparent" name="wmode" /><embed width="425" height="373" wmode="transparent" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/RKVbgkfFygY&amp;rel=1&amp;border=1" /></object></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-size: large;">+2.</span> <strong>1 2 3 4 &#8211; Feist</strong></p>
<p>Schon seit längerer Zeit bin ich bekennender Sympathisant der Darbietungen von <a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/Leslie_Feist" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Leslie Feist</a>. Es ist nun schon bald 4 Jahre her, daß sie mich mit ihrem Debütalbum &#8222;Let It Die&#8220; erfreute. Und der damalige Song &#8222;Gatekeeper&#8220; ist wirklich wunderbar. Kein Zweifel: die Kanadierin, die auch schon mit &#8222;Broken Social Scene&#8220; kollaborierte, gehört zu den Guten.</p>
<p>Der Song &#8222;1 2 3 4&#8220; ist verspielt, souverän dargeboten und es gibt einige nette Details. Ob er sich so hoch plaziert hätte, wenn Apple ihn nicht für die iPod-Werbekampagne genutzt hätte? Denn im Grunde ist er doch etwas harmlos, oder?<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/musikalische-highlights-die-songs-des-jahres-ranglisten-des-jahres-2007-ii/#footnote_0_174" id="identifier_0_174" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Eigentlich traurig, da&szlig; respektable K&uuml;nstler erst durch solche Kooperationen &bdquo;bekannt&ldquo; werden">1</a></p>
<p><em>Empfehlenswerte Alben:</em></p>
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<li>2004: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000BRPCDW?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B000BRPCDW">Let it die</a></li>
<li>2007: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000NPE7YC?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B000NPE7YC">The Reminder</a></li>
</ul>
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<p><object width="425" height="373"><param value="http://www.youtube.com/v/p8Z-DIAthbM&amp;rel=1&amp;border=1" name="movie" /><param value="transparent" name="wmode" /><embed width="425" height="373" wmode="transparent" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/p8Z-DIAthbM&amp;rel=1&amp;border=1" /></object></p>
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<p><span style="font-size: large;">+3.</span> <strong>Umbrella &#8211; Rihanna</strong></p>
<p>So, nun auf Platz 3 befindet sich ein Song und eine Künstlerin, von der ich bislang noch nie etwas gehört habe. Das TIME-Magazine preist diesen Titel als &#8222;The sexiest song of 2007&#8220; an. Naja, es ist nicht meine Musik. Und ich vermute, daß der Song in den einschlägigen 08/15-Hitradios die letzte Saison rauf und runter gespielt wurde&#8230; Es gibt schlimmeres.</p>
<p><object width="425" height="373"><param value="http://www.youtube.com/v/q8Az0qxQMxM&amp;rel=1&amp;border=1" name="movie" /><param value="transparent" name="wmode" /><embed width="425" height="373" wmode="transparent" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/q8Az0qxQMxM&amp;rel=1&amp;border=1" /></object><br />
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<p><span style="font-size: large;">+4</span>. <strong>All My Friends &#8211; LCD Soundsystem</strong></p>
<p>Knapp an den Medaillenrängen ist das &#8222;<a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/LCD_Soundsystem" target="_blank" rel="noopener noreferrer">LCD Soundsystem</a>&#8220; vorbeigeschrammt. Wieder deutlich näher an der Sorte Musik, wie ich sie präferiere. Dennoch zählt diese Art Disco-Dance-Pop nicht zu meinen Favoriten. Das Album &#8222;Sound of Silver&#8220; wurde von der Kritik allerdings recht einhellig gelobt. Meinetwegen. Der vorwärtstreibende Rhythmus, die suggestiv-dynamische Gesang hat was und gegen Ende wird daraus ja für einige Sekunden beinahe soetwas wie Rockmusik. ;-)</p>
<ul>
<li>Aktuelles Album: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000M3452Y?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B000M3452Y">Sound of Silver</a></li>
</ul>
<p><object width="425" height="373"><param value="http://www.youtube.com/v/i2V_ZT-nyOs&amp;rel=1&amp;border=1" name="movie" /><param value="transparent" name="wmode" /><embed width="425" height="373" wmode="transparent" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/i2V_ZT-nyOs&amp;rel=1&amp;border=1" /></object></p>
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<p><span style="font-size: large;">+5.</span> <strong>Jigsaw Falling Into Place &#8211; Radiohead</strong></p>
<p>Immerhin auf Platz 5 ein Song, dessen Video ich bereits vor 2 Monaten präsentieren wollte. Denn das Video (unbedingt ansehen!) ist genauso bemerkenswert wie der Song und die gesamte Band. Radiohead haben es 2007 durch ihren <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/10/02/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-16/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wohlkalkulierten Coup</a> geschafft, nicht nur eines der besten Alben des Jahres vorzulegen, sondern sich gleichzeitig auch als Wegbereiter und Schrittmacher für neue Vermarktungsmodelle in der Musikbranche zu betätigen. Die <a href="http://www.sprachspielerin.de/musik-dazu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sprachspielerin</a> hat bspw. einige englische Pfund in das Album investiert. Einfach so. Weil man Musik schätzt. Begreift man das vielleicht auch in den Musikkonzernen?</p>
<p>Zum Song: relativ typisch Radiohead, oder? Am eindrücklichsten natürlich die Stimme Thom Yorkes. Lakonisch, melancholisch, gut. Und die Idee, die gesamte Band mit Helmkameras auszustatten, hat was. Hier wird noch auf ehrliche Art und Weise Musik gemacht. Mir gefällt&#8217;s.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/musikalische-highlights-die-songs-des-jahres-ranglisten-des-jahres-2007-ii/#footnote_1_174" id="identifier_1_174" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Gehen die Herrschaften &ndash; ich hab mich noch nicht schlau gemacht &ndash; eigentlich demn&auml;chst auf Tour?">2</a></p>
<ul>
<li>Aktuelles Album:<a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000YIXBVI?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=B000YIXBVI"> In Rainbows</a></li>
</ul>
<p><object width="425" height="373"><param value="http://www.youtube.com/v/UKrsBVFsfIQ&amp;rel=1&amp;border=1" name="movie" /><param value="transparent" name="wmode" /><embed width="425" height="373" wmode="transparent" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/UKrsBVFsfIQ&amp;rel=1&amp;border=1" /></object></p>
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<p><span style="font-size: large;">+6. </span><strong>I Get Money &#8211; 50 Cent</strong></p>
<p>Puh!, Ich habe es befürchtet, irgendwann mußte ja eine Stilrichtung kommen, mit ich rein gar nichts anfangen kann. Sorry, das Video erspare ich mir und Euch. Sonnenbebrillte, trainingsklamottentragende Rapper, die wahlweise mit leichtbekleideten Mädchen oder vor futuristischen Autos posieren, sind nicht mein Ding.</p>
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<p><span style="font-size: large;">+7.</span> <strong>Hey There Delilah &#8211; Plain White T&#8217;s</strong></p>
<p>So, wenigstens durch die Wahl auf Platz 7 bin ich versöhnt. Die US-Indieband &#8222;<a  href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Plain_White_T%E2%80%99s&amp;oldid=41190710" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Plain White T’s</a>&#8220; imponiert nicht durch die Neuerfindung des Rades, aber was hier musikalisch und gesanglich geboten wird, ist wirklich ausgesprochen schön.</p>
<p>Natürlich hat man sowas schon mal irgendwo gehört. Aber die Kombination des unprätentiösen Gesangs von Frontmann Tom Higgenson mit dem zurückgenommenen Gitarrespiel gefällt. Und wenn dann irgendwann noch eine Geige assistiert und später noch ein Cello unterstützend eingreift, dann ist das mehr als respektabel. Ein wirklich schönes Lied, ein vorbildlicher Lovesong und ein sehenswertes ruhiges Video.</p>
<ul>
<li>Aktuelles Album: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000U9WZGS?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B000U9WZGS">Every Second Counts</a></li>
</ul>
<p><object width="425" height="373"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/EbJtYqBYCV8&amp;rel=1&amp;border=1" /><param name="wmode" value="transparent" /><embed width="425" height="373" src="http://www.youtube.com/v/EbJtYqBYCV8&amp;rel=1&amp;border=1" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" /></object></p>
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<p><span style="font-size: large;">+8. </span><strong>Me Llaman Calle &#8211; Manu Chao</strong></p>
<p>Über diesen Song werden sich vermutlich einige Menschen aus meinem Freundeskreis sehr freuen. Und das Münchner Konzert von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Manu_Chao" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Manu Chao</a> soll dem Vernehmen nach auch klasse gewesen sein.</p>
<p>Ich selbst stehe dieser &#8222;Weltmusik&#8220;<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/musikalische-highlights-die-songs-des-jahres-ranglisten-des-jahres-2007-ii/#footnote_2_174" id="identifier_2_174" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Manu Chao bezeichnet seinen Stilmix ja als &bdquo;Mestizo&ldquo;, der sich u.a. aus Rock, Rap, Ska, Reggae, Salsa und Flamenco zusammensetzt.">3</a> etwas unentschlossen gegenüber: einerseits ist mir der Versuch, verschiedene musikalische Traditionslinien zu verknüpfen und dabei u.a. noch auf die soziale Lage der lateinamerikanischen Bevölkerung aufmerksam zu machen, sympathisch, allerdings kann ich mich wohl in diesem Leben nicht mehr wirklich für Flamenco-Rhythmen (die diesen Song dominieren) begeistern.</p>
<ul>
<li>Aktuelles Album: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000TLEH3Q?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=B000TLEH3Q">La Radiolina</a></li>
</ul>
<p><object width="425" height="373"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/lzZWXUfIyIs&amp;rel=1&amp;border=1" /><param name="wmode" value="transparent" /><embed width="425" height="373" src="http://www.youtube.com/v/lzZWXUfIyIs&amp;rel=1&amp;border=1" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" /></object></p>
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<p><span style="font-size: large;">+9.</span> <strong>Potential Break-up Song &#8211; Aly &amp; AJ</strong></p>
<p>Hier muß ich wieder einmal meine Ignoranz gegenüber aktuellen Pop-Superhits eingestehen. Ich kannte weder den Titel, noch die singenden und tänzelnden Schwestern Alyson Renae und Amanda Michalka.</p>
<p>Wie ich kurz recherchiert habe, ist <a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alyson_Michalka" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Alyson Renae Michalka</a> v.a. als US-Serienschauspielerin bekannt geworden. Naja, vielleicht ist ihre schauspielerische Leistung ja überzeugender. Der Song ist jedenfalls Einheitskost von der Stange. Er tut nicht weh, sitzt aber auch nicht richtig. Im Grunde: überflüssig.</p>
<p><object width="425" height="373"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/bqpA5Acc8-c&amp;rel=1&amp;border=1" /><param name="wmode" value="transparent" /><embed width="425" height="373" src="http://www.youtube.com/v/bqpA5Acc8-c&amp;rel=1&amp;border=1" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" /></object></p>
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<p><span style="font-size: large;">+10. </span><strong>Baby Fratelli &#8211; The Fratellis</strong></p>
<p>Zum Abschluß nochmal eine Band, die geradlinigen Indie-Rock mit Punkelementen mischt. Allerdings verwundert es mich fast, daß die <a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fratellis" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dreiköpfige Band</a> aus Glasgow in dieser Topliste vertreten ist. Ich hätte mir <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/11/genie-und-wahnsinn-die-singularitaet-der-kanadischen-band-arcade-fire/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">andere Künstler</a> auch vorstellen können. Naja, bemerkenswert ist, daß &#8211; genauso wie bei Leslie Feist auf Platz 2 &#8211; ein Apple-iPod-Fernseh-Spot den Durchbruch brachte: im Januar wurde der Fratelli-Song &#8222;Flathead&#8220; von Apple zur Promotion eingesetzt.</p>
<p><object width="425" height="373"><param value="http://www.youtube.com/v/VTsZ-u3ozY0&amp;rel=1&amp;border=1" name="movie" /><param value="transparent" name="wmode" /><embed width="425" height="373" wmode="transparent" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/VTsZ-u3ozY0&amp;rel=1&amp;border=1" /></object></p>
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<p>So, war Euer Song des Jahres dabei?<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/musikalische-highlights-die-songs-des-jahres-ranglisten-des-jahres-2007-ii/#footnote_3_174" id="identifier_3_174" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Einige Musik-Fachblogs &ndash; wie etwa Nicorola &ndash; haben ja bereits &uuml;ber die Favoriten abstimmen lassen. Das Ergebnis sieht dort nat&uuml;rlich anders aus&hellip; Und viele Kollegen haben einfach ihre pers&ouml;nliche Jahres-Favoritenliste als Ma&szlig;stab genommen; etwa Julia, Nico und auch Nicorola">4</a> Um ehrlich zu sein, könnte mich weniges mehr schockieren, als wenn das TIME-Magazin eine Topliste veröffentlichte, die identisch mit der meinigen wäre. ;-)</p>
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<p><em>Empfehlungen für Listenliebhaber:</em></p>
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<li>Schott, Ben (2008): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3827007518?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3827007518">Schotts Sammelsurium 2008</a>. Bloomsbury.</li>
<li>Ankowitwsch, Christian (2006): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3442153816?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3442153816">Dr. Ankowitschs Kleines Konversations-Lexikon</a>. Goldmann.</li>
<li>Wallechinsky, David &amp; Wallace, Amy (2006): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3548368913?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3548368913">Das große Buch der Listen</a>. Wissenswertes, Kurioses und Überflüssiges. Ullstein.</li>
<li>Schott, Ben (2005): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3827006074?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3827006074">Schotts Sammelsurium Essen &amp; Trinken</a>. Bloomsbury.</li>
</ul>
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<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_174" class="footnote">Eigentlich traurig, daß respektable Künstler erst durch solche Kooperationen &#8222;bekannt&#8220; werden</li><li id="footnote_1_174" class="footnote">Gehen die Herrschaften &#8211; ich hab mich noch nicht schlau gemacht &#8211; eigentlich demnächst auf Tour?</li><li id="footnote_2_174" class="footnote">Manu Chao bezeichnet seinen Stilmix ja als &#8222;Mestizo&#8220;, der sich u.a. aus Rock, Rap, Ska, Reggae, Salsa und Flamenco zusammensetzt.</li><li id="footnote_3_174" class="footnote">Einige Musik-Fachblogs &#8211; wie etwa <a href="http://www.nicorola.de/?p=3307" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nicorola</a> &#8211; haben ja bereits über die Favoriten abstimmen lassen. Das Ergebnis sieht dort natürlich anders aus&#8230; Und viele Kollegen haben einfach ihre persönliche Jahres-Favoritenliste als Maßstab genommen; etwa <a href="http://49suns.de/2008-01-12/2007-musikalisch-laut-lastfm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Julia</a>, <a href="http://www.spreeblick.com/2007/12/29/popgun-03-%e2%80%93-jahresliste/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nico</a> und auch <a href="http://www.nicorola.de/?p=3312" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nicorola</a></li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/musikalische-highlights-die-songs-des-jahres-ranglisten-des-jahres-2007-ii/">Musikalische Highlights » Die Songs des Jahres | Ranglisten des Jahres 2007 &#8211; II</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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					<wfw:commentRss>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/musikalische-highlights-die-songs-des-jahres-ranglisten-des-jahres-2007-ii/feed/</wfw:commentRss>
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