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	<title>Ökologie Archive &#187; Wissenswerkstatt</title>
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	<description>Blog zu Wissenschaft &#38; Wissenschaftskommunikation </description>
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	<title>Ökologie Archive &#187; Wissenswerkstatt</title>
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		<title>Meeresforschung im METEOR-Logbuch » Leider nur in der Web-1.0-Variante &#124; kurz&#038;knapp 28</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Apr 2008 09:03:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftskommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Ökologie]]></category>
		<category><![CDATA[Blogosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Daß Blog die Abkürzung von Weblog ist und hierbei das &#8222;Logbuch&#8220; Pate stand ist hinlänglich bekannt.1 Und welche Thematik eignete sich besser für einen Blog, als die Ereignisse an Bord eines Schiffes? Und tatsächlich gibt es &#8211; wie ich eben bei Text&#38;Blog lese &#8211; ab sofort die Möglichkeit, die Logbucheinträge von Forschern und Crewmitgliedern der ... <a title="Meeresforschung im METEOR-Logbuch » Leider nur in der Web-1.0-Variante &#124; kurz&#038;knapp 28" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/meeresforschung-im-meteor-logbuch-leider-nur-in-der-web-10-variante-kurzknapp-28/" aria-label="Mehr Informationen über Meeresforschung im METEOR-Logbuch » Leider nur in der Web-1.0-Variante &#124; kurz&#038;knapp 28">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/meeresforschung-im-meteor-logbuch-leider-nur-in-der-web-10-variante-kurzknapp-28/">Meeresforschung im METEOR-Logbuch » Leider nur in der Web-1.0-Variante | kurz&#038;knapp 28</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-248" style="border: 1px solid #dcdcdc; margin: 6px; float: right;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/uploads/2008/04/meteor_01.jpg" alt="Forschungsschiff Meteor" width="230" height="142" /><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:MET03.jpg"></a><strong> Daß Blog die Abkürzung von Weblog ist und hierbei das &#8222;Logbuch&#8220; Pate stand ist hinlänglich bekannt.</strong><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/meeresforschung-im-meteor-logbuch-leider-nur-in-der-web-10-variante-kurzknapp-28/#footnote_0_245" id="identifier_0_245" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Auch wenn ich gestehen mu&szlig;, da&szlig; ich selbst nicht konsequent &bdquo;das&ldquo; Blog sage bzw. schreibe, sondern h&auml;ufiger &bdquo;der&ldquo;&hellip;">1</a> <strong> Und welche Thematik eignete sich besser für einen Blog, als die Ereignisse an Bord eines Schiffes?</strong></p>
<p style="text-align: left;">Und tatsächlich gibt es &#8211; wie ich eben bei <a href="http://textundblog.de/?p=2137" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Text&amp;Blog</a> lese &#8211; ab sofort die Möglichkeit, die Logbucheinträge von Forschern und Crewmitgliedern der &#8222;Meteor&#8220; nachzulesen, die derzeit in den Gewässern vor Namibia schippert.</p>
<p style="text-align: left;">Die &#8222;<a  href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Meteor_%28Forschungsschiff%29&amp;oldid=44720865" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Meteor</a>&#8220; ist übrigens das jüngste Exemplar einer traditionsreichen &#8222;Forschungsschiff-Dynastie&#8220;. Die &#8222;erste&#8220; Meteor lief am 26.2.1914 in der Kaiserlichen Werft von Danzig vom Stapel und die jetzige Meteor wurde 1986 in Travemünde gebaut. Insgesamt bietet das fast 100m lange Schiff Platz für knapp 30 Wissenschaftler und ebensoviele Besatzungsmitglieder. Und &#8211; letzte Info für Zahlenfreaks &#8211; wenn es sein muß, dann macht die Meteor 12 Knoten. Die <a href="http://www.marum.de/METEOR-Logbuch.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Info</a> zur aktuellen Mission liest sich auf der Website so:</p>
<blockquote style="text-align: left;"><p>&#8222;Vom 12. April bis zum 25. Mai untersuchen Forscher des MARUM<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/meeresforschung-im-meteor-logbuch-leider-nur-in-der-web-10-variante-kurzknapp-28/#footnote_1_245" id="identifier_1_245" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Unter diesem Forschungsverbund versammeln sich u.a. Geowissenschaftler, Ozeanographen und Biologen der Uni Bremen, sowie Forscher des dortigen Max-Planck-Instituts und des Alfred-Wegener-Instituts f&uuml;r Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven.">2</a> von Bord des Forschungsschiffes METEOR die so genannte tiefe Biosphäre vor Namibia. Dabei handelt es sich um das vermutlich größte Ökosystem der Welt, nämlich einzellige Lebewesen, die bis mehrere hundert Meter tief im Ozeanboden verborgen leben.&#8220;</p></blockquote>
<p style="text-align: left;">Ich finde die Idee klasse und mit Sicherheit gewinnt man hier spannende Einblicke in die Arbeit der Ingenieure und Wissenschaftler auf dem Forschungsschiff. Und <a href="http://www.planeterde.de/internationales-jahr-des-planeten/meteor-blog/fahrtleiter-logbuch/logbuch-11-april-2008/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> gibt es den 1. Logbuch-Eintrag.</p>
<h4 class="pullquote" style="text-align: left;">Weshalb verzichtet man ausgerechnet auf solche Features, die einen Blog erst richtig spannend machen? Kommentare sind offenbar nicht erwünscht, genausowenig kann man sich die Beiträge per RSS holen&#8230;</h4>
<p style="text-align: left;">Allerdings frage ich mich, weshalb man nicht wirklich konsequent das Weblog-Prinzip verfolgt: denn eine Kommentarfunktion gibt es nicht.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/meeresforschung-im-meteor-logbuch-leider-nur-in-der-web-10-variante-kurzknapp-28/#footnote_2_245" id="identifier_2_245" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Und ob Trackbacks angezeigt werden, halte ich auch f&uuml;r fraglich bzw. f&uuml;r ziemlich unwahrscheinlich. Werde es aber mit diesem Beitrag testen. ;-) ">3</a> Eigentlich schade, denn möglicherweise wäre es für die Logbuchschreiber auch spannend, wenn sie die Reaktionen der Leser verfolgen könnten.</p>
<p style="text-align: left;">Weshalb &#8222;kastriert&#8220; man einen Blog genau um diese wesentliche Funktion? Daß man auch keinen RSS-Feed anbietet, wundert da kaum noch. Und auch an der Navigation bzw. Übersichtlichkeit der Website ließe sich meiner Meinung nach vieles verbessern.</p>
<p style="text-align: left;">Dennoch ein Lesetipp:</p>
<ul style="text-align: left;">
<li><a href="http://www.planeterde.de/internationales-jahr-des-planeten/meteor-blog" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.planeterde.de/internationales-jahr-des-planeten/meteor-blog</a></li>
</ul>
<div class="invisible" style="text-align: left;">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p style="text-align: left;"><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Ozean">Ozean</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Meteor">Meteor</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Wissenschaft">Wissenschaft</a></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_245" class="footnote">Auch wenn ich gestehen muß, daß ich selbst nicht konsequent &#8222;das&#8220; Blog sage bzw. schreibe, sondern häufiger &#8222;der&#8220;&#8230;</li><li id="footnote_1_245" class="footnote">Unter diesem Forschungsverbund versammeln sich u.a. Geowissenschaftler, Ozeanographen und Biologen der Uni Bremen, sowie Forscher des dortigen Max-Planck-Instituts und des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven.</li><li id="footnote_2_245" class="footnote">Und ob Trackbacks angezeigt werden, halte ich auch für fraglich bzw. für ziemlich unwahrscheinlich. Werde es aber mit diesem Beitrag testen. ;-) </li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/meeresforschung-im-meteor-logbuch-leider-nur-in-der-web-10-variante-kurzknapp-28/">Meeresforschung im METEOR-Logbuch » Leider nur in der Web-1.0-Variante | kurz&#038;knapp 28</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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		<title>Wie es Euch gefällt&#8230; » Argumentative Pirouetten und die Frage nach dem Tempolimit auf Autobahnen &#124; Werkstattnotiz XXVI</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/wie-es-euch-gefaellt-argumentative-pirouetten-und-die-frage-nach-dem-tempolimit-auf-autobahnen-werkstattnotiz-xxvi/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 Nov 2007 12:30:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ökologie]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Genau vor einer Woche stimmte die Mehrheit der Delegierten beim Hamburger SPD-Parteitag für die Einführung eines Tempolimits auf deutschen Autobahnen. Sie widersetzten sich damit der Empfehlung der Parteiführung und leiteten damit eine neue Runde in der nun schon über 30 Jahre andauernden Diskussion um Geschwindigkeitsbegrenzungen ein.&#160; Die Argumente zwischen den verschiedenen Interessensgruppen sind schon längst ... <a title="Wie es Euch gefällt&#8230; » Argumentative Pirouetten und die Frage nach dem Tempolimit auf Autobahnen &#124; Werkstattnotiz XXVI" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/wie-es-euch-gefaellt-argumentative-pirouetten-und-die-frage-nach-dem-tempolimit-auf-autobahnen-werkstattnotiz-xxvi/" aria-label="Mehr Informationen über Wie es Euch gefällt&#8230; » Argumentative Pirouetten und die Frage nach dem Tempolimit auf Autobahnen &#124; Werkstattnotiz XXVI">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/wie-es-euch-gefaellt-argumentative-pirouetten-und-die-frage-nach-dem-tempolimit-auf-autobahnen-werkstattnotiz-xxvi/">Wie es Euch gefällt&#8230; » Argumentative Pirouetten und die Frage nach dem Tempolimit auf Autobahnen | Werkstattnotiz XXVI</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Genau vor einer Woche stimmte die Mehrheit der Delegierten beim Hamburger SPD-Parteitag für die Einführung eines Tempolimits auf deutschen Autobahnen. Sie widersetzten sich damit der Empfehlung der Parteiführung und leiteten damit eine neue Runde in der nun schon über 30 Jahre andauernden Diskussion um Geschwindigkeitsbegrenzungen ein.&nbsp;</strong></p>
<p>Die Argumente zwischen den verschiedenen Interessensgruppen sind schon längst ausgetauscht. Und ebenso klar ist: der Umstand, daß auf über 50% Prozent des deutschen Autobahn-Wegenetzes kein Tempolimit einzuhalten ist, ist europaweit quasi einzigartig.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/wie-es-euch-gefaellt-argumentative-pirouetten-und-die-frage-nach-dem-tempolimit-auf-autobahnen-werkstattnotiz-xxvi/#footnote_0_119" id="identifier_0_119" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Lediglich in Island und auf der Isle of Man gibt es ebenfalls keine Geschwindigkeitsbegrenzungen.">1</a> Seitdem freilich das Thema Klimaschutz auf der politischen Agenda an prominenter Stelle steht und die Reduktion der CO2-Emissionen ein wichtiges Anliegen jeder Regierung sein muß, haben die Befürworter des alten Slogans &quot;<em>Freie Fahrt für freie Bürger</em>&quot; noch schlechtere argumentative Karten.&nbsp;</p>
<p>Da werden dann bisweilen haarsträubende argumentative Pirouetten gedreht, um letztlich doch an der bisherigen Linie festzuhalten. CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla meldet sich kaum überraschend mit Sätzen wie diesem zu Wort:</p>
<blockquote>
<p>„Der Nutzen eines allgemeinen Tempolimits steht in keinem Verhältnis zu den Einschränkungen für die Autofahrer. Mit der CDU sind solche Gängeleien nicht zu machen.“ <em>[Quelle: <a target="_blank" href="http://www.welt.de/politik/article1305874/Koalitionsstreit_ueber_Forderung_nach_Tempolimit.html" rel="noopener noreferrer">Welt</a>]</em></p>
</blockquote>
<p>Die Erklärung, weshalb eine Geschwindigkeitsobergrenze allerdings eine Gängelung darstellt, bleibt er freilich schuldig. Schließlich ist der Straßenverkehr an allen Ecken und Enden reglementiert, wieso nicht was die Fahrgeschwindigkeit auf Autobahnen angeht?</p>
<p><strong>Politisches Argumentationskabarett</strong></p>
<p>Die obskursten Argumente, die immer wieder bemüht werden, lauten dann u.a. so:</p>
<blockquote>
<p>&quot;Auf geraden Straßen besteht bei Tempo 130 die Gefahr einzuschlafen.&quot;</p>
</blockquote>
<p>Nur seltsam, daß unter solchen Umständen überhaupt Kraftfahrzeuge zugelassen sind, die dieses offenbar prekäre Limit nur kaum oder nicht überschreiten.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/wie-es-euch-gefaellt-argumentative-pirouetten-und-die-frage-nach-dem-tempolimit-auf-autobahnen-werkstattnotiz-xxvi/#footnote_1_119" id="identifier_1_119" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Schw&auml;cher motorisierte PKWs &auml;lterer Baujahre erreichen h&ouml;chstens auf absch&uuml;ssiger Strecke 140km/h oder mehr..">2</a> Und sollte man &#8211; wenn diese Einschlafgefahr so triftig ist &#8211; nicht viel eher sogar eine Mindestgeschwindigkeit einführen? Also eine Verpflichtung mindestens 130km/h zu fahren? ;-) &nbsp;</p>
<blockquote>
<p>&quot;Das Tempolimit würde vermutlich unzureichend befolgt, die Polizei wäre mit der Kontrolle überfordert.&quot;&nbsp;</p>
</blockquote>
<p>Naja, diese Argumentationslogik ist ähnlich gewagt. Interessante Vorstellung, wenn alle Verhaltensweisen, die nur schwer kontrollierbar sind, plötzlich freigegeben werden.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/wie-es-euch-gefaellt-argumentative-pirouetten-und-die-frage-nach-dem-tempolimit-auf-autobahnen-werkstattnotiz-xxvi/#footnote_2_119" id="identifier_2_119" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wie sieht es hier mit der Legalisierung weicher Drogen aus? Lehrt nicht die Erfahrung ebenso, da&szlig; die Polizei kaum alle kiffenden Jugendlichen kontrollieren kann? ;-) ">3</a></p>
<p><strong>Es nützt ja nur ein bißchen&#8230;&nbsp;</strong></p>
<p>Eine der aktuellen Diskussionen kreist um die Frage, wieviele CO2 durch ein Tempolimit eingespart werden könnte. Die Berechnungen gehen hier etwas auseinander, aber auch Skeptiker räumen ein, daß wohl wenigstens 2,5 Millionen Tonnen CO2 durch diese Maßnahme eingespart werden könnten. Jedoch sei das ja gerade &#8211; so das Lamento &#8211; mal ein knappes Prozent des Gesamtvolumens, das die Bundesrepublik ingesamt gemäß der Klimaschutzabkommen einsparen will bzw. muß. Insofern seien diese 2,5 Millionen Tonnen ja kaum der Rede wert&#8230;</p>
<p>Auch eine interessante Logik &#8211; schließlich lassen sich auf diese Weise auch fast alle andere Klimaschutzmaßnahmen (Energiesparlampen, Stand-By-Schaltung, Nutzung des ÖPNV&nbsp; etc.) als überflüssig delegitimieren. </p>
<h4 class="pullquote">Keine Argumente pro Tempolimit? Was zählt die Reduktion der CO2-Emissionen? Was zählen weniger Verkehrstote pro Jahr? <br /></h4>
<p>Nach diesem Muster könnte man noch weitere &quot;<em>Argumente</em>&quot; der Autofahrerlobby zerpflücken. Die zu erwartende Anzahl der Verkehrstoten, die sich vermindern ließe, gehört ebenfalls dazu. Der ADAC sieht hier freilich (entgegen allen Erfahrungen aus den Nachbarländern oder den Expertenmeinungen von Verkehrswissenschaftlern) keine Vorteile, die sich aus einem Tempolimit ergeben&#8230;</p>
<p>Kurz und prägnant nimmt Gregor Honsel auf dem Technoloy Review-Blog <a href="http://www.heise.de/tr/blog/artikel/98346/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dazu Stellung</a>: </p>
<blockquote><p>„Es gibt kein einziges sachliches Argument, das ein Tempolimit rechtfertigt“, meint CDU-Bundestagsfraktionsvorsitzender Volker Kauder. Bitte sehr, hier sind welche: Die kinetische Energie nimmt im Quadrat zur Geschwindigkeit zu. Zwischen rechter und linker Spur herrscht heute manchmal eine Geschwindigkeitsdifferenz von mehr als hundert Stundenkilometer. Haben diese beiden Fakten einen Einfluss auf die Sicherheit? Definitiv.</p></blockquote>
<p>Übrig bleibt dann nur noch die Frage, ob ein Tempolimit auf Akzeptanz bei der Bevölkerung stieße. Die volkskundigen Herrschaften von ADAC oder CDU glauben zu wissen, daß <em>der</em> Autofahrer &#8211; womit wohl auch alle anderen Bürger/innen eingeschlossen sind &#8211; keine Beschränkung wolle. Bestätigt wird diese Haltung durch Umfragen, wie diejenige von FORSA (durchgeführt diese Woche). ntv vermeldet dann auch prompt &quot;<a href="http://www.n-tv.de/873816.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Tempolimit 130 unpopulär</em></a>&quot;. </p>
<h4 class="pullquote">&quot;Die Menschen wollen kein Tempolimit!&quot; &#8211; Ach, wirklich? <br /></h4>
<p> Die aktuellen Zahlen weisen dann aber bei genauem Hinsehen lediglich 54% der Befragten aus, die kein Limit wollen, gegen 46%, die sich ein Tempolimit wünschen. Und, zur Erinnerung: im Frühjahr ergab dieselbe Frage (ebenfalls von FORSA durchgeführt, nachlesbar: <a href="http://www.stern.de/presse/vorab/582023.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a>) genau das gegenteilige Ergebnis: 60% wollten damals die Einführung von Tempobegrenzungen. Will also nochmals ernsthaft jemand behaupten, man stelle sich mit einem Tempolimit <em>gegen</em> die Bevölkerung?</p>
<p>Und abgesehen davon: seit wann ist die &quot;<em>Meinung</em>&quot; der Bevölkerung  die Richtschnur für Entscheidungen der Bundesregierung &#8211; wurde bei den HartzIV-Gesetzen, der Erhöhung der Mehrwertsteuer etc. auch zur Bedingung gemacht, daß eine 2/3-Mehrheit diesen Schritten im Vorfeld zustimmt? </p>
<p></p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><em>&nbsp;Links:</em></p>
<ul>
<li>ntv: <a href="http://www.n-tv.de/873816.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tempolimit 130 unpopulär</a>, 1.11.2007</li>
</ul>
<ul>
<li>Umweltbundesamt (2003): CO2-Minderung im Verkehr, Studie, [<a href="http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/2606.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">PDF</a>] </li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_119" class="footnote">Lediglich in Island und auf der Isle of Man gibt es ebenfalls keine Geschwindigkeitsbegrenzungen.</li><li id="footnote_1_119" class="footnote">Schwächer motorisierte PKWs älterer Baujahre erreichen höchstens auf abschüssiger Strecke 140km/h oder mehr..</li><li id="footnote_2_119" class="footnote">Wie sieht es hier mit der Legalisierung weicher Drogen aus? Lehrt nicht die Erfahrung ebenso, daß die Polizei kaum alle kiffenden Jugendlichen kontrollieren kann? ;-) </li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/wie-es-euch-gefaellt-argumentative-pirouetten-und-die-frage-nach-dem-tempolimit-auf-autobahnen-werkstattnotiz-xxvi/">Wie es Euch gefällt&#8230; » Argumentative Pirouetten und die Frage nach dem Tempolimit auf Autobahnen | Werkstattnotiz XXVI</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Risiko Nanofood? » Die Nanotechnologie hat die Lebensmittelbranche erreicht &#124; Werkstattnotiz LXXIII</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Mar 2008 08:58:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Agnotologie]]></category>
		<category><![CDATA[Ökologie]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittel]]></category>
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		<category><![CDATA[Risiken]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Insgesamt kann die Nanotechnologie mit ihrem Image zufrieden sein. Der Einsatz von Nanomaterialien in der Medizin oder die Entwicklung schmutzabweisender Oberflächen wird weithin akzeptiert und begrüßt.1 Die Anwendungsmöglichkeiten der Nanotechnologie2 gehen aber weit über diese Bereiche hinaus. Auch im Lebensmittelsektor erkennt man zunehmend die Potentiale der vielversprechenden Nanopartikel. Die Gentechnologie gilt gemeinhin als riskant und ... <a title="Risiko Nanofood? » Die Nanotechnologie hat die Lebensmittelbranche erreicht &#124; Werkstattnotiz LXXIII" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/risiko-nanofood-die-nanotechnologie-hat-die-lebensmittelbranche-erreicht-werkstattnotiz-lxxiii/" aria-label="Mehr Informationen über Risiko Nanofood? » Die Nanotechnologie hat die Lebensmittelbranche erreicht &#124; Werkstattnotiz LXXIII">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/risiko-nanofood-die-nanotechnologie-hat-die-lebensmittelbranche-erreicht-werkstattnotiz-lxxiii/">Risiko Nanofood? » Die Nanotechnologie hat die Lebensmittelbranche erreicht | Werkstattnotiz LXXIII</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Insgesamt kann die Nanotechnologie mit ihrem Image zufrieden sein. Der Einsatz von Nanomaterialien in der Medizin oder die Entwicklung schmutzabweisender Oberflächen wird weithin akzeptiert und begrüßt.</strong><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/risiko-nanofood-die-nanotechnologie-hat-die-lebensmittelbranche-erreicht-werkstattnotiz-lxxiii/#footnote_0_216" id="identifier_0_216" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Erst im Dezember hatte das Bundesinstitut f&uuml;r Risikobewertung (BfR) die Ergebnisse einer Befragung pr&auml;sentiert, wonach 2/3 aller Bundesb&uuml;rger der Nanotechnologie positiv gegen&uuml;berstehen.">1</a> <strong>Die Anwendungsmöglichkeiten der Nanotechnologie</strong><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/risiko-nanofood-die-nanotechnologie-hat-die-lebensmittelbranche-erreicht-werkstattnotiz-lxxiii/#footnote_1_216" id="identifier_1_216" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die Nanotechnologie befa&szlig;t sich mit Strukturen und molekularen Materialien, die kleiner als 100nm sind. 1 Nanometer ist 1 millionstel Millimeter, oder: 0,000 001 mm.">2</a> <strong>gehen aber weit über diese Bereiche hinaus. Auch im Lebensmittelsektor erkennt man zunehmend die Potentiale der vielversprechenden Nanopartikel.</strong> </p>
<h4 class="pullquote_left"> Die Gentechnologie gilt gemeinhin als riskant und &quot;Genfood&quot; will fast niemand auf dem Teller. Über die Risiken von Nanofood wissen wir aber deutlich weniger&#8230; <br /></h4>
<p>Genau hier, wenn es um Nahrungsmittel und Essen geht, sind die Verbraucher allerdings skeptisch. Und dies vollkommen zu Recht. Denn ähnlich wie beim umstrittenen Thema &quot;Genfood&quot; sind noch viele Fragen hinsichtlich der gesundheitlichen Auswirkungen unbeantwortet. </p>
<p>Und man muß zusätzlich feststellen, daß das Wissen um die Risikopotentiale gentechnologisch veränderter Lebensmittel deutlich umfangreicher ist, als die Risikoabschätzungen, die bislang im Zusammenhang mit &quot;Nanofood&quot; vorliegen. </p>
<p><strong>Nanofood ist keine Zukunftsmusik</strong></p>
<p>Die guten Akzeptanzwerte können u.U. auch damit zusammenhängen, daß oftmals noch gar nicht bekannt ist, daß synthetische Nanopartikel inzwischen auch in Lebensmitteln zu finden sind. Seit einigen Tagen liegt nun ein informativer Bericht von BUND und &quot;Friends of Earth&quot; vor. Dort wird u.a. aufgeschlüsselt in welchen Haushaltsartikeln und Nahrungsmitteln heute bereits Nanomaterialien zum Einsatz kommen. Das reicht von Nano-Silberpartikeln, die antibakteriell wirken sollen bis zu Nano-Siliziumdioxid (=Kieselsäure),<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/risiko-nanofood-die-nanotechnologie-hat-die-lebensmittelbranche-erreicht-werkstattnotiz-lxxiii/#footnote_2_216" id="identifier_2_216" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Welches als Lebensmittelzusatz E551 zugelassen ist.">3</a> das dafür sorgen soll, daß Pulver rieselfähig bleibt und nicht zusammenklumpt. Genauso soll es die Fließeigenschaften von Ketchup verbessern. </p>
<p>Ich selbst muß gestehen, daß es mir nicht bewußt war, daß so viele Produkte bereits mit Nanozusatzstoffen &quot;aufgepeppt&quot; sind. Allerhand Nahrungsergänzungsmittel werben sogar mit dem positiv konnotierten &quot;Nano&quot; und preisen die höhere &quot;<a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Bioverf%C3%BCgbarkeit&amp;oldid=36881132" target="_blank"  rel="noopener noreferrer">Bioverfügbarkeit</a>&quot; dieser Stoffe an. Bei anderen &#8211; vornehmlich Verpackungen, Plastiktüten etc. &#8211; stehen die positiven Eigenschaften hinsichtlich der antimikrobiellen Wirkung im Vordergrund. </p>
<h4 class="pullquote"> Immer mehr Lebensmittel sind durch Nanopartikel &quot;aufgepeppt&quot;. Eine Überprüfung der gesundheitlichen Unbedenklichkeit fand bislang aber kaum statt. <br /></h4>
<p>Klar ist bislang nur, daß etwa die Toxizität von bestimmten Stoffen, wenn sie eine bestimmte Partikelgröße unterschreiten, noch kaum untersucht ist. Das war und ist bislang schlicht nicht vorgesehen &#8211; in den einschlägigen Gesetzestexten für Lebensmittelzusatzstoffe ist von Partikelgrößen nirgendwo zu lesen. Man weiß allerdings, daß die Teilchen aufgrund ihrer geringen Größe über Lunge, Magen-Darm-Trakt oder Haut vom Körper aufgenommen werden können. </p>
<p><strong>Offene Fragen und dringender Forschungsbedarf</strong></p>
<p>Manche Tier- und Laborstudien<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/risiko-nanofood-die-nanotechnologie-hat-die-lebensmittelbranche-erreicht-werkstattnotiz-lxxiii/#footnote_3_216" id="identifier_3_216" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="U.a. hatte die Toxikologin Bellina Veronesi mehrmals nachgewiesen, da&szlig; Titandioxidpartikel (zumindest im Reaganzglas) M&auml;use- oder Rattenhirnzellen sch&auml;digen k&ouml;nnen. vgl. Thomas C. Long, Bellina Veronesi et. al.: Nanosize Titanium Dioxide Stimulates Reactive Oxygen Species in Brain Microglia and Damages Neurons in Vitro, Environmental Health Perspectives Volume 115, Number 11, November 2007">4</a> lassen zumindest daran zweifeln, ob etwa Titandioxid oder Silber<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/risiko-nanofood-die-nanotechnologie-hat-die-lebensmittelbranche-erreicht-werkstattnotiz-lxxiii/#footnote_4_216" id="identifier_4_216" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Beides dient als antimikrobieller Zusatz in Verpackungen oder findet &ndash; wie Titandioxid &ndash; etwa in Sonnencremes Anwendung.">5</a> in Nanogröße tatsächlich vollkommen unbedenklich sind. Die Forschung in diesem Bereich steht noch am Anfang &#8211; das Umweltbundesamt, die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin und das Bundesinstitut für Risikobewertung haben im Dezember eine sog. &quot;Forschungsstrategie&quot; zu den Gesundheits- und Umweltrisiken von Nanomaterialien publiziert. Dort heißt es etwa auf S. 7 unmißverständlich:</p>
<blockquote><p>&quot;Da die Exposition von Mensch und Umwelt, die toxikologischen und ökotoxikologischen Eigenschaften und Risiken noch nicht beurteilt werden können, wird allgemein die Notwendigkeit gesehen, weitere Untersuchungen durchzuführen und durch Forschungs- und Bewertungsaktivitäten die Wissenslücken zu schließen.&quot;</p></blockquote>
<p>Bis die ersten verläßlichen Ergebnisse und Risikoabschätzungen vorliegen, werden sicher noch 2-3 Jahre vergehen.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/risiko-nanofood-die-nanotechnologie-hat-die-lebensmittelbranche-erreicht-werkstattnotiz-lxxiii/#footnote_5_216" id="identifier_5_216" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wenn man einige Euro mehr zur Abkl&auml;rung eventueller Risiken ausgeben w&uuml;rde, k&ouml;nnte man f&uuml;r manche Zusatzstoffe m&ouml;glicherweise auch schon fr&uuml;her &quot;Entwarnung&quot; geben. Aber gegen die rund 800 Millionen Euro, mit denen die Nanotechnologie in Europa j&auml;hrlich gef&ouml;rdert wird, sind die Ausgaben zur Beforschung der Gesundheitsrisiken marginal.">6</a> Bis dahin gibt es sicher keinen Grund zur Beunruhigung, aber auf Lebensmittel oder auch Kosmetika mit dem fragwürdigen &quot;nano&quot;-Zusatznutzen kann man vorerst getrost verzichten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p></p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><em>Dokumente [es ist jeweils ein PDF-Dokument verlinkt]:</em></p>
<ul>
<li>Friends of the Earth und BUND (2008): &quot;<a href="http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/publikationen/nanotechnologie/20080311_nanotechnologie_lebensmittel_studie.pdf">Aus dem Labor auf den Teller: Die Nutzung der Nanotechnologie im Lebensmittelsektor</a>&quot; </li>
<li>UBA, BfR, BAuA (2007): &quot;<a href="http://www.baua.de/nn_47716/de/Themen-von-A-Z/Gefahrstoffe/Nanotechnologie/pdf/Forschungsstrategie.pdf">Forschungsstrategie Nanotechnologie: Gesundheits- und Umweltrisiken von Nanomaterialien</a>&quot; </li>
<li>Öko-Institut (2007): <a href="http://www.oeko.de/oekodoc/472/2007-077-de.pdf%20">Chancen der Nanotechnologie nutzen! Risiken rechtzeitig erkennen und vermeiden!</a></li>
<li><a href="http://www.oeko.de/oekodoc/472/2007-077-de.pdf%20"></a>BMBF (2006): <a href="http://www.bmbf.de/pot/download.php/M%3A0+Nanotechnologie/~DOM;/pub/nanotechnologie_inno_fuer_die_welt_v_morgen.pdf">Nanotechnologie &#8211; Innovationen für die Welt von morgen</a>, 3. Auflage.</li>
</ul>
<p><em>Link: </em></p>
<ul>
<li>Boeing, Nils: <a href="http://www.heise.de/tr/Lecker-nano--/blog/artikel/104906" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lecker nano?</a>, Technology Review Blog, 12.3.2008</li>
</ul>
<p><em><strong>Literaturempfehlungen:</strong></em></p>
<ul>
<li>Paschen, Herbet &amp; Coenen, Christopher (2008): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3540210687?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3540210687">Nanotechnologie in Forschung, Entwicklung, Anwendung. Stand und Perspektiven</a>. Springer, Berlin.</li>
<li>Shelley, Toby (2007): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3866017200?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3866017200">Nanotechnologie. Neue Möglichkeiten &#8211; Neue Gefahren</a>. Parthas-Verlag.</li>
<li>Gazsó, André / Greßler, Sabine / Schiemer, Fritz (2007): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3211486445?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3211486445">nano. Chancen und Risiken aktueller Technologien</a>. Springer, Wien. </li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_216" class="footnote">Erst im Dezember hatte das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) die Ergebnisse einer Befragung präsentiert, wonach 2/3 aller Bundesbürger der Nanotechnologie positiv gegenüberstehen.</li><li id="footnote_1_216" class="footnote">Die Nanotechnologie befaßt sich mit Strukturen und molekularen Materialien, die kleiner als 100nm sind. 1 Nanometer ist 1 millionstel Millimeter, oder: 0,000 001 mm.</li><li id="footnote_2_216" class="footnote">Welches als Lebensmittelzusatz E551 zugelassen ist.</li><li id="footnote_3_216" class="footnote">U.a. hatte die Toxikologin Bellina Veronesi mehrmals nachgewiesen, daß Titandioxidpartikel (zumindest im Reaganzglas) Mäuse- oder Rattenhirnzellen schädigen können. vgl. Thomas C. Long, Bellina Veronesi et. al.: <a target="_blank" href="http://www.ehponline.org/members/2007/10216/10216.html" rel="noopener noreferrer">Nanosize Titanium Dioxide Stimulates Reactive Oxygen Species in Brain Microglia and Damages Neurons in Vitro</a>, Environmental Health Perspectives Volume 115, Number 11, November 2007</li><li id="footnote_4_216" class="footnote">Beides dient als antimikrobieller Zusatz in Verpackungen oder findet &#8211; wie Titandioxid &#8211; etwa in Sonnencremes Anwendung.</li><li id="footnote_5_216" class="footnote">Wenn man einige Euro mehr zur Abklärung eventueller Risiken ausgeben würde, könnte man für manche Zusatzstoffe möglicherweise auch schon früher &quot;Entwarnung&quot; geben. Aber gegen die rund 800 Millionen Euro, mit denen die Nanotechnologie in Europa jährlich gefördert wird, sind die Ausgaben zur Beforschung der Gesundheitsrisiken marginal.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/risiko-nanofood-die-nanotechnologie-hat-die-lebensmittelbranche-erreicht-werkstattnotiz-lxxiii/">Risiko Nanofood? » Die Nanotechnologie hat die Lebensmittelbranche erreicht | Werkstattnotiz LXXIII</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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		<item>
		<title>Konsens: Die Klimaerwärmung ist Realität ::: Killer-Schlagzeile: Das Tote Meer stirbt &#124; Werkstatt-Ticker 60</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2009/03/konsens-die-klimaerwarmung-ist-realitat-killer-schlagzeile-das-tote-meer-stirbt-werkstatt-ticker-60/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc Scheloske]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Mar 2009 17:00:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ökologie]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>» Und sie erwärmt sich doch&#8230; Der Klimawandel ist seit einigen Jahren gerade in den Medien ein großes Thema. Vollkommen zu Recht, denn wie soll &#8211; vorausgesetzt die These stimmt, daß der menschliche Einfluß dabei eine zentrale Rolle spielt &#8211; sonst ein Bewußtseinswandel zustande kommen, der in Politik und Gesellschaft zu den notwendigen Veränderungen führt? ... <a title="Konsens: Die Klimaerwärmung ist Realität ::: Killer-Schlagzeile: Das Tote Meer stirbt &#124; Werkstatt-Ticker 60" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2009/03/konsens-die-klimaerwarmung-ist-realitat-killer-schlagzeile-das-tote-meer-stirbt-werkstatt-ticker-60/" aria-label="Mehr Informationen über Konsens: Die Klimaerwärmung ist Realität ::: Killer-Schlagzeile: Das Tote Meer stirbt &#124; Werkstatt-Ticker 60">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2009/03/konsens-die-klimaerwarmung-ist-realitat-killer-schlagzeile-das-tote-meer-stirbt-werkstatt-ticker-60/">Konsens: Die Klimaerwärmung ist Realität ::: Killer-Schlagzeile: Das Tote Meer stirbt | Werkstatt-Ticker 60</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/category/werkstatt-ticker/"><img decoding="async" class="alignright size-full wp-image-234" style="border: 1px solid #DCDCDC; margin: 6px; float: right;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/uploads/2008/04/ticker_02a.jpg" alt="Ticker.jpg" width="180" height="121" /></a><span style="font-size: xx-large; color: #808080;"><span class="ticker_titel"><strong>»</strong> </span><span style="font-size: large;"><span class="ticker_titel">Und sie erwärmt sich doch&#8230;<br />
</span></span></span></h2>
<p>Der Klimawandel ist seit einigen Jahren gerade in den Medien ein großes Thema. Vollkommen zu Recht, denn wie soll &#8211; vorausgesetzt die These stimmt, daß der menschliche Einfluß dabei eine zentrale Rolle spielt &#8211; sonst ein Bewußtseinswandel zustande kommen, der in Politik und Gesellschaft zu den notwendigen Veränderungen führt?</p>
<p>In der jüngeren Vergangenheit wurden die Kontroversen aber immer hitziger: die Fraktion der Klimaskeptiker brachte immer wieder das Argument vor, daß die durch die Industriegesellschaft verursachten Emissionen viel zu gering oder gar vollkommen irrelevant seien. Und sollte es eine Erwärmung überhaupt geben, so sei diese von anderen Einflußfaktoren abhängig. Den Sonnenfleckenzyklen beispielsweise.</p>
<h4><span class="pullquote_left">These der Verschwörungstheoretiker: Es gibt gar keinen Konsens in der Fachwelt.</span></h4>
<p>Und dann werden freilich immer wieder Verschwörungstheorien bemüht, die behaupten, daß einige mächtige Klimaforscher quasi kollektive Gehirnwäsche betrieben, um Forschungsgelder und Einfluß zu sichern.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2009/03/konsens-die-klimaerwarmung-ist-realitat-killer-schlagzeile-das-tote-meer-stirbt-werkstatt-ticker-60/#footnote_0_922" id="identifier_0_922" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Im Blog Primaklima von ScienceBlogger Georg Hoffmann kann man solche &ndash; erm&uuml;denden &ndash; Diskussionen nachlesen. Etwa hier.">1</a> Und ständig wird lamentiert, daß es überhaupt keinen wissenschaftlichen Konsens in diesen Fragen gäbe.</p>
<p>Nun läßt sich das &#8211; ob Konsens besteht oder nicht &#8211; eigentlich verhältnismäßig leicht herausfinden.  Sollte man jedenfalls meine. Aber selbst das wird immer wieder bestritten. Eine aktuelle Studie, zu der über 10.000 Geowissenschaftler befragt wurden und immerhin weit über 3.000 ihre Antworten abgaben, zeigt ein überwältigendes Bild. Die absolute Mehrheit bestätigte, daß die Temperaturkurve steige und daß der Mensch dafür (mit)verantwortlich sei.</p>
<p>Die Fragen lauteten:</p>
<ol>
<li>Im Vergleich zum Temperaturniveau vor dem 19. Jahrhundert, sind die globalen Durchschnittstemperaturen allgemein gestiegen, gefallen oder etwa gleich geblieben?</li>
<li>Glauben Sie, dass menschliche Aktivitäten ein signifikanter Faktor bei der Veränderung der globalen Temperatur sind?</li>
</ol>
<p>Insgesamt antworten auf Frage 1 stattliche 90% mit &#8222;gestiegen&#8220; und auf Frage 2 ebenfalls eindeutige 82% mit &#8222;Ja&#8220;. Wie <a href="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/klimalounge/medien-check/2009-03-06/klimakonsens-97-prozent">Stefan Rahmstorf</a> in der Klimalounge zeigt, gibt es noch ein weiteres interessantes Ergebnis der Studie: denn die Werte gehen noch deutlicher in Richtung einmütiger Konsens, wenn man die fachliche Expertise der Befragten berücksichtigt. Denn:</p>
<blockquote><p>&#8222;Unter den Klimatologen, die überwiegend zu Klimaveränderungen forschen und publizieren, haben 97% Frage 2 mit &#8222;ja&#8220; beantwortet. Die geringste Zustimmung zur zweiten Frage fand sich unter Wirtschaftsgeologen (47%) und Meteorologen (64%).&#8220;</p></blockquote>
<p>Naja, einem Wirtschaftsgeologen würde ich in der Frage eben auch keine wirkliche Qualifikation zusprechen. Dieser Zusammenhang zwischen Expertise und dem Standpunkt in der Frage &#8222;Anthropogener Klimawandel Ja oder Nein?&#8220; ist sehr gut an diesem Schaubild<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2009/03/konsens-die-klimaerwarmung-ist-realitat-killer-schlagzeile-das-tote-meer-stirbt-werkstatt-ticker-60/#footnote_1_922" id="identifier_1_922" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Schaubild aus der Studie: Doran, P. T., and M. Kendall Zimmerman (2009), Examining the Scientific Consensus on Climate Change, Eos Trans. AGU, 90(3), doi:10.1029/2009EO030002.">2</a> ablesbar:</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone" style="margin: 8px 5px;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2009/03/klimakonsens.jpg" alt="klimakonsens" width="600" height="350" /></p>
<p>Wenn mir jetzt nochmal einer begegnet, der eine angebliche fachliche Kontroverse behauptet, den nehme ich endgültig nicht mehr Ernst.</p>
<div class="links_ticker"><strong>Mehr:</strong></p>
<ul>
<li>Stefan Rahmstorf: <a href="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/klimalounge/medien-check/2009-03-06/klimakonsens-97-prozent" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Klimaforscher-Konsens 97%</a>, Klimalounge, 6.3.2009</li>
<li>Doran, P. T., and M. Kendall Zimmerman (2009), Examining the Scientific Consensus on Climate Change, Eos Trans. AGU, 90(3), doi:10.1029/2009EO030002. [<a href="http://tigger.uic.edu/~pdoran/012009_Doran_final.pdf">PDF</a>]</li>
</ul>
</div>
<h2><span style="font-size: xx-large; color: #808080;"><span class="ticker_titel"><strong>»</strong> </span><span style="font-size: large;"><span class="ticker_titel">Dem Toten Meer geht das Wasser aus<br />
</span></span></span></h2>
<p>Es gibt etliche große Seen oder Binnenmeere, deren Wasserspiegel sinkt, was häufig im Zusammenhang mit der Klimaerwärmung steht. Beim Toten Meer liegt der Fall allerdings etwas anders, wobei das im Ergebnis wenig ändert: der Wasserspiegel sinkt seit Jahrzehnten (um ca. 0,7 Meter pro Jahr). Allerdings ist die Hauptursache der exzessive Wasserverbrauch durch Bewässerungsanlagen oder auch die Kaliindustrie in Israel und Jordanien. Der Klimawandel ist also ausnahmsweise nicht Schuld.</p>
<p>Allerdings &#8211; und deswegen schreibe ich auch diese kurze Notiz &#8211; sind die Schlagzeilen doch so schlecht, daß sie schon wieder gut sind. Denn wie betextet man die Meldung über den sinkenden Wasserspiegel? Genau: Das Tote Meer stirbt!</p>
<p>Noch kann &#8211; darauf weisen Forscher der Uni Darmstadt hin &#8211; dem siechen Patienten aber geholfen werden. Sie schlagen vor, dem Jordan weniger Wasser zu entnehmen und mittelfristig Kanäle zwischen Rotem und Totem Meer zu graben. Auf daß es ewig lebe, oder so&#8230;</p>
<div class="links_ticker">Link:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-9598-2009-03-05.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stirbt das Tote Meer?</a>, Scinexx, 5.3.2009</li>
</ul>
</div>
<div class="invisible">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Klimawandel">Klimawandel</a></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_922" class="footnote">Im Blog <a href="http://www.scienceblogs.de/primaklima/">Primaklima</a> von ScienceBlogger Georg Hoffmann kann man solche &#8211; ermüdenden &#8211; Diskussionen nachlesen. Etwa <a href="http://www.scienceblogs.de/primaklima/2009/01/die-sonne-und-wie-sie-das-klima-kontrolliert.php">hier</a>.</li><li id="footnote_1_922" class="footnote">Schaubild aus der Studie: Doran, P. T., and M. Kendall Zimmerman (2009), Examining the Scientific Consensus on Climate Change, Eos Trans. AGU, 90(3), doi:10.1029/2009EO030002.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2009/03/konsens-die-klimaerwarmung-ist-realitat-killer-schlagzeile-das-tote-meer-stirbt-werkstatt-ticker-60/">Konsens: Die Klimaerwärmung ist Realität ::: Killer-Schlagzeile: Das Tote Meer stirbt | Werkstatt-Ticker 60</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Rowohlt hat Geburtstag ::: Interview mit Frank Westphal ::: Der Mythos leergefischter Meere &#124; Werkstatt-Ticker 08</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/rowohlt-hat-geburtstag-interview-mit-frank-westphal-der-mythos-leergefischter-meere-werkstatt-ticker-08/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 08 Apr 2008 06:00:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ökologie]]></category>
		<category><![CDATA[Blogosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>»Auch Verlage feiern Geburtstag. Mit dem Rowohlt-Verlag begeht dieses Jahr einer der renommiertesten und wichtigsten deutschen Literaturverlage sein einhundertjähriges Jubiläum. Es gibt wohl keinen Wissenschaftler oder gar Literaturfreund, der kein Buch im Regal stehen hat, auf dessen Rücken das Kürzel &#34;rororo&#34; prangt. Im 1908 in Leipzig gegründeten Verlag, der seit langem in Reinbek bei Hamburg ... <a title="Rowohlt hat Geburtstag ::: Interview mit Frank Westphal ::: Der Mythos leergefischter Meere &#124; Werkstatt-Ticker 08" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/rowohlt-hat-geburtstag-interview-mit-frank-westphal-der-mythos-leergefischter-meere-werkstatt-ticker-08/" aria-label="Mehr Informationen über Rowohlt hat Geburtstag ::: Interview mit Frank Westphal ::: Der Mythos leergefischter Meere &#124; Werkstatt-Ticker 08">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/rowohlt-hat-geburtstag-interview-mit-frank-westphal-der-mythos-leergefischter-meere-werkstatt-ticker-08/">Rowohlt hat Geburtstag ::: Interview mit Frank Westphal ::: Der Mythos leergefischter Meere | Werkstatt-Ticker 08</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/category/werkstatt-ticker/"><img loading="lazy" decoding="async" width="180" height="121" align="right" src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2008/03/Ticker_02a.jpg" alt="Ticker_02a.jpg" style="border: 1px solid rgb(105, 105, 105); margin: 6px; padding: 1px;" /></a><font color="#696969"><strong><font size="7">»</font></strong></font>Auch Verlage feiern Geburtstag. Mit dem Rowohlt-Verlag begeht dieses Jahr einer der renommiertesten und wichtigsten deutschen Literaturverlage sein einhundertjähriges Jubiläum. Es gibt wohl keinen Wissenschaftler oder gar Literaturfreund, der kein Buch im Regal stehen hat, auf dessen Rücken das Kürzel &quot;rororo&quot; prangt. </p>
<p>Im 1908 in Leipzig gegründeten Verlag, der seit langem in Reinbek bei Hamburg residiert, hatten so illustre Literaten wie Franz Kafka, Robert Musil oder Vladimir Nabokov ihre Heimat. Von Camus und Sartre ganz zu Schweigen. </p>
<p>Die Sprachspielerin hat einige <a href="http://www.sprachspielerin.de/2008/04/07/rowohlt-liebe-zum-100/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">persönliche Anmerkungen</a> zum Rowohlt-Geburtstag verfasst:</p>
<blockquote>
<p>&quot;Rowohlt hat dieses gewisse Etwas, ein aufregendes, ein bisschen anrüchiges, anstößiges, erotisches, modernes und avantgardistisches Etwas, finde ich. Also gehen hiermit die herzlichsten Glückwünsche zum Geburtstag von mir an meinen Lieblingsverlag!&quot;</p>
</blockquote>
<p>Und sie verweist auf einige weitere lesenswerte Artikel und Links. Und auch einen<a target="_blank" href="http://www.hierschreibenwir.de/wordpress/?p=11" rel="noopener noreferrer"> Jubiläumsblog</a> gibt es. Ob der auch wirklich mit Leben gefüllt wird, muß sich erst noch zeigen. </p>
<ul>
<li>Die Sprachspielerin: <a target="_blank" href="http://www.sprachspielerin.de/2008/04/07/rowohlt-liebe-zum-100/" rel="noopener noreferrer">Rowohlt-Liebe zum 100.</a>, 7.4.2008</li>
<li><a target="_blank" href="http://www.hierschreibenwir.de/wordpress/index.php" rel="noopener noreferrer">Rowohlt-Jubliläumsblog</a>. Rowohlt-Autoren hautnah.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p><font color="#696969"><strong><font size="7">»</font></strong></font> Erst gestern habe ich auf &quot;Rivva&quot; hingewiesen, den Nachrichten-Dienst, der versucht die zentralen Diskursbewegungen der Blogwelt nachzuvollziehen. Wer in der linken Seitenleiste auf den Link &quot;Rivva-Newskontext&quot; klickt, der findet Artikel, auf die ich verweise, all die Blogposts, die evtl. auf mich verweisen und dazu noch thematisch verwandte Quellen.&nbsp;</p>
<p>Auf 1000ff. ist ein interessantes Interview mit Frank Westphal, dem Macher von Rivva erschienen. Dort gibt er Auskunft zu seiner Intention, weiteren Plänen und dem alltäglichen Kampf, den Dienst funktionsfähig zu halten und weiter zu optimieren.</p>
<blockquote>
<p>&quot;Ich versuche, die dumme Maschine genau so zu programmieren, dass sie automatisch das erledigt, was auch ein Mensch machen würde, der nix besseres zu tun hätte, als rund um die Uhr tausende von Blog- und Nachrichtenfeeds nach den interessantesten Geschichten zu durchforsten.&quot;</p>
</blockquote>
<p>Zu seiner Idee sagt er:</p>
<blockquote>
<p>&quot;Na klar, einen Teil des Wertes eines Dienstes wie Rivva besteht in der Echtzeitfähigkeit, die hoffentlich wesentlichsten Konversationsstränge im Netz quasi live mitverfolgen zu können.&quot;&nbsp;</p>
</blockquote>
<p>Und er übt auch Kritik an der mangelhaften Verlinkungs-Praxis.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/rowohlt-hat-geburtstag-interview-mit-frank-westphal-der-mythos-leergefischter-meere-werkstatt-ticker-08/#footnote_0_230" id="identifier_0_230" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Das Interview habe ich bei Rivva selbst gefunden&hellip;">1</a> Manche Blogger nehmen es offenbar nicht mehr so genau und verschweigen, woher sie eine Information hatten:&nbsp; </p>
<blockquote>
<p>&quot;Die Sphäre kanibalisiert sich eigentlich relativ stark selbst, muss ich sagen. Dass Quellen richtig genannt/verlinkt werden, war einmal eine großgeschriebene Tugend unter Bloggern und ein Mangel, den man eher den Massenmedien vorgehalten hat. Aus Rivva-Sicht lässt sich der “Content-Diebstahl der anderen Art” allerdings ständig beobachten. Keine Credits zu geben, wo Credits fällig wären, ist und bleibt nicht-cool.&quot;</p>
</blockquote>
<ul>
<li>1000ff.: <a href="http://1000ff.de/interview-mit-frank-westphal/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">“Die Sphäre kanibalisiert sich eigentlich selbst” — Interview mit Frank Westphal</a>, 4.4.2008</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p><font color="#696969"><strong><font size="7">»</font></strong></font> Ein hochinteressanter Artikel<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/rowohlt-hat-geburtstag-interview-mit-frank-westphal-der-mythos-leergefischter-meere-werkstatt-ticker-08/#footnote_1_230" id="identifier_1_230" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Den Link verdanke ich Reto Stauss.">2</a> zur Frage, welche negativen Faktoren dem Zustand der Weltmeere am massivsten zusetzen, war vor wenigen Tagen in der NZZ zu lesen. Meeresökologen debattieren seit Jahren über den Anteil verschiedener Einflüsse auf die zukünftige Entwicklung der Meere. Dabei reicht die Palette vom Schiffsverkehr<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/rowohlt-hat-geburtstag-interview-mit-frank-westphal-der-mythos-leergefischter-meere-werkstatt-ticker-08/#footnote_2_230" id="identifier_2_230" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Und hier w&auml;ren die Containerschiffe von den F&auml;hren und die wiederum von den &Ouml;ltankern zu unterscheiden&hellip;">3</a> über die damit zusammenhängende Einschleppung fremder Meeresorganismen in sensible Zonen bis zum Temperaturanstieg infolge des Klimawandels oder den Stickstoff- und Phosphoreintrag, der über die Flüsse der Anrainer erfolgt. </p>
<p>Das sind nur einige der Faktoren, die beachtet werden wollen. Immer dabei &#8211; und eben auch in der öffentlichen Diskussion zuerst genannt &#8211; ist die Fischereiwirtschaft. Der Artikel erläutert, daß hier oftmals eine verzerrte Wahrnehmung stattfinde. Der Autor Gregor Klaus zitiert Christopher Zimmermann vom Institut für Ostseefischer, wonach </p>
<blockquote>
<p>&quot;Global gesehen, sei die Fischerei angesichts der Schadstoffeinleitungen, der Überdüngung, der Öl- und Gasextraktionen, der Versauerung der Meere und der Ausbreitung invasiver Arten sicher nicht der dominante menschliche Faktor.&quot;</p>
</blockquote>
<p>Es sind &#8211; jedenfalls für mich &#8211; einige interessante Gedanken dabei und der Feststellung, daß die pauschale These der Überfischung der Weltmeere nicht haltbar ist, kann man wohl getrost zustimmen. Wie erläutert wird, fehlen für eine solche Behauptung schlicht die Daten. </p>
<p> Nicht ganz sicher bin ich mir, ob der Autor den (lobbyistischen?) Argumenten der Fischereisympathisanten nicht zu viel Platz einräumt und hier zu unkritisch ist. Man sollte aber wohl wirklich skeptisch sein, wenn wieder einmal dicke Schlagzeilen den Kollaps der Fischbestände und das nahe Ende des &quot;Ökosystems Meer&quot; verkünden. </p>
<ul>
<li>Klaus, Gregor: <a target="_blank" href="http://www.nzz.ch/nachrichten/medien/der_mythos_von_den_leergefischten_meeren_1.699041.html" rel="noopener noreferrer">Der Mythos von den leergefischten Meeren</a>, Neue Zürcher Zeitung, 2.4.2008</li>
</ul>
<p></p>
<div class="invisible">
<hr width="100%" size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a rel="tag" class="invisible" href="http://www.technorati.com/tag/Rowohlt">Rowohlt</a><br />
<a rel="tag" class="invisible" href="http://www.technorati.com/tag/Rivva">Rivva</a><br />
<a rel="tag" class="invisible" href="http://www.technorati.com/tag/%D6kosystem+Meer">Ökosystem Meer</a></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_230" class="footnote">Das Interview habe ich bei Rivva selbst gefunden&#8230;</li><li id="footnote_1_230" class="footnote">Den Link verdanke ich <a href="http://nachhaltigbeobachtet.ch/blog/archive/2008/04/05/ueber-den-gartenzaun-w0814.html">Reto Stauss</a>.</li><li id="footnote_2_230" class="footnote">Und hier wären die Containerschiffe von den Fähren und die wiederum von den Öltankern zu unterscheiden&#8230;</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/rowohlt-hat-geburtstag-interview-mit-frank-westphal-der-mythos-leergefischter-meere-werkstatt-ticker-08/">Rowohlt hat Geburtstag ::: Interview mit Frank Westphal ::: Der Mythos leergefischter Meere | Werkstatt-Ticker 08</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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		<item>
		<title>Öko-Lifestyle-Blogs ::: 7 Thesen zur Online-Kollaboration &#124; Werkstatt-Ticker 20</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/oeko-lifestyle-blogs-7-thesen-zur-online-kollaboration-werkstatt-ticker-20/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 May 2008 16:30:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ökologie]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Social Web]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>» Doku-Blogs des ökologischen Lebenswandels Liegt es daran, daß nun im Frühjahr wieder die Stunde der Kleingärtner und Balkonblumenfreunde schlägt? Oder ist es ein Zufall, daß man derzeit gleich in zwei Blogs nachlesen und beobachten kann, wie sich ein konsequent ökologisch bzw. biologisch ausgerichtetes Leben &#8222;anfühlt&#8220;? Bei Reto Stauss bin ich jedenfalls auf zwei Blogs ... <a title="Öko-Lifestyle-Blogs ::: 7 Thesen zur Online-Kollaboration &#124; Werkstatt-Ticker 20" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/oeko-lifestyle-blogs-7-thesen-zur-online-kollaboration-werkstatt-ticker-20/" aria-label="Mehr Informationen über Öko-Lifestyle-Blogs ::: 7 Thesen zur Online-Kollaboration &#124; Werkstatt-Ticker 20">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/oeko-lifestyle-blogs-7-thesen-zur-online-kollaboration-werkstatt-ticker-20/">Öko-Lifestyle-Blogs ::: 7 Thesen zur Online-Kollaboration | Werkstatt-Ticker 20</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h4><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/category/werkstatt-ticker/"><img decoding="async" class="alignright size-full wp-image-234" style="border: 1px solid #DCDCDC; margin: 6px; float: right;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/uploads/2008/04/ticker_02a.jpg" alt="Ticker.jpg" width="180" height="121" /></a><span style="color: #808080; font-size: xx-large;"><strong>»</strong> <span style="font-size: large;">Doku-Blogs des ökologischen Lebenswandels </span></span></h4>
<p>Liegt es daran, daß nun im Frühjahr wieder die Stunde der Kleingärtner und Balkonblumenfreunde schlägt? Oder ist es ein Zufall, daß man derzeit gleich in zwei Blogs nachlesen und beobachten kann, wie sich ein konsequent ökologisch bzw. biologisch ausgerichtetes Leben &#8222;anfühlt&#8220;?</p>
<p>Bei <a href="http://nachhaltigbeobachtet.ch/blog/archive/2008/05/08/versuche-am-lebenden-oeko.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Reto Stauss </a>bin ich jedenfalls auf zwei Blogs aufmerksam geworden, die einen Monat lang dokumentieren, wie sich Blogger im Öko-Lifestyle üben. Der Wiener Journalist Michal Huber hat es sich zum Ziel gesetzt, sich nur noch mit Lebensmitteln aus seiner Region zu ernähren. <a href="http://www.biorama.at/?p=70" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Er schreibt</a>:</p>
<blockquote><p>&#8222;Ich werde mich ein Monat lang so regional wie möglich ernähren und hier beschreiben, wie’s mir dabei geht. Ich will NICHT aussteigen, NICHT zum kompletten Selbstversorger werden, sondern bei meiner regionalen Ernährung weiterhin normaler Großstadtbewohner bleiben. Wie gut das funktioniert, wie viel Zeit, Geld und Energie es kostet, wird hier zu lesen sein. Ich beginne damit, meinen Speiseplan zu durchstöbern und &#8211; in Anlehnung an die “100 Mile Diet” der Kanadier Alisa Smith und J.B. McKinnon &#8211; möglichst nur Produkte zu verwenden, die nicht mehr als 150-160km Transportweg hinter sich haben.&#8220;</p></blockquote>
<p>Und er geht dabei der Frage nach, ob lokal bzw. regional produzierte Lebensmittel vielleicht dem Bio-Etikett vorzuziehen sind. Spannend!</p>
<p>Den Fokus auf Bio-Lebensmittel richtet Manuel Rosenboom in seinem Blog &#8222;1 Monat Bio&#8220;. Wie der Titel schon andeutet, hat sich Manuel vorgenommen einen Monat lang ausschließlich Bio-Produkte zu verzehren. Dabei testet er u.a. neue Produkte &#8211; etwa den <a href="http://www.vitalgenuss.com/bio-monat/trinken/biodrink-aldi-test.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bio-Drink von Aldi</a>:</p>
<blockquote><p>&#8222;Natürlich haben wir nach ein paar Tagen die Brause getestet. Wenn man die Flasche öffnet, strömt ein recht künstlich erscheinender Geruch nach säuerlich gärigen Johannisbeeren entgegen &#8211; das ist wohl die Milchsäure, die so komisch riecht. Der erste Schluck macht es dann klar &#8211; so lecker wie eine Bionade ist der “Biodrink” natürlich nicht, finden wir. Die Kohlensäure ist recht intensiv, dann schmeckt man tatsächlich ein wenig Holunder hervor und “im Abgang” kommt ein leicht zitroniger Geschmack &#8211; auch wenn angeblich keine Zitrone drin sein soll.&#8220;</p></blockquote>
<div class="links_kurz">Links:</p>
<ul>
<li>Biorama: <a href="http://www.biorama.at/index.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ist lokal das bessere Bio?</a></li>
<li><a href="http://www.vitalgenuss.com/bio-monat/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">1 Monat Bio</a></li>
</ul>
</div>
<h4><span style="color: #808080; font-size: xx-large;"><strong>»</strong> <span style="font-size: large;">Thesen zur Online-Kollaboration </span></span></h4>
<p>Die Tatsache, daß im Internet zahlreiche Tools verfügbar sind, die zur gemeinschaftlichen (Wissens-)Arbeit eingesetzt werden können, ist unstreitig. Allerdings müssen Wikis, Social Networks und alle anderen Online-Instrumente auch gepflegt und mit Leben gefüllt werden. Um erfolgreiche Projekte durchzuführen, um die verstreuten Akteure zu vernetzen und bei der Stange zu halten, reicht es eben nicht aus eine Wiki zu installieren &#8211; von allein passiert auch in der schönen neuen Online-Welt nichts.</p>
<p>Jean-Pol Martin hat vor wenigen Tagen bei den Blogpiloten einige Thesen formuliert, die einige bedenkenswerte Aspekte hervorheben, die m. E. beachtenswert sind. Er schreibt u.a.:</p>
<blockquote><p>&#8222;1. Mach dich transparent: liefere in deinem Profil möglichst viele, für den Benutzer spannende Informationen über dich. Je mehr Informationen du über dich gibst, desto größer die Chance, dass jemand einen Ansatzpunkt zur Zusammenarbeit entdeckt.</p>
<p>6. Stelle deine Partner auf eine Bühne und vernetze sie: Wenn du mit Leuten langfristig zusammenarbeiten willst, solltest du sie miteinander verbinden. Zeige, was sie können, führe ihnen Aufmerksamkeitsströme zu, indem du sie in Sammelmails erwähnst und auf ihre Arbeit hinweist.&#8220;</p></blockquote>
<p>Ich stimme mit Jean-Pol Martin in eigentlich allen Punkten überein. Wenn man wirklich die &#8222;Weisheit der Vielen&#8220; anzapfen will oder zumindest Gemeinschaftsprojekte anstoßen will, so braucht es bestimmte Anfangsinvestitionen und die grundsätzliche Bereitschaft das eigene Wissen zu teilen. Und die Teilnehmer müssen spüren, daß ihr Engagement wichtig ist. Alles recht banale Einsichten, aber sie werden häufig vergessen.</p>
<div class="links_kurz">Lesenswert:</p>
<ul>
<li>Jean-Pol Martin: <a href="http://www.blogpiloten.de/2008/05/08/netzsensibilitat-wie-man-mitstreiter-findet-und-bindet-7-tipps/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Netzsensibilität: Wie man Mitstreiter findet und bindet! 7 Tipps!</a>, Blogpiloten, 8.5.2008</li>
</ul>
</div>
<div class="invisible">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Ökologie">Ökologie</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Kollaboration">Kollaboration</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Lohas">Lohas</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/oeko-lifestyle-blogs-7-thesen-zur-online-kollaboration-werkstatt-ticker-20/">Öko-Lifestyle-Blogs ::: 7 Thesen zur Online-Kollaboration | Werkstatt-Ticker 20</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Reform-Patient Wissenschaft ::: Grüne Suchmaschine &#8222;Ecocho&#8220; &#124; Werkstatt-Ticker 22</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/reform-patient-wissenschaft-gruene-suchmaschine-ecocho-werkstatt-ticker-22/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 May 2008 06:48:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ökologie]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Universität]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftspolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>» Frustrierende Kulturen der Wissenschaft Kaum ein gesellschaftliches Subsystem mußte in den vergangenen Jahren soviele Reformversuche über sich ergehen lassen, wie das &#8222;System&#8220; Wissenschaft. Seitdem auch den hiesigen Wissenschaftspolitikern bewußt geworden ist, daß sich Forschung im internationalen Wettbewerb behaupten muß oder Bildungsabschlüsse idealerweise international vergleichbar sein sollten, wird fleißig an den Strukturen des Wissenschaftssystems herumgebastelt. ... <a title="Reform-Patient Wissenschaft ::: Grüne Suchmaschine &#8222;Ecocho&#8220; &#124; Werkstatt-Ticker 22" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/reform-patient-wissenschaft-gruene-suchmaschine-ecocho-werkstatt-ticker-22/" aria-label="Mehr Informationen über Reform-Patient Wissenschaft ::: Grüne Suchmaschine &#8222;Ecocho&#8220; &#124; Werkstatt-Ticker 22">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/reform-patient-wissenschaft-gruene-suchmaschine-ecocho-werkstatt-ticker-22/">Reform-Patient Wissenschaft ::: Grüne Suchmaschine &#8222;Ecocho&#8220; | Werkstatt-Ticker 22</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/category/werkstatt-ticker/"><img decoding="async" class="alignright size-full wp-image-234" style="border: 1px solid #DCDCDC; margin: 6px; float: right;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/uploads/2008/04/ticker_02a.jpg" alt="Ticker.jpg" width="180" height="121" /></a><span style="color: #808080; font-size: xx-large;"><strong>»</strong> <span style="font-size: large;">Frustrierende Kulturen der Wissenschaft<br />
</span></span></h4>
<p>Kaum ein gesellschaftliches Subsystem mußte in den vergangenen Jahren soviele Reformversuche über sich ergehen lassen, wie das &#8222;System&#8220; Wissenschaft. Seitdem auch den hiesigen Wissenschaftspolitikern bewußt geworden ist, daß sich Forschung im internationalen Wettbewerb behaupten muß oder Bildungsabschlüsse idealerweise international vergleichbar sein sollten, wird fleißig an den Strukturen des Wissenschaftssystems herumgebastelt.</p>
<p>Über den Erfolg der verschiedenen Versuche die Wissenschaft für die Zukunft &#8222;fit zu machen&#8220;, kann man geteilter Meinung sein. Es gibt Forscher, die einen Tobsuchtanfall bekommen, wenn sie nur die Worte &#8222;Bologna-Prozeß&#8220; oder &#8222;Exzellenzinitiative&#8220; hören. Tina Guenther hat im sozlog zu einem <a href="http://www.sozlog.de/?p=722" target="_blank" rel="noopener noreferrer">kritischen Rundumschlag</a> ausgeholt und nennt viele, viele neuralgische Punkte der heutigen Wissenschaftslandschaft.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/reform-patient-wissenschaft-gruene-suchmaschine-ecocho-werkstatt-ticker-22/#footnote_0_289" id="identifier_0_289" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Till Westermayer hat Tinas sehr langen Beitrag auch kommentiert und die einzelnen Punkte zusammengefasst.">1</a></p>
<p>Sie kritisiert die mißliche Situation der Nachwuchswissenschaftler, deren Situation von hoher Unsicherheit geprägt ist oder spricht negative Effekte der &#8222;Ökonomisierung der Wissenschaft&#8220; an. Und im letzten Drittel skizziert sie das Potential des Web 2.0 für die Wissenschaft bzw. die Wissenschaftler. Und sie regt an, daß Qualifikationen und Leistungen, die im Online-Kontext erarbeitet werden, endlich auch in die Reputation der Wissenschaftler einfließen sollen.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/reform-patient-wissenschaft-gruene-suchmaschine-ecocho-werkstatt-ticker-22/#footnote_1_289" id="identifier_1_289" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ich stimme hier mit Tina eigentlich zu 100% &uuml;berein. Wenn wir auch &ndash; wie in den Kommentaren sichtbar wird &ndash; im Detail divergieren.">2</a></p>
<p>Und dort sind dann auch so bemerkenswerte Passagen zu lesen, wie diese:</p>
<blockquote><p>&#8222;Von besonderer Bedeutung ist das ‚Social Web’, weil es dem Wissenschaftler gestattet, alle Aspekte seiner Wissensorganisation und seines Reputations-, Beziehungs- und Identitätsmanagements selbst in die Hand zu nehmen. Seit Simmel und Mead wissen Soziologen, dass individueller und kollektiver Wissensvorrat miteinander verknüpft sind. Bisher scheint ihnen jedoch niemand gesagt zu haben, das ‚Social Web’ eine materiale Realisierung dieses Zusammenhangs ist&#8230;&#8220;</p></blockquote>
<p>Was soll ich dazu noch sagen? Das ist wunderbar auf den Punkt gebracht, vielen Dank für diesen Artikel.</p>
<div class="links_kurz">Weiterlesen:</p>
<ul>
<li>Tina Guenther: <a href="http://www.sozlog.de/?p=722" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Unverdiente Wissenschaft oder Antworten auf eine gescheiterte Wissenschaftsreform</a>, in: sozlog, 14.5.2008</li>
</ul>
</div>
<h4><span style="color: #808080; font-size: xx-large;"><strong>»</strong> <span style="font-size: large;">Suchen, finden und dem Klimawandel gegensteuern </span></span></h4>
<p>Es ist noch nicht so lange her, daß das Internet als CO<sub>2</sub>-Produzent in der Kritik stand.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/reform-patient-wissenschaft-gruene-suchmaschine-ecocho-werkstatt-ticker-22/#footnote_2_289" id="identifier_2_289" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Nach einer Berechnung der US-IT-Beratungsfirma Gartner vom August 2007 produziert das Internet &auml;hnlich viel CO2 wie der weltweite Flugverkehr. Mehr Infos hier.">3</a> Nun schickt sich eine Suchmaschine an, das etwas ramponierte Image wieder etwas aufzupolieren. Wobei: es geht nicht um PR, sondern um eine pfiffige Idee, die konkrete Auswirkungen hat &#8211; nämlich das Pflanzen von Bäumen bzw. den Ankauf von CO<sub>2</sub>-Emissionszertifikaten.</p>
<p>Der Slogan der australischen Suchmaschinenfirma &#8222;Ecocho&#8220; &#8211; auf die ich <a href="http://www.scienceblogs.de/frischer-wind/2008/05/umweltschonende-internetsuche.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier bei Christian </a>aufmerksam geworden bin &#8211; lautet: &#8222;Sie suchen. Wir pflanzen Bäume.&#8220;</p>
<p>Wenn ich das zugrundeliegende Prinzip richtig verstanden habe, so finanziert Ecocho durch Werbeeinnahmen den Ankauf von Emissionszertifikaten durch die australische CO<sub>2</sub>-Ausgleichsbehörde Greenhouse Gas Abatement Scheme (GGAS). Und diese pflanzt dann die Bäume an. Auf der etwas holprig ins Deutsche übersetzten Website liest sich das so:</p>
<blockquote><p>&#8222;Je tausend Suchanfragen [&#8230;] ermöglichen uns, Offset Credits zu kaufen, die 1 Tonne CO2 aus der Atmosphäre tilgen. Dadurch können weitere 2 Bäume während ihres Wachstums CO2 aus der Atmosphäre ziehen&#8230;&#8220;</p></blockquote>
<p>Wer also mag, kann sich <a href="http://www.ecocho.eu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.ecocho.eu </a>als Suchmaschine notieren &#8211; die Ergebnisse werden von Yahoo geliefert, man muß ja nicht immer nur den Branchnprimus Google bemühen&#8230;</p>
<div class="invisible">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Wissenschaftsreformen">Wissenschaftsreformen</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/ecocho">Ecocho</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Oekologie">Ökologie</a></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_289" class="footnote">Till Westermayer hat Tinas sehr langen Beitrag auch <a href="http://blog.till-westermayer.de/index.php/2008/05/14/hinweis-wissenschaftsreformkritik/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">kommentiert und die einzelnen Punkte zusammengefasst</a>.</li><li id="footnote_1_289" class="footnote">Ich stimme hier mit Tina eigentlich zu 100% überein. Wenn wir auch &#8211; wie in den Kommentaren sichtbar wird &#8211; im Detail divergieren.</li><li id="footnote_2_289" class="footnote">Nach einer Berechnung der US-IT-Beratungsfirma Gartner vom August 2007 produziert das Internet ähnlich viel CO2 wie der weltweite Flugverkehr. Mehr <a href="http://www.heise.de/tp/blogs/2/94243" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Infos hier</a>.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/reform-patient-wissenschaft-gruene-suchmaschine-ecocho-werkstatt-ticker-22/">Reform-Patient Wissenschaft ::: Grüne Suchmaschine &#8222;Ecocho&#8220; | Werkstatt-Ticker 22</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Die traurige Zukunft der Meere ::: BlogCamp 3.0 in Zürich &#124; Werkstatt-Ticker 51</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/08/die-traurige-zukunft-der-meere-blogcamp-30-in-zuerich-werkstatt-ticker-51/</link>
					<comments>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/08/die-traurige-zukunft-der-meere-blogcamp-30-in-zuerich-werkstatt-ticker-51/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marc Scheloske]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Aug 2008 10:45:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blogosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ökologie]]></category>
		<category><![CDATA[Barcamp]]></category>
		<category><![CDATA[Blogosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltpolitik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.wissenswerkstatt.net/?p=427</guid>

					<description><![CDATA[<p>» Apokalypse der Ozeane? Der Badeurlaub kennt im Grunde drei Hauptärgernisse: erstens den Sonnenbrand, den der Pauschaltourist offenbar trotz Cremes mit Lichtschutzfaktor 50 nicht vermeiden kann, zweitens die angeschwemmten Algen und Quallen, deren glibbrige Konsistenz den meisten Badegästen unangenehm ist und drittens die subtil-paranoide Furcht, daß man am Traumstrand urplötzlich Opfer einer blutigen Haiattacke werden ... <a title="Die traurige Zukunft der Meere ::: BlogCamp 3.0 in Zürich &#124; Werkstatt-Ticker 51" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/08/die-traurige-zukunft-der-meere-blogcamp-30-in-zuerich-werkstatt-ticker-51/" aria-label="Mehr Informationen über Die traurige Zukunft der Meere ::: BlogCamp 3.0 in Zürich &#124; Werkstatt-Ticker 51">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/08/die-traurige-zukunft-der-meere-blogcamp-30-in-zuerich-werkstatt-ticker-51/">Die traurige Zukunft der Meere ::: BlogCamp 3.0 in Zürich | Werkstatt-Ticker 51</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/category/werkstatt-ticker/"><img decoding="async" class="alignright size-full wp-image-234" style="border: 1px solid #DCDCDC; margin: 6px; float: right;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/uploads/2008/04/ticker_02a.jpg" alt="Ticker.jpg" width="180" height="121" /></a><span style="font-size: xx-large; color: #808080;"><span class="ticker_titel"><strong>»</strong> </span><span style="font-size: large;"><span class="ticker_titel">Apokalypse der Ozeane?</span><br />
</span></span></h2>
<p>Der Badeurlaub kennt im Grunde drei Hauptärgernisse: erstens den Sonnenbrand, den der Pauschaltourist offenbar trotz Cremes mit Lichtschutzfaktor 50 nicht vermeiden kann, zweitens die angeschwemmten Algen und Quallen, deren glibbrige Konsistenz den meisten Badegästen unangenehm ist und drittens die subtil-paranoide Furcht, daß man am Traumstrand urplötzlich Opfer einer blutigen Haiattacke werden könnte.</p>
<p>Immerhin für das dritte Szenario kann wohl mittelfristig Entwarnung gegeben werden: bereits jetzt sind große Raubfische in den Weltmeeren erheblich dezimiert. Die Punkte 1 und 2 (die Sonne und die Algen) werden uns allerdings künftig erst recht Sorgen machen.</p>
<p>Lars Fischer hat einige Studien zum Zustand der Weltmeere gelesen und entwirft ein düsteres Szenario, in dem die atemberaubende Vielfalt des Ökosystems einem traurigen Wasserödnis gewichen ist, in dem Mikroben die Oberhand gewonnen haben.</p>
<p>Die Überdüngung und Überfischung der Weltmeere sind zwei Faktoren für eine besorgniserregende Entwicklung, deren komplexe Zusammenhänge noch lange nicht verstanden sind. <a href="http://fisch-blog.blog.de/2008/08/12/massenaussterben-teil-1-amphibien-und-di-4579728" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lars schreibt</a>:</p>
<blockquote><p>Sichtbarstes Zeichen dieser Veränderung sind die regelmäßig wiederkehrenden Quallenplagen. Es handelt sich dabei um nichts anderes als Vorboten des Ozeans der Zukunft, den die Glibberviecher beherrschen werden.</p></blockquote>
<p>In seinem lesenswerten Artikel bezieht sich Lars auf einige aktuelle Studien der PNAS, die für die marinen Lebensräume und die feuchten Ökosysteme (als Habitat von Amphibien) ein riesiges Artensterben diagnostizieren.</p>
<div class="links_ticker">Weiterlesen:</p>
<ul>
<li>Fischer, Lars: <a href="http://fisch-blog.blog.de/2008/08/12/massenaussterben-teil-1-amphibien-und-di-4579728" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Massenaussterben? Teil 1: Amphibien und die marinen Lebensräume</a>, Fischblog, 12.8.2008</li>
</ul>
</div>
<h2><span style="font-size: xx-large; color: #808080;"><span class="ticker_titel"><strong>»</strong> </span><span style="font-size: large;"><span class="ticker_titel">BlogCampSwitzerland 3.0</span><br />
</span></span></h2>
<p>In 14 Tagen führt mich mein Weg mal wieder für einen kurzen Besuch in die Schweiz. Grund meiner Visite ist das BlogCamp 3.0, das am 29. August in Zürich stattfinden wird. Bei dieser eidgenössischen Variante des Barcamps werden sich &#8211; so die Ankündigung &#8211; rund 200 Blogger und andere Web2.0-Akteure zu einer informellen Spontan-Konferenz versammeln.</p>
<p><a href="http://www.blogcamp.ch/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone" style="margin: 8px 5px; vertical-align: middle;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2008/08/BlogCamp3.jpg" alt="Blogcamp" width="500" height="86" /></a></p>
<p>Die Veranstalter rund um <a href="http://blog.hogenkamp.com/2008/06/06/blogcampswitzerland-3-0-am-29-august-die-registrierung-ist-offen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Peter Hogenkamp</a> schreiben:</p>
<blockquote><p>BlogCampSwitzerland 3.0 ist eine europäische Tagung, die von Bloggern für Blogger organisiert wird und welche das Bloggen in den Fokus stellt. Es baut auf den Prinzipien des berühmten BarCamp (&#8222;ad-hoc unconference&#8220;) auf.</p></blockquote>
<p>Ich selbst habe mich inzwischen angemeldet, habe mir mein Bahnticket reserviert und im Wiki angekündigt, daß ich (falls Interesse besteht) etwas über die Möglichkeiten und Grenzen wissenschaftlicher Blogs erzählen werde. Und heute &#8211; bei der Arbeitsausschuß-Sitzung der <a href="http://ag-sm.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">AGSM</a> &#8211; bin ich dann auch gleich noch autorisiert worden, ggf. etwas zur beginnenden Arbeit der Arbeitsgemeinschaft SocialMedia zu berichten.</p>
<p>Vielleicht ergibt sich ja in Zürich die Gelegenheit für ein Gespräch mit einigen Bloggern aus dem akademisch-wissenschaftlichen Umfeld? Es würde mich jedenfalls sehr freuen.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/08/die-traurige-zukunft-der-meere-blogcamp-30-in-zuerich-werkstatt-ticker-51/#footnote_0_427" id="identifier_0_427" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Und die bekannten Schweizer Blogger wie Yoda alias Roman Hanhart werden ja sowieso anwesend sein..">1</a></p>
<div class="links_ticker"><strong>Links:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.blogcamp.ch/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BlogCamp 3.0 </a>&#8211; Zürich, 29.8.2008</li>
</ul>
</div>
<div class="invisible">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Artensterben">Artensterben</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/BlogCamp">BlogCamp</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/blogcampswitzerland">blogcampswitzerland</a></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_427" class="footnote">Und die bekannten Schweizer Blogger wie <a href="http://blog.yoda.ch/?p=26" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Yoda</a> alias Roman Hanhart werden ja sowieso anwesend sein..</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/08/die-traurige-zukunft-der-meere-blogcamp-30-in-zuerich-werkstatt-ticker-51/">Die traurige Zukunft der Meere ::: BlogCamp 3.0 in Zürich | Werkstatt-Ticker 51</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Rätselhaftes Bienensterben durch Nosemose: Ursache für CCD identifiziert?</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2009/04/ratselhaftes-bienensterben-durch-nosemose-ursache-fur-ccd-identifiziert/</link>
					<comments>https://www.wissenswerkstatt.net/2009/04/ratselhaftes-bienensterben-durch-nosemose-ursache-fur-ccd-identifiziert/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marc Scheloske]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Apr 2009 11:30:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ökologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Für Imker gab es in den letzten Jahren immer wieder erschreckende Meldungen aus aller Welt. Da sorgte erst die gefürchtete Varroa-Milbe für massenhaftes Bienensterben, dann gab das sogenannte CCD-Syndrom (Colony Collapse Disorder) den Imkern und Wissenschaftlern Rätsel auf und im letzten Jahr gingen mehrere tausend Bienenvölker im Rheintal und in Bayern zugrunde, als bei der ... <a title="Rätselhaftes Bienensterben durch Nosemose: Ursache für CCD identifiziert?" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2009/04/ratselhaftes-bienensterben-durch-nosemose-ursache-fur-ccd-identifiziert/" aria-label="Mehr Informationen über Rätselhaftes Bienensterben durch Nosemose: Ursache für CCD identifiziert?">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2009/04/ratselhaftes-bienensterben-durch-nosemose-ursache-fur-ccd-identifiziert/">Rätselhaftes Bienensterben durch Nosemose: Ursache für CCD identifiziert?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" style="margin: 6px 8px; float: right;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2009/04/bienen_2009.jpg" alt="bienen_2009" width="220" height="152" />Für Imker gab es in den letzten Jahren immer wieder erschreckende Meldungen aus aller Welt. Da sorgte erst die gefürchtete Varroa-Milbe für massenhaftes Bienensterben, dann gab das sogenannte <a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/Colony_Collapse_Disorder">CCD-Syndrom</a> (Colony Collapse Disorder) den Imkern und Wissenschaftlern Rätsel auf und im letzten Jahr gingen mehrere tausend Bienenvölker im Rheintal und in Bayern zugrunde, als bei der Ausbringung von Saatgut das Insektizid Chlotianidin aufgewirbelt und &#8211; so jedenfalls die Indizienlage &#8211; <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/17/einstein-haette-geflucht-bienensterben-insektizid-lobbyismus-und-die-ignoranz-deutscher-behoerden/">den Bienen zum Verhängnis wurde</a>.</p>
<p>Über den Fall von Chlotiandin hatte ich letztes Jahr zweimal geschrieben, weil sich hier auch ein nachlässiges Krisen- und Risikomanagment der zuständigen Behörden offenbarte.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2009/04/ratselhaftes-bienensterben-durch-nosemose-ursache-fur-ccd-identifiziert/#footnote_0_1013" id="identifier_0_1013" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="In Frankreich und Italien war man n&auml;mlich viele Wochen fr&uuml;her auf die Gefahr aufmerksam geworden und hatte entsprechend reagiert. Aber offenbar spricht man ja nicht miteinander in Europas Beh&ouml;rden&hellip;">1</a> Und nachdem ich Bienenfreund, Honigesser und jeden Sommer Gast bei einem Wiesenfests eines Hobbyimkers bin, lese ich natürlich alle bienenrelevanten Meldungen mit großem Interesse.</p>
<p><strong>Ursache für rätselhaftes CCD-Syndrom identifiziert?</strong></p>
<p>Wie spanische Forscher vom Laboratorium für Bienenpathologie im spanischen Marchamalo nun in &#8222;Environmental Microbiology Reports&#8220; berichten, gibt es nun möglicherweise eine Erklärung für das oben erwähnte CCD-Phänomen. Dahinter verbirgt sich ein mysteriöses Kollabieren ganzer Bienenvölker: die Bienen verschwinden aus dem Bienenstock und lassen Königin, sowie die Brut zurück. Weshalb weiß bisher niemand.</p>
<h4><span class="pullquote">Die Behandlung mit einem Antibiotikum sorgte für die Erholung der betroffenen Völker</span></h4>
<p>Ursache könnte &#8211; wie die Forscher um Mariano Higes berichten &#8211; der Parasit &#8222;Nosema ceranae&#8220; sein. Die Wissenschaftler untersuchten mehrere Imkereien in Spanien, die im Jahr 2006 von CCD-Fällen betroffen waren. Pestizide fanden sie keine. Auch von der Varroa-Milbe keine Spur. Einziger Schädling, der aufgespürt wurde war eben besagter Pilz &#8222;Nosema ceranae&#8220;. Dessen Sporen sind für die hochansteckende Erkrankung verantwortlich, die auf den interessanten Namen &#8222;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nosemose">Nosemose</a>&#8220; getauft ist.</p>
<p><strong>Ist die Nosemose für das Bienensterben verantwortlich?</strong></p>
<p>Die Sporen werden dabei von den Bienen aufgenommen und im Darm entwickelt sich ein Parasit, der die Bienen quasi kanibalisiert. Befallen werden hauptsächlich Arbeiterinnen, die dann irgendwo &#8211; so ist etwa bei Wikipedia zu lesen &#8211; außerhalb des Bienenstockes verenden. Die Brut und die Königin bleiben verwaist zurück.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2009/04/ratselhaftes-bienensterben-durch-nosemose-ursache-fur-ccd-identifiziert/#footnote_1_1013" id="identifier_1_1013" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Mir will allerdings nicht ganz einleuchten, weshalb das so schlagartig passieren soll und weshalb nicht viel mehr tote Bienen direkt in und um den bienenstock gefunden werden&hellip;">2</a> Eine umfassende Behandlung mit dem Antibiotikum Fumagillin tötete jedenfalls den Erreger ab und die geschwächten Völker erholten sich&#8230;</p>
<p>Es besteht also Hoffnung für Imker und Bienenfreunde.</p>
<div class="links_ticker">
<p>Links:</p>
<ul>
<li>Marc Scheloske: <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/17/einstein-haette-geflucht-bienensterben-insektizid-lobbyismus-und-die-ignoranz-deutscher-behoerden/">Einstein hätte geflucht » Bienensterben, Insektizid-Lobbyismus und die Ignoranz deutscher Behörden</a>, Wissenswerkstatt, 17.5.2008</li>
<li>Higes, Mariano et al.: Honeybee colony collapse due to Nosema ceranae in professional apiaries. Environmental Microbiology Reports 1 (2009) 110-113.</li>
</ul>
</div>
<div class="invisible">
<hr size="1" />
<p>Technorati-Tags:</p>
</div>
<p><a class="invisible" href="http://www.technorati.com/tag/Bienen" rel="tag">Bienen</a></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1013" class="footnote">In Frankreich und Italien war man nämlich viele Wochen früher auf die Gefahr aufmerksam geworden und hatte entsprechend reagiert. Aber offenbar spricht man ja nicht miteinander in Europas Behörden&#8230;</li><li id="footnote_1_1013" class="footnote">Mir will allerdings nicht ganz einleuchten, weshalb das so schlagartig passieren soll und weshalb nicht viel mehr tote Bienen direkt in und um den bienenstock gefunden werden&#8230;</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2009/04/ratselhaftes-bienensterben-durch-nosemose-ursache-fur-ccd-identifiziert/">Rätselhaftes Bienensterben durch Nosemose: Ursache für CCD identifiziert?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Lotterie im Bio-Laden: Weshalb Bio-Produkte ein Ärgernis sind</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2010/07/lotterie-im-bio-laden-weshalb-bio-produkte-ein-aergernis-sind/</link>
					<comments>https://www.wissenswerkstatt.net/2010/07/lotterie-im-bio-laden-weshalb-bio-produkte-ein-aergernis-sind/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marc Scheloske]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Jul 2010 17:30:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ich-Maschine]]></category>
		<category><![CDATA[Ökologie]]></category>
		<category><![CDATA[Bioprodukte]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am Ende ist es dann doch wieder eine Glaubensfrage. Oder eine des Geschmacks. Und der Weltanschauung. An der Frage, ob Bio-Lebensmittel automatisch gesünder sind, scheiden sich jedenfalls die Geister. Sicher ist, daß diese Frage so pauschal wohl ohnehin nicht zu beantworten ist. Und sicher ist auch, daß Bio-Produkte ein Problem haben. Denn in Tests fallen ... <a title="Lotterie im Bio-Laden: Weshalb Bio-Produkte ein Ärgernis sind" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2010/07/lotterie-im-bio-laden-weshalb-bio-produkte-ein-aergernis-sind/" aria-label="Mehr Informationen über Lotterie im Bio-Laden: Weshalb Bio-Produkte ein Ärgernis sind">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2010/07/lotterie-im-bio-laden-weshalb-bio-produkte-ein-aergernis-sind/">Lotterie im Bio-Laden: Weshalb Bio-Produkte ein Ärgernis sind</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2010/07/Gemuese_200.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-1374" style="margin: 8px;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2010/07/Gemuese_200.jpg" alt="Junges Gemüse" width="200" height="280" /></a><strong>Am Ende ist es dann doch wieder eine Glaubensfrage. Oder eine des Geschmacks. Und der Weltanschauung. An der Frage, ob Bio-Lebensmittel automatisch gesünder sind, scheiden sich jedenfalls die Geister. Sicher ist, daß diese Frage so pauschal wohl ohnehin nicht zu beantworten ist. Und sicher ist auch, daß Bio-Produkte ein Problem haben. Denn in Tests fallen Bioprodukte regelmäßig durch. Nicht alle, aber immer wieder landen die teuren Produkte aus dem Bioladen weit hinter vielen konventionell erzeugten Lebensmitteln. Für den mündigen Verbraucher ist das wenig zufriedenstellend. Denn er kann sich kaum sicher sein, ob die Dinge in seinem Einkaufskorb wirklich die (hohen) Anforderungen erfüllen.</strong></p>
<p>Ich gestehe: ich kaufe sehr selten im Bioladen ein (dabei ist so ein Laden mit dem netten Namen &#8222;Schmatz&#8220; gleich bei mir um die Ecke). Und die Tatsache, daß ich dort nur sehr selten einkaufe, liegt nicht an den Broschüren der Heilpraktiker, Geistheiler und Schamanen, die dort ausliegen (manchmal amüsieren die mich, manchmal ärgere ich mich darüber). Der Grund ist ein anderer: ich weiß nicht, ob die Bioprodukte wirklich ihr Geld wert sind. Oder anders formuliert: mir ist zu unsicher, was ich da tatsächlich kaufe.</p>
<h4><span class="pullquote_left">Ich weiß nicht, ob die Bioprodukte wirklich ihr Geld wert sind. </span></h4>
<p>Dabei sind mir mir die allermeisten Grundsätze einer nachhaltig-ökologisch orientierten Landwirtschaft und Lebensmittelerzeugung sehr sympathisch.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2010/07/lotterie-im-bio-laden-weshalb-bio-produkte-ein-aergernis-sind/#footnote_0_1372" id="identifier_0_1372" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Lassen wir mal au&szlig;en vor, da&szlig; ich manche der Vorschriften von Bioverb&auml;nden f&uuml;r &uuml;berfl&uuml;ssigen Nonsense und Voodoo-Landwirtschaft halte.">1</a> Ich halte weder Massentierhaltung für sinnvoll, noch exzessive Landwirtschaft, die auf riesige Monokulturen und den hemmungslosen Einsatz von Düngern setzt. Weniger wäre da in meinen Augen manchmal mehr. Und wieso ein Liter Milch im Supermarkt für 50 Cent zu haben sein muß, verstehe ich auch nicht. Ich würde (und könnte) gerne mehr bezahlen.</p>
<p><strong>Ernüchternde Tests: Mangelhafte Qualität (mancher) Bioprodukte</strong></p>
<p>Insofern gehöre ich wohl eindeutig zu dem Klientel, das typischerweise in Reformhäusern und Bioläden einkauft. Doch genau das mache ich nicht. Schuld daran ist (auch) die Stiftung Warentest. Denn in unzähligen Tests der letzten Jahre landeten die teuren Produkte aus dem Bioladen auf den hinteren Rängen.</p>
<h4><span class="pullquote">Man kann fast darauf wetten: es gibt immer ein Bioprodukt, das bei Tests mit Pauken und Trompeten durchfällt.</span></h4>
<p>Man kann schon fast darauf wetten, wenn wieder mal Olivenöle, Brotaufstriche oder Kaffeebohnen getestet werden: unter den 20 Produkten werden sicher ein oder zwei Bioprodukte mit Bravour abschneiden, aber mindestens ein Öko-Erzeugnis wird garantiert ein mangelhaftes Ergebnis bekommen. Und das Problem und irgendwie auch das Dilemma für die ganze Bio-Lebensmittel-Palette: erst die Tests trennen die biologisch-zertifizierte Spreu vom Weizen.</p>
<p>Beispiele gefällig? Im letzten <a href="http://www.testberichte.de/a/oel/magazin/test-stiftung-warentest-4-2010/204157.html">Test der Olivenöle (April 2010)</a> wurde ein Bio-Öl als Testsieger ausgezeichnet. Doch auf dem letzten Rang landet auch ein Olivenöl aus dem Bioladen &#8211; das &#8222;Baktat Olivenöl nativ extra&#8220; bekommt die wenig schmeichelhafte Note 5,2. Das ist &#8222;mangelhaft&#8220; und irgendwie typisch. Man zeige mir mal einen Speise-Öl-Test, in dem nicht ein teures Bioprodukt mindestens total ranzig oder mit Schimmelpilzgiften belastet war.</p>
<h4><span class="pullquote_left">Das teilweise miserable Abschneiden von Bioprodukten bei Tests ist ernüchternd. Und es verunsichert.</span></h4>
<p>Das selbe Bild bei Rapsölen. Der Test <a href="http://www.testberichte.de/a/oel/magazin/test-stiftung-warentest-11-2009/182008.html">vom November 2009</a> zeigt: vorne irgendwo die günstigen Öle von Aldi, Lidl &amp; Co. und hinten mit &#8222;mangelhaft&#8220; die tollen Öle von Rapunzel, Alnatura etc.</p>
<p>Auch beim Test von Basmati-Reis (<a href="http://www.test.de/themen/essen-trinken/test/Basmati-Reis-Jeder-zweite-mangelhaft-4118269-4119106/">ganz aktuell von gestern</a>) das bekannte Bild: von insgesamt sechs Bio-Produkten war nur eines (von Alnatura) pestizidfrei. Bei drei Bio-Reissorten fanden die Tester deutliche Rückstände. Ein Produkt fiel komplett durch:</p>
<blockquote><p>&#8222;Bio-Vollkornreis Green waren so stark mit dem krebserregenden Schimmelpilzgift Aflatoxin B1 belastet, dass sie nicht hätten verkauft werden dürfen.&#8220; (Zusammenfassung auf der Warentest-Website)</p></blockquote>
<p>Das ist &#8211; für mich als Verbraucher &#8211; abschreckend. Denn wieso soll ich (wie oben schon angeführt) im Bioladen einkaufen, wenn ich dort dann Lotterie spielen darf? Es ist in vielen Fällen (jedenfalls ist das meine Beobachtung) meist eine Chance von 50:50, ob man nun ein tolles Bioprodukt kauft oder einen Artikel, der besser auf dem direkten Weg auf dem Komposthaufen entsorgt werden sollte.</p>
<p>Ich selbst kenne ehrlicherweise auch keine wirklich befriedigende Lösung. Aber wenn ich konventionelle Lebensmittel im Supermarkt kaufe, dann habe ich wenigstens das Gefühl, daß ich mit geringerer Wahrscheinlichkeit total verranzte oder mit Schimmelpilzen belastete Produkte kaufe. Sicher kann ich mir da natürlich auch nicht sein, wer führt schon immer ein mobiles Analytiklabor mit sich, um die relevanten Werte vor Ort zu erheben. ;-)</p>
<p><strong>Bio-Mythos: Bio-Lebensmittel sind nicht gesünder</strong></p>
<p>Letztlich bleibt es eben doch eine Vertrauens- und Geschmackssache. Und das Argument, daß Bioprodukte per se gesünder und &#8222;wertvoller&#8220; seien, zieht nicht. Natürlich ziehe ich einen Apfel von der Streuobstwiese einem Plantagenapfel vom Großbauern vor, aber auch hier zeigen Studien: ökologisch erzeugte Lebensmittel sind nicht von Natur aus besser, als die konventionell erzeugten Waren. Das hat zuletzt auch eine groß angelegte britische Analyse ergeben:</p>
<blockquote><p>An independent review commissioned by the Food Standards Agency (FSA) shows that there are no important differences in the nutrition content, or any additional health benefits, of organic food when compared with conventionally produced food.</p></blockquote>
<p>Die Vorteile einer Öko-Landwirtschaft liegen meiner Meinung nach also weniger im direkten (gesundheitlichen) Vorteil für den Konsumenten. Ich wünschte mir aus anderen Gründen (Gewässerschutz, Biodiversität etc.) eine andere, kleinteiligere und ökologisch orientierte Landwirtschaft. Und im Zweifel sogar weniger strikte Vorgaben der einschlägigen Verbände, was bspw. Konservierungsmittel u.ä. angeht. Denn was hilft mir der Verzicht auf Pestizide, wenn später in der Verarbeitung geschlampert wird oder andere Umstände dazu führen, daß ich ein ranziges und sonstwie ungenießbares Lebensmittel auf dem Tisch habe.</p>
<p>&#8212;<br />
<em>Link: </em></p>
<ul>
<li>Food Standards Agency: <a href="http://www.food.gov.uk/news/newsarchive/2009/jul/organic">Organic review published,</a> Juli 2009.</li>
</ul>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1372" class="footnote">Lassen wir mal außen vor, daß ich manche der Vorschriften von Bioverbänden für überflüssigen Nonsense und Voodoo-Landwirtschaft halte.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2010/07/lotterie-im-bio-laden-weshalb-bio-produkte-ein-aergernis-sind/">Lotterie im Bio-Laden: Weshalb Bio-Produkte ein Ärgernis sind</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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