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	<title>Nebenwirkungen Archive &#187; Wissenswerkstatt</title>
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	<description>Blog zu Wissenschaft &#38; Wissenschaftskommunikation </description>
	<lastBuildDate>Thu, 28 Feb 2019 18:36:15 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Nebenwirkungen Archive &#187; Wissenswerkstatt</title>
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		<title>Rückschlag für die Gentherapie » Erneuter Leukämiefall bei klinischer Studie &#124; Werkstattnotiz L</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Dec 2007 19:40:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gentherapie]]></category>
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		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Perspektiven für Kinder, die mit einer als »SCID« bezeichneten Störung ihres Immunsystems auf die Welt kommen, sind sehr schlecht. Denn »SCID« ist die Sammelbezeichnung für sog. »schwere kombinierte Immundefekte« und die betroffenen Kinder können nur unter absolut keimfreien Bedingungen überleben. Die einzige erfolgversprechende Therapie ist eine Blutstammzelltransplantation, für die allerdings häufig kein geeigneter Spender ... <a title="Rückschlag für die Gentherapie » Erneuter Leukämiefall bei klinischer Studie &#124; Werkstattnotiz L" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/12/rueckschlag-fuer-die-gentherapie-erneuter-leukaemiefall-bei-klinischer-studie-werkstattnotiz-l/" aria-label="Mehr Informationen über Rückschlag für die Gentherapie » Erneuter Leukämiefall bei klinischer Studie &#124; Werkstattnotiz L">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/12/rueckschlag-fuer-die-gentherapie-erneuter-leukaemiefall-bei-klinischer-studie-werkstattnotiz-l/">Rückschlag für die Gentherapie » Erneuter Leukämiefall bei klinischer Studie | Werkstattnotiz L</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Perspektiven für Kinder, die mit einer als »<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/SCID" target="_blank"  rel="noopener noreferrer">SCID</a>« bezeichneten Störung ihres Immunsystems auf die Welt kommen, sind sehr schlecht. Denn »SCID« ist die Sammelbezeichnung für sog. </strong><strong>»</strong><strong>schwere kombinierte Immundefekte</strong><strong>«</strong><strong> und die betroffenen Kinder können nur unter absolut keimfreien Bedingungen überleben. Die einzige erfolgversprechende Therapie ist eine Blutstammzelltransplantation, für die allerdings häufig kein geeigneter Spender zur Verfügung steht. Seit einiger Zeit richten sich nun die Hoffnungen auf die Gentherapie: allerdings ist nach früheren Rückschlägen nun erneut ein Junge an Leukämie erkrankt. </strong></p>
<p>Die Idee ist faszinierend: bei allen Varianten der &quot;schweren kombinierten Immundefekte&quot; (SCID) verhindert ein Gendefekt, daß sich aus den hämatopoetischen Stammzellen die wichtigen T-Lymphozyten entwickeln. Und ohne diese <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/T-Lymphozyten" target="_blank"  rel="noopener noreferrer">T-Lymphozyten</a> ist die gesamte adaptive Immunabwehr außer Gefecht gesetzt.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/12/rueckschlag-fuer-die-gentherapie-erneuter-leukaemiefall-bei-klinischer-studie-werkstattnotiz-l/#footnote_0_158" id="identifier_0_158" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Von Geburt an m&uuml;ssen die Kinder von allen Keimen abgeschirmt werden.&nbsp; Durch sterile Isolationszelte sollen Infektionen verhindert werden, denn Lungenentz&uuml;ndungen oder Meningitis verlaufen meist t&ouml;dlich.">1</a> Wenn man allerdings genau diese fehlerhaften hämatopoetischen Stammzellen ersetzt bzw. eine korrekte Genvariante in die Zellen einschleust, dann bilden sich auch die erwünschten T- und B-Immunzellen. </p>
<p><strong>Erste vielversprechende Therapie-Versuche 1999/2000 in Paris</strong></p>
<p>Bereits 1999 hatte ein Team um Prof. Alain Fischer am Hôpital Necker des Enfants Malades in Paris versucht, genau diese Idee umzusetzen. Bei 11 Kindern, die an der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/X-SCID" target="_blank"  rel="noopener noreferrer">X-SCID</a><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/12/rueckschlag-fuer-die-gentherapie-erneuter-leukaemiefall-bei-klinischer-studie-werkstattnotiz-l/#footnote_1_158" id="identifier_1_158" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Bei dieser Unterform der SCID liegt eine&nbsp; Mutation im Interleukin-2-Rezeptor-Gen (IL2RG) vor. Und diese Mutation ist auf dem X-Chromosom lokalisiert, weswegen nur Jungen betroffen sind.">2</a> erkrankt waren, entnahmen die Mediziner Stammzellen um sie mit sog. Retroviren zu &quot;impfen&quot;. Die Retroviren fungieren als Genfähren und sollen die korrekte Version des Gens ins Genom der Stammzellen schleusen. Was im Modell und in den Tierversuchen funktionierte, hatte auch bei den klinischen Studien Erfolg: bei den solchermaßen behandelten Jungen bildeten sich tatsächlich die T-Lymphozyten, die Immunabwehr kam in Gang und die kleinen Patienten konnten das Isolationszelt verlassen.&nbsp;</p>
<h4 class="pullquote_left"> Um die korrekten Gensequenzen in das Zellgenom einzuschleusen werden Viren »umprogrammiert«, die als Genfähren dienen. Aber genau diese Retroviren sind vermutlich verantwortlich für die Leukämiefälle.<br /></h4>
<p>Doch 2 Jahre später mußten die Forscher einen traurigen Rückschlag hinnehmen: insgesamt 4 der 11 Jungen erkrankten an Leukämie. Daraufhin wurden weltweit die meisten Studien abgebrochen. Als Sündenbock wurden die Retroviren &#8211; die »Gentaxis« &#8211; entdeckt. Sie stehen seitdem im Verdacht, daß sie &#8211; obwohl selbst harmlos &#8211;&nbsp; Mutagenesen in den Zellen hervorrufen, in deren Folge die T-Zellen außer Kontrolle geraten können. </p>
<p>Bislang ist freilich noch keine Möglichkeit bekannt, um die viralen Vektoren zielgerichtet dazu zu bringen, ihre Fracht genau an den erwünschten Stellen abzuladen. Daß ihr relativ unkontrolliertes Einschleusen negative Effekte &#8211; eben die Leukämien &#8211; haben könnte, wurde anfangs kaum in Erwägung gezogen. Daß man dieses Risiko unterschätzte, hat freilich einen einfachen Grund: die Tierversuche, die als Grundlage der Risikoabschätzung herangezogen wurden, endeten nach spätestens 5-6 Monaten. Die Leukämiefälle bei den klinischen Studien traten aber erst nach 2-3 Jahren auf.&nbsp;</p>
<p><strong>Wieder ein Leukämiefall bei britischer Studie</strong></p>
<p>In den letzten Jahren hatte nun eine Gruppe um Adrian Thrasher und Bobby Gaspar vom &quot;Institute of Child Health&quot; in London einen neuen Versuch bei der gentherapeutischen Behandlung der X-SCID unternommen. Die ersten Ergebnisse waren positiv, jetzt aber muß auch die britische Studie ihren ersten Leukämiefall verzeichnen. Wie das Ärzteblatt heute berichtet, wurde nun bei einem drei Jahre alten Jungen Leukämie diagnostiziert. Den anderen neun Kindern soll es Berichten zufolge gut gehen.&nbsp;</p>
<h4 class="pullquote"> Inzwischen ist klar: die Tierversuche wurden zu schnell abgebrochen. Nach 6 Monaten gab man Entwarnung. Eine Studie von 2006 zeigte aber, daß die Auffälligkeiten sich auch im Tierversuch erst nach 10 Monaten zeigen. <br /></h4>
<p>Auch dieser neuerliche Rückschlag kann nicht wirklich verwundern: erst vergangenes Jahr hatte eine US-Studie im Tierversuch nachgewiesen, daß 1/3 der Versuchstiere nach einer Gentherapie an Lymphomen erkrankte. Zu diesem Zeitpunkt war die Behandlung der zehn Jungen innerhalb der britischen Studie aber bereits abgeschlossen. Deutlich wird, daß die potentiellen Nebeneffekte der Gentherapie (bzw. des Einbringens von Gensequenzen mittels Viren) lange Zeit unterschätzt wurden. Die 2006 publizierte Studie verweist darauf, daß es sich aber vermutlich nicht nur um &quot;technische&quot; Probleme handelt &#8211; dessen ungeachtet haben die britischen Forscher für 2008 einen neuen Anlauf angekündigt: sie haben ein neues &quot;Protokoll&quot; entwickelt, das mit einem anderen Virus arbeitet. Es bleibt abzuwarten, ob hier die Mißerfolgsrate geringer ausfällt&#8230; </p>
<p><em>[Update &#8211; 20.12.2007 | 11:00Uhr]</em></p>
<p>Noch eine kurze <strong>Anmerkung aus wissenssoziologischer Sicht</strong>:</p>
<p>Interessant ist, daß die Forschergruppe um Alain Fischer in Paris keineswegs fahrlässig handelte. Die vorgeschriebenen Prozeduren, die sorgfältige Prüfung der Wirkmechanismen und eventueller Nebenwirkungen in Tierversuchen (1998/1999) wurden offenbar recht gewissenhaft ausgeführt. Und im Ergebnis wurde (vermeintlich!) abgesichertes Wissen produziert: daß nämlich die Wirksamkeit der gentherapeutischen Behandlung von SCID bestätigt ist, negative Effekte allerdings kaum zu erwarten seien. Das Tierversuchsstadium dauerte 6 Monate.&nbsp;</p>
<p>Wie oben skizziert mußte sich die französische Medizinergruppe nach 2-3 Jahren eines Besseren belehren lassen: 4 der 11 behandelten Kinder entwickelten leukämieähnliche Tumore. Erst die neuerliche Überprüfung im Jahr 2005 bestätigte den Verdacht: auch in den Tierversuchen ließen sich selbstverständlich durch die Gentherapie induzierte Tumore finden.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/12/rueckschlag-fuer-die-gentherapie-erneuter-leukaemiefall-bei-klinischer-studie-werkstattnotiz-l/#footnote_2_158" id="identifier_2_158" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wie oben ausgef&uuml;hrt sind daf&uuml;r allem Anschein nach die als Genf&auml;hren eingesetzten Retroviren verantwortlich.">3</a> Ca. 1/3 der Versuchstiere entwickelte Lymphome &#8211; dies allerdings eben erst durchschnittlich 10 Monate nach der Behandlung. [vgl. N.-B. Woods, V. Bottero, M. Schmidt, C. von Kalle, I. M. Verma: Therapeutic gene causing lymphoma In: Nature 7088/440/2006. S. 1123, <a href="http://www.nature.com/nature/journal/v440/n7088/abs/4401123a.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Abstract</a>]</p>
<p>Deutlich wird: Wissenschaftliche Studien stehen immer in der Gefahr Wissen zu produzieren, das sich zu diesem Entstehungszeitpunkt nicht als Irrtum identifizieren läßt. Denn wie lange hätte man die Versuchstiere weiter beobachten sollen? 8, 10, 12 Monate? Wäre es nicht auch denkbar, daß selbst die Versuchstiere erst nach 18 Monaten die Krebswucherungen zeigen? Und auf der anderen Seite stehen (das sollte man nicht vergessen) schwer kranke Patienten, für die die Therapie oftmals der letzte Rettungsanker ist. Hier möchte man wohl kaum mit den verantwortlichen Medizinern tauschen&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p></p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><em>Links:</em></p>
<ul>
<li>Dt. Ärzteblatt (2007): <a href="http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=30855" target="_blank" rel="noopener noreferrer">X-SCID: Neuer Leukämiefall nach Gentherapie</a>, 19.12.2007</li>
<li>Dt. Ärzteblatt (2006): <a href="http://www.aerzteblatt-studieren.de/doc.asp?docId=102957" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wie die Gentherapie der Immunschwäche zu Lymphomen führen kann</a>, 27.04.2006</li>
<li><a href="http://www.ich.ucl.ac.uk/pressoffice/pressrelease_00591" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Pressemitteilung</a> des Institute of Child Health </li>
</ul>
<p></p>
<p></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_158" class="footnote">Von Geburt an müssen die Kinder von allen Keimen abgeschirmt werden.&nbsp; Durch sterile Isolationszelte sollen Infektionen verhindert werden, denn Lungenentzündungen oder Meningitis verlaufen meist tödlich.</li><li id="footnote_1_158" class="footnote">Bei dieser Unterform der SCID liegt eine&nbsp; Mutation im Interleukin-2-Rezeptor-Gen (IL2RG) vor. Und diese Mutation ist auf dem X-Chromosom lokalisiert, weswegen nur Jungen betroffen sind.</li><li id="footnote_2_158" class="footnote">Wie oben ausgeführt sind dafür allem Anschein nach die als Genfähren eingesetzten Retroviren verantwortlich.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/12/rueckschlag-fuer-die-gentherapie-erneuter-leukaemiefall-bei-klinischer-studie-werkstattnotiz-l/">Rückschlag für die Gentherapie » Erneuter Leukämiefall bei klinischer Studie | Werkstattnotiz L</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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		<title>Informationsverweigerung » Die Pharmakonzerne Merck und Schering-Plough halten Studienergebnisse zu Cholesterinpräparaten zurück &#124; Werkstattnotiz LI</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Jan 2008 14:39:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Nebenwirkungen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Daß Medikamente auch unerwünschte Nebenwirkungen haben können, ist allgemein bekannt. Ebenso selbstverständlich erscheint die Tatsache, daß diese Risiken gewissenhaft in Studien überprüft werden und auf dieser Grundlage Ärzte und mündige Patienten den möglichen Nutzen gegenüber den zur Debatte stehenden Schäden abwägen können. Das Problem ist nur, daß genau die Studien, die auf negative Begleiterscheinungen eines ... <a title="Informationsverweigerung » Die Pharmakonzerne Merck und Schering-Plough halten Studienergebnisse zu Cholesterinpräparaten zurück &#124; Werkstattnotiz LI" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/informationsverweigerung-die-pharmakonzerne-merck-und-schering-plough-halten-studienergebnisse-zu-cholesterinpraeparaten-zurueck-werkstattnotiz-li/" aria-label="Mehr Informationen über Informationsverweigerung » Die Pharmakonzerne Merck und Schering-Plough halten Studienergebnisse zu Cholesterinpräparaten zurück &#124; Werkstattnotiz LI">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/informationsverweigerung-die-pharmakonzerne-merck-und-schering-plough-halten-studienergebnisse-zu-cholesterinpraeparaten-zurueck-werkstattnotiz-li/">Informationsverweigerung » Die Pharmakonzerne Merck und Schering-Plough halten Studienergebnisse zu Cholesterinpräparaten zurück | Werkstattnotiz LI</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Daß Medikamente auch unerwünschte Nebenwirkungen haben können, ist allgemein bekannt. Ebenso selbstverständlich erscheint die Tatsache, daß diese Risiken gewissenhaft in Studien überprüft werden und auf dieser Grundlage Ärzte und mündige Patienten den möglichen Nutzen gegenüber den zur Debatte stehenden Schäden abwägen können.</strong> </p>
<p>Das Problem ist nur, daß genau die Studien, die auf negative Begleiterscheinungen eines Medikaments hinweisen, den Herstellern natürlich nicht gefallen. Und so versuchen die Pharmakonzerne, diese Studienergebnisse mit allen zur Verfügung stehenden Methoden zu beschönigen und zu relativieren. Oder man versucht &#8211; wie ein aktuelles Beispiel zeigt &#8211; die Publikation der Ergebnisse gleich ganz zu verhindern oder hinauszuzögern. In einem Artikel der heute in <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/26/26955/1.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">telepolis</a> erschienen ist,<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/informationsverweigerung-die-pharmakonzerne-merck-und-schering-plough-halten-studienergebnisse-zu-cholesterinpraeparaten-zurueck-werkstattnotiz-li/#footnote_0_165" id="identifier_0_165" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Dort ist der Fall noch ein wenig ausf&uuml;hrlicher skizziert.">1</a> habe ich die fragwürdige Kommunikations- und Informationspolitik der US-Konzerne Merck und Schering-Plough dargestellt, die mit teilweise haarsträubenden Argumenten die Veröffentlichung einer Studie zu ihren Cholesterinpräparaten &quot;Zetia&quot; und &quot;Vytorin&quot; (Wirkstoff: <a  target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ezetimib" rel="noopener noreferrer">Ezetimib</a>)<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/informationsverweigerung-die-pharmakonzerne-merck-und-schering-plough-halten-studienergebnisse-zu-cholesterinpraeparaten-zurueck-werkstattnotiz-li/#footnote_1_165" id="identifier_1_165" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="&quot;Vytorin&quot; ist ein Kombinationspr&auml;parat, das den Wirkstoff Ezetimib mit einem Statin (Simvastatin) kombiniert.">2</a> zu verhindern bzw. zu verzögern versuchen.</p>
<p><strong>Je lukrativer die Medikamente, desto größer die Versuchung, unliebsame Studienergebnisse zu manipulieren&nbsp;</strong></p>
<p>Am Fall der ENHANCE-Studie, an der von Juni 2002 &#8211; Juni 2006 rund 720 Patienten mit einer sog. &quot;familären Hypercholesterinämie&quot; teilgenommen hatten, wird erneut deutlich, daß eine transparente Informationspolitik der Pharma-Konzerne umso unwahrscheinlicher wird, je umsatzstärker das jeweilige Medikament ist. Man könnte fast eine Gesetzmäßigkeit postulieren, die einen direkten Zusammenhang zwischen Umsatzentwicklung und der Bereitschaft zu Ausreden, Tricks und Manipulationen zu greifen, herstellt. </p>
<h4 class="pullquote"> Die Cholesterinpräparate sind hochlukrativ: die Präparate Zetia und Vytorin brachten allein im 2. Quartal 2007 knapp 3,2 Milliarden US-Dollar Umsatz. <br /></h4>
<p>Und diese traurige Logik des Pharmageschäfts ist auch in diesem Fall ein mehrfaches Ärgernis: denn zur Cholesterinsenkung<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/informationsverweigerung-die-pharmakonzerne-merck-und-schering-plough-halten-studienergebnisse-zu-cholesterinpraeparaten-zurueck-werkstattnotiz-li/#footnote_2_165" id="identifier_2_165" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Egal ob die Indikation durch eine prim&auml;re Fettstoffwechselerkrankung (ca. 10% der Bev&ouml;lkerung sind betroffen) oder durch sekund&auml;re Fettstoffwechselerkrankungen (sehr h&auml;ufig im Zshg. mit Diabetes) begr&uuml;ndet ist.">3</a> stünden die wirksamen und deutlich besser erprobten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Statin" target="_blank"  rel="noopener noreferrer">Statine</a> zur Verfügung, die zudem deutlich günstiger sind. Schering-Plough durfte sich aber 2007 über neue Rekordzahlen freuen und allein mit den Ezetimib-Präparaten erwirtschaftete man im 2. Quartal 2007 knapp 3,2 Milliarden US-Dollar.&nbsp;</p>
<blockquote>
<p>Das alles wäre ein weniger großes Problem, wenn die Überlegenheit des Wirkstoffs Ezetimib tatsächlich erwiesen wäre. Allerdings liegen bislang keine seriösen Langzeitstudien vor, die einerseits die Unbedenklichkeit, andererseits den Mehrwert einer Ezetimib-Therapie belegen könnten. Und während für die erprobten Statine sowohl positive Effekte im Bezug auf koronare Krankheiten als auch eine entzündungshemmende Wirkung bekannt sind, steht ein solcher Nachweis für Zetia bzw. Vytorin bislang aus.</p>
</blockquote>
<p>Allerhöchste Zeit also, daß man die Überlegenheit dieser neuen Medikamentenklasse belegt, oder? Denn während die Statine die Cholesterinbildung in der Leber hemmen, setzt Ezetimib im Dünndarm an, wo die Cholesterinresorption gemindert wird. Die Enhance-Studie sollte v.a. klären, ob die Arteriosklerose<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/informationsverweigerung-die-pharmakonzerne-merck-und-schering-plough-halten-studienergebnisse-zu-cholesterinpraeparaten-zurueck-werkstattnotiz-li/#footnote_3_165" id="identifier_3_165" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Konkret sollte die Intima-Media-Dicke an den Karotiden gemessen werden; die klinischen Endpunkte wurden angeblich aber im nachhinein korrigiert.">4</a> gemindert wird und somit die Therapie koronare Erkrankungen günstig beeinflußt.</p>
<blockquote>
<p>Zunächst wurden die Studienresultate für das Jahresende 2006 angekündigt. Nachdem dieser Termin verstrichen war, rechneten die Fachleute damit, dass spätestens zum Amerikanischen Kardiologen-Kongress im März 2007 die Ergebnisse vorliegen sollten.<br />
Aber weit gefehlt: Schering und Merck vertrösteten die interessierte Fachöffentlichkeit abermals und verwiesen auf die langwierige Datenauswertung.</p>
</blockquote>
<p>Zweifel an diesen Erklärungen sind allerdings angebracht. Denn entgegen den Bestimmungen war die Studie bspw. nicht im <a href="http://www.clinicaltrials.gov/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">klinischen Studienregister</a> eingetragen. Erst auf Nachfrage von US-Journalisten wurde im November 2007 nachträglich dieser Pflicht Genüge getan. Ebenso erklärungsbedürftig ist die Tatsache, daß die Verzögerung zwischenzeitlich damit begründet wurde, daß man die klinischen Endpunkte<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/informationsverweigerung-die-pharmakonzerne-merck-und-schering-plough-halten-studienergebnisse-zu-cholesterinpraeparaten-zurueck-werkstattnotiz-li/#footnote_4_165" id="identifier_4_165" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Also die Zielgr&ouml;&szlig;en/Parameter, auf die man innerhalb der Studie fokussiert.">5</a> verändert habe. Und ebenfalls erst auf kritische Nachfrage wurde nun eingeräumt, daß man einige Patienten aus der Studie genommen habe, da sich bei diesen die Leberenzymwerte bedenklich erhöht hatten.</p>
<p><strong>Salamitaktik der Öffentlichkeitsarbeit: nur auf Nachfrage räumt man Versäumnisse ein&nbsp;</strong></p>
<p> Es sind also bedeutend mehr Fragen offen, als bislang geklärt. Aber die Hersteller spielen weiter auf Zeit. Nun hat sich sogar der US-Kongreß eingeschaltet und um eine schnellstmögliche Publikation der Studie gebeten. Unterdessen mußte Schering einräumen, daß es bereits aus den Jahren 2000-2003 einige Studien zu Ezetimib gibt, die bislang ebenfalls nicht publiziert wurden. Man habe &#8211; so teilte man mit, die Ergebnisse für nicht relevant gehalten. Und ganz offenbar hielt man die Studien insgesamt von vornherein für so irrelevant, daß man sie ebenfalls erst gar nicht in die Studienregister eingetragen hatte. </p>
<p>Es bleibt also spannend, wann und mit welchen Ergebnissen wenigstens die ENHANCE-Studie öffentlich gemacht wird. Kleinere unabhängige Untersuchungen haben freilich mehrmals Indizien dafür geliefert, daß der Mehrwert von Zetia und Vytorin fraglich, die leberschädigenden Effekte aber problematisch sein können. Erst 2006 hatte Mark Stolk im Fachjournal &quot;Clinical Gastroenterology and Hepatology&quot; von einigen Hepatitisfällen berichtet.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/informationsverweigerung-die-pharmakonzerne-merck-und-schering-plough-halten-studienergebnisse-zu-cholesterinpraeparaten-zurueck-werkstattnotiz-li/#footnote_5_165" id="identifier_5_165" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Severe Hepatic Side Effects of Ezetimibe: Clinical Gastroenterology and Hepatology, Volume 4, Issue 7, July 2006, Pages 908-911, Mark F.J. Stolk, Marco C.J.M. Becx, Karel C. Kuypers and Cees A. Seldenrijk">6</a></p>
<p>Meine Versuche bei EssexPharma, der deutschen Tochter von Schering, eine Stellungnahme zu erhalten, waren bislang nicht erfolgreich. Seit immerhin 2002 gibt es Ezetimib nämlich auch in Deutschland und ist hier unter dem Markennamen &quot;Ezetrol&quot; erhältlich. Mit der Website gibt man sich offensichtlich <a href="http://www.ezetrol.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">große Mühe</a>, die Informationspolitik bzgl. kritischer Fragen wird allerdings eher stiefmütterlich gehandhabt. Und auch bei BayerHealthCare, die &quot;Zetia&quot; zusammen mit Schering seit April 2007 in Japan vertreiben, ist man zwar immerhin nett, allerdings bislang auch nicht in der Lage gewesen, mir einige Fragen zu beantworten. Sollte sich das ändern, werde ich zu gegebener Zeit auf den Fall zurückkommen.&nbsp; &nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><em>Mein Artikel bei telepolis: </em></p>
<ul>
<li><a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/26/26955/1.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Verheimlichte die Pharmaindustrie Indizien für Leberschäden?</a>, telepolis, 2.1.2008</li>
</ul>
<p><em>Weitere Artikel:&nbsp;</em></p>
<ul>
<li>Berenson, Alex: <a href="http://www.nytimes.com/2007/12/21/business/21drug.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Data About Zetia Risks Was Not Fully Revealed</a>, NYT, 21.12.2007</li>
<li>Winslow, Ron: <a href="http://online.wsj.com/public/article/SB119786664299833289.html?mod=blog" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stakes Remain High in Merck, Schering-Plough Drug Study</a>, Wall Street Journal, 17.12.2007</li>
<li><a target="_blank" href="http://medicalevidence.blogspot.com/2007/12/you-wouldnt-believe-it-or-would-you-nyt.html" rel="noopener noreferrer">Patients and Physicians should BOYCOTT Zetia and Vytorin: Forcing MRK and SGP to come clean with the data</a>, in: Medical Evidence Blog, 21.12.2007</li>
<li><a target="_blank" href="http://scientific-misconduct.blogspot.com/2007/12/more-problems-with-ezetimibe-zetia.html" rel="noopener noreferrer">More problems with Ezetimibe (Zetia, Vytorin): Let there be light</a>, Scientific Misconduct Blog, 24.12.2007</li>
</ul>
<p></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_165" class="footnote">Dort ist der Fall noch ein wenig ausführlicher skizziert.</li><li id="footnote_1_165" class="footnote">&quot;Vytorin&quot; ist ein Kombinationspräparat, das den Wirkstoff Ezetimib mit einem Statin (Simvastatin) kombiniert.</li><li id="footnote_2_165" class="footnote">Egal ob die Indikation durch eine primäre Fettstoffwechselerkrankung (ca. 10% der Bevölkerung sind betroffen) oder durch sekundäre Fettstoffwechselerkrankungen (sehr häufig im Zshg. mit Diabetes) begründet ist.</li><li id="footnote_3_165" class="footnote">Konkret sollte die Intima-Media-Dicke an den Karotiden gemessen werden; die klinischen Endpunkte wurden angeblich aber im nachhinein korrigiert.</li><li id="footnote_4_165" class="footnote">Also die Zielgrößen/Parameter, auf die man innerhalb der Studie fokussiert.</li><li id="footnote_5_165" class="footnote">Severe Hepatic Side Effects of Ezetimibe: Clinical Gastroenterology and Hepatology, Volume 4, Issue 7, July 2006, Pages 908-911, Mark F.J. Stolk, Marco C.J.M. Becx, Karel C. Kuypers and Cees A. Seldenrijk</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/informationsverweigerung-die-pharmakonzerne-merck-und-schering-plough-halten-studienergebnisse-zu-cholesterinpraeparaten-zurueck-werkstattnotiz-li/">Informationsverweigerung » Die Pharmakonzerne Merck und Schering-Plough halten Studienergebnisse zu Cholesterinpräparaten zurück | Werkstattnotiz LI</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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		<title>Sorgenkind I: Food-Safety ::: Sorgenkind II: Ärzte-Fortbildungen ::: Sorgenkind III: Ende für Trasylol &#124; Werkstatt-Ticker 27</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/sorgenkind-i-food-safety-sorgenkind-ii-aerzte-fortbildungen-sorgenkind-iii-ende-fuer-trasylol-werkstatt-ticker-27/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 May 2008 11:12:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Kontingenz]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
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		<category><![CDATA[Pharmaindustrie]]></category>
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		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>» Lebensmittelüberwachung auf dem Weg ins 21. Jahrhundert Wenn hierzulande mal wieder in irgendeiner Lagerhalle einige Tonnen sog. &#8222;Gammelfleisch&#8220; aufgestöbert werden, dann sind das zumeist Zufallsfunde. Denn &#8211; entgegen allen Beteuerungen die Lebensmittelsicherheit habe allerhöchste Priorität &#8211; sind die Institutionen zur Lebensmittelüberwachung schon allein personell hoffnungslos unterfinanziert. Egal ob es um die Anzahl der Veterinäre, ... <a title="Sorgenkind I: Food-Safety ::: Sorgenkind II: Ärzte-Fortbildungen ::: Sorgenkind III: Ende für Trasylol &#124; Werkstatt-Ticker 27" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/sorgenkind-i-food-safety-sorgenkind-ii-aerzte-fortbildungen-sorgenkind-iii-ende-fuer-trasylol-werkstatt-ticker-27/" aria-label="Mehr Informationen über Sorgenkind I: Food-Safety ::: Sorgenkind II: Ärzte-Fortbildungen ::: Sorgenkind III: Ende für Trasylol &#124; Werkstatt-Ticker 27">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/category/werkstatt-ticker/"><img decoding="async" class="alignright size-full wp-image-234" style="border: 1px solid #DCDCDC; margin: 6px; float: right;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/uploads/2008/04/ticker_02a.jpg" alt="Ticker.jpg" width="180" height="121" /></a><em></em></p>
<h4><span><span style="color: #808080; font-size: xx-large;"><strong>»</strong> <span style="font-size: large;">Lebensmittelüberwachung auf dem Weg ins 21. Jahrhundert<br />
</span></span></span></h4>
<p>Wenn hierzulande mal wieder in irgendeiner Lagerhalle einige Tonnen sog. &#8222;Gammelfleisch&#8220; aufgestöbert werden, dann sind das zumeist Zufallsfunde. Denn &#8211; entgegen allen Beteuerungen die Lebensmittelsicherheit habe allerhöchste Priorität &#8211; sind die Institutionen zur Lebensmittelüberwachung schon allein personell hoffnungslos unterfinanziert. Egal ob es um die Anzahl der Veterinäre, der Lebensmittelchemiker oder um die Ressourcen zur Durchführung von Proben geht: es stehen viel zu wenig Mittel zur Verfügung, um den schwarzen Schafen der Lebensmittelbranche auf die Schliche zu kommen.</p>
<p>Gleichzeitig gibt es natürlich auch Lebensmittelrisken und Verunreinigungen, die nicht auf kriminelle Energie zurückzuführen sind. Wie man nun lesen kann, ist es aber auch in den USA kaum anders. Ein informativer Bericht zur &#8222;Food Safety&#8220; fordert, endlich den Konsumentenschutz ernstzunehmen:</p>
<blockquote><p>&#8222;Our goal should be reducing the number of Americans who get sick from foodborne illness. But we can&#8217;t adequately protect people from contaminated foods if we continue to use 100 year-old practices.&#8220;</p></blockquote>
<div class="links_ticker">
<ul>
<li>Trust for America&#8217;s Health: <a href="http://healthyamericans.org/reports/foodsafety08/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fixing Food Safety</a></li>
</ul>
</div>
<h4><span><span style="color: #808080; font-size: xx-large;"><strong>»</strong> <span style="font-size: large;">Selbstlosigkeit der Pharmaindustrie?</span></span></span></h4>
<p>Neben Kritik an der fortschreitenden Rationierung im Gesundheitssystem (Stichwort: <a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zwei-Klassen-Medizin" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zwei-Klassen-Medizin</a>) waren die letzten Tage vom Deutschen Ärztetag in Ulm wiederholt Klagen über die miserable Entlohnung der ärztlichen Leistungen zu hören. Ich bin der Meinung, daß hier auf sehr hohem Niveau gejammert wird und frage mich, weshalb andere Themen beim Ärztetag offensichtlich keine Rolle spielen. Denn wie wäre es mit der Frage nach der höchst fragwürdigen Rolle der Pharmaindustrie bei den ärztlichen Fortbildungen?</p>
<p>Für Workshops, Kongresse und immer mehr Online-Fortbildungen gibt die Pharmaindustrie jährlich 2 Mrd. Euro aus! Wohlgemerkt beharren die Pharmafirmen darauf, daß diese Angebote ausschließlich medizinisch motiviert seien und die Ärzte mit den neuesten Therapien und Methoden vertraut machen sollen &#8211; Produktbotschaften, gar noch für die eigenen Medikamente, liegt den Firmen natürlich fern.</p>
<p>Zur traurigen Realität und Intransparenz des ärztlichen Fortbildungswesen, war hier etwas zu lesen:</p>
<div class="links_ticker">
<ul>
<li>Kreiss, Stefanie und Schmincke, Polly: <a href="http://www.ftd.de/unternehmen/gesundheitswirtschaft/:Gesundheitswirtschaft%20Manipulierter%20%C4rzte%20Lehrplan/353078.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Manipulierter Ärzte-Lehrplan</a>, FTD, 13.5.2008</li>
</ul>
</div>
<p><span><span><span style="color: #808080; font-size: xx-large;"><strong>»</strong><span style="font-size: large;"> </span></span></span></span><strong><span><span><span style="color: #808080; font-size: xx-large;"><span style="font-size: large;">Trasylol: Ende eines Hoffnungsträgers</span></span></span></span></strong></p>
<p>Das Bayer-Präparat &#8222;Trasylol&#8220; stand schon seit einigen Monaten in den Schlagzeilen. Nun hat Bayer angekündigt, die Trasylol-Vorräte von Kliniken und Apotheken zurückzunehmen, was nach der vorläufigen Marktrücknahme nun wohl das endgültige Ende des Medikaments bedeutet.</p>
<p>Der Hintergrund: Trasylol mit dem Wirkstoff Aprotinin ist ein Antifibrinolytikum. Dient also als Blutungsstiller und wird demzufolge zur Vermeidung von schweren Blutungen bei Operationen eingesetzt. Nun war bei einer großen Vergleichsstudie (BART)<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/sorgenkind-i-food-safety-sorgenkind-ii-aerzte-fortbildungen-sorgenkind-iii-ende-fuer-trasylol-werkstatt-ticker-27/#footnote_0_300" id="identifier_0_300" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="An der Studie &bdquo;Blood Conservation using Antifibrinolytics in a Randomized Trial&ldquo; waren mehr als 100 kanadische Herzchirugen beteiligt. Es wurden ingesamt 3 Blutungsstiller (Antifibrinolytika) in einer randomisierten Vergleichsstudie getestet.">1</a> entdeckt worden, daß &#8222;Trasylol&#8220; zwar genau seinen Zweck erfüllt &#8211; es senkt die Wahrscheinlichkeit von Blutungskomplikationen bei Herz-OPs am effektivsten. Aber: die Mortalitätsrate der Patienten steigt ebenfalls überdurchschnittlich.</p>
<p>Das interessante: der angestrebte Haupteffekt wird durch Trasylol erreicht, allerdings führt ein Nebeneffekt, der lange Zeit unbeachtet blieb zur Marktrücknahme. Und niemand weiß warum. Oder wie das Ärzteblatt notiert:</p>
<blockquote><p>&#8222;Eine Erklärung für dieses Paradox (höhere Sterblichkeit trotz weniger Blutungskomplikationen) fällt den Forschern noch immer schwer.&#8220;</p></blockquote>
<div class="links_ticker">Link:</p>
<ul>
<li>Ärzteblatt: <a href="http://www.aerzteblatt-studieren.de/doc.asp?docid=107989" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BART-Studie publiziert: Endgültiges Ende von Trasylol,</a> 15.5.2008</li>
</ul>
</div>
<div class="invisible">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Medizin">Medizin</a></p>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Pharmalobby">Pharmalobby</a></p>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Nebenwirkungen">Nebenwirkungen</a></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_300" class="footnote">An der Studie &#8222;Blood Conservation using Antifibrinolytics in a Randomized Trial&#8220; waren mehr als 100 kanadische Herzchirugen beteiligt. Es wurden ingesamt 3 Blutungsstiller (Antifibrinolytika) in einer randomisierten Vergleichsstudie getestet.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/sorgenkind-i-food-safety-sorgenkind-ii-aerzte-fortbildungen-sorgenkind-iii-ende-fuer-trasylol-werkstatt-ticker-27/">Sorgenkind I: Food-Safety ::: Sorgenkind II: Ärzte-Fortbildungen ::: Sorgenkind III: Ende für Trasylol | Werkstatt-Ticker 27</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Behandlungsfehler, Komplikationen &#038; Infektionen » Die Risiken von Klinikaufenthalten &#124; Werkstattnotiz IIL</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2007/12/behandlungsfehler-komplikationen-infektionen-die-risiken-von-klinikaufenthalten-werkstattnotiz-iil/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Dec 2007 13:45:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Nebenwirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[Risiko]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn es gilt, der Großtante einen Krankenhausbesuch abzustatten, erzählt man kleinen Kindern für gewöhnlich, daß die Tante in der Klinik sei, damit sie wieder gesund werde. Das ist natürlich Sinn und Zweck der Übung, allerdings ist häufig auch genau das Gegenteil der Fall: Patienten werden erst im Krankenhaus richtig krank. Behandlungsfehler und mangelnde Hygiene sind ... <a title="Behandlungsfehler, Komplikationen &#038; Infektionen » Die Risiken von Klinikaufenthalten &#124; Werkstattnotiz IIL" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/12/behandlungsfehler-komplikationen-infektionen-die-risiken-von-klinikaufenthalten-werkstattnotiz-iil/" aria-label="Mehr Informationen über Behandlungsfehler, Komplikationen &#038; Infektionen » Die Risiken von Klinikaufenthalten &#124; Werkstattnotiz IIL">Weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wenn es gilt, der Großtante einen Krankenhausbesuch abzustatten, erzählt man kleinen Kindern für gewöhnlich, daß die Tante in der Klinik sei, damit sie wieder gesund werde. Das ist natürlich Sinn und Zweck der Übung, allerdings ist häufig auch genau das Gegenteil der Fall: Patienten werden erst im Krankenhaus richtig krank. Behandlungsfehler und mangelnde Hygiene sind die Hauptursache für diese unerwünschten Effekte. Eine aktuelle Studie der Universität York hat diese Risiken von Klinikaufenthalten nun näher unter die Lupe genommen.</strong></p>
<p>Auf den ersten Blick ist es natürlich überraschend, daß Krankenhäuser nicht nur ein Ort sind, an dem Krankheiten bekämpft werden, sondern gleichzeitig auch derjenige, an dem neue Krankheiten entstehen. Aber die unerwünschten Nebenfolgen des &quot;Systems Krankenhaus&quot; treffen Patienten, deren Gesundheitszustand ja eben geschwächt ist. Und insofern führen bspw. Infektionen häufig zu schwerwiegenden Komplikationen: der Klinikaufenthalt verlängert sich und in manchen Fällen führen sie auch zum Tod.&nbsp;</p>
<h4 class="pullquote_left"> Eine britische Studie zeigt: knapp 10% der Krankenhauspatienten sind von Komplikationen betroffen, die durch Behandlungsfehler oder (vermeidbare) Infektionen zustande kommen. <br /></h4>
<p>Die Ergebnisse einer englischen Studie<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/12/behandlungsfehler-komplikationen-infektionen-die-risiken-von-klinikaufenthalten-werkstattnotiz-iil/#footnote_0_157" id="identifier_0_157" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="vgl. Sari, Ali Baba-Akbari; Sheldon, Trevor A. et. al. (2007): Extent, nature and consequences of adverse events: results of a retrospective casenote review in a large NHS hospital, in: Quality and Safety in Health Care, 2007;16:434&ndash;439">1</a> zeigen, daß fast jeder zehnte Patient Opfer von Behandlungskomplikationen wird, die in 30%-50% aller Fälle vermeidbar wären. Das Team um Trevor Sheldon von der Universität York hatte 1.006 Krankenakten eines Lehrkrankenhauses im Norden Englands per Zufallsstichprobe ausgewählt und analyisiert. In 110 Akten fanden sich Indizien für Schäden, die auf Behandlungsfehler oder Infektionen während des Klinikaufenthalts hindeuteten. </p>
<blockquote><p>In the light of the findings from this study and the previous UK study it is now clear that around 8–10% of patients in NHS hospitals may experience some kind of adverse events, of which between 30% and 55%are to some extent preventable.&nbsp;</p></blockquote>
<p>Am häufigsten stießen die Wissenschaftler auf OP-Komplikationen (19.9% aller Fälle) und Infektionen, die sich im Anschluß an Operationen ergaben (16.9%). Fast ebenso oft fanden sich Fälle von <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/12/11/risiken-nebenwirkungen-todesfaelle-medikamenten-und-pharmaskandale-des-jahres-2007-topliste-1-5/" target="_blank">Medikamentennebenwirkungen</a> (14.0%). Fehldiagnosen waren für 5.1% der Komplikationen verantwortlich und 8.8% gehen auf das Konto von Druckgeschwüren, die evtl. auf mangelhafte Pflege zurückzuführen sind. Und schließlich wurden weitere 14% von sog. Krankenhausinfektionen notiert, die besonders problematisch sind, da die Krankenhauskeime oftmals Multiresistenzen aufweisen und mit gängigen Antibiotika kaum mehr behandelbar sind.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/12/behandlungsfehler-komplikationen-infektionen-die-risiken-von-klinikaufenthalten-werkstattnotiz-iil/#footnote_1_157" id="identifier_1_157" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die sog. MRSA-Keime (multiresistenter Staphylokokkus Aureus) sind seit einigen Jahren ein Brennpunkt der Krankenhaushygiene. Die Ausbreitung dieser lebensgef&auml;hrlichen Erreger &ndash; in den USA starben 2006 ca. 19.000 Patienten an MRSA-Infektionen &ndash; stellt eine ernsthafte Bedrohung f&uuml;r die Patientengesundheit dar.">2</a> </p>
<h4 class="pullquote"> Die Folgen vermeidbarer Pannen: längere Klinikaufenthalte und Spätschäden. Und bei jedem zehnten betroffenen Patienten führen diese Krankenhauszwischenfälle zum Tod.<br /></h4>
<p>Der durchschnttliche Klinikaufenthalt verlängerte sich &#8211; so die Ergebnisse &#8211; um durchschnittlich 8 Tage durch diese Komplikationen. Etwa die Hälfte der Patienten war rund 4 Wochen nach dem unerwünschten Zwischenfall wieder vollständig gesund. Bei ca. 30% dauerte die Genesung bis zu einem Jahr. Rund 10% trug allerdings dauerhafte Schäden davon und bei ebenfalls ca. 10% der Patienten waren die Komplikationen für den Tod mitverantwortlich.</p>
<p><strong>Flüchtigkeitsfehler, Organisationspannen, mangelnde Hygiene: viele der Komplikationen wären vermeidbar</strong></p>
<p>Diese Folgen hätten aber, so die weitere Analyse der Forschergruppe, in etwa 30-50% aller Fälle vermieden werden können. Oftmals waren es Flüchtigkeitsfehler des Arzt- oder Pflegepersonals, womit man hier wieder die Frage nach den Dienst- und Arbeitszeiten stellen müßte. Und für die Infektionen ist, wie man aus anderen Studien weiß, oftmals der nachlässige Umgang mit Hygienevorschriften verantwortlich. </p>
<h4 class="pullquote"> Regelmäßiges Händewaschen und das Abschaffen der Arztkittel, die sich als wahre Dreckschleudern erwiesen haben, könnte einen großen Teil der Infektionen verhindern. <br /></h4>
<p>Es klingt banal, aber das bloße Händewaschen des Pflegepersonals könnte nach Expertenmeinung viele der problematischen Krankenhausinfektionen verhindern. Und inzwischen ist eine weitere Infektionsquelle identifiziert: der Arztkittel. Denn selbst wenn sie blütenweiß erscheinen &#8211; hygienisch rein sind die Arztkittel fast nie, denn die Mediziner waschen ihre Arbeitskleidung viel zu selten und sammeln während ihres Arbeitstages die verschiedensten Keime, die sie dann zuverlässig wieder verteilen. Experten weisen seit längerem darauf hin, daß der einzige Zweck des Kittels darin besteht, das Namenschild daran zu befestigen. In England werden die Kittel zum 1.1.2008 abgeschafft. </p>
<p>Die Ergebnisse der Studie von Trevor Sheldon und Kollegen deckt sich in weiten Teilen mit Untersuchungen aus anderen Ländern (in Australien kam man bei einer ähnlichen Analyse auf ca. 16% der Patienten, die zusätzliche Komplikationen durch Behandlungsfehler oder Infektionen erleiden). Für das deutsche Krankenhaussystem darf man wohl von ähnlichen Zahlen ausgehen. </p>
<p>Die Zahl der Todesfälle, die auf die oben angeführten Ereignisse zurückgeführt werden müssen, ist der englischen Studie zufolge allerdings deutlich höher als bisher oft zu lesen war.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/12/behandlungsfehler-komplikationen-infektionen-die-risiken-von-klinikaufenthalten-werkstattnotiz-iil/#footnote_2_157" id="identifier_2_157" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Das &quot;Aktionsb&uuml;ndnis Patientensicherheit&quot; hatte im Fr&uuml;hjahr eine eigene Metaanalyse publiziert und war auf sch&auml;tzungsweise 0.1% Todesf&auml;lle gekommen. vgl. SZ-Artikel">3</a> Denn 8.7% aller Patienten (n=1.006) waren von Zwischenfällen betroffen, 10% (n=9) starben infolgedessen. Das hieße aber, daß knapp 1% aller Patienten infolge eines Klinikzwischenfalls verstirbt. Bislang war man &#8211; auch in Deutschland &#8211; davon ausgegangen, daß dieses Schicksal nur jeden Tausendsten Patienten trifft. Hier wären weitere Studien (mit größeren Fallzahlen) erforderlich, die klären, ob man letztlich als Sterberisiko infolge des Klinikaufenthalts nun die Wahrscheinlichkeit 1% oder 0.1% ansetzen muß.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p>&nbsp;<br /><em>Links:</em></p>
<ul>
<li>Sari, Ali Baba-Akbari; Sheldon, Trevor A. et. al. (2007): Extent,nature and consequences of adverse events: results of a retrospective casenote review in a large NHS hospital, in: Quality and Safety in Health Care, 2007;16:434–439. [Download als <a href="http://press.psprings.co.uk/qshc/december/434_qc21154.pdf">PDF</a>] </li>
<li>Dt. Ärzteblatt: <a target="_blank" href="http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=30680">Häufige Behandlungskomplikationen in britischen Kliniken</a>, 4.12.2007</li>
<li>Hardenberg, Nina v.: <a target="_blank" href="http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/artikel/475/111364/">Tod in der Klinik</a>, Süddeutsche Zeitung, 25.4.2007</li>
<li>Bartens, Werner: <a href="http://www.sueddeutsche.de/,tt7l1/gesundheit/artikel/525/133277/" target="_blank">Dreckschleudern in Weiß</a>, Süddeutsche Zeitung, 18.9.2007</li>
</ul>
<p><em>Weitere Informationen:</em></p>
<ul>
<li>Website des &quot;<a target="_blank" href="http://www.aktionsbuendnis-patientensicherheit.de/">Aktionsbündnis Patientensicherheit</a>&quot;</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_157" class="footnote">vgl. Sari, Ali Baba-Akbari; Sheldon, Trevor A. et. al. (2007): Extent, nature and consequences of adverse events: results of a retrospective casenote review in a large NHS hospital, in: Quality and Safety in Health Care, 2007;16:434–439</li><li id="footnote_1_157" class="footnote">Die sog. <a  target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Staphylococcus_aureus">MRSA-Keime</a> (multiresistenter Staphylokokkus Aureus) sind seit einigen Jahren ein Brennpunkt der Krankenhaushygiene. Die Ausbreitung dieser lebensgefährlichen Erreger &#8211; in den USA starben 2006 ca. 19.000 Patienten an MRSA-Infektionen &#8211; stellt eine ernsthafte Bedrohung für die Patientengesundheit dar.</li><li id="footnote_2_157" class="footnote">Das &quot;Aktionsbündnis Patientensicherheit&quot; hatte im Frühjahr eine eigene Metaanalyse publiziert und war auf schätzungsweise 0.1% Todesfälle gekommen. vgl. SZ-Artikel</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/12/behandlungsfehler-komplikationen-infektionen-die-risiken-von-klinikaufenthalten-werkstattnotiz-iil/">Behandlungsfehler, Komplikationen &#038; Infektionen » Die Risiken von Klinikaufenthalten | Werkstattnotiz IIL</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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