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	<title>Nanotechnologie Archive &#187; Wissenswerkstatt</title>
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	<description>Blog zu Wissenschaft &#38; Wissenschaftskommunikation </description>
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	<title>Nanotechnologie Archive &#187; Wissenswerkstatt</title>
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		<title>Mehr technische, mehr wissenschaftliche Demokratie wagen » Technikfolgenabschätzung 2.0? &#124; Werkstattnotiz LXXIX</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Apr 2008 15:20:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftskommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Nanotechnologie]]></category>
		<category><![CDATA[Risikokommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft 2.0]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es gibt und gab keine technologische Innovation, keine wissenschaftliche Entdeckung, die nicht bei Zeitgenossen auf Vorbehalte oder auch offene Ablehnung gestoßen wäre. Das ist heute, wenn die Kontroversen um Gentechnologie oder Stammzellforschung hochkochen, nicht anders als zu den Zeiten, in denen die Dampflok das Pferdefuhrwerk ablöste. Was sich allerdings über die Generationen geändert hat: jede ... <a title="Mehr technische, mehr wissenschaftliche Demokratie wagen » Technikfolgenabschätzung 2.0? &#124; Werkstattnotiz LXXIX" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/mehr-technische-mehr-wissenschaftliche-demokratie-wagen-technikfolgenabschaetzung-20-werkstattnotiz-lxxix/" aria-label="Mehr Informationen über Mehr technische, mehr wissenschaftliche Demokratie wagen » Technikfolgenabschätzung 2.0? &#124; Werkstattnotiz LXXIX">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/mehr-technische-mehr-wissenschaftliche-demokratie-wagen-technikfolgenabschaetzung-20-werkstattnotiz-lxxix/">Mehr technische, mehr wissenschaftliche Demokratie wagen » Technikfolgenabschätzung 2.0? | Werkstattnotiz LXXIX</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-254 alignright" style="float: right;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/uploads/2008/04/c-60-fullerene-molekal.jpg" alt="C60-Fullerene" width="210" height="193" /><strong>Es gibt und gab keine technologische Innovation, keine wissenschaftliche Entdeckung, die nicht bei Zeitgenossen auf Vorbehalte oder auch offene Ablehnung gestoßen wäre. Das ist heute, wenn die Kontroversen um Gentechnologie oder Stammzellforschung hochkochen, nicht anders als zu den Zeiten, in denen die Dampflok das Pferdefuhrwerk ablöste.</strong></p>
<p>Was sich allerdings über die Generationen geändert hat: jede neue Technologie, die sich am Horizont abzeichnet, braucht lebensnotwendigerweise gesellschaftliche Akzeptanz.</p>
<p>Dies cum grano salis aus zwei Gründen: erstens sind wir uns wohl einig darüber, daß der Einsatz einer Technik nur dann opportun ist, wenn ein Großteil der Bürger damit einverstanden ist. Das wäre also die Legitimitätsfrage und hat demokratietheoretische Hintergründe. Zweitens existieren Technologien nur insoweit, als daß man darauf rechnen kann, Käufer zu finden. Hier kommt also die marktwirtschaftliche Komponente ins Spiel.</p>
<h4 class="pullquote_left">Fortschritt und gesellschaftliche Akzeptanz kann man nicht verordnen. Der gesellschaftliche Umgang mit Technologien organisiert sich eigensinniger, als Technokraten denken.</h4>
<p>Was ich mit diesen kurzen Andeutungen zum Ausdruck bringen will: jede Technik muß (wenigstens in Grundzügen) von der Bevölkerung getragen sein. Man kann Fortschritt nicht verordnen. Man kann aber auch Akzeptanz nicht befehlen.</p>
<p>Wir wissen jedoch aus der Technikfolgenabschätzung und den Erfahrungen aus vergangenen Technikkontroversen, daß eine frühzeitige Dialogorientierung, also die Partizipation von zivilgesellschaftlichen Akteuren im Prozeß der Technikentwicklung, von kaum überschätzbarem Vorteil ist.</p>
<p>Die Lehre in Kurzform: wer sich abschottet und glaubt &#8222;sein Ding&#8220; durchziehen zu können (und am Ende werde man schon Käufer und Akzeptanz finden), der täuscht sich.</p>
<p><strong>Zukunft gestalten: Risikodialoge, Konsenskonferenzen und die Partizipation der Bürger</strong></p>
<p>Insofern ist es begrüßenswert, daß seit einigen Jahren auch vom BMBF begleitende Risiko-Dialogbemühungen unternommen werden. Niels Boeing <a href="http://www.heise.de/tr/Nano-Tacheles--/blog/artikel/106475" target="_blank" rel="noopener noreferrer">berichtet</a> im &#8222;Technology Review&#8220;-Blog von einem ersten sog. &#8222;Bürgerdialog&#8220; in Hamburg zur Nanotechnologie.</p>
<blockquote><p>&#8222;Grundsätzlich sind diese Veranstaltungen, die sich möglichen Risiken der Nanotechnik widmen, notwendig und sehr begrüßenswert. Denn sie kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die nanotechnische Entwicklung durchaus noch gestaltbar ist.&#8220;</p></blockquote>
<p>Ein Bürgerdialog, das als kleine Erklärung, ist eine Konferenzform, in der Experten und Laien, Hersteller und Konsumenten, sowie Akteure aus den verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen teilnehmen, diskutieren, ihre Argumente vorbringen und sich über den Stand der (wissenschaftlichen) Diskussion austauschen. Eines der Hauptanliegen solcher Konzepte ist einerseits die Vermittlung von risikorelevantem Wissen<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/mehr-technische-mehr-wissenschaftliche-demokratie-wagen-technikfolgenabschaetzung-20-werkstattnotiz-lxxix/#footnote_0_253" id="identifier_0_253" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Also durch sachliche, fundierte Infos &uuml;ber die jeweiligen Risikoeinsch&auml;tzungen der Experten. Wozu auch geh&ouml;rt, da&szlig; transparent wird, da&szlig; hier teilweise widerspr&uuml;chliche Meinungen vorliegen!">1</a>, andererseits geht es um die Sensibilisierung für Akzeptanzprobleme, Wünsche und Ängste.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/mehr-technische-mehr-wissenschaftliche-demokratie-wagen-technikfolgenabschaetzung-20-werkstattnotiz-lxxix/#footnote_1_253" id="identifier_1_253" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Hier k&ouml;nnen die Fachleute enorm profitieren, denn sie erkennen im Idealfall, weshalb ihre Forschungen (noch?) skeptisch beurteilt werden&hellip;">2</a></p>
<p>Es geht also immer auch darum, die eigenen Standpunkte zu präzisieren und von anderen sog. &#8222;Stakeholdern&#8220; zu lernen und deren Sichtweise wenigstens annähernd zu verstehen.</p>
<p>Niels berichtet über einige Problempunkte, die sich in seinen Augen am vergangenen Wochenende aufgetan haben. Er schreibt:</p>
<blockquote><p>&#8222;Da ist zum einen eine Unschärfe der Begriffe. Sie fängt bei dem unglücklichen Konzept von „der“ Nanotechnologie an. Obwohl seit längerem von Technikfolgenabschätzern und -philosophen <a href="http://www.zeit.de/2007/47/P-Nordmann-Interview?page=all" target="_blank" rel="noopener noreferrer">angemahnt</a> wird, dass man sinnvollerweise nur von „Nanotechnologien“ in der Mehrzahl sprechen kann (ich selbst bevorzuge den <a href="http://www.heise.de/tr/artikel/72931">Sammelbegriff Nanotechnik</a>), wird das Gebiet nach wie vor als eine einheitliche Technologie verkauft. Dabei ist ziemlich offensichtlich, dass etwa Rastersondenmikroskope, nanoskalige Medikamentfähren oder kratzfeste Beschichtungen mit eingebetteten Nanopartikeln jeweils sehr verschiedene Technologien sind. Es wäre längst überfällig, diese Unterscheidung auch in der öffentlichen Darstellung zu etablieren.&#8220;</p></blockquote>
<p>Hier ist ihm unbedingt zuzustimmen. Es gibt dringend Differenzierungsbedarf, wobei es natürlich immer schwierig ist, das zu kommunizoeren.  Grundsätzlich ist Niels Boeing aber ein Sympathisant solcher Dialogformen.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/mehr-technische-mehr-wissenschaftliche-demokratie-wagen-technikfolgenabschaetzung-20-werkstattnotiz-lxxix/#footnote_2_253" id="identifier_2_253" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die im &uuml;brigen auf skandinavischen Modellen, den sog. Konsenskonferenzen, basieren.">3</a> Und hier stimme ich natürlich zu 100% mit ihm überein. Und den Kritikern kann ich mit ihm im Chor nur zurufen:</p>
<blockquote><p>&#8222;Von einigen Nanotech-Kritikern werden die Foren und Dialoge als „Akzeptanzbeschaffungsmaßnahmen“ und „Feigenblattveranstaltungen“ abgetan. Diese Sichtweise halte ich allerdings für wenig hilfreich. Die Frage kann nicht „ob“, sondern nur „wie“ lauten.&#8220;</p></blockquote>
<p>Es gibt natürlich Vertreter von NGOs oder auch von Industrieseite, die sich weigern, sich auch nur an den Tisch mit Akteuren der Gegenseite zu setzen. Solche verbohrt-verbitterten Betonköpfe gibt es leider überall.</p>
<h5 class="pullquote">Wer sich auf einen Dialog einläßt, der muß lernbereit und lernfähig sein. Und sich zumindest in die &#8222;gegnerische&#8220; Position hineinversetzen können.</h5>
<p>Ein Dialog (von dem wirklich alle Seiten profitieren können), funktioniert aber nur ohne Scheuklappen. Wer das Visier herunterklappt und glaubt, er könne oder müsse weltanschauliche Grabenkämpfe ausfechten, hat nicht verstanden, worum es innerhalb eines solchen Dialogs geht und welche Chancen darin verborgen liegen.</p>
<p>Für hochinteressant halte ich die abschließende Bemerkung von Niels:</p>
<blockquote><p>&#8222;Wenn wir wirklich aus den Debatten über Atomkraft oder Gentechnik lernen wollen, sollten wir weiterdenken &#8211; &#8222;technische Demokratie&#8220; wagen. Es wäre an der Zeit, eine Technikfolgenabschätzung mit Web-2.0-Werkzeugen im großen Stil aufzuziehen.&#8220;</p></blockquote>
<p>Ja, genau, möche ich ihm zurufen! Wir brauchen das dringend. Es entspricht &#8211; das als Randbemerkung &#8211; vollständig meiner Idee einer &#8222;wissenschaftsmündigen Gesellschaft&#8220;, die ich ja beispielsweise <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/14/demokratisierung-der-wissenschaftskommunikation-durch-wissenschaftliche-blogs-wege-in-eine-wissenschaftsmuendige-gesellschaft/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier </a>entfaltet habe. Es geht um Dialog, um Teilhabe, um Mitsprache. Und welches Medium wäre dafür besser geeignet, als das &#8222;Mit-Mach-Netz&#8220;? Schließlich geht es doch um eine Demokratisierung von Wissenschaftskommunikation.</p>
<p>Insofern schließe ich diese Überlegungen frei nach Willy Brandt:</p>
<p><strong>Wir müssen mehr technische, mehr wissenschaftliche Demokratie wagen!</strong></p>
<div class="links"><em><strong>Link:</strong></em></p>
<ul>
<li>Boeing, Niels: <a href="http://www.heise.de/tr/Nano-Tacheles--/blog/artikel/106475" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nano-Tacheles</a>, TR-Blog, 15.4.2008</li>
</ul>
<p><em>Artikel der Wissenswerkstatt zu dieser Thematik:</em></p>
<ul>
<li><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/26/risiko-nanofood-die-nanotechnologie-hat-die-lebensmittelbranche-erreicht-werkstattnotiz-lxxiii/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Risiko Nanofood? » Die Nanotechnologie hat die Lebensmittelbranche erreicht</a>, 26. März 2008</li>
<li><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/14/demokratisierung-der-wissenschaftskommunikation-durch-wissenschaftliche-blogs-wege-in-eine-wissenschaftsmuendige-gesellschaft/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Demokratisierung der Wissenschaftskommunikation durch wissenschaftliche Blogs » Wege in eine „wissenschaftsmündige“ Gesellschaft</a>, 14. März 2008</li>
</ul>
<p><em><strong>Literaturempfehlungen:</strong></em></p>
<ul>
<li>Paschen, Herbert &amp; Coenen, Christopher (2008): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3540210687?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3540210687">Nanotechnologie in Forschung, Entwicklung, Anwendung. Stand und Perspektiven</a>. Springer, Berlin.</li>
<li>Shelley, Toby (2007): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3866017200?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3866017200">Nanotechnologie. Neue Möglichkeiten &#8211; Neue Gefahren</a>. Parthas-Verlag.</li>
<li>Gazsó, André / Greßler, Sabine / Schiemer, Fritz (2007): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3211486445?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3211486445">nano. Chancen und Risiken aktueller Technologien</a>. Springer, Wien.</li>
</ul>
</div>
<div class="invisible">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Risiko">Risiko</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Nanotechnologie">Nanotechnologie</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Wissenschaft">Wissenschaft</a></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_253" class="footnote">Also durch sachliche, fundierte Infos über die jeweiligen Risikoeinschätzungen der Experten. Wozu auch gehört, daß transparent wird, daß hier teilweise widersprüchliche Meinungen vorliegen!</li><li id="footnote_1_253" class="footnote">Hier können die Fachleute enorm profitieren, denn sie erkennen im Idealfall, weshalb ihre Forschungen (noch?) skeptisch beurteilt werden&#8230;</li><li id="footnote_2_253" class="footnote">Die im übrigen auf skandinavischen Modellen, den sog. Konsenskonferenzen, basieren.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/mehr-technische-mehr-wissenschaftliche-demokratie-wagen-technikfolgenabschaetzung-20-werkstattnotiz-lxxix/">Mehr technische, mehr wissenschaftliche Demokratie wagen » Technikfolgenabschätzung 2.0? | Werkstattnotiz LXXIX</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Kein Persilschein für die Nanotechnologie ::: Religion als Intelligenzvernichtungsmaschine &#124; Werkstatt-Ticker 35</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/kein-persilschein-fuer-die-nanotechnologie-religion-als-intelligenzvernichtungsmaschine-werkstatt-ticker-35/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Jun 2008 16:21:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Nanotechnologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>» Nanorisiken Die Tatsache, daß die Nanotechnologie ein bislang ungetrübt positives Image besitzt, die Gentechnologie häufig aber als Teufelszeug gesehen wird, zählt für mich zu den interessantesten Phänomenen der aktuellen gesellschaftlichen Technikbewertung. Ich hatte vor einigen Wochen kurz skizziert, daß die Produkte der Nanotechnologie keineswegs per se vollkommen unbedenklich sind und daß gerade für dieses ... <a title="Kein Persilschein für die Nanotechnologie ::: Religion als Intelligenzvernichtungsmaschine &#124; Werkstatt-Ticker 35" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/kein-persilschein-fuer-die-nanotechnologie-religion-als-intelligenzvernichtungsmaschine-werkstatt-ticker-35/" aria-label="Mehr Informationen über Kein Persilschein für die Nanotechnologie ::: Religion als Intelligenzvernichtungsmaschine &#124; Werkstatt-Ticker 35">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/kein-persilschein-fuer-die-nanotechnologie-religion-als-intelligenzvernichtungsmaschine-werkstatt-ticker-35/">Kein Persilschein für die Nanotechnologie ::: Religion als Intelligenzvernichtungsmaschine | Werkstatt-Ticker 35</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/category/werkstatt-ticker/"><img decoding="async" class="alignright size-full wp-image-234" style="border: 1px solid #DCDCDC; margin: 6px; float: right;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/uploads/2008/04/ticker_02a.jpg" alt="Ticker.jpg" width="180" height="121" /></a><span style="color: #808080; font-size: xx-large;"><span class="ticker_titel"><strong>»</strong> </span><span style="font-size: large;"><span class="ticker_titel">Nanorisiken</span><br />
</span></span></h2>
<p>Die Tatsache, daß die Nanotechnologie ein bislang ungetrübt positives Image besitzt, die Gentechnologie häufig aber als Teufelszeug gesehen wird, zählt für mich zu den interessantesten Phänomenen der aktuellen gesellschaftlichen Technikbewertung.</p>
<p>Ich hatte vor einigen Wochen <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/26/risiko-nanofood-die-nanotechnologie-hat-die-lebensmittelbranche-erreicht-werkstattnotiz-lxxiii/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">kurz skizziert</a>, daß die Produkte der Nanotechnologie keineswegs per se vollkommen unbedenklich sind und daß gerade für dieses Feld dringend umfangreiche Risikoanalysen angestrengt werden müssen. Nun macht eine aktuelle Studie darauf aufmerksam, daß etwa die sog. &#8222;Nanotubes&#8220; &#8211; also winzig kleine, aus einzelnen Kohlenstoffatomen zusammengesetzte Röhrchen &#8211; bestimmte Gesundheitsrisiken bergen.</p>
<p>In Nature <a href="http://www.nature.com/news/2008/080520/full/news.2008.845.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">war zu lesen</a>:</p>
<blockquote><p>&#8222;Researchers led by Ken Donaldson of the University of Edinburgh’s Centre for Inflammation Research, UK, found that in mice, long, straight, multi-walled carbon nanotubes can cause the same kind of damage as that inflicted by asbestos fibres when they are injected into the lung&#8217;s outer lining, called the mesothelium.&#8220;</p></blockquote>
<p>Zumindest in Versuchen mit Mäusen<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/kein-persilschein-fuer-die-nanotechnologie-religion-als-intelligenzvernichtungsmaschine-werkstatt-ticker-35/#footnote_0_319" id="identifier_0_319" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Denen die Nanopartikel in die Bauchh&ouml;hle injiziert wurden.">1</a> stellten die Forscher Schädigungen fest, die denen von Asbestfasern glichen. Nun ist das kein Grund zur Hysterie, aber durchaus Anhaltspunkt dafür, daß man den Produkten der Nanotechnologie nicht naiverweise einen Persilschein ausstellen sollte.</p>
<div class="links_ticker">Link:</p>
<ul>
<li>Zinkant, Katrin: <a href="http://blog.zeit.de/diagnose-mensch/2008/05/22/ach-du-nanoschreck_73" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ach du Nanoschreck!</a>, 22.5.2008</li>
</ul>
</div>
<h2><span style="color: #808080; font-size: xx-large;"><span class="ticker_titel"><strong>»</strong> </span><span style="font-size: large;"><span class="ticker_titel">Keine vorschnellen Schlüsse: Religion &amp; Intelligenz</span><br />
</span></span></h2>
<p>Auf ein spannendes und kontroverses Beispiel für den Interpretationsspielraum, den statistische Daten erlauben, weist wieder einmal Michael Blume hin. Ihm ist ein Artikel des emeritierten Psychologieprofessors Richard Lynn aufgefallen, der eine negative Korrelation zwischen Intelligenz und Religiösität herstellt.</p>
<p>Konkret: Lynn und seine Mitstreiter behaupten, daß sie für 137 Länder aus dem durchschnittlichen Intelligenzquotienten die Religiösität der Bevölkerung ableiten können. Je höher der Anteil der Atheisten, desto höher der IQ.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/kein-persilschein-fuer-die-nanotechnologie-religion-als-intelligenzvernichtungsmaschine-werkstatt-ticker-35/#footnote_1_319" id="identifier_1_319" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="vgl. Richard Lynna, John Harvey and Helmuth Nyborg: Average intelligence predicts atheism rates across 137 nations, http://dx.doi.org/10.1016/j.intell.2008.03.004">2</a></p>
<p>Doch geben das die Zahlen wirklich her? Wieviel (unzweifelhaft komplexe) Randbedingungen werden dabei außer Acht gelassen? Ist der Zusammenhang ursächlich oder eben doch nur zufällig? Michael schreibt:</p>
<blockquote><p>&#8222;Die Crux bei dieser Korrelation hat mit einem spezifischen Problem zu tun, mit dem Lynn schon des öfteren zu kämpfen hatte: In reichen und wohlhabenden Gesellschaften steigt der durchschnittliche IQ. Denn hier erhalten die Menschen von klein auf bessere Nahrung, medizinische Versorgung sowie Frühförderung und Bildung im Rahmen von Kompetenzen, wie sie IQ-Tests abfragen. Gleichzeitig bieten diese Länder rechtlichen und sozialen Schutz und machen damit eine Funktion von Religionsgemeinschaften als Netzwerke gegenseitiger Hilfe obsolet, zudem gehen mit steigender Bildung mehr lebensweltliche und weltanschauliche Optionen einher &#8211; Säkularisierung setzt ein.&#8220;</p></blockquote>
<p>Und Michael untermauert seine Kritik mit Zahlen aus einer eigenen Untersuchung von 2002, die eben keinerlei Zusammenhang zwischen Religiösität und erreichten Schulabschlüssen ergibt. Und ein weiteres, durchaus triftiges Gegenargument sind natürlich die USA: hier paaren sich ein hoher Religiösitätslevel und hohe Intelligenz.</p>
<div class="links_ticker">Link:</p>
<ul>
<li>Blume, Michael: <a href="http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4990005/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Religiosität &amp; Intelligenz: Sind Gläubige dümmer?</a>, 12.06.2008</li>
</ul>
</div>
<div class="invisible">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Nanotechnologie">Nanotechnologie</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Religion">Religion</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Risiken">Risiken</a></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_319" class="footnote">Denen die Nanopartikel in die Bauchhöhle injiziert wurden.</li><li id="footnote_1_319" class="footnote">vgl. Richard Lynna, John Harvey and Helmuth Nyborg: Average intelligence predicts atheism rates across 137 nations, http://<a href="http://dx.doi.org/10.1016/j.intell.2008.03.004" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dx.doi.org/10.1016/j.intell.2008.03.004</a></li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/kein-persilschein-fuer-die-nanotechnologie-religion-als-intelligenzvernichtungsmaschine-werkstatt-ticker-35/">Kein Persilschein für die Nanotechnologie ::: Religion als Intelligenzvernichtungsmaschine | Werkstatt-Ticker 35</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Automatisierte Risikoabschätzung für die Nanotechnologie ::: Michael Sandels &#8222;Plädoyer gegen die Perfektion&#8220; &#124; Werkstatt-Ticker 40</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/automatisierte-risikoabschaetzung-fuer-die-nanotechnologie-michael-sandels-plaedoyer-gegen-die-perfektion-werkstatt-ticker-40/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Jun 2008 12:13:58 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>» Nano-Partikel-Screening Nanomaterialien &#8211; Wissenswerkstatt wissen das längst &#8211; sind keineswegs per se unverdächtig. Gerade über die gesundheitlichen Effekte von Nanopartikeln in Kosmetikprodukten oder im Bereich der Lebensmittelindustrie, weiß man derzeit recht wenig. Zuletzt sorgte eine Studie für Aufsehen, die für längere Nanoröhren eine ähnliche kanzerogene Wirkung wie für Asbest feststellte. Bei Technology Review lese ... <a title="Automatisierte Risikoabschätzung für die Nanotechnologie ::: Michael Sandels &#8222;Plädoyer gegen die Perfektion&#8220; &#124; Werkstatt-Ticker 40" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/automatisierte-risikoabschaetzung-fuer-die-nanotechnologie-michael-sandels-plaedoyer-gegen-die-perfektion-werkstatt-ticker-40/" aria-label="Mehr Informationen über Automatisierte Risikoabschätzung für die Nanotechnologie ::: Michael Sandels &#8222;Plädoyer gegen die Perfektion&#8220; &#124; Werkstatt-Ticker 40">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/automatisierte-risikoabschaetzung-fuer-die-nanotechnologie-michael-sandels-plaedoyer-gegen-die-perfektion-werkstatt-ticker-40/">Automatisierte Risikoabschätzung für die Nanotechnologie ::: Michael Sandels &#8222;Plädoyer gegen die Perfektion&#8220; | Werkstatt-Ticker 40</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/category/werkstatt-ticker/"><img decoding="async" class="alignright size-full wp-image-234" style="border: 1px solid #DCDCDC; margin: 6px; float: right;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/uploads/2008/04/ticker_02a.jpg" alt="Ticker.jpg" width="180" height="121" /></a><span style="color: #808080; font-size: xx-large;"><span class="ticker_titel"><strong>»</strong> </span><span style="font-size: large;"><span class="ticker_titel">Nano-Partikel-Screening</span><br />
</span></span></h2>
<p>Nanomaterialien &#8211; Wissenswerkstatt wissen das längst &#8211; sind keineswegs per se unverdächtig. Gerade über die gesundheitlichen Effekte von Nanopartikeln in Kosmetikprodukten oder im Bereich der Lebensmittelindustrie, weiß man derzeit recht wenig. <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/15/kein-persilschein-fuer-die-nanotechnologie-religion-als-intelligenzvernichtungsmaschine-werkstatt-ticker-35/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zuletzt</a> sorgte eine Studie für Aufsehen, die für längere Nanoröhren eine ähnliche kanzerogene Wirkung wie für Asbest feststellte.</p>
<p>Bei <a href="http://www.heise.de/tr/Ein-Robotersystem-fuer-die-Nanotoxikologie--/artikel/109659" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Technology Review</a> lese ich nun, daß Forscher vom Massachusetts General Hospital, der Harvard University und dem MIT nun ein halbautomatisiertes Verfahren entwickelt haben, mit dem sie die Risikoabschätzung für Nanopartikel stark beschleunigen. Die Wissenschaftler testeten bislang 50 Substanzen:</p>
<blockquote><p>&#8222;Diese 50 Substanzen wurden nun jeweils in vitro an vier verschiedenen Zellarten getestet: Immunzellen von Mäusen, zwei Arten von menschlichen Gewebezellen in Blutgefäßen und menschlichen Leberzellen. Dabei wurden sie jeweils in vier verschiedenen Dosierungen untersucht. Um sämtliche möglichen Kombinationen von Testbedingungen effizient zu bewerkstelligen, wurden die Partikel mit einem Robotersystem, wie es beim Medikamenten-Screening eingesetzt wird, in Hunderten von kleinen Mulden mit den jeweiligen Zellkulturen auf einer Arbeitsplattform deponiert.&#8220;</p></blockquote>
<p>Anschließend wird untersucht, ob die Partikel Änderungen im Stoffwechsel der Zellen auslösen.</p>
<p>Sicher ein spannender Ansatz. Allerdings ist &#8211; wie im Artikel auch anklingt &#8211; auch hier Vorsicht geboten: denn die Zahl der falsch negativen Befunde<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/automatisierte-risikoabschaetzung-fuer-die-nanotechnologie-michael-sandels-plaedoyer-gegen-die-perfektion-werkstatt-ticker-40/#footnote_0_326" id="identifier_0_326" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Also der F&auml;lle, in denen das &bdquo;System&ldquo; nicht anschl&auml;gt, aber dennoch ein hohes toxikologisches Potential gegeben ist.">1</a> dürfte nicht unerheblich sein. Allein schon deshalb, weil lediglich vier Zelltypen recht wenig sind. Zellen aus Lungengewebe fehlen beispielsweise. Dennoch sind die Analysen begrüßenswert &#8211; das Risikowissen bzgl. der Toxikologie von Nanomaterialien steckt noch in den Kinderschuhen.</p>
<div class="links_ticker">Weiterlesen:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.heise.de/tr/Ein-Robotersystem-fuer-die-Nanotoxikologie--/artikel/109659" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ein Robotersystem für die Nanotoxikologie?</a>, Technology Review, 24.6.2008</li>
</ul>
<p>Auch Claudia Kaiser von den Wissenslogs hat darüber geschrieben:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/exciting-molecules/forschung-aktuell/2008-06-24/ans-tze-zur-klassifizierung-des-gefahrenpotentials-von-nano-partikeln" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ansätze zur Klassifizierung des Gefahrenpotentials von Nano-Partikeln</a>, Exiting Molecules, 24.6.2008.2008</li>
</ul>
</div>
<h2><span style="color: #808080; font-size: xx-large;"><span class="ticker_titel"><strong>»</strong> </span><span style="font-size: large;"><span class="ticker_titel">Freiheit oder Perfektion</span><br />
</span></span></h2>
<p>Für Schiller war der Mensch bekanntlich &#8222;nur da ganz Mensch, wo er spielt.&#8220;<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/automatisierte-risikoabschaetzung-fuer-die-nanotechnologie-michael-sandels-plaedoyer-gegen-die-perfektion-werkstatt-ticker-40/#footnote_1_326" id="identifier_1_326" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="So in Schillers Briefen &bdquo;&Uuml;ber die &auml;sthetische Erziehung des Menschen&bdquo;">2</a> Insofern erleben wir derzeit &#8211; während der Fußball-Europameisterschaft &#8211; in gewissem Sinne die Reinform der menschlichen Existenz. ;-)</p>
<p>Gut, Schiller schwebte freilich weniger das sportliche, eher das ästhetisch-künstlerische Spiel vor. Allerdings: die spielerische Betätigung war für Schiller ein Bereich der Freiheit. Und frei ist für ihn eben der &#8222;homo ludens&#8220;. Ganz ähnlich argumentiert der Harvard-Philosoph <a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Sandel" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Michael J. Sandel</a>. Sandel war Ende der 80er Jahre durch seine Kritik an der liberalen Theorie von John Rawls bekannt geworden.</p>
<p>Nun hat er &#8211; wie ich durch die Rezension in der Frankfurter Rundschau erfahre &#8211; ein spannendes Buch über die menschliche Freiheit, die Moral und unser Unbehagen über die Allmachtsphantasien der Genetiker geschrieben. Nach Sandel bestehe die menschliche Freiheit<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/automatisierte-risikoabschaetzung-fuer-die-nanotechnologie-michael-sandels-plaedoyer-gegen-die-perfektion-werkstatt-ticker-40/#footnote_2_326" id="identifier_2_326" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Und man k&ouml;nnte Freiheit wohl ohne weiteres durch &bdquo;W&uuml;rde&ldquo; ersetzen.">3</a> gerade in und durch seine Imperfektion. Just unsere Unzulänglichkeiten, unsere Schwächen zeichnen uns aus.</p>
<blockquote><p>&#8222;Optimiert wird mittlerweile alles, unsere Kinder, deren Größe, Geschlecht und Charakter, unsere Launen und Stimmungen, unsere Gesundheit, unser Gedächtnis, unsere Haustiere… Dass eine gentechnologisch beschleunigte TotalEugenisierung des Gesellschaftskörpers zudem besonders einträgliche Geschäfte verspricht, versteht sich von selbst. Die eugenische Zurichtung erscheint heute nicht mehr als Zwang, sondern als verlockendes Angebot, das anzunehmen jedem frei steht.<br />
Was wir hier verlieren, nennt Michael J. Sandel die &#8222;Demut für das Leben als Gabe&#8220; und die &#8222;Wertschätzung der geschenkten Natur menschlicher Fähigkeiten und Erfolge&#8220;.&#8220;</p></blockquote>
<p>Spannend und sicher auch kontrovers.</p>
<div class="links_ticker">Link:</p>
<ul>
<li>Michael J. Sandel: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3940432148?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3940432148">Plädoyer gegen die Perfektion. Ethik im Zeitalter der genetischen Technik.</a> A. d. Engl. v. Rudolf Teuwsen, Berlin University Press, Berlin 2008</li>
<li>Schlüter, Christoph: <a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/feuilleton/?sid=d4a8278e2f5160de48ef05821ddd426e&amp;em_cnt=1355798" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Moralischer Schwindel, Rezension zu Sandels Buch</a>, FR, 23.6.2008</li>
</ul>
</div>
<div class="invisible">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Nanotechnologie">Nanotechnologie</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Michael+Sandel">Michael Sandel</a></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_326" class="footnote">Also der Fälle, in denen das &#8222;System&#8220; nicht anschlägt, aber dennoch ein hohes toxikologisches Potential gegeben ist.</li><li id="footnote_1_326" class="footnote">So in Schillers Briefen &#8222;<a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cber_die_%C3%A4sthetische_Erziehung_des_Menschen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Über die ästhetische Erziehung des Menschen</a>&#8222;</li><li id="footnote_2_326" class="footnote">Und man könnte Freiheit wohl ohne weiteres durch &#8222;Würde&#8220; ersetzen.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/automatisierte-risikoabschaetzung-fuer-die-nanotechnologie-michael-sandels-plaedoyer-gegen-die-perfektion-werkstatt-ticker-40/">Automatisierte Risikoabschätzung für die Nanotechnologie ::: Michael Sandels &#8222;Plädoyer gegen die Perfektion&#8220; | Werkstatt-Ticker 40</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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