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	<title>Lexika Archive &#187; Wissenswerkstatt</title>
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	<description>Blog zu Wissenschaft &#38; Wissenschaftskommunikation </description>
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	<title>Lexika Archive &#187; Wissenswerkstatt</title>
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		<title>Zeitenwende: Der Brockhaus geht, SpiegelWissen kommt » Brauchen wir ein Lexikon der nächsten Generation? &#124; Werkstattnotiz LXV</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Feb 2008 17:02:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute kann man mit dem Statement: &#34;Wir leben in einer Wissensgesellschaft!&#34;, fast nichts falsch machen. Egal in welcher Situation man diesen Satz fallen läßt, man erntet hochachtungsvolle Reaktionen und hat sich als jemand in Szene gesetzt, der weiß, was Sache ist. Klar: die Industriegesellschaft ist von vorvorgestern, die Dienstleistungen lassen wir vom Fußvolk aus Osteuropa ... <a title="Zeitenwende: Der Brockhaus geht, SpiegelWissen kommt » Brauchen wir ein Lexikon der nächsten Generation? &#124; Werkstattnotiz LXV" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/zeitenwende-der-brockhaus-geht-spiegelwissen-kommt-brauchen-wir-ein-lexikon-der-naechsten-generation-werkstattnotiz-lxv/" aria-label="Mehr Informationen über Zeitenwende: Der Brockhaus geht, SpiegelWissen kommt » Brauchen wir ein Lexikon der nächsten Generation? &#124; Werkstattnotiz LXV">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/zeitenwende-der-brockhaus-geht-spiegelwissen-kommt-brauchen-wir-ein-lexikon-der-naechsten-generation-werkstattnotiz-lxv/">Zeitenwende: Der Brockhaus geht, SpiegelWissen kommt » Brauchen wir ein Lexikon der nächsten Generation? | Werkstattnotiz LXV</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img fetchpriority="high" decoding="async" width="195" height="381" align="right" src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2008/02/Buecher_01.jpg" alt="Buecher_01.jpg" style="margin: 8px;" />Heute kann man mit dem Statement: &quot;<em>Wir leben in einer Wissensgesellschaft!</em>&quot;, fast nichts falsch machen. Egal in welcher Situation man diesen Satz fallen läßt, man erntet hochachtungsvolle Reaktionen und hat sich als jemand in Szene gesetzt, der weiß, was Sache ist. Klar: die Industriegesellschaft ist von vorvorgestern, die Dienstleistungen lassen wir vom Fußvolk aus Osteuropa erledigen, was zählt ist das Wissen. </strong></p>
<p><strong>Beweise gefällig? Tja, hat Günther Jauch mit seiner Show nicht seit vielen Jahren riesigen Erfolg? Na also, wenn das kein Indiz ist! Wissen hat Konjunktur, Wissen ist Macht, Wissen macht sexy&#8230; </strong></p>
<p>Wer jetzt darauf wartet, daß ich diesen Standpunkt, dieses wichtigtuerische Wissensproletentum kritisiere, der hat sich geirrt. Wobei: klar, man müßte eigentlich zunächst einmal differenzieren &#8211; denn was verstehen wir denn überhaupt unter dem Begriff &quot;Wissen&quot;? Sind das, was bspw. bei Jauch im Ratesessel abgefragt wird, nicht allenfalls Informationshäppchen? Richtig, aber dieser Unterscheidung zwischen Wissen und Infomation widme ich mich ein anderes Mal.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/zeitenwende-der-brockhaus-geht-spiegelwissen-kommt-brauchen-wir-ein-lexikon-der-naechsten-generation-werkstattnotiz-lxv/#footnote_0_194" id="identifier_0_194" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Das Photo stammt &uuml;brigens von stockxchng (User: xlucas) ">1</a> </p>
<p>Vorläufig soll mir genügen, daß ich als Information die Kenntnis eines (einzelnen) Sachverhalts bezeichnen möchte, Wissen aber umfassender zu verstehen ist. Wissen ist mehr als die Summe von Informationen. Denn wenn wir von Wissen reden, dann müssen unbedingt die Komponenten &quot;Verstehen&quot; und &quot;Urteilskraft&quot; beinhaltet sein.&nbsp;</p>
<h4 class="pullquote_left"> Wissen ist viel mehr als die Summe von bloßen Informationen. Und das gilt auch nach dem Ende der Brockhaus-Ära. <br /></h4>
<p>Wieso die lange Vorrede? Weil heute zwei wirklich spannende Meldungen publik wurden, die mit der Wissensgesellschaft nicht wahnsinnig viel, mit den Transformationsprozessen der Informationsgesellschaft allerdings umso mehr zu tun haben. Und die Koinzidenz dieser beiden Nachrichten ist wirklich verblüffend. </p>
<p>Wovon die Rede ist? Heute wird bekannt, daß der Brockhaus-Verlag ab sofort alle Print-Projekte auf Eis legt, sich also aus dem Geschäft der gedruckten Enzyklopädien zurückzieht und stattdessen versucht, auf dem Onlinemarkt Fuß zu fassen. Und gleichzeitig startet der Spiegel-Verlag sein vielversprechendes Spiegel-Wissen-Portal. Wenn das keine Nachrichten sind?&nbsp;</p>
<p><strong>Ende einer Ära: Der Brockhaus verabschiedet sich&#8230;</strong></p>
<p>Kurz der Reihe nach: der Brockhaus ist nicht nur das ledergebundene Statussymbol angegrauter Studienräte, sondern das 24-bändige-Flaggschiff unserer Bildungsgesellschaft. Wer etwas auf sich hält, hat das Lexikon der Brockhaus-Verlags im Regal stehen. Wobei, halt!: man muß richtiger formulieren: wer etwas auf sich <em>hielt</em>. Präteritum! </p>
<h4 class="pullquote"> Der Brockhaus-Verlag hat die Zeichen der (digitalen) Zeit gründlich verschlafen. Und der Spiegel hat seine Chance offensichtlich richtig erkannt.<br /></h4>
<p>Denn, man muß es wohl so hart sagen: der ehrwürdige Verlag, der 1809 das &quot;<em>Conversations-Lexicon oder kurzgefaßtes Handwörterbuch für die in der gesellschaftlichen Unterhaltung aus den Wissenschaften und Künsten vorkommenden Gegenstände</em>&quot; in der ersten Auflage publiziert hat, dieser Verlag hat die Zeichen der Zeit gründlich verschlafen. Heute zahlt kein Mensch mehr für Informationen, die er schneller und aktueller aus der Wikipedia beziehen kann.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/zeitenwende-der-brockhaus-geht-spiegelwissen-kommt-brauchen-wir-ein-lexikon-der-naechsten-generation-werkstattnotiz-lxv/#footnote_1_194" id="identifier_1_194" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Auch andernorts wird die Information &uuml;ber das Brockhaus-Ende kommentiert; so z.B. hier und hier und auch Robert Basic schreibt: &quot;Brockhaus goes online&quot;.">2</a>&nbsp;</p>
<p>Das Handelsblatt <a href="http://www.handelsblatt.com/news/Default.aspx?_p=201197&amp;_t=ft&amp;_b=1389337" target="_blank" rel="noopener noreferrer">meldet heute</a> folgendes:</p>
<blockquote><p>„Die Marktanalysen zeigen eindeutig, dass die Kunden künftig Sachinformationen in erster Linie online nachschlagen werden“, berichtete der Sprecher. „Die 21. Auflage der „Brockhaus Enzyklopädie“ war voraussichtlich die letzte &#8211; ab jetzt findet alles online statt.“ In dem Internet-Angebot sollen neben den erweiterten Inhalten der „Brockhaus Enzyklopädie“ auch zahlreiche weitere Lexika des Verlags abrufbar sein.</p></blockquote>
<p>Im Jahr 2007 hatte man mehrere Millionen in den Sand gesetzt und nun versucht man sich durch ein Onlineprojekt irgendwie am Leben zu erhalten. Spannend: ab 15. April stehen die Brockhaus-Inhalte (so die Ankündigung) kostenlos im Netz.</p>
<p><strong>Spiegel-Wissen geht an den Start</strong></p>
<p>Zur zweiten Meldung des Tages. Der Spiegel startet ein <a href="http://wissen.spiegel.de/wissen/start/home.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Online-Info-Portal</a>.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/zeitenwende-der-brockhaus-geht-spiegelwissen-kommt-brauchen-wir-ein-lexikon-der-naechsten-generation-werkstattnotiz-lxv/#footnote_2_194" id="identifier_2_194" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="&quot;Alle relevanten Informationen mit einem Klick&quot;, so das Versprechen der Website &quot;Spiegel Wissen&quot;.">3</a> Was die Nutzer dort erwartet? Eine Eingabemaske und sonst nicht viel Beiwerk, aber der Datenpool, der durchsucht wird, hat es in sich. Denn anhand des Suchbegriffs werden parallel verschiedene Datenbestände durchsucht, das sind im Einzelnen:</p>
<ol>
<li>Die 115.852-Artikel des sog. Spiegel-Lexikons (bereitgestellt durch die &quot;Wissen Media Group&quot; von Bertelsmann),</li>
<li>für grammatische Fragen und mehr: &quot;Stöhrig Deutsche Rechtschreibung&quot; und &quot;Bertelsmann Deutsches Wörterbuch&quot;,</li>
<li>den aktuellen Bestand der deutschsprachigen Wikipedia mit aktuell 683.795 Begriffen,</li>
<li>das Archiv des (gedruckten) Spiegel, das sind 311.500 Artikel!,</li>
<li>das Archiv von SpiegelOnline mit aktuell 270.374 Texten.</li>
<li>dazu werden noch Bilder, Videoschnipsel und Texte des Managermagazins verlinkt, die ich aber nicht wirklich brauche.</li>
</ol>
<p>Wow! </p>
<h4 class="pullquote"> Eine zentrale Anlaufstelle für (geprüfte) Lexikonartikel, schnelle und aktuelle Wikipediainfos und das Artikelarchiv des Spiegel. Eine Innovation, die den Alltag aller Wissensarbeiter verändern wird&#8230; <br /></h4>
<p>Ich habe eben einen kurzen Versuch gestartet und die Suche funktioniert tadellos. Für den Start ist das alles mehr als respekktabel. Die Suche dauert zwar (noch?) einen kleinen Moment, aber dann werden einem schön übersichtlich die relevanten Lexikon-, Spiegel- und Wikipedia-Artikel angezeigt. Man kann per elegantem Schieberegler noch über die Trefferanzahl vs. Artikellänge entscheiden und das war&#8217;s. Alles in allem eine runde Sache, die der Spiegel in Zusammenarbeit mit der WissenMediaGroup (einer Bertelsmann-Tochter) auf die Beine gestellt hat.</p>
<p>Ich vermute, daß ich zukünftig häufiger genau diese Seite ansteuern werde.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/zeitenwende-der-brockhaus-geht-spiegelwissen-kommt-brauchen-wir-ein-lexikon-der-naechsten-generation-werkstattnotiz-lxv/#footnote_3_194" id="identifier_3_194" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Auch die bloggenden Kollegen sind angetan: bei turi2 hat die Seite auch den Test &uuml;berstanden und auch im Handelsblatt-Blog liest man positives und ganz aktuell zeigt sich auch die medienlese angetan.">4</a> Denn schon allein der Zugriff auf die Spiegeltexte der letzten Jahrzehnte ist was wert; diese liegen übrigens häufig auch als PDF-Scan vor. </p>
<p>Der Name &quot;SpiegelWissen&quot; ist zwar nicht wirklich treffend, es sind dann doch &quot;<em>nur</em>&quot; Informationen. Dafür wohlsortiert und solide. Und insofern mag ich am Slogan &quot;Das Lexikon der nächsten Generation&quot; nichts aussetzen. Wenn nach diesem Start noch das eine oder andere Feature folgt, dann ist das ein wunderbares Recherche-Instrument.&nbsp; </p>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="100%" size="1" />&nbsp;</p>
<p><em>Link:</em></p>
<ul>
<li><a href="http://wissen.spiegel.de/wissen/start/home.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SpiegelWissen-Startseite</a></li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>[Update: 12.2.2008 | 18:45Uhr]</em></p>
<p>Beim weiteren Umherstöbern finde ich noch <a href="http://www.brockhaus.de/presse/detail.php?nid=17&amp;id=537" target="_blank" rel="noopener noreferrer">diese Mitteilung</a> des Brockhausverlags &#8211; dort steht zwar etwas von einer strategischen Neuausrichtung und es wird der Online-Brockhaus angekündigt, gleichzeitig liest man aber auch folgenden Absatz:</p>
<blockquote>
<p>Brockhaus wird seine Wissensangebote auch künftig für alle Trägermedien – vom Buch bis hin zu mobilen Anwendungen aller Art – anbieten und wird auch weiter die klassischen Buchkunden bedienen. Für die Zukunft rechnet der Verlag aber mit einer noch stärkeren Verlagerung der Kundennutzung in das Internet.</p>
</blockquote>
<p>Das widerspricht sich natürlich ein wenig mit der Aussage des Brockhaus-Sprechers, wie ihn das Handelsblatt (s.o.) zitiert. Man darf also gespannt sein, ob man im Hause Brockhaus wirklich die Druckmaschinen abschafft oder es ein Ausstieg in Raten sein wird. </p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_194" class="footnote">Das Photo stammt übrigens von stockxchng (User: xlucas) </li><li id="footnote_1_194" class="footnote">Auch andernorts wird die Information über das Brockhaus-Ende kommentiert; so z.B. <a href="http://wikipedistik.de/2008/02/12/brockhaus-das-ende-einer-aera/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> und <a href="http://www.medien-gerecht.de/2008/02/12/ende-einer-aera-brockhaus-kuenftig-nur-noch-online/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> und auch Robert Basic schreibt: &quot;<a href="http://www.basicthinking.de/blog/2008/02/12/brockhaus-goes-online/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Brockhaus goes online</a>&quot;.</li><li id="footnote_2_194" class="footnote">&quot;Alle relevanten Informationen mit einem Klick&quot;, so das Versprechen der Website &quot;<a href="http://wissen.spiegel.de/wissen/start/home.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Spiegel Wissen</a>&quot;.</li><li id="footnote_3_194" class="footnote">Auch die bloggenden Kollegen sind angetan: bei <a href="http://turi-2.blog.de/2008/02/12/bookmarks2_wissen_spiegel_de~3716357/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">turi2</a> hat die Seite auch den Test überstanden und auch im <a target="_blank" href="http://blog.handelsblatt.de/adhoc/eintrag.php?id=815" rel="noopener noreferrer">Handelsblatt-Blog </a>liest man positives und ganz aktuell zeigt sich auch die <a href="http://medienlese.com/2008/02/12/multimediales-rechercheportal-spiegel-wills-wissen/">medienlese </a>angetan.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/zeitenwende-der-brockhaus-geht-spiegelwissen-kommt-brauchen-wir-ein-lexikon-der-naechsten-generation-werkstattnotiz-lxv/">Zeitenwende: Der Brockhaus geht, SpiegelWissen kommt » Brauchen wir ein Lexikon der nächsten Generation? | Werkstattnotiz LXV</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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		<title>Enzyklopädie des Lebens » Mit der &#8222;Encyclopedia of Life&#8220; startet ein faszinierendes Online-Lexikon &#124; Werkstattnotiz LXX</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/enzyklopaedie-des-lebens-mit-der-encyclopedia-of-life-startet-ein-faszinierendes-online-lexikon-werkstattnotiz-lxx/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Feb 2008 16:36:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Biologie]]></category>
		<category><![CDATA[Lexika]]></category>
		<category><![CDATA[Wikipedia]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Startschuß für ein weiteres lexikalisches Online-Projekt: die &#34;Encyclopedia of Life&#34; will eine lückenlose Datenbank aller Organismen erstellen. Egal ob das Paarungsverhalten des bengalischen Tigers oder die Ernährungsgewohnheiten des schottischen Schneehasen &#8211; ab sofort finden sich seriöse Informationen zu all diesen Fragen auf der Website eol.org. Ein wahre Fundgrube für alle Natur- und Tierfreunde und ein ... <a title="Enzyklopädie des Lebens » Mit der &#8222;Encyclopedia of Life&#8220; startet ein faszinierendes Online-Lexikon &#124; Werkstattnotiz LXX" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/enzyklopaedie-des-lebens-mit-der-encyclopedia-of-life-startet-ein-faszinierendes-online-lexikon-werkstattnotiz-lxx/" aria-label="Mehr Informationen über Enzyklopädie des Lebens » Mit der &#8222;Encyclopedia of Life&#8220; startet ein faszinierendes Online-Lexikon &#124; Werkstattnotiz LXX">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/enzyklopaedie-des-lebens-mit-der-encyclopedia-of-life-startet-ein-faszinierendes-online-lexikon-werkstattnotiz-lxx/">Enzyklopädie des Lebens » Mit der &#8222;Encyclopedia of Life&#8220; startet ein faszinierendes Online-Lexikon | Werkstattnotiz LXX</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Startschuß für ein weiteres lexikalisches Online-Projekt: die &quot;Encyclopedia of Life&quot; will eine lückenlose Datenbank aller Organismen erstellen. Egal ob das Paarungsverhalten des bengalischen Tigers oder die Ernährungsgewohnheiten des schottischen Schneehasen &#8211; ab sofort finden sich seriöse Informationen zu all diesen Fragen auf der Website <a target="_blank" href="http://www.eol.org/index" rel="noopener noreferrer">eol.org</a>. Ein wahre Fundgrube für alle Natur- und Tierfreunde und ein hochambitioniertes Projekt. Es geht wieder einmal um die Vermessung der Natur. Diesmal jedoch digital. </strong></p>
<p>Beinahe gewinnt man den Endruck, als sei in der Online-Wissenswelt eine Art Goldgräberstimmung ausgebrochen. Fast wöchentlich gibt es Meldungen über Online-Lexika, Wissensportale und Projekte, die der Wikipedia den Kampf ansagen. Mit der ganz aktuell startenden &quot;Encyclopedia of Life&quot; verhält es sich aber ein wenig anders: denn erstens besetzt das Online-Lexikon die biologisch-zoologische Nische, will also die Wikipedia gar nicht auf der ganzen Breite übertrumpfen, zweitens ist es kein kommerzielles Projekt, wie etwa knol<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/enzyklopaedie-des-lebens-mit-der-encyclopedia-of-life-startet-ein-faszinierendes-online-lexikon-werkstattnotiz-lxx/#footnote_0_201" id="identifier_0_201" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Unter diesem Namen versucht Google mittels eines Online-Lexikons der Wikipedia Konkurrenz zu machen. Derzeit befindet sich das Projekt aber noch in einer geschlossenen Beta-Phase.">1</a> oder <a target="_blank" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/12/zeitenwende-der-brockhaus-geht-spiegelwissen-kommt-brauchen-wir-ein-lexikon-der-naechsten-generation-werkstattnotiz-lxv/" rel="noopener noreferrer">SpiegelWissen</a>. Und drittens blickt das Vorhaben auf eine lange Tradition zurück.&nbsp;</p>
<h4 class="pullquote"> Auf den Spuren von Carl von Linné: Die &quot;Encyclopedia of Life&quot; will alle 1.8 Millionen bekannten Arten mit ausführlichen Artikeln würdigen <br /></h4>
<p>Denn hätte die &quot;Encyclopedia of Life&quot; nicht schon einen so herrlichen Titel, dann hätte man den neuen Katalog vielleicht &quot;Linne 2.0&quot; taufen können. Denn <a  target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Carl_von_Linn%C3%A9&amp;oldid=42457737" rel="noopener noreferrer">Carl von Linné</a> war es, der im frühen 18. Jahrhundert die Grundlagen für eine systematische Klassifikation der Arten legte. Der schwedische Naturforscher etablierte die moderne Nomenklatur und unterteilte die Lebewesen in die fünf Kategorien: Reich, Klasse, Ordnung, Gattung und Art. Auf dieser Grundlage wurden im Anschluß alle Tiere, Pflanzen und weiteren Organismen klassifiziert, benannt und zugeordnet. </p>
<p><strong>Wie lange dauert alleine die Dateneingabe für das Mammutprojekt?</strong></p>
<p>Das ist natürlich eine ungeheure Fleißarbeit, die von den Taxonomen geleistet wird und in tausenden von gelehrten Lexika niedergeschrieben ist. Heute sind rund 1.8 Millionen Arten bekannt. Fachleute schätzen aber, daß damit aber nur 10% alle lebenden Organismen bezeichnet sind, alle anderen warten noch auf ihre Entdeckung&#8230; </p>
<p>Vorläufig sind es aber die 1.8 Millionen Lebewesen und Pflanzen, die das Online-Archiv &quot;EoL&quot; ordnen und aufzeichnen will. Jede Art, jeder Käfer, jedes Bakterium bekommt einen eigenen Eintrag. Eine Seite, auf der neben den taxonomischen Daten alle weiteren relevanten Informationen zu der Spezies versammelt sind. Das Projekt, dessen erste Phase 100 Millionen Dollar kosten wird, startete vergangenes Frühjahr und jetzt stehen die ersten 30.000 Datensätze zur Einsicht bereit. Zunächst sind v.a. Fische, Amphibien und einige Pflanzenarten gelistet.</p>
<blockquote><p>&quot;Die Datenbank wird alle bekannten Informationen versammeln und alle neuen Erkenntnisse werden kontinuierlich ergänzt&quot;, </p></blockquote>
<p>erklärte der Harvard-Biologe Edward O. Wilson gegenüber der <a target="_blank" href="http://www.nytimes.com/2008/02/26/science/26ency.html?ex=1361682000&amp;en=c24a8aa15cafa446&amp;ei=5124&amp;partner=permalink&amp;exprod=permalink" rel="noopener noreferrer">New York Times</a>.</p>
<p>Wilson ist einer der Initiatoren des Projekts und hatte erfolgreich bei Stiftungen um finanzielle Unterstützung für das Mammutprojekt geworben. Denn in 10 Jahren sollen die ausstehenden 1.77 Millionen Arten jeweils mit einem eigenen Artikel dargestellt sein &#8211; dazu gilt es eine unvorstellbare Informationsmenge (von Video- und Bildmaterial, Karten, Stammbäumen bis hin zu DNA-Sequenzen oder eingescannten Seiten aus dem Archiv der &quot;<a href="http://www.biodiversitylibrary.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Biodiversity heritage library</a>&quot;) zu sichten und zusammenzuführen.&nbsp;</p>
<h4 class="pullquote_left"> Neben detaillierten Infos gibt es Photos, Karten, Stammbäume etc. Und alles wird von Fachleuten geprüft! <br /></h4>
<p>Die Tatsache, daß heute 30.000 Datensätze fertiggestellt sind, ist sicher als Erfolg zu bewerten. Denn hinter dem Projekt stehen zwar seriöse Forschungseinrichtungen, aber es handelt sich um kein Modell, das sich das Prinzip des user-generated-content zu nutze macht. Sämtliche Artikel werden von Fachleuten recherchiert und überprüft. </p>
<p>Das ist sicherlich ein Grund dafür, daß in der Fachwelt die EoL teilweise euphorische Reaktionen auslöste. Manche Skeptiker spotten freilich, daß es weltweit überhaupt nicht genügend Taxonomen gäbe, um die anstehende Arbeit zu bewältigen. </p>
<p><a target="_blank" href="http://www.eol.org/index" rel="noopener noreferrer"><strong><img decoding="async" width="280" height="378" align="right" style="border: 1px solid rgb(105, 105, 105); margin: 7px; padding: 1px;" alt="EOL_burying_beetle_02b.jpg" src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2008/02/EOL_burying_beetle_02b.jpg" /></strong></a>Allerdings machte James Edwards, der Geschäftsführende Direktor von EoL, jüngst Andeutungen, daß man zumindest die wissenschaftliche Community stärker einbinden wolle. Für alle Biologen und Zoologen ist das Lexikon sicher ein spannendes Recherchetool. Die ersten Eindrücke sind jedenfalls vielversprechend und man merkt, daß die Darstellungsform der Wikipedia nicht der Weisheit letzter Schluß ist. Die EoL geht andere Wege, das Design ist ansprechend und man findet sich schnell zurecht. </p>
<p><strong>Durchdachtes Webdesign</strong></p>
<p>Besonders durchdacht erscheint ein Schieberegler, mit dem man zwischen einer Expertenansicht, einer für Studenten oder einer (reduzierten) Version für Laien wählen kann. Der Fachmann bekommt alle Infos, der Passant wird nicht mit einem zuviel an Details verschreckt.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/enzyklopaedie-des-lebens-mit-der-encyclopedia-of-life-startet-ein-faszinierendes-online-lexikon-werkstattnotiz-lxx/#footnote_1_201" id="identifier_1_201" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Es gibt nat&uuml;rlich auch kritische Stimmen, denn bislang ist die Wikipedia sicher umfangreicher. Auch andere L&uuml;cken sind zu finden&hellip; Ich bin auf dem Gebiet aber kein Experte, um einsch&auml;tzen zu k&ouml;nnen, ob das Gemecker berechtigt ist. Kritik bspw. hier und hier.">2</a></p>
<p>Daß das Angebot angenommen wird, zeigte sich gleich beim gestrigen Start: binnen knapp 6 Stunden verzeichnete die Website 11,5 Millionen Seitenabrufe. Mit einem solchen Ansturm hatte man nicht gerechnet und die Server quittierten (vorerst) den Dienst. Wenn die Technik wieder auf Vordermann gebracht ist, lohnt ein Blick in dieses neue &quot;Lexikon des Lebens&quot;&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><em><strong>Link:</strong></em></p>
<ul>
<li>Website: &quot;<a target="_blank" href="http://www.eol.org/index" rel="noopener noreferrer">Encyclopedia of Life</a>&quot; </li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_201" class="footnote">Unter diesem Namen versucht Google mittels eines Online-Lexikons der Wikipedia Konkurrenz zu machen. Derzeit befindet sich das Projekt aber noch in einer geschlossenen Beta-Phase.</li><li id="footnote_1_201" class="footnote">Es gibt natürlich auch kritische Stimmen, denn bislang ist die Wikipedia sicher umfangreicher. Auch andere Lücken sind zu finden&#8230; Ich bin auf dem Gebiet aber kein Experte, um einschätzen zu können, ob das Gemecker berechtigt ist. Kritik bspw. <a href="http://iphylo.blogspot.com/2008/02/encyclopedia-of-life-first-impressions.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> und <a href="http://mndoci.com/blog/2008/02/26/the-encylopedia-of-life-live-and-beautiful-but-many-questions/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a>.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/enzyklopaedie-des-lebens-mit-der-encyclopedia-of-life-startet-ein-faszinierendes-online-lexikon-werkstattnotiz-lxx/">Enzyklopädie des Lebens » Mit der &#8222;Encyclopedia of Life&#8220; startet ein faszinierendes Online-Lexikon | Werkstattnotiz LXX</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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					<wfw:commentRss>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/enzyklopaedie-des-lebens-mit-der-encyclopedia-of-life-startet-ein-faszinierendes-online-lexikon-werkstattnotiz-lxx/feed/</wfw:commentRss>
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