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	<title>Lebensmittel Archive &#187; Wissenswerkstatt</title>
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	<description>Blog zu Wissenschaft &#38; Wissenschaftskommunikation </description>
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	<title>Lebensmittel Archive &#187; Wissenswerkstatt</title>
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		<title>Risiko Nanofood? » Die Nanotechnologie hat die Lebensmittelbranche erreicht &#124; Werkstattnotiz LXXIII</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Mar 2008 08:58:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Agnotologie]]></category>
		<category><![CDATA[Ökologie]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Nichtwissen]]></category>
		<category><![CDATA[Risiken]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Insgesamt kann die Nanotechnologie mit ihrem Image zufrieden sein. Der Einsatz von Nanomaterialien in der Medizin oder die Entwicklung schmutzabweisender Oberflächen wird weithin akzeptiert und begrüßt.1 Die Anwendungsmöglichkeiten der Nanotechnologie2 gehen aber weit über diese Bereiche hinaus. Auch im Lebensmittelsektor erkennt man zunehmend die Potentiale der vielversprechenden Nanopartikel. Die Gentechnologie gilt gemeinhin als riskant und ... <a title="Risiko Nanofood? » Die Nanotechnologie hat die Lebensmittelbranche erreicht &#124; Werkstattnotiz LXXIII" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/risiko-nanofood-die-nanotechnologie-hat-die-lebensmittelbranche-erreicht-werkstattnotiz-lxxiii/" aria-label="Mehr Informationen über Risiko Nanofood? » Die Nanotechnologie hat die Lebensmittelbranche erreicht &#124; Werkstattnotiz LXXIII">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/risiko-nanofood-die-nanotechnologie-hat-die-lebensmittelbranche-erreicht-werkstattnotiz-lxxiii/">Risiko Nanofood? » Die Nanotechnologie hat die Lebensmittelbranche erreicht | Werkstattnotiz LXXIII</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Insgesamt kann die Nanotechnologie mit ihrem Image zufrieden sein. Der Einsatz von Nanomaterialien in der Medizin oder die Entwicklung schmutzabweisender Oberflächen wird weithin akzeptiert und begrüßt.</strong><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/risiko-nanofood-die-nanotechnologie-hat-die-lebensmittelbranche-erreicht-werkstattnotiz-lxxiii/#footnote_0_216" id="identifier_0_216" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Erst im Dezember hatte das Bundesinstitut f&uuml;r Risikobewertung (BfR) die Ergebnisse einer Befragung pr&auml;sentiert, wonach 2/3 aller Bundesb&uuml;rger der Nanotechnologie positiv gegen&uuml;berstehen.">1</a> <strong>Die Anwendungsmöglichkeiten der Nanotechnologie</strong><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/risiko-nanofood-die-nanotechnologie-hat-die-lebensmittelbranche-erreicht-werkstattnotiz-lxxiii/#footnote_1_216" id="identifier_1_216" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die Nanotechnologie befa&szlig;t sich mit Strukturen und molekularen Materialien, die kleiner als 100nm sind. 1 Nanometer ist 1 millionstel Millimeter, oder: 0,000 001 mm.">2</a> <strong>gehen aber weit über diese Bereiche hinaus. Auch im Lebensmittelsektor erkennt man zunehmend die Potentiale der vielversprechenden Nanopartikel.</strong> </p>
<h4 class="pullquote_left"> Die Gentechnologie gilt gemeinhin als riskant und &quot;Genfood&quot; will fast niemand auf dem Teller. Über die Risiken von Nanofood wissen wir aber deutlich weniger&#8230; <br /></h4>
<p>Genau hier, wenn es um Nahrungsmittel und Essen geht, sind die Verbraucher allerdings skeptisch. Und dies vollkommen zu Recht. Denn ähnlich wie beim umstrittenen Thema &quot;Genfood&quot; sind noch viele Fragen hinsichtlich der gesundheitlichen Auswirkungen unbeantwortet. </p>
<p>Und man muß zusätzlich feststellen, daß das Wissen um die Risikopotentiale gentechnologisch veränderter Lebensmittel deutlich umfangreicher ist, als die Risikoabschätzungen, die bislang im Zusammenhang mit &quot;Nanofood&quot; vorliegen. </p>
<p><strong>Nanofood ist keine Zukunftsmusik</strong></p>
<p>Die guten Akzeptanzwerte können u.U. auch damit zusammenhängen, daß oftmals noch gar nicht bekannt ist, daß synthetische Nanopartikel inzwischen auch in Lebensmitteln zu finden sind. Seit einigen Tagen liegt nun ein informativer Bericht von BUND und &quot;Friends of Earth&quot; vor. Dort wird u.a. aufgeschlüsselt in welchen Haushaltsartikeln und Nahrungsmitteln heute bereits Nanomaterialien zum Einsatz kommen. Das reicht von Nano-Silberpartikeln, die antibakteriell wirken sollen bis zu Nano-Siliziumdioxid (=Kieselsäure),<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/risiko-nanofood-die-nanotechnologie-hat-die-lebensmittelbranche-erreicht-werkstattnotiz-lxxiii/#footnote_2_216" id="identifier_2_216" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Welches als Lebensmittelzusatz E551 zugelassen ist.">3</a> das dafür sorgen soll, daß Pulver rieselfähig bleibt und nicht zusammenklumpt. Genauso soll es die Fließeigenschaften von Ketchup verbessern. </p>
<p>Ich selbst muß gestehen, daß es mir nicht bewußt war, daß so viele Produkte bereits mit Nanozusatzstoffen &quot;aufgepeppt&quot; sind. Allerhand Nahrungsergänzungsmittel werben sogar mit dem positiv konnotierten &quot;Nano&quot; und preisen die höhere &quot;<a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Bioverf%C3%BCgbarkeit&amp;oldid=36881132" target="_blank"  rel="noopener noreferrer">Bioverfügbarkeit</a>&quot; dieser Stoffe an. Bei anderen &#8211; vornehmlich Verpackungen, Plastiktüten etc. &#8211; stehen die positiven Eigenschaften hinsichtlich der antimikrobiellen Wirkung im Vordergrund. </p>
<h4 class="pullquote"> Immer mehr Lebensmittel sind durch Nanopartikel &quot;aufgepeppt&quot;. Eine Überprüfung der gesundheitlichen Unbedenklichkeit fand bislang aber kaum statt. <br /></h4>
<p>Klar ist bislang nur, daß etwa die Toxizität von bestimmten Stoffen, wenn sie eine bestimmte Partikelgröße unterschreiten, noch kaum untersucht ist. Das war und ist bislang schlicht nicht vorgesehen &#8211; in den einschlägigen Gesetzestexten für Lebensmittelzusatzstoffe ist von Partikelgrößen nirgendwo zu lesen. Man weiß allerdings, daß die Teilchen aufgrund ihrer geringen Größe über Lunge, Magen-Darm-Trakt oder Haut vom Körper aufgenommen werden können. </p>
<p><strong>Offene Fragen und dringender Forschungsbedarf</strong></p>
<p>Manche Tier- und Laborstudien<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/risiko-nanofood-die-nanotechnologie-hat-die-lebensmittelbranche-erreicht-werkstattnotiz-lxxiii/#footnote_3_216" id="identifier_3_216" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="U.a. hatte die Toxikologin Bellina Veronesi mehrmals nachgewiesen, da&szlig; Titandioxidpartikel (zumindest im Reaganzglas) M&auml;use- oder Rattenhirnzellen sch&auml;digen k&ouml;nnen. vgl. Thomas C. Long, Bellina Veronesi et. al.: Nanosize Titanium Dioxide Stimulates Reactive Oxygen Species in Brain Microglia and Damages Neurons in Vitro, Environmental Health Perspectives Volume 115, Number 11, November 2007">4</a> lassen zumindest daran zweifeln, ob etwa Titandioxid oder Silber<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/risiko-nanofood-die-nanotechnologie-hat-die-lebensmittelbranche-erreicht-werkstattnotiz-lxxiii/#footnote_4_216" id="identifier_4_216" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Beides dient als antimikrobieller Zusatz in Verpackungen oder findet &ndash; wie Titandioxid &ndash; etwa in Sonnencremes Anwendung.">5</a> in Nanogröße tatsächlich vollkommen unbedenklich sind. Die Forschung in diesem Bereich steht noch am Anfang &#8211; das Umweltbundesamt, die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin und das Bundesinstitut für Risikobewertung haben im Dezember eine sog. &quot;Forschungsstrategie&quot; zu den Gesundheits- und Umweltrisiken von Nanomaterialien publiziert. Dort heißt es etwa auf S. 7 unmißverständlich:</p>
<blockquote><p>&quot;Da die Exposition von Mensch und Umwelt, die toxikologischen und ökotoxikologischen Eigenschaften und Risiken noch nicht beurteilt werden können, wird allgemein die Notwendigkeit gesehen, weitere Untersuchungen durchzuführen und durch Forschungs- und Bewertungsaktivitäten die Wissenslücken zu schließen.&quot;</p></blockquote>
<p>Bis die ersten verläßlichen Ergebnisse und Risikoabschätzungen vorliegen, werden sicher noch 2-3 Jahre vergehen.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/risiko-nanofood-die-nanotechnologie-hat-die-lebensmittelbranche-erreicht-werkstattnotiz-lxxiii/#footnote_5_216" id="identifier_5_216" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wenn man einige Euro mehr zur Abkl&auml;rung eventueller Risiken ausgeben w&uuml;rde, k&ouml;nnte man f&uuml;r manche Zusatzstoffe m&ouml;glicherweise auch schon fr&uuml;her &quot;Entwarnung&quot; geben. Aber gegen die rund 800 Millionen Euro, mit denen die Nanotechnologie in Europa j&auml;hrlich gef&ouml;rdert wird, sind die Ausgaben zur Beforschung der Gesundheitsrisiken marginal.">6</a> Bis dahin gibt es sicher keinen Grund zur Beunruhigung, aber auf Lebensmittel oder auch Kosmetika mit dem fragwürdigen &quot;nano&quot;-Zusatznutzen kann man vorerst getrost verzichten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p></p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><em>Dokumente [es ist jeweils ein PDF-Dokument verlinkt]:</em></p>
<ul>
<li>Friends of the Earth und BUND (2008): &quot;<a href="http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/publikationen/nanotechnologie/20080311_nanotechnologie_lebensmittel_studie.pdf">Aus dem Labor auf den Teller: Die Nutzung der Nanotechnologie im Lebensmittelsektor</a>&quot; </li>
<li>UBA, BfR, BAuA (2007): &quot;<a href="http://www.baua.de/nn_47716/de/Themen-von-A-Z/Gefahrstoffe/Nanotechnologie/pdf/Forschungsstrategie.pdf">Forschungsstrategie Nanotechnologie: Gesundheits- und Umweltrisiken von Nanomaterialien</a>&quot; </li>
<li>Öko-Institut (2007): <a href="http://www.oeko.de/oekodoc/472/2007-077-de.pdf%20">Chancen der Nanotechnologie nutzen! Risiken rechtzeitig erkennen und vermeiden!</a></li>
<li><a href="http://www.oeko.de/oekodoc/472/2007-077-de.pdf%20"></a>BMBF (2006): <a href="http://www.bmbf.de/pot/download.php/M%3A0+Nanotechnologie/~DOM;/pub/nanotechnologie_inno_fuer_die_welt_v_morgen.pdf">Nanotechnologie &#8211; Innovationen für die Welt von morgen</a>, 3. Auflage.</li>
</ul>
<p><em>Link: </em></p>
<ul>
<li>Boeing, Nils: <a href="http://www.heise.de/tr/Lecker-nano--/blog/artikel/104906" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lecker nano?</a>, Technology Review Blog, 12.3.2008</li>
</ul>
<p><em><strong>Literaturempfehlungen:</strong></em></p>
<ul>
<li>Paschen, Herbet &amp; Coenen, Christopher (2008): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3540210687?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3540210687">Nanotechnologie in Forschung, Entwicklung, Anwendung. Stand und Perspektiven</a>. Springer, Berlin.</li>
<li>Shelley, Toby (2007): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3866017200?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3866017200">Nanotechnologie. Neue Möglichkeiten &#8211; Neue Gefahren</a>. Parthas-Verlag.</li>
<li>Gazsó, André / Greßler, Sabine / Schiemer, Fritz (2007): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3211486445?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3211486445">nano. Chancen und Risiken aktueller Technologien</a>. Springer, Wien. </li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_216" class="footnote">Erst im Dezember hatte das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) die Ergebnisse einer Befragung präsentiert, wonach 2/3 aller Bundesbürger der Nanotechnologie positiv gegenüberstehen.</li><li id="footnote_1_216" class="footnote">Die Nanotechnologie befaßt sich mit Strukturen und molekularen Materialien, die kleiner als 100nm sind. 1 Nanometer ist 1 millionstel Millimeter, oder: 0,000 001 mm.</li><li id="footnote_2_216" class="footnote">Welches als Lebensmittelzusatz E551 zugelassen ist.</li><li id="footnote_3_216" class="footnote">U.a. hatte die Toxikologin Bellina Veronesi mehrmals nachgewiesen, daß Titandioxidpartikel (zumindest im Reaganzglas) Mäuse- oder Rattenhirnzellen schädigen können. vgl. Thomas C. Long, Bellina Veronesi et. al.: <a target="_blank" href="http://www.ehponline.org/members/2007/10216/10216.html" rel="noopener noreferrer">Nanosize Titanium Dioxide Stimulates Reactive Oxygen Species in Brain Microglia and Damages Neurons in Vitro</a>, Environmental Health Perspectives Volume 115, Number 11, November 2007</li><li id="footnote_4_216" class="footnote">Beides dient als antimikrobieller Zusatz in Verpackungen oder findet &#8211; wie Titandioxid &#8211; etwa in Sonnencremes Anwendung.</li><li id="footnote_5_216" class="footnote">Wenn man einige Euro mehr zur Abklärung eventueller Risiken ausgeben würde, könnte man für manche Zusatzstoffe möglicherweise auch schon früher &quot;Entwarnung&quot; geben. Aber gegen die rund 800 Millionen Euro, mit denen die Nanotechnologie in Europa jährlich gefördert wird, sind die Ausgaben zur Beforschung der Gesundheitsrisiken marginal.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/risiko-nanofood-die-nanotechnologie-hat-die-lebensmittelbranche-erreicht-werkstattnotiz-lxxiii/">Risiko Nanofood? » Die Nanotechnologie hat die Lebensmittelbranche erreicht | Werkstattnotiz LXXIII</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Emnid, &#8222;Vanity Fair&#8220; und die Biotechnologie » Über Amokläufer in der Debatte um die globale Nahrungsmittelkrise &#124; Werkstattnotiz LXXX</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/emnid-vanity-fair-und-die-biotechnologie-ueber-amoklaeufer-in-der-debatte-um-die-globale-nahrungsmittelkrise-werkstattnotiz-lxxx/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Apr 2008 11:13:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Gentechnologie]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Marktforschung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In meinem Regal steht ein Buch, dessen Titel &#8222;Alles Leben ist Problemlösen&#8220; lautet. In diesem schmalen Band hat der Philosoph und Wissenschaftstheoretiker Karl R. Popper die zentralen Leitlinien seines Denkens zusammengefaßt. Und wer wollte Popper widersprechen? Sind wir nicht täglich mit neuen Problemen konfrontiert? Kleine Probleme, für die wir Lösungen parat haben, sind zumeist eine ... <a title="Emnid, &#8222;Vanity Fair&#8220; und die Biotechnologie » Über Amokläufer in der Debatte um die globale Nahrungsmittelkrise &#124; Werkstattnotiz LXXX" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/emnid-vanity-fair-und-die-biotechnologie-ueber-amoklaeufer-in-der-debatte-um-die-globale-nahrungsmittelkrise-werkstattnotiz-lxxx/" aria-label="Mehr Informationen über Emnid, &#8222;Vanity Fair&#8220; und die Biotechnologie » Über Amokläufer in der Debatte um die globale Nahrungsmittelkrise &#124; Werkstattnotiz LXXX">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/emnid-vanity-fair-und-die-biotechnologie-ueber-amoklaeufer-in-der-debatte-um-die-globale-nahrungsmittelkrise-werkstattnotiz-lxxx/">Emnid, &#8222;Vanity Fair&#8220; und die Biotechnologie » Über Amokläufer in der Debatte um die globale Nahrungsmittelkrise | Werkstattnotiz LXXX</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignright size-full wp-image-269" style="margin: 6px 8px; float: right;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/uploads/2008/04/getreide.jpg" alt="Getreide" width="170" height="211" /><strong>In meinem Regal steht ein Buch, dessen Titel &#8222;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3492223001?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3492223001">Alles Leben ist Problemlösen</a>&#8220; lautet. In diesem schmalen Band hat der Philosoph und Wissenschaftstheoretiker Karl R. Popper die zentralen Leitlinien seines Denkens zusammengefaßt. Und wer wollte Popper widersprechen? Sind wir nicht täglich mit neuen Problemen konfrontiert?</strong></p>
<p>Kleine Probleme, für die wir Lösungen parat haben, sind zumeist eine sportliche Herausforderung. Aber es gibt selbstverständlich auch große Probleme, richtig große oder richtiger: globale Probleme, zu deren Bewältigung uns häufig weder die Mittel, noch das notwendige Wissen zur Verfügung stehen. Die Herausforderung, die Lebensmittelversorgung für die wachsende Weltbevölkerung sicherzustellen, wäre ein solches Problem globalen Maßstabs. Umso erstaunlicher, daß dabei immer wieder recht simple, technologische Lösungen propagiert werden&#8230;</p>
<h4><span class="pullquote_left">Bilder von Protesten gegen den Preisanstieg, Politikerwarnungen vor Hungerunruhen: &#8222;Horrorszenario Preisexplosion&#8220;.</span></h4>
<p><strong>Nachrichtendominoeffekt </strong></p>
<p>Seit einigen Tagen kann man beobachten, mit welcher seltsamen Eigendynamik und oft verqueren Logik ein Thema in und durch Medien behandelt wird. Ob es zuerst die Nachrichten von stark ansteigenden Lebensmittelpreisen waren oder gleich die Warnung von IWF-Chef Strauss-Kahn vor weltweiten Hungerunruhen, läßt sich kaum mehr genau sagen.</p>
<p>Plötzlich kamen die Bilder von Unruhen in Haiti, Ägypten, der Elfenbeinküste oder Kamerun dazu, die überdeutlich vor Augen führten, daß die Frage nach den Lebensmittelpreisen auch eine soziale Sprengkraft in sich birgt &#8211; die Tatsache, daß es seit Monaten in vielen Entwicklungs- und Schwellenländern Aufstände u.a. wegen steigender Reispreise gab und gibt, ist nichts weiter als eine Marginalie.</p>
<p>Wir haben also Meldungen über den Anstieg der Lebensmittelpreise auf dem Weltmarkt, lesen alarmierende Politikerstimmen, sehen Bilder, die die Problematik illustrieren und schon gesellen sich weitere Diskurselemente hinzu: rasend schnell ist ein Übeltäter identifiziert &#8211; der Biosprit, den die ökologisch verblendeten Industrienationen zur Entlastung ihres Gewissens nachfragen und der dazu führe, daß Soja und Mais zu Treibstoff, anstatt zu Nahrungsmitteln weiterverarbeitet werden.</p>
<p><strong>Ist das Tanken von Biosprit ein &#8222;Verbrechen gegen die Menschheit&#8220;?</strong></p>
<p>Die Debatte kocht hoch. Der UN-Sondergesandte Jean Ziegler bezeichnet Biotreibstoffe als &#8222;Verbrechen gegen die Menschheit&#8220;<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/emnid-vanity-fair-und-die-biotechnologie-ueber-amoklaeufer-in-der-debatte-um-die-globale-nahrungsmittelkrise-werkstattnotiz-lxxx/#footnote_0_268" id="identifier_0_268" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="So wird er in der New York Times zitiert. vgl. Erlanger, S.: U.N. Panel Urges Changes to Feed Poor While Saving Environment, NYT, 16.4.2008">1</a> und mitunter erweckt es den Eindruck, als seien Klimaschutz und der Kampf gegen den Welthunger gänzlich unvereinbare Ziele.</p>
<p>Könnte man die Akteure der Debatte vielleicht daran erinnern, daß man mit weniger Adrenalin im Blut besser, kühler, nüchterner denken kann? Denn weder die Ursachen, noch die Lösungen für dieses komplexe sozial-ökologische Problemfeld werden in hitzigen Auseinandersetzungen klarer. Könnte man den voreiligen Schreihälsen bitte mal das oben genannte Buch von Popper zur Lektüre geben? Denn auf Seite 138 steht dort:</p>
<blockquote><p>&#8222;Wir wissen nichts &#8211; das ist das Erste. Deshalb sollen wir sehr bescheiden sein &#8211; das ist das Zweite. Das wir nicht behaupten zu wissen, wenn wir nicht wissen, das ist das Dritte.&#8220;</p></blockquote>
<p>Sobald das alle begriffen haben, könnte man dazu übergehen, die Probleme tatsächlich zu diskutieren. Eine gute Basis wäre der ausführliche Bericht des &#8222;Weltagrar-Rates&#8220; (<a href="http://www.agassessment.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">IAASTD</a>)<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/emnid-vanity-fair-und-die-biotechnologie-ueber-amoklaeufer-in-der-debatte-um-die-globale-nahrungsmittelkrise-werkstattnotiz-lxxx/#footnote_1_268" id="identifier_1_268" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Hinter dem K&uuml;rzel IAASTD verbirgt sich: &bdquo;International Assessment of Agricultural Science and Technology for Development&ldquo;">2</a>, der seit vergangener Woche vorliegt. An diesem Bericht haben im Auftrag der UNESCO rund 400 Agrarexperten, Ökologen, Biologen, Wirtschaftsfachleute und Politiker mitgearbeitet. Und die Schlußfolgerungen der Experten sind bedenkenswert.</p>
<p><strong>Zurück zur Problemanalyse: Der IAASTD-Bericht klärt auf </strong></p>
<p>Sie stellen unmißverständlich fest, daß sich die intensive, auf industrielle Monokulturen fixierte Landwirtschaft in eine Sackgasse manövriert hat bzw. zumindest dem Nachhaltigkeitsgebot zuwiderläuft. Oder wie es die <a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/artikel/718/169226/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SZ formulierte</a>:</p>
<blockquote><p>&#8222;Der industrielle Intensivanbau in Monokulturen und mit gentechnisch veränderten Pflanzen habe zwar die Produktion gesteigert, schreiben die Experten. <em>&#8222;Aber einfache Bauern, Arbeiter, ländliche Gemeinden und die Umwelt müssen den Preis bezahlen.&#8220;</em> Der Weltlandwirtschaftsrat fordert deswegen die Umstellung auf eine &#8222;multifunktionale&#8220; Landwirtschaft, die den Erhalt und die Erneuerung der natürlichen Ressourcen wie Wasser, Böden, Wälder und Artenvielfalt in den Mittelpunkt rückt.&#8220;</p></blockquote>
<p>Mir geht es gar nicht um eine detaillierte Analyse der Empfehlungen des IAASTD<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/emnid-vanity-fair-und-die-biotechnologie-ueber-amoklaeufer-in-der-debatte-um-die-globale-nahrungsmittelkrise-werkstattnotiz-lxxx/#footnote_2_268" id="identifier_2_268" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die Ergebnisse k&ouml;nnen im Einzelnen auf der oben verlinkten Website nachgelesen werden.">3</a>, sondern um die ziemlich unmißverständliche Feststellung, daß regionale, kleinteilige Anbaumethoden der Schlüssel zu einer Sicherstellung der Ernährungsgrundlagen in Entwicklungsländern sind und (ein entscheidender Punkt!), daß die &#8222;grüne&#8220; Gentechnologie im Zweifel eher Teil des Problems<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/emnid-vanity-fair-und-die-biotechnologie-ueber-amoklaeufer-in-der-debatte-um-die-globale-nahrungsmittelkrise-werkstattnotiz-lxxx/#footnote_3_268" id="identifier_3_268" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Stichworte: Monopol der Saatgutproduzenten, wirtschaftliche Abh&auml;ngigkeit der Kleinbauern etc.">4</a> und nicht seine Lösung darstellt. Oder wie Stefan Jacobasch<a href="http://www.scienceblogs.de/mahlzeit/2008/04/warum-hungert-die-welt-wirklich.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> schreibt</a>:</p>
<blockquote><p>&#8222;Das IAASTD empfiehlt, lokale Bedingungen für die Landwirtschaft stärker zu berücksichtigen, Kleinbauern und regionale Vertriebswege zu stärken, großflächige Monokulturen zu vermeiden und natürliche Ressourcen zu schützen. Der Biotechnologie und der Gentechnik wird zwar keine eindeutige Absage erteilt, aber das IAASTD sieht in der Technik keine Lösung für das Hungerproblem.&#8220;</p></blockquote>
<p>Es kann also nur darum gehen, die vielfältigen Faktoren sorgfältig auseinanderzuhalten und eindimensionale Schuldzuweisungen zu vermeiden. Es ist weder der Bioethanol, der alleine für die steigenden Preise verantwortlich wäre, noch sind es geldgierige Spekulanten, die alleine die Preise in die Höhe trieben. Genauso müßte man das rasante Wirtschaftswachstum in China oder Indien, das dort zu mehr Wohlstand und gestiegener Fleisch-Nachfrage führt und weitere Faktoren mitberücksichtigen. Hier wären bspw. die Biotechkonzerne Monsanto oder Syngenta zu nennen, die den &#8222;Schwarzen Peter&#8220; aber auch nicht alleine verdient haben.</p>
<h4 class="pullquote">Die Schuldfrage ist nicht eindimensional zu beantworten. Weder der Biosprit, noch Monsanto und Syngenta sind alleinverantwortlich&#8230; Fest steht: Biotechnologie ist nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Problems!</h4>
<p>Festzuhalten bleibt jedoch: die grüne Biotechnik ist keinesfalls das Instrument, mit dem der Welthunger bekämpft werden könnte und sollte.</p>
<p>Man braucht die Biotechnologie nicht zu verteufeln, ihr gesundheitliches Risikopotential ist sehr gut untersucht, das Monitoring bei Freisetzungsversuchen hat keine relevanten ökologischen Gefährdungen ergeben, aber: gentechnisch verändertes Saatgut ist kein Allheilmittel, schon gar nicht im Kampf gegen den Hunger.</p>
<p>Und wie die IAASTD-Expertise klarstellt, sind eben &#8222;multifunktionale&#8220;, nicht biotechnologisch-industrielle Landwirtschaftsformen notwendig.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/emnid-vanity-fair-und-die-biotechnologie-ueber-amoklaeufer-in-der-debatte-um-die-globale-nahrungsmittelkrise-werkstattnotiz-lxxx/#footnote_4_268" id="identifier_4_268" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Es kommt insofern nicht von ungef&auml;hr, da&szlig; viele Industrievertreter kurz vor Ver&ouml;ffentlichung des Berichts den IAASTD verlassen haben. Nachdem sich abzeichnete, da&szlig; die Saatgutgersteller und das Potential der Biotechnik sehr kritisch beurteilt werden w&uuml;rden, &bdquo;schmollten&ldquo; viele Vertreter der Industrieseite.">5</a></p>
<p><strong>Was zum Teufel tut Emnid?</strong></p>
<p>Umso mehr erstaunt mich die Meldung zu einer EMNID-Umfrage, die gestern durch die Agenturen tickerte. Ihr Titel: <strong>&#8222;Akzeptanz von Gentechnik wächst wegen Nahrungsmittelkrise.&#8220;</strong> So eine Feststellung läßt natürlich aufhorchen. Und im Text<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/emnid-vanity-fair-und-die-biotechnologie-ueber-amoklaeufer-in-der-debatte-um-die-globale-nahrungsmittelkrise-werkstattnotiz-lxxx/#footnote_5_268" id="identifier_5_268" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="So etwa hier in der Agenturaufbereitung des &Auml;rzteblatts.">6</a> heißt es weiter:<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/emnid-vanity-fair-und-die-biotechnologie-ueber-amoklaeufer-in-der-debatte-um-die-globale-nahrungsmittelkrise-werkstattnotiz-lxxx/#footnote_6_268" id="identifier_6_268" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Leider finden sich auf der Emnid-Website keine n&auml;heren Infos.">7</a></p>
<blockquote><p>&#8222;In einer am Mittwoch veröffentlichten Emnid-Umfrage sagten 56 Prozent der Befragten, sie würden genmanipulierte Nahrung essen, wenn so die Hungerkatastrophe abgeschwächt würde.&#8220;</p></blockquote>
<p>Es gibt Tage, da können sich die Urheber solch groben Unfugs glücklich schätzen, daß sie mir nicht im Dunkeln begegnen. Was bitte habt Ihr, liebes Marktforschungsinstitut Emnid und lieber Auftraggeber &#8222;Vanity Fair&#8220;, bei dieser &#8222;Umfrage&#8220; gedacht?<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/emnid-vanity-fair-und-die-biotechnologie-ueber-amoklaeufer-in-der-debatte-um-die-globale-nahrungsmittelkrise-werkstattnotiz-lxxx/#footnote_7_268" id="identifier_7_268" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Es geht jetzt gar nicht darum, da&szlig; die Skepsis der Konsumenten in Bezug auf gentechnologisch ver&auml;nderte Nahrungsmittel m&ouml;glicherweise unangemessen hoch ist, es geht ausschlie&szlig;lich um die suggestive, die j&uuml;ngsten Expertenberichte ignorierende Art der Frage.">8</a> Würdet Ihr mir bitte den genauen Wortlaut Eurer Frage durchgeben, mit der Ihr so entzückende Ergebnisse zu Tage fördert?</p>
<blockquote><p>&#8222;Von den 14- bis 49-Jährigen sagten 67 Prozent, sie würden genveränderte Lebensmittel essen, sollte dies im Kampf gegen die Nahrungsmittelkrise helfen.&#8220;</p></blockquote>
<p><strong>Wie realitätsfern können Meinungsumfragen eigentlich sein?</strong></p>
<h4><span class="pullquote">Die Umfrage suggeriert, die Biotechnologie diene dem Kampf gegen den Welthunger. Die Tatsache, daß die UNESCO-Agrarexperten vor wenigen Tagen genau das Gegenteil betont haben, stört Emnid offenbar gar nicht.</span></h4>
<p>Findet bei Euch überhaupt eine Art Plausibilitäts-Check statt? Wird vorher nicht überprüft, ob die Frage sinnvoll ist? Es ist &#8211; falls ihr das nicht bemerkt habt &#8211; nämlich so, daß allein durch die Art und Weise Eurer Fragestellung ein Zusammenhang zwischen &#8222;grüner&#8220; Gentechnologie und dem Kampf gegen den Welthunger hergestellt wird.</p>
<p>Es wird &#8211; vollkommen ungeachtet der Faktenlage! &#8211; suggeriert, hier bestehe ein positiver Zusammenhang. Und die Frage und eben auch die Veröffentlichung der Umfrage-Ergebnisse erweckt den Eindruck, als sei die Gentechnologie ein probates Mittel, um &#8211; wie ihr schreibt &#8211; &#8222;die Hungerkatastrophe abzuschwächen&#8220;.</p>
<p>Wie bescheuert können Fragestellungen denn noch sein? Darf ich nächste Woche mit demoskopischen Infos dazu rechnen, wieviele Bundesbürger die neuerliche Meisterschaft des FC Bayern München gutheißen, wenn dadurch die Renten gesichert werden?</p>
<p>Bitte, denkt doch das nächste Mal zuerst darüber nach, bevor ihr tausend Bundesbürger befragt und danach solche Nonsensebefunde in die Welt hinauspustet.</p>
<div class="links_kurz"><em><strong>Links:</strong></em></p>
<ul>
<li>Klas, Gerhard: <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27766/1.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Teure Nahrungsmittel</a>, telepolis, 23.4.2008</li>
<li>Arbia, Ali: <a href="http://www.scienceblogs.de/zoonpolitikon/2008/04/ein-paar-gedanken-zum-anstieg-der-nahrungsmittelpreise.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ein paar Gedanken zum Anstieg der Nahrungsmittelpreise</a>, zoon politikon, 23.4.2008</li>
<li>Jacobasch, Stefan: <a href="http://www.scienceblogs.de/mahlzeit/2008/04/warum-hungert-die-welt-wirklich.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Warum hungert die Welt wirklich?</a>, Mahlzeit, 14.4.2008</li>
<li>Süddeutsche Zeitung: <a href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/artikel/718/169226/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">54 Staaten wollen radikale Agrarreform</a>, 15.4.2008</li>
</ul>
<p>Die Ergebnisse des IAASTD-Berichts &#8211; in vorbildlicher Aufbereitung:<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/emnid-vanity-fair-und-die-biotechnologie-ueber-amoklaeufer-in-der-debatte-um-die-globale-nahrungsmittelkrise-werkstattnotiz-lxxx/#footnote_8_268" id="identifier_8_268" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Diesen Link verdanke ich Stefan Jacobasch, vgl. seinen Blogartikel">9</a></p>
<ul>
<li><a href="http://www.greenfacts.org/en/agriculture-iaastd/index.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Scientific Facts on Agriculture &amp; Development</a>, greenfacts.org</li>
</ul>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_268" class="footnote">So wird er in der New York Times zitiert. vgl. Erlanger, S.: <a href="http://www.nytimes.com/2008/04/16/world/europe/16food.html?_r=1&amp;ref=todayspaper" target="_blank" rel="noopener noreferrer">U.N. Panel Urges Changes to Feed Poor While Saving Environment</a>, NYT, 16.4.2008</li><li id="footnote_1_268" class="footnote">Hinter dem Kürzel IAASTD verbirgt sich: &#8222;International Assessment of Agricultural Science and Technology for Development&#8220;</li><li id="footnote_2_268" class="footnote">Die Ergebnisse können im Einzelnen auf der oben verlinkten Website nachgelesen werden.</li><li id="footnote_3_268" class="footnote">Stichworte: Monopol der Saatgutproduzenten, wirtschaftliche Abhängigkeit der Kleinbauern etc.</li><li id="footnote_4_268" class="footnote">Es kommt insofern nicht von ungefähr, daß viele Industrievertreter kurz vor Veröffentlichung des Berichts den IAASTD verlassen haben. Nachdem sich abzeichnete, daß die Saatgutgersteller und das Potential der Biotechnik sehr kritisch beurteilt werden würden, &#8222;schmollten&#8220; viele Vertreter der Industrieseite.</li><li id="footnote_5_268" class="footnote">So etwa <a href="http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=32146" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> in der Agenturaufbereitung des Ärzteblatts.</li><li id="footnote_6_268" class="footnote">Leider finden sich auf der Emnid-Website keine näheren Infos.</li><li id="footnote_7_268" class="footnote">Es geht jetzt gar nicht darum, daß die Skepsis der Konsumenten in Bezug auf gentechnologisch veränderte Nahrungsmittel möglicherweise unangemessen hoch ist, es geht ausschließlich um die suggestive, die jüngsten Expertenberichte ignorierende Art der Frage.</li><li id="footnote_8_268" class="footnote">Diesen Link verdanke ich Stefan Jacobasch, vgl. seinen Blogartikel</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/emnid-vanity-fair-und-die-biotechnologie-ueber-amoklaeufer-in-der-debatte-um-die-globale-nahrungsmittelkrise-werkstattnotiz-lxxx/">Emnid, &#8222;Vanity Fair&#8220; und die Biotechnologie » Über Amokläufer in der Debatte um die globale Nahrungsmittelkrise | Werkstattnotiz LXXX</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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		<title>Tofu macht dumm ::: Schattenseiten der Hochschulreformen &#124; Werkstatt-Ticker 44</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/tofu-macht-dumm-schattenseiten-der-hochschulreformen-werkstatt-ticker-44/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Jul 2008 12:07:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschulpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Risiken]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>» Der Soja-Mythos Die Müsli- und Tofufraktion rechtfertigt den Kauf beim Biohändler ja gerne durch die gesundheitlich positiven Effekte der alternativen Lebensmittel. Die Enttäuschung ist dann immer groß, wenn bei unabhängigen Tests bisweilen herauskommt, daß Ökoprodukte den konventionell hergestellten Erzeugnissen nicht immer überlegen sind. Ähnliche Irritationen dürfte eine neue Studie hervorrufen, die am Soja-Mythos rüttelt. ... <a title="Tofu macht dumm ::: Schattenseiten der Hochschulreformen &#124; Werkstatt-Ticker 44" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/tofu-macht-dumm-schattenseiten-der-hochschulreformen-werkstatt-ticker-44/" aria-label="Mehr Informationen über Tofu macht dumm ::: Schattenseiten der Hochschulreformen &#124; Werkstatt-Ticker 44">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/tofu-macht-dumm-schattenseiten-der-hochschulreformen-werkstatt-ticker-44/">Tofu macht dumm ::: Schattenseiten der Hochschulreformen | Werkstatt-Ticker 44</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/category/werkstatt-ticker/"><img decoding="async" class="alignright size-full wp-image-234" style="border: 1px solid #DCDCDC; margin: 6px; float: right;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/uploads/2008/04/ticker_02a.jpg" alt="Ticker.jpg" width="180" height="121" /></a><span style="color: #808080; font-size: xx-large;"><span class="ticker_titel"><strong>»</strong> </span><span style="font-size: large;"><span class="ticker_titel">Der Soja-Mythos</span><br />
</span></span></h2>
<p>Die Müsli- und Tofufraktion rechtfertigt den Kauf beim Biohändler ja gerne durch die gesundheitlich positiven Effekte der alternativen Lebensmittel. Die Enttäuschung ist dann immer groß, wenn bei unabhängigen Tests bisweilen herauskommt, daß Ökoprodukte den konventionell hergestellten Erzeugnissen nicht immer überlegen sind.</p>
<p>Ähnliche Irritationen dürfte eine neue Studie hervorrufen, die am Soja-Mythos rüttelt. Denn Sojaprodukte genießen besonders innerhalb der vegetarischen Szene immer noch den Ruf eines Wundermittels: vor allem die <span id="contentmain" class="storycontent">Phytoöstrogene<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/tofu-macht-dumm-schattenseiten-der-hochschulreformen-werkstatt-ticker-44/#footnote_0_335" id="identifier_0_335" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Allen voran die Isoflavone Genistein und Daidzein.">1</a> sollen vor koronaren Erkankungen schützen, das Krebsrisiko und den Cholesterinspiegel senken und noch weitere günstige Effekte haben.</span></p>
<h4><span class="pullquote_left">Exzessiver Sojakonsum mindert die Gedächtnisleistungen im Alter.</span></h4>
<p>So unbestritten sind die positiven Wirkungen aber keineswegs. Von Sojamilch für Kleinkinder wird beispielsweise inzwischen von Fachleuten abgeraten. Und auch Erwachsene sollten &#8211; wenn man die jüngsten Studienergebnisse ernstnimmt &#8211; ihren Soja- bzw. Tofukonsum etwas einschränken.</p>
<p>Eine Studie, an der über 700 Indonesier teilnahmen, erbrachte deutliche Hinweise darauf, daß exzessiver Sojakonsum die Gedächtnisleistungen im Alter beeinträchtigt.</p>
<p>Im Abstract ist u.a. zu lesen:</p>
<blockquote><p>High tofu consumption was associated with worse memory&#8230;</p></blockquote>
<p>Sicher kein Grund zur Beunruhigung für alle Freunde vegetarischer Kost, die gelegentlich ein Tofuschnitzel in der Pfanne brutzeln. Aber Hinweis darauf, daß eine abwechslungsreiche Ernährung immer noch besser ist, als einseitige Kost &#8211; auch wenn Soja oder Tofu (noch?) ein gutes Image haben.</p>
<div class="links_ticker">Link:</p>
<ul>
<li>Hogervorst E, Sadjimim T, Yesufu A, Kreager P, Rahardjo TB: <a href="http://content.karger.com/ProdukteDB/produkte.asp?Aktion=ShowAbstract&amp;ArtikelNr=141484&amp;Ausgabe=239033&amp;ProduktNr=224226" target="_blank" rel="noopener noreferrer">High Tofu Intake Is Associated with Worse Memory in Elderly Indonesian Men and Women</a>. Dement Geriatr Cogn Disord 2008;26:50-57 (DOI: 10.1159/000141484)</li>
<li>Zinkant, Kathrin: <a href="http://blog.zeit.de/diagnose-mensch/2008/07/05/blod-mit-tofu_87" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blöd mit Tofu</a>,  Diagnose Mensch, 5.7.2008</li>
</ul>
</div>
<h2><span style="color: #808080; font-size: xx-large;"><span class="ticker_titel"><strong>»</strong> </span><span style="font-size: large;"><span class="ticker_titel">Der Bologna-Mythos</span><br />
</span></span></h2>
<p>Jetzt könnte ich ja die Analogie weiterspinnen und fortfahren: &#8222;Soja macht dumm&#8230; &#8211; Bologna auch&#8220;, aber im Gegensatz zur eiweißreichen Bohne aus Fernost, hat die Internationalisierung und Ökonomisierung der Hochschullandschaft schon längst ihren Glanz verloren.</p>
<p>Soll heißen: Der Umbau der Hochschulen in Exzellenzproduktionswerkstätten und die Output-Orientierung des Bildungssystems hat schon seit längerem mit heftiger, meist berechtigter Kritik zu kämpfen. Die GEW hat jüngst ihre (natürlich dezidiert kritischen) Positionen zu diesem Umstrukturierungsprozeß zusammengestellt.</p>
<blockquote><p>Wie andere Bildungsbereiche sind auch die Hochschulen einem massiven Privatisierungsdruck ausgesetzt. Dabei geht es keineswegs nur um die Versuche zur Gründung neuer Privathochschulen, die teilweise kläglich scheitern. Viel ernster zu nehmen ist die Umstrukturierung der staatlichen Hochschulen selbst, die Schritt für Schritt dem Leitbild „unternehmerische Hochschule“ angepasst werden.</p></blockquote>
<p>Wer sich über den Bologna-Prozeß, Studiengebühren und andere Aspekte des gegenwärtigen Wandels im Hochschulbereich informieren will, wird im GEW-Papier fündig.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/tofu-macht-dumm-schattenseiten-der-hochschulreformen-werkstatt-ticker-44/#footnote_1_335" id="identifier_1_335" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Den Hinweis darauf lese ich im Konzeptblog von Joachim Wedekind.">2</a></p>
<div class="links_ticker">Link:</p>
<ul>
<li>Schöne neue Hochschulwelt, GEW, April 2008 [<a href="http://www.gew.de/Binaries/Binary34669/080415_GEW-Priva-6-final.pdf">PDF</a>]</li>
</ul>
</div>
<div class="invisible">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Tofu">Tofu</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Soja">Soja</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Risiken">Risiken</a></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_335" class="footnote">Allen voran die Isoflavone Genistein und Daidzein.</li><li id="footnote_1_335" class="footnote">Den Hinweis darauf lese ich im <a href="http://konzeptblog.joachim-wedekind.de/?p=183" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Konzeptblog von Joachim Wedekind</a>.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/tofu-macht-dumm-schattenseiten-der-hochschulreformen-werkstatt-ticker-44/">Tofu macht dumm ::: Schattenseiten der Hochschulreformen | Werkstatt-Ticker 44</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Öko-Lifestyle-Blogs ::: 7 Thesen zur Online-Kollaboration &#124; Werkstatt-Ticker 20</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/oeko-lifestyle-blogs-7-thesen-zur-online-kollaboration-werkstatt-ticker-20/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 May 2008 16:30:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ökologie]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Social Web]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.wissenswerkstatt.net/?p=287</guid>

					<description><![CDATA[<p>» Doku-Blogs des ökologischen Lebenswandels Liegt es daran, daß nun im Frühjahr wieder die Stunde der Kleingärtner und Balkonblumenfreunde schlägt? Oder ist es ein Zufall, daß man derzeit gleich in zwei Blogs nachlesen und beobachten kann, wie sich ein konsequent ökologisch bzw. biologisch ausgerichtetes Leben &#8222;anfühlt&#8220;? Bei Reto Stauss bin ich jedenfalls auf zwei Blogs ... <a title="Öko-Lifestyle-Blogs ::: 7 Thesen zur Online-Kollaboration &#124; Werkstatt-Ticker 20" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/oeko-lifestyle-blogs-7-thesen-zur-online-kollaboration-werkstatt-ticker-20/" aria-label="Mehr Informationen über Öko-Lifestyle-Blogs ::: 7 Thesen zur Online-Kollaboration &#124; Werkstatt-Ticker 20">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/oeko-lifestyle-blogs-7-thesen-zur-online-kollaboration-werkstatt-ticker-20/">Öko-Lifestyle-Blogs ::: 7 Thesen zur Online-Kollaboration | Werkstatt-Ticker 20</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/category/werkstatt-ticker/"><img decoding="async" class="alignright size-full wp-image-234" style="border: 1px solid #DCDCDC; margin: 6px; float: right;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/uploads/2008/04/ticker_02a.jpg" alt="Ticker.jpg" width="180" height="121" /></a><span style="color: #808080; font-size: xx-large;"><strong>»</strong> <span style="font-size: large;">Doku-Blogs des ökologischen Lebenswandels </span></span></h4>
<p>Liegt es daran, daß nun im Frühjahr wieder die Stunde der Kleingärtner und Balkonblumenfreunde schlägt? Oder ist es ein Zufall, daß man derzeit gleich in zwei Blogs nachlesen und beobachten kann, wie sich ein konsequent ökologisch bzw. biologisch ausgerichtetes Leben &#8222;anfühlt&#8220;?</p>
<p>Bei <a href="http://nachhaltigbeobachtet.ch/blog/archive/2008/05/08/versuche-am-lebenden-oeko.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Reto Stauss </a>bin ich jedenfalls auf zwei Blogs aufmerksam geworden, die einen Monat lang dokumentieren, wie sich Blogger im Öko-Lifestyle üben. Der Wiener Journalist Michal Huber hat es sich zum Ziel gesetzt, sich nur noch mit Lebensmitteln aus seiner Region zu ernähren. <a href="http://www.biorama.at/?p=70" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Er schreibt</a>:</p>
<blockquote><p>&#8222;Ich werde mich ein Monat lang so regional wie möglich ernähren und hier beschreiben, wie’s mir dabei geht. Ich will NICHT aussteigen, NICHT zum kompletten Selbstversorger werden, sondern bei meiner regionalen Ernährung weiterhin normaler Großstadtbewohner bleiben. Wie gut das funktioniert, wie viel Zeit, Geld und Energie es kostet, wird hier zu lesen sein. Ich beginne damit, meinen Speiseplan zu durchstöbern und &#8211; in Anlehnung an die “100 Mile Diet” der Kanadier Alisa Smith und J.B. McKinnon &#8211; möglichst nur Produkte zu verwenden, die nicht mehr als 150-160km Transportweg hinter sich haben.&#8220;</p></blockquote>
<p>Und er geht dabei der Frage nach, ob lokal bzw. regional produzierte Lebensmittel vielleicht dem Bio-Etikett vorzuziehen sind. Spannend!</p>
<p>Den Fokus auf Bio-Lebensmittel richtet Manuel Rosenboom in seinem Blog &#8222;1 Monat Bio&#8220;. Wie der Titel schon andeutet, hat sich Manuel vorgenommen einen Monat lang ausschließlich Bio-Produkte zu verzehren. Dabei testet er u.a. neue Produkte &#8211; etwa den <a href="http://www.vitalgenuss.com/bio-monat/trinken/biodrink-aldi-test.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bio-Drink von Aldi</a>:</p>
<blockquote><p>&#8222;Natürlich haben wir nach ein paar Tagen die Brause getestet. Wenn man die Flasche öffnet, strömt ein recht künstlich erscheinender Geruch nach säuerlich gärigen Johannisbeeren entgegen &#8211; das ist wohl die Milchsäure, die so komisch riecht. Der erste Schluck macht es dann klar &#8211; so lecker wie eine Bionade ist der “Biodrink” natürlich nicht, finden wir. Die Kohlensäure ist recht intensiv, dann schmeckt man tatsächlich ein wenig Holunder hervor und “im Abgang” kommt ein leicht zitroniger Geschmack &#8211; auch wenn angeblich keine Zitrone drin sein soll.&#8220;</p></blockquote>
<div class="links_kurz">Links:</p>
<ul>
<li>Biorama: <a href="http://www.biorama.at/index.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ist lokal das bessere Bio?</a></li>
<li><a href="http://www.vitalgenuss.com/bio-monat/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">1 Monat Bio</a></li>
</ul>
</div>
<h4><span style="color: #808080; font-size: xx-large;"><strong>»</strong> <span style="font-size: large;">Thesen zur Online-Kollaboration </span></span></h4>
<p>Die Tatsache, daß im Internet zahlreiche Tools verfügbar sind, die zur gemeinschaftlichen (Wissens-)Arbeit eingesetzt werden können, ist unstreitig. Allerdings müssen Wikis, Social Networks und alle anderen Online-Instrumente auch gepflegt und mit Leben gefüllt werden. Um erfolgreiche Projekte durchzuführen, um die verstreuten Akteure zu vernetzen und bei der Stange zu halten, reicht es eben nicht aus eine Wiki zu installieren &#8211; von allein passiert auch in der schönen neuen Online-Welt nichts.</p>
<p>Jean-Pol Martin hat vor wenigen Tagen bei den Blogpiloten einige Thesen formuliert, die einige bedenkenswerte Aspekte hervorheben, die m. E. beachtenswert sind. Er schreibt u.a.:</p>
<blockquote><p>&#8222;1. Mach dich transparent: liefere in deinem Profil möglichst viele, für den Benutzer spannende Informationen über dich. Je mehr Informationen du über dich gibst, desto größer die Chance, dass jemand einen Ansatzpunkt zur Zusammenarbeit entdeckt.</p>
<p>6. Stelle deine Partner auf eine Bühne und vernetze sie: Wenn du mit Leuten langfristig zusammenarbeiten willst, solltest du sie miteinander verbinden. Zeige, was sie können, führe ihnen Aufmerksamkeitsströme zu, indem du sie in Sammelmails erwähnst und auf ihre Arbeit hinweist.&#8220;</p></blockquote>
<p>Ich stimme mit Jean-Pol Martin in eigentlich allen Punkten überein. Wenn man wirklich die &#8222;Weisheit der Vielen&#8220; anzapfen will oder zumindest Gemeinschaftsprojekte anstoßen will, so braucht es bestimmte Anfangsinvestitionen und die grundsätzliche Bereitschaft das eigene Wissen zu teilen. Und die Teilnehmer müssen spüren, daß ihr Engagement wichtig ist. Alles recht banale Einsichten, aber sie werden häufig vergessen.</p>
<div class="links_kurz">Lesenswert:</p>
<ul>
<li>Jean-Pol Martin: <a href="http://www.blogpiloten.de/2008/05/08/netzsensibilitat-wie-man-mitstreiter-findet-und-bindet-7-tipps/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Netzsensibilität: Wie man Mitstreiter findet und bindet! 7 Tipps!</a>, Blogpiloten, 8.5.2008</li>
</ul>
</div>
<div class="invisible">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Ökologie">Ökologie</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Kollaboration">Kollaboration</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Lohas">Lohas</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/oeko-lifestyle-blogs-7-thesen-zur-online-kollaboration-werkstatt-ticker-20/">Öko-Lifestyle-Blogs ::: 7 Thesen zur Online-Kollaboration | Werkstatt-Ticker 20</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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		<title>Sorgenkind I: Food-Safety ::: Sorgenkind II: Ärzte-Fortbildungen ::: Sorgenkind III: Ende für Trasylol &#124; Werkstatt-Ticker 27</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/sorgenkind-i-food-safety-sorgenkind-ii-aerzte-fortbildungen-sorgenkind-iii-ende-fuer-trasylol-werkstatt-ticker-27/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 May 2008 11:12:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Kontingenz]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittel]]></category>
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		<category><![CDATA[Nebenwirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[Pharmaindustrie]]></category>
		<category><![CDATA[Risiken]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>» Lebensmittelüberwachung auf dem Weg ins 21. Jahrhundert Wenn hierzulande mal wieder in irgendeiner Lagerhalle einige Tonnen sog. &#8222;Gammelfleisch&#8220; aufgestöbert werden, dann sind das zumeist Zufallsfunde. Denn &#8211; entgegen allen Beteuerungen die Lebensmittelsicherheit habe allerhöchste Priorität &#8211; sind die Institutionen zur Lebensmittelüberwachung schon allein personell hoffnungslos unterfinanziert. Egal ob es um die Anzahl der Veterinäre, ... <a title="Sorgenkind I: Food-Safety ::: Sorgenkind II: Ärzte-Fortbildungen ::: Sorgenkind III: Ende für Trasylol &#124; Werkstatt-Ticker 27" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/sorgenkind-i-food-safety-sorgenkind-ii-aerzte-fortbildungen-sorgenkind-iii-ende-fuer-trasylol-werkstatt-ticker-27/" aria-label="Mehr Informationen über Sorgenkind I: Food-Safety ::: Sorgenkind II: Ärzte-Fortbildungen ::: Sorgenkind III: Ende für Trasylol &#124; Werkstatt-Ticker 27">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/category/werkstatt-ticker/"><img decoding="async" class="alignright size-full wp-image-234" style="border: 1px solid #DCDCDC; margin: 6px; float: right;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/uploads/2008/04/ticker_02a.jpg" alt="Ticker.jpg" width="180" height="121" /></a><em></em></p>
<h4><span><span style="color: #808080; font-size: xx-large;"><strong>»</strong> <span style="font-size: large;">Lebensmittelüberwachung auf dem Weg ins 21. Jahrhundert<br />
</span></span></span></h4>
<p>Wenn hierzulande mal wieder in irgendeiner Lagerhalle einige Tonnen sog. &#8222;Gammelfleisch&#8220; aufgestöbert werden, dann sind das zumeist Zufallsfunde. Denn &#8211; entgegen allen Beteuerungen die Lebensmittelsicherheit habe allerhöchste Priorität &#8211; sind die Institutionen zur Lebensmittelüberwachung schon allein personell hoffnungslos unterfinanziert. Egal ob es um die Anzahl der Veterinäre, der Lebensmittelchemiker oder um die Ressourcen zur Durchführung von Proben geht: es stehen viel zu wenig Mittel zur Verfügung, um den schwarzen Schafen der Lebensmittelbranche auf die Schliche zu kommen.</p>
<p>Gleichzeitig gibt es natürlich auch Lebensmittelrisken und Verunreinigungen, die nicht auf kriminelle Energie zurückzuführen sind. Wie man nun lesen kann, ist es aber auch in den USA kaum anders. Ein informativer Bericht zur &#8222;Food Safety&#8220; fordert, endlich den Konsumentenschutz ernstzunehmen:</p>
<blockquote><p>&#8222;Our goal should be reducing the number of Americans who get sick from foodborne illness. But we can&#8217;t adequately protect people from contaminated foods if we continue to use 100 year-old practices.&#8220;</p></blockquote>
<div class="links_ticker">
<ul>
<li>Trust for America&#8217;s Health: <a href="http://healthyamericans.org/reports/foodsafety08/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fixing Food Safety</a></li>
</ul>
</div>
<h4><span><span style="color: #808080; font-size: xx-large;"><strong>»</strong> <span style="font-size: large;">Selbstlosigkeit der Pharmaindustrie?</span></span></span></h4>
<p>Neben Kritik an der fortschreitenden Rationierung im Gesundheitssystem (Stichwort: <a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zwei-Klassen-Medizin" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zwei-Klassen-Medizin</a>) waren die letzten Tage vom Deutschen Ärztetag in Ulm wiederholt Klagen über die miserable Entlohnung der ärztlichen Leistungen zu hören. Ich bin der Meinung, daß hier auf sehr hohem Niveau gejammert wird und frage mich, weshalb andere Themen beim Ärztetag offensichtlich keine Rolle spielen. Denn wie wäre es mit der Frage nach der höchst fragwürdigen Rolle der Pharmaindustrie bei den ärztlichen Fortbildungen?</p>
<p>Für Workshops, Kongresse und immer mehr Online-Fortbildungen gibt die Pharmaindustrie jährlich 2 Mrd. Euro aus! Wohlgemerkt beharren die Pharmafirmen darauf, daß diese Angebote ausschließlich medizinisch motiviert seien und die Ärzte mit den neuesten Therapien und Methoden vertraut machen sollen &#8211; Produktbotschaften, gar noch für die eigenen Medikamente, liegt den Firmen natürlich fern.</p>
<p>Zur traurigen Realität und Intransparenz des ärztlichen Fortbildungswesen, war hier etwas zu lesen:</p>
<div class="links_ticker">
<ul>
<li>Kreiss, Stefanie und Schmincke, Polly: <a href="http://www.ftd.de/unternehmen/gesundheitswirtschaft/:Gesundheitswirtschaft%20Manipulierter%20%C4rzte%20Lehrplan/353078.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Manipulierter Ärzte-Lehrplan</a>, FTD, 13.5.2008</li>
</ul>
</div>
<p><span><span><span style="color: #808080; font-size: xx-large;"><strong>»</strong><span style="font-size: large;"> </span></span></span></span><strong><span><span><span style="color: #808080; font-size: xx-large;"><span style="font-size: large;">Trasylol: Ende eines Hoffnungsträgers</span></span></span></span></strong></p>
<p>Das Bayer-Präparat &#8222;Trasylol&#8220; stand schon seit einigen Monaten in den Schlagzeilen. Nun hat Bayer angekündigt, die Trasylol-Vorräte von Kliniken und Apotheken zurückzunehmen, was nach der vorläufigen Marktrücknahme nun wohl das endgültige Ende des Medikaments bedeutet.</p>
<p>Der Hintergrund: Trasylol mit dem Wirkstoff Aprotinin ist ein Antifibrinolytikum. Dient also als Blutungsstiller und wird demzufolge zur Vermeidung von schweren Blutungen bei Operationen eingesetzt. Nun war bei einer großen Vergleichsstudie (BART)<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/sorgenkind-i-food-safety-sorgenkind-ii-aerzte-fortbildungen-sorgenkind-iii-ende-fuer-trasylol-werkstatt-ticker-27/#footnote_0_300" id="identifier_0_300" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="An der Studie &bdquo;Blood Conservation using Antifibrinolytics in a Randomized Trial&ldquo; waren mehr als 100 kanadische Herzchirugen beteiligt. Es wurden ingesamt 3 Blutungsstiller (Antifibrinolytika) in einer randomisierten Vergleichsstudie getestet.">1</a> entdeckt worden, daß &#8222;Trasylol&#8220; zwar genau seinen Zweck erfüllt &#8211; es senkt die Wahrscheinlichkeit von Blutungskomplikationen bei Herz-OPs am effektivsten. Aber: die Mortalitätsrate der Patienten steigt ebenfalls überdurchschnittlich.</p>
<p>Das interessante: der angestrebte Haupteffekt wird durch Trasylol erreicht, allerdings führt ein Nebeneffekt, der lange Zeit unbeachtet blieb zur Marktrücknahme. Und niemand weiß warum. Oder wie das Ärzteblatt notiert:</p>
<blockquote><p>&#8222;Eine Erklärung für dieses Paradox (höhere Sterblichkeit trotz weniger Blutungskomplikationen) fällt den Forschern noch immer schwer.&#8220;</p></blockquote>
<div class="links_ticker">Link:</p>
<ul>
<li>Ärzteblatt: <a href="http://www.aerzteblatt-studieren.de/doc.asp?docid=107989" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BART-Studie publiziert: Endgültiges Ende von Trasylol,</a> 15.5.2008</li>
</ul>
</div>
<div class="invisible">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Medizin">Medizin</a></p>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Pharmalobby">Pharmalobby</a></p>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Nebenwirkungen">Nebenwirkungen</a></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_300" class="footnote">An der Studie &#8222;Blood Conservation using Antifibrinolytics in a Randomized Trial&#8220; waren mehr als 100 kanadische Herzchirugen beteiligt. Es wurden ingesamt 3 Blutungsstiller (Antifibrinolytika) in einer randomisierten Vergleichsstudie getestet.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/sorgenkind-i-food-safety-sorgenkind-ii-aerzte-fortbildungen-sorgenkind-iii-ende-fuer-trasylol-werkstatt-ticker-27/">Sorgenkind I: Food-Safety ::: Sorgenkind II: Ärzte-Fortbildungen ::: Sorgenkind III: Ende für Trasylol | Werkstatt-Ticker 27</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Welternährungsgipfel: Der Gipfel kreiste&#8230; ::: US-Marsmission: Kommunikationspannen &#124; Werkstatt-Ticker 33</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/welternaehrungsgipfel-der-gipfel-kreiste-us-marsmission-kommunikationspannen-werkstatt-ticker-33/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Jun 2008 12:47:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Naturwissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Raumfahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Wissen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>» Mutlose FAO-Gipfelkonferenz Inzwischen ist in Rom der Welternährungsgipfel zu Ende gegangen. Drei Tage lang wurde darüber debattiert, welche Strategien im Kampf gegen den weltweiten Hunger am vielversprechendsten sind. Zur Erinnerung: die Preisexplosion einiger Grundnahrungsmittel hatte in den letzten Monaten teilweise zu gewalttätigen Protesten in Entwicklungs- und Schwellenländern geführt. Über die Gründe (gestiegene Nachfrage, Mißernten, ... <a title="Welternährungsgipfel: Der Gipfel kreiste&#8230; ::: US-Marsmission: Kommunikationspannen &#124; Werkstatt-Ticker 33" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/welternaehrungsgipfel-der-gipfel-kreiste-us-marsmission-kommunikationspannen-werkstatt-ticker-33/" aria-label="Mehr Informationen über Welternährungsgipfel: Der Gipfel kreiste&#8230; ::: US-Marsmission: Kommunikationspannen &#124; Werkstatt-Ticker 33">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h4><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/category/werkstatt-ticker/"><img decoding="async" class="alignright size-full wp-image-234" style="border: 1px solid #DCDCDC; margin: 6px; float: right;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/uploads/2008/04/ticker_02a.jpg" alt="Ticker.jpg" width="180" height="121" /></a><span style="color: #808080; font-size: xx-large;"><strong>»</strong> <span style="font-size: large;">Mutlose FAO-Gipfelkonferenz<br />
</span></span></h4>
<p>Inzwischen ist in Rom der Welternährungsgipfel zu Ende gegangen. Drei Tage lang wurde darüber debattiert, welche Strategien im Kampf gegen den weltweiten Hunger am vielversprechendsten sind. Zur Erinnerung: die Preisexplosion einiger Grundnahrungsmittel hatte in den letzten Monaten teilweise zu gewalttätigen Protesten in Entwicklungs- und Schwellenländern geführt.</p>
<p>Über die Gründe (gestiegene Nachfrage, Mißernten, Protektionismus etc.) wurde genauso gestritten, wie über mögliche Lösungswege. Immerhin wurde am Mittwoch ein Soforthilfepaket in Höhe von 1.2 Milliarden Dollar geschnürt, das den von der aktuellen Krise am stärksten betroffenen Menschen<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/welternaehrungsgipfel-der-gipfel-kreiste-us-marsmission-kommunikationspannen-werkstatt-ticker-33/#footnote_0_310" id="identifier_0_310" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Dazu werden rund 75 Millionen in ca. 60 Staaten gez&auml;hlt.">1</a> helfen soll.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/welternaehrungsgipfel-der-gipfel-kreiste-us-marsmission-kommunikationspannen-werkstatt-ticker-33/#footnote_1_310" id="identifier_1_310" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wobei diese 1.2 Milliarden im Verh&auml;ltnis zu den 1200 Millarden Dollar, die j&auml;hrlich f&uuml;r R&uuml;stungsausgaben anfallen, fast wie ein Witz anmuten.">2</a></p>
<p>Nun ist die FAO-Konferenz zu Ende. Doch zu mehr als dem Entschluß die Handelsbarrieren abzubauen und die Rolle der steigenden Biosprit-Nachfrage näher zu untersuchen, konnte man sich nicht durchringen. Naja, 6.5 Milliarden Dollar wollen die 193 FAO-Mitgliedsstaaten dann auch investieren immerhin.</p>
<p>Ich habe drüben im Neurons-Blog etwas ausführlicher dazu geschrieben. Und u.a. ein 5-Punkte-Maßnahmen-Paket skizziert. Ich erlaube mir, die 5 Punkte hier nochmals anzufügen:</p>
<blockquote>
<ol>
<li>Beendigung des klassischen Agrarprotektionismus der Industrieländer. Der Irrwitz, daß die Industrienationen jährlich 370 Milliarden Dollar aufwenden, um ihre Landwirtschaft vor Agrarexporten aus den Entwicklungs- und Schwellenländern zu schützen, muß aufhören.</li>
<li>Intensivierung der (wissenschaftlichen) Anstrengungen, um ertragreicheres Saatgut zu entwickeln. Zugleich muß das (lukrative) Saatgutgeschäft entzerrt werden &#8211; es hilft nichts, wenn man Forschung und Vermarktung des Saatguts ausschließlich in den Händen von Monsanto und Co. belässt. Daß die Biotechnologie &#8211; jedenfalls in ihrer heutigen (ökonomischen) Spielart &#8211; weniger ein Teil der Lösung, sondern Teil des Problems ist, habe ich bereits <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/24/emnid-vanity-fair-und-die-biotechnologie-ueber-amoklaeufer-in-der-debatte-um-die-globale-nahrungsmittelkrise-werkstattnotiz-lxxx/">hier ausgeführt.</a></li>
<li>Stärkung der lokalen, kleinteiligen Landwirtschaft, wie im <a href="http://www.greenfacts.org/en/agriculture-iaastd/index.htm">IASSTD-Bericht </a>gefordert. Kleinbauern und regionale Vertriebswege müssen gestärkt werden.</li>
<li>Entwicklung geeigneter Konzepte, um zu verhindern, daß Lebensmittel und Rohstoffe auf den internationalen Märkten als Spekulationsobjekte strategisch eingesetzt werden. Nahrungsmittelpreise dürfen nicht in dem Maß wie derzeit ein Spielball von ökonomischen (Teil-)Interessen sein.</li>
<li>Sicherstellung, daß Hilfsgelder nicht in dunkle Kanäle versickern. Nicht bei der FAO, nicht in den Empfängerländern.</li>
</ol>
</blockquote>
<div class="links_ticker">Links:</p>
<ul>
<li>Scheloske, Marc: <a href="http://www.scienceblogs.de/neurons/2008/06/welternahrungsgipfel-patentrezept-gegen-den-hunger-gesucht.php">Welternährungsgipfel: Patentrezept gegen den Hunger gesucht</a>, Neurons, 04.06.2008</li>
<li>Wissenswerkstatt: <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/24/emnid-vanity-fair-und-die-biotechnologie-ueber-amoklaeufer-in-der-debatte-um-die-globale-nahrungsmittelkrise-werkstattnotiz-lxxx/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Emnid, “Vanity Fair” und die Biotechnologie » Über Amokläufer in der Debatte um die globale Nahrungsmittelkrise</a> | Werkstattnotiz LXXX, 24.4.2008</li>
</ul>
</div>
<h4><span style="color: #808080; font-size: xx-large;"><strong>»</strong> <span style="font-size: large;">Wenn es mit der Kommunikation hapert&#8230;<br />
</span></span></h4>
<p>Und noch ein Verweis auf einen eigenen kleinen Artikel, den ich an anderer Stelle geschrieben habe. Gegenstand dort: die aktuelle Marsmission der NASA, die ja die Raumsonde &#8222;Phoenix&#8220; vorletzten Montag erfolgreich auf den Mars bugsiert hat.</p>
<p>Und Phoenix hat sich offenbar an einem tollen Plätzchen der Nordpolregion positioniert. Und erfreulich ist auch, daß Phoenix selbst<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/welternaehrungsgipfel-der-gipfel-kreiste-us-marsmission-kommunikationspannen-werkstatt-ticker-33/#footnote_2_310" id="identifier_2_310" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Das ist keineswegs eine Selbstverst&auml;ndlichkeit &ndash; allein bei der Landung (sehr problematisch!) &ndash; sind Vorg&auml;nger Marssonden schon erheblich besch&auml;digt worden.">3</a> offenbar zu 100% funktionstüchtig ist. Ziel der Unternehmung ist es ja, Bodenproben zu entnehmen und zu analysieren. Man hofft auf Spuren von Wasser oder anderes organisches Material, das auf (früheres) Leben schließen ließe.</p>
<p>Dumm ist nur, daß derzeit kleine Kommunikationspannen verhindern, daß Phoenix richtig mit seinen kleinen Grabungen beginnt: die Raumsonde &#8222;Odysee&#8220;, die um den Mars kreist und die Kommandos der Bodenkontrolle übermitteln sollte, hatte sich einfach so in einen &#8222;safe mode&#8220; geschaltet. Keine Lust? Oder läuft das Ding mit Windows 95?</p>
<p>Egal: erste Photos lassen die Forscher jubeln. Denn an einer Stelle direkt neben Phoenix glitzert eine weiße Stelle im Marssand. Ist das Eis oder Salz? Oder was ganz anderes?</p>
<p>Ein paar Infos mehr dazu in meinem kleinen Artikel oder auch meist bei Florian von <a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Astrodicticum Simplex</a>.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/welternaehrungsgipfel-der-gipfel-kreiste-us-marsmission-kommunikationspannen-werkstatt-ticker-33/#footnote_3_310" id="identifier_3_310" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Der hat neulich etwa beschrieben, weswegen der &bdquo;Marstag&ldquo; als &bdquo;Sol&ldquo; bezeichnet wird und 24 Stunden, 39 Minuten und ein paar Sekunden dauert.">4</a></p>
<div class="links_ticker">Link:</p>
<ul>
<li>Scheloske, Marc: <a href="http://www.scienceblogs.de/neurons/2008/06/phoenixmission-kommunikationsprobleme-und-erste-erkundungen.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Phoenix-Mission: Kommunikationsprobleme und erste Erkundungen</a>, in: Neurons, 5.6.2008</li>
</ul>
</div>
<div class="invisible">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Marsmission">Marsmission</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Welternaehrungsgipfel">Welternährungsgipfel</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/NASA">NASA</a></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_310" class="footnote">Dazu werden rund 75 Millionen in ca. 60 Staaten gezählt.</li><li id="footnote_1_310" class="footnote">Wobei diese 1.2 Milliarden im Verhältnis zu den 1200 Millarden Dollar, die jährlich für Rüstungsausgaben anfallen, fast wie ein Witz anmuten.</li><li id="footnote_2_310" class="footnote">Das ist keineswegs eine Selbstverständlichkeit &#8211; allein bei der Landung (sehr problematisch!) &#8211; sind Vorgänger Marssonden schon erheblich beschädigt worden.</li><li id="footnote_3_310" class="footnote">Der hat <a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2008/06/was-ist-ein-sol.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">neulich etwa beschrieben</a>, weswegen der &#8222;Marstag&#8220; als &#8222;Sol&#8220; bezeichnet wird und 24 Stunden, 39 Minuten und ein paar Sekunden dauert.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/welternaehrungsgipfel-der-gipfel-kreiste-us-marsmission-kommunikationspannen-werkstatt-ticker-33/">Welternährungsgipfel: Der Gipfel kreiste&#8230; ::: US-Marsmission: Kommunikationspannen | Werkstatt-Ticker 33</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Zu viel Acetaldehyd im Mineralwasser ::: Fragen an eine bloggende Soziologin &#124; Werkstatt-Ticker 50</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/zu-viel-acetaldehyd-im-mineralwasser-fragen-an-eine-bloggende-soziologin-werkstatt-ticker-50/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Jul 2008 13:29:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftskommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftsblogs]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.wissenswerkstatt.net/?p=361</guid>

					<description><![CDATA[<p>» Lieber aus dem Glas&#8230; Die Deutschen sind seit Jahren an der Weltspitze, wenn es um den Mineralwasser-Konsum geht. Da werden kistenweise edle Wasserflaschen herangeschleppt und manchmal frage ich mich, ob nicht der Flüssigkeitsverlust beim Kistenschleppen nicht fast ebenso hoch ist, wie die Menge, die man gerade transportiert. Egal: der Trend geht seit längerem zu ... <a title="Zu viel Acetaldehyd im Mineralwasser ::: Fragen an eine bloggende Soziologin &#124; Werkstatt-Ticker 50" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/zu-viel-acetaldehyd-im-mineralwasser-fragen-an-eine-bloggende-soziologin-werkstatt-ticker-50/" aria-label="Mehr Informationen über Zu viel Acetaldehyd im Mineralwasser ::: Fragen an eine bloggende Soziologin &#124; Werkstatt-Ticker 50">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/zu-viel-acetaldehyd-im-mineralwasser-fragen-an-eine-bloggende-soziologin-werkstatt-ticker-50/">Zu viel Acetaldehyd im Mineralwasser ::: Fragen an eine bloggende Soziologin | Werkstatt-Ticker 50</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/category/werkstatt-ticker/"><img decoding="async" class="alignright size-full wp-image-234" style="border: 1px solid #DCDCDC; margin: 6px; float: right;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/uploads/2008/04/ticker_02a.jpg" alt="Ticker.jpg" width="180" height="121" /></a><span style="font-size: xx-large; color: #808080;"><span class="ticker_titel"><strong>»</strong> </span><span style="font-size: large;"><span class="ticker_titel">Lieber aus dem Glas&#8230;</span><br />
</span></span></h2>
<p>Die Deutschen sind seit Jahren an der Weltspitze, wenn es um den Mineralwasser-Konsum geht. Da werden kistenweise edle Wasserflaschen herangeschleppt und manchmal frage ich mich, ob nicht der Flüssigkeitsverlust beim Kistenschleppen nicht fast ebenso hoch ist, wie die Menge, die man gerade transportiert.</p>
<p>Egal: der Trend geht seit längerem zu stillen, weniger kohlensäurehaltigen Mineralwassern. 30 Sorten hat nun die Stiftung Warentest einer eingehenden Prüfung unterzogen. Der Befund ist (für mich) überraschend: jeder dritte Prüfkandidat enthielt nicht geringe Menge Acetaldehyd.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/zu-viel-acetaldehyd-im-mineralwasser-fragen-an-eine-bloggende-soziologin-werkstatt-ticker-50/#footnote_0_361" id="identifier_0_361" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Acetaldehyd entsteht als Zwischenprodukt &uuml;brigens auch beim Abbauproze&szlig; des Ethanols im menschlichen K&ouml;rper. In geringen Mengen ist es unbedenklich &ndash; allerdings in h&ouml;heren Konzentrationen lebersch&auml;dlich. Und es ist u.a. f&uuml;r den &bdquo;Kater&ldquo; nach &uuml;berm&auml;&szlig;igem Alkoholkonsum verantwortlich.">1</a> Vor allem in Flaschen von Discountern fanden die Tester Konzentrationen von mehr als 10 Mikrogramm/Liter. Die Tester <a href="http://www.test.de/themen/essen-trinken/test/-Natuerliche-Mineralwaesser/1694839/1694839/1695640/?mc=topten.themen.alle" target="_blank" rel="noopener noreferrer">schreiben</a>:</p>
<blockquote><p>Der Stoff entsteht bei der Produktion von PET-Flaschen und kann nach der Befüllung ins Wasser übergehen. Gefährlich für die Gesundheit sind die gefundenen Mengen nicht.</p></blockquote>
<p>Gut, eine Gesundheitsbedenklichkeit besteht nicht. Aber wenn man es vermeiden kann, muß man diese Produkte ja nicht kaufen. Es schmeckt angeblich leicht fruchtig &#8211; mehr nicht. Bei den meisten teureren Marken hat man das Problem mit Acetaldehyd nicht &#8211; die Mehrweg-PET-Flaschen sind nämlich mit einem <span class="Text">Blocker versehen, der Acetaldehyd bindet und in eine unkritischere Substanz umwandelt. Ich frage mich allerdings, ob das sinnvoll ist.</span></p>
<h4><span class="pullquote">Unerwünschtes Acetaldehyd im Mineralwasser. Die PET-Flaschen sind der Übeltäter.</span></h4>
<p>Wieso nutzt man nicht &#8211; in Regionen in denen die Trinkwasserqualität hoch ist<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/zu-viel-acetaldehyd-im-mineralwasser-fragen-an-eine-bloggende-soziologin-werkstatt-ticker-50/#footnote_1_361" id="identifier_1_361" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ich habe das Gl&uuml;ck, da&szlig; in M&uuml;nchen das Leitungswasser eine anerkannt hohe Qualit&auml;t hat.">2</a> &#8211; das Wasser aus der Leitung? Mit dem Mineralstoffgehalt können die meisten der gekauften Wässerchen nämlich auch nicht punkten, der Gehalt von Kalium, Kalzium oder Magnesium ist in den meisten sehr gering.</p>
<p><strong>Über den Unsinn sauerstoffangereichten Trinkwassers</strong></p>
<p>Und in einem bereits länger zurückliegenden Test wurden übrigens auch solche Produkte getestet, die mit einer Zusatzportion Sauerstoff angereichert sind. Daß diese Anreicherung keine plausiblen, positiven Effekte haben kann, wurde übrigens neulich bei <a href="http://www.scienceblogs.de/plazeboalarm/2008/07/sauerstoffbauerchen.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Plazeboalarm</a> nochmals klargemacht.</p>
<p>Weshalb ich das noch erwähne: eines der trendgemäßen Sauerstoff-Mineralwasser hatte mit 142 Mikrogramm einen wirklich Spitzenwert des unerwünschten Zusatzstoffes &#8211; dann wirklich lieber die Variante aus der Leitung.</p>
<div class="links_ticker">Weiterlesen:</p>
<ul>
<li>Stiftung Warentest: <a href="http://www.test.de/themen/essen-trinken/test/-Natuerliche-Mineralwaesser/1694839/1694839/1695640/?mc=topten.themen.alle" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Natürliche Mineralwässer: Schlechte Noten für Discounter</a>, 24.7.2008</li>
<li>Stiftung Warentest: <a href="http://www.test.de/themen/essen-trinken/test/-Sauerstoffangereicherte-Waesser/1097408/1097408/1099801/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sauerstoffangereicherte Wässer &#8211; Luftnummern</a>, 24.4.2003</li>
<li>Plazeboalarm: <a href="http://www.scienceblogs.de/plazeboalarm/2008/07/sauerstoffbauerchen.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sauerstoff zum Trinken</a>, 21.7.2008</li>
</ul>
</div>
<h2><span style="font-size: xx-large; color: #808080;"><span class="ticker_titel"><strong>»</strong> </span><span style="font-size: large;"><span class="ticker_titel">17 Fragen an&#8230;Tina Guenther</span><br />
</span></span></h2>
<p>Bereits vergangene Woche hat sich netterweise Tina Guenther vom <a href="http://sozlog.wordpress.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">sozlog</a> zu mir ins Wissenschafts-Café gesetzt. Und sie hat mir geduldig alle meine Fragen beantwortet und dabei viele, viele spannende Statements formuliert.</p>
<p>Deshalb lade ich alle Freunde wissenschaftlicher Blogs und insgesamt alle Wissenschafts-Freaks nochmals herzlich dazu ein, das kleine Interview zu lesen. Es lohnt sich!</p>
<p>Denn egal, ob sich Tina gegen die Marktlogik wehrt, die mehr und mehr auch im Wissenschaftssystem um sich greift:</p>
<blockquote><p>&#8222;Doch werden marktliche Mechanismen als Steuerungsinstrument in der Wissenschaft eingesetzt, um Anreize für wünschenswertes Verhalten der Akteure im Sinne der Organisation zu setzen, wirken sie sich für akademische Forschung und Lehre störend aus und gefährden sogar die professionelle Autonomie, denn der Auftrag der Wissenschaft ist nun mal Forschung (nicht Profit) und die Wissenschaft beansprucht Freiheit der Forschung.&#8220;</p></blockquote>
<p>&#8230;oder wenn sie definiert, was sie unter Web2.0 versteht:</p>
<blockquote><p>&#8222;Ein soziales Universum, in dem (potenziell) jeder auf Sendung ist, wann, wo und zu was auch immer.&#8220;</p></blockquote>
<p>Ihre Ausführungen sind unbedingt lesens- und überlegenswert. Von meiner Seite aus nochmal herzlichen Dank an Tina und an dieser Stelle die kurze Info, daß die Interviewreihe im Wissenschafts-Café in eine kurze Sommerpause geht. In 2-3 Wochen geht es mit neuem Schwung und spannenden Gästen weiter!</p>
<div class="links_ticker"><strong>Links:</strong></p>
<ul>
<li>Wissenschafts-Café: <a href="http://www.wissenschafts-cafe.net/blogportal/2008/07/17-fragen-an-tina-guenther-von-sozlog/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">17 Fragen an&#8230; Tina Guenther von &#8222;sozlog&#8220;</a>, 23.7.2008</li>
</ul>
</div>
<div class="invisible">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Acetaldehyd">Acetaldehyd</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Mineralwasser">Mineralwasser</a></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_361" class="footnote">Acetaldehyd entsteht als Zwischenprodukt übrigens auch beim Abbauprozeß des Ethanols im menschlichen Körper. In geringen Mengen ist es unbedenklich &#8211; allerdings in höheren Konzentrationen leberschädlich. Und es ist u.a. für den &#8222;Kater&#8220; nach übermäßigem Alkoholkonsum verantwortlich.</li><li id="footnote_1_361" class="footnote">Ich habe das Glück, daß in München das Leitungswasser eine anerkannt hohe Qualität hat.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/zu-viel-acetaldehyd-im-mineralwasser-fragen-an-eine-bloggende-soziologin-werkstatt-ticker-50/">Zu viel Acetaldehyd im Mineralwasser ::: Fragen an eine bloggende Soziologin | Werkstatt-Ticker 50</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Lotterie im Bio-Laden: Weshalb Bio-Produkte ein Ärgernis sind</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2010/07/lotterie-im-bio-laden-weshalb-bio-produkte-ein-aergernis-sind/</link>
					<comments>https://www.wissenswerkstatt.net/2010/07/lotterie-im-bio-laden-weshalb-bio-produkte-ein-aergernis-sind/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marc Scheloske]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Jul 2010 17:30:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ich-Maschine]]></category>
		<category><![CDATA[Ökologie]]></category>
		<category><![CDATA[Bioprodukte]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.wissenswerkstatt.net/?p=1372</guid>

					<description><![CDATA[<p>Am Ende ist es dann doch wieder eine Glaubensfrage. Oder eine des Geschmacks. Und der Weltanschauung. An der Frage, ob Bio-Lebensmittel automatisch gesünder sind, scheiden sich jedenfalls die Geister. Sicher ist, daß diese Frage so pauschal wohl ohnehin nicht zu beantworten ist. Und sicher ist auch, daß Bio-Produkte ein Problem haben. Denn in Tests fallen ... <a title="Lotterie im Bio-Laden: Weshalb Bio-Produkte ein Ärgernis sind" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2010/07/lotterie-im-bio-laden-weshalb-bio-produkte-ein-aergernis-sind/" aria-label="Mehr Informationen über Lotterie im Bio-Laden: Weshalb Bio-Produkte ein Ärgernis sind">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2010/07/lotterie-im-bio-laden-weshalb-bio-produkte-ein-aergernis-sind/">Lotterie im Bio-Laden: Weshalb Bio-Produkte ein Ärgernis sind</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2010/07/Gemuese_200.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignright size-full wp-image-1374" style="margin: 8px;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2010/07/Gemuese_200.jpg" alt="Junges Gemüse" width="200" height="280" /></a><strong>Am Ende ist es dann doch wieder eine Glaubensfrage. Oder eine des Geschmacks. Und der Weltanschauung. An der Frage, ob Bio-Lebensmittel automatisch gesünder sind, scheiden sich jedenfalls die Geister. Sicher ist, daß diese Frage so pauschal wohl ohnehin nicht zu beantworten ist. Und sicher ist auch, daß Bio-Produkte ein Problem haben. Denn in Tests fallen Bioprodukte regelmäßig durch. Nicht alle, aber immer wieder landen die teuren Produkte aus dem Bioladen weit hinter vielen konventionell erzeugten Lebensmitteln. Für den mündigen Verbraucher ist das wenig zufriedenstellend. Denn er kann sich kaum sicher sein, ob die Dinge in seinem Einkaufskorb wirklich die (hohen) Anforderungen erfüllen.</strong></p>
<p>Ich gestehe: ich kaufe sehr selten im Bioladen ein (dabei ist so ein Laden mit dem netten Namen &#8222;Schmatz&#8220; gleich bei mir um die Ecke). Und die Tatsache, daß ich dort nur sehr selten einkaufe, liegt nicht an den Broschüren der Heilpraktiker, Geistheiler und Schamanen, die dort ausliegen (manchmal amüsieren die mich, manchmal ärgere ich mich darüber). Der Grund ist ein anderer: ich weiß nicht, ob die Bioprodukte wirklich ihr Geld wert sind. Oder anders formuliert: mir ist zu unsicher, was ich da tatsächlich kaufe.</p>
<h4><span class="pullquote_left">Ich weiß nicht, ob die Bioprodukte wirklich ihr Geld wert sind. </span></h4>
<p>Dabei sind mir mir die allermeisten Grundsätze einer nachhaltig-ökologisch orientierten Landwirtschaft und Lebensmittelerzeugung sehr sympathisch.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2010/07/lotterie-im-bio-laden-weshalb-bio-produkte-ein-aergernis-sind/#footnote_0_1372" id="identifier_0_1372" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Lassen wir mal au&szlig;en vor, da&szlig; ich manche der Vorschriften von Bioverb&auml;nden f&uuml;r &uuml;berfl&uuml;ssigen Nonsense und Voodoo-Landwirtschaft halte.">1</a> Ich halte weder Massentierhaltung für sinnvoll, noch exzessive Landwirtschaft, die auf riesige Monokulturen und den hemmungslosen Einsatz von Düngern setzt. Weniger wäre da in meinen Augen manchmal mehr. Und wieso ein Liter Milch im Supermarkt für 50 Cent zu haben sein muß, verstehe ich auch nicht. Ich würde (und könnte) gerne mehr bezahlen.</p>
<p><strong>Ernüchternde Tests: Mangelhafte Qualität (mancher) Bioprodukte</strong></p>
<p>Insofern gehöre ich wohl eindeutig zu dem Klientel, das typischerweise in Reformhäusern und Bioläden einkauft. Doch genau das mache ich nicht. Schuld daran ist (auch) die Stiftung Warentest. Denn in unzähligen Tests der letzten Jahre landeten die teuren Produkte aus dem Bioladen auf den hinteren Rängen.</p>
<h4><span class="pullquote">Man kann fast darauf wetten: es gibt immer ein Bioprodukt, das bei Tests mit Pauken und Trompeten durchfällt.</span></h4>
<p>Man kann schon fast darauf wetten, wenn wieder mal Olivenöle, Brotaufstriche oder Kaffeebohnen getestet werden: unter den 20 Produkten werden sicher ein oder zwei Bioprodukte mit Bravour abschneiden, aber mindestens ein Öko-Erzeugnis wird garantiert ein mangelhaftes Ergebnis bekommen. Und das Problem und irgendwie auch das Dilemma für die ganze Bio-Lebensmittel-Palette: erst die Tests trennen die biologisch-zertifizierte Spreu vom Weizen.</p>
<p>Beispiele gefällig? Im letzten <a href="http://www.testberichte.de/a/oel/magazin/test-stiftung-warentest-4-2010/204157.html">Test der Olivenöle (April 2010)</a> wurde ein Bio-Öl als Testsieger ausgezeichnet. Doch auf dem letzten Rang landet auch ein Olivenöl aus dem Bioladen &#8211; das &#8222;Baktat Olivenöl nativ extra&#8220; bekommt die wenig schmeichelhafte Note 5,2. Das ist &#8222;mangelhaft&#8220; und irgendwie typisch. Man zeige mir mal einen Speise-Öl-Test, in dem nicht ein teures Bioprodukt mindestens total ranzig oder mit Schimmelpilzgiften belastet war.</p>
<h4><span class="pullquote_left">Das teilweise miserable Abschneiden von Bioprodukten bei Tests ist ernüchternd. Und es verunsichert.</span></h4>
<p>Das selbe Bild bei Rapsölen. Der Test <a href="http://www.testberichte.de/a/oel/magazin/test-stiftung-warentest-11-2009/182008.html">vom November 2009</a> zeigt: vorne irgendwo die günstigen Öle von Aldi, Lidl &amp; Co. und hinten mit &#8222;mangelhaft&#8220; die tollen Öle von Rapunzel, Alnatura etc.</p>
<p>Auch beim Test von Basmati-Reis (<a href="http://www.test.de/themen/essen-trinken/test/Basmati-Reis-Jeder-zweite-mangelhaft-4118269-4119106/">ganz aktuell von gestern</a>) das bekannte Bild: von insgesamt sechs Bio-Produkten war nur eines (von Alnatura) pestizidfrei. Bei drei Bio-Reissorten fanden die Tester deutliche Rückstände. Ein Produkt fiel komplett durch:</p>
<blockquote><p>&#8222;Bio-Vollkornreis Green waren so stark mit dem krebserregenden Schimmelpilzgift Aflatoxin B1 belastet, dass sie nicht hätten verkauft werden dürfen.&#8220; (Zusammenfassung auf der Warentest-Website)</p></blockquote>
<p>Das ist &#8211; für mich als Verbraucher &#8211; abschreckend. Denn wieso soll ich (wie oben schon angeführt) im Bioladen einkaufen, wenn ich dort dann Lotterie spielen darf? Es ist in vielen Fällen (jedenfalls ist das meine Beobachtung) meist eine Chance von 50:50, ob man nun ein tolles Bioprodukt kauft oder einen Artikel, der besser auf dem direkten Weg auf dem Komposthaufen entsorgt werden sollte.</p>
<p>Ich selbst kenne ehrlicherweise auch keine wirklich befriedigende Lösung. Aber wenn ich konventionelle Lebensmittel im Supermarkt kaufe, dann habe ich wenigstens das Gefühl, daß ich mit geringerer Wahrscheinlichkeit total verranzte oder mit Schimmelpilzen belastete Produkte kaufe. Sicher kann ich mir da natürlich auch nicht sein, wer führt schon immer ein mobiles Analytiklabor mit sich, um die relevanten Werte vor Ort zu erheben. ;-)</p>
<p><strong>Bio-Mythos: Bio-Lebensmittel sind nicht gesünder</strong></p>
<p>Letztlich bleibt es eben doch eine Vertrauens- und Geschmackssache. Und das Argument, daß Bioprodukte per se gesünder und &#8222;wertvoller&#8220; seien, zieht nicht. Natürlich ziehe ich einen Apfel von der Streuobstwiese einem Plantagenapfel vom Großbauern vor, aber auch hier zeigen Studien: ökologisch erzeugte Lebensmittel sind nicht von Natur aus besser, als die konventionell erzeugten Waren. Das hat zuletzt auch eine groß angelegte britische Analyse ergeben:</p>
<blockquote><p>An independent review commissioned by the Food Standards Agency (FSA) shows that there are no important differences in the nutrition content, or any additional health benefits, of organic food when compared with conventionally produced food.</p></blockquote>
<p>Die Vorteile einer Öko-Landwirtschaft liegen meiner Meinung nach also weniger im direkten (gesundheitlichen) Vorteil für den Konsumenten. Ich wünschte mir aus anderen Gründen (Gewässerschutz, Biodiversität etc.) eine andere, kleinteiligere und ökologisch orientierte Landwirtschaft. Und im Zweifel sogar weniger strikte Vorgaben der einschlägigen Verbände, was bspw. Konservierungsmittel u.ä. angeht. Denn was hilft mir der Verzicht auf Pestizide, wenn später in der Verarbeitung geschlampert wird oder andere Umstände dazu führen, daß ich ein ranziges und sonstwie ungenießbares Lebensmittel auf dem Tisch habe.</p>
<p>&#8212;<br />
<em>Link: </em></p>
<ul>
<li>Food Standards Agency: <a href="http://www.food.gov.uk/news/newsarchive/2009/jul/organic">Organic review published,</a> Juli 2009.</li>
</ul>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1372" class="footnote">Lassen wir mal außen vor, daß ich manche der Vorschriften von Bioverbänden für überflüssigen Nonsense und Voodoo-Landwirtschaft halte.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2010/07/lotterie-im-bio-laden-weshalb-bio-produkte-ein-aergernis-sind/">Lotterie im Bio-Laden: Weshalb Bio-Produkte ein Ärgernis sind</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>&#8222;Darum nie genug konkrete Utopie!&#8220; » Das Portal &#8222;Utopia&#8220; verspricht die Symbiose von Nachhaltigkeit &#038; Konsumentenautonomie &#124; Werkstattnotiz XXXIII</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/darum-nie-genug-konkrete-utopie-das-portal-utopia-verspricht-die-symbiose-von-nachhaltigkeit-konsumentenautonomie-werkstattnotiz-xxxiii/</link>
					<comments>https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/darum-nie-genug-konkrete-utopie-das-portal-utopia-verspricht-die-symbiose-von-nachhaltigkeit-konsumentenautonomie-werkstattnotiz-xxxiii/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Nov 2007 14:04:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Ökologie]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/13/darum-nie-genug-konkrete-utopie-das-portal-utopia-verspricht-die-symbiose-von-nachhaltigkeit-konsumentenautonomie-werkstattnotiz-xxxiii/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Diskussionen finden häufig ein unerfreuliches Ende, wenn plötzlich der Utopie-Vorwurf im Raum steht. Sobald die eine Partei der anderen vorwirft, sie argumentiere nicht mehr sachlich, habe längst den Realitätsbezug verloren, dann folgt meist noch ein abschätziges und jede weitere Diskussion beendendes: &#34;Ach, Du redest doch von einer Utopie!&#34;&#160; Konkrete Utopien sind real, aber noch nicht ... <a title="&#8222;Darum nie genug konkrete Utopie!&#8220; » Das Portal &#8222;Utopia&#8220; verspricht die Symbiose von Nachhaltigkeit &#038; Konsumentenautonomie &#124; Werkstattnotiz XXXIII" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/darum-nie-genug-konkrete-utopie-das-portal-utopia-verspricht-die-symbiose-von-nachhaltigkeit-konsumentenautonomie-werkstattnotiz-xxxiii/" aria-label="Mehr Informationen über &#8222;Darum nie genug konkrete Utopie!&#8220; » Das Portal &#8222;Utopia&#8220; verspricht die Symbiose von Nachhaltigkeit &#038; Konsumentenautonomie &#124; Werkstattnotiz XXXIII">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/darum-nie-genug-konkrete-utopie-das-portal-utopia-verspricht-die-symbiose-von-nachhaltigkeit-konsumentenautonomie-werkstattnotiz-xxxiii/">&#8222;Darum nie genug konkrete Utopie!&#8220; » Das Portal &#8222;Utopia&#8220; verspricht die Symbiose von Nachhaltigkeit &#038; Konsumentenautonomie | Werkstattnotiz XXXIII</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diskussionen finden häufig ein unerfreuliches Ende, wenn plötzlich der Utopie-Vorwurf im Raum steht. Sobald die eine Partei der anderen vorwirft, sie argumentiere nicht mehr sachlich, habe längst den Realitätsbezug verloren, dann folgt meist noch ein abschätziges und jede weitere Diskussion beendendes: &quot;Ach, Du redest doch von einer Utopie!&quot;&nbsp; </strong></p>
<h4 class="pullquote_left">Konkrete Utopien sind real, aber noch nicht verwirklicht. Es sind denkbare Zukünfte, deren Möglichkeitsbedingungen bereits vorliegen. <br /></h4>
<p>Der Gegenseite eine utopisches Position vorzuwerfen, ist eines der perfidesten Totschlagargumente. Denn wer will schon ernsthaft als Träumer und Architekt von Wolkenkuckucksheimen abgestempelt werden? Vor einigen Jahren habe ich in solchen Situationen bisweilen mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Bloch" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ernst Bloch</a> gekontert. Denn Bloch hatte die konventionelle Perspektive, die in Utopien bloß wünschbare Zukunftsentwürfe und somit Utopie im Grunde lediglich als traumhaft-irreales (und damit müßiges) Konzept verstand, in einem wichtigen Punkt ergänzt und korrigiert: Bloch verweist mit seinem Begriff der &quot;konkreten Utopie&quot; nämlich darauf, daß bestimmte Zukunftsentwürfe zwar noch nicht verwirklicht, aber dennoch denkbar sind. Und genau diese Konzepte, deren (Verwirklichungs-)Bedingungen vorhanden sind und bei denen lediglich die Realisierung noch aussteht, bezeichnet Bloch als &quot;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Konkrete_Utopie" target="_blank" rel="noopener noreferrer">konkrete Utopie</a>&quot;. </p>
<p>Und in diesem Sinne ist der Begriff &quot;Utopie&quot; eben nicht negativ, sondern ausdrücklich positiv konnotiert; und folglich fordert Ernst Bloch: &quot;Darum nie genug konkrete Utopie!&quot;<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/darum-nie-genug-konkrete-utopie-das-portal-utopia-verspricht-die-symbiose-von-nachhaltigkeit-konsumentenautonomie-werkstattnotiz-xxxiii/#footnote_0_130" id="identifier_0_130" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="in: &quot;Abschied von der Utopie&quot;, in: Abschied von der Utopie? Vortr&auml;ge, herausgegeben von Hanna Gekle, Frankfurt am Main 1980, S. 82.">1</a></p>
<p><strong>Das Web-Portal &quot;Utopia&quot; richtet sich an selbstbewußte Konsumenten</strong></p>
<p>Ein spannendes und uneingeschränkt begrüßenswertes Web-Portal ist nun vergangene Woche unter genau diesem Etikett an den Start gegangen: <a href="http://www.utopia.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Utopia</strong></a>, so nennt sich selbstbewußt dieses superprofessionell gestaltete Informations-Konsumentenportal, das mündige, ökologisch bewußte Bürger/innen mit allerlei Informationen ausstatten will. Erreicht werden soll dies durch die Integration von Web2.0-Features innerhalb einer klassischen Info-Website. Redaktionell bereitgestellte Inhalte sollen also durch zusätzliche Informationen ergänzt werden, die durch die Website-User (&quot;die Utopisten&quot;) geliefert werden. Die Idee ist nicht neu, aber vielversprechend und für das Segment des nachhaltigen Lebensstils noch nirgendwo umgesetzt.</p>
<p>In der Selbstbeschreibung liest sich das Konzept so:</p>
<blockquote>
<p>Utopia ist das Internetportal für strategischen Konsum und nachhaltigen Lebensstil. Inhaltsgetrieben, informativ, praktisch, realitätsnah und serviceorientiert.</p>
</blockquote>
<p>Und das faszinierende Moment der Website, die als Anlaufselle für eine wachsende Community dienen soll, liegt definitiv an den Optionen, die die Mitglieder selbst generieren und mit den anderen teilen: </p>
<blockquote>
<p>&quot;Jeder ist herzlich eingeladen, mitzumachen. Registrierte Utopisten erfahren hier, welche Produkte und Dienstleistungen man heute mit gutem Gefühl kaufen kann. Schnell, einfach und lebensnah finden Sie Tipps und Ideen, Rat und Tat, Fakten und Empfehlungen für ein neues, bewussteres Leben.&quot;</p>
<p>&quot;Utopisten bewerten Produkte, Marken und Unternehmen, tauschen ihre Erfahrungen aus, posten Beiträge und kommentieren. Die Utopia-Redaktion versorgt Sie mit den neuesten Infos, den wichtigsten Hintergründen und den heißesten nachhaltigen Produktentwicklungen. Zu den Mitgliedern der Community gehören auch ausgewiesene Experten aus allen Bereichen der Nachhaltigkeit, die Ihr Fachwissen beisteuern.&quot;</p>
</blockquote>
<p><strong>Jeder Kaufakt ist (auch) politisch: werden Sie zum strategischen Konsumenten!</strong></p>
<p>Da mich die Idee und die Umsetzung überzeugt, will ich auch gar nicht mehr viele Anmerkungen hinzufügen, sondern vielleicht noch erwähnen, daß einer der kooperierenden Partner das Freiburger Öko-Institut ist, das ich als wissenschaftlichen Think-Tank sehr schätze. Schön, daß hier etwas entsteht, das endlich die Entscheidungsfreiheit von nachhaltigkeitsbewußten Konsumenten Ernst nimmt und diese unterstützt. </p>
<blockquote>
<p>&quot;Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Worüber wollen Sie mehr erfahren? Wo sind Sie bereits Experte? Was wirkt, was schmeckt, was nervt? Nehmen Sie sich ein bisschen Zeit für Utopia. Es lohnt sich. Schließlich geht es um nicht weniger als um das Ganze.&quot;</p>
<p>&quot;Ein Ziel von Utopia ist es, dazu beitragen, dass Millionen von Verbrauchern ihr Konsumverhalten ändern. Dass sie bewusster entscheiden und so mit jedem Kauf umweltfreundliche Unternehmen und faire Arbeitsbedingungen in aller Welt unterstützen.&quot;</p>
</blockquote>
<p>Ich glaube, Ernst Bloch wäre durchaus positiv von diesem Modell angetan gewesen. In diesem Sinne: &quot;<em>Nie genug konkrete Utopie!</em>&quot; &#8211; liebe Werkstattbesucher, klicken sie rüber und begutachten das Angebot. Es war noch nie so leicht, <em>Utopist</em> zu werden&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p>Hier geht&#8217;s zur Website:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.utopia.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.utopia.de</a></li>
</ul>
<p><em>Aufmerksam geworden bin ich auf Utopia bei Reto:</em></p>
<ul>
<li>Stauss, Reto: <a href="http://nachhaltigbeobachtet.ch/blog/archive/2007/11/13/oeko-geht-web-2-0.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Öko goes Web 2.0</a>, nachhaltigBeobachtet, 13.11.2007</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_130" class="footnote">in: &quot;Abschied von der Utopie&quot;, in: Abschied von der Utopie? Vorträge, herausgegeben von Hanna Gekle, Frankfurt am Main 1980, S. 82.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/darum-nie-genug-konkrete-utopie-das-portal-utopia-verspricht-die-symbiose-von-nachhaltigkeit-konsumentenautonomie-werkstattnotiz-xxxiii/">&#8222;Darum nie genug konkrete Utopie!&#8220; » Das Portal &#8222;Utopia&#8220; verspricht die Symbiose von Nachhaltigkeit &#038; Konsumentenautonomie | Werkstattnotiz XXXIII</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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		<title>Einfach clever suchen » Die Suchmaschine &#8222;Clewwa&#8220; bietet Verbrauchern mehr Orientierung im Internetdschungel &#124; kurz&#038;knapp 21</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/einfach-clever-suchen-die-suchmaschine-clewwa-bietet-verbrauchern-mehr-orientierung-im-internetdschungel-kurzknapp-21/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Mar 2008 08:07:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Risikogesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissensgesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Pestizide im Trinkwasser, Antibiotika im Kalbfleisch oder bestrahltes Gemüse aus dem Supermarkt. Die warnenden Schlagzeilen über tatsächliche oder vermeintliche Gesundheitsrisiken erreichen uns etwa im Wochentakt. Aber wo lohnt es sich, den eigenen Speiseplan umzustellen und in welchen Fällen werden lediglich hypothetische Risiken aufgebauscht? Das Internet ist ein hervorragendes Instrument, um weiterführende Informationen zu vielen Fragen ... <a title="Einfach clever suchen » Die Suchmaschine &#8222;Clewwa&#8220; bietet Verbrauchern mehr Orientierung im Internetdschungel &#124; kurz&#038;knapp 21" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/einfach-clever-suchen-die-suchmaschine-clewwa-bietet-verbrauchern-mehr-orientierung-im-internetdschungel-kurzknapp-21/" aria-label="Mehr Informationen über Einfach clever suchen » Die Suchmaschine &#8222;Clewwa&#8220; bietet Verbrauchern mehr Orientierung im Internetdschungel &#124; kurz&#038;knapp 21">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Pestizide im Trinkwasser, Antibiotika im Kalbfleisch oder bestrahltes Gemüse aus dem Supermarkt. Die warnenden Schlagzeilen über tatsächliche oder vermeintliche Gesundheitsrisiken erreichen uns etwa im Wochentakt. Aber wo lohnt es sich, den eigenen Speiseplan umzustellen und in welchen Fällen werden lediglich hypothetische Risiken aufgebauscht? Das Internet ist ein hervorragendes Instrument, um weiterführende Informationen zu vielen Fragen im Bereich Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz zu erhalten. Aber leider ist es häufig schwer, wirklich seriöse Informationsquellen zu finden &#8211; die neue Suchmaschine &quot;<a target="_blank" href="http://www.clewwa.de/">Clewwa</a>&quot; soll hier für Abhilfe sorgen.<br /></strong><br />Man kennt diese Situation: man schlägt morgens die Zeitung auf und schon springen einem die Skandalmeldungen förmlich entgegen.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/einfach-clever-suchen-die-suchmaschine-clewwa-bietet-verbrauchern-mehr-orientierung-im-internetdschungel-kurzknapp-21/#footnote_0_209" id="identifier_0_209" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Im Grunde mu&szlig; man sich fast wundern, da&szlig; man immer aufs Neue davon lesen kann &ndash; denn eigentlich m&uuml;&szlig;ten wir alle l&auml;ngst tot sein, oder?">1</a> Sobald die BSE-Angst abgeebbt ist, dürfen wir uns vor Gammelfleisch ekeln und auch die Veganer können sich einigermaßen sicher sein, daß ihr Tofuschnitzel mindestens in einer genveränderten Variante auf dem Teller liegt. </p>
<p>Aber wovor sollen wir uns eigentlich wirklich fürchten? Welche Informationen sind relevant, welche nur ein Medienstrohfeuer? Ist es unverantwortlich, wenn wir als Eltern unser Kind weiterhin mit Nahrungsmitteln aus dem Supermarkt füttern oder stehen wir in der Pflicht, es zu 100% mit Bioware zu versorgen? </p>
<h4 class="pullquote_left"> Es gibt tausend Fragen zur Lebensmittelsicherheit &#8211; und noch viel mehr Antworten. Zeit für einer Suchmaschine, die Verbrauchern mehr Orientierung liefert.<br /></h4>
<p>Es gibt tausend offene Fragen und noch viel mehr Antworten &#8211; im Internet ist alles zu finden: Panikmache und Beruhigungspillen. Vor allem Nutzer, die weniger Erfahrung in der Internetrecherche haben, geben häufig konsterniert auf: wenn einem bei der Google-Suche auf den ersten Plätzen fragwürdige Infos entgegenflattern, dann verwirrt die Netzrecherche mehr, als sie an Aufklärung bietet. </p>
<p>Wo sind die fundierten, verständlich aufbereiteten Infos? Genau hier soll &quot;Clewwa&quot; für Übersicht und Verläßlichkeit sorgen. Entwickelt wurde diese neue &quot;Suchmaschine für Verbraucher&quot; vom &quot;Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL)&quot; und ist seit vergangenem Freitag<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/einfach-clever-suchen-die-suchmaschine-clewwa-bietet-verbrauchern-mehr-orientierung-im-internetdschungel-kurzknapp-21/#footnote_1_209" id="identifier_1_209" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Anla&szlig; war der Weltverbrauchertag am 14.3.2008">2</a> online. </p>
<p>Was macht Clewwa besonders?&nbsp;</p>
<blockquote><p>Clewwa sucht die von Ihnen gewünschten Informationen innerhalb eines vorgegebenen Katalogs von Internetseiten. Dieser Katalog umfasst Seiten ausgewählter Behörden, Umwelt- und Verbraucherverbände, Universitäten und Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Wirtschaftsverbände sowie Zeitungen, Zeitschriften, Radio- und Fernsehsender und verbraucherrelevanter Onlineportale. <em>[Quelle: <a target="_blank" href="http://www.clewwa.de/wie_sucht_clewwa.html">Selbstauskunft</a>]</em></p></blockquote>
<p>Das heißt also, daß hier bereits von Fachleuten eine gewisse Vorprüfung stattgefunden hat &#8211; zumindest die Quellen haben sich in der Vergangenheit als einigermaßen seriös qualifiziert. Und der Vorteil für die Konsumenten liegt auf der Hand:</p>
<blockquote><p>Durch die Auswahl von Internetseiten fallen hunderte und tausende irrelevante Suchergebnisse weg, die dem Nutzer bei den üblichen Suchmaschinen oft das Leben schwer machen.</p>
<p>Darüber hinaus kann man bei Clewwa vor einer Suche den Bereich bestimmen, aus dem die Ergebnisse angezeigt werden sollen. Die Suche kann also beispielsweise auf Internetseiten von Behörden und Wissenschaft oder Medien und Verbraucher- und Umweltverbänden beschränkt werden.&nbsp;</p></blockquote>
<h4 class="pullquote"> &quot;Clewwa&quot; kann auch alten Internetprofis nutzen: man kann die Suche bspw. auf Universitäten und/oder Ministerien und Behörden begrenzen&#8230; <br /></h4>
<p>Und dieser letzte Punkt ist auch für versierte Internetnutzer und Journalisten interessant. Denn eine Suche z.B. nur auf Universitäten oder Behörden/Ministerien einzugrenzen, kann einem die Arbeit deutlich erleichtern. Denn wer will sich schon erst durch dutzende obskure Blogartikel durchwühlen, bis er den Link zu einer fundierten Studie vorliegen hat? ;-)</p>
<p>Ich sehe im Angebot tatsächlich einen handfesten Mehrwert, ich selbst habe die Arbeit des BVL<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/einfach-clever-suchen-die-suchmaschine-clewwa-bietet-verbrauchern-mehr-orientierung-im-internetdschungel-kurzknapp-21/#footnote_2_209" id="identifier_2_209" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Als ich im Rahmen einer Studie f&uuml;r die EU einige Male dort zu Gast war.">3</a> als sehr gewissenhaft und kompetent erlebt und ein kurzer Test wirft auch anständige Treffer aus. Wer in der Weihnachtszeit bzgl. der Cumarin-Warnungen in Zimtprodukten verunsichert war, bekommt nun bei &quot;Clewwa&quot; sehr gute Infos geliefert &#8211; etwa <a href="http://www.waswiressen.de/verbraucher/zimt.php" target="_blank">diese Seite</a> des BMELV.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/einfach-clever-suchen-die-suchmaschine-clewwa-bietet-verbrauchern-mehr-orientierung-im-internetdschungel-kurzknapp-21/#footnote_3_209" id="identifier_3_209" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Hinter diesem K&uuml;rzel steckt das &quot;Bundesministerium f&uuml;r Ern&auml;hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.&quot;">4</a> Da hätte ich mir <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/07/das-verflixte-cumarin-vorsichtige-entwarnung-fuer-zimtsterne-achtung-bei-muesli-werkstattnotiz-xxiii/" target="_blank">meinen Artikel</a> dazu ja fast sparen können. ;-)</p>
<p>Also, &quot;Clewwa&quot; scheint wirklich sinnvoll zu sein.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/einfach-clever-suchen-die-suchmaschine-clewwa-bietet-verbrauchern-mehr-orientierung-im-internetdschungel-kurzknapp-21/#footnote_4_209" id="identifier_4_209" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Und dar&uuml;ber, ob das onomapoetische Wortspiel gelungen ist, zerbreche ich mir erst gar nicht den Kopf. ;-) ">5</a> Ich wünsche dem Suchportal jedenfalls viele neugierige Benutzer &#8211; ein Klick lohnt sich:</p>
<p>&nbsp;</p>
<div align="center"><a target="_blank" href="http://www.clewwa.de/"><img loading="lazy" decoding="async" width="540" height="160" align="middle" alt="clewwa_01.gif" src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2008/03/clewwa_01.gif" /></a></div>
<p>&nbsp;</p>
<p></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_209" class="footnote">Im Grunde muß man sich fast wundern, daß man immer aufs Neue davon lesen kann &#8211; denn eigentlich müßten wir alle längst tot sein, oder?</li><li id="footnote_1_209" class="footnote">Anlaß war der Weltverbrauchertag am 14.3.2008</li><li id="footnote_2_209" class="footnote">Als ich im Rahmen einer Studie für die EU einige Male dort zu Gast war.</li><li id="footnote_3_209" class="footnote">Hinter diesem Kürzel steckt das &quot;Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.&quot;</li><li id="footnote_4_209" class="footnote">Und darüber, ob das onomapoetische Wortspiel gelungen ist, zerbreche ich mir erst gar nicht den Kopf. ;-) </li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/einfach-clever-suchen-die-suchmaschine-clewwa-bietet-verbrauchern-mehr-orientierung-im-internetdschungel-kurzknapp-21/">Einfach clever suchen » Die Suchmaschine &#8222;Clewwa&#8220; bietet Verbrauchern mehr Orientierung im Internetdschungel | kurz&#038;knapp 21</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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