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	<title>Hochschulpolitik Archive &#187; Wissenswerkstatt</title>
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	<description>Blog zu Wissenschaft &#38; Wissenschaftskommunikation </description>
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	<title>Hochschulpolitik Archive &#187; Wissenswerkstatt</title>
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		<title>Dümmer auf Englisch? » Die Marginalisierung der deutschen Sprache in der Wissenschaft &#124; Werkstattnotiz XXXVI</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/duemmer-auf-englisch-die-marginalisierung-der-deutschen-sprache-in-der-wissenschaft-werkstattnotiz-xxxvi/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Nov 2007 12:38:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschulpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Universität]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Wissenschaft ist ein internationales Geschäft und sie kommuniziert auf Englisch. Es wäre naiv, in Abrede stellen zu wollen, daß heute nur noch ein verschwindend geringer Teil aller wissenschaftlichen Publikationen auf Deutsch verfaßt wird und daß man (wenn man sich in den internationalen Diskurs einklinken will) besser daran tut, ebenfalls auch auf Englisch zu publizieren.&#160; ... <a title="Dümmer auf Englisch? » Die Marginalisierung der deutschen Sprache in der Wissenschaft &#124; Werkstattnotiz XXXVI" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/duemmer-auf-englisch-die-marginalisierung-der-deutschen-sprache-in-der-wissenschaft-werkstattnotiz-xxxvi/" aria-label="Mehr Informationen über Dümmer auf Englisch? » Die Marginalisierung der deutschen Sprache in der Wissenschaft &#124; Werkstattnotiz XXXVI">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/duemmer-auf-englisch-die-marginalisierung-der-deutschen-sprache-in-der-wissenschaft-werkstattnotiz-xxxvi/">Dümmer auf Englisch? » Die Marginalisierung der deutschen Sprache in der Wissenschaft | Werkstattnotiz XXXVI</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Wissenschaft ist ein internationales Geschäft und sie kommuniziert auf Englisch. Es wäre naiv, in Abrede stellen zu wollen, daß heute nur noch ein verschwindend geringer Teil aller wissenschaftlichen Publikationen auf Deutsch verfaßt wird und daß man (wenn man sich in den internationalen Diskurs einklinken will) besser daran tut, ebenfalls auch auf Englisch zu publizieren.&nbsp;</strong></p>
<p>Dennoch darf man daran erinnern, daß es Zeiten gab, in denen in vielen wissenschaftlichen Disziplinen die deutsche Sprache selbstverständlich die &quot;lingua franca&quot; war. Und so schrieb etwa <a target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Iwan_Petrowitsch_Pawlow" rel="noopener noreferrer">Iwan Pawlow</a>,<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/duemmer-auf-englisch-die-marginalisierung-der-deutschen-sprache-in-der-wissenschaft-werkstattnotiz-xxxvi/#footnote_0_135" id="identifier_0_135" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Pawlow arbeitete auch einige Jahre an der Universit&auml;t Leipzig.">1</a> der russische Nobelpreisträger und berühmtester Physiologe seiner Tage, seine Texte auf Deutsch. Daß sich das Rad der Zeit nicht mehr zurückdrehen läßt, steht außer Frage &#8211; inzwischen wird aber die deutsche Sprache selbst in der innerdeutschen akademischen Landschaft immer mehr an den Rand gedrängt. </p>
<h4 class="pullquote_left">Um am internationalen Fachdiskurs teilzunehmen sind englische Publikationen unabdingbar. Aber weshalb ist es auch notwendig, in allen Bereichen von Forschung und Lehre auf die englische Sprache umzustellen? <br /></h4>
<p>Und hier sei Einspruch erlaubt. Denn daß es häufig unabdingbar ist, seine wissenschaftlichen Forschungsergebnisse in international zugänglichen Journals zu plazieren, steht außer Frage.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/duemmer-auf-englisch-die-marginalisierung-der-deutschen-sprache-in-der-wissenschaft-werkstattnotiz-xxxvi/#footnote_1_135" id="identifier_1_135" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Bereits 1990 ergab die Studie von Garfied &amp; Welljams-Dorof, da&szlig; auch deutsche Forscher weitaus h&auml;ufiger zitiert werden, wenn sie englisch publizieren, vgl. Eugene Garfield und Alfred Welljams-Dorof (1990): Language Use in International Research: A Citation Analysis, The ANNALS of the American Academy of Political and Social Science, Vol. 511, No. 1, 10-24.">2</a> Es geht also keineswegs darum, einer wissenschaftlichen Kleinstaaterei das Wort zu reden. Allerdings erscheint es mir doch mehr als fragwürdig, daß bspw. neuerdings wissenschaftliche Konferenzen in Deutschland vermehrt auf Englisch abgehalten werden, obwohl keine oder nur ganz wenige ausländische Gäste anwesend sind. Und was man sich davon verspricht, wenn man an Universitäten nicht nur einzelne Vorlesungen oder Seminare in englischer Sprache anbietet, sondern gleich auch noch die Prüfungen in der Fremdsprache abnimmt, muß man mir bitteschön erklären. </p>
<p>Ganz aktuell hat Lars Fischer vom Fisch-Blog dieses Thema aufgegriffen und dort hat sich auch eine kleine Diskussion entfaltet. Ich erlaube mir hier nochmal den Verweis auf einen eigenen Artikel vom Juli 2007. Ich hatte damals auf einen Text von Stefan Klein in der FAZ verwiesen und folgendermaßen kommentiert:</p>
<blockquote>
<p>Einer Wissenschaft, die sich ihrer Exzellenz nur dadurch vergewissert, daß sie auf Englisch publiziert, kann man nicht oft genug ins Gewissen reden, die Leistungsfähigkeit der Wissenschaftssprache Deutsch nicht zu vergessen. Dabei geht es nicht um einen Boykott des Englischen, sondern darum, darauf zu insistieren, daß wissenschaftliche Ergebnisse &#8211; vor allem, wenn sie in ihren Zusammenhängen und Auswirkungen dargestellt werden sollen &#8211; auch auf Deutsch veröffentlicht werden sollten. [<em><a target="_blank" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/07/18/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-04/" rel="noopener noreferrer">Marc Scheloske, Wissenswerkstatt, 18.7.2007</a></em>] </p>
</blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Lars Fischer stellt kritisch fest:</p>
<blockquote>
<p>In Deutschland jedoch nimmt die Anglifizierung der Wissenschaft inzwischen absurde Ausmaße an: Da heißen Fachbereiche plötzlich „Departments“, Lehrveranstaltungen von deutschen Muttersprachlern für deutsche Muttersprachler werden auf Englisch abgehalten, Diplom- und Examensarbeiten an deutschen Instituten auf Englisch verfasst. </p>
<p>[&#8230;] Denn es ist keineswegs egal, ob an deutschen Universitäten nun auf Deutsch oder Englisch geforscht und gelehrt wird.</p>
<p>Naturwissenschaft kann nur durch Austausch und Kommunikation mit der Gesellschaft bestehen. Ihre Relevanz erhalten wissenschaftliche Ideen nicht dadurch, dass sie zur Konstruktion neuer, toller Technologien führen, sondern dass sie von der Allgemeinheit aufgenommen werden und in den gesellschaftlichen Grundkonsens eingehen. [<em><a target="_blank" href="http://fisch-blog.blog.de/2007/11/15/rettet_deutsch_als_wissenschaftssprache_~3302564" rel="noopener noreferrer">Lars Fischer, Fisch-Blog, 15.11.2007</a></em>]</p>
</blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Um keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen: ich bin keineswegs für eine Abschottung gegenüber der internationalen &quot;scientific community&quot; und daß bereits im Studium die Rezeption der englischen Fachliteratur unerläßlich ist, ist ebenso unbestritten. Daß aber der wissenschaftliche Diskurs v.a. in den Geistes- und Sozialwissenschaften auch<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/duemmer-auf-englisch-die-marginalisierung-der-deutschen-sprache-in-der-wissenschaft-werkstattnotiz-xxxvi/#footnote_2_135" id="identifier_2_135" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Und &quot;auch&quot; meint nicht ausschlie&szlig;lich, sondern eben eine Parallelit&auml;t von Deutsch und Englisch.">3</a> weiterhin auf Deutsch geführt werden sollte, halte ich für mehr als wünschenswert. Und insofern schließe ich mich dem Standpunkt Julian Nida-Rümelins ohne Einschränkungen an:</p>
<blockquote>
<p>Die größere Buchpublikation &#8211; für die geisteswissenschaftliche Forschung nach wie vor zentral [&#8230;] &#8211; wird entwertet. Publikationen in der Muttersprache oder in einer anderen Sprache als Englisch zählen nicht mehr. Die stilistische Sorgfalt &#8211; charakteristisch für geisteswissenschaftliche Publikationen &#8211; schwindet, die &quot;Schrumpfform&quot; des Amerikanischen, wie sie in internationalen englischsprachigen Zeitschriften dominiert, nivelliert die geisteswissenschaftliche Terminologie, klassische Quellen und fremdsprachige Texte werden lediglich in ihren englischen Übersetzungen rezipiert etc. Letztlich mündet diese Entwicklung in eine Art Selbstkolonialisierung der reichhaltigen und vielfältigen geisteswissenschaftlichen Landschaften in Europa. [<em><a target="_blank" href="http://www.bundestag.de/dasparlament/2006/48/Beilage/001.html" rel="noopener noreferrer">Nida-Rümelin, Julian (2006): Hochschulpolitik und die Zukunft der Geisteswissenschaften</a>]</em></p>
</blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p></p>
<hr width="100%" size="1" />
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Weitere Literatur- und Linktipps zu dieser Frage, finden sich hier:</em></strong></p>
<ul>
<li>Klein, Stefan (2007): <a target="_blank" href="http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E736EA9319321421BB463DE1F83821F92~ATpl~Ecommon~Scontent.html" rel="noopener noreferrer">Dümmer auf Englisch</a>, FAZ, 6.7.2007</li>
<li>Nida-Rümelin, Julian (2006): <a target="_blank" href="http://www.bundestag.de/dasparlament/2006/48/Beilage/001.html" rel="noopener noreferrer">Hochschulpolitik und die Zukunft der Geisteswissenschaften</a>, in: Aus Politik und Zeitgschicht, Nr. 48 / 27.11.2006. </li>
<li>Ammon, Ulrich (2004): <a target="_blank" href="http://cms.ifa.de/index.php?id=ammon&amp;L=" rel="noopener noreferrer">Hochschule und Sprachpolitik</a>. Lingua franca des<br />
Gedankenaustauschs, in: Zeitschrift für KulturAustausch 1/2004</li>
<li>Pörksen, Uwe (2005): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3892449783?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3892449783">Die Wissenschaft spricht Englisch</a>? Versuch einer Standortbestimmung. Wallstein.</li>
<li>Ammon, Ulrich (1998): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3110161486?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3110161486">Ist Deutsch noch internationale Wissenschaftssprache</a>? Gruyter.&nbsp; </li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_135" class="footnote">Pawlow arbeitete auch einige Jahre an der Universität Leipzig.</li><li id="footnote_1_135" class="footnote">Bereits 1990 ergab die Studie von Garfied &amp; Welljams-Dorof, daß auch deutsche Forscher weitaus häufiger zitiert werden, wenn sie englisch publizieren, vgl. Eugene Garfield und Alfred Welljams-Dorof (1990): Language Use in International Research: A Citation Analysis, The ANNALS of the American Academy of Political and Social Science, Vol. 511, No. 1, 10-24.</li><li id="footnote_2_135" class="footnote">Und &quot;auch&quot; meint nicht ausschließlich, sondern eben eine Parallelität von Deutsch <em><strong>und</strong></em> Englisch.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/duemmer-auf-englisch-die-marginalisierung-der-deutschen-sprache-in-der-wissenschaft-werkstattnotiz-xxxvi/">Dümmer auf Englisch? » Die Marginalisierung der deutschen Sprache in der Wissenschaft | Werkstattnotiz XXXVI</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Publikumsbeschimpfung oder: Zumutungen des Hochschullehrerdaseins &#124; Werkstattnotiz IXL</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Nov 2007 18:46:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungspolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Manchmal denke ich, daß ich mich vor vielen Jahren vielleicht doch besser für ein Lehramtsstudium entschieden hätte; viel hätte nicht gefehlt und ich würde heute vermutlich brav meinen Dienst als Gymnasiallehrer für Deutsch und Sozialkunde tun. Aber so muß ich mich wenigstens nicht mit pubertierenden Schülern rumschlagen, deren Interesse am Unterrichtsstoff sich ohnehin ausschließlich darauf ... <a title="Publikumsbeschimpfung oder: Zumutungen des Hochschullehrerdaseins &#124; Werkstattnotiz IXL" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/publikumsbeschimpfung-oder-zumutungen-des-hochschullehrerdaseins-werkstattnotiz-ixl/" aria-label="Mehr Informationen über Publikumsbeschimpfung oder: Zumutungen des Hochschullehrerdaseins &#124; Werkstattnotiz IXL">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/publikumsbeschimpfung-oder-zumutungen-des-hochschullehrerdaseins-werkstattnotiz-ixl/">Publikumsbeschimpfung oder: Zumutungen des Hochschullehrerdaseins | Werkstattnotiz IXL</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Manchmal denke ich, daß ich mich vor vielen Jahren vielleicht doch besser für ein Lehramtsstudium entschieden hätte; viel hätte nicht gefehlt und ich würde heute vermutlich brav meinen Dienst als Gymnasiallehrer für Deutsch und Sozialkunde tun. Aber so muß ich mich wenigstens nicht mit pubertierenden Schülern rumschlagen, deren Interesse am Unterrichtsstoff sich ohnehin ausschließlich darauf bezieht, wie dieser sich mit minimalem Aufwand und maximalem Ertrag (i.S. optimaler Notenausbeute) kurzfristig auswendig lernen läßt.</strong>&nbsp; </p>
<p>Wie schön hat es demgegenüber doch ein Hochschullehrer, denke ich manchmal, dem engagierte, umfassend gebildete junge Menschen aufmerksam zuhören. Und im nächsten Moment wird mir klar, daß dies ebenso ein Trugschluß ist: denn auch und gerade die Seminarräume hiesiger Hochschulen werden von einem Klientel bevölkert, dem das Prestige und die Karrierechancen, die mit einem akademischen Zeugnis verknüpft sind, viel bedeuten, das damit möglicherweise einhergehende Wissen allerdings wenig.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/publikumsbeschimpfung-oder-zumutungen-des-hochschullehrerdaseins-werkstattnotiz-ixl/#footnote_0_142" id="identifier_0_142" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ausnahmen &ndash; und es gibt gl&uuml;cklicherweise nicht wenige &ndash; best&auml;tigen die Regel.">1</a></p>
<p><strong>Humboldt Adieu &#8211; Die Tragik einer Universität, die sich als Dienstleister versteht</strong></p>
<h4 class="pullquote_left">Wieviel Prozent der Studenten haben ihr Studienfach wohl aus Interesse und Neugier, wieviele aber strategisch und mit Kalkül auf Karrierechancen gewählt? </h4>
<p>Nun könnte ich meinerseits zu einem großen Rundumschlag ausholen, zu einer allgemeinen Kritik der&nbsp; immer stärker an Effizienzgesichtspunkten orientierten Bildungs- und Hochschulpolitik, die die Aneignung von Wissen leider fast nur noch für legitim hält, wenn damit unmittelbar bestimmte Zwecke verknüpft sind. Daß auf diese Weise freilich Bildung mit Ausbildung verwechselt wird, merken die meisten Hochschulpolitiker schon gar nicht mehr.&nbsp;</p>
<p>Es gibt aber glücklicherweise noch Hochschullehrer, die Kritik üben, sowohl an der ökonomischen Zurichtung der Universitäten, als auch am vorauseilenden Gehorsam der Studenten, die mit minimalen Investitionen maximal schnelle (Qualifizierungs-)Erträge einfordern. </p>
<p><strong>Anatomievorlesung an der Uni Frankfurt: Desinteresse und Ahnungslosigkeit</strong></p>
<p>Einer dieser unbequemen Geister ist Helmut Wicht, der als Privatdozent im Fachbereich Medizin der Johann Wolfgang Goethe-Universität lehrt. Und Helmut Wicht &#8211; Biologe, Anatom, Blogger &#8211; scheint mir ein wahrer Thomas Bernhard des Hörsaals zu sein. Seinen vorhin bei &quot;Brainlogs&quot; <a href="http://www.brainlogs.de/blogs/blog/anatomisches-allerlei/2007-11-23/ein-akademischer-witz-samt-schimpf-und-schande" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eingestellten Artikel </a>habe ich mit großem Genuß gelesen.&nbsp; </p>
<h4 class="pullquote"> Sobald die Klausur bewältigt und der Schein abgeholt ist, ist das Interesse am jeweiligen Fachgebiet auch erloschen. <br /></h4>
<p>Wicht schildert eine Anatomievorlesung, in deren Verlauf ihm immer deutlicher wurde, mit welcher Motivation die Studenten dort die Zeit totschlagen. Tatsächliches Interesse am Fach &quot;Medizin&quot;? Fehlanzeige! Bereitschaft gar über die Grenzen des eigenen Fachgebiets hinauszublicken? Illusorisch!&nbsp;</p>
<p>Die Witze, die Wicht macht, werden entweder ignoriert oder vermutlich nicht verstanden. Gut, vielleicht schadet es nicht, den Pschyrembel mitzuführen, denn Wicht spart nicht mit medizinischer Fachterminologie,<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/publikumsbeschimpfung-oder-zumutungen-des-hochschullehrerdaseins-werkstattnotiz-ixl/#footnote_1_142" id="identifier_1_142" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Allerdings m&uuml;&szlig;te es nach meinem Daf&uuml;rhalten &quot;Obstipation&quot; hei&szlig;en, hier hat Wicht wohl ein &quot;r&quot; zuviel spendiert &ndash; gemeint ist damit die Darmtr&auml;gheit bzw. chronische Verstopfung.">2</a> aber wenn schon ich seine Anspielungen verstehe&#8230; ;-) </p>
<p>Wer allen Ernstes einen medizinischen Hörsaal betritt, sollte &#8211; so jedenfalls meine Meinung &#8211; wenigstens ungefähr wissen, was man unter &quot;Peristaltik&quot; versteht. Aber Wichts Anspielungen verhallen unverstanden im Raum.</p>
<blockquote>
<p>Kein Schwein lacht. Weil sie ungebildet sind, nicht wissen, dass es eine Philosophenschule gab (die des Aristoteles), die man &quot;Peripathetiker&quot; nannte, worauf die &quot;Peristaltiker&quot; onomatopoetisch anspielen. Gar nicht zu reden davon, dass keiner weiss, dass &quot;Onomatopoiesis&quot; &quot;Lautmalerei&quot; heisst, und erst recht nicht davon zu reden, dass keiner von diesen pragmatischen Deppen noch irgendeinen Sinn für die klangliche Schönheit eines solchen Wortes hat. Sagen Sie das doch mal halblaut vor sich hin: &quot;Onomatopoiesis&quot; &#8230; das ist kein Wort, das ist Musik.</p>
<p>Statt dessen fragt man mich: &quot;Müssen wir das bei der Prüfung in drei Wochen wissen?&quot;</p>
</blockquote>
<p>Das bloße Schielen auf den Studienerfolg und die fehlende Bereitschaft, sich möglicherweise eine Spur intensiver mit den Inhalten zu beschäftigen als unbedingt notwendig, das &#8211; und ich glaube es Helmut Wicht gern &#8211; kennzeichnet die allermeisten Studenten. Daß man als Professor angesichts solcher &quot;Kunden&quot; frustriert ist, kann ich ebenfalls verstehen. Und insofern kann ich Wichts Schimpftirade wirklich nachvollziehen:</p>
<blockquote>
<p>Ein Schein, ein Prüfungserfolg, ein akademischer Titel, ein dickes Bankkonto, ein Haufen Scheisse. WAS man da aber verdaut &#8211; völlig egal. Wissen ist Mittel zum Zweck. </p>
<p>Endlos könnte ich weiterschimpfen, über die Unsitte der &quot;Kurzlehrbücher&quot; (je dünner je besser, Wissen auf die &quot;Essentials mit Nutzanwendung&quot; reduziert), den Verlust jeden spielerischen Umgangs mit Gewusstem, die stupide Fixierung auf den &quot;klinischen Bezug&quot; (wir sind hier in der Medizin), die Ausmerzung jedes historischen oder gar kritischen Kontextes, die Verwechslung von Bildung mit Ausbildung&#8230;</p>
</blockquote>
<p>Wichts lesenswerter Beitrag erinnert mich daran, daß ich noch einige Anmerkungen zur aktuellen Verfassung der deutschen Hochschullandschaft schreiben wollte. Diese folgen in wenigen Tagen&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><em>Leseempfehlung:</em></p>
<ul>
<li>Wicht, Helmut: <a href="http://www.brainlogs.de/blogs/blog/anatomisches-allerlei/2007-11-23/ein-akademischer-witz-samt-schimpf-und-schande" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ein akademischer Witz samt Schimpf und Schande</a>, brainlogs, 23.11.2007</li>
</ul>
<p>&nbsp; </p>
<p>&nbsp;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_142" class="footnote">Ausnahmen &#8211; und es gibt glücklicherweise nicht wenige &#8211; bestätigen die Regel.</li><li id="footnote_1_142" class="footnote">Allerdings müßte es nach meinem Dafürhalten &quot;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Obstipation" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Obstipation</a>&quot; heißen, hier hat Wicht wohl ein &quot;r&quot; zuviel spendiert &#8211; gemeint ist damit die Darmträgheit bzw. chronische Verstopfung.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/publikumsbeschimpfung-oder-zumutungen-des-hochschullehrerdaseins-werkstattnotiz-ixl/">Publikumsbeschimpfung oder: Zumutungen des Hochschullehrerdaseins | Werkstattnotiz IXL</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Ende der Spaltung » Soll man die Max-Planck-Institute in die Universitäten integrieren? &#124; Werkstattnotiz LVII</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/ende-der-spaltung-soll-man-die-max-planck-institute-in-die-universitaeten-integrieren-werkstattnotiz-lvii/</link>
					<comments>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/ende-der-spaltung-soll-man-die-max-planck-institute-in-die-universitaeten-integrieren-werkstattnotiz-lvii/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Jan 2008 11:14:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschulpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Universität]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zur Struktur der deutschen Forschungs- und Hochschullandschaft, zur Konkurrenzfähigkeit der hierzulande betriebenen Wissenschaft ist in den letzten Jahren viel gesagt worden. Im Zuge der Exzellenzinitiative wurden &#34;Eliteuniversitäten&#34; gekürt, die mit zusätzlichen Forschungsmillionen rechnen dürfen und &#8211; das ist den Hochschulpolitikern wichtig &#8211; zukünftig mit den besten Universitäten der Welt konkurrieren sollen. Nun melden sich einige ... <a title="Ende der Spaltung » Soll man die Max-Planck-Institute in die Universitäten integrieren? &#124; Werkstattnotiz LVII" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/ende-der-spaltung-soll-man-die-max-planck-institute-in-die-universitaeten-integrieren-werkstattnotiz-lvii/" aria-label="Mehr Informationen über Ende der Spaltung » Soll man die Max-Planck-Institute in die Universitäten integrieren? &#124; Werkstattnotiz LVII">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/ende-der-spaltung-soll-man-die-max-planck-institute-in-die-universitaeten-integrieren-werkstattnotiz-lvii/">Ende der Spaltung » Soll man die Max-Planck-Institute in die Universitäten integrieren? | Werkstattnotiz LVII</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zur Struktur der deutschen Forschungs- und Hochschullandschaft, zur Konkurrenzfähigkeit der hierzulande betriebenen Wissenschaft ist in den letzten Jahren viel gesagt worden. Im Zuge der Exzellenzinitiative wurden &quot;Eliteuniversitäten&quot; gekürt, die mit zusätzlichen Forschungsmillionen rechnen dürfen und &#8211; das ist den Hochschulpolitikern wichtig &#8211; zukünftig mit den besten Universitäten der Welt konkurrieren sollen.</strong></p>
<p>Nun melden sich einige erfahrene Wissenschaftler zu Wort und weisen auf ein grundlegendes Strukturproblem hin: nämlich die Aufspaltung der Grundlagenforschung zwischen Universitäten und den Max-Planck-Instituten. In einem <a href="http://www.faz.net/s/Rub7F4BEE0E0C39429A8565089709B70C44/Doc~EC75825A7C04146FA90B4EDD41598FA18~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_wissen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">lesenswerten Artikel</a> in der FAZ skizzieren die Forscher einen Ausweg aus dem Dilemma.</p>
<h4 class="pullquote_left"> In den internationalen Wissenschafts-Rankings findet man deutsche Universitäten selten auf vorderen Plätzen <br /></h4>
<p>Wenn wieder mal internationale Rankings veröffentlicht werden<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/ende-der-spaltung-soll-man-die-max-planck-institute-in-die-universitaeten-integrieren-werkstattnotiz-lvii/#footnote_0_170" id="identifier_0_170" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="&Uuml;ber deren Sinn und Aussagekraft man im Einzelfall streiten darf.">1</a>, dann finden sich auf den Top-Positionen mit schöner Zuverlässigkeit die üblichen Verdächtigen: Harvard, Stanford, Cambridge, Oxford und Co. machen die vorderen Ränge unter sich aus. Irgendwo dahinter plaziert sich meist die schweizerische ETH Zürich, der ganze Stolz der Eidgenossen. Und mit einigem Sicherheitsabstand folgen dann die deutschen Universitäten: München, Heidelberg, Karlsruhe, Aachen&#8230; </p>
<p>Die deutsche Forschung spielt &#8211; das ist die Schlußfolgerung aus solchen Listen &#8211; nur in der zweiten Liga. Was oft vergessen wird: in diesen Rankings werden oftmals Äpfel mit Birnen verglichen und die deutschen Max-Planck-Institute bleiben bspw. sowieso außen vor. </p>
<p>Im FAZ-Artikel konstatieren die Forscher rund um den Nobelpreisträger <a  target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCnter_Blobel" rel="noopener noreferrer">Günter Blobel</a>:<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/ende-der-spaltung-soll-man-die-max-planck-institute-in-die-universitaeten-integrieren-werkstattnotiz-lvii/#footnote_1_170" id="identifier_1_170" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Folgende Autoren sind Unterzeichner des Artikels: G&uuml;nter Blobel (Biomedizin, Rockefeller University, New York), August B&ouml;ck (Biologie, Ludwig-Maximilians-Universit&auml;t M&uuml;nchen), Ernst Helmreich (Biochemie, Universit&auml;t W&uuml;rzburg), Franz Mayinger (Maschinenbau, Technische Universit&auml;t M&uuml;nchen), Walter Neupert (Chemie, Ludwig-Maximilians-Universit&auml;t M&uuml;nchen), Manfred Sumper (Biochemie, Universit&auml;t Regensburg), Widmar Tanner (Biologie, Universit&auml;t Regensburg), Peter Walter (Biochemie, University of California, San Francisco) und Meinhart Zenk (Biologie, Danforth Plant Science Center, St. Louis) ">2</a></p>
<blockquote><p>Die ernsthaften Bemühungen unserer Politiker für die Exzellenzinitiative sind zu begrüßen, wenngleich diese angesichts des vorgesehenen Finanzvolumens und der Kurzzeiterwartungen bestenfalls als rührend zu bezeichnen sind. Es wundert einen aber sehr, dass wirkliche Analysen der strukturellen Unterschiede zwischen der deutschen und der angelsächsischen Wissenschaftslandschaft so gut wie nicht angestellt werden. </p>
<p>Warum etwa erwähnt niemand in Anbetracht solch betrüblicher Ranking-Resultate, dass wir über 78 Max-Planck-Institute verfügen, in denen wir einen Großteil unserer Forschungselite fein säuberlich von den Universitäten absondern?</p></blockquote>
<p>Sie weisen darauf hin, daß ursprünglich die Max-Planck-Institute gemäß dem Harnack-Prinzip<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/ende-der-spaltung-soll-man-die-max-planck-institute-in-die-universitaeten-integrieren-werkstattnotiz-lvii/#footnote_2_170" id="identifier_2_170" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Das Harnack-Prinzip geht auf den ersten Pr&auml;sidenten der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft den Theologen Adolf von Harnack zur&uuml;ck. Dieser etablierte die Institute, die um Spitzenforscher gruppiert wurden, die dann weitestgehende Autonomie besa&szlig;en.">3</a> etabliert wurden: rund um eine herausragende Wissenschaftlerpersönlichkeit<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/ende-der-spaltung-soll-man-die-max-planck-institute-in-die-universitaeten-integrieren-werkstattnotiz-lvii/#footnote_3_170" id="identifier_3_170" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Als Beispiel kann das fr&uuml;here Starnberger-Institut angesehen werden, das um die Doppelspitze Carl Friedrich von Weizs&auml;cker und J&uuml;rgen Habermas aufgebaut wurde.">4</a> wurde ein exzellent ausgestattetes Institut gruppiert. Diese Institute haben sich (wie es Institutionen gerne an sich haben) aber oftmals verselbstständigt. Das Problem: der Austausch zwischen den viel zu oft kaputt gesparten Universitätsinstituten und den einigermaßen attraktiv situierten MPIs findet kaum statt. Die Unis sind die Schmuddelkinder, sollen aber die erste Ausbildung des Nachwuchses gewährleisten. Wer weiter an der Universität bleibt, ist aber in vielen Disziplinen benachteiligt:</p>
<blockquote><p>Eine harte, aber ungleiche Konkurrenz ist längst Alltag: Der Universitätsnachwuchs ist dabei, was die Forschungsmöglichkeiten betrifft, extrem benachteiligt. [&#8230;] Studenten, die an Max-Planck-Instituten promovieren, treffen auf beste Arbeitsbedingungen und hochqualifizierte Forscher. Es ist unstreitig, dass die besten Studenten ausgezeichnete Bedingungen und bestmögliche Unterstützung erhalten sollen.</p></blockquote>
<p>Die Forscher kritisieren, daß der mangelnde Kontakt zwischen den beiden Sphären dazu führt, daß nicht immer die besten Absolventen an den MPIs landen. Denn wenn während des Studiums kein Kontakt zu den Unis besteht, so ist es später zu oft der Faktor Zufall, der über weitere Karrierewege bestimmt. Die MPIs hätten die Bedingungen, um exzellenten Nachwuchsforscher herausragende Möglichkeiten zu geben, aber diese lernen sie eben &#8211; weil der Kontakt fehlt &#8211; zu selten kennen. </p>
<h4 class="pullquote"> Die Max-Planck-Institute sind hervorragend ausgestattet. Wieso integriert man sie nicht als eigene Institute in die Unis?<br /></h4>
<p>Deshalb erheben die Wissenschaftler die Forderung, die Max-Planck-Institute viel enger an die Universitäten anzubinden, sie mit eigenem Promotionsrecht auszustatten und sie quasi als eigene Eliteinstitute in die Unis zu integrieren:&nbsp;</p>
<blockquote><p>Zum anderen sollten erfolgreiche MPI, deren Forschungsaktivitäten parallel zu jenen an Universitäten laufen oder laufen könnten, in unser Universitätssystem eingebunden werden.</p></blockquote>
<p>Im Ergebnis &#8211; so die Hoffnung &#8211; könnten beide Bereiche voneinander profitieren, zumindest was Räumlichkeiten, Sachmittel und Know-How betrifft&#8230; Ob ein solches Rezept bei den Verantwortlichen auf offene Ohren stoßen wird? Ich bin skeptisch&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="100%" size="1" />
<p><em>Link:</em></p>
<ul>
<li>FAZ:<a target="_blank" href="http://www.faz.net/s/Rub7F4BEE0E0C39429A8565089709B70C44/Doc~EC75825A7C04146FA90B4EDD41598FA18~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_wissen" rel="noopener noreferrer"> Das ungelöste Max-Planck-Problem</a>, 9.1.2008 </li>
</ul>
<p><em>Literatur:</em></p>
<ul>
<li>Teichler, Ulrich (2006): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3593379767?ie=UTF8&amp;tag=wwwleichtathl-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3593379767">Hochschulstrukturen im Umbruch. Eine Bilanz der Reformdynamik seit vier Jahrzehnten</a>, Campus Verlag</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_170" class="footnote">Über deren Sinn und Aussagekraft man im Einzelfall streiten darf.</li><li id="footnote_1_170" class="footnote">Folgende Autoren sind Unterzeichner des Artikels: Günter Blobel (Biomedizin, Rockefeller University, New York), August Böck (Biologie, Ludwig-Maximilians-Universität München), Ernst Helmreich (Biochemie, Universität Würzburg), Franz Mayinger (Maschinenbau, Technische Universität München), Walter Neupert (Chemie, Ludwig-Maximilians-Universität München), Manfred Sumper (Biochemie, Universität Regensburg), Widmar Tanner (Biologie, Universität Regensburg), Peter Walter (Biochemie, University of California, San Francisco) und Meinhart Zenk (Biologie, Danforth Plant Science Center, St. Louis) </li><li id="footnote_2_170" class="footnote">Das Harnack-Prinzip geht auf den ersten Präsidenten der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft den Theologen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_von_Harnack" target="_blank"  rel="noopener noreferrer">Adolf von Harnack</a> zurück. Dieser etablierte die Institute, die um Spitzenforscher gruppiert wurden, die dann weitestgehende Autonomie besaßen.</li><li id="footnote_3_170" class="footnote">Als Beispiel kann das frühere Starnberger-Institut angesehen werden, das um die Doppelspitze <a target="_blank" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/04/29/ermunterungen-zum-aufrechten-gang-der-weg-carl-friedrich-von-weizsaeckers-vom-innenraum-der-atome-zur-weltinnenpolitik/" rel="noopener noreferrer">Carl Friedrich von Weizsäcker</a> und Jürgen Habermas aufgebaut wurde.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/ende-der-spaltung-soll-man-die-max-planck-institute-in-die-universitaeten-integrieren-werkstattnotiz-lvii/">Ende der Spaltung » Soll man die Max-Planck-Institute in die Universitäten integrieren? | Werkstattnotiz LVII</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
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		<title>Internationales Universitäts-Ranking: Deutsche Unis rutschen ab &#124; Werkstattnotiz 121</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/10/internationales-universitaets-ranking-deutsche-unis-rutschen-ab-werkstattnotiz-121/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Oct 2008 14:00:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschulpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftspolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Man kann trefflich darüber streiten, ob so komplexe Tatbestände wie die Leistungsfähigkeit einer Universität überhaupt &#8222;meßbar&#8220; sind. Denn abgesehen von methodischen Problemen, gibt es zweifellos Vieles in der Welt von Wissenschaft und Forschung, das sich niemals in Ranglisten und Tabellen abbilden läßt. Dennoch haben Rankings gerade im Universitätsbereich zuletzt eine immer größere Bedeutung erhalten. Nun ... <a title="Internationales Universitäts-Ranking: Deutsche Unis rutschen ab &#124; Werkstattnotiz 121" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/10/internationales-universitaets-ranking-deutsche-unis-rutschen-ab-werkstattnotiz-121/" aria-label="Mehr Informationen über Internationales Universitäts-Ranking: Deutsche Unis rutschen ab &#124; Werkstattnotiz 121">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/10/internationales-universitaets-ranking-deutsche-unis-rutschen-ab-werkstattnotiz-121/">Internationales Universitäts-Ranking: Deutsche Unis rutschen ab | Werkstattnotiz 121</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Man kann trefflich darüber streiten, ob so komplexe Tatbestände wie die Leistungsfähigkeit einer Universität überhaupt &#8222;meßbar&#8220; sind. Denn abgesehen von methodischen Problemen, gibt es zweifellos Vieles in der Welt von Wissenschaft und Forschung, das sich niemals in Ranglisten und Tabellen abbilden läßt. Dennoch haben Rankings gerade im Universitätsbereich zuletzt eine immer größere Bedeutung erhalten. Nun liegt eine neue, internationale Vergleichsstudie vor &#8211; mit wenig schmeichelhaften Ergebnissen für die deutschen Unis.</strong></p>
<p>Eines der meistbeachtetsten Rankings im Hochschulbereich ist das Shanghai-Ranking, das fast ausschließlich die Forschungsleistungen bewertet. Seit gestern liegt nun die Rangliste des britischen THE-Magazins vor,<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/10/internationales-universitaets-ranking-deutsche-unis-rutschen-ab-werkstattnotiz-121/#footnote_0_602" id="identifier_0_602" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="THE &ndash; Times Higher Education">1</a> das im Unterschied zu anderen Vergleichskatalogen auch die Geisteswissenschaften berücksichtigt und auch die Rahmnebedingungen für Studenten, die Qualität der Lehre oder die Internationalität einer Uni berücksichtigt.</p>
<p>Wichtigstes Kriterium der THE-Rangliste ist ein &#8222;Academic Peer Review&#8220;-Score, der aus der Einschätzung von vielen tausyend interantionalen Experten ermittelt wird. Weitere Faktoren sind die Bewertung durch Unternehmen, die die Qualität der Absolventen einschätzen; dazu kommen die Quoten für das Verhältnis zwischen Dozenten/Studenten, wodurch sich in etwa die Betreuungsqualität abschätzen läßt. Außerdem fließt der wissenschaftliche Output,<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/10/internationales-universitaets-ranking-deutsche-unis-rutschen-ab-werkstattnotiz-121/#footnote_1_602" id="identifier_1_602" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Durch die Relation von wissenschaftlichen Zitaten zur Zahl der Forscher.">2</a> sowie der Prozentsatz ausländischer Forscher und Studenten mit ein.</p>
<p><strong>Die angelsächsischen Unis belegen die Top-Positionen</strong></p>
<p>An der Spitze findet man die üblichen Verdächtigen: Harvard vor Yale, dann Cambridge und Oxford. Dahinter folgen weitere Unis aus den USA und Großbritannien. Erst auf Rang 16 folgt die &#8222;Australian National University&#8220;, nochmal zwei Plätze dahinter die Universität Tokio.</p>
<p>Nach deutschen Vertretern muß man lange suchen: auf Platz 57 führt die Uni Heidelberg die deutsche Riege an. Dann folgt auf Platz 78 die TU München und auf Platz 93 die LMU München. Hier fällt auf, daß die beiden Münchner Unis im Vergleich zum Jahr 2007 viele Plätze eingebüßt haben. Die TU rutscht 11 Rangplätze zurück. Die LMU München sogar 28 Plätze.</p>
<h4><span class="pullquote">Die deutschen Unis verlieren im Vergleich zum Jahr 2007 an Boden. Die LMU München rutscht um fast 30 Plätze ab.</span></h4>
<p>Was läuft da schief? Sollte man nicht erwarten, daß die ersten Exzellenz-Millionen für Verbesserungen sorgen? Noch eine Ebene dahinter folgen dann die Berliner Unis: FU Berlin (137.), HU Berlin (139). Dann kommen noch die Uni Freiburg (147.) und die Uni Tübingen (155.).</p>
<p>In der Gesamtbilanz sehr ernüchternd. Wobei &#8211; siehe oben &#8211; solche Rankings sind mit großer Vorsicht zu genießen. Die Hochschulpolitiker hierzulande, dürften freilich dennoch nicht erfreut sein.</p>
<p>Hier die Top-20 (die weiteren Plätze findet man unter dem angegebenen Link):</p>
<p style="text-align: center;"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter" style="vertical-align: middle; margin-top: 8px; margin-bottom: 8px;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2008/10/Uni-Ranking.jpg" alt="Internationales Universitäts-Ranking: Deutsche Unis rutschen ab | Werkstattnotiz 121" width="580" height="660" /></p>
<div class="links_ticker">
<strong>Link:</strong></p>
<ul>
<li>THE: <a href="http://www.timeshighereducation.co.uk/story.asp?storycode=403834">World beaters: but what makes these universities special?</a>, 9.10.2008</li>
</ul>
</div>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_602" class="footnote">THE &#8211; Times Higher Education</li><li id="footnote_1_602" class="footnote">Durch die Relation von wissenschaftlichen Zitaten zur Zahl der Forscher.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/10/internationales-universitaets-ranking-deutsche-unis-rutschen-ab-werkstattnotiz-121/">Internationales Universitäts-Ranking: Deutsche Unis rutschen ab | Werkstattnotiz 121</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Tofu macht dumm ::: Schattenseiten der Hochschulreformen &#124; Werkstatt-Ticker 44</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/tofu-macht-dumm-schattenseiten-der-hochschulreformen-werkstatt-ticker-44/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Jul 2008 12:07:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschulpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Risiken]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>» Der Soja-Mythos Die Müsli- und Tofufraktion rechtfertigt den Kauf beim Biohändler ja gerne durch die gesundheitlich positiven Effekte der alternativen Lebensmittel. Die Enttäuschung ist dann immer groß, wenn bei unabhängigen Tests bisweilen herauskommt, daß Ökoprodukte den konventionell hergestellten Erzeugnissen nicht immer überlegen sind. Ähnliche Irritationen dürfte eine neue Studie hervorrufen, die am Soja-Mythos rüttelt. ... <a title="Tofu macht dumm ::: Schattenseiten der Hochschulreformen &#124; Werkstatt-Ticker 44" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/tofu-macht-dumm-schattenseiten-der-hochschulreformen-werkstatt-ticker-44/" aria-label="Mehr Informationen über Tofu macht dumm ::: Schattenseiten der Hochschulreformen &#124; Werkstatt-Ticker 44">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/tofu-macht-dumm-schattenseiten-der-hochschulreformen-werkstatt-ticker-44/">Tofu macht dumm ::: Schattenseiten der Hochschulreformen | Werkstatt-Ticker 44</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/category/werkstatt-ticker/"><img decoding="async" class="alignright size-full wp-image-234" style="border: 1px solid #DCDCDC; margin: 6px; float: right;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/uploads/2008/04/ticker_02a.jpg" alt="Ticker.jpg" width="180" height="121" /></a><span style="color: #808080; font-size: xx-large;"><span class="ticker_titel"><strong>»</strong> </span><span style="font-size: large;"><span class="ticker_titel">Der Soja-Mythos</span><br />
</span></span></h2>
<p>Die Müsli- und Tofufraktion rechtfertigt den Kauf beim Biohändler ja gerne durch die gesundheitlich positiven Effekte der alternativen Lebensmittel. Die Enttäuschung ist dann immer groß, wenn bei unabhängigen Tests bisweilen herauskommt, daß Ökoprodukte den konventionell hergestellten Erzeugnissen nicht immer überlegen sind.</p>
<p>Ähnliche Irritationen dürfte eine neue Studie hervorrufen, die am Soja-Mythos rüttelt. Denn Sojaprodukte genießen besonders innerhalb der vegetarischen Szene immer noch den Ruf eines Wundermittels: vor allem die <span id="contentmain" class="storycontent">Phytoöstrogene<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/tofu-macht-dumm-schattenseiten-der-hochschulreformen-werkstatt-ticker-44/#footnote_0_335" id="identifier_0_335" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Allen voran die Isoflavone Genistein und Daidzein.">1</a> sollen vor koronaren Erkankungen schützen, das Krebsrisiko und den Cholesterinspiegel senken und noch weitere günstige Effekte haben.</span></p>
<h4><span class="pullquote_left">Exzessiver Sojakonsum mindert die Gedächtnisleistungen im Alter.</span></h4>
<p>So unbestritten sind die positiven Wirkungen aber keineswegs. Von Sojamilch für Kleinkinder wird beispielsweise inzwischen von Fachleuten abgeraten. Und auch Erwachsene sollten &#8211; wenn man die jüngsten Studienergebnisse ernstnimmt &#8211; ihren Soja- bzw. Tofukonsum etwas einschränken.</p>
<p>Eine Studie, an der über 700 Indonesier teilnahmen, erbrachte deutliche Hinweise darauf, daß exzessiver Sojakonsum die Gedächtnisleistungen im Alter beeinträchtigt.</p>
<p>Im Abstract ist u.a. zu lesen:</p>
<blockquote><p>High tofu consumption was associated with worse memory&#8230;</p></blockquote>
<p>Sicher kein Grund zur Beunruhigung für alle Freunde vegetarischer Kost, die gelegentlich ein Tofuschnitzel in der Pfanne brutzeln. Aber Hinweis darauf, daß eine abwechslungsreiche Ernährung immer noch besser ist, als einseitige Kost &#8211; auch wenn Soja oder Tofu (noch?) ein gutes Image haben.</p>
<div class="links_ticker">Link:</p>
<ul>
<li>Hogervorst E, Sadjimim T, Yesufu A, Kreager P, Rahardjo TB: <a href="http://content.karger.com/ProdukteDB/produkte.asp?Aktion=ShowAbstract&amp;ArtikelNr=141484&amp;Ausgabe=239033&amp;ProduktNr=224226" target="_blank" rel="noopener noreferrer">High Tofu Intake Is Associated with Worse Memory in Elderly Indonesian Men and Women</a>. Dement Geriatr Cogn Disord 2008;26:50-57 (DOI: 10.1159/000141484)</li>
<li>Zinkant, Kathrin: <a href="http://blog.zeit.de/diagnose-mensch/2008/07/05/blod-mit-tofu_87" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blöd mit Tofu</a>,  Diagnose Mensch, 5.7.2008</li>
</ul>
</div>
<h2><span style="color: #808080; font-size: xx-large;"><span class="ticker_titel"><strong>»</strong> </span><span style="font-size: large;"><span class="ticker_titel">Der Bologna-Mythos</span><br />
</span></span></h2>
<p>Jetzt könnte ich ja die Analogie weiterspinnen und fortfahren: &#8222;Soja macht dumm&#8230; &#8211; Bologna auch&#8220;, aber im Gegensatz zur eiweißreichen Bohne aus Fernost, hat die Internationalisierung und Ökonomisierung der Hochschullandschaft schon längst ihren Glanz verloren.</p>
<p>Soll heißen: Der Umbau der Hochschulen in Exzellenzproduktionswerkstätten und die Output-Orientierung des Bildungssystems hat schon seit längerem mit heftiger, meist berechtigter Kritik zu kämpfen. Die GEW hat jüngst ihre (natürlich dezidiert kritischen) Positionen zu diesem Umstrukturierungsprozeß zusammengestellt.</p>
<blockquote><p>Wie andere Bildungsbereiche sind auch die Hochschulen einem massiven Privatisierungsdruck ausgesetzt. Dabei geht es keineswegs nur um die Versuche zur Gründung neuer Privathochschulen, die teilweise kläglich scheitern. Viel ernster zu nehmen ist die Umstrukturierung der staatlichen Hochschulen selbst, die Schritt für Schritt dem Leitbild „unternehmerische Hochschule“ angepasst werden.</p></blockquote>
<p>Wer sich über den Bologna-Prozeß, Studiengebühren und andere Aspekte des gegenwärtigen Wandels im Hochschulbereich informieren will, wird im GEW-Papier fündig.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/tofu-macht-dumm-schattenseiten-der-hochschulreformen-werkstatt-ticker-44/#footnote_1_335" id="identifier_1_335" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Den Hinweis darauf lese ich im Konzeptblog von Joachim Wedekind.">2</a></p>
<div class="links_ticker">Link:</p>
<ul>
<li>Schöne neue Hochschulwelt, GEW, April 2008 [<a href="http://www.gew.de/Binaries/Binary34669/080415_GEW-Priva-6-final.pdf">PDF</a>]</li>
</ul>
</div>
<div class="invisible">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Tofu">Tofu</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Soja">Soja</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Risiken">Risiken</a></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_335" class="footnote">Allen voran die Isoflavone Genistein und Daidzein.</li><li id="footnote_1_335" class="footnote">Den Hinweis darauf lese ich im <a href="http://konzeptblog.joachim-wedekind.de/?p=183" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Konzeptblog von Joachim Wedekind</a>.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/tofu-macht-dumm-schattenseiten-der-hochschulreformen-werkstatt-ticker-44/">Tofu macht dumm ::: Schattenseiten der Hochschulreformen | Werkstatt-Ticker 44</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Studiengebühren haben abschreckende Effekte » &#8222;So genau wollten wir es dann doch nicht wissen&#8220; &#124; Werkstattnotiz 123</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/10/studiengebuehren-haben-abschreckende-effekte-so-genau-wollten-wir-es-dann-doch-nicht-wissen-werkstattnotiz-123/</link>
					<comments>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/10/studiengebuehren-haben-abschreckende-effekte-so-genau-wollten-wir-es-dann-doch-nicht-wissen-werkstattnotiz-123/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Oct 2008 11:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschulpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Studenten]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.wissenswerkstatt.net/?p=625</guid>

					<description><![CDATA[<p>Man sollte nicht so naiv sein und glauben, daß es immer erfreulich ist, wenn man auf seine Fragen auch Antworten erhält. Es ist ein grundsätzliches Dilemma, das Individuen und Gruppen in gleichem Maße betrifft: denn der Ratsuchende erhofft sich zwar irgendeine Hilfe in Form einer Antwort oder Empfehlung, er riskiert aber, daß die Antwort im ... <a title="Studiengebühren haben abschreckende Effekte » &#8222;So genau wollten wir es dann doch nicht wissen&#8220; &#124; Werkstattnotiz 123" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/10/studiengebuehren-haben-abschreckende-effekte-so-genau-wollten-wir-es-dann-doch-nicht-wissen-werkstattnotiz-123/" aria-label="Mehr Informationen über Studiengebühren haben abschreckende Effekte » &#8222;So genau wollten wir es dann doch nicht wissen&#8220; &#124; Werkstattnotiz 123">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Man sollte nicht so naiv sein und glauben, daß es immer erfreulich ist, wenn man auf seine Fragen auch Antworten erhält. Es ist ein grundsätzliches Dilemma, das Individuen und Gruppen in gleichem Maße betrifft: denn der Ratsuchende erhofft sich zwar irgendeine Hilfe in Form einer Antwort oder Empfehlung, er riskiert aber, daß die Antwort im Widerspruch zu bestimmten Sachverhalten steht und man erst recht ratlos ist.</strong></p>
<p><img decoding="async" style="margin: 8px; float: right;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2008/10/Studiengebuehren01.jpg" alt="Abschreckender Studienobulus Quelle: stock.xchng, User: konr4d" width="225" height="146" />Ganz offensichtlich ist es dem Bundesbildungsministerium nun auch so ergangen: wie die dpa heute<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/10/studiengebuehren-haben-abschreckende-effekte-so-genau-wollten-wir-es-dann-doch-nicht-wissen-werkstattnotiz-123/#footnote_0_625" id="identifier_0_625" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Hier der SpiegelOnline-Artikel dazu.">1</a> meldet, hatte das Schavan-Ministerium beim Hochschul-Informations-System (HIS) in Hannover eine Expertise in Auftrag gegeben, die die Studienentscheidung von Abiturienten, sowie die Effekte von Studiengebühren klären sollte.</p>
<p><strong>Und Studiengebühren schrecken doch ab</strong></p>
<p>Die Studie, die auf der Befragung von 5240 repräsentativ ausgewählten Studienberechtigten des Jahrgangs 2006 basiert, ist offenbar seit mehreren Wochen fertiggestellt. Der Auftraggeber, das Bundesbildungsministerium, ist aber ganz offensichtlich nicht wirklich glücklich mit den Ergebnissen und hat &#8211; so die Meldungen &#8211; die Studie bislang unter Verschluß gehalten.</p>
<p>Kein Wunder: denn wenn die Zahlen zutreffen, die heute vormittag duchsickerten, dann ist dies eine schallende Ohrfeige für alle Befürworter von Studiengebühren. Denn diese versichern ja gebetsmühlenhaft, daß durch die Gebühren niemand vom Studium abgeschreckt werde, im Gegenteil die Studenten ja durch bessere Ausstattung der Unis, mehr Lehrpersonal etc. durchaus profitieren würden.</p>
<p><strong>Gebührenmonster: Rund 18.000 potentielle Studenten verzichten auf ein Studium</strong></p>
<p>Das ernüchternde Ergebnis der Experten vom HIS: im Jahr 2006 haben alleine wegen der anfallenden Gebühren bis zu 18.000 junge Menschen kein Studium aufgenommen<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/10/studiengebuehren-haben-abschreckende-effekte-so-genau-wollten-wir-es-dann-doch-nicht-wissen-werkstattnotiz-123/#footnote_1_625" id="identifier_1_625" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Da ich nat&uuml;rlich die Studie selbst nicht kenne, kann ich zur Plausibilit&auml;t nichts sagen. Vertraue in diesem Fall allerdings auf die Erfahrung der Hannoveraner Experten.">2</a> &#8211; in Zeiten, in denen man gerade in Deutschland händeringend versucht, mehr junge Menschen zum Hochschulstudium zu ermuntern, geradezu ein Desaster.</p>
<h4><span class="pullquote">Und wieder erleben wir, daß Herkunft und Bildungschancen hierzulande unnötig eng gekoppelt sind.</span></h4>
<p>Weiter heißt es in der Studie, daß v.a. Abiturienten aus &#8222;bildungsfernen&#8220; Schichten sich vom Studium abhalten ließen, wenn dies an Gebühren gekoppelt sei. Potentielle Studenten aus Akademikerelternhäusern lassen sich durch die Gebühren freilich kaum abschrecken.</p>
<p>Nun darf man also gespannt sein, wie sich das Bildungsministerium und Frau Schavan aus der Angelegenheit herauswindet und auch wie die Kanzlerin der Bildungsrepublik Deutschland mit diesem kleinen Skandal umgeht. Denn Studien (für die ja auch Geld bezahlt wird) unter den Tisch fallen zu lassen, zu verschweigen, was man selbst nicht wahrhaben will, das macht sich einfach nicht gut.</p>
<p>Wobei man sich hier keine Illusionen machen sollte: Institutionen agieren hier ganz ähnlich wie Individuen &#8211; unliebsame Informationen werden (falls möglich und halbwegs praktikabel) sehr häufig ausgeblendet und ignoriert. Pech natürlich für alle, die an der Studie mitgearbeitet haben und v.a. diejenigen, die von einer anderen Politik profitieren würden. Aber wenn &#8211; wie im konkreten Fall &#8211; einfach übergeordnete Inhalte/Vorgaben (&#8222;Studiengebühren sind sinnvoll!&#8220;) mit neuen Informationen (&#8222;Gebühren sind abschreckend!&#8220;) in Konflikt treten, dann ist ein solches Verhalten eher die Regel, als die Ausnahme.</p>
<div class="links_ticker"><strong>Mehr:</strong></p>
<ul>
<li> <a href="http://www.tagesschau.de/inland/studiengebuehren100.html">Untersuchung des Bildungsministeriums: Studiengebühren schrecken ab</a>, tagesschau online</li>
</ul>
</div>
<div class="invisible">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Studiengebühren">Studiengebühren</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Schavan">Schavan</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Bundesbildungsministerium">Bundesbildungsministerium</a></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_625" class="footnote">Hier der <a href="http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,585099,00.html">SpiegelOnline-Artikel</a> dazu.</li><li id="footnote_1_625" class="footnote">Da ich natürlich die Studie selbst nicht kenne, kann ich zur Plausibilität nichts sagen. Vertraue in diesem Fall allerdings auf die Erfahrung der Hannoveraner Experten.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/10/studiengebuehren-haben-abschreckende-effekte-so-genau-wollten-wir-es-dann-doch-nicht-wissen-werkstattnotiz-123/">Studiengebühren haben abschreckende Effekte » &#8222;So genau wollten wir es dann doch nicht wissen&#8220; | Werkstattnotiz 123</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Forschende Frauen und der Traum von der Chancengleichheit in der Wissenschaft &#124; Werkstattnotiz 116</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/09/forschende-frauen-und-der-traum-von-der-chancengleichheit-in-der-wissenschaft-werkstattnotiz-116/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc Scheloske]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Sep 2008 15:00:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschulpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftspolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das wissenschaftliche System ist verhältnismäßig träge. Das hat gute Gründe: denn beim Versuch, verläßliche Beschreibungen über Welt und Wirklichkeit anzufertigen, sind bewährte Standards und Prozeduren als Basis der Wahrheitssuche deutlich vielversprechender, als kurzlebige Moden und Trends. Was auf der einen Seite ein Garant für die Leistungsfähigkeit des &#8222;Systems Wissenschaft&#8220; ist, nämlich an Konventionen festzuhalten, führt ... <a title="Forschende Frauen und der Traum von der Chancengleichheit in der Wissenschaft &#124; Werkstattnotiz 116" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/09/forschende-frauen-und-der-traum-von-der-chancengleichheit-in-der-wissenschaft-werkstattnotiz-116/" aria-label="Mehr Informationen über Forschende Frauen und der Traum von der Chancengleichheit in der Wissenschaft &#124; Werkstattnotiz 116">Weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das wissenschaftliche System ist verhältnismäßig träge. Das hat gute Gründe: denn beim Versuch, verläßliche Beschreibungen über Welt und Wirklichkeit anzufertigen, sind bewährte Standards und Prozeduren als Basis der Wahrheitssuche deutlich vielversprechender, als kurzlebige Moden und Trends.</strong></p>
<p>Was auf der einen Seite ein Garant für die Leistungsfähigkeit des &#8222;Systems Wissenschaft&#8220; ist, nämlich an Konventionen festzuhalten, führt andererseits aber auch zu Anpassungsschwierigkeiten. Das Publikationssystem, das nur zögerlich auf neue, elegantere Formen der wissenschaftlichen Fachkommunikation reagiert wäre ein Beispiel.</p>
<p><strong>Die Trägheit der Institutionen</strong></p>
<p>Und noch an anderer Stelle wird die prinzipielle Trägheit des Systems sichtbar: bei der Frage nach der Geschlechtergerechtigkeit in der Wissenschaft. Denn Frauen &#8211; daran besteht kein Zweifel &#8211; sind in der Wissenschaft auch heute noch deutlich benachteiligt. Das Bildungssystem hat zwischenzeitlich die Gleichheit weitgehend hergestellt, wenn es um die Bildungschancen von Mädchen und Jungen geht.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/09/forschende-frauen-und-der-traum-von-der-chancengleichheit-in-der-wissenschaft-werkstattnotiz-116/#footnote_0_527" id="identifier_0_527" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Was andere Aspekte angeht &ndash; etwa die Bildungsgerechtigkeit in Abh&auml;ngigkeit des sozialen Herkunftsmilieus &ndash; besteht freilich weiterhin riesiger Nachholbedarf.">1</a> Mädchen erzielen inzwischen die besseren Schulabschlüsse!</p>
<h4><span class="pullquote">Frauen sind in der Wissenschaft auf den höheren Karrierestufen deutlich unterrepräsentiert!</span></h4>
<p>Und auch die Studienquote (hier haben wir in vielen Fächern mehr als 50% Studentinnen) zeigt, daß die letzten 20-30 Jahre deutliche Veränderungen erbracht haben. Wenn es allerdings um die weiteren akademischen Karrierestufen geht, so zeigt sich erstens, daß die Beharrungskräfte des Hochschulsystems doch größer und zweitens, daß die Rahmenbedingungen für weibliche Karrieren in der Wissenschaft alles andere als günstig sind. Der aktuelle Frauenanteil bei den Professuren liegt bei etwa 15 Prozent.</p>
<p>Das ist zweifellos ein Armutszeugnis. Und es stellen sich viele weitere Fragen, weshalb Frauen in der Wissenschaft noch immer (macnhmal mehr oder weniger subtil) diskriminiert werden. Oder wie wir uns die Vereinbarkeit von wissenschaftlicher Karriere und Familie in Zukunft vorstellen. Denn eines ist sicher: wir können es uns schlicht nicht erlauben, daß junge, talentierte Wissenschaftlerinnen davor zurückschrecken, eine akademische Laufbahn einzuschlagen oder irgendwann frustriert aufgeben.</p>
<p><strong>Akademische Chancengleichheit als Zukunftsfrage</strong></p>
<p>All diesen Fragen, weshalb die Spitzenpositionen in den Unis noch immer von Männern dominiert sind und ob die Quote möglicherweise der einzige Weg ist, hier etwas zu verändern, widmet sich seit einigen Tagen der Blog &#8222;<a href="http://www.scienceblogs.de/for-women-in-science/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">For Women in Science</a>&#8220; bei Scienceblogs.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.scienceblogs.de/for-women-in-science"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter" style="vertical-align: middle; margin: 12px 5px 12px 5px;" src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2008/09/WomenInScience01.jpg" alt="Forschende Frauen und der Traum von der Chancengleichheit in der Wissenschaft | Werkstattnotiz 116" width="550" height="64" /></a></p>
<p>Vier Wochen lang gibt es dort Essays renommierter Expertinnen, Interviews mit spannenden Wissenschaftlerinnen und <a href="http://www.scienceblogs.de/mt/mt-search.cgi?tag=Wissenschaftlerinnenportr%C3%A4ts&amp;blog_id=41&amp;IncludeBlogs=41" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Porträts</a> von Frauen, die es in der Wissenschaft trotz aller Widrigkeiten geschafft haben. Da ich &#8211; die meisten werden es wissen &#8211; inzwischen Redaktionsleiter bei Scienceblogs.de bin, war ich die letzten Tage und Wochen v.a. damit beschäftigt, die Gastbeiträge zu organisieren, weshalb es hier in der Wissenswerkstatt auch merklich ruhiger war.</p>
<p>Nun würde ich mich freuen, wenn möglichst viele Werkstattbesucher sich drüben bei &#8222;<a href="http://www.scienceblogs.de/for-women-in-science/">Women in Science</a>&#8220; umsehen würden und mitdiskutieren. Einen RSS-Feed gibt es natürlich auch: nämlich <a href="http://feeds.feedburner.com/ScienceBlogs/ForWomenInScience"><strong>hier</strong></a><strong>. </strong>Und getwittert wird an dieser Stelle: <a href="http://www.twitter.com/WomenInScience">Twitter/WomenInScience</a></p>
<p>Und als Einstiegsbeiträge empfehle ich:</p>
<ul>
<li>Scheloske, Marc: <a href="http://www.scienceblogs.de/for-women-in-science/2008/09/das-potenzial-von-frauen-in-der-wissenschaft-nutzen-die-akademische-chancengleichheit-ist-eine-zukunftsfrage.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Das Potenzial von Frauen in der Wissenschaft nutzen: Die akademische Chancengleichheit ist eine Zukunftsfrag</a>e, &#8222;For Women in Science&#8220;, 15.9.2008</li>
<li>Macha, Hildegard &amp; Bauer, Quirin J.: <a href="http://www.scienceblogs.de/for-women-in-science/2008/09/wissenschaftliche-karriere-und-familie-ein-widerspruch.php">Wissenschaftliche Karriere und Familie &#8211; ein Widerspruch!?</a>, &#8222;For Women in Science&#8220;, 18.9.2008</li>
<li>Wissenschaftlerinnenporträt: <a href="http://www.scienceblogs.de/for-women-in-science/2008/09/ruth-moufang-krankungen-leidenschaft-und-beharrlichkeit-die-erste-deutsche-mathematikprofessorin.php">Ruth Moufang: Kränkungen, Leidenschaft und Beharrlichkeit. Die erste deutsche Mathematikprofessorin</a>, &#8222;For Women in Science&#8220;, 18.9.2008</li>
</ul>
<div class="invisible">
<hr size="1" />
<p>Technorati-Tags:</p>
</div>
<p><a class="invisible" href="http://www.technorati.com/tag/Chancengleichheit" rel="tag">Chancengleichheit</a><br />
<a class="invisible" href="http://www.technorati.com/tag/Gleichberechtigung" rel="tag">Gleichberechtigung</a></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_527" class="footnote">Was andere Aspekte angeht &#8211; etwa die Bildungsgerechtigkeit in Abhängigkeit des sozialen Herkunftsmilieus &#8211; besteht freilich weiterhin riesiger Nachholbedarf.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/09/forschende-frauen-und-der-traum-von-der-chancengleichheit-in-der-wissenschaft-werkstattnotiz-116/">Forschende Frauen und der Traum von der Chancengleichheit in der Wissenschaft | Werkstattnotiz 116</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Schnapsidee: Reform der Semesterzeiten &#124; kurz&#038;knapp 49</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/10/schnapsidee-reform-der-semesterzeiten-kurzknapp-49/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Oct 2008 10:00:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschulpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit rund 10 Jahren sind die deutschen Hochschulen ein Schauplatz wildesten Reformeifers. Da wird vorgeschrieben, wieviele Jahre wissenschaftliche Mitarbeiter vor und nach ihrer Promotion an Unis beschäftigt bleiben dürfen (anstatt solche Fragen doch bitte den Instituten selbst zu überlassen), da wird der Bologna-Prozeß bejubelt und in der Begeisterung vergessen, daß möglicherweise auch das bisherige System ... <a title="Schnapsidee: Reform der Semesterzeiten &#124; kurz&#038;knapp 49" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/10/schnapsidee-reform-der-semesterzeiten-kurzknapp-49/" aria-label="Mehr Informationen über Schnapsidee: Reform der Semesterzeiten &#124; kurz&#038;knapp 49">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/10/schnapsidee-reform-der-semesterzeiten-kurzknapp-49/">Schnapsidee: Reform der Semesterzeiten | kurz&#038;knapp 49</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Seit rund 10 Jahren sind die deutschen Hochschulen ein Schauplatz wildesten Reformeifers. Da wird vorgeschrieben, wieviele Jahre wissenschaftliche Mitarbeiter vor und nach ihrer Promotion an Unis beschäftigt bleiben dürfen (anstatt solche Fragen doch bitte den Instituten selbst zu überlassen), da wird der Bologna-Prozeß bejubelt und in der Begeisterung vergessen, daß möglicherweise auch das bisherige System einige bewahrenswerte Eigenschaften hatte oder es werden sog. Lecturer-Stellen eingeführt, die in vielen Fällen die betroffenen Dozenten über das Limit ihrer Leistungsfähigkeit hinaus belasten und somit weder dem wissenschaftlichen Nachwuchs, noch den Studenten wirklich nutzen.</p>
<p><strong>Semesterstart ab 2011 im September?</strong></p>
<h4><span class="pullquote">Welchen Nutzen, welchen Schaden hat eine Vorverlegung des Semesterstarts in den September?</span></h4>
<p>Ein weiteres Reformvorhaben betrifft die Semesterzeiten. Es ist ja so, daß Deutschland relativ spät, nämlich erst Mitte Oktober den Hochschullehrbetrieb aufnimmt &#8211; das soll sich nach dem <a href="http://www.hrk.de/109_3747.php?datum=1.+Mitgliederversammlung+am+4.+Mai+2007">Beschluß der Hochschulrektorenkonferenz</a> vom 4.7.2007 ändern. Ab 2011, so der Plan, soll der Semesterstart dann schon Anfang September stattfinden.</p>
<p>Das Problem: nach dem jetzigen Modus gibt es zwischen den deutschen und den meisten internationalen Hochschulsystemen einige überschneidungsfreie Wochen oder gar Monate. Konkret heißt das: derzeit kommen viele Gastprofessoren etwa aus den USA im späten Juni oder Juli nach Deutschland, umgekehrt reisen viele deutsche Dozenten im März oder September ins Ausland, um dort Lehrveranstaltungen zu übernehmen. In Zukunft wird das nicht mehr möglich sein.</p>
<p><strong>Internationaler Austausch erschwert, Abitur entwertet</strong></p>
<p>Und noch ein zweites Problem schafft die angestrebte Reformlösung: der Zeitraum zwischen Abitur und der Bewerbung an einer Hochschule wird zu knapp. Das wird dazu führen, daß die Abiturienten sich bereits mit ihren Halbjahreszeugnissen um die Studienplätze bewerben müßten, was zwingenderweise zu einer Entwertung des eigentlichen Abiturs führen würde.</p>
<p>Albrecht Koschorke, Literaturwissenschaftler an der Uni Konstanz, hat nun &#8211; wie ich <a href="http://www.sciencegarden.de/blog/2008-10-27/unterschriftenaktion-gegen-neue-semesterzeiten">bei Sciencegarden lese</a> &#8211; eine Unterschriftenaktion gestartet, die den Protest von Hochschullehrern und Dozenten sichtbar machen soll. Im dazugehörigen Aufruf ist zu lesen:</p>
<blockquote><p>Als Forschungsstandort würde Deutschland durch die von der HRK geforderte Änderung Schaden erleiden. Die Mobilität von Hochschullehrern und Nachwuchswissenschaftlern würde empfindlich	vermindert, erfolgreiche Austauschprogramme würden behindert oder unmöglich ge­macht.</p></blockquote>
<div class="links_ticker">
<ul>
<li><a href="http://www.aktion-semesterzeiten.de/index.htm">Aufruf gegen die Verschiebung der Semesterzeiten in Deutschland</a></li>
</ul>
</div>
<div class="invisible">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Reformen">Reformen</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Semesterstart">Semesterstart</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/10/schnapsidee-reform-der-semesterzeiten-kurzknapp-49/">Schnapsidee: Reform der Semesterzeiten | kurz&#038;knapp 49</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Jung, gebildet, sucht&#8230; » Über Sackgassen, Holzwege und fehlende Perspektiven für den akademischen Nachwuchs</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2007/05/jung-gebildet-sucht-ueber-sackgassen-holzwege-und-fehlende-perspektiven-fuer-den-akademischen-nachwuchs/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 May 2007 21:09:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschulpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Risikobiographie]]></category>
		<category><![CDATA[Universität]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.wissenswerkstatt.net/2007/05/17/jung-gebildet-sucht-ueber-sackgassen-holzwege-und-fehlende-perspektiven-fuer-den-akademischen-nachwuchs/</guid>

					<description><![CDATA[<p>Vielleicht hätte man etwas Vernünftiges lernen sollen. Bankkaufmann möglicherweise, immerhin würde man dann verstehen, wieso eine Überweisung von einem Bankkonto auf das andere wie zu Großmutters Zeiten immer noch 2-3 Tage in Anspruch nimmt. Immobilienbranche wäre auch nicht verkehrt: wohnen, schlafen, essen, kochen, dafür wird der gemeine Mitteleuropäer auch in einigen Jahren mit Sicherheit noch ... <a title="Jung, gebildet, sucht&#8230; » Über Sackgassen, Holzwege und fehlende Perspektiven für den akademischen Nachwuchs" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/05/jung-gebildet-sucht-ueber-sackgassen-holzwege-und-fehlende-perspektiven-fuer-den-akademischen-nachwuchs/" aria-label="Mehr Informationen über Jung, gebildet, sucht&#8230; » Über Sackgassen, Holzwege und fehlende Perspektiven für den akademischen Nachwuchs">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/05/jung-gebildet-sucht-ueber-sackgassen-holzwege-und-fehlende-perspektiven-fuer-den-akademischen-nachwuchs/">Jung, gebildet, sucht&#8230; » Über Sackgassen, Holzwege und fehlende Perspektiven für den akademischen Nachwuchs</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vielleicht hätte man etwas Vernünftiges lernen sollen. Bankkaufmann möglicherweise, immerhin würde man dann verstehen, wieso eine Überweisung von einem Bankkonto auf das andere wie zu Großmutters Zeiten immer noch 2-3 Tage in Anspruch nimmt. Immobilienbranche wäre auch nicht verkehrt: wohnen, schlafen, essen, kochen, dafür wird der gemeine Mitteleuropäer auch in einigen Jahren mit Sicherheit noch Räumlichkeiten anmieten oder kaufen, die beheizbar sind und gleichzeitig gewährleisten, daß es einem nicht in die Suppe regnet. </p>
<p>Aber wie man eben so ist, so schlägt man alle Zweifel in den Wind und macht einen &quot;in Wissenschaft&quot;. Nicht genug, daß man sämtlichen Paten-, Erb- und Großtanten seit Jahren rechtfertigenderweise erklären muß, wieso man zwar irgendwann mal Abitur gemacht, das Studium begonnen und sogar abgeschlossen hat, heute aber immer noch nicht einen festen und damit &quot;richtigen&quot; Beruf ausübt. Sowas wie Immobilienmakler zum Beispiel. Nein, so einfach macht man es sich nicht, wenn man einmal aufs Pferd Wissenschaft gesetzt hat.  </p>
<p><strong>Multitalent Nachwuchswissenschaftler</strong></p>
<p>Da man sich ja offenbar als einigermaßen beratungsresistent und enttäuschungsfest erwiesen hat, ist es letztlich gar nicht so schlimm, wenn man feststellen muß, daß man bei diesem seltsamen Spiel die Aufgaben von Jockey, Stallbursche und Manager gleichzeitig zu erfüllen hat. Und wer setzt auf mich?, fragt sich so mancher junge Wissenschaftler während oder nach der Promotion. Kein Problem, man kratzt die letzten Groschen aus dem Portemonnaie<font size="-1"> </font>und finanziert sich selbst. Schließlich hat man doch jahrelange Übung darin, sich mit übersichtlich-studentischem Budget über Wasser zu halten. So groß sind die Ansprüche der meisten Nachwuchswissenschaftler nicht. </p>
<p>Was ist aber, wenn man keine Lust mehr darauf hat, es sportlich zu sehen? Wenn man feststellt, daß allerorten großspurig Investitionen in die Schulen und Universitäten verkündet werden, jedoch bei einem selbst nichts von all den Geldströmen ankommt? Wie kann es sein, daß die Rede von der zentralen Bedeutung von Wissen und Bildung für unsere Zukunft so omnipräsent ist<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/05/jung-gebildet-sucht-ueber-sackgassen-holzwege-und-fehlende-perspektiven-fuer-den-akademischen-nachwuchs/#footnote_0_31" id="identifier_0_31" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Und selbstverst&auml;ndlich &ndash; wie beteuert wird &ndash; genie&szlig;e die finanzielle Ausstattung von Universit&auml;ten allerh&ouml;chste Priorit&auml;t.">1</a> und gleichzeitig der akademische Nachwuchs seine Zukunftschancen so pessimistisch wie nie zuvor einschätzt?</p>
<p><strong>Beschwörungsformeln: Bildung=Zukunft</strong></p>
<p>Nochmal: die Beteuerungen von Administration und Politik, daß der Aus- und Umbau der Hochschulen ein zentraler Baustein sei, um die Bundesrepublik im internationalen Wettbewerb konkurrenz- und zukunftsfähig zu halten, will und kann ich gar nicht anzweifeln. Allein die Umstrukturierung der Studiengänge im Zuge des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bologna-Prozess" target="_blank" >Bologna-Prozesses</a> und die Angleichung an internationale Gepflogenheiten ist und war mit erheblichen finanziellen Bemühungen verknüpft. Ebenso werden &#8211; das kann ich ebensowenig bestreiten &#8211; im Kontext der aktuellen Diskussionen um die Herausbildung von Eliteuniversitäten, die sich innerhalb von Exzellenzwettbewerben<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/05/jung-gebildet-sucht-ueber-sackgassen-holzwege-und-fehlende-perspektiven-fuer-den-akademischen-nachwuchs/#footnote_1_31" id="identifier_1_31" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Der Exzellenzwettbewerb wurde ja an anderer Stelle (besonders wegen der Bevorzugung gro&szlig;er naturwissenschaftlicher Forschungsverb&uuml;nde) hinl&auml;nglich kritisiert; v.a. der Umstand, da&szlig; bei den Bewertungskriterien die Faktoren Drittmitteleinwerbung und Ver&ouml;ffentlichungen in int. Journalen mit m&ouml;glichst hohem Impact-Factor die dominante Rolle spielten, wurde seitens der Sozial- und Geisteswissenschaften bem&auml;ngelt. F&uuml;r die zweite Runde der Begutachtung versprachen DFG und Wissenschaftsrat Korrekturen.">2</a> beweisen müssen, ansehnliche Summen an die Hochschulen ausgeschüttet. Und doch beurteilt der akademische Nachwuchs, also diejenige Wissenschaftlergeneration, die heute zwischen 30-40 Jahre alt ist, seine Perspektiven mehr als skeptisch.</p>
<p>Kann es also sein, daß die übliche Diskussion mindestens in diesem Punkt, also im Bezug auf die Rahmenbedingungen für den universitären Nachwuchs, von falschen Vorannahmen ausgeht? Daß vielleicht sogar eine partielle Blindheit vorliegt, die die Bedingungen, unter denen heute junge Menschen während oder nach ihrer Promotion arbeiten und leben, nicht sehen kann oder will? Oder ist es schlicht Zynismus, der verhindert, anzuerkennen, daß es in einer Lebensphase, in der sich viele andere Altersgenossen um Hausbau und Familienplanung kümmern, manchmal wenig ersprießlich ist, sich von einem befristeten Job zum nächsten zu hangeln? Es gibt, soviel steht fest, so etwas wie ein gebildetes Prekariat.</p>
<p><strong>Akademisches Prekariat</strong>  </p>
<p>Dabei, wohlgemerkt: die Rede ist von jungen Erwachsenen, die meist das 30. Lebensjahr hinter sich gelassen haben und genau die Forderungen, die allenthalben in den Sonntagsreden gestellt werden, längst im Übermaße erfüllt haben. Das beginnt mit einer umfassenden Allgemeinbildung, dem zügigen Studium, den absolvierten Auslandssemestern und Praktika und endet vorläufig mit dem Nachweis wissenschaftlicher Exzellenz: eben durch die erfolgreiche Promotion. Währenddessen haben sich die allermeisten Nachwuchswissenschaftler noch in verschiedenen anderen Bereichen &quot;fit gemacht&quot;, haben sich sozial, politisch, ökologisch engagiert und haben auf diese Weise jede Menge sog. &quot;soft skills&quot; erworben. Und doch, gefragt nach ihren beruflichen Perspektiven innerhalb von Wissenschaft und Forschung, werden die allermeisten ihre Stirn in Falten legen. Sorgenfalten! </p>
<p>Um ehrlich zu sein, verwundert es mich kaum, daß die heutige Studentengeneration, außer mit eher halbherzigen Versuchen gegen Studiengebühren aufzubegehren, kaum in Erscheinung tritt. Viel mehr Grund zu Protest und Reklamation hätten diejenigen, die die akademischen Qualifizierungsmühlen erfolgreich durchlaufen, ihre Fähigkeit und Bereitschaft wissenschaftlich zu arbeiten bewiesen haben und doch feststellen müssen, daß für sie innerhalb von Hochschulen und Instituten kein Platz ist. Wobei &#8211; halt!, Platz und Verwendung gibt es natürlich durchaus, das allerdings eben nur mit schlecht finanzierten, ungesicherten, befristeten Verträgen. Und eines ist ohnehin klar: wer bis vierzig oder allerspätestens fünfundvierzig keine Professur ergattert, für den ist in der Hochschule endgültig kein Platz mehr.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/05/jung-gebildet-sucht-ueber-sackgassen-holzwege-und-fehlende-perspektiven-fuer-den-akademischen-nachwuchs/#footnote_2_31" id="identifier_2_31" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Zumindest keiner, der den Lebensunterhalt sichern k&ouml;nnte; habilitierte Tagel&ouml;hner und Privatdozenten, die von der Hand in den Mund leben, gibt es zu Tausenden. Der Umstand, da&szlig; sie exzellente Forschungs- und Lehrbilanzen aufweisen k&ouml;nnen, &auml;ndert nichts an ihrem bedauernswerten Status.">3</a></p>
<p><strong>Von der Untauglichkeit zum Barrikadenkampf</strong></p>
<p>Was mich nicht verwunderte, wäre eine Protestbewegung des akademischen Mittelbaus. Wo sind all die wissenschaftlichen Mitarbeiter, Assistenten, Hilfskräfte, wo all diejenigen, die sich vertrösten lassen und weiter fleißig arbeiten und lehren und hoffen, daß die 2/3-Stelle auch weiterhin von der DFG bezahlt werden möge? Werden die Barrikaden nur deshalb nicht erklommen, weil man in diesem meist doch etwas fortgeschrittenen Alter fürchtet, sich bei derlei Turnübungen den Ischias einzuklemmen?</p>
<p>Oder ist die Erklärung dann doch wieder ganz trivial? Nämlich, daß diese Unsicherheitserfahrung des wissenschaftlichen Emanzipationsprozesses zwar massenhaft gemacht wird, allerdings je individuell, jeweils an anderen Instituten, in anderen Disziplinen, Fachbereichen, so daß jeder, der sich in dieser unerfreulichen Situation befindet, zwar abstrakt weiß, daß er damit nicht allein ist, die anderen Leidensgenossen jedoch nicht sieht und somit eine Solidarisierung auch nicht zu befürchten oder auch: zu erhoffen ist? </p>
<p>Einer, der genau die skizzierten bitter-frustrierenden biographischen Hängepartien schon mehrmals durchlebt hat, ist Björn. Seinem wachsenden Unmut darüber, macht er ganz aktuell in seinem Blog &#8218;<a target="_blank" href="http://www.tiefes-leben.de/">tiefes leben&#8216;</a> Luft. Als Paläontologe hat er zwar, wie er schreibt, seit Ende seines Studiums 1996 bereits eine sechsstellige Summe an Drittmitteln eingeworben, musste sich nun aber bereits <a target="_blank" href="http://www.tiefes-leben.de/2007/05/16/das-funfte-mal/">zum fünften Mal</a> vorübergehend arbeitslos melden und nach einer neuen Stelle umsehen. Diesmal verschlägt es ihn nach Frankreich&#8230;. </p>
<blockquote>
<p>(&#8230;), da hab ich inzwischen schon eine sechsstellige Summe an Drittmitteln eingeworben. (&#8230;) Aber Perspektive, Perspektive gibt es keine. Klar, mal wieder für einen Appel und ein Ei nach Frankreich, ab dem Winter. Diesmal wieder ohne soziale Abfederung, aber Fellowship an einem bekannten Institut hört sich doch gut an. Das heisst kurzfristig denken, paper im Vierteljahrestakt schreiben und die venia legendi nach hinten verschieben. Hab ja noch ein paar Jährchen bis zur magischen Vierzig. Ok. (&#8230;)</p>
<p>Es gibt keine Struktur mehr an den deutschen Unis, die für ihre jungen Wissenschaftler und Dozenten irgendeine Art von Verantwortung übernimmt. Wir Deutschen sind Einzelkämpfer. Haben unsere fellowships hart erkämpft. Ein Institut, das uns unterstützt, so etwas kennen die Wenigsten von uns aus Deutschland. Es liegt an uns, auf dem Wissenschaftsmarkt zu bestehen und die Regeln zu erkennen, an der richtigen Stelle wissenschaftliche Arbeit zu investieren und das Handwerk zu erlernen. Viele meiner bekannten post-doc Paläontologen leben von dem Segen der “Eigenen Stelle” der DFG. Das ist auch etwas Tolles, da kann man drei Jahre forschen. Aber danach? (&#8230;)</p>
<p>Was fehlt, ist das Danach. Ich habe das Gefühl diese ganzen Grants sind Mittel zu Ausbeutung junger akademischer Arbeitskraft. Wenn du über 40 bist und es noch nicht zum Professor geschafft hast, dann suchst du dir besser einen Job als Taxifahrer, weil: die Quellen für diese Mittel versiegen dann ganz schnell und Stellen im Mittelbau …naja. (&#8230;) die deutschen Unis leben vom Karrierekampf der jungen Akademiker, und davon, dass es ein paar Prozent bis in die C3-Sphären schaffen. </p>
</blockquote>
<p>Man würde sich wünschen, Björns Artikel wäre Pflichtlektüre bei der nächsten Sitzung der Deutschen Kultusminister, Rektorenkonferenz, etc. Aber welche Lehren zieht man aus der oben geschilderten Misere? Ist zu erwarten, daß in naher oder wenigstens mittelfristiger Zukunft diese mißliche Situation erkannt und daraufhin verändert wird?</p>
<p>Denkt man an die 2002 mit großem Aufwand gestartete Initiative zur Etablierung der &quot;Juniorprofessur&quot;, muß man wohl auch für die Zukunft mehr als skeptisch sein. Denn was als Pendant zum viel gerühmten &#8218;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tenure_Track" target="_blank">tenure track&#8216;</a> des angelsächsischen Raumes geplant war, hat sich inzwischen vielerorts als Rohrkrepierer erwiesen: die Eigenständigkeit und Forschungsfreiheit der Juniorprofessoren wurde an den einzelnen Universitäten und Instituten offenbar sehr unterschiedlich interpretiert und neben einigen wenigen positiven Rückmeldungen, sind leider auch hier die negativen Stimmen in der Überzahl.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/05/jung-gebildet-sucht-ueber-sackgassen-holzwege-und-fehlende-perspektiven-fuer-den-akademischen-nachwuchs/#footnote_3_31" id="identifier_3_31" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Denn genauso wie die fr&uuml;heren Assistentenstellen sind die Juniorprofessurpositionen meist auf drei (nach erfolgreicher Evaluation: auf sechs) Jahre begrenzt. Au&szlig;erdem hat die prinzipiell begr&uuml;&szlig;enswerte Juniorprofessur mit einigen Geburtsfehlern zu k&auml;mpfen: u.a. ist der Status des/der Juniorprofessor/in nicht klar geregelt, so da&szlig; h&auml;ufig von Autorit&auml;ts- und Hierarchiegerangel berichtet wird, au&szlig;erdem wurde halbherzigerweise vergessen, die Juniorprofessur als verbindlichen Zugang zur Professur vorzuschreiben. Deshalb haben nach einer gewissen &Uuml;bergangsfrist doch sehr viele Juniorprofessoren begonnen, parallel eine Habilitationsschrift anzufertigen, um sp&auml;ter keine Nachteile bei den Bewerbungen erleiden zu m&uuml;ssen. Diese Zusatzbelastung ist kaum mit engagierter Lehre und reger Publikationspraxis zu vereinbaren. vgl. Die Welt, Juniorprofessur ist noch nicht etabliert, 2.11.2006">4</a></p>
<p>Ursprünglich war man im Bundesbildungs- und Forschungsministerium davon ausgegangen, bis zum Jahr 2010 ca. 6.000 Juniorprofessurstellen installiert zu haben. Der Zwischenstand 2006 weist allerdings gerade ca. 1.000 solche Positionen aus. Und auch für die Juniorprofs gilt: wer nach drei oder sechs Jahren keine Erfolge vorzuweisen hat (also eine eindrucksvolle Publikationsliste und die nötigen innerdisziplinären Netzwerke), wird sich wohl oder übel wieder in die Reihe der befristet beschäftigten akademischen Tagelöhner einreihen müssen. Das Hauptproblem des akademischen Mittelbaus liegt sicher darin, daß die Betreuung der momentan ca. 2 Millionen Studenten von den festangestellten Universitätsmitarbeitern längst nicht mehr bewältigt werden könnte. Inzwischen werden die habilitierten Privatdozenten und Lehrbeauftragte<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/05/jung-gebildet-sucht-ueber-sackgassen-holzwege-und-fehlende-perspektiven-fuer-den-akademischen-nachwuchs/#footnote_4_31" id="identifier_4_31" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die selbst zumeist von ihren Eink&uuml;nften aus diesen Lehrverpflichtungen nicht leben k&ouml;nnten und f&uuml;r ihren Existenzunterhalt au&szlig;eruniversit&auml;r arbeiten m&uuml;ssen.">5</a> sogar von akademischen Lehrkräften unterstützt, die auf der <a href="http://www.wdr.de/tv/monitor/beitrag.phtml?bid=867&amp;sid=160" target="_blank">Basis von 1-Euro-Jobs </a>Seminare abhalten! Kann man noch eindringlicher signalisieren, daß einem die tatsächliche Realität an deutschen Hochschulen und die Arbeitsbedingungen des Personals gleichgültig sind?</p>
<p><strong>Mißverständnisse: Kompetenzmultiplikation und Know-How-Erwirtschaftung</strong></p>
<p>Eines wird deutlich: die einseitige Fokussierung auf die Elite- und Exzellenzdiskussion hat den Blick auf den universitären Alltag verstellt. Die Universität  wird zumeist auf folgende zwei Funktionen reduziert: erstens auf ihre Aufgabe, in möglichst effizienter Weise junge Menschen mit hochkomplexen Fertigkeitsprofilen auszustatten, die schließlich nach Durchlaufen ihrer universitären Ausbildung (so die Hoffnung) in den Unternehmen nachgefragt werden. Die Universität wird hier als Kompetenzmultiplikationsmaschine (miß-)verstanden: das spezialisierte Fachwissen des Lehrpersonals, wird an die zukünftigen Arbeitskräfte weitervermittelt<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/05/jung-gebildet-sucht-ueber-sackgassen-holzwege-und-fehlende-perspektiven-fuer-den-akademischen-nachwuchs/#footnote_5_31" id="identifier_5_31" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="dies v.a. in den Ingenieursdisziplinen, aber auch in den wirtschaftsorientierten F&auml;chern oder der Medizin">6</a>. Entscheidend ist hier also die Input-/Output-Rate. Indiz dafür ist das ständige Schielen auf das Alter der Absolventen im internationalen Vergleich. Je schneller die Studenten ihr Studium abschließen, als desto erfolgreicher und effizienter wird das Hochschulsystem angesehen.</p>
<p>Das zweite Leistungskriterium sind die Resultate der universitären Forschung, die sich idealerweise in marktgängige Anwendungen übersetzen lassen. Es ist kein Zufall, daß <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Karlheinz_Brandenburg" target="_blank" >Karlheinz Brandenburg</a> als einer der herausragenden Wissenschaftler der vergangenen Jahre gilt. Brandenburg hat maßgeblich an der Entwicklung des MP3-Formates zur Datenkompression mitgewirkt und wurde u.a. dafür mit dem &quot;Deutschen Zukunftspreis&quot; und 2006 auch mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Brandenburg ist sicherlich ein ausgezeichneter Wissenschaftler, doch seine Anerkennung wurde ihm zuteil, da sich seine wissenschaftlichen Erkenntnisse in greifbare Produkte der Unterhaltungsindustrie umsetzen ließen. Für den Großteil der Wissenschaftler an deutschen Universitäten scheidet eine solche Anwendung ihres Wissens ohnehin aus. Deutlich wird, daß Universität hier als Know-How-Lieferant angesprochen und eben darauf reduziert wird.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/05/jung-gebildet-sucht-ueber-sackgassen-holzwege-und-fehlende-perspektiven-fuer-den-akademischen-nachwuchs/#footnote_6_31" id="identifier_6_31" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Der Umstand, da&szlig; Universit&auml;t auch andere Aufgaben erf&uuml;llen k&ouml;nnte und m&uuml;&szlig;te, wird aktuell allzu oft &uuml;bersehen. Immer noch lesenswert der Beitrag von Lord R. Dahrendorf in der ZEIT, s. Linktipps.">7</a></p>
<p>Genau das sind die hintergründigen Motive dafür, daß deutsche Politiker davon träumen, mit 1-2 Eliteuniversitäten zu den großen &quot;Marken&quot; der Wissenschaftswelt aufzuschließen.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/05/jung-gebildet-sucht-ueber-sackgassen-holzwege-und-fehlende-perspektiven-fuer-den-akademischen-nachwuchs/#footnote_7_31" id="identifier_7_31" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Zumindest die finanz- und forschungsstarke ETH Z&uuml;rich ist hier das Ma&szlig; der Dinge; insgeheim orientiert man sich freilich am noch prestigetr&auml;chtigeren MIT/Cambridge.">8</a> Die Art und Weise, wie die Studenten zu ihren Abschlüssen kommen, interessiert nur noch peripher. Geleistet wird dies zu einem Großteil von den genannten Lehrbeauftragten, Privatdozenten und Promovierten. Deren Arbeitsbedingungen, Bezahlung und Karrierechancen sind allerdings geradezu obszön. Der einzige nachvollziehbare Grund, weshalb dieses System der Ausbeutung funktioniert, ist das große Faszinosum, das wissenschaftliche Arbeit nichtsdestotrotz darstellt. Denn ja, für die Vielzahl dieser prekär Beschäftigten im Alter von 30-40 Jahren ist die Möglichkeit wissenschaftlich zu arbeiten ein Traum. Und für diesen Traum werden Unsicherheiten und finanzielle Durststrecken fast immer akzeptiert. Und, das ist der entscheidende zweite Faktor: die Konkurrenz selbst um die schlechtbezahlten, befristeten Stellen ist riesengroß.&nbsp;</p>
<p>Interessant ist, wie die Politik darauf reagieren wird, wenn (wie angekündigt und nach ihrem eigenen Wunsch) innerhalb der nächsten Jahre die Studentenzahlen von derzeit 2 Millionen auf 2,7 Millionen ansteigen. Die Spirale des Lohn- und Statusdumpings für das wissenschaftliche Fußvolk lässt sich im Grunde kaum mehr weiter drehen. Wobei &#8211; vielleicht sollte man sich dessen nicht so sicher sein&#8230;<br />&nbsp;</p>
<p><strong>Literatur- und Linktipps:</strong></p>
<p><em>Hochschulpolitik / Bildungspolitik allgemein:</em></p>
<ul>
<li>Dahrendorf, Ralf (1984): <a href="http://www.zeit.de/archiv/1984/11/Zt19840309_032_0060" target="_blank">Leitstern Qualität</a>. Zur Diskussion über Eliten, Universitäten und technischen Fortschritt. DIE ZEIT. &nbsp;</li>
<li>Welzer, Harald (2007): <a href="http://www.zeit.de/2007/05/Geisteswiss-Welzer" target="_blank">Schluss mit nutzlos!</a>, DIE ZEIT, 25.01.2007 </li>
<li>Nida-Rümelin, Julian (2006): &quot;Die hochschulpolitische Lage und die Zukunft der Geisteswissenschaften in Deutschland&quot;. Beitrag zum Sonderheft Hochschulpolitik &quot;Aus Politik und Zeitgeschehen&quot;, Beilage zu: Das Parlament, Heft 48/2006 [<a href="http://www.julian.nida-ruemelin.de/docs/hochschulpolitik.pdf">PDF-Download</a>]</li>
<li>Wintermantel, Margret (2006): <a target="_blank" href="http://www.bpb.de/publikationen/C13BLY,3,0,Hochschulreform_aus_Sicht_der_Hochschulen.html">Hochschulreform aus Sicht der Hochschulen</a>. Beitrag zum Sonderheft Hochschulpolitik &quot;Aus Politik und Zeitgeschehen&quot;, Beilage zu: Das Parlament, Heft 48/2006&nbsp;</li>
</ul>
<p><em>Prekäre Beschäftigungsverhältnisse und Karrierehindernisse für Nachwuchswissenschaftler:</em></p>
</p>
<ul>
<li>Janson, Kerstin / Schomburg, Harald / Teichler, Ulrich (2006): Wissenschaftliche Wege zur Professur oder ins Abseits? Studie des INCHER für das German Academic International Network. Kassel. [http://www.gain-network.org/ &#8211; <a href="http://www.gain-network.org/file_depot/0-10000000/10000-20000/16468/folder/44145/INCHER+Studie+zum+wissenschaftlichen+Arbeistmarkt.pdf" target="_blank">PDF-Download</a>]&nbsp;</li>
<li>Weber, Marcus: Privatdozenten. <a href="http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,455540,00.html" target="_blank">Die Billigheimer der Wissenschaft</a>, Spiegel-Online, 8.1.2007</li>
<li>Stumberger, Rudolf (2006): <a target="_blank" href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/22/22954/1.html">Die wissenschaftliche Elite &#8211; draußen vor der Tür</a>. telepolis, 26.06.2006</li>
</ul>
<p><em>Zur Kritik am Exzellenzwettbewerb der Bundesregierung:</em></p>
<ul>
<li>Münch, Richard (2006): <a href="http://www.tagesspiegel.de/wissen-forschen/archiv/06.11.2006/2878845.asp" target="_blank">Exzellenz ohne Legitimität</a>, Tagesspiegel, 6.11.2006&nbsp;</li>
<li>Hartmann, Michael (2006): Die Exzellenzinitiative &#8211; ein Paradigmenwechsel in der deutschen Hochschulpolitik. Leviathan, 34, Heft 4/2006, 447-465. [Download als <a href="http://www.ifs.tu-darmstadt.de/fileadmin/soziologie/rott/Web.doc" target="_blank">Word-Dokument</a>]&nbsp;</li>
<li>Stegemann, Thorsten (2006): <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/23/23761/1.html" target="_blank">Leuchttürme und unklare Aussichten</a>. telepolis, 16.10.2006&nbsp;</li>
</ul>
<p>&nbsp; </p>
<p></p></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_31" class="footnote">Und selbstverständlich &#8211; wie beteuert wird &#8211; genieße die finanzielle Ausstattung von Universitäten allerhöchste Priorität.</li><li id="footnote_1_31" class="footnote">Der Exzellenzwettbewerb wurde ja an <a href="http://www.tagesspiegel.de/wissen-forschen/archiv/06.11.2006/2878845.asp" target="_blank">anderer Stelle</a> (besonders wegen der Bevorzugung großer naturwissenschaftlicher Forschungsverbünde) hinlänglich kritisiert; v.a. der Umstand, daß bei den Bewertungskriterien die Faktoren Drittmitteleinwerbung und Veröffentlichungen in int. Journalen mit möglichst hohem Impact-Factor die dominante Rolle spielten, wurde seitens der Sozial- und Geisteswissenschaften bemängelt. Für die zweite Runde der Begutachtung versprachen DFG und Wissenschaftsrat Korrekturen.</li><li id="footnote_2_31" class="footnote">Zumindest keiner, der den Lebensunterhalt sichern könnte; habilitierte Tagelöhner und Privatdozenten, die von der Hand in den Mund leben, gibt es zu Tausenden. Der Umstand, daß sie exzellente Forschungs- und Lehrbilanzen aufweisen können, ändert nichts an ihrem bedauernswerten Status.</li><li id="footnote_3_31" class="footnote">Denn genauso wie die früheren Assistentenstellen sind die Juniorprofessurpositionen meist auf drei (nach erfolgreicher Evaluation: auf sechs) Jahre begrenzt. Außerdem hat die prinzipiell begrüßenswerte Juniorprofessur mit einigen Geburtsfehlern zu kämpfen: u.a. ist der Status des/der Juniorprofessor/in nicht klar geregelt, so daß häufig von Autoritäts- und Hierarchiegerangel berichtet wird, außerdem wurde halbherzigerweise vergessen, die Juniorprofessur als verbindlichen Zugang zur Professur vorzuschreiben. Deshalb haben nach einer gewissen Übergangsfrist doch sehr viele Juniorprofessoren begonnen, parallel eine Habilitationsschrift anzufertigen, um später keine Nachteile bei den Bewerbungen erleiden zu müssen. Diese Zusatzbelastung ist kaum mit engagierter Lehre und reger Publikationspraxis zu vereinbaren. vgl. Die Welt, <a href="http://www.welt.de/print-welt/article91701/Juniorprofessur_ist_noch_nicht_etabliert.html" target="_blank">Juniorprofessur ist noch nicht etabliert</a>, 2.11.2006</li><li id="footnote_4_31" class="footnote">Die selbst zumeist von ihren Einkünften aus diesen Lehrverpflichtungen nicht leben könnten und für ihren Existenzunterhalt außeruniversitär arbeiten müssen.</li><li id="footnote_5_31" class="footnote">dies v.a. in den Ingenieursdisziplinen, aber auch in den wirtschaftsorientierten Fächern oder der Medizin</li><li id="footnote_6_31" class="footnote">Der Umstand, daß Universität auch andere Aufgaben erfüllen könnte und müßte, wird aktuell allzu oft übersehen. Immer noch lesenswert der Beitrag von Lord R. Dahrendorf in der ZEIT, s. Linktipps.</li><li id="footnote_7_31" class="footnote">Zumindest die finanz- und forschungsstarke ETH Zürich ist hier das Maß der Dinge; insgeheim orientiert man sich freilich am noch prestigeträchtigeren <a  target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Massachusetts_Institute_of_Technology">MIT</a>/Cambridge.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/05/jung-gebildet-sucht-ueber-sackgassen-holzwege-und-fehlende-perspektiven-fuer-den-akademischen-nachwuchs/">Jung, gebildet, sucht&#8230; » Über Sackgassen, Holzwege und fehlende Perspektiven für den akademischen Nachwuchs</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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