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	<title>Hirnforschung Archive &#187; Wissenswerkstatt</title>
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	<description>Blog zu Wissenschaft &#38; Wissenschaftskommunikation </description>
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	<title>Hirnforschung Archive &#187; Wissenswerkstatt</title>
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		<title>Unpolitische Studentengeneration ::: Religiosität als Stressblocker &#124; Werkstatt-Ticker 59</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc Scheloske]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Mar 2009 16:00:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Hirnforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Studenten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>» Jung, unpolitisch, desinteressiert&#8230; Mein Studium liegt schon einige Jahre zurück und vermutlich ist das auch gut so. Jüngste Studienergebnisse, die sich mit Einstellungen, Werthaltungen und politischem Engagement von Studenten beschäftigen, zeigen ein interessantes, in manchen Facetten ziemlich trauriges  Bild: heutige Studenten sind unpolitischer denn je und pendeln irgendwo im Niemandsland von Lethargie und neuer ... <a title="Unpolitische Studentengeneration ::: Religiosität als Stressblocker &#124; Werkstatt-Ticker 59" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2009/03/unpolitische-studentengeneration-religiositat-als-stressblocker-werkstatt-ticker-59/" aria-label="Mehr Informationen über Unpolitische Studentengeneration ::: Religiosität als Stressblocker &#124; Werkstatt-Ticker 59">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2009/03/unpolitische-studentengeneration-religiositat-als-stressblocker-werkstatt-ticker-59/">Unpolitische Studentengeneration ::: Religiosität als Stressblocker | Werkstatt-Ticker 59</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/category/werkstatt-ticker/"><img decoding="async" class="alignright size-full wp-image-234" style="border: 1px solid #DCDCDC; margin: 6px; float: right;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/uploads/2008/04/ticker_02a.jpg" alt="Ticker.jpg" width="180" height="121" /></a><span style="font-size: xx-large; color: #808080;"><span class="ticker_titel"><strong>»</strong> </span><span style="font-size: large;"><span class="ticker_titel">Jung, unpolitisch, desinteressiert&#8230;<br />
</span></span></span></h2>
<p>Mein Studium liegt schon einige Jahre zurück und vermutlich ist das auch gut so. Jüngste Studienergebnisse, die sich mit Einstellungen, Werthaltungen und politischem Engagement von Studenten beschäftigen, zeigen ein interessantes, in manchen Facetten ziemlich trauriges  Bild: heutige Studenten sind unpolitischer denn je und pendeln irgendwo im Niemandsland von Lethargie und neuer Bürgerlichkeit.</p>
<p>Die <a href="http://www.uni-konstanz.de/FuF/SozWiss/fg-soz/bargel/">Hochschulforscher aus Konstanz</a> führen seit Jahren regelmäßig Befragungen zu Lust und Frust des Studiums, Zukunftsperspektiven und Einstellung der Studentengeneration durch. Aktuell wurden fast 9000 Studenten an 25 Unis befragt. </p>
<h4><span class="pullquote_left">Studentengeneration 2009: Ängstlich, lethargisch, latent fremdenfeindlich? </span></h4>
<p>Lediglich 37% gaben zur Auskunft, daß sie sich halbwegs für Politik interessierten (das sind fast 20% weniger als noch vor wenigen Jahren). Und sich selbst verorten die meisten angehenden Akademiker auch nicht mehr innerhalb der klassischen politischen Lager, sondern &#8222;irgendwo in der Mitte&#8220;.</p>
<p>Verloren in dieser unentschiedenen Mitte sprechen sich 52% für die &#8222;Förderung von Technologien&#8220; sowie die &#8222;harte Bestrafung von Kriminellen&#8220; aus. Da wundert dann auch kaum mehr, daß jeder vierte Student die &#8222;Begrenzung der Zuwanderung von Ausländern&#8220; fordert und stattliche 17% sich für die &#8222;Abwehr kultureller Überfremdung&#8220; aussprechen.</p>
<p>Traurig.</p>
<div class="links_ticker">Quelle:</p>
<ul>
<li>Bildungstudie: <a href="http://www.zeit.de/news/artikel/2009/03/01/2741556.xml">Studenten unpolitisch und resigniert</a>, Tagesspiegel, 1.3.2009</li>
</ul>
</div>
<h2><span style="font-size: xx-large; color: #808080;"><span class="ticker_titel"><strong>»</strong> </span><span style="font-size: large;"><span class="ticker_titel">Feine Unterschiede: Unterscheidet sich das Gehirn von Gläubigen und Nicht-Gläubigen?</span></span></span></h2>
<p>Um überhaupt erst gar keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen: ich halte nichts von pauschalen Kategorisierungen, die auf der einen Seite vermeintlich naive Gläubige, auf der anderen Seite aufgeklärte, rationale Atheisten verorten.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2009/03/unpolitische-studentengeneration-religiositat-als-stressblocker-werkstatt-ticker-59/#footnote_0_908" id="identifier_0_908" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Solche Pauschalisierungen gibt es freilich genauso h&auml;ufig in der Form, da&szlig; sich gott- und gewissenlose Atheisten gegen&uuml;ber verantwortungsbewu&szlig;t-ethisch handelnden Christen gegen&uuml;berstehen. Alles Quatsch&hellip;">1</a> Nach meinen Erfahrungen gibt es in beiden Fraktionen vernünftige, liebenswerte Zeitgenossen. Und es gibt genausoviele aufgeklärt, liberale Christen, wie es eben auch verbohrt, dogmatische Atheisten gibt. </p>
<p>Doch bei aller Gemeinsamkeit in der Haltung, so unterscheiden sich diese beiden Personengruppen &#8211; wenigstens wenn man manchen Studien glauben darf &#8211; hinsichtlich ihrer neurologischen Basisausstattung. </p>
<p><strong>Weniger Stress durch Glauben?</strong></p>
<p>Ein Forscherteam um den Psychologen <a href="http://www.utsc.utoronto.ca/~inzlicht/">Michael Inzlicht</a> von der Uni in Toronto hat herausgefunden, daß gläubige Probanden bei einem Test deutlich weniger Stressanzeichen zeigten, wenn sie Fehler machten. Im Bereich des Anterior Cingulate Cortex (ACC) zeigte diese Gruppe weniger Aktivitätsmuster, als die Probanden, die nichtreligiös waren. Inzlicht erläutert:</p>
<blockquote><p>&#8222;We found that religious people or even people who simply believe in the existence of God show significantly less brain activity in relation to their own errors. They&#8217;re much less anxious and feel less stressed when they have made an error.&#8220;</p></blockquote>
<p>Nun stellt sich freilich die Frage, ob hier ein kausaler Zusammenhang besteht. Oder anders: ist dieses neuronale Verabeitungsmuster von Stress bzw. der Umgang mit eigenen Fehlern (in diesem bestimmten Hirnbereich) eine Folge der religiösen Praxis? Oder ist es schlicht (und möglicherweise ganz zufällig) so, daß eben just solche Personen, die hier Auffälligkeiten aufweisen auch besonders dazu neigen an Gott zu glauben? </p>
<p>Oder nochmal anders und einfach formuliert, was war zuerst da: Glaube oder Stressresistenz? Ob der bloggende <a href="http://religionswissenschaft.twoday.net/">Neurotheologe Michael Blume</a> hier bereits eine Antwort hat? </p>
<div class="links_ticker">Link:</p>
<ul>
<li><a href="http://esciencenews.com/articles/2009/03/04/researchers.find.brain.differences.between.believers.and.non.believers">Researchers find brain differences between believers and non-believers</a>, !science-news, 4.3.2009</li>
</ul>
</div>
<div class="invisible">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Studenten">Studenten</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Religion">Religion</a></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_908" class="footnote">Solche Pauschalisierungen gibt es freilich genauso häufig in der Form, daß sich gott- und gewissenlose Atheisten gegenüber verantwortungsbewußt-ethisch handelnden Christen gegenüberstehen. Alles Quatsch&#8230;</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2009/03/unpolitische-studentengeneration-religiositat-als-stressblocker-werkstatt-ticker-59/">Unpolitische Studentengeneration ::: Religiosität als Stressblocker | Werkstatt-Ticker 59</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Kognitive Höchstleistungen und lebenslanges Lernen ::: Ermüdende Zecken-Impf-PR &#124; Werkstatt-Ticker 61</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2009/03/kognitive-hochstleistungen-und-lebenslanges-lernen-ermudende-zecken-impf-pr-werkstatt-ticker-61/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc Scheloske]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Mar 2009 18:10:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gedächtnis]]></category>
		<category><![CDATA[Hirnforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Pharmaindustrie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>» Leistungseinbußen schon mit 27 Jahren&#8230; und dann? Eigentlich wissen wir es längst, daß unsere biologisch-physische Konstitution nicht mehr angemessen mit unseren praktisch-sozialen Lebensumständen synchronisiert ist. Denn was hilft einem das Wissen, daß (rein biologisch gesehen!) es am sinnvollsten wäre, sich mit 18, 19 oder 20 Jahren an die Zeugung von Nachwuchs zu machen, wenn ... <a title="Kognitive Höchstleistungen und lebenslanges Lernen ::: Ermüdende Zecken-Impf-PR &#124; Werkstatt-Ticker 61" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2009/03/kognitive-hochstleistungen-und-lebenslanges-lernen-ermudende-zecken-impf-pr-werkstatt-ticker-61/" aria-label="Mehr Informationen über Kognitive Höchstleistungen und lebenslanges Lernen ::: Ermüdende Zecken-Impf-PR &#124; Werkstatt-Ticker 61">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2009/03/kognitive-hochstleistungen-und-lebenslanges-lernen-ermudende-zecken-impf-pr-werkstatt-ticker-61/">Kognitive Höchstleistungen und lebenslanges Lernen ::: Ermüdende Zecken-Impf-PR | Werkstatt-Ticker 61</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/category/werkstatt-ticker/"><img decoding="async" class="alignright size-full wp-image-234" style="border: 1px solid #DCDCDC; margin: 6px; float: right;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/uploads/2008/04/ticker_02a.jpg" alt="Ticker.jpg" width="180" height="121" /></a><span style="font-size: xx-large; color: #808080;"><span class="ticker_titel"><strong>»</strong> </span><span style="font-size: large;"><span class="ticker_titel">Leistungseinbußen schon mit 27 Jahren&#8230; und dann?<br />
</span></span></span></h2>
<p>Eigentlich wissen wir es längst, daß unsere biologisch-physische Konstitution nicht mehr angemessen mit unseren praktisch-sozialen Lebensumständen synchronisiert ist. Denn was hilft einem das Wissen, daß (rein biologisch gesehen!) es am sinnvollsten wäre, sich mit 18, 19 oder 20 Jahren an die Zeugung von Nachwuchs zu machen, wenn realistischerweise das Zeitfenster für die Familienplanung sich frühestens zehn Jahre später öffnet? Da nutzen einem auch die beweglichsten Spermien nichts, die man mal hatte, als man jung war.</p>
<p>Ähnlich ist es &#8211; wenn man den Berichten über eine US-Studie glauben darf &#8211; wenn es um die Entwicklung der geistigen Leistungsfähigkeit geht: mit 22 erreichen wir hier die besten Fitnesswerte. Auffassungsgabe, logisches Denkvermögen, Problemlösegeschwindigkeit sind bei den Anfang Zwanzigjährigen am besten. Nur fünf Jahre später beginnt bereits der schleichende Verfall. Die Schlagzeilen der kurzen Berichte zu dieser Studie lauten entsprechend:</p>
<ul>
<li><a href="http://derstandard.at/?url=/?id=1237227512973">Ab 27 geht es geistig bergab</a></li>
<li><a href="http://news.bbc.co.uk/1/hi/health/7945569.stm">&#8218;Brain decline&#8216; begins at age 27</a></li>
</ul>
<p>Liest man sich den Abstract der Studie freilich genauer und die Berichte bis zum Ende durch, dann stellt man fest, daß die Ergebnisse der Studie, an der rund 2000 Probanden zwischen 18 und 60 Jahren teilnahmen, gar nicht so pessimistisch stimmen müssen.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2009/03/kognitive-hochstleistungen-und-lebenslanges-lernen-ermudende-zecken-impf-pr-werkstatt-ticker-61/#footnote_0_952" id="identifier_0_952" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die Studie erscheint in der aktuellen Ausgabe von Neurobiology of Aging, wo &uuml;brigens andere Artikel durchaus abweichende Positionen bzgl. der aufgestellten Thesen (Abbauprozesse ab 27 Jahre) nachzulesen sind.">1</a></p>
<h4><span class="pullquote">Beginnt der geistige Verfall wirklich schon mit Mitte 20? </span></h4>
<p>Denn das Erinnerungsvermögen bleibt bis zum 40. Lebensjahr auf allerhöchstem Niveau und die Aneignung von neuem Wissen (wenn es etwa um den Spracherwerb geht) oder die Informationsverarbeitung kommt erst im höheren Alter richtig in Schwung. Kurz gesagt: man lernt einfach immer mehr dazu, die mentalen Ausdauerfähigkeiten steigen weiter an, die kurzen Sprints überläßt man da doch gern den jungen Hüpfern mit ihren 22 Jahren.</p>
<div class="links_ticker">
<strong>Mehr:</strong></p>
<ul>
<li>Der Standard: <a href="http://derstandard.at/?url=/?id=1237227512973">Ab 27 geht es geistig bergab</a>, 16.3.2009</li>
<li>Ars technica:<br />
<a href="http://arstechnica.com/science/news/2009/03/cognitive-declines-affecting-science-reporting.ars">Does brain rot set in after 27? Depends how you measure</a></li>
<li>Timothy A. Salthouse: <a href="http://www.sciencedirect.com/science?_ob=ArticleURL&#038;_udi=B6T09-4VNCBT1-1&#038;_user=10&#038;_coverDate=04%2F30%2F2009&#038;_rdoc=4&#038;_fmt=high&#038;_orig=browse&#038;_srch=doc-info(%23toc%234857%232009%23999699995%23972065%23FLA%23display%23Volume)&#038;_cdi=4857&#038;_sort=d&#038;_docanchor=&#038;_ct=25&#038;_acct=C000050221&#038;_version=1&#038;_urlVersion=0&#038;_userid=10&#038;md5=0354fbcfea27473657cf06f3f7c62320">When does age-related cognitive decline begin?</a>, in Neurobiology of Aging, Volume 30, Issue 4, April 2009, Pages 507-514 </li>
</ul>
</div>
<h2><span style="font-size: xx-large; color: #808080;"><span class="ticker_titel"><strong>»</strong> </span><span style="font-size: large;"><span class="ticker_titel">Fragwürdige Zecken-Impf-PR</span></h2>
<p>Zecken sind &#8211; darüber braucht man nicht zu debattieren &#8211; unangenehme Blutsauger. Und die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fr%C3%BChsommer-Meningoenzephalitis">FSME</a>, die durch Zecken in bestimmten Risikogebieten übertragen wird, zählt ebenfalls zu den Dingen, auf die man getrost verzichten kann. Dennoch sind die permanenten Aufrufe zur FSME-Schutzimpfung mit Vorsicht zu genießen, nicht nur weil gegen die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lyme-Borreliose">Lyme-Borreliose</a> die oft als Rundum-Sorglos-Paket proagierte Zeckenimpfung sowieso nichts nützt.</p>
<p>Wenn man freilich ständig in Wiesen und Wäldern unterwegs ist, gar beruflich als Förster dort zu tun hat, dann ist die FSME-Impfung logischerweise zu empfehlen. Und uns anderen sollte bewußt sein, daß die FSME-Impfstoffhersteller ganz hervorragend auf der großen PR-Klaviatur spielen. Denn &#8211; wie die <a href="http://gesundheit.blogger.de/stories/1362871/">Stationäre Aufnahme zeigt</a> &#8211; die dringende Notwendigkeit zur Impfung sei immer gegeben. </p>
<p>Nach milden Wintern natürlich ganz besonders &#8211; wie hier am 7.1.2007 bei Focus nachzulesen:</p>
<blockquote><p><a href="http://www.focus.de/gesundheit/news/warmer-winter_aid_122220.html">Warmer Winter begünstigt die Zecken</a><br />
Heuer muss man aufgrund des Wetters wieder mit einer Zeckenplage rechnen. Amtsarzt Klaus Fillafer rät zu einer Schutzimpfung gegen FSME, die gefährliche Hirnhautentzündung. </p></blockquote>
<p>Und nach kalten Wintern erst recht, wie man jüngst im Abendblatt lesen konnte:</p>
<blockquote><p><a href="http://www.abendblatt.de/daten/2008/04/17/870115.html">Zecken mögen kalte Winter</a><br />
Bei den Zecken führen kalte Winter sogar eher dazu, dass ihre Zahl steigt.&#8220; Denn Schnee und Frost schützen die Zecken in der Phase ihrer Kältestarre. Darüber hinaus können in warmen und feuchten Wintern die Zecken von Pilzen geschädigt werden.</p></blockquote>
<p>Um ehrlich zu sein, hätte ich es doch gern, wenn die sich wenigstens entscheiden könnten, ob nun kalte oder warme Winter für die Zecken günstig sind. </p>
<div class="links_ticker">Mehr bei der Stationären Aufnahme:</p>
<ul>
<li><a href="http://gesundheit.blogger.de/stories/1362871/">Allwettertaugliche Zeckenexperten</a>, 18.3.2009</li>
</ul>
</div>
<div class="invisible">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Klimawandel">Klimawandel</a></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_952" class="footnote">Die Studie erscheint in der aktuellen Ausgabe von Neurobiology of Aging, wo übrigens andere Artikel durchaus abweichende Positionen bzgl. der aufgestellten Thesen (Abbauprozesse ab 27 Jahre) nachzulesen sind.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2009/03/kognitive-hochstleistungen-und-lebenslanges-lernen-ermudende-zecken-impf-pr-werkstatt-ticker-61/">Kognitive Höchstleistungen und lebenslanges Lernen ::: Ermüdende Zecken-Impf-PR | Werkstatt-Ticker 61</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Libet und die Folgen » Neue Runde in der Diskussion um den &#8222;freien Willen&#8220; &#124; kurz&#038;knapp 29</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/libet-und-die-folgen-neue-runde-in-der-diskussion-um-den-freien-willen-kurzknapp-29/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Apr 2008 13:00:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Hirnforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Ich-Maschine]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Neurowissenschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftssoziologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine neue Runde in der Diskussion um den freien Willen ist eröffnet. Diesmal sind es die Studienergebnisse von John-Dylan Haynes und seinen Kollegen vom Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig. Dank bildgebender Verfahren konnten die Forscher ihre Probanden (bzw. genauer: die Stoffwechselaktivitätsmuster in deren Gehirnen) beobachten, während diese Entscheidungsaufgaben bewältigen mußten. Wie die Wissenschaftler ... <a title="Libet und die Folgen » Neue Runde in der Diskussion um den &#8222;freien Willen&#8220; &#124; kurz&#038;knapp 29" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/libet-und-die-folgen-neue-runde-in-der-diskussion-um-den-freien-willen-kurzknapp-29/" aria-label="Mehr Informationen über Libet und die Folgen » Neue Runde in der Diskussion um den &#8222;freien Willen&#8220; &#124; kurz&#038;knapp 29">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/libet-und-die-folgen-neue-runde-in-der-diskussion-um-den-freien-willen-kurzknapp-29/">Libet und die Folgen » Neue Runde in der Diskussion um den &#8222;freien Willen&#8220; | kurz&#038;knapp 29</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-251" style="float: right;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/uploads/2008/04/schadel_01.jpg" alt="Röntgenaufnahme Schädel" width="173" height="190" /><strong>Eine neue Runde in der Diskussion um den freien Willen ist eröffnet. Diesmal sind es die Studienergebnisse von John-Dylan Haynes und seinen Kollegen vom Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig. </strong></p>
<p>Dank bildgebender Verfahren konnten die Forscher ihre Probanden (bzw. genauer: die Stoffwechselaktivitätsmuster in deren Gehirnen) beobachten, während diese Entscheidungsaufgaben bewältigen mußten.</p>
<p>Wie die Wissenschaftler vorgestern in &#8222;Nature Neuroscience&#8220;<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/libet-und-die-folgen-neue-runde-in-der-diskussion-um-den-freien-willen-kurzknapp-29/#footnote_0_250" id="identifier_0_250" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Chun Siong Soon, Marcel Brass, Hans-Jochen Heinze &amp; John-Dylan Haynes: Unconscious determinants of free decisions in the human brain, in: Nature Neuroscience, Published online: 13 April 2008 | doi:10.1038/nn.2112">1</a> berichteten, konnten sie anhand der Aktivitätsmuster im Bereich des frontalen Cortex vorhersagen, welche Entscheidung<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/libet-und-die-folgen-neue-runde-in-der-diskussion-um-den-freien-willen-kurzknapp-29/#footnote_1_250" id="identifier_1_250" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="In den meisten Versuchssituationen mu&szlig;ten die Probanden sich entscheiden, einen Knopf entweder mit der linken oder rechten Hand zu dr&uuml;cken.">2</a> die Versuchsteilnehmer fällen werden, bevor (!) dies den Probanden selbst faktisch bewußt wurde.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/libet-und-die-folgen-neue-runde-in-der-diskussion-um-den-freien-willen-kurzknapp-29/#footnote_2_250" id="identifier_2_250" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="John-Dylan Haynes spricht selbst davon, da&szlig; eben die neuronale Bereitschaft bzw. Aktivit&auml;t zeitlich der &bdquo;gef&uuml;hlten&ldquo; Entscheidung vorausgeht.">3</a></p>
<p>Diese Befunde bestätigen im wesentlichen die <a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/Benjamin_Libet" target="_blank">Libet-Experimente</a><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/libet-und-die-folgen-neue-runde-in-der-diskussion-um-den-freien-willen-kurzknapp-29/#footnote_3_250" id="identifier_3_250" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Bereits 1979 hatte der Neurophysiologe Benjamin Libet gezeigt, da&szlig; wenige Millisekunden bevor eine als &bdquo;bewu&szlig;t&ldquo; kognizierte Entscheidung gef&auml;llt wird, bereits ein &bdquo;Bereitschaftspotential&ldquo; vorliegt.">4</a>  und eine Vielzahl ähnlicher Studien, aus denen &#8211; in meinen Augen voreilig und kurzschlüssig &#8211; herausgelesen wird, daß der sog. &#8222;freie Wille&#8220; eine Illusion sei.</p>
<p><strong>Wer entscheidet? Das Ich oder sein Gehirn?</strong></p>
<p>Zu dieser Thematik ließe sich vieles sagen und ich habe auch schon des längeren einen umfassenden Artikel dazu in Vorbereitung. Weswegen ich die aktuelle Diskussion überhaupt aufgreife, ist ein <a href="http://fisch-blog.blog.de/2008/04/14/freier-wille-und-so-4044816" target="_blank">kurzer Text</a>, den Lars Fischer geschrieben hat. Und in diesem Text bringt Lars meinen Standpunkt in dieser Frage sehr gut auf den Punkt.</p>
<h4 class="pullquote_left">Ist die Aufregung um die Befunde der Hirnforschung nicht erstaunlich? Wie naiv sind wir denn, wenn wir uns überrascht davon zeigen, daß es auch vor- und unbewußte Anteile im Entscheidungsprozeß gibt?</h4>
<p>Denn die große Aufregung um solche Befunde speist sich nach meinem Dafürhalten zu großen Teilen aus der unreflektierten Annahme, das Gehirn sei eine quasi-autonome Instanz, die uns Menschen fernsteuere.  Und unser Gehirn &#8211; das der zweite Teil der Unterstellung &#8211; suggeriere uns lediglich, wir seien es, die entschieden. Im Ergebnis seien wir aber kaum anderes als eine willenlose, biologische Maschine.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/libet-und-die-folgen-neue-runde-in-der-diskussion-um-den-freien-willen-kurzknapp-29/#footnote_4_250" id="identifier_4_250" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Da&szlig; eine solche Lesart auch eine andere Sichtweise auf soziale Kategorien wie &bdquo;Verantwortung&ldquo;, &bdquo;Schuld&ldquo; oder &bdquo;Zurechenbarkeit&ldquo; erforderlich machen w&uuml;rde, liegt auf der Hand. Ich halte allerdings Diskussionen um die Konsequenzen der neurologischen Befunde f&uuml;r das Justizsystem zwar f&uuml;r interessant, aber f&uuml;r nicht wirklich relevant.">5</a></p>
<p>Ich bin mir einigermaßen sicher, daß wir in einigen Jahren auf der Grundlage eines besseren Verständnisses des Wechselsspiels zwischen Bewußtheit und dessen neuronaler Basis eine andere &#8211; weniger kontraintuitive &#8211; Lesart von der Hirnforschung präsentiert bekommen bzw. auch ein Stück besser akzeptieren können, daß es bestimmte kontraintuitive Befunde gibt, die aber keineswegs unser Selbstkonzept als denkende, handelnde und entscheidende Wesen umwerfen.</p>
<p>Bis dahin plädiere ich doch dafür, daß man mir und anderen Lesern der Wissenschaftsseiten den x-ten Aufguß der Meldung &#8222;Der freie Wille ist eine Illusion&#8220;<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/libet-und-die-folgen-neue-runde-in-der-diskussion-um-den-freien-willen-kurzknapp-29/#footnote_5_250" id="identifier_5_250" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="So wie hier in stern, Focus, SZ&hellip;">6</a> ersparen möge. Denn zwar ist es unbestritten, daß viele neurologische Prozesse unbewußt, vor-bewußt oder unter-bewußt ablaufen, aber daß heißt doch überhaupt nicht, daß es nicht eine autonome Person wäre, die da agierte und handelte. Oder, wie es Lars sagt:</p>
<blockquote><p>&#8222;Was uns hier angeblich fremdsteuert, ist aber unser eigenes Gehirn. Das Experiment erlaubt deshalb keine Aussage über den freien Willen, es zeigt lediglich: Das Bewusstsein ist nicht die allein ausführende Entität bei Entscheidungsprozessen.</p>
<p>Es ist der Mensch als Gesamtheit, der einen freien Willen hat oder nicht hat. Das Bewusstsein ist lediglich ein Teil des hochgradig integrierten Gesamtsystems Mensch. Anders kann es auch gar nicht sein, denn das Bewusstsein selbst ist aus der Evolution des Körpers hervorgegangen&#8230;&#8220;</p></blockquote>
<p>Ich halte die Fortschritte der Neurowissenschaften für sehr spannend, allerdings kann über deren Messungen und Befunde nur der überrascht oder gar entsetzt sein, der das Bewußtsein als umfassende Kontrollinstanz mit Allzuständigkeit dachte. Für Freudianer sollten die provokanten Thesen von Singer, Roth und Co. doch kaum überraschend sein, oder?</p>
<div class="abstand">
<hr size="1" /></div>
<p>Der empfehlenswerte Text von Lars:</p>
<ul>
<li>Fisch-Blog:  <a href="http://fisch-blog.blog.de/2008/04/14/freier-wille-und-so-4044816" target="_blank">Freier Wille und so&#8230;</a>, 14.4.2008</li>
</ul>
<p>Zwei Interviews zum Thema:</p>
<ul>
<li>&#8222;<a href="http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument-druck.html?id=29045325&amp;top=SPIEGEL" target="_blank">Unser Wille kann nicht frei sein</a>&#8222;, Interview mit Wolf Singer, SPIEGEL special 4/2003 vom 01.11.2003, Seite 20</li>
<li>&#8222;<a href="http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument-druck.html?id=52417857&amp;top=SPIEGEL" target="_blank">Neuronen sind nicht böse</a>&#8222;, Gespräch zwischen Hirnforscher Markowitsch und Sozialwissenschaftler Reemtsma, DER SPIEGEL 31/2007 vom 30.07.2007, Seite 117</li>
</ul>
<p>Die Pressemitteilung auf Eurekalert zur Studie von John-Dylan Haynes und seinen Mitarbeitern:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.eurekalert.org/pub_releases_ml/2008-04/aaft-v041408.php" target="_blank">Unbewusste Entscheidungen im Gehirn</a>, EurekAlert, 14.4.2008</li>
</ul>
<p><em>[Update 17:45 Uhr]</em></p>
<p>Fast zeitgleich hat kamenin einen ebenfalls lesenswerten Artikel zur selben Thematik eingestellt:</p>
<ul>
<li><a href="http://kamenin.wordpress.com/2008/04/15/die-welt-des-willens-in-unserer-vorstellung/" target="_blank">Die Welt des Willens in unserer Vorstellung</a>, Begrenzte Wissenschaft, 15.4.2008</li>
</ul>
<p><strong><em>[Update: 13:30Uhr | 17.4.2008]</em></strong></p>
<p>In einem interessanten Text in der heutigen ZEIT, geht Ulrich Schnabel auf die Experimente und ihre Implikationen ein. Er hat dazu John-Dylan Haynes besucht. Und dessen Erläuterungen sind dergestalt, daß sie sich weitgehend mit meiner Lesart decken. Zwar wurde in anderen Berichten Haynes durchaus so widergegeben, als argumentiere er gemäß einer Entweder-Oder-Logik, aber in der ZEIT liest sich das anders:</p>
<blockquote><p>&#8222;Der Slogan »Freiheit oder Gehirn« ist ihm viel zu plump. Denn erstens sei das Gehirn ja Teil unserer Person; und zweitens müssten die Hirnprozesse konsistent sein mit all unseren Überzeugungen und Werten. »Wenn es manchmal heißt: ›Mein Gehirn hat so und so entschieden, ich kann nichts dafür‹, dann ist das Quatsch«, ärgert sich John-Dylan Haynes.&#8220;</p></blockquote>
<p>Er erläuterte gegenüber Schnabel offenbar eindeutig, daß Bewußtsein und Gehirnprozesse eine untrennbare Einheit bilden und insofern sei die dichotomische Logik (daß der Wille, das bewußte Ich nur eine marginale Randgröße sein könne, wenn man doch eine zeitlich vorgängige Hirnaktivität messen könne) nicht angebracht.</p>
<p>Es ist also, zumindest wenn man Haynes folgt, eher ein Problem des Wissenschaftsjournalismus, denn eines der Forscher&#8230;</p>
<ul>
<li>Schnabel, Ulrich: <a href="http://www.zeit.de/2008/17/Freier-Wille" target="_blank">Der unbewusste Wille</a>, Die ZEIT, 17.4.2008</li>
</ul>
<div class="invisible">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Freier+Wille">Freier Wille</a><br />
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<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Neurowissenschaft">Neurowissenschaft</a></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_250" class="footnote">Chun Siong Soon, Marcel Brass, Hans-Jochen Heinze &amp; John-Dylan Haynes: <a href="http://www.nature.com/neuro/journal/vaop/ncurrent/abs/nn.2112.html" target="_blank">Unconscious determinants of free decisions in the human brain</a>, in: Nature Neuroscience, Published online: 13 April 2008 | doi:10.1038/nn.2112</li><li id="footnote_1_250" class="footnote">In den meisten Versuchssituationen mußten die Probanden sich entscheiden, einen Knopf entweder mit der linken oder rechten Hand zu drücken.</li><li id="footnote_2_250" class="footnote">John-Dylan Haynes spricht selbst davon, daß eben die neuronale Bereitschaft bzw. Aktivität zeitlich der &#8222;gefühlten&#8220; Entscheidung vorausgeht.</li><li id="footnote_3_250" class="footnote">Bereits 1979 hatte der Neurophysiologe Benjamin Libet gezeigt, daß wenige Millisekunden bevor eine als &#8222;bewußt&#8220; kognizierte Entscheidung gefällt wird, bereits ein &#8222;Bereitschaftspotential&#8220; vorliegt.</li><li id="footnote_4_250" class="footnote">Daß eine solche Lesart auch eine andere Sichtweise auf soziale Kategorien wie &#8222;Verantwortung&#8220;, &#8222;Schuld&#8220; oder &#8222;Zurechenbarkeit&#8220; erforderlich machen würde, liegt auf der Hand. Ich halte allerdings Diskussionen um die Konsequenzen der neurologischen Befunde für das Justizsystem zwar für interessant, aber für nicht wirklich relevant.</li><li id="footnote_5_250" class="footnote">So wie hier in <a href="http://www.stern.de/wissenschaft/mensch/:Hirnforschung-Freier-Wille-Illusion/617174.html" target="_blank">stern</a>, <a href="http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/entscheidungen-der-un-bewusste-wille_aid_282185.html" target="_blank">Focus</a>, <a href="http://www.sueddeutsche.de/wissen/artikel/329/168839/" target="_blank">SZ</a>&#8230;</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/libet-und-die-folgen-neue-runde-in-der-diskussion-um-den-freien-willen-kurzknapp-29/">Libet und die Folgen » Neue Runde in der Diskussion um den &#8222;freien Willen&#8220; | kurz&#038;knapp 29</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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