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	<title>Habermas Archive &#187; Wissenswerkstatt</title>
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	<description>Blog zu Wissenschaft &#38; Wissenschaftskommunikation </description>
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	<title>Habermas Archive &#187; Wissenswerkstatt</title>
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		<title>Lob der symmetrischen Web2.0-Kommunikation » Anmerkungen von Jürgen Habermas zu fragmentierten Netzöffentlichkeiten  &#124; Werkstatt-Ticker 01</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Mar 2008 08:09:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Habermas]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie & Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>»Wir leben in einer Informationsgesellschaft!« &#8211; Dieser Feststellung würden wohl die allermeisten zustimmen. Egal ob man das Radio oder ein Fernsehgerät einschaltet oder ob man die Schlagzeilen der Tageszeitungen oder Onlineportale liest: die Flut neuer Nachrichten, Meldungen, Studien und Reportagen ist überwältigend. Man könnte also die einleitende Behauptung auch folgendermaßen variieren: »Wir leben in einer ... <a title="Lob der symmetrischen Web2.0-Kommunikation » Anmerkungen von Jürgen Habermas zu fragmentierten Netzöffentlichkeiten  &#124; Werkstatt-Ticker 01" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/lob-der-symmetrischen-web20-kommunikation-anmerkungen-von-juergen-habermas-zu-fragmentierten-netzoeffentlichkeiten-werkstatt-ticker-01/" aria-label="Mehr Informationen über Lob der symmetrischen Web2.0-Kommunikation » Anmerkungen von Jürgen Habermas zu fragmentierten Netzöffentlichkeiten  &#124; Werkstatt-Ticker 01">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/lob-der-symmetrischen-web20-kommunikation-anmerkungen-von-juergen-habermas-zu-fragmentierten-netzoeffentlichkeiten-werkstatt-ticker-01/">Lob der symmetrischen Web2.0-Kommunikation » Anmerkungen von Jürgen Habermas zu fragmentierten Netzöffentlichkeiten  | Werkstatt-Ticker 01</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>»Wir leben in einer Informationsgesellschaft!« &#8211; Dieser Feststellung würden wohl die allermeisten zustimmen. Egal ob man das Radio oder ein Fernsehgerät einschaltet oder ob man die Schlagzeilen der Tageszeitungen oder Onlineportale liest: die Flut neuer Nachrichten, Meldungen, Studien und Reportagen ist überwältigend. Man könnte also die einleitende Behauptung auch folgendermaßen variieren: »Wir leben in einer Informationsüberflußgesellschaft«.</strong><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/lob-der-symmetrischen-web20-kommunikation-anmerkungen-von-juergen-habermas-zu-fragmentierten-netzoeffentlichkeiten-werkstatt-ticker-01/#footnote_0_215" id="identifier_0_215" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wobei man diese These wiederum modifizieren und feststellen k&ouml;nnte: &raquo;Wir leben in einer &Uuml;berflu&szlig;gesellschaft&laquo;, was ebenso zutreffend w&auml;re und &uuml;brigens auch schon vor Jahren von der Popband Tocotronic besungen wurde &ndash; &quot;Alles mu&szlig; im &Uuml;berflu&szlig; vorhanden sein. Dann sind wir nie allein.&quot; hei&szlig;t es im Lied &quot;Hi Freaks&quot;.">1</a> </p>
<h4 class="pullquote"> All die interessanten Links, Artikel und Studien, die bislang nicht ausführlich erwähnt werden konnten, sind in Zukunft im <strong>»</strong>Werkstatt-Ticker« zu finden <br /></h4>
<p>Was diese Bemerkungen mit der Wissenswerkstatt zu tun haben? Ganz einfach: täglich laufen hier so viele spannende Meldungen, Infos und Berichte ein, die leider aus Zeitgründen nicht in einem eigenen Artikel kommentiert und gewürdigt werden können. </p>
<p>Fast täglich bedauere ich, daß so viele bemerkenswerte Neuigkeiten keine Erwähnung finden können. Das soll sich in Zukunft ändern. </p>
<p><strong>Werkstatt-Ticker: Persönlicher Notizzettel und Fundgrube</strong></p>
<p>Unter der Kategorie »Werkstatt-Ticker« werden ab sofort all diese Artikel, Studien und Verweise zu finden sein. Auf der einen Seite soll diese neue Rubrik auch als persönlicher Notizzettel dienen, auf der anderen Seite könnte ich mir vorstellen, daß manche Fundstücke auch für andere interessant sein können. Es werden aber &#8211; das als Vorwarnung<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/lob-der-symmetrischen-web20-kommunikation-anmerkungen-von-juergen-habermas-zu-fragmentierten-netzoeffentlichkeiten-werkstatt-ticker-01/#footnote_1_215" id="identifier_1_215" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Und ich hoffe, die Freunde der ausf&uuml;hrlich-epischen Werkstattartikel halten mir dennoch die Treue. Wer der Kurzform nichts abgewinnen kann, kann ja weiterklicken&hellip;">2</a> &#8211; nicht mehr als kurze Informationshäppchen sein.&nbsp; Die längeren Blogartikel findet man aber garantiert weiterhin. Die kurzen Notizen im »Werkstatt-Ticker« sind also nur eine Ergänzung, kein Ersatz für die gewohnten Texte. </p>
<p>So, damit aber genug der Vorrede. Es geht los: kurz, knapp, aber bemerkenswert:</p>
<p><font size="7"><strong><font color="#696969"><img decoding="async" width="180" height="121" align="right" style="border: 1px solid rgb(105, 105, 105); margin: 8px; padding: 1px;" alt="Ticker_02a.jpg" src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2008/03/Ticker_02a.jpg" />»</font></strong></font> Stammleser der Wissenswerkstatt wissen möglicherweise, daß ich <a  target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=J%C3%BCrgen_Habermas&amp;oldid=43603332" rel="noopener noreferrer">Jürgen Habermas</a> sehr schätze. Eines der zentralen Werke des Sozialphilosophen ist seine Habilitationsschrift &quot;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3518284916?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3518284916">Strukturwandel der Öffentlichkeit</a>&quot; von 1962. Dort skizziert er u.a. wie die ehemals für den bürgerlichen Staat konstitutive Sphäre der diskursiven, räsonnierenden Öffentlichkeit unter dem Einfluß der kommerzialisierten Massenmedien zunehmend fragmentiert wird.</p>
<p>Wie ich bei Peter Haber vom weblog.hist.net lese, hat Jürgen Habermas sich nun mit den Veränderungen durch das Internet beschäftigt. Habermas scheint gerade für die Spielarten des Web 2.0 Sympathien zu haben &#8211; er stellt fest, daß </p>
<blockquote><p>&quot;mit der Internetkommunikation die Schwächen des anonymen und asymmetrischen Charakters der Massenkommunikation [ausgeglichen werden], indem es den Wiedereinzug interaktiver und deliberativer Elemente in einen unreglementierten Austausch zwischen Partnern zulässt, die virtuell, aber auf gleicher Augenhöhe miteinander kommunizieren.&quot;</p></blockquote>
<p>Und wenn ich in den kurzen Zitaten weiterlese, die <em>&quot;historisch versunkene Gestalt eines egalitären Publikums von schreibenden und lesenden Konversationsteilnehmern und Briefpartnern&quot;</em> werde wiederbelebt, kann ich ihm nur zustimmen. </p>
<p>Link: </p>
<ul>
<li>Haber, Peter: <a target="_blank" href="http://weblog.histnet.ch/archives/892" rel="noopener noreferrer">Habermas 2.0 &#8211; Strukturwandel der Öffentlichkeit reloaded</a>, weblog.hist.net, 22.3.2008</li>
<li>Habermas, Jürgen (2008): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3518125516?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3518125516">Ach, Europa. Kleine politische Schriften 11</a>, Suhrkamp, Frankfurt a.M.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_215" class="footnote">Wobei man diese These wiederum modifizieren und feststellen könnte: »Wir leben in einer Überflußgesellschaft«, was ebenso zutreffend wäre und übrigens auch schon vor Jahren von der Popband Tocotronic besungen wurde &#8211; &quot;Alles muß im Überfluß vorhanden sein. Dann sind wir nie allein.&quot; heißt es im Lied &quot;Hi Freaks&quot;.</li><li id="footnote_1_215" class="footnote">Und ich hoffe, die Freunde der ausführlich-epischen Werkstattartikel halten mir dennoch die Treue. Wer der Kurzform nichts abgewinnen kann, kann ja weiterklicken&#8230;</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/lob-der-symmetrischen-web20-kommunikation-anmerkungen-von-juergen-habermas-zu-fragmentierten-netzoeffentlichkeiten-werkstatt-ticker-01/">Lob der symmetrischen Web2.0-Kommunikation » Anmerkungen von Jürgen Habermas zu fragmentierten Netzöffentlichkeiten  | Werkstatt-Ticker 01</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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		<title>Ermunterungen zum aufrechten Gang » Der Weg Carl Friedrich von Weizsäckers vom Innenraum der Atome zur Weltinnenpolitik</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2007/04/ermunterungen-zum-aufrechten-gang-der-weg-carl-friedrich-von-weizsaeckers-vom-innenraum-der-atome-zur-weltinnenpolitik/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Apr 2007 15:54:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Habermas]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Carl Friedrich von Weizsäcker ist tot. Der Physiker und Philosoph verstarb am gestrigen Samstag (28.4.2007) im Alter von 94 Jahren. In den Nachrufen und Würdigungen, die heute und in den nächsten Tagen veröffentlicht werden, werden Beschreibungen wie &#34;Universalgelehrter&#34;, &#34;Friedensforscher&#34; und &#34;Vordenker&#34; nicht fehlen. Und vermutlich kennzeichnen sie den außerordentlichen Wissenschaftler Weizsäcker in durchaus zutreffender Weise. ... <a title="Ermunterungen zum aufrechten Gang » Der Weg Carl Friedrich von Weizsäckers vom Innenraum der Atome zur Weltinnenpolitik" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/04/ermunterungen-zum-aufrechten-gang-der-weg-carl-friedrich-von-weizsaeckers-vom-innenraum-der-atome-zur-weltinnenpolitik/" aria-label="Mehr Informationen über Ermunterungen zum aufrechten Gang » Der Weg Carl Friedrich von Weizsäckers vom Innenraum der Atome zur Weltinnenpolitik">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/04/ermunterungen-zum-aufrechten-gang-der-weg-carl-friedrich-von-weizsaeckers-vom-innenraum-der-atome-zur-weltinnenpolitik/">Ermunterungen zum aufrechten Gang » Der Weg Carl Friedrich von Weizsäckers vom Innenraum der Atome zur Weltinnenpolitik</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Carl Friedrich von Weizsäcker ist tot. Der Physiker und Philosoph verstarb am gestrigen Samstag (28.4.2007) im Alter von 94 Jahren. In den Nachrufen und Würdigungen, die heute und in den nächsten Tagen veröffentlicht werden, werden Beschreibungen wie &quot;Universalgelehrter&quot;, &quot;Friedensforscher&quot; und &quot;Vordenker&quot; nicht fehlen. Und vermutlich kennzeichnen sie den außerordentlichen Wissenschaftler Weizsäcker in durchaus zutreffender Weise. Was ihn aber neben seinen herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Kernphysik<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/04/ermunterungen-zum-aufrechten-gang-der-weg-carl-friedrich-von-weizsaeckers-vom-innenraum-der-atome-zur-weltinnenpolitik/#footnote_0_26" id="identifier_0_26" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die von ihm (im Alter von 25 Jahren!) zusammen mit Hans Bethe beschriebene Gesetzm&auml;&szlig;igkeit bei der Fusion von Kernmassen z&auml;hlt als &quot;Bethe-Weizs&auml;cker-Zyklus&quot; noch heute zum Kanon jedes Physikstudiums.">1</a> auszeichnete, war der tiefe Ernst, mit dem er sowohl naturwissenschaftliche Forschung, als auch Philosophie betrieb.</p>
<p><strong>Schwaches Denken</strong></p>
<p>Das mag zu einem Teil seiner Herkunft und Sozialisation geschuldet sein. Als Sproß einer Kieler Diplomatenfamilie, waren ihm Vokabeln wie Pflicht und Verantwortung von Kindheit an vertraut. Ebenso wie seinen jüngeren Bruder, den Alt-Bundespräsidenten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Richard_von_Weizs%C3%A4cker" target="_blank" >Richard von Weizsäcker</a>, kennzeichnete ihn eine im ursprünglichen Sinne bürgerlich-konservative Weltanschauung. Dies aber &#8211; und das muß man ihm zugute halten &#8211; nicht in einer dogmatischen Art und Weise. Sein Denken war &#8211; jedenfalls nach meiner Lesart &#8211; das Bemühen darum, Lösungsvorschläge zu unterbreiten. Recht zu behalten, war dabei nicht sein Ziel. Fertige Antworten waren ihm stets suspekt. Jedenfalls dann, wenn sie sich autoritär gaben und keinen Widerspruch duldeten. Er steht dabei in unmittelbarer Nähe zu Karl Popper und dessen Versuch, die offene, freiheitliche Gesellschaft gegen ihre Feinde zu verteidigen. Eine vielleicht noch stärkere Verwandtschaft besteht zu <a  target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gianni_Vattimo">Gianni Vattimos</a> Konzept des &quot;schwachen Denkens&quot;.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/04/ermunterungen-zum-aufrechten-gang-der-weg-carl-friedrich-von-weizsaeckers-vom-innenraum-der-atome-zur-weltinnenpolitik/#footnote_1_26" id="identifier_1_26" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Auf die Formel &quot;pensiero debole&quot; brachte der italienische Philosoph Gianni Vattimo sein Credo im Jahr 1983. Im hermeneutischen Rekurs auf Nietzsche, Heidegger und Gadamer expliziert Vattimo die Notwendigkeit, die Grenzen des eigenen Denkens offenzulegen. Eine Forderung &ndash; hier wieder die N&auml;he zu Weizs&auml;cker &ndash; die sich schon allein aus dem Gebot der N&auml;chstenliebe ergebe. Empfehlenswerter Einstieg: Wei&szlig;, Martin G: Gianni Vattimo. Eine Einf&uuml;hrung. 2006.">2</a> Genauso wie der Katholik und Sozialist Vattimo, wehrte sich Weizsäcker gegen absolut formulierte Wahrheitsansprüche, vor allem dann, wenn sie mit Machtansprüchen einhergingen. </p>
<p>Fragen von Freiheit, Gerechtigkeit und die Möglichkeit der Sicherung des Weltfriedens nahmen für Carl Friedrich von Weizsäcker allerdings erst nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs eine immer zentraler werdende Bedeutung an. Seine Neugier und ein ungemein scharfer Blick für naturwissenschaftliche Zusammenhänge hatten den jungen Weizsäcker schon früh in Kontakt zu den führenden Physikern der Zwanziger Jahre gebracht. Bereits als Fünfzehnjähriger traf er mit <a  target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Niels_Bohr">Niels Bohr</a> zusammen und sein akademischer Mentor <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Heisenberg" target="_blank" >Werner Heisenberg</a> gab ihm &#8211; wie Weizsäcker später zu Protokoll gab &#8211; den Ratschlag: <em><span class="dunkelgrau fs-12 lh-16">&quot;Physik bringt man am besten vor dem dreißigsten, Philosophie am besten nach dem fünfzigsten Lebensjahr zuwege.&quot; </span></em><span class="dunkelgrau fs-12 lh-16"></span></p>
<p><span class="dunkelgrau fs-12 lh-16">Und genau daran hielt sich Weizsäcker &#8211; nach Promotion bei Heisenberg im Jahr 1933 und der Habilitation im Jahre 1936 ging er an das Berliner </span>Kaiser-Wilhelm-Institut für Physik<span class="dunkelgrau fs-12 lh-16">. Nach der Entdeckung der Kernspaltung durch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Otto_Hahn" target="_blank" >Otto Hahn</a> im Dezember 1938 und deren kernphysikalischer Deutung durch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lise_Meitner" target="_blank" >Lise Meitner</a>, war für Weizsäcker klar, daß es prinzipiell möglich sein würde, dieses Wissen zum Bau einer Bombe weiterzuentwickeln. Die tödliche Vernichtungskraft einer auf diese Weise initiierten Kettenreaktion war ihm von Beginn an bewußt. Dennoch (oder gerade deswegen?) arbeitete er als Mitglied des sog. &quot;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Uranverein" target="_blank" >Uran-Vereins&quot;</a> (u.a. mit Hahn und Heisenberg) im Auftrag des Heereswaffenamtes an der Klärung der Einsatzmöglichkeiten der Uranspaltung. Ob die Gruppe um Heisenberg und Weizsäcker letztlich aufgrund moralischer Skrupel oder aufgrund technischer Schwierigkeiten die Entwicklung einer Bombe aufgab und sich auf die Konstruktion eines Reaktors konzentrierte, ist bis heute umstritten.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/04/ermunterungen-zum-aufrechten-gang-der-weg-carl-friedrich-von-weizsaeckers-vom-innenraum-der-atome-zur-weltinnenpolitik/#footnote_2_26" id="identifier_2_26" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Insbesondere der Besuch von Heisenberg und Weizs&auml;cker bei Niels Bohr im Jahre 1941 weist unver&auml;ndert offene Fragen auf. Wollten die beiden Deutschen den d&auml;nischen Physiker zur Kollaboration bewegen oder ihn schlicht in Kenntnis setzen von ihrer Arbeit? Diesen und weiteren Fragen geht der engl. Dramatiker Michael Frayn in seinem St&uuml;ck &sbquo;Copenhagen&sbquo; nach.">3</a> Weizsäcker sprach später von der &quot;göttlichen Gnade&quot;, die sie vor dem Bau der Bombe bewahrt habe.&nbsp;</span><span class="dunkelgrau fs-12 lh-16">&nbsp;</span> </p>
<p><strong>Das Erschrecken des Zauberlehrlings</strong></p>
<p>Die Internierung zusammen mit weiteren deutschen Atomphysikern im britischen Farm Hill in den Jahren 1945/1946 mündete in der Festigung einer Überzeugung, die für Weizsäckers weiteres Leben prägend sein sollte. Es ist die Einsicht darin, daß Wissenschaft für Verwendung und Folgewirkung der eigenen Erkenntnisse Verantwortung trägt; und dies selbst, wenn deren Folgen nicht gewollt und nicht einmal bewußt sind. In gewisser Weise trägt dieser ethische Reifungsprozeß Züge des Goethe&#8217;schen Zauberlehrlings: die Geister, die Weizsäcker und seine Physikerkollegen riefen, haben sich verselbständigt. Dies ist die schmerzliche Erkenntnis, zu der Weizsäcker (der von den Atombombenabwürfen von Hiroshima und Nagasaki in Gefangenschaft erfuhr) gelangte.</p>
<p>Dabei stand am Beginn seiner Auseinandersetzung mit den neuen Möglichkeiten der Kernphysik lediglich riesengroße Faszination und naiv-idealistischer Wissenstrieb:</p>
<blockquote>
<p>(&#8230;) man könnte sagen, wenn man die Geschichte des Abendlandes ansieht, die Geschichte der Neuzeit des Abendlandes, dann könnte man wohl die Behauptung aufstellen, die ich gern gelegentlich formuliert und benützt habe: Die Naturwissenschaft ist der harte Kern der neuzeitlichen Kultur, der neuzeitlichen, abendländischen Kultur. Der harte Kern, das heißt, nicht ihr höchstes Ziel, nicht ihr schönster Duft, nicht ihre süßeste Frucht, sondern ihr harter Kern, an dem man sich die Zähne ausbeißen kann. Es sind diejenigen Erkenntnisse, die am zweifellosesten sind, die man gewonnen hat, ob sie nun wichtig sind oder nicht; aber man kommt nicht an ihnen vorbei.<br />[So Weizsäcker in einem <a target="_blank" href="http://www.wissen.swr.de/ta/begleit/ta070401.htm">Vortrag</a> der letzten Jahre]</p>
</blockquote>
<p>Von nun an sah sich Carl Friedrich von Weizsäcker freilich in der Verantwortung, über das Verhältnis von Wissenschaft und Gesellschaft nachzudenken. Unausweichlich war für ihn, daß es gelte, die &quot;Institution des Krieges&quot; zu überwinden. Und dafür war er mehr und mehr bereit, sich zu engagieren und einzumischen.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/04/ermunterungen-zum-aufrechten-gang-der-weg-carl-friedrich-von-weizsaeckers-vom-innenraum-der-atome-zur-weltinnenpolitik/#footnote_3_26" id="identifier_3_26" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Sp&auml;ter beschrieb er seinen Bruder Richard einmal als &sbquo;philosophierenden Politiker&lsquo; und sich selbst als &sbquo;politisierenden Philosophen&lsquo;">4</a> Als am 12. April 1957 Konrad Adenauer die Absicht<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/04/ermunterungen-zum-aufrechten-gang-der-weg-carl-friedrich-von-weizsaeckers-vom-innenraum-der-atome-zur-weltinnenpolitik/#footnote_4_26" id="identifier_4_26" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Adenauer hatte u.a. verharmlosend erkl&auml;rt, es handle sich nur um &sbquo;kleine Atomwaffen&lsquo; und somit sei es &quot;nichts weiter als die Weiterentwicklung der Artillerie.&quot;">5</a> 	 der Bundesregierung bekanntgab, die Bundeswehr mit Atomwaffen auszustatten, formulierte Weizsäcker zusammen mit einigen Kollegen die sog. &quot;<a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=G%C3%B6ttinger_Achtzehn&amp;oldid=31132849" target="_blank" >Göttinger Erklärung</a>&quot;. Das Manifest der Göttinger 18, ihre Weigerung, am Bau von Atombomben mitzuwirken und die Warnung vor einem Atomkrieg,  fanden ein gewaltiges Medienecho. </p>
<p>Spätestens jetzt hatte sich Weizsäcker als Mahner, der die verhängnisvolle Risikospirale der atomaren Rüstung kritisierte, in der Öffentlichkeit positioniert. Ein ums andere Mal setzte er sein Prestige und seine Glaubwürdigkeit ein, um vor gesellschaftlichen Fehlentwicklungen zu warnen. Zivilcourage nennt man das wohl heute. 1961 verfasste er (u.a. mit seinem Bruder Richard und Werner Heisenberg) das &quot;Tübinger Memorandum&quot;<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/04/ermunterungen-zum-aufrechten-gang-der-weg-carl-friedrich-von-weizsaeckers-vom-innenraum-der-atome-zur-weltinnenpolitik/#footnote_5_26" id="identifier_5_26" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Das T&uuml;binger Memorandum datiert &uuml;brigens tats&auml;chlich auf das Jahr 1961 und nicht, wie heute in den ersten W&uuml;rdigungen nachzulesen ist, auf 1962. Die Anerkennung der Oder-Nei&szlig;e-Grenze war eines der zentralen Anliegen.">6</a>, das unter der Überschrift &quot;Mehr Wahrheit in der Politik&quot; u.a. eine Neuausrichtung der Außenpolitik forderte. Die Konflikte der internationalen Staatenwelt und Strategien den &#8218;Weltfrieden&#8216; zu sichern, rückten immer mehr ins Zentrum der Arbeit Weizsäckers. Seine Impulse für eine &#8218;Welt-Innenpolitik&#8216; wirken in ihrem Anregungspotential bis heute fort. Von 1970 bis 1980 wurde ihm die Leitung eines eigens gegründeten Max-Planck-Instituts zur &quot;Erforschung der Lebensbedingungen der wissenschaftlich-technischen Welt&quot; übertragen. Ab 1971 stand ihm <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_Habermas" target="_blank" >Jürgen Habermas</a> als Institutsdirektor zur Seite, unter dessen Verantwortung weitere (eher sozialphilosophisch orientierte) Wissenschaftler arbeiteten.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/04/ermunterungen-zum-aufrechten-gang-der-weg-carl-friedrich-von-weizsaeckers-vom-innenraum-der-atome-zur-weltinnenpolitik/#footnote_6_26" id="identifier_6_26" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Unter den Wissenschaftlern im Starnberger Institut befanden sich so renommierte Forscher wie Klaus Michael Meyer-Abich, Ernst Tugendhat, Wolfgang Krohn, Gernot B&ouml;hme, Wolfgang van den Daele oder Tilman Spengler">7</a> Einen der Arbeitsschwerpunkte bildete selbstverständlich die Friedens- und Konfliktforschung; die Außenpolitik unter Bedingungen der Blockkonfrontation stand hier im Mittelpunkt des Interesses. Daneben gewannen Themen der internationalen Entwicklungshilfe und der Umweltpolitik größere Bedeutung. Dabei gelang es auch, den noch jungen Fragestellungen der Ökologie und Globalisierung (unter dem Schlagwort der &#8218;internationalen Arbeitsteilung&#8216;) wichtige Perspektiven und Akzente zu verleihen. Nach der Emeritierung Weizsäckers im Jahre 1980 sollte ursprünglich eine Umstrukturierung des Instituts in Starnberg erfolgen, die diesbezüglichen Pläne wurden allerdings 1981 fallen gelassen. Für Carl Friedrich von Weizsäcker freilich war es entscheidend, daß die Wissenschaft ihre Bereitschaft Verantwortung zu übernehmen demonstriert hatte. </p>
<p>Um die Verantwortung für Menschheit und Schöpfung, kreiste das Denken Weizsäckers auch in den Folgejahren, in denen er bei unzähligen öffentlichen Vorträgen seine Ansichten erläuterte und sich immer wieder in tagesaktuelle Fragen einmischte. In den Religionen (gleichviel ob christlich-abendländischer oder fernöstlicher Ausrichtung) sah er Verbündete, um eine ursprüngliche Einheit zu retten, die durch zerstörische Technologien und kulturelle Konflikte immer weiter aufzubrechen droht. Für ihn persönlich, den evangelischen Christen, stellte die Botschaft der Bergpredigt einen verläßlichen Bezugspunkt dar.  </p>
<p>Überaus anregend sind freilich die Anmerkungen Weizsäckers zu Fragen des Umgangs mit Technik und technisch fabrizierter Wirklichkeit. Hier findet sich in einigen Punkten interessanterweise eine argumentative Nähe zur Technikphilosophie von Martin Heidegger. Bei Heidegger ist es das technische &#8218;Gestell&#8216;, das den Menschen herausfordert und in Versuchung führt. Gleichwohl &#8211; und hier beginnen schon die Unterschiede &#8211; dürfte Heidegger die Möglichkeiten einer Technikkontrolle wesentlich pessimistischer eingeschätzt haben. Wobei: auch Weizsäckers Ausführungen (zumindest wie sie seiner Dankesrede anläßlich des Erhalts des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels 1963 zu entnehmen sind) führen letztlich zu einem &quot;Ja-und-Nein-Sagen&quot; zur Technik: </p>
<blockquote>
<p>Es gibt eine eigentümliche Faszination der Technik, eine Verzauberung der Gemüter, die uns dazu bringt, zu meinen, es sei ein fortschrittliches und ein technisches Verhalten, daß man alles, was technisch möglich ist, auch ausführt. Mir scheint das nicht fortschrittlich, sondern kindisch. Es ist das typische Verhalten einer ersten Generation, die alle Möglichkeiten ausprobiert, nur weil sie neu sind, wie ein spielendes Kind oder ein junger Affe. Wahrscheinlich ist diese Haltung vorübergehend notwendig, damit Technik überhaupt entsteht. Reifes technisches Handeln aber ist anders. Es benützt technische Geräte als Mittel zu einem Zweck. Den Raum der Freiheit planen kann nur der Mensch, der Herr der Technik bleibt. </p>
</blockquote>
<table cellspacing="1" cellpadding="1" border="0" align="right" style="width: 120px;">
<tbody>
<tr>
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</tr>
</tbody>
</table>
<p>Egal, ob man die Hoffnungen Weizsäckers bezüglich der Möglichkeit, &quot;Herr der Technik&quot; zu bleiben, teilen mag. Seiner Grunddiagnose muß man &#8211; wenigstens nach meinem Dafürhalten &#8211; zustimmen. Und was man mit ebensolcher Sicherheit von ihm lernen konnte, war wissenschaftliche und vor allen Dingen argumentative Redlichkeit. Ich selbst habe dies anläßlich eines Vortrags, den er vor 6-7 Jahren an der Münchner Universität gehalten hat, erleben dürfen. Selten habe ich einen charismatischeren Menschen gesehen, der auf beeindruckende Weise, präzise Rhetorik, hehre Anliegen und souveräne Gelassenheit zu verbinden verstand.<br />&nbsp;</p>
<p>Link- und Literaturtipps:</p>
<ul>
<li>Dönhoff, Marion: <a href="Erforschung%20der%20Lebensbedingungen%20der%20wissenschaftlich-technischen%20Welt" target="_blank" >Denker der Weltinnenpolitik</a>. Eine Würdigung Weizsäckers anläßlich seines 85. Geburtstags. Die ZEIT, 27.6.1997&nbsp;</li>
<li>von Weizsäcker, Carl Friedrich (1963): Dankesrede anläßlich der Verleihung des Friedenspreises des Dt. Buchhandels. [<a href="http://www.friedenspreis-des-deutschen-buchhandels.de/sixcms/media.php/806/1963_v_weizsaecker.pdf">PDF-Download</a>]</li>
<li><span class="sans">von Weizsäcker, C.F. und Lesch, Harald: <a target="_blank" href="http://www.amazon.de/gp/product/3831261466?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3831261466">Die Geschichte der Natur</a>. 2006. [Audio-CD]</span></li>
<li><span class="sans"></span>von Weizsäcker, Carl Friedrich (2002<sup>4</sup>): <a target="_blank" href="http://www.amazon.de/gp/product/3423330848?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3423330848">Aufbau der Physik</a>. dtv: München.</li>
<li>von Weizsäcker, Carl Friedrich (2004<sup>8</sup>): <a target="_blank" href="http://www.amazon.de/gp/product/342333083X?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=342333083X">Die Einheit der Natur</a>. Studien. dtv: München.</li>
<li>Hattrup, Dieter (2004): <span class="sans"><a target="_blank" href="http://www.amazon.de/gp/product/3896785060?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3896785060">Carl Friedrich von Weizsäcker</a>. Physiker und Philosoph.</span></li>
<li><span class="sans"></span>Heisenberg, Werner (1969): <span class="sans"><a target="_blank" href="http://www.amazon.de/gp/product/3492222978?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3492222978">Der Teil und das Ganze</a></span><span class="sans">. Gespräche im Umkreis der Atomphysik</span>. Piper: München. </li>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
</ul>
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//--></script><br />
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<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_26" class="footnote">Die von ihm (im Alter von 25 Jahren!) zusammen mit Hans Bethe beschriebene Gesetzmäßigkeit bei der Fusion von Kernmassen zählt als &quot;<a  target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Bethe-Weizs%C3%A4cker-Zyklus&amp;oldid=30758227">Bethe-Weizsäcker-Zyklus&quot;</a> noch heute zum Kanon jedes Physikstudiums.</li><li id="footnote_1_26" class="footnote">Auf die Formel &quot;pensiero debole&quot; brachte der italienische Philosoph Gianni Vattimo sein Credo im Jahr 1983. Im hermeneutischen Rekurs auf Nietzsche, Heidegger und Gadamer expliziert Vattimo die Notwendigkeit, die Grenzen des eigenen Denkens offenzulegen. Eine Forderung &#8211; hier wieder die Nähe zu Weizsäcker &#8211; die sich schon allein aus dem Gebot der Nächstenliebe ergebe. Empfehlenswerter Einstieg: Weiß, Martin G: <a target="_blank" href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html%3FASIN=3851657381%26tag=werkstatt-21%26lcode=xm2%26cID=2025%26ccmID=165953%26location=/o/ASIN/3851657381%253FSubscriptionId=1N9AHEAQ2F6SVD97BE02">Gianni Vattimo. Eine Einführung</a>. 2006.</li><li id="footnote_2_26" class="footnote">Insbesondere der Besuch von Heisenberg und Weizsäcker bei Niels Bohr im Jahre 1941 weist unverändert offene Fragen auf. Wollten die beiden Deutschen den dänischen Physiker zur Kollaboration bewegen oder ihn schlicht in Kenntnis setzen von ihrer Arbeit? Diesen und weiteren Fragen geht der engl. Dramatiker Michael Frayn in seinem Stück &#8218;<a target="_blank" href="http://www.amazon.de/gp/product/3892446350?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3892446350">Copenhagen</a>&#8218; nach.</li><li id="footnote_3_26" class="footnote">Später beschrieb er seinen Bruder Richard einmal als &#8218;philosophierenden Politiker&#8216; und sich selbst als &#8218;politisierenden Philosophen&#8216;</li><li id="footnote_4_26" class="footnote">Adenauer hatte u.a. verharmlosend erklärt, es handle sich nur um &#8218;kleine Atomwaffen&#8216; und somit sei es &quot;nichts weiter als die Weiterentwicklung der Artillerie.&quot;</li><li id="footnote_5_26" class="footnote">Das Tübinger Memorandum datiert übrigens tatsächlich auf das Jahr 1961 und nicht, wie heute in den ersten Würdigungen nachzulesen ist, auf 1962. Die Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze war eines der zentralen Anliegen.</li><li id="footnote_6_26" class="footnote">Unter den Wissenschaftlern im Starnberger Institut befanden sich so renommierte Forscher wie Klaus Michael Meyer-Abich, Ernst Tugendhat, Wolfgang Krohn, Gernot Böhme, Wolfgang van den Daele oder Tilman Spengler</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/04/ermunterungen-zum-aufrechten-gang-der-weg-carl-friedrich-von-weizsaeckers-vom-innenraum-der-atome-zur-weltinnenpolitik/">Ermunterungen zum aufrechten Gang » Der Weg Carl Friedrich von Weizsäckers vom Innenraum der Atome zur Weltinnenpolitik</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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		<title>Jürgen Habermas » Denker der Unübersichtlichkeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Mar 2007 14:05:56 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die zeitgenössische deutschsprachige Philosophie ist mittlerweile in ein Stadium der &#34;Unübersichtlichkeit&#34; eingetreten, so daß ein Denker wie Jürgen Habermas inzwischen fast wie ein Fossil aus vergangener Zeit anmutet. Die Zergliederung der politisch-diskursiven Landschaft der damals noch alten Bundesrepublik hatte Habermas Anfang der 80er noch mit dem Schlagwort der &#34;Neuen Unübersichtlichkeit&#34; belegt &#8211; heute (so scheint ... <a title="Jürgen Habermas » Denker der Unübersichtlichkeit" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/03/juergen-habermas-denker-der-unuebersichtlichkeit/" aria-label="Mehr Informationen über Jürgen Habermas » Denker der Unübersichtlichkeit">Weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die zeitgenössische deutschsprachige Philosophie ist mittlerweile in ein Stadium der &quot;Unübersichtlichkeit&quot; eingetreten, so daß ein Denker wie Jürgen Habermas inzwischen fast wie ein Fossil aus vergangener Zeit anmutet. Die Zergliederung der politisch-diskursiven Landschaft der damals noch alten Bundesrepublik hatte Habermas Anfang der 80er noch mit dem Schlagwort der &quot;Neuen Unübersichtlichkeit&quot; belegt &#8211; heute (so scheint es) hat dieser Prozeß längst auch die akademischen Gesellschafts- und Geisteswissenschaften erfasst.&nbsp;</p>
<p>Kaum vorstellbar, daß sich heute das Feuilleton noch für theoretische Debatten wie bspw. diejenige zwischen Niklas Luhmann und Jürgen Habermas in den 70ern begeistern könnte. Die Zeiten sind andere geworden und nunmehr werden die Zeitungsspalten mit Anmerkungen zu Kinderkrippen, Familienpolitik und Klimawandel gefüllt. Sicher, alles wichtige und geradezu diskussionspflichtige Fragen; dennoch erstaunlich, daß darüber die Lust an grundsätzlichen Debatten verloren gegangen scheint.</p>
<p>Gleichwohl: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Habermas">Jürgen Habermas </a>ist mehr denn je ein Solitär in der bundesrepublikanischen Szene. Fast seltsam, daß zu den jüngsten Diskussionen anläßlich des fünfzigsten Jahrestags der Römischen Verträge, nichts von ihm zu hören war.</p>
<p>Einen interessanten Interviewmitschnitt (in engl. Sprache) hat <a href="http://www.strengejacke.de/2007-03-25/luhmann-habermas-und-das-internet/">Daniel Lüdecke</a> aufgestöbert; hier äußert sich Habermas zu Schwerpunkten seiner Arbeit (u.a. deliberative Demokratie und das Modell der kommunikativen Vernunft). Leider nur knapp 5 Minuten lang, aber ein nettes Zeitdokument des Verfassers von <a href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html%3FASIN=3518289616%26tag=werkstatt-21%26lcode=xm2%26cID=2025%26ccmID=165953%26location=/o/ASIN/3518289616%253FSubscriptionId=1N9AHEAQ2F6SVD97BE02"><em>Faktizität und Geltung</em></a> oder der <a href="http://www.amazon.de/gp/redirect.html%3FASIN=3518287753%26tag=werkstatt-21%26lcode=xm2%26cID=2025%26ccmID=165953%26location=/o/ASIN/3518287753%253FSubscriptionId=1N9AHEAQ2F6SVD97BE02"><em>Theorie des kommunikativen Handelns</em></a>. &nbsp;</p>
<p></p>
<p><object width="425" height="350"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/jBl6ALNh18Q" /><param name="wmode" value="transparent" /><embed width="425" height="350" src="http://www.youtube.com/v/jBl6ALNh18Q" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" /></object></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2007/03/juergen-habermas-denker-der-unuebersichtlichkeit/">Jürgen Habermas » Denker der Unübersichtlichkeit</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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