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	<description>Blog zu Wissenschaft &#38; Wissenschaftskommunikation </description>
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	<title>Wissenswerkstatt</title>
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		<title>Science 2.0: Wissenschaftler probieren online</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc Scheloske]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Mar 2014 08:30:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blogosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftskommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Social Web]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft 2.0]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Immer mehr Forscher nutzen Onlinetools und Soziale Medien im Rahmen ihrer wissenschaftlichen Arbeit.&#8220; Das ist das Ergebnis einer aktuellen Befragung und klingt (wir haben das Jahr 2014!) in etwa so aufregend wie die Meldung, daß neuerdings immer mehr Bundesbürger auch Online-Banking nutzen. Aber für die (zumindest teilweise) verschnarcht-übervorsichtige Wissenschaftskultur in Deutschland kann ja die Studie ... <a title="Science 2.0: Wissenschaftler probieren online" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2014/03/science-2-0-wissenschaftler-probieren-online/" aria-label="Mehr Informationen über Science 2.0: Wissenschaftler probieren online">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2014/03/science-2-0-wissenschaftler-probieren-online/">Science 2.0: Wissenschaftler probieren online</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>&#8222;Immer mehr Forscher nutzen Onlinetools und Soziale Medien im Rahmen ihrer wissenschaftlichen Arbeit.&#8220;</em> Das ist das Ergebnis einer aktuellen Befragung und klingt (wir haben das Jahr 2014!) in etwa so aufregend wie die Meldung, daß neuerdings immer mehr Bundesbürger auch Online-Banking nutzen. Aber für die (zumindest teilweise) verschnarcht-übervorsichtige Wissenschaftskultur in Deutschland kann ja die Studie nicht wirklich was. Und die Studie selbst &#8211; da soll gar nicht großartig gemeckert werden &#8211; ist v.a. in ihren Einzelergebnissen wirklich interessant.</strong></p>
<p><span class="pullquote_left">Endlich: Forscher geben zu, daß sie Wikipedia nutzen!</span><span class="initial_klein">B</span>undesweit wurden im letzten Herbst knapp 800 Wissenschaftler befragt, welche Online- und Social-Media-Tools sie denn nutzen. Insgesamt wurden 17 verschiedene Bereiche (von Wikis über Social Networks bis zu Cloud-Anwendungen) aufgeschlüsselt. Die Antworten zeigen ein gemischtes Bild: immerhin 98,9% der befragten Wissenschaftler geben an, daß sie Wikipedia nutzen (und 95% gestehen sogar eine dezidiert berufliche Nutzung ein!). Das ist immerhin erfreulich, nachdem ja Wikipedia noch vor 4-5 Jahren häufig sehr abschätzig beurteilt wurde. Ebenfalls erstaunlich populär sind m.E. Video- und Fotoportale (i.e. YouTube + Flickr) mit 80% Nutzung unter den Akademikern. Dahinter rangieren Social Networks mit 58% und dann kommen irgendwann auch noch die Blogs mit 30%.</p>
<p class="zwischenueberschrift_mit_linie zwischenueberschrift">Enorme Popularität von YouTube, Flickr &amp; Co.?!</p>
<p><span class="initial_klein">D</span>ie Ergebnisse, die der <a  href="http://www.leibniz-science20.de/">Leibniz-Forschungsverbund Science 2.0</a> zusammengetragen hat, sind ziemlich interessant &#8211; unten ist der rund 50 Seiten starke Report verlinkt (ab Seite 14 geht es um Social Media). Ich habe ein wenig gestöbert und einige interessante Aspekte entdeckt. Spannend (und fast ein wenig irritierend) finde ich beispielsweise, daß von den 80% der Wissenschaftler, die sich als YouTube- und Flickr-Nutzer outen, nur knapp 1/3 angibt, diese Portale lediglich privat zu nutzen (vgl. S. 18). Schließlich bedeutet das im Umkehrschluß, daß satte 2/3 der befragten Post-Docs, wissenschaftlichen Mitarbeiter und Profs bei YouTube zu Recherchezwecken (knapp 39%) oder zur Lehre (58%) unterwegs sind. Echt? Wie und wo passiert das? Habe ich was verpasst und <a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/Massive_Open_Online_Course">MOOCS</a> sind bereits ein Massenphänomen? Oder wurde Inverted-Classroom-Guru <a  href="http://cspannagel.wordpress.com/">Christian Spannagel</a> geklont und hat gleich dutzendfach an der Befragung teilgenommen?</p>
<p>Ich habe ehrlicherweise keine triftigen Gegenargumente, lediglich mein Bauchgefühl &#8211; und über die angeblich weitverbreitete Nutzung von Video- und Fotoplattformen in Forschung+Lehre wundere ich mich einfach ein bißchen. ;-)</p>
<p class="zwischenueberschrift_mit_linie zwischenueberschrift">Meßbar mehr Akzeptanz von Wissenschaftsblogs</p>
<p><span class="initial_klein">Z</span>iemlich erwartbar dagegen ist das Ergebnis bzgl. Blogs und Twitter. 29,9% der Befragten nutzen nach eigenen Angaben Blogs und 15,1% sind in irgendeiner Weise bei Twitter aktiv (als Abonnenten und &#8217;stille&#8216; Leser und/oder als aktive Nutzer). Die Zahlen finde ich durchaus plausibel. Die Werte sind nicht berauschend, aber es ist irgendwie ein Aufwärtstrend erkennbar. Die letzten Zahlen aus dem deutschsprachigen Raum stammen von der Gießener Forschergruppe aus dem Jahr 2011, wo magere 8% der befragten Wissenschaftler die Nutzung von Weblogs bejahte.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2014/03/science-2-0-wissenschaftler-probieren-online/#footnote_0_3025" id="identifier_0_3025" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Vgl. Bader, Anita/Fritz, Gerd/Gloning, Thomas (2012): Digitale Wissenschaftskommunikation 2010-2011 &ndash; Eine Online-Befragung. Unter Mitarbeit von Jurgita Baranauskaite, Kerstin Engel und Sarah R&ouml;gl. Linguistische Untersuchungen 4. Gie&szlig;en: Gie&szlig;ener Elektronische Bibliothek. S. 68">1</a></p>
<p>Ich persönlich habe die 8% immer für etwas zu niedrig empfunden, allerdings muß man auch konstatieren, daß die Zahlen aus Gießen und die aktuellen aus Dresden nicht ganz vergleichbar sind. Die Fragen nach der Nutzung waren ziemlich unterschiedlich, mal mehr, mal weniger konkret etc. Dennoch: Man darf durchaus schlußfolgern &#8211; <a  href="http://redaktionsblog.hypotheses.org/2199">wie es auch Mareike König tut</a> &#8211; , daß die Akzeptanz und Nutzung von Wissenschaftsblogs in den letzten 2-3 Jahren deutlich angestiegen ist. :-)</p>
<p><span class="zwischenueberschrift_mit_linie">Und doch: Wissenschaftsblogs werden unterschätzt</span></p>
<p><span class="pullquote">Auch wenn es immer noch zu wenige wissen: Blogs sind ein Instrument zur Steigerung der Reputation!</span><span class="initial_klein">E</span>s gäbe noch viele weitere Punkte, die man diskutieren könnte &#8211; aber wie gesagt, bei Interesse lohnt ein Blick in die komplette Auswertung. Ein Detail will ich aber noch herausgreifen: auf Seite 24 werden die Motive zur Nutzung einzelner Dienste dargestellt. Dort liest man, daß 28% der Wissenschaftler Blogs schätzen, weil sie irgendwie &#8218;praktisch&#8216; sind, 16,6% sagen, daß Blogs ihre Kommunikation erleichtern bzw. beschleunigen (Twitter finden übrigens 15% praktisch und 19,9% finden die erleichterte Kommunikation toll). Dann gibt es aber u.a. noch den Aspekt &#8218;Reputation&#8216;. Und gerade mal 1,8% haben angekreuzt, daß sie Blogs nutzen, &#8222;um meine eigene Reputation zu steigern&#8220;.</p>
<p>Sowas? Sind die wissenschaftlichen Blogfans wirklich so idealistisch? Oder doch begriffsstutzig? Denn im Vergleich dazu geben immerhin 11,8% bei Twitter an, daß das Motiv Reputationssteigerung für sie ein Argument für das Microblogging ist. Und bei Blogs gerade mal 1,8%&#8230; ?</p>
<p>Verstehen muß ich das nicht, oder? Denn ganz, ganz ehrlich: unter allen Web-2.0-Tools sind Blogs das beste Instrument, um Profilbildung zu betreiben und seine (auch dezidiert akademische!) Reputation zu stärken!<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2014/03/science-2-0-wissenschaftler-probieren-online/#footnote_1_3025" id="identifier_1_3025" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ich bin nach wie vor gro&szlig;er Fan der Schmidt&rsquo;schen Definition sozialer Onlinemedien, als derjenigen Tools, die zum &bdquo;Informations-, Identit&auml;ts- &amp; Beziehungsmanagement&ldquo; genutzt werden &ndash; und wenn man das eben anst&auml;ndig macht, kommt am Ende mehr Reputation raus! So einfach ist das!">2</a> Blogs werden offensichtlich immer noch mißverstanden und unterschätzt.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2014/03/science-2-0-wissenschaftler-probieren-online/#footnote_2_3025" id="identifier_2_3025" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Kleiner Hinweis + Disclaimer: Ich selbst f&uuml;hre (u.a. unter dem Dach des NaWik) Seminare und Workshops zur wissenschaftlichen Nutzung von Social Media durch. Wie Wissenschaftler die verschiedenen Tools u.a. zur Vernetzung, Profilbildung und Reputationsmehrung einsetzen k&ouml;nnen, wird in Tagesseminaren des NaWik vermittelt. Mehr Infos dort auf der Website oder auf Anfrage.">3</a></p>
<div id="Punkte"></div>
<p class="zwischenueberschrift_mit_linie">Abschlußnörgelei: Äpfel und Birnen</p>
<p>Ich habe die Befragung und Auswertung (hoffe ich?) ausreichend gelobt. ;-) Nicht glücklich finde ich allerdings, wie die Ergebnisse aktuell in der Kurzform samt <a  href="http://idw-online.de/de/news578008">Pressemitteilung</a> &#8218;verkauft&#8216; werden. Da steht dann in der Überschrift &#8218;<em>Social Media ist in der Wissenschaft angekommen</em>&#8218; und zwei Zeilen später liest man, daß Twitter keine Rolle spielt, aber Dropbox intensiv genutzt wird. Häh?</p>
<p>Klar: Die Befragung zielt auf zwei Bereiche. Einerseits Social Media, andererseits alle (weiteren) onlinebasierten Tools. Aber das sind natürlich irgendwie Äpfel und Birnen. Ich hätte mir gewünscht, daß Anwendungen wie Skype, Literaturverwaltungen oder Cloud-Dienste von den spezifischen Web-2.0-Tools klarer getrennt wären. Auch in den Zusammenfassungen und Pressemitteilungen. Aber das ist &#8211; anbetrachts der spannenden Ergebnisse &#8211; Meckern auf hohem Niveau. Danke jedenfalls für die Befragung und die schnell und übersichtlich präsentierten Ergebnisse! :-)</p>
<div id="Punkte"></div>
<p><strong>Studie:</strong></p>
<ul>
<li>Daniela Pscheida, Steffen Albrecht, Sabrina Herbst, Claudia Minet, Thomas Köhler (2014): Nutzung von Social Media und onlinebasierten Anwendungen in der Wissenschaft. Erste Ergebnisse des Science 2.0-Survey 2013 des Leibniz-Forschungsverbunds „Science 2.0“ (<a href="http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:14-qucosa-132962">Zusammenfassung der Ergebnisse</a> // PDF-Report<a href="http://www.qucosa.de/fileadmin/data/qucosa/documents/13296/Science20_Datenreport_2013_PDF_A.pdf"> im Volltext</a>), <a href="http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:14-qucosa-132962">http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:14-qucosa-132962.</a></li>
</ul>
<p><small>Bild-Quelle: stock.xchng, User: ante3</small></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_3025" class="footnote">Vgl. Bader, Anita/Fritz, Gerd/Gloning, Thomas (2012): Digitale Wissenschaftskommunikation 2010-2011 – Eine Online-Befragung. Unter Mitarbeit von Jurgita Baranauskaite, Kerstin Engel und Sarah Rögl. Linguistische Untersuchungen 4. Gießen: Gießener Elektronische Bibliothek. S. 68</li><li id="footnote_1_3025" class="footnote">Ich bin nach wie vor großer Fan der Schmidt&#8217;schen Definition sozialer Onlinemedien, als derjenigen Tools, die zum &#8222;Informations-, Identitäts- &amp; Beziehungsmanagement&#8220; genutzt werden &#8211; und wenn man das eben anständig macht, kommt am Ende mehr Reputation raus! So einfach ist das!</li><li id="footnote_2_3025" class="footnote">Kleiner Hinweis + Disclaimer: Ich selbst führe (u.a. unter dem Dach des <a  href="http://www.nawik.de">NaWik</a>) Seminare und Workshops zur wissenschaftlichen Nutzung von Social Media durch. Wie Wissenschaftler die verschiedenen Tools u.a. zur Vernetzung, Profilbildung und Reputationsmehrung einsetzen können, wird in Tagesseminaren des <a  href="http://www.nawik.de">NaWik</a> vermittelt. Mehr Infos dort auf der Website oder auf Anfrage.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2014/03/science-2-0-wissenschaftler-probieren-online/">Science 2.0: Wissenschaftler probieren online</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Studiendilemma: Akupunktur gegen Heuschnupfen</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2013/06/studiendilemma-akupunktur-gegen-heuschnupfen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc Scheloske]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Jun 2013 22:50:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Akupunktur]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist wieder Heuschnupfenzeit. Ich persönlich komme mithilfe von Antihistaminika meist ganz gut über die Pollensaison. Aber wenn es um weitere Alternativen im Kampf gegen den lästigen Heuschnupfen geht, werde ich dennoch hellhörig. Immer wieder wird die Akupunktur empfohlen. Nur ein paar Sitzungen und schon seien &#8211; so heißt es &#8211; geplagte Heuschnupfenopfer häufig symptomfrei. ... <a title="Studiendilemma: Akupunktur gegen Heuschnupfen" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/06/studiendilemma-akupunktur-gegen-heuschnupfen/" aria-label="Mehr Informationen über Studiendilemma: Akupunktur gegen Heuschnupfen">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/06/studiendilemma-akupunktur-gegen-heuschnupfen/">Studiendilemma: Akupunktur gegen Heuschnupfen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es ist wieder Heuschnupfenzeit. Ich persönlich komme mithilfe von Antihistaminika meist ganz gut über die Pollensaison. Aber wenn es um weitere Alternativen im Kampf gegen den lästigen Heuschnupfen geht, werde ich dennoch hellhörig. Immer wieder wird die Akupunktur empfohlen. Nur ein paar Sitzungen und schon seien &#8211; so heißt es &#8211; geplagte Heuschnupfenopfer häufig symptomfrei. Kann das sein? Ist das Wunschdenken, geschicktes Marketing der Akupunktur-Lobby oder funktioniert das wirklich? Die Antwort lautet: ja, irgendwie alles zusammen. ;-)</strong></p>
<p><span class="initial">K</span>lar ist: Antihistaminika<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/06/studiendilemma-akupunktur-gegen-heuschnupfen/#footnote_0_2986" id="identifier_0_2986" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ich selbst komme seit Jahren z.B. mit Cetirizin ziemlich gut zurecht.">1</a> sind allererste Wahl, wenn es um allergische Reaktionen geht. Und die neueren Substanzen der 2. Generation machen ja auch (oder nur in Ausnahmefällen) nicht mehr müde. Interessant sind die Alternativen aber doch. Denn in den &#8222;heißen&#8220; Phasen reicht mir z.B. die normale Tagesdosis meines Heuschnupfenpräparats nicht aus und ich verdopple oder verdreifache das Zeug und dennoch schniefe ich. Könnte ich das mit ein paar Akupunktursitzungen vermeiden?</p>
<p><span class="pullquote">Taugt Akupunktur was, wenn ich meinen Heuschnupfen (oder auch andere Allergien) effektiv behandeln will?</span> Wenn man aktuelle Studien zum Einsatz von Akupunktur bei allergischem Schnupfen ansieht, so sieht es ganz danach aus. Koreanische Forscher um Sun-mi Choi haben <a  href="http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/all.12053/abstract">in ihrer Studie</a> 238 Versuchspersonen untersucht und dabei einen Teil der Probanden mit &#8222;echter&#8220; Akupunktur, einen anderen Teil mit einer Schein-Akupunktur und das letzte Drittel zunächst gar nicht behandelt. Die Schnupfen-Patienten, die mit Nadeln gestochen wurden, profitierten und zeigten weniger allergische Symptome. Im Fachjournal &#8222;Allergy&#8220; schreiben die Autoren:</p>
<blockquote><p>&#8222;The symptoms of allergic rhinitis decreased significantly after treatment in the both acupuncture and sham acupuncture groups. Acupuncture appears to be an effective and safe treatment for allergic rhinitis.&#8220;</p></blockquote>
<p>Das liest sich schonmal ganz gut. Und die Teilgruppe, die an den &#8222;richtigen&#8220; Akupunkturpunkten gestochen wurde, zeigte den Effekt noch deutlicher als die Gruppe, die nur eine sog. Sham-Akupunktur bekam, also eine Akupunktur, die bewußt die traditionellen Regeln mißachtet.</p>
<p class="zwischenueberschrift">Was hilft?: Das Piksen? Nur an den richtigen Stellen?</p>
<p><span class="initial_klein">D</span>as klingt also recht vielversprechend. Und es deckt sich prinzipiell mit den <a  href="http://annals.org/article.aspx?articleid=1583578">Ergebnissen einer anderen Studie, die unter der Leitung von Benno Brinkhaus von der Berliner Charité durchgeführt wurde</a>. Die deutschen Forscher hatten sogar 422 Heuschnupfenpatienten ausgewählt. Rund die Hälfte der Patienten bekam acht Wochen lang eine Akupunkturbehandlung (jeweils 12 Sitzungen). Die andere Hälfte wurde nochmals unterteilt: 102 wurden ebenfalls gepikst (allerdings im Sinne einer gefakten &#8222;Sham-Akupunktur&#8220;) und 108 nahmen nur wie gewohnt die Antihistaminika. (Die beiden Akupunkturgruppen nahmen übrigens parallel ebenfalls ihre Medikamente ein!)</p>
<p>Das Ergebnis auch dort: die Akupunktur-Patienten berichteten eine Verbesserung ihrer Heuschnupfen-Symptome und sie nahmen auch weniger Medikamente ein. Bei den nach den Regeln der Kunst behandelten Patienten zeigte sich der Effekt etwas stärker. In der Zusammenfassung der Studie heißt es:</p>
<blockquote><p>&#8222;Acupuncture led to statistically significant improvements in disease-specific quality of life and antihistamine use measures after 8 weeks of treatment compared with sham acupuncture and with RM alone, but the improvements may not be clinically significant.&#8220;</p></blockquote>
<p>Wirklich groß ist der Unterschied also dann doch nicht ausgefallen (&#8222;not clinically significant&#8220;), aber immerhin. </p>
<p><span class="initial_klein">J</span>etzt stellt sich nochmals die Eingangsfrage: taugt Akupunktur etwas, wenn ich meinen Heuschnupfen (oder auch andere Allergien) effektiv behandeln will? Die Antwort: es schadet zumindest nicht, ist aber natürlich aufwendig und recht teuer. Und es ist prinzipiell ziemlich egal, ob der Akupunktur-Therapeut irgendwelche ominösen Punkte behandelt oder ahnungslos daneben sticht. Wieviel der Symptomverbesserung auf das Konto des Placebo-Effekts geht, wissen wir nicht. Mit ziemlicher Sicherheit jede Menge.</p>
<p class="zwischenueberschrift">Dilemma: Therapeuten können ihr Wissen nicht ausblenden</p>
<p>Und es gibt noch ein weiteres Problem bei diesen Studien, auf das <a  href="http://edzardernst.com/2013/02/acupuncture-for-hay-fever-breakthrough-or-bonanza-of-incompetence/">Edzard Ernst in seinem Blog aufmerksam macht</a>: die Studie mag noch so gut gemacht sein, sie kann doch nicht ausschließen, daß unbezifferbare &#8222;Störeffekte&#8220; bei der Behandlung der verschiedenen Akupunkturs-Gruppen auftreten. Es ist ja &#8211; darüber brauchen wir nicht groß diskutieren &#8211; klar, daß bei allen (!) Probanden, die mit Nadeln gepikst wurden der Placebo-Effekt positiv greift. Ganze zwölf Mal ließen die eine 20-30 minütige Behandlung (inkl. all dem dazugehörenden Therapiesetting) über sich ergehen. Wäre schlimm, wenn das nichts verändern würde! ;-)</p>
<p><span class="pullquote">Die Therapeuten wissen natürlich, ob sie die Nadeln &#8222;richtig&#8220; setzen oder eine Schein-Akupunktur machen. Und somit kann man über den Unterschied der beiden &#8222;Behandlungen&#8220; nur mutmaßen&#8230;</span> Allerdings ist es halt auch unvermeidbar, daß die behandelnden Therapeuten jeweils genau wissen, ob sie die Nadeln jetzt &#8222;richtig&#8220; setzen oder ob sie dem Patienten &#8222;nur&#8220; eine Schein-Akupunktur verabreichen. Wir können getrost davon ausgehen, daß allein dieses Wissen des Therapeuten einiges verändert: seine eigene Erwartungshaltung bzgl. der Wirksamkeit, seine Körpersprache gegenüber dem Patienten usw. usf.</p>
<p>Die Akupunkteure waren übrigens dazu verpflichtet, daß sie natürlich bei der &#8222;richtigen&#8220; Gruppe Wert auf das sog. De-Qi legen, d.h. der wohlig-dumpfe Akupunkturschmerz durch die Nadeln sollte eintreten. Bei der Kontrollgruppe mit der Sham-Akupunktur an den &#8222;falschen&#8220; Stellen, sollte ausdrücklich kein (!) solcher Schmerz auftreten. Alles also nur gespielt bzw. gepikst. Und insofern ist es dann auch nicht verwunderlich, wenn sich die beiden Gruppen leicht (!) unterscheiden.</p>
<p><span class="initial_klein">F</span>azit: Obwohl ziemlich gut gemacht, liefern die Studien dennoch wieder keinen Beleg für die Effektivität von regelgerechter Akupunktur. Sie zeigen lediglich, daß die Behandlung (mitsamt Nadelstichen irgendwohin!) hilft. Nicht mehr, nicht weniger.</p>
<p>Ich bleib dann wohl bei meiner Antihistaminika-Selbstmedikation. ;-)</p>
<div id="Punkte"></div>
<p><strong>Links und Studien:</strong></p>
<ul>
<li>Choi S-M, Park J-E, Li S-S, Jung H, Zi M, Kim T-H, Jung S, Kim A, Shin M, Sul J-U, Hong Z, Jiping Z, Lee S, Liyun H, Kang K, Baoyan L. <a  href="http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/all.12053/abstract">A multicenter, randomized, controlled trial testing the effects of acupuncture on allergic rhinitis</a>. Allergy 2013; 68: 365–374.</li>
<li>Benno Brinkhaus, Miriam Ortiz, Claudia M. Witt, Stephanie Roll, Klaus Linde, Florian Pfab, Bodo Niggemann, Josef Hummelsberger, András Treszl, Johannes Ring, Torsten Zuberbier, Karl Wegscheider, Stefan N. Willich; <a  href="http://annals.org/article.aspx?articleid=1583578">Acupuncture in Patients With Seasonal Allergic RhinitisA Randomized Trial</a>. Annals of Internal Medicine. 2013 Feb;158(4):225-234.</li>
<li>Edzard Ernst: <a  href="http://edzardernst.com/2013/02/acupuncture-for-hay-fever-breakthrough-or-bonanza-of-incompetence/">Acupuncture for hay fever: breakthrough or bonanza of incompetence?</a>, 27.2.2013</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_2986" class="footnote">Ich selbst komme seit Jahren z.B. mit Cetirizin ziemlich gut zurecht.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/06/studiendilemma-akupunktur-gegen-heuschnupfen/">Studiendilemma: Akupunktur gegen Heuschnupfen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Kriminalschriftstellernde Umweltbiologinnen und app-bastelnde Molekularbiologen</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2013/05/kriminalschriftstellernde-umweltbiologinnen-und-app-bastelnde-molekularbiologen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc Scheloske]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 May 2013 21:50:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Lesetipps]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich habe einen Verdacht: Bloggende Wissenschaftler gehören zu einer ganz besonderen Spezies. Klar, sie bloggen. Bereits das unterscheidet sie von ihren &#8222;normalem&#8220; Kollegen. Aber ich habe das Gefühl, daß es weitere Unterschiede gibt. Denn unter den bloggenden Wissenschaftlern, die ich kenne, gibt es ziemlich viele, die darüber hinaus noch jede Menge anderer Talente haben. Zum ... <a title="Kriminalschriftstellernde Umweltbiologinnen und app-bastelnde Molekularbiologen" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/05/kriminalschriftstellernde-umweltbiologinnen-und-app-bastelnde-molekularbiologen/" aria-label="Mehr Informationen über Kriminalschriftstellernde Umweltbiologinnen und app-bastelnde Molekularbiologen">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/05/kriminalschriftstellernde-umweltbiologinnen-und-app-bastelnde-molekularbiologen/">Kriminalschriftstellernde Umweltbiologinnen und app-bastelnde Molekularbiologen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich habe einen Verdacht: Bloggende Wissenschaftler gehören zu einer ganz besonderen Spezies. Klar, sie bloggen. Bereits das unterscheidet sie von ihren &#8222;normalem&#8220; Kollegen. Aber ich habe das Gefühl, daß es weitere Unterschiede gibt. Denn unter den bloggenden Wissenschaftlern, die ich kenne, gibt es ziemlich viele, die darüber hinaus noch jede Menge anderer Talente haben. Zum Beispiel das Schreiben von Kriminalromanen. Oder das Programmieren von raffinierten Tools, um interessante Fachliteratur zu entdecken. Wie eben Annelie Wendeberg oder Tobias Maier.</strong></p>
<p><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2013/05/recently-2013a.png"><img decoding="async" class="alignright wp-image-2971 size-thumbnail" style="border: 0px none;"  src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2013/05/recently-2013a-180x180.png" alt="Recently - Never miss a relevant paper again" width="180" height="180" /></a></p>
<p class="zwischenueberschrift">Navigation durch den wissenschaftlichen Paper-Dschungel: Recently</p>
<p><span class="initial_klein">T</span>obias Maier kenne ich ja schon seit einigen Jahren als Scienceblogger mit <a  href="http://scienceblogs.de/weitergen">WeiterGen</a> und ich habe Tobias auch einige Male getroffen. Von seinem neuesten Projekt habe ich allerdings auch erst vor wenigen Tagen in seinem Blog erfahren: Tobias hat zusammen mit Thasso Griebel eine App gebastelt, die Wissenschaftlern dabei helfen soll, interessante Paper zu entdecken. <a  href="http://scienceblogs.de/weitergen/2013/05/recently-einfach-mal-den-uberblick-behalten/">Tobias schreibt:</a></p>
<blockquote><p>&#8222;Die Datenbank Pubmed, in der Veröffentlichungen aus den Lebenswissenschaften archiviert werden, hat aktuell mehr als zwanzig Millionen Publikationen gespeichert. Jeden Tag kommen über 2500 neue Papers dazu. Natürlich ist nur ein Bruchteil davon wirklich relevant für die eigene Forschung.<br />
Nur: Wie finde ich den? Wie verpasse ich keine wichtigen Veröffentlichungen? Und wie werde ich das schlechte Gewissen los, nie genug Papers zu lesen?&#8220;</p></blockquote>
<p>Und genau hier setzt <a  href="http://recentlyapp.com/">Recently</a> an. Die Nutzer können zum Start einige Artikel angeben, die für sie persönlich relevant sind. Und auf dieser Basis schlägt die App weitere thematisch passende Artikel vor. Und die können dann entweder &#8222;geliked&#8220; werden oder auch als irrelevant markiert werden. Die App &#8211; so das Ziel &#8211; lernt dann immer mehr dazu und präsentiert im Verlauf immer bessere, für den Nutzer wertvollere Artikel.</p>
<p>Ich habe Recently selbst noch nicht getestet, da es (zunächst) eben auch auf dem Pubmed-Datensatz aufbaut und ich insofern schlecht beurteilen könnte, ob für mich spannende Artikel vorgeschlagen werden. Was ich aber so aus dem Feedback rauslese, was Tobias z.B. in seinem Blog bekommt, so scheint Recently ziemlich vielversprechend zu sein. Wer also im Feld der Lebenswissenschaften aktiv ist, der sollte Recently dringend ausprobieren.</p>
<p>(Mehr Infos bieten auch die <a  href="http://recentlyapp.com/about/">Recently-FAQs</a> und ein <a  href="http://www.openscienceradio.de/podcast/osr011-mit-recently-keine-papers-mehr-verpassen/">Interview, das Matthias Fromm mit Tobias geführt hat</a>.)</p>
<ul>
<li><a  href="http://scienceblogs.de/weitergen/2013/05/recently-einfach-mal-den-uberblick-behalten/">Artikel mit Hintergrundinfos zum Start von Recently</a> (14.5.2013)</li>
<li><a  href="http://recentlyapp.com/">Recently &#8211; Never miss a relevant paper again</a></li>
</ul>
<div id="Punkte"></div>
<p class="zwischenueberschrift">Mein neues Lieblingsblog: Sciencezest</p>
<p><span class="initial_klein">O</span>.k., das ist jetzt vielleicht etwas übertrieben. &#8222;Lieblingsblog&#8220;&#8230; es gibt so viele gute Wissenschaftsblogs, denen ich natürlich auch weiter die Treue halte, aber ich habe zumindest ein weiteres Blog in meiner Favoritenliste ergänzt. Es ist das Blog von Annelie Wendeberg, die vor wenigen Tagen bei den Scilogs gestartet ist.</p>
<p>Dabei ist Annelie allerdings kein Blog-Neuling. Sie hat schon letztes Jahr in ihrem &#8222;<a  href="http://blog.lvz-online.de/microblog/">Microblog</a>&#8220; wunderbare Texte geschrieben. Nebenbei ist die Umweltbiologin noch Gruppenleiterin am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in Leipzig und schreibt (die Frau ist offensichtlich nicht ausgelastet!) auch noch <a  href="http://www.kronbergcrimes.com/">Kriminalromane.</a><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/05/kriminalschriftstellernde-umweltbiologinnen-und-app-bastelnde-molekularbiologen/#footnote_0_2960" id="identifier_0_2960" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Und Familie samt Haus und Kind hat sie ja auch noch. :-) ">1</a></p>
<p>Für die Krimis habe ich keine Zeit, aber ihr Blog lese ich bestimmt. <a  href="http://www.scilogs.de/wblogs/blog/sciencezest/allgemein/2013-05-23/hilfe-bakterien">Zum Start verrät Annelie etwas über Motivation</a> und bei solchen Sätzen kann ich doch nur 100% zustimmen:</p>
<blockquote><p>&#8222;Unsere teuer erforschten Erkenntnisse ausschließlich in Fachzeitschriften zu verbreiten ist reine Gehirnmasturbation. Das ist ein hartes Wort. Trotzdem. Wissenschaftliche Publikationen nützen erstmal nur einem selbst &#8211; man wird zitiert, vom Kollegium beweihräuchert, der Chef freut sich. Doch wer außer uns Spezialisten liest das Zeug? (&#8230;) Wir Wissenschaftler schaffen Wissen. Tun wir das nur für den exklusiven Kreis der Bildungselite, haben wir unser Ziel verfehlt.&#8220;</p></blockquote>
<p>Dem ist wenig hinzuzufügen, oder? Deshalb: lest doch mal bei Annelie rein. :-)</p>
<ul>
<li>Annelie Wendeberg: <a  href="http://www.scilogs.de/wblogs/blog/sciencezest/allgemein/2013-05-23/hilfe-bakterien">Hilfe! Bakterien!</a>, 1. Blogposting bei Sciencezest, 23.5.2013</li>
</ul>
<div id="Punkte"></div>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_2960" class="footnote">Und Familie samt Haus und Kind hat sie ja auch noch. :-) </li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/05/kriminalschriftstellernde-umweltbiologinnen-und-app-bastelnde-molekularbiologen/">Kriminalschriftstellernde Umweltbiologinnen und app-bastelnde Molekularbiologen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Die eingebildeten Kranken: Wenn Informationen krank machen</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2013/05/die-eingebildeten-kranken-wenn-informationen-krank-machen/</link>
					<comments>https://www.wissenswerkstatt.net/2013/05/die-eingebildeten-kranken-wenn-informationen-krank-machen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Marc Scheloske]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 May 2013 21:45:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Medizinjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Risikokommunikation]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Glaube kann Berge versetzen. Und krankmachen. Dann etwa, wenn bestimmte Informationen konkrete Ängste wachrufen und die Betroffenen schließlich Symptome zeigen. Eine aktuelle Studie belegt die Effektivität solcher Nocebos.1 Vor ziemlich genau 340 Jahren schrieb Molière seine fabelhafte Geschichte vom bemitleidenswerten Hypochonder Argan, der sich seine Krankheiten quasi per Autosuggestion einimpft: &#8222;Le Malade imaginaire&#8220;. &#8211; Wie ... <a title="Die eingebildeten Kranken: Wenn Informationen krank machen" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/05/die-eingebildeten-kranken-wenn-informationen-krank-machen/" aria-label="Mehr Informationen über Die eingebildeten Kranken: Wenn Informationen krank machen">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/05/die-eingebildeten-kranken-wenn-informationen-krank-machen/">Die eingebildeten Kranken: Wenn Informationen krank machen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2013/05/Le_Malade_imaginaire.jpg"><img decoding="async" class="alignright  wp-image-2941"  alt="Der eingebildete Kranke - Honoré Daumier" src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2013/05/Le_Malade_imaginaire-300x254.jpg" width="240" height="203" /></a><strong>Glaube kann Berge versetzen. Und krankmachen. Dann etwa, wenn bestimmte Informationen konkrete Ängste wachrufen und die Betroffenen schließlich Symptome zeigen. Eine aktuelle Studie belegt die Effektivität solcher Nocebos.</strong><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/05/die-eingebildeten-kranken-wenn-informationen-krank-machen/#footnote_0_2931" id="identifier_0_2931" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Als Placebo-Effekt wird die Reaktion eines Patienten auf ein medizinisches Pr&auml;parat ohne Wirkstoff bzw. generell auf jede von sich aus wirkungslose medizinische Intervention bezeichnet. Nocebo-Effekte sind analog negative Symptomver&auml;nderungen, ohne da&szlig; tats&auml;chlich ein Wirkstoff oder eine Therapie vorliegt.">1</a></p>
<p><span class="initial_klein">V</span>or ziemlich genau 340 Jahren schrieb Molière seine fabelhafte Geschichte vom bemitleidenswerten Hypochonder Argan, der sich seine Krankheiten quasi per Autosuggestion einimpft: &#8222;Le Malade imaginaire&#8220;. &#8211; Wie hoch die Ziffer der &#8222;eingebildeten Kranken&#8220; wohl ist, die täglich in den Wartezimmern Platz nehmen?</p>
<p><span class="pullquote">Der Nocebo-Effekt, der (finstere) Zwillingsbruder des Placebos, wurde bislang relativ wenig erforscht.</span> Eigentlich erstaunlich, daß die Forschung zu diesem Thema noch ziemlich in den Kinderschuhen steckt. Zu den (positiv wirkenden) Placebos ist man zwar in Medizin und Psychologie seit einiger Zeit recht aktiv, doch die (negativ wirkenden) Nocebos wurden bislang vernachlässigt.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/05/die-eingebildeten-kranken-wenn-informationen-krank-machen/#footnote_1_2931" id="identifier_1_2931" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Am besten sieht die Forschungslage noch bei den Beipackzetteln aus, die &ndash; hier sind ja meist jede Menge negative Nebenwirkungen genannt &ndash; ebenfalls als Nocebo funktionieren.">2</a></p>
<p><span class="zwischenueberschrift">Eingebildete Elektro-Smog-Symptome</span></p>
<p><span class="initial_klein">E</span>inen simplen, aber umso eindrucksvolleren Ansatz wählte jetzt der Psychologe <a  href="http://klinische-psychologie-mainz.de/mitarbeiter_witthoeft.html">Michael Witthöft von der Uni Mainz</a>. Bei einem Forschungsaufenthalt am Londoner King’s College zeigte er zunächst insgesamt 147 Probanden einen Fernsehbericht. Der eine Teil bekam eine BBC-Fernseh-Doku zu sehen, in der die gesundheitlichen Risiken von Mobilfunk und WLAN thematisiert wurden. Der andere Teil sah stattdessen eine (unverdächtige) Doku über Datensicherheit im Internet.</p>
<p><span class="pullquote_left">Alles Einbildung?: Zwei Probanden brachen den Test vorzeitig ab.</span> Im zweiten Teil des Versuchs wurde allen Probanden mitgeteilt, daß sie vorübergehend einem WLAN-Feld ausgesetzt seien. In Wirklichkeit gab es aber kein solches WLAN-Signal. Interessanterweise berichtete mehr als die Hälfte (54%) aller Testpersonen über die vermeintlich typischen Elektro-Smog-Symptome. Konzentrationsstörungen, Kribbeln in Fingern, Armen, Beinen etc. Darunter v.a. solche, die die Strahlenrisiken-Doku gesehen hatten. Zwei Probanden brachen den Test sogar vorzeitig ab, weil die Symptome so heftig waren und sie sich nicht noch länger der (eingebildeten!) WLAN-Strahlung aussetzen wollten.</p>
<p>Toll, oder? ;-) Solche Studien liebe ich. Die Untersuchung von Michael Witthöft zeigt wunderschön, wie wirkmächtig negative Gedanken sind. Allein die angebliche Strahlenexposition (und die wachgerufenen Ängste durch die Doku) führte zu 54% elektrosensiblen Menschen, die z.T. heftige körperliche Reaktionen spürten! Wobei die Reaktion stärker und häufiger bei Menschen ausfiel, die generell etwas &#8222;ängstlicher&#8220; waren.</p>
<p class="zwischenueberschrift">Nachdenken über die Ethik des Wissenschafts- und Technikjournalismus?</p>
<p><span class="initial_klein">E</span>inen interessanten Aspekt des Themas spricht Witthöft (vgl. Pressemitteilung zur Studie) selbst an: welche Schlußfolgerungen zieht eigentlich der Journalismus aus solchen Erkenntnissen? Wie werden Risikotechnologien angemessen dargestellt? Wie sieht es mit Zuspitzungen aus? Wie wählt man die Bebilderung usw.? Witthöft sagt:</p>
<blockquote><p>„Die Wissenschaft und die Medien müssen unbedingt stärker zusammenarbeiten und sich darum bemühen, dass Berichte beispielsweise über mögliche Gesundheitsrisiken neuer Technologien so wahrheitsgetreu wie möglich und nach bestem Wissensstand an die Öffentlichkeit gelangen.“</p></blockquote>
<p>Eigentlich sollten solche Studien Bestandteil jeder Volontärs- und Journalismus-Ausbildung sein. Denn vom Placebo-Effekt und der positiven Kraft der Gedanken hat wohl jeder schon mal gehört. Aber dessen finsteren Zwillingsbruder, den Nocebo-Effekt, kennt kaum jemand. Dabei handelt es sich schlicht um zwei Seiten einer Medaille. Beides mal sind es kognitive Prozesse, die &#8222;angetriggert&#8220; werden und die als (positive oder negative) Erwartungshaltung durchschlagen.</p>
<p>Zu diesem Thema kann ich übrigens das 15-Minuten-Gespräch zwischen Arvid Leyh und dem Placebo-Forscher Paul Enck empfehlen.</p>
<div class="werkstattlinks">
<p><strong>Links:</strong></p>
<ul>
<li>Michael Witthöft, G. James Rubin (2013): <a  href="http://www.jpsychores.com/article/S0022-3999%2812%2900335-2/abstract">Are media warnings about the adverse health effects of modern life self-fulfilling? An experimental study on idiopathic environmental intolerance attributed to electromagnetic fields (IEI-EMF)</a>, Journal of Psychosomatic Research, DOI: 10.1016/j.jpsychores.2012.12.002</li>
<li><a  href="http://dasgehirn.info/aktuell/foxp2/placebos-und-nocebos-mit-paul-enck-8330/">Placebos und Nocebos mit Paul Enck</a>, Gespräch, dasgehirn.info</li>
</ul>
<p>Lars vom Fischblog hat gerade eben auch über die Studie gebloggt und sich noch weitere Gedanken bzgl. der Schlußfolgerungen für die Berichterstattung über solche Themen gemacht:</p>
<ul>
<li>Lars Fischer: <a  href="http://www.scilogs.de/wblogs/blog/fischblog/allgemein/2013-05-13/gesundheitswarnungen-und-nocebo-effekt-schlechter-journalismus-macht-krank">Gesundheitswarnungen und Nocebo-Effekt: (schlechter?) Journalismus macht krank</a>, 13.5.2013</li>
</ul>
</div>
<div id="Punkte"></div>
<p><small>Bild: &#8222;Der eingebildete Kranke&#8220; von Honoré Daumier</small></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_2931" class="footnote">Als Placebo-Effekt wird die Reaktion eines Patienten auf ein medizinisches Präparat ohne Wirkstoff bzw. generell auf jede von sich aus wirkungslose medizinische Intervention bezeichnet. Nocebo-Effekte sind analog negative Symptomveränderungen, ohne daß tatsächlich ein Wirkstoff oder eine Therapie vorliegt.</li><li id="footnote_1_2931" class="footnote">Am besten sieht die Forschungslage noch bei den Beipackzetteln aus, die &#8211; hier sind ja meist jede Menge negative Nebenwirkungen genannt &#8211; ebenfalls als Nocebo funktionieren.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/05/die-eingebildeten-kranken-wenn-informationen-krank-machen/">Die eingebildeten Kranken: Wenn Informationen krank machen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Cyberscience: Praktisch und theoretisch</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2013/04/cyberscience-praktisch-und-theoretisch/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc Scheloske]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Apr 2013 21:50:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Ich-Maschine]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftskommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft 2.0]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Über Städte mit B habe ich neulich schon bei Twitter scherzhaft geflucht. Jedenfalls tragen Berlin, Bremen und Braunschweig ein bißchen Mitschuld daran, daß ich hier in der Werkstatt so selten zum bloggen komme. Denn in den letzten Wochen habe ich einige Seminare und Workshops gegeben, was erstens mit ziemlich viel Vorbereitungszeit und zweitens (Städte mit ... <a title="Cyberscience: Praktisch und theoretisch" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/04/cyberscience-praktisch-und-theoretisch/" aria-label="Mehr Informationen über Cyberscience: Praktisch und theoretisch">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/04/cyberscience-praktisch-und-theoretisch/">Cyberscience: Praktisch und theoretisch</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Über Städte mit B habe ich <a  href="https://twitter.com/Werkstatt/statuses/314490667726434304">neulich schon bei Twitter scherzhaft geflucht</a>. Jedenfalls tragen Berlin, Bremen und Braunschweig ein bißchen Mitschuld daran, daß ich hier in der Werkstatt so selten zum bloggen komme. Denn in den letzten Wochen habe ich einige Seminare und Workshops gegeben, was erstens mit ziemlich viel Vorbereitungszeit und zweitens (Städte mit B!) mit ziemlich viel Reisezeit verbunden ist. Zumindest wenn man &#8211; wie ich &#8211; irgendwo in der schwäbischen Provinz startet. ;-)</strong></p>
<p>Deshalb gibt&#8217;s auch heute leider trotz vorhandener Themen keinen vernünftigen Blogpost, aber dafür hübsche Linktipps. Diesmal rund um das Thema offene Wissenschaft oder Wissenschaft 2.0.</p>
<p class="zwischenueberschrift">Wissenschafts-Videocast mit Lars vom Fischblog</p>
<p><span class="initial_klein">D</span>aß die Redakteure von Spektrum ein wenig anders ticken als übliche Wissenschaftsjournalisten dürfte sich so allmählich rumgesprochen haben. Das fängt damit an, daß vom Redaktionsleiter über die Grafiker bis hin zum <a  href="https://twitter.com/Redaktionshund">Redaktionshund</a> (der Hundegott hab ihn selig!), alle mit Twitteraccounts ausgestattet sind. Und das geht weiter bis&#8230; ach, das kann man ja alles nachlesen.</p>
<p>Eine neue schräge und absolut sympathische Idee ist ein Videocast, den Lars Fischer (mit-)initiiert. Der &#8222;freiberufliche Apokalyptiker&#8220; stellt dabei die etwas anderen Wissenschaftsnachrichten zusammen. Ich hoffe sehr darauf, daß noch viele weitere Folgen aus dem Spektrum-Bunker folgen und daß die dahinsiechende Pflanze als Studio-Deko noch weiter durchhält.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/cWSiq9oUcdU?rel=0" height="326" width="580" allowfullscreen="" frameborder="0"></iframe></p>
<div id="Punkte"></div>
<p class="zwischenueberschrift">Wie verändert das Web 2.0 die Wissenschaft?</p>
<p><span class="initial_klein">D</span>as Thema &#8222;Cyberscience&#8220; (und die Effekte auf die interne und externe Wissenschaftskommunikation) stand im Mittelpunkt eines Radio-Features von Bayern 2. Der Autor Martin Schramm hat dafür einige Kenner der Szene befragt. Es kommt ausführlich <a  href="http://www.spektrum.de/alias/koenneker/carsten/849154">Carsten Könneker</a> (Chefredakteur von &#8222;Spektrum der Wissenschaft&#8220; und <a  href="http://www.nawik.de/">Direktor am NaWik</a>) zu Wort, der sehr schön die Veränderungen rekonstruiert, die u.a. das Web 2.0 für die Wissenschaftskommunikation bedeutet. Zu den Herausforderungen für Wissenschaftler, die z.B. bloggen oder andere Kanäle des Social Web nutzen, wurde neben <a  href="http://www.uni-giessen.de/cms/fbz/fb05/germanistik/iprof/asclhome/uber-uns/wimi/lobin-art">Henning Lobin (Uni Gießen)</a> und <a  href="http://www.oeaw.ac.at/ita/ueber-uns/das-ita-team/michael-nentwich/person">Michael Nentwich (ITA Wien)</a> auch ich befragt.</p>
<p>Irgendwann ab ca. 10:40min. und dann nochmal so ab Minute 16:00 bin ich mit kurzen Statements zu hören. Insgesamt finde ich die Sendung sehr gelungen. Für Insider natürlich nichts Neues, aber für interessierte Radiohörer sind schon einige interessante Infos mit dabei. Denke ich. Nachhören kann man die Sendung derzeit hier:</p>
<ul>
<li><a  href="http://www.ardmediathek.de/bayern-2/iq-wissenschaft-und-forschung-bayern-2?documentId=14335360">Cyberscience: Wie das Web die Wissenschaft verändert</a>, 25.4.2013 (BR2 / IQ &#8211; Wissenschaft und Forschung)</li>
</ul>
<div id="Punkte"></div>
<p class="zwischenueberschrift">Forschung zum Thema Cyberscience</p>
<p><span class="initial_klein">U</span>nd wo wir gerade beim Thema sind: &#8222;Wie verändern Facebook &amp; Co. die Wissenschaft?&#8220;. Diese Frage ist auch der Titel eines Kurzdossiers des Österreichischen Instituts für Technikfolgenabschätzung. Der gerade erwähnte Michael Nentwich hatte ja in den letzten Jahren zusammen mit René König eine Studie zum Thema Cyberscience durchgeführt. Und die Essenz der Studie ist hier zusammengefasst. Im kurzen PDF liest man dann u.a.:</p>
<blockquote><p>&#8222;Web 2.0-Dienste sind teilweise funktional für die Wissenschaft und befriedigen konkrete Bedürfnisse, wie etwa Informationssuche im Twitter-Netzwerk, Öffentlichkeitsarbeit über Blogs oder Kontaktaufnahme mit KooperationspartnerInnen über Soziale Netzwerkseiten. Dysfunktional ist hingegen, dass derzeit das eigene Netzwerk nur über viele parallele Kanäle erreicht werden können und daher bestimmte positive Netzwerkeffekte (noch) nicht eintreten. Darüber hinaus kann es bei intensiver Nutzung zu Informationsüberladung und Problemen im Zeitmanagement kommen.&#8220;</p></blockquote>
<p>So ist das. Kein Widerspruch meinerseits. ;-)</p>
<p>Die ganze Studie gibt&#8217;s als Buch und eben auch noch angeteasert im erwähnten PDF-Dossier:</p>
<ul>
<li>Nentwich, M. und König, R. (2012): <a  href="http://www.zmi.uni-giessen.de/publikationen/publikationen-cyberscience2.html">Cyberscience 2.0. Research in the Age of Digital Social Networks.</a></li>
<li>ITA-Dossier (Nr. 1 /2013): <a  href="http://epub.oeaw.ac.at/ita/ita-dossiers/ita-dossier001.pdf">&#8222;Facebook &amp; Co. verändern die Wissenschaft&#8220;</a> (PDF)</li>
</ul>
<div id="Punkte"></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/04/cyberscience-praktisch-und-theoretisch/">Cyberscience: Praktisch und theoretisch</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Heiter bis wolkig: Aussichten auf Medizin, Wissenschaft und Technik</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2013/04/heiter-bis-wolkig-aussichten-auf-medizin-wissenschaft-und-technik/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc Scheloske]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Apr 2013 21:55:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftskommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Antibiotika]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Risiko]]></category>
		<category><![CDATA[Risikogesellschaft]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://www.wissenswerkstatt.net/?p=2902</guid>

					<description><![CDATA[<p>&#8222;Prognosen sind schwierig, besonders dann, wenn sie die Zukunft betreffen.&#8220; &#8211; Soll (angeblich) Niels Bohr gesagt haben. Ob diese Feststellung tatsächlich von Bohr stammt oder nicht, ist mir gerade ziemlich egal. In meiner heutigen Link- und Lesesammlung geht es allerdings 3x um Aussichten auf die Zukunft.  Und die Schwierigkeit, die jeweilige Entwicklung einzuschätzen. Mal geht ... <a title="Heiter bis wolkig: Aussichten auf Medizin, Wissenschaft und Technik" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/04/heiter-bis-wolkig-aussichten-auf-medizin-wissenschaft-und-technik/" aria-label="Mehr Informationen über Heiter bis wolkig: Aussichten auf Medizin, Wissenschaft und Technik">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/04/heiter-bis-wolkig-aussichten-auf-medizin-wissenschaft-und-technik/">Heiter bis wolkig: Aussichten auf Medizin, Wissenschaft und Technik</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>&#8222;Prognosen sind schwierig, besonders dann, wenn sie die Zukunft betreffen.&#8220;</em> &#8211; Soll (angeblich) Niels Bohr gesagt haben. Ob diese Feststellung tatsächlich von Bohr stammt oder nicht, ist mir gerade ziemlich egal. In meiner heutigen Link- und Lesesammlung geht es allerdings 3x um Aussichten auf die Zukunft. </strong></p>
<p><span class="initial_klein">U</span>nd die Schwierigkeit, die jeweilige Entwicklung einzuschätzen. Mal geht es um die Weiterentwicklung technischer Innovationen, mal um die Veränderungen innerhalb der akademischen Publikationskultur und gleich zu Beginn um eine der &#8222;größten Gefahren für die menschliche Gesundheit&#8220; (so die Einschätzung der WHO): um das Problem der Antibiotikaresistenzen.</p>
<p class="zwischenueberschrift">Über die (unterschätzten) Gefahren durch Antiobiotika-resistente Bakterien</p>
<p><span class="initial_klein">D</span>ie moderne Medizin ist ohne Antibiotika schlicht nicht vorstellbar. Umso beunruhigender sind deshalb die regelmäßigen Meldungen über neue Antibiotika-resistente Bakterien. Und die Entwicklung neuer schlagkräftiger Antiobiotika scheint schon seit einiger Zeit zu stagnieren. Keine wirklich erfreulichen Ausichten. Doch obwohl diese Problematik seit Jahren bekannt ist, ist das Wissen über die Konsequenzen (in den verschiedensten Bereichen!) noch absolut lückenhaft.</p>
<p>Wie kann im Ernstfall die medizinische Versorgung auch nur ansatzweise aufrechterhalten werden? Mit wievielen Opfern wäre zu rechnen? Welche Auswirkungen auf andere Bereiche (Verkehr, Wirtschaft, öffentliches Leben&#8230;) und welche Kosten wären zu erwarten? Dazu gibt es natürlich Hochrechnungen. Allerdings &#8211; so haben die Gesundheitsökonomen Richard Smith und Joanna Coast jetzt berechnet &#8211; wird das tatsächliche Ausmaß vermutlich stark unterschätzt.</p>
<p>Lars Fischer hat den BMJ-Artikel durchgesehen und kommentiert einige Aspekte drüben bei sich im Fischblog. Zum selben Thema liegt übrigens seit einigen Wochen eine knapp 80 Seiten starke Stellungnahme der Leopoldina vor. Unter dem Titel &#8222;Antibiotika-Forschung: Probleme und Perspektiven&#8220; ist dort erstens der aktuelle Stand in Sachen Antibiotikaforschung und -Resistenzen zusammengefasst und zweitens wird skizziert, wie die Entwicklung neuer Antiobiotika aussehen könnte und welche Rahmenbedingungen dafür erforderlich sind. Das alles gibt es als Open-Access-Dokument auch als PDF.</p>
<p><strong>Lesetipps:</strong></p>
<ul>
<li>Lars Fischer: <a  href="http://www.scilogs.de/wblogs/blog/fischblog/biologie/2013-03-19/resistenzen-gesundheitssystem">Wie Antibiotika-Resistenzen den Fortbestand unserer Gesellschaft gefährden</a>, Fischblog, 19.3.2013</li>
<li>R. Smith &amp; J. Coast (2013): <a  href="http://www.bmj.com/content/346/bmj.f1493">The true cost of antimicrobial resistance</a>, BMJ 2013; 346 doi: http://dx.doi.org/10.1136/bmj.f1493</li>
<li>Leopoldina (Deutsche Akademie der Naturforscher): <a  href="http://www.degruyter.com/viewbooktoc/product/204117">Antibiotika-Forschung: Probleme und Perspektiven</a> (2013)</li>
</ul>
<div id="Punkte"></div>
<p class="zwischenueberschrift">Anmerkungen zur Zukunft des wissenschaftlichen Publizierens</p>
<p><span class="initial_klein">B</span>ei <em>nature</em> hat man sich vorletzte Woche an einer kleinen Bestandsaufnahme zum aktuellen Stand der wissenschaftlichen Publikationskultur versucht. Und es wird auch ein wenig in die Zukunft gedacht. Darüber, wie sich Open Access weiterentwickeln könnte zum Beispiel. Oder darüber, welche (möglichen) negativen Effekte der Erfolg des Open Access auch haben könnte. Die vielfältigen Veränderungen in diesem Feld sind jedenfalls <a href="http://www.nature.com/news/specials/scipublishing/index.html">Thema einer <em>nature</em>-Sonderausgabe</a>.</p>
<p>Wird ja irgendwie auch Zeit, nachdem zunächst die großen Verlage auf Zeit gespielt, die wissenschaftlichen Bibliotheken geschlafen und die Politischen Institutionen sich irgendwie nicht zuständig gefühlt haben. Seit 1-2 Jahren (so jedenfalls mein Gefühl) kommt jetzt Leben in die Bude. Die EU-Kommission hat zwischenzeitlich Lust auf Open-Access bekommen und vor einigen Wochen hat ja auch Barack Obama angekündigt, daß künftig öffentliche finanzierte Forschungsarbeiten innerhalb weniger Monate auch in einem Open-Access-Journal zugänglich gemacht werden müssen. Sehr, sehr erfreulich das alles&#8230;</p>
<p>Bei <em>nature</em> besonders lesenswert fand ich:</p>
<ul>
<li>Richard Van Noorden: <a href="http://www.nature.com/news/open-access-the-true-cost-of-science-publishing-1.12676">Open access: The true cost of science publishing</a></li>
<li><a href="http://www.nature.com/nature/journal/v495/n7442/full/495442a.html">Advocacy: How to hasten open access</a></li>
</ul>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/04/heiter-bis-wolkig-aussichten-auf-medizin-wissenschaft-und-technik/">Heiter bis wolkig: Aussichten auf Medizin, Wissenschaft und Technik</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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		<title>Tote Bienen und ein quietschfideler Schnabeligel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc Scheloske]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 31 Mar 2013 20:00:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftskommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Australien]]></category>
		<category><![CDATA[Bienen]]></category>
		<category><![CDATA[Biologie]]></category>
		<category><![CDATA[Nichtwissen]]></category>
		<category><![CDATA[Risiken]]></category>
		<category><![CDATA[Tiere]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eigentlich wäre es jetzt Zeit für süße Hasenphotos. Oder wenigstens von tollen Frühlingsblumen. Aber meine Tulpen (und Krokusse und Narzissen) wollen nicht. Deshalb gibt&#8217;s heute mal wieder tierische Meldungen. Zuerst geht es um Bienen (und eine Studie, die weiter Aufklärung bzgl. des massenhaften Sterbens ganzer Bienenvölker bringt) und dann um einen kleinen Echidna. Echidnas sind ... <a title="Tote Bienen und ein quietschfideler Schnabeligel" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/03/tote-bienen-und-ein-quietschfideler-schnabeligel/" aria-label="Mehr Informationen über Tote Bienen und ein quietschfideler Schnabeligel">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/03/tote-bienen-und-ein-quietschfideler-schnabeligel/">Tote Bienen und ein quietschfideler Schnabeligel</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eigentlich wäre es jetzt Zeit für süße Hasenphotos. Oder wenigstens von tollen Frühlingsblumen. Aber meine Tulpen (und Krokusse und Narzissen) wollen nicht. Deshalb gibt&#8217;s heute mal wieder tierische Meldungen. Zuerst geht es um Bienen (und eine Studie, die weiter Aufklärung bzgl. des massenhaften Sterbens ganzer Bienenvölker bringt) und dann um einen kleinen Echidna. Echidnas sind Schnabeligel, die nur in Australien bzw. Neuguinea heimisch sind, aber dazu unten mehr.</strong></p>
<p class="zwischenueberschrift">Wie Insektizide das Bienenhirn schädigen</p>
<p><span class="initial_klein">E</span>s gehört zum Frühling wie das Gejammer über das launische Aprilwetter: Meldungen über rätselhafte Krankheiten von Bienen und das Verschwinden von Bienenvölkern. Mal haben europäische Imker den Verlust von tausenden Völkern zu beklagen, dann sind es wieder deren US-Kollegen, die über den Ausfall ihrer Bienen berichten. In manchen Fällen sind die Ursachen geklärt. Die eingeschleppte <a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/Varroamilbe">Varroa-Milbe</a> zum Beispiel. Manchmal sind es möglicherweise aber auch Pilze, die als Bienenkiller wirken. Oder eben Insektizide der Landwirtschaft.</p>
<p>Schon vor Jahren war relativ klar, daß etwa die Substanzen Imidacloprid oder Chlotianidin (die wurden u.a. zum Beizen des Saatguts gegen den Maiszünsler verwendet) für den Kollaps von Bienenvölkern verantwortlich sind. (Darüber hatte ich <a  href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/17/einstein-haette-geflucht-bienensterben-insektizid-lobbyismus-und-die-ignoranz-deutscher-behoerden/">bereits vor knapp 5 Jahren gebloggt</a>.) Deshalb ist deren Verwendung (in manchen Ländern) auch verboten. Die EU prüft gerade ein Verbot von drei Neonikotinoiden (Imidacloprid und Chlotianidin gehören dazu).</p>
<p><span class="pullquote">Absurd: Auch eine Substanz, die gegen den Bienenschädling Varroamilbe eingesetzt wird, schädigt die Bienennervenzellen&#8230;</span> Vielleicht liefert ja die aktuelle Studie von Mary Palmer und Kollegen weitere Argumente. Die Forscher der University of Dundee haben nämlich getestet, wie diese Substanzen auf bestimmte Zellen des Bienengehirns wirken. Und tatsächlich zeigte sich, daß die Nervenzellen (die u.a. für Lernen und Erinnerung zuständig sind) außer Gefecht gesetzt werden. Hier ist man also einen guten Schritt bei der Erklärung des verhängnisvollen Mechanismus weitergekommen.</p>
<p>Und noch einen weiteren interessanten Befund liefert die Studie: auch das Insektizid &#8218;<a  href="http://de.wikipedia.org/wiki/Coumaphos">Coumaphos</a>&#8218; schädigte in den Versuchen die Bienen-Nervenzellen. Und das ist wirklich schon tragikkomisch. Denn die Substanz wird (zumindest in den USA) gegen den Befall mit der Varroamilbe eingesetzt. Wie war das noch gleich mit dem Teufel und dem Beelzebub&#8230;?</p>
<p>Die Studie:</p>
<ul>
<li>Mary J. Palmer, Christopher Moffat, Nastja Saranzewa, Jenni Harvey,Geraldine A. Wright &amp; Christopher N. Connolly (2013): <a href="http://www.nature.com/ncomms/journal/v4/n3/full/ncomms2648.html" >Cholinergic pesticides cause mushroom body neuronal inactivation in honeybees</a>, in: Nature Communications 4, Article number: 1634, doi:10.1038/ncomms2648</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<div id="Punkte"></div>
<p class="zwischenueberschrift">Raubtierfütterung: Schnabeligel-Baby</p>
<p><span class="initial_klein">E</span>chidnas (dt. Bezeichnung: Schnabeligel) sind sowas wie eine eierlegende Wollmilchsau. Zumindest, wenn es um die zoologische Zuordnung bzw. die Kategorisierung geht. Denn Echidnas haben einerseits Merkmale von Säugetieren, andererseits legen sie aber Eier. Damit sind sie (fast) einzigartig: Zusammen mit dem Schnabeltier bilden sie die Ordnung der &#8218;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kloakentiere" >Kloakentiere</a>&#8218;.</p>
<p>Das klingt wenig schmeichelhaft. Dabei sind Echidnas wirklich tolle Tiere.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/03/tote-bienen-und-ein-quietschfideler-schnabeligel/#footnote_0_2892" id="identifier_0_2892" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Als ich selbst vor 2 Jahren in Australien war, habe ich einige Echidnas am Strand zwischen Adelaide und Melbourne entdeckt. :-) ">1</a> Wenn sie ausgewachsen sind, dann ähneln sie unseren Igeln, im Winzlingsalter sind sie einfach nur süß. Wie das Video aus dem Taronga-Zoo in Sydney eindrucksvoll beweist, oder?</p>
<p>Rund 5 Wochen ist der Knirps alt. Und da Echidna-Mütter keine Zitzen haben (auch so eine Besonderheit), sondern über ein Fläche am Bauch Milch absondern, wenn das Junge daran leckt, wird das Echidna-Baby auch entsprechend gefüttert. Also, Anschauen!</p>
<p><iframe width="580" height="326" src="http://www.youtube.com/embed/SGleaTJoy1U?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_2892" class="footnote">Als ich selbst vor 2 Jahren in Australien war, <a href="http://www.beutelthierchen.de/index.php/2011/04/13/unterwegs-auf-der-great-ocean-road/" >habe ich einige Echidnas am Strand zwischen Adelaide und Melbourne entdeckt.</a> :-) </li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/03/tote-bienen-und-ein-quietschfideler-schnabeligel/">Tote Bienen und ein quietschfideler Schnabeligel</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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		<title>Irrlichternde Juristen bei der FAZ: Lächerliche Abmahnung des Bloggers Klaus Graf</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc Scheloske]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Mar 2013 08:45:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blogosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Abmahnung]]></category>
		<category><![CDATA[Blogosphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Recht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8222;Si tacuisses, &#8230;&#8220; &#8211; Das möchte man all denen zurufen, die sich durch irgendwelche Darstellungen im Internet auf ihren Schlips getreten und sich folglich genötigt fühlen, dagegen in juristischer Form vorzugehen. Als seien an Blogger adressierte Abmahnungen und strafbewehrte Unterlassungserklärungen adäquate Mittel. Hat irgendjemand Streisand gesagt? Ich zumindest bin einigermaßen fassungslos. Denn ich hoffe doch ... <a title="Irrlichternde Juristen bei der FAZ: Lächerliche Abmahnung des Bloggers Klaus Graf" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/03/irrlichternde-juristen-bei-der-faz-laecherliche-abmahnung-des-bloggers-klaus-graf/" aria-label="Mehr Informationen über Irrlichternde Juristen bei der FAZ: Lächerliche Abmahnung des Bloggers Klaus Graf">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/03/irrlichternde-juristen-bei-der-faz-laecherliche-abmahnung-des-bloggers-klaus-graf/">Irrlichternde Juristen bei der FAZ: Lächerliche Abmahnung des Bloggers Klaus Graf</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2013/03/Clown.jpg"><img decoding="async" class="alignright  wp-image-2879" style="border: 0px none;"  alt="Lustige Juristen-Clowns bei der FAZ" src="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2013/03/Clown.jpg" width="150" height="169" srcset="https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2013/03/Clown.jpg 500w, https://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2013/03/Clown-357x400.jpg 357w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /></a>&#8222;Si tacuisses, &#8230;&#8220; &#8211; Das möchte man all denen zurufen, die sich durch irgendwelche Darstellungen im Internet auf ihren Schlips getreten und sich folglich genötigt fühlen, dagegen in juristischer Form vorzugehen. Als seien an Blogger adressierte Abmahnungen und strafbewehrte Unterlassungserklärungen adäquate Mittel. Hat irgendjemand Streisand gesagt?</strong></p>
<p>Ich zumindest bin einigermaßen fassungslos. Denn ich hoffe doch sehr, daß Annette Schavan eine Freundin hat. Mehr noch: ich wünsche ihr gleich mehrere davon. Möglicherweise zählt auch die FAZ-Autorin Heike Schmoll dazu. Wer die vielen Artikel von Heike Schmoll zur Plagiatsaffäre um Annette Schavans Doktorarbeit liest, der wird kaum ernsthaft bestreiten wollen, daß Heike Schmoll überaus aktiv auf den publizistischen Verteidigungsbarrikaden für Annette Schavan gekämpft hat. Ihr Einsatz war zwar vergebens, aber Heike Schmoll zählt eindeutig zur Fraktion der Schavan-Sympathisanten in diesem Fall.</p>
<p><span class="pullquote">Ich hoffe sehr, daß Annette Schavan eine Freundin hat. Am besten mehrere davon.</span>Und insofern halte ich es für absolut legitim &#8211; so <a  href="http://archiv.twoday.net/stories/235550257/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wie es Klaus Graf am 3. Februar bei &#8222;Archivalia&#8220; getan hat </a>&#8211; von &#8222;Schavan-Freundin Heike Schmoll&#8220; zu sprechen. Das soll Klaus Graf allerdings unterlassen, zumindest wenn es nach dem Justitiar der Frankfurter Allgemeinen Zeitung geht.</p>
<p class="zwischenueberschrift">Irrlichternde Juristen bei der FAZ?</p>
<p><span class="initial_klein">D</span>ie Sache ist so irr und wirr, daß ich gestern &#8211; als ich davon gelesen habe &#8211; zuerst auf den Kalender geschaut habe. Aber, bis zum ersten April sind es noch zwei Wochen. Da scheint irgendjemand vor der Zeit den Internet-Clown geben zu wollen. Im tollpatschigen Narrenkostüm präsentiert sich die FAZ bzw. deren Justitar. Der hat nämlich Archivalia-Blogger Klaus Graf per Einschreiben eine strafbewehrte Unterlassungserklärung zustellen lassen. Graf soll die Behauptung unterlassen, die FAZ-Autorin Heike Schmoll sei eine oder gar die Freundin bzw. Lebensgefährtin von Annette Schavan. Stein des Anstoßes ist <a  href="http://archiv.twoday.net/stories/235550257/">dieser kurze Blogpost von Graf</a>, wo er auf einen Artikel von Heike Schmoll mit den Worten verweist: <em>&#8222;Schavan-Freundin Heike Schmoll unkt in der FAZ&#8230;&#8220;</em>.</p>
<p>So weit, so harmlos. Denn (wie oben festgestellt): Heike Schmoll hat mehrfach Partei für Annette Schavan ergriffen. Sie als &#8222;Schavan-Freundin&#8220; zu bezeichnen ist also nicht fernliegend. Mehr hat Klaus Graf auch nicht getan. Er hat (und dies wird von Seiten der FAZ nun eben auch gegen ihn angeführt) zusätzlich auf das Blog &#8222;<a href="http://causaschavan.wordpress.com/" >Causaschavan</a>&#8220; verlinkt. Ebenfalls harmlos, denn das Blog gehört zwar eindeutig ins Lager der Schavan-Gegner, aber ehrverletzende Behauptungen oder Vermutungen, daß Heike Schmoll eine intime Beziehung zu Annette Schavan pflege, werden auch dort nicht aufgestellt.</p>
<p>Wie Klaus Graf nochmal unmißverständlich <a  href="http://archiv.twoday.net/stories/326202963/">klarstellt</a>:</p>
<blockquote><p>&#8222;Auch waren mir bis heute die Gerüchte, Schavan sei lesbisch, unbekannt. Die Deutung &#8222;Freundin&#8220; beziehe sich auf eine sexuelle Beziehung, ist offenkundig völlig fernliegend, da die naheliegende Deutung im Sinne von &#8222;politische Freundin&#8220;, &#8222;persönliche Freundin ohne sexuellen Hintergrund&#8220;,&#8220;Spezi&#8220;, &#8222;Kumpel&#8220; absolut naheliegt. Was Frau Schavan in ihrer Freizeit und in ihrem Liebesleben macht, interessiert mich nicht&#8220;</p></blockquote>
<p>Wie ich schon schrieb: die Sache ist einigermaßen verworren. Und wie die FAZ auf die Idee kommt, Klaus Graf abmahnen zu müssen, ist vollkommen rätselhaft.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/03/irrlichternde-juristen-bei-der-faz-laecherliche-abmahnung-des-bloggers-klaus-graf/#footnote_0_2873" id="identifier_0_2873" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Genauso r&auml;tselhaft ist nat&uuml;rlich schon allein der Umstand, da&szlig; die FAZ abmahnend t&auml;tig wird. Wieso nicht Frau Schmoll oder Frau Schavan?">1</a> Denn, nochmal zusammenfassend:</p>
<ol>
<li>Klaus Graf hat die beanstandete Behauptung (Frau Schmoll sei die Lebensgefährtin von Annette Schavan) überhaupt nicht getätigt.</li>
<li>Auch das von ihm verlinkte Blog stellt diese Behauptung nicht auf.</li>
</ol>
<p><span class="initial_klein">E</span>ine Erklärung für diese irre Geschichte, <a  href="http://schmalenstroer.net/blog/2013/03/abmahnung-fur-klaus-graf-in-der-causa-schavan/">liefert möglicherweise Michael Schmalenstroer</a>. Er hat nämlich entdeckt, daß es auf diesem (von Graf verlinkten) Blog auch einen Kommentator des Namens &#8222;plagiatschavan&#8220; gibt. Und dieser Kommentator betreibt seinerseits offenbar auch ein eigenes Blog (das Klaus Graf aber weder verlinkt noch erwähnt hat) und dort werden tatsächlich solche Behauptungen, wie sie FAZ ganz unmöglich findet, erhoben.</p>
<p><span class="pullquote">Eine Verwechslung, ein Irrtum also? Ahnungslosigkeit und Web-Inkompetenz? Alles zusammen!</span> Eine Verwechslung, ein Irrtum also? Ahnungslosigkeit und Web-Inkompetenz?<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/03/irrlichternde-juristen-bei-der-faz-laecherliche-abmahnung-des-bloggers-klaus-graf/#footnote_1_2873" id="identifier_1_2873" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Dazu passt &uuml;brigens, da&szlig; das Einschreiben an &bdquo;Prof. Dr. Klaus Graf&ldquo; adressiert war. Aber nachdem man bei der FAZ offensichtlich Schwierigkeiten hat, zu verstehen, was Klaus Graf geschrieben und nicht geschrieben hat, w&auml;re es vermutlich auch zuviel verlangt, da&szlig; man dort den korrekten akademischen Grad von Graf herauszufinden in der Lage ist&hellip;">2</a> Vielleicht mal nach &#8222;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Streisand-Effekt" >Streisand-Effekt</a>&#8220; googlen?<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/03/irrlichternde-juristen-bei-der-faz-laecherliche-abmahnung-des-bloggers-klaus-graf/#footnote_2_2873" id="identifier_2_2873" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Das sei ausdr&uuml;cklich auch der Firma Starcon empfohlen. Die vertickt &bdquo;Kristalle&ldquo;, die mit &bdquo;Sternenlicht&ldquo; (!) geimpft sind. Oder so. Florian Freistetter fand das lustig. Oder seltsam und hatte dar&uuml;ber hier gebloggt. Inzwischen fand das die Firma nicht mehr lustig. Florian hat auf Astrodicticum Simplex zum Gl&uuml;ck nochmal neu zum Sternenlicht getextet.">3</a> Und sich bei Gelegenheit auch mal darüber klar werden, daß die Zeiten vorbei sind, in denen gleichgeschlechtliche Partnerschaften tabuisiert wurden.</p>
<p>Ich zumindest wünsche Annette Schavan eine Freundin. Sie möge Heike, besser noch Bettina heißen. Darf aber Frau Schavan gerne selbst entscheiden, sie darf sie auch Hasi nennen. Frau Schavan darf alles. Von den überflüssigen Mogeleien bei der Doktorarbeit mal abgesehen.</p>
<p>Und die FAZ möge sich doch bitte bessere Juristen ins Haus holen.</p>
<div id="Punkte"></div>
<p><strong>Kommentare und lesenswerte Artikel zu diesem &#8222;Fall&#8220;:</strong></p>
<ul>
<li>Klaus Grafs Info zur Abmahnung: <a href="http://archiv.twoday.net/stories/326202963/">FAZ will mich in Sachen Beziehung Schavan Schmoll zur Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung zwingen </a></li>
<li>Law-Blogger Thomas Stadler: <a  href="http://www.internet-law.de/2013/03/faz-mahnt-blogger-ab.html" rel="bookmark">FAZ mahnt Blogger ab</a></li>
<li>Hintergründe von Michael Schmalenstoer: <a  href="http://schmalenstroer.net/blog/2013/03/abmahnung-fur-klaus-graf-in-der-causa-schavan/">Abmahnung für Klaus Graf in der Causa Schavan</a></li>
<li>Noch mehr Hintergrund von erbloggtes: <a  href="http://erbloggtes.wordpress.com/2013/03/13/faz-mahnt-unter-vorwand-missliebige-blogger-ab/">FAZ mahnt unter Vorwand mißliebige Blogger ab</a></li>
</ul>
<p>&nbsp;<br />
<small>Bildquelle Clown: stock.xchng &#8211; User: florinf</small></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_2873" class="footnote">Genauso rätselhaft ist natürlich schon allein der Umstand, daß die FAZ abmahnend tätig wird. Wieso nicht Frau Schmoll oder Frau Schavan?</li><li id="footnote_1_2873" class="footnote">Dazu passt übrigens, daß das Einschreiben an &#8222;Prof. Dr. Klaus Graf&#8220; adressiert war. Aber nachdem man bei der FAZ offensichtlich Schwierigkeiten hat, zu verstehen, was Klaus Graf geschrieben und nicht geschrieben hat, wäre es vermutlich auch zuviel verlangt, daß man dort den korrekten akademischen Grad von Graf herauszufinden in der Lage ist&#8230;</li><li id="footnote_2_2873" class="footnote">Das sei ausdrücklich auch der Firma Starcon empfohlen. Die vertickt &#8222;Kristalle&#8220;, die mit &#8222;Sternenlicht&#8220; (!) geimpft sind. Oder so. Florian Freistetter fand das lustig. Oder seltsam und hatte darüber <a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/05/12/esoterik-per-teleskop-sternenlichtjuwelen/" >hier gebloggt</a>. Inzwischen fand das die Firma nicht mehr lustig. Florian hat auf Astrodicticum Simplex zum Glück nochmal <a href="http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2013/03/14/von-der-schonheit-der-nacht-himmlischen-strahlen-und-sternenlicht-juwelen/" >neu zum Sternenlicht getextet</a>.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/03/irrlichternde-juristen-bei-der-faz-laecherliche-abmahnung-des-bloggers-klaus-graf/">Irrlichternde Juristen bei der FAZ: Lächerliche Abmahnung des Bloggers Klaus Graf</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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			</item>
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		<title>Grenzziehungen: Giftige Chemikalien &#038; komplexe Emotionen bei Tieren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc Scheloske]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Mar 2013 22:50:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
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		<category><![CDATA[Unsicherheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>„Dosis sola venenum facit.“ Vor rund 500 Jahren gelangte Paracelsus zu dieser Erkenntnis. Und auch heute lässt sich nur feststellen, daß der gute Kerl verdammt recht hatte. Die Dosis macht das Gift. Die große (Streit-)Frage ist nur: ab welcher Dosis ist das Gift denn wirklich ein Gift? Heutzutage behelfen wir uns mit der Definition von ... <a title="Grenzziehungen: Giftige Chemikalien &#038; komplexe Emotionen bei Tieren" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/03/grenzziehungen-giftige-chemikalien-komplexe-emotionen-bei-tieren/" aria-label="Mehr Informationen über Grenzziehungen: Giftige Chemikalien &#038; komplexe Emotionen bei Tieren">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/03/grenzziehungen-giftige-chemikalien-komplexe-emotionen-bei-tieren/">Grenzziehungen: Giftige Chemikalien &#038; komplexe Emotionen bei Tieren</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>„Dosis sola venenum facit.“ Vor rund 500 Jahren gelangte Paracelsus zu dieser Erkenntnis. Und auch heute lässt sich nur feststellen, daß der gute Kerl verdammt recht hatte. Die Dosis macht das Gift. Die große (Streit-)Frage ist nur: ab welcher Dosis ist das Gift denn wirklich ein Gift? </strong></p>
<p>Heutzutage behelfen wir uns mit der Definition von Grenzwerten, die als Orientierung und Sicherheitsmarge dienen. Umstritten sind solche Grenzziehungen dennoch. Und nicht nur was diese Grenzen anbelangt, so ist bekannt, daß diese meistens fließend sind. Das gilt auch für die Frage, ob wir Tieren so komplexe Emotionen wie z.B. Trauer zugestehen. Dazu ein Videotipp weiter unten.</p>
<p>Zunächst geht es hier aber kurz um eine interessante Risikodebatte.</p>
<p class="zwischenueberschrift">Bisphenol A: Über die Unmöglichkeit klare Grenzwerte festzusetzen</p>
<p><span class="initial_klein">S</span>eit vielen Jahren wird um die Chemikalie Bisphenol A (BPA) gestritten. Fest steht eigentlich nur, daß das Zeug allgegenwärtig ist. Es ist Bestandteil von zig Kunststoffen und Beschichtungen und insofern in tausenden Alltagsprodukten zu finden: es ist in bzw. auf Kassenbons, Lebensmittelverpackungen oder im Plastik von Wasserkochern oder Trinkflaschen. Und aus den Beschichtungen oder Lebensmittelbehältern löst sich Bisphenol A teilweise (verstärkt z.B. wenn es erhitzt wird) auch raus. Im Ergebnis nehmen wir ständig kleinste (!) Mengen BPA über die Nahrung auf.</p>
<p>Da Bisphenol A u.a. östrogene Effekte hat, ist das prinzipiell nicht ganz unproblematisch. In den letzten Jahren wurden verschiedene Krankheiten mit der Chemikalie, von der jährlich weltweit knapp 4 Millionen Tonnen hergestellt werden, in Verbindung gebracht. Wie gesagt: BPA wirkt ähnlich wie das weibliche Sexualhormon Östrogen und beeinflußt im Tierversuch folglich auch die Fortpflanzungsfähigkeit. Aus Vorsorgegründen haben einige Länder wie Kanada, Frankreich, Dänemark oder Neuseeland und Australien Bisphenol A-haltige Babyflaschen und andere Produkte für Kinder verboten.</p>
<p class="pullquote">Kann es sein, daß die Analytik von Substanzen, die zwar überall, aber nur in minimaler Dosierung vorkommen, immer ein Stück weit Glückssache ist?</p>
<p>Ob die Menge BPA, die wir alle aufnehmen allerdings gesundheitlich als kritisch einzustufen ist, wissen wir nicht. Lars vom Fischblog hat sich einige vorliegende Studien mal angesehen. Und war dann erstmal irritiert darüber, daß die allermeisten Studien wohl ergeben, daß wir PBA-Konzentrationen in der Größenordnung von einigen Pikomol im Blut haben. Das ist ziemlich wenig. Die Tierversuche, die die Effekte von PBA untersuchen, hantieren dann aber mit Dosierungen in tausendfacher Menge&#8230; Eigentlich nicht zielführend, wenn man wirklich das Risiko abschätzen will. Aber es gibt &#8211; wie so oft &#8211; natürlich auch Studien die für eine höhere PBA-Aufnahme sprechen.</p>
<p>Lars stellt nun die Frage, ob sich hier nicht ein ganz grundsätzliches Problem auftut: denn kann es nicht sein, daß die Analytik von Substanzen, die zwar minimal sind, aber gleichzeitig überall vorkommen immer ein Stück weit Glückssache ist? Lars macht es konkret:</p>
<blockquote><p>&#8222;Gerade in der Medizintechnik gibt es inzwischen kaum noch etwas, was nicht aus Kunststoff ist. Nicht zuletzt die Ampullen, in die Blutproben reingezogen werden. Und aus vielen dieser Werkstoffe sickern kleine Mengen Bisphenol A aus.&#8220;</p></blockquote>
<p>Eine interessante Überlegung und wohl nicht ganz von der Hand zu weisen, finde ich zumindest. Die ganze Geschichte, drüben im Fischblog:</p>
<ul>
<li>Lars Fischer: <a  href="http://www.scilogs.de/wblogs/blog/fischblog/chemie/2013-02-27/wieviel-bisphenol-a-haben-wir-wirklich-im-k-rper">Wieviel Bisphenol A haben wir wirklich im Körper?</a>, Scilogs, 27.2.2013</li>
</ul>
<div id="Punkte"></div>
<p class="zwischenueberschrift">Trauernde Schimpansen</p>
<p><span class="initial_klein">E</span>rst neulich habe ich mir <a  href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/02/24/tierische-mutterinstinkte-wenn-jaeger-schwach-werden/">hier</a> Gedanken darüber gemacht, ob Tiere auch zu komplexen kognitiv-emotionalen Leistungen in der Lage sind. Das spontane Umswitchen vom Jäger- zum Muttermodus fand ich doch beeindruckend. Ein anderes hoch bewegendes Video dreht sich um ein anderes Thema: Sterben und Tod.</p>
<p>Forscher des niederländischen Max-Planck-Instituts für Psycholinguistik in Nijmegen haben vor rund zwei Jahren in Sambia folgende Szenen gedreht. Eine Schimpansin legt ihr 16 Monate altes Junges, das gerade gestorben war, auf einer Lichtung am Boden ab. Sie scheint registriert zu haben, daß mit ihrem Jungen etwas nicht stimmt. Das Video dokumentiert, wie die Schimpansenmutter und ihre Sippe realisieren und durch Tests (!) abchecken, ob das Junge wirklich tot ist.</p>
<p>Ich finde das sehr beeindruckend und es stellt sich wirklich die Frage, ob und inwiefern hier eine Auseinandersetzung mit dem Tod und &#8222;Trauer&#8220; stattfindet. Oder?</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/35452567" height="326" width="580" allowfullscreen="" frameborder="0"></iframe></p>
<p><a href="http://vimeo.com/35452567">Do chimpanzees mourn their dead</a></p>
<p><small>Artikelfoto: Quelle &#8211; stock.xchng, User: germangirl</small></p>
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		<title>Tierische Mutterinstinkte: Wenn Jäger schwach werden&#8230;</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2013/02/tierische-mutterinstinkte-wenn-jaeger-schwach-werden/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Marc Scheloske]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Feb 2013 22:20:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Biologie]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Tiere]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Klar, wer heute noch vom Menschen als der &#8222;Krone der Schöpfung&#8220; spricht, ist entweder auf dem wissenschaftlichen Stand Mitte des 20. Jahrhunderts stehengeblieben oder aus anderen Gründen ein Realitätsverweigerer. Es sind einfach zu viele Studien, die belegen, daß Tiere zu hochkomplexen kognitiven und sozialen Leistungen in der Lage sind. Und zu den Tieren, die uns ... <a title="Tierische Mutterinstinkte: Wenn Jäger schwach werden&#8230;" class="read-more" href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/02/tierische-mutterinstinkte-wenn-jaeger-schwach-werden/" aria-label="Mehr Informationen über Tierische Mutterinstinkte: Wenn Jäger schwach werden&#8230;">Weiterlesen</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/02/tierische-mutterinstinkte-wenn-jaeger-schwach-werden/">Tierische Mutterinstinkte: Wenn Jäger schwach werden&#8230;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Klar, wer heute noch vom Menschen als der &#8222;Krone der Schöpfung&#8220; spricht, ist entweder auf dem wissenschaftlichen Stand Mitte des 20. Jahrhunderts stehengeblieben oder aus anderen Gründen ein Realitätsverweigerer. Es sind einfach zu viele Studien, die belegen, daß Tiere zu hochkomplexen kognitiven und sozialen Leistungen in der Lage sind. Und zu den Tieren, die uns regelmäßig verblüffen, zählen keineswegs nur Primaten. Was die Werkzeugnutzung und Selbsterkenntnis angeht, so sind <a  href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/08/19/schlaue-elstern-beim-blick-in-den-spiegel-nicht-raeuberisch-sondern-intelligent-und-selbstbewusst-werkstattnotiz-110/">Rabenvögel mindestens genauso raffiniert</a>.</strong></p>
<p>Nochmal eine andere Baustelle sind Fragen der Emotionalität oder altruistische Handlungen. Trauer, Freude, Angst &#8211; bei Menschenaffen alles längst belegt. Aber auch bei anderen Arten gibt es jede Menge faszinierender Einzelstudien, die die Fähigkeit zu komplexen psychosozialen Leistungen illustrieren. Ratten beispielsweise, die leidende Artgenossen erkennen und ihnen helfen. <a  href="http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2011-12/studie-ratten-empathie">Wie vor gut einem Jahr in Science nachzulesen war.</a></p>
<p class="zwischenueberschrift">Wenn Killerinstinkt und Muttergefühle aufeinanderprallen</p>
<p><span class="initial_klein">V</span>or ein paar Tagen bin ich nun über diese sehr, sehr interessante Film-Sequenz gestolpert. Sie setzt ein mit der Jagd einer Leopardin, die tatsächlich Beute macht. Eine Paviandame fällt ihr zum Opfer. Doch dann nimmt die Jagdszene eine bemerkenswerte Wendung:</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/s6xBz1EnNMs?rel=0" height="326" width="580" allowfullscreen="" frameborder="0"></iframe></p>
<p>Vielleicht sehe ich zu selten Tierdokus, aber mich hat die Szene wirklich umgeworfen. Wie da Killerinstinkt und Mutterliebe unmittelbar aufeinanderprallen ist schon heftig. Es ist grausam und doch wunderschön, finde ich.</p>
<p>Und die Szene ist nach meinem Empfinden durchaus Anhaltspunkt für die Übertragbarkeit von Forschungsergebnissen mit Primaten (oder Ratten etc.) auf andere (höhere) Lebewesen. Denn hier wird die Jagd der Leopardin jäh unterbrochen und geht in ein fürsorgliches Verhalten über &#8211; ist es angesichts dessen nicht naheliegend auch Leoparden ein Empathievermögen zuzusprechen? Ob da jetzt der Mutterinstinkt die Hauptrolle spielt oder die Spiegelneuronen feuern und die Leopardin so die Hilflosigkeit des kleinen Wesens erkennt und deshalb so liebevoll wird? Egal. Irgendwas &#8222;passiert&#8220; da. Und die Leopardin kümmert sich.</p>
<p class="zwischenueberschrift">Die Empathie der Jägerin</p>
<p><span class="initial_klein">F</span>est steht: Tiere sind nicht die instinktgesteuerten Roboter, die einfach nur ihrem (genetisch) vorgegebenen Programm folgen. Tiere verhalten sich deutlich raffinierter und differenzierter, als es der Mensch lange Zeit wahrhaben wollte. Und Tiere empfinden beispielsweise auch Mitleid oder brechen aus ihrem &#8222;Jagdprogramm&#8220; aus und stellen den Fürsorgemodus ein. So wie die Leopardin, die wenige Sekunden nach dem Todesbiß für die Affenmutter selbst von Muttergefühlen überwältigt wird und sich (so meine laienhafte Interpretation) liebevoll um das kleine Affenkind kümmert.<a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/02/tierische-mutterinstinkte-wenn-jaeger-schwach-werden/#footnote_0_2835" id="identifier_0_2835" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Das Pavianbaby wird &uuml;brigens &ndash; das Youtube-Filmchen bricht leider ein paar Sekunden zu fr&uuml;h ab &ndash; noch in der Nacht aufgrund der K&auml;lte sterben.">1</a></p>
<div class="werkstattlinks">
Mehr Expertenknow-How zum Thema:</p>
<ul>
<li>Frans de Waal:  <a  href="http://www.amazon.de/gp/product/3446236570/ref=as_li_tf_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3446236570&amp;linkCode=as2&amp;tag=werkstatt-21">Das Prinzip Empathie: Was wir von der Natur für eine bessere Gesellschaft lernen können.</a></li>
<li>Christian Keysers (2013): <a  href="http://www.amazon.de/gp/product/3570009548/ref=as_li_tf_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3570009548&amp;linkCode=as2&amp;tag=werkstatt-21">Unser empathisches Gehirn: Warum wir verstehen, was andere fühlen</a>. (Erscheint im Mai, Original: <a  href="http://www.amazon.de/gp/product/9081829203?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creativeASIN=9081829203&amp;linkCode=xm2&amp;tag=werkstatt-21">The Empathic Brain</a>.)</li>
</ul>
</div>
<p>&nbsp;<br />
<small>Posting-Vorschaubild: Quelle &#8211; stock.xchng, User: bugdog</small></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_2835" class="footnote">Das Pavianbaby wird übrigens &#8211; das Youtube-Filmchen bricht leider ein paar Sekunden zu früh ab &#8211; noch in der Nacht aufgrund der Kälte sterben.</li></ol><p>Der Beitrag <a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2013/02/tierische-mutterinstinkte-wenn-jaeger-schwach-werden/">Tierische Mutterinstinkte: Wenn Jäger schwach werden&#8230;</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wissenswerkstatt.net">Wissenswerkstatt</a>.</p>
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