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	Kommentare zu: Journalismus zwischen den Fronten » Wenn in Technologiekontroversen Sachkenntnis nicht mehr ausreicht &#124; Werkstattnotiz LXXXIV	</title>
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	<description>Blog zu Wissenschaft &#38; Wissenschaftskommunikation </description>
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		<title>
		Von: Matthias		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Matthias]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 May 2008 10:30:10 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Interessant und hochkomplex! Die lokalen Zeitungen schlagen sich vermutlich auch deshalb auf die Seite der Genmais-Gegner, weil sie damit deutlich mehr Leser erreichen und ihre eigene Auflage stützen. Es geht also auch um handfeste wirtschaftliche Gründe (zumal in den schwierigen Zeiten des Medienwandels!).

Rätselhaft ist für mich das Verhalten der Hochschule, die mit ihrer Entscheidung allenfalls auf lokaler Ebene ihren &quot;Ruf&quot; gerettet, im internationalen Kontext aber sicher schwer beschädigt hat.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Interessant und hochkomplex! Die lokalen Zeitungen schlagen sich vermutlich auch deshalb auf die Seite der Genmais-Gegner, weil sie damit deutlich mehr Leser erreichen und ihre eigene Auflage stützen. Es geht also auch um handfeste wirtschaftliche Gründe (zumal in den schwierigen Zeiten des Medienwandels!).</p>
<p>Rätselhaft ist für mich das Verhalten der Hochschule, die mit ihrer Entscheidung allenfalls auf lokaler Ebene ihren &#8222;Ruf&#8220; gerettet, im internationalen Kontext aber sicher schwer beschädigt hat.</p>
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			</item>
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		<title>
		Von: Offene Fragen der Woche (9) &#171; Das Frage-Blog		</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/journalismus-zwischen-den-fronten-wenn-in-technologiekontroversen-sachkenntnis-nicht-mehr-ausreicht-werkstattnotiz-lxxxiv/#comment-1907</link>

		<dc:creator><![CDATA[Offene Fragen der Woche (9) &#171; Das Frage-Blog]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 10 May 2008 08:09:33 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[[...] Wissenswerkstatt: Wenn in Technologiekontroversen Sachkenntnis nicht mehr ausreicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>[&#8230;] Wissenswerkstatt: Wenn in Technologiekontroversen Sachkenntnis nicht mehr ausreicht [&#8230;]</p>
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		<title>
		Von: planeten		</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/journalismus-zwischen-den-fronten-wenn-in-technologiekontroversen-sachkenntnis-nicht-mehr-ausreicht-werkstattnotiz-lxxxiv/#comment-1876</link>

		<dc:creator><![CDATA[planeten]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 May 2008 05:56:18 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ok, vergesst den Kommentar hier. Das Thema wurde bereits in den Kommentaren zu diesem Artikel abgearbeitet:

https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/02/stammgaeste-passanten-und-die-wissenswerkstatt-ein-interview-ueber-sinn-und-zweck-wissenschaftlicher-blogs/

Tja, wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ok, vergesst den Kommentar hier. Das Thema wurde bereits in den Kommentaren zu diesem Artikel abgearbeitet:</p>
<p><a href="https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/02/stammgaeste-passanten-und-die-wissenswerkstatt-ein-interview-ueber-sinn-und-zweck-wissenschaftlicher-blogs/" rel="ugc">https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/02/stammgaeste-passanten-und-die-wissenswerkstatt-ein-interview-ueber-sinn-und-zweck-wissenschaftlicher-blogs/</a></p>
<p>Tja, wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.</p>
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		<title>
		Von: planeten		</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/journalismus-zwischen-den-fronten-wenn-in-technologiekontroversen-sachkenntnis-nicht-mehr-ausreicht-werkstattnotiz-lxxxiv/#comment-1872</link>

		<dc:creator><![CDATA[planeten]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 May 2008 14:34:03 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Was soll man gegen Deppensyllogismus tun? Vor allem wenn er von so genannten Journalisten verbreitet wird, wie ich es vor kurzem im ZDF zum Thema &quot;Handystrahlung&quot; gesehen habe?

Oder auch im Rahmen von Gentechnik?

Wenn aufgrund völliger Unwissenheit Urteile gefällt werden? Wenn man anstatt sich in ein Thema einzuarbeiten, lieber Vorurteile aufgreift und weiterverbreitet und so die Angst gezielt weiterschürt, so irrational sie auch sein mag? 

Ja, wenn Unwissenheit und Vorurteile als Argumente benutzt werden, um Wissenschaft zu verbieten. Denn darauf läuft es hinaus.

Was soll man tun, wenn unter Zeitdruck, Sensationsgier und lauter Schreierei Journalisten versagen? Wenn Leute meinen, dass Wissenschaft Gedöns ist und jeder darüber was schreiben kann, selbst wenn er keinen blassen Schimmer über das Thema hat und gleichzeitig nur das über Wissenschaft weiß, was er im Fernsehen gesehen hat? Und meint, dass dafür ein paar Stunden Recherche genügen wofür andere ihr Leben lang lernen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was soll man gegen Deppensyllogismus tun? Vor allem wenn er von so genannten Journalisten verbreitet wird, wie ich es vor kurzem im ZDF zum Thema &#8222;Handystrahlung&#8220; gesehen habe?</p>
<p>Oder auch im Rahmen von Gentechnik?</p>
<p>Wenn aufgrund völliger Unwissenheit Urteile gefällt werden? Wenn man anstatt sich in ein Thema einzuarbeiten, lieber Vorurteile aufgreift und weiterverbreitet und so die Angst gezielt weiterschürt, so irrational sie auch sein mag? </p>
<p>Ja, wenn Unwissenheit und Vorurteile als Argumente benutzt werden, um Wissenschaft zu verbieten. Denn darauf läuft es hinaus.</p>
<p>Was soll man tun, wenn unter Zeitdruck, Sensationsgier und lauter Schreierei Journalisten versagen? Wenn Leute meinen, dass Wissenschaft Gedöns ist und jeder darüber was schreiben kann, selbst wenn er keinen blassen Schimmer über das Thema hat und gleichzeitig nur das über Wissenschaft weiß, was er im Fernsehen gesehen hat? Und meint, dass dafür ein paar Stunden Recherche genügen wofür andere ihr Leben lang lernen.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
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		<title>
		Von: Marc		</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/journalismus-zwischen-den-fronten-wenn-in-technologiekontroversen-sachkenntnis-nicht-mehr-ausreicht-werkstattnotiz-lxxxiv/#comment-1863</link>

		<dc:creator><![CDATA[Marc]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 May 2008 10:27:34 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.wissenswerkstatt.net/?p=283#comment-1863</guid>

					<description><![CDATA[@Benedikt:

Also zunächst habe ich gar nichts dagegen, wenn man sich mit einer Sache gemein macht. Im Gegenteil: ich bin sogar sehr dafür, daß ich, Du, wir uns engagieren und Standpunkte beziehen. Uns einsetzen für Dinge, die uns wichtig sind. Und streiten für gute Texte, gute Musik, informative Medien, mehr soziale Gerechtigkeit, weniger Dummheit, mehr Bildung... 

Als Mensch und Bürger bin ich ein großer Verfechter des sich &quot;Gemeinmachens&quot;! :-)

Hanns-Joachim Friedrichs ging es aber um die Arbeit professioneller (Nachrichten!)-Journalisten. Und hier stellt sich für mich tatsächlich die Frage, ob man sich Parteinahme nicht weitgehend verbieten sollte. (Ich hatte oben ja angemerkt, daß das schwierig ist und ich selbst auch durchaus Partei beziehe.)

Du hast vollkommen recht, daß es naiv wäre, einen Journalismus als absolut neutrale, objekte Sphäre anzusehen. Vollkommener Quark. Journalisten sind Menschen! Sie haben Präferenzen, agieren in ihrem sozialen Milieu, sitzen in einer Redaktion etc. 

Allerdings geht es mir eben - deswegen das Friedrichs-Zitat - um das Bemühen um größtmögliche Transparenz, um das Bemühen alle Positionen halbwegs angemessen darzustellen. Wer sich in seiner Eigenschaft als Nachrichtenjournalist als Parteigänger begreift, der hat sich damit abgefunden, daß er einseitig berichtet. In meinen Augen gibt es eben einen Unterschied zwischen Öffentlichkeitsarbeit für eine Sache und der Berichterstattung darüber.

Insofern wünsche ich mir von Journalisten, daß sie ihren eigenen Standpnkt reflektieren und auf dieser Basis auch die anderen Perspektiven zur Sprache bringen. Ich habe gestern in einem Kommentar das juristische Prinzip des &quot;audiatur et altera pars&quot; angeführt. Das ist im Grunde das, was ich meine. 

Im übrigen sehe ich einen Unterschied zwischen einem Nachrichtenjournalismus und anderen journalistischen Formen - ich wollte bspw. auf die jüngste Recherche von Günter Wallraff hinweisen, der in einer LIDL-Brötchenfabrik gearbeitet hat. Mehr Partei als Wallraff geht schwerlich. Und ich finde ihn gut und seine Arbeit wichtig. Aber das läuft nicht unter dem Deckmantel der Ausgewogenheit. 

Also, zusammengefasst: gerade wenn es um strittige Fragen geht, die eventuell unentscheidbar sind, halte ich es für zu bequem, sich auf eine Seite zu schlagen. Es gibt gute Gründe, weswegen bei der Berichterstattung über Castor-Transporte auch ein Statement der AKW-Betreiber vorkommt. 

Meine Forderung zielte ja nicht auf eine illusorische &quot;Kastrierung&quot; der journalistischen Meinung, sondern kritisiert eine stillschweigende Übereinkunft (mit der Protestbewegung), die als solche für die Leser als alternativlos dargestellt wird. 

Alternativen gibt es aber dann doch immer, auch wenn man sie selbst nicht begrüßt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>@Benedikt:</p>
<p>Also zunächst habe ich gar nichts dagegen, wenn man sich mit einer Sache gemein macht. Im Gegenteil: ich bin sogar sehr dafür, daß ich, Du, wir uns engagieren und Standpunkte beziehen. Uns einsetzen für Dinge, die uns wichtig sind. Und streiten für gute Texte, gute Musik, informative Medien, mehr soziale Gerechtigkeit, weniger Dummheit, mehr Bildung&#8230; </p>
<p>Als Mensch und Bürger bin ich ein großer Verfechter des sich &#8222;Gemeinmachens&#8220;! :-)</p>
<p>Hanns-Joachim Friedrichs ging es aber um die Arbeit professioneller (Nachrichten!)-Journalisten. Und hier stellt sich für mich tatsächlich die Frage, ob man sich Parteinahme nicht weitgehend verbieten sollte. (Ich hatte oben ja angemerkt, daß das schwierig ist und ich selbst auch durchaus Partei beziehe.)</p>
<p>Du hast vollkommen recht, daß es naiv wäre, einen Journalismus als absolut neutrale, objekte Sphäre anzusehen. Vollkommener Quark. Journalisten sind Menschen! Sie haben Präferenzen, agieren in ihrem sozialen Milieu, sitzen in einer Redaktion etc. </p>
<p>Allerdings geht es mir eben &#8211; deswegen das Friedrichs-Zitat &#8211; um das Bemühen um größtmögliche Transparenz, um das Bemühen alle Positionen halbwegs angemessen darzustellen. Wer sich in seiner Eigenschaft als Nachrichtenjournalist als Parteigänger begreift, der hat sich damit abgefunden, daß er einseitig berichtet. In meinen Augen gibt es eben einen Unterschied zwischen Öffentlichkeitsarbeit für eine Sache und der Berichterstattung darüber.</p>
<p>Insofern wünsche ich mir von Journalisten, daß sie ihren eigenen Standpnkt reflektieren und auf dieser Basis auch die anderen Perspektiven zur Sprache bringen. Ich habe gestern in einem Kommentar das juristische Prinzip des &#8222;audiatur et altera pars&#8220; angeführt. Das ist im Grunde das, was ich meine. </p>
<p>Im übrigen sehe ich einen Unterschied zwischen einem Nachrichtenjournalismus und anderen journalistischen Formen &#8211; ich wollte bspw. auf die jüngste Recherche von Günter Wallraff hinweisen, der in einer LIDL-Brötchenfabrik gearbeitet hat. Mehr Partei als Wallraff geht schwerlich. Und ich finde ihn gut und seine Arbeit wichtig. Aber das läuft nicht unter dem Deckmantel der Ausgewogenheit. </p>
<p>Also, zusammengefasst: gerade wenn es um strittige Fragen geht, die eventuell unentscheidbar sind, halte ich es für zu bequem, sich auf eine Seite zu schlagen. Es gibt gute Gründe, weswegen bei der Berichterstattung über Castor-Transporte auch ein Statement der AKW-Betreiber vorkommt. </p>
<p>Meine Forderung zielte ja nicht auf eine illusorische &#8222;Kastrierung&#8220; der journalistischen Meinung, sondern kritisiert eine stillschweigende Übereinkunft (mit der Protestbewegung), die als solche für die Leser als alternativlos dargestellt wird. </p>
<p>Alternativen gibt es aber dann doch immer, auch wenn man sie selbst nicht begrüßt.</p>
]]></content:encoded>
		
			</item>
		<item>
		<title>
		Von: Benedikt		</title>
		<link>https://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/journalismus-zwischen-den-fronten-wenn-in-technologiekontroversen-sachkenntnis-nicht-mehr-ausreicht-werkstattnotiz-lxxxiv/#comment-1862</link>

		<dc:creator><![CDATA[Benedikt]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 May 2008 09:43:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Was hast du gegen Leute, die sich mit einer Sache gemein machen? Ich halte den Spruch zum einen für ziemlich arrogant, da er im Grunde das Gemein-Machen mit dem populistischen Herablassen auf das Niveau der &quot;einfachen Leute&quot; gleichsetzt. Der Journalist nach Friedrichs wird dagegen als aufrechter Verfechter einer objektiven Perspektive gezeichnet. Dass dabei ausgewählt, gewichtet, ja mit Sprache umgegangen wird, wodurch sich der Journalist natürlich mit Sachen gemein macht, fällt unter den Tisch. Außerdem: sich mit einer Sache gemein machen kann man ebenso gut übersetzen als zu der Wahlverwandtschaft mit einem bestimmten Anliegen stehen. In dem Sinne sind Intellektuelle nach Mannheim ganz große Sich-mit-einer-Sache-gemein-Macher. Ist das in solchen Debatten, in denen es sowieso um unentscheidbare Fragen geht, etwas schlimmes?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Was hast du gegen Leute, die sich mit einer Sache gemein machen? Ich halte den Spruch zum einen für ziemlich arrogant, da er im Grunde das Gemein-Machen mit dem populistischen Herablassen auf das Niveau der &#8222;einfachen Leute&#8220; gleichsetzt. Der Journalist nach Friedrichs wird dagegen als aufrechter Verfechter einer objektiven Perspektive gezeichnet. Dass dabei ausgewählt, gewichtet, ja mit Sprache umgegangen wird, wodurch sich der Journalist natürlich mit Sachen gemein macht, fällt unter den Tisch. Außerdem: sich mit einer Sache gemein machen kann man ebenso gut übersetzen als zu der Wahlverwandtschaft mit einem bestimmten Anliegen stehen. In dem Sinne sind Intellektuelle nach Mannheim ganz große Sich-mit-einer-Sache-gemein-Macher. Ist das in solchen Debatten, in denen es sowieso um unentscheidbare Fragen geht, etwas schlimmes?</p>
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