Artikel mit dem Schlagwort: Feuilleton
Literatur »
Jeder Wahlakt – und hier machen auch Literaturwettbewerbe keine Ausnahme – zeichnet sich seit jeher durch einen ganz eigentümlichen Charakter aus: denn trotz der klar vorgegebenen Spielregeln sind Überraschungen niemals auszuschließen. Und ganz egal, ob es sich um die Wahlen zum Vorsitz des örtlichen Kaninchenzüchtervereins, des Bundespräsidenten oder eben der Preisträger des Bachmann-Literatur-Wettbewerbs handelt: obwohl [...]
Literatur »
Wer sich für den Bachmann-Wettbewerb interessiert, der weiß hoffentlich auch mit dem Namen Karl Kraus etwas anzufangen. Zumal es hier um Literatur geht und die Überschrift gibt ja bereits einen dezenten Hinweis. Aber da auch Leser aus Österreich zu erwarten sind, sollte man vielleicht doch noch ein paar klärende Worte anfügen. Denn allzu leicht könnte [...]
Literatur »
Warum tut man sich das an? Vergnügungssteuerpflichtig ist der Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb gewiß nicht, soviel lässt sich nach dem ersten Tag der diesjährigen Veranstaltung sagen. Aber was versteht man schon unter Vergnügen? Jeden Morgen die duftenden Brötchen mitsamt fein geschäumter Latte Macchiato ans Bett gebracht zu bekommen, ist auf die Dauer auch eine Zumutung. Das mag daran [...]
Literatur »
Die Autoren fiebern ihrem Auftritt, dem Beginn ihrer Lesung entgegen, die Kulturjournalisten des ORF sprechen ungelenk bemühte Sätze in Mikrofone und Kameras, die Jurymitglieder haben ausreichend Halspastillen bereitgelegt, um in den kommenden Diskussionsrunde ihren Argumenten auch Stimme verleihen zu können. Es ist soweit: der Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb geht in seine 31. Runde. Es sind wieder einmal die [...]
Augenzwinkern, Literatur »
Habe ich schon verraten, daß ich große Sympathien für den alljährlichen "Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb" hege? Ja, genau dieses sagenumwobene, belächelte, gefürchtete und letztlich immer noch renommierte Schaulaufen bzw. eher Schaulesen deutschsprachiger Autoren an den Gestaden des Wörthersees. Ach, ich gestehe: ich war noch nie dort, aber ich stelle es mir wunderbar vor. Die Junisonne brennt noch nicht [...]
Denkanstösse, Gesellschaft »
»Esse est percipi« – »Sein heißt wahrgenommen werden.« Die Einsicht, daß selbst die bestechendste Forschungsarbeit nutz- und folgenlos bleibt, wenn sie nicht wahrgenommen wird, hat sich entgegen anderslautenden Unterstellungen auch bis in die mythenumwobenen Elfenbeintürme der Geisteswissenschaftler herumgesprochen. Gerade bei den einstmals belächelten Geistes- und Kulturwissenschaftlern ist seit einiger Zeit ein Umdenken festzustellen: die Versuche, [...]






