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	<title>Wissenswerkstatt &#187; Soziologie</title>
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	<description>Blog zu Wissenschaft &#38; Wissenschaftskommunikation, Soziologie, Pop- und Blogkultur.</description>
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		<item>
		<title>Wissenschaftler bei Twitter: Eine Studie zur wissenschaftlichen Twitternutzung - Fragestellung, Datenerhebung und eine erste Auflistung twitternder Wissenschaftler</title>
		<link>http://www.wissenswerkstatt.net/2011/12/01/wissenschaftler-bei-twitter-eine-studie-zur-wissenschaftlichen-twitternutzung/</link>
		<comments>http://www.wissenswerkstatt.net/2011/12/01/wissenschaftler-bei-twitter-eine-studie-zur-wissenschaftlichen-twitternutzung/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 01 Dec 2011 12:30:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc Scheloske</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Wissenschaftskommunikation]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.wissenswerkstatt.net/?p=1478</guid>
		<description><![CDATA[<p>Wo, wie und wann findet Wissenschaft bei Twitter statt? Wo sind die twitternden Forscher und Professoren? Wo die twitternden Wissenschaftsjournalisten? Und wie wird Twitter in Sachen Wissenschaftskommunikation genutzt? Antworten auf diese Fragen soll eine Studie geben, die ich gerade durchführe. Im Moment bin ich noch im Stadium der Datenerhebung, denn es gibt doch sicherlich mehr [...]</p><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2011/12/01/wissenschaftler-bei-twitter-eine-studie-zur-wissenschaftlichen-twitternutzung/">Wissenschaftler bei Twitter: Eine Studie zur wissenschaftlichen Twitternutzung</a>]</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2011/12/TwitterStudie_2011_200.jpg" alt="Wissenschaftliche Twitterstudie" title="TwitterStudie (Logo)" width="200" height="147" style="border: 0pt none;" class="alignright size-full wp-image-1517" /><strong>Wo, wie und wann findet Wissenschaft bei Twitter statt? Wo sind die twitternden Forscher und Professoren? Wo die twitternden Wissenschaftsjournalisten? Und wie wird Twitter in Sachen Wissenschaftskommunikation genutzt? Antworten auf diese Fragen soll eine Studie geben, die ich gerade durchführe.</strong></p>
<p>Im Moment bin ich noch im Stadium der Datenerhebung, denn es gibt doch sicherlich mehr als die rund 200 twitternden Wissenschaftsfreaks, die ich unten aufgelistet habe, oder?</p>
<p><strong>Einige Überlegungen zur Twitter-Studie</strong></p>
<p>Um eine Sache klarzustellen: Ich bin mir keineswegs sicher, ob auf Twitter wirklich nennenswerte wissenschaftsbezogene Diskurse stattfinden. Gut möglich, daß fast alles, was von Wissenschaftlern oder Wissenschaftsjournalisten über Twitter verbreitet wird, aus wissenschaftlicher Perspektive irrelevant ist. Aber sicher bin ich mir eben nicht. Und genau deswegen untersuche ich die wissenschaftliche Twitternutzung innerhalb einer kleinen Studie.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2011/12/01/wissenschaftler-bei-twitter-eine-studie-zur-wissenschaftlichen-twitternutzung/#footnote_0_1478" id="identifier_0_1478" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die Ergebnisse der Studie zur wissenschaftlichen Twitternutzung werden voraussichtlich im Fr&uuml;hjahr 2012 ver&ouml;ffentlicht. Die Studie selbst wird von mir selbst durchgef&uuml;hrt und finanziert. Es sind keine externen Forschungsinstitute oder Universit&auml;ten beteiligt.">1</a></sup></p>
<p>Einige meiner Leitfragen habe ich oben schon formuliert. Es geht mir einerseits um eine quantitative Darstellung, andererseits eine qualitative Analyse der Nutzung von Twitter durch Wissenschaftler, Wissenschaftsjournalisten und auch twitternde Institutionen aus dem wissenschaftlichen Bereich.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2011/12/01/wissenschaftler-bei-twitter-eine-studie-zur-wissenschaftlichen-twitternutzung/#footnote_1_1478" id="identifier_1_1478" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Und bis Ergebnisse verk&uuml;ndbar sind dauert es noch ein bi&szlig;chen. Allen Zahlenfreaks kann ich nur verraten, da&szlig; der &amp;#8220;durchschnittliche Wissenschaftstwitterer&amp;#8221; 424 Friends und 704 Follower hat. Und der Twitterer mit der l&auml;ngsten Twittergeschichte ist Thomas Wanhoff. Der ist seit dem 28.11.2006 dabei. Insofern ist Thomas wirklich ein Early Adopter.">2</a></sup> </p>
<p><strong>Zahlen, Daten, Fakten und die Frage nach der Qualität</strong></p>
<p>Im ersten Teil geht es also um die Erhebung banaler Zahlen. Wieviele Twitteraccounts von Wissenschaftlern gibt es? Wieviele Follower haben die? Welche akademischen Disziplinen sind besonders häufig vertreten? Welches sind die aktivsten, welches die zurückhaltendsten Twitterer? </p>
<h4><span class="pullquote">Finden überhaupt wissenschaftliche Mikro-Bloggingdiskurse statt? Wie oft findet man Links auf wissenschaftliche Studien oder Inhalte?</span></h4>
<p>In einem zweiten Teil werde ich mir genauer anschauen, was überhaupt getwittert wird. Finden überhaupt wissenschaftliche Mikro-Bloggingdiskurse statt? Wie oft findet man Links auf wissenschaftliche Studien oder Inhalte? Und was ist einfach profaner Twittersmalltalk, den man auch überall sonst findet? Um Antworten auf solche Fragen zu erhalten, werde ich eine Stichprobe von Twitteraccounts ziehen und deren Tweets inhaltsanalytisch auswerten.   </p>
<p><strong>Zuvor brauche ich aber noch Eure Mithilfe! </strong></p>
<p>Ich habe in den letzten Wochen bereits einschlägige Twitteraccounts von Wissenschaftlern und Wissenschaftsjournalisten gesammelt, die (eine meiner Einschränkungen) hauptsächlich auf deutsch twittern.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2011/12/01/wissenschaftler-bei-twitter-eine-studie-zur-wissenschaftlichen-twitternutzung/#footnote_2_1478" id="identifier_2_1478" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Insofern schlie&szlig;t die Studie und die Datenerhebung an meine Twitter-Rankings aus dem Wissenschafts-Caf&eacute; aus dem Jahr 2009 an.">3</a></sup> Ich beschränke mich also auf die Personengruppe, die ihre Brötchen mit Wissenschaft und Forschung verdient oder mit der Kommunikation von Wissenschaft beschäftigt ist.</p>
<p>Rund 200 Twitterer habe ich bereits in meiner Datenbank eingetragen. Es gibt aber sicher noch einige mehr. Twitternde Wissenschaftler, die in der Liste fehlen, bitte in die Kommentare oder gerne auch per Mail an: twitterstudie@wissenswerkstatt.net.</p>
<p><strong>Relevanz, Sichtbarkeit, Bedeutung?: Die Liste twitternder Wissenschaftler und Journalisten</strong></p>
<p>Die Liste habe ich auf der Basis eines (vorläufigen) &#8220;Authority-Wertes&#8221; sortiert. Üblicherweise werden solche Rankings ja meist gemäß der Follower-Anzahl erstellt. Eine solche Sortierung halte ich aber aus verschiedenen Gründen für nur begrenzt aussagekräftig. Der unten aufgeführte Wert, den ich probehalber Twitter-Authority genannt habe, ist das Ergebnis verschiedener Überlegungen und Berechnungen. </p>
<h4><span class="pullquote_left">Wer fehlt in der Liste? Ist die Zuordnung zu Fächern korrekt?</span></h4>
<p>Ich habe dazu ganz verschiedene Kennwerte herangezogen und miteinander kombiniert, Details verrate ich an anderer Stelle.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2011/12/01/wissenschaftler-bei-twitter-eine-studie-zur-wissenschaftlichen-twitternutzung/#footnote_3_1478" id="identifier_3_1478" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Zum Authority-Wert: Accounts mit vielen &amp;#8220;Followern&amp;#8221; werden nat&uuml;rlich tendenziell h&ouml;her bewertet, als solche mit wenigen. Gleichzeitig spielt bei der Berechnung aber auch die Anzahl der &amp;#8220;Friends&amp;#8221; eine Rolle, ebenso die Frage, wie h&auml;ufig ein Twitteraccount gelistet ist. Ebenso flie&szlig;t ein Aktivit&auml;tsfaktor mit ein (wer nur alle Jubeljahre twittert wird bspw. abgewertet). Mein Ziel ist es, mit dem Authority-Wert halbwegs abzubilden, wer bei Twitter viel Beachtung findet. Wobei es halt auch nur Zahlen sind und mir ehrlicherweise nur die Daten zur Verf&uuml;gung stehen, die eine automatisierte Abfrage des &ouml;ffentlichen Twitterprofils liefert.">4</a></sup></p>
<p>Nun würde es mich aber erstmal sehr, sehr freuen, wenn ich viele weitere wissenschaftliche Twitteraccounts zugerufen oder auch zugetwittert (<a href="http://www.twitter.com/werkstatt" title="Mein Twitterprofil">@Werkstatt</a>) bekommen würde. Und bitte schaut auch kurz auf die Spalte, die mit &#8220;Art&#8221; überschrieben ist. Hier habe ich die einzelnen Accounts kurz verschlagwortet.</p>
<p>Listen mit twitternden Akteuren aus dem Bereich Medien und Öffentlichkeitsarbeit (also alle Wissenschaftsredaktionen etc.), sowie mit twitternden Institutionen (also alle Unis und Hochschulen) sind in Vorbereitung und werden in einigen Tagen hier eingestellt.  </p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="center"><strong>Liste twitternder Wissenschaftler und Wissenschaftsjournalisten</strong><br />
(Stand: 30.11.2011)</p>
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<table class="tableizer-table">
<tr class="tableizer-firstrow">
<th>Account</th>
<th>Name</th>
<th>Friends</th>
<th>Follower</th>
<th>Ratio</th>
<th>Art</th>
<th>Authority</th>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/drbieber">drbieber</a></td>
<td>Christoph Bieber</td>
<td>30</td>
<td>1415</td>
<td>47,17</td>
<td>Politikwissenschaften, Professor</td>
<td>18,05</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/wilddueck">wilddueck</a></td>
<td>Gunter Dueck</td>
<td>4</td>
<td>4240</td>
<td>1060,00</td>
<td>Technologie, Mathematik</td>
<td>11,25</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/JanSchmidt">JanSchmidt</a></td>
<td>JanSchmidt</td>
<td>99</td>
<td>1535</td>
<td>15,51</td>
<td>Kommunikationswissenschaft, Web 2.0, Blogger</td>
<td>8,00</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/textundblog">textundblog</a></td>
<td>Markus Trapp</td>
<td>279</td>
<td>3353</td>
<td>12,02</td>
<td>Bibliothekar, Blogger, Übersetzer</td>
<td>7,41</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/autopoiet">autopoiet</a></td>
<td>Sebastian Plönges</td>
<td>57</td>
<td>682</td>
<td>11,96</td>
<td>Sozialwissenschaften</td>
<td>6,93</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/Werkstatt">Werkstatt</a></td>
<td>Marc Scheloske</td>
<td>65</td>
<td>744</td>
<td>11,45</td>
<td>Wissenschaftskommunikation, Journalismus, Sozialwissenschaften</td>
<td>6,63</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/fatmike182">fatmike182</a></td>
<td>Michael Horak</td>
<td>160</td>
<td>1562</td>
<td>9,76</td>
<td>Blogger, Chemie</td>
<td>6,60</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/jkuri">jkuri</a></td>
<td>Jürgen Kuri</td>
<td>394</td>
<td>3671</td>
<td>9,32</td>
<td>Journalismus</td>
<td>5,62</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/Stollovo">Stollovo</a></td>
<td>Volker Stollorz</td>
<td>12</td>
<td>225</td>
<td>18,75</td>
<td>Journalismus, Biologie</td>
<td>5,43</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/JoergR">JoergR</a></td>
<td>Joerg Rings</td>
<td>176</td>
<td>784</td>
<td>4,45</td>
<td>Physik, Blogger</td>
<td>4,69</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/cosmos4u">cosmos4u</a></td>
<td>Daniel Fischer</td>
<td>755</td>
<td>3935</td>
<td>5,21</td>
<td>Astronomie, Blogger</td>
<td>4,68</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/Fischblog">Fischblog</a></td>
<td>Lars Fischer</td>
<td>585</td>
<td>2976</td>
<td>5,09</td>
<td>Journalismus, Chemie</td>
<td>4,54</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/jeanpol">jeanpol</a></td>
<td>Jean-Pol Martin</td>
<td>203</td>
<td>1088</td>
<td>5,36</td>
<td>Pädagogik, Web 2.0</td>
<td>4,53</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/gedankenabfall">gedankenabfall</a></td>
<td>Martin Ballaschk</td>
<td>166</td>
<td>1029</td>
<td>6,20</td>
<td>Biologie, Blogger</td>
<td>4,38</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/gedankenstuecke">gedankenstuecke</a></td>
<td>Bastian Greshake</td>
<td>646</td>
<td>2662</td>
<td>4,12</td>
<td>Biologie, Blogger</td>
<td>4,21</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/astefanowitsch">astefanowitsch</a></td>
<td>Anatol Stefanowitsch</td>
<td>220</td>
<td>1339</td>
<td>6,09</td>
<td>Sprachwissenschaft, Professor</td>
<td>4,07</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/digiom">digiom</a></td>
<td>Jana Herwig</td>
<td>714</td>
<td>2799</td>
<td>3,92</td>
<td>Medienwissenschaften, Web 2.0</td>
<td>4,06</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/denkspuren">denkspuren</a></td>
<td>Dominikus Herzberg</td>
<td>1</td>
<td>51</td>
<td>51,00</td>
<td>Informatik, Wirtschaftswissenschaften, Professor</td>
<td>4,01</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/zoonpolitikon">zoonpolitikon</a></td>
<td>Ali Arbia</td>
<td>205</td>
<td>768</td>
<td>3,75</td>
<td>Politikwissenschaften, Blogger</td>
<td>3,75</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/wmarotzki">wmarotzki</a></td>
<td>Winfried Marotzki</td>
<td>27</td>
<td>306</td>
<td>11,33</td>
<td>Medienpädagogik</td>
<td>3,71</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/arimue">arimue</a></td>
<td>Alexander Richter</td>
<td>91</td>
<td>453</td>
<td>4,98</td>
<td>Informatik, Web 2.0</td>
<td>3,50</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/zerfass">zerfass</a></td>
<td>Ansgar Zerfass</td>
<td>31</td>
<td>1074</td>
<td>34,65</td>
<td>Medienwissenschaft, Professor</td>
<td>3,49</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/dr_meyer">dr_meyer</a></td>
<td>Erik Meyer</td>
<td>44</td>
<td>281</td>
<td>6,39</td>
<td>Politikwissenschaften</td>
<td>3,38</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/thomaswanhoff">thomaswanhoff</a></td>
<td>thomas wanhoff</td>
<td>606</td>
<td>2032</td>
<td>3,35</td>
<td>Journalismus</td>
<td>3,32</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/acbullinger">acbullinger</a></td>
<td>A. C. Bullinger</td>
<td>84</td>
<td>308</td>
<td>3,67</td>
<td>Wirtschaftsinformatik</td>
<td>3,26</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/Philaeus">Philaeus</a></td>
<td>Philipp W.</td>
<td>220</td>
<td>461</td>
<td>2,10</td>
<td>Biologie, Blogger</td>
<td>3,24</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/JoergFr">JoergFr</a></td>
<td>Jörg Friedrich</td>
<td>141</td>
<td>506</td>
<td>3,59</td>
<td>Philosophie, Meteorologie, Blogger </td>
<td>3,20</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/_tillwe_">_tillwe_</a></td>
<td>Till Westermayer</td>
<td>580</td>
<td>1488</td>
<td>2,57</td>
<td>Soziologie, Blogger</td>
<td>3,06</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/brembs">brembs</a></td>
<td>Björn Brembs</td>
<td>629</td>
<td>1260</td>
<td>2,00</td>
<td>Neurowissenschaftler, Biologie</td>
<td>2,97</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/pulegon">pulegon</a></td>
<td>Jörg E.</td>
<td>282</td>
<td>404</td>
<td>1,43</td>
<td>Chemie, Student</td>
<td>2,97</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/digiwis">digiwis</a></td>
<td>Wenke Bönisch</td>
<td>748</td>
<td>907</td>
<td>1,21</td>
<td>Wissenschaftskommunikation, PR, Open Access</td>
<td>2,96</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/BLugger">BLugger</a></td>
<td>Beatrice Lugger</td>
<td>563</td>
<td>1271</td>
<td>2,26</td>
<td>Journalismus, Wissenschaftskommunikation</td>
<td>2,95</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/frankwettert">frankwettert</a></td>
<td>Frank Abel</td>
<td>897</td>
<td>1270</td>
<td>1,42</td>
<td>Meteorologie, Blogger</td>
<td>2,94</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/Evo2Me">Evo2Me</a></td>
<td>Dierk Haasis</td>
<td>590</td>
<td>849</td>
<td>1,44</td>
<td>Journalismus, PR</td>
<td>2,93</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/Roterhai">Roterhai</a></td>
<td>Sören Schewe</td>
<td>487</td>
<td>517</td>
<td>1,06</td>
<td>Blogger, Biologie</td>
<td>2,86</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/netsociology">netsociology</a></td>
<td>Stephan Humer</td>
<td>101</td>
<td>195</td>
<td>1,93</td>
<td>Soziologie</td>
<td>2,84</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/Anhaeuser">Anhaeuser</a></td>
<td>Marcus Anhäuser</td>
<td>314</td>
<td>793</td>
<td>2,53</td>
<td>Journalismus, Biologie, Blogger</td>
<td>2,84</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/Archivalia_kg">Archivalia_kg</a></td>
<td>Klaus Graf</td>
<td>973</td>
<td>861</td>
<td>0,88</td>
<td>Geschichte, Blogger</td>
<td>2,83</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/BlogWissen">BlogWissen</a></td>
<td>Klaus Delueg</td>
<td>54</td>
<td>144</td>
<td>2,67</td>
<td>Blogger</td>
<td>2,78</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/PsychoFritze">PsychoFritze</a></td>
<td>Falk Richter</td>
<td>3963</td>
<td>3811</td>
<td>0,96</td>
<td>Psychologie, Blogger</td>
<td>2,76</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/shofhues">shofhues</a></td>
<td>Sandra Hofhues</td>
<td>232</td>
<td>555</td>
<td>2,39</td>
<td>E-Learning, Pädagogik</td>
<td>2,75</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/GGuenter_Voss">GGuenter_Voss</a></td>
<td>G. Günter Voß</td>
<td>224</td>
<td>393</td>
<td>1,75</td>
<td>Soziologie, Professor</td>
<td>2,74</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/AndreasSchepers">AndreasSchepers</a></td>
<td>Andreas Schepers</td>
<td>1474</td>
<td>2424</td>
<td>1,64</td>
<td>Wissenschaftskommunikation, PR</td>
<td>2,72</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/reinboth">reinboth</a></td>
<td>Christian Reinboth</td>
<td>519</td>
<td>877</td>
<td>1,69</td>
<td>Wirtschaftsinformatik, Blogger</td>
<td>2,72</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/rahmstorf">rahmstorf</a></td>
<td>Stefan Rahmstorf</td>
<td>4</td>
<td>237</td>
<td>59,25</td>
<td>Klimawissenschaften, Blogger, Professor</td>
<td>2,72</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/Lichtecho">Lichtecho</a></td>
<td>Stefan Taube</td>
<td>203</td>
<td>319</td>
<td>1,57</td>
<td>Astronomie, Blogger</td>
<td>2,72</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/ChemieEmma">ChemieEmma</a></td>
<td>Paula Schramm</td>
<td>135</td>
<td>283</td>
<td>2,10</td>
<td>Chemie, Bloggerin</td>
<td>2,72</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/mebner">mebner</a></td>
<td>Martin Ebner</td>
<td>1644</td>
<td>2649</td>
<td>1,61</td>
<td>Medienpädagogik, E-Learning</td>
<td>2,70</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/Dyrnberg">Dyrnberg</a></td>
<td>Christian Dürnberger</td>
<td>161</td>
<td>390</td>
<td>2,42</td>
<td>Philosophie, Kommunikationswissenschaften</td>
<td>2,69</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/kooptech">kooptech</a></td>
<td>C. Schulzki-Haddouti</td>
<td>837</td>
<td>1832</td>
<td>2,19</td>
<td>Medienwissenschaften, Web 2.0</td>
<td>2,68</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/Exotides">Exotides</a></td>
<td>Ludmila Carone</td>
<td>146</td>
<td>297</td>
<td>2,03</td>
<td>Planetenforschung, Bloggerin</td>
<td>2,68</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/fernschwalbe">fernschwalbe</a></td>
<td>Christina Schwalbe</td>
<td>57</td>
<td>357</td>
<td>6,26</td>
<td>Pädagogik, Medienwissenschaften</td>
<td>2,67</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/susanneplotz">susanneplotz</a></td>
<td>Dr. Susanne Plotz MD</td>
<td>922</td>
<td>1465</td>
<td>1,59</td>
<td>Journalismus, Medizin</td>
<td>2,64</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/nicolakuhrt">nicolakuhrt</a></td>
<td>Nicola Kuhrt</td>
<td>260</td>
<td>568</td>
<td>2,18</td>
<td>Journalismus</td>
<td>2,60</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/earl_piggot">earl_piggot</a></td>
<td>Michael Sonnabend</td>
<td>548</td>
<td>732</td>
<td>1,34</td>
<td>Wissenschaftskommunikation, PR</td>
<td>2,58</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/KoenigAndreas">KoenigAndreas</a></td>
<td>Andreas König</td>
<td>65</td>
<td>247</td>
<td>3,80</td>
<td>Pädagogogik, Blogger</td>
<td>2,58</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/Argent23">Argent23</a></td>
<td>Alexander Knoll</td>
<td>599</td>
<td>685</td>
<td>1,14</td>
<td>Biologie, Blogger</td>
<td>2,57</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/mfenner">mfenner</a></td>
<td>Martin Fenner</td>
<td>759</td>
<td>1373</td>
<td>1,81</td>
<td>Blogger, Medizin</td>
<td>2,55</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/diewahrheitat">diewahrheitat</a></td>
<td>Jörg Wipplinger</td>
<td>236</td>
<td>458</td>
<td>1,94</td>
<td>Journalismus, Videoblogger</td>
<td>2,52</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/amphibol">amphibol</a></td>
<td>Gunnar Ries</td>
<td>468</td>
<td>506</td>
<td>1,08</td>
<td>Geowissenschaft, Blogger</td>
<td>2,52</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/astrodicticum">astrodicticum</a></td>
<td>Florian Freistetter</td>
<td>3568</td>
<td>3636</td>
<td>1,02</td>
<td>Astronomie, Blogger</td>
<td>2,49</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/lingenhoehl">lingenhoehl</a></td>
<td>Daniel Lingenhöhl</td>
<td>350</td>
<td>290</td>
<td>0,83</td>
<td>Journalismus, Geographie</td>
<td>2,43</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/dunkelmunkel">dunkelmunkel</a></td>
<td>Christian Spannagel</td>
<td>749</td>
<td>690</td>
<td>0,92</td>
<td>Mathematik, Pädagogik, Professor</td>
<td>2,42</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/matthiasfromm">matthiasfromm</a></td>
<td>Matthias Fromm</td>
<td>1829</td>
<td>1400</td>
<td>0,77</td>
<td>Wissenschaftskommunikation, PR</td>
<td>2,42</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/thbernhardt">thbernhardt</a></td>
<td>Thomas Bernhardt</td>
<td>554</td>
<td>912</td>
<td>1,65</td>
<td>E-Learning, Medienpädagogik</td>
<td>2,39</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/mjemmer">mjemmer</a></td>
<td>Martin Emmer</td>
<td>118</td>
<td>302</td>
<td>2,56</td>
<td>Kommunikationswissenschaften, Professor</td>
<td>2,38</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/hdzimmermann">hdzimmermann</a></td>
<td>Hans-Dieter Zimmermann</td>
<td>718</td>
<td>1083</td>
<td>1,51</td>
<td>Wirtschaftsinformatik, Blogger</td>
<td>2,37</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/Lambo">Lambo</a></td>
<td>Lambert Heller</td>
<td>880</td>
<td>1299</td>
<td>1,48</td>
<td>Bibliothekar </td>
<td>2,35</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/chbeer">chbeer</a></td>
<td>Christian Beer</td>
<td>390</td>
<td>583</td>
<td>1,49</td>
<td>Pädagogik, Blogger</td>
<td>2,35</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/zinken">zinken</a></td>
<td>Richard Zinken</td>
<td>640</td>
<td>839</td>
<td>1,31</td>
<td>Journalismus</td>
<td>2,34</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/tp_da">tp_da</a></td>
<td>Thomas Pleil</td>
<td>1129</td>
<td>2226</td>
<td>1,97</td>
<td>PR, Journalismus, Professor</td>
<td>2,34</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/mschiefner">mschiefner</a></td>
<td>Mandy Rohs</td>
<td>245</td>
<td>499</td>
<td>2,04</td>
<td>E-Learning, Medienpädagogik</td>
<td>2,32</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/quantenwelt">quantenwelt</a></td>
<td>Joachim Schulz</td>
<td>197</td>
<td>300</td>
<td>1,52</td>
<td>Physik, Blogger</td>
<td>2,30</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/skepticashell">skepticashell</a></td>
<td>Stefan Bruening</td>
<td>231</td>
<td>239</td>
<td>1,03</td>
<td>Blogger</td>
<td>2,30</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/henningkrause">henningkrause</a></td>
<td>Henning Krause</td>
<td>457</td>
<td>553</td>
<td>1,21</td>
<td>Wissenschaftskommunikation, PR</td>
<td>2,28</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/fxneumann">fxneumann</a></td>
<td>Felix Neumann</td>
<td>778</td>
<td>1004</td>
<td>1,29</td>
<td>Philosophie, Politikwissenschaft</td>
<td>2,22</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/MrEnkapsis">MrEnkapsis</a></td>
<td>Sebastian Reusch</td>
<td>1062</td>
<td>455</td>
<td>0,43</td>
<td>Biologie, Blogger</td>
<td>2,21</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/apreussler">apreussler</a></td>
<td>Annabell Preußler</td>
<td>1544</td>
<td>1644</td>
<td>1,06</td>
<td>Mediendidaktik, Pädagogik, Bloggerin</td>
<td>2,13</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/erklaerfix">erklaerfix</a></td>
<td>Christoph Larssen</td>
<td>105</td>
<td>183</td>
<td>1,74</td>
<td>Wissenschaftskommunikation, PR, Biologie</td>
<td>2,11</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/Oberhummer">Oberhummer</a></td>
<td>Heinz Oberhummer</td>
<td>111</td>
<td>618</td>
<td>5,57</td>
<td>Physik, Wissenschaft</td>
<td>2,06</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/ragnarh">ragnarh</a></td>
<td>Ragnar Heil</td>
<td>1659</td>
<td>1209</td>
<td>0,73</td>
<td>Soziologie, Blogger</td>
<td>2,05</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/axelmaireder">axelmaireder</a></td>
<td>Axel Maireder</td>
<td>507</td>
<td>874</td>
<td>1,72</td>
<td>Kommunikationswissenschaften</td>
<td>2,05</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/GaborPaal">GaborPaal</a></td>
<td>Gabor Paal</td>
<td>26</td>
<td>145</td>
<td>5,58</td>
<td>Journalismus</td>
<td>2,05</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/palimpoetikon">palimpoetikon</a></td>
<td>Dagmar Hoffmann</td>
<td>241</td>
<td>192</td>
<td>0,80</td>
<td>Medienwissenschaften</td>
<td>2,04</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/Weltenkreuzer">Weltenkreuzer</a></td>
<td>Nils Müller</td>
<td>279</td>
<td>435</td>
<td>1,56</td>
<td>Soziologie, Blogger</td>
<td>1,98</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/melgottschalk">melgottschalk</a></td>
<td>Melanie Gottschalk</td>
<td>501</td>
<td>618</td>
<td>1,23</td>
<td>Mediendidaktik</td>
<td>1,97</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/mkerres">mkerres</a></td>
<td>Michael Kerres</td>
<td>1292</td>
<td>2415</td>
<td>1,87</td>
<td>Medienpädagogik, Professor</td>
<td>1,92</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/Stirn">Stirn</a></td>
<td>Alexander Stirn</td>
<td>278</td>
<td>495</td>
<td>1,78</td>
<td>Journalismus, Physik, Raumfahrt</td>
<td>1,90</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/axkibe">axkibe</a></td>
<td>Axel Kittenberger</td>
<td>212</td>
<td>211</td>
<td>1,00</td>
<td>Soziologie</td>
<td>1,88</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/sozlog">sozlog</a></td>
<td>Tina Guenther</td>
<td>429</td>
<td>655</td>
<td>1,53</td>
<td>Soziologie</td>
<td>1,87</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/MuellerJung">MuellerJung</a></td>
<td>Joachim Mueller-Jung</td>
<td>932</td>
<td>1100</td>
<td>1,18</td>
<td>Journalismus, Biologie</td>
<td>1,85</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/cyberscientist">cyberscientist</a></td>
<td>Michael Nentwich</td>
<td>93</td>
<td>347</td>
<td>3,73</td>
<td>Kommunikationswissenschaften, Web 2.0</td>
<td>1,85</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/iSophus">iSophus</a></td>
<td>Robert Dürhager</td>
<td>858</td>
<td>1001</td>
<td>1,17</td>
<td>Philosophie</td>
<td>1,84</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/R_Koenig">R_Koenig</a></td>
<td>René König</td>
<td>155</td>
<td>164</td>
<td>1,06</td>
<td>Soziologie, Medienwissenschaften</td>
<td>1,84</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/joeriben">joeriben</a></td>
<td>Benjamin Jörissen</td>
<td>488</td>
<td>812</td>
<td>1,66</td>
<td>Pädagogoik, Web 2.0</td>
<td>1,82</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/peha64">peha64</a></td>
<td>Peter Haber</td>
<td>160</td>
<td>275</td>
<td>1,72</td>
<td>Geschichte, Blogger</td>
<td>1,81</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/markusdahlem">markusdahlem</a></td>
<td>Markus A. Dahlem</td>
<td>593</td>
<td>590</td>
<td>0,99</td>
<td>Physik, Blogger</td>
<td>1,81</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/andreaskyriacou">andreaskyriacou</a></td>
<td>Andreas Kyriacou</td>
<td>720</td>
<td>658</td>
<td>0,91</td>
<td>Web 2.0, Neurowissenschaften</td>
<td>1,75</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/BlumeEvolution">BlumeEvolution</a></td>
<td>Dr. Michael Blume</td>
<td>2122</td>
<td>1928</td>
<td>0,91</td>
<td>Religionswissenschaften, Blogger</td>
<td>1,74</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/dunjavoos">dunjavoos</a></td>
<td>Dr. med. Dunja Voos</td>
<td>856</td>
<td>697</td>
<td>0,81</td>
<td>Journalismus, Medizin</td>
<td>1,73</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/monimays">monimays</a></td>
<td>Monica Mayer</td>
<td>145</td>
<td>146</td>
<td>1,01</td>
<td>Psychologie, Digital Games</td>
<td>1,71</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/bescheidwisser">bescheidwisser</a></td>
<td>Tobias Hürter</td>
<td>337</td>
<td>277</td>
<td>0,82</td>
<td>Philosophie, Journalismus, Traumforschung</td>
<td>1,70</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/weitergen">weitergen</a></td>
<td>WeiterGen</td>
<td>822</td>
<td>944</td>
<td>1,15</td>
<td>Blogger, Biologie</td>
<td>1,69</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/ReinhardKarger">ReinhardKarger</a></td>
<td>Reinhard Karger</td>
<td>973</td>
<td>1075</td>
<td>1,10</td>
<td>Wissenschaftskommunikation, PR</td>
<td>1,68</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/JorniJorni">JorniJorni</a></td>
<td>Björn Rohles</td>
<td>431</td>
<td>344</td>
<td>0,80</td>
<td>Medienwissenschaften, Blogger</td>
<td>1,66</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/hobohm">hobohm</a></td>
<td>H.-Chr. Hobohm</td>
<td>303</td>
<td>470</td>
<td>1,55</td>
<td>Bibliothekswissenschaft, Professor</td>
<td>1,66</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/pikarl">pikarl</a></td>
<td>Karl Urban</td>
<td>589</td>
<td>366</td>
<td>0,62</td>
<td>Journalismus, Geowissenschaften</td>
<td>1,64</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/rleinf">rleinf</a></td>
<td>Reinhold Leinfelder</td>
<td>86</td>
<td>96</td>
<td>1,12</td>
<td>Paläontologie, Geologie, Blogger</td>
<td>1,62</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/ckatzenbach">ckatzenbach</a></td>
<td>Christian Katzenbach</td>
<td>507</td>
<td>279</td>
<td>0,55</td>
<td>Kommunikationswissenschaften</td>
<td>1,56</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/mmatting">mmatting</a></td>
<td>Matthias Matting</td>
<td>170</td>
<td>475</td>
<td>2,79</td>
<td>Journalismus</td>
<td>1,46</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/moskaliuk">moskaliuk</a></td>
<td>Johannes Moskaliuk</td>
<td>1025</td>
<td>1114</td>
<td>1,09</td>
<td>Psychologie</td>
<td>1,45</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/gophi">gophi</a></td>
<td>Jana Hochberg</td>
<td>867</td>
<td>925</td>
<td>1,07</td>
<td>Pädagogik</td>
<td>1,42</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/tre_bol">tre_bol</a></td>
<td>Antje Findeklee</td>
<td>220</td>
<td>133</td>
<td>0,60</td>
<td>Journalismus</td>
<td>1,39</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/mayrberger">mayrberger</a></td>
<td>Kerstin Mayrberger</td>
<td>174</td>
<td>517</td>
<td>2,97</td>
<td>Medienpädagogik</td>
<td>1,36</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/St_Matthiesen">St_Matthiesen</a></td>
<td>Stephan Matthiesen</td>
<td>247</td>
<td>103</td>
<td>0,42</td>
<td>Physik, Journalismus</td>
<td>1,34</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/UlrikeGebhardt">UlrikeGebhardt</a></td>
<td>Ulrike Gebhardt</td>
<td>214</td>
<td>87</td>
<td>0,41</td>
<td>Journalismus, Biowissenschaften</td>
<td>1,34</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/dolechner">dolechner</a></td>
<td>Doris Lechner</td>
<td>181</td>
<td>75</td>
<td>0,41</td>
<td>Geschichte</td>
<td>1,31</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/wanhoffswissen">wanhoffswissen</a></td>
<td>thomas wanhoff</td>
<td>111</td>
<td>281</td>
<td>2,53</td>
<td>Journalismus</td>
<td>1,30</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/annetteless">annetteless</a></td>
<td>Annette Leßmöllmann</td>
<td>162</td>
<td>410</td>
<td>2,53</td>
<td>Wissenschaftsjournalismus, Professorin</td>
<td>1,14</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/J_SCH">J_SCH</a></td>
<td>Jan Schmirmund</td>
<td>301</td>
<td>338</td>
<td>1,12</td>
<td>Sozialwissenschaften </td>
<td>1,08</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/berndweiss">berndweiss</a></td>
<td>Bernd Weiss</td>
<td>343</td>
<td>344</td>
<td>1,00</td>
<td>Soziologie, Statistik, Empirische Sozialforschung</td>
<td>1,08</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/lorenzlm">lorenzlm</a></td>
<td>Lorenz Lorenz-Meyer</td>
<td>241</td>
<td>618</td>
<td>2,56</td>
<td>Journalismus, Multi-Media, Professor</td>
<td>1,07</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/InnoKomm">InnoKomm</a></td>
<td>Alexander Gerber</td>
<td>154</td>
<td>266</td>
<td>1,73</td>
<td>Wissenschaftskommunikation, PR</td>
<td>1,04</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/mstoll">mstoll</a></td>
<td>Prof. Michael Stoll</td>
<td>338</td>
<td>623</td>
<td>1,84</td>
<td>Design, Professpr</td>
<td>1,02</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/ukor">ukor</a></td>
<td>Ulrich Kortenkamp</td>
<td>206</td>
<td>187</td>
<td>0,91</td>
<td>Mathematik</td>
<td>1,01</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/olchemist">olchemist</a></td>
<td>Oliver Schuster</td>
<td>31</td>
<td>54</td>
<td>1,74</td>
<td>Chemie</td>
<td>1,00</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/yoavsapir">yoavsapir</a></td>
<td>Yoav Sapir</td>
<td>12</td>
<td>71</td>
<td>5,92</td>
<td>Kulturwissenschaften, Blogger</td>
<td>1,00</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/cmetzner">cmetzner</a></td>
<td>Claus Metzner</td>
<td>174</td>
<td>206</td>
<td>1,18</td>
<td>Physik</td>
<td>0,98</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/herrmeyer">herrmeyer</a></td>
<td>Torsten Meyer</td>
<td>839</td>
<td>714</td>
<td>0,85</td>
<td>Kunst, Design, Professor</td>
<td>0,96</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/scyliorhinus">scyliorhinus</a></td>
<td>Anke Bebber</td>
<td>15</td>
<td>60</td>
<td>4,00</td>
<td>Geologie, Bloggerin</td>
<td>0,95</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/ClaudiaKaiser">ClaudiaKaiser</a></td>
<td>Claudia Kaiser</td>
<td>61</td>
<td>123</td>
<td>2,02</td>
<td>Chemie, Bloggerin</td>
<td>0,94</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/LarsAlberth">LarsAlberth</a></td>
<td>LarsAlberth</td>
<td>50</td>
<td>72</td>
<td>1,44</td>
<td>Soziologie</td>
<td>0,89</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/simoneschmid">simoneschmid</a></td>
<td>Simone Schmid</td>
<td>83</td>
<td>188</td>
<td>2,27</td>
<td>Journalismus</td>
<td>0,87</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/meszner">meszner</a></td>
<td>Daniel Meßner</td>
<td>66</td>
<td>124</td>
<td>1,88</td>
<td>Geschichte, Blogger</td>
<td>0,87</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/formbar">formbar</a></td>
<td>Alf Köhn</td>
<td>79</td>
<td>53</td>
<td>0,67</td>
<td>Physik, Blogger</td>
<td>0,85</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/zeittaucher">zeittaucher</a></td>
<td>Christian Jung</td>
<td>483</td>
<td>334</td>
<td>0,69</td>
<td>Geschichte, Blogger</td>
<td>0,84</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/birtef">birtef</a></td>
<td>Birte Fritsche</td>
<td>278</td>
<td>291</td>
<td>1,05</td>
<td>Pädagogik, Web 2.0</td>
<td>0,83</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/ingehuesgen">ingehuesgen</a></td>
<td>Inge Hüsgen</td>
<td>158</td>
<td>223</td>
<td>1,41</td>
<td>Journalismus</td>
<td>0,81</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/jenskube">jenskube</a></td>
<td>Jens Kube</td>
<td>28</td>
<td>43</td>
<td>1,54</td>
<td>Journalismus, Physik</td>
<td>0,80</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/yaho007">yaho007</a></td>
<td>Jan Hodel</td>
<td>35</td>
<td>47</td>
<td>1,34</td>
<td>Geschichte, Blogger</td>
<td>0,80</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/Pharmabiologe">Pharmabiologe</a></td>
<td>Dr. Mirko Bayer</td>
<td>1964</td>
<td>1028</td>
<td>0,52</td>
<td>Pharmazie, Blogger</td>
<td>0,76</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/TwitReinhard">TwitReinhard</a></td>
<td>Reinhard Kargl (D)</td>
<td>88</td>
<td>39</td>
<td>0,44</td>
<td>Journalismus</td>
<td>0,71</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/untenistoben">untenistoben</a></td>
<td>Christian Rapp</td>
<td>218</td>
<td>99</td>
<td>0,45</td>
<td>Wissenschaftskommunikation</td>
<td>0,71</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/jowinal">jowinal</a></td>
<td>Giovanni</td>
<td>70</td>
<td>120</td>
<td>1,71</td>
<td>Medienwissenschaft, Student</td>
<td>0,70</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/APosenau">APosenau</a></td>
<td>Andre Posenau</td>
<td>114</td>
<td>98</td>
<td>0,86</td>
<td>Sprachwissenschaften, Blogger</td>
<td>0,68</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/itsnotscience">itsnotscience</a></td>
<td>Boris Hänßler</td>
<td>304</td>
<td>199</td>
<td>0,65</td>
<td>Journalismus</td>
<td>0,63</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/libraun">libraun</a></td>
<td>Lilith Braun</td>
<td>148</td>
<td>137</td>
<td>0,93</td>
<td>Wissenschaftskommunikation, PR</td>
<td>0,61</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/ups1974">ups1974</a></td>
<td>Ulrich Pontes</td>
<td>139</td>
<td>101</td>
<td>0,73</td>
<td>Journalismus, Physik</td>
<td>0,61</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/retouschneider">retouschneider</a></td>
<td>Reto U. Schneider</td>
<td>74</td>
<td>128</td>
<td>1,73</td>
<td>Journalismus</td>
<td>0,60</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/dustbubble">dustbubble</a></td>
<td>Mierk Schwabe</td>
<td>265</td>
<td>133</td>
<td>0,50</td>
<td>Physik, Bloggerin</td>
<td>0,57</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/philipphummel">philipphummel</a></td>
<td>Philipp Hummel</td>
<td>152</td>
<td>22</td>
<td>0,14</td>
<td>Journalismus, Physik</td>
<td>0,55</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/zeilenwechsel">zeilenwechsel</a></td>
<td>Christoph Baechtle</td>
<td>23</td>
<td>43</td>
<td>1,87</td>
<td>Journalismus</td>
<td>0,55</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/MLoeffelholz">MLoeffelholz</a></td>
<td>Martin Löffelholz</td>
<td>4</td>
<td>35</td>
<td>8,75</td>
<td>Medienwissenschaften, Professor</td>
<td>0,53</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/SciMSblog">SciMSblog</a></td>
<td>Ulrike Brandt-Bohne / Felix Bohne</td>
<td>1990</td>
<td>471</td>
<td>0,24</td>
<td>Biologie, Journalismus</td>
<td>0,49</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/P_Illinger">P_Illinger</a></td>
<td>Patrick Illinger</td>
<td>66</td>
<td>34</td>
<td>0,52</td>
<td>Journalismus</td>
<td>0,49</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/CathleenSarti">CathleenSarti</a></td>
<td>Cathleen Sarti</td>
<td>56</td>
<td>39</td>
<td>0,70</td>
<td>Geschichte, Bloggerin</td>
<td>0,49</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/Atwasi_de">Atwasi_de</a></td>
<td>Ole Sumfleth</td>
<td>139</td>
<td>72</td>
<td>0,52</td>
<td>Geowissenschaft, Blogger</td>
<td>0,49</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/docMario_">docMario_</a></td>
<td>Mario Schubert</td>
<td>38</td>
<td>20</td>
<td>0,53</td>
<td>Medizin</td>
<td>0,45</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/Antorot">Antorot</a></td>
<td>Antonia Rötger</td>
<td>71</td>
<td>36</td>
<td>0,51</td>
<td>Wissenschaftskommunikation, Physik</td>
<td>0,45</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/nikwalter">nikwalter</a></td>
<td>Nik Walter</td>
<td>69</td>
<td>39</td>
<td>0,57</td>
<td>Journalismus, Medizin</td>
<td>0,41</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/bildungswissen">bildungswissen</a></td>
<td>Heinz Reinders</td>
<td>114</td>
<td>105</td>
<td>0,92</td>
<td>Pädagogik, Bildungsforschung, Professor</td>
<td>0,40</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/BioloGabi">BioloGabi</a></td>
<td>Gabi Warnke</td>
<td>154</td>
<td>39</td>
<td>0,25</td>
<td>Journalismus, Biologie</td>
<td>0,40</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/UBrandtBohne">UBrandtBohne</a></td>
<td>Ulrike Brandt-Bohne</td>
<td>260</td>
<td>127</td>
<td>0,49</td>
<td>Journalismus, Biologie</td>
<td>0,37</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/mkuhar">mkuhar</a></td>
<td>Manuela Kuhar</td>
<td>93</td>
<td>28</td>
<td>0,30</td>
<td>Physik, Journalismus</td>
<td>0,30</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/leaubine">leaubine</a></td>
<td>Henning Lobin</td>
<td>25</td>
<td>60</td>
<td>2,40</td>
<td>Sprachwissenschaften, Professor</td>
<td>0,24</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/HolgerHettwer">HolgerHettwer</a></td>
<td>Holger Hettwer</td>
<td>150</td>
<td>148</td>
<td>0,99</td>
<td>Journalismus</td>
<td>0,20</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/heissmann">heissmann</a></td>
<td>Nicole Heissmann</td>
<td>45</td>
<td>57</td>
<td>1,27</td>
<td>Journalismus</td>
<td>0,17</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/vicari">vicari</a></td>
<td>Jakob J. E. Vicari</td>
<td>170</td>
<td>147</td>
<td>0,86</td>
<td>Journalismus</td>
<td>0,17</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/skarbonat">skarbonat</a></td>
<td>Sascha Karberg</td>
<td>106</td>
<td>58</td>
<td>0,55</td>
<td>Journalismus, Biologie</td>
<td>0,14</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/hannocharisius">hannocharisius</a></td>
<td>Hanno Charisius</td>
<td>222</td>
<td>90</td>
<td>0,41</td>
<td>Journalismus, Biologie</td>
<td>0,11</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/frebuh">frebuh</a></td>
<td>frebuh</td>
<td>75</td>
<td>18</td>
<td>0,24</td>
<td>Journalismus, Biochemie</td>
<td>0,10</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/drrs">drrs</a></td>
<td>Dr. Rüdiger Schacht</td>
<td>398</td>
<td>101</td>
<td>0,25</td>
<td>Journalismus, Meeresgeologie</td>
<td>0,10</td>
</tr>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Anmerkung: Ich weiß, daß auf der Liste noch dutzende Forscher und Wissenschaftsjournalisten fehlen. Deshalb benötige ich ja eben Eure Hilfe, um einen möglichst umfassenden Datensatz zusammenzustellen. Alle Twitterer, die bislang nicht berücksichtigt sind, bitte ich um Verzeihung. Die obige Liste wird nicht ergänzt, sondern bildet eben den heutigen Stand ab. In ein paar Wochen publiziere ich eine aktualisierte und dann ergänzte Liste.</em></p>
<hr width="100%" size="1" /><hr /><h4>&Auml;hnliche Beitr&auml;ge</h4><ul><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/wissenschaft-wissenschaftler-auf-twitter-twitterstudie/twitternde-wissenschaftler_2012/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Twitternde Wissenschaftler">Twitternde Wissenschaftler</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/wissenschaft-wissenschaftler-auf-twitter-twitterstudie/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Wissenschaft &#038; Wissenschaftler auf Twitter | Twitterstudie">Wissenschaft &#038; Wissenschaftler auf Twitter | Twitterstudie</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2011/12/06/universitaeten-und-hochschulen-bei-twitter/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Universitäten und Hochschulen bei Twitter">Universitäten und Hochschulen bei Twitter</a></li></ul><hr width="100%" size="1" /><p><font color="#777777">Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stöbern Sie doch weiter in anderen Veröffentlichungen der Wissenswerkstatt - etwa hier in der <a target="_blank" href="http://www.wissenswerkstatt.net/werkstattinventar-publikumslieblinge-liebhaberstuecke-und-versteckte-perlen/">Übersicht</a> besonders beliebter Texte. Alternativ lohnt sich auch die Navigation über das <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/lageplan/">Werkstattinventar</a><br /></font></p><p><em><font color="#777777">Alle Artikel der <a target="_blank" href="../">Wissenswerkstatt</a> stehen unter der <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">CreativeCommons-Lizenz</a>, d.h. Verlinken jederzeit erlaubt, Bearbeiten und Zitieren jeweils unter Angabe der
Quelle, beides allerdings nur zu nichtkommerziellen Zwecken.</em></p><hr /><small>Copyright &copy; 2011<br />Sie lesen einen Feed der Website "Wissenswerkstatt.net".<br />Eine Verwendung dieses Feeds auf anderen Webseiten verst&ouml;&szlig;t gegen das Urheberrecht. Wenn Sie diesen Inhalt nicht in Ihrem News-Reader lesen, so macht sich die Seite, die Sie betrachten, der Urheberrechtsverletzung schuldig. <br /> </font>Digitaler Fingerprint: 18754798dca730b745ad417e2b5ebb91</small>
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<div class="nr_clear"></div><hr size=1 width=40%><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1478" class="footnote">Die Ergebnisse der Studie zur wissenschaftlichen Twitternutzung werden voraussichtlich im Frühjahr 2012 veröffentlicht. Die Studie selbst wird von mir selbst durchgeführt und finanziert. Es sind keine externen Forschungsinstitute oder Universitäten beteiligt.</li><li id="footnote_1_1478" class="footnote">Und bis Ergebnisse verkündbar sind dauert es noch ein bißchen. Allen Zahlenfreaks kann ich nur verraten, daß der &#8220;durchschnittliche Wissenschaftstwitterer&#8221; 424 Friends und 704 Follower hat. Und der Twitterer mit der längsten Twittergeschichte ist Thomas Wanhoff. Der ist seit dem 28.11.2006 dabei. Insofern ist Thomas wirklich ein Early Adopter.</li><li id="footnote_2_1478" class="footnote">Insofern schließt die Studie und die Datenerhebung an meine <a href="http://www.wissenschafts-cafe.net/2009/06/sciencetwitter-twitternde-wissenschaftler-062009/" title="Twitternde Wissenschaftler 2009">Twitter-Rankings aus dem Wissenschafts-Café</a> aus dem Jahr 2009 an.</li><li id="footnote_3_1478" class="footnote">Zum Authority-Wert: Accounts mit vielen &#8220;Followern&#8221; werden natürlich tendenziell höher bewertet, als solche mit wenigen. Gleichzeitig spielt bei der Berechnung aber auch die Anzahl der &#8220;Friends&#8221; eine Rolle, ebenso die Frage, wie häufig ein Twitteraccount gelistet ist. Ebenso fließt ein Aktivitätsfaktor mit ein (wer nur alle Jubeljahre twittert wird bspw. abgewertet). Mein Ziel ist es, mit dem Authority-Wert halbwegs abzubilden, wer bei Twitter viel Beachtung findet. Wobei es halt auch nur Zahlen sind und mir ehrlicherweise nur die Daten zur Verfügung stehen, die eine automatisierte Abfrage des öffentlichen Twitterprofils liefert.</li></ol><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2011/12/01/wissenschaftler-bei-twitter-eine-studie-zur-wissenschaftlichen-twitternutzung/">Wissenschaftler bei Twitter: Eine Studie zur wissenschaftlichen Twitternutzung</a>]</p> <p><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/?flattrss_redirect&amp;id=1478&amp;md5=2d7072f83b4279e645bb8095b09ea157" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Die Gene und die Politik » Bestimmt unsere genetische Disposition unser Wahlverhalten? &#124; Werkstattnotiz 101</title>
		<link>http://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/03/die-gene-und-die-politik-bestimmt-unsere-genetische-disposition-unser-wahlverhalten-werkstattnotiz-101/</link>
		<comments>http://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/03/die-gene-und-die-politik-bestimmt-unsere-genetische-disposition-unser-wahlverhalten-werkstattnotiz-101/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 03 Jul 2008 11:42:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Werkstattnotizen]]></category>
		<category><![CDATA[Genetik]]></category>
		<category><![CDATA[Genforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Politikwissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Sind wir für unsere politischen Präferenzen und Handlungen wirklich verantwortlich? Entscheiden wir an der Wahlurne frei oder vollziehen wir den Wahlakt gemäß einer Prädisposition, die durch unsere genetische Ausstattung vorbestimmt ist? Als Politikwissenschaftler muß ich natürlich konstatieren, daß die Basis unserer demokratischen Kultur die Idee eines autonomen, mit freiem Willen ausgestatteten Subjekts ist. Der Bürger [...]</p><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/03/die-gene-und-die-politik-bestimmt-unsere-genetische-disposition-unser-wahlverhalten-werkstattnotiz-101/">Die Gene und die Politik » Bestimmt unsere genetische Disposition unser Wahlverhalten? | Werkstattnotiz 101</a>]</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright" style="float: right;" title="Quelle: stock.xchng, User: lusi" src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2008/07/Wahl1.jpg" alt="Wahl" /><strong>Sind wir für unsere politischen Präferenzen und Handlungen wirklich verantwortlich? Entscheiden wir an der Wahlurne frei oder vollziehen wir den Wahlakt gemäß einer Prädisposition, die durch unsere genetische Ausstattung vorbestimmt ist?</strong></p>
<p>Als Politikwissenschaftler muß ich natürlich konstatieren, daß die Basis unserer demokratischen Kultur die Idee eines autonomen, mit freiem Willen ausgestatteten Subjekts ist. Der Bürger ist als Akteur so konzipiert, daß er einen Prozeß der politischen Willensbildung durchläuft, sich informiert, idealerweise am politischen Prozeß aktiv partizipiert und letztlich im Wahlakt seinem Willen Ausdruck verleiht.</p>
<h3><span class="pullquote_left">Sind wir in unseren politischen Entscheidungen frei?</span></h3>
<p>Unbestreitbar ist, daß wir ständig unterschiedlichen Einflußfaktoren ausgesetzt sind. Die Entscheidungen der Wahlbürger werden auf mehr oder minder subtile Weise zu beeinflußen versucht &#8211; dies gelingt bisweilen, zum Glück nicht immer.</p>
<p>In aktuellen Studien, die Jürgen Schönstein <a href="http://www.scienceblogs.de/geograffitico/2008/07/politik-ist-uns-angeboren.php" target="_blank">aufgestöbert</a> hat,  glauben Forscher nun zeigen zu können, daß bestimmte genetische Faktoren einen nicht zu unterschätzenden Einfluß auf unser politisches Verhalten haben.</p>
<p>Im Artikel von James H. Fowler, Laura A. Baker und Christopher T. Dawes von der University of California ist zu lesen:</p>
<blockquote><p>&#8220;The  decision to vote has puzzled scholars for decades. Theoretical models predict little or no variation in participation in large population elections and empirical models have typically accounted for only a relatively small portion of individual-level variance in turnout behavior.However, these models have not considered the hypothesis that part of the variation in voting behavior can be attributed to genetic effects.&#8221;</p></blockquote>
<p>Sollten Wahlforscher demnächst vielleicht genetische Screenings beim Wahlvolk durchführen? Werden demnächst die Politiker gezielt ihre Botschaften an bestimmte, genetisch definierte Wählergruppen adressieren?</p>
<p>In einem weiteren Artikel zeigen die Forscher, daß etwa Wähler mit einer bestimmten Variante des sog. MOAO-Gens deutlich häufiger an der Präsidentschaftswahl 2004 teilgenommen hatten. Und auch eine Polymorphie des 5HTT-Gens scheint das Wahlverhalten zu beeinflußen:</p>
<blockquote><p>&#8220;We also find evidence that an association between a polymorphism of the 5HTT gene and voter turnout is moderated by religious attendance. These are the first results ever to link specific genes to political behavior.&#8221;</p></blockquote>
<h3><span class="pullquote">Bestimmen am Ende unsere Gene, welche Parteien, welche Politiker wir wählen?</span></h3>
<p>Wie Fowler et. al. das herausgefunden haben wollen? &#8211; Durch Zwillingsstudien. Hier werden also die Biographien und im speziellen Fall das Wahlverhalten von Menschen untersucht, die als Zwillingskinder auf die Welt kamen, danach aber in unterschiedlichen Familien und Milieus aufwuchsen.</p>
<p>Sozialisation, Erziehung, Umfeld und andere Faktoren sind hier also recht unterschiedlich und können nicht als Erklärung für ähnliche oder identische Verhaltensweisen herangezogen werden. Und dennoch fanden die Forscher auffällige Ähnlichkeiten zwischen den &#8220;getrennten&#8221; Zwillingen.</p>
<p>Ich bin dennoch skeptisch. Habe gerade aber leider keine Zeit, mir die Studien noch genauer anzusehen. Spannend sind die Befunde aber allemal.</p>
<div class="links_ticker"><strong>Links:</strong></p>
<ul>
<li>James H. Fowler, Laura A. Baker, Christopher T. Dawes: &#8220;Genetic Variation in Political Participation&#8221;, in: The American Political Science Review, May 2008: Volume 102, No. 2 [<a href="http://www.apsanet.org/imgtest/APSRMay08Fowler_etal.pdf">PDF</a>]</li>
<li>James H. Fowler, Christopher T. Dawes:Two Genes Predict Voter Turnout, in: The Journal of Politics, Vol. 70, No. 3, July 2008, Pp. 579–594 [<a href="http://ucsdnews.ucsd.edu/PDF/06-08GenesAndVoting.pdf">PDF</a>]</li>
<li>Schönstein, Jürgen: <a href="http://www.scienceblogs.de/geograffitico/2008/07/politik-ist-uns-angeboren.php" target="_blank">Politik ist uns angeboren</a>, GeoGraffitico, 1.7.2008</li>
</ul>
</div>
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<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Wahlverhalten">Wahlverhalten</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Genetik">Genetik</a></p>
<hr width="100%" size="1" /><hr /><h4>&Auml;hnliche Beitr&auml;ge</h4><ul><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/08/21/naivitaet-oder-gefaelligkeitsjournalismus-wie-eine-stern-journalistin-fuer-fragwuerdige-genchecks-die-werbetrommel-wirbt-werkstattnotiz-v/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Naivität oder Gefälligkeitsjournalismus? » Wie eine Stern-Journalistin die Werbetrommel für fragwürdige Genchecks rührt | Werkstattnotiz V">Naivität oder Gefälligkeitsjournalismus? » Wie eine Stern-Journalistin die Werbetrommel für fragwürdige Genchecks rührt | Werkstattnotiz V</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/14/gendatenbank-bei-wikipedia-einladung-zum-mitforschen-kurzknapp-44/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Gendatenbank bei Wikipedia » Einladung zum Mitforschen | kurz&#038;knapp 44">Gendatenbank bei Wikipedia » Einladung zum Mitforschen | kurz&#038;knapp 44</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2009/02/08/volksabstimmung-uber-personenfreizugigkeit-in-der-schweiz-polemik-vorurteile-vs-bloggen-fur-die-bilateralen/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Volksabstimmung über Personenfreizügigkeit in der Schweiz: Polemik &#038; Vorurteile vs. Bloggen für die Bilateralen">Volksabstimmung über Personenfreizügigkeit in der Schweiz: Polemik &#038; Vorurteile vs. Bloggen für die Bilateralen</a></li></ul><hr width="100%" size="1" /><p><font color="#777777">Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stöbern Sie doch weiter in anderen Veröffentlichungen der Wissenswerkstatt - etwa hier in der <a target="_blank" href="http://www.wissenswerkstatt.net/werkstattinventar-publikumslieblinge-liebhaberstuecke-und-versteckte-perlen/">Übersicht</a> besonders beliebter Texte. Alternativ lohnt sich auch die Navigation über das <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/lageplan/">Werkstattinventar</a><br /></font></p><p><em><font color="#777777">Alle Artikel der <a target="_blank" href="../">Wissenswerkstatt</a> stehen unter der <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">CreativeCommons-Lizenz</a>, d.h. Verlinken jederzeit erlaubt, Bearbeiten und Zitieren jeweils unter Angabe der
Quelle, beides allerdings nur zu nichtkommerziellen Zwecken.</em></p><hr /><small>Copyright &copy; 2011<br />Sie lesen einen Feed der Website "Wissenswerkstatt.net".<br />Eine Verwendung dieses Feeds auf anderen Webseiten verst&ouml;&szlig;t gegen das Urheberrecht. Wenn Sie diesen Inhalt nicht in Ihrem News-Reader lesen, so macht sich die Seite, die Sie betrachten, der Urheberrechtsverletzung schuldig. <br /> </font>Digitaler Fingerprint: 18754798dca730b745ad417e2b5ebb91</small>
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<div class="nr_clear"></div><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/03/die-gene-und-die-politik-bestimmt-unsere-genetische-disposition-unser-wahlverhalten-werkstattnotiz-101/">Die Gene und die Politik » Bestimmt unsere genetische Disposition unser Wahlverhalten? | Werkstattnotiz 101</a>]</p> <p><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/?flattrss_redirect&amp;id=332&amp;md5=bd47481a8c359b573d406d353d83fb7e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Akademische Männerbünde? » Warum die Analyse der Diskriminierung von Frauen in der Wissenschaft so schwierig ist &#124; kurz&amp;knapp 33</title>
		<link>http://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/22/akademische-maennerbuende-warum-die-analyse-der-diskriminierung-von-frauen-in-der-wissenschaft-so-schwierig-ist-kurzknapp-33/</link>
		<comments>http://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/22/akademische-maennerbuende-warum-die-analyse-der-diskriminierung-von-frauen-in-der-wissenschaft-so-schwierig-ist-kurzknapp-33/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 22 Apr 2008 14:24:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
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		<category><![CDATA[Universität]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.wissenswerkstatt.net/?p=266</guid>
		<description><![CDATA[<p>Die Tatsache, daß der akademische Weg zu wissenschaftlichem Ruhm und Ansehen steinig ist, wurde hier schon mehrmals beklagt. Die Phase zwischen erstem Studienabschluß und &#8211; das ja eben der Idealfall &#8211; der Professur ist durch ein Höchstmaß an Unsicherheit gekennzeichnet. Und dies gilt völlig unabhängig davon, ob die Nachwuchswissenschaftler männlichen oder weiblichen Geschlechts sind. Allerdings [...]</p><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/22/akademische-maennerbuende-warum-die-analyse-der-diskriminierung-von-frauen-in-der-wissenschaft-so-schwierig-ist-kurzknapp-33/">Akademische Männerbünde? » Warum die Analyse der Diskriminierung von Frauen in der Wissenschaft so schwierig ist | kurz&#038;knapp 33</a>]</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-full wp-image-267" style="margin: 6px; float: right;" title="Quelle: stock.xchng, user: hhsara" src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/uploads/2008/04/college.jpg" alt="College" width="180" height="240" /><strong>Die Tatsache, daß der akademische Weg zu wissenschaftlichem Ruhm und Ansehen steinig ist, wurde hier schon mehrmals beklagt. Die Phase zwischen erstem Studienabschluß und &#8211; das ja eben der Idealfall &#8211; der Professur ist durch ein Höchstmaß an Unsicherheit gekennzeichnet. </strong></p>
<p><strong>Und dies gilt völlig unabhängig davon, ob die Nachwuchswissenschaftler männlichen oder weiblichen Geschlechts sind.</strong></p>
<p>Allerdings ist völlig unstreitig, daß Frauen im Hochschulbetrieb systematisch benachteiligt sind. Als Absolventinnen von Diplom- oder Magisterstudium stellen sie noch die Mehrheit, die Zahl der Doktoranden ist bereits männlich dominiert und wenn man die Professuren heranzieht, dann findet man dort nur noch knapp 15% Frauen.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/22/akademische-maennerbuende-warum-die-analyse-der-diskriminierung-von-frauen-in-der-wissenschaft-so-schwierig-ist-kurzknapp-33/#footnote_0_266" id="identifier_0_266" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Allerdings mu&szlig; man u.a. ber&uuml;cksichtigen, da&szlig; ihr Anteil deutlich h&ouml;her ist, wenn man etwa die Besetzungen der letzten 10 Jahre heranzieht. Es gibt hier schlicht eine zeitliche Verz&ouml;gerung, mit der sich eine ver&auml;nderte Berufungspraxis auswirkt.">1</a></sup></p>
<h4><span class="pullquote_left">Studentinnen absolvieren mit größerem Erfolg das Studium. Doch bereits unter den Doktoranden sind sie unterrepräsentiert. Je höher es in der akademischen Hierarchie geht, desto weniger Frauen findet man.</span></h4>
<p>Zu den verschiedenen Faktoren, die hier mitspielen, ließe sich eine mehrteilige Artikelserie schreiben.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/22/akademische-maennerbuende-warum-die-analyse-der-diskriminierung-von-frauen-in-der-wissenschaft-so-schwierig-ist-kurzknapp-33/#footnote_1_266" id="identifier_1_266" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die schwierige Vereinbarkeit von familialer Lebensplanung mit den wenig flexiblen Anforderungen an eine Hochschulkarriere w&auml;re hier genauso zu nennen wie die Bedeutung von (m&auml;nnerbasierten) Netzwerken oder schlicht die seltener bei Frauen anzutreffende Bereitschaft sich in einer Vollzeitkarriere selbst auszubeuten.">2</a></sup></p>
<p>Drüben im Blog &#8220;Begrenzte Wissenschaft&#8221; hat kamenin allerdings eine interessante Studie <a href="http://kamenin.wordpress.com/2008/04/21/sherry-towers-geschlechterdiskriminierung-in-der-teilchenphysik/" target="_blank">kommentiert</a>, die genau die unterschiedlichen Karrierechancen in den Blick nimmt. Und dabei zeigt sich, wie schwierig eine nüchterne Analyse des Themas ist.</p>
<p>Persönliche, vielleicht leidvolle Erfahrungen verleiten ebenso zu kurzschlüssiger Argumentation wie umgekehrt das Festhalten am Dogma, daß die Wissenschaft ausschließlich Leistung belohne. Es ist &#8211; wie so oft &#8211; hilfreich anzuerkennen, daß Wissenschaft ein soziales Geschehen ist. ;-)</p>
<p>Zur Sache: Sherry Towers hat sich 48 männliche und 9 weibliche Post-Docs vorgenommen, die seit 201 an einer &#8220;Hochenergiephysik-Kollaboration&#8221; am <a href="http://www.fnal.gov/" target="_blank">Fermilab</a> arbeiten. Towers kommt (wie kamenin zusammenfaßt) u.a. zu folgendem Schluß:</p>
<blockquote><p>&#8220;Obwohl also die weiblichen Postdocs signifikant mehr leisteten und scheinbar dazu noch mehr technische Arbeiten leisten müssten, zeigt sich das nicht in der Verteilung der Konferenzvorträge, die von der Kollaboration verteilt werden. Die männlichen Postdocs dürfen demnach deutlich häufiger auf Konferenzen vortragen und damit ihre Arbeit und ihren Namen bekannt machen, mit offensichtlichem Vorteil für die Karriere.&#8221;</p></blockquote>
<p>Das ist alles durchaus plausibel, wie kamenin aber mustergültig vorführt, können die Daten von Sherry Towers auch anders gelesen werden. Sie leitet nämlich bspw. aus der Tatsache, daß die weiblichen Postdocs an mehr Veröffentlichungen beteiligt waren ab, daß diese offenbar &#8220;mehr geleistet&#8221; haben. Allerdings zeigt ein genauerer Blick, daß hier die Argumentation hinkt. Denn die Anzahl der Namensnennungen auf der Autorenliste ist für sich genommen wenig aussagekräftig.</p>
<p><strong>Haben Frauen als Teamarbeiter das Nachsehen?</strong></p>
<p>Bei genauerem Hinsehen zeigt sich, daß die männlichen Postdocs deutlich<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/22/akademische-maennerbuende-warum-die-analyse-der-diskriminierung-von-frauen-in-der-wissenschaft-so-schwierig-ist-kurzknapp-33/#footnote_2_266" id="identifier_2_266" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Hinweis: der statistische Zusammenhang ist nicht ganz so stark, wie es die Formulierung &amp;#8220;deutlich&amp;#8221; vermuten l&auml;&szlig;t, aber dennoch sichtbar. vgl. Kommentar #1">3</a></sup> mehr Alleinveröffentlichungen vorweisen können (und insofern eine höhere Chance haben, auf Konferenzen eingeladen zu werden) und die weiblichen Postdocs häufiger als Mitautoren in (weniger wichtigen) technischen Veröffentlichungen genannt werden. Frauen sind also auf den Autorenliste häufiger genannt, aber dies überdurchschnittlich häufig in einer Reihe mit vielen anderen. Männer weisen zwar insgesamt weniger, aber dafür mehr eigenständige Publikationen auf.</p>
<p>Hieraus kann man zwar einerseits ablesen, daß die Frauen durchaus fleißig und produktiv sind, andererseits investieren die Jungs ihre Zeit eben verstärkt in die Papers, mit denen sie später persönlich punkten können.</p>
<p>Wie man sieht: die Wahrscheinlichkeit, daß Frauen weitere Stufen der Karriereleiter nehmen, ist zwar geringer, aber ob dies auf manifeste Diskriminierung zurückzuführen ist, kann keinesfalls als belegt gelten.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/22/akademische-maennerbuende-warum-die-analyse-der-diskriminierung-von-frauen-in-der-wissenschaft-so-schwierig-ist-kurzknapp-33/#footnote_3_266" id="identifier_3_266" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Und die Einladung zu Konferenzen w&auml;re eben dann lediglich ein Nebeneffekt der Publikationspraxis und nicht ein Ergebnis der Seilschaften und M&auml;nnernetzwerke.">4</a></sup> Vermutlich sind es doch subtilere, weniger offensichtliche Muster und soziale Strukturen, die zu diesem Phänomen führen:</p>
<blockquote><p>&#8220;[...] immerhin hat Sherry Towers gezeigt, dass die wissenschaftliche Laufbahn von Frauen in ihrer Postdoc-Zeit zumindest anders abläuft als die von Männern. Nur der Nachweis, dass dies tatsächlich auf direkte Diskriminierung zurückzuführen ist, ist aufgrund der verschwommenen und so noch nicht aussagekräftigen Kategorisierungen zumindest anzweifelbar.&#8221;</p></blockquote>
<p>Das Problem bei alldem ist: unvoreingenommen läßt sich diese Frage kaum diskutieren. Auch die Studie von Sherry Towers muß vor dem Hintergrund gelesen werden, daß sie sich selbst in einem Rechtsstreit mit ihrer Uni befindet. Es geht u.a. um die Beurteilung ihres Mutterschaftsurlaubs und andere Fragen, in denen sie sich benachteiligt sieht.</p>
<p>Das derzeit eklatante Mißverhältnis zeigt jedoch m.E. (unabhängig, ob man in der Lage ist die Ursachen zu benennen), daß eine Förderung &#8211; solange der Anteil der Professorinnen bei 15% dümpelt &#8211; von weiblichen Karrieren in der Wissenschaft durchaus legitim ist. An der <a href="http://www.bmbf.de/press/2176.php" target="_blank">Förderinitiative des BMBF</a>, das in den nächsten 5 Jahren 200 Stellen für Professorinnen schaffen will, kann ich unter diesen Umständen wenig aussetzen.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/22/akademische-maennerbuende-warum-die-analyse-der-diskriminierung-von-frauen-in-der-wissenschaft-so-schwierig-ist-kurzknapp-33/#footnote_4_266" id="identifier_4_266" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Anderer Ansicht ist Tobias in &amp;#8220;WeiterGen&amp;#8221;.">5</a></sup></p>
<div class="links_kurz"><strong><em>Links:</em></strong></p>
<ul>
<li>Begrenzte Wissenschaft: <a href="http://kamenin.wordpress.com/2008/04/21/sherry-towers-geschlechterdiskriminierung-in-der-teilchenphysik/" target="_blank">Sherry Towers: Geschlechterdiskriminierung in der Teilchenphysik?</a>, 21.4.2008</li>
<li>Sherry Towers (2008): A Case Study of Gender Bias at the Postdoctoral Level in Physics, and its Resulting Impact on the Academic Career Advancement of Females, in: Physics &amp; Society [<a href="http://arxiv.org/pdf/0804.2026v3" target="_blank">pdf</a>]</li>
<li>BMBF-Pressemittelung: <a href="http://www.bmbf.de/press/2176.php" target="_blank">200 zusätzliche Stellen für Professorinnen an den Hochschulen</a>, 19.11.2007</li>
</ul>
<p><strong><em>Literaturempfehlung:</em></strong></p>
<ul>
<li>Schlüter, Anne (2006): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3866490178?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3866490178" target="_blank">Bildungs- und Karrierewege von Frauen. Wissen &#8211; Erfahrungen &#8211; biographisches Lernen</a>. Leske+Budrich.</li>
</ul>
</div>
<div class="invisible">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Frauen+Wissenschaft">Frauen+Wissenschaft</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Gender">Gender</a></p>
<hr width="100%" size="1" /><hr /><h4>&Auml;hnliche Beitr&auml;ge</h4><ul><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/09/20/forschende-frauen-und-der-traum-von-der-chancengleichheit-in-der-wissenschaft-werkstattnotiz-116/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Forschende Frauen und der Traum von der Chancengleichheit in der Wissenschaft | Werkstattnotiz 116">Forschende Frauen und der Traum von der Chancengleichheit in der Wissenschaft | Werkstattnotiz 116</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/21/warum-tun-sie-das-17-fragen-an-wissenschaftliche-blogger-kurzknapp-32/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Warum tun Sie das? » &#8220;17 Fragen an&#8230;&#8221; wissenschaftliche Blogger | kurz&#038;knapp 32">Warum tun Sie das? » &#8220;17 Fragen an&#8230;&#8221; wissenschaftliche Blogger | kurz&#038;knapp 32</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/06/zuwachs-in-der-nachbarschaft-sciencegarden-goes-blog-kurzknapp-03/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Zuwachs in der Nachbarschaft » sciencegarden goes blog | kurz&#038;knapp 03">Zuwachs in der Nachbarschaft » sciencegarden goes blog | kurz&#038;knapp 03</a></li></ul><hr width="100%" size="1" /><p><font color="#777777">Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stöbern Sie doch weiter in anderen Veröffentlichungen der Wissenswerkstatt - etwa hier in der <a target="_blank" href="http://www.wissenswerkstatt.net/werkstattinventar-publikumslieblinge-liebhaberstuecke-und-versteckte-perlen/">Übersicht</a> besonders beliebter Texte. Alternativ lohnt sich auch die Navigation über das <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/lageplan/">Werkstattinventar</a><br /></font></p><p><em><font color="#777777">Alle Artikel der <a target="_blank" href="../">Wissenswerkstatt</a> stehen unter der <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">CreativeCommons-Lizenz</a>, d.h. Verlinken jederzeit erlaubt, Bearbeiten und Zitieren jeweils unter Angabe der
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<div class="nr_clear"></div><hr size=1 width=40%><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_266" class="footnote">Allerdings muß man u.a. berücksichtigen, daß ihr Anteil deutlich höher ist, wenn man etwa die Besetzungen der letzten 10 Jahre heranzieht. Es gibt hier schlicht eine zeitliche Verzögerung, mit der sich eine veränderte Berufungspraxis auswirkt.</li><li id="footnote_1_266" class="footnote">Die schwierige Vereinbarkeit von familialer Lebensplanung mit den wenig flexiblen Anforderungen an eine Hochschulkarriere wäre hier genauso zu nennen wie die Bedeutung von (männerbasierten) Netzwerken oder schlicht die seltener bei Frauen anzutreffende Bereitschaft sich in einer Vollzeitkarriere selbst auszubeuten.</li><li id="footnote_2_266" class="footnote">Hinweis: der statistische Zusammenhang ist nicht ganz so stark, wie es die Formulierung &#8220;deutlich&#8221; vermuten läßt, aber dennoch sichtbar. vgl. Kommentar #1</li><li id="footnote_3_266" class="footnote">Und die Einladung zu Konferenzen wäre eben dann lediglich ein Nebeneffekt der Publikationspraxis und nicht ein Ergebnis der Seilschaften und Männernetzwerke.</li><li id="footnote_4_266" class="footnote"><a href="http://www.scienceblogs.de/weitergen/2008/03/frauen-in-der-wissenschaft.php" target="_blank">Anderer Ansicht</a> ist Tobias in &#8220;WeiterGen&#8221;.</li></ol><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/22/akademische-maennerbuende-warum-die-analyse-der-diskriminierung-von-frauen-in-der-wissenschaft-so-schwierig-ist-kurzknapp-33/">Akademische Männerbünde? » Warum die Analyse der Diskriminierung von Frauen in der Wissenschaft so schwierig ist | kurz&#038;knapp 33</a>]</p> <p><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/?flattrss_redirect&amp;id=266&amp;md5=8e468035bca5f767ebc02b267eb6d5f0" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Mehr technische, mehr wissenschaftliche Demokratie wagen » Technikfolgenabschätzung 2.0? &#124; Werkstattnotiz LXXIX</title>
		<link>http://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/16/mehr-technische-mehr-wissenschaftliche-demokratie-wagen-technikfolgenabschaetzung-20-werkstattnotiz-lxxix/</link>
		<comments>http://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/16/mehr-technische-mehr-wissenschaftliche-demokratie-wagen-technikfolgenabschaetzung-20-werkstattnotiz-lxxix/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 16 Apr 2008 15:20:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc</dc:creator>
				<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Werkstattnotizen]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Nanotechnologie]]></category>
		<category><![CDATA[Risikokommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftskommunikation]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.wissenswerkstatt.net/?p=253</guid>
		<description><![CDATA[<p>Es gibt und gab keine technologische Innovation, keine wissenschaftliche Entdeckung, die nicht bei Zeitgenossen auf Vorbehalte oder auch offene Ablehnung gestoßen wäre. Das ist heute, wenn die Kontroversen um Gentechnologie oder Stammzellforschung hochkochen, nicht anders als zu den Zeiten, in denen die Dampflok das Pferdefuhrwerk ablöste. Was sich allerdings über die Generationen geändert hat: jede [...]</p><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/16/mehr-technische-mehr-wissenschaftliche-demokratie-wagen-technikfolgenabschaetzung-20-werkstattnotiz-lxxix/">Mehr technische, mehr wissenschaftliche Demokratie wagen » Technikfolgenabschätzung 2.0? | Werkstattnotiz LXXIX</a>]</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="size-medium wp-image-254 alignright" style="float: right;" title="Ein C60-Fullerene-Molekül. Es besteht aus 60 Kohlenstoffatomen. Quelle: Jeffrey Neaton, LBNL" src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/uploads/2008/04/c-60-fullerene-molekal.jpg" alt="C60-Fullerene" width="210" height="193" /><strong>Es gibt und gab keine technologische Innovation, keine wissenschaftliche Entdeckung, die nicht bei Zeitgenossen auf Vorbehalte oder auch offene Ablehnung gestoßen wäre. Das ist heute, wenn die Kontroversen um Gentechnologie oder Stammzellforschung hochkochen, nicht anders als zu den Zeiten, in denen die Dampflok das Pferdefuhrwerk ablöste.</strong></p>
<p>Was sich allerdings über die Generationen geändert hat: jede neue Technologie, die sich am Horizont abzeichnet, braucht lebensnotwendigerweise gesellschaftliche Akzeptanz.</p>
<p>Dies cum grano salis aus zwei Gründen: erstens sind wir uns wohl einig darüber, daß der Einsatz einer Technik nur dann opportun ist, wenn ein Großteil der Bürger damit einverstanden ist. Das wäre also die Legitimitätsfrage und hat demokratietheoretische Hintergründe. Zweitens existieren Technologien nur insoweit, als daß man darauf rechnen kann, Käufer zu finden. Hier kommt also die marktwirtschaftliche Komponente ins Spiel.</p>
<h4 class="pullquote_left">Fortschritt und gesellschaftliche Akzeptanz kann man nicht verordnen. Der gesellschaftliche Umgang mit Technologien organisiert sich eigensinniger, als Technokraten denken.</h4>
<p>Was ich mit diesen kurzen Andeutungen zum Ausdruck bringen will: jede Technik muß (wenigstens in Grundzügen) von der Bevölkerung getragen sein. Man kann Fortschritt nicht verordnen. Man kann aber auch Akzeptanz nicht befehlen.</p>
<p>Wir wissen jedoch aus der Technikfolgenabschätzung und den Erfahrungen aus vergangenen Technikkontroversen, daß eine frühzeitige Dialogorientierung, also die Partizipation von zivilgesellschaftlichen Akteuren im Prozeß der Technikentwicklung, von kaum überschätzbarem Vorteil ist.</p>
<p>Die Lehre in Kurzform: wer sich abschottet und glaubt &#8220;sein Ding&#8221; durchziehen zu können (und am Ende werde man schon Käufer und Akzeptanz finden), der täuscht sich.</p>
<p><strong>Zukunft gestalten: Risikodialoge, Konsenskonferenzen und die Partizipation der Bürger</strong></p>
<p>Insofern ist es begrüßenswert, daß seit einigen Jahren auch vom BMBF begleitende Risiko-Dialogbemühungen unternommen werden. Niels Boeing <a href="http://www.heise.de/tr/Nano-Tacheles--/blog/artikel/106475" target="_blank">berichtet</a> im &#8220;Technology Review&#8221;-Blog von einem ersten sog. &#8220;Bürgerdialog&#8221; in Hamburg zur Nanotechnologie.</p>
<blockquote><p>&#8220;Grundsätzlich sind diese Veranstaltungen, die sich möglichen Risiken der Nanotechnik widmen, notwendig und sehr begrüßenswert. Denn sie kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die nanotechnische Entwicklung durchaus noch gestaltbar ist.&#8221;</p></blockquote>
<p>Ein Bürgerdialog, das als kleine Erklärung, ist eine Konferenzform, in der Experten und Laien, Hersteller und Konsumenten, sowie Akteure aus den verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen teilnehmen, diskutieren, ihre Argumente vorbringen und sich über den Stand der (wissenschaftlichen) Diskussion austauschen. Eines der Hauptanliegen solcher Konzepte ist einerseits die Vermittlung von risikorelevantem Wissen<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/16/mehr-technische-mehr-wissenschaftliche-demokratie-wagen-technikfolgenabschaetzung-20-werkstattnotiz-lxxix/#footnote_0_253" id="identifier_0_253" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Also durch sachliche, fundierte Infos &uuml;ber die jeweiligen Risikoeinsch&auml;tzungen der Experten. Wozu auch geh&ouml;rt, da&szlig; transparent wird, da&szlig; hier teilweise widerspr&uuml;chliche Meinungen vorliegen!">1</a></sup>, andererseits geht es um die Sensibilisierung für Akzeptanzprobleme, Wünsche und Ängste.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/16/mehr-technische-mehr-wissenschaftliche-demokratie-wagen-technikfolgenabschaetzung-20-werkstattnotiz-lxxix/#footnote_1_253" id="identifier_1_253" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Hier k&ouml;nnen die Fachleute enorm profitieren, denn sie erkennen im Idealfall, weshalb ihre Forschungen (noch?) skeptisch beurteilt werden&amp;#8230;">2</a></sup></p>
<p>Es geht also immer auch darum, die eigenen Standpunkte zu präzisieren und von anderen sog. &#8220;Stakeholdern&#8221; zu lernen und deren Sichtweise wenigstens annähernd zu verstehen.</p>
<p>Niels berichtet über einige Problempunkte, die sich in seinen Augen am vergangenen Wochenende aufgetan haben. Er schreibt:</p>
<blockquote><p>&#8220;Da ist zum einen eine Unschärfe der Begriffe. Sie fängt bei dem unglücklichen Konzept von „der“ Nanotechnologie an. Obwohl seit längerem von Technikfolgenabschätzern und -philosophen <a href="http://www.zeit.de/2007/47/P-Nordmann-Interview?page=all" target="_blank">angemahnt</a> wird, dass man sinnvollerweise nur von „Nanotechnologien“ in der Mehrzahl sprechen kann (ich selbst bevorzuge den <a href="http://www.heise.de/tr/artikel/72931">Sammelbegriff Nanotechnik</a>), wird das Gebiet nach wie vor als eine einheitliche Technologie verkauft. Dabei ist ziemlich offensichtlich, dass etwa Rastersondenmikroskope, nanoskalige Medikamentfähren oder kratzfeste Beschichtungen mit eingebetteten Nanopartikeln jeweils sehr verschiedene Technologien sind. Es wäre längst überfällig, diese Unterscheidung auch in der öffentlichen Darstellung zu etablieren.&#8221;</p></blockquote>
<p>Hier ist ihm unbedingt zuzustimmen. Es gibt dringend Differenzierungsbedarf, wobei es natürlich immer schwierig ist, das zu kommunizoeren.  Grundsätzlich ist Niels Boeing aber ein Sympathisant solcher Dialogformen.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/16/mehr-technische-mehr-wissenschaftliche-demokratie-wagen-technikfolgenabschaetzung-20-werkstattnotiz-lxxix/#footnote_2_253" id="identifier_2_253" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die im &uuml;brigen auf skandinavischen Modellen, den sog. Konsenskonferenzen, basieren.">3</a></sup> Und hier stimme ich natürlich zu 100% mit ihm überein. Und den Kritikern kann ich mit ihm im Chor nur zurufen:</p>
<blockquote><p>&#8220;Von einigen Nanotech-Kritikern werden die Foren und Dialoge als „Akzeptanzbeschaffungsmaßnahmen“ und „Feigenblattveranstaltungen“ abgetan. Diese Sichtweise halte ich allerdings für wenig hilfreich. Die Frage kann nicht „ob“, sondern nur „wie“ lauten.&#8221;</p></blockquote>
<p>Es gibt natürlich Vertreter von NGOs oder auch von Industrieseite, die sich weigern, sich auch nur an den Tisch mit Akteuren der Gegenseite zu setzen. Solche verbohrt-verbitterten Betonköpfe gibt es leider überall.</p>
<h5 class="pullquote">Wer sich auf einen Dialog einläßt, der muß lernbereit und lernfähig sein. Und sich zumindest in die &#8220;gegnerische&#8221; Position hineinversetzen können.</h5>
<p>Ein Dialog (von dem wirklich alle Seiten profitieren können), funktioniert aber nur ohne Scheuklappen. Wer das Visier herunterklappt und glaubt, er könne oder müsse weltanschauliche Grabenkämpfe ausfechten, hat nicht verstanden, worum es innerhalb eines solchen Dialogs geht und welche Chancen darin verborgen liegen.</p>
<p>Für hochinteressant halte ich die abschließende Bemerkung von Niels:</p>
<blockquote><p>&#8220;Wenn wir wirklich aus den Debatten über Atomkraft oder Gentechnik lernen wollen, sollten wir weiterdenken &#8211; &#8220;technische Demokratie&#8221; wagen. Es wäre an der Zeit, eine Technikfolgenabschätzung mit Web-2.0-Werkzeugen im großen Stil aufzuziehen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Ja, genau, möche ich ihm zurufen! Wir brauchen das dringend. Es entspricht &#8211; das als Randbemerkung &#8211; vollständig meiner Idee einer &#8220;wissenschaftsmündigen Gesellschaft&#8221;, die ich ja beispielsweise <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/14/demokratisierung-der-wissenschaftskommunikation-durch-wissenschaftliche-blogs-wege-in-eine-wissenschaftsmuendige-gesellschaft/" target="_blank">hier </a>entfaltet habe. Es geht um Dialog, um Teilhabe, um Mitsprache. Und welches Medium wäre dafür besser geeignet, als das &#8220;Mit-Mach-Netz&#8221;? Schließlich geht es doch um eine Demokratisierung von Wissenschaftskommunikation.</p>
<p>Insofern schließe ich diese Überlegungen frei nach Willy Brandt:</p>
<p><strong>Wir müssen mehr technische, mehr wissenschaftliche Demokratie wagen!</strong></p>
<div class="links"><em><strong>Link:</strong></em></p>
<ul>
<li>Boeing, Niels: <a href="http://www.heise.de/tr/Nano-Tacheles--/blog/artikel/106475" target="_blank">Nano-Tacheles</a>, TR-Blog, 15.4.2008</li>
</ul>
<p><em>Artikel der Wissenswerkstatt zu dieser Thematik:</em></p>
<ul>
<li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/26/risiko-nanofood-die-nanotechnologie-hat-die-lebensmittelbranche-erreicht-werkstattnotiz-lxxiii/" target="_blank">Risiko Nanofood? » Die Nanotechnologie hat die Lebensmittelbranche erreicht</a>, 26. März 2008</li>
<li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/14/demokratisierung-der-wissenschaftskommunikation-durch-wissenschaftliche-blogs-wege-in-eine-wissenschaftsmuendige-gesellschaft/" target="_blank">Demokratisierung der Wissenschaftskommunikation durch wissenschaftliche Blogs » Wege in eine „wissenschaftsmündige“ Gesellschaft</a>, 14. März 2008</li>
</ul>
<p><em><strong>Literaturempfehlungen:</strong></em></p>
<ul>
<li>Paschen, Herbert &amp; Coenen, Christopher (2008): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3540210687?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3540210687">Nanotechnologie in Forschung, Entwicklung, Anwendung. Stand und Perspektiven</a>. Springer, Berlin.</li>
<li>Shelley, Toby (2007): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3866017200?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3866017200">Nanotechnologie. Neue Möglichkeiten &#8211; Neue Gefahren</a>. Parthas-Verlag.</li>
<li>Gazsó, André / Greßler, Sabine / Schiemer, Fritz (2007): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3211486445?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3211486445">nano. Chancen und Risiken aktueller Technologien</a>. Springer, Wien.</li>
</ul>
</div>
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<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Risiko">Risiko</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Nanotechnologie">Nanotechnologie</a><br />
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<hr width="100%" size="1" /><hr /><h4>&Auml;hnliche Beitr&auml;ge</h4><ul><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/05/02/was-ueber-wissenschaftsblogs-zu-sagen-ist/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Was über Wissenschaftsblogs zu sagen ist">Was über Wissenschaftsblogs zu sagen ist</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/12/03/im-angebot-der-schreibbar-tipps-tricks-fuer-die-wissenschaftliche-abschlussarbeit-werkstattnotiz-130/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Im Angebot der Schreibbar: Tipps &#038; Tricks für die wissenschaftliche Abschlußarbeit | Werkstattnotiz 130">Im Angebot der Schreibbar: Tipps &#038; Tricks für die wissenschaftliche Abschlußarbeit | Werkstattnotiz 130</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2009/03/30/mehr-wissenschaft-wagen-mehr-wissenschaftsblogging-im-echolot-und-bei-3vor10/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Mehr Wissenschaft wagen! Mehr Wissenschaftsblogging im &#8220;Echolot&#8221; und bei &#8220;3vor10&#8243;">Mehr Wissenschaft wagen! Mehr Wissenschaftsblogging im &#8220;Echolot&#8221; und bei &#8220;3vor10&#8243;</a></li></ul><hr width="100%" size="1" /><p><font color="#777777">Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stöbern Sie doch weiter in anderen Veröffentlichungen der Wissenswerkstatt - etwa hier in der <a target="_blank" href="http://www.wissenswerkstatt.net/werkstattinventar-publikumslieblinge-liebhaberstuecke-und-versteckte-perlen/">Übersicht</a> besonders beliebter Texte. Alternativ lohnt sich auch die Navigation über das <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/lageplan/">Werkstattinventar</a><br /></font></p><p><em><font color="#777777">Alle Artikel der <a target="_blank" href="../">Wissenswerkstatt</a> stehen unter der <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">CreativeCommons-Lizenz</a>, d.h. Verlinken jederzeit erlaubt, Bearbeiten und Zitieren jeweils unter Angabe der
Quelle, beides allerdings nur zu nichtkommerziellen Zwecken.</em></p><hr /><small>Copyright &copy; 2011<br />Sie lesen einen Feed der Website "Wissenswerkstatt.net".<br />Eine Verwendung dieses Feeds auf anderen Webseiten verst&ouml;&szlig;t gegen das Urheberrecht. Wenn Sie diesen Inhalt nicht in Ihrem News-Reader lesen, so macht sich die Seite, die Sie betrachten, der Urheberrechtsverletzung schuldig. <br /> </font>Digitaler Fingerprint: 18754798dca730b745ad417e2b5ebb91</small>
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<div class="nr_clear"></div><hr size=1 width=40%><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_253" class="footnote">Also durch sachliche, fundierte Infos über die jeweiligen Risikoeinschätzungen der Experten. Wozu auch gehört, daß transparent wird, daß hier teilweise widersprüchliche Meinungen vorliegen!</li><li id="footnote_1_253" class="footnote">Hier können die Fachleute enorm profitieren, denn sie erkennen im Idealfall, weshalb ihre Forschungen (noch?) skeptisch beurteilt werden&#8230;</li><li id="footnote_2_253" class="footnote">Die im übrigen auf skandinavischen Modellen, den sog. Konsenskonferenzen, basieren.</li></ol><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/16/mehr-technische-mehr-wissenschaftliche-demokratie-wagen-technikfolgenabschaetzung-20-werkstattnotiz-lxxix/">Mehr technische, mehr wissenschaftliche Demokratie wagen » Technikfolgenabschätzung 2.0? | Werkstattnotiz LXXIX</a>]</p> <p><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/?flattrss_redirect&amp;id=253&amp;md5=37178687704fa140b2ddc9a0a7e4ab77" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Das Web 2.0 als Gegenstand soziologischer und sozialethischer Forschungen &#124; Werkstatt-Ticker 03</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Mar 2008 07:00:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc</dc:creator>
				<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Werkstatt-Ticker]]></category>
		<category><![CDATA[Social Web]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie & Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>»Eine kurze, spannende Skizze, weshalb das Web2.0 ein legitimer Gegenstand sozialethischer Forschungen ist, hat Alexander Filipovic veröffentlicht. Klar ist, daß das &#34;Social Web&#34; und die unter diesem Schlagwort subsummierten Tools und Praktiken der online-basierten Kommunikation ein soziales Phänomen darstellen. Und die alltäglich ablaufenden Kommunikationsakte lassen sich natürlich als Handlungen identifizieren, die wiederum schreibenden, verlinkenden, kommentierenden [...]</p><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/27/das-web-20-als-gegenstand-soziologischer-und-sozialethischer-forschungen-werkstatt-ticker-03/">Das Web 2.0 als Gegenstand soziologischer und sozialethischer Forschungen | Werkstatt-Ticker 03</a>]</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><font color="#696969"><strong><font size="7"><img width="180" height="121" align="right" style="border: 1px solid rgb(105, 105, 105); margin: 7px; padding: 1px;" alt="Ticker_02a.jpg" src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2008/03/Ticker_02a.jpg" />»</font></strong></font>Eine kurze, spannende Skizze, weshalb das Web2.0 ein legitimer Gegenstand sozialethischer Forschungen ist, hat Alexander Filipovic <a target="_blank" href="http://geloggd.alexander-filipovic.de/2008/03/26/web-20-sozialethische-perspektive/">veröffentlicht</a>.</p>
<p>Klar ist, daß das &quot;Social Web&quot; und die unter diesem Schlagwort subsummierten Tools und Praktiken der online-basierten Kommunikation ein soziales Phänomen darstellen. Und die alltäglich ablaufenden Kommunikationsakte lassen sich natürlich als Handlungen identifizieren, die wiederum schreibenden, verlinkenden, kommentierenden und bloggenden Akteuren zuzurechnen sind. </p>
<p>Und die verschiedenen Kommunikationsmuster und -praktiken<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/27/das-web-20-als-gegenstand-soziologischer-und-sozialethischer-forschungen-werkstatt-ticker-03/#footnote_0_218" id="identifier_0_218" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die sich eben zu Strukturen, Regelm&auml;&szlig;igkeiten, Routinen verdichten.">1</a></sup> im Kontext von Sozialen Netzwerken sind (v.a. wenn es um die Aspekte des Identitäts- und Beziehungsmanagements geht) der Gegenstand von Alexanders Forschungen<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/27/das-web-20-als-gegenstand-soziologischer-und-sozialethischer-forschungen-werkstatt-ticker-03/#footnote_1_218" id="identifier_1_218" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die im &uuml;brigen unter dem Dach des Forschungsprojekts &ldquo;Social Software and Social Ethics&ldquo; am Lehrstuhl Christliche Soziallehre und Allgemeine Religionssoziologie an der Uni Bamberg stattfinden.">2</a></sup> &#8211; so würde ich es in eigenen Worten zusammenfassen. </p>
<p>Deutlich differerenzierter und informierter ist der Originaltext, der unbedingt lesenswert ist &#8211; etwa hier:</p>
<blockquote><p>&quot;In Zeiten, in denen sich das Verhältnis von Lokalität und Globalität, Privatheit und Öffentlichkeit, Intimität und Distanz, Sicherheit und Unsicherheit und Vertrautheit und Vertrauen neu sortiert bzw. die integrative Bewältigung dieser Aspekte [...] eine „Aufgabe“ darstellt, deren Bearbeitung in neuen Sozialformen stattfindet, wird eine Sozialethik öffentlicher Kommunikation, die die kommunikativen Formen im Web 2.0 berücksichtigt und eigens untersucht, in neuer Weise relevant.&quot;</p></blockquote>
<p>Und in den Kommentaren ist bereits eine erste Diskussion mit Blogforscher Jan Schmidt zu lesen, auf dessen &quot;funktionale Trias der Social-Web-Nutzung&quot;<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/27/das-web-20-als-gegenstand-soziologischer-und-sozialethischer-forschungen-werkstatt-ticker-03/#footnote_2_218" id="identifier_2_218" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die sich eben zwischen den Aspekten &amp;quot;Informations-, Identit&auml;ts- und Beziehungsmanagement&amp;quot; aufspannt.">3</a></sup> auch Bezug genommen wird.</p>
<p> Spannend! Wissenschaftsblogging at it&#8217;s best!&nbsp;</p>
<p>Link:</p>
<ul>
<li>Filipovic, Alexander (2008): <a target="_blank" href="http://geloggd.alexander-filipovic.de/2008/03/26/web-20-sozialethische-perspektive/">Das “Web 2.0″ in sozialethischer Perspektive</a>. In: geloggd [Weblog], 26 Mrz. 2008. </li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p></p>
<hr width="100%" size="1" /><hr /><h4>&Auml;hnliche Beitr&auml;ge</h4><ul><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/09/30/reiseplanung-barcamp-wien-blogtipp-dr-emmas-chemielabor-werkstatt-ticker-55/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Reiseplanung: Barcamp Wien ::: Blogtipp: Dr. Emmas Chemielabor | Werkstatt-Ticker 55">Reiseplanung: Barcamp Wien ::: Blogtipp: Dr. Emmas Chemielabor | Werkstatt-Ticker 55</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/26/journalismus-oder-pseudo-wissenschafts-pr-forschungsprojekt-interactive-science-neues-interview-im-wissenschafts-cafe-werkstatt-ticker-29/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Journalismus oder Pseudo-Wissenschafts-PR? ::: Forschungsprojekt &#8220;Interactive Science&#8221; ::: Neues Interview im Wissenschafts-Café | Werkstatt-Ticker 29">Journalismus oder Pseudo-Wissenschafts-PR? ::: Forschungsprojekt &#8220;Interactive Science&#8221; ::: Neues Interview im Wissenschafts-Café | Werkstatt-Ticker 29</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/21/e-publikation-zum-social-web-die-illusion-strategischer-forschung-werkstatt-ticker-25/" rel="bookmark" title="Permanent Link: E-Publikation zum Social Web ::: Die Illusion strategischer Forschung | Werkstatt-Ticker 25">E-Publikation zum Social Web ::: Die Illusion strategischer Forschung | Werkstatt-Ticker 25</a></li></ul><hr width="100%" size="1" /><p><font color="#777777">Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stöbern Sie doch weiter in anderen Veröffentlichungen der Wissenswerkstatt - etwa hier in der <a target="_blank" href="http://www.wissenswerkstatt.net/werkstattinventar-publikumslieblinge-liebhaberstuecke-und-versteckte-perlen/">Übersicht</a> besonders beliebter Texte. Alternativ lohnt sich auch die Navigation über das <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/lageplan/">Werkstattinventar</a><br /></font></p><p><em><font color="#777777">Alle Artikel der <a target="_blank" href="../">Wissenswerkstatt</a> stehen unter der <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">CreativeCommons-Lizenz</a>, d.h. Verlinken jederzeit erlaubt, Bearbeiten und Zitieren jeweils unter Angabe der
Quelle, beides allerdings nur zu nichtkommerziellen Zwecken.</em></p><hr /><small>Copyright &copy; 2011<br />Sie lesen einen Feed der Website "Wissenswerkstatt.net".<br />Eine Verwendung dieses Feeds auf anderen Webseiten verst&ouml;&szlig;t gegen das Urheberrecht. Wenn Sie diesen Inhalt nicht in Ihrem News-Reader lesen, so macht sich die Seite, die Sie betrachten, der Urheberrechtsverletzung schuldig. <br /> </font>Digitaler Fingerprint: 18754798dca730b745ad417e2b5ebb91</small>
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<div class="nr_clear"></div><hr size=1 width=40%><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_218" class="footnote">Die sich eben zu Strukturen, Regelmäßigkeiten, Routinen verdichten.</li><li id="footnote_1_218" class="footnote">Die im übrigen unter dem Dach des Forschungsprojekts “Social Software and Social Ethics“ am Lehrstuhl Christliche Soziallehre und Allgemeine Religionssoziologie an der Uni Bamberg stattfinden.</li><li id="footnote_2_218" class="footnote">Die sich eben zwischen den Aspekten &quot;Informations-, Identitäts- und Beziehungsmanagement&quot; aufspannt.</li></ol><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/27/das-web-20-als-gegenstand-soziologischer-und-sozialethischer-forschungen-werkstatt-ticker-03/">Das Web 2.0 als Gegenstand soziologischer und sozialethischer Forschungen | Werkstatt-Ticker 03</a>]</p> <p><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/?flattrss_redirect&amp;id=218&amp;md5=a073b1f4cb23acb9a3bea3e8168622e0" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Lob der symmetrischen Web2.0-Kommunikation » Anmerkungen von Jürgen Habermas zu fragmentierten Netzöffentlichkeiten  &#124; Werkstatt-Ticker 01</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Mar 2008 08:09:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc</dc:creator>
				<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Werkstatt-Ticker]]></category>
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		<category><![CDATA[Philosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie & Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>»Wir leben in einer Informationsgesellschaft!« &#8211; Dieser Feststellung würden wohl die allermeisten zustimmen. Egal ob man das Radio oder ein Fernsehgerät einschaltet oder ob man die Schlagzeilen der Tageszeitungen oder Onlineportale liest: die Flut neuer Nachrichten, Meldungen, Studien und Reportagen ist überwältigend. Man könnte also die einleitende Behauptung auch folgendermaßen variieren: »Wir leben in einer [...]</p><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/25/lob-der-symmetrischen-web20-kommunikation-anmerkungen-von-juergen-habermas-zu-fragmentierten-netzoeffentlichkeiten-werkstatt-ticker-01/">Lob der symmetrischen Web2.0-Kommunikation » Anmerkungen von Jürgen Habermas zu fragmentierten Netzöffentlichkeiten  | Werkstatt-Ticker 01</a>]</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>»Wir leben in einer Informationsgesellschaft!« &#8211; Dieser Feststellung würden wohl die allermeisten zustimmen. Egal ob man das Radio oder ein Fernsehgerät einschaltet oder ob man die Schlagzeilen der Tageszeitungen oder Onlineportale liest: die Flut neuer Nachrichten, Meldungen, Studien und Reportagen ist überwältigend. Man könnte also die einleitende Behauptung auch folgendermaßen variieren: »Wir leben in einer Informationsüberflußgesellschaft«.</strong><sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/25/lob-der-symmetrischen-web20-kommunikation-anmerkungen-von-juergen-habermas-zu-fragmentierten-netzoeffentlichkeiten-werkstatt-ticker-01/#footnote_0_215" id="identifier_0_215" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wobei man diese These wiederum modifizieren und feststellen k&ouml;nnte: &raquo;Wir leben in einer &Uuml;berflu&szlig;gesellschaft&laquo;, was ebenso zutreffend w&auml;re und &uuml;brigens auch schon vor Jahren von der Popband Tocotronic besungen wurde &amp;#8211; &amp;quot;Alles mu&szlig; im &Uuml;berflu&szlig; vorhanden sein. Dann sind wir nie allein.&amp;quot; hei&szlig;t es im Lied &amp;quot;Hi Freaks&amp;quot;.">1</a></sup> </p>
<h4 class="pullquote"> All die interessanten Links, Artikel und Studien, die bislang nicht ausführlich erwähnt werden konnten, sind in Zukunft im <strong>»</strong>Werkstatt-Ticker« zu finden <br /></h4>
<p>Was diese Bemerkungen mit der Wissenswerkstatt zu tun haben? Ganz einfach: täglich laufen hier so viele spannende Meldungen, Infos und Berichte ein, die leider aus Zeitgründen nicht in einem eigenen Artikel kommentiert und gewürdigt werden können. </p>
<p>Fast täglich bedauere ich, daß so viele bemerkenswerte Neuigkeiten keine Erwähnung finden können. Das soll sich in Zukunft ändern. </p>
<p><strong>Werkstatt-Ticker: Persönlicher Notizzettel und Fundgrube</strong></p>
<p>Unter der Kategorie »Werkstatt-Ticker« werden ab sofort all diese Artikel, Studien und Verweise zu finden sein. Auf der einen Seite soll diese neue Rubrik auch als persönlicher Notizzettel dienen, auf der anderen Seite könnte ich mir vorstellen, daß manche Fundstücke auch für andere interessant sein können. Es werden aber &#8211; das als Vorwarnung<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/25/lob-der-symmetrischen-web20-kommunikation-anmerkungen-von-juergen-habermas-zu-fragmentierten-netzoeffentlichkeiten-werkstatt-ticker-01/#footnote_1_215" id="identifier_1_215" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Und ich hoffe, die Freunde der ausf&uuml;hrlich-epischen Werkstattartikel halten mir dennoch die Treue. Wer der Kurzform nichts abgewinnen kann, kann ja weiterklicken&amp;#8230;">2</a></sup> &#8211; nicht mehr als kurze Informationshäppchen sein.&nbsp; Die längeren Blogartikel findet man aber garantiert weiterhin. Die kurzen Notizen im »Werkstatt-Ticker« sind also nur eine Ergänzung, kein Ersatz für die gewohnten Texte. </p>
<p>So, damit aber genug der Vorrede. Es geht los: kurz, knapp, aber bemerkenswert:</p>
<p><font size="7"><strong><font color="#696969"><img width="180" height="121" align="right" style="border: 1px solid rgb(105, 105, 105); margin: 8px; padding: 1px;" alt="Ticker_02a.jpg" src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2008/03/Ticker_02a.jpg" />»</font></strong></font> Stammleser der Wissenswerkstatt wissen möglicherweise, daß ich <a title="Wikipedia-Artikel" target="_blank" href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=J%C3%BCrgen_Habermas&amp;oldid=43603332">Jürgen Habermas</a> sehr schätze. Eines der zentralen Werke des Sozialphilosophen ist seine Habilitationsschrift &quot;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3518284916?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3518284916">Strukturwandel der Öffentlichkeit</a>&quot; von 1962. Dort skizziert er u.a. wie die ehemals für den bürgerlichen Staat konstitutive Sphäre der diskursiven, räsonnierenden Öffentlichkeit unter dem Einfluß der kommerzialisierten Massenmedien zunehmend fragmentiert wird.</p>
<p>Wie ich bei Peter Haber vom weblog.hist.net lese, hat Jürgen Habermas sich nun mit den Veränderungen durch das Internet beschäftigt. Habermas scheint gerade für die Spielarten des Web 2.0 Sympathien zu haben &#8211; er stellt fest, daß </p>
<blockquote><p>&quot;mit der Internetkommunikation die Schwächen des anonymen und asymmetrischen Charakters der Massenkommunikation [ausgeglichen werden], indem es den Wiedereinzug interaktiver und deliberativer Elemente in einen unreglementierten Austausch zwischen Partnern zulässt, die virtuell, aber auf gleicher Augenhöhe miteinander kommunizieren.&quot;</p></blockquote>
<p>Und wenn ich in den kurzen Zitaten weiterlese, die <em>&quot;historisch versunkene Gestalt eines egalitären Publikums von schreibenden und lesenden Konversationsteilnehmern und Briefpartnern&quot;</em> werde wiederbelebt, kann ich ihm nur zustimmen. </p>
<p>Link: </p>
<ul>
<li>Haber, Peter: <a target="_blank" href="http://weblog.histnet.ch/archives/892">Habermas 2.0 &#8211; Strukturwandel der Öffentlichkeit reloaded</a>, weblog.hist.net, 22.3.2008</li>
<li>Habermas, Jürgen (2008): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3518125516?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3518125516">Ach, Europa. Kleine politische Schriften 11</a>, Suhrkamp, Frankfurt a.M.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p></p>
<hr width="100%" size="1" /><hr /><h4>&Auml;hnliche Beitr&auml;ge</h4><ul><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/03/28/juergen-habermas-denker-der-unuebersichtlichkeit/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Jürgen Habermas » Denker der Unübersichtlichkeit">Jürgen Habermas » Denker der Unübersichtlichkeit</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/02/blog-teleskop-kommunikation-mit-zettelkaesten-werkstatt-ticker-30/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Blog-Teleskop ::: Kommunikation mit Zettelkästen | Werkstatt-Ticker 30">Blog-Teleskop ::: Kommunikation mit Zettelkästen | Werkstatt-Ticker 30</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/21/e-publikation-zum-social-web-die-illusion-strategischer-forschung-werkstatt-ticker-25/" rel="bookmark" title="Permanent Link: E-Publikation zum Social Web ::: Die Illusion strategischer Forschung | Werkstatt-Ticker 25">E-Publikation zum Social Web ::: Die Illusion strategischer Forschung | Werkstatt-Ticker 25</a></li></ul><hr width="100%" size="1" /><p><font color="#777777">Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stöbern Sie doch weiter in anderen Veröffentlichungen der Wissenswerkstatt - etwa hier in der <a target="_blank" href="http://www.wissenswerkstatt.net/werkstattinventar-publikumslieblinge-liebhaberstuecke-und-versteckte-perlen/">Übersicht</a> besonders beliebter Texte. Alternativ lohnt sich auch die Navigation über das <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/lageplan/">Werkstattinventar</a><br /></font></p><p><em><font color="#777777">Alle Artikel der <a target="_blank" href="../">Wissenswerkstatt</a> stehen unter der <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">CreativeCommons-Lizenz</a>, d.h. Verlinken jederzeit erlaubt, Bearbeiten und Zitieren jeweils unter Angabe der
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<div class="nr_clear"></div><hr size=1 width=40%><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_215" class="footnote">Wobei man diese These wiederum modifizieren und feststellen könnte: »Wir leben in einer Überflußgesellschaft«, was ebenso zutreffend wäre und übrigens auch schon vor Jahren von der Popband Tocotronic besungen wurde &#8211; &quot;Alles muß im Überfluß vorhanden sein. Dann sind wir nie allein.&quot; heißt es im Lied &quot;Hi Freaks&quot;.</li><li id="footnote_1_215" class="footnote">Und ich hoffe, die Freunde der ausführlich-epischen Werkstattartikel halten mir dennoch die Treue. Wer der Kurzform nichts abgewinnen kann, kann ja weiterklicken&#8230;</li></ol><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/25/lob-der-symmetrischen-web20-kommunikation-anmerkungen-von-juergen-habermas-zu-fragmentierten-netzoeffentlichkeiten-werkstatt-ticker-01/">Lob der symmetrischen Web2.0-Kommunikation » Anmerkungen von Jürgen Habermas zu fragmentierten Netzöffentlichkeiten  | Werkstatt-Ticker 01</a>]</p> <p><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/?flattrss_redirect&amp;id=215&amp;md5=be01022e235aa3c9c6653c5ccdfdc868" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Demokratisierung der Wissenschaftskommunikation durch wissenschaftliche Blogs » Wege in eine „wissenschaftsmündige“ Gesellschaft</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Mar 2008 07:17:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftsblogs]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Daß Wissenschaft kommuniziert, daß über Wissenschaft kommuniziert wird, ist offensichtlich. Aber wird sie auch verstanden? Es spricht viel dafür, daß Blogs eine Möglichkeit darstellen, die (Verständnis-)Barrieren zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit zu durchbrechen. Und es zeigt sich, daß Wissenschaftskommunikation viel zu lange als Einbahnstraße gedacht wurde. Wissenschaftliche Blogs bieten nun die Möglichkeit die alten Zöpfe und [...]</p><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/14/demokratisierung-der-wissenschaftskommunikation-durch-wissenschaftliche-blogs-wege-in-eine-wissenschaftsmuendige-gesellschaft/">Demokratisierung der Wissenschaftskommunikation durch wissenschaftliche Blogs » Wege in eine „wissenschaftsmündige“ Gesellschaft</a>]</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Daß Wissenschaft kommuniziert, daß <em>über</em> Wissenschaft kommuniziert wird, ist offensichtlich. Aber wird sie auch verstanden? Es spricht viel dafür, daß Blogs eine Möglichkeit darstellen, die (Verständnis-)Barrieren zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit zu durchbrechen. Und es zeigt sich, daß Wissenschaftskommunikation viel zu lange als Einbahnstraße gedacht wurde. </strong></p>
<p>Wissenschaftliche Blogs bieten nun die Möglichkeit die alten Zöpfe und Routinen der traditionellen Wissenschaftsvermittlung abzuschneiden. Seit den 60er Jahren mühte man sich, den Bürgern die spannenden Themen von Wissenschaft und Technik nahezubringen. Dies freilich nicht ohne Hintergedanken – denn ein Hauptmotiv für die Anstregungen in Sachen Wissenschaftskommunikation war und ist die Herstellung von gesellschaftlicher Akzeptanz.</p>
<h4 class="pullquote_left">Wissenschaftskommunikation wurde lange Zeit als &#8220;Volksbelehrungsinstrument&#8221; gedacht. Mit dem Web 2.0 hat der einseitige Monolog ausgedient. Wissenschaftliche Blogs haben den Mut einen echten Dialog zu führen und funktionieren bi-direktional.</h4>
<p>Wirtschafts- und bildungspolitische Interessen sind hier untrennbar verknüpft: die Feststellung, daß  potentielle Verbraucher und Konsumenten gerade den innovativen Produkten skeptisch gegenüberstehen, ist natürlich frustrierend, wenn man viel Geld und Entwicklungsarbeit in das jeweilige Produkt investiert hat.</p>
<p>Und so setzte man die Hoffnungen u.a. darauf, daß eine effiziente Wissenschaftskommunikation erstens den Kenntnisstand innerhalb der Bevölkerung erhöht und zweitens die (irrationalen?) Berührungsängste schrittweise abgebaut werden.</p>
<p>Kein Wunder, daß Wissenschaftskommunikation über weite Strecken als &#8220;Volksbelehrungsinstrument&#8221; konzeptionalisiert wurde. Die klassischen Massenmedien ließen sich dafür ja auch leidlich nutzen: auf der einen Seite stehen professionelle Wissenschaftskommunikatoren mit journalistischem Know-How, auf der anderen Seite die Laien, die zu belehren sind. Daß diese Struktur durch und durch asymmetrisch ist, daß es sich um einen Wissenschaftsmonolog handelt, war unter den gegebenen Umständen kein Problem. Alternativen standen ja im Grunde auch nicht zur Verfügung – heute tun sie es, in Blogs beispielsweise.</p>
<p><strong>Wissenschaftskommunikation 1.0: Asymmetrischer Monolog </strong></p>
<p>Die konventionellen Medien der Wissenschaftsvermittlung (also das ganze Arsenal von Print, Fernsehen und Rundfunk) funktionieren selbstverständlich auch heute zwangsläufig<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/14/demokratisierung-der-wissenschaftskommunikation-durch-wissenschaftliche-blogs-wege-in-eine-wissenschaftsmuendige-gesellschaft/#footnote_0_208" id="identifier_0_208" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wie sollten Massenmedien auch anders?">1</a></sup> nach der Logik der 1-Weg-Kommunikation. Das Feedback der Leser, Zuhörer oder Zuschauer kann nur sehr indirekt wieder in die Programmgestaltung oder den nächsten Artikel einfließen. Und, liebe journalistischen Profis, seid ehrlich: wieviele Leserbriefe haben Euch tatsächlich zum Nachdenken angeregt und welchen Mehrwert bieten Leser- oder Zuschauerreaktionen wirklich, wenn sie vereinzelt mit einigen Tagen Zeitverzögerung irgendwo in Randbereichen des jeweiligen Mediums nochmal auftauchen?</p>
<h4 class="pullquote">Blog-Kommentare haben mit klassischen Leserbriefen wenig gemein: Kommentare sind essentieller Bestandteil der Web2.0-Kommunikation und bieten einen tatsächlichen Mehrwert &#8211; für Leser und Blogger</h4>
<p>Blogs basieren hier auf einem vollkommen anderen Prinzip. Klar, wir sind im Mitmach-Web und das Web 2.0 könnte man auch als Medium der 2-Wege-Kommunikation bzw. bidirektionalen Kommunikation bezeichnen.</p>
<p>Wer einen Blogpost schreibt, macht einen Anfang – die Leser und Kommentatoren besorgen den Rest. ;-)</p>
<p>Was könnte und sollte sich also durch wissenschaftliche Blogs (so sie denn größere Verbreitung und Akzeptanz finden) im Gegensatz zur etablierten Wissenschaftsvermittlung anderer Medien verändern?</p>
<ul>
<li><strong>Demokratisierung der Wissenschaftskommunikation</strong> | Die Asymmetrie zwischen Experten/professionellen Wissenschaftskommunikatoren und Laien/Publikum wird partiell aufgehoben</li>
<li><strong>Erosion privilegierter Sprecherpositionen</strong> | Gegenargumente können kaum ignoriert werden, auch die Experten/Journalisten müssen sich der unmittelbaren Kritik stellen; Voraussetzung: Kritikfähigkeit und Lernbereitschaft</li>
<li><strong>Interdisziplinärer Austausch</strong> | Dialog und Vernetzung über Fachgrenzen hinweg, Blick über den disziplinären Tellerrand</li>
</ul>
<p>Der letzte Punkt, also der Dialog zwischen Wissenschaftlern, spielt natürlich hauptsächlich für den akademisch-wissenschaftlichen &#8220;Binnendiskurs&#8221; eine Rolle. Hier können Blogs die Augen dafür öffnen, daß Kollegen anderer Disziplinen möglicherweise mit denselben Problemen kämpfen oder es können fruchtbare Diskussionen im Hinblick methodische Fragen entstehen.</p>
<h4 class="pullquote">In und durch wissenschaftliche Blogs kann man lernen &#8211; manchmal auch die Blogger selbst&#8230;</h4>
<p>Und wenn – wie neulich geschehen – bspw. eine reinrassige Naturwissenschaftlerin wie die Astronomin Ludmila Carone durch Kommentare <a href="http://www.scienceblogs.de/planeten/2008/02/ist-wissenschaft-ein-glaubenssystem.php" target="_blank">auf einen ihrer Blogartikel</a> dazu angeregt wird, ein wissenschaftssoziologisches Fachbuch zu lesen,<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/14/demokratisierung-der-wissenschaftskommunikation-durch-wissenschaftliche-blogs-wege-in-eine-wissenschaftsmuendige-gesellschaft/#footnote_1_208" id="identifier_1_208" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Jedenfalls schrieb Ludmila am 27.2. in einem Kommentar: &amp;#8220;Hmmm&amp;#8230;Wissenschaftsphilosophie&amp;#8230;Also ganz ehrlich? Das ist nicht meine Welt. Ich sch&auml;tze da muss ich mal Ludwik Fleck lesen, um mir ein besseres Urteil zu bilden.&amp;#8221;">2</a></sup> dann illustriert das doch eindrücklich, daß wissenschaftliche Blogs an- und aufregen und befruchten können. Die Blogger, genauso wie hoffentlich die Leser.</p>
<p>Bedingung ist freilich, daß sich der wissenschaftliche Blogger darüber im Klaren ist, daß er sich innerhalb seines Blogs angreifbar macht: wer als akademischer Star für gewöhnlich nur mit Kollegen derselben Hierarchiestufe diskutiert, der wird überrascht sein, wenn ihm irgendein Student eine flüchtig dahingeschriebene Argumentation &#8220;zerpflückt&#8221; &#8211; daß im Impressum möglicherweise ein &#8220;Prof. Dr.&#8221; steht, interessiert für den Blogdiskurs kaum.<br />
<strong><br />
Der zwanglose Zwang des besseren Arguments</strong></p>
<p>Das ist ein Aspekt, den ich mit &#8220;Erosion privilegierter Sprecherpositionen&#8221; meine. Und im Grunde finden wir in Blogs etwas vor, was dem idealistisch-normativen Modell von <a title="Wikipedia-Artikel" href="http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_Habermas" target="_blank">Jürgen Habermas</a> (nämlich dessen Diskursethik und Konzeption des &#8220;idealen Diskurs&#8221;) verhältnismäßig nahe kommt. In der wissenschaftlichen Blogosphäre ist der &#8220;zwanglose Zwang des besseren Arguments&#8221;<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/14/demokratisierung-der-wissenschaftskommunikation-durch-wissenschaftliche-blogs-wege-in-eine-wissenschaftsmuendige-gesellschaft/#footnote_2_208" id="identifier_2_208" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="So bekanntlich das von J&uuml;rgen Habermas u.a. in seiner &amp;#8220;Theorie des kommunikativen Handelns&amp;#8221; formulierte Prinzip.">3</a></sup> die Meßlatte.</p>
<p><strong>Welche Rolle spielen wissenschaftliche Blogs innerhalb einer Wissenschaft 2.0?</strong></p>
<p>Wie ich im letzten Beitrag verdeutlicht habe, sind Blogs kein Ersatz für das wissenschaftliche Publikationssystem, das über Monographien und v.a. Journals organisiert ist. Mit der immer größer werdenden Bedeutung digitaler Wissensarchive werden aber (wie wir es aus manchen Disziplinen heute schon kennen) die Printzeitschriften durch Online-Journals verdrängt werden. Daß die Open-Access-Idee Erfolg hat, ist jedenfalls wünschenswert.</p>
<p>Ein weiterer Schritt nach vorne wäre, wenn man Online-Journals nicht als 1:1-Kopien des bekannten Printformats konzeptionalisieren, sondern wesentliche Blogelemente integrieren würde: Kommentare und Trackbacks. Das ist aber (noch) Zukunftsmusik. Innerhalb des &#8220;Konzerts&#8221; bzw. das Gesamtsystems einer Wissenschaft 2.0 sind Blogs im Bereich der &#8220;Kommunikation&#8221; (teilweise &#8220;intern&#8221;, Schwerpunkt &#8220;extern&#8221;) angesiedelt und können neue Impulse in Sachen des Dialogs zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit setzen.</p>
<p>In meiner Skizze (die auch die vielfältigen Überschneidungen deutlich machen soll) sind die Wissenschaftsblogs rechts oben zu finden <em>[Anklicken öffnet größere Version]:</em></p>
<div align="center"><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2008/03/Marc_Scheloske_Wissenschaft_2.0_03_2008.jpg" rel="lightbox"><img style="margin: 12px;" src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2008/03/Marc%20Scheloske%20-%20Wissenschaft%202.0%20-%2003_2008b.jpg" alt="Marc Scheloske - Wissenschaft 2.0 - 03_2008b.jpg" width="485" height="356" align="middle" /></a></div>
<p>Generell lassen sich in meinen Augen folgende Vorteile wissenschaftlicher Blogs (v.a. im Kontrast zu konventionellen (Print-)Medien) identifizieren:</p>
<ul>
<li><strong>Aktualität, Schnelligkeit &amp; Flexibilität </strong>| kein Redaktionsschluß, variable Länge von Posts/Artikeln, Modifikationen und Erweiterungen sind leicht möglich etc.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/14/demokratisierung-der-wissenschaftskommunikation-durch-wissenschaftliche-blogs-wege-in-eine-wissenschaftsmuendige-gesellschaft/#footnote_3_208" id="identifier_3_208" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wie es etwa Wolfgang Michal bereits mehrmals in Kommentaren angeregt hat.">4</a></sup></li>
<li><strong>Authentizität</strong> | Autonome Themenfindung, individuelle &#8220;Handschrift&#8221; des jeweiligen Bloggers, Blick auf die &#8220;Hinterbühne&#8221; der Wissenschaft, Meckern auf unfähige Journalisten entfällt</li>
<li><strong>Resonanzfähigkeit</strong> | Feedback und Reaktionen sind integraler Bestandteil (Kommentare &amp; Trackbacks), verschiedene Standpunkte werden sichtbar, Diskurs wird transparent und lebendig</li>
</ul>
<p>Der erste Punkt hat natürlich viel damit zu tun, daß Blogs als Onlinemedium weder auf Sendezeiten, noch auf Druck- und Publikationstermine Rücksicht nehmen müssen. Wenn ein Blogger ein Thema entdeckt, so kann er wenige Minuten später einen ersten Hinweis, eine erste Einschätzung dazu publizieren. Und später können problemlos ausführlichere Analysen, Einschätzungen, weitere Links etc. ergänzt oder in zusätzlichen Artikeln hinzugefügt werden. Diese Flexibilität weist sonst kein anderes Format auf.</p>
<h4 class="pullquote">Es gibt keinen Chefredakteur, der Vorschriften macht. Und auch die individuelle Handschrift, der persönliche Stil und Witz sind erlaubt und wichtig&#8230;</h4>
<p>Auch der Faktor Authentizität, der ja generell als charakteristisch für Blogs erachtet wird,<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/14/demokratisierung-der-wissenschaftskommunikation-durch-wissenschaftliche-blogs-wege-in-eine-wissenschaftsmuendige-gesellschaft/#footnote_4_208" id="identifier_4_208" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="vgl. u.a.: Jan Schmidt / Florian Mayer (2006): Wer nutzt Weblogs f&uuml;r kollaborative Lern- und Wissensprozesse?, Berichte der Forschungsstelle &bdquo;Neue Kommunikationsmedien&ldquo;, Nr. 06-02">5</a></sup> kann von wissenschaftlich ausgerichteten Blogs in einen Vorteil umgemünzt werden. Kein anderes Medium bietet eine vergleichbare Freiheit, was Themenwahl und Schreibstil angeht.</p>
<p>Worüber und wie man innerhalb seines Blogs berichtet – das ist ausschließlich Sache des Bloggers. Und auch in wissenschaftlichen Blogposts darf und soll – das ist jedenfalls mein Standpunkt – die persönliche Handschrift des Bloggers spürbar werden. Der <a href="http://fisch-blog.blog.de/" target="_blank">Blog von Lars Fischer</a> hat nicht umsonst eine treue Fangemeinde;<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/14/demokratisierung-der-wissenschaftskommunikation-durch-wissenschaftliche-blogs-wege-in-eine-wissenschaftsmuendige-gesellschaft/#footnote_5_208" id="identifier_5_208" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Lars ist &uuml;brigens auch hier bei den Wissenslogs zu finden: Abgefischt">6</a></sup> kritische Analysen, die mit lakonischen Kommentaren gewürzt sind, findet man andernorts so nicht.</p>
<p><strong>Der Blick auf die Hinterbühne: Wissenschaft &#8220;greifbar&#8221; machen</strong></p>
<p>Und &#8220;praktizierende&#8221; Wissenschaftler haben in ihren Blogs noch eine weitere Möglichkeit, um erstens Leser zu binden und zweitens die vermeintlich hermetische Welt der Wissenschaft etwas &#8220;zugänglicher&#8221; zu machen. Ich habe es frei nach <a title="Wikipedia-Artikel" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Erving_Goffman" target="_blank">Erving Goffman </a>als &#8220;Blick auf die Hinterbühne&#8221; bezeichnet und meine damit die gelegentlichen Notizen und Plaudereien, in denen ein Forscher bspw. über die letzte Konferenz berichtet und dann meinetwegen eben auch erwähnt, daß die Zugfahrt dorthin eine Katastrophe war.</p>
<h4 class="pullquote">Persönliche Anmerkungen, Notizen aus dem Forscheralltag, Berichte über Pannen &#8211; in Wissenschaftsblogs findet man verschiedene Zugänge zum Elfenbeinturm. Der Blick hinter die Kulissen ist einer davon.</h4>
<p>Der Blick hinter die Kulissen ist ein wichtiges Element: wenn etwa Björn Kröger notiert, daß er endlich eine mühselige Phase der Dateneingabe bewältigt habe und im Anschluß daran <a href="http://www.scienceblogs.de/tiefes-leben/2008/02/nach-dem-marathon.php" target="_blank">im Park die Sonne genossen</a> habe, dann hat das zwar keine wissenschaftliche Relevanz, macht aber deutlich, daß Wissenschaftler auch Menschen sind. ;-)</p>
<p>Genau solche Marginalien &#8211; das Lamento, wenn also ein Experiment schiefgelaufen ist oder die Studenten wieder einmal <a href="http://www.brainlogs.de/blogs/blog/anatomisches-allerlei/2007-11-23/ein-akademischer-witz-samt-schimpf-und-schande" target="_blank">dumme Fragen gestellt haben</a><sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/14/demokratisierung-der-wissenschaftskommunikation-durch-wissenschaftliche-blogs-wege-in-eine-wissenschaftsmuendige-gesellschaft/#footnote_6_208" id="identifier_6_208" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="&Uuml;ber Studenten, die nur noch &amp;#8220;pr&uuml;fungsrelevantes&amp;#8221; Wissen nachfragen, echauffierte sich vor einigen Wochen der Frankfurter Anatomiedozent Helmut Wicht in den Brainlogs.">7</a></sup> – sind legitime Bestandteile und &#8220;Zutaten&#8221; wissenschaftlicher Blogs. Ich behaupte, daß wohldosierte persönliche Notizen die Wissenschaft ein wenig zugänglicher machen – und das scheint ja seit jeher wünschenswert. ;-)</p>
<blockquote><p>&#8220;Die Deutschen, und sie nicht allein, besitzen die Gabe, die Wissenschaften unzugänglich zu machen.&#8221;<br />
<em>Johann Wolfgang Goethe: Wilhelm Meisters Wanderjahre</em></p></blockquote>
<p>Als Zwischenfazit läßt sich feststellen, daß wissenschaftliche Blogs eine doppelte Zumutung darstellen:</p>
<ul>
<li>denn erstens wird den Lesern zugemutet, sich von Forschern ohne journalistische Ausbildung die komplexe Welt der Wissenschaft erklären zu lassen,</li>
<li>und zweitens wird den bloggenden Wissenschaftlern zugemutet, sich der Kritik und den Nachfragen ihrer Leser zu stellen.</li>
</ul>
<p><strong>Teilhabe und Verantwortung in der Wissensgesellschaft: &#8220;Scientific Citizenship&#8221;, oder: Die wissenschaftsmündige Gesellschaft</strong></p>
<p>Wenn beide Seiten, also Blogger <em>und </em>Publikum, sich dessen bewußt sind, so kann und wird der Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft reiche Früchte abwerfen. Denn wissenschaftliche Blogs können ein Verbindungsglied zwischen Wissenschaftlern und den sogenannten Laien sein und uns auf dem Weg zu einer &#8220;Scientific Citizenship&#8221; voranbringen.</p>
<h4 class="pullquote_left">Wir können längst nicht mehr ohne Wissenschaft. Wissenschaft fasziniert, frustriert und ist Gegenstand gesellschaftlicher Debatten. Blogs sollen informieren, interessieren und anregende Diskussionen anstoßen&#8230;</h4>
<p>Der Begriff des &#8220;Scientific Citizenship&#8221; kam im Umfeld der Diskussion um das &#8220;Public understanding of Science&#8221; auf, das selbst als Konzept noch weitgehend in der alten Logik der belehrenden Wissenschaftsvermittlung befangen blieb.</p>
<p>Nicht zuletzt die großen Konflikte um gesundheitliche und ökologische Gefährdungen, die sich als Nebenfolgen wissenschaftlicher Innovationen ergeben (Stichworte: Ozonloch, Elektrosmog, Gentechnologie), haben deutlich gemacht, daß wir als technologische Gesellschaft zwar nicht mehr ohne Wissenschaft können, aber diese Wissenschaft teilweise Probleme erzeugt, ohne gleichzeitig sichere Lösungen liefern zu können.</p>
<p>In einem ausgesprochen <a href="http://www.gegenworte.org/heft-11/felt-probe.html" target="_blank">lesenswerten Artikel</a><sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/14/demokratisierung-der-wissenschaftskommunikation-durch-wissenschaftliche-blogs-wege-in-eine-wissenschaftsmuendige-gesellschaft/#footnote_7_208" id="identifier_7_208" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ulrike Felt (2003): Scientific Citizenship. Schlaglichter einer Diskussion, in: Gegenworte. Hefte f&uuml;r den Disput &uuml;ber Wissen. 11. Heft, Fr&uuml;hjahr 2003">8</a></sup> erläutert Ulrike Felt dazu:</p>
<blockquote><p>&#8220;In der Tat werden wir immer öfter [...] mit Nachdruck darauf verwiesen, dass es im Grunde in der Beziehung zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit mehr um Vertrauen denn um Wissen per se geht. Die Haltungen, die Menschen etwa in wissenschaftlich-technischen Kontroversen einnehmen, bauen weniger auf der genauen Nachvollziehbarkeit des wissenschaftlichen oder technischen Wissens auf, sondern vielmehr auf deren Erfahrungen mit und Wahrnehmungen von involvierten Institutionen, WissenschaftlerInnen und KommunikatorInnen.&#8221;</p></blockquote>
<p>Es geht also u.a. darum, sich von der Illusion zu verabschieden, es sei Aufgabe von Wissenschaftskommunikation den Kenntnisstand von Laien zu verbessern. Vielmehr sollten wir dahin kommen – und das wäre eine Radikalisierung des Konzepts des &#8220;Public understanding of Science&#8221; &#8211; , daß wir nicht mehr von Adressaten der Wissenschaftskommunikation, sondern von Dialogpartnern reden.</p>
<h4 class="pullquote">Wissenschaftsblogs stehen für eine neue Ära der Wissenschaftskommunikation: das Zeitalter der passiven Rezipienten ist zu Ende, wir haben es mit neugierigen, &#8220;mündigen&#8221; Dialogpartnern zu tun</h4>
<p>Und sind Blogs dazu nicht das ideale Instrument? Können und müssen wissenschaftliche Blogs also nicht Pionierarbeit leisten, um endlich unmißverständlich klarzustellen, daß wir es nicht mehr mit passiven Rezipienten zu tun haben, sondern mit neugierigen, kritischen und &#8220;mündigen&#8221; Dialogpartnern, die als Leser, Kommentatoren oder befreundete Blogger wesentlicher Bestandteil der Blogosphäre sind?</p>
<p><strong>Die wissenschaftsmündige Gesellschaft: Schluß mit Bevormundung und Belehrung</strong></p>
<p>Ich selbst möchte an die Stelle des &#8220;Scientific Citizenship&#8221; den Begriff einer &#8220;wissenschaftsmündigen Gesellschaft&#8221; setzen bzw. vorschlagen. Dieser Begriff ist analog zu einem Leitbild aus der Risikosoziologie – der &#8220;Risikomündigkeit&#8221;<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/14/demokratisierung-der-wissenschaftskommunikation-durch-wissenschaftliche-blogs-wege-in-eine-wissenschaftsmuendige-gesellschaft/#footnote_8_208" id="identifier_8_208" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="&bdquo;Mit dem Begriff der Risikom&uuml;ndigkeit ist die F&auml;higkeit angesprochen, auf der Basis der Kenntnis der faktisch nachweisbaren Konsequenzen von risikoausl&ouml;senden Ereignissen oder Aktivit&auml;ten, der verbleibenden Unsicherheiten und anderer risikorelevanter Faktoren eine pers&ouml;nliche Beurteilung der jeweiligen Risiken vornehmen zu k&ouml;nnen, die den Wertvorstellungen f&uuml;r die Gestaltung des eigenen Lebens sowie den pers&ouml;nlichen Kriterien zur Beurteilung der Akzeptabilit&auml;t dieser Risiken f&uuml;r die Gesellschaft insgesamt entspricht.&ldquo; &amp;#8211; vgl. Risikokommission ad hoc-Kommission &bdquo;Neuordnung der Verfahren und Strukturen zur Risikobewertung und Standardsetzung im gesundheitlichen Umweltschutz der Bundesrepublik Deutschland&ldquo;. Abschlussbericht der Risikokommission. Salzgitter: Bundesamt f&uuml;r Strahlenschutz, S. 53">9</a></sup> &#8211; gebildet, das v.a. die Bedeutung der persönlichen Beurteilung von Risiken auf der Basis seriöser Infomationen hervorhebt.</p>
<p>Damit soll im Hinblick auf die Frage, welche Risiken wir als Gesellschaft und als Bürger eingehen wollen, eben darauf hingewiesen werden, daß weder Wissenschaft, noch Politik oder eine andere Instanz vorschreiben können, was akzeptabel ist und was nicht. Entscheidend für Risikomündigkeit ist, daß Konsumenten und Bürger in die Lage versetzt werden, für sich eine Entscheidung zu treffen, welche Risiken sie eingehen möchten.</p>
<p><strong>Dialog, Lernbereitschaft und Debatten ohne Scheuklappen</strong></p>
<p>Um wieder auf unser Thema – die Wissenschaft – zurückzukommen: mit Wissenschaftsmündigkeit möchte ich ein Ideal formulieren, das Schluß macht mit dem Prinzip Bevormundung und/oder Belehrung. Es geht um einen partnerschaftlichen Dialog und darum, daß alle Kommunikationsbemühungen geeignet sein müßen, die Wissenschaftsmündigkeit aller Akteure zu erhöhen. Diese zu informieren, zu interessieren und einzuladen mitzudiskutieren, muß das Ziel sein. Denn Mündigkeit impliziert, daß wir es – wie gesagt – nicht mit passiven Rezipienten, sondern mit &#8220;mündigen&#8221; Dialogpartnern zu tun haben.</p>
<p>Im Bezug auf den &#8220;Scientific Citizen&#8221;, der eng verwandt mit dem wissenschaftsmündigen Bürger ist, liest man bei Ulrike Felt weiter:</p>
<blockquote><p>&#8220;Das Konzept des Scientific Citizen ist nun ein wesentlich aktiveres Konzept, das die Idee von Rechten und Pflichten in sich birgt: also das Recht, über Wissenschaft und Technik informiert zu werden, mitzureden und auch mitzuentscheiden, aber gewissermaßen auch die Pflicht, sich zu informieren, sich auseinander zu setzen, Verantwortung mitzutragen, sich als Teil eines Kollektivs auch in dessen Interesse zu positionieren.&#8221;</p></blockquote>
<p>Mitreden, diskutieren, sich informieren und Standpunkte beziehen – das alles ist in dieser Idee beinhaltet und ist geradezu ein maßgeschneidertes &#8220;Einsatzgebiet&#8221; für Blogs. Wie bereits <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/12/was-sollen-was-koennen-wissenschaftsblogs-leisten-blogs-als-instrument-der-internen-wissenschaftskommunikation/" target="_blank">im letzten Artikel</a> erläutert: die Gesellschaft hat ein Recht zu erfahren, was, wo, wie mit öffentlichen Mitteln geforscht wird. Aber gleichzeitig hat Wissenschaft auch ein Recht darauf wahrgenommen zu werden!</p>
<p>Noch sind wissenschaftliche Blogs ein Nischenphänomen, aber wie schrieb Harald Staun in der FAZ noch gleich?</p>
<blockquote><p>&#8220;Die Stärke der Blogs liegt gerade in der obsessiven Beschäftigung mit obskuren Nischeninteressen.&#8221;<br />
<em>Harald Staun, &#8220;<a href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc%7EEB86D394356EA414D9E66635E93787C2D%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html" target="_blank">Weblogs &#8211; Wo seid ihr?</a>&#8220;, FAZ, 5.5.2007</em></p></blockquote>
<p>Eben! Dann gebe ich ihm ausnahmsweise Recht und untermauere die Feststellung, daß wissenschaftliche Blogs (noch!) eine Randerscheinung sind, mit einigen Zahlen: ich habe kurz zusammengezählt und komme auf derzeit rund 180 wissenschaftliche Blogs bzw. Blogger im deutschsprachigen Raum.</p>
<h4 class="pullquote">Noch sind wissenschaftliche Blogs ein Nischenphänomen: gerade 180 Wissenschaftsblogger sind aktiv</h4>
<p>Zu einem Großteil sind diese in den beiden Wissenschaftsblogportalen der Verlage Burda bzw. Spektrum der Wissenschaft zu finden. Bei <a href="http://www.scienceblogs.de/" target="_blank">Scienceblogs.de</a> findet man aktuell 25, bei den <a href="http://www.scilogs.de/" target="_blank">SciLogs</a> insgesamt 50 Blogger. Daneben tummeln sich dann noch die &#8220;ungebundenen&#8221; Blogger, von denen ca. 90 Stück im &#8220;<a href="http://www.wissenschafts-cafe.net/" target="_blank">Wissenschafts-Café</a>&#8221; zu finden sind.</p>
<p>180 Blogger sind natürlich eine bescheidene Ausbeute, wenn man bedenkt, daß allein in Deutschland ca. 360 wissenschaftliche Bildungseinrichtungen zu finden sind.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/14/demokratisierung-der-wissenschaftskommunikation-durch-wissenschaftliche-blogs-wege-in-eine-wissenschaftsmuendige-gesellschaft/#footnote_9_208" id="identifier_9_208" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Neben 88 Universit&auml;ten (mit Promotionsrecht), gibt es rund 100 Fachhochschulen und dann nochmal ca. 180 Akademien, Kunsthochschulen und Privatuniversit&auml;ten etc.">10</a></sup> Die Quote von 0,5 wissenschaftlichen Blogs pro Universität wird sich aber – davon bin ich überzeugt – mittelfristig deutlich verändern.</p>
<p>Zusammengefasst: Es geht also innerhalb einer Wissenschaftskommunikation 2.0 nicht um Belehrung, es geht nicht darum, vom privilegierten Standpunkt der Wissenschaft absolute Wahrheiten zu verkünden.</p>
<p>Es geht vielmehr darum &#8211; im Sinne Erving Goffmans – a) einen Blick auf die Hinterbühne zu gewähren, also einen Einblick in den Forschungsalltag zu geben, b) auch als Wissenschaftler dezidiert Standpunkte zu beziehen<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/14/demokratisierung-der-wissenschaftskommunikation-durch-wissenschaftliche-blogs-wege-in-eine-wissenschaftsmuendige-gesellschaft/#footnote_10_208" id="identifier_10_208" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="D.h. 1. das eigene Forschungsgebiet verst&auml;ndlich zu pr&auml;sentieren, 2. sich als &ouml;ffentlicher Forscher zu positionieren und in wissenschaftliche, wissenschaftspolitische und ethische Debatten einzuschalten.">11</a></sup> und c) den Dialog mit Lesern und Kollegen unvoreingenommen zu eröffnen. Daß dies auch unterhaltsam bzw. populär sein darf, steht außer Frage.</p>
<p>Man muß das nicht alles gleichzeitig tun, aber man kann. Bloggen ist eine Angelegenheit, die auf Freiwilligkeit beruht. Eine gewisse Portion Idealismus schadet dabei sicher nicht. Aber vielleicht kann ich ja den einen oder anderen Leser aus dem akademischen Milieu motivieren, indem ich ihm versichere, daß er heute noch zu einer Generationen von Blogpionieren zählt? Und in einigen Jahren wird es vielleicht selbstverständlich sein, daß man bei einer Bewerbung auf eine wissenschaftliche Position auch selbstbewußt auf seinen Blog verweist. :-)</p>
<p>Und irgendwann wird uns eine wissenschaftliche Identität <em>ohne</em> Blog möglicherweise ganz und gar unheimlich vorkommen&#8230;</p>
<p align="center"><a href="http://blaugh.com/2006/12/21/i-blog-therefore-i-am/" target="_blank"><img style="margin: 12px;" src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2008/03/Descartes_blogger.gif" alt="Descartes_blogger.gif" width="447" height="250" align="middle" /></a></p>
<p>Werden wir in 50 Jahren noch Wissenschaftler kennen, wenn sie nicht bloggen? ;-)</p>
<p>Zum Schluß meines Plädoyers für engagierte Wissenschaftsblogs: wer sich auf Niklas Luhmanns Systemtheorie einläßt, der akzeptiert dessen grundsätzliche These, daß Gesellschaft so weit reicht, wie (ihre) Kommunikation reicht. Das ist zunächst eine triviale Feststellung, die konsequent weitergedacht allerdings spannende Einsichten eröffnet.</p>
<p>Ich möchte diese These umformulieren und sagen: &#8220;Wissenschaft reicht so weit, wie ihre Kommunikation reicht.&#8221; Und, folgendes ergänzend hinzufügen: durch und in wissenschaftlichen Blogs erweitern wir die Reichweite wissenschaftlicher Kommunikationen. Und das sollte es uns wert sein, oder?</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr size="1" width="100%" />
<p><strong><em>Links:</em></strong></p>
<ul>
<li>Jan Schmidt / Florian Mayer (2006): Wer nutzt Weblogs für kollaborative Lern- und Wissensprozesse?, Berichte der Forschungsstelle „Neue Kommunikationsmedien“, Nr. 06-02 [Download als <a href="http://www.fonk-bamberg.de/pdf/fonkbericht0602.pdf" target="_blank">PDF</a>]</li>
<li>Wormer, Holger (2005): &#8220;Losgelöst vom Alltag? &#8211; Was Wissenschaftsjournalismus leisten sollte&#8221;. epd-Medien, 96, 7.12.2005, 16-25 &#8211; Download als <a href="http://www.wissenschaftsjournalismus.org/component/option,com_docman/task,doc_download/gid,2/mode,view/">PDF</a></li>
<li>Ulrike Felt (2003): <a href="http://www.gegenworte.org/heft-11/felt-probe.html" target="_blank">Scientific Citizenship. Schlaglichter einer Diskussion</a>, in: Gegenworte. Hefte für den Disput über Wissen. 11. Heft, Frühjahr 2003</li>
</ul>
<p><em><strong>Verwandte Artikel in der Wissenswerkstatt:</strong></em></p>
<ul>
<li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/22/wissenschaftsblogs-in-deutschland-status-quo-und-die-professionalisierung-der-wissenschaftlichen-blogszene/" target="_blank">Wissenschaftsblogs in Deutschland » Status quo und die Professionalisierung der wissenschaftlichen Blogszene</a>, 22.01.2008</li>
<li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/12/04/eine-wissenschaft-fuer-sich-wie-man-blogs-wissenschaftlich-korrekt-zitiert-werkstattnotiz-xlii/" target="_blank">Eine Wissenschaft für sich » Wie man Blogs wissenschaftlich korrekt zitiert</a> | Werkstattnotiz XLII, 4.12.2007</li>
<li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/09/12/kraenkungen-blindheit-und-traditionen-im-zeitalter-der-digitalisierten-wissenschaft-der-schwierige-weg-zur-wissenschaft-20/" target="_blank">Kränkungen, Blindheit und Traditionen im Zeitalter der digitalisierten Wissenschaft » Der schwierige Weg zur Wissenschaft 2.0</a>, 12.9.2007</li>
</ul>
<p><em>Immer einen Besuch wert:</em></p>
<ul>
<li>der <a href="http://www.wissenschafts-cafe.net/newsticker/" target="_blank">Newsticker des &#8220;Wissenschafts-Cafés&#8221;</a> listet die aktuellsten Posts der Wissenschaftsblogs</li>
</ul>
<p><em><strong>Literaturempfehlungen: </strong></em></p>
<ul>
<li>Nikolow, Sybilla &amp; Schirrmacher, Arne (2007): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3593384892?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3593384892">Wissenschaft und Öffentlichkeit als Ressourcen füreinander</a>. Studien zur Wissenschaftsgeschichte im 20. Jahrhundert. Campus Verlag.</li>
<li>Kohring, Matthias (2006): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3896694820?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3896694820">Wissenschaftsjournalismus. Forschungsüberblick und Theorieentwurf</a>. Forschungsüberblick und Theorieentwurf. UVK.</li>
<li>Wormer, Holger (2006): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3531148931?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3531148931">Die Wissensmacher. Profile und Arbeitsfelder von Wissenschaftsredaktionen in Deutschland</a>. Vs-Verlag.</li>
<li>Weingart, Peter (2005): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3934730035?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3934730035">Die Wissenschaft der Öffentlichkeit</a>. Velbrück-Verlag.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="100%" size="1" /><hr /><h4>&Auml;hnliche Beitr&auml;ge</h4><ul><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/05/02/was-ueber-wissenschaftsblogs-zu-sagen-ist/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Was über Wissenschaftsblogs zu sagen ist">Was über Wissenschaftsblogs zu sagen ist</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/06/was-heisst-und-zu-welchem-ende-betreiben-wir-wissenschaftliche-blogs-eine-argumentation-in-11-schritten-werkstattnotiz-lxxxv/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Was heißt und zu welchem Ende betreiben wir wissenschaftliche Blogs? » Eine Argumentation in 11 Schritten | Werkstattnotiz LXXXV">Was heißt und zu welchem Ende betreiben wir wissenschaftliche Blogs? » Eine Argumentation in 11 Schritten | Werkstattnotiz LXXXV</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/16/mehr-technische-mehr-wissenschaftliche-demokratie-wagen-technikfolgenabschaetzung-20-werkstattnotiz-lxxix/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Mehr technische, mehr wissenschaftliche Demokratie wagen » Technikfolgenabschätzung 2.0? | Werkstattnotiz LXXIX">Mehr technische, mehr wissenschaftliche Demokratie wagen » Technikfolgenabschätzung 2.0? | Werkstattnotiz LXXIX</a></li></ul><hr width="100%" size="1" /><p><font color="#777777">Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stöbern Sie doch weiter in anderen Veröffentlichungen der Wissenswerkstatt - etwa hier in der <a target="_blank" href="http://www.wissenswerkstatt.net/werkstattinventar-publikumslieblinge-liebhaberstuecke-und-versteckte-perlen/">Übersicht</a> besonders beliebter Texte. Alternativ lohnt sich auch die Navigation über das <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/lageplan/">Werkstattinventar</a><br /></font></p><p><em><font color="#777777">Alle Artikel der <a target="_blank" href="../">Wissenswerkstatt</a> stehen unter der <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">CreativeCommons-Lizenz</a>, d.h. Verlinken jederzeit erlaubt, Bearbeiten und Zitieren jeweils unter Angabe der
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<div class="nr_clear"></div><hr size=1 width=40%><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_208" class="footnote">Wie sollten Massenmedien auch anders?</li><li id="footnote_1_208" class="footnote">Jedenfalls schrieb Ludmila am 27.2. in einem Kommentar: &#8220;Hmmm&#8230;Wissenschaftsphilosophie&#8230;Also ganz ehrlich? Das ist nicht meine Welt. Ich schätze da muss ich mal Ludwik Fleck lesen, um mir ein besseres Urteil zu bilden.&#8221;</li><li id="footnote_2_208" class="footnote">So bekanntlich das von Jürgen Habermas u.a. in seiner &#8220;<a href="http://www.amazon.de/gp/product/3518287753?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3518287753">Theorie des kommunikativen Handelns</a>&#8221; formulierte Prinzip.</li><li id="footnote_3_208" class="footnote">Wie es etwa Wolfgang Michal bereits mehrmals in <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/11/die-wissenschaft-und-die-blogosphaere-liebesheirat-oder-zweckgemeinschaft-annaeherungen-an-eine-fruchtbare-liaison/#comment-1447" target="_blank">Kommentaren</a> angeregt hat.</li><li id="footnote_4_208" class="footnote">vgl. u.a.: Jan Schmidt / Florian Mayer (2006): Wer nutzt Weblogs für kollaborative Lern- und Wissensprozesse?, Berichte der Forschungsstelle „Neue Kommunikationsmedien“, Nr. 06-02</li><li id="footnote_5_208" class="footnote">Lars ist übrigens auch hier bei den Wissenslogs zu finden: <a href="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/abgefischt" target="_blank">Abgefischt</a></li><li id="footnote_6_208" class="footnote">Über Studenten, die nur noch &#8220;prüfungsrelevantes&#8221; Wissen nachfragen, echauffierte sich vor einigen Wochen der Frankfurter Anatomiedozent Helmut Wicht in den <a href="http://www.brainlogs.de" target="_blank">Brainlogs</a>.</li><li id="footnote_7_208" class="footnote">Ulrike Felt (2003): Scientific Citizenship. Schlaglichter einer Diskussion, in: Gegenworte. Hefte für den Disput über Wissen. 11. Heft, Frühjahr 2003</li><li id="footnote_8_208" class="footnote">„Mit dem Begriff der Risikomündigkeit ist die Fähigkeit angesprochen, auf der Basis der Kenntnis der faktisch nachweisbaren Konsequenzen von risikoauslösenden Ereignissen oder Aktivitäten, der verbleibenden Unsicherheiten und anderer risikorelevanter Faktoren eine persönliche Beurteilung der jeweiligen Risiken vornehmen zu können, die den Wertvorstellungen für die Gestaltung des eigenen Lebens sowie den persönlichen Kriterien zur Beurteilung der Akzeptabilität dieser Risiken für die Gesellschaft insgesamt entspricht.“ &#8211; vgl. Risikokommission ad hoc-Kommission „Neuordnung der Verfahren und Strukturen zur Risikobewertung und Standardsetzung im gesundheitlichen Umweltschutz der Bundesrepublik Deutschland“. Abschlussbericht der Risikokommission. Salzgitter: Bundesamt für Strahlenschutz, S. 53</li><li id="footnote_9_208" class="footnote">Neben 88 Universitäten (mit Promotionsrecht), gibt es rund 100 Fachhochschulen und dann nochmal ca. 180 Akademien, Kunsthochschulen und Privatuniversitäten etc.</li><li id="footnote_10_208" class="footnote">D.h. 1. das eigene Forschungsgebiet verständlich zu präsentieren, 2. sich als öffentlicher Forscher zu positionieren und in wissenschaftliche, wissenschaftspolitische und ethische Debatten einzuschalten.</li></ol><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/14/demokratisierung-der-wissenschaftskommunikation-durch-wissenschaftliche-blogs-wege-in-eine-wissenschaftsmuendige-gesellschaft/">Demokratisierung der Wissenschaftskommunikation durch wissenschaftliche Blogs » Wege in eine „wissenschaftsmündige“ Gesellschaft</a>]</p> <p><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/?flattrss_redirect&amp;id=208&amp;md5=7dbd4e58af29946dd7f1cc2173104775" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Vertrauen als gefährdete Ressource » Risikokommunikation in einer sensibilisierten Nebenfolgengesellschaft IV</title>
		<link>http://www.wissenswerkstatt.net/2007/07/26/vertrauen-als-gefaehrdete-ressource-risikokommunikation-in-einer-sensibilisierten-nebenfolgengesellschaft-iv/</link>
		<comments>http://www.wissenswerkstatt.net/2007/07/26/vertrauen-als-gefaehrdete-ressource-risikokommunikation-in-einer-sensibilisierten-nebenfolgengesellschaft-iv/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 26 Jul 2007 21:16:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc</dc:creator>
				<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Risikokommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Technologie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.wissenswerkstatt.net/2007/07/26/vertrauen-als-gefaehrdete-ressource-risikokommunikation-in-einer-sensibilisierten-nebenfolgengesellschaft-iv/</guid>
		<description><![CDATA[<p>Wer die Entwicklungen anläßlich der Zwischenfälle in den beiden Kernkraftwerken des Vattenfall-Konzerns nocheinmal Revue passieren läßt, stellt schnell fest, daß hier an zentraler Stelle der Faktor „Vertrauen“ auftaucht. Das eklatante Versagen der Risikokommunikation in diesem Präzedenzfall ist nur zu verstehen, wenn man berücksichtigt, welchen prekären Status Vertrauen einnimmt. Auf Krümmel und Brunsbüttel bezogen könnte man [...]</p><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/07/26/vertrauen-als-gefaehrdete-ressource-risikokommunikation-in-einer-sensibilisierten-nebenfolgengesellschaft-iv/">Vertrauen als gefährdete Ressource » Risikokommunikation in einer sensibilisierten Nebenfolgengesellschaft IV</a>]</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img width="315" height="159" align="right" src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2007/07/Kraftwerk_01b.jpg" alt="Kraftwerk_01b.jpg" style="border: 1px solid rgb(105, 105, 105); margin: 11px; padding: 1px;" /></strong></p>
<p><strong>Wer die Entwicklungen anläßlich der Zwischenfälle in den beiden Kernkraftwerken des Vattenfall-Konzerns nocheinmal Revue passieren läßt, stellt schnell fest, daß hier an zentraler Stelle der Faktor „Vertrauen“ auftaucht. Das eklatante Versagen der Risikokommunikation in diesem Präzedenzfall ist nur zu verstehen, wenn man berücksichtigt, welchen prekären Status Vertrauen einnimmt. Auf Krümmel und Brunsbüttel bezogen könnte man fast von einem verdoppelten Kaninchen-Schlange-Dilemma sprechen: denn die Akteure, die im Grunde die Informationen hätten transportieren sollen, saßen offenbar wie erstarrt in ihrem Kaninchenbau. Das Vertrauen in die Sicherheit der eigenen Technik schien ebenso geschwunden wie das Vertrauen, das man selbst der Öffentlichkeit entgegenbrachte. Bevor also noch weitere Pannendetails publik zu werden drohten, so schien man sich in der Kommunikationszentrale bei Vattenfall gedacht zu haben, reduziert man den Informationsfluß besser auf ein Minimum. Nur das Nötigste wurde nach draußen gegeben. Hier scheint nicht einmal das Zutrauen in die eigene Fähigkeit, die relevanten Sachverhalte angemessen zu vermitteln, vorhanden gewesen zu sein.</strong></p>
<p>Wenn also Vertrauen universal in Frage gestellt ist, so wird – das läßt sich aus den vergangenen Wochen lernen – Kommunikation fälschlicherweise selbst als riskant eingestuft. Sicher, oftmals ist es schwer, die besorgte Öffentlichkeit angemessen, d.h. also ohne unnötig Ängste zu wecken, über vorhandene Restrisiken zu informieren. Aber die Kapitulation und die Verweigerung von engagierter und transparenter Risikokommunikation ist genau der falsche Weg. In Brunsbüttel und Krümmel sind offenbar voreilige Wittgensteinianer beschäftigt: „Worüber man nicht reden kann, darüber muß man schweigen.“ Dieses Diktum des Philosophen, der Möglichkeiten und Grenzen der Sprache auslotete, wurde hier aber fundamental mißverstanden: denn in Krümmel und Brunsbüttel setzte man verängstigt alle Hoffnungen darauf, Mißtrauen zu verhindern und schwieg. Richtig – und das ist eine der Kernthesen der vorliegenden Artikelserie der Wissenswerkstatt – wäre aber stattdessen gewesen: zu reden, um Vertrauen zu schaffen. Auf nichts anderes zielt professionelle&nbsp; Risikokommunikation. Alles andere ist so dilettantisch wie kurzsichtig. Zumal, wenn es um die Stabilisierung der fragilen Ressource „Vertrauen“ geht.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/07/26/vertrauen-als-gefaehrdete-ressource-risikokommunikation-in-einer-sensibilisierten-nebenfolgengesellschaft-iv/#footnote_0_62" id="identifier_0_62" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wie zentral Vertrauen ist, l&auml;&szlig;t sich exemplarisch an diesem Blogbeitrag ablesen. Die Strategie von Vattenfall hat hier nur weiteres Mi&szlig;trauen erzeugt. Ob zu Recht oder nicht, sei dahingestellt. Die Risikokommunikation selbst wird freilich berechtigt mi&szlig;trauisch und skeptisch beurteilt.">1</a></sup> </p>
<p>Innerhalb von Handlungskontexten, die die eigene Erfahrung und das je individuelle Wissen übersteigen, ist der Rekurs auf Kenntnisse und Wissen aus dritter Hand erforderlich. Hintergrund ist dabei stets wahrgenommene Unsicherheit und/oder ein subjektives Informationsdefizit. Wenn das eigene Wissen nicht mehr hinreicht (da die Sachverhalte zu komplex sind), ist der Akt des Vertrauens eine funktionale Notwendigkeit (vgl. <em>Luhmann </em>1989). </p>
<p>Vertrauen bezieht sich dabei entweder auf das für wahrscheinlich erachtete zukünftige Verhalten von dritten Personen oder auf die Zuverlässigkeit (‚reliability’) einer Information, auf die gegenwärtiges Handeln aufbaut. </p>
<blockquote><p> „[T]rust is particularly relevant in conditions of ignorance or uncertainty with respect to unknown or unknowable actions of other. […] In this respect, trust concerns not future actions in general, but all future actions which condition our present decisions.” (<em>Gambetta</em> 2000: 217)</p>
</blockquote>
<p>Vertrauen ist in diesem Sinne eine Strategie im Umgang mit Unsicherheit. Stellt sich heraus, daß bestimmte Informationen falsch oder irreführend waren, wird Vertrauen enttäuscht. Während sich Irrtümer im Feld der wissenschaftlichen Wahrheitssuche in der Sachdimension als ‚gap of knowledge’ niederschlagen, manifestiert sich enttäuschtes Vertrauen in der Sozialdimension als ‚gap of trust’. Prinzipiell muß Vertrauen in jeder neuen Situation, jeweils aufs Neue erwiesen werden. Dies ist einerseits vom Grad der Bereitschaft (‚Vertrauensdisposition’) der jeweiligen ‚Vertrauensgeber’ (Bürger/Verbraucher) abhängig, anderseits von der Vertrauenswürdigkeit (‚trustworthiness’) des jeweiligen ‚Vertrauensnehmers’ (Politik/Industrie/Experten).</p>
<blockquote><p>„Wer Vertrauen schenkt erweitert sein Handlungspotential beträchtlich. [...] Vertrauen muß kontingent, das heißt freiwillig erwiesen werden. Es kann daher weder verlangt noch normativ vorgeschrieben werden.“ (<em>Luhmann</em> 1984: 180f.)</p>
</blockquote>
<p>Dieser Umstand – daß etwa das Vertrauen von Bürgern nicht selbstverständlich und in keinem Fall einklagbar ist – scheint nicht selten übersehen zu werden.</p>
<p> Der aktuelle sozialwissenschaftliche Vertrauensdiskurs rekurriert zumeist auf die Überlegungen von Niklas Luhmann und Anthony Giddens. Während Luhmann die Bedeutung eines generalisierten Systemvertrauens betont und für hinreichend erachtet (i.S. eines Zutrauens in die Problemlösungskompetenz abstrakter (Experten-)Systeme), weist Giddens darauf hin, daß innerhalb einer gefahrvollen (Um-)Welt alle Vertrauensmechanismen einer Ergänzung durch konkretes Personen-Vertrauen bedürfen (vgl. <em>John</em> 2004: 12).</p>
<p>Fortgesetzte und nachhaltige Irrtümer und Fehleinschätzungen können das (generalisierte System-)Vertrauen so tiefgreifend verunsichern, daß an die Stelle des Vertrauens eine skeptizistische Haltung des Mißtrauens tritt. Während Vertrauen die jeweilige Gegenwart entlastet, da keine übermäßigen Zweifel an einem gelingenden Handlungsvollzug in der Zukunft bestehen, führt Mißtrauen im Extremfall zu einer Handlungslähmung. Denn jede Art von Mißtrauen nötigt in der Gegenwart zu einer zeit- und ressourcenaufwendigen Suche nach absicherndem Wissen. &nbsp;</p>
<blockquote><p>„Wer mißtraut, braucht mehr Informationen und verengt zugleich die Informationen, auf die zu stützen er sich getraut. Er wird von weniger Informationen stärker abhängig.“ (<em>Luhmann</em> 1989:79)</p>
</blockquote>
<p>Dennoch wäre es falsch, Mißtrauen grundsätzlich als defizitär anzusehen: es kann in vielen Fällen (z.B. im Umgang mit Gefahrstoffen) die rationale Art des Verhaltens sein. </p>
<p>Während der Übergang von Vertrauen in Mißtrauen sich häufig abrupt vollzieht und sich als Vertrauenskrise niederschlägt, scheint der umgekehrte Transformationsprozeß –&nbsp; also die Wiedererlangung und Rückgewinnung von Vertrauen – nur unter Aufwendung großer Anstrengungen und über große Zeiträume hinweg möglich zu sein. (vgl. <em>Luhmann</em> 1984: 180; <em>Lofstedt</em> 2003: 419; <em>Poortinga/Pidgeon</em> 2005; <em>Paris</em> 2005: 427).</p>
<blockquote><p>“Trust is easier to destroy than to create or replace because negative events are more noticeable and carry more weight than positive ones.” (<em>Trettin/Musham</em> 2000: 411) &nbsp;</p>
</blockquote>
<p>Allerdings variiert das Vertrauensniveau innerhalb der Bevölkerung (und von Land zu Land) recht stark; es gibt Milieus, die durch eine relativ naiv-vertrauensvolle Orientierung gekennzeichnet sind, andere Gruppen weisen ein konstantes Niveau an Skeptizismus bis hin zu einem steten Alarmismus auf. Außerdem gibt es deutliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen: v.a. im Lebensmittelbereich weisen Frauen deutlich höhere Mißtrauenswerte auf, was auf eine ausgeprägtere Sensibilität zurückzuführen ist (vgl. <em>Berg</em> 2004). &nbsp;</p>
<p>Für das Feld der Risikokommunikation sind darüberhinaus folgende Besonderheiten zu beachten:</p>
<p>1. Vertrauensbildungsprozesse konstituieren sich stets als Mischform: d.h. die (theoretische) Entgegensetzung von ‚abstraktem’ Systemvertrauen und ‚konkretem’ Personenvertrauen führt in die Irre. Denn auch jede Behörde oder Organisation kommuniziert über konkret sichtbare Repräsentanten; und diese können eben mehr oder weniger glaubhaft erscheinen. Demgemäß partizipieren insbesondere sog. vertrauensbildende Maßnahmen von Institutionen am Vertrauensbonus konkret identifizierbarer Personen (<em>Salzmann/Wörmann</em> 2001: 103). Umgekehrt kann jedoch auch die Vertrauenswürdigkeit (‚trustworthiness’) eines personalisierbaren Sprechers durch seine Zugehörigkeit zu einer wenig glaubhaften Institution in Mißkredit gezogen werden.</p>
<p>2. Das Vertrauen in abstrakte Systeme ist weder durch persönliche Kenntnis noch durch Sachwissen hinreichend abgesichert, sondern orientiert sich an symbolischen Indizien der Vertrauenswürdigkeit. Variablen, die den Grad der Vertrauenswürdigkeit beeinflussen, sind v.a. die zugeschriebene Leistungsfähigkeit (Kompetenz und Effizienz) und die Integrität (Unabhängigkeit und Sozialverantwortung) der jeweiligen Institutionen (vgl. <em>Salzmann/Wörmann </em>2001: 46f.; <em>Walls/ Pidgeon/Weyman et al.</em> 2004: 135). &nbsp;</p>
<p>3. Vertrauen erfordert die Möglichkeit von Kontrolle und Sanktionierbarkeit: Vertrauen ist eine freiwillige Leistung, unter der Bedingung von Kompetenz und Fairness des Vertrauensnehmers. Um zu überprüfen, ob der Vertrauensvorschuß gerechtfertigt war, ist es notwendig, daß Kontrollmöglichkeiten gegeben sind; d.h. Transparenz und kontinuierliche Informationsflüsse etc. sind erforderlich. Stellt sich heraus, daß erwiesenes Vertrauen unbegründet war, muß das Vertrauen entzogen werden können. Und dieser Vertrauensentzug muß klare (im Vorfeld definierte) Konsequenzen haben (<em>Kohring</em> 2001: 65). Spätestens dann müßte als Antwort auf einen Rückgang von Vertrauen die Einbindung von ‚Stakeholdern’ in den Risikokommunikationsprozeß erfolgen (vgl. <em>Lofstedt</em> 2003). &nbsp;</p>
<p>Von zentraler Bedeutung ist, daß alle Beteiligten in nachvollziehbarer Weise an Regeln gebunden sind; als gemeinsam definierte ‚Spielregeln’ müssen sie für alle Akteure in gleichem Maße zuverlässig gelten (‚reliability’) und ihre Einhaltung muß sicht- und kontrollierbar sein (vgl. <em>Trettin/Musham</em> 2000). </p>
<p align="left">4. Informationen werden abhängig von ihrer Quelle als vertrauenswürdig/unglaubwürdig eingestuft. Es bestehen grundsätzliche Zweifel an der Glaub- und Vertrauenswürdigkeit von a) Wissenschaft/Experten (was deren Expertise, aber auch Integrität angeht), b) Industrie/Verursachern (bedingt durch diesen Gruppen unterstelltes Eigeninteresse) und c) Verwaltung/Politik (der entweder prinzipielle Handlungsunfähigkeit oder aber Befangenheit attestiert wird). Je höher die angenommene Neutralität bzw. Unabhängigkeit der Kommunikatoren, desto höher deren Vertrauenswürdigkeit. Die besten Werte erzielen demgemäß NGO’s, Verbraucherschutzverbände, Instanzen der Lebensmittelüberwachung sowie Wissenschaftler und unabhängige (universitäre) Forschungseinrichtungen. Dahinter rangieren Ministerien/Behörden, die Politik und schließlich, am unteren Ende der Skala, die Hersteller und die Industrie (vgl. <em>Alvensleben/Kafka</em> 1999,<em> Alaszewski</em> 2003). &nbsp;</p>
<p>5. Die Vertrauensbereitschaft ist wesentlich von der Berichterstattung in den Medien abhängig; sowohl Informationen, als auch Bewertungsmaßstäbe in Bezug auf neue Technologien und potentielle Risiken sind medial vermittelt und aufbereitet. Die journalistische Darstellung orientiert die sozialen Akteure einerseits über das Risikopotential bestimmter Technologien, andererseits über die Vertrauenswürdigkeit der jeweils beteiligten Akteure in Wissenschaft, Industrie und Politik (vgl. <em>Kohring</em> 2001). </p>
<p>Einzelne Risikoereignisse, die eine starke mediale Resonanz finden, führen teilweise zu ‚spill-over-Effekten’: die Berichterstattung zur BSE-Krise führte nicht nur zu einem Mißtrauen und zu Kaufzurückhaltung im Bezug auf Rindfleisch, sondern erhöhte die Skepsis gegenüber der landwirtschaftlichen Tierhaltung insgesamt. Gerade Lebensmittelskandale entwickeln häufig eine publizistische Eigendynamik und weiten sich zu ‚Schlüsselereignissen’ aus.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/07/26/vertrauen-als-gefaehrdete-ressource-risikokommunikation-in-einer-sensibilisierten-nebenfolgengesellschaft-iv/#footnote_1_62" id="identifier_1_62" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Allerdings ist die Annahme falsch, erst die BSE-Krise h&auml;tte das Vertrauen in die risikoregulierenden Instanzen ersch&uuml;ttert. Der &sbquo;Fall BSE&rsquo; best&auml;tigte und erh&auml;rtete lediglich in anschaulicher Weise bereits vorhandene skeptische Einstellungen (vgl. PABE 2001: 84ff.). Insgesamt gilt: &bdquo;There is very little quantitative evidence that general trust in institutions has declined during the last decade.&rdquo; (Poortinga/Pidgeon 2004: 1476).">2</a></sup></p>
<p>Je mehr zurückgehaltene Informationen erst durch journalistische Recherche öffentlich gemacht werden, desto stärker wird das Vertrauen von Verbrauchern in Frage gestellt. Medienberichterstattung funktioniert notwendigerweise unter permanentem Aktualitäts- und Zeitdruck, sowie selektiv; unter diesen Bedingungen (interne Logik des „bad news are good news“) verschärft sich im Falle von Umweltkrisen die Tendenz zur Dramatisierung (<em>Weingart/Engels </em>2002, <em>Lukas/Welp</em> 2003). Für die Risikokommunikation ist dies eine ernsthafte Herausforderung, da ‚negative Informationen’ sehr nachhaltig auf Vertrauenseinstellungen wirken (‚positive Informationen’ haben sehr viel geringere Effekte, vgl. <em>Poortinga/Pidgeon</em> 2004). &nbsp;</p>
<p>Zusammenfassend läßt sich feststellen, daß Vertrauen eine Schlüsselrolle innerhalb des ‚Risk Assessment’ zukommt; dabei gilt es zu vergegenwärtigen, daß je ausgeprägter die Unsicherheit (‚gap of knowledge’) ist, desto notwendiger ist es, eine stabile Vertrauensbasis herzustellen. Ziel und Aufgabe adäquater Risikokommunikation muß es deshalb sein, die Rahmenbedingungen für eine ‚Kultur des Vertrauens’ auf allen Ebenen zu schaffen. </p>
<blockquote><p>„Without public trust in authorities/regulators it is very difficult to assemble a successful risk communication strategy. There is a direct relationship between high public trust in authority and low perceived risk and vice versa; indeed, it is possible to communicate issues of high uncertainty in a top-down fashion, when the public trusts authorities/regulators.” (<em>Lofstedt</em> 2003: 419) &nbsp;</p>
</blockquote>
<p>Um den zentralen Punkt nochmals zu betonen: ein lediglich ‚instrumentelles’ Verständnis von Risikokommunikation im Bezug auf die Herstellung von Vertrauen allein auf seiten der Öffentlichkeit greift zu kurz (vgl. <em>PABE</em> 2001): </p>
<blockquote><p>„The best way to build public trust is as a by-product &#8211; by assuring that procedures truly involve the public in decision making.” (<em>Trettin/Musham</em> 2000: 423)</p></blockquote>
<p>Es kann folglich nicht darum gehen, einseitig auf Vertrauensbildung der Öffentlichkeit abzuzielen; eine ‚Kultur des Vertrauens’ unter den oben genannten Bedingungen kann nur symmetrisch verfestigt werden. Information, Transparenz, Dialog, Partizipation und Fairness haben dabei höchste Priorität (vgl. <em>Maxwell</em> 2003, <em>Leiss</em> 2004, <em>Frewer</em> 2004). </p>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="75%" size="1" />&nbsp;<br />

<p><em>Artikelserie zur Risikokommunikation: </em></p>
<p>1. <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/07/19/vom-stoerfall-zum-kommunikations-gau-risikokommunikation-in-einer-sensibilisierten-nebenfolgengesellschaft-i/">Vom Störfall zum Kommunikations-GAU » Risikokommunikation in einer sensibilisierten Nebenfolgengesellschaft I</a></p>
<p>2. <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/07/21/erosion-von-sicherheit-und-vertrauen-risikokommunikation-in-einer-sensibilisierten-nebenfolgengesellschaft-ii/">Erosion von Sicherheit und Vertrauen » Risikokommunikation in einer sensibilisierten Nebenfolgengesellschaft II</a></p>
<p>3. <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/07/24/wenn-sicherheit-fragil-wird-risikokommunikation-in-einer-sensibilisierten-nebenfolgengesellschaft-iii/">Wenn Sicherheit fragil wird » Risikokommunikation in einer sensibilisierten Nebenfolgengesellschaft III</a></p>
<p>4. Vertrauen als gefährdete Ressource » Risikokommunikation in einer sensibilisierten Nebenfolgengesellschaft IV<br />&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="75%" size="1" />&nbsp;<br />

<p><strong><em>Literatur: </em></strong></p>
<p><strong>Alaszewski, Andy</strong> (2003): Risk, Trust and Health, in: Health, Risk &amp; Society, 5. Jg. (Nr.3), S. 235-239.<br /><strong>Alvensleben, Reimar v. &amp; Kafka, C.</strong> (1999): Grundprobleme der Risikokommunikation und ihre Bedeutung für die Land- und Ernährungswirtschaft, in: Schriften der Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften des Landbaus e.V, 35. Jg., S. 57-64.<br /><strong>Berg, Lisbet</strong> (2004): Trust in food in the age of mad cow disease: a comparative study of consumers&#8217; evaluation of food safety in Belgium, Britain and Norway, in: Appetite (Nr.42), S. 21-32.<br /><strong>Frewer, Lynn</strong> (2004): The public and effective risk communication, in: Toxicology Letters, 149. Jg. (Nr.149), S. 391-397.<br /><strong>Gambetta, Diego</strong> (2000): Trust: Making and Breaking Cooperative Relations. Univ. Oxford &#8211; Department of Sociology.<br /><strong>John, René</strong> (2004): Vertrauen in Organisationen sozialen Engagements. IPP-Papiere / Berichte aus dem SFB-536 Nr.2. München.<br /><strong>Kohring, Matthias </strong>(2001): Vertrauen in Medien &#8211; Vertrauen in Technologie. Arbeitsbericht 196. Stuttgart: Akademie für Technikfolgenabschätzung in Baden-Württemberg.<br />Leiss, William (2004): Effective risk communication practice, in: Toxicology Letters (Nr.149), S. 399-404.<br /><strong>Lofstedt, Ragnar </strong>(2003): Risk communication: pitfalls and promises, in: European Review, 11. Jg. (Nr.3), S. 417-435.<br /><strong>Luhmann, Niklas</strong> (1984): Soziale Systeme. Grundriß einer allgemeinen Theorie. Frankfurt a.M.: Suhrkamp.<br /><strong>Luhmann, Niklas</strong> (1989): Vertrauen. Ein Mechanismus der reduktion sozialer Komplexität. Stuttgart: Enke.<br /><strong>Lukas, Birgit &amp; Welp, Martin</strong> (2003): Umgang der Printmedien mit extremen Wetterereignissen. Am Beispiel der Hitzewelle 2003. Studie des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung.<br /><strong>Maxwell, Terrence A.</strong> (2003): The public need to know: emergencies, government organizations and public information policies, in: Government Information Quarterly (Nr.20), S. 233-258.<br /><strong>PABE </strong>(2001): Public Perceptions of Agricultural Biotechnologies in Europe. Final Report of the Research Project funded by the Commission of European Communities.<br /><strong>Paris, Rainer</strong> (2005): Vom Mißtrauen, in: Merkur, 59. Jg. (Nr.673), S. 424-430.<br /><strong>Poortinga, Wouter &amp; Pidgeon, Nick F.</strong> (2004): Trust, the Asymmetry Principle and the Role of Prior Beliefs, in: Risk Analysis, 24. Jg. (Nr.6), S. 1475-1486.<br /><strong>Poortinga, Wouter &amp; Pidgeon, Nick F.</strong> (2005): Trust in Risk Regulation: Cause or Consequence of the Acceptability of GM Food?, in: Risk Analysis, 25. Jg. (Nr.1), S. 199-209.<br /><strong>Salzmann, Christian &amp; Wörmann, Stefan Josef </strong>(2001): Die Herstellung von Vertrauen? .Public Understanding of Science und die Öffentlichkeitsarbeit der Wissenschaft &#8211; der Fall Biotechnologie. Univ. Bielefeld &#8211; Fakultät f. Soziologie.<br /><strong>Trettin, Lillian &amp; Musham, Catherine</strong> (2000): Is trust a realistic goal of environmental risk communication?, in: Environment and behavior, 32. Jg. (Nr.3), S. 410-426.<br /><strong>Walls, John / Pidgeon, Nick / Weyman, Andrew et al.</strong> (2004): Critical trust: understanding lay perceptions of health and safety risk regulation, in: Health, Risk &amp; Society , 6. Jg. (Nr.2), S. 133-150.<br /><strong>Weingart, Peter / Engels, Anita &amp; Pansegrau, Petra</strong> (2002): Von der Hypothese zur Katastrophe. Der anthropogene Klimawandel im Diskurs zwischen Wissenschaft, Politik und Massenmedien. Opladen: Leske und Budrich.<br />&nbsp;<br />&nbsp;</p>
<hr width="90%" size="1" />
<p><em>Linktipps:</em></p>
<ul>
<li>Bauchmüller, Michael: <a target="_blank" href="http://www.sueddeutsche.de/wissen/artikel/737/122570/">Angst vor dem Vertrauensverlust</a>, Süddt. Zeitung, 9.7.2007</li>
<li><a target="_blank" href="http://starc.jrc.it/">Projekt-Website</a> EU-Projekt &quot;STARC &#8211; Stakeholders in Risk Communication&quot; [Download des <a target="_blank" href="http://mahbsrv4.jrc.it/starc/downloads/wp4/STARC-final-report.zip">Abschlußberichts</a>]</li>
</ul>
<p>
<p><em>Literaturempfehlungen:</em> </p>
<ul>
<li>Renn, Ortwin (2007): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/1844072916?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=1844072916">Risk Governance: Coping with Uncertainty in a Complex World</a>. Earthscan Publications. </li>
<li>Lofstedt, Ragnar E. (2005): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/1403949786?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=1403949786">Risk Management in Post Trust Societies</a>. Palgrave Macmillan.</li>
<li>Lundgren, Regina A. und McMakin, Andrea H. (2004): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/1574771426?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=1574771426">Risk Communication: A Handbook for Communicating Environmental, Safety, and Health Risks</a>. Battelle Press. </li>
<li>Frewer, Lynn (2004): The public and effective risk communication, in: Toxicology Letters, 149. Jg. (Nr.149), S. 391-397.</li>
<li>Leiss, William (2004): Effective risk communication practice, in: Toxicology Letters (Nr.149), S. 399-404.</li>
<li>Lofstedt, Ragnar (2003): Risk communication: pitfalls and promises, in: European Review, 11. Jg. (Nr.3), S. 417-435.</li>
<li>Maxwell, Terrence A. (2003): The public need to know: emergencies, government organizations and public information policies, in: Government Information Quarterly (Nr.20), S. 233-258.</li>
<li>Perrow, Charles (1987): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3593341255?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3593341255">Normale Katastrophen</a>. Die unvermeidbaren Risiken der Großtechnik. Campus. </li>
<li>Beck, Ulrich (1986): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3518113658?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3518113658">Risikogesellschaft</a>. Auf dem Weg in eine andere Moderne. Suhrkamp. </li>
</ul>
<p>
<p>&nbsp;</p>
<p></p>
<hr width="100%" size="1" /><hr /><h4>&Auml;hnliche Beitr&auml;ge</h4><ul><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/07/21/erosion-von-sicherheit-und-vertrauen-risikokommunikation-in-einer-sensibilisierten-nebenfolgengesellschaft-ii/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Erosion von Sicherheit und Vertrauen &#8211; Risikokommunikation in einer sensibilisierten Nebenfolgengesellschaft II">Erosion von Sicherheit und Vertrauen &#8211; Risikokommunikation in einer sensibilisierten Nebenfolgengesellschaft II</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/07/19/vom-stoerfall-zum-kommunikations-gau-risikokommunikation-in-einer-sensibilisierten-nebenfolgengesellschaft-i/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Vom Störfall zum Kommunikations-GAU » Risikokommunikation in einer sensibilisierten Nebenfolgengesellschaft I">Vom Störfall zum Kommunikations-GAU » Risikokommunikation in einer sensibilisierten Nebenfolgengesellschaft I</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/07/24/wenn-sicherheit-fragil-wird-risikokommunikation-in-einer-sensibilisierten-nebenfolgengesellschaft-iii/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Wenn Sicherheit fragil wird » Risikokommunikation in einer sensibilisierten Nebenfolgengesellschaft III">Wenn Sicherheit fragil wird » Risikokommunikation in einer sensibilisierten Nebenfolgengesellschaft III</a></li></ul><hr width="100%" size="1" /><p><font color="#777777">Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stöbern Sie doch weiter in anderen Veröffentlichungen der Wissenswerkstatt - etwa hier in der <a target="_blank" href="http://www.wissenswerkstatt.net/werkstattinventar-publikumslieblinge-liebhaberstuecke-und-versteckte-perlen/">Übersicht</a> besonders beliebter Texte. Alternativ lohnt sich auch die Navigation über das <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/lageplan/">Werkstattinventar</a><br /></font></p><p><em><font color="#777777">Alle Artikel der <a target="_blank" href="../">Wissenswerkstatt</a> stehen unter der <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">CreativeCommons-Lizenz</a>, d.h. Verlinken jederzeit erlaubt, Bearbeiten und Zitieren jeweils unter Angabe der
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<div class="nr_clear"></div><hr size=1 width=40%><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_62" class="footnote">Wie zentral Vertrauen ist, läßt sich exemplarisch an <a target="_blank" href="http://www.huebsch-gemacht.de/weblog/pivot/entry.php?id=35">diesem Blogbeitrag</a> ablesen. Die Strategie von Vattenfall hat hier nur weiteres Mißtrauen erzeugt. Ob zu Recht oder nicht, sei dahingestellt. Die Risikokommunikation selbst wird freilich berechtigt mißtrauisch und skeptisch beurteilt.</li><li id="footnote_1_62" class="footnote">Allerdings ist die Annahme falsch, erst die BSE-Krise hätte das Vertrauen in die risikoregulierenden Instanzen erschüttert. Der ‚Fall BSE’ bestätigte und erhärtete lediglich in anschaulicher Weise bereits vorhandene skeptische Einstellungen (vgl. <em>PABE</em> 2001: 84ff.). Insgesamt gilt: „There is very little quantitative evidence that general trust in institutions has declined during the last decade.” (<em>Poortinga/Pidgeon</em> 2004: 1476).</li></ol><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/07/26/vertrauen-als-gefaehrdete-ressource-risikokommunikation-in-einer-sensibilisierten-nebenfolgengesellschaft-iv/">Vertrauen als gefährdete Ressource » Risikokommunikation in einer sensibilisierten Nebenfolgengesellschaft IV</a>]</p> <p><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/?flattrss_redirect&amp;id=62&amp;md5=971cfcd048f3344be0eb51a24214b281" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Wenn Sicherheit fragil wird » Risikokommunikation in einer sensibilisierten Nebenfolgengesellschaft III</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Jul 2007 16:38:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc</dc:creator>
				<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Risikokommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie & Gesellschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Man könnte bald von einem Gesetz der Serie oder noch zutreffender von einem medialen Dominoeffekt sprechen: sobald irgendein Mißstand thematisiert, sobald irgendein Fehlverhalten entlarvt ist, so dauert es nicht lange, bis ähnliche Fälle ans Licht der Öffentlichkeit kommen. Und dies gilt ganz unabhängig von der Art des Gegenstandes: hier unterscheiden sich verrückte Pflanzenfresser (BSE), nicht [...]</p><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/07/24/wenn-sicherheit-fragil-wird-risikokommunikation-in-einer-sensibilisierten-nebenfolgengesellschaft-iii/">Wenn Sicherheit fragil wird » Risikokommunikation in einer sensibilisierten Nebenfolgengesellschaft III</a>]</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img width="315" height="159" align="right" style="border: 1px solid rgb(105, 105, 105); margin: 11px; padding: 1px;" alt="Kraftwerk_01b.jpg" src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2007/07/Kraftwerk_01b.jpg" />Man könnte bald von einem Gesetz der Serie oder noch zutreffender von einem medialen Dominoeffekt sprechen: sobald irgendein Mißstand thematisiert, sobald irgendein Fehlverhalten entlarvt ist, so dauert es nicht lange, bis ähnliche Fälle ans Licht der Öffentlichkeit kommen. Und dies gilt ganz unabhängig von der Art des Gegenstandes: hier unterscheiden sich verrückte Pflanzenfresser (BSE), nicht von medikamentenfressenden Verrückten (Radsport) oder anderen Gammelfleischskandalen.</strong> </p>
<p>Ist die erste verdorbene Fleischlieferung entdeckt, so dauert es gewiß nicht lange, bis in irgendeinem Kühlhaus tonnenweise grünlich-verfärbte Schweinehälften auftauchen. Und sobald sich der erste halbwegs geläuterte Exradstar ein Herz faßt und seine Verstrickung in die Praktiken der Leistungsmanipulation beichtet, darf man getrost schon die Taschentücher bereithalten, um sie den weiteren reuigen Sündern anzubieten.</p>
<p>Kaum anders verhält es sich mit der Pannenserie, die derzeit die bundesdeutsche Diskussion um die Sicherheit der Kernenergie bestimmt. Erst wurde ein Brand auf dem Reaktorgelände bekannt, sehr viel später offenbarte sich das wahre Ausmaß des Zwischenfalls und seitdem werden fast im täglichen Rhythmus weitere Versäumnisse publik: die Betreiber agieren so konfus, wie sich die Aufsichtsbehörden als zahnlos entpuppen. Vermutlich sind fehlerhafte Dübel noch das Geringste, was bislang verheimlicht wurde. Die ursprüngliche Rede von einer „spontanen Leckage“, wie ein Zwischenfall am 14.12.2001 im KKW Brunsbüttel ursprünglich bezeichnet wurde, erwies sich letztlich doch als nicht haltbar: immerhin war es zu einer erheblichen Knallgasexplosion gekommen, die eine Leitung des Reaktordruckbehälters auf fast 4 Metern aufriß. Unter „Leckage“ stellt man sich gemeinhin etwas anderes vor. Später kamen die Untersuchungsbehörden zu gänzlich anderen Lesarten, als die Betreiber glauben machen wollten. Als Fazit stellten die Fachleute fest, daß entweder der Vorfall „schamlos vernebelt“ werden sollte oder die Sachkunde „skandalös unterentwickelt“ sei. Nun ja, der Betrieb des Reaktors ging freilich weiter. Wie<a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,496024,00.html" target="_blank"> jetzt bekannt</a> wird, gab es ähnliche Fälle bereits mehrmals zuvor.</p>
<p>Festzuhalten bleibt: der Betrieb von hochriskanten Technologien wird niemals ohne prekäre Notfallsitationen ablaufen; es kann niemals 100% Sicherheit geben. Wie zentral freilich die Sicherheitsorientierung und der Kontrollglaube sind und welche abfedernd-aufklärende Rolle hier Risikokommunikation spielen muß, soll im folgenden eingehend erörtert werden:</p>
<p>Die Thematisierung von Sicherheit bzw. Unsicherheit hat in den unterschiedlichsten Disziplinen eine zum Teil weit zurückreichende Tradition. So setzt bspw. das moderne Staatsdenken damit ein, daß Thomas Hobbes dem Staat explizit die Aufgabe zuweist, die Sicherheit seiner Bürger zu garantieren. Und Sicherheit ist schon hier verstanden als Status kollektiver und/oder individueller Gefährdungsfreiheit. Schon Hobbes und noch deutlicher John Locke formulieren als vornehmstes Staatsziel: die institutionellen Rahmenbedingungen sind derart zu gestalten, daß für alle Mitglieder des Gemeinwesens die Abwesenheit von (physischer) Bedrohung gewährleistet ist.</p>
<p>Damit trägt die Staatstheorie nunmehr dem humanen Grundbedürfnis nach Sicherheit Rechnung, das – wie Untersuchungen aus dem Bereich von Soziobiologie und Anthropologie zeigen – als quasi-anthropologische Konstante aufzufassen ist (vgl. <em>Zelinka</em> 1997). Je unübersichtlicher und komplexer sich freilich die Lebenswirklichkeit jedes Individuums gestaltet, desto stärker wächst das subjektive Sicherheitsbedürfnis. Und so ist an der Richtigkeit der Feststellung von John Dewey nicht zu zweifeln: „Man who lives in a world of hazards is compelled to seek for security.“ (<em>Dewey</em> 1929: 3) </p>
<p>In jüngerer Vergangenheit wird Sicherheit allerdings von wachsenden Bevölkerungsteilen immer häufiger als gefährdete Ressource empfunden (<em>Kaufmann</em> 1987: 38). Noch stärker als&nbsp; die ökonomisch orientierte Statussicherheit, wird vor allen Dingen die körperlich-gesundheitliche Sicherheit (resp. Unversehrtheit/Gesundheit) zu einem „Wert an sich“ erhoben.&nbsp; Inzwischen hat auch die Diskussion innerhalb des Verfassungsrechts eine Bringschuld des Staates problematisiert: dem Staat wird zum Teil gar eine Schutzverpflichtung zugewiesen, die aus einem „Grundrecht auf Sicherheit“ abgeleitet wird (vgl. <em>Isensee</em> 1983, <em>Glaeßner</em> 2002). Angesichts qualitativ neuer Gefährdungspotentiale und offensichtlichen Kontrolldefiziten sei – so die Forderung – Sicherheit als Staatsziel anzuerkennen (vgl. <em>Stoll</em> 2003).</p>
<p>Hier durchdringen sich also zwei der Bedeutungsebenen, in die sich der Terminus ‚Sicherheit’ untergliedern lässt: </p>
<p>1.) Das individuell-subjektive Sicherheitsbedürfnis: dieses kommt einerseits im individuellen Streben nach Vorhersehbarkeit und Kontrolle, andererseits durch das Vermeiden unkalkulierbarer Risiken zum Ausdruck. Dabei ist von zentraler Bedeutung, daß das Sicherheitsempfinden in maßgeblicher Weise das Ergebnis soziokultureller Wahrnehmungs- und Vermittlungsprozesse ist (<em>Douglas/Wildavsky</em> 1993); Laien nehmen (Un-)sicherheit als komplexes, multidimensionales Phänomenen wahr. Offizielle auf technischen Daten basierende Risikoeinschätzungen sind lediglich ein Teil davon und für das Gefühl von Sicherheit resp. Unsicherheit nicht allein ausschlaggebend, sondern werden durch individuelle, selektive Urteilsmuster ergänzt (vgl. <em>MacGregor et al</em>. 1999, <em>Willis et al.</em> 2005).&nbsp;&nbsp; </p>
<p>2.) Das institutionelle Arrangement zur Sicherstellung staatlicher Schutz- und Kontrollpflichten: Zielsetzung ist hierbei auf der einen Seite die Minimierung objektiv gegebener Gefährdungslagen (‚Risikoregulierung’); auf der anderen Seite gilt es aber zugleich, das Sicherheitsgefühl der Bürger zu stärken. Das Gefühl von Schutz und Verläßlichkeit kann nur über ausreichende ‚Risikokommunikation’ sichergestellt werden.</p>
<p>Dabei wird deutlich: sobald die Möglichkeiten des Einzelnen nicht mehr hinreichen, sein grundlegendes Sicherheitsbedürfnis aufrechtzuerhalten, sind kollektive Institutionen und Regelungsmechanismen gefragt, um dieses subjektiv wahrgenommene Sicherheitsdefizit zu kompensieren. </p>
<p><strong>Selbsterzeugte Gefährdungslagen und kognizierte Unsicherheit</strong> </p>
<p>Für die Zeit seit etwa 1970 ist festzustellen, daß vor allem die unintendierten, ungesehenen Nebenfolgen der industriellen Wohlstandssteigerung zu einer Renaissance der Unsicherheit geführt haben. Dabei ist es nicht notwendig, daß bspw. eine tatsächliche Beeinträchtigung von Gesundheit und Leben bereits eingetreten ist. Denn während kognizierte Sicherheit, auf dem Bewußtsein beruht, die jeweilige Zukunft vorhersagen und kontrollieren zu können, ist diese essentielle Kontrollzuversicht im Falle kognizierter Unsicherheit verschwunden. Sie resultiert also aus der Konfrontation mit einer Zukunft, deren mögliche Ausprägungen weder als überschaubar, geschweige denn als kontrollierbar angesehen werden können. Unsicherheit ist in diesem Sinne das Bewußtsein, daß die Zukunft negative Überraschungen bereithalten könnte, ohne daß in der Gegenwart geeignete Mittel zur Verfügung stehen, diesen negativen Konsequenzen auszuweichen (<em>Gasparini </em>2004).</p>
<p>Es bedarf also keineswegs der möglicherweise traumatischen Katastrophen wie Bhopal oder Tschernobyl, um ein diffuses Gefühl der Unsicherheit hervorzurufen. Es scheinen vielmehr die subtilen, alltäglichen „zivilisatorischen Selbstgefährdungen“ (<em>Beck</em> 1986: 63) zu sein, die sich etwa in Gestalt der Diskussionen um Elektrosmog, Trinkwasser- oder Luftverschmutzung, Ozonloch oder BSE-Krise, etc. zu einer tiefgreifenden Verunsicherung aufaddieren (vgl. <em>Jaeggi</em> 1991, <em>Zwick</em> 1998).</p>
<blockquote><p>“The food we eat, the water we drink, the air we breathe, our habits and lifestyles, and, not least, the many technologies that we are becoming increasingly dependent upon, are all more or less imbued with uncertainty as to what their effects might be.”&nbsp; (<em>Boholm</em> 2003: 159)</p>
</blockquote>
<p>Die Wahrnehmung einer potentiellen Betroffenheit reicht folglich aus, um das subjektive Sicherheitsempfinden nachhaltig zu stören. Das Ausmaß der Verunsicherung und die Bereitschaft, dennoch etwaige Risiken zu tolerieren, variiert – wie die Risikoperzeptionsforschung zeigt – individuell und situationsabhängig (Kahneman et al. 1982, Slovic et al. 2004). In die Risikobeurteilung von Betroffenen fließen v.a. die Freiwilligkeit der Risikoübernahme, Kosten-Nutzen-Kalküle, eigene Kontroll- und Ausweichmöglichkeiten, das Katastrophenpotential, der Bekanntheitsgrad einer Gefahrenquelle resp. deren Innovationsgrad und die kognitive Verfügbarkeit von Informationen mit ein. </p>
<blockquote><p>„Die wichtigste Erkenntnis der psychologischen Risikoforschung ist [...], daß in den Risikobeurteilungen der Öffentlichkeit sowohl Irrtum als auch Klugkeit stecken. [...] Anstrengungen zur Risikokommunikation und zum Risikomanagement müssen scheitern, wenn sie nicht als ein interaktiver, in beide Richtungen laufender Prozess begriffen und strukturiert werden.“ (<em>Jungermann/Slovic</em> 1993: 202)</p>
</blockquote>
<p>Diese Einsicht kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Die innerhalb von Experten festzustellende Tendenz, die in der Bevölkerung anzutreffende Unsicherheit und Skepsis als irrational oder gar als Hysterie abzutun, geht an der Sache vorbei: wenn Unsicherheit etwa durch Bürgerinitiativen oder Verbraucherschutzverbände artikuliert wird, ist dies ein sozialer Tatbestand. Denn weder korreliert ein objektiv gegebenes Gefahrenpotential mit dem Grad der wahrgenommenen Unsicherheit, noch führt die Minimierung von Gefahrenquellen automatisch zu einem Anstieg des Sicherheitsempfindens (vgl. <em>Bonß</em> 1997). </p>
<p>Die Risikoeinschätzung und die ‚gefühlte Unsicherheit’ von Laien weist – wie unzählige Studien belegen – eine erhebliche Diskrepanz zu Expertenurteilen auf (in jüngerer Zeit: Slovic et al. 2004, <em>Renn </em>2004, <em>Savadori et al</em>. 2004). Allerdings ist dies nur bis zu einem gewissen Umfang auf ein Informations- und Wissensdefizit zurückzuführen. Weit größeren Einfluß auf die Risikoperzeption von Laien haben bestimmte Urteilsheuristiken, die allerdings gegenstandsspezifisch, im Zeitverlauf und hinsichtlich der sozialen Gruppenzugehörigkeit variieren (<em>Shaw</em> 2004). Die Unsicherheit bezüglich der Gefahren im Lebensmittelbereich unterscheidet sich bspw. von der Skepsis gegenüber der Nanotechnologie, Frauen zeigten während des BSE-Falles eine größere Zurückhaltung was den Fleischkonsum anging als Männer (vgl. <em>Hansen et al</em>. 2003). </p>
<p>Die von Verbrauchern wahrgenommene Unsicherheit wird daneben noch von einem weiteren Faktor beeinflußt: nämlich dem Gefühl, auf risikorelevante Entscheidungen Einfluß nehmen zu können oder wenigstens durch Verhaltensmodifikationen die persönliche Risikoausgesetztheit minimieren zu können. Doch je unüberschaubarer die Verantwortlichkeiten, je anonymer die Verfahrenswege, desto geringer die ‚Kontrollzuversicht/Kontrollfähigkeit’ (‚controllability’) der Betroffenen (<em>Willis et al</em>. 2005). Durch eine effiziente und sachangemessene Risikokommunikation, die vor allem ‚Stakeholder’ in Entscheidungsprozesse einbezieht, könnte diesem Problem begegnet werden (<em>Leiss</em> 2004, <em>Frewer</em> 2004).</p>
<p><strong>Die Grenzen der Wissenschaft: Ambivalenzen der Wissensgenese</strong> </p>
<p>Neben diesem Aspekt individuell-subjektiver Unsicherheit kommt in der Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Folgen industriellen Forschens und Handelns einer weiteren Unsicherheitsdimension eine wesentliche Bedeutung zu, die als ‚scientific uncertainty’ gekennzeichnet werden kann. Je nach Perspektive mag dieser zu erläuternde Sachverhalt als Paradoxon oder als schlichte Selbstverständlichkeit erscheinen: denn schließlich ist es die wesensmäßige Bestimmung von Wissenschaft mehr Sicherheit herzustellen. Innerhalb aufgeklärter Gesellschaften ist sie diejenige Institution, die mit rationalen Methoden immer mehr kausales Wissen erzeugen soll. Die Erweiterung der Kenntnisse dient dann als Orientierungswissen und bildet die Grundlage für technologisches Handeln.</p>
<p>Der Prozeß der Wissensgenese und -implementation ist in der Realität allerdings sehr viel ambivalenter: denn jeder Erkenntnisfortschritt geht zugleich damit einher, daß Bereiche des Nicht-Wissens auftauchen (<em>Böschen</em> 2002, <em>Wehling</em> 2003). Und jede weitere Innovation und Ausweitung von (technologischen) Handlungsmöglichkeiten führt dazu, daß deren hochkomplexe Wechselwirkungen kaum noch überschaubar und berechenbar sind. </p>
<blockquote><p>„Je bestimmter [...], genauer, in immer mehr Variablen und Kombinationen zerteilt man die Gegenstände oder Ereignisse beschreibt, desto unbestimmer [...] und mehrdeutiger wird das Wissen darüber, wie sich ein System oder Gegenstand tatsächlich verhalten wird.“ (<em>Gamm</em> 2000: 178)</p>
</blockquote>
<p>Am Beispiel der Fehler- und Schadensanfälligkeit großtechnischer Anlagen wurde bereits 1987 in einer maßgeblichen Studie von Charles Perrow auf diese strukturelle Problematik und Risikoträchtigkeit in der Handhabung sog. ‚komplexer Systeme’ hingewiesen (<em>Perrow</em> 1987, vgl. <em>Sagan</em> 2004).&nbsp; </p>
<p>Die Vielzahl von wissenschaftlichen Irrtümern und industriellen Unfällen mit kaum zu kalkulierenden Schadensverläufen veranlasste etwa Ulrich Beck zur Feststellung, daß „das Ergebnis des wissenschaft­lichen Fortschritts nicht Sicherheit, sondern her­gestellte Ungewißheit ist“ (<em>Beck</em> 1991: 157). Und auch von jeder weiteren Intensivierung von Forschungsanstrengungen ist – so der Tenor jüngerer wissenschaftssoziologischer Studien (<em>Carrier</em> 2000, <em>Maasen</em> 2001, <em>Krohn</em> 2003) –&nbsp; bestenfalls mehr Wissen, allerdings nicht mehr Sicherheit zu erwarten. Die unhintergehbare Restunschärfe des Wissens lässt sich nicht eliminieren. Und so ist die vor mittlerweile bald 25 Jahren von Mary Douglas und Aaron Wildavsky getroffene Bemerkung auch heute noch in gleichem Maße zutreffend: </p>
<blockquote><p>„Once the source of safety, science and technology have become the source of risk.” (<em>Douglas/Wildavsky</em> 1993: 123)&nbsp; </p></blockquote>
<p>Es gibt also einen Bestand an Unsicherheit trotz (oder in vielen Fällen: aufgrund von) Wissenschaft. Für das Feld des Umgangs mit Risiken ergeben sich aus diesem ‚gap of knowledge’ folgende Konsequenzen:</p>
<p>1.) Unsicherheit hinsichtlich der Wissensgenese: Der Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen in Anwendungszusammenhänge setzt (gemäß einer eher naiven Vorstellung) voraus, daß vollständige Gewißheit hinsichtlich der Gültigkeit des in Frage stehenden Wissens besteht. Die politische Entscheidung für eine bestimmte Technologie (seien es denkbare Anwendungen der Nanotechnologie oder bereits verfügbare Optionen der Biotechnologie) ist allein auf der Grundlage von ‚robustem Wissen’ legitim. Andernfalls riskieren die Entscheider in der Politik den Entzug des Wählervertrauens; Verantwortliche in Industrie und Wirtschaft riskieren, daß das Unternehmen in Mißkredit gezogen wird. </p>
<p>Nachdem die Evidenz von Meßwerten, Zahlen und Daten keineswegs immer zweifelsfrei gegeben ist, bleibt allein der Konsens innerhalb der ‚scientific community’ als Entscheidungskriterium. Jedoch hat die Ausdifferenzierung und Demokratisierung des Wissenschaftssystems selbst zu einer ‚Heterogenisierung von Expertise’ geführt: der fachliche Widerstreit ist das Symptom, an dem die strukturelle Insuffizenz von Wissenschaft abzulesen ist, letztgültige Sicherheiten zu produzieren (<em>Nowotny</em> 1999, <em>Nowotny et al</em>. 2003). </p>
<p>Die Frage, die sich für die Gesellschaft stellt, ist dann nur, welcher Grad an Unsicherheit&nbsp; für tolerierbar erachtet wird. Aufgabe von Risikokommunikation vor diesem Hintergrund ist es, zu vermitteln, daß ein quantitativer Zuwachs an Wissen im Ergebnis zu einem qualitativ geringeren Gewißheitsniveau führen kann; gleichzeitig aber Entscheidungsregeln auf der Basis wissenschaftlicher Aussagen gefunden werden müssen. Wissenschaft ist allerdings auch und gerade in der Konfrontation mit ihren immanenten Unzulänglichkeiten alternativlos: „In Phasen der Verunsicherung steigt die Bedeutung von Experten“ (<em>Bonß</em> 1995: 23).</p>
<p>Für Prozesse der Risikokommunikation gilt es anzuerkennen und transparent zu machen, daß wissenschaftliches Nicht-Wissen kein Einzelfall, sondern die Regel ist. Um die Entscheidungsgrundlage zu verbreitern und ggf. gegenseitige Lerneffekte anzustoßen, kann es förderlich sein, Vertreter von Interessengruppen, NGO’s oder weiteren ‚Stakeholdern’ in Entscheidungs- und Beratungsgremien einzubinden: </p>
<blockquote><p>„It is also in the interests of informed public debate that each side acknowledges that uncertainty is an inevitable part of the scientific process. […] A franker treatment of scientific uncertainty would be of long-run benefit to scientific advisory panels. Systematic treatment of scientific uncertainty will not diminish the authority of the pronouncements or recommendations of these committees. On the contrary, it will reinforce their authority by showing their ability to acknowledge and express uncertainty in a professionally responsible manner.” (<em>Weiss</em> 2002: 385)</p></blockquote>
<p>2.) Unsicherheit hinsichtlich des ‚Riskassessment’: gerade innerhalb von Risikoanalysen-/abschätzungen ergeben sich naturgemäß weitreichende Unsicherheitsspielräume.&nbsp;</p>
<p> a) Bereits die Definition, was überhaupt als Schadensfall einzustufen ist, kann strittig und unsicherheitsbelastet sein;<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/07/24/wenn-sicherheit-fragil-wird-risikokommunikation-in-einer-sensibilisierten-nebenfolgengesellschaft-iii/#footnote_0_61" id="identifier_0_61" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Als gr&ouml;&szlig;tm&ouml;gliches Negativszenario wurde bspw. f&uuml;r den Betrieb von Kernkraftwerken zur Energieerzeugung der &sbquo;Bruch der Hauptk&uuml;hlleitung&rsquo; angenommen und entsprechend die Risikoanalysen angefertigt. Andere &ndash; m&ouml;glicherweise weit verh&auml;ngnisvollerer Szenarien &ndash; wurden/werden gr&ouml;&szlig;tenteils ausgeblendet.">1</a></sup> was aus der einen Perspektive noch als irrelevante Begleiterscheinung angesehen wird, ist von einem anderen Standpunkt aus betrachtet bereits eine tiefgreifende Beeinträchtigung. Hintergrund für Unbestimmtheiten dieser Art, sind aber meist weniger Defizite des Wissens, sondern ein Wertedissens zwischen verschiedenen Akteuren.</p>
<p>b) Handfeste wissenschaftlich-technische Kontroversen bestehen allerdings im Bezug auf Kausalitätsannahmen: der ursächliche Zusammenhang zwischen bestimmten Handlungen/Eingriffen oder einer angenommenen Schadstoffexposition und möglichen negativen Folgeerscheinungen ist kaum lückenlos herzustellen. Krankheitssymptome lassen sich jeweils nur indirekt auf konkrete Ursachen zurückführen. Unsicherheit besteht hier stets darüber, welcher Anteil individuellem Fehlverhalten, entsprechender Veranlagung, dem Zufall bzw. natürlicher Variabilität und der Wirkung zusätzlicher toxischer Stoffe beigemessen wird. Insbesondere die Abschätzung von Gesundheitsgefährdungen bei Schadstoffminimalexposition ist in hohem Maße unsicherheitsbehaftet. </p>
<p>Im Falle bspw. der Quecksilberbelastung durch Amalgamfüllungen kann kaum wissenschaftlich eindeutig eine verursachende Wirkung festgestellt werden. Ähnliches gilt u.a. für Gesundheitsbeeinträchtigungen durch Lösemittel, Umwelt-Östrogene, elektromagnetische Felder etc. (vgl. <em>Rosenbrock/Maschewsky</em> 1998). Problemverschärfend kommt hinzu, daß die Analyse- und Bearbeitungskapazität von toxikologischen Forschungseinrichtungen äußerst gering ist; angesichts von ca. 70.000 in Wohnräumen vorzufindenden Chemikalien wird deutlich, wie partiell und selektiv Risikoanalysen ausfallen müssen (<em>EEA</em> 2001). Und gerade wenn Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge im Niedrig-Dosis-Bereich extrapoliert werden müssen, ist gesicherte Evidenz kaum herzustellen: </p>
<blockquote><p>„Die Vielschichtigkeit, Komplexität und Unsicherheit in der Risikoanalyse von Schadstoffen erschweren eine eindeutige Lösung solcher konfligierender Expertenurteile.“ (<em>Renn</em> 2002: 46)</p>
</blockquote>
<p>c) Der letzte Unsicherheitsaspekt bezieht sich auf die Identifizierung und Kategorisierung von Risikoszenarien allgemein: denn für bekannte, d.h. ‚definierte Risiken’ stehen bestimmte, erfolgsversprechende Handlungsstrategien bereit. Bei bekannten Gefahrenquellen liegt ein Mindestmaß an Erfahrungswissen vor. Solche Risiken sind charakterisiert dadurch, daß 1. die Häufigkeit, mit der ein Störfall/Exposition eintritt, bekannt ist, 2. zumindest Modellannahmen über mögliche Schadensverläufe und -kausalitäten existieren und 3. die Wahrscheinlichkeit bekannt ist, mit der bei einer gegebenen Exposition ein schädliche Wirkung zu erwarten ist. Die Unsicherheit ist also einerseits durch Kalküle abgefedert, andererseits kann ihnen mit den erprobten Strategien des Risikomanagements entgegengetreten werden.</p>
<p>Die Verunsicherung in der Auseinandersetzung mit hypothetisch riskantem Handeln geht allerdings so weit, daß auch bislang unbekannte, aber zukünftig nicht auszuschließende Schadensfälle in der Risikokommunikation Relevanz gewinnen (<em>Wiedemann et al</em>. 2004). Denn das oben skizzierte analytische Nicht-Wissen (‚gap of knowledge’) impliziert konsequenterweise auch, daß es nicht-gewußte, d.h. ‚diffuse Risiken’ gibt. Mangels Vergleichswissen und Informationen, können im Falle solcher kontingenter Risken auch keine Risikovorkehrungen getroffen werden (<em>EPA</em> 2000). Es bleibt nichts anderes übrig, als abzuwarten und sich überraschen zu lassen. Es ist eben das Charakteristikum nicht-identifizierter Risiken, daß ihr faktisches Auftreten nicht notwendig aber stets möglich ist. </p>
<p>Aber egal, ob es sich um konkrete oder rein hypothetische Bedrohungsszenarien handelt: Unsicherheit ist in Bezug auf Handlungsfolgen (i.S. ökologischer, finanzieller, politischer oder gesundheitlicher ‚bads’ or ‚goods’) immer gegeben.&nbsp; </p>
<p>Die Anerkennung von Wissenslücken und bestehender Unsicherheit ist daher als wesentliche Voraussetzung für eine sachgerechte Risikokommunikation anzusehen.</p>
<blockquote><p> „Risikokommunikation im Bereich von Umweltrisiken ist deshalb unabdingbar mit der Vermittlung von Komplexität, Unsicherheit und Ambivalenz verbunden.“ (<em>Renn</em> 2002: 41)</p>
</blockquote>
<p>Für die Risikokommunikation lassen sich vor diesem Hintergrund folgende Anforderungen formulieren:</p>
<p>Erstens: Risikokommunikation muß eine ‚Übersetzungsfunktion’ leisten: nämlich den Transfer von Expertenwissen (d.h. Stand der Forschung einschließlich der Wissenslücken resp. Nicht-Wissen) in adressatengerechte Information. Möglicherweise müßte in gesamtgesellschaftlicher Hinsicht zur Erlangung einer gewissen Frustrationstoleranz der Umgang mit Unsicherheit ‚eingeübt’ werden. Dies bedeutete aber eben nicht die Leugnung oder Bagatellisierung von Unsicherheitsmomenten; vielmehr muß eine transparente Kommunikation von Ungewißheit/Nicht-Wissen durch Wissenschaft, Industrie und Politik trainiert und ggf. von ‚Stakeholdern’ eingefordert werden. </p>
<p>Zweitens: Zielsetzung dabei ist, sich einer ‚consumer sovereignty’ anzunähern: nämlich die Verbraucher in die Lage zu versetzen, souverän und bewußt über Chancen und Risiken von Technologien zu entscheiden. Es geht also darum, Bürgerinnen und Bürger mit ‚Risikokompetenz’ auszustatten, oder wie es die Risikokommission formuliert:&nbsp; </p>
<blockquote><p>„Kommunikation soll allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit verschaffen, auf der Basis der Kenntnis der faktisch nachweisbaren Auswirkungen, der verbleibenden Unsicherheiten und der vertretbaren Interpretationsspielräume eine persönliche Beurteilung der jeweiligen Risiken vorzunehmen“ (<em>Risikokommission</em> 2003: 15) </p></blockquote>
<p>Zusammenfassend läßt sich feststellen, daß Sicherheit durch Risikohandeln prekär geworden ist und das Vertrauen in die institutionalisierten Entscheidungs- und Bearbeitungsmechanismen mehr und mehr erodiert. Wie dargestellt wurde, reichen inzwischen auch wissenschaftliche Expertenurteile nicht mehr aus, um mögliche Zweifel auszuräumen; im Gegenteil: ein Großteil der Verunsicherung resultiert gerade aus konfligierenden, sich also gegenseitig zumindest teilweise widersprechenden Expertenmeinungen. Hier liegt eine der besonderen Herausforderungen, der sich die Risikokommunikation gegenübersieht. Widersprüche und Wissenslücken nicht zu thematisieren oder gar zu leugnen, ist als Kardinalfehler aller Kommunikationsbemühungen anzusehen. Jeder der die Hoffnung darauf setzt, daß das wahre Ausmaß der Gefährdung nicht bekannt wird, setzt fahrlässigerweise die elementare Ressource „Vertrauen“ aufs Spiel. Welche Faktoren hier relevant sind, wird im nächsten Teil der Artikelserie der Wissenswerkstatt behandelt.</p>
<p>&nbsp;<em><br /></em></p>
<p>
</p>
<hr width="75%" size="1" />&nbsp;<br />
</p>
<p><em>Artikelserie zur Risikokommunikation: </em></p>
<p>1. <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/07/19/vom-stoerfall-zum-kommunikations-gau-risikokommunikation-in-einer-sensibilisierten-nebenfolgengesellschaft-i/">Vom Störfall zum Kommunikations-GAU » Risikokommunikation in einer sensibilisierten Nebenfolgengesellschaft I</a></p>
<p><a href="../2007/07/19/vom-stoerfall-zum-kommunikations-gau-risikokommunikation-in-einer-sensibilisierten-nebenfolgengesellschaft-i/"></a>2. <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/07/21/erosion-von-sicherheit-und-vertrauen-risikokommunikation-in-einer-sensibilisierten-nebenfolgengesellschaft-ii/">Erosion von Sicherheit und Vertrauen » Risikokommunikation in einer sensibilisierten Nebenfolgengesellschaft II</a></p>
<p><a href="../2007/07/21/erosion-von-sicherheit-und-vertrauen-risikokommunikation-in-einer-sensibilisierten-nebenfolgengesellschaft-ii/"></a>3. <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/07/24/wenn-sicherheit-fragil-wird-risikokommunikation-in-einer-sensibilisierten-nebenfolgengesellschaft-iii/">Wenn Sicherheit fragil wird » Risikokommunikation in einer sensibilisierten Nebenfolgengesellschaft III</a></p>
<p><a href="../2007/07/24/wenn-sicherheit-fragil-wird-risikokommunikation-in-einer-sensibilisierten-nebenfolgengesellschaft-iii/"></a>4. <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/07/26/vertrauen-als-gefaehrdete-ressource-risikokommunikation-in-einer-sensibilisierten-nebenfolgengesellschaft-iv/">Vertrauen als gefährdete Ressource » Risikokommunikation in einer sensibilisierten Nebenfolgengesellschaft IV</a><br />&nbsp;</p>
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<p><strong>Literatur:</strong></p>
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Zu den Schutzpflichten des freiheitlichen Verfassungsstaates. Berlin, New York.<br /><strong>Jaeggi, Eva </strong>(1991): Psyche und Risikokommunikation, in: Krüger, Jens &amp; Russ-Mohl, Stephan (Hg.), Risikokommunikation. Technikakzeptanz, Medien und Kommunikationsrisiken. Berlin: Edition Sigma, S. 67-74.<br /><strong>Jungermann, Helmut &amp; Slovic, Paul</strong> (1993): Die Psychologie der Kognition und Evaluation von Risiko, in: Bechmann, Gotthard (Hg.), Risiko und Gesellschaft. Grundlagen und Ergebnisse interdisziplinärer Risikoforschung. Opladen: Westdeutscher Verlag, S. 167-207.<br /><strong>Kahneman, Daniel / Slovic, Paul &amp; Tversky, Amos</strong> (1982): Judgment under uncertainty: heuristics and biases . New York: Cambridge University Press.<br /><strong>Kaufmann, Franz Xaver</strong> (1987): Normen und Institutionen als Mittel zur Bewältigung von Unsicherheit: Die Sicht der Soziologie, in: Bayerische Rückversicherung (Hg.), Gesellschaft und Unsicherheit. 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Hirzel, S. 41-60.<br /><strong>Renn, Ortwin</strong> (2004): Perception of risks, in: Toxicology Letters (Nr.149), S. 405-413.<br /><strong>Risikokommission</strong> (2003): Ad-hoc-Kommission &#8216;Neuordnung der Verfahren zur Risikobewertung und Standardsetzung im gesundheitlichen Umweltschutz der Bundesrepublik Deutschland.&#8217; . Abschlußbericht der Risikokommission im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung und des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Salzgitter: Geschäftsstelle c/o Bundesamt für Strahlenschutz.<br /><strong>Rosenbrock, Rolf &amp; Maschewsky, Werner </strong>(1998): Präventionspolitische Bewertungskontroversen im Bereich &#8216;Umwelt und Gesundheit&#8217;. Veröffentlichungsreihe der Arbeitsgruppe Public Health. Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung.<br /><strong>Sagan, Scott D.</strong> (2004): Learning from Normal Accidents, in: Organization &amp; Environment, 17. Jg. 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Wissenschaftliches Nichtwissen in der Wissensgesellschaft, in: Böschen, Stefan &amp; Schulz-Schaeffer, Ingo (Hg.), Wissenschaft in der Wissensgesellschaft. Wiesbaden: Westdt. Verlag, S. 119-142.<br /><strong>Weiss, Charles</strong> (2002): Scientific uncertainty in advising and advocacy, in: Technology in Society (Nr.24), S. 375-386.<br /><strong>Wiedemann, Peter / Schütz, H. &amp; Mertens, J.</strong> (2004): Kommunikation undeutlicher Risiken, (Unveröffentl. Diskussionspapier), URL: http://www.fz-juelich.de/mut/publikationen/preprints/kommunikation_undeutlicher_risiken.pdf, am: 16.7.2005.<br /><strong>Willis, Henry H. / DeKay, Michael L. / Fischhoff, Baruch et al</strong>. (2005): Aggregate, Disaggregate, and Hybrid Analyses of Ecological Risk Perceptions, in: Risk Analysis, 25. Jg. (Nr.2), S. 405-428.<br /><strong>Zelinka, Udo </strong>(1997): Sicherheit &#8211; ein Grundbedürfnis des Menschen?, in: Lippert, Ekkehard et al. (Hg.), Sicherheit in der unsicheren Gesellschaft. 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<p><em>Linktipps:</em></p>
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<li>Pergande, Frank: <a target="_blank" href="http://www.faz.net/s/Rub28FC768942F34C5B8297CC6E16FFC8B4/Doc~E1331CDAB292749699CC2ADBC9213A0C8~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_aktuell">Brunsbüttel bleibt abgeschaltet</a>, FAZ, 23.7.2007 </li>
<li>Dambeck, Holger: <a target="_blank" href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,496024,00.html">Serie von Wasserstoff-Explosionen enthüllt</a>, Spiegel-Online, 23.7.2007 </li>
<li>v. Randow, Gero: <a href="http://images.zeit.de/text/2007/30/01-Vattenfall" target="_blank">Bitte nicht stören,</a> Die ZEIT, 19.7.2007</li>
<li><a href="http://starc.jrc.it/" target="_blank">Projekt-Website</a> EU-Projekt &quot;STARC &#8211; Stakeholders in Risk Communication&quot; [Download des <a href="http://mahbsrv4.jrc.it/starc/downloads/wp4/STARC-final-report.zip" target="_blank">Abschlußberichts</a>]</li>
</ul>
<p>
<p><em>Literaturempfehlungen:</em> </p>
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<li>Renn, Ortwin (2007): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/1844072916?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=1844072916">Risk Governance: Coping with Uncertainty in a Complex World</a>. Earthscan Publications. </li>
<li>Lofstedt, Ragnar E. (2005): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/1403949786?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=1403949786">Risk Management in Post Trust Societies</a>. Palgrave Macmillan.</li>
<li>Lundgren, Regina A. und McMakin, Andrea H. (2004): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/1574771426?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=1574771426">Risk Communication: A Handbook for Communicating Environmental, Safety, and Health Risks</a>. Battelle Press. </li>
<li>Frewer, Lynn (2004): The public and effective risk communication, in: Toxicology Letters, 149. Jg. (Nr.149), S. 391-397.</li>
<li>Leiss, William (2004): Effective risk communication practice, in: Toxicology Letters (Nr.149), S. 399-404.</li>
<li>Lofstedt, Ragnar (2003): Risk communication: pitfalls and promises, in: European Review, 11. Jg. (Nr.3), S. 417-435.</li>
<li>Maxwell, Terrence A. (2003): The public need to know: emergencies, government organizations and public information policies, in: Government Information Quarterly (Nr.20), S. 233-258.</li>
<li>Perrow, Charles (1987): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3593341255?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3593341255">Normale Katastrophen</a>. Die unvermeidbaren Risiken der Großtechnik. Campus. </li>
<li>Beck, Ulrich (1986): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3518113658?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3518113658">Risikogesellschaft</a>. Auf dem Weg in eine andere Moderne. Suhrkamp. </li>
</ul>
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<hr width="100%" size="1" /><hr /><h4>&Auml;hnliche Beitr&auml;ge</h4><ul><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/07/19/vom-stoerfall-zum-kommunikations-gau-risikokommunikation-in-einer-sensibilisierten-nebenfolgengesellschaft-i/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Vom Störfall zum Kommunikations-GAU » Risikokommunikation in einer sensibilisierten Nebenfolgengesellschaft I">Vom Störfall zum Kommunikations-GAU » Risikokommunikation in einer sensibilisierten Nebenfolgengesellschaft I</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/07/21/erosion-von-sicherheit-und-vertrauen-risikokommunikation-in-einer-sensibilisierten-nebenfolgengesellschaft-ii/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Erosion von Sicherheit und Vertrauen &#8211; Risikokommunikation in einer sensibilisierten Nebenfolgengesellschaft II">Erosion von Sicherheit und Vertrauen &#8211; Risikokommunikation in einer sensibilisierten Nebenfolgengesellschaft II</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/07/26/vertrauen-als-gefaehrdete-ressource-risikokommunikation-in-einer-sensibilisierten-nebenfolgengesellschaft-iv/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Vertrauen als gefährdete Ressource » Risikokommunikation in einer sensibilisierten Nebenfolgengesellschaft IV">Vertrauen als gefährdete Ressource » Risikokommunikation in einer sensibilisierten Nebenfolgengesellschaft IV</a></li></ul><hr width="100%" size="1" /><p><font color="#777777">Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stöbern Sie doch weiter in anderen Veröffentlichungen der Wissenswerkstatt - etwa hier in der <a target="_blank" href="http://www.wissenswerkstatt.net/werkstattinventar-publikumslieblinge-liebhaberstuecke-und-versteckte-perlen/">Übersicht</a> besonders beliebter Texte. Alternativ lohnt sich auch die Navigation über das <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/lageplan/">Werkstattinventar</a><br /></font></p><p><em><font color="#777777">Alle Artikel der <a target="_blank" href="../">Wissenswerkstatt</a> stehen unter der <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">CreativeCommons-Lizenz</a>, d.h. Verlinken jederzeit erlaubt, Bearbeiten und Zitieren jeweils unter Angabe der
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<div class="nr_clear"></div><hr size=1 width=40%><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_61" class="footnote">Als größtmögliches Negativszenario wurde bspw. für den Betrieb von Kernkraftwerken zur Energieerzeugung der ‚Bruch der Hauptkühlleitung’ angenommen und entsprechend die Risikoanalysen angefertigt. Andere – möglicherweise weit verhängnisvollerer Szenarien – wurden/werden größtenteils ausgeblendet.</li></ol><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/07/24/wenn-sicherheit-fragil-wird-risikokommunikation-in-einer-sensibilisierten-nebenfolgengesellschaft-iii/">Wenn Sicherheit fragil wird » Risikokommunikation in einer sensibilisierten Nebenfolgengesellschaft III</a>]</p> <p><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/?flattrss_redirect&amp;id=61&amp;md5=6275fb2b6c9c5f6c17d5a6b905449d3e" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Erosion von Sicherheit und Vertrauen &#8211; Risikokommunikation in einer sensibilisierten Nebenfolgengesellschaft II</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jul 2007 22:06:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc</dc:creator>
				<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Die Pannenserie in den Kernkraftwerken von Brunsbüttel und Krümmel illustriert eindrücklich, daß sich im routinisierten Betrieb von hochriskanten Technologien oftmals Nachlässigkeiten einschleichen, die im Ernstfall hochbrisante Folgen haben können. Wenn sich dann noch herausstellt, daß seitens der Kernkraftwerksbetreiber eine Informationspolitik praktiziert wird, die nicht im mindesten den Anforderungen an eine zeitgemäße Risikokommunikation gerecht wird, drängt [...]</p><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/07/21/erosion-von-sicherheit-und-vertrauen-risikokommunikation-in-einer-sensibilisierten-nebenfolgengesellschaft-ii/">Erosion von Sicherheit und Vertrauen &#8211; Risikokommunikation in einer sensibilisierten Nebenfolgengesellschaft II</a>]</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><img width="315" height="159" align="right" src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2007/07/Kraftwerk_01b.jpg" alt="Kraftwerk_01b.jpg" style="border: 1px solid rgb(105, 105, 105); margin: 11px; padding: 1px;" />Die Pannenserie in den Kernkraftwerken von Brunsbüttel und Krümmel illustriert eindrücklich, daß sich im routinisierten Betrieb von hochriskanten Technologien oftmals Nachlässigkeiten einschleichen, die im Ernstfall hochbrisante Folgen haben können. Wenn sich dann noch herausstellt, daß seitens der Kernkraftwerksbetreiber eine Informationspolitik praktiziert wird, die nicht im mindesten den Anforderungen an eine zeitgemäße Risikokommunikation gerecht wird, drängt sich tatsächlich die Frage auf, ob unter diesen Umständen die Fortführung des Betriebs durch Vattenfall und Co. zu rechtfertigen ist.</strong></p>
<p>Die Frage, welche Rolle die Kernenergie zukünftig spielen soll, soll hier aber nicht weiter interessieren. Denn abgesehen von den technisch-betrieblichen Unzulänglichkeiten hat sich ein eklatantes Unvermögen im Hinblick auf die dringend gebotene Risikokommunikation offenbart. Auch hier waren Amateure am Werk. Die Folgen der Blockade- und Verzögerungsstrategie der angeblichen Kommunikationsprofis sind seit einigen Tagen ebenfalls zu besichtigen: neben den Chefs der Informations- und Atomsparte (Altmeppen und Thomauske) mußte inzwischen sogar Vattenfall-Europe-Chef Klaus Rauscher seinen Hut nehmen. </p>
<p>Nun könnte man freilich fragen, ob deren Demission nicht überzogen ist, denn schließlich könnten die fraglichen Personen ja aus Schaden klug werden und in Zukunft andere Maßstäbe anlegen. Außerdem, so ließe sich möglicherweise argumentieren, wird der Stellenwert der Kommunikationsbemühungen ohnehin überschätzt: denn haben wir uns nicht alle längst daran gewöhnt, daß unsere technisch-industrielle Zivilisation von selbsterzeugten Gefahrenquellen umgeben, um nicht zu sagen: umzingelt ist? Lebt es sich also nicht ganz wunderbar im Horizont universaler Unsicherheit?</p>
<p>Mit genau diesen Zusammenhängen, nämlich in welchem Sinne der Faktor „Unsicherheit“ geradezu nach effizienten Strukturen des Risikomanagements (wovon Risikokommunikation ein elementarer Bestandteil ist) schreit, werden sich die folgenden Artikel der Wissenswerkstattserie zur Risikokommunikation befassen. Zunächst soll skizziert werden, wie zentral der Topos „Sicherheit“ innerhalb moderner Gesellschaften ist. Denn wenn in der Handhabung von riskanten Technologien erst einmal Unsicherheitsspielräume sichtbar werden, so handelt es sich dabei um Folgeerscheinungen von Wissenslücken („gaps of knowledge“), im weiteren Verlauf führt dies fast unweigerlich zur Erosion von Vertrauen („gaps of trust“); unter solchen Randbedingungen ist Risikokommunikation unverzichtbar und der einzige Weg, um überhaupt mit Hochrisikotechnologien und anderen Gefahrenquellen umzugehen. Aber der Reihe nach&#8230; </p>
<p> Möglicherweise zeichnen sich moderne Gesellschaften nämlich genau dadurch aus, daß sie gelernt haben, innerhalb eines gewissen Umfangs Überraschungen zu tolerieren. Zwar ist es zweifellos immer noch zutreffend, die&nbsp; „Suche nach Gewißheit“ („quest for certainty“, vgl. <em>Dewey 1929</em>) als quasi-anthropologische Konstante zu verstehen, jedoch heben einzelne unerwartete Ereignisse die Welt keineswegs mehr aus ihren Angeln.</p>
<p>Einerseits ist also der Versuch – wie bereits Max Weber konstatiert – „alle Dinge im Prinzip durch Berechnung beherrschen zu können“ (<em>Weber 1922</em>: 594) als wesentliches Element einer kollektiven kognitiven Infrastruktur der Moderne anzusehen. Andererseits hat die Gesellschaft gelernt, mit Unsicherheiten umzugehen und&nbsp; Mechanismen entwickelt, die Unsicherheitsmomente auffangen und handhabbar machen (allen voran das Risikokalkül.)<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/07/21/erosion-von-sicherheit-und-vertrauen-risikokommunikation-in-einer-sensibilisierten-nebenfolgengesellschaft-ii/#footnote_0_58" id="identifier_0_58" class="footnote-link footnote-identifier-link" title=" &bdquo;Probability theory was able to quantify potential risks because, in a world governed by causal relations, sufficient knowledge of relevant factors made the uncertainties of the future estimable.&rdquo; (Reith 2004: 389f.) ">1</a></sup><br />Dabei ist eines klar: universale Gewißheit (in sachlicher, wie zeitlicher Hinsicht) ist niemals erreichbar. Je weiter sich die Gesellschaft ausdifferenziert und ihre Kenntnisse und Fertigkeiten vorantreibt und je weiter in die Zukunft heutige Entscheidungen in ihren Folgewirkungen hinausreichen, desto komplexer ist das Feld in dem sie agiert. Die Herausforderung vor der jede fortgeschrittene Industriegesellschaft steht, beinhaltet aus diesem Grund im wesentlichen drei Dimensionen.</p>
<p><strong>1.) Die Notwendigkeit verläßliches Wissen herzustellen,<br />2.) auf dessen Basis (v.a. technologische) Anwendungen zu implementieren (erfordert legitime Anwendungszwecke und gesellschaftliche Akzeptanz) und<br />3.) die Folgen der Eingriffe in Gesellschaft und Natur zu bearbeiten/zu kompensieren.</strong></p>
<p>Dabei lässt sich die erste Dimension im wesentlichen als <strong>Sachdimension</strong> charakterisieren: hier ist schlicht die Funktion von Wissenschaft und Forschung angesprochen, <strong>hinreichend gesicherte Erkenntnisse über die Gesetzmäßigkeiten und Zusammenhänge der (natürlichen und sozialen) Umwelt zu generieren</strong>. Die Wissenschaft (so auch ihre wesensmäßige Aufgabe) fungiert als Wissensproduzent. <strong>Ihre Zielsetzung dabei ist Sicherheit.</strong> Die Problematik hierbei ist, daß sich avancierte wissenschaftliche Erkenntnisse immer weniger auf unmittelbare Erfahrung stützen können (<em>Kuhn 1973, Knorr-Cetina 1984, Latour 2000</em>). Zudem ist es schwieriger denn je (anbetrachts hochkomplexer Gegenstände und vielfältiger möglicher Wechselwirkungen), das Wissen hinreichend zu überprüfen. Modellannahmen, Laborexperimente und Tierversuche müssen oftmals genügen, um dann bereits den ‚Ernst- und Anwendungsfall’ zu erproben (vgl. <em>Krohn/Weyer 1990</em>). </p>
<p><font color="#ee7600"><strong>Das Paradox der fortgeschrittenen Wissensgesellschaft &#8211; ‚gaps of knowledge‘</strong></font> </p>
<p>In der Folge kann Wissenschaft in immer geringerem Maße eine Gewährleistung für die Zuverlässigkeit/Validität ihrer Ergebnisse geben (<em>Chalmers 1999, Lerf/Schuberth 2004</em>). Hier hat sich also ein offensichtliches Unsicherheitsmoment (‚gap of knowledge’) in die wissenschaftliche Wissensproduktion eingenistet. Die Selbstverständlichkeit, mit der sie gültige Aussagen über Sachverhalte lieferte, ist dahin. Zwar bleibt die institutionalisierte und kanonisierte Wissenschaft (auch im Verständnis der Öffentlichkeit) der zentrale Ort der gesellschaftlichen Wissensproduktion; die quasi naturwüchsige Gewißheit ist allerdings einer latenten Unsicherheit im Hinblick auf die Gültigkeit ihrer Aussagen gewichen.</p>
<p>Unsicherheit in dieser ersten (Sach-)Dimension berührt also die Zahlen, Daten und Fakten, die als Grundlage für technologisches Handeln dienen. Mögliche positive oder negative Effekte wirken dann jedoch auf die Gesellschaft insgesamt und schlagen sich als <strong>Vertrauen resp. Mißtrauen</strong> nieder, womit die dritte Dimension als <strong>Sozialdimension</strong> markiert ist. </p>
<p>Vertrauen ist als diejenige Erwartung zu charakterisieren, daß bestimmte Annahmen bezüglich einer ungewissen Zukunft in Erfüllung gehen (<em>Luhmann 1989, Gambetta 2000</em>). Hierbei ist klar: solange gegenwärtige Handlungen und Entscheidungen in der Zukunft die erwünschten und erwartbaren Folgen hervorbringen, bleibt die Vertrauensbasis unberührt und stabil. Mit jedem Unfall innerhalb einer Industrieanlage und mit jedem Medikament, dessen Einnahme unvorhergesehene Nebenwirkungen hervorruft, wird dieses Vertrauen jedoch in Frage gestellt. </p>
<p><strong>Im Falle von risikobehafteten Technologien wird Vertrauen von Verbrauchern und Anwendern, einerseits der Wissenschaft (bzgl. deren Kompetenz), andererseits der Industrie und Politik (bzgl. deren Handlungsfähigkeit, Weitsicht und Fairness) entgegengebracht.</strong> Stellt sich allerdings wissenschaftlich autorisiertes Wissen als Irrtum heraus und wird gar offenbar, daß Wirtschaft und/oder Politik relevante Informationen bezüglich des Risikopotentials nicht angemessen mitgeteilt oder gar wissentlich verschwiegen haben, wird das Vertrauen von direkt oder indirekt betroffenen Bürgern massiv enttäuscht. Unvermeidliche Wissenslücken (‚gap of knowledge’) führen also, wenn die Risikokommunikation nicht transparent gestaltet wird, im Ergebnis zu einer Erosion des Vertrauens (‚gap of trust’).&nbsp; </p>
<p><font color="#ee7600"><strong>Notwendige Infrastruktur einer technologisierten Gesellschaft: transparent-dialogische Risikokommunikation</strong></font> </p>
<p>Der einzige Weg, um das noch näher zu skizzierende Vertrauen von Öffentlichkeit und ‚stakeholdern’ aufrechtzuerhalten, zu stabiliseren oder wiederzuerlangen, ist eine am Dialog orientierte Risikokommunikation (vgl. <em>Risikokommission 2003</em>: 54ff.).&nbsp; </p>
<p><strong>Wie skizziert, stellen also die Sicherheit, über verläßliches (wissenschaftliches) Wissen zu verfügen, und das Vertrauen der Öffentlichkeit die beiden notwendigen Bedingungen für technologisches Handeln dar. </strong>In der Anwendung verzahnen sich Sach- und Sozialdimension; bei der Implementation von Technik kommen Sicherheit und Vertrauen gleichermaßen zum Tragen.</p>
<p>Und just dann, wenn diese beiden Fundamente gefährdet sind, präsentiert sich die Gesellschaft als reflexive Risikogesellschaft. Denn umfassende und vollständige Sicherheit ist für modernes Handeln (das ja immer einen Eingriff in komplexe Systeme meint, vgl. <em>Perrow 1987, Dörner 1992, Gephart 2004</em>) nicht denkbar. Und umgekehrt geht alles Handeln gleichzeitig notwendigerweise mit der Produktion von Unsicherheit einher. </p>
<p>Ob und in welchem Maße diese selbst fabrizierten Unsicherheiten von betroffenen Bürgern akzeptiert werden, ist dann allein von der Art und Weise des ‚risk management’ abhängig, das während all seiner Phasen vertrauensstabilisierende- und generierende (Risiko-)Kommunikationsformen beinhalten muß. </p>
<p><strong>Dabei ist Risikokommunikation</strong> – um dies nochmals zu betonen – <strong>kein Nebenaspekt innerhalb des Risikomanagementprozesses, sondern dessen integraler Bestandteil.</strong> Der Information, Einbindung und Partizipation von ‚stakeholdern’ erst dann Beachtung zu schenken, wenn die anderen Aufgaben der Risikobewertung und -regulation abgeschlossen sind, gefährdet den Prozeß insgesamt. Es ist also unabdingbar, die zentrale Bedeutung einer gelingenden Risikokommunikation anzuerkennen.&nbsp; </p>
<p>Die spezifische Problematik von ‚Unsicherheit’ und ‚Mißtrauen’ im Zusammenhang mit risikoträchtigem Handeln allgemein und im Bezug auf ‚Risikokommunikation’ im Besonderen, soll in den nächsten Tagen eingehender dargestellt werden. </p>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="75%" size="1" />
<p><strong>Literatur:</strong></p>
</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; widows: 0; orphans: 0;">Chalmers, Alan F. (1999): <strong>Grenzen der Wissenschaft</strong>. (orig. &#8216;Science and its Fabrication&#8217;, 1990). Berlin, Heidelberg: Springer Verlag.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; widows: 0; orphans: 0;">Dewey, John (1929): <strong>The Quest for Certainty</strong>. Study of the relation of knowledge and action. New York: Minton Balch and Co.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; widows: 0; orphans: 0;">Dörner, Dietrich (1992): <strong>Die Logik des Mißlingens</strong>. Strategisches Denken in komplexen Situationen. Reinbek: Rowohlt.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; widows: 0; orphans: 0;">Gambetta, Diego (2000): <strong>Trust: Making and Breaking  Cooperative Relations.</strong> Univ. Oxford &#8211; Department of Sociology.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; widows: 0; orphans: 0;">Gephart, Robert P. (2004): <strong>Normal Risk</strong>. Technology, Sense Making and Environmental Disasters<em>, in: Organization &amp; Environment</em>, 17. Jg. (Nr.1), S. 20-26.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; widows: 0; orphans: 0;">Knorr-Cetina, Karin (1984): <strong>Die Fabrikation der Erkenntnis</strong>. Frankfurt a.M.: Suhrkamp.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; widows: 0; orphans: 0;">Krohn, Wolfgang &amp; Weyer, Johannes (1990): <strong>Die Gesellschaft als Labor. Risikotransformation und Risikokonstitution durch moderne Forschung</strong>, in: Halfmann, Jost &amp; Japp, Klaus Peter (Hg.), Riskante Entscheidungen und Katastrophenpotentiale. Elemente einer soziologischen Risikoforschung. Opladen: Westdeutscher Verlag, S. 89-122.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; widows: 0; orphans: 0;">Kuhn, Thomas S. (1973 [1962]): <strong>Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen</strong>. Frankfurt a.M.: Suhrkamp.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; widows: 0; orphans: 0;">Latour, Bruno (2000): <strong>When things strike back: a possible contribution of &#8216;science studies&#8217; to the social sciences</strong><em>, in: British Journal of Sociology. Special Issue: Sociology facing the next Millenium</em>,<br />
51. Jg. (Nr.1), S. 107-123.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; widows: 0; orphans: 0;">Lerf, Anton &amp; Schuberth, Erwin (2004): <strong>Komplexe Systeme: Wo das Wissen der Naturwissenschaft an Grenzen stößt</strong>, in: Böschen, Stefan / Schneider, Michael &amp; Lerf, Anton (Hg.), Handeln trotz Nichtwissen. Vom Umgang mit Chaos und Risiko in Politik, Industrie und Wissenschaft. Frankfurt/Main, New York: Campus, S. 211-236.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; widows: 0; orphans: 0;">Luhmann, Niklas (1989): <strong>Vertrauen</strong>. Ein Mechanismus der Reduktion sozialer Komplexität. Stuttgart: Enke.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; widows: 0; orphans: 0;">Perrow, Charles (1987): <strong>Normale Katastrophen. Die unvermeidbaren Risiken der Großtechnik</strong>. New York; Frankfurt/Main: Campus.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; widows: 0; orphans: 0;">Reith, Gerda (2004): <strong>Uncertain Times</strong>. The notion of &#8216;risk&#8217; and the development of modernity<em>, in: Time &amp; Society</em>, 13. Jg. (Nr.2/3), S. 383-402.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; widows: 0; orphans: 0;">Risikokommission (2003): <strong>Ad-hoc-Kommission &#8216;Neuordnung der Verfahren zur Risikobewertung und Standardsetzung im gesundheitlichen Umweltschutz der Bundesrepublik Deutschland.&#8217; </strong>Abschlußbericht der Risikokommission im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung und des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Salzgitter: Geschäftsstelle c/o Bundesamt für Strahlenschutz.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm; widows: 0; orphans: 0;">Weber, Max (1922): <strong>Wissenschaft als Beruf</strong>, in: Winckelmann, Johannes (Hg.), Max Weber: Gesammelte Aufsätze zur Wissenschaftslehre. 6. Aufl., 1985. Tübingen: J.C.B. Mohr.</p>
<p>&nbsp;<br />&nbsp;</p>
<hr width="90%" size="1" />
<p>Artikelserie der Wissenswerkstatt zur Risikokommunikation:
</p>
<p>1. <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/07/19/vom-stoerfall-zum-kommunikations-gau-risikokommunikation-in-einer-sensibilisierten-nebenfolgengesellschaft-i/">Vom Störfall zum Kommunikations-GAU » Risikokommunikation in einer sensibilisierten Nebenfolgengesellschaft I</a>
<p>2. <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/07/21/erosion-von-sicherheit-und-vertrauen-risikokommunikation-in-einer-sensibilisierten-nebenfolgengesellschaft-ii/">Erosion von Sicherheit und Vertrauen » Risikokommunikation in einer sensibilisierten Nebenfolgengesellschaft II</a></p>
<p>3. <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/07/24/wenn-sicherheit-fragil-wird-risikokommunikation-in-einer-sensibilisierten-nebenfolgengesellschaft-iii/">Wenn Sicherheit fragil wird » Risikokommunikation in einer sensibilisierten Nebenfolgengesellschaft III</a></p>
<p>4. <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/07/26/vertrauen-als-gefaehrdete-ressource-risikokommunikation-in-einer-sensibilisierten-nebenfolgengesellschaft-iv/">Vertrauen als gefährdete Ressource » Risikokommunikation in einer sensibilisierten Nebenfolgengesellschaft IV</a><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/07/26/vertrauen-als-gefaehrdete-ressource-risikokommunikation-in-einer-sensibilisierten-nebenfolgengesellschaft-iv/"> </a></p>
<p>&nbsp;</p>
<hr width="75%" size="1" />
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Linktipps:</em></p>
<ul>
<li>v. Randow, Gero: <a target="_blank" href="http://images.zeit.de/text/2007/30/01-Vattenfall">Bitte nicht stören,</a> Die ZEIT, 19.7.2007</li>
<li><a target="_blank" href="http://starc.jrc.it/">Projekt-Website</a> EU-Projekt &quot;STARC &#8211; Stakeholders in Risk Communication&quot; [Download des <a target="_blank" href="http://mahbsrv4.jrc.it/starc/downloads/wp4/STARC-final-report.zip">Abschlußberichts</a>]</li>
</ul>
<p>
<p><em>Literaturempfehlungen:</em> </p>
<ul>
<li>Renn, Ortwin (2007): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/1844072916?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=1844072916">Risk Governance: Coping with Uncertainty in a Complex World</a>. Earthscan Publications. </li>
<li>Lofstedt, Ragnar E. (2005): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/1403949786?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=1403949786">Risk Management in Post Trust Societies</a>. Palgrave Macmillan.</li>
<li>Lundgren, Regina A. und McMakin, Andrea H. (2004): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/1574771426?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=1574771426">Risk Communication: A Handbook for Communicating Environmental, Safety, and Health Risks</a>. Battelle Press. </li>
<li>Frewer, Lynn (2004): The public and effective risk communication, in: Toxicology Letters, 149. Jg. (Nr.149), S. 391-397.</li>
<li>Leiss, William (2004): Effective risk communication practice, in: Toxicology Letters (Nr.149), S. 399-404.</li>
<li>Lofstedt, Ragnar (2003): Risk communication: pitfalls and promises, in: European Review, 11. Jg. (Nr.3), S. 417-435.</li>
<li>Maxwell, Terrence A. (2003): The public need to know: emergencies, government organizations and public information policies, in: Government Information Quarterly (Nr.20), S. 233-258.</li>
<li>Perrow, Charles (1987): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3593341255?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3593341255">Normale Katastrophen</a>. Die unvermeidbaren Risiken der Großtechnik. Campus. </li>
<li>Beck, Ulrich (1986): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3518113658?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=3518113658">Risikogesellschaft</a>. Auf dem Weg in eine andere Moderne. Suhrkamp. </li>
</ul>
<p>
<p>&nbsp;</p>
<p></p>
<hr width="100%" size="1" /><hr /><h4>&Auml;hnliche Beitr&auml;ge</h4><ul><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/07/19/vom-stoerfall-zum-kommunikations-gau-risikokommunikation-in-einer-sensibilisierten-nebenfolgengesellschaft-i/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Vom Störfall zum Kommunikations-GAU » Risikokommunikation in einer sensibilisierten Nebenfolgengesellschaft I">Vom Störfall zum Kommunikations-GAU » Risikokommunikation in einer sensibilisierten Nebenfolgengesellschaft I</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/07/26/vertrauen-als-gefaehrdete-ressource-risikokommunikation-in-einer-sensibilisierten-nebenfolgengesellschaft-iv/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Vertrauen als gefährdete Ressource » Risikokommunikation in einer sensibilisierten Nebenfolgengesellschaft IV">Vertrauen als gefährdete Ressource » Risikokommunikation in einer sensibilisierten Nebenfolgengesellschaft IV</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/07/24/wenn-sicherheit-fragil-wird-risikokommunikation-in-einer-sensibilisierten-nebenfolgengesellschaft-iii/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Wenn Sicherheit fragil wird » Risikokommunikation in einer sensibilisierten Nebenfolgengesellschaft III">Wenn Sicherheit fragil wird » Risikokommunikation in einer sensibilisierten Nebenfolgengesellschaft III</a></li></ul><hr width="100%" size="1" /><p><font color="#777777">Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stöbern Sie doch weiter in anderen Veröffentlichungen der Wissenswerkstatt - etwa hier in der <a target="_blank" href="http://www.wissenswerkstatt.net/werkstattinventar-publikumslieblinge-liebhaberstuecke-und-versteckte-perlen/">Übersicht</a> besonders beliebter Texte. Alternativ lohnt sich auch die Navigation über das <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/lageplan/">Werkstattinventar</a><br /></font></p><p><em><font color="#777777">Alle Artikel der <a target="_blank" href="../">Wissenswerkstatt</a> stehen unter der <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">CreativeCommons-Lizenz</a>, d.h. Verlinken jederzeit erlaubt, Bearbeiten und Zitieren jeweils unter Angabe der
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