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	<title>Wissenswerkstatt &#187; Lesetipps</title>
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	<description>Blog zu Wissenschaft &#38; Wissenschaftskommunikation, Soziologie, Pop- und Blogkultur.</description>
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		<title>Wege aus der Nische: Was man von erfolgreichen Wissenschaftsblogs lernen kann - Anmerkungen zur Tagung “Weblogs in den Geisteswissenschaften” </title>
		<link>http://www.wissenswerkstatt.net/2012/03/13/wege-aus-der-nische-was-man-von-erfolgreichen-wissenschaftsblogs-lernen-kann/</link>
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		<pubDate>Tue, 13 Mar 2012 15:00:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc Scheloske</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Ich-Maschine]]></category>
		<category><![CDATA[Lesetipps]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Eine Taufe, fromme Wünsche und anregende Beispiele wissenschaftlichen Bloggens. Das war so in etwa das Programm der Tagung “Weblogs in den Geisteswissenschaften”, die am vergangenen Freitag in München stattgefunden hat. Ich selbst habe in einem Vortrag skizziert, wodurch sich außergewöhnlich erfolgreiche und reichweitenstarke Wissenschaftsblogs auszeichnen. Es kann ja an einem solchen Tag nicht schaden, wenn [...]</p><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/03/13/wege-aus-der-nische-was-man-von-erfolgreichen-wissenschaftsblogs-lernen-kann/">Wege aus der Nische: Was man von erfolgreichen Wissenschaftsblogs lernen kann</a>]</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine Taufe, fromme Wünsche und anregende Beispiele wissenschaftlichen Bloggens. Das war so in etwa das Programm der <a href="http://redaktionsblog.hypotheses.org/136" title="Tagungsprogramm auf dem Redaktionsblog von de.hypotheses.org">Tagung “Weblogs in den Geisteswissenschaften”</a>, die am vergangenen Freitag in München stattgefunden hat. Ich selbst habe in einem Vortrag skizziert, wodurch sich außergewöhnlich erfolgreiche und reichweitenstarke Wissenschaftsblogs auszeichnen. Es kann ja an einem solchen Tag nicht schaden, wenn man weiß, wie das Kraftfutter für den zarten Sproß angerührt werden könnte.</strong></p>
<p>Doch bevor ich meine zentralen Thesen zu den Geheimnissen des Wissenschaftsbloggens hier nochmal anschlage, noch ein kurzer Rückblick auf die Tagung selbst. Anlaß für die Veranstaltung, zu der mehr als 100 Besucher in die Bayerische Akademie der Wissenschaften gekommen waren, war Zuwachs für die bislang recht kleine Familie der Wissenschaftsblogportale (die bestand ja bis dato lediglich aus <a href="http://www.scienceblogs.de" title="Zu Sciencblogs">Scienceblogs</a> und <a href="http://www.scilogs.de" title="Zu den Scilogs">SciLogs</a>). Nun also sind es immerhin drei!<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/03/13/wege-aus-der-nische-was-man-von-erfolgreichen-wissenschaftsblogs-lernen-kann/#footnote_0_2247" id="identifier_0_2247" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wobei ich unbedingt der Meinung bin, da&szlig; die Zahl solcher Aggregationsplattformen deutlich wachsen sollte!">1</a></sup></p>
<p class="pullquote_left">Es wurde allerhöchste Zeit! Nun ist zu hoffen, daß de.hypotheses.org neue Impulse für die Wissenschaftsblogosphäre gibt.</p>
<p>Auch wenn man sich fragen muß, weshalb es so lange gedauert hat, bis ein wissenschaftliches Blogportal mit dezidiert geisteswissenschaftlicher Ausrichtung gegründet wurde, ist es doch eine erfreuliche Tatsache: mit <a href="http://de.hypotheses.org/" title="Zum Portal "de.hypotheses.org"">de.hypotheses.org</a> ist nun eine Blogplattform gestartet, die hoffentlich neue Impulse setzt und weiter am Abbau der Zurückhaltung gegenüber unkonventionellen Formen der Wissenschaftskommunikation in den oftmals etwas behäbigen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Humanities">Humanities</a> arbeitet.</p>
<p class="zwischenueberschrift_mit_linie">“Historische” Momente: Ein Blogportal wird getauft</p>
<p>Insofern war es wirklich ein quasi historischer Moment, als Mareike König vom Deutschen Historischen Institut in Paris um die Mittagszeit das Portal offiziell startete. Ich kann nur die Daumen drücken und viel Erfolg dabei wünschen, das in Frankreich offenbar sehr gut funktionierende Portal nun auch in Deutschland mit Blogleben zu füllen. Das Team um Mareike König und ihre Redaktion hat jedenfalls gut vorgearbeitet, Allianzen geschmiedet und um Unterstützung geworben. Im Frühjahr 2013 darf man sicherlich das erste Zwischenfazit ziehen und nachschauen, was sich bei de.hypotheses.org getan hat.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/03/13/wege-aus-der-nische-was-man-von-erfolgreichen-wissenschaftsblogs-lernen-kann/#footnote_1_2247" id="identifier_1_2247" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Viele Dinge sind bei de.hypotheses.org sicher auf einem guten Weg. Womit ich ehrlicherweise ein wenig Probleme habe: die Website selbst ist in meinen Augen verflucht un&uuml;bersichtlich. Wo finde ich wirklich die vorhandenen Blogs? Kann ich die schnell thematisch eingrenzen? Wie springe ich von Einzelblogs zur (deutschen) &Uuml;bersichtsseite? Also, wie gesagt, die Navigation ist in meinen Augen deutlich verbesserungsw&uuml;rdig. Ob das umsetzbar ist, wenn man am gro&szlig;en franz&ouml;sischen Bruder h&auml;ngt?">2</a></sup></p>
<p>Am Vormittag hatte es bereits Vorträge von Cornelius Puschmann und Melissa Terras gegeben. Cornelius zeigte kurz, welche unterschiedlichen Spielarten wissenschaftlicher Blogs es überhaupt gibt, welche Grundfunktionen sie haben (können) und inwiefern die Blogakzeptanz und -nutzung in Deutschland deutlich hinter anderen Ländern zurückhinkt (<a href="http://www.slideshare.net/coffee001/was-ist-ein-wissenschaftsblog">hier Cornelius’ Präsentation</a>). Ein guter, sehr wissenschaftlicher Einstieg. Persönlich wurde es dann bei und mit <a href="http://melissaterras.blogspot.com/2012/03/blogging-in-munich.html">Melissa Terras</a>. Sie schilderte wie sie bloggt, wie sich ihre Blognutzung über die Jahre veränderte, welche Highlights es gab und gibt und welcher Schattenseiten man auch gewahr sein sollte.</p>
<p><span class="pullquote">Die Monographie ist (in den Geisteswissenschaften) weiter der &#8220;Goldstandard&#8221; wissenschaftlicher Publikationen. Mit allen Vor- und Nachteilen.</span></p>
<p>Ganz ähnlich (nämlich mit dem Fokus auf seine individuelle Blogbiographie) gestaltete <a title="Archivalia" href="http://archiv.twoday.net/stories/75229842/">Klaus Graf von Archivalia</a> seinen nachmittäglichen Vortrag (nicht ohne auf einen Seitenhieb in meine Richtung zu verzichten, wobei er mich &#8211; glaube ich &#8211; absichtlich mißverstehen wollte). Den Schlußpunkt setzte mit Peter Haber vom <a href="http://weblog.hist.net/">weblog.hist.net</a> dann der Doyen der deutschsprachigen Geschichtswissenschaftsblogger. Peter riskierte einen Blick auf die Zukunft wissenschaftlichen Publizierens, die in seinen Augen eher von hybriden Formen und Formaten geprägt sein wird (Trennschärfe zwischen formellen und informellen Mitteilungen, sowie zwischen fragmentarisch-dynamischen und definierten Publikationen schwindet etc.).</p>
<p>Gleichzeitig verwies Peter Haber (vollkommen zu Recht) auf die Tatsache, daß auch im Jahr 2012 innerhalb der Geisteswissenschaften die Monographie weiterhin der “Goldstandard” wissenschaftlicher Publikationen ist. Reputationsakkumulation läuft darüber, nicht über Blogs. Mögen sie auch noch so engagiert gemacht sein. Daß man in anderen wissenschaftlichen Disziplinen hier schon weiter ist bzw. die Monographie niemals diese dominante Stellung innehatte, darüber wurde in München nicht diskutiert.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-2251" title="Meine Präsentation gibt's weiter unten" src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2012/03/Wege_aus_der_Nische580.jpg" alt="" width="580" height="130" /></p>
<p class="zwischenueberschrift_mit_linie">Wissenschaftliche Blogs: Wege aus der Nische</p>
<p>Nun aber zu meinem Vortrag. Ich habe den Fokus explizit auf richtig erfolgreiche Wissenschaftsblogs gelegt (wobei ich hier “Erfolg” mit der Reichweite gleichsetze, was keineswegs zwingend ist)<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/03/13/wege-aus-der-nische-was-man-von-erfolgreichen-wissenschaftsblogs-lernen-kann/#footnote_2_2247" id="identifier_2_2247" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Auch an dieser Stelle sei nochmals angemerkt: f&uuml;r mich pers&ouml;nlich ist die Reichweite eines Wissenschaftsblogs nur ein Kriterium unter vielen anderen. Ob ein Blog monatlich 500 oder 500.000 Besucher hat, ist mir grunds&auml;tzlich gleichg&uuml;ltig. Das alles ist wie so oft eine Frage der investierten Mittel, der Ziele, die sich der Autor gesetzt hat etc. Auch ein &ldquo;kleines Blog&rdquo; kann erfolgreich sein &amp;#8211; es kommt einfach darauf an, was der Autor f&uuml;r sich als &ldquo;Erfolg&rdquo; definiert!">3</a></sup> und habe versucht darzustellen, was diese Wissenschaftsblogs von anderen unterscheidet.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/03/13/wege-aus-der-nische-was-man-von-erfolgreichen-wissenschaftsblogs-lernen-kann/#footnote_3_2247" id="identifier_3_2247" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Meine Fokussierung auf die &amp;#8220;erfolgreichen&amp;#8221; Wissenschaftsblogs stie&szlig; bei einigen Zuh&ouml;rern auf Kritik. M&ouml;glicherweise habe ich nicht ausreichend verdeutlicht, da&szlig; f&uuml;r mich die Zahl der Leser per se kein (!) Qualit&auml;tskriterium ist. Prof. Fran&ccedil;ois Bry reklamierte mehrmals &amp;#8211; ich hoffe, da&szlig; ich ihm verdeutlichen konnte, da&szlig; ich andere Varianten, die anders motiviert sind, ebenfalls klasse finde.">4</a></sup> Klar ist, daß man dieses Etikett mit der Aufschrift “Erfolg” hinterfragen kann (und sollte). Es gibt dutzende weitere Kriterien, an denen man Wissenschaftsblogs messen kann. Und doch &#8211; davon bin ich überzeugt &#8211; ist es sinnvoll, wenn man sich vergegenwärtigt, wie sozusagen in der Championsleague gebloggt wird. Nachdem man verstanden hat, nach welchen Spiel- bzw. Blogregeln dort gearbeitet wird, kann man sich immer noch entscheiden andere Wege zu gehen. Aber kurz der Reihe nach&#8230;</p>
<p class="zwischenueberschrift_mit_linie">Die Nische und die Bedeutung von Knoten</p>
<p>Die erste Hälfte meines Vortragstitels lautete ja “Wege aus der Nische”. Insofern wollte ich diese Behauptung durchaus kurz belegen bzw. wenigstens illustrieren. Mein Ausgangspunkt: Welche Blogs und welche Disziplinen fallen auf, wenn man sich mit der deutschsprachigen Wissenschaftsblogosphäre beschäftigt? Wer wird wahrgenommen und wer fristet (noch) ein Schattendasein?</p>
<p class="pullquote_left">Die bestehenden Blogportale lenken auch die Aufmerksamkeit. Sie sind Massepunkt der Wissenschaftsblogosphäre.</p>
<p>Bislang dominieren die Naturwissenschaftler das Geschehen. Astronomen, Biologen, Chemiker oder Physiker. Diesem Eindruck wird man kaum widersprechen können. Egal ob man Google bemüht oder ob man auf anderen Pfaden unterwegs ist. Denn die Pfade führen einen unweigerlich auf die großen Portale Scienceblogs und Scilogs. Das sind die zentralen Inseln im Meer der Wissenschaftsblogosphäre. Zwar ist es theoretisch gleichgültig wo ein Blog seine Heimat hat. Praktisch macht es aber doch einen Unterschied. Mehr Sichtbarkeit, mehr Leser, mehr Feedback, mehr Resonanz und somit mehr Spaß gibt’s auf diesen Portalen. Das sind die Knoten im Netz.</p>
<p>Und wenn wir mehr Wissenschaftsblogs wollen, eine lebendigere Kultur und mehr Raum für solche Formate, dann brauchen wir neue Knoten. So einfach ist das. Und deshalb ist es auch klar, daß de.hypotheses.org eine Bereicherung darstellt.</p>
<p class="zwischenueberschrift_mit_linie">Rezepte für erfolgreiches Wissenschaftsbloggen</p>
<p>Nun ist es ja so, daß wir immerhin das Jahr 2012 schreiben und wissenschaftliche Blogs keine so schrecklich neue Erfindung sind. Es gibt Erfahrungswerte und das kann man dann auch mal zu Kenntnis nehmen, finde ich. In München habe ich die lukullische Metapher noch ein wenig mehr strapaziert, denn bei Blogs verhält es sich auch nicht so schrecklich anders wie am Herd: wer vernünftig kochen lernen will, der sollte den richtig guten (und eben erfolgreichen) Leuten über die Schulter schauen. Man muß sich später ja selbst keine Michelinsterne erkochen, aber es ist sicher kein Fehler zu wissen, wie die (Koch-)Stars arbeiten.</p>
<p>Und bei Blogs? Genau: auch hier kann man sich bei den Platzhirschen was abschauen. Dazu gleich mehr. Wichtig ist aber freilich zunächst ein Grundverständnis für das Format. Denn nur weil ein Blog zu einem Großteil auch aus Texten besteht, heißt das nicht automatisch, daß beliebige (Fach-)Texte auch blogkompatibel wären.</p>
<p>Denn &#8211; und man sollte sich das immer wieder bewußt machen &#8211; ein (Wissenschafts-)Blog ist vor allem ein Blog. Und das ist keineswegs so trivial, wie es auf den ersten Blick erscheint. Denn diese Feststellung impliziert folgendes:</p>
<blockquote><p>Ein Wissenschaftsblog ist <em>keine</em> (!) Online-Sammlung wissenschaftlicher Essays!</p></blockquote>
<p>Wissenschaftliche Texte, die für andere Zwecke (Fachjournals, Förderanträge, Ausstellungen, Pressemitteilungen, Fachbücher etc.) geschrieben wurden, sind für ein Blogs fast immer ungeeignet. Denn idealerweise<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/03/13/wege-aus-der-nische-was-man-von-erfolgreichen-wissenschaftsblogs-lernen-kann/#footnote_4_2247" id="identifier_4_2247" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Es gibt nat&uuml;rlich Ausnahmen, aber dann mu&szlig; man sich eben etwas anderes einfallen lassen, wie man die orgin&auml;re Blogcharakteristik ausf&uuml;llt.">5</a></sup> ist ein Wissenschaftsblog das Online-Notizbuch eines Forschers (und dieses Notizbuch kann als Schmierzettel, als Experimentierfeld, als öffentlicher Meckerkasten etc. genutzt werden). Und die Interessen, Expertise, (Be-)Urteilungen und Persönlichkeit des Blogautors machen das Blog zu seinem (!) Blog.</p>
<p>Insofern lässt sich zusammenfassen: Ein Wissenschaftsblog ist dann ein gutes Wissenschaftsblog, wenn der Blogger seinen individuellen Mix aus fachbezogenen Notizen und persönlicher Note gefunden hat.</p>
<p>Und als weitere Definition möchte ich vorschlagen:</p>
<blockquote><p>Ein (Wissenschafts-)Blog, ist die (einzige?) wissenschaftliche Textgattung, in der man “ich” schreiben darf &#8211; und das Geheimnis erfolgreicher Wissenschaftsblogs besteht darin, davon Gebrauch zu machen!</p></blockquote>
<p class="zwischenueberschrift_mit_linie">Zutaten (extrem) erfolgreicher Wissenschaftsblogs</p>
<p>Wenn man das einmal verstanden hat. dann ist das auf alle Fälle die halbe Miete. Wobei ich in München dann noch weiter gegangen bin und einfach an einem Beispiel illustrieren wollte, welche zentralen Merkmale ein richtig gut funktionierendes Wissenschaftsblog ausmachen.</p>
<p class="pullquote">Wissenschaftsbloggen heißt: mehr Persönlichkeit und Individualität wagen.</p>
<p>Und richtig gut funktioniert eben “<a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/" title="Zu Florians Blog">Astrodicticum Simplex</a>” von Florian Freistetter. Und deshalb habe ich Florians Blog hergenommen, um zu zeigen, was also die Grundzutaten sind. Es sind nach meinen Erfahrungen genau drei:</p>
<ol>
<li>Persönlichkeit (Ein Blogposting ist keine Doktorarbeit und kein Förderantrag. Das Format bietet die Möglichkeit einerseits einen eigenen Stil, andererseits auch ein (persönlich-menschliches) Profil zu entwickeln. Und das sollte man ausnutzen.)</li>
<li>Fleiß/Frequenz (Auch im Bloggeschäft haben die Götter vor den Erfolg den Schweiß gesetzt. Regelmäßige Postings sind dafür wichtig. Da geht es um Leserbindung etc. Und wenn man es schafft mehrmals wöchtlich zu bloggen, dann umso besser.)</li>
<li>Dialog (Es geht um Kommunikation. Nicht als Einbahnstraße, sondern als Dialog. Und zwar auf Augenhöhe. Zwischen Blogautor und anderen (Wissenschafts-)Bloggern. Zwischen Blogautor und den Kommentatoren. Auch ein Wissenschaftsblogger ist nicht unfehlbar.)</li>
</ol>
<p class="zwischenueberschrift_mit_linie">Ontologie des Wissenschaftsbloggens</p>
<p>Was zeichnet nun also Blogs aus? Was unterscheidet sie von anderen Formaten und Kanälen?</p>
<ol>
<li>Blogs sind Ich-Medien. Das heißt: Gute Wissenschaftsblogs sind Wissenschaftlerblogs.</li>
<li>Blogs sind Kommunikations- und Dialogmedien.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/03/13/wege-aus-der-nische-was-man-von-erfolgreichen-wissenschaftsblogs-lernen-kann/#footnote_5_2247" id="identifier_5_2247" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ich habe fr&uuml;her auch schon davon geschrieben, da&szlig; Blogs Mensch-Verbindungsmaschinen seien.">6</a></sup> Das heißt: Ein Blogposting ist nicht das Ende, sondern der Anfang einer Diskussion. Blogpostings sind der Einstieg in einen Dialog (der in den Kommentaren geführt wird).</li>
</ol>
<p>Worauf es mir noch ankommt: Ein Blogposting muss nicht alle Aspekte eines Themas erschöpfend (und abschließend) behandeln. In München war einige Male von der “Kultur des Fragments” die Rede. So ist es. Wissenschaftsblogs bieten den Rahmen dafür.</p>
<p>Und daß wissenschaftliche Blogs in ganz unterschiedlichen Spielarten daherkommen können und sollen, steht sowieso außer Frage. Ich habe an andere Stelle so oft betont, daß Blogs den Raum für Experimente bieten und das sehe ich auch heute kein bißchen anders. Und ich habe auch in München explizit betont, daß ein Blog auch mit 15 regelmäßigen Lesern “erfolgreich” sein kann bzw. legitim<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/03/13/wege-aus-der-nische-was-man-von-erfolgreichen-wissenschaftsblogs-lernen-kann/#footnote_6_2247" id="identifier_6_2247" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Legitimiert i.S. einer Rechtfertigung des investierten Aufwands und des Ertrags. Was ich von meinem Blog &ldquo;erwarte&rdquo;, ob es viele Leser sind, ob es anregende Diskussionen sind oder 1x pro Jahr ein inspirierendes Feedback, das ist jedem Blogger selbst &uuml;berlassen.">7</a></sup> sein kann, wenn es die “richtigen” Leser sind.</p>
<p>Ich wünsche de.hypotheses.org jedenfalls nun erstmal einen guten Start. Und viele Blogs. Und zwar solche mit vielen und mit wenigen Lesern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Hier meine Präsentation (unten gibt es noch Lese- und Linktipps):</p>
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<div class="werkstattlinks"><strong>
<p>Lese- und Linktipps:</p>
<p></strong></p>
<p>Wenn es um das Potential wissenschaftlicher Blogs geht, dann verweise ich gerne auf folgende Artikelserie (aus dem Jahr 2008):</p>
<ul>
<li><a title="Die Wissenschaft und die Blogosphäre » Liebesheirat oder Zweckgemeinschaft? Annäherungen an eine fruchtbare Liaison" href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/11/die-wissenschaft-und-die-blogosphaere-liebesheirat-oder-zweckgemeinschaft-annaeherungen-an-eine-fruchtbare-liaison/">Die Wissenschaft und die Blogosphäre</a></li>
<li><a title="Was sollen, was können Wissenschaftsblogs leisten? – Blogs als Instrument der (internen) Wissenschaftskommunikation" href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/12/was-sollen-was-koennen-wissenschaftsblogs-leisten-blogs-als-instrument-der-internen-wissenschaftskommunikation/">Was sollen, was können Wissenschaftsblogs leisten?</a></li>
<li><a title="Demokratisierung der Wissenschaftskommunikation durch wissenschaftliche Blogs » Wege in eine „wissenschaftsmündige“ Gesellschaft" href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/14/demokratisierung-der-wissenschaftskommunikation-durch-wissenschaftliche-blogs-wege-in-eine-wissenschaftsmuendige-gesellschaft/">Demokratisierung der Wissenschaftskommunikation durch wissenschaftliche Blogs</a></li>
</ul>
<p>Zur Tagung &#8220;Weblogs in den Geisteswissenschaften&#8221; wurde auch anderswo gebloggt:</p>
<ul>
<li>Adresscomptoir: <a title="Adresscomptoir" href="http://adresscomptoir.twoday.net/stories/75228723/">Rückblick Tagung &#8220;Weblogs in den Geisteswissenschaften&#8221;</a></li>
<li>iliou melathron: <a title="ilioi melathron" href="http://blog.iliou-melathron.de/index.php/2012/03/weblogs-in-den-geisteswissenschaften-nachlese/">Weblogs in den Geisteswissenschaften: über Goldstandards, digitale Gräben und neue Hypothesen</a></li>
<li>Digiwis: <a title="Digiwis" href="http://digiwis.de/blog/2012/03/12/tagung-weblogs-in-den-geisteswissenschaften-wir-stehen-erst-am-anfang/">Tagung “Weblogs in den Geisteswissenschaften”: wir stehen erst am Anfang!</a></li>
</ul>
</div>
<hr width="100%" size="1" /><hr /><h4>&Auml;hnliche Beitr&auml;ge</h4><ul><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/aussendienst/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Außendienst">Außendienst</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/05/02/was-ueber-wissenschaftsblogs-zu-sagen-ist/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Was über Wissenschaftsblogs zu sagen ist">Was über Wissenschaftsblogs zu sagen ist</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/08/07/ueber-nischenblogger-und-pioniere-der-wissenschaftskommunikation-kurzknapp-47/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Über Nischenblogger und Pioniere der Wissenschaftskommunikation | kurz&#038;knapp 47">Über Nischenblogger und Pioniere der Wissenschaftskommunikation | kurz&#038;knapp 47</a></li></ul><hr width="100%" size="1" /><p><font color="#777777">Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stöbern Sie doch weiter in anderen Veröffentlichungen der Wissenswerkstatt - etwa hier in der <a target="_blank" href="http://www.wissenswerkstatt.net/werkstattinventar-publikumslieblinge-liebhaberstuecke-und-versteckte-perlen/">Übersicht</a> besonders beliebter Texte. Alternativ lohnt sich auch die Navigation über das <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/lageplan/">Werkstattinventar</a><br /></font></p><p><em><font color="#777777">Alle Artikel der <a target="_blank" href="../">Wissenswerkstatt</a> stehen unter der <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">CreativeCommons-Lizenz</a>, d.h. Verlinken jederzeit erlaubt, Bearbeiten und Zitieren jeweils unter Angabe der
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<div class="nr_clear"></div><hr size=1 width=40%><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_2247" class="footnote">Wobei ich unbedingt der Meinung bin, daß die Zahl solcher Aggregationsplattformen deutlich wachsen sollte!</li><li id="footnote_1_2247" class="footnote">Viele Dinge sind bei de.hypotheses.org sicher auf einem guten Weg. Womit ich ehrlicherweise ein wenig Probleme habe: die Website selbst ist in meinen Augen verflucht unübersichtlich. Wo finde ich wirklich die vorhandenen Blogs? Kann ich die schnell thematisch eingrenzen? Wie springe ich von Einzelblogs zur (deutschen) Übersichtsseite? Also, wie gesagt, die Navigation ist in meinen Augen deutlich verbesserungswürdig. Ob das umsetzbar ist, wenn man am großen französischen Bruder hängt?</li><li id="footnote_2_2247" class="footnote">Auch an dieser Stelle sei nochmals angemerkt: für mich persönlich ist die Reichweite eines Wissenschaftsblogs nur ein Kriterium unter vielen anderen. Ob ein Blog monatlich 500 oder 500.000 Besucher hat, ist mir grundsätzlich gleichgültig. Das alles ist wie so oft eine Frage der investierten Mittel, der Ziele, die sich der Autor gesetzt hat etc. Auch ein “kleines Blog” kann erfolgreich sein &#8211; es kommt einfach darauf an, was der Autor für sich als “Erfolg” definiert!</li><li id="footnote_3_2247" class="footnote">Meine Fokussierung auf die &#8220;erfolgreichen&#8221; Wissenschaftsblogs stieß bei einigen Zuhörern auf Kritik. Möglicherweise habe ich nicht ausreichend verdeutlicht, daß für mich die Zahl der Leser per se kein (!) Qualitätskriterium ist. Prof. François Bry reklamierte mehrmals &#8211; ich hoffe, daß ich ihm verdeutlichen konnte, daß ich andere Varianten, die anders motiviert sind, ebenfalls klasse finde.</li><li id="footnote_4_2247" class="footnote">Es gibt natürlich Ausnahmen, aber dann muß man sich eben etwas anderes einfallen lassen, wie man die orginäre Blogcharakteristik ausfüllt.</li><li id="footnote_5_2247" class="footnote">Ich habe früher auch schon davon geschrieben, daß Blogs Mensch-Verbindungsmaschinen seien.</li><li id="footnote_6_2247" class="footnote">Legitimiert i.S. einer Rechtfertigung des investierten Aufwands und des Ertrags. Was ich von meinem Blog “erwarte”, ob es viele Leser sind, ob es anregende Diskussionen sind oder 1x pro Jahr ein inspirierendes Feedback, das ist jedem Blogger selbst überlassen.</li></ol><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/03/13/wege-aus-der-nische-was-man-von-erfolgreichen-wissenschaftsblogs-lernen-kann/">Wege aus der Nische: Was man von erfolgreichen Wissenschaftsblogs lernen kann</a>]</p> <p><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/?flattrss_redirect&amp;id=2247&amp;md5=0be01d99bc560b3212625981a0787d07" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Das Risiko von Flugreisen in der Schwangerschaft - oder: Über Ambivalenzen des Wissens und die Eigenerfahrungslosigkeit unseres Lebens</title>
		<link>http://www.wissenswerkstatt.net/2012/02/29/das-risiko-von-flugreisen-in-der-schwangerschaft/</link>
		<comments>http://www.wissenswerkstatt.net/2012/02/29/das-risiko-von-flugreisen-in-der-schwangerschaft/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 29 Feb 2012 16:00:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc Scheloske</dc:creator>
				<category><![CDATA[Denkanstösse]]></category>
		<category><![CDATA[Lesetipps]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Agnotologie]]></category>
		<category><![CDATA[Nicht-Wissen]]></category>
		<category><![CDATA[Radioaktivität]]></category>
		<category><![CDATA[Risiko]]></category>
		<category><![CDATA[Risikogesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Schwangerschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie & Gesellschaft]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.wissenswerkstatt.net/?p=2190</guid>
		<description><![CDATA[<p>Jede Schwangerschaft bringt Veränderungen mit sich. Plötzlich werden viele Selbstverständlichkeiten wieder zu Lebensfragen, die neu durchdacht, erörtert und entschieden werden müssen. Das hat mit der neuen, nun auf das heranwachsende Baby im eigenen Bauch erweiterten Verantwortung zu tun. Und mit Risikoabwägungen, die &#8211; wie so oft &#8211; ziemlich kompliziert sind. Mit der Schwangerschaft stellen sich [...]</p><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/02/29/das-risiko-von-flugreisen-in-der-schwangerschaft/">Das Risiko von Flugreisen in der Schwangerschaft</a>]</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2195" class="wp-caption alignright" style="width: 220px"><img class="size-full wp-image-2195" title="Schwangere Frau, Bildquelle: stock.xchng, User: simmbarb" src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2012/02/Schwangere_Frau_210.jpg" alt="Schwangere Frau" width="210" height="360" /><p class="wp-caption-text">Ausnahmesituation Schwangerschaft: Auch was Risikoabwägungen betrifft</p></div>
<p><strong>Jede Schwangerschaft bringt Veränderungen mit sich. Plötzlich werden viele Selbstverständlichkeiten wieder zu Lebensfragen, die neu durchdacht, erörtert und entschieden werden müssen. Das hat mit der neuen, nun auf das heranwachsende Baby im eigenen Bauch erweiterten Verantwortung zu tun. Und mit Risikoabwägungen, die &#8211; wie so oft &#8211; ziemlich kompliziert sind. Mit der Schwangerschaft stellen sich einfach furchtbar viele Fragen: Welche Hebamme ist die beste? Was darf ich essen? Wieviel Stress darf ich mir zumuten? Und darf ich in ein Flugzeug steigen? Handelt eine schwangere Frau vielleicht sogar unverantwortlich, wenn sie mit dickem Babybauch einen Langstreckenflug unternimmt?</strong></p>
<p>Im Hintergrund dieser Überlegungen steht die Höhenstrahlung, die jeder Flugpassagier abbekommt, egal ob schwanger oder nicht. Die Frage ist nur, ob diese Tatsache überhaupt relevant für schwangere Frauen ist. Sollte eine werdende Mutter die gebuchte Flugreise stornieren? Viele Schwangere tun das jedenfalls, weil sie irgendwo von der Strahlengefahr gehört haben und kein Risiko eingehen wollen.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/02/29/das-risiko-von-flugreisen-in-der-schwangerschaft/#footnote_0_2190" id="identifier_0_2190" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Der Vollst&auml;ndigkeit halber: Es gibt durchaus Gr&uuml;nde w&auml;hrend der Schwangerschaft auf eine (anstrengende) Flugreise zu verzichten. Etwa in den letzten 3-4 Wochen vor dem Geburtstermin, um ggf. eine vorzeitige und ungeplante Geburt zu verhindern. Und schwangere Frauen sollten f&uuml;r den Flug explizit Thromboseprophylaxe betreiben. Aber damit hat es sich auch fast&amp;#8230;">1</a></sup></p>
<p>Schließlich ist es ja vollkommen nachvollziehbar: Wer aus Rücksicht auf sein Baby mit dem Rauchen aufhört, Alkohol meidet und sich während der Schwangerschaft ganz bewußt gesund ernährt, der wird auch weiteren gesundheitlichen Risikofaktoren aus dem Weg gehen. Und wenn so ein Langstreckenflug durch die potentiell schädigende Strahlung eben ein Risiko darstellt, dann ist es ja nur logisch auch auf Flugreisen während der Schwagerschaft zu verzichten.</p>
<p>Wäre es dann vielleicht sogar sinnvoll, den Fluggesellschaften die Beförderung von Schwangeren zu verbieten? Oder sollten wenigstens große Warnhinweise auf jedes Flugticket gedruckt werden: Vorsicht, mit jedem Flug gefährden sie ungeborenes Leben! ;-)</p>
<p>Doch ganz so einfach ist die Sache nicht, denn schließlich könnte es doch auch ganz anders sein: Vielleicht ist es ja sogar riskanter, wenn man brav auf dem Boden bleibt?</p>
<p class="zwischenueberschrift_mit_linie">Zusätzliche Strahlenexposition bei Flugreisen</p>
<p><span class="pullquote">Wie gefährlich ist Fliegen? Sollte man Schwangeren evtl. Flugreisen verbieten?</span></p>
<p>Um diese Frage zu beantworten, ist es ganz hilfreich, wenn man sich einmal vor Augen führt, welcher Art von Strahlung wir denn überhaupt ausgesetzt sind und was wir uns bei einer Flugreise so zumuten.</p>
<p>Die Strahlendosis, die wir im Flugzeug abkriegen, hängt von einigen Faktoren ab und variiert deshalb innerhalb einer gewissen Bandbreite. Entscheidend sind natürlich die Flugdauer, dazu aber auch Flughöhe, die Flugroute und die Sonnenaktivität.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/02/29/das-risiko-von-flugreisen-in-der-schwangerschaft/#footnote_1_2190" id="identifier_1_2190" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die Strahlenexposition nimmt bspw. zu, je weiter man vom &Auml;quator entfernt ist. &Uuml;ber Skandinavien ist sie etwa 3x so hoch, wie direkt &uuml;ber dem &Auml;quator. Dazu variiert die Strahlenexposition eben mit den Sonnenzyklen, die innerhalb eines elfj&auml;hrigen Intervalls schwanken.">2</a></sup> Dennoch lassen sich in etwa Werte für typische Flugrouten angeben.</p>
<p>Die Strahlenexposition wird üblicherweise in der Einheit μSv/Zeiteinheit (Mikrosievert pro Zeiteinheit) angegeben. Und beim Flug von Frankfurt nach Rom kommen da ca. 3-6 μSv zusammen. Der Flug von Frankfurt nach Rio de Janeiro schlägt mit 17-28 μSv zu Buche.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/02/29/das-risiko-von-flugreisen-in-der-schwangerschaft/#footnote_2_2190" id="identifier_2_2190" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Angaben jeweils nach den Infos des Bfs &amp;#8211; Bundesamt f&uuml;r Strahlenschutz. Website mit weiteren, sehr guten Informationen: www.bfs.de">3</a></sup></p>
<p>Was haben wir aber nun davon, wenn wir wissen, daß wir auf dem Weg nach Rom maximal 5-6 Mikrosievert an kosmischer Strahlung abbekommen haben? Ist das viel und vielleicht kritisch für einen Embryo im Mutterleib?</p>
<p><span class="zwischenueberschrift_mit_linie">Strahlendosis pro Jahr: Kosmische und terrestrische Quellen</span></p>
<p>Um die Sache einschätzen zu können, muß man die Strahlenexposition während des Flugs natürlich in Beziehung setzen mit der durchschnittlichen Belastung durch andere Quellen. Denn grundsätzlich ist es schlicht so, daß wir ja ständig äußerer Strahlung ausgesetzt sind. Da gibt es eben einerseits die kosmische Strahlung, die uns auch auf dem Boden trifft (aber eben deutlich weniger als in 10-12 Kilometern Flughöhe).</p>
<div id="attachment_2197" class="wp-caption alignright" style="width: 190px"><img class="size-full wp-image-2197" title="Blick aus dem Flugzeugfenster, Bildquelle: stock.xchng, User: aprilbell" src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2012/02/Blick_aus_dem_Flugzeug180.jpg" alt="Blick aus dem Flugzeug" width="180" height="246" /><p class="wp-caption-text">Welche Strahlendosis trifft auf einen Flugzeugpassagier?</p></div>
<p>Pro Jahr kommen da ca. 300 μSv zusammen (und auch hier gilt, daß die Dosis Richtung Äquator geringer ist, als weiter zu den Polen hin). Andererseits gibt es die terrestrische Strahlung, deren Quelle natürlich vorkommendes radioaktives Gestein (Uran, Thorium) und v.a. das radioaktive Edelgas Radon ist (zusammen macht das etwa 1500 μSv/a). Schließlich gibt es noch die quasi zivilisatorischen Belastungen (radioaktiver Fallout infolge von Atombombentests oder AKW-Unfällen) oder medizinische Quellen (Röntgenstrahlen).</p>
<p>Die jährliche Strahlendosis addiert sich (auch hier eben Schwankungen aufgrund des Wohnortes etc.) in Deutschland auf etwa 2000-5000 μSv. Das ist also das, was wir immer abkriegen!<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/02/29/das-risiko-von-flugreisen-in-der-schwangerschaft/#footnote_3_2190" id="identifier_3_2190" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="In Europa gibt es &uuml;brigens Regionen, in denen man pro Jahr etwa 10.000 &mu;Sv abbekommt und im Iran gibt es wohl eine Region, wo die j&auml;hrliche Belastung mit ionisierender Strahlung bei 200.000 liegt. Das ist nat&uuml;rlich heftig. Quelle: Wikipedia &amp;#8211; Strahlenbelastung">4</a></sup></p>
<p>Und jetzt wieder zurück zu unserer Ausgangsfrage: Wie riskant ist eine Flugreise während der Schwangerschaft? Handelt eine schwangere Frau unverantwortlich, wenn sie sich in ein Flugzeug setzt?</p>
<p>Wenn man die Werte betrachtet, so läßt sich eigentlich nur schlußfolgern, daß die kosmische Strahlung sicher kein Grund für einen Verzicht auf eine Flugreise sein kann.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/02/29/das-risiko-von-flugreisen-in-der-schwangerschaft/#footnote_4_2190" id="identifier_4_2190" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Dieser Ansicht sind &uuml;brigens auch alle seri&ouml;sen Wissenschaftler und auch das Bundesamt f&uuml;r Strahlenschutz schreibt ausdr&uuml;cklich, &amp;#8220;&amp;#8230; die Strahlenbelastung durch H&ouml;henstrahlung ist gering und gesundheitlich nicht relevant.&amp;#8221;">5</a></sup> Denn die Menge an Strahlung, die ich auf dem Flug von Frankfurt nach Rom abkriege, trifft mich auch innerhalb von 24 Stunden, wenn ich (wohnhaft etwa in der relativ stark belasteten Oberpfalz) zuhause bleibe. Die Belastung während des doch etwas längeren Fluges nach Rio den Janeiro entspricht derjenigen, die man während fünf Tagen in der Heimat abkriegt.</p>
<p><span class="zwischenueberschrift_mit_linie">Plädoyer für mehr Flugreisen in der Schwangerschaft</span></p>
<p>Strenggenommen könnte man sogar für Flugreisen in der Schwangerschaft plädieren. Zumindest alle schwangere Frauen, die sich Sorgen wegen des Strahlenrisikos während des Flugs machen, sollten sich mal informieren, wie hoch die ständige Strahlendosis an ihrem Wohnort ist. Wenn der Wert überdurchschnittlich ist (Stichwort: natürliche Uranvorkommen in der Nähe bzw. Radonausdünstungen), dann sollte mindestens der Umzug nach Nordfriesland in Betracht gezogen werden. Dort treffen einen eigentlich fast überall nur unterdurchschnittliche 0,5 μSv/h. Oder man setzt sich in ein Flugzeug und fliegt nach Rom oder sonstwohin. Wenn das Flugziel richtig gewählt ist, dann kompensiert man innerhalb weniger Tage die Strahlendosis während des Fluges und auf die ganze Schwangerschaft gerechnet, minimiert man das strahlenbedingte Risiko auf alle Fälle.</p>
<p><span class="pullquote">Wir brauchen mehr Gelassenheit in der Risikoabwägung. Und wir müssen einsehen, daß es ohne Risiken nicht geht. Egal, wie wir entscheiden.</span></p>
<p>Soll das nun ein ernstgemeintes Plädoyer für Flugreisen während der Schwangerschaft sein? Natürlich nicht! </p>
<p>Aber ein Aufruf zu mehr Gelassenheit bzw. ein Plädoyer für genauers Hinsehen und Abwägen. Und die Erinnerung daran, daß wir uns nicht verrückt machen sollten, nur weil wir gehört haben, daß in diesem oder jenem Lebensmittel besonders viel XY enthalten ist. Vielleicht stimmt das ja gar nicht, wie glaubwürdig ist die Quelle unserer Information? Und wenn es doch stimmt? Ist es schlimm, wenn wir XY zu uns nehmen? Und wie lauten die Alternativen? Wissen wir wirklich, welche (negativen) Konsequenzen unser Ausweichverhalten mit sich bringt?</p>
<p>Das ist ist natürlich das Grunddilemma jeder Risikosituation. Dabei gibt es zwei Aspekte: Erstens verfügen wir eigentlich immer über unvollständige Informationen (und aus diesem Nicht-Wissen kommen wir nicht raus). Und zweitens müssen wir diese Information (so unvollständig sie auch sind) einordnen und gegenüber Alternativen abwägen.</p>
<p class="zwischenueberschrift_mit_linie">Das unlösbare Problem der Eigenerfahrungslosigkeit</p>
<p>Die oben skizzierte Risikoabwägung zeigt dabei noch ganz deutlich ein weiteres typisches Begleitphänomen solcher Situationen: Wir können selbst das potentiell gefährliche Moment nicht (sinnlich) wahrnehmen. Radioaktivität und/oder Strahlung ist und bleibt für uns unsichtbar. Deshalb beunruhigt es uns ja auch, wenn wir lesen, daß während des Flugs die Strahlendosis hoch ist. Daß wir &#8211; während wir im Sessel sitzend lesen &#8211; gleichzeitig auch von ionisierender Strahlung umgeben und betroffen sind (und keine Ahnung haben, wie hoch die ihrerseits ist), ist uns wohl häufig gar nicht bewußt.</p>
<p>Der Soziologe Ulrich Beck hat in diesem Zusammenhang vor gut 25 Jahren zutreffend folgendes geschrieben und den Begriff &#8220;Eigenerfahrungslosigkeit&#8221; geprägt:</p>
<blockquote><p>&#8220;Das Unsichtbare, mehr noch: das, was sich der Wahrnehmung prinzipiell entzieht, das nur theoretisch Verknüpfte, (&#8230;) wird im zivilisatorischen Krisenbewußtsein unproblematischer Bestand des persönlichen Denkens, Wahrnehmens, Erlebens. (&#8230;) Man steigt nicht mehr nur von Eigenerfahrungen zu Allgemeinurteilen auf, sondern eigenerfahrungsloses Allgemeinwissen wird zum bestimmenden Zentrum der Eigenerfahrung.&#8221;<br />
(Ulrich Beck: <a title="Link zum Buch bei Amazon" href="http://www.amazon.de/gp/product/3518113658/ref=as_li_tf_tl?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3518113658">Risikogesellschaft</a>, S. 96)</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p class="zwischenueberschrift_mit_linie">Riskantes Dasein: Kein Leben ohne Risiko</p>
<p>So ist das. Wir leben ein riskantes Leben. Ob wir wollen oder nicht. Und wenn wir es genau betrachten, so wird es stets nur noch riskanter. Mit jeder neuen Technologie, jeder neuen Option und Information, die wir haben. Jede zusätzliche Information ist wie ein luhmann&#8217;scher Regenschirm:</p>
<blockquote><p>„Wenn es Regenschirme gibt, kann man nicht mehr risikofrei leben: Die Gefahr, dass man durch Regen nass wird, wird zum Risiko, das man eingeht, wenn man den Regenschirm nicht mitnimmt. Aber wenn man ihn mitnimmt, läuft man das Risiko, ihn irgendwo liegenzulassen.“<br />
(Niklas Luhmann: Die Moral des Risikos und das Risiko der Moral)<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/02/29/das-risiko-von-flugreisen-in-der-schwangerschaft/#footnote_5_2190" id="identifier_5_2190" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="vgl. Niklas Luhmann: Die Moral des Risikos und das Risiko der Moral, in: Gotthard Bechmann (Hrsg): Risiko und Gesellschaft. 1993.">6</a></sup></p></blockquote>
<p>Der Erfinder des Regenschirms ist schuld daran, daß wir mit dem Risiko nass zu werden (bzw. dem Schirmverlust) umgehen und leben müssen. Und ich meine das nicht als Spaß.</p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="werkstattlinks">
<p>Lesetipps zur Thematik:</p>
<ul>
<li>Ulrich Beck (1986): <a title="Link zum Buch bei Amazon" href="http://www.amazon.de/gp/product/3518113658/ref=as_li_tf_tl?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3518113658">Risikogesellschaft. Auf dem Weg in eine andere Moderne</a>. Suhrkamp.</li>
<li>Ulrich Beck (2007): <a title="Link zum Buch bei Amazon" href="http://www.amazon.de/gp/product/3518460382/ref=as_li_tf_tl?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3518460382">Weltrisikogesellschaft: Auf der Suche nach der verlorenen Sicherheit.</a> Suhrkamp.</li>
<li>Niklas Luhmann (1991): <a title="Link zum Buch bei Amazon" href="http://www.amazon.de/gp/product/3110178044/ref=as_li_tf_tl?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3110178044">Soziologie des Risikos.</a> Gruyter.</li>
<li>Ortwin Renn (Hg.) (2007): <a title="Link zum Buch bei Amazon" href="http://www.amazon.de/gp/product/3865810675/ref=as_li_tf_tl?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3865810675">Risiko: Über den gesellschaftlichen Umgang mit Unsicherheit</a>. oekom-Verlag.</li>
</ul>
<p>Gute Informationen zu allen Strahlenrisiken (auch diejenigen bei/durch Flugreisen) findet man beim Bundesamt für Strahlenschutz: <a title="Zur Website des Bundesamts für Strahlenschutz" href="http://www.bfs.de">www. bfs.de</a></p>
</div>
<p>&nbsp;</p>
<p><small>* Bilder // Schwangere Frau: stock.xchng (User: simmbarb) //Blick aus Flugzeugfenster: stock.xchng (User: aprilbell)<br />
</small></p>
<hr width="100%" size="1" /><hr /><h4>&Auml;hnliche Beitr&auml;ge</h4><ul><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/06/25/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-03/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 03">Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 03</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/16/mehr-technische-mehr-wissenschaftliche-demokratie-wagen-technikfolgenabschaetzung-20-werkstattnotiz-lxxix/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Mehr technische, mehr wissenschaftliche Demokratie wagen » Technikfolgenabschätzung 2.0? | Werkstattnotiz LXXIX">Mehr technische, mehr wissenschaftliche Demokratie wagen » Technikfolgenabschätzung 2.0? | Werkstattnotiz LXXIX</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/29/blogs-sind-wissenschaftler-verbindungs-maschinen-ad-hoc-gruppe-beim-soziologentag-werkstattnotiz-lxxxiii/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Blogs sind Wissenschaftler-Verbindungs-Maschinen » Ad-hoc-Gruppe beim Soziologentag | Werkstattnotiz LXXXIII">Blogs sind Wissenschaftler-Verbindungs-Maschinen » Ad-hoc-Gruppe beim Soziologentag | Werkstattnotiz LXXXIII</a></li></ul><hr width="100%" size="1" /><p><font color="#777777">Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stöbern Sie doch weiter in anderen Veröffentlichungen der Wissenswerkstatt - etwa hier in der <a target="_blank" href="http://www.wissenswerkstatt.net/werkstattinventar-publikumslieblinge-liebhaberstuecke-und-versteckte-perlen/">Übersicht</a> besonders beliebter Texte. Alternativ lohnt sich auch die Navigation über das <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/lageplan/">Werkstattinventar</a><br /></font></p><p><em><font color="#777777">Alle Artikel der <a target="_blank" href="../">Wissenswerkstatt</a> stehen unter der <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">CreativeCommons-Lizenz</a>, d.h. Verlinken jederzeit erlaubt, Bearbeiten und Zitieren jeweils unter Angabe der
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		<title>Der Mythos vom guten Klang: Stradivari-Geigen enttäuschen in Studie - Über die Entzauberung der legendären Geigenbauer und unsere Tendenz zum Selbstbetrug</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 15:45:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc Scheloske</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Stradivari, Guarneri, Amati: schon allein diese Namen klingen toll. Noch viel besser &#8211; so heißt es &#8211; klingen die Instrumente aus den Werkstätten der Geigenbauer aus dem norditalienischen Cremona. Die Geigen des Antonio Stradivari seien schlicht perfekt. Ihr Klang einzigartig. Doch eine aktuelle Studie zeigt: einzigartig ist (neben dem Preis) wohl vor allem der Ruf [...]</p><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/17/der-mythos-vom-guten-klang-stradivari-geigen-enttaeuschen-in-studie/">Der Mythos vom guten Klang: Stradivari-Geigen enttäuschen in Studie</a>]</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/17/der-mythos-vom-guten-klang-stradivari-geigen-enttaeuschen-in-studie/geige220/" rel="attachment wp-att-2002"><img class="alignright size-full wp-image-2002" style="border: 0pt none; margin: 2px 8px;" title="Geige - Keine Stradivari allerdings" src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2012/01/Geige220.jpg" alt="" width="220" height="157" /></a>Stradivari, Guarneri, Amati: schon allein diese Namen klingen toll. Noch viel besser &#8211; so heißt es &#8211; klingen die Instrumente aus den Werkstätten der Geigenbauer aus dem norditalienischen Cremona. Die Geigen des Antonio Stradivari seien schlicht perfekt. Ihr Klang einzigartig. Doch eine aktuelle Studie zeigt: einzigartig ist (neben dem Preis) wohl vor allem der Ruf der Geigen von Stradivari, Guarneri &amp; Co. In einem Test schnitten sie nämlich schlechter ab als moderne Geigen.</strong></p>
<p>Das norditalienische Städtchen Cremona ist ja irgendwie das Wimbledon des Geigenbaus. Neben den heute noch allgemein bekannten Stars wie <a title="Link zu Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Antonio_Stradivari">Stradivari</a> und <a title="Wikipedia-Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Guarneri_del_Ges%C3%B9">Guarneri del Gesù</a> hat auch die bemerkenswerte Geigenbaudynastie der <a title="Link zu Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Amati">Amati</a> ihre Wurzeln in Cremona und auch die Instrumente von <a title="Link zu Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Francesco_Ruggeri">Francesco Ruggeri</a> erzielen heute Preise jenseits der Millionengrenze.</p>
<p>Ich selbst war vor gut zwei Jahren in Cremona, habe bei Nieselregen in einem kleinen Café in Sichtweite des Doms einen Capuccino getrunken und habe am Domportal die mißlungensten Steinlöwen der Kirchenbaugeschichte gesehen. Gefallen hat mir Cremona dennoch und ich habe darüber nachgedacht, wie es nur möglich war, daß hier vor rund 300 Jahren Musikinstrumente gebaut wurden, deren Qualität nie wieder erreicht werden sollte.</p>
<div id="attachment_2004" class="wp-caption aligncenter" style="width: 590px"><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/17/der-mythos-vom-guten-klang-stradivari-geigen-enttaeuschen-in-studie/cremona_dom_580/" rel="attachment wp-att-2004"><img class="size-full wp-image-2004" title="Cremona_Dom_580" src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2012/01/Cremona_Dom_580.jpg" alt="Löwe am Domportal von Cremona" width="580" height="402" /></a><p class="wp-caption-text">Eigenwilliger Löwe am Portal des Cremoneser Doms</p></div>
<h2>
<p class="zwischenueberschrift_mit_linie">Legendäre Geigenbauer: Antonio Stradivari und Guarneri del Gesù</p>
</h2>
<p>Ich selbst habe ehrlicherweise keine großartige Ahnung von Streichinstrumenten. Ich höre mir durchaus gerne klassische Konzerte an und liebe das Cellokonzert in h-moll von <em>Antonin Dvořák</em>. Aber wenn es um die Eigenschaften von Violinen, Bratschen oder Celli geht, so kann ich mir kein Urteil erlauben. Ich glaube einfach, was ich so lese. Und wenn auch die Topstars der heutigen Geigenszene (von Anne-Sophie Mutter bis zum unvermeidlichen David Garrett) auf einer Stradivari spielen und deren einzigartigen, legendären Klang in höchsten Tönen loben, so muß da was dran sein. So dachte ich. Bis letzte Woche&#8230;</p>
<p><span class="pullquote_left">Sind die Geigen von Stradivari oder Guarneri so gut wie ihr Ruf?</span></p>
<p>Aber auch bei den berühmten Geigen ist es offenbar wie mit anderen Legenden: einer Überprüfung halten sie nicht unbedingt stand. Wie überlegen die Eigenschaften (und der Klang) der Geigen von Antonio Stradivari oder seinem nicht minder berühmten Kollegen Guarneri del Gesù tatsächlich sind, testete kürzlich die Geigenforscherin Dr. Claudia Fritz vom Institut Jean Le Rond d’Alembert der Universität Paris. <a title="Bericht beim orf" href="http://science.orf.at/stories/1692648/">Die Meldung</a> zu ihren interessanten Ergebnissen machte schon letzte Woche die Runde, da ich die Studie aber so klasse finde, blogge ich dennoch nochmal darüber.</p>
<p class="zwischenueberschrift_mit_linie">Was ist dran am einzigartigen Ruf der edlen Instrumente?</p>
<p>Claudia Fritz wollte wissen, ob Geigenexperten die legendären Instrumente tatsächlich von &#8220;normalen&#8221; Geigen unterscheiden können. Schließlich wird ja genau das immer behauptet: die weltbekannten Geigenvirtuosen spielen auf einer Stradivari, weil diese eben diesen einzigartigen und unübertroffenen Klang habe. Und da gäbe es eben einen großen hörbaren und für den Geiger auch fühlbaren Unterschied.</p>
<p><span class="pullquote">Im Test schneiden &#8220;neue&#8221; Geigen besser ab. Profimusiker erkennen die gefeierten Instrumente nicht.</span></p>
<p>Für ihren Test hatte Claudia Fritz zwei Stradivaris (aus dem Jahr 1700 bzw. 1715) und eine Guarneri aus dem Jahr 1740 zur Verfügung. Zum Vergleich gab es drei &#8220;moderne&#8221; Geigen, alle nur ein paar Jahre alt. Der Versuch fand im Rahmen des  Internationalen Geigenwettbewerbs in Indianapolis im Herbst 2010 statt. 21 Topmusiker nahmen daran teil und sollten aus den sechs vorhandenen Instrumenten ihren Favoriten auswählen und beurteilen (und in Hörtests die Klangfarbe, Tonqualität etc. beurteilen).</p>
<p>Der Test war als &#8220;Blindversuch&#8221; konzipiert: abgedunkelter Raum, die Testpersonen trugen eine Brille und die Geigen wurden mit einem Duftstoff versehen, so daß auch eine geruchliche Beeinflussung ausgeschlossen war. Das Ergebnis? Der Test zeigte deutlich, daß die Instrumente quasi nicht zu unterscheiden sind. Und die Stradivari- und Guarneri-Geigen schnitten sogar schlechter ab: nur acht der 21 Musiker wollten einen millionenschweren Mythos mit nach Hause nehmen, 13 Musiker entschieden sich für ein neues Instrument. In den Hörtests wurde eine der Stradivari-Geigen am schlechtesten bewertet, am beliebtesten war eine der neuen Geigen.</p>
<p class="zwischenueberschrift_mit_linie">Imponiert uns der Klang oder der klangvolle Name?</p>
<p>Das Ergebnis ist recht eindeutig: Geigen mit klangvollen Namen halten im Test nicht, was sie versprechen. Wie kommt es dann aber, daß sich der Mythos von den vermeintlich so unübertrefflich guten Instrumenten so lange hält? Eine einfache Antwort darauf gibt es sicher nicht. Klar ist, daß es durchaus selbstverstärkende Effekte gibt (zumindest was das Urteil der Zuhörer betrifft): denn eine Anne-Sophie Mutter spielt natürlich besser als irgendein Zweitliga-Geiger im städtischen Konzerthaus. Doch was ist der Virtuosität der Geigerin geschuldet und was dem Instrument?</p>
<p class="pullquote">Wie ist der Mythos um die Geigen erklärbar? Welche Rolle spielt das Wissen um die millionenteuren Instrumente?</p>
<p>Was das (Experten-)Urteil der Musiker selbst angeht, so dürfte hier ein durchaus bekannter Effekt eine Rolle spielen. Es geht schlicht um die Erwartungshaltung, die in einem solchen Fall fast zwangsläufig Bestätigung finden muß. Bekommt ein talentierter Geiger zum ersten Mal eine Stradivari in die Hand, so wird er (wissend, daß er nun den Bogen an eine millionenschwere Kostbarkeit anlegt) naturgemäß den Klang, die Tonfarbe usw. entsprechend beurteilen. Das ist menschlich. :-)</p>
<p class="zwischenueberschrift_mit_linie">Teuer klingt gut, schmeckt gut, wirkt gut</p>
<p>Der Mechanismus dahinter ist aus anderen Studien bekannt: was teuer ist, wird von den Probanden auch gut bewertet. Das kann teurer Wein sein (der schon allein deshalb besser schmeckt) oder es kann sich um Medikamente handeln. Der Verhaltensforscher Dan Ariely hat dazu mehrere Experimente durchgeführt. 2008 verabreichte er zwei Gruppen ein angebliches Schmerzmittel (beidesmal waren es nur Placebo-Pillen). Die eine Gruppe bekam die Info, jede Pille koste 2,50 Dollar. Der anderen Gruppe wurde mitgeteilt, die Pille koste wenige Cent. Die schmerzlindernde Wirkung beider Tabletten war danach auch entsprechend: die teure Placebo-Schmerztablette konnte bei 85 Prozent der Teilnehmer die Schmerzen reduzieren, das billige Präparat wirkte dagegen nur bei 61 Prozent.</p>
<p>Und was bei Schmerzmitteln der Unterschied zwischen der Pille für wenige Cent und der für 2,50 Dollar ist, das ist in der Welt einfach hochskaliert. Für gute, moderne Geigen muß man durchaus auch einen fünfstelligen Eurobetrag hinblättern, für absolute Spitzengeigen kann man gar 100.00 Euro investieren. Im Vergleich zu den Millionenwerten einer Stradivari sind das Peanuts.</p>
<div class="werkstattlinks">
<p><strong>Studien:</strong></p>
<ul>
<li>Claudia Fritza,1,2, Joseph Curtinb,1, Jacques Poitevineaua, Palmer Morrel-Samuelsc, and Fan-Chia Taod: <a title="Link zur Studie bei PNAS" href="http://www.pnas.org/content/early/2012/01/02/1114999109">Player preferences among new and old violins</a>, in: PNAS January 3, 2012, doi: 10.1073/pnas.1114999109</li>
<li>Ariely, D. et. al: <a title="Link zur Studie" href="http://jama.ama-assn.org/content/299/9/1016.short">Commercial Features of Placebo and Therapeutic Efficacy</a>, in: AMA. 2008;299(9):1016-1017. doi: 10.1001/jama.299.9.1016.</li>
</ul>
<p>Links / Büchertipp:</p>
<ul>
<li>Dan Ariely: <a title="Amazon-Link" href="http://www.amazon.de/gp/product/3426780356/ref=as_li_tf_tl?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3426780356">Denken hilft zwar, nützt aber nichts: Warum wir immer wieder unvernünftige Entscheidungen treffen.</a> (Amazon-Link)</li>
</ul>
</div>
<p style="text-align: center;"><small>Bildquellen &#8211; Löwe Cremona (eigenes Photo) / Geige (stock.xchng, User: propa)</small></p>
<hr width="100%" size="1" /><hr /><h4>&Auml;hnliche Beitr&auml;ge</h4><ul><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/12/31/von-guten-vorsaetzen-und-selbsttaeuschungen-werkstattnotiz-132/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Von guten Vorsätzen und Selbsttäuschungen | Werkstattnotiz 132">Von guten Vorsätzen und Selbsttäuschungen | Werkstattnotiz 132</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2009/04/08/digital-ist-besser-uber-vinyl-cds-mp3s-und-die-macht-der-horgewohnheiten/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Digital ist besser: Über Vinyl, CDs, MP3s und die Macht der Hörgewohnheiten">Digital ist besser: Über Vinyl, CDs, MP3s und die Macht der Hörgewohnheiten</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/07/tofu-macht-dumm-schattenseiten-der-hochschulreformen-werkstatt-ticker-44/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Tofu macht dumm ::: Schattenseiten der Hochschulreformen | Werkstatt-Ticker 44">Tofu macht dumm ::: Schattenseiten der Hochschulreformen | Werkstatt-Ticker 44</a></li></ul><hr width="100%" size="1" /><p><font color="#777777">Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stöbern Sie doch weiter in anderen Veröffentlichungen der Wissenswerkstatt - etwa hier in der <a target="_blank" href="http://www.wissenswerkstatt.net/werkstattinventar-publikumslieblinge-liebhaberstuecke-und-versteckte-perlen/">Übersicht</a> besonders beliebter Texte. Alternativ lohnt sich auch die Navigation über das <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/lageplan/">Werkstattinventar</a><br /></font></p><p><em><font color="#777777">Alle Artikel der <a target="_blank" href="../">Wissenswerkstatt</a> stehen unter der <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">CreativeCommons-Lizenz</a>, d.h. Verlinken jederzeit erlaubt, Bearbeiten und Zitieren jeweils unter Angabe der
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		<title>Riskante Vitamine: Neue Zweifel am Nutzen von Vitaminpräparaten - Eine kleine Lektion über die Produktion von Enttäuschungen durch Wissenschaft </title>
		<link>http://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/12/riskante-vitamine-neue-zweifel-am-nutzen-von-vitaminpraeparaten/</link>
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		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 19:30:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc Scheloske</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Epidemiologie]]></category>
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		<category><![CDATA[Nahrungsergänzungsmittel]]></category>
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		<guid isPermaLink="false">http://www.wissenswerkstatt.net/?p=1908</guid>
		<description><![CDATA[<p>Nehmen wir genügend Vitamine und Mineralstoffe über die Nahrung auf? Welche und wieviele der Vitamine brauchen wir überhaupt, um gesund zu bleiben? Und eignen sich bestimmte Vitaminpräparate, um gezielt Krankheiten vorzubeugen? Diese Fragen werden seit Jahrzehnten gestellt. Doch zufriedenstellende Antworten lassen auf sich warten. Mehr noch: je mehr Studien ausgewertet werden, desto größer werden die [...]</p><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/12/riskante-vitamine-neue-zweifel-am-nutzen-von-vitaminpraeparaten/">Riskante Vitamine: Neue Zweifel am Nutzen von Vitaminpräparaten</a>]</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/12/riskante-vitamine-neue-zweifel-am-nutzen-von-vitaminpraeparaten/vitamincocktail/" rel="attachment wp-att-1914"><img src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2012/01/Vitamincocktail-300x200.jpg" alt="Was können Vitaminpräparate leisten?" title="Vitamincocktail" width="300" height="200" class="alignright size-medium wp-image-1914" /></a><strong>Nehmen wir genügend Vitamine und Mineralstoffe über die Nahrung auf? Welche und wieviele der Vitamine brauchen wir überhaupt, um gesund zu bleiben? Und eignen sich bestimmte Vitaminpräparate, um gezielt Krankheiten vorzubeugen? </strong></p>
<p>Diese Fragen werden seit Jahrzehnten gestellt. Doch zufriedenstellende Antworten lassen auf sich warten. Mehr noch: je mehr Studien ausgewertet werden, desto größer werden die Fragezeichen, wenn es um die segensreiche Wirkung einer Nahrungsergänzung mit Vitaminen geht. Manche Vitamine scheinen mehr Schaden anzurichten, als sie nutzen. Jüngst hat es die Vitamine A und E erwischt. Für die Vitaminpillen-Fans ist das natürlich ärgerlich. Für mich mal wieder ein wunderbares Beispiel für das ambivalente Wesen von Wissenschaft.</p>
<p class="zwischenueberschrift_mit_linie">Neue Studien und neue Enttäuschungen</p>
<p>Neu ist das alles &#8211; gerade wenn es um Vitamine geht &#8211; natürlich nicht. Das einstige Star-Vitamin C ist längst entzaubert. Vitamine sind kein Allheilmittel, keine Wunderwaffe gegen Krebs, Arthrose oder welche Krankheiten auch immer. Soviel ist im Grunde bekannt. Aber wenn es um Volkskrankheiten wie die koronaren Krankheiten geht, wäre es ja auch schon ein Erfolg, wenn das Risiko um einige Prozentpunkte gesenkt werden könnte. Deshalb wird hier zu Recht geforscht. Zuletzt standen etwa in Sachen Schlaganfallprophylaxe die Vitamine A und E hoch im Kurs.<br />
<span class="pullquote">Vitamine sind kein Allheilmittel. Neue Studien sorgen für Enttäuschungen.</span><br />
Doch mehrere aktuelle Studien sorgen auch hier für Ernüchterung. Der australische Neurologe Graeme Hankey hat sich innerhalb einer Metaanalyse die einschlägigen Studien vorgenommen.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/12/riskante-vitamine-neue-zweifel-am-nutzen-von-vitaminpraeparaten/#footnote_0_1908" id="identifier_0_1908" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="vgl. Graeme J Hankey: Nutrition and the risk of stroke, in: The Lancet Neurology, 1 January 2012 ( Vol. 11, Issue 1, Pages 66-81 ), DOI: 10.1016/S1474-4422(11)70265-4">1</a></sup> Eigentlich sollten &#8211; so die Erwartung &#8211; die Radikalfänger Vitamin A und E den oxidativen Stress in den Gefäßen minimieren und so positiv wirken. Aber danach sieht es eben gar nicht aus.</p>
<p class="zwischenueberschrift_mit_linie">Vitamin A und E und die Schlaganfallprävention</p>
<p>Wenn es um Schlaganfälle geht, so zeigten &#8211; wie Grame Hankey aufführt &#8211; drei große Studien mit Vitamin A (mit mehr als 80.000 Teilnehmern) keinen Unterschied zwischen der Gruppe, die zusätzlich mit Vitamin A versorgt wurde und der Kontrollgruppe.</p>
<p>Im Gegenteil: es gab sogar negative Effekte. In acht kontrollierten Studien (n=140.000) erhöhte sich die Sterberate um 7 Prozent. Weitere sechs große Studien verblüfften mit einer um 10 Prozent erhöhten Sterbehäufigkeit der Vitamin-A-Gruppe an kardiovaskulären Erkrankungen.</p>
<p>Nicht viel besser sieht es bei Vitamin E aus: in einer Zusammenschau von neun Studien (n&gt;118.000) aus dem Jahr 2010 erhöhte sich die Rate für hämorrhagische Infarkte (z.B. Lungeninfarkte) unter Zusatzgabe von Vitamin E um 22 Prozent; dafür sank die Rate für einen klassischen Hirninfarkt immerhin um 10 Prozent.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/12/riskante-vitamine-neue-zweifel-am-nutzen-von-vitaminpraeparaten/#footnote_1_1908" id="identifier_1_1908" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="vgl.:&nbsp;Markus Sch&uuml;rks et al.: Effects of vitamin E on stroke subtypes: metaanalysis of randomised controlled trials. BMJ 2010; 341:c5702.">2</a></sup> Weitere 13 Studien (n&gt;166.000) zeigten &#8211; das ist das Ergebnis der Meta-Analyse chinesischer Forscher &#8211; ebenfalls mehr hämorrhagische Schlaganfälle, und auch keinen Nutzen bei ischämischen Ereignissen, also dem Schlaganfall des Gehirns.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/12/riskante-vitamine-neue-zweifel-am-nutzen-von-vitaminpraeparaten/#footnote_2_1908" id="identifier_2_1908" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="vgl. Q Bin et al.: The role of vitamin E (tocopherol) supplementation in the prevention of stroke: a meta-analysis of 13 randomised controlled trials. Thromb Haemost 2011; 105:579.">3</a></sup></p>
<p>Zusammengefasst: Bei Personen, die keine Unterversorgung mit den genannten Vitaminen aufweisen<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/12/riskante-vitamine-neue-zweifel-am-nutzen-von-vitaminpraeparaten/#footnote_3_1908" id="identifier_3_1908" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Also grunds&auml;tzlich alle Personen, die sich halbwegs vern&uuml;nftig ern&auml;hren.">4</a></sup> hat die Einnahme von Vitamin A oder E keine nennenswerten positiven Effekte im Hinblick auf die Schlaganfallprophylaxe. Negative Auswirkungen gibt es aber eben sehr wohl.</p>
<p class="zwischenueberschrift_mit_linie">Mehr Studien = mehr Zweifel</p>
<p>Diese ziemlich ernüchternden Ergebnissen passen zu anderen Studien, die in den letzten Jahren publiziert wurden. So wurde bspw. die großangelegte SELECT-Studie (n&gt;35.000) im Jahr 2008 abgebrochen, nachdem man feststellte, daß die Gabe von Vitamin E und Selen (die eigentlich die Prostatakrebsrate um 25% senken sollte) mehr Schaden als Nutzen hervorrief.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/12/riskante-vitamine-neue-zweifel-am-nutzen-von-vitaminpraeparaten/#footnote_4_1908" id="identifier_4_1908" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die Auswertung von SELECT zeigte, da&szlig; sich die Prostatakrebsrate um 17 Prozent erh&ouml;hte, wenn die Teilnehmer t&auml;glich 400 Einheiten Vitamin E erhielten. Diese Menge liegt &uuml;brigens unter der Marge, die etwa die EFSA (Europ. Beh&ouml;rde f&uuml;r Lebensmittelsicherheit) als unbedenklich einstuft. vgl.: EA Klein et al.: Vitamin E and the risk of prostate cancer; the Selenium and Vitamin E Cancer Prevention Trial (SELECT). JAMA 2011; 306:1549.">5</a></sup></p>
<p>Somit gehen diese Ergebnisse in eine ganz ähnliche Richtung wie andere Meta-Studien. Hier fällt natürlich v.a. die vieldiskutierte Bjelakovic-Studie von 2007 ein. Damals hatte Goran Bjelakovic zusammen mit Kollegen eine Meta-Analyse vorgenommen, für die mehr als 60 Studien gesichtet wurden, die den Effekt von Nahrungssupplementierung mit Antioxidantien zum Gegenstand hatten. In 26 Studien (n&gt;105.000) ging es dabei um die Gabe von Vitamin E (allein oder in Kombination mit Beta-Carotin oder Vitamin A). In der Gesamtschau stellte Bjelakovic hier eine erhöte Sterblichkeit bei denjenigen fest, die Vitamine eingenommen hatten.</p>
<p class="zwischenueberschrift_mit_linie">Was lernen wir daraus?</p>
<p>Die Schlußfolgerung, daß Vitamine krank machen, wäre sicher überzogen. Schließlich &#8211; das steht fest &#8211; braucht unser Körper Vitamine für viele, viele lebensnotwendige Vorgänge. Und bei Personen, die (aus welchen Gründen auch immer) eine eindeutige Unterversorgung mit einzelnen Vitaminen, Mineralstoffen oder Spurenelementen haben, ist auch eine Supplementierung sinnvoll und erforderlich. Alle anderen sollten sich aber an Paracelsus erinnern: &#8220;Dosis sola facit venenum.&#8221; Das gilt für Vitamine, wie auch für alles andere.</p>
<p><span class="pullquote_left">Wissenschaft besteht nicht aus der Produktion von Erfolgsmeldungen!</span></p>
<p>Und was lernen wir noch? Daß Wissenschaft nicht darin besteht Jubelmeldungen zu produzieren? Genau! Darauf kam es mir eigentlich an.</p>
<p>Die Vorstellung, das Wesen von Wissenschaft und Forschung sei die kontinuierliche Anhäufung von Erfolgen ist einfach naiv. Zur Wissenschaft gehört es einfach zwangsläufig dazu, daß man zunächst mal Wissen generiert, daraus weitere Vermutungen (durchaus hoffnungsvolle im Fall der Vitamine) ableitet und dann nachprüft, ob man richtig liegt. Und wie man sehen kann, ist das Geschäft der Nachprüfung enorm schwierig. Da reicht dann eine einzelne Studie (zumal im medizinischen Bereich) fast nie aus.</p>
<p>Erst der Überblick über mehrere Studien lichtet ein wenig den Nebel. Und öffnet den Blick. Auch wenn das, was man dann sieht, manchmal ziemlich enttäuschend sein kann.</p>
<div class="werkstattlinks"><strong>Die Studien:</strong></p>
<ul>
<li>Graeme J Hankey: <a title="Link zur Hankey-Analyse" href="http://www.thelancet.com/journals/laneur/article/PIIS1474-4422%2811%2970265-4/abstract">Nutrition and the risk of stroke</a>, in: The Lancet Neurology, 1 January 2012 ( Vol. 11, Issue 1, Pages 66-81 ), DOI: 10.1016/S1474-4422(11)70265-4</li>
<li>SM Lippman: <a title="Link zur Studie bei Pubmed" href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19066370">Effect of selenium and vitamin E on risk of prostate cancer and other cancers: the Selenium and Vitamin E Cancer Prevention Trial (SELECT)</a>. JAMA. 2009 Jan 7;301(1):39-51. Epub 2008 Dec 9.</li>
<li>Goran Bjelakovic et al.: <a title="Link zur Cochrane-Analyse" href="http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/14651858.CD007176/abstract">Antioxidant supplements for prevention of mortality in healthy participants and patients with various diseases (review)</a>. Cochrane Database Syst Rev 2008; 2:CD007176.</li>
<li>G. Bjelakovic, D. Nikolova, LL. Gluud, RG Simonetti, C. Gluud: <a title="Link zur Meta-Analyse" href="http://jama.ama-assn.org/content/297/8/842.abstract">Mortality in randomized trials of antioxidant supplements for primary and secondary prevention</a>, in: Journal of the American Medical Association, JAMA (2007), 297(8)</li>
</ul>
</div>
<hr width="100%" size="1" /><hr /><h4>&Auml;hnliche Beitr&auml;ge</h4><ul><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/17/riskante-vitamine-unbeliebte-atheisten-werkstatt-ticker-12/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Riskante Vitamine ::: Unbeliebte Atheisten | Werkstatt-Ticker 12">Riskante Vitamine ::: Unbeliebte Atheisten | Werkstatt-Ticker 12</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/09/20/forschende-frauen-und-der-traum-von-der-chancengleichheit-in-der-wissenschaft-werkstattnotiz-116/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Forschende Frauen und der Traum von der Chancengleichheit in der Wissenschaft | Werkstattnotiz 116">Forschende Frauen und der Traum von der Chancengleichheit in der Wissenschaft | Werkstattnotiz 116</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/21/zweierlei-mass-welche-regeln-gelten-fuer-zitate-in-wissenschaftlichen-blogs-werkstattnotiz-xxxvii/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Zweierlei Maß » Welche Regeln gelten für Zitate in wissenschaftlichen Blogs? | Werkstattnotiz XXXVII">Zweierlei Maß » Welche Regeln gelten für Zitate in wissenschaftlichen Blogs? | Werkstattnotiz XXXVII</a></li></ul><hr width="100%" size="1" /><p><font color="#777777">Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stöbern Sie doch weiter in anderen Veröffentlichungen der Wissenswerkstatt - etwa hier in der <a target="_blank" href="http://www.wissenswerkstatt.net/werkstattinventar-publikumslieblinge-liebhaberstuecke-und-versteckte-perlen/">Übersicht</a> besonders beliebter Texte. Alternativ lohnt sich auch die Navigation über das <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/lageplan/">Werkstattinventar</a><br /></font></p><p><em><font color="#777777">Alle Artikel der <a target="_blank" href="../">Wissenswerkstatt</a> stehen unter der <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">CreativeCommons-Lizenz</a>, d.h. Verlinken jederzeit erlaubt, Bearbeiten und Zitieren jeweils unter Angabe der
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<div class="nr_clear"></div><hr size=1 width=40%><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1908" class="footnote">vgl. Graeme J Hankey: Nutrition and the risk of stroke, in: The Lancet Neurology, 1 January 2012 ( Vol. 11, Issue 1, Pages 66-81 ), DOI: 10.1016/S1474-4422(11)70265-4</li><li id="footnote_1_1908" class="footnote">vgl.: Markus Schürks et al.: Effects of vitamin E on stroke subtypes: metaanalysis of randomised controlled trials. BMJ 2010; 341:c5702.</li><li id="footnote_2_1908" class="footnote">vgl. Q Bin et al.:<a title="Link zur Studie von Q. Bin et. al." href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21264448"> The role of vitamin E (tocopherol) supplementation in the prevention of stroke: a meta-analysis of 13 randomised controlled trials</a>. Thromb Haemost 2011; 105:579.</li><li id="footnote_3_1908" class="footnote">Also grundsätzlich alle Personen, die sich halbwegs vernünftig ernähren.</li><li id="footnote_4_1908" class="footnote">Die Auswertung von SELECT zeigte, daß sich die Prostatakrebsrate um 17 Prozent erhöhte, wenn die Teilnehmer täglich 400 Einheiten Vitamin E erhielten. Diese Menge liegt übrigens unter der Marge, die etwa die EFSA (Europ. Behörde für Lebensmittelsicherheit) als unbedenklich einstuft. vgl.: EA Klein et al.: <a title="SELECT-Study" href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21990298">Vitamin E and the risk of prostate cancer; the Selenium and Vitamin E Cancer Prevention Trial (SELECT)</a>. JAMA 2011; 306:1549.</li></ol><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/12/riskante-vitamine-neue-zweifel-am-nutzen-von-vitaminpraeparaten/">Riskante Vitamine: Neue Zweifel am Nutzen von Vitaminpräparaten</a>]</p> <p><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/?flattrss_redirect&amp;id=1908&amp;md5=6bd6767b0f13750b2b6d7e0e83e13ee2" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Wissenschaftler bei Twitter: Eine Studie zur wissenschaftlichen Twitternutzung - Fragestellung, Datenerhebung und eine erste Auflistung twitternder Wissenschaftler</title>
		<link>http://www.wissenswerkstatt.net/2011/12/01/wissenschaftler-bei-twitter-eine-studie-zur-wissenschaftlichen-twitternutzung/</link>
		<comments>http://www.wissenswerkstatt.net/2011/12/01/wissenschaftler-bei-twitter-eine-studie-zur-wissenschaftlichen-twitternutzung/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 01 Dec 2011 12:30:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc Scheloske</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lesetipps]]></category>
		<category><![CDATA[Soziologie]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Forschung]]></category>
		<category><![CDATA[Mediennutzung]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[Twitterstudie]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftskommunikation]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.wissenswerkstatt.net/?p=1478</guid>
		<description><![CDATA[<p>Wo, wie und wann findet Wissenschaft bei Twitter statt? Wo sind die twitternden Forscher und Professoren? Wo die twitternden Wissenschaftsjournalisten? Und wie wird Twitter in Sachen Wissenschaftskommunikation genutzt? Antworten auf diese Fragen soll eine Studie geben, die ich gerade durchführe. Im Moment bin ich noch im Stadium der Datenerhebung, denn es gibt doch sicherlich mehr [...]</p><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2011/12/01/wissenschaftler-bei-twitter-eine-studie-zur-wissenschaftlichen-twitternutzung/">Wissenschaftler bei Twitter: Eine Studie zur wissenschaftlichen Twitternutzung</a>]</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2011/12/TwitterStudie_2011_200.jpg" alt="Wissenschaftliche Twitterstudie" title="TwitterStudie (Logo)" width="200" height="147" style="border: 0pt none;" class="alignright size-full wp-image-1517" /><strong>Wo, wie und wann findet Wissenschaft bei Twitter statt? Wo sind die twitternden Forscher und Professoren? Wo die twitternden Wissenschaftsjournalisten? Und wie wird Twitter in Sachen Wissenschaftskommunikation genutzt? Antworten auf diese Fragen soll eine Studie geben, die ich gerade durchführe.</strong></p>
<p>Im Moment bin ich noch im Stadium der Datenerhebung, denn es gibt doch sicherlich mehr als die rund 200 twitternden Wissenschaftsfreaks, die ich unten aufgelistet habe, oder?</p>
<p><strong>Einige Überlegungen zur Twitter-Studie</strong></p>
<p>Um eine Sache klarzustellen: Ich bin mir keineswegs sicher, ob auf Twitter wirklich nennenswerte wissenschaftsbezogene Diskurse stattfinden. Gut möglich, daß fast alles, was von Wissenschaftlern oder Wissenschaftsjournalisten über Twitter verbreitet wird, aus wissenschaftlicher Perspektive irrelevant ist. Aber sicher bin ich mir eben nicht. Und genau deswegen untersuche ich die wissenschaftliche Twitternutzung innerhalb einer kleinen Studie.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2011/12/01/wissenschaftler-bei-twitter-eine-studie-zur-wissenschaftlichen-twitternutzung/#footnote_0_1478" id="identifier_0_1478" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die Ergebnisse der Studie zur wissenschaftlichen Twitternutzung werden voraussichtlich im Fr&uuml;hjahr 2012 ver&ouml;ffentlicht. Die Studie selbst wird von mir selbst durchgef&uuml;hrt und finanziert. Es sind keine externen Forschungsinstitute oder Universit&auml;ten beteiligt.">1</a></sup></p>
<p>Einige meiner Leitfragen habe ich oben schon formuliert. Es geht mir einerseits um eine quantitative Darstellung, andererseits eine qualitative Analyse der Nutzung von Twitter durch Wissenschaftler, Wissenschaftsjournalisten und auch twitternde Institutionen aus dem wissenschaftlichen Bereich.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2011/12/01/wissenschaftler-bei-twitter-eine-studie-zur-wissenschaftlichen-twitternutzung/#footnote_1_1478" id="identifier_1_1478" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Und bis Ergebnisse verk&uuml;ndbar sind dauert es noch ein bi&szlig;chen. Allen Zahlenfreaks kann ich nur verraten, da&szlig; der &amp;#8220;durchschnittliche Wissenschaftstwitterer&amp;#8221; 424 Friends und 704 Follower hat. Und der Twitterer mit der l&auml;ngsten Twittergeschichte ist Thomas Wanhoff. Der ist seit dem 28.11.2006 dabei. Insofern ist Thomas wirklich ein Early Adopter.">2</a></sup> </p>
<p><strong>Zahlen, Daten, Fakten und die Frage nach der Qualität</strong></p>
<p>Im ersten Teil geht es also um die Erhebung banaler Zahlen. Wieviele Twitteraccounts von Wissenschaftlern gibt es? Wieviele Follower haben die? Welche akademischen Disziplinen sind besonders häufig vertreten? Welches sind die aktivsten, welches die zurückhaltendsten Twitterer? </p>
<h4><span class="pullquote">Finden überhaupt wissenschaftliche Mikro-Bloggingdiskurse statt? Wie oft findet man Links auf wissenschaftliche Studien oder Inhalte?</span></h4>
<p>In einem zweiten Teil werde ich mir genauer anschauen, was überhaupt getwittert wird. Finden überhaupt wissenschaftliche Mikro-Bloggingdiskurse statt? Wie oft findet man Links auf wissenschaftliche Studien oder Inhalte? Und was ist einfach profaner Twittersmalltalk, den man auch überall sonst findet? Um Antworten auf solche Fragen zu erhalten, werde ich eine Stichprobe von Twitteraccounts ziehen und deren Tweets inhaltsanalytisch auswerten.   </p>
<p><strong>Zuvor brauche ich aber noch Eure Mithilfe! </strong></p>
<p>Ich habe in den letzten Wochen bereits einschlägige Twitteraccounts von Wissenschaftlern und Wissenschaftsjournalisten gesammelt, die (eine meiner Einschränkungen) hauptsächlich auf deutsch twittern.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2011/12/01/wissenschaftler-bei-twitter-eine-studie-zur-wissenschaftlichen-twitternutzung/#footnote_2_1478" id="identifier_2_1478" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Insofern schlie&szlig;t die Studie und die Datenerhebung an meine Twitter-Rankings aus dem Wissenschafts-Caf&eacute; aus dem Jahr 2009 an.">3</a></sup> Ich beschränke mich also auf die Personengruppe, die ihre Brötchen mit Wissenschaft und Forschung verdient oder mit der Kommunikation von Wissenschaft beschäftigt ist.</p>
<p>Rund 200 Twitterer habe ich bereits in meiner Datenbank eingetragen. Es gibt aber sicher noch einige mehr. Twitternde Wissenschaftler, die in der Liste fehlen, bitte in die Kommentare oder gerne auch per Mail an: twitterstudie@wissenswerkstatt.net.</p>
<p><strong>Relevanz, Sichtbarkeit, Bedeutung?: Die Liste twitternder Wissenschaftler und Journalisten</strong></p>
<p>Die Liste habe ich auf der Basis eines (vorläufigen) &#8220;Authority-Wertes&#8221; sortiert. Üblicherweise werden solche Rankings ja meist gemäß der Follower-Anzahl erstellt. Eine solche Sortierung halte ich aber aus verschiedenen Gründen für nur begrenzt aussagekräftig. Der unten aufgeführte Wert, den ich probehalber Twitter-Authority genannt habe, ist das Ergebnis verschiedener Überlegungen und Berechnungen. </p>
<h4><span class="pullquote_left">Wer fehlt in der Liste? Ist die Zuordnung zu Fächern korrekt?</span></h4>
<p>Ich habe dazu ganz verschiedene Kennwerte herangezogen und miteinander kombiniert, Details verrate ich an anderer Stelle.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2011/12/01/wissenschaftler-bei-twitter-eine-studie-zur-wissenschaftlichen-twitternutzung/#footnote_3_1478" id="identifier_3_1478" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Zum Authority-Wert: Accounts mit vielen &amp;#8220;Followern&amp;#8221; werden nat&uuml;rlich tendenziell h&ouml;her bewertet, als solche mit wenigen. Gleichzeitig spielt bei der Berechnung aber auch die Anzahl der &amp;#8220;Friends&amp;#8221; eine Rolle, ebenso die Frage, wie h&auml;ufig ein Twitteraccount gelistet ist. Ebenso flie&szlig;t ein Aktivit&auml;tsfaktor mit ein (wer nur alle Jubeljahre twittert wird bspw. abgewertet). Mein Ziel ist es, mit dem Authority-Wert halbwegs abzubilden, wer bei Twitter viel Beachtung findet. Wobei es halt auch nur Zahlen sind und mir ehrlicherweise nur die Daten zur Verf&uuml;gung stehen, die eine automatisierte Abfrage des &ouml;ffentlichen Twitterprofils liefert.">4</a></sup></p>
<p>Nun würde es mich aber erstmal sehr, sehr freuen, wenn ich viele weitere wissenschaftliche Twitteraccounts zugerufen oder auch zugetwittert (<a href="http://www.twitter.com/werkstatt" title="Mein Twitterprofil">@Werkstatt</a>) bekommen würde. Und bitte schaut auch kurz auf die Spalte, die mit &#8220;Art&#8221; überschrieben ist. Hier habe ich die einzelnen Accounts kurz verschlagwortet.</p>
<p>Listen mit twitternden Akteuren aus dem Bereich Medien und Öffentlichkeitsarbeit (also alle Wissenschaftsredaktionen etc.), sowie mit twitternden Institutionen (also alle Unis und Hochschulen) sind in Vorbereitung und werden in einigen Tagen hier eingestellt.  </p>
<p>&nbsp;</p>
<p align="center"><strong>Liste twitternder Wissenschaftler und Wissenschaftsjournalisten</strong><br />
(Stand: 30.11.2011)</p>
<style type="text/css">
table.tableizer-table {border: 1px solid #CCC; font-family: Tahoma, Geneva, sans-serif; font-size: 11px;} .tableizer-table td {padding: 1px; margin: 1px; border-bottom: 1px solid #ccc; }
.tableizer-table th {background-color: #333; color: #FFF; font-weight: bold;}
</style>
<table class="tableizer-table">
<tr class="tableizer-firstrow">
<th>Account</th>
<th>Name</th>
<th>Friends</th>
<th>Follower</th>
<th>Ratio</th>
<th>Art</th>
<th>Authority</th>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/drbieber">drbieber</a></td>
<td>Christoph Bieber</td>
<td>30</td>
<td>1415</td>
<td>47,17</td>
<td>Politikwissenschaften, Professor</td>
<td>18,05</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/wilddueck">wilddueck</a></td>
<td>Gunter Dueck</td>
<td>4</td>
<td>4240</td>
<td>1060,00</td>
<td>Technologie, Mathematik</td>
<td>11,25</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/JanSchmidt">JanSchmidt</a></td>
<td>JanSchmidt</td>
<td>99</td>
<td>1535</td>
<td>15,51</td>
<td>Kommunikationswissenschaft, Web 2.0, Blogger</td>
<td>8,00</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/textundblog">textundblog</a></td>
<td>Markus Trapp</td>
<td>279</td>
<td>3353</td>
<td>12,02</td>
<td>Bibliothekar, Blogger, Übersetzer</td>
<td>7,41</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/autopoiet">autopoiet</a></td>
<td>Sebastian Plönges</td>
<td>57</td>
<td>682</td>
<td>11,96</td>
<td>Sozialwissenschaften</td>
<td>6,93</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/Werkstatt">Werkstatt</a></td>
<td>Marc Scheloske</td>
<td>65</td>
<td>744</td>
<td>11,45</td>
<td>Wissenschaftskommunikation, Journalismus, Sozialwissenschaften</td>
<td>6,63</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/fatmike182">fatmike182</a></td>
<td>Michael Horak</td>
<td>160</td>
<td>1562</td>
<td>9,76</td>
<td>Blogger, Chemie</td>
<td>6,60</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/jkuri">jkuri</a></td>
<td>Jürgen Kuri</td>
<td>394</td>
<td>3671</td>
<td>9,32</td>
<td>Journalismus</td>
<td>5,62</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/Stollovo">Stollovo</a></td>
<td>Volker Stollorz</td>
<td>12</td>
<td>225</td>
<td>18,75</td>
<td>Journalismus, Biologie</td>
<td>5,43</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/JoergR">JoergR</a></td>
<td>Joerg Rings</td>
<td>176</td>
<td>784</td>
<td>4,45</td>
<td>Physik, Blogger</td>
<td>4,69</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/cosmos4u">cosmos4u</a></td>
<td>Daniel Fischer</td>
<td>755</td>
<td>3935</td>
<td>5,21</td>
<td>Astronomie, Blogger</td>
<td>4,68</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/Fischblog">Fischblog</a></td>
<td>Lars Fischer</td>
<td>585</td>
<td>2976</td>
<td>5,09</td>
<td>Journalismus, Chemie</td>
<td>4,54</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/jeanpol">jeanpol</a></td>
<td>Jean-Pol Martin</td>
<td>203</td>
<td>1088</td>
<td>5,36</td>
<td>Pädagogik, Web 2.0</td>
<td>4,53</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/gedankenabfall">gedankenabfall</a></td>
<td>Martin Ballaschk</td>
<td>166</td>
<td>1029</td>
<td>6,20</td>
<td>Biologie, Blogger</td>
<td>4,38</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/gedankenstuecke">gedankenstuecke</a></td>
<td>Bastian Greshake</td>
<td>646</td>
<td>2662</td>
<td>4,12</td>
<td>Biologie, Blogger</td>
<td>4,21</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/astefanowitsch">astefanowitsch</a></td>
<td>Anatol Stefanowitsch</td>
<td>220</td>
<td>1339</td>
<td>6,09</td>
<td>Sprachwissenschaft, Professor</td>
<td>4,07</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/digiom">digiom</a></td>
<td>Jana Herwig</td>
<td>714</td>
<td>2799</td>
<td>3,92</td>
<td>Medienwissenschaften, Web 2.0</td>
<td>4,06</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/denkspuren">denkspuren</a></td>
<td>Dominikus Herzberg</td>
<td>1</td>
<td>51</td>
<td>51,00</td>
<td>Informatik, Wirtschaftswissenschaften, Professor</td>
<td>4,01</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/zoonpolitikon">zoonpolitikon</a></td>
<td>Ali Arbia</td>
<td>205</td>
<td>768</td>
<td>3,75</td>
<td>Politikwissenschaften, Blogger</td>
<td>3,75</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/wmarotzki">wmarotzki</a></td>
<td>Winfried Marotzki</td>
<td>27</td>
<td>306</td>
<td>11,33</td>
<td>Medienpädagogik</td>
<td>3,71</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/arimue">arimue</a></td>
<td>Alexander Richter</td>
<td>91</td>
<td>453</td>
<td>4,98</td>
<td>Informatik, Web 2.0</td>
<td>3,50</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/zerfass">zerfass</a></td>
<td>Ansgar Zerfass</td>
<td>31</td>
<td>1074</td>
<td>34,65</td>
<td>Medienwissenschaft, Professor</td>
<td>3,49</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/dr_meyer">dr_meyer</a></td>
<td>Erik Meyer</td>
<td>44</td>
<td>281</td>
<td>6,39</td>
<td>Politikwissenschaften</td>
<td>3,38</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/thomaswanhoff">thomaswanhoff</a></td>
<td>thomas wanhoff</td>
<td>606</td>
<td>2032</td>
<td>3,35</td>
<td>Journalismus</td>
<td>3,32</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/acbullinger">acbullinger</a></td>
<td>A. C. Bullinger</td>
<td>84</td>
<td>308</td>
<td>3,67</td>
<td>Wirtschaftsinformatik</td>
<td>3,26</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/Philaeus">Philaeus</a></td>
<td>Philipp W.</td>
<td>220</td>
<td>461</td>
<td>2,10</td>
<td>Biologie, Blogger</td>
<td>3,24</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/JoergFr">JoergFr</a></td>
<td>Jörg Friedrich</td>
<td>141</td>
<td>506</td>
<td>3,59</td>
<td>Philosophie, Meteorologie, Blogger </td>
<td>3,20</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/_tillwe_">_tillwe_</a></td>
<td>Till Westermayer</td>
<td>580</td>
<td>1488</td>
<td>2,57</td>
<td>Soziologie, Blogger</td>
<td>3,06</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/brembs">brembs</a></td>
<td>Björn Brembs</td>
<td>629</td>
<td>1260</td>
<td>2,00</td>
<td>Neurowissenschaftler, Biologie</td>
<td>2,97</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/pulegon">pulegon</a></td>
<td>Jörg E.</td>
<td>282</td>
<td>404</td>
<td>1,43</td>
<td>Chemie, Student</td>
<td>2,97</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/digiwis">digiwis</a></td>
<td>Wenke Bönisch</td>
<td>748</td>
<td>907</td>
<td>1,21</td>
<td>Wissenschaftskommunikation, PR, Open Access</td>
<td>2,96</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/BLugger">BLugger</a></td>
<td>Beatrice Lugger</td>
<td>563</td>
<td>1271</td>
<td>2,26</td>
<td>Journalismus, Wissenschaftskommunikation</td>
<td>2,95</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/frankwettert">frankwettert</a></td>
<td>Frank Abel</td>
<td>897</td>
<td>1270</td>
<td>1,42</td>
<td>Meteorologie, Blogger</td>
<td>2,94</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/Evo2Me">Evo2Me</a></td>
<td>Dierk Haasis</td>
<td>590</td>
<td>849</td>
<td>1,44</td>
<td>Journalismus, PR</td>
<td>2,93</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/Roterhai">Roterhai</a></td>
<td>Sören Schewe</td>
<td>487</td>
<td>517</td>
<td>1,06</td>
<td>Blogger, Biologie</td>
<td>2,86</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/netsociology">netsociology</a></td>
<td>Stephan Humer</td>
<td>101</td>
<td>195</td>
<td>1,93</td>
<td>Soziologie</td>
<td>2,84</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/Anhaeuser">Anhaeuser</a></td>
<td>Marcus Anhäuser</td>
<td>314</td>
<td>793</td>
<td>2,53</td>
<td>Journalismus, Biologie, Blogger</td>
<td>2,84</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/Archivalia_kg">Archivalia_kg</a></td>
<td>Klaus Graf</td>
<td>973</td>
<td>861</td>
<td>0,88</td>
<td>Geschichte, Blogger</td>
<td>2,83</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/BlogWissen">BlogWissen</a></td>
<td>Klaus Delueg</td>
<td>54</td>
<td>144</td>
<td>2,67</td>
<td>Blogger</td>
<td>2,78</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/PsychoFritze">PsychoFritze</a></td>
<td>Falk Richter</td>
<td>3963</td>
<td>3811</td>
<td>0,96</td>
<td>Psychologie, Blogger</td>
<td>2,76</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/shofhues">shofhues</a></td>
<td>Sandra Hofhues</td>
<td>232</td>
<td>555</td>
<td>2,39</td>
<td>E-Learning, Pädagogik</td>
<td>2,75</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/GGuenter_Voss">GGuenter_Voss</a></td>
<td>G. Günter Voß</td>
<td>224</td>
<td>393</td>
<td>1,75</td>
<td>Soziologie, Professor</td>
<td>2,74</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/AndreasSchepers">AndreasSchepers</a></td>
<td>Andreas Schepers</td>
<td>1474</td>
<td>2424</td>
<td>1,64</td>
<td>Wissenschaftskommunikation, PR</td>
<td>2,72</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/reinboth">reinboth</a></td>
<td>Christian Reinboth</td>
<td>519</td>
<td>877</td>
<td>1,69</td>
<td>Wirtschaftsinformatik, Blogger</td>
<td>2,72</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/rahmstorf">rahmstorf</a></td>
<td>Stefan Rahmstorf</td>
<td>4</td>
<td>237</td>
<td>59,25</td>
<td>Klimawissenschaften, Blogger, Professor</td>
<td>2,72</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/Lichtecho">Lichtecho</a></td>
<td>Stefan Taube</td>
<td>203</td>
<td>319</td>
<td>1,57</td>
<td>Astronomie, Blogger</td>
<td>2,72</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/ChemieEmma">ChemieEmma</a></td>
<td>Paula Schramm</td>
<td>135</td>
<td>283</td>
<td>2,10</td>
<td>Chemie, Bloggerin</td>
<td>2,72</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/mebner">mebner</a></td>
<td>Martin Ebner</td>
<td>1644</td>
<td>2649</td>
<td>1,61</td>
<td>Medienpädagogik, E-Learning</td>
<td>2,70</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/Dyrnberg">Dyrnberg</a></td>
<td>Christian Dürnberger</td>
<td>161</td>
<td>390</td>
<td>2,42</td>
<td>Philosophie, Kommunikationswissenschaften</td>
<td>2,69</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/kooptech">kooptech</a></td>
<td>C. Schulzki-Haddouti</td>
<td>837</td>
<td>1832</td>
<td>2,19</td>
<td>Medienwissenschaften, Web 2.0</td>
<td>2,68</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/Exotides">Exotides</a></td>
<td>Ludmila Carone</td>
<td>146</td>
<td>297</td>
<td>2,03</td>
<td>Planetenforschung, Bloggerin</td>
<td>2,68</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/fernschwalbe">fernschwalbe</a></td>
<td>Christina Schwalbe</td>
<td>57</td>
<td>357</td>
<td>6,26</td>
<td>Pädagogik, Medienwissenschaften</td>
<td>2,67</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/susanneplotz">susanneplotz</a></td>
<td>Dr. Susanne Plotz MD</td>
<td>922</td>
<td>1465</td>
<td>1,59</td>
<td>Journalismus, Medizin</td>
<td>2,64</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/nicolakuhrt">nicolakuhrt</a></td>
<td>Nicola Kuhrt</td>
<td>260</td>
<td>568</td>
<td>2,18</td>
<td>Journalismus</td>
<td>2,60</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/earl_piggot">earl_piggot</a></td>
<td>Michael Sonnabend</td>
<td>548</td>
<td>732</td>
<td>1,34</td>
<td>Wissenschaftskommunikation, PR</td>
<td>2,58</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/KoenigAndreas">KoenigAndreas</a></td>
<td>Andreas König</td>
<td>65</td>
<td>247</td>
<td>3,80</td>
<td>Pädagogogik, Blogger</td>
<td>2,58</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/Argent23">Argent23</a></td>
<td>Alexander Knoll</td>
<td>599</td>
<td>685</td>
<td>1,14</td>
<td>Biologie, Blogger</td>
<td>2,57</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/mfenner">mfenner</a></td>
<td>Martin Fenner</td>
<td>759</td>
<td>1373</td>
<td>1,81</td>
<td>Blogger, Medizin</td>
<td>2,55</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/diewahrheitat">diewahrheitat</a></td>
<td>Jörg Wipplinger</td>
<td>236</td>
<td>458</td>
<td>1,94</td>
<td>Journalismus, Videoblogger</td>
<td>2,52</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/amphibol">amphibol</a></td>
<td>Gunnar Ries</td>
<td>468</td>
<td>506</td>
<td>1,08</td>
<td>Geowissenschaft, Blogger</td>
<td>2,52</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/astrodicticum">astrodicticum</a></td>
<td>Florian Freistetter</td>
<td>3568</td>
<td>3636</td>
<td>1,02</td>
<td>Astronomie, Blogger</td>
<td>2,49</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/lingenhoehl">lingenhoehl</a></td>
<td>Daniel Lingenhöhl</td>
<td>350</td>
<td>290</td>
<td>0,83</td>
<td>Journalismus, Geographie</td>
<td>2,43</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/dunkelmunkel">dunkelmunkel</a></td>
<td>Christian Spannagel</td>
<td>749</td>
<td>690</td>
<td>0,92</td>
<td>Mathematik, Pädagogik, Professor</td>
<td>2,42</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/matthiasfromm">matthiasfromm</a></td>
<td>Matthias Fromm</td>
<td>1829</td>
<td>1400</td>
<td>0,77</td>
<td>Wissenschaftskommunikation, PR</td>
<td>2,42</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/thbernhardt">thbernhardt</a></td>
<td>Thomas Bernhardt</td>
<td>554</td>
<td>912</td>
<td>1,65</td>
<td>E-Learning, Medienpädagogik</td>
<td>2,39</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/mjemmer">mjemmer</a></td>
<td>Martin Emmer</td>
<td>118</td>
<td>302</td>
<td>2,56</td>
<td>Kommunikationswissenschaften, Professor</td>
<td>2,38</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/hdzimmermann">hdzimmermann</a></td>
<td>Hans-Dieter Zimmermann</td>
<td>718</td>
<td>1083</td>
<td>1,51</td>
<td>Wirtschaftsinformatik, Blogger</td>
<td>2,37</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/Lambo">Lambo</a></td>
<td>Lambert Heller</td>
<td>880</td>
<td>1299</td>
<td>1,48</td>
<td>Bibliothekar </td>
<td>2,35</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/chbeer">chbeer</a></td>
<td>Christian Beer</td>
<td>390</td>
<td>583</td>
<td>1,49</td>
<td>Pädagogik, Blogger</td>
<td>2,35</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/zinken">zinken</a></td>
<td>Richard Zinken</td>
<td>640</td>
<td>839</td>
<td>1,31</td>
<td>Journalismus</td>
<td>2,34</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/tp_da">tp_da</a></td>
<td>Thomas Pleil</td>
<td>1129</td>
<td>2226</td>
<td>1,97</td>
<td>PR, Journalismus, Professor</td>
<td>2,34</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/mschiefner">mschiefner</a></td>
<td>Mandy Rohs</td>
<td>245</td>
<td>499</td>
<td>2,04</td>
<td>E-Learning, Medienpädagogik</td>
<td>2,32</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/quantenwelt">quantenwelt</a></td>
<td>Joachim Schulz</td>
<td>197</td>
<td>300</td>
<td>1,52</td>
<td>Physik, Blogger</td>
<td>2,30</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/skepticashell">skepticashell</a></td>
<td>Stefan Bruening</td>
<td>231</td>
<td>239</td>
<td>1,03</td>
<td>Blogger</td>
<td>2,30</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/henningkrause">henningkrause</a></td>
<td>Henning Krause</td>
<td>457</td>
<td>553</td>
<td>1,21</td>
<td>Wissenschaftskommunikation, PR</td>
<td>2,28</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/fxneumann">fxneumann</a></td>
<td>Felix Neumann</td>
<td>778</td>
<td>1004</td>
<td>1,29</td>
<td>Philosophie, Politikwissenschaft</td>
<td>2,22</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/MrEnkapsis">MrEnkapsis</a></td>
<td>Sebastian Reusch</td>
<td>1062</td>
<td>455</td>
<td>0,43</td>
<td>Biologie, Blogger</td>
<td>2,21</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/apreussler">apreussler</a></td>
<td>Annabell Preußler</td>
<td>1544</td>
<td>1644</td>
<td>1,06</td>
<td>Mediendidaktik, Pädagogik, Bloggerin</td>
<td>2,13</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/erklaerfix">erklaerfix</a></td>
<td>Christoph Larssen</td>
<td>105</td>
<td>183</td>
<td>1,74</td>
<td>Wissenschaftskommunikation, PR, Biologie</td>
<td>2,11</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/Oberhummer">Oberhummer</a></td>
<td>Heinz Oberhummer</td>
<td>111</td>
<td>618</td>
<td>5,57</td>
<td>Physik, Wissenschaft</td>
<td>2,06</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/ragnarh">ragnarh</a></td>
<td>Ragnar Heil</td>
<td>1659</td>
<td>1209</td>
<td>0,73</td>
<td>Soziologie, Blogger</td>
<td>2,05</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/axelmaireder">axelmaireder</a></td>
<td>Axel Maireder</td>
<td>507</td>
<td>874</td>
<td>1,72</td>
<td>Kommunikationswissenschaften</td>
<td>2,05</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/GaborPaal">GaborPaal</a></td>
<td>Gabor Paal</td>
<td>26</td>
<td>145</td>
<td>5,58</td>
<td>Journalismus</td>
<td>2,05</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/palimpoetikon">palimpoetikon</a></td>
<td>Dagmar Hoffmann</td>
<td>241</td>
<td>192</td>
<td>0,80</td>
<td>Medienwissenschaften</td>
<td>2,04</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/Weltenkreuzer">Weltenkreuzer</a></td>
<td>Nils Müller</td>
<td>279</td>
<td>435</td>
<td>1,56</td>
<td>Soziologie, Blogger</td>
<td>1,98</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/melgottschalk">melgottschalk</a></td>
<td>Melanie Gottschalk</td>
<td>501</td>
<td>618</td>
<td>1,23</td>
<td>Mediendidaktik</td>
<td>1,97</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/mkerres">mkerres</a></td>
<td>Michael Kerres</td>
<td>1292</td>
<td>2415</td>
<td>1,87</td>
<td>Medienpädagogik, Professor</td>
<td>1,92</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/Stirn">Stirn</a></td>
<td>Alexander Stirn</td>
<td>278</td>
<td>495</td>
<td>1,78</td>
<td>Journalismus, Physik, Raumfahrt</td>
<td>1,90</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/axkibe">axkibe</a></td>
<td>Axel Kittenberger</td>
<td>212</td>
<td>211</td>
<td>1,00</td>
<td>Soziologie</td>
<td>1,88</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/sozlog">sozlog</a></td>
<td>Tina Guenther</td>
<td>429</td>
<td>655</td>
<td>1,53</td>
<td>Soziologie</td>
<td>1,87</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/MuellerJung">MuellerJung</a></td>
<td>Joachim Mueller-Jung</td>
<td>932</td>
<td>1100</td>
<td>1,18</td>
<td>Journalismus, Biologie</td>
<td>1,85</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/cyberscientist">cyberscientist</a></td>
<td>Michael Nentwich</td>
<td>93</td>
<td>347</td>
<td>3,73</td>
<td>Kommunikationswissenschaften, Web 2.0</td>
<td>1,85</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/iSophus">iSophus</a></td>
<td>Robert Dürhager</td>
<td>858</td>
<td>1001</td>
<td>1,17</td>
<td>Philosophie</td>
<td>1,84</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/R_Koenig">R_Koenig</a></td>
<td>René König</td>
<td>155</td>
<td>164</td>
<td>1,06</td>
<td>Soziologie, Medienwissenschaften</td>
<td>1,84</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/joeriben">joeriben</a></td>
<td>Benjamin Jörissen</td>
<td>488</td>
<td>812</td>
<td>1,66</td>
<td>Pädagogoik, Web 2.0</td>
<td>1,82</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/peha64">peha64</a></td>
<td>Peter Haber</td>
<td>160</td>
<td>275</td>
<td>1,72</td>
<td>Geschichte, Blogger</td>
<td>1,81</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/markusdahlem">markusdahlem</a></td>
<td>Markus A. Dahlem</td>
<td>593</td>
<td>590</td>
<td>0,99</td>
<td>Physik, Blogger</td>
<td>1,81</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/andreaskyriacou">andreaskyriacou</a></td>
<td>Andreas Kyriacou</td>
<td>720</td>
<td>658</td>
<td>0,91</td>
<td>Web 2.0, Neurowissenschaften</td>
<td>1,75</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/BlumeEvolution">BlumeEvolution</a></td>
<td>Dr. Michael Blume</td>
<td>2122</td>
<td>1928</td>
<td>0,91</td>
<td>Religionswissenschaften, Blogger</td>
<td>1,74</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/dunjavoos">dunjavoos</a></td>
<td>Dr. med. Dunja Voos</td>
<td>856</td>
<td>697</td>
<td>0,81</td>
<td>Journalismus, Medizin</td>
<td>1,73</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/monimays">monimays</a></td>
<td>Monica Mayer</td>
<td>145</td>
<td>146</td>
<td>1,01</td>
<td>Psychologie, Digital Games</td>
<td>1,71</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/bescheidwisser">bescheidwisser</a></td>
<td>Tobias Hürter</td>
<td>337</td>
<td>277</td>
<td>0,82</td>
<td>Philosophie, Journalismus, Traumforschung</td>
<td>1,70</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/weitergen">weitergen</a></td>
<td>WeiterGen</td>
<td>822</td>
<td>944</td>
<td>1,15</td>
<td>Blogger, Biologie</td>
<td>1,69</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/ReinhardKarger">ReinhardKarger</a></td>
<td>Reinhard Karger</td>
<td>973</td>
<td>1075</td>
<td>1,10</td>
<td>Wissenschaftskommunikation, PR</td>
<td>1,68</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/JorniJorni">JorniJorni</a></td>
<td>Björn Rohles</td>
<td>431</td>
<td>344</td>
<td>0,80</td>
<td>Medienwissenschaften, Blogger</td>
<td>1,66</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/hobohm">hobohm</a></td>
<td>H.-Chr. Hobohm</td>
<td>303</td>
<td>470</td>
<td>1,55</td>
<td>Bibliothekswissenschaft, Professor</td>
<td>1,66</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/pikarl">pikarl</a></td>
<td>Karl Urban</td>
<td>589</td>
<td>366</td>
<td>0,62</td>
<td>Journalismus, Geowissenschaften</td>
<td>1,64</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/rleinf">rleinf</a></td>
<td>Reinhold Leinfelder</td>
<td>86</td>
<td>96</td>
<td>1,12</td>
<td>Paläontologie, Geologie, Blogger</td>
<td>1,62</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/ckatzenbach">ckatzenbach</a></td>
<td>Christian Katzenbach</td>
<td>507</td>
<td>279</td>
<td>0,55</td>
<td>Kommunikationswissenschaften</td>
<td>1,56</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/mmatting">mmatting</a></td>
<td>Matthias Matting</td>
<td>170</td>
<td>475</td>
<td>2,79</td>
<td>Journalismus</td>
<td>1,46</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/moskaliuk">moskaliuk</a></td>
<td>Johannes Moskaliuk</td>
<td>1025</td>
<td>1114</td>
<td>1,09</td>
<td>Psychologie</td>
<td>1,45</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/gophi">gophi</a></td>
<td>Jana Hochberg</td>
<td>867</td>
<td>925</td>
<td>1,07</td>
<td>Pädagogik</td>
<td>1,42</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/tre_bol">tre_bol</a></td>
<td>Antje Findeklee</td>
<td>220</td>
<td>133</td>
<td>0,60</td>
<td>Journalismus</td>
<td>1,39</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/mayrberger">mayrberger</a></td>
<td>Kerstin Mayrberger</td>
<td>174</td>
<td>517</td>
<td>2,97</td>
<td>Medienpädagogik</td>
<td>1,36</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/St_Matthiesen">St_Matthiesen</a></td>
<td>Stephan Matthiesen</td>
<td>247</td>
<td>103</td>
<td>0,42</td>
<td>Physik, Journalismus</td>
<td>1,34</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/UlrikeGebhardt">UlrikeGebhardt</a></td>
<td>Ulrike Gebhardt</td>
<td>214</td>
<td>87</td>
<td>0,41</td>
<td>Journalismus, Biowissenschaften</td>
<td>1,34</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/dolechner">dolechner</a></td>
<td>Doris Lechner</td>
<td>181</td>
<td>75</td>
<td>0,41</td>
<td>Geschichte</td>
<td>1,31</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/wanhoffswissen">wanhoffswissen</a></td>
<td>thomas wanhoff</td>
<td>111</td>
<td>281</td>
<td>2,53</td>
<td>Journalismus</td>
<td>1,30</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/annetteless">annetteless</a></td>
<td>Annette Leßmöllmann</td>
<td>162</td>
<td>410</td>
<td>2,53</td>
<td>Wissenschaftsjournalismus, Professorin</td>
<td>1,14</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/J_SCH">J_SCH</a></td>
<td>Jan Schmirmund</td>
<td>301</td>
<td>338</td>
<td>1,12</td>
<td>Sozialwissenschaften </td>
<td>1,08</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/berndweiss">berndweiss</a></td>
<td>Bernd Weiss</td>
<td>343</td>
<td>344</td>
<td>1,00</td>
<td>Soziologie, Statistik, Empirische Sozialforschung</td>
<td>1,08</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/lorenzlm">lorenzlm</a></td>
<td>Lorenz Lorenz-Meyer</td>
<td>241</td>
<td>618</td>
<td>2,56</td>
<td>Journalismus, Multi-Media, Professor</td>
<td>1,07</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/InnoKomm">InnoKomm</a></td>
<td>Alexander Gerber</td>
<td>154</td>
<td>266</td>
<td>1,73</td>
<td>Wissenschaftskommunikation, PR</td>
<td>1,04</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/mstoll">mstoll</a></td>
<td>Prof. Michael Stoll</td>
<td>338</td>
<td>623</td>
<td>1,84</td>
<td>Design, Professpr</td>
<td>1,02</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/ukor">ukor</a></td>
<td>Ulrich Kortenkamp</td>
<td>206</td>
<td>187</td>
<td>0,91</td>
<td>Mathematik</td>
<td>1,01</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/olchemist">olchemist</a></td>
<td>Oliver Schuster</td>
<td>31</td>
<td>54</td>
<td>1,74</td>
<td>Chemie</td>
<td>1,00</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/yoavsapir">yoavsapir</a></td>
<td>Yoav Sapir</td>
<td>12</td>
<td>71</td>
<td>5,92</td>
<td>Kulturwissenschaften, Blogger</td>
<td>1,00</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/cmetzner">cmetzner</a></td>
<td>Claus Metzner</td>
<td>174</td>
<td>206</td>
<td>1,18</td>
<td>Physik</td>
<td>0,98</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/herrmeyer">herrmeyer</a></td>
<td>Torsten Meyer</td>
<td>839</td>
<td>714</td>
<td>0,85</td>
<td>Kunst, Design, Professor</td>
<td>0,96</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/scyliorhinus">scyliorhinus</a></td>
<td>Anke Bebber</td>
<td>15</td>
<td>60</td>
<td>4,00</td>
<td>Geologie, Bloggerin</td>
<td>0,95</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/ClaudiaKaiser">ClaudiaKaiser</a></td>
<td>Claudia Kaiser</td>
<td>61</td>
<td>123</td>
<td>2,02</td>
<td>Chemie, Bloggerin</td>
<td>0,94</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/LarsAlberth">LarsAlberth</a></td>
<td>LarsAlberth</td>
<td>50</td>
<td>72</td>
<td>1,44</td>
<td>Soziologie</td>
<td>0,89</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/simoneschmid">simoneschmid</a></td>
<td>Simone Schmid</td>
<td>83</td>
<td>188</td>
<td>2,27</td>
<td>Journalismus</td>
<td>0,87</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/meszner">meszner</a></td>
<td>Daniel Meßner</td>
<td>66</td>
<td>124</td>
<td>1,88</td>
<td>Geschichte, Blogger</td>
<td>0,87</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/formbar">formbar</a></td>
<td>Alf Köhn</td>
<td>79</td>
<td>53</td>
<td>0,67</td>
<td>Physik, Blogger</td>
<td>0,85</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/zeittaucher">zeittaucher</a></td>
<td>Christian Jung</td>
<td>483</td>
<td>334</td>
<td>0,69</td>
<td>Geschichte, Blogger</td>
<td>0,84</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/birtef">birtef</a></td>
<td>Birte Fritsche</td>
<td>278</td>
<td>291</td>
<td>1,05</td>
<td>Pädagogik, Web 2.0</td>
<td>0,83</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/ingehuesgen">ingehuesgen</a></td>
<td>Inge Hüsgen</td>
<td>158</td>
<td>223</td>
<td>1,41</td>
<td>Journalismus</td>
<td>0,81</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/jenskube">jenskube</a></td>
<td>Jens Kube</td>
<td>28</td>
<td>43</td>
<td>1,54</td>
<td>Journalismus, Physik</td>
<td>0,80</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/yaho007">yaho007</a></td>
<td>Jan Hodel</td>
<td>35</td>
<td>47</td>
<td>1,34</td>
<td>Geschichte, Blogger</td>
<td>0,80</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/Pharmabiologe">Pharmabiologe</a></td>
<td>Dr. Mirko Bayer</td>
<td>1964</td>
<td>1028</td>
<td>0,52</td>
<td>Pharmazie, Blogger</td>
<td>0,76</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/TwitReinhard">TwitReinhard</a></td>
<td>Reinhard Kargl (D)</td>
<td>88</td>
<td>39</td>
<td>0,44</td>
<td>Journalismus</td>
<td>0,71</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/untenistoben">untenistoben</a></td>
<td>Christian Rapp</td>
<td>218</td>
<td>99</td>
<td>0,45</td>
<td>Wissenschaftskommunikation</td>
<td>0,71</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/jowinal">jowinal</a></td>
<td>Giovanni</td>
<td>70</td>
<td>120</td>
<td>1,71</td>
<td>Medienwissenschaft, Student</td>
<td>0,70</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/APosenau">APosenau</a></td>
<td>Andre Posenau</td>
<td>114</td>
<td>98</td>
<td>0,86</td>
<td>Sprachwissenschaften, Blogger</td>
<td>0,68</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/itsnotscience">itsnotscience</a></td>
<td>Boris Hänßler</td>
<td>304</td>
<td>199</td>
<td>0,65</td>
<td>Journalismus</td>
<td>0,63</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/libraun">libraun</a></td>
<td>Lilith Braun</td>
<td>148</td>
<td>137</td>
<td>0,93</td>
<td>Wissenschaftskommunikation, PR</td>
<td>0,61</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/ups1974">ups1974</a></td>
<td>Ulrich Pontes</td>
<td>139</td>
<td>101</td>
<td>0,73</td>
<td>Journalismus, Physik</td>
<td>0,61</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/retouschneider">retouschneider</a></td>
<td>Reto U. Schneider</td>
<td>74</td>
<td>128</td>
<td>1,73</td>
<td>Journalismus</td>
<td>0,60</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/dustbubble">dustbubble</a></td>
<td>Mierk Schwabe</td>
<td>265</td>
<td>133</td>
<td>0,50</td>
<td>Physik, Bloggerin</td>
<td>0,57</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/philipphummel">philipphummel</a></td>
<td>Philipp Hummel</td>
<td>152</td>
<td>22</td>
<td>0,14</td>
<td>Journalismus, Physik</td>
<td>0,55</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/zeilenwechsel">zeilenwechsel</a></td>
<td>Christoph Baechtle</td>
<td>23</td>
<td>43</td>
<td>1,87</td>
<td>Journalismus</td>
<td>0,55</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/MLoeffelholz">MLoeffelholz</a></td>
<td>Martin Löffelholz</td>
<td>4</td>
<td>35</td>
<td>8,75</td>
<td>Medienwissenschaften, Professor</td>
<td>0,53</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/SciMSblog">SciMSblog</a></td>
<td>Ulrike Brandt-Bohne / Felix Bohne</td>
<td>1990</td>
<td>471</td>
<td>0,24</td>
<td>Biologie, Journalismus</td>
<td>0,49</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/P_Illinger">P_Illinger</a></td>
<td>Patrick Illinger</td>
<td>66</td>
<td>34</td>
<td>0,52</td>
<td>Journalismus</td>
<td>0,49</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/CathleenSarti">CathleenSarti</a></td>
<td>Cathleen Sarti</td>
<td>56</td>
<td>39</td>
<td>0,70</td>
<td>Geschichte, Bloggerin</td>
<td>0,49</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/Atwasi_de">Atwasi_de</a></td>
<td>Ole Sumfleth</td>
<td>139</td>
<td>72</td>
<td>0,52</td>
<td>Geowissenschaft, Blogger</td>
<td>0,49</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/docMario_">docMario_</a></td>
<td>Mario Schubert</td>
<td>38</td>
<td>20</td>
<td>0,53</td>
<td>Medizin</td>
<td>0,45</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/Antorot">Antorot</a></td>
<td>Antonia Rötger</td>
<td>71</td>
<td>36</td>
<td>0,51</td>
<td>Wissenschaftskommunikation, Physik</td>
<td>0,45</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/nikwalter">nikwalter</a></td>
<td>Nik Walter</td>
<td>69</td>
<td>39</td>
<td>0,57</td>
<td>Journalismus, Medizin</td>
<td>0,41</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/bildungswissen">bildungswissen</a></td>
<td>Heinz Reinders</td>
<td>114</td>
<td>105</td>
<td>0,92</td>
<td>Pädagogik, Bildungsforschung, Professor</td>
<td>0,40</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/BioloGabi">BioloGabi</a></td>
<td>Gabi Warnke</td>
<td>154</td>
<td>39</td>
<td>0,25</td>
<td>Journalismus, Biologie</td>
<td>0,40</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/UBrandtBohne">UBrandtBohne</a></td>
<td>Ulrike Brandt-Bohne</td>
<td>260</td>
<td>127</td>
<td>0,49</td>
<td>Journalismus, Biologie</td>
<td>0,37</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/mkuhar">mkuhar</a></td>
<td>Manuela Kuhar</td>
<td>93</td>
<td>28</td>
<td>0,30</td>
<td>Physik, Journalismus</td>
<td>0,30</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/leaubine">leaubine</a></td>
<td>Henning Lobin</td>
<td>25</td>
<td>60</td>
<td>2,40</td>
<td>Sprachwissenschaften, Professor</td>
<td>0,24</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/HolgerHettwer">HolgerHettwer</a></td>
<td>Holger Hettwer</td>
<td>150</td>
<td>148</td>
<td>0,99</td>
<td>Journalismus</td>
<td>0,20</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/heissmann">heissmann</a></td>
<td>Nicole Heissmann</td>
<td>45</td>
<td>57</td>
<td>1,27</td>
<td>Journalismus</td>
<td>0,17</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/vicari">vicari</a></td>
<td>Jakob J. E. Vicari</td>
<td>170</td>
<td>147</td>
<td>0,86</td>
<td>Journalismus</td>
<td>0,17</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/skarbonat">skarbonat</a></td>
<td>Sascha Karberg</td>
<td>106</td>
<td>58</td>
<td>0,55</td>
<td>Journalismus, Biologie</td>
<td>0,14</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/hannocharisius">hannocharisius</a></td>
<td>Hanno Charisius</td>
<td>222</td>
<td>90</td>
<td>0,41</td>
<td>Journalismus, Biologie</td>
<td>0,11</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/frebuh">frebuh</a></td>
<td>frebuh</td>
<td>75</td>
<td>18</td>
<td>0,24</td>
<td>Journalismus, Biochemie</td>
<td>0,10</td>
</tr>
<tr>
<td><a href="http://www.twitter.com/drrs">drrs</a></td>
<td>Dr. Rüdiger Schacht</td>
<td>398</td>
<td>101</td>
<td>0,25</td>
<td>Journalismus, Meeresgeologie</td>
<td>0,10</td>
</tr>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<p><em>Anmerkung: Ich weiß, daß auf der Liste noch dutzende Forscher und Wissenschaftsjournalisten fehlen. Deshalb benötige ich ja eben Eure Hilfe, um einen möglichst umfassenden Datensatz zusammenzustellen. Alle Twitterer, die bislang nicht berücksichtigt sind, bitte ich um Verzeihung. Die obige Liste wird nicht ergänzt, sondern bildet eben den heutigen Stand ab. In ein paar Wochen publiziere ich eine aktualisierte und dann ergänzte Liste.</em></p>
<hr width="100%" size="1" /><hr /><h4>&Auml;hnliche Beitr&auml;ge</h4><ul><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/wissenschaft-wissenschaftler-auf-twitter-twitterstudie/twitternde-wissenschaftler_2012/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Twitternde Wissenschaftler">Twitternde Wissenschaftler</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/wissenschaft-wissenschaftler-auf-twitter-twitterstudie/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Wissenschaft &#038; Wissenschaftler auf Twitter | Twitterstudie">Wissenschaft &#038; Wissenschaftler auf Twitter | Twitterstudie</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2011/12/06/universitaeten-und-hochschulen-bei-twitter/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Universitäten und Hochschulen bei Twitter">Universitäten und Hochschulen bei Twitter</a></li></ul><hr width="100%" size="1" /><p><font color="#777777">Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stöbern Sie doch weiter in anderen Veröffentlichungen der Wissenswerkstatt - etwa hier in der <a target="_blank" href="http://www.wissenswerkstatt.net/werkstattinventar-publikumslieblinge-liebhaberstuecke-und-versteckte-perlen/">Übersicht</a> besonders beliebter Texte. Alternativ lohnt sich auch die Navigation über das <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/lageplan/">Werkstattinventar</a><br /></font></p><p><em><font color="#777777">Alle Artikel der <a target="_blank" href="../">Wissenswerkstatt</a> stehen unter der <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">CreativeCommons-Lizenz</a>, d.h. Verlinken jederzeit erlaubt, Bearbeiten und Zitieren jeweils unter Angabe der
Quelle, beides allerdings nur zu nichtkommerziellen Zwecken.</em></p><hr /><small>Copyright &copy; 2011<br />Sie lesen einen Feed der Website "Wissenswerkstatt.net".<br />Eine Verwendung dieses Feeds auf anderen Webseiten verst&ouml;&szlig;t gegen das Urheberrecht. Wenn Sie diesen Inhalt nicht in Ihrem News-Reader lesen, so macht sich die Seite, die Sie betrachten, der Urheberrechtsverletzung schuldig. <br /> </font>Digitaler Fingerprint: 18754798dca730b745ad417e2b5ebb91</small>
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<div class="nr_clear"></div><hr size=1 width=40%><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1478" class="footnote">Die Ergebnisse der Studie zur wissenschaftlichen Twitternutzung werden voraussichtlich im Frühjahr 2012 veröffentlicht. Die Studie selbst wird von mir selbst durchgeführt und finanziert. Es sind keine externen Forschungsinstitute oder Universitäten beteiligt.</li><li id="footnote_1_1478" class="footnote">Und bis Ergebnisse verkündbar sind dauert es noch ein bißchen. Allen Zahlenfreaks kann ich nur verraten, daß der &#8220;durchschnittliche Wissenschaftstwitterer&#8221; 424 Friends und 704 Follower hat. Und der Twitterer mit der längsten Twittergeschichte ist Thomas Wanhoff. Der ist seit dem 28.11.2006 dabei. Insofern ist Thomas wirklich ein Early Adopter.</li><li id="footnote_2_1478" class="footnote">Insofern schließt die Studie und die Datenerhebung an meine <a href="http://www.wissenschafts-cafe.net/2009/06/sciencetwitter-twitternde-wissenschaftler-062009/" title="Twitternde Wissenschaftler 2009">Twitter-Rankings aus dem Wissenschafts-Café</a> aus dem Jahr 2009 an.</li><li id="footnote_3_1478" class="footnote">Zum Authority-Wert: Accounts mit vielen &#8220;Followern&#8221; werden natürlich tendenziell höher bewertet, als solche mit wenigen. Gleichzeitig spielt bei der Berechnung aber auch die Anzahl der &#8220;Friends&#8221; eine Rolle, ebenso die Frage, wie häufig ein Twitteraccount gelistet ist. Ebenso fließt ein Aktivitätsfaktor mit ein (wer nur alle Jubeljahre twittert wird bspw. abgewertet). Mein Ziel ist es, mit dem Authority-Wert halbwegs abzubilden, wer bei Twitter viel Beachtung findet. Wobei es halt auch nur Zahlen sind und mir ehrlicherweise nur die Daten zur Verfügung stehen, die eine automatisierte Abfrage des öffentlichen Twitterprofils liefert.</li></ol><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2011/12/01/wissenschaftler-bei-twitter-eine-studie-zur-wissenschaftlichen-twitternutzung/">Wissenschaftler bei Twitter: Eine Studie zur wissenschaftlichen Twitternutzung</a>]</p> <p><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/?flattrss_redirect&amp;id=1478&amp;md5=2d7072f83b4279e645bb8095b09ea157" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Thees Uhlmann, die Werkstatt und ich - Einige Programmhinweise zur Zukunft der Wissenswerkstatt und ihres Betreibers</title>
		<link>http://www.wissenswerkstatt.net/2011/11/21/thees-uhlmann-die-werkstatt-und-ich/</link>
		<comments>http://www.wissenswerkstatt.net/2011/11/21/thees-uhlmann-die-werkstatt-und-ich/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 21 Nov 2011 07:30:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc Scheloske</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ich-Maschine]]></category>
		<category><![CDATA[Lesetipps]]></category>
		<category><![CDATA[Rockmusik]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftskommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenswerkstatt]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.wissenswerkstatt.net/?p=1487</guid>
		<description><![CDATA[<p>Ich bin ja so etwas wie der Thees Uhlmann der deutschen Wissenschaftsblogosphäre. Die Instrumentenbeherrschung ist ausbaufähig und auch über den Gesang läßt sich streiten. Aber es gibt da einen gewissen Hang zu großen Gesten und irgendwie schlägt das Herz auf dem rechten Fleck. Das eint Thees und mich. Sag ich jetzt mal so1. ;-) Was [...]</p><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2011/11/21/thees-uhlmann-die-werkstatt-und-ich/">Thees Uhlmann, die Werkstatt und ich</a>]</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich bin ja so etwas wie der Thees Uhlmann der deutschen Wissenschaftsblogosphäre. Die Instrumentenbeherrschung ist ausbaufähig und auch über den Gesang läßt sich streiten. Aber es gibt da einen gewissen Hang zu großen Gesten und irgendwie schlägt das Herz auf dem rechten Fleck. Das eint Thees und mich. Sag ich jetzt mal so<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2011/11/21/thees-uhlmann-die-werkstatt-und-ich/#footnote_0_1487" id="identifier_0_1487" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="unbescheiden wie ich bin">1</a></sup>. ;-)</strong></p>
<p>Was das alles mit der Wissenswerkstatt zu tun hat? Nicht viel und dann doch wieder alles. Denn es geht hier ab sofort weiter. Mit Texten, Anmerkungen und Kommentaren zu all den Dingen, die mich beschäftigen. Es wird an dieser Stelle also wieder gebloggt. In wenigen Tagen geht es los. Ich freue mich. Heute aber vorab ein paar Zeilen und Hinweise in eigener Sache.</p>
<p>Wie die meisten mitbekommen haben, <a href="http://www.scienceblogs.de/echolot/2010/12/sentimentalitaeten-und-andere-gedanken-eines-scheidenden-wissenschaftsbloggers.php" title="Mein Abschiedsposting bei Scienceblogs">habe ich bei ScienceBlogs aufgehört</a>. Nach fast drei Jahren Redaktions- und Wissenschaftsblogalltag war es einfach Zeit etwas Abstand zu gewinnen. Und nachdem ich seit 2008 (fast) keinen Urlaub gemacht hatte, habe ich mir zunächst mal einen ungeheuren Luxus gegönnt: <a href="http://www.beutelthierchen.de/" title="Zum Beutelthierchen-Reiseblog">eine Reise durch Neuseeland und Australien</a>. Und das fast 4 1/2 Monate lang. Inzwischen sind meine Frau und ich zurückgekehrt und haben uns hier auf der Nordhalbkugel wieder akklimatisiert (wobei wir es doch sehr, sehr schade finden, daß hier keine Kängurus durch den Vorgarten hüpfen).</p>
<h4><span class="pullquote">Sind Twitter, Facebook oder Google+ überhaupt relevant für die Art und Weise wie wir künftig wissenschaftlich und über Wissenschaft kommunizieren?</span></h4>
<p>Und ich habe mir Gedanken gemacht, wie es bei mir weitergehen soll. Wie war und ist das mit den Wissenschaftsblogs? Was passiert aktuell mit Twitter, Facebook oder Google+? Ist das relevant für die Art und Weise wie wir künftig wissenschaftlich und über Wissenschaft kommunizieren? Und was hat das ggf. mit mir zu tun?</p>
<p><strong>In der Wissenswerkstatt gibt es Antworten zum Einsatz von Social Media in der Wissenschaftskommunikation</strong></p>
<p>Auf diese Fragen gibt es zwischenzeitlich eine Antwort: die Wissenswerkstatt. Meine Werkstatt ist seit einigen Wochen nicht &#8220;nur&#8221; mein Blog, sondern gleichzeitig auch ein &#8220;<a href="http://www.wissenswerkstatt.net/buero-fuer-digitale-wissenschaftskommunikation/" title="Büro für digitale Wissenschaftskommunikation">Büro für digitale Wissenschaftskommunikation</a>&#8220;. Wenn es um Wissenschaftskommunikation und soziale Medien geht, dann stehe ich ab sofort Unis, Verbänden, Verlagen und allen anderen, die wissen wollen, was in und mit Wissenschaftsblogs, Twitter &#038; Co. geht (und was nicht geht), gerne unterstützend und beratend zur Verfügung (mehr Infos zu meinen Dienstleistungen, zu Schulungen, Workshops, Konferenzblogs etc. <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/buero-fuer-digitale-wissenschaftskommunikation/">gibt es hier</a>).</p>
<p>Aber auch rechts und links der Wissenswerkstatt sind einige Dinge in Vorbereitung, auf die ich hier kurz hinweisen will. Das beginnt mit dem <a href="http://www.wissenschafts-cafe.net" title="Wissenschafts-Café">Wissenschafts-Café</a>, das ich zwischenzeitlich wiederbelebt habe. Dort sammle ich nun wieder wissenschaftliche Blogs, die in einem Kurzprofil vorgestellt und verlinkt werden. Außerdem gibt es nun auch eine <a href="http://www.wissenschafts-cafe.net/2011/11/13-fragen-an-gunnar-ries-von-mente-et-malleo/" title="Interview mit dem Geowissenschaftler Gunnar Ries im Wissenschafts-Café">Fortsetzung der Interviewreihe</a> mit wissenschaftlichen Bloggern (Ich nehme übrigens gerne Vorschläge entgegen. Welchen bloggenden Wissenschaftler soll ich zum Gespräch bitten?)</p>
<p><strong>Wissenschaftsblog-Auslese, Analyse von Twitter als Kanal der Wissenschaftskommunikation und die Wissenswerte</strong></p>
<p>Auch dieses Jahr suche ich zusammen mit Lars Fischer die besten wissenschaftlichen Blogposts. Für die mittlerweile vierte Auflage der <a href="http://www.wissenschafts-cafe.net/auslese/" title="Wissenschaftsblog-Auslese">Auslese</a> haben wir uns eine neue Strategie ausgedacht, wie wir aus den unzähligen Wissenschaftsblogtexten des Jahres 2011 die gelungensten Texte rausfiltern wollen. Details werden demnächst verraten.</p>
<p>Dann &#8211; das ebenfalls eine Vorankündigung &#8211; arbeite ich derzeit an einer (kleinen) Analyse der Twitternutzung im deutschsprachigen Raum (natürlich fokussiert auf twitternde Wissenschaftler, wissenschaftliche Institutionen und Wissenschaftsjournalisten). Erste Zwischenergebnisse werde ich schon demnächst verraten; eine detailliertere Darstellung zum Was, Wo, Wer und Wie des wissenschaftlichen Twitterns gibt es dann voraussichtlich Anfang 2012.</p>
<p>Damit aber Schluß mit der Programmvorschau. Ich werde mich die nächsten Tage erstmal auf der Wissenswerte (Bremer Forum für Wissenschaftsjournalismus) rumtreiben und umhorchen. Das erste Mal seit Jahren halte ich selbst keinen Vortrag auf der Wissenswerte, was zur Abwechslung auch mal ganz nett ist. Jedenfalls brauche ich so nicht noch Nachtschichten einlegen, um meine Präsentation fertigzustellen und kann mich so (hoffentlich) ganz entspannt in die Workshops und Vorträge reinsetzen. Vielleicht sehe ich ja den einen oder anderen Leser in Bremen?<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2011/11/21/thees-uhlmann-die-werkstatt-und-ich/#footnote_1_1487" id="identifier_1_1487" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Anfang Dezember bin ich &uuml;brigens auch beim Forum Wissenschaftskommunikation in K&ouml;ln.">2</a></sup></p>
<hr width="100%" size="1" /><hr /><h4>&Auml;hnliche Beitr&auml;ge</h4><ul><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/10/10/heureka-tomte-gehen-einen-schritt-zurueck-nach-vorn-werkstattnotiz-120/" rel="bookmark" title="Permanent Link: »Heureka« &#8211; Tomte gehen einen Schritt zurück nach vorn | Werkstattnotiz 120">»Heureka« &#8211; Tomte gehen einen Schritt zurück nach vorn | Werkstattnotiz 120</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/31/der-letzte-grosse-wal-tomte-begeben-sich-in-einen-wald-aus-zeichen-kurzknapp-46/" rel="bookmark" title="Permanent Link: &#8220;Der letzte große Wal&#8221; » Tomte begeben sich in einen Wald aus Zeichen | kurz&#038;knapp 46">&#8220;Der letzte große Wal&#8221; » Tomte begeben sich in einen Wald aus Zeichen | kurz&#038;knapp 46</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/09/06/querverweise-fundstuecke-lesenswertes-links-14/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 14">Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#038; Links &#8211; 14</a></li></ul><hr width="100%" size="1" /><p><font color="#777777">Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stöbern Sie doch weiter in anderen Veröffentlichungen der Wissenswerkstatt - etwa hier in der <a target="_blank" href="http://www.wissenswerkstatt.net/werkstattinventar-publikumslieblinge-liebhaberstuecke-und-versteckte-perlen/">Übersicht</a> besonders beliebter Texte. Alternativ lohnt sich auch die Navigation über das <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/lageplan/">Werkstattinventar</a><br /></font></p><p><em><font color="#777777">Alle Artikel der <a target="_blank" href="../">Wissenswerkstatt</a> stehen unter der <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">CreativeCommons-Lizenz</a>, d.h. Verlinken jederzeit erlaubt, Bearbeiten und Zitieren jeweils unter Angabe der
Quelle, beides allerdings nur zu nichtkommerziellen Zwecken.</em></p><hr /><small>Copyright &copy; 2011<br />Sie lesen einen Feed der Website "Wissenswerkstatt.net".<br />Eine Verwendung dieses Feeds auf anderen Webseiten verst&ouml;&szlig;t gegen das Urheberrecht. Wenn Sie diesen Inhalt nicht in Ihrem News-Reader lesen, so macht sich die Seite, die Sie betrachten, der Urheberrechtsverletzung schuldig. <br /> </font>Digitaler Fingerprint: 18754798dca730b745ad417e2b5ebb91</small>
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<div class="nr_clear"></div><hr size=1 width=40%><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1487" class="footnote">unbescheiden wie ich bin</li><li id="footnote_1_1487" class="footnote">Anfang Dezember bin ich übrigens auch beim Forum Wissenschaftskommunikation in Köln.</li></ol><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2011/11/21/thees-uhlmann-die-werkstatt-und-ich/">Thees Uhlmann, die Werkstatt und ich</a>]</p> <p><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/?flattrss_redirect&amp;id=1487&amp;md5=6c07df0d847950a33ed453246073df8c" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Lotterie im Bio-Laden: Weshalb Bio-Produkte ein Ärgernis sind</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Jul 2010 17:30:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc Scheloske</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Am Ende ist es dann doch wieder eine Glaubensfrage. Oder eine des Geschmacks. Und der Weltanschauung. An der Frage, ob Bio-Lebensmittel automatisch gesünder sind, scheiden sich jedenfalls die Geister. Sicher ist, daß diese Frage so pauschal wohl ohnehin nicht zu beantworten ist. Und sicher ist auch, daß Bio-Produkte ein Problem haben. Denn in Tests fallen [...]</p><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2010/07/30/lotterie-im-bio-laden-weshalb-bio-produkte-ein-aergernis-sind/">Lotterie im Bio-Laden: Weshalb Bio-Produkte ein Ärgernis sind</a>]</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2010/07/Gemuese_200.jpg"><img title="Gemüse; Bildquelle: stock.xchng, User: nkzs" src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2010/07/Gemuese_200.jpg" alt="Junges Gemüse" title="Gemuese_200" style="margin: 8px;" width="200" height="280" class="alignright size-full wp-image-1374" /></a><strong>Am Ende ist es dann doch wieder eine Glaubensfrage. Oder eine des Geschmacks. Und der Weltanschauung. An der Frage, ob Bio-Lebensmittel automatisch gesünder sind, scheiden sich jedenfalls die Geister. Sicher ist, daß diese Frage so pauschal wohl ohnehin nicht zu beantworten ist. Und sicher ist auch, daß Bio-Produkte ein Problem haben. Denn in Tests fallen Bioprodukte regelmäßig durch. Nicht alle, aber immer wieder landen die teuren Produkte aus dem Bioladen weit hinter vielen konventionell erzeugten Lebensmitteln. Für den mündigen Verbraucher ist das wenig zufriedenstellend. Denn er kann sich kaum sicher sein, ob die Dinge in seinem Einkaufskorb wirklich die (hohen) Anforderungen erfüllen.</strong></p>
<p>Ich gestehe: ich kaufe sehr selten im Bioladen ein (dabei ist so ein Laden mit dem netten Namen &#8220;Schmatz&#8221; gleich bei mir um die Ecke). Und die Tatsache, daß ich dort nur sehr selten einkaufe, liegt nicht an den Broschüren der Heilpraktiker, Geistheiler und Schamanen, die dort ausliegen (manchmal amüsieren die mich, manchmal ärgere ich mich darüber). Der Grund ist ein anderer: ich weiß nicht, ob die Bioprodukte wirklich ihr Geld wert sind. Oder anders formuliert: mir ist zu unsicher, was ich da tatsächlich kaufe.</p>
<h4><span class="pullquote_left">Ich weiß nicht, ob die Bioprodukte wirklich ihr Geld wert sind. </span></h4>
<p>Dabei sind mir mir die allermeisten Grundsätze einer nachhaltig-ökologisch orientierten Landwirtschaft und Lebensmittelerzeugung sehr sympathisch.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2010/07/30/lotterie-im-bio-laden-weshalb-bio-produkte-ein-aergernis-sind/#footnote_0_1372" id="identifier_0_1372" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Lassen wir mal au&szlig;en vor, da&szlig; ich manche der Vorschriften von Bioverb&auml;nden f&uuml;r &uuml;berfl&uuml;ssigen Nonsense und Voodoo-Landwirtschaft halte.">1</a></sup> Ich halte weder Massentierhaltung für sinnvoll, noch exzessive Landwirtschaft, die auf riesige Monokulturen und den hemmungslosen Einsatz von Düngern setzt. Weniger wäre da in meinen Augen manchmal mehr. Und wieso ein Liter Milch im Supermarkt für 50 Cent zu haben sein muß, verstehe ich auch nicht. Ich würde (und könnte) gerne mehr bezahlen.</p>
<p><strong>Ernüchternde Tests: Mangelhafte Qualität (mancher) Bioprodukte</strong></p>
<p>Insofern gehöre ich wohl eindeutig zu dem Klientel, das typischerweise in Reformhäusern und Bioläden einkauft. Doch genau das mache ich nicht. Schuld daran ist (auch) die Stiftung Warentest. Denn in unzähligen Tests der letzten Jahre landeten die teuren Produkte aus dem Bioladen auf den hinteren Rängen. </p>
<h4><span class="pullquote">Man kann fast darauf wetten: es gibt immer ein Bioprodukt, das bei Tests mit Pauken und Trompeten durchfällt.</span></h4>
<p>Man kann schon fast darauf wetten, wenn wieder mal Olivenöle, Brotaufstriche oder Kaffeebohnen getestet werden: unter den 20 Produkten werden sicher ein oder zwei Bioprodukte mit Bravour abschneiden, aber mindestens ein Öko-Erzeugnis wird garantiert ein mangelhaftes Ergebnis bekommen. Und das Problem und irgendwie auch das Dilemma für die ganze Bio-Lebensmittel-Palette: erst die Tests trennen die biologisch-zertifizierte Spreu vom Weizen.</p>
<p>Beispiele gefällig? Im letzten <a href="http://www.testberichte.de/a/oel/magazin/test-stiftung-warentest-4-2010/204157.html">Test der Olivenöle (April 2010)</a> wurde ein Bio-Öl als Testsieger ausgezeichnet. Doch auf dem letzten Rang landet auch ein Olivenöl aus dem Bioladen &#8211; das &#8220;Baktat Olivenöl nativ extra&#8221; bekommt die wenig schmeichelhafte Note 5,2. Das ist &#8220;mangelhaft&#8221; und irgendwie typisch. Man zeige mir mal einen Speise-Öl-Test, in dem nicht ein teures Bioprodukt mindestens total ranzig oder mit Schimmelpilzgiften belastet war.</p>
<h4><span class="pullquote_left">Das teilweise miserable Abschneiden von Bioprodukten bei Tests ist ernüchternd. Und es verunsichert.</span></h4>
<p>Das selbe Bild bei Rapsölen. Der Test <a href="http://www.testberichte.de/a/oel/magazin/test-stiftung-warentest-11-2009/182008.html">vom November 2009</a> zeigt: vorne irgendwo die günstigen Öle von Aldi, Lidl &amp; Co. und hinten mit &#8220;mangelhaft&#8221; die tollen Öle von Rapunzel, Alnatura etc.</p>
<p>Auch beim Test von Basmati-Reis (<a href="http://www.test.de/themen/essen-trinken/test/Basmati-Reis-Jeder-zweite-mangelhaft-4118269-4119106/">ganz aktuell von gestern</a>) das bekannte Bild: von insgesamt sechs Bio-Produkten war nur eines (von Alnatura) pestizidfrei. Bei drei Bio-Reissorten fanden die Tester deutliche Rückstände. Ein Produkt fiel komplett durch:</p>
<blockquote><p>&#8220;Bio-Vollkornreis Green waren so stark mit dem krebserregenden Schimmelpilzgift Aflatoxin B1 belastet, dass sie nicht hätten verkauft werden dürfen.&#8221; (Zusammenfassung auf der Warentest-Website)</p></blockquote>
<p>Das ist &#8211; für mich als Verbraucher &#8211; abschreckend. Denn wieso soll ich (wie oben schon angeführt) im Bioladen einkaufen, wenn ich dort dann Lotterie spielen darf? Es ist in vielen Fällen (jedenfalls ist das meine Beobachtung) meist eine Chance von 50:50, ob man nun ein tolles Bioprodukt kauft oder einen Artikel, der besser auf dem direkten Weg auf dem Komposthaufen entsorgt werden sollte.</p>
<p>Ich selbst kenne ehrlicherweise auch keine wirklich befriedigende Lösung. Aber wenn ich konventionelle Lebensmittel im Supermarkt kaufe, dann habe ich wenigstens das Gefühl, daß ich mit geringerer Wahrscheinlichkeit total verranzte oder mit Schimmelpilzen belastete Produkte kaufe. Sicher kann ich mir da natürlich auch nicht sein, wer führt schon immer ein mobiles Analytiklabor mit sich, um die relevanten Werte vor Ort zu erheben. ;-)</p>
<p><strong>Bio-Mythos: Bio-Lebensmittel sind nicht gesünder</strong></p>
<p>Letztlich bleibt es eben doch eine Vertrauens- und Geschmackssache. Und das Argument, daß Bioprodukte per se gesünder und &#8220;wertvoller&#8221; seien, zieht nicht. Natürlich ziehe ich einen Apfel von der Streuobstwiese einem Plantagenapfel vom Großbauern vor, aber auch hier zeigen Studien: ökologisch erzeugte Lebensmittel sind nicht von Natur aus besser, als die konventionell erzeugten Waren. Das hat zuletzt auch eine groß angelegte britische Analyse ergeben:</p>
<blockquote><p>An independent review commissioned by the Food Standards Agency (FSA) shows that there are no important differences in the nutrition content, or any additional health benefits, of organic food when compared with conventionally produced food.</p></blockquote>
<p>Die Vorteile einer Öko-Landwirtschaft liegen meiner Meinung nach also weniger im direkten (gesundheitlichen) Vorteil für den Konsumenten. Ich wünschte mir aus anderen Gründen (Gewässerschutz, Biodiversität etc.) eine andere, kleinteiligere und ökologisch orientierte Landwirtschaft. Und im Zweifel sogar weniger strikte Vorgaben der einschlägigen Verbände, was bspw. Konservierungsmittel u.ä. angeht. Denn was hilft mir der Verzicht auf Pestizide, wenn später in der Verarbeitung geschlampert wird oder andere Umstände dazu führen, daß ich ein ranziges und sonstwie ungenießbares Lebensmittel auf dem Tisch habe. </p>
<p>&#8211;<br />
<em>Link: </em></p>
<ul>
<li>Food Standards Agency: <a href="http://www.food.gov.uk/news/newsarchive/2009/jul/organic">Organic review published,</a> Juli 2009.</li>
</ul>
<hr width="100%" size="1" /><hr /><h4>&Auml;hnliche Beitr&auml;ge</h4><ul><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/28/zu-viel-acetaldehyd-im-mineralwasser-fragen-an-eine-bloggende-soziologin-werkstatt-ticker-50/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Zu viel Acetaldehyd im Mineralwasser ::: Fragen an eine bloggende Soziologin | Werkstatt-Ticker 50">Zu viel Acetaldehyd im Mineralwasser ::: Fragen an eine bloggende Soziologin | Werkstatt-Ticker 50</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/14/oeko-lifestyle-blogs-7-thesen-zur-online-kollaboration-werkstatt-ticker-20/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Öko-Lifestyle-Blogs ::: 7 Thesen zur Online-Kollaboration | Werkstatt-Ticker 20">Öko-Lifestyle-Blogs ::: 7 Thesen zur Online-Kollaboration | Werkstatt-Ticker 20</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/10/30/das-geschenk-meines-lebens-tocotronic-bezaubern-mit-explosion-und-beschwoeren-einen-anti-nietzsche-werkstattnotiz-xxi/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Das Geschenk meines Lebens » Tocotronic bezaubern mit Explosion und beschwören einen Anti-Nietzsche | Werkstattnotiz XXI">Das Geschenk meines Lebens » Tocotronic bezaubern mit Explosion und beschwören einen Anti-Nietzsche | Werkstattnotiz XXI</a></li></ul><hr width="100%" size="1" /><p><font color="#777777">Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stöbern Sie doch weiter in anderen Veröffentlichungen der Wissenswerkstatt - etwa hier in der <a target="_blank" href="http://www.wissenswerkstatt.net/werkstattinventar-publikumslieblinge-liebhaberstuecke-und-versteckte-perlen/">Übersicht</a> besonders beliebter Texte. Alternativ lohnt sich auch die Navigation über das <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/lageplan/">Werkstattinventar</a><br /></font></p><p><em><font color="#777777">Alle Artikel der <a target="_blank" href="../">Wissenswerkstatt</a> stehen unter der <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">CreativeCommons-Lizenz</a>, d.h. Verlinken jederzeit erlaubt, Bearbeiten und Zitieren jeweils unter Angabe der
Quelle, beides allerdings nur zu nichtkommerziellen Zwecken.</em></p><hr /><small>Copyright &copy; 2011<br />Sie lesen einen Feed der Website "Wissenswerkstatt.net".<br />Eine Verwendung dieses Feeds auf anderen Webseiten verst&ouml;&szlig;t gegen das Urheberrecht. Wenn Sie diesen Inhalt nicht in Ihrem News-Reader lesen, so macht sich die Seite, die Sie betrachten, der Urheberrechtsverletzung schuldig. <br /> </font>Digitaler Fingerprint: 18754798dca730b745ad417e2b5ebb91</small>
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<div class="nr_clear"></div><hr size=1 width=40%><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1372" class="footnote">Lassen wir mal außen vor, daß ich manche der Vorschriften von Bioverbänden für überflüssigen Nonsense und Voodoo-Landwirtschaft halte.</li></ol><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2010/07/30/lotterie-im-bio-laden-weshalb-bio-produkte-ein-aergernis-sind/">Lotterie im Bio-Laden: Weshalb Bio-Produkte ein Ärgernis sind</a>]</p> <p><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/?flattrss_redirect&amp;id=1372&amp;md5=d07a69943b9e7faa2271add746fffaf8" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Beobachtung und Kontext: Weshalb mutierte Käfer und deformierte Insekten keine Argumente gegen Kernkraftwerke sind</title>
		<link>http://www.wissenswerkstatt.net/2010/05/14/beobachtung-und-kontext-weshalb-mutierte-kafer-und-deformierte-insekten-keine-argumente-gegen-kernkraftwerke-sind/</link>
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		<pubDate>Fri, 14 May 2010 13:30:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc Scheloske</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Angenommen wir machen einen kleinen Waldspaziergang. Und dabei finden wir am Wegesrand einen kleinen Käfer, dem ein Flügel fehlt. Ist das in irgendeiner Weise beunruhigend? Was denken wir uns, wenn wir kurz darauf ein Insekt mit verkrüppelten Gliedmaßen entdecken? Wären wir jetzt alarmiert? Vermutlich nicht. Denn was sollten diese beiden Zufallsfunde auch anderes sein als [...]</p><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2010/05/14/beobachtung-und-kontext-weshalb-mutierte-kafer-und-deformierte-insekten-keine-argumente-gegen-kernkraftwerke-sind/">Beobachtung und Kontext: Weshalb mutierte Käfer und deformierte Insekten keine Argumente gegen Kernkraftwerke sind</a>]</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2010/05/Heteroptera2.jpg"><img title="Eine Weichwanze (miridae), gefunden beim AKW Gösgen/CH - Credit: Courtesy of Verlag Helvetica Chimica Acta (Chemistry &amp; Biodiversity 2008, Vol. 5, issue 4, p. 499-539)" class="size-full wp-image-1358 alignright" style="border: 0pt none; margin: 5px;" alt="Heteroptera2" src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2010/05/Heteroptera2.jpg" alt="" width="200" height="366" /></a><strong>Angenommen wir machen einen kleinen Waldspaziergang. Und dabei finden wir am Wegesrand einen kleinen Käfer, dem ein Flügel fehlt. Ist das in irgendeiner Weise beunruhigend? Was denken wir uns, wenn wir kurz darauf ein Insekt mit verkrüppelten Gliedmaßen entdecken? Wären wir jetzt alarmiert? Vermutlich nicht. Denn was sollten diese beiden Zufallsfunde auch anderes sein als eine seltsame Laune der Natur?</strong></p>
<p>Was passiert aber, wenn unser Spaziergang in der Nähe eines Kernkraftwerks verläuft? Wären wir eventuell doch irritiert? Würden wir nun plötzlich doch darüber nachdenken, ob Fundort und Fundstück in irgendeinem kausalen Zusammenhang stehen? Ich bin mir nicht sicher, ob meine eigene Einschätzung nicht anders ausfiele, je nachdem ob ich die Insekten nun an vollkommen unverdächtigem Ort oder eben in Sichtweite eines Kernkraftwerks oder einer Chemiefabrik auffinden würde. Irgendwie wäre es wohl menschlich hier einen Zusammenhang zu konstruieren, wissenschaftlich aber nicht.</p>
<p><strong>Interessant, aber wertlos: Die Insekten-Zeichnungen von Cornelia Hesse-Honegger</strong></p>
<p>Das ist auch das Problem an der Arbeit von Cornelia Hesse-Honegger. Die Schweizerin sammelt seit Jahrzehnten Insekten in der Umgebung von Kernkraftwerken in ganz Europa. Und sie dokumentiert auffällige Deformationen der Wanzen, Käfer und Falter. Das alles ist interessant, aber wertlos. Wenigstens wenn es um die Debatte um die Risiken von Kernkraftwerke und mögliche Strahlenschäden in der unmittelbaren Umgebung geht. Die Zeichnungen werden aber immer wieder genau in dem Zusammenhang zitiert. Zum Beispiel vor wenigen Tagen bei Wired und <a href="http://www.scienceblogs.de/diaxs-rake/2010/05/mutantenkafer-gegen-die-atomkraft.php">Jörg Rings hat auch schon darauf hingewiesen</a>, daß die Insekten-Bilder genau dafür nicht taugen.</p>
<h4><span class="pullquote_left">Welchen Wert haben Einzelbeoachtungen von Hobbyforschern? Sind Erkenntnisse von engagierten Laien per se problematisch?</span></h4>
<p>Die Diskussion um die Relevanz, die die Arbeiten von Frau Hesse-Honegger haben, ist allerdings auch für sich interessant. Denn es geht dabei ja um die grundsätzliche Frage, welche Bedeutung wir Einzelbeobachtungen zubilligen. Und welche Standards Argumente erfüllen müssen, wenn sie im wissenschaftlichen Sinne irgendeine Relevanz haben sollen.</p>
<p><strong>Gibt es tätsächlich eine deutlich erhöhte Rate an Fehlbildungen bei Insekten im Umfeld von Kernkraftwerken?</strong></p>
<p>Kurz zum konkreten (Streit-)Fall: Cornelia Hesse-Honegger ist ausgebildete wissenschaftliche Zeichnerin beim Naturhistorischen Museum der Universität Zürich. Und nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl begann sie mit der Sammlung von Insekten (v.a. Wanzen) im Umkreis von Kernkraftwerken, zunächst in der Schweiz, später in Deutschland und auch weltweit. Dabei entdeckte sie (natürlich) Insekten, die Auffälligkeiten zeigten: fehlende Fühlersegmente, verformte Flügel, asymmetrische Leibsegmente etc. Bis heute hat sie mehr als 300 Zeichnungen von diesen Mißbildungen angefertigt.</p>
<p><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2010/05/Heteroptera3.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-1361" style="border: 0pt none; margin: 4px;" alt="Heteroptera3" src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2010/05/Heteroptera3.jpg" title="Eine 'Gemeine Skorpionsfliege', gefunden beim AKW Leibstadt/CH - Credit: Courtesy of Verlag Helvetica Chimica Acta (Chemistry &amp; Biodiversity 2008, Vol. 5, issue 4, p. 499-539)" width="180" height="210" /></a></p>
<p>Nach ihren eigenen Angaben zeigten gebietsweise mehr als 30% der untersuchten Wanzen Störungen. Normalerweise liege diese Rate bei 1-3%. Diese Beobachtungen hat sie vorletztes Jahr <a href="http://www3.interscience.wiley.com/journal/118720709/abstract">in einem Beitrag für &#8220;Chemistry &amp; Biodiversity&#8221;</a> zusammengefasst.</p>
<p>Das riesengroße Problem bei der ganzen Sache ist folgendes:<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2010/05/14/beobachtung-und-kontext-weshalb-mutierte-kafer-und-deformierte-insekten-keine-argumente-gegen-kernkraftwerke-sind/#footnote_0_1357" id="identifier_0_1357" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Was ihr ja u.a. auch J&ouml;rg vorwirft.">1</a></sup> Cornelia Hesse-Honegger ging in keiner Weise systematisch vor und ihre Arbeit ist (soweit ich sehe) auch nur höchst unzureichend dokumentiert. Und von der Überprüfbarkeit bzw. Kontrollierbarkeit ihrer Ergebnisse ganz zu schweigen.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2010/05/14/beobachtung-und-kontext-weshalb-mutierte-kafer-und-deformierte-insekten-keine-argumente-gegen-kernkraftwerke-sind/#footnote_1_1357" id="identifier_1_1357" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Das soll nicht hei&szlig;en, da&szlig; ich Frau Hesse-Honegger nicht f&uuml;r integer halte, aber sie ist dann halt doch &amp;#8220;nur&amp;#8221; eine Einzelperson, deren pers&ouml;nliche Motivation im Zshg. mit der zivilen Nutzung der Kernenergie nicht unerheblich sein k&ouml;nnte.">2</a></sup> Und das ist einfach ärgerlich.</p>
<p>Denn der Befund wäre (Konjunktiv!) ja tatsächlich diskussionswürdig, wenn er auf der Basis einer sauberen wissenschaftlichen Vorgehensweise zustande gekommen wäre. Wenn vor (!) Studienbeginn festgelegt worden wäre, wo, wann und wie die Insektensammlung statffinden sollte. Wenn die Auswertung der Daten klar dokumentiert (anhand von Photos!) worden wäre. Und wenn das alles nicht als Hobbyprojekt einer Einzelperson, sondern im Rahmen eines (an Institutionen gekoppelten) Forschungsprojektes<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2010/05/14/beobachtung-und-kontext-weshalb-mutierte-kafer-und-deformierte-insekten-keine-argumente-gegen-kernkraftwerke-sind/#footnote_2_1357" id="identifier_2_1357" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Mit entsprechenden Formen der Kontrolle und Qualit&auml;tssicherung">3</a></sup> durchgeführt worden wäre. Aber das ist leider nicht der Fall. </p>
<p>Insofern bleibt es dabei: die Zeichnungen sind interessant, aber trotz der (angeblich) 16.000 gesammelten Insekten kein wirklich relevanter Beleg für die Gefährlichkeit der radioaktiven Strahlenbelastung in der Nähe von AKWs. Wohlgemerkt: es ist absolut vorstellbar, daß es tatsächlich eine solche Häufung und eine erhöhte Fehlbildungsrate gibt &#8211; aber das sollte eben innerhalb einer wissenschaftlichen Studie untersucht werden. Solange das fehlt, sind die Zeichnungen nur wenig mehr Wert als die Zufallsfunde bei unserem Waldspaziergang.</p>
<div class="links_ticker">Studie:</p>
<ul>
<li>Cornelia Hesse-Honegger, Peter Wallimann: <a href="http://www3.interscience.wiley.com/journal/118720709/abstract">Malformation of True Bug (Heteroptera): a Phenotype Field Study of the Possible Influence of Artificial Low-Level Radioactivity</a>, in: Chemistry &amp; Biodiversity, doi: 10.1002/cbdv.200800001, Chemistry &amp; Biodiversity, 2008, Vol. 5, Issue 4, p. 499-539</li>
</ul>
</div>
<hr width="100%" size="1" /><hr /><h4>&Auml;hnliche Beitr&auml;ge</h4><ul><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/08/20/die-wunderbare-schaerfe-der-chilis-capsaicin-als-antwort-auf-die-konzertierten-attacken-von-insekten-und-pilzen-werkstattnotiz-111/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Die wunderbare Schärfe der Chilis » Capsaicin als Antwort auf die konzertierten Attacken von Insekten und Pilzen | Werkstattnotiz 111">Die wunderbare Schärfe der Chilis » Capsaicin als Antwort auf die konzertierten Attacken von Insekten und Pilzen | Werkstattnotiz 111</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/03/wie-es-euch-gefaellt-argumentative-pirouetten-und-die-frage-nach-dem-tempolimit-auf-autobahnen-werkstattnotiz-xxvi/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Wie es Euch gefällt&#8230; » Argumentative Pirouetten und die Frage nach dem Tempolimit auf Autobahnen | Werkstattnotiz XXVI">Wie es Euch gefällt&#8230; » Argumentative Pirouetten und die Frage nach dem Tempolimit auf Autobahnen | Werkstattnotiz XXVI</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/08/29/kuehe-mit-feinem-gespuer-ueber-die-sensibilitaet-von-rindviechern-und-anderen-wildtieren-fuer-das-erdmagnetfeld-werkstattnotiz-114/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Kühe mit feinem Gespür » Über die Sensibilität von Rindviechern und anderen Wildtieren für das Erdmagnetfeld | Werkstattnotiz 114">Kühe mit feinem Gespür » Über die Sensibilität von Rindviechern und anderen Wildtieren für das Erdmagnetfeld | Werkstattnotiz 114</a></li></ul><hr width="100%" size="1" /><p><font color="#777777">Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stöbern Sie doch weiter in anderen Veröffentlichungen der Wissenswerkstatt - etwa hier in der <a target="_blank" href="http://www.wissenswerkstatt.net/werkstattinventar-publikumslieblinge-liebhaberstuecke-und-versteckte-perlen/">Übersicht</a> besonders beliebter Texte. Alternativ lohnt sich auch die Navigation über das <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/lageplan/">Werkstattinventar</a><br /></font></p><p><em><font color="#777777">Alle Artikel der <a target="_blank" href="../">Wissenswerkstatt</a> stehen unter der <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">CreativeCommons-Lizenz</a>, d.h. Verlinken jederzeit erlaubt, Bearbeiten und Zitieren jeweils unter Angabe der
Quelle, beides allerdings nur zu nichtkommerziellen Zwecken.</em></p><hr /><small>Copyright &copy; 2011<br />Sie lesen einen Feed der Website "Wissenswerkstatt.net".<br />Eine Verwendung dieses Feeds auf anderen Webseiten verst&ouml;&szlig;t gegen das Urheberrecht. Wenn Sie diesen Inhalt nicht in Ihrem News-Reader lesen, so macht sich die Seite, die Sie betrachten, der Urheberrechtsverletzung schuldig. <br /> </font>Digitaler Fingerprint: 18754798dca730b745ad417e2b5ebb91</small>
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<div class="nr_clear"></div><hr size=1 width=40%><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1357" class="footnote">Was ihr ja u.a. auch Jörg vorwirft.</li><li id="footnote_1_1357" class="footnote">Das soll nicht heißen, daß ich Frau Hesse-Honegger nicht für integer halte, aber sie ist dann halt doch &#8220;nur&#8221; eine Einzelperson, deren persönliche Motivation im Zshg. mit der zivilen Nutzung der Kernenergie nicht unerheblich sein könnte.</li><li id="footnote_2_1357" class="footnote">Mit entsprechenden Formen der Kontrolle und Qualitätssicherung</li></ol><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2010/05/14/beobachtung-und-kontext-weshalb-mutierte-kafer-und-deformierte-insekten-keine-argumente-gegen-kernkraftwerke-sind/">Beobachtung und Kontext: Weshalb mutierte Käfer und deformierte Insekten keine Argumente gegen Kernkraftwerke sind</a>]</p> <p><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/?flattrss_redirect&amp;id=1357&amp;md5=bc25fd4674b17f617363ff7655f049ef" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Berechenbarer Erfolg: Wie schreibe ich den optimalen Fachartikel?</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Apr 2010 15:00:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc Scheloske</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lesetipps]]></category>
		<category><![CDATA[Werkstatt-Gespräch]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Wissenschaftskommunikation]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Im Kern gilt dieser Grundsatz für alle Formen der Wissenschaftskommunikation: Wer schreibt, der will gelesen werden. Und zwar von einem möglichst großen Publikum. Darum geht es bei der Popularisierung von Wissenschaft und Forschung (wie sie klassisch im Wissenschaftsjournalismus, neuerdings u.a. in Blogs stattfindet) und darum geht es auch bei der Kommunikation innerhalb der (Fach-)Wissenschaften. Deshalb [...]</p><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2010/04/30/berechenbarer-erfolg-wie-schreibe-ich-den-optimalen-fachartikel/">Berechenbarer Erfolg: Wie schreibe ich den optimalen Fachartikel?</a>]</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2010/04/Journals.jpg"><img src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2010/04/Journals.jpg" alt="Lesestoff; Bildquelle: stock.xchng, User: picabell" title="Journals" width="175" height="259" class="alignright size-full wp-image-1341" /></a><strong>Im Kern gilt dieser Grundsatz für alle Formen der Wissenschaftskommunikation: Wer schreibt, der will gelesen werden. Und zwar von einem möglichst großen Publikum. Darum geht es bei der Popularisierung von Wissenschaft und Forschung (wie sie klassisch im Wissenschaftsjournalismus, neuerdings u.a. in Blogs stattfindet) und darum geht es auch bei der Kommunikation innerhalb der (Fach-)Wissenschaften. Deshalb ist es für jeden Forscher wichtig, daß seine Fachartikel in den richtigen Journals publiziert werden. Denn wer in den renommierten Zeitschriften veröffentlicht, dessen Artikel werden &#8211; höchstwahrscheinlich &#8211; häufiger gelesen und häufiger zitiert. Das ist jedenfalls die Hoffnung. Und welche Artikel besonders häufig zitiert werden, kann man sogar berechnen. </strong></p>
<p>Wer eine wissenschaftliche Karriere anstrebt, der muß v.a. mit seiner Publikationsliste punkten. Ausreichend lang muß sie sein. Und es sollten ausreichend Artikel in renommierten Fachjournals enthalten sein. Der Impact Factor spielt hier zumindest in den Naturwissenschaften und der Medizin die Richtschnur. Aber auch in den Sozial- und Geisteswissenschaften<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2010/04/30/berechenbarer-erfolg-wie-schreibe-ich-den-optimalen-fachartikel/#footnote_0_1338" id="identifier_0_1338" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wo der Impact Factor meist eine nur untergeordnete Rolle spielt.">1</a></sup> gilt die Regel: je mehr Prestige das Journal hat, desto größer sind die Chancen darauf, daß der eigene Artikel von den Fachkollegen rezipiert wird. Und das schlägt sich idealerweise darin nieder, daß man in den Folgejahren selbst zitiert wird. </p>
<p><strong>Nach welchen Kriterien werden Fachartikel in Fachzeitschriften akzeptiert?</strong></p>
<p>Und die Zitationsrate schlägt sich ja eben dann wieder als aktualisierter Impact Factor für die jeweilige Zeitschrift nieder. Insofern kann es durchaus passieren, daß ein fachlich tadelloser Artikel von den Gutachtern und/oder den Herausgebern eines Journals abgelehnt wird, weil diese mit eher wenig Zitaten für diesen Artikel rechnen.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2010/04/30/berechenbarer-erfolg-wie-schreibe-ich-den-optimalen-fachartikel/#footnote_1_1338" id="identifier_1_1338" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Daf&uuml;r kann u.a. schon ausreichen, da&szlig; die Thematik voraussichtlich nur f&uuml;r eine kleine Gruppe von Forschern spannend ist, so da&szlig; die Anzahl der zu erwartenden Zitate minimal bleiben wird.">2</a></sup> Hier entscheidet meist die Erfahrung bzw. das Bauchgefühl. Ein Paper, das kleine Mängel hat, aber voraussichtlich ziemlich viele Zitate generiert, hat sicher größere Chancen auf Veröffentlichung, als eine absolut unanfechtbare Arbeit, die aber weniger sexy erscheint. </p>
<p><strong>Vorhersage der Zitationshäufigkeit: Der Algorithmus kann es besser</strong></p>
<p>Eine interessante Studie zeigt, daß man künftig vielleicht gar nicht mehr so sehr auf das Bauchgefühl, sondern auf harte Zahlen zurückgreifen kann, wenn man die Zitationsrate prognostizieren möchte. Alfonso Ibanez, Pedro Larranaga and Concha Bielza haben sich die Artikel der Jahre 2005-2007 vorgenommen, die im Fachjournal Bioinformatics erschienen sind. </p>
<p>Und sie haben herausgefunden, daß es ausreicht bestimmte Informationen aus dem Abstract zu berücksichtigen und in ein geeignetes Abschätzungsmodell zu übertragen. So konnten die Autoren mit einer Treffergenauigkeit von etwa 90% vorhersagen, wie häufig ein Artikel in den Jahren nach seiner Veröffentlichung zitiert werden wird. Sie schreiben:</p>
<blockquote><p>We found that the appearance of certain words in the paper abstracts can influence the number of citations received.</p></blockquote>
<p>Einerseits eine faszinierende Möglichkeit, andererseits irgendwie ernüchternd. Wenn bloße Algorithmen ausreichen, um sofort (und das auf der Basis des Abstracts!) beziffern zu können, welche Resonanz ein bestimmter Artikel in der Fachcommunity hervorrufen wird. </p>
<p>Wie lange wird es dauern, daß sich hier ein neues Berufsbild etabliert? Lange kann es nicht mehr dauern, bis es den diplomierten Fachjournal-Optimierer gibt, der das Abstract auf das maximale Zitationspotential hin ausrichtet und natürlich auch mit den <a href="http://www.scienceblogs.de/frischer-wind/2010/03/wie-sinnvoll-ist-die-optimierung-wissenschaftlicher-artikel-fur-google-scholar-co.php">üblichen SEO-Methoden</a> dafür sorgt, daß der Artikel bei den wissenschaftlichen Suchmaschinen ganz oben landet.</p>
<div class="links_ticker">
Studie:</p>
<ul>
<li>Alfonso Ibanez, Pedro Larranaga and Concha Bielza: <a href="http://bioinformatics.oxfordjournals.org/cgi/content/short/25/24/3303">Predicting citation count of Bioinformatics papers within four years of publication</a>, Bioinformatics. 2009 Dec 15;25(24):3303-9. Epub 2009 Oct 9.</li>
</ul>
</div>
<hr width="100%" size="1" /><hr /><h4>&Auml;hnliche Beitr&auml;ge</h4><ul><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/30/der-weite-weg-von-der-einstellungs-zur-verhaltensaenderung-huerden-auf-dem-weg-zu-open-access-werkstattnotiz-xli/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Der weite Weg von der Einstellungs- zur Verhaltensänderung » Hürden auf dem Weg zu Open Access | Werkstattnotiz XLI">Der weite Weg von der Einstellungs- zur Verhaltensänderung » Hürden auf dem Weg zu Open Access | Werkstattnotiz XLI</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/07/todesfaelle-und-blog-burn-out-wenn-bloggen-zum-gesundheitsrisiko-wird-werkstattnotiz-lxxvi/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Todesfälle und Blog-Burn-Out » Wenn Bloggen zum Gesundheitsrisiko wird | Werkstattnotiz LXXVI">Todesfälle und Blog-Burn-Out » Wenn Bloggen zum Gesundheitsrisiko wird | Werkstattnotiz LXXVI</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/wissenschaft-wissenschaftler-auf-twitter-twitterstudie/twitternde-forschungsinstitute_2012/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Twitternde Forschungsinstitute">Twitternde Forschungsinstitute</a></li></ul><hr width="100%" size="1" /><p><font color="#777777">Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stöbern Sie doch weiter in anderen Veröffentlichungen der Wissenswerkstatt - etwa hier in der <a target="_blank" href="http://www.wissenswerkstatt.net/werkstattinventar-publikumslieblinge-liebhaberstuecke-und-versteckte-perlen/">Übersicht</a> besonders beliebter Texte. Alternativ lohnt sich auch die Navigation über das <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/lageplan/">Werkstattinventar</a><br /></font></p><p><em><font color="#777777">Alle Artikel der <a target="_blank" href="../">Wissenswerkstatt</a> stehen unter der <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">CreativeCommons-Lizenz</a>, d.h. Verlinken jederzeit erlaubt, Bearbeiten und Zitieren jeweils unter Angabe der
Quelle, beides allerdings nur zu nichtkommerziellen Zwecken.</em></p><hr /><small>Copyright &copy; 2011<br />Sie lesen einen Feed der Website "Wissenswerkstatt.net".<br />Eine Verwendung dieses Feeds auf anderen Webseiten verst&ouml;&szlig;t gegen das Urheberrecht. Wenn Sie diesen Inhalt nicht in Ihrem News-Reader lesen, so macht sich die Seite, die Sie betrachten, der Urheberrechtsverletzung schuldig. <br /> </font>Digitaler Fingerprint: 18754798dca730b745ad417e2b5ebb91</small>
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<div class="nr_clear"></div><hr size=1 width=40%><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1338" class="footnote">Wo der Impact Factor meist eine nur untergeordnete Rolle spielt.</li><li id="footnote_1_1338" class="footnote">Dafür kann u.a. schon ausreichen, daß die Thematik voraussichtlich nur für eine kleine Gruppe von Forschern spannend ist, so daß die Anzahl der zu erwartenden Zitate minimal bleiben wird.</li></ol><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2010/04/30/berechenbarer-erfolg-wie-schreibe-ich-den-optimalen-fachartikel/">Berechenbarer Erfolg: Wie schreibe ich den optimalen Fachartikel?</a>]</p> <p><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/?flattrss_redirect&amp;id=1338&amp;md5=80bac703fff9680a47276fa3864f6b53" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Eisige Kunstwerke: Schnee, Schneekristalle und Wilson Bentley</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Jan 2010 06:00:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc Scheloske</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Werkstattnotizen]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Meteorologie]]></category>
		<category><![CDATA[Naturwissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Schnee]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.wissenswerkstatt.net/?p=1323</guid>
		<description><![CDATA[<p>Im Grunde sind es wunderbare Kunstwerke, die bei Minustemperaturen durch die Luft schweben. Schneekristalle faszinieren mit ihrer Formenvielfalt und sind selbstverständlich auch wissenschaftlicher Forschungsgegenstand. Und eines ist natürlich ganz wesentlich: Schneekristalle haben immer eine sechseckige Struktur. Immer! Schnee fasziniert die Menschen seit Urzeiten. Und bereits im 2. Jahrhundert v. Chr. stellten chinesische Gelehrte fest, dass [...]</p><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2010/01/21/eisige-kunstwerke-schnee-schneekristalle-und-wilson-bentley/">Eisige Kunstwerke: Schnee, Schneekristalle und Wilson Bentley</a>]</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright" title="Schneekristall wie aus dem Bilderbuch, hier eine Elektronenmikroskop-Aufnahme" src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2010/01/Schneekristall_220.jpg" alt="Schneekristall wie aus dem Bilderbuch, hier eine Elektronenmikroskop-Aufnahme" width="220" height="185" /><strong>Im Grunde sind es wunderbare Kunstwerke, die bei Minustemperaturen durch die Luft schweben. Schneekristalle faszinieren mit ihrer Formenvielfalt und sind selbstverständlich auch wissenschaftlicher Forschungsgegenstand. Und eines ist natürlich ganz wesentlich: Schneekristalle haben immer eine sechseckige Struktur. Immer!</strong></p>
<p>Schnee fasziniert die Menschen seit Urzeiten. Und bereits im 2. Jahrhundert v. Chr. stellten chinesische Gelehrte fest, dass Schneekristalle immer symmetrisch und sechseckig sind. <a href="http://www.scienceblogs.de/plazeboalarm/2010/01/wissenschaftler-mussen-pingelig-sein.php">Umso peinlicher, daß Nature zur Weihnachtszeit mit winterlichen Bannern um neue Abonnenten warb</a>, auf denen Schneeflocken mit fünf, sieben oder acht Ecken abgebildet waren. Das ist natürlich für jeden Wissenschaftler, der sich mit Kristallographie oder eben ganz konkret mit Schnee beschäftigt eine Ohrfeige.</p>
<p><strong>Schnee ist nicht einfach nur &#8220;gefrorenes Wasser&#8221;</strong></p>
<p>Und man tut den Fachleuten natürlich ebenso unrecht, wenn man glaubt, Schnee sei einfach gefrorenes Wasser. Das kann man von Hagel oder mit Abstrichen von Graupel sagen, aber Schnee ist dann doch was anderes. Und faszinierender. Wobei man hier dann eben unterscheiden muß: es gibt einerseits die einzelnen Schneekristalle, andererseits die Schneeflocken, die sich durch Zusammenballung von Kristallen bilden.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2010/01/21/eisige-kunstwerke-schnee-schneekristalle-und-wilson-bentley/#footnote_0_1323" id="identifier_0_1323" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Und das umso st&auml;rker, je n&auml;her die Temeperatur am Gefrierpunkt liegt. Das liegt daran, da&szlig; winzige Wassertropfen quasi als &amp;#8220;Klebstoff&amp;#8221; zwischen den Kristallen dienen. Und je k&auml;lter es ist, desto weniger Wasser=Klebstoff ist vorhanden. Und deshalb gibt es tolle, gro&szlig;e Schneeflocken nie bei ganz eisigen Temperaturen.">1</a></sup></p>
<h4><span class="pullquote">Jedes Schneekristall ist einzigartig. Und ist meist aus unterschiedlichsten (Kristall-)Formen zusammengesetzt&#8230;</span></h4>
<p>Wenn die Temperatur in einer Wolke unter den Gefrierpunkt sinkt, dann beginnt Luftfeuchtigkeit sich an winzige Staub- oder Rußpartikel anzulagern und auszukristallisieren. Es sind also drei Faktoren notwendig: die Temperatur, die Feuchtigkeit und die Kondensationskerne. Die Schneekristalle &#8220;wachsen&#8221; dabei immer in sechseckiger Form. Das liegt an den Wassermolekülen, die eben nur im Winkel von 60° bzw. 120° aneinander andocken.</p>
<p>Und obwohl es also ganz klare &#8220;Regeln&#8221; für die Kristallbildung gibt, ist eigentlich jedes ein Unikat. (Fast) kein Schneekristall gleicht dem anderen. Denn jedes Schneekristall hat seine eigene Geschichte: das beginnt eben mit der Anlagerung von Luftfeuchtigkeit am jeweiligen Kondensationskern. Je nach Temperatur nehmen die Kristalle dabei unterschiedliche Formen an:<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2010/01/21/eisige-kunstwerke-schnee-schneekristalle-und-wilson-bentley/#footnote_1_1323" id="identifier_1_1323" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Diese Tabelle stammt aus dem sehr informativen PDF: http://www.exploria.ch/content/scientia/pdf/s394.pdf">2</a></sup></p>
<ul>
<li>von 0 bis -3°C dünne Plättchen, teilw. Sterne (Dendrite)</li>
<li>-5 bis -8°C Prismen</li>
<li>-12 bis -16°C Schneesterne</li>
<li>unter -25°C hohle Prismen</li>
</ul>
<p>Und wenn das Schneekristall dann der Schwerkraft folgend nach unten segelt, dann durchquert es Luftschichten, die ganz unterschiedliche Temperaturen haben können. Entsprechend lagern sich weitere Kristalle an, die Prismen-, Nadel- oder Sternform haben können und so verändert sich die Form immer weiter.</p>
<p><em>Hier ein Schaubild, die die Kristallbildung in Abhängigkeit von der Temperatur zeigt:</em></p>
<div id="attachment_671" class="wp-caption aligncenter" style="width: 500px">
<img class="aligncenter size-full wp-image-1333" title="Kristallbildung, Quelle: http://www.its.caltech.edu/~atomic/snowcrystals/" src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2010/01/Kristallbildung.jpg" alt="Kristallbildung" width="500" height="381"/>
<p class="wp-caption-text">Kristallbildung, Quelle: http://www.its.caltech.edu/~atomic/snowcrystals/</p>
</div>
<p><strong>Wilson Bentley: Jede Schneeflocke ist einzigartig</strong></p>
<p>Als Pionier der Schneekristallforschung der Neuzeit gilt übrigens Wilson Bentley, ein Farmer aus Vermont/USA. Ihm gelang am 15. Januar 1885 das erste Photo eines Schneekristalls durch ein Mikroskop. Von da an ließ Bentley die Faszination Schnee nicht mehr los. Er machte über 5000 Photos von Schneekristallen und stellte fest, daß alle unterschiedlich waren. Sein Leben widmete er der Erforschung und Dokumentation der Schneeflocken &#8211; das Leben des angeblich etwas kauzigen Junggesellen endete tragisch: am 23.12.1931 starb er an einer Lungenentzündung.</p>
<p>Es bleiben seine Photographien. Und wenn man bedenkt, daß diese Aufnahmen vor mehr als 100 Jahren entstanden sind, dann ist man heute noch beeindruckt. Diese Photos stammen aus dem Jahr 1902:</p>
<p><img title="Schneekristalle, fotografiert von Wilson Bentley" src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2010/01/Schneekristalle.jpg" alt="Schneekristalle, fotografiert von Wilson Bentley" /></p>
<div class="links_kurz">Die Photographien von Wilson Bentley kann man übrigens auch als Bildband kaufen. Empfehlenswert scheint auch der Band mit den Aufnahmen von K.G. Libbrecht:</p>
<ul>
<li>W. Bentley: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0486202879?ie=UTF8&amp;tag=wwwleichtathl-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=0486202879">Snow Crystals (Dover photography collections) </a></li>
<li>Libbrecht: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0896586529?ie=UTF8&amp;tag=wwwleichtathl-21&amp;link_code=as3&amp;camp=2514&amp;creative=9386&amp;creativeASIN=0896586529">The Little Book of Snowflakes</a></li>
</ul>
<p>Informativ ist auch die Website von Kenneth G. Libbrecht: www.snowcrystals.com<br />
Und bei SciencePicture bei ScienceBlogs habe ich <a href="http://www.scienceblogs.de/sciencepicture/2010/01/schneekristalle-kunst-aus-eis.php">einige tolle</a> <a href="http://www.scienceblogs.de/sciencepicture/2010/01/schneekristalle-unterm-elektronenmikroskop.php">Aufnahmen von Schneekristallen</a> eingestellt.</div>
<hr width="100%" size="1" /><hr /><h4>&Auml;hnliche Beitr&auml;ge</h4><ul><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/12/20/mit-den-engels-choeren-um-die-wette-jubilieren-sufjan-stevens-bezaubert-mit-weihnachtlichen-songs-kurzknapp-11/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Mit den Engels-Chören um die Wette jubilieren » Sufjan Stevens bezaubert mit weihnachtlichen Songs | kurz&#038;knapp 11">Mit den Engels-Chören um die Wette jubilieren » Sufjan Stevens bezaubert mit weihnachtlichen Songs | kurz&#038;knapp 11</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2009/12/16/auslese-2009-jetzt-die-besten-wissenschaftsblogger-nominieren/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Auslese 2009: Jetzt die besten Wissenschaftsblogger nominieren!">Auslese 2009: Jetzt die besten Wissenschaftsblogger nominieren!</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2009/08/18/bier-schuetzt-vor-osteoporose/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Bier schützt vor Osteoporose">Bier schützt vor Osteoporose</a></li></ul><hr width="100%" size="1" /><p><font color="#777777">Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stöbern Sie doch weiter in anderen Veröffentlichungen der Wissenswerkstatt - etwa hier in der <a target="_blank" href="http://www.wissenswerkstatt.net/werkstattinventar-publikumslieblinge-liebhaberstuecke-und-versteckte-perlen/">Übersicht</a> besonders beliebter Texte. Alternativ lohnt sich auch die Navigation über das <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/lageplan/">Werkstattinventar</a><br /></font></p><p><em><font color="#777777">Alle Artikel der <a target="_blank" href="../">Wissenswerkstatt</a> stehen unter der <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">CreativeCommons-Lizenz</a>, d.h. Verlinken jederzeit erlaubt, Bearbeiten und Zitieren jeweils unter Angabe der
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<div class="nr_clear"></div><hr size=1 width=40%><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1323" class="footnote">Und das umso stärker, je näher die Temeperatur am Gefrierpunkt liegt. Das liegt daran, daß winzige Wassertropfen quasi als &#8220;Klebstoff&#8221; zwischen den Kristallen dienen. Und je kälter es ist, desto weniger Wasser=Klebstoff ist vorhanden. Und deshalb gibt es tolle, große Schneeflocken nie bei ganz eisigen Temperaturen.</li><li id="footnote_1_1323" class="footnote">Diese Tabelle stammt aus dem sehr informativen PDF: http://www.exploria.ch/content/scientia/pdf/s394.pdf</li></ol><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2010/01/21/eisige-kunstwerke-schnee-schneekristalle-und-wilson-bentley/">Eisige Kunstwerke: Schnee, Schneekristalle und Wilson Bentley</a>]</p> <p><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/?flattrss_redirect&amp;id=1323&amp;md5=32bb48cb116abbe87f2d9fac9ac558fd" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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