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	<title>Wissenswerkstatt &#187; Gesellschaft</title>
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	<description>Blog zu Wissenschaft &#38; Wissenschaftskommunikation, Soziologie, Pop- und Blogkultur.</description>
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		<title>Der Tamiflu-Skandal und der Vertrauensverlust der Wissenschaft - Wie eine knappe Ressource von der Pharmaindustrie immer weiter beschädigt wird </title>
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		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 11:30:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc Scheloske</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>Die Geschichte des Grippemedikaments Tamiflu taugt für einen Roman. Es geht um große Hoffnungen und um das große Geld. Um Politik, Macht, Lobbyarbeit und die Wissenschaft. Und es ist ein Lehrstück über die meist unbeachteten Nebenfolgen solcher Politik-, Macht- und Geldspiele. Denn am Ende ist aus dem einst gefeierten Hoffnungsträger ein mediales Schmuddelkind geworden. Zurück [...]</p><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/27/der-tamiflu-skandal-und-der-vertrauensverlust-der-wissenschaft/">Der Tamiflu-Skandal und der Vertrauensverlust der Wissenschaft</a>]</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/27/der-tamiflu-skandal-und-der-vertrauensverlust-der-wissenschaft/tamiflu_220/" rel="attachment wp-att-2035"><img class="alignright size-full wp-image-2035" title="Tamiflu" style="border: 0pt none;" src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2012/01/Tamiflu_220.jpg" alt="Tamiflu - Oseltamivir" width="220" height="188" /></a>Die Geschichte des Grippemedikaments Tamiflu taugt für einen Roman. Es geht um große Hoffnungen und um das große Geld. Um Politik, Macht, Lobbyarbeit und die Wissenschaft. Und es ist ein Lehrstück über die meist unbeachteten Nebenfolgen solcher Politik-, Macht- und Geldspiele. Denn am Ende ist aus dem einst gefeierten Hoffnungsträger ein mediales Schmuddelkind geworden. Zurück bleibt &#8211; und das wird häufig vergessen &#8211; immer auch ein Verlierer: die Wissenschaft und alle diejenigen, die mit wissenschaftlichen Argumenten überzeugen wollen. </strong></p>
<p>Richtig populär wurde Tamiflu 2005 und 2006, als der Vogelgrippe-Virus A/H5N1 von Asien über Osteuropa bis nach Westeuropa eingeschleppt wurde. Wie schnell die Ausbreitung voranschreiten würde, war vollkommen unklar. Genauso ungeklärt war, ob und wie schnell der Influenzavirus mutieren und dann eventuell massenhaft vom Tier auf den Menschen überspringen könnte. Mit den Folgen einer verheerenden Pandemie. Ein Impfstoff war (anders als 2009 beim Schweinegrippe-Virus H1N1) nicht in Sicht.</p>
<p class="zwischenueberschrift_mit_linie">Tamiflu: Strohhalm angesichts einer drohenden Pandemie</p>
<p>Man möchte in solchen Situationen nicht mit Gesundheitspolitikern tauschen, die die Entscheidungen treffen müssen, wie im Fall der Fälle gehandelt werden soll.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/27/der-tamiflu-skandal-und-der-vertrauensverlust-der-wissenschaft/#footnote_0_2032" id="identifier_0_2032" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wichtig ist, das ist ein grunds&auml;tzliches Dilemma, da&szlig; irgendwie gehandelt werden mu&szlig;. Nichtstun (obwohl das gelegentlich sinnvoller w&auml;re) steht nicht zur Debatte. Aber das ist ein anderes Thema.">1</a></sup> Große Hoffnungen richteten sich auf Medikamente mit dem Wirkstoff <a title="Wikipedia-Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Oseltamivir">Oseltamivir</a>. Es handelt sich dabei um einen &#8220;Neuraminidaseinhibitor&#8221;. Eine Wirkstoffgruppe, die in den 90er Jahren entwickelt wurde und (zumindest im Labor) die Vermehrung von Influenzaviren hemmen kann, indem ein für deren Ausbreitung essenzielles Enzym – die Neuraminidase – blockiert wird. Oseltamivir wurde und wird unter dem Markennamen &#8220;Tamiflu&#8221;<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/27/der-tamiflu-skandal-und-der-vertrauensverlust-der-wissenschaft/#footnote_1_2032" id="identifier_1_2032" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Es gibt auch noch das Konkurrenzprodukt &amp;#8220;Relenza&amp;#8221; von Glaxo Smith Kline, dessen Wirkstoff hei&szlig;t Zanamivir.">2</a></sup> von der Pharmafirma Roche vertrieben.</p>
<p>Ende 2005 breitet sich die Vogelgrippe immer weiter aus, die Medienberichte über eine mögliche Pandemie häuften sich. Und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfahl den nationalen Gesundheitsbehörden, sich mit antiviralen Medikamenten einzudecken. Dem Tamiflu-Produzenten bescherte das Einnahmen von mehreren Milliarden Euro. Eigentlich alle europäischen Staaten bestellten jeweils mehrere Millionen Einheiten &#8211; sieben Jahre ist Tamiflu haltbar. Demnächst wird man also die gut gefüllten Tamiflu-Vorratslager räumen müssen.</p>
<p class="zwischenueberschrift_mit_linie">Hält Tamiflu, was Roche verspricht?</p>
<p>Nachbestellungen gibt es (hoffentlich) keine. Denn seit spätestens 2009 gibt es immer mehr Zweifel, ob Tamiflu im Ernstfall wirklich hält, was es verspricht. Denn inzwischen wurde publik, daß die Datenlage zur Wirksamkeit von Tamiflu sowohl dünn, als auch aus anderen Gründen fragwürdig ist. Für die Empfehlung der WHO spielte offenbar eine Studie aus dem Jahr 2003 die entscheidende Rolle. Der Virologe Laurent Kaiser von der Uniklinik in Genf kam nach Analyse der vorliegenden Patientendaten zum Schluß, daß Tamiflu den Verlauf einer Grippe deutlich abmildere, sowie der Antibiotikaeinsatz und die Zahl der Komplikationen (v.a. Lungenentzündungen) verringert werde.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/27/der-tamiflu-skandal-und-der-vertrauensverlust-der-wissenschaft/#footnote_2_2032" id="identifier_2_2032" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Unter Tamiflugabe brauchten nur 14% zus&auml;tzlich Antibiotika, bei Placebogabe waren es 19,1%. Komplikationen traten bei 12,2% der Tamiflugruppe auf, ohne Tamiflu gab es in 18,5% der F&auml;lle eine Komplikation im Grippeverlauf.">3</a></sup> Grundlage für Kaisers Arbeit waren 10 Studien mit insgesamt etwas mehr als 3500 Patienten.</p>
<p class="pullquote_left">Eigentlich sollten in einem solchen Fall alle Alarmglocken klingeln. Aber vielleicht hört man die nicht, wenn sich die Einschläge einer drohenden Seuche nähern?</p>
<p>Das Problem &#8211; oder meinetwegen gerne auch: der Skandal &#8211; an der Sache: von den insgesamt sechs Studienautoren waren vier Mitarbeiter der Firma Hoffman-La Roche und einer der Autoren war als bezahlter Berater für Roche tätig. Nur Erstautor Kaiser stand in keiner direkten Verbindung zum Tamiflu-Hersteller. Aber damit nicht genug. Von den erwähnten 10 Studien, auf die sich das positive Urteil für Tamiflu bezog, waren nur zwei in Fachjournals publiziert wurden. Die anderen acht Arbeiten waren nicht oder nur in kleinen Auszügen publiziert (und just in diesen Studien schnitt Tamiflu besser als das Placebo ab).</p>
<p>Eigentlich sollten bei einer solchen Datenlage alle Alarmglocken klingeln. Aber vielleicht hört man die nicht, wenn sich die Einschläge einer drohenden Seuche nähern und das hysterische Mediengeschrei immer lauter wird? Die WHO störte sich offenbar kaum daran. Erst 2009 drängelte die Cochrane-Collaboration<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/27/der-tamiflu-skandal-und-der-vertrauensverlust-der-wissenschaft/#footnote_3_2032" id="identifier_3_2032" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die unabh&auml;ngige Organisation erstellt v.a. medizinische &Uuml;berblicksarbeiten, f&uuml;r die sich saubere Studien sichtet und in der Zusammenschau bewertet.">4</a></sup> auf eine Überprüfung der angeblichen Wirksamkeitsnachweise. Die Cochrane-Forscher hatten einen Tipp des japanischen Kinderarztes Keiji Hayashi bekommen.</p>
<p><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/27/der-tamiflu-skandal-und-der-vertrauensverlust-der-wissenschaft/tamiflu_75mg/" rel="attachment wp-att-2044"><img src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2012/01/Tamiflu_75mg.jpg" alt="Tamiflu" title="Tamiflu_75mg" width="580" height="109" class="aligncenter size-full wp-image-2044" /></a></p>
<p class="zwischenueberschrift_mit_linie">Informationsblockade und Interessen der Pharmaindustrie</p>
<p>Sind die Ergebnisse zur Wirksamkeit von Tamiflu &amp; Co. etwa manipuliert? Wie steht es mit Nebenwirkungen? Wie konnte es passieren, daß Institutionen wie die WHO und die nationalen Behörden so unkritisch agieren und vom Hersteller nicht auf Herausgabe der Daten bzw. wenigstens Einsichtnahme bestehen? Seit zwei Jahren recherchieren nun also die Cochrane-Mitarbeiter unter ihrem Chef Tom Jefferson. Vor 10 Tagen haben sie nun den aktuellen Stand ihrer Ermittlungen veröffentlicht.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/27/der-tamiflu-skandal-und-der-vertrauensverlust-der-wissenschaft/#footnote_4_2032" id="identifier_4_2032" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="hier verf&uuml;gbar: Neuraminidase inhibitors for preventing and treating influenza in healthy adults and children von Jefferson T, Jones MA, Doshi P, Del Mar CB, Heneghan CJ, Hama R und Thompson MJ.">5</a></sup> Sie stellten dabei fest, daß Tamiflu die Dauer von Grippesymptomen (durchschnittlich 160 Stunden) um immerhin 21 Stunden reduziert. Das ist ja wenigstens positiv.</p>
<p>Ansonsten ist das Recherche-Ergebnis aber ernüchternd. Roche hat sich beharrlich geweigert, den Forschern die Originalstudien vorzulegen. Tom Jefferson hat sich dann teilweise mit den Unterlagen beholfen, die bei den Arzneimittelzulassungsbehörden<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/27/der-tamiflu-skandal-und-der-vertrauensverlust-der-wissenschaft/#footnote_5_2032" id="identifier_5_2032" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die US-Beh&ouml;rde FDA und die europ&auml;ische EMA.">6</a></sup> vorliegen. Dennoch bleibt festzuhalten, daß rund 2/3 aller durchgeführten Untersuchungen im Zusammenhang mit Tamiflu nicht veröffentlicht sind.</p>
<p>Für Gerd Antes (Chef des deutschen Cochrane-Zentrums) steht fest:<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/27/der-tamiflu-skandal-und-der-vertrauensverlust-der-wissenschaft/#footnote_6_2032" id="identifier_6_2032" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wie in diesem Artikel der ZEIT zu lesen ist: Das Tamiflu-Geheimnis, Die ZEIT, 25.1.2012">7</a></sup></p>
<blockquote><p>&#8220;Die unterbleibende Veröffentlichung von Studien ist ein chronischer Skandal im Medizin- und Forschungssystem.&#8221;</p></blockquote>
<p>Und genau das ist das eigentliche Problem. Denn es ist ja nicht so, daß Tamiflu wirkungslos wäre. Es handelt sich ja um ein spannendes, pharmakologisches Instrument. Doch wie effizient es ist, wie es (im Fall einer drohenden Pandemie) wirklich sinnvoll einzusetzen wäre, das kann eben nur beurteilt werden, wenn die beteiligten Akteure mit offenen Karten spielen. Also die Wissenschaftler, die (Zulassungs-)Behörden und vor allem eben die Hersteller. Und genau das passiert nicht. Und sowas hat eben auch Folgen.</p>
<p>Wobei es mir gar nicht nur um den Publikationsbias geht, also die Schieflage in der Beurteilung von wissenschaftlichen Sachverhalten durch die Tendenz dazu, daß vorwiegend Studien mit positiven Ergebnissen publiziert werden und die Fehlschläge in der Schublade verschwinden. Der Publikationsbias ist ein Problem. Mindestens genauso groß aber sind die Kollateralschäden in der öffentlichen Wahrnehmung, die solche Fälle erzeugen.</p>
<p class="zwischenueberschrift_mit_linie">Vertrauensbrüche: Mehr als nur ein Kollateralschäden</p>
<p>Denn was bleibt beim Zeitungsleser hängen? Daß es da möglicherweise eine politisch-administrative Fehlentscheidung gab? Vielleicht hunderte Millionen für den Kauf eines Medikaments verschwendet wurden, das im Ernstfall eventuell gar nicht so schlagkräftig gewesen wäre? Und was noch?</p>
<p>Im öffentlichen Gedächtnis bildet der Tamiflu-Skandal ein weiteres Puzzlestück innerhalb eines verheerenden Gesamtbildes. Und dieses Bild &#8211; ich teile es nicht, aber es ist der Eindruck, den viel zu viele Menschen haben &#8211; zeigt eine Gesellschaft, die vornehmlich aus Unfähigkeit, Machtspielen, Eigeninteressen, Geld, Gier, Korruption und Lügen besteht. Und die Wissenschaft steckt mittendrin. Unter einer Decke mit der verlogenen Politik und den Geschäftemachern der Industrie.</p>
<h2>
<p class="zwischenueberschrift_mit_linie">Vertrauensverlust und die Folgen</p>
</h2>
<p class="pullquote_left">Geld, Macht, Intrigen. Und die Wissenschaft steckt mittendrin?! Unter einer Decke mit der verlogenen Politik und den Geschäftemachern der Industrie?</p>
<p>Das ist das Bild, das verfestigt wird. Und wie tief sich ein solches Welt- und Gesellschaftsbild bereits in die Köpfe eingegraben hat, merkt man eigentlich jeden Tag. Nämlich jedesmal dann, wenn man versucht auf rationale Argumente, wissenschaftliche Studien und Logik zu rekurrieren. Das nützt nämlich kein bißchen, wenn man Diskussionspartner hat, die für sich entschieden haben, daß sie dem netten Heilpraktiker (und seinen lächerlichen Bachblüten oder kinesiologischen Zaubertricks) oder dem Homöopathieguru (mit seinen Zuckerpillen) vertrauen. Es geht dabei nämlich nicht um Mathematik, sondern um soziale Prozesse und somit um Vertrauen.</p>
<p>Akteuren und Institutionen, die tricksen und täuschen (der Politik,<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/27/der-tamiflu-skandal-und-der-vertrauensverlust-der-wissenschaft/#footnote_7_2032" id="identifier_7_2032" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Man erinnere sich nur an den l&auml;cherlichen Wulff.">8</a></sup> der Industrie<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/27/der-tamiflu-skandal-und-der-vertrauensverlust-der-wissenschaft/#footnote_8_2032" id="identifier_8_2032" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Da ist Roche und die Nichtherausgabe von Studien zu Tamiflu nur ein winziges Beispiel.">9</a></sup> und eben auch der Wissenschaft) vertraut man eben nicht. Das ist das, was mich mehr und mehr frustriert.</p>
<p class="pullquote">Ob man bei Roche &amp; Co. weiß, daß man auf diese Weise zwar die Chance auf Milliardenumsätze erhöht, aber gleichzeitig Mißtrauen produziert?</p>
<p>Ob man bei Roche weiß, daß man mit Intransparenz und geschickter Lobbyarbeit zwar die Chance auf Milliardenumsätze erhöht, aber gleichzeitig Mißtrauen produziert? Ein Mißtrauen, das dazu führt, daß sich erwachsene Menschen (solche mit Abitur und Studium gar) etwa Voodoo-Praktiken zuwenden und sich ihr privat-esoterisches Weltbild zusammenbasteln. Und in diesem Weltbild sind Menschen wie ich (die im Zweifel dann eben doch eher auf Studien, als auf Privatmeinung setzen) dann eben wahlweise naiv<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/27/der-tamiflu-skandal-und-der-vertrauensverlust-der-wissenschaft/#footnote_9_2032" id="identifier_9_2032" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Weil ich den L&uuml;gen der Industrie auf den Leim gehe und deren Praktiken nicht durchschaue.">10</a></sup> oder gekauft.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/27/der-tamiflu-skandal-und-der-vertrauensverlust-der-wissenschaft/#footnote_10_2032" id="identifier_10_2032" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Da ich doch offenbar &amp;#8211; zumal in einem Blog &amp;#8211; Lobbyarbeit f&uuml;r die Pharmaindustrie und gegen die nette, sanfte Homo&ouml;pathie oder die Vitamintablettenhersteller mache.">11</a></sup></p>
<div class="werkstattlinks">
<p><strong>Links zu erwähnten Studien zum Fall Tamiflu:</strong></p>
<ul>
<li>Kaiser, Laurent et. al.: <a title="Link zur Studie" href="http://archinte.ama-assn.org/cgi/content/abstract/163/14/1667">Impact of Oseltamivir Treatment on Influenza-Related Lower Respiratory Tract Complications and Hospitalizations</a>, in: Arch Intern Med. 2003;163:1667-1672.</li>
<li>&#8220;Neuraminidase inhibitors for preventing and treating influenza in healthy adults and children&#8221; von Jefferson T, Jones MA, Doshi P, Del Mar CB, Heneghan CJ, Hama R und Thompson MJ. (Cochrane Database of Systematic Reviews 2012, Issue 1) [<a title="PDF-Downlaod" href="http://www.thecochranelibrary.com/details/file/1440293/CD008965.html">Download als PDF</a>]</li>
</ul>
</div>
<hr width="100%" size="1" /><hr /><h4>&Auml;hnliche Beitr&auml;ge</h4><ul><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/10/31/gegenwind-fuer-joachim-bublath-die-schwierige-verteidigung-der-wissenschaft-gegen-ihre-veraechter-werkstattnotiz-xxiii/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Gegenwind für Joachim Bublath » Die schwierige Verteidigung der Wissenschaft gegen ihre Verächter | Werkstattnotiz XXIII">Gegenwind für Joachim Bublath » Die schwierige Verteidigung der Wissenschaft gegen ihre Verächter | Werkstattnotiz XXIII</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/10/04/die-vergessene-krankheit-die-uebersehene-kampagne-james-nachtwey-und-die-grausame-aktualitaet-der-tuberkulose-werkstattnotiz-118/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Die vergessene Krankheit, die übersehene Kampagne: James Nachtwey und die grausame Aktualität der Tuberkulose | Werkstattnotiz 118">Die vergessene Krankheit, die übersehene Kampagne: James Nachtwey und die grausame Aktualität der Tuberkulose | Werkstattnotiz 118</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/wissenschaft-wissenschaftler-auf-twitter-twitterstudie/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Wissenschaft &#038; Wissenschaftler auf Twitter | Twitterstudie">Wissenschaft &#038; Wissenschaftler auf Twitter | Twitterstudie</a></li></ul><hr width="100%" size="1" /><p><font color="#777777">Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stöbern Sie doch weiter in anderen Veröffentlichungen der Wissenswerkstatt - etwa hier in der <a target="_blank" href="http://www.wissenswerkstatt.net/werkstattinventar-publikumslieblinge-liebhaberstuecke-und-versteckte-perlen/">Übersicht</a> besonders beliebter Texte. Alternativ lohnt sich auch die Navigation über das <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/lageplan/">Werkstattinventar</a><br /></font></p><p><em><font color="#777777">Alle Artikel der <a target="_blank" href="../">Wissenswerkstatt</a> stehen unter der <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">CreativeCommons-Lizenz</a>, d.h. Verlinken jederzeit erlaubt, Bearbeiten und Zitieren jeweils unter Angabe der
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<div class="nr_clear"></div><hr size=1 width=40%><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_2032" class="footnote">Wichtig ist, das ist ein grundsätzliches Dilemma, daß irgendwie gehandelt werden muß. Nichtstun (obwohl das gelegentlich sinnvoller wäre) steht nicht zur Debatte. Aber das ist ein anderes Thema.</li><li id="footnote_1_2032" class="footnote">Es gibt auch noch das Konkurrenzprodukt &#8220;Relenza&#8221; von Glaxo Smith Kline, dessen Wirkstoff heißt Zanamivir.</li><li id="footnote_2_2032" class="footnote">Unter Tamiflugabe brauchten nur 14% zusätzlich Antibiotika, bei Placebogabe waren es 19,1%. Komplikationen traten bei 12,2% der Tamiflugruppe auf, ohne Tamiflu gab es in 18,5% der Fälle eine Komplikation im Grippeverlauf.</li><li id="footnote_3_2032" class="footnote">Die unabhängige Organisation erstellt v.a. medizinische Überblicksarbeiten, für die sich saubere Studien sichtet und in der Zusammenschau bewertet.</li><li id="footnote_4_2032" class="footnote">hier verfügbar: Neuraminidase inhibitors for preventing and treating influenza in healthy adults and children von Jefferson T, Jones MA, Doshi P, Del Mar CB, Heneghan CJ, Hama R und Thompson MJ.</li><li id="footnote_5_2032" class="footnote">Die US-Behörde FDA und die europäische EMA.</li><li id="footnote_6_2032" class="footnote">Wie in diesem Artikel der ZEIT zu lesen ist: <a href="http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2012-01/tamiflu-cochrane-wirksamkeit/seite-1">Das Tamiflu-Geheimnis</a>, Die ZEIT, 25.1.2012</li><li id="footnote_7_2032" class="footnote">Man erinnere sich nur an den lächerlichen Wulff.</li><li id="footnote_8_2032" class="footnote">Da ist Roche und die Nichtherausgabe von Studien zu Tamiflu nur ein winziges Beispiel.</li><li id="footnote_9_2032" class="footnote">Weil ich den Lügen der Industrie auf den Leim gehe und deren Praktiken nicht durchschaue.</li><li id="footnote_10_2032" class="footnote">Da ich doch offenbar &#8211; zumal in einem Blog &#8211; Lobbyarbeit für die Pharmaindustrie und gegen die nette, sanfte Homoöpathie oder die Vitamintablettenhersteller mache.</li></ol><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/27/der-tamiflu-skandal-und-der-vertrauensverlust-der-wissenschaft/">Der Tamiflu-Skandal und der Vertrauensverlust der Wissenschaft</a>]</p> <p><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/?flattrss_redirect&amp;id=2032&amp;md5=c122b4ef3be811bbb846dc24a7817e9f" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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	</item>
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		<title>Ratiopharm-Akte: Die pharmazeutische Landschaftspflege von Ratiopharm</title>
		<link>http://www.wissenswerkstatt.net/2009/11/20/ratiopharm-akte-die-pharmazeutische-landschaftspflege-von-ratiopharm/</link>
		<comments>http://www.wissenswerkstatt.net/2009/11/20/ratiopharm-akte-die-pharmazeutische-landschaftspflege-von-ratiopharm/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 20 Nov 2009 17:30:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc Scheloske</dc:creator>
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		<guid isPermaLink="false">http://www.wissenswerkstatt.net/?p=1267</guid>
		<description><![CDATA[<p>Die Pharmabranche ist ein Geschäft wie jedes andere: man muß seine Produkte an den Mann oder die Frau bringen. Fast egal um welchen Preis. Wer Skrupel hat, der hat das Nachsehen. Moral, Fairness, Transparenz &#8211; das sind eher Fremdworte in Kreisen von Pharmareferenten, die zu Zigtausenden in der Republik unterwegs sind, um bei Ärzten und [...]</p><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2009/11/20/ratiopharm-akte-die-pharmazeutische-landschaftspflege-von-ratiopharm/">Ratiopharm-Akte: Die pharmazeutische Landschaftspflege von Ratiopharm</a>]</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2009/11/Gelddose_200.jpg" style="margin-left: 8px; margin-bottom: 4px; border: 0px;" alt="Gelddose_200" title="Argumente der pharmazeutischen Landschaftspflege; Bildquelle: stock.xchng, User: algiamil" width="200" height="227" class="alignright size-full wp-image-1275" /><strong>Die Pharmabranche ist ein Geschäft wie jedes andere: man muß seine Produkte an den Mann oder die Frau bringen. Fast egal um welchen Preis. Wer Skrupel hat, der hat das Nachsehen. Moral, Fairness, Transparenz &#8211; das sind eher Fremdworte in Kreisen von Pharmareferenten, die zu Zigtausenden in der Republik unterwegs sind, um bei Ärzten und Apothekern für ihre Medikamente zu werben. Nun ist im Internet der Ermittlungsbericht zu den Praktiken von Ratiopharm aufgetaucht, der einen interessanten Einblick in dieses Geschäft gibt.</strong></p>
<p>Es ist eigentlich ganz egal, ob es um den Verkauf von billigen Nachahmerpräparaten (Generika) oder den meist überteuerten Originalmedikamenten geht: die Pharmafirmen sind darauf angewiesen, daß die Ärzte genau ihr Medikament auf den Rezeptblock schreiben. Und dafür muß man die Ärzte bei Laune halten. Das beginnt mit den bekannten Gratis-Medikamenten, geht weiter mit den Einladungen zu Fortbildungskursen, die in besonders exklusiven Hotels stattfinden und reicht bis zu Gutscheinen und Geschenken. </p>
<h4><span class="pullquote">Oberste Pflicht der Außendienstmitarbeiter: Die Ärzte bei Laune halten und zu Verschreibungen &#8220;verpflichten&#8221;.</span></h4>
<p>Der Generika-Platzhirsch Ratiopharm hat sich ab Ende der 90er Jahre besonders intensiv um die niedergelassenen Ärzte bemüht. Das hatte bereits 2005 der stern-Journalist Markus Grill recherchiert. Nun sind die Ermittlungsakten auf der Website von wikileaks einsehbar. Spannende Lektüre für alle, die wissen wollen, wie es in der Szene zugeht. </p>
<p><strong>Erbitterte Konkurrenz unter den Generika-Herstellern</strong></p>
<p>Ratiopharm hat sich mit pfiffig-penetranter Werbung seit langem als Hersteller von preiswerten Medikamenten positioniert. Bei näherem Hinsehen fällt freilich auf, daß die ratiopharm-Pillen gar nicht immer so unschlagbar günstig sind. Stada, Hexal und Co. sind teilweise günstiger. Umso wichtiger, daß die Ärzte und Apotheker dennoch irgendwas von ratiopharm verschreiben oder über die Ladentheke schieben. </p>
<h4><span class="pullquote_left">Die Pharmareferenten stehen selbst unter Druck. Letztlich entscheidet, wer die Ärzte auf raffinierte Weise &#8220;kaufen&#8221; kann..</span></h4>
<p>Um eine möglichst hohe Verschreibungsquote zu erzielen und die Konkurrenz abzuhängen, tingeln die Außendienstmitarbeiter übers Land. Die werden &#8211; wie man in den Akten nachlesen kann &#8211; speziell geschult, um Ärzte zu locken.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2009/11/20/ratiopharm-akte-die-pharmazeutische-landschaftspflege-von-ratiopharm/#footnote_0_1267" id="identifier_0_1267" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Zum Einstieg sollen die Vertreter etwa mit folgendem Satz beginnen: &amp;#8220;Was halten Sie davon, wenn ich Ihre Bem&uuml;hungen von Mehrverordnungen honorieren w&uuml;rde.&amp;#8221; S. 63">1</a></sup> Und sie stehen selbst unter enormem Erfolgsdruck. Sicher kein leichter Job mit diesen &#8220;zickigen&#8221; Ärzten. Sonnenklar ist für die ratiopharm-Leitung offenbar, daß man die Ärzte &#8220;kaufen&#8221; muß:</p>
<p><img src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2009/11/Ratiopharm_Aerzte_kaufen_61.jpg" alt="Ratiopharm_Aerzte_kaufen_61" title="Ratiopharm_Aerzte_kaufen_61" width="580" height="99" class="aligncenter size-full wp-image-1269" /></p>
<p>Und die passenden Argumente für die Mediziner sind ganz offensichtlich idealerweise finanzieller Natur. Wer besonders fleißig ratiopharm-Medikamente verschrieb, wurde mit 2,5% am Verkaufspreis beteiligt. Als man 2004 etwa den Cholesterinsenker &#8220;Pravastatin&#8221; in den Markt drücken wollte, lockte man die Mediziner mit Honorarversprechungen für jede neue Verschreibung. 10 Patienten, die ein Arzt neu auf Pravastatin umstellte, wurden mit 100,- Euro entlohnt. </p>
<p><a href="http://www.wiwo.de/unternehmen-maerkte/geld-und-geschenke-fuer-aerzte-413892/">In der Wirtschaftswoche ist zu lesen</a>, daß die Ermittler für die Jahre 2000-2005 davon ausgehen, daß ratiopharm auf diese Weise rund 1,7 Millionen Euro auszahlte.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2009/11/20/ratiopharm-akte-die-pharmazeutische-landschaftspflege-von-ratiopharm/#footnote_1_1267" id="identifier_1_1267" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Zitat: &amp;#8220;Nach den Erkenntnissen der Fahnder k&ouml;nnten sich die Zahlungen an die &Auml;rzte in den Jahren 2000 bis 2005 auf rund 1,7 Millionen Euro summieren. Ermittlungen laufen noch.&amp;#8221;">2</a></sup> </p>
<p>Aber auch gegenüber anderen netten Gesten zeigen sich die Ärzte aufgeschlossen. Espresso-Maschinen eines noblen Schweizer-Herstellers wurden an besonders kooperative Praxen verteilt.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2009/11/20/ratiopharm-akte-die-pharmazeutische-landschaftspflege-von-ratiopharm/#footnote_2_1267" id="identifier_2_1267" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="&amp;#8220;Sehr geehrte Damen und Herren, es sind noch 433 St&uuml;ck Espressomaschinen vorhanden. Sie haben nun die M&ouml;glichkeit, maximal drei Espressomaschinen anzufordern. Bitte kn&uuml;pfen Sie die Abgabe der hochwertigen Espressomaschine an ein Verordnungsversprechen! Wir gr&uuml;&szlig;en Sie sehr herzlich aus Ulm.&amp;#8221; S. 52">3</a></sup></p>
<p><img src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2009/11/Ratiopharm_Espressomaschinen_52.jpg" alt="Ratiopharm_Espressomaschinen_52" title="Ratiopharm_Espressomaschinen_52" width="580" height="247" class="aligncenter size-full wp-image-1270" /></p>
<p>Und Ärzte, die schon eine Espressomaschine haben, die werden kurzerhand mit ihrer gesamten Praxis zum Essen eingeladen. Auf Ratiopharm-Kosten selbstverständlich. Abgerechnet wurden solche Maßnahmen als <em>&#8220;Fortbildungsmaßnahme für Ärzte nebst Personal&#8221;</em>. Ist ja auch kaum gemogelt. </p>
<p><img src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2009/11/Ratiopharm_Praxisessen_51.jpg" alt="Ratiopharm_Praxisessen_51" title="Ratiopharm_Praxisessen_51" width="580" height="121" class="aligncenter size-full wp-image-1271" /></p>
<p>Die Ermittlungsakte vermittelt auf 96 Seiten einen hübschen Eindruck, was in der Branche üblich ist. Man sollte sich freilich keine Illusionen machen: auch die Mitbewerber von Ratiopharm dürften mit ähnlichen Mitteln versuchen, das Verschreibungsverhalten der Ärzte zu ihren Gunsten zu beeinflußen. </p>
<div class="links_ticker">
<strong>Links:</strong></p>
<ul>
<li>Grill, Markus: <a href="http://www.stern.de/gesundheit/gesundheitsnews/ratiopharm-der-pharma-skandal-567258.html">Ratiopharm: Der Pharmaskandal</a>, 8.8.2005, stern</li>
<li>Ermittlungsbericht im ratiopharm-Fall (<a href="http://88.80.16.63/leak/ratiopharm-sta-ulm.pdf">PDF</a>)</li>
</ul>
<p><strong>Literaturempfehlungen:</strong></p>
<ul>
<li>Grill, Markus (2007): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3498025090?ie=UTF8&#038;tag=werkstatt-21&#038;link_code=as3&#038;camp=2514&#038;creative=9386&#038;creativeASIN=3498025090">Kranke Geschäfte. Wie die Pharmaindustrie uns manipuliert</a>. Rowohlt.</li>
<li>Law, Jacky (2007): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3491360013?ie=UTF8&#038;tag=werkstatt-21&#038;link_code=as3&#038;camp=2514&#038;creative=9386&#038;creativeASIN=3491360013">Big Pharma. Das internationale Geschäft mit der Krankheit</a>. Patmos.</li>
<li>Virapen, John (2008): <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3000260846?ie=UTF8&#038;tag=wwwleichtathl-21&#038;link_code=as3&#038;camp=2514&#038;creative=9386&#038;creativeASIN=3000260846">Nebenwirkung Tod. Korruption in der Pharma-Industrie</a>. Ein Ex-Manager packt aus.</li>
</ul>
</div>
<hr width="100%" size="1" /><hr /><h4>&Auml;hnliche Beitr&auml;ge</h4><ul><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/03/05/glaube-kann-berge-versetzen-die-suggestive-heilkraft-von-medikamentenpreisen-werkstattnotiz-lxxii/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Glaube kann Berge versetzen » Die suggestive Heilkraft von Medikamentenpreisen | Werkstattnotiz LXXII">Glaube kann Berge versetzen » Die suggestive Heilkraft von Medikamentenpreisen | Werkstattnotiz LXXII</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/12/10/aggressives-pharmamarketing-mit-welchen-strategien-novartis-seine-medikamente-an-den-mann-bringt-werkstattnotiz-xliii/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Aggressives Pharmamarketing » Mit welchen Strategien Novartis seine Medikamente an den Mann bringt | Werkstattnotiz XLIII">Aggressives Pharmamarketing » Mit welchen Strategien Novartis seine Medikamente an den Mann bringt | Werkstattnotiz XLIII</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/12/11/risiken-nebenwirkungen-todesfaelle-medikamenten-und-pharmaskandale-des-jahres-2007-topliste-1-5/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Risiken, Nebenwirkungen, Todesfälle » Medikamenten- und Pharmaskandale des Jahres 2007 | Topliste 1-5">Risiken, Nebenwirkungen, Todesfälle » Medikamenten- und Pharmaskandale des Jahres 2007 | Topliste 1-5</a></li></ul><hr width="100%" size="1" /><p><font color="#777777">Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stöbern Sie doch weiter in anderen Veröffentlichungen der Wissenswerkstatt - etwa hier in der <a target="_blank" href="http://www.wissenswerkstatt.net/werkstattinventar-publikumslieblinge-liebhaberstuecke-und-versteckte-perlen/">Übersicht</a> besonders beliebter Texte. Alternativ lohnt sich auch die Navigation über das <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/lageplan/">Werkstattinventar</a><br /></font></p><p><em><font color="#777777">Alle Artikel der <a target="_blank" href="../">Wissenswerkstatt</a> stehen unter der <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">CreativeCommons-Lizenz</a>, d.h. Verlinken jederzeit erlaubt, Bearbeiten und Zitieren jeweils unter Angabe der
Quelle, beides allerdings nur zu nichtkommerziellen Zwecken.</em></p><hr /><small>Copyright &copy; 2011<br />Sie lesen einen Feed der Website "Wissenswerkstatt.net".<br />Eine Verwendung dieses Feeds auf anderen Webseiten verst&ouml;&szlig;t gegen das Urheberrecht. Wenn Sie diesen Inhalt nicht in Ihrem News-Reader lesen, so macht sich die Seite, die Sie betrachten, der Urheberrechtsverletzung schuldig. <br /> </font>Digitaler Fingerprint: 18754798dca730b745ad417e2b5ebb91</small>
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<div class="nr_clear"></div><hr size=1 width=40%><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1267" class="footnote">Zum Einstieg sollen die Vertreter etwa mit folgendem Satz beginnen: &#8220;Was halten Sie davon, wenn ich Ihre Bemühungen von Mehrverordnungen honorieren würde.&#8221; S. 63</li><li id="footnote_1_1267" class="footnote">Zitat: &#8220;Nach den Erkenntnissen der Fahnder könnten sich die Zahlungen an die Ärzte in den Jahren 2000 bis 2005 auf rund 1,7 Millionen Euro summieren. Ermittlungen laufen noch.&#8221;</li><li id="footnote_2_1267" class="footnote">&#8220;Sehr geehrte Damen und Herren, es sind noch 433 Stück Espressomaschinen vorhanden. Sie haben nun die Möglichkeit, maximal drei Espressomaschinen anzufordern. Bitte knüpfen Sie die Abgabe der hochwertigen Espressomaschine an ein Verordnungsversprechen! Wir grüßen Sie sehr herzlich aus Ulm.&#8221; S. 52</li></ol><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2009/11/20/ratiopharm-akte-die-pharmazeutische-landschaftspflege-von-ratiopharm/">Ratiopharm-Akte: Die pharmazeutische Landschaftspflege von Ratiopharm</a>]</p> <p><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/?flattrss_redirect&amp;id=1267&amp;md5=ee23a854652b3c97c88fd6b5fde8c216" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Impfgeschichten: Paracetamol vermindert Impfschutz!</title>
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		<comments>http://www.wissenswerkstatt.net/2009/10/30/impfgeschichten-paracetamol-vermindert-impfschutz/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 30 Oct 2009 17:00:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc Scheloske</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Risikokommunikation]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.wissenswerkstatt.net/?p=1226</guid>
		<description><![CDATA[<p>Über den Sinn und Unsinn von Impfungen ist wohl selten so viel diskutiert worden, wie derzeit. Und je mehr über verschiedene Impfstoffe, Adjuvantien und mögliche Begleiterscheinungen der Grippeimpfung debattiert wird, desto stärker sinkt die Impfbereitschaft.1 Und während die allermeisten erstmal abwarten, wie sich die Grippesaison so entwickelt, gibt es eine recht interessante Studie zu lesen, [...]</p><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2009/10/30/impfgeschichten-paracetamol-vermindert-impfschutz/">Impfgeschichten: Paracetamol vermindert Impfschutz!</a>]</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2009/10/Spritze.jpg" alt="Spritze" title="Bildquelle:Stock.xchng, User: eddmun" width="220" height="174" class="alignright size-full wp-image-1229" /><strong>Über den Sinn und Unsinn von Impfungen ist wohl selten so viel diskutiert worden, wie derzeit. Und je mehr über verschiedene Impfstoffe, Adjuvantien und mögliche Begleiterscheinungen der Grippeimpfung debattiert wird, desto stärker sinkt die Impfbereitschaft.</strong><sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2009/10/30/impfgeschichten-paracetamol-vermindert-impfschutz/#footnote_0_1226" id="identifier_0_1226" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die &ouml;ffentliche Debatte zur Schweinegrippeimpfung und v.a. die Verlautbarungen der offiziellen Akteure &amp;#8211; von RKI, PEI, Stiko bis zu den Spitzenvertretern der &Auml;rzteverb&auml;nde &amp;#8211; sind spannendes Anschauungsmaterial zur Wissenschafts- und Risikokommunikation. Aber darum soll es hier gar nicht gehen.">1</a></sup><strong> Und während die allermeisten erstmal abwarten, wie sich die Grippesaison so entwickelt, gibt es eine recht interessante Studie zu lesen, die den Effekt von Paracetamol auf die Immunreaktion zum Gegenstand hat.</strong></p>
<p>Daß eine Impfung ganz gezielt die körpereigene Immunantwort provoziert, haben wir ja <a href="http://www.scienceblogs.de/weitergen/2009/10/die-waffen-des-abwehrsystems-impfungen-infektionen-und-die-immunantwort.php">zuletzt überall gelernt.</a> Und nicht selten geht so eine Impfung mit einem kurzzeitigen Temperaturanstieg, also Fieber, einher. Das ist so normal, daß manche Ärzte, v.a. wenn es um die üblichen Impfungen im Kindesalter geht, eine begleitende Einnahme von Paracetamol empfehlen. Das ist irgendwie plausibel, schon allein, weil man dann nicht Gefahr läuft, wenige Stunden nach der Impfung gegen Diphterie, Keuchhuste, Tetanus oder sonstwas, die verängstigten Eltern am Praxistelefon beruhigen zu müssen. </p>
<h4><span class="pullquote">Kinderärzte empfehlen häufig die prophylaktische Einnahme von Paracetamol bei Impfungen. Offenbar ein falscher Ratschlag&#8230;</span></h4>
<p><strong>Studie zu Effekten der impfbegleitenden Paracetamolgabe</strong></p>
<p>Allerdings wurde &#8211; was mich ehrlicherweise überrascht &#8211; offenbar kaum gezielt untersucht, welche Effekte so eine vorbeugende Paracetamoleinnahme für den Impferfolg hat. Das hat nun Roman Prymula von der University of Defence in Hradec Kralove (Königsgrätz) nachgeholt. In ihrer Studie haben die tschechischen Ärzte knapp 500 Kinder untersucht; die eine Hälfte bekam impfbegleitend Paracetamol, die andere nicht. </p>
<p>Das erste Ergebnis war zu erwarten: die Kinder aus dem Paracetamol-Arm zeigten weniger häufig einen Fieberschub (42 Prozent gegenüber 66 Prozent der Kontrollgruppe). Das sollte ja auch so sein. Gleichzeitg &#8211; und hier wird&#8217;s interessant &#8211; zeigte sich, daß die Paracetamolgabe auch die Antikörperreaktion deutlich abschwächte. Klar, die Entzündungsreaktion und damit die erwünschte immunologische Antwort wird durch das Paracetamol reduziert. Letztlich ist das aber nicht der Sinn der Übung&#8230;</p>
<p>Roman Prymula konnten allerdings zeigen, daß sich dieser kontraproduktive Effekt eigentlich nur dann zeigt, wenn das Paracetamol bereits kurz vor der Impfung eingenommen wird.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2009/10/30/impfgeschichten-paracetamol-vermindert-impfschutz/#footnote_1_1226" id="identifier_1_1226" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Das ist dem Vernehmen nach aber h&auml;ufig die Empfehlung der Kinder&auml;rzte.">2</a></sup> Wenn man stattdessen abwartet und erst dann, wenn sich Fiebersymptome zeigen mit Paracetamol dagegenhält, dann schmälert man den Impferfolg nicht. </p>
<p>Was heißt das also? Zunächst sollten Kinderärzte hier offensichtlich ihre gutgemeinte Strategie überdenken. Gleichzeitig gilt dieser Ratschlag aber vermutlich genauso für Erwachsene: wer Impfnebenfolgen (Fieber, Entzündungen etc.) prophylaktisch mit Paracetamol bekämpfen will, der tut sich keinen Gefallen.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2009/10/30/impfgeschichten-paracetamol-vermindert-impfschutz/#footnote_2_1226" id="identifier_2_1226" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Es ist &amp;#8211; ich bin kein Arzt, aber das ist meine Einsch&auml;tzung &amp;#8211; im &uuml;brigen so, da&szlig; &auml;hnliche Effekte auch bei der Einnahme von Aspirin und Co. eintreten k&ouml;nnen. Also auch hier lieber erst nach der Impfung zu den Tableten greifen.">3</a></sup> Wenn impfen, dann eben richtig. </p>
<p>Das gilt sicherlich auch für die Impfung gegen die saisonale Grippe und auch gegen die Schweinegrippe. Und entzündungshemmende und fiebersenkende Medikamente erst einnehmen, wenn sich das nach der Impfung als notwendig herausstellen sollte. </p>
<div class="links_ticker">
Links:</p>
<ul>
<li>R. Prymula and others. <a href="http://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(09)61208-3/fulltext">Effect of prophylactic paracetamol administration at time of vaccination on febrile reactions and antibody responses in children: two open-label, randomised controlled trials</a>. Lancet 2009; 374: 1339  </li>
</ul>
<p>Viele Infos zur Schweinegrippe bei WeiterGen und aktuell eine Randnotiz auch im Fischblog:</p>
<ul>
<li>WeiterGen: <a href="http://www.scienceblogs.de/weitergen/2009/10/die-waffen-des-abwehrsystems-impfungen-infektionen-und-die-immunantwort.php">Die Waffen des Abwehrsystems: Impfungen, Infektionen und die Immunantwort</a></li>
<li>WeiterGen: <a href="http://www.scienceblogs.de/weitergen/2009/10/grunde-gegen-die-impfung-mit-pandemrix.php">Gründe gegen die Impfung mit Pandemrix</a></li>
<li>Fischblog: <a href="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/fischblog/allgemein/2009-10-30/macht-die-regul-re-grippeimpfung-pandemien-gef-hrlicher">Macht die reguläre Grippeimpfung Pandemien gefährlicher?</a></li>
</ul>
</div>
<hr width="100%" size="1" /><hr /><h4>&Auml;hnliche Beitr&auml;ge</h4><ul><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/10/28/schnapsidee-reform-der-semesterzeiten-kurzknapp-49/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Schnapsidee: Reform der Semesterzeiten | kurz&#038;knapp 49">Schnapsidee: Reform der Semesterzeiten | kurz&#038;knapp 49</a></li></ul><hr width="100%" size="1" /><p><font color="#777777">Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stöbern Sie doch weiter in anderen Veröffentlichungen der Wissenswerkstatt - etwa hier in der <a target="_blank" href="http://www.wissenswerkstatt.net/werkstattinventar-publikumslieblinge-liebhaberstuecke-und-versteckte-perlen/">Übersicht</a> besonders beliebter Texte. Alternativ lohnt sich auch die Navigation über das <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/lageplan/">Werkstattinventar</a><br /></font></p><p><em><font color="#777777">Alle Artikel der <a target="_blank" href="../">Wissenswerkstatt</a> stehen unter der <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">CreativeCommons-Lizenz</a>, d.h. Verlinken jederzeit erlaubt, Bearbeiten und Zitieren jeweils unter Angabe der
Quelle, beides allerdings nur zu nichtkommerziellen Zwecken.</em></p><hr /><small>Copyright &copy; 2011<br />Sie lesen einen Feed der Website "Wissenswerkstatt.net".<br />Eine Verwendung dieses Feeds auf anderen Webseiten verst&ouml;&szlig;t gegen das Urheberrecht. Wenn Sie diesen Inhalt nicht in Ihrem News-Reader lesen, so macht sich die Seite, die Sie betrachten, der Urheberrechtsverletzung schuldig. <br /> </font>Digitaler Fingerprint: 18754798dca730b745ad417e2b5ebb91</small>
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<div class="nr_clear"></div><hr size=1 width=40%><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1226" class="footnote">Die öffentliche Debatte zur Schweinegrippeimpfung und v.a. die Verlautbarungen der offiziellen Akteure &#8211; von RKI, PEI, Stiko bis zu den Spitzenvertretern der Ärzteverbände &#8211; sind spannendes Anschauungsmaterial zur Wissenschafts- und Risikokommunikation. Aber darum soll es hier gar nicht gehen.</li><li id="footnote_1_1226" class="footnote">Das ist dem Vernehmen nach aber häufig die Empfehlung der Kinderärzte.</li><li id="footnote_2_1226" class="footnote">Es ist &#8211; ich bin kein Arzt, aber das ist meine Einschätzung &#8211; im übrigen so, daß ähnliche Effekte auch bei der Einnahme von Aspirin und Co. eintreten können. Also auch hier lieber erst <em>nach</em> der Impfung zu den Tableten greifen.</li></ol><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2009/10/30/impfgeschichten-paracetamol-vermindert-impfschutz/">Impfgeschichten: Paracetamol vermindert Impfschutz!</a>]</p> <p><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/?flattrss_redirect&amp;id=1226&amp;md5=8981fea912332aa9e6e1dc9e20b9dc3a" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Verführungen: Wie Süßigkeiten unser Kaufverhalten beeinflußen</title>
		<link>http://www.wissenswerkstatt.net/2009/08/08/verfuhrungen-wie-susigkeiten-unser-kaufverhalten-beeinflusen/</link>
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		<pubDate>Sat, 08 Aug 2009 17:00:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc Scheloske</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Entscheidungsverhalten]]></category>
		<category><![CDATA[Neuro-Ökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Daß wir uns allzu leicht durch Süßigkeiten (egal ob durch ein Stückchen Schokolade oder die leckere Torte) verführen lassen, ist keine weltbewegende Erkenntnis. Interessant ist aber, daß unser Urteilsvermögen &#8211; wenn es etwa um die Frage geht, ob Produkte ihren Preis wert sind &#8211; sich schon allein dadurch verändert, ob wir kurz davor &#8220;genascht&#8221; haben. [...]</p><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2009/08/08/verfuhrungen-wie-susigkeiten-unser-kaufverhalten-beeinflusen/">Verführungen: Wie Süßigkeiten unser Kaufverhalten beeinflußen</a>]</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-full wp-image-1159" style="margin-left: 8px; margin-bottom: 4px; border: 0px;" title="Süße Verführung, Bildquelle: stock.xchng, User: thea0211" src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2009/08/Verführung.jpg" alt="Verführung" width="240" height="160" /><strong>Daß wir uns allzu leicht durch Süßigkeiten (egal ob durch ein Stückchen Schokolade oder die leckere Torte) verführen lassen, ist keine weltbewegende Erkenntnis. Interessant ist aber, daß unser Urteilsvermögen &#8211; wenn es etwa um die Frage geht, ob Produkte ihren Preis wert sind &#8211; sich schon allein dadurch verändert, ob wir kurz davor &#8220;genascht&#8221; haben. Eine kleines Experiment von Forschern der Zeppelin-Universität Friedrichshafen illustriert, wie leicht wir uns verführen lassen.<br />
</strong></p>
<p>Wenn wir das nächste Mal zum Einkaufsbummel starten und uns der überfreundliche Ladenbesitzer einen kleinen Schokoriegel oder eine Tasse Kaffee anbietet, dann sollten wir skeptisch sein. Denn vielleicht hat der Geschäftsmann ja von der kleinen Studie erfahren, die Prof. Peter Kenning (<a href="http://www.zeppelin-university.de/frameblast_de.php?url=/deutsch/lehrstuehle/marketing/marketing_team.php">Marketing-Lehrstuhl der Zeppelin-Uni</a>) durchgeführt hat. Deren Ergebnis: unser Preisempfinden korreliert mit der Einnahme von Zucker.</p>
<h4><span class="pullquote">Wenn wir zuvor Süßigkeiten genascht haben, halten wir auch höhere Preise für angemessen.</span></h4>
<p>In ihrer Testreihe haben die Wissenschaftler ihre Probanden Zuckerwaser trinken lassen und sie im Anschluß daran aufgefordert, bestimmte Produktpreise zu bewerten. Die Versuchspersonen sollten angeben, ob sie die Preise als fair oder unfair einstufen. Und im Falle, daß sie die Artikel für überteuert hielten, sollten sie einen angemessenen Preis beziffern.</p>
<p>Der Effekt &#8211; so ist in der Pressemitteilung zu lesen<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2009/08/08/verfuhrungen-wie-susigkeiten-unser-kaufverhalten-beeinflusen/#footnote_0_1156" id="identifier_0_1156" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die Ergebnisse sind &amp;#8211; soweit ich sehe &amp;#8211; leider noch nicht publiziert.">1</a></sup> &#8211; war mehr als eindeutig: die Gruppe, die das gesüßte Wasser getrunken hatte, stimmte zum einen signifikant öfter dem vorgeschlagenen Preis zu. Und bei den eigenen Preisvorschlägen lag sie durchweg höher als die Vergleichsgruppen. Die Wissenschaftler selbst waren davon überrascht:</p>
<blockquote><p>&#8220;Es war deutlich zu erkennen, dass die Experimentalgruppe die zu bewertenden Produktpreise anders beurteilte als beide Kontrollgruppen – dass wir mit unserer Vermutung hier einen so starken Effekt erzielen konnten, ist auch für uns ein wenig überraschend.&#8221;</p></blockquote>
<p>Wobei es so wahnsinnig überraschend dann doch nicht ist, daß wir uns durch die Zuckerzufuhr beeinflußen lassen &#8211; bemerkenswert ist wohl eher die Eindeutigkeit des Effekts. </p>
<p>Denn daß unser Gehirn eine verhängnisvolle Beziehung zum Zucker bzw. der Glukose hat, ist bekannt. Unser Denkorgan hat ja geradezu einen Heißhunger nach dem süßen Zeug als Energielieferant.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2009/08/08/verfuhrungen-wie-susigkeiten-unser-kaufverhalten-beeinflusen/#footnote_1_1156" id="identifier_1_1156" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Erwachsene Menschen nehmen t&auml;glich etwa 160g Glukose auf, davon verbraucht das Gehirn rund 120g.">2</a></sup> Außerdem wirft der Genuß von Süßigkeiten natürlich das ganze Belohnungssystem an: bereits über die Geschmacksnerven auf der Zunge wird die Bildung von Betaendorphinen angeregt, das Wohlfühlhormon Dopamin wird ebenso ausgeschüttet.</p>
<p>Kurz: wenn wir Süßigkeiten konsumieren, dann fühlen wir uns gut. Das ist kein Geheimnis. Interessant ist eben, daß wir in dieser Stimmung auch weniger preiskritisch sind. Aber die Praktiker unter den Geschäftsleuten haben das vermutlich sowieso schon lange gewußt: Mr. Ikea beispielsweise. Ingvar Kamprad richtete nicht umsonst bereits in den 70er Jahren die Schweden-Shops und Bistros in seinen IKEA-Läden ein und erklärte: <em>„Hungrige Mägen kaufen keine Möbel.“</em><sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2009/08/08/verfuhrungen-wie-susigkeiten-unser-kaufverhalten-beeinflusen/#footnote_2_1156" id="identifier_2_1156" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="in: R&uuml;diger Jungbluth: Die 11 Geheimnisse des IKEA-Erfolgs, Campus. 2006. S. 192.">3</a></sup>  Er hatte ja ganz offenbar recht damit&#8230;</p>
<div class="links_ticker">Link:</p>
<ul>
<li><a href="http://derstandard.at/fs//1246544000574/Unerwuenschte-Nebenwirkung-Vor-Preisverhandlungen-besser-nichts-Suesses-konsumieren">Vor Preisverhandlungen besser nichts Süßes konsumieren</a>, Der Standard, 7.8.2009</li>
</ul>
</div>
<hr width="100%" size="1" /><hr /><h4>&Auml;hnliche Beitr&auml;ge</h4><ul><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/17/anti-diffamierungskampagne-headsets-fuer-alle-kurzknapp-16/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Anti-Diffamierungskampagne » Headsets für alle | kurz&#038;knapp 16">Anti-Diffamierungskampagne » Headsets für alle | kurz&#038;knapp 16</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/03/die-gene-und-die-politik-bestimmt-unsere-genetische-disposition-unser-wahlverhalten-werkstattnotiz-101/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Die Gene und die Politik » Bestimmt unsere genetische Disposition unser Wahlverhalten? | Werkstattnotiz 101">Die Gene und die Politik » Bestimmt unsere genetische Disposition unser Wahlverhalten? | Werkstattnotiz 101</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/15/libet-und-die-folgen-neue-runde-in-der-diskussion-um-den-freien-willen-kurzknapp-29/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Libet und die Folgen » Neue Runde in der Diskussion um den &#8220;freien Willen&#8221; | kurz&#038;knapp 29">Libet und die Folgen » Neue Runde in der Diskussion um den &#8220;freien Willen&#8221; | kurz&#038;knapp 29</a></li></ul><hr width="100%" size="1" /><p><font color="#777777">Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stöbern Sie doch weiter in anderen Veröffentlichungen der Wissenswerkstatt - etwa hier in der <a target="_blank" href="http://www.wissenswerkstatt.net/werkstattinventar-publikumslieblinge-liebhaberstuecke-und-versteckte-perlen/">Übersicht</a> besonders beliebter Texte. Alternativ lohnt sich auch die Navigation über das <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/lageplan/">Werkstattinventar</a><br /></font></p><p><em><font color="#777777">Alle Artikel der <a target="_blank" href="../">Wissenswerkstatt</a> stehen unter der <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">CreativeCommons-Lizenz</a>, d.h. Verlinken jederzeit erlaubt, Bearbeiten und Zitieren jeweils unter Angabe der
Quelle, beides allerdings nur zu nichtkommerziellen Zwecken.</em></p><hr /><small>Copyright &copy; 2011<br />Sie lesen einen Feed der Website "Wissenswerkstatt.net".<br />Eine Verwendung dieses Feeds auf anderen Webseiten verst&ouml;&szlig;t gegen das Urheberrecht. Wenn Sie diesen Inhalt nicht in Ihrem News-Reader lesen, so macht sich die Seite, die Sie betrachten, der Urheberrechtsverletzung schuldig. <br /> </font>Digitaler Fingerprint: 18754798dca730b745ad417e2b5ebb91</small>
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<div class="nr_clear"></div><hr size=1 width=40%><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1156" class="footnote">Die Ergebnisse sind &#8211; soweit ich sehe &#8211; leider noch nicht publiziert.</li><li id="footnote_1_1156" class="footnote">Erwachsene Menschen nehmen täglich etwa 160g Glukose auf, davon verbraucht das Gehirn rund 120g.</li><li id="footnote_2_1156" class="footnote">in: Rüdiger Jungbluth: Die 11 Geheimnisse des IKEA-Erfolgs, Campus. 2006. S. 192.</li></ol><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2009/08/08/verfuhrungen-wie-susigkeiten-unser-kaufverhalten-beeinflusen/">Verführungen: Wie Süßigkeiten unser Kaufverhalten beeinflußen</a>]</p> <p><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/?flattrss_redirect&amp;id=1156&amp;md5=56168c103275023d0c25792674e27c0d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Nutzlose Sportsalben: Bei akuten Sportverletzungen sind Cremes und Salben (fast) wirkungslos</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Jul 2009 21:15:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc Scheloske</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Werkstattnotizen]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>1,3 Millionen Bundesbürger verletzten sich jedes Jahr beim Sport so stark, daß sie einen Arzt aufsuchen oder anderweitige Therapien in Anspruch nehmen. Die allermeisten Verletzungen sind freilich nicht wirklich schwerwiegend. Häufig sind es Prellungen, Zerrungen oder Muskelfaserrisse. Da genügt es dann meistens, wenn der Arzt einen Salbenverband mit einer der bekannten Sportsalben anordnet. Doch die [...]</p><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2009/07/08/nutzlose-sportsalben-bei-akuten-sportverletzungen-sind-cremes-und-salben-fast-wirkungslos/">Nutzlose Sportsalben: Bei akuten Sportverletzungen sind Cremes und Salben (fast) wirkungslos</a>]</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-full wp-image-1146" title="erste_hilfe_220" title="Erste Hilfe bei Sportverletzungen; Quelle: stock.xchng, Suer: lcs9" src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2009/07/erste_hilfe_220.jpg" alt="erste_hilfe_220" width="220" height="165" /><strong>1,3 Millionen Bundesbürger verletzten sich jedes Jahr beim Sport so stark, daß sie einen Arzt aufsuchen oder anderweitige Therapien in Anspruch nehmen. Die allermeisten Verletzungen sind freilich nicht wirklich schwerwiegend. Häufig sind es Prellungen, Zerrungen oder Muskelfaserrisse. Da genügt es dann meistens, wenn der Arzt einen Salbenverband mit einer der bekannten Sportsalben anordnet. Doch die Wirkung der schmerzlindernden Gels und Salben ist &#8211; wie eine aktuelle Analyse zeigt &#8211; gleich Null. </strong></p>
<p>Für die &#8220;Cochrane Database of Systematic Reviews&#8221; haben Paul Matthews und Andrew Moore von der Universität Oxford die verfügbaren Studien zu den sogenannten topischen Antirheumatika gesichtet. Das sind jene Salben, Cremes und Gels, die eine schmerzstillende und entzündungshemmende Wirkung haben. Neben Diclofenac oder Ibuprofen, ist es sehr häufig <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Natriumsalicylat">Natriumsalicylat</a>, das als Wirkstoff enthalten ist.</p>
<p>Das Problem: die salicylat-haltigen Salben sind quasi wirkungslos. Insgesamt 16 Studien wurden ausgewertet<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2009/07/08/nutzlose-sportsalben-bei-akuten-sportverletzungen-sind-cremes-und-salben-fast-wirkungslos/#footnote_0_1144" id="identifier_0_1144" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Viele Studien mu&szlig;ten vorher ausgesiebt werden, da sie den Anforderungen (randomisiert, placebokontrolliert) nicht gen&uuml;gten.">1</a></sup> In sieben Studien ging es um den Akutschmerz, neun Studien fokussierten auf die Behandlung von chronischen Schmerzen. Insgesamt waren fast 1300 Probanden beteiligt.</p>
<p><strong>Sportsalben bei aktuem Schmerz nicht besser als ein Placebo</strong></p>
<p>Und das Ergebnis ist &#8211; vor allem wenn es um die typischen, akuten Sportverletzungs-Szenarien geht &#8211; ernüchternd: in gerade mal vier Studien war die Schmerzsalbe einem Placebo überlegen. Und auch das nur minimal. Die Tatsache, daß Patienten die Salbe als angenehm und teilweise auch schmerzlindernd empfinden, hängt dann auch mehr mit der hautreizend-durchblutungsfördernden Wirkung der Salicylate zusammen. Sie wirken nämlich als Rubefazienzien, die die Hautdurchblutung steigern. Zusammen mit den Effekten, die durch das Einreiben und Einmassieren entstehen, ist dann auch schon fast die ganze &#8220;Heilwirkung&#8221; der Salben erklärt.</p>
<h4><span class="pullquote">Schmerzlindernde Sportsalben sind nicht besser als ein Placebo.</span></h4>
<p>Für Andrew Moore ist offensichtlich, daß &#8211; gemäß der Studienlage &#8211; die Anwendung von Sportsalben mit Salicylaten nutzlos ist. Für andere Wirkstoffe seien allerdings &#8211; wie in der <a href="http://www.eurekalert.org/pub_releases/2009-07/w-mru070609.php">Pressemitteilung</a> einschränkend zu lesen ist &#8211; weitere und qualitativ bessere Studien notwendig.</p>
<p>Bis dahin kann man sich &#8211; jedenfalls bei den klassischen Verletzungen wie Prellungen und Zerrungen &#8211; nur an die bewährte PECH-Regel: 1. Pause (also sofort mit der Bewegung aufhören), 2. Eis (Kühlung mittels Eispack), 3. Compression (ein leichter Kompressionsverband minimiert die Schwellung), 4. Hochlagern (das Bein oder der Arm sollte/kann zusätzlich in der ersten Phase hochgelagert werden). Und auf die obligatorische Salbe kann man getrost verzichten.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2009/07/08/nutzlose-sportsalben-bei-akuten-sportverletzungen-sind-cremes-und-salben-fast-wirkungslos/#footnote_1_1144" id="identifier_1_1144" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wenn schon, dann ist bei st&auml;rkeren Schmerzen ein orales Schmerzmittel zu empfehlen.">2</a></sup></p>
<div class="links_ticker">
<ul>
<li>Matthews P, Derry S, Moore RA, McQuay HJ. Topical rubefacients for acute and chronic pain in adults. Cochrane Database of Systematic Reviews 2009, Issue 3. Art. No.: CD007403. DOI: <a href="http://mrw.interscience.wiley.com/cochrane/clsysrev/articles/CD007403/frame.html">10.1002/14651858.CD007403.pub2</a>.</li>
</ul>
</div>
<hr width="100%" size="1" /><hr /><h4>&Auml;hnliche Beitr&auml;ge</h4><ul><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/08/15/die-traurige-zukunft-der-meere-blogcamp-30-in-zuerich-werkstatt-ticker-51/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Die traurige Zukunft der Meere ::: BlogCamp 3.0 in Zürich | Werkstatt-Ticker 51">Die traurige Zukunft der Meere ::: BlogCamp 3.0 in Zürich | Werkstatt-Ticker 51</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/03/28/juergen-habermas-denker-der-unuebersichtlichkeit/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Jürgen Habermas » Denker der Unübersichtlichkeit">Jürgen Habermas » Denker der Unübersichtlichkeit</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/27/der-tamiflu-skandal-und-der-vertrauensverlust-der-wissenschaft/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Der Tamiflu-Skandal und der Vertrauensverlust der Wissenschaft">Der Tamiflu-Skandal und der Vertrauensverlust der Wissenschaft</a></li></ul><hr width="100%" size="1" /><p><font color="#777777">Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stöbern Sie doch weiter in anderen Veröffentlichungen der Wissenswerkstatt - etwa hier in der <a target="_blank" href="http://www.wissenswerkstatt.net/werkstattinventar-publikumslieblinge-liebhaberstuecke-und-versteckte-perlen/">Übersicht</a> besonders beliebter Texte. Alternativ lohnt sich auch die Navigation über das <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/lageplan/">Werkstattinventar</a><br /></font></p><p><em><font color="#777777">Alle Artikel der <a target="_blank" href="../">Wissenswerkstatt</a> stehen unter der <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">CreativeCommons-Lizenz</a>, d.h. Verlinken jederzeit erlaubt, Bearbeiten und Zitieren jeweils unter Angabe der
Quelle, beides allerdings nur zu nichtkommerziellen Zwecken.</em></p><hr /><small>Copyright &copy; 2011<br />Sie lesen einen Feed der Website "Wissenswerkstatt.net".<br />Eine Verwendung dieses Feeds auf anderen Webseiten verst&ouml;&szlig;t gegen das Urheberrecht. Wenn Sie diesen Inhalt nicht in Ihrem News-Reader lesen, so macht sich die Seite, die Sie betrachten, der Urheberrechtsverletzung schuldig. <br /> </font>Digitaler Fingerprint: 18754798dca730b745ad417e2b5ebb91</small>
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<div class="nr_clear"></div><hr size=1 width=40%><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1144" class="footnote">Viele Studien mußten vorher ausgesiebt werden, da sie den Anforderungen (randomisiert, placebokontrolliert) nicht genügten.</li><li id="footnote_1_1144" class="footnote">Wenn schon, dann ist bei stärkeren Schmerzen ein orales Schmerzmittel zu empfehlen.</li></ol><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2009/07/08/nutzlose-sportsalben-bei-akuten-sportverletzungen-sind-cremes-und-salben-fast-wirkungslos/">Nutzlose Sportsalben: Bei akuten Sportverletzungen sind Cremes und Salben (fast) wirkungslos</a>]</p> <p><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/?flattrss_redirect&amp;id=1144&amp;md5=781848296d9283a02fe02030f3de8660" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Frauen sind bei der Partnerwahl doch nicht so anders: Auch beim Speed-Dating entscheidet die Methode</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Jun 2009 12:45:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc Scheloske</dc:creator>
				<category><![CDATA[Augenzwinkern]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Lesetipps]]></category>
		<category><![CDATA[Werkstattnotizen]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Wenn es Speed-Datings nicht schon gäbe, müßte man sie glatt erfinden. Jedenfalls für die psychologische Forschung. Denn dafür liefern Speed-Dating-Konstellationen natürlich ein hervorragendes Anschauungsmaterial. Nach welchen Kriterien bewerten wir die Attraktivität potentieller Partner? Und wie hängt das alles mit dem Geschlecht der Teilnehmer zusammen? Eine neue Studie zeigt nun aber, daß viele Erkenntnisse früherer Speed-Dating-Studien [...]</p><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2009/06/04/frauen-sind-bei-der-partnerwahl-doch-nicht-so-anders-auch-beim-speed-dating-entscheidet-die-methode/">Frauen sind bei der Partnerwahl doch nicht so anders: Auch beim Speed-Dating entscheidet die Methode</a>]</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img title="Speed-Dating; Quelle: flickr, User: Toban Black" class="alignright size-full wp-image-1114" title="speed_dating_225" src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2009/06/speed_dating_225.jpg" alt="speed_dating_225" width="225" height="170" /><strong>Wenn es Speed-Datings nicht schon gäbe, müßte man sie glatt erfinden. Jedenfalls für die psychologische Forschung. Denn dafür liefern Speed-Dating-Konstellationen natürlich ein hervorragendes Anschauungsmaterial. Nach welchen Kriterien bewerten wir die Attraktivität potentieller Partner? Und wie hängt das alles mit dem Geschlecht der Teilnehmer zusammen? Eine neue Studie zeigt nun aber, daß viele Erkenntnisse früherer Speed-Dating-Studien vermutlich neu bewertet werden müssen.</strong></p>
<p>Speed-Datings, dieses eigenwillige Phänomen, das irgendwie mit Träumen und Sehnsüchten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit zu tun hat, sind seit den 90er Jahren in Mode. Üblicherweise treffen sich zu solchen Events etwa ein Dutzend männliche und weibliche Singles.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2009/06/04/frauen-sind-bei-der-partnerwahl-doch-nicht-so-anders-auch-beim-speed-dating-entscheidet-die-methode/#footnote_0_1110" id="identifier_0_1110" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Jedenfalls in der &amp;#8220;klassischen&amp;#8221; Form. Ich nehme an, da&szlig; es zwischenzeitlich auch Speed-Dating-Events f&uuml;r homosexuelle Teilnehmer gibt und ob die Suchenden immer den Single-Status erf&uuml;llen, steht sowieso auf einem anderen Blatt&amp;#8230;">1</a></sup></p>
<h4><span class="pullquote_left">Für Psychologen liefern Speed-Datings spannende Antworten zu Partnerwahl und Fragen der Attraktivitätsbeurteilung. Doch leider mit verzerrtem Ergebnis&#8230;</span></h4>
<p>Im Verlauf des Treffens gibt es in mehreren Runden jeweils die kurze Gelegenheit für zwei Teilnehmer sich gegenseitig kennenzulernen. Die männlichen und weiblichen Singles werden also in immer neuen Konstellationen zusammengesetzt und am Ende wird in der Regel abgefragt, ob man (oder frau) einen der anderen Teilnehmer möglicherweise näher kennenlernen möchte.</p>
<p>Für Psychologen ist das natürlich spannend. Denn wo ließen sich bestimmte Aspekte der Partnerwahl besser erforschen? Wen finden wir (auf den ersten Blick) attraktiv? Welche Konstellationen sind erfolgversprechend, welche nicht?</p>
<p><strong>Die wählerische Frau&#8230;</strong></p>
<p>Eines der Ergebnisse, die solche Studien immer wieder ergeben: Frauen sind wählerischer als Männer. Frauen wollen durchschnittlich lediglich ein Drittel der Männer wiedersehen; Männer wünschen sich meist bei der Hälfte der kurzzeitigen Gesprächspartnerinnen ein Wiedersehen.</p>
<p>Die Erklärung für diesen Effekt liegt &#8211; anscheinend &#8211; auf der Hand: Frauen sind (hier spielt vermeintlich das evolutionär-biologische Erbe mit rein) deshalb wählerisch, weil sie mehr Ressourcen für die Fortpflanzung einsetzen müssen. Sie müssen also bei der Partnerwahl genauer hinsehen und sind insofern kritischer, als die Jungs.</p>
<p><strong>Die Rahmenbedingungen des Speed-Datings</strong></p>
<p>Die US-Psychologen Eli Finkel und Paul Eastwick von der Northwestern University in Evanston haben sich das Studiendesign der meisten Speed-Dating-Studien näher angesehen. Und sie haben das klassische &#8220;Design&#8221; variiert. Denn es hat sich eingebürgert, daß die Frauen an einzelnen Tischen plaziert werden und die Männer zwischen den einzelnen Tischen wechseln. Finkel und Eastwick haben diese Rollenverteilung getauscht, mit erstaunlichem Ergebnis: der Geschlechts-Effekt hob sich auf!</p>
<h4><span class="pullquote">Die Erkenntnisse aus der Speed-Dating-Forschung müssen revidiert werden: Geschlechtsunterschiede gibt es quasi nicht.</span></h4>
<p>Solange die Männer zwischen den Tischen wechseln mußten, wollten die Frauen nur in 43% der Fälle ein nächstes Treffen (Männer in 50%). Wenn die Frauen die Plätze wechseln mußten, sank das Interesse der Männer nun auch auf 43%. Bei den Frauen war ein leichter Anstieg auf 45% Wiedersehenswunschquote zu verzeichnen.</p>
<p>Als Erklärung kommen mehrere Gründe in Frage: einerseits ist natürlich so, daß die Person, die zwischen den Tischen wechseln muß, besser und länger vom jeweiligen Partner &#8220;gesehen&#8221; wird. Wenn &#8211; wie meist üblich &#8211; die Frauen an ihren Plätzen sitzenbleiben, dann sehen die Männer die Frau nicht in voller Größe und/oder haben einen nur unzureichenden Eindruck von ihrer Statur. Möglicherweise schmälert diese Zusatzinformation also den Gesamteindruck.</p>
<p>Eine andere Erklärung klingt ebenso plausibel und ist spannender: möglicherweise gewinnt nämlich die Person, die am Tisch sitzen bleibt, stärker den Eindruck, als würde sie von den einzelnen Partnern &#8220;umworben&#8221;. Schließlich bleibt sie selbst am Ort, investiert also keine Energie, sondern bekommt die jeweiligen Teilnehmer des anderen Geschlechts bequem präsentiert. Unter Umständen führt dieser Eindruck dazu, daß die sitzende Person glaubt, anspruchsvoller sein zu dürfen. Ganz unabhängig vom eigenen Geschlecht. :-)</p>
<p>Was lernen wir also daraus? Zunächst wieder einmal, daß jede Nebensächlichkeit des Studiendesigns verzerrende Effekte haben kann. Und dann natürlich, daß man bei der nächsten Teilnahme an so einem Speed-Dating-Event unbedingt darauf achten sollte, daß man selbst sitzen bleibt&#8230;</p>
<div class="links_ticker">Links:</p>
<ul>
<li>NatureNews: <a href="http://www.nature.com/news/2009/090602/full/news.2009.537.html">Role reversal undermines speed-dating theories</a>, 2.6.2009</li>
<li>Finkel, E. J. &amp; Eastwick, P. W.: Arbitrary Social Norms Influence Sex Differences in Romantic Selectivity, in press: Psychological Science. <a href="http://www.eastwick.motives.com/RotationPaper.pdf">Preprint als PDF</a></li>
</ul>
</div>
<div class="invisible">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Speed-Dating">Speed-Dating</a></p>
<hr width="100%" size="1" /><hr /><h4>&Auml;hnliche Beitr&auml;ge</h4><ul><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/09/20/forschende-frauen-und-der-traum-von-der-chancengleichheit-in-der-wissenschaft-werkstattnotiz-116/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Forschende Frauen und der Traum von der Chancengleichheit in der Wissenschaft | Werkstattnotiz 116">Forschende Frauen und der Traum von der Chancengleichheit in der Wissenschaft | Werkstattnotiz 116</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/22/akademische-maennerbuende-warum-die-analyse-der-diskriminierung-von-frauen-in-der-wissenschaft-so-schwierig-ist-kurzknapp-33/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Akademische Männerbünde? » Warum die Analyse der Diskriminierung von Frauen in der Wissenschaft so schwierig ist | kurz&#038;knapp 33">Akademische Männerbünde? » Warum die Analyse der Diskriminierung von Frauen in der Wissenschaft so schwierig ist | kurz&#038;knapp 33</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2009/08/18/bier-schuetzt-vor-osteoporose/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Bier schützt vor Osteoporose">Bier schützt vor Osteoporose</a></li></ul><hr width="100%" size="1" /><p><font color="#777777">Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stöbern Sie doch weiter in anderen Veröffentlichungen der Wissenswerkstatt - etwa hier in der <a target="_blank" href="http://www.wissenswerkstatt.net/werkstattinventar-publikumslieblinge-liebhaberstuecke-und-versteckte-perlen/">Übersicht</a> besonders beliebter Texte. Alternativ lohnt sich auch die Navigation über das <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/lageplan/">Werkstattinventar</a><br /></font></p><p><em><font color="#777777">Alle Artikel der <a target="_blank" href="../">Wissenswerkstatt</a> stehen unter der <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">CreativeCommons-Lizenz</a>, d.h. Verlinken jederzeit erlaubt, Bearbeiten und Zitieren jeweils unter Angabe der
Quelle, beides allerdings nur zu nichtkommerziellen Zwecken.</em></p><hr /><small>Copyright &copy; 2011<br />Sie lesen einen Feed der Website "Wissenswerkstatt.net".<br />Eine Verwendung dieses Feeds auf anderen Webseiten verst&ouml;&szlig;t gegen das Urheberrecht. Wenn Sie diesen Inhalt nicht in Ihrem News-Reader lesen, so macht sich die Seite, die Sie betrachten, der Urheberrechtsverletzung schuldig. <br /> </font>Digitaler Fingerprint: 18754798dca730b745ad417e2b5ebb91</small>
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		<title>Wahlprognosen: Von der Veröffentlichung, dem Weitertuscheln und Mogelpackungen</title>
		<link>http://www.wissenswerkstatt.net/2009/02/17/wahlprognosen-von-der-veroffentlichung-dem-weitertuscheln-und-mogelpackungen/</link>
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		<pubDate>Tue, 17 Feb 2009 12:00:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc Scheloske</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Was macht die Demokratie aus? Daß wir eine mißliebige Regierung ohne Blutvergießen wieder loswerden können, so schrieb vor fast 65 Jahren Karl Popper. Und der Wahlakt, durch den sich die Willensäußerung des demokratischen Souveräns vollzieht, ist folglich ein bis ins letzte Detail reglementiertes Verfahren. An Wahlsonntagen wird gemeinhin nichts dem Zufall überlassen und doch gibt [...]</p><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2009/02/17/wahlprognosen-von-der-veroffentlichung-dem-weitertuscheln-und-mogelpackungen/">Wahlprognosen: Von der Veröffentlichung, dem Weitertuscheln und Mogelpackungen</a>]</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-full wp-image-875" style="float: right; margin-left: 6px; margin-right: 6px;" title="demoskopie" src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2009/02/demoskopie.jpg" alt="demoskopie" width="260" height="187" /><strong>Was macht die Demokratie aus? Daß wir eine mißliebige Regierung ohne Blutvergießen wieder loswerden können, so schrieb vor fast 65 Jahren Karl Popper. Und der Wahlakt, durch den sich die Willensäußerung des demokratischen Souveräns vollzieht, ist folglich ein bis ins letzte Detail reglementiertes Verfahren. An Wahlsonntagen wird gemeinhin nichts dem Zufall überlassen und doch gibt es Grauzonen. Die Bekanntgabe der Wahlprognosen gehört dazu.</strong></p>
<p>Wahlsonntage haben eine wunderbar ritualisierte Dramaturgie: am Nachmittag vermelden die Radionachrichten, daß die Wahlbeteiligung bislang zu wünschen übrig ließe, was einmal dem guten, dann wieder dem schlechten Wetter zugerechnet wird. Und dann wartet die politische Republik gespannt bis 18.00 Uhr, bis im Fernsehen der freundliche Herr Deppendorf oder der Herr Schönenborn auftaucht und endlich erste Wahlergebnisse verkündet werden.<br />
Wobei: das stimmt so natürlich nicht, denn bis die Stimmen wirklich ausgezählt sind, vergehen logischerweise einige Stunden. Bis dahin muß man sich mit Hochrechnungen begnügen und, um Punkt 18 Uhr, mit einer sogenannten Prognose.</p>
<p><strong>Wettbewerb der Demoskopen: Wer erstellt die perfekte Prognose?</strong></p>
<p>Und diese Prognose, die auf der Basis der Befragung von Wahlberechtigten am Wahltag erstellt wird, ist für die einzelnen Wahlforschungsinstitute der eigentliche Kompetenz- und Expertisenachweis. Wer liegt näher am amtlichen Endergebnis? Hat &#8220;<a href="http://www.infratest-dimap.de/">infratest dimap</a>&#8221; (im Auftrag der ARD) oder die &#8220;<a href="http://www.forschungsgruppe.de/Startseite/">Forschungsgruppe Wahlen</a>&#8221; (im Auftrag des ZDF) den besseren Riecher?</p>
<p>Klar ist: diese Prognosen dürfen nicht vor Schließung der Wahllokale publiziert werden. Denn sonst wäre ja (mit dem Wissen um einen bestimmten Wahlausgang) noch eine kurzfristige taktische Stimmabgabe einiger Wähler möglich. Und deshalb steht in §32, Absatz 2 des Bundeswahlgesetzes:<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2009/02/17/wahlprognosen-von-der-veroffentlichung-dem-weitertuscheln-und-mogelpackungen/#footnote_0_800" id="identifier_0_800" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="&sect; 32 Unzul&auml;ssige Wahlpropaganda und Unterschriftensammlung, unzul&auml;ssige Ver&ouml;ffentlichung von W&auml;hlerbefragungen">1</a></sup></p>
<blockquote><p>&#8220;Die Veröffentlichung von Ergebnissen von Wählerbefragungen nach der Stimmabgabe über den Inhalt der Wahlentscheidung ist vor Ablauf der Wahlzeit unzulässig.&#8221;</p></blockquote>
<p>Soviel zum offiziellen Ablauf.</p>
<p><strong>Wahlprognosen schon vor 18 Uhr bekannt</strong></p>
<p>Aber natürlich gibt es neben diesem offziellen Drehbuch für Wahlsonntage auch noch einen informellen Ablaufplan, der gewöhnlich nur für die Angehörigen eines kleinen Polit- und Medienzirkels relevant ist. Bei der Landtagswahl in Hessen vor 4 Wochen ergab es sich (egal ob nun durch eine dumme Panne oder Dreistigkeit), daß auch für Normalsterbliche offenbar wurde, daß die Zahlen der Wahlprognosen augenscheinlich schon weit vor 18 Uhr kursieren.</p>
<h4><span class="pullquote">In welchem Umfang kursieren die Daten der Nachwahlbefragungen bereits vor 18 Uhr?</span></h4>
<p>Wie man etwa im<a href="http://www.bildblog.de/5236/18-uhr-prognose-immer-frueher/"> BILDBlog nachlesen</a> konnte, tickerten die Prognosewerte schon um 17:47 Uhr bei Bild.de über den Ticker. Ein klarer Verstoß gegen die gesetzlichen Regeln, sollte man meinen. Peinlich, dreist, dumm? Egal &#8211; es wäre im Grunde auch halb so wild, denn insgeheim weiß und ahnt man es ja sowieso, daß ausgewählte Personenkreise bereits vor Schließung der Wahllokale von den Ergebnissen wissen.</p>
<p>Dorin Popa ist der Sache nachgegangen und hat recherchiert, ob und in welchem Umfang es üblich ist, daß die Prognose-Ergebnisse bereits am späten Nachmittag lanciert werden. Und &#8211; das ist das Ärgerliche an der Geschichte: die Verantwortlichen stellen sich dumm oder leugnen schlicht diese so offensichtloiche Praxis.</p>
<p>Auf Nachfragen <a href="http://nice-bastard.blogspot.com/2009/01/wahlastrologie-oder-die-50000-euro.html">erfuhr</a> Dorin bei der Forschungsgruppe Wahlen:</p>
<blockquote><p>&#8220;Die Prognosen, die das ZDF bei Wahlen um 18.00 Uhr veröffentlicht“, so Regina Henrich-Dieler <span style="font-style: italic;">„stehen nicht vorher fest und können daher auch nicht vorher an andere Medien weitergegeben werden. Sie werden punktgenau um 18.00 Uhr nach Schließung der Wahllokale errechnet und gesendet.&#8221;</span></p></blockquote>
<p>Und infratest dimap informierte:</p>
<blockquote><p>„Bei unserer Wahlberichterstattung, also auch der Prognose am Wahlabend, handelt es sich um eine exklusive Auftragsarbeit für die ARD und ihrer angeschlossenen Anstalten (auch den Hörfunk). Wir bedienen darüber hinaus am Wahltag keine anderen Medien und verweisen bei Anfragen immer auf die ARD.&#8221;</p></blockquote>
<p>Jetzt will es also keiner gewesen sein. Typisch.</p>
<p>Aber es stellt sich doch die Frage, weshalb man hier nicht die Souveränität besitzt und auf Nachfrage einräumt, daß meinetwegen ab 16:30Uhr an handverlesene Journalisten solche Infos rausgegegeben werden. Aber stattdessen die Tatsache leugnen, daß überhaupt vor 17:59Uhr etwas an die Öffentlichkeit gelangt, obwohl Insider es sowieso wissen? Kindisch.<br />
Und man darf gespannt sein, ob bei der nächsten Landtags- oder Bundestagswahl nicht vielleicht doch um 17:20Uhr etwa über Twitter schon erste Prognosewerte weitergezwitschert werden. Was dann vermutlich erstmals wirklich Anlaß wäre, über die Rechtmäßigkeit dieser seltsamen Praxis des Weitertuschelns von Prognosezahlen zu reden&#8230;</p>
<div class="links_ticker">In Dorins Tivoli-Blog bleibt man in der Angelegenheit jedenfalls auf dem Laufenden:</p>
<ul>
<li>Popa, Dorin: <a href="http://nice-bastard.blogspot.com/2009/01/wahlastrologie-oder-die-50000-euro.html">Wahlastrologie, oder: Die 50.000 Euro-Frage</a>, 21.1.2009</li>
<li>Popa, Dorin: <a href="http://nice-bastard.blogspot.com/2009/01/taugt-ein-wahlgeheimnis-zum-exit-polls.html">Taugt ein Wahlgeheimnis zum Exit-Polls-Gate?</a>, 22.1.2009</li>
<li>Popa, Dorin: <a href="http://nice-bastard.blogspot.com/2009/02/aktenzeichen-ii-1-3e0630-ungelost-oder.html">Aktenzeichen II 1 &#8211; 3e06.30 ungelöst, oder: Das Exit-Polls-Projekt 2009</a>, 13.2.2009</li>
</ul>
</div>
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<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Wahlsonntag">Wahlsonntag</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Demoskopie">Demoskopie</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Bundestagswahl">Bundestagswahl</a></p>
<hr width="100%" size="1" /><p><font color="#777777">Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stöbern Sie doch weiter in anderen Veröffentlichungen der Wissenswerkstatt - etwa hier in der <a target="_blank" href="http://www.wissenswerkstatt.net/werkstattinventar-publikumslieblinge-liebhaberstuecke-und-versteckte-perlen/">Übersicht</a> besonders beliebter Texte. Alternativ lohnt sich auch die Navigation über das <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/lageplan/">Werkstattinventar</a><br /></font></p><p><em><font color="#777777">Alle Artikel der <a target="_blank" href="../">Wissenswerkstatt</a> stehen unter der <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">CreativeCommons-Lizenz</a>, d.h. Verlinken jederzeit erlaubt, Bearbeiten und Zitieren jeweils unter Angabe der
Quelle, beides allerdings nur zu nichtkommerziellen Zwecken.</em></p><hr /><small>Copyright &copy; 2011<br />Sie lesen einen Feed der Website "Wissenswerkstatt.net".<br />Eine Verwendung dieses Feeds auf anderen Webseiten verst&ouml;&szlig;t gegen das Urheberrecht. Wenn Sie diesen Inhalt nicht in Ihrem News-Reader lesen, so macht sich die Seite, die Sie betrachten, der Urheberrechtsverletzung schuldig. <br /> </font>Digitaler Fingerprint: 18754798dca730b745ad417e2b5ebb91</small>
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<div class="nr_clear"></div><hr size=1 width=40%><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_800" class="footnote"><a href="http://norm.bverwg.de/jur.php?bwahlg,32">§ 32 Unzulässige Wahlpropaganda und Unterschriftensammlung, unzulässige Veröffentlichung von Wählerbefragungen</a></li></ol><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2009/02/17/wahlprognosen-von-der-veroffentlichung-dem-weitertuscheln-und-mogelpackungen/">Wahlprognosen: Von der Veröffentlichung, dem Weitertuscheln und Mogelpackungen</a>]</p> <p><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/?flattrss_redirect&amp;id=800&amp;md5=929999b8630d2ede6195c46a975edf6d" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Volksabstimmung über Personenfreizügigkeit in der Schweiz: Polemik &amp; Vorurteile vs. Bloggen für die Bilateralen</title>
		<link>http://www.wissenswerkstatt.net/2009/02/08/volksabstimmung-uber-personenfreizugigkeit-in-der-schweiz-polemik-vorurteile-vs-bloggen-fur-die-bilateralen/</link>
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		<pubDate>Sun, 08 Feb 2009 11:45:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Am heutigen Sonntag findet in der Schweiz die Volksabstimmung über die sog. &#8220;Personenfreizügigkeit&#8221; statt. Dieses Wortungetüm bezeichnet ganz allgemein das Niederlassungs- und Arbeitsrecht in einem anderen Land, als dem Heimatland. Im konkreten Fall geht es um einen wesentlichen Bestandteil der bilateralen Verträge zwischen der Schweiz und der EU. Seit 1999 gilt ein umfangreiches Abkommenspaket,1 in [...]</p><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2009/02/08/volksabstimmung-uber-personenfreizugigkeit-in-der-schweiz-polemik-vorurteile-vs-bloggen-fur-die-bilateralen/">Volksabstimmung über Personenfreizügigkeit in der Schweiz: Polemik &#038; Vorurteile vs. Bloggen für die Bilateralen</a>]</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am heutigen Sonntag findet in der Schweiz die Volksabstimmung über die sog. &#8220;Personenfreizügigkeit&#8221; statt. Dieses Wortungetüm bezeichnet ganz allgemein das Niederlassungs- und Arbeitsrecht in einem anderen Land, als dem Heimatland. </strong></p>
<p>Im konkreten Fall geht es um einen wesentlichen Bestandteil der bilateralen Verträge zwischen der Schweiz und der EU. Seit 1999 gilt ein umfangreiches Abkommenspaket,<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2009/02/08/volksabstimmung-uber-personenfreizugigkeit-in-der-schweiz-polemik-vorurteile-vs-bloggen-fur-die-bilateralen/#footnote_0_843" id="identifier_0_843" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die sog. &amp;#8220;Bilateralen I&amp;#8221;">1</a></sup> in dem u.a. jedem EU-Bürger das Recht eingeräumt wird, in der Schweiz seinen Wohnsitz zu wählen und zu arbeiten. Nach Wunsch der Berner Bundesregierung soll diese Regelung künftig auch für die EU-Bürger aus Bulgarien und Rumänien gelten &#8211; darüber wird heute abgestimmt. Der Ausgang der Volksabstimmung ist aber offen.</p>
<p><strong>Volksabstimmung über Personenfreizügigkeit wird von ausländerfeindlicher Stimmungsmache überlagert</strong></p>
<p>Am 21. Mai 2000 hatten rund 67% der Schweizer in einer Volksabstimmung die Bilateralen Verträge akzeptiert. Am 25. September 2005 gab es eine Abstimmung über die Ausdehnung des Freizügigkeitsabkommens auf die neuen EU-Staaten; hier waren 54% der Abstimmungsteilnehmer einverstanden. Heute aber ist das Rennen zwischen Befürwortern und Gegnern des Abkommens offen. Zwar sind die großen Parteien und die Gewerkschaften für die Ausweitung auf die neuen EU-Länder, es gibt aber (leider!) auch die SVP. Unter ihrem Volkstribun Christoph Blocher zetert sie gegen die bilateralen Verträge, schürt Ängste vor Überfremdung und Ausbeutung der Sozialsysteme und bedient mehr oder minder latente xenophobe Vorurteile.</p>
<p>Wenn man die Argumente und v.a. die rhetorischen Figuren der SVP und ihrer Sympathisanten etwas genauer ansieht, läuft es einem kalt den Rücken herunter. Man möchte es kaum glauben, daß solch polemisch-fremdenfeindliche Politik überhaupt  nennenswert auf Gegenliebe stoßen kann. Und wenn man diese Plakate sieht, da möchte man fast ausrufen: &#8220;Schweiz, mir graut vor Dir!&#8221;</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-853 aligncenter" style="margin: 10px 8px; vertical-align: middle;" title="Abstimmungsplakat der SVP" src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2009/02/freizagigkeit.jpg" alt="freizuegigkeit" width="500" height="292" /></p>
<p>Die Raben &#8211; die Bürger, der in Frage stehenden Länder Bulgarien und Rumänien &#8211; hacken mit ihren Schnäbeln auf die arme Schweiz ein. Im Hintergrund lauert bereits der nächste, verfressen-gierige Rabenvogel. Gruselig.</p>
<p>Und die SVP stellt auf ihren <a href="http://www.personenfreizuegigkeit-nein.ch/index2.html">Websites </a>unmißverständlich klar:</p>
<blockquote><p>&#8220;NEIN zur Personenfreizügigkeit!<br />
Verschiedene Kreise aus dem In- und Ausland bedrohen unser Land. Sie untergraben unsere Unabhängigkeit, unsere Neutralität, unsere Selbstbestimmung und unsere direkte Demokratie. Sie zerstören so unsere Freiheit und unseren Wohlstand.&#8221;</p></blockquote>
<p><strong>Gegenstimmen: Bloggen für die Bilateralen</strong></p>
<p>Man kann nur hoffen, daß möglichst wenige Schweizer sich von diesen Parolen überzeugen lassen. Und ich hoffe, daß andere Projekte größeren Erfolg haben &#8211; wie etwa das Meta-Blog &#8220;<a href="http://www.bila-blog.ch/">Bloggen für die Bilateralen</a>&#8220;, das <a href="http://www.kyriacou.ch/">Andreas Kyriacou</a> initiiert hat. Verschiedene Schweizer Blogger (u.a. Ali Arbia von <a href="http://www.scienceblogs.de/zoonpolitikon/">zoon politikon</a>) haben sich hier in den letzten Wochen und Tagen beteiligt und versucht, ein Gegengewicht zu setzen.</p>
<p><img class="alignright size-full wp-image-854" style="margin: 7px 8px; float: right;" title="Bloggen fuer die Bilateralen" src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2009/02/200-125.png" alt="Bloggen fuer die Bilateralen" width="200" height="125" />Sie schreiben selbst, daß sie erstens natürlich die Elemente der bilateralen Verträge begrüßen und auch für die Zukunft gutheißen. Und zweitens fürchten sie, daß im Falle eines negativen Abstimmungsergebnisses die Verträge im Herbst auslaufen und damit auch all die anderen Abkommensbestandteile (die v.a. Wirtschafts-, Wissenschafts- und Verkehrsaspekte betreffen) gekündigt werden.</p>
<p>Kurz: ein &#8220;Nein&#8221; bei der heutigen Abstimmung würde das Verhältnis zwischen der Schweiz und der EU nachhaltig beschädigen &#8211; mit weitreichenden Folgen für die Bürger.</p>
<div class="links_ticker">Linktipp:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.bila-blog.ch/">Bloggen für die Bilateralen</a></li>
<li>FAZ: <a href="http://www.faz.net/s/Rub99C3EECA60D84C08AD6B3E60C4EA807F/Doc~EFED3DAB3F52B4620BC23F1C4ABC24AA5~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Schwarze Schnäbel zerstückeln die Schweiz,</a> 8.2.2009</li>
<li>Ali Arbia: <a href="http://www.scienceblogs.de/zoonpolitikon/2009/02/vermeintliche-souveranitat-die-schweiz-und-die-europaische-union.php">Vermeintliche Souveränität, die Schweiz und die Europäische Union</a>, zoon politikon, 2.2.2009</li>
</ul>
</div>
<p>[Update | 19.30Uhr]<br />
Seit einigen Stunden steht das Abstimmungsergebnis fest. Und &#8211; wie Michael Gisiger <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2009/02/08/volksabstimmung-uber-personenfreizugigkeit-in-der-schweiz-polemik-vorurteile-vs-bloggen-fur-die-bilateralen/comment-page-1/#comment-2528">unten in den Kommentaren</a> schon bemerkt hat &#8211; haben fast 60% für die Erweiterung der Freizügigkeitsregelung auf die weiteren EU-Länder gestimmt. In dieser Deutlichkeit wurde dieses Votum nicht erwartet. Und es spricht glücklicherweise für eine vernünftige Einstellung der meisten Schweizer zu diesem Thema. Und man darf auch einfach nicht vergessen, daß bei einer Ablehnung die Bilateralen Verträge insgesamt ausgelaufen wären &#8211; mit ungewisser Folge. Interessant ist, daß bei der unterlegenen SVP nun das <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,606251,00.html">große Jammern beginnt</a> und man von Diffamierungen und Befürworterpropaganda schwafelt. Anstrengend&#8230;</p>
<div class="invisible">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Schweiz">Schweiz</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Freizuegigkeit">Freizügigkeit</a></p>
<hr width="100%" size="1" /><hr /><h4>&Auml;hnliche Beitr&auml;ge</h4><ul><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/21/e-publikation-zum-social-web-die-illusion-strategischer-forschung-werkstatt-ticker-25/" rel="bookmark" title="Permanent Link: E-Publikation zum Social Web ::: Die Illusion strategischer Forschung | Werkstatt-Ticker 25">E-Publikation zum Social Web ::: Die Illusion strategischer Forschung | Werkstatt-Ticker 25</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/05/bloggen-recht-der-fischblog-feiert-geburtstag-werkstatt-ticker-06/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Bloggen &#038; Recht ::: Der Fischblog feiert Geburtstag | Werkstatt-Ticker 06">Bloggen &#038; Recht ::: Der Fischblog feiert Geburtstag | Werkstatt-Ticker 06</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/09/23/bloggende-schlaumeier-und-17-fragen-an-claudia-kaiser-werkstatt-ticker-54/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Bloggende Schlaumeier und 17 Fragen an Claudia Kaiser | Werkstatt-Ticker 54">Bloggende Schlaumeier und 17 Fragen an Claudia Kaiser | Werkstatt-Ticker 54</a></li></ul><hr width="100%" size="1" /><p><font color="#777777">Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stöbern Sie doch weiter in anderen Veröffentlichungen der Wissenswerkstatt - etwa hier in der <a target="_blank" href="http://www.wissenswerkstatt.net/werkstattinventar-publikumslieblinge-liebhaberstuecke-und-versteckte-perlen/">Übersicht</a> besonders beliebter Texte. Alternativ lohnt sich auch die Navigation über das <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/lageplan/">Werkstattinventar</a><br /></font></p><p><em><font color="#777777">Alle Artikel der <a target="_blank" href="../">Wissenswerkstatt</a> stehen unter der <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">CreativeCommons-Lizenz</a>, d.h. Verlinken jederzeit erlaubt, Bearbeiten und Zitieren jeweils unter Angabe der
Quelle, beides allerdings nur zu nichtkommerziellen Zwecken.</em></p><hr /><small>Copyright &copy; 2011<br />Sie lesen einen Feed der Website "Wissenswerkstatt.net".<br />Eine Verwendung dieses Feeds auf anderen Webseiten verst&ouml;&szlig;t gegen das Urheberrecht. Wenn Sie diesen Inhalt nicht in Ihrem News-Reader lesen, so macht sich die Seite, die Sie betrachten, der Urheberrechtsverletzung schuldig. <br /> </font>Digitaler Fingerprint: 18754798dca730b745ad417e2b5ebb91</small>
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<div class="nr_clear"></div><hr size=1 width=40%><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_843" class="footnote">Die sog. &#8220;Bilateralen I&#8221;</li></ol><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2009/02/08/volksabstimmung-uber-personenfreizugigkeit-in-der-schweiz-polemik-vorurteile-vs-bloggen-fur-die-bilateralen/">Volksabstimmung über Personenfreizügigkeit in der Schweiz: Polemik &#038; Vorurteile vs. Bloggen für die Bilateralen</a>]</p> <p><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/?flattrss_redirect&amp;id=843&amp;md5=a6a09b37519acc19dd9ac02b5dfddc50" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Zugänge/Abgänge: Don Alphonso turtelt mit der FAZ ::: Martin Reiser kapituliert vor Bologna &#124; Werkstatt-Ticker 58</title>
		<link>http://www.wissenswerkstatt.net/2009/01/20/zugangeabgange-don-alphonso-turtelt-mit-der-faz-martin-reiser-resigniert-vor-bologna-werkstatt-ticker-58/</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Jan 2009 17:45:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc Scheloske</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Wissenschaftspolitik]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>» Don FAZettelt sich&#8230; Es gibt wohl keinen deutschsprachigen Blogger, der die Webgemeinde dermaßen polarisiert wie Don Alphonso. Immer dann, wenn sich Rainer Meyer das Kostüm des Don A. überstreift, dann ist mit klaren Statements zu rechnen. Diplomatie und Konsens ist anderswo, gekuschelt wird auch eher selten, wenn in der Blogbar oder den &#8220;Rebellen ohne [...]</p><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2009/01/20/zugangeabgange-don-alphonso-turtelt-mit-der-faz-martin-reiser-resigniert-vor-bologna-werkstatt-ticker-58/">Zugänge/Abgänge: Don Alphonso turtelt mit der FAZ ::: Martin Reiser kapituliert vor Bologna | Werkstatt-Ticker 58</a>]</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/category/werkstatt-ticker/"><img class="alignright size-full wp-image-234" style="border: 1px solid #DCDCDC; margin: 6px; float: right;" title="Ticker-Archiv" src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/uploads/2008/04/ticker_02a.jpg" alt="Ticker.jpg" width="180" height="121" /></a><span style="font-size: xx-large; color: #808080;"><span class="ticker_titel"><strong>»</strong> </span><span style="font-size: large;"><span class="ticker_titel">Don FAZettelt sich&#8230;</span></span></span></h2>
<p>Es gibt wohl keinen deutschsprachigen Blogger, der die Webgemeinde dermaßen polarisiert wie Don Alphonso. Immer dann, wenn sich Rainer Meyer das Kostüm des Don A. überstreift, dann ist mit klaren Statements zu rechnen. Diplomatie und Konsens ist anderswo, gekuschelt wird auch eher selten, wenn in der Blogbar oder den &#8220;<a href="http://rebellmarkt.blogger.de/">Rebellen ohne Markt</a>&#8221;<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2009/01/20/zugangeabgange-don-alphonso-turtelt-mit-der-faz-martin-reiser-resigniert-vor-bologna-werkstatt-ticker-58/#footnote_0_805" id="identifier_0_805" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="&Uuml;ber seine &Uuml;berlegungen und Abw&auml;gungsprozesse und die Abkehr vom alten Feindbild FAZ legt Don hier Zeugnis ab.">1</a></sup> gestänkert, analysiert und schwadroniert wird.</p>
<p>Ich selbst mag den Kerl ja. Auch wenn ich nicht alle seine Ansichten teile und auch ungeachtet der Tatsache, daß ich <a href="blogbar.de/archiv/2008/10/13/bloggend-aus-dem-elfenbeinturm/ ">am Rande</a> auch schon Zielscheibe seiner hämischen Seitenhiebe wurde.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2009/01/20/zugangeabgange-don-alphonso-turtelt-mit-der-faz-martin-reiser-resigniert-vor-bologna-werkstatt-ticker-58/#footnote_1_805" id="identifier_1_805" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Don st&auml;nkerte im letzten Oktober gegen ScienceBlogs. Allerdings hatte er nicht wirklich die besten Argumente zur Hand.">2</a></sup> Denn meistens hat er ja Recht, wenn er die Blütenträume der (kommerziellen) Blogprojekte zerplatzen lässt, die mit großem Anspruch aber wenig Substanz im Medienzirkus mitmischen wollen und doch meistens nur das arme Kasperl geben.</p>
<h4><span class="pullquote">Don Alphonso: Vom Großinquisitor kommerzieller Blogprojekte zum Rädchen im Getriebe?</span></h4>
<p>Nun bietet Don freilich all seinen Gegnern auch gehörig Angriffsfläche. Denn seit gestern betätigt er sich in Diensten der FAZ als Beobachter der besseren Gesellschaft. (Und hat schon <a href="http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/archive/2009/01/19/der-progesellschaftliche-schutzwall.aspx">zwei schöne</a> <a href="http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/archive/2009/01/19/dar-252-ber-spricht-man-nicht.aspx">Beiträge</a> vorgelegt.) Er widmet sich also dem Klientel, das &#8211; gemäß Don Alphonsos Skizzenbuch &#8211; Tischdecken aus Damast sein Eigen nennt und sich am edlen Porzellan aus Meißen festklammert, wenn die Tochter beichtet, daß sie sich scheiden lassen will.</p>
<p>Für mich liest sich die Selbstbeschreibung des Blogs jedenfalls vielversprechend:</p>
<blockquote><p>&#8220;Willkommen im Blog der besseren Gesellschaft oder dem, was heute davon übrig ist, in der finanziellen Sorglosigkeit und beim Klassenkampf von oben gegen Neureiche und andere Zumutungen, beim Niedergang von Religion und Stand, bei den Müttern aller Buffetschlachten und ihren Töchtern mit Ehekrisen, über die man nicht redet, wenn mehr als 10 Freundinnen zuhören, &#8230;&#8221;</p></blockquote>
<div class="links_ticker">Meine Lese-Empfehlung: </p>
<ul>
<li>Don Alphonso: <a href="http://faz-community.faz.net/blogs/stuetzen/default.aspx">Die Stützen der Gesellschaft</a> (FAZ-Blog)<a href="http://faz-community.faz.net/blogs/planckton"><br />
</a></li>
</ul>
</div>
<h2><span style="font-size: xx-large; color: #808080;"><span class="ticker_titel"><strong>»</strong> </span><span style="font-size: large;"><span class="ticker_titel">Abgesang und Frustration: Demission eines Hochschullehrers</span></span></span></h2>
<p>In der Wissenswerkstatt ist <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/16/reform-patient-wissenschaft-gruene-suchmaschine-ecocho-werkstatt-ticker-22/">gelegentlich</a> <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/10/28/schnapsidee-reform-der-semesterzeiten-kurzknapp-49/">schon</a> über den Umbau der deutschen Hochschullandschaft lamentiert worden, der seit rund 10 Jahren unter dem harmlos daherkommenden Etikett &#8220;Bologna-Prozeß&#8221; stattfindet. Die Ökonomisierung der Universitäten, die nach Effizienzgesichtspunkten strukturiert und organisiert werden, bringt naturgemäß bestimmte Verwerfungen mit sich &#8211; im Fall des Bologno-Prozesses sind die Verwerfungen allerdings so groß, daß sich mehr und mehr Kritik äußert.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2009/01/20/zugangeabgange-don-alphonso-turtelt-mit-der-faz-martin-reiser-resigniert-vor-bologna-werkstatt-ticker-58/#footnote_2_805" id="identifier_2_805" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Und diese Kritik w&auml;re noch lauter, wenn nicht manche Skeptiker und Kritiker inzwischen resigniert aufgegeben h&auml;tten.">3</a></sup></p>
<h4><span class="pullquote">Mehr als Humboldt-Nostalgie: Kritik an den Lernfabriken im Geiste Bolognas</span></h4>
<p>Dabei sind es nicht bloß Humboldt-Nostalgiker, die dem Umbau der Hochschulen und Studiengänge wenig abgewinnen können. Nun meldet sich Marius Reiser, seit 1991 Professor für Neues Testament an der Uni Mainz, zu Wort. Und es ist sein letztes Wort in dieser Geschichte, denn Reiser erläutert in einem unbedingt lesenswerten Artikel die Beweggründe für seine Entscheidung, zum Ende des Wintersemesters seinen Lehrstuhl aufzugeben. Der Umbau der Unis zu &#8220;Lernfabriken&#8221; ist für ihn mehr als ein Ärgernis:</p>
<blockquote><p>&#8220;Als Tretmühle bezeichnete man im neunzehnten Jahrhundert gern das Gymnasium. Jetzt macht man die Universität dazu. Kann man eine Tretmühle und Lernfabrik noch mit Recht als Universität bezeichnen? Mit Recht wohl kaum. Aber wie oft sind Namen nur Schall und Rauch!&#8221;</p></blockquote>
<p>Der Text dokumentiert das Leiden, die Frustration und letztlich Kapitulation eines Bildungsbürgers und Hochschullehrers vor dem überbordenden und blinden Reformeifer der Wissenschaftsbürokraten. Ob dieser konsequente Schritt von Martin Reiser irgendetwas ändern wird, ist freilich kaum zu erwarten. Lesens- und bedenkenswert ist sein Text aber unbedingt:</p>
<blockquote><p>&#8220;An keiner einzigen Stelle geht es um den Geist, der nach Bildung verlangt. Nirgends ist davon die Rede, dass Wissen und Erkenntnis und Klugkeit Werte sind, die man um ihrer selbst willen erstrebt und liebt. Das ist den Initiatoren des neuen Systems wahrscheinlich noch nie in den Sinn gekommen.&#8221;</p></blockquote>
<div class="links_ticker">Lesetipp: </p>
<ul>
<li>Reiser, Martin: <a href="http://berufundchance.fazjob.net/s/Rub1A09F6EF89FE4FD19B3755342A3F509A/Doc~E55AD24DD2C5E472A84CA69FCBA13D3ED~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Universitätsreform &#8211; Warum ich meinen Lehrstuhl räume,</a> FAZ, 18.1.2009</li>
</ul>
</div>
<div class="invisible">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/FAZ-Blogs">FAZ-Blogs</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Bologna">Bologna</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Don+Alphonso">Don Alphonso</a></p>
<hr width="100%" size="1" /><hr /><h4>&Auml;hnliche Beitr&auml;ge</h4><ul><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/07/tofu-macht-dumm-schattenseiten-der-hochschulreformen-werkstatt-ticker-44/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Tofu macht dumm ::: Schattenseiten der Hochschulreformen | Werkstatt-Ticker 44">Tofu macht dumm ::: Schattenseiten der Hochschulreformen | Werkstatt-Ticker 44</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/28/empfehlung-geschichts-blog-magazin-17-fragen-an-martin-booker-werkstatt-ticker-14/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Empfehlung: Geschichts-Blog-Magazin ::: 17 Fragen an Martin Booker | Werkstatt-Ticker 14">Empfehlung: Geschichts-Blog-Magazin ::: 17 Fragen an Martin Booker | Werkstatt-Ticker 14</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/12/blogger-homestory-in-der-faz-don-alphonso-und-robert-basic-im-portrait-jan-schmidt-im-tv-werkstatt-ticker-10/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Blogger-Homestory in der FAZ: Don Alphonso und Robert Basic im Portrait ::: Jan Schmidt im TV | Werkstatt-Ticker 10">Blogger-Homestory in der FAZ: Don Alphonso und Robert Basic im Portrait ::: Jan Schmidt im TV | Werkstatt-Ticker 10</a></li></ul><hr width="100%" size="1" /><p><font color="#777777">Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stöbern Sie doch weiter in anderen Veröffentlichungen der Wissenswerkstatt - etwa hier in der <a target="_blank" href="http://www.wissenswerkstatt.net/werkstattinventar-publikumslieblinge-liebhaberstuecke-und-versteckte-perlen/">Übersicht</a> besonders beliebter Texte. Alternativ lohnt sich auch die Navigation über das <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/lageplan/">Werkstattinventar</a><br /></font></p><p><em><font color="#777777">Alle Artikel der <a target="_blank" href="../">Wissenswerkstatt</a> stehen unter der <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">CreativeCommons-Lizenz</a>, d.h. Verlinken jederzeit erlaubt, Bearbeiten und Zitieren jeweils unter Angabe der
Quelle, beides allerdings nur zu nichtkommerziellen Zwecken.</em></p><hr /><small>Copyright &copy; 2011<br />Sie lesen einen Feed der Website "Wissenswerkstatt.net".<br />Eine Verwendung dieses Feeds auf anderen Webseiten verst&ouml;&szlig;t gegen das Urheberrecht. Wenn Sie diesen Inhalt nicht in Ihrem News-Reader lesen, so macht sich die Seite, die Sie betrachten, der Urheberrechtsverletzung schuldig. <br /> </font>Digitaler Fingerprint: 18754798dca730b745ad417e2b5ebb91</small>
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<div class="nr_clear"></div><hr size=1 width=40%><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_805" class="footnote">Über seine Überlegungen und Abwägungsprozesse und die Abkehr vom alten Feindbild FAZ legt Don <a href="http://rebellmarkt.blogger.de/stories/1315480/">hier Zeugnis ab</a>.</li><li id="footnote_1_805" class="footnote">Don stänkerte im letzten Oktober gegen ScienceBlogs. Allerdings hatte er nicht wirklich die besten Argumente zur Hand.</li><li id="footnote_2_805" class="footnote">Und diese Kritik wäre noch lauter, wenn nicht manche Skeptiker und Kritiker inzwischen resigniert aufgegeben hätten.</li></ol><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2009/01/20/zugangeabgange-don-alphonso-turtelt-mit-der-faz-martin-reiser-resigniert-vor-bologna-werkstatt-ticker-58/">Zugänge/Abgänge: Don Alphonso turtelt mit der FAZ ::: Martin Reiser kapituliert vor Bologna | Werkstatt-Ticker 58</a>]</p> <p><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/?flattrss_redirect&amp;id=805&amp;md5=7872aebbaf3698c46b33cab10dd507a3" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
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		<title>Tapeten- und Kurswechsel im Weißen Haus » Obama präsentiert wissenschaftlichen Beraterstab &#124; Werkstattnotiz 133</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jan 2009 21:00:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Werkstattnotizen]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Die Zeichen stehen auf Wechsel. Mit Barack Obama zieht nicht nur ein neuer Mann ins Weiße Haus ein, sondern er nimmt &#8211; zumindest in manchen Bereichen &#8211; offensichtlich auch wirklich einen Tapetenwechsel vor: die industrie- und erdöl-lobbyfreundliche Linie von George W. Bush hat demnach keine Zukunft. Obama setzt stattdessen auf die Expertise von hochrangigen Wissenschaftlern, [...]</p><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2009/01/01/tapeten-und-kurswechsel-im-weissen-haus-obama-praesentiert-wissenschaftlichen-beraterstab-werkstattnotiz-133/">Tapeten- und Kurswechsel im Weißen Haus » Obama präsentiert wissenschaftlichen Beraterstab | Werkstattnotiz 133</a>]</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Zeichen stehen auf Wechsel. Mit Barack Obama zieht nicht nur ein neuer Mann ins Weiße Haus ein, sondern er nimmt &#8211; zumindest in manchen Bereichen &#8211; offensichtlich auch wirklich einen Tapetenwechsel vor: die industrie- und erdöl-lobbyfreundliche Linie von George W. Bush hat demnach keine Zukunft. Obama setzt stattdessen auf die Expertise von hochrangigen Wissenschaftlern, die v.a. in Ökologie- und Klimafragen ausgewiesen sind.</strong></p>
<p>In seiner letzten öffentlichen Ansprache vor den Weihnachtsfeiertagen gab Barack Obama seine Kandidaten für wichtige Beraterposten bekannt.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2009/01/01/tapeten-und-kurswechsel-im-weissen-haus-obama-praesentiert-wissenschaftlichen-beraterstab-werkstattnotiz-133/#footnote_0_778" id="identifier_0_778" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Hier die kurze Ansprache Obamas im Volltext auf der Seite des designierten Pr&auml;sidenten.">1</a></sup>  Chefberater in wissenschaftlich-technischen Fragen wird demnach der Physiker <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/John_Holdren">John Holdren</a>. Der Harvard-Professor unterrichtet Umweltpolitik und leitet an der Kennedy School of Government das Programm &#8220;Science, Technology and Public Policy&#8221; und plädiert für drastische Emissionseinsparungen. Außerdem gilt Holdren als Experte für die Nichtverbreitung von Nuklearwaffen und spaltbarem Material.</p>
<p>Diese Personalentscheidung und die Statements Obamas in seiner Ansprache sollten jedenfalls bei vielen seiner Sympathisanten für Erleichterung gesorgt haben &#8211; denn es hatten sich dutzende Nobelpreisträger für die Wahl Obamas stark gemacht, in der Hoffnung, daß die Scheuklappenpolitik Bushs endlich ein Ende finde. Und Obama hät hier offenbar Wort:</p>
<blockquote><p>&#8220;Today, more than ever before, science holds the key to our survival as a planet and our security and prosperity as a nation. [...] It&#8217;s time we once again put science at the top of our agenda and &#8230; worked to restore America&#8217;s place as the world leader in science and technology.&#8221;</p></blockquote>
<p>Obama bestätigt damit seinen Kurs, der eine Trendwende in der Energie- und Klimapolitik einleitet. Schon mit der Nominierung des Physiknobelpreisträgers Steven Chu als Energieminister, hatte er hier Zeichen gesetzt. Steven Chu gilt als Experte im Bereich der Nutzung erneuerbarer Energien.</p>
<h4><span class="pullquote">Klimafreundliche Personalentscheidungen: Barack Obama beruft renommierte Wissenschaftler in seinen Beraterstab</span></h4>
<p>Den enormen Stellenwert der Klimapolitik unterstreicht Obama durch eine weitere Personalentscheidung: Jane Lubchenko, die derzeit Zoologin und Meeresforscherin an der Oregon State University ist, wird künftig Leiterin der nationalen Ozean- und Atmosphärenforschungsbehörde &#8220;Noaa&#8221; sein.</p>
<p>Und noch ein zweiteres Forschungsfeld erlebt offenbar eine kleine Renaissance: das wissenschaftliche Beratergremium wird durch zwei weitere renommierte Köpfe ergänzt. Zum einen wurde Eric Lander berufen, der einer der Hauptakteure im internationalen Humangenomprojekt war und seit Jahren am MIT an vorderster Front der Gentechnologie forscht und arbeitet. Unterstützt wird er vom Krebsforscher und Medizin-Nobelpreisträger des Jahres 1989 Harold E. Varmus.</p>
<p>Und hier die Ansprache im Original:</p>
<div class="youtube">
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<div class="links_ticker">
<strong>Link:</strong></p>
<p>Joachim Müller-Jung: <a href="http://www.faz.net/s/Rub268AB64801534CF288DF93BB89F2D797/Doc~E8B11C7D9CF124E25A43942F8BB1FDFE0~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Wissenschaftler fürs Weiße Haus</a>, FAZ, 22.12.2008
</div>
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<hr width="100%" size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a href="http://www.technorati.com/tag/Politik" class="invisible" rel="tag">Politik</a><br />
<a href="http://www.technorati.com/tag/USA" class="invisible" rel="tag">USA</a><br />
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<img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/9a2480d4a4364c4c618107804db04d" width="1" height="1" alt=""></p>
<hr width="100%" size="1" /><hr /><h4>&Auml;hnliche Beitr&auml;ge</h4><ul><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/10/14/us-wahlkampf-die-siegchancen-politischer-schwergewichte-werkstattnotiz-122/" rel="bookmark" title="Permanent Link: US-Wahlkampf: Die Siegchancen politischer Schwergewichte | Werkstattnotiz 122">US-Wahlkampf: Die Siegchancen politischer Schwergewichte | Werkstattnotiz 122</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/10/31/wahlkampf-20-individualisierte-us-wahlwerbung-kurzknapp-50/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Wahlkampf 2.0: Individualisierte US-Wahlwerbung | kurz&#038;knapp 50">Wahlkampf 2.0: Individualisierte US-Wahlwerbung | kurz&#038;knapp 50</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/30/die-welt-hat-fieber-das-arktische-eis-schmilzt-klimazeitreise-auf-nasa-website-zum-globalen-klimawandel-werkstattnotiz-c/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Die Welt hat Fieber, das arktische Eis schmilzt » Klimazeitreise auf NASA-Website zum globalen Klimawandel | Werkstattnotiz C">Die Welt hat Fieber, das arktische Eis schmilzt » Klimazeitreise auf NASA-Website zum globalen Klimawandel | Werkstattnotiz C</a></li></ul><hr width="100%" size="1" /><p><font color="#777777">Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stöbern Sie doch weiter in anderen Veröffentlichungen der Wissenswerkstatt - etwa hier in der <a target="_blank" href="http://www.wissenswerkstatt.net/werkstattinventar-publikumslieblinge-liebhaberstuecke-und-versteckte-perlen/">Übersicht</a> besonders beliebter Texte. Alternativ lohnt sich auch die Navigation über das <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/lageplan/">Werkstattinventar</a><br /></font></p><p><em><font color="#777777">Alle Artikel der <a target="_blank" href="../">Wissenswerkstatt</a> stehen unter der <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">CreativeCommons-Lizenz</a>, d.h. Verlinken jederzeit erlaubt, Bearbeiten und Zitieren jeweils unter Angabe der
Quelle, beides allerdings nur zu nichtkommerziellen Zwecken.</em></p><hr /><small>Copyright &copy; 2011<br />Sie lesen einen Feed der Website "Wissenswerkstatt.net".<br />Eine Verwendung dieses Feeds auf anderen Webseiten verst&ouml;&szlig;t gegen das Urheberrecht. Wenn Sie diesen Inhalt nicht in Ihrem News-Reader lesen, so macht sich die Seite, die Sie betrachten, der Urheberrechtsverletzung schuldig. <br /> </font>Digitaler Fingerprint: 18754798dca730b745ad417e2b5ebb91</small>
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