Echolot
Seit einiger Zeit findet man ja auch Artikel von mir drüben bei den ScienceBlogs. Hier eine Übersicht über die letzten Texte im Echolot-Blog, der natürlich auch per RSS-Feed abonniert werden kann.
Die Natur liebt es bunt, oder: Warum wir nicht Sklaven unserer Gene sind
»Was ist der Mensch?« Klassischerweise fällt die Beantwortung dieser Frage ja in den Zuständigkeitsbereich der Philosophie. Doch immer häufiger kommen Antworten auf diese anthropologische Kernfrage auch von anderen wissenschaftlichen Disziplinen. Etwa von der Hirnforschung, wenn sie uns mitteilt, daß der 'freie Wille' doch nur eine Illusion sei. Und natürlich hat auch die Biologie hier etwas zu sagen.
Wissenschaft ist eine Kerze in einer dunklen von Dämonen beherrschten Welt.
Wenn man Pech hat, bekommt man freilich die PR-Parolen von Gentechnik-Pionier Craig Venter zu hören, der nach der Entschlüsselung (und Enträtselung) des Genoms nun die Synthetisierung des …
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Die Wissenschaftsblog-Charts Juni 2010
Blogs leben von ihren Inhalten, von ihren Lesern und den Diskussionen und von den Links, die auf andere lesenswerte Inhalte gesetzt werden. Wer verlinkt, der zollt dem verlinkten Blogger auf diese Weise Annerkennung. Eigentlich eine schöne Sache. Wir sollten wieder mehr Links setzen. ;-)
Die Links, die auf ein einzelnes Blog verweisen, dienen u.a. auch der Messung von Popularität. Auf dieser Basis entstehen dann Blogcharts. Eine Spielerei sicherlich, aber dennoch nicht uninteressant. Die aktuelle Juni-Ausgabe ist hier exklusiv in einem Preview zu sehen:
1 Astrodicticum Simplex 2 Diax’s Rake 3 Primaklima 4 zoon politikon … [Link]
Einem Winzling auf der Spur – Was läuft zwischen der Reblaus und der Rebwurzel ab?
Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die winzige Reblaus (Daktulosphaira vitifoliae FITCH) aus Nord-Amerika nach Europa eingeschleppt. Innerhalb der folgenden Jahre zerstörte die Zwerglaus große Weinflächen und verursachte einen immensen ökonomischen Schaden. Dieser entstand durch die unterirdische Saugtätigkeit der Reblaus an den Wurzeln. Bei dieser entsteht eine Galle, die in der Wissenschaft je nach Alter und Größe als Nodosität oder Tuberosität bezeichnet wird und im letzteren Fall eine Eintrittspforte für weitere im Boden lebende Krankheitserreger darstellen kann.
Eine Bekämpfung der Reblaus ist wegen ihres unterirdischen Lebenszyklus überaus schwierig und erst nach umfangreicher Forschung fand man mit der …
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Tarzan, Honigbrote und das Jungbrunnengen: Stand-Up-Wissenschaft bei Famelab
Physiker sind ganz verrückt nach leckeren Honig-broten und Chemiker hangeln sich wie Tarzan durch den Dschungel. Das sind zwei der Erkenntnisse, die das österreichische Famelab-Finale 2010 bereithielt. Aber natürlich lernte das Publikum im Festsaal des Technischen Museums in Wien noch viel mehr: daß man mit einer Wasserflasche, einem Streichholz und geeigneten Druckbedingungen auf der Bühne Wolken erzeugen kann zum Beispiel. Und natürlich konnte man lernen, daß Wissenschaft nicht langweilig ist, sondern sehr kreativ und humorvoll vermittelt werden kann.
Insgesamt zehn junge Wissenschaftler hatten sich in den Vorentscheidungen für das Finale des Famelab-Wettbewerbs qualifiziert. Jeweils fünf …
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Jung, kurz & knackig: Famelab bringt Wissenschaft auf die Bühne
Eigentlich ist das ja eine verrückte Idee: da forschen Wissenschaftler monate- und jahrelang in ihren Labors und dann sollen sie ihre Arbeit innerhalb von wenigen Minuten einem fachfremden Publikum näherbringen. Daß das gelingen kann, beweist der Wettbewerb Famelab, der dieses Jahr wieder viele junge Talente der Wissenschaftskommunikation anlockt. Morgen findet das österreichische Finale in Wien statt.
Es ist kein Geheimnis, daß mir diese etwas unkonventionellen Formate der Wissenschaftskommunikation sympathisch sind. Wissenschaftler verlassen ihr angestammtes Revier und präsentieren ihre Themen in Kneipen, Bars oder an anderen ungewöhnlichen Orten. Es muß ja nicht immer die Fachkonferenz …
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Omega-3-Fettsäuren: Keine Wirkung auf Konzentration und Gedächtnis
Omega-3-Fettsäuren sind populärer denn je. In den letzten Jahren werden immer mehr Lebensmittel mit Omega-3-Fettsäuren aufgepeppt. Sie sollen nicht nur das Risiko von Herzinfarkten und Schlaganfällen senken, sondern auch noch ganz generell vor Krebs schützen, gegen Depressionen sowieso und vor dem kognitiven Abbau im Alter bewahren. Eine aktuelle Studie sorgt hier etwas für Ernüchterung: die Gedächtnisleistung von Senioren kann die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren nicht verbessern.
Eigentlich begann alles mit einer Studie zu den Ernährungsgewohnheiten der Inuit in Grönland. In den 50er Jahren stellten Forscher fest, daß sich die Bewohner der Arktis traditionellerweise ausgesprochen fettreich ernähren, …
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Hirnforschung: Unser Gehirn braucht Überraschungen, liebt sie aber nicht?!
Wie arbeitet unser Gehirn? Wie funktioniert Wahrnehmung? Welche Faktoren prägen unser Gedächtnis? – Es gibt so unendlich viele spannende Fragen an die Hirnforschung. Doch deren Antworten sind bislang kaum zufriedenstellend. Zwar findet man in den einschlägigen neurowissenschaftlichen Journals fast im Wochentakt interessante Veröffentlichungen, aber das sind dann allenfalls winzig kleine Mosaiksteinchen, die sich vielleicht irgendwann in ein großes Bild einfügen lassen, das uns dann verstehen hilft, wie unser Gehirn tatsächlich "tickt". Aber bis dahin ist es noch weit.
Und so müssen wir uns wohl mit den Befunden einzelner Studien zufrieden geben, die sich – …
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Body-Mass-Index: Abgesang auf eine irrelevante Meßgröße
Den Body-Mass-Index können wir getrost vergessen. Er hat – das ist eine der Meldungen des heutigen Tages – als Kriterium für bestimmte (koronare) Krankheiten keine Aussagekraft. Das ist das interessante Resultat einer Langzeitstudie, deren Ergebnis jetzt vorab bekannt wurde. Allerdings wird es auch in Zukunft nicht egal sein, wieviel Fett wir auf den Hüften haben – an die Stelle des ausrangierten BMI tritt die WHtR…
Mehr als 10.500 Teilnehmer wurden über viele Jahre gewogen, vermessen und hinsichtlich ihres Risikos für Herz- und Kreislaufkrankheiten untersucht. Dabei stellten die Wissenschaftler fest, daß ausgerechnet der weitverbreitete BMI quasi …
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ScienceFeed: Microblogging für Wissenschaftler
Es sieht aus wie ein schlanker, eleganter Mix aus Twitter, Friendfeed, Blogkommentaren und Buzz. Und es ist – so jedenfalls die Idee – zugeschnitten auf die Bedürfnisse von Wissenschaftlern, die sich zu aktuellen wissenschaftlichen Themen miteinander austauschen. ScienceFeed heißt diese neue Plattform, die seit wenigen Stunden online ist und tatsächlich mehr Raum bietet für das, was Forscher alltäglich beschäftigt.
Die Stärke und Faszination von Twitter hat ja viel mit den eingebauten Schwächen und Limitierungen des Microblogging-Dienstes zu tun. Ein Tweet bietet nunmal nur exakt 140 Zeichen Platz, um sich der Welt mitzuteilen. Und auf einen …
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Nebenfolgen der Schweinegrippe: Kinder-Impfstoffe ausverkauft
Es klingt unglaublich und für viele junge Eltern wie ein schlechter Witz: in Deutschland sind derzeit insgesamt sieben Impfstoffe gegen Kinderkrankheiten nicht oder nur schwer lieferbar, darunter der Sechsfach-Impfstoff für Säuglinge "Infanrix hexa" von GlaxoSmithKline. Die Impfstoffhersteller haben offenbar seit letztem Herbst fast ihre gesamten Produktionskapazitäten für die Herstellung des Schweinegrippe-Impfstoffs reserviert. Wie man dabei vergessen konnte, daß andere Impfstoffe weiterhin nachgefragt werden und lieferbar sein müssen, ist rätselhaft.
Deutschland im Frühjahr 2010: Kinder-Impfstoffe werden knapp.
Wie man heute in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" nachlesen kann [Text von Volker Stollorz, leider nicht online], gibt es …
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