<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Wissenswerkstatt &#187; Denkanstösse</title>
	<atom:link href="http://www.wissenswerkstatt.net/denkanstoesse/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.wissenswerkstatt.net</link>
	<description>Blog zu Wissenschaft &#38; Wissenschaftskommunikation, Soziologie, Pop- und Blogkultur.</description>
	<lastBuildDate>Mon, 06 Feb 2012 08:08:58 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<xhtml:meta xmlns:xhtml="http://www.w3.org/1999/xhtml" name="robots" content="noindex" />
		<item>
		<title>Der Tamiflu-Skandal und der Vertrauensverlust der Wissenschaft - Wie eine knappe Ressource von der Pharmaindustrie immer weiter beschädigt wird </title>
		<link>http://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/27/der-tamiflu-skandal-und-der-vertrauensverlust-der-wissenschaft/</link>
		<comments>http://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/27/der-tamiflu-skandal-und-der-vertrauensverlust-der-wissenschaft/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 11:30:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc Scheloske</dc:creator>
				<category><![CDATA[Denkanstösse]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Werkstatt-Gespräch]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Pharmaindustrie]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialpsychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Vertrauen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.wissenswerkstatt.net/?p=2032</guid>
		<description><![CDATA[<p>Die Geschichte des Grippemedikaments Tamiflu taugt für einen Roman. Es geht um große Hoffnungen und um das große Geld. Um Politik, Macht, Lobbyarbeit und die Wissenschaft. Und es ist ein Lehrstück über die meist unbeachteten Nebenfolgen solcher Politik-, Macht- und Geldspiele. Denn am Ende ist aus dem einst gefeierten Hoffnungsträger ein mediales Schmuddelkind geworden. Zurück [...]</p><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/27/der-tamiflu-skandal-und-der-vertrauensverlust-der-wissenschaft/">Der Tamiflu-Skandal und der Vertrauensverlust der Wissenschaft</a>]</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/27/der-tamiflu-skandal-und-der-vertrauensverlust-der-wissenschaft/tamiflu_220/" rel="attachment wp-att-2035"><img class="alignright size-full wp-image-2035" title="Tamiflu" style="border: 0pt none;" src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2012/01/Tamiflu_220.jpg" alt="Tamiflu - Oseltamivir" width="220" height="188" /></a>Die Geschichte des Grippemedikaments Tamiflu taugt für einen Roman. Es geht um große Hoffnungen und um das große Geld. Um Politik, Macht, Lobbyarbeit und die Wissenschaft. Und es ist ein Lehrstück über die meist unbeachteten Nebenfolgen solcher Politik-, Macht- und Geldspiele. Denn am Ende ist aus dem einst gefeierten Hoffnungsträger ein mediales Schmuddelkind geworden. Zurück bleibt &#8211; und das wird häufig vergessen &#8211; immer auch ein Verlierer: die Wissenschaft und alle diejenigen, die mit wissenschaftlichen Argumenten überzeugen wollen. </strong></p>
<p>Richtig populär wurde Tamiflu 2005 und 2006, als der Vogelgrippe-Virus A/H5N1 von Asien über Osteuropa bis nach Westeuropa eingeschleppt wurde. Wie schnell die Ausbreitung voranschreiten würde, war vollkommen unklar. Genauso ungeklärt war, ob und wie schnell der Influenzavirus mutieren und dann eventuell massenhaft vom Tier auf den Menschen überspringen könnte. Mit den Folgen einer verheerenden Pandemie. Ein Impfstoff war (anders als 2009 beim Schweinegrippe-Virus H1N1) nicht in Sicht.</p>
<p class="zwischenueberschrift_mit_linie">Tamiflu: Strohhalm angesichts einer drohenden Pandemie</p>
<p>Man möchte in solchen Situationen nicht mit Gesundheitspolitikern tauschen, die die Entscheidungen treffen müssen, wie im Fall der Fälle gehandelt werden soll.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/27/der-tamiflu-skandal-und-der-vertrauensverlust-der-wissenschaft/#footnote_0_2032" id="identifier_0_2032" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wichtig ist, das ist ein grunds&auml;tzliches Dilemma, da&szlig; irgendwie gehandelt werden mu&szlig;. Nichtstun (obwohl das gelegentlich sinnvoller w&auml;re) steht nicht zur Debatte. Aber das ist ein anderes Thema.">1</a></sup> Große Hoffnungen richteten sich auf Medikamente mit dem Wirkstoff <a title="Wikipedia-Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Oseltamivir">Oseltamivir</a>. Es handelt sich dabei um einen &#8220;Neuraminidaseinhibitor&#8221;. Eine Wirkstoffgruppe, die in den 90er Jahren entwickelt wurde und (zumindest im Labor) die Vermehrung von Influenzaviren hemmen kann, indem ein für deren Ausbreitung essenzielles Enzym – die Neuraminidase – blockiert wird. Oseltamivir wurde und wird unter dem Markennamen &#8220;Tamiflu&#8221;<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/27/der-tamiflu-skandal-und-der-vertrauensverlust-der-wissenschaft/#footnote_1_2032" id="identifier_1_2032" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Es gibt auch noch das Konkurrenzprodukt &amp;#8220;Relenza&amp;#8221; von Glaxo Smith Kline, dessen Wirkstoff hei&szlig;t Zanamivir.">2</a></sup> von der Pharmafirma Roche vertrieben.</p>
<p>Ende 2005 breitet sich die Vogelgrippe immer weiter aus, die Medienberichte über eine mögliche Pandemie häuften sich. Und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfahl den nationalen Gesundheitsbehörden, sich mit antiviralen Medikamenten einzudecken. Dem Tamiflu-Produzenten bescherte das Einnahmen von mehreren Milliarden Euro. Eigentlich alle europäischen Staaten bestellten jeweils mehrere Millionen Einheiten &#8211; sieben Jahre ist Tamiflu haltbar. Demnächst wird man also die gut gefüllten Tamiflu-Vorratslager räumen müssen.</p>
<p class="zwischenueberschrift_mit_linie">Hält Tamiflu, was Roche verspricht?</p>
<p>Nachbestellungen gibt es (hoffentlich) keine. Denn seit spätestens 2009 gibt es immer mehr Zweifel, ob Tamiflu im Ernstfall wirklich hält, was es verspricht. Denn inzwischen wurde publik, daß die Datenlage zur Wirksamkeit von Tamiflu sowohl dünn, als auch aus anderen Gründen fragwürdig ist. Für die Empfehlung der WHO spielte offenbar eine Studie aus dem Jahr 2003 die entscheidende Rolle. Der Virologe Laurent Kaiser von der Uniklinik in Genf kam nach Analyse der vorliegenden Patientendaten zum Schluß, daß Tamiflu den Verlauf einer Grippe deutlich abmildere, sowie der Antibiotikaeinsatz und die Zahl der Komplikationen (v.a. Lungenentzündungen) verringert werde.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/27/der-tamiflu-skandal-und-der-vertrauensverlust-der-wissenschaft/#footnote_2_2032" id="identifier_2_2032" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Unter Tamiflugabe brauchten nur 14% zus&auml;tzlich Antibiotika, bei Placebogabe waren es 19,1%. Komplikationen traten bei 12,2% der Tamiflugruppe auf, ohne Tamiflu gab es in 18,5% der F&auml;lle eine Komplikation im Grippeverlauf.">3</a></sup> Grundlage für Kaisers Arbeit waren 10 Studien mit insgesamt etwas mehr als 3500 Patienten.</p>
<p class="pullquote_left">Eigentlich sollten in einem solchen Fall alle Alarmglocken klingeln. Aber vielleicht hört man die nicht, wenn sich die Einschläge einer drohenden Seuche nähern?</p>
<p>Das Problem &#8211; oder meinetwegen gerne auch: der Skandal &#8211; an der Sache: von den insgesamt sechs Studienautoren waren vier Mitarbeiter der Firma Hoffman-La Roche und einer der Autoren war als bezahlter Berater für Roche tätig. Nur Erstautor Kaiser stand in keiner direkten Verbindung zum Tamiflu-Hersteller. Aber damit nicht genug. Von den erwähnten 10 Studien, auf die sich das positive Urteil für Tamiflu bezog, waren nur zwei in Fachjournals publiziert wurden. Die anderen acht Arbeiten waren nicht oder nur in kleinen Auszügen publiziert (und just in diesen Studien schnitt Tamiflu besser als das Placebo ab).</p>
<p>Eigentlich sollten bei einer solchen Datenlage alle Alarmglocken klingeln. Aber vielleicht hört man die nicht, wenn sich die Einschläge einer drohenden Seuche nähern und das hysterische Mediengeschrei immer lauter wird? Die WHO störte sich offenbar kaum daran. Erst 2009 drängelte die Cochrane-Collaboration<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/27/der-tamiflu-skandal-und-der-vertrauensverlust-der-wissenschaft/#footnote_3_2032" id="identifier_3_2032" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die unabh&auml;ngige Organisation erstellt v.a. medizinische &Uuml;berblicksarbeiten, f&uuml;r die sich saubere Studien sichtet und in der Zusammenschau bewertet.">4</a></sup> auf eine Überprüfung der angeblichen Wirksamkeitsnachweise. Die Cochrane-Forscher hatten einen Tipp des japanischen Kinderarztes Keiji Hayashi bekommen.</p>
<p><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/27/der-tamiflu-skandal-und-der-vertrauensverlust-der-wissenschaft/tamiflu_75mg/" rel="attachment wp-att-2044"><img src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2012/01/Tamiflu_75mg.jpg" alt="Tamiflu" title="Tamiflu_75mg" width="580" height="109" class="aligncenter size-full wp-image-2044" /></a></p>
<p class="zwischenueberschrift_mit_linie">Informationsblockade und Interessen der Pharmaindustrie</p>
<p>Sind die Ergebnisse zur Wirksamkeit von Tamiflu &amp; Co. etwa manipuliert? Wie steht es mit Nebenwirkungen? Wie konnte es passieren, daß Institutionen wie die WHO und die nationalen Behörden so unkritisch agieren und vom Hersteller nicht auf Herausgabe der Daten bzw. wenigstens Einsichtnahme bestehen? Seit zwei Jahren recherchieren nun also die Cochrane-Mitarbeiter unter ihrem Chef Tom Jefferson. Vor 10 Tagen haben sie nun den aktuellen Stand ihrer Ermittlungen veröffentlicht.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/27/der-tamiflu-skandal-und-der-vertrauensverlust-der-wissenschaft/#footnote_4_2032" id="identifier_4_2032" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="hier verf&uuml;gbar: Neuraminidase inhibitors for preventing and treating influenza in healthy adults and children von Jefferson T, Jones MA, Doshi P, Del Mar CB, Heneghan CJ, Hama R und Thompson MJ.">5</a></sup> Sie stellten dabei fest, daß Tamiflu die Dauer von Grippesymptomen (durchschnittlich 160 Stunden) um immerhin 21 Stunden reduziert. Das ist ja wenigstens positiv.</p>
<p>Ansonsten ist das Recherche-Ergebnis aber ernüchternd. Roche hat sich beharrlich geweigert, den Forschern die Originalstudien vorzulegen. Tom Jefferson hat sich dann teilweise mit den Unterlagen beholfen, die bei den Arzneimittelzulassungsbehörden<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/27/der-tamiflu-skandal-und-der-vertrauensverlust-der-wissenschaft/#footnote_5_2032" id="identifier_5_2032" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die US-Beh&ouml;rde FDA und die europ&auml;ische EMA.">6</a></sup> vorliegen. Dennoch bleibt festzuhalten, daß rund 2/3 aller durchgeführten Untersuchungen im Zusammenhang mit Tamiflu nicht veröffentlicht sind.</p>
<p>Für Gerd Antes (Chef des deutschen Cochrane-Zentrums) steht fest:<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/27/der-tamiflu-skandal-und-der-vertrauensverlust-der-wissenschaft/#footnote_6_2032" id="identifier_6_2032" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Wie in diesem Artikel der ZEIT zu lesen ist: Das Tamiflu-Geheimnis, Die ZEIT, 25.1.2012">7</a></sup></p>
<blockquote><p>&#8220;Die unterbleibende Veröffentlichung von Studien ist ein chronischer Skandal im Medizin- und Forschungssystem.&#8221;</p></blockquote>
<p>Und genau das ist das eigentliche Problem. Denn es ist ja nicht so, daß Tamiflu wirkungslos wäre. Es handelt sich ja um ein spannendes, pharmakologisches Instrument. Doch wie effizient es ist, wie es (im Fall einer drohenden Pandemie) wirklich sinnvoll einzusetzen wäre, das kann eben nur beurteilt werden, wenn die beteiligten Akteure mit offenen Karten spielen. Also die Wissenschaftler, die (Zulassungs-)Behörden und vor allem eben die Hersteller. Und genau das passiert nicht. Und sowas hat eben auch Folgen.</p>
<p>Wobei es mir gar nicht nur um den Publikationsbias geht, also die Schieflage in der Beurteilung von wissenschaftlichen Sachverhalten durch die Tendenz dazu, daß vorwiegend Studien mit positiven Ergebnissen publiziert werden und die Fehlschläge in der Schublade verschwinden. Der Publikationsbias ist ein Problem. Mindestens genauso groß aber sind die Kollateralschäden in der öffentlichen Wahrnehmung, die solche Fälle erzeugen.</p>
<p class="zwischenueberschrift_mit_linie">Vertrauensbrüche: Mehr als nur ein Kollateralschäden</p>
<p>Denn was bleibt beim Zeitungsleser hängen? Daß es da möglicherweise eine politisch-administrative Fehlentscheidung gab? Vielleicht hunderte Millionen für den Kauf eines Medikaments verschwendet wurden, das im Ernstfall eventuell gar nicht so schlagkräftig gewesen wäre? Und was noch?</p>
<p>Im öffentlichen Gedächtnis bildet der Tamiflu-Skandal ein weiteres Puzzlestück innerhalb eines verheerenden Gesamtbildes. Und dieses Bild &#8211; ich teile es nicht, aber es ist der Eindruck, den viel zu viele Menschen haben &#8211; zeigt eine Gesellschaft, die vornehmlich aus Unfähigkeit, Machtspielen, Eigeninteressen, Geld, Gier, Korruption und Lügen besteht. Und die Wissenschaft steckt mittendrin. Unter einer Decke mit der verlogenen Politik und den Geschäftemachern der Industrie.</p>
<h2>
<p class="zwischenueberschrift_mit_linie">Vertrauensverlust und die Folgen</p>
</h2>
<p class="pullquote_left">Geld, Macht, Intrigen. Und die Wissenschaft steckt mittendrin?! Unter einer Decke mit der verlogenen Politik und den Geschäftemachern der Industrie?</p>
<p>Das ist das Bild, das verfestigt wird. Und wie tief sich ein solches Welt- und Gesellschaftsbild bereits in die Köpfe eingegraben hat, merkt man eigentlich jeden Tag. Nämlich jedesmal dann, wenn man versucht auf rationale Argumente, wissenschaftliche Studien und Logik zu rekurrieren. Das nützt nämlich kein bißchen, wenn man Diskussionspartner hat, die für sich entschieden haben, daß sie dem netten Heilpraktiker (und seinen lächerlichen Bachblüten oder kinesiologischen Zaubertricks) oder dem Homöopathieguru (mit seinen Zuckerpillen) vertrauen. Es geht dabei nämlich nicht um Mathematik, sondern um soziale Prozesse und somit um Vertrauen.</p>
<p>Akteuren und Institutionen, die tricksen und täuschen (der Politik,<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/27/der-tamiflu-skandal-und-der-vertrauensverlust-der-wissenschaft/#footnote_7_2032" id="identifier_7_2032" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Man erinnere sich nur an den l&auml;cherlichen Wulff.">8</a></sup> der Industrie<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/27/der-tamiflu-skandal-und-der-vertrauensverlust-der-wissenschaft/#footnote_8_2032" id="identifier_8_2032" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Da ist Roche und die Nichtherausgabe von Studien zu Tamiflu nur ein winziges Beispiel.">9</a></sup> und eben auch der Wissenschaft) vertraut man eben nicht. Das ist das, was mich mehr und mehr frustriert.</p>
<p class="pullquote">Ob man bei Roche &amp; Co. weiß, daß man auf diese Weise zwar die Chance auf Milliardenumsätze erhöht, aber gleichzeitig Mißtrauen produziert?</p>
<p>Ob man bei Roche weiß, daß man mit Intransparenz und geschickter Lobbyarbeit zwar die Chance auf Milliardenumsätze erhöht, aber gleichzeitig Mißtrauen produziert? Ein Mißtrauen, das dazu führt, daß sich erwachsene Menschen (solche mit Abitur und Studium gar) etwa Voodoo-Praktiken zuwenden und sich ihr privat-esoterisches Weltbild zusammenbasteln. Und in diesem Weltbild sind Menschen wie ich (die im Zweifel dann eben doch eher auf Studien, als auf Privatmeinung setzen) dann eben wahlweise naiv<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/27/der-tamiflu-skandal-und-der-vertrauensverlust-der-wissenschaft/#footnote_9_2032" id="identifier_9_2032" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Weil ich den L&uuml;gen der Industrie auf den Leim gehe und deren Praktiken nicht durchschaue.">10</a></sup> oder gekauft.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/27/der-tamiflu-skandal-und-der-vertrauensverlust-der-wissenschaft/#footnote_10_2032" id="identifier_10_2032" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Da ich doch offenbar &amp;#8211; zumal in einem Blog &amp;#8211; Lobbyarbeit f&uuml;r die Pharmaindustrie und gegen die nette, sanfte Homo&ouml;pathie oder die Vitamintablettenhersteller mache.">11</a></sup></p>
<div class="werkstattlinks">
<p><strong>Links zu erwähnten Studien zum Fall Tamiflu:</strong></p>
<ul>
<li>Kaiser, Laurent et. al.: <a title="Link zur Studie" href="http://archinte.ama-assn.org/cgi/content/abstract/163/14/1667">Impact of Oseltamivir Treatment on Influenza-Related Lower Respiratory Tract Complications and Hospitalizations</a>, in: Arch Intern Med. 2003;163:1667-1672.</li>
<li>&#8220;Neuraminidase inhibitors for preventing and treating influenza in healthy adults and children&#8221; von Jefferson T, Jones MA, Doshi P, Del Mar CB, Heneghan CJ, Hama R und Thompson MJ. (Cochrane Database of Systematic Reviews 2012, Issue 1) [<a title="PDF-Downlaod" href="http://www.thecochranelibrary.com/details/file/1440293/CD008965.html">Download als PDF</a>]</li>
</ul>
</div>
<hr width="100%" size="1" /><hr /><h4>&Auml;hnliche Beitr&auml;ge</h4><ul><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/10/31/gegenwind-fuer-joachim-bublath-die-schwierige-verteidigung-der-wissenschaft-gegen-ihre-veraechter-werkstattnotiz-xxiii/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Gegenwind für Joachim Bublath » Die schwierige Verteidigung der Wissenschaft gegen ihre Verächter | Werkstattnotiz XXIII">Gegenwind für Joachim Bublath » Die schwierige Verteidigung der Wissenschaft gegen ihre Verächter | Werkstattnotiz XXIII</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/10/04/die-vergessene-krankheit-die-uebersehene-kampagne-james-nachtwey-und-die-grausame-aktualitaet-der-tuberkulose-werkstattnotiz-118/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Die vergessene Krankheit, die übersehene Kampagne: James Nachtwey und die grausame Aktualität der Tuberkulose | Werkstattnotiz 118">Die vergessene Krankheit, die übersehene Kampagne: James Nachtwey und die grausame Aktualität der Tuberkulose | Werkstattnotiz 118</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/aussendienst/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Außendienst">Außendienst</a></li></ul><hr width="100%" size="1" /><p><font color="#777777">Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stöbern Sie doch weiter in anderen Veröffentlichungen der Wissenswerkstatt - etwa hier in der <a target="_blank" href="http://www.wissenswerkstatt.net/werkstattinventar-publikumslieblinge-liebhaberstuecke-und-versteckte-perlen/">Übersicht</a> besonders beliebter Texte. Alternativ lohnt sich auch die Navigation über das <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/lageplan/">Werkstattinventar</a><br /></font></p><p><em><font color="#777777">Alle Artikel der <a target="_blank" href="../">Wissenswerkstatt</a> stehen unter der <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">CreativeCommons-Lizenz</a>, d.h. Verlinken jederzeit erlaubt, Bearbeiten und Zitieren jeweils unter Angabe der
Quelle, beides allerdings nur zu nichtkommerziellen Zwecken.</em></p><hr /><small>Copyright &copy; 2011<br />Sie lesen einen Feed der Website "Wissenswerkstatt.net".<br />Eine Verwendung dieses Feeds auf anderen Webseiten verst&ouml;&szlig;t gegen das Urheberrecht. Wenn Sie diesen Inhalt nicht in Ihrem News-Reader lesen, so macht sich die Seite, die Sie betrachten, der Urheberrechtsverletzung schuldig. <br /> </font>Digitaler Fingerprint: 18754798dca730b745ad417e2b5ebb91</small><hr size=1 width=40%><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_2032" class="footnote">Wichtig ist, das ist ein grundsätzliches Dilemma, daß irgendwie gehandelt werden muß. Nichtstun (obwohl das gelegentlich sinnvoller wäre) steht nicht zur Debatte. Aber das ist ein anderes Thema.</li><li id="footnote_1_2032" class="footnote">Es gibt auch noch das Konkurrenzprodukt &#8220;Relenza&#8221; von Glaxo Smith Kline, dessen Wirkstoff heißt Zanamivir.</li><li id="footnote_2_2032" class="footnote">Unter Tamiflugabe brauchten nur 14% zusätzlich Antibiotika, bei Placebogabe waren es 19,1%. Komplikationen traten bei 12,2% der Tamiflugruppe auf, ohne Tamiflu gab es in 18,5% der Fälle eine Komplikation im Grippeverlauf.</li><li id="footnote_3_2032" class="footnote">Die unabhängige Organisation erstellt v.a. medizinische Überblicksarbeiten, für die sich saubere Studien sichtet und in der Zusammenschau bewertet.</li><li id="footnote_4_2032" class="footnote">hier verfügbar: Neuraminidase inhibitors for preventing and treating influenza in healthy adults and children von Jefferson T, Jones MA, Doshi P, Del Mar CB, Heneghan CJ, Hama R und Thompson MJ.</li><li id="footnote_5_2032" class="footnote">Die US-Behörde FDA und die europäische EMA.</li><li id="footnote_6_2032" class="footnote">Wie in diesem Artikel der ZEIT zu lesen ist: <a href="http://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2012-01/tamiflu-cochrane-wirksamkeit/seite-1">Das Tamiflu-Geheimnis</a>, Die ZEIT, 25.1.2012</li><li id="footnote_7_2032" class="footnote">Man erinnere sich nur an den lächerlichen Wulff.</li><li id="footnote_8_2032" class="footnote">Da ist Roche und die Nichtherausgabe von Studien zu Tamiflu nur ein winziges Beispiel.</li><li id="footnote_9_2032" class="footnote">Weil ich den Lügen der Industrie auf den Leim gehe und deren Praktiken nicht durchschaue.</li><li id="footnote_10_2032" class="footnote">Da ich doch offenbar &#8211; zumal in einem Blog &#8211; Lobbyarbeit für die Pharmaindustrie und gegen die nette, sanfte Homoöpathie oder die Vitamintablettenhersteller mache.</li></ol><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/27/der-tamiflu-skandal-und-der-vertrauensverlust-der-wissenschaft/">Der Tamiflu-Skandal und der Vertrauensverlust der Wissenschaft</a>]</p> <p><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/?flattrss_redirect&amp;id=2032&amp;md5=c122b4ef3be811bbb846dc24a7817e9f" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/27/der-tamiflu-skandal-und-der-vertrauensverlust-der-wissenschaft/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>5</slash:comments>
		<atom:link rel="payment" href="http://www.wissenswerkstatt.net/?flattrss_redirect&amp;id=2032&amp;md5=c122b4ef3be811bbb846dc24a7817e9f" type="text/html" />
	</item>
		<item>
		<title>Der Mythos vom guten Klang: Stradivari-Geigen enttäuschen in Studie - Über die Entzauberung der legendären Geigenbauer und unsere Tendenz zum Selbstbetrug</title>
		<link>http://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/17/der-mythos-vom-guten-klang-stradivari-geigen-enttaeuschen-in-studie/</link>
		<comments>http://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/17/der-mythos-vom-guten-klang-stradivari-geigen-enttaeuschen-in-studie/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 15:45:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc Scheloske</dc:creator>
				<category><![CDATA[Denkanstösse]]></category>
		<category><![CDATA[Lesetipps]]></category>
		<category><![CDATA[Werkstattnotizen]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Cremona]]></category>
		<category><![CDATA[Erwartungshaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Geigen]]></category>
		<category><![CDATA[Irrationalität]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Placebo]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialpsychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Stradivari]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.wissenswerkstatt.net/?p=1999</guid>
		<description><![CDATA[<p>Stradivari, Guarneri, Amati: schon allein diese Namen klingen toll. Noch viel besser &#8211; so heißt es &#8211; klingen die Instrumente aus den Werkstätten der Geigenbauer aus dem norditalienischen Cremona. Die Geigen des Antonio Stradivari seien schlicht perfekt. Ihr Klang einzigartig. Doch eine aktuelle Studie zeigt: einzigartig ist (neben dem Preis) wohl vor allem der Ruf [...]</p><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/17/der-mythos-vom-guten-klang-stradivari-geigen-enttaeuschen-in-studie/">Der Mythos vom guten Klang: Stradivari-Geigen enttäuschen in Studie</a>]</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/17/der-mythos-vom-guten-klang-stradivari-geigen-enttaeuschen-in-studie/geige220/" rel="attachment wp-att-2002"><img class="alignright size-full wp-image-2002" style="border: 0pt none; margin: 2px 8px;" title="Geige - Keine Stradivari allerdings" src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2012/01/Geige220.jpg" alt="" width="220" height="157" /></a>Stradivari, Guarneri, Amati: schon allein diese Namen klingen toll. Noch viel besser &#8211; so heißt es &#8211; klingen die Instrumente aus den Werkstätten der Geigenbauer aus dem norditalienischen Cremona. Die Geigen des Antonio Stradivari seien schlicht perfekt. Ihr Klang einzigartig. Doch eine aktuelle Studie zeigt: einzigartig ist (neben dem Preis) wohl vor allem der Ruf der Geigen von Stradivari, Guarneri &amp; Co. In einem Test schnitten sie nämlich schlechter ab als moderne Geigen.</strong></p>
<p>Das norditalienische Städtchen Cremona ist ja irgendwie das Wimbledon des Geigenbaus. Neben den heute noch allgemein bekannten Stars wie <a title="Link zu Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Antonio_Stradivari">Stradivari</a> und <a title="Wikipedia-Link" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Guarneri_del_Ges%C3%B9">Guarneri del Gesù</a> hat auch die bemerkenswerte Geigenbaudynastie der <a title="Link zu Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Amati">Amati</a> ihre Wurzeln in Cremona und auch die Instrumente von <a title="Link zu Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Francesco_Ruggeri">Francesco Ruggeri</a> erzielen heute Preise jenseits der Millionengrenze.</p>
<p>Ich selbst war vor gut zwei Jahren in Cremona, habe bei Nieselregen in einem kleinen Café in Sichtweite des Doms einen Capuccino getrunken und habe am Domportal die mißlungensten Steinlöwen der Kirchenbaugeschichte gesehen. Gefallen hat mir Cremona dennoch und ich habe darüber nachgedacht, wie es nur möglich war, daß hier vor rund 300 Jahren Musikinstrumente gebaut wurden, deren Qualität nie wieder erreicht werden sollte.</p>
<div id="attachment_2004" class="wp-caption aligncenter" style="width: 590px"><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/17/der-mythos-vom-guten-klang-stradivari-geigen-enttaeuschen-in-studie/cremona_dom_580/" rel="attachment wp-att-2004"><img class="size-full wp-image-2004" title="Cremona_Dom_580" src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2012/01/Cremona_Dom_580.jpg" alt="Löwe am Domportal von Cremona" width="580" height="402" /></a><p class="wp-caption-text">Eigenwilliger Löwe am Portal des Cremoneser Doms</p></div>
<h2>
<p class="zwischenueberschrift_mit_linie">Legendäre Geigenbauer: Antonio Stradivari und Guarneri del Gesù</p>
</h2>
<p>Ich selbst habe ehrlicherweise keine großartige Ahnung von Streichinstrumenten. Ich höre mir durchaus gerne klassische Konzerte an und liebe das Cellokonzert in h-moll von <em>Antonin Dvořák</em>. Aber wenn es um die Eigenschaften von Violinen, Bratschen oder Celli geht, so kann ich mir kein Urteil erlauben. Ich glaube einfach, was ich so lese. Und wenn auch die Topstars der heutigen Geigenszene (von Anne-Sophie Mutter bis zum unvermeidlichen David Garrett) auf einer Stradivari spielen und deren einzigartigen, legendären Klang in höchsten Tönen loben, so muß da was dran sein. So dachte ich. Bis letzte Woche&#8230;</p>
<p><span class="pullquote_left">Sind die Geigen von Stradivari oder Guarneri so gut wie ihr Ruf?</span></p>
<p>Aber auch bei den berühmten Geigen ist es offenbar wie mit anderen Legenden: einer Überprüfung halten sie nicht unbedingt stand. Wie überlegen die Eigenschaften (und der Klang) der Geigen von Antonio Stradivari oder seinem nicht minder berühmten Kollegen Guarneri del Gesù tatsächlich sind, testete kürzlich die Geigenforscherin Dr. Claudia Fritz vom Institut Jean Le Rond d’Alembert der Universität Paris. <a title="Bericht beim orf" href="http://science.orf.at/stories/1692648/">Die Meldung</a> zu ihren interessanten Ergebnissen machte schon letzte Woche die Runde, da ich die Studie aber so klasse finde, blogge ich dennoch nochmal darüber.</p>
<p class="zwischenueberschrift_mit_linie">Was ist dran am einzigartigen Ruf der edlen Instrumente?</p>
<p>Claudia Fritz wollte wissen, ob Geigenexperten die legendären Instrumente tatsächlich von &#8220;normalen&#8221; Geigen unterscheiden können. Schließlich wird ja genau das immer behauptet: die weltbekannten Geigenvirtuosen spielen auf einer Stradivari, weil diese eben diesen einzigartigen und unübertroffenen Klang habe. Und da gäbe es eben einen großen hörbaren und für den Geiger auch fühlbaren Unterschied.</p>
<p><span class="pullquote">Im Test schneiden &#8220;neue&#8221; Geigen besser ab. Profimusiker erkennen die gefeierten Instrumente nicht.</span></p>
<p>Für ihren Test hatte Claudia Fritz zwei Stradivaris (aus dem Jahr 1700 bzw. 1715) und eine Guarneri aus dem Jahr 1740 zur Verfügung. Zum Vergleich gab es drei &#8220;moderne&#8221; Geigen, alle nur ein paar Jahre alt. Der Versuch fand im Rahmen des  Internationalen Geigenwettbewerbs in Indianapolis im Herbst 2010 statt. 21 Topmusiker nahmen daran teil und sollten aus den sechs vorhandenen Instrumenten ihren Favoriten auswählen und beurteilen (und in Hörtests die Klangfarbe, Tonqualität etc. beurteilen).</p>
<p>Der Test war als &#8220;Blindversuch&#8221; konzipiert: abgedunkelter Raum, die Testpersonen trugen eine Brille und die Geigen wurden mit einem Duftstoff versehen, so daß auch eine geruchliche Beeinflussung ausgeschlossen war. Das Ergebnis? Der Test zeigte deutlich, daß die Instrumente quasi nicht zu unterscheiden sind. Und die Stradivari- und Guarneri-Geigen schnitten sogar schlechter ab: nur acht der 21 Musiker wollten einen millionenschweren Mythos mit nach Hause nehmen, 13 Musiker entschieden sich für ein neues Instrument. In den Hörtests wurde eine der Stradivari-Geigen am schlechtesten bewertet, am beliebtesten war eine der neuen Geigen.</p>
<p class="zwischenueberschrift_mit_linie">Imponiert uns der Klang oder der klangvolle Name?</p>
<p>Das Ergebnis ist recht eindeutig: Geigen mit klangvollen Namen halten im Test nicht, was sie versprechen. Wie kommt es dann aber, daß sich der Mythos von den vermeintlich so unübertrefflich guten Instrumenten so lange hält? Eine einfache Antwort darauf gibt es sicher nicht. Klar ist, daß es durchaus selbstverstärkende Effekte gibt (zumindest was das Urteil der Zuhörer betrifft): denn eine Anne-Sophie Mutter spielt natürlich besser als irgendein Zweitliga-Geiger im städtischen Konzerthaus. Doch was ist der Virtuosität der Geigerin geschuldet und was dem Instrument?</p>
<p class="pullquote">Wie ist der Mythos um die Geigen erklärbar? Welche Rolle spielt das Wissen um die millionenteuren Instrumente?</p>
<p>Was das (Experten-)Urteil der Musiker selbst angeht, so dürfte hier ein durchaus bekannter Effekt eine Rolle spielen. Es geht schlicht um die Erwartungshaltung, die in einem solchen Fall fast zwangsläufig Bestätigung finden muß. Bekommt ein talentierter Geiger zum ersten Mal eine Stradivari in die Hand, so wird er (wissend, daß er nun den Bogen an eine millionenschwere Kostbarkeit anlegt) naturgemäß den Klang, die Tonfarbe usw. entsprechend beurteilen. Das ist menschlich. :-)</p>
<p class="zwischenueberschrift_mit_linie">Teuer klingt gut, schmeckt gut, wirkt gut</p>
<p>Der Mechanismus dahinter ist aus anderen Studien bekannt: was teuer ist, wird von den Probanden auch gut bewertet. Das kann teurer Wein sein (der schon allein deshalb besser schmeckt) oder es kann sich um Medikamente handeln. Der Verhaltensforscher Dan Ariely hat dazu mehrere Experimente durchgeführt. 2008 verabreichte er zwei Gruppen ein angebliches Schmerzmittel (beidesmal waren es nur Placebo-Pillen). Die eine Gruppe bekam die Info, jede Pille koste 2,50 Dollar. Der anderen Gruppe wurde mitgeteilt, die Pille koste wenige Cent. Die schmerzlindernde Wirkung beider Tabletten war danach auch entsprechend: die teure Placebo-Schmerztablette konnte bei 85 Prozent der Teilnehmer die Schmerzen reduzieren, das billige Präparat wirkte dagegen nur bei 61 Prozent.</p>
<p>Und was bei Schmerzmitteln der Unterschied zwischen der Pille für wenige Cent und der für 2,50 Dollar ist, das ist in der Welt einfach hochskaliert. Für gute, moderne Geigen muß man durchaus auch einen fünfstelligen Eurobetrag hinblättern, für absolute Spitzengeigen kann man gar 100.00 Euro investieren. Im Vergleich zu den Millionenwerten einer Stradivari sind das Peanuts.</p>
<div class="werkstattlinks">
<p><strong>Studien:</strong></p>
<ul>
<li>Claudia Fritza,1,2, Joseph Curtinb,1, Jacques Poitevineaua, Palmer Morrel-Samuelsc, and Fan-Chia Taod: <a title="Link zur Studie bei PNAS" href="http://www.pnas.org/content/early/2012/01/02/1114999109">Player preferences among new and old violins</a>, in: PNAS January 3, 2012, doi: 10.1073/pnas.1114999109</li>
<li>Ariely, D. et. al: <a title="Link zur Studie" href="http://jama.ama-assn.org/content/299/9/1016.short">Commercial Features of Placebo and Therapeutic Efficacy</a>, in: AMA. 2008;299(9):1016-1017. doi: 10.1001/jama.299.9.1016.</li>
</ul>
<p>Links / Büchertipp:</p>
<ul>
<li>Dan Ariely: <a title="Amazon-Link" href="http://www.amazon.de/gp/product/3426780356/ref=as_li_tf_tl?ie=UTF8&amp;tag=werkstatt-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=3426780356">Denken hilft zwar, nützt aber nichts: Warum wir immer wieder unvernünftige Entscheidungen treffen.</a> (Amazon-Link)</li>
</ul>
</div>
<p style="text-align: center;"><small>Bildquellen &#8211; Löwe Cremona (eigenes Photo) / Geige (stock.xchng, User: propa)</small></p>
<hr width="100%" size="1" /><hr /><h4>&Auml;hnliche Beitr&auml;ge</h4><ul><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/12/31/von-guten-vorsaetzen-und-selbsttaeuschungen-werkstattnotiz-132/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Von guten Vorsätzen und Selbsttäuschungen | Werkstattnotiz 132">Von guten Vorsätzen und Selbsttäuschungen | Werkstattnotiz 132</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2009/04/08/digital-ist-besser-uber-vinyl-cds-mp3s-und-die-macht-der-horgewohnheiten/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Digital ist besser: Über Vinyl, CDs, MP3s und die Macht der Hörgewohnheiten">Digital ist besser: Über Vinyl, CDs, MP3s und die Macht der Hörgewohnheiten</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/07/tofu-macht-dumm-schattenseiten-der-hochschulreformen-werkstatt-ticker-44/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Tofu macht dumm ::: Schattenseiten der Hochschulreformen | Werkstatt-Ticker 44">Tofu macht dumm ::: Schattenseiten der Hochschulreformen | Werkstatt-Ticker 44</a></li></ul><hr width="100%" size="1" /><p><font color="#777777">Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stöbern Sie doch weiter in anderen Veröffentlichungen der Wissenswerkstatt - etwa hier in der <a target="_blank" href="http://www.wissenswerkstatt.net/werkstattinventar-publikumslieblinge-liebhaberstuecke-und-versteckte-perlen/">Übersicht</a> besonders beliebter Texte. Alternativ lohnt sich auch die Navigation über das <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/lageplan/">Werkstattinventar</a><br /></font></p><p><em><font color="#777777">Alle Artikel der <a target="_blank" href="../">Wissenswerkstatt</a> stehen unter der <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">CreativeCommons-Lizenz</a>, d.h. Verlinken jederzeit erlaubt, Bearbeiten und Zitieren jeweils unter Angabe der
Quelle, beides allerdings nur zu nichtkommerziellen Zwecken.</em></p><hr /><small>Copyright &copy; 2011<br />Sie lesen einen Feed der Website "Wissenswerkstatt.net".<br />Eine Verwendung dieses Feeds auf anderen Webseiten verst&ouml;&szlig;t gegen das Urheberrecht. Wenn Sie diesen Inhalt nicht in Ihrem News-Reader lesen, so macht sich die Seite, die Sie betrachten, der Urheberrechtsverletzung schuldig. <br /> </font>Digitaler Fingerprint: 18754798dca730b745ad417e2b5ebb91</small><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/17/der-mythos-vom-guten-klang-stradivari-geigen-enttaeuschen-in-studie/">Der Mythos vom guten Klang: Stradivari-Geigen enttäuschen in Studie</a>]</p> <p><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/?flattrss_redirect&amp;id=1999&amp;md5=c6ae1f322e3222495be1948d442119e5" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.wissenswerkstatt.net/2012/01/17/der-mythos-vom-guten-klang-stradivari-geigen-enttaeuschen-in-studie/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>8</slash:comments>
		<atom:link rel="payment" href="http://www.wissenswerkstatt.net/?flattrss_redirect&amp;id=1999&amp;md5=c6ae1f322e3222495be1948d442119e5" type="text/html" />
	</item>
		<item>
		<title>Lotterie im Bio-Laden: Weshalb Bio-Produkte ein Ärgernis sind</title>
		<link>http://www.wissenswerkstatt.net/2010/07/30/lotterie-im-bio-laden-weshalb-bio-produkte-ein-aergernis-sind/</link>
		<comments>http://www.wissenswerkstatt.net/2010/07/30/lotterie-im-bio-laden-weshalb-bio-produkte-ein-aergernis-sind/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 30 Jul 2010 17:30:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc Scheloske</dc:creator>
				<category><![CDATA[Denkanstösse]]></category>
		<category><![CDATA[Ich-Maschine]]></category>
		<category><![CDATA[Lesetipps]]></category>
		<category><![CDATA[Ökologie]]></category>
		<category><![CDATA[Bioprodukte]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.wissenswerkstatt.net/?p=1372</guid>
		<description><![CDATA[<p>Am Ende ist es dann doch wieder eine Glaubensfrage. Oder eine des Geschmacks. Und der Weltanschauung. An der Frage, ob Bio-Lebensmittel automatisch gesünder sind, scheiden sich jedenfalls die Geister. Sicher ist, daß diese Frage so pauschal wohl ohnehin nicht zu beantworten ist. Und sicher ist auch, daß Bio-Produkte ein Problem haben. Denn in Tests fallen [...]</p><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2010/07/30/lotterie-im-bio-laden-weshalb-bio-produkte-ein-aergernis-sind/">Lotterie im Bio-Laden: Weshalb Bio-Produkte ein Ärgernis sind</a>]</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2010/07/Gemuese_200.jpg"><img title="Gemüse; Bildquelle: stock.xchng, User: nkzs" src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/mediathek/2010/07/Gemuese_200.jpg" alt="Junges Gemüse" title="Gemuese_200" style="margin: 8px;" width="200" height="280" class="alignright size-full wp-image-1374" /></a><strong>Am Ende ist es dann doch wieder eine Glaubensfrage. Oder eine des Geschmacks. Und der Weltanschauung. An der Frage, ob Bio-Lebensmittel automatisch gesünder sind, scheiden sich jedenfalls die Geister. Sicher ist, daß diese Frage so pauschal wohl ohnehin nicht zu beantworten ist. Und sicher ist auch, daß Bio-Produkte ein Problem haben. Denn in Tests fallen Bioprodukte regelmäßig durch. Nicht alle, aber immer wieder landen die teuren Produkte aus dem Bioladen weit hinter vielen konventionell erzeugten Lebensmitteln. Für den mündigen Verbraucher ist das wenig zufriedenstellend. Denn er kann sich kaum sicher sein, ob die Dinge in seinem Einkaufskorb wirklich die (hohen) Anforderungen erfüllen.</strong></p>
<p>Ich gestehe: ich kaufe sehr selten im Bioladen ein (dabei ist so ein Laden mit dem netten Namen &#8220;Schmatz&#8221; gleich bei mir um die Ecke). Und die Tatsache, daß ich dort nur sehr selten einkaufe, liegt nicht an den Broschüren der Heilpraktiker, Geistheiler und Schamanen, die dort ausliegen (manchmal amüsieren die mich, manchmal ärgere ich mich darüber). Der Grund ist ein anderer: ich weiß nicht, ob die Bioprodukte wirklich ihr Geld wert sind. Oder anders formuliert: mir ist zu unsicher, was ich da tatsächlich kaufe.</p>
<h4><span class="pullquote_left">Ich weiß nicht, ob die Bioprodukte wirklich ihr Geld wert sind. </span></h4>
<p>Dabei sind mir mir die allermeisten Grundsätze einer nachhaltig-ökologisch orientierten Landwirtschaft und Lebensmittelerzeugung sehr sympathisch.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2010/07/30/lotterie-im-bio-laden-weshalb-bio-produkte-ein-aergernis-sind/#footnote_0_1372" id="identifier_0_1372" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Lassen wir mal au&szlig;en vor, da&szlig; ich manche der Vorschriften von Bioverb&auml;nden f&uuml;r &uuml;berfl&uuml;ssigen Nonsense und Voodoo-Landwirtschaft halte.">1</a></sup> Ich halte weder Massentierhaltung für sinnvoll, noch exzessive Landwirtschaft, die auf riesige Monokulturen und den hemmungslosen Einsatz von Düngern setzt. Weniger wäre da in meinen Augen manchmal mehr. Und wieso ein Liter Milch im Supermarkt für 50 Cent zu haben sein muß, verstehe ich auch nicht. Ich würde (und könnte) gerne mehr bezahlen.</p>
<p><strong>Ernüchternde Tests: Mangelhafte Qualität (mancher) Bioprodukte</strong></p>
<p>Insofern gehöre ich wohl eindeutig zu dem Klientel, das typischerweise in Reformhäusern und Bioläden einkauft. Doch genau das mache ich nicht. Schuld daran ist (auch) die Stiftung Warentest. Denn in unzähligen Tests der letzten Jahre landeten die teuren Produkte aus dem Bioladen auf den hinteren Rängen. </p>
<h4><span class="pullquote">Man kann fast darauf wetten: es gibt immer ein Bioprodukt, das bei Tests mit Pauken und Trompeten durchfällt.</span></h4>
<p>Man kann schon fast darauf wetten, wenn wieder mal Olivenöle, Brotaufstriche oder Kaffeebohnen getestet werden: unter den 20 Produkten werden sicher ein oder zwei Bioprodukte mit Bravour abschneiden, aber mindestens ein Öko-Erzeugnis wird garantiert ein mangelhaftes Ergebnis bekommen. Und das Problem und irgendwie auch das Dilemma für die ganze Bio-Lebensmittel-Palette: erst die Tests trennen die biologisch-zertifizierte Spreu vom Weizen.</p>
<p>Beispiele gefällig? Im letzten <a href="http://www.testberichte.de/a/oel/magazin/test-stiftung-warentest-4-2010/204157.html">Test der Olivenöle (April 2010)</a> wurde ein Bio-Öl als Testsieger ausgezeichnet. Doch auf dem letzten Rang landet auch ein Olivenöl aus dem Bioladen &#8211; das &#8220;Baktat Olivenöl nativ extra&#8221; bekommt die wenig schmeichelhafte Note 5,2. Das ist &#8220;mangelhaft&#8221; und irgendwie typisch. Man zeige mir mal einen Speise-Öl-Test, in dem nicht ein teures Bioprodukt mindestens total ranzig oder mit Schimmelpilzgiften belastet war.</p>
<h4><span class="pullquote_left">Das teilweise miserable Abschneiden von Bioprodukten bei Tests ist ernüchternd. Und es verunsichert.</span></h4>
<p>Das selbe Bild bei Rapsölen. Der Test <a href="http://www.testberichte.de/a/oel/magazin/test-stiftung-warentest-11-2009/182008.html">vom November 2009</a> zeigt: vorne irgendwo die günstigen Öle von Aldi, Lidl &amp; Co. und hinten mit &#8220;mangelhaft&#8221; die tollen Öle von Rapunzel, Alnatura etc.</p>
<p>Auch beim Test von Basmati-Reis (<a href="http://www.test.de/themen/essen-trinken/test/Basmati-Reis-Jeder-zweite-mangelhaft-4118269-4119106/">ganz aktuell von gestern</a>) das bekannte Bild: von insgesamt sechs Bio-Produkten war nur eines (von Alnatura) pestizidfrei. Bei drei Bio-Reissorten fanden die Tester deutliche Rückstände. Ein Produkt fiel komplett durch:</p>
<blockquote><p>&#8220;Bio-Vollkornreis Green waren so stark mit dem krebserregenden Schimmelpilzgift Aflatoxin B1 belastet, dass sie nicht hätten verkauft werden dürfen.&#8221; (Zusammenfassung auf der Warentest-Website)</p></blockquote>
<p>Das ist &#8211; für mich als Verbraucher &#8211; abschreckend. Denn wieso soll ich (wie oben schon angeführt) im Bioladen einkaufen, wenn ich dort dann Lotterie spielen darf? Es ist in vielen Fällen (jedenfalls ist das meine Beobachtung) meist eine Chance von 50:50, ob man nun ein tolles Bioprodukt kauft oder einen Artikel, der besser auf dem direkten Weg auf dem Komposthaufen entsorgt werden sollte.</p>
<p>Ich selbst kenne ehrlicherweise auch keine wirklich befriedigende Lösung. Aber wenn ich konventionelle Lebensmittel im Supermarkt kaufe, dann habe ich wenigstens das Gefühl, daß ich mit geringerer Wahrscheinlichkeit total verranzte oder mit Schimmelpilzen belastete Produkte kaufe. Sicher kann ich mir da natürlich auch nicht sein, wer führt schon immer ein mobiles Analytiklabor mit sich, um die relevanten Werte vor Ort zu erheben. ;-)</p>
<p><strong>Bio-Mythos: Bio-Lebensmittel sind nicht gesünder</strong></p>
<p>Letztlich bleibt es eben doch eine Vertrauens- und Geschmackssache. Und das Argument, daß Bioprodukte per se gesünder und &#8220;wertvoller&#8221; seien, zieht nicht. Natürlich ziehe ich einen Apfel von der Streuobstwiese einem Plantagenapfel vom Großbauern vor, aber auch hier zeigen Studien: ökologisch erzeugte Lebensmittel sind nicht von Natur aus besser, als die konventionell erzeugten Waren. Das hat zuletzt auch eine groß angelegte britische Analyse ergeben:</p>
<blockquote><p>An independent review commissioned by the Food Standards Agency (FSA) shows that there are no important differences in the nutrition content, or any additional health benefits, of organic food when compared with conventionally produced food.</p></blockquote>
<p>Die Vorteile einer Öko-Landwirtschaft liegen meiner Meinung nach also weniger im direkten (gesundheitlichen) Vorteil für den Konsumenten. Ich wünschte mir aus anderen Gründen (Gewässerschutz, Biodiversität etc.) eine andere, kleinteiligere und ökologisch orientierte Landwirtschaft. Und im Zweifel sogar weniger strikte Vorgaben der einschlägigen Verbände, was bspw. Konservierungsmittel u.ä. angeht. Denn was hilft mir der Verzicht auf Pestizide, wenn später in der Verarbeitung geschlampert wird oder andere Umstände dazu führen, daß ich ein ranziges und sonstwie ungenießbares Lebensmittel auf dem Tisch habe. </p>
<p>&#8211;<br />
<em>Link: </em></p>
<ul>
<li>Food Standards Agency: <a href="http://www.food.gov.uk/news/newsarchive/2009/jul/organic">Organic review published,</a> Juli 2009.</li>
</ul>
<hr width="100%" size="1" /><hr /><h4>&Auml;hnliche Beitr&auml;ge</h4><ul><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/28/zu-viel-acetaldehyd-im-mineralwasser-fragen-an-eine-bloggende-soziologin-werkstatt-ticker-50/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Zu viel Acetaldehyd im Mineralwasser ::: Fragen an eine bloggende Soziologin | Werkstatt-Ticker 50">Zu viel Acetaldehyd im Mineralwasser ::: Fragen an eine bloggende Soziologin | Werkstatt-Ticker 50</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/14/oeko-lifestyle-blogs-7-thesen-zur-online-kollaboration-werkstatt-ticker-20/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Öko-Lifestyle-Blogs ::: 7 Thesen zur Online-Kollaboration | Werkstatt-Ticker 20">Öko-Lifestyle-Blogs ::: 7 Thesen zur Online-Kollaboration | Werkstatt-Ticker 20</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/10/30/das-geschenk-meines-lebens-tocotronic-bezaubern-mit-explosion-und-beschwoeren-einen-anti-nietzsche-werkstattnotiz-xxi/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Das Geschenk meines Lebens » Tocotronic bezaubern mit Explosion und beschwören einen Anti-Nietzsche | Werkstattnotiz XXI">Das Geschenk meines Lebens » Tocotronic bezaubern mit Explosion und beschwören einen Anti-Nietzsche | Werkstattnotiz XXI</a></li></ul><hr width="100%" size="1" /><p><font color="#777777">Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stöbern Sie doch weiter in anderen Veröffentlichungen der Wissenswerkstatt - etwa hier in der <a target="_blank" href="http://www.wissenswerkstatt.net/werkstattinventar-publikumslieblinge-liebhaberstuecke-und-versteckte-perlen/">Übersicht</a> besonders beliebter Texte. Alternativ lohnt sich auch die Navigation über das <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/lageplan/">Werkstattinventar</a><br /></font></p><p><em><font color="#777777">Alle Artikel der <a target="_blank" href="../">Wissenswerkstatt</a> stehen unter der <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">CreativeCommons-Lizenz</a>, d.h. Verlinken jederzeit erlaubt, Bearbeiten und Zitieren jeweils unter Angabe der
Quelle, beides allerdings nur zu nichtkommerziellen Zwecken.</em></p><hr /><small>Copyright &copy; 2011<br />Sie lesen einen Feed der Website "Wissenswerkstatt.net".<br />Eine Verwendung dieses Feeds auf anderen Webseiten verst&ouml;&szlig;t gegen das Urheberrecht. Wenn Sie diesen Inhalt nicht in Ihrem News-Reader lesen, so macht sich die Seite, die Sie betrachten, der Urheberrechtsverletzung schuldig. <br /> </font>Digitaler Fingerprint: 18754798dca730b745ad417e2b5ebb91</small><hr size=1 width=40%><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_1372" class="footnote">Lassen wir mal außen vor, daß ich manche der Vorschriften von Bioverbänden für überflüssigen Nonsense und Voodoo-Landwirtschaft halte.</li></ol><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2010/07/30/lotterie-im-bio-laden-weshalb-bio-produkte-ein-aergernis-sind/">Lotterie im Bio-Laden: Weshalb Bio-Produkte ein Ärgernis sind</a>]</p> <p><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/?flattrss_redirect&amp;id=1372&amp;md5=d07a69943b9e7faa2271add746fffaf8" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.wissenswerkstatt.net/2010/07/30/lotterie-im-bio-laden-weshalb-bio-produkte-ein-aergernis-sind/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>15</slash:comments>
		<atom:link rel="payment" href="http://www.wissenswerkstatt.net/?flattrss_redirect&amp;id=1372&amp;md5=d07a69943b9e7faa2271add746fffaf8" type="text/html" />
	</item>
		<item>
		<title>Kognitive Höchstleistungen und lebenslanges Lernen ::: Ermüdende Zecken-Impf-PR &#124; Werkstatt-Ticker 61</title>
		<link>http://www.wissenswerkstatt.net/2009/03/19/kognitive-hochstleistungen-und-lebenslanges-lernen-ermudende-zecken-impf-pr-werkstatt-ticker-61/</link>
		<comments>http://www.wissenswerkstatt.net/2009/03/19/kognitive-hochstleistungen-und-lebenslanges-lernen-ermudende-zecken-impf-pr-werkstatt-ticker-61/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 19 Mar 2009 18:10:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc Scheloske</dc:creator>
				<category><![CDATA[Denkanstösse]]></category>
		<category><![CDATA[Lesetipps]]></category>
		<category><![CDATA[Werkstatt-Ticker]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gedächtnis]]></category>
		<category><![CDATA[Hirnforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Pharmaindustrie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.wissenswerkstatt.net/?p=952</guid>
		<description><![CDATA[<p>» Leistungseinbußen schon mit 27 Jahren&#8230; und dann? Eigentlich wissen wir es längst, daß unsere biologisch-physische Konstitution nicht mehr angemessen mit unseren praktisch-sozialen Lebensumständen synchronisiert ist. Denn was hilft einem das Wissen, daß (rein biologisch gesehen!) es am sinnvollsten wäre, sich mit 18, 19 oder 20 Jahren an die Zeugung von Nachwuchs zu machen, wenn [...]</p><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2009/03/19/kognitive-hochstleistungen-und-lebenslanges-lernen-ermudende-zecken-impf-pr-werkstatt-ticker-61/">Kognitive Höchstleistungen und lebenslanges Lernen ::: Ermüdende Zecken-Impf-PR | Werkstatt-Ticker 61</a>]</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/category/werkstatt-ticker/"><img class="alignright size-full wp-image-234" style="border: 1px solid #DCDCDC; margin: 6px; float: right;" title="Ticker-Archiv" src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/uploads/2008/04/ticker_02a.jpg" alt="Ticker.jpg" width="180" height="121" /></a><span style="font-size: xx-large; color: #808080;"><span class="ticker_titel"><strong>»</strong> </span><span style="font-size: large;"><span class="ticker_titel">Leistungseinbußen schon mit 27 Jahren&#8230; und dann?<br />
</span></span></span></h2>
<p>Eigentlich wissen wir es längst, daß unsere biologisch-physische Konstitution nicht mehr angemessen mit unseren praktisch-sozialen Lebensumständen synchronisiert ist. Denn was hilft einem das Wissen, daß (rein biologisch gesehen!) es am sinnvollsten wäre, sich mit 18, 19 oder 20 Jahren an die Zeugung von Nachwuchs zu machen, wenn realistischerweise das Zeitfenster für die Familienplanung sich frühestens zehn Jahre später öffnet? Da nutzen einem auch die beweglichsten Spermien nichts, die man mal hatte, als man jung war.</p>
<p>Ähnlich ist es &#8211; wenn man den Berichten über eine US-Studie glauben darf &#8211; wenn es um die Entwicklung der geistigen Leistungsfähigkeit geht: mit 22 erreichen wir hier die besten Fitnesswerte. Auffassungsgabe, logisches Denkvermögen, Problemlösegeschwindigkeit sind bei den Anfang Zwanzigjährigen am besten. Nur fünf Jahre später beginnt bereits der schleichende Verfall. Die Schlagzeilen der kurzen Berichte zu dieser Studie lauten entsprechend:</p>
<ul>
<li><a href="http://derstandard.at/?url=/?id=1237227512973">Ab 27 geht es geistig bergab</a></li>
<li><a href="http://news.bbc.co.uk/1/hi/health/7945569.stm">&#8216;Brain decline&#8217; begins at age 27</a></li>
</ul>
<p>Liest man sich den Abstract der Studie freilich genauer und die Berichte bis zum Ende durch, dann stellt man fest, daß die Ergebnisse der Studie, an der rund 2000 Probanden zwischen 18 und 60 Jahren teilnahmen, gar nicht so pessimistisch stimmen müssen.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2009/03/19/kognitive-hochstleistungen-und-lebenslanges-lernen-ermudende-zecken-impf-pr-werkstatt-ticker-61/#footnote_0_952" id="identifier_0_952" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Die Studie erscheint in der aktuellen Ausgabe von Neurobiology of Aging, wo &uuml;brigens andere Artikel durchaus abweichende Positionen bzgl. der aufgestellten Thesen (Abbauprozesse ab 27 Jahre) nachzulesen sind.">1</a></sup></p>
<h4><span class="pullquote">Beginnt der geistige Verfall wirklich schon mit Mitte 20? </span></h4>
<p>Denn das Erinnerungsvermögen bleibt bis zum 40. Lebensjahr auf allerhöchstem Niveau und die Aneignung von neuem Wissen (wenn es etwa um den Spracherwerb geht) oder die Informationsverarbeitung kommt erst im höheren Alter richtig in Schwung. Kurz gesagt: man lernt einfach immer mehr dazu, die mentalen Ausdauerfähigkeiten steigen weiter an, die kurzen Sprints überläßt man da doch gern den jungen Hüpfern mit ihren 22 Jahren.</p>
<div class="links_ticker">
<strong>Mehr:</strong></p>
<ul>
<li>Der Standard: <a href="http://derstandard.at/?url=/?id=1237227512973">Ab 27 geht es geistig bergab</a>, 16.3.2009</li>
<li>Ars technica:<br />
<a href="http://arstechnica.com/science/news/2009/03/cognitive-declines-affecting-science-reporting.ars">Does brain rot set in after 27? Depends how you measure</a></li>
<li>Timothy A. Salthouse: <a href="http://www.sciencedirect.com/science?_ob=ArticleURL&#038;_udi=B6T09-4VNCBT1-1&#038;_user=10&#038;_coverDate=04%2F30%2F2009&#038;_rdoc=4&#038;_fmt=high&#038;_orig=browse&#038;_srch=doc-info(%23toc%234857%232009%23999699995%23972065%23FLA%23display%23Volume)&#038;_cdi=4857&#038;_sort=d&#038;_docanchor=&#038;_ct=25&#038;_acct=C000050221&#038;_version=1&#038;_urlVersion=0&#038;_userid=10&#038;md5=0354fbcfea27473657cf06f3f7c62320">When does age-related cognitive decline begin?</a>, in Neurobiology of Aging, Volume 30, Issue 4, April 2009, Pages 507-514 </li>
</ul>
</div>
<h2><span style="font-size: xx-large; color: #808080;"><span class="ticker_titel"><strong>»</strong> </span><span style="font-size: large;"><span class="ticker_titel">Fragwürdige Zecken-Impf-PR</span></h2>
<p>Zecken sind &#8211; darüber braucht man nicht zu debattieren &#8211; unangenehme Blutsauger. Und die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Fr%C3%BChsommer-Meningoenzephalitis">FSME</a>, die durch Zecken in bestimmten Risikogebieten übertragen wird, zählt ebenfalls zu den Dingen, auf die man getrost verzichten kann. Dennoch sind die permanenten Aufrufe zur FSME-Schutzimpfung mit Vorsicht zu genießen, nicht nur weil gegen die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lyme-Borreliose">Lyme-Borreliose</a> die oft als Rundum-Sorglos-Paket proagierte Zeckenimpfung sowieso nichts nützt.</p>
<p>Wenn man freilich ständig in Wiesen und Wäldern unterwegs ist, gar beruflich als Förster dort zu tun hat, dann ist die FSME-Impfung logischerweise zu empfehlen. Und uns anderen sollte bewußt sein, daß die FSME-Impfstoffhersteller ganz hervorragend auf der großen PR-Klaviatur spielen. Denn &#8211; wie die <a href="http://gesundheit.blogger.de/stories/1362871/">Stationäre Aufnahme zeigt</a> &#8211; die dringende Notwendigkeit zur Impfung sei immer gegeben. </p>
<p>Nach milden Wintern natürlich ganz besonders &#8211; wie hier am 7.1.2007 bei Focus nachzulesen:</p>
<blockquote><p><a href="http://www.focus.de/gesundheit/news/warmer-winter_aid_122220.html">Warmer Winter begünstigt die Zecken</a><br />
Heuer muss man aufgrund des Wetters wieder mit einer Zeckenplage rechnen. Amtsarzt Klaus Fillafer rät zu einer Schutzimpfung gegen FSME, die gefährliche Hirnhautentzündung. </p></blockquote>
<p>Und nach kalten Wintern erst recht, wie man jüngst im Abendblatt lesen konnte:</p>
<blockquote><p><a href="http://www.abendblatt.de/daten/2008/04/17/870115.html">Zecken mögen kalte Winter</a><br />
Bei den Zecken führen kalte Winter sogar eher dazu, dass ihre Zahl steigt.&#8221; Denn Schnee und Frost schützen die Zecken in der Phase ihrer Kältestarre. Darüber hinaus können in warmen und feuchten Wintern die Zecken von Pilzen geschädigt werden.</p></blockquote>
<p>Um ehrlich zu sein, hätte ich es doch gern, wenn die sich wenigstens entscheiden könnten, ob nun kalte oder warme Winter für die Zecken günstig sind. </p>
<div class="links_ticker">Mehr bei der Stationären Aufnahme:</p>
<ul>
<li><a href="http://gesundheit.blogger.de/stories/1362871/">Allwettertaugliche Zeckenexperten</a>, 18.3.2009</li>
</ul>
</div>
<div class="invisible">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Klimawandel">Klimawandel</a></p>
<hr width="100%" size="1" /><hr /><h4>&Auml;hnliche Beitr&auml;ge</h4><ul><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/12/2-millionen-mehr-internetnutzer-barcamp-in-muenchen-hoffnung-im-kampf-gegen-alzheimer-werkstatt-ticker-34/" rel="bookmark" title="Permanent Link: 2 Millionen mehr Internetnutzer ::: Barcamp in München ::: Hoffnung im Kampf gegen Alzheimer | Werkstatt-Ticker 34">2 Millionen mehr Internetnutzer ::: Barcamp in München ::: Hoffnung im Kampf gegen Alzheimer | Werkstatt-Ticker 34</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/07/where-in-this-world-aktuelles-video-der-klangmagier-the-notwist-hardbloggingscientist-online-werkstatt-ticker-07/" rel="bookmark" title="Permanent Link: &#8220;Where in this world?&#8221; aktuelles Video der Klangmagier &#8220;The Notwist&#8221; ::: HardbloggingScientist online | Werkstatt-Ticker 07">&#8220;Where in this world?&#8221; aktuelles Video der Klangmagier &#8220;The Notwist&#8221; ::: HardbloggingScientist online | Werkstatt-Ticker 07</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/21/e-publikation-zum-social-web-die-illusion-strategischer-forschung-werkstatt-ticker-25/" rel="bookmark" title="Permanent Link: E-Publikation zum Social Web ::: Die Illusion strategischer Forschung | Werkstatt-Ticker 25">E-Publikation zum Social Web ::: Die Illusion strategischer Forschung | Werkstatt-Ticker 25</a></li></ul><hr width="100%" size="1" /><p><font color="#777777">Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stöbern Sie doch weiter in anderen Veröffentlichungen der Wissenswerkstatt - etwa hier in der <a target="_blank" href="http://www.wissenswerkstatt.net/werkstattinventar-publikumslieblinge-liebhaberstuecke-und-versteckte-perlen/">Übersicht</a> besonders beliebter Texte. Alternativ lohnt sich auch die Navigation über das <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/lageplan/">Werkstattinventar</a><br /></font></p><p><em><font color="#777777">Alle Artikel der <a target="_blank" href="../">Wissenswerkstatt</a> stehen unter der <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">CreativeCommons-Lizenz</a>, d.h. Verlinken jederzeit erlaubt, Bearbeiten und Zitieren jeweils unter Angabe der
Quelle, beides allerdings nur zu nichtkommerziellen Zwecken.</em></p><hr /><small>Copyright &copy; 2011<br />Sie lesen einen Feed der Website "Wissenswerkstatt.net".<br />Eine Verwendung dieses Feeds auf anderen Webseiten verst&ouml;&szlig;t gegen das Urheberrecht. Wenn Sie diesen Inhalt nicht in Ihrem News-Reader lesen, so macht sich die Seite, die Sie betrachten, der Urheberrechtsverletzung schuldig. <br /> </font>Digitaler Fingerprint: 18754798dca730b745ad417e2b5ebb91</small><hr size=1 width=40%><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_952" class="footnote">Die Studie erscheint in der aktuellen Ausgabe von Neurobiology of Aging, wo übrigens andere Artikel durchaus abweichende Positionen bzgl. der aufgestellten Thesen (Abbauprozesse ab 27 Jahre) nachzulesen sind.</li></ol><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2009/03/19/kognitive-hochstleistungen-und-lebenslanges-lernen-ermudende-zecken-impf-pr-werkstatt-ticker-61/">Kognitive Höchstleistungen und lebenslanges Lernen ::: Ermüdende Zecken-Impf-PR | Werkstatt-Ticker 61</a>]</p> <p><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/?flattrss_redirect&amp;id=952&amp;md5=835faa19c835404f50d0959b70b0e0f0" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.wissenswerkstatt.net/2009/03/19/kognitive-hochstleistungen-und-lebenslanges-lernen-ermudende-zecken-impf-pr-werkstatt-ticker-61/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		<atom:link rel="payment" href="http://www.wissenswerkstatt.net/?flattrss_redirect&amp;id=952&amp;md5=835faa19c835404f50d0959b70b0e0f0" type="text/html" />
	</item>
		<item>
		<title>Unpolitische Studentengeneration ::: Religiosität als Stressblocker &#124; Werkstatt-Ticker 59</title>
		<link>http://www.wissenswerkstatt.net/2009/03/05/unpolitische-studentengeneration-religiositat-als-stressblocker-werkstatt-ticker-59/</link>
		<comments>http://www.wissenswerkstatt.net/2009/03/05/unpolitische-studentengeneration-religiositat-als-stressblocker-werkstatt-ticker-59/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 05 Mar 2009 16:00:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc Scheloske</dc:creator>
				<category><![CDATA[Denkanstösse]]></category>
		<category><![CDATA[Werkstatt-Ticker]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Hirnforschung]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>
		<category><![CDATA[Studenten]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.wissenswerkstatt.net/?p=908</guid>
		<description><![CDATA[<p>» Jung, unpolitisch, desinteressiert&#8230; Mein Studium liegt schon einige Jahre zurück und vermutlich ist das auch gut so. Jüngste Studienergebnisse, die sich mit Einstellungen, Werthaltungen und politischem Engagement von Studenten beschäftigen, zeigen ein interessantes, in manchen Facetten ziemlich trauriges  Bild: heutige Studenten sind unpolitischer denn je und pendeln irgendwo im Niemandsland von Lethargie und neuer [...]</p><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2009/03/05/unpolitische-studentengeneration-religiositat-als-stressblocker-werkstatt-ticker-59/">Unpolitische Studentengeneration ::: Religiosität als Stressblocker | Werkstatt-Ticker 59</a>]</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h2><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/category/werkstatt-ticker/"><img class="alignright size-full wp-image-234" style="border: 1px solid #DCDCDC; margin: 6px; float: right;" title="Ticker-Archiv" src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/uploads/2008/04/ticker_02a.jpg" alt="Ticker.jpg" width="180" height="121" /></a><span style="font-size: xx-large; color: #808080;"><span class="ticker_titel"><strong>»</strong> </span><span style="font-size: large;"><span class="ticker_titel">Jung, unpolitisch, desinteressiert&#8230;<br />
</span></span></span></h2>
<p>Mein Studium liegt schon einige Jahre zurück und vermutlich ist das auch gut so. Jüngste Studienergebnisse, die sich mit Einstellungen, Werthaltungen und politischem Engagement von Studenten beschäftigen, zeigen ein interessantes, in manchen Facetten ziemlich trauriges  Bild: heutige Studenten sind unpolitischer denn je und pendeln irgendwo im Niemandsland von Lethargie und neuer Bürgerlichkeit.</p>
<p>Die <a href="http://www.uni-konstanz.de/FuF/SozWiss/fg-soz/bargel/">Hochschulforscher aus Konstanz</a> führen seit Jahren regelmäßig Befragungen zu Lust und Frust des Studiums, Zukunftsperspektiven und Einstellung der Studentengeneration durch. Aktuell wurden fast 9000 Studenten an 25 Unis befragt. </p>
<h4><span class="pullquote_left">Studentengeneration 2009: Ängstlich, lethargisch, latent fremdenfeindlich? </span></h4>
<p>Lediglich 37% gaben zur Auskunft, daß sie sich halbwegs für Politik interessierten (das sind fast 20% weniger als noch vor wenigen Jahren). Und sich selbst verorten die meisten angehenden Akademiker auch nicht mehr innerhalb der klassischen politischen Lager, sondern &#8220;irgendwo in der Mitte&#8221;.</p>
<p>Verloren in dieser unentschiedenen Mitte sprechen sich 52% für die &#8220;Förderung von Technologien&#8221; sowie die &#8220;harte Bestrafung von Kriminellen&#8221; aus. Da wundert dann auch kaum mehr, daß jeder vierte Student die &#8220;Begrenzung der Zuwanderung von Ausländern&#8221; fordert und stattliche 17% sich für die &#8220;Abwehr kultureller Überfremdung&#8221; aussprechen.</p>
<p>Traurig.</p>
<div class="links_ticker">Quelle:</p>
<ul>
<li>Bildungstudie: <a href="http://www.zeit.de/news/artikel/2009/03/01/2741556.xml">Studenten unpolitisch und resigniert</a>, Tagesspiegel, 1.3.2009</li>
</ul>
</div>
<h2><span style="font-size: xx-large; color: #808080;"><span class="ticker_titel"><strong>»</strong> </span><span style="font-size: large;"><span class="ticker_titel">Feine Unterschiede: Unterscheidet sich das Gehirn von Gläubigen und Nicht-Gläubigen?</span></span></span></h2>
<p>Um überhaupt erst gar keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen: ich halte nichts von pauschalen Kategorisierungen, die auf der einen Seite vermeintlich naive Gläubige, auf der anderen Seite aufgeklärte, rationale Atheisten verorten.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2009/03/05/unpolitische-studentengeneration-religiositat-als-stressblocker-werkstatt-ticker-59/#footnote_0_908" id="identifier_0_908" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Solche Pauschalisierungen gibt es freilich genauso h&auml;ufig in der Form, da&szlig; sich gott- und gewissenlose Atheisten gegen&uuml;ber verantwortungsbewu&szlig;t-ethisch handelnden Christen gegen&uuml;berstehen. Alles Quatsch&amp;#8230;">1</a></sup> Nach meinen Erfahrungen gibt es in beiden Fraktionen vernünftige, liebenswerte Zeitgenossen. Und es gibt genausoviele aufgeklärt, liberale Christen, wie es eben auch verbohrt, dogmatische Atheisten gibt. </p>
<p>Doch bei aller Gemeinsamkeit in der Haltung, so unterscheiden sich diese beiden Personengruppen &#8211; wenigstens wenn man manchen Studien glauben darf &#8211; hinsichtlich ihrer neurologischen Basisausstattung. </p>
<p><strong>Weniger Stress durch Glauben?</strong></p>
<p>Ein Forscherteam um den Psychologen <a href="http://www.utsc.utoronto.ca/~inzlicht/">Michael Inzlicht</a> von der Uni in Toronto hat herausgefunden, daß gläubige Probanden bei einem Test deutlich weniger Stressanzeichen zeigten, wenn sie Fehler machten. Im Bereich des Anterior Cingulate Cortex (ACC) zeigte diese Gruppe weniger Aktivitätsmuster, als die Probanden, die nichtreligiös waren. Inzlicht erläutert:</p>
<blockquote><p>&#8220;We found that religious people or even people who simply believe in the existence of God show significantly less brain activity in relation to their own errors. They&#8217;re much less anxious and feel less stressed when they have made an error.&#8221;</p></blockquote>
<p>Nun stellt sich freilich die Frage, ob hier ein kausaler Zusammenhang besteht. Oder anders: ist dieses neuronale Verabeitungsmuster von Stress bzw. der Umgang mit eigenen Fehlern (in diesem bestimmten Hirnbereich) eine Folge der religiösen Praxis? Oder ist es schlicht (und möglicherweise ganz zufällig) so, daß eben just solche Personen, die hier Auffälligkeiten aufweisen auch besonders dazu neigen an Gott zu glauben? </p>
<p>Oder nochmal anders und einfach formuliert, was war zuerst da: Glaube oder Stressresistenz? Ob der bloggende <a href="http://religionswissenschaft.twoday.net/">Neurotheologe Michael Blume</a> hier bereits eine Antwort hat? </p>
<div class="links_ticker">Link:</p>
<ul>
<li><a href="http://esciencenews.com/articles/2009/03/04/researchers.find.brain.differences.between.believers.and.non.believers">Researchers find brain differences between believers and non-believers</a>, !science-news, 4.3.2009</li>
</ul>
</div>
<div class="invisible">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Studenten">Studenten</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Religion">Religion</a></p>
<hr width="100%" size="1" /><hr /><h4>&Auml;hnliche Beitr&auml;ge</h4><ul><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/21/e-publikation-zum-social-web-die-illusion-strategischer-forschung-werkstatt-ticker-25/" rel="bookmark" title="Permanent Link: E-Publikation zum Social Web ::: Die Illusion strategischer Forschung | Werkstatt-Ticker 25">E-Publikation zum Social Web ::: Die Illusion strategischer Forschung | Werkstatt-Ticker 25</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/05/07/john-r-searle-ueber-konzepte-des-freien-willens-nachdenken-ueber-die-lernwirklichkeit-an-schulen-und-universitaeten-werkstatt-ticker-19/" rel="bookmark" title="Permanent Link: John R. Searle über Konzepte des freien Willens ::: Nachdenken über die Lernwirklichkeit an Schulen und Universitäten | Werkstatt-Ticker 19">John R. Searle über Konzepte des freien Willens ::: Nachdenken über die Lernwirklichkeit an Schulen und Universitäten | Werkstatt-Ticker 19</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/02/blog-teleskop-kommunikation-mit-zettelkaesten-werkstatt-ticker-30/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Blog-Teleskop ::: Kommunikation mit Zettelkästen | Werkstatt-Ticker 30">Blog-Teleskop ::: Kommunikation mit Zettelkästen | Werkstatt-Ticker 30</a></li></ul><hr width="100%" size="1" /><p><font color="#777777">Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stöbern Sie doch weiter in anderen Veröffentlichungen der Wissenswerkstatt - etwa hier in der <a target="_blank" href="http://www.wissenswerkstatt.net/werkstattinventar-publikumslieblinge-liebhaberstuecke-und-versteckte-perlen/">Übersicht</a> besonders beliebter Texte. Alternativ lohnt sich auch die Navigation über das <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/lageplan/">Werkstattinventar</a><br /></font></p><p><em><font color="#777777">Alle Artikel der <a target="_blank" href="../">Wissenswerkstatt</a> stehen unter der <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">CreativeCommons-Lizenz</a>, d.h. Verlinken jederzeit erlaubt, Bearbeiten und Zitieren jeweils unter Angabe der
Quelle, beides allerdings nur zu nichtkommerziellen Zwecken.</em></p><hr /><small>Copyright &copy; 2011<br />Sie lesen einen Feed der Website "Wissenswerkstatt.net".<br />Eine Verwendung dieses Feeds auf anderen Webseiten verst&ouml;&szlig;t gegen das Urheberrecht. Wenn Sie diesen Inhalt nicht in Ihrem News-Reader lesen, so macht sich die Seite, die Sie betrachten, der Urheberrechtsverletzung schuldig. <br /> </font>Digitaler Fingerprint: 18754798dca730b745ad417e2b5ebb91</small><hr size=1 width=40%><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_908" class="footnote">Solche Pauschalisierungen gibt es freilich genauso häufig in der Form, daß sich gott- und gewissenlose Atheisten gegenüber verantwortungsbewußt-ethisch handelnden Christen gegenüberstehen. Alles Quatsch&#8230;</li></ol><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2009/03/05/unpolitische-studentengeneration-religiositat-als-stressblocker-werkstatt-ticker-59/">Unpolitische Studentengeneration ::: Religiosität als Stressblocker | Werkstatt-Ticker 59</a>]</p> <p><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/?flattrss_redirect&amp;id=908&amp;md5=0c0541ea9549ac12940df59cf0c03f5f" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.wissenswerkstatt.net/2009/03/05/unpolitische-studentengeneration-religiositat-als-stressblocker-werkstatt-ticker-59/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>9</slash:comments>
		<atom:link rel="payment" href="http://www.wissenswerkstatt.net/?flattrss_redirect&amp;id=908&amp;md5=0c0541ea9549ac12940df59cf0c03f5f" type="text/html" />
	</item>
		<item>
		<title>Mediales Randthema: Urbanisierung, Megacities und das Wachstum der Weltbevölkerung &#124; Werkstattnotiz 127</title>
		<link>http://www.wissenswerkstatt.net/2008/11/13/mediales-randthema-urbanisierung-megacities-und-das-wachstum-der-weltbevoelkerung-werkstattnotiz-127/</link>
		<comments>http://www.wissenswerkstatt.net/2008/11/13/mediales-randthema-urbanisierung-megacities-und-das-wachstum-der-weltbevoelkerung-werkstattnotiz-127/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 13 Nov 2008 07:30:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc</dc:creator>
				<category><![CDATA[Denkanstösse]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunftsvisionen]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.wissenswerkstatt.net/?p=703</guid>
		<description><![CDATA[<p>Alle reden vom Wetter, irgendwie zumindest. Der anthropogene Klimawandel und die Problematik der CO2-Emissionen sind seit einigen Jahren eines der dominierenden Themen auf der öffentlichen Agenda. Gut, wenn zufälligerweise der erste Farbige ins Weiße Haus gewählt wird, dann ist zur Abwechslung auch vom politischen Klimawandel die Rede. Und, ja, wenn sich die globalen Finanzmärkte selbst [...]</p><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/11/13/mediales-randthema-urbanisierung-megacities-und-das-wachstum-der-weltbevoelkerung-werkstattnotiz-127/">Mediales Randthema: Urbanisierung, Megacities und das Wachstum der Weltbevölkerung | Werkstattnotiz 127</a>]</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Alle reden vom Wetter, irgendwie zumindest. Der anthropogene Klimawandel und die Problematik der CO<sub>2</sub>-Emissionen sind seit einigen Jahren eines der dominierenden Themen auf der öffentlichen Agenda. Gut, wenn zufälligerweise der erste Farbige ins Weiße Haus gewählt wird, dann ist zur Abwechslung auch vom politischen Klimawandel die Rede. Und, ja, wenn sich die globalen Finanzmärkte selbst kannibalisieren, dann dominieren vorübergehend Nachrichten von den Aktienmärkten, aber dennoch: der Klimawandel gilt heute vielerorts als das drängendste Problem der Menschheit.</strong></p>
<p>Andere Themen geraten dabei naturgemäß &#8211; auch die Ressource &#8220;Aufmerksamkeit&#8221; ist begrenzt &#8211; teilweise etwas aus dem Fokus der öffentlichen Wahrnehmung.</p>
<h4><span class="pullquote_left">Das fast grenzenlose Wachstum der Megastädte ist ein (beinahe) vergessenes Problem.</span></h4>
<p>Insofern halte ich es für dringend erforderlich, daß auch andere Probleme thematisiert und angesprochen werden. Der Trend zur Urbanisierung und gigantischen Millionen-Städten und das Wachstum der Weltbevölkerung ist ein solches Thema.</p>
<p><strong>192021.org: Ambitionierte Website, hochgesteckte Ziele</strong></p>
<p>Heute bin ich zufällig auf eine neue Website aufmerksam geworden, die sich dem Ziel verschrieben hat genau darauf aufmerksam zu machen: den rasanten Anstieg der Weltbevölkerung, das Wachstum sogenannter Megacities und den damit einhergehenden Problemen. Nach Wunsch von <a href="http://www.192021.org/">192021.org</a> soll das Thema langfristig und über alle verfügbaren (Medien-)Kanäle (Fernsehen, Rundfunk, Print, Online), sowie mit starken Partnern aus Politik und Wirtschaft bearbeitet werden.</p>
<p>Ein hehres Anliegen. Und die Website sieht auf den ersten Blick auch richtig gut aus. Da gibt es etwa die Weltbevölkerungsuhr:</p>
<p><a href="http://www.192021.org/"><br />
</a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.192021.org/"><img class="aligncenter" style="margin-top: 8px; margin-bottom: 8px; vertical-align: middle;" title="Weltbevölkerungsuhr auf 192021.org" src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2008/11/WorldPopulationClock01.jpg" alt="Weltbevölkerungsuhr" width="600" height="436" /></a></p>
<p>Oder andere visuelle Darstellungsformen, die veranschaulichen, wo und wie die großen Städte wachsen.</p>
<p><strong>Tolle Fassade, wenig Inhalte</strong></p>
<p>Doch wenn man sich binnen 3-4 Minuten durch die Website geklickt hat, dann fällt doch auf, daß hinter dieser einladenden Oberfläche nicht viel mehr Infos stecken. Warum, so frage ich mich, bastelt man diese Website, ohne dann wirklich weitergehende Informationen, Studien und Materialien anzubieten?</p>
<p>Ist das noch in Planung und ich tue den Betreibern von <a href="http://www.192021.org/">192021.org</a> unrecht? Denn daß diese Entwicklung hin zu den Megastädten größerer Aufmerksamkeit bedarf, steht außer Frage.</p>
<h4><span class="pullquote">Trendwende 2008: mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt in Städten</span></h4>
<p>Um das Jahr 1800 lebten rund 3% der Weltbevölkerung in den Städten, um 1900 waren es schon über 150 Millionen Stadtbewohner und in diesem Jahr, 2008, sind es rund 3.3 Milliarden. Damit leben heute mehr als 50% der Weltbevölkerung in Städten, Tendenz steigend.</p>
<p>Wirklich interessante und weiterführende Infos finde ich allerdings eben &#8211; das meine Kritik &#8211; nicht auf 192021.org. Die <a href="http://www.weltbevoelkerung.de">Website der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung</a> spielt hier in einer ganz anderen Liga. Dort habe ich etwa auch folgende Darstellung gefunden:</p>
<p style="text-align: center;"><a rel="lightbox" href="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2008/11/Wachstum_Weltbevoelkerung01.jpg"><img class="aligncenter" style="vertical-align: middle; margin-top: 8px; margin-bottom: 8px;" title="Entwicklung der Weltbevölkerung, Anklicken öffnet größere Version" src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2008/11/Wachstum_Weltbevoelkerung02.jpg" alt="Entwicklung der Weltbevölkerung" width="600" height="357" /></a></p>
<p>Dazu gibt es jede Menge weiterer informativer Downloads und Materialien. Wer sich zu dem Thema also umfassender informieren möchte, ist <a href="http://www.weltbevoelkerung.de">hier</a> eindeutig besser aufgehoben.</p>
<div class="links_ticker"><strong>Empfehlenswerte Infoquellen:</strong></p>
<ul>
<li>UNFPA: <a href="http://www.unfpa.org/swp">State of World Population</a></li>
<li><a href="http://www.emerging-megacities.org">Förderschwerpunkt &#8220;Future Megacities / Megastädte von morgen&#8221;</a></li>
<li><a href="http://www.weltbevoelkerung.de/">Deutsche Stiftung Weltbevölkerung</a></li>
</ul>
</div>
<div class="invisible">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Weltbevoelkerung">Weltbevölkerung</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Megacities">Megacities</a></p>
<hr width="100%" size="1" /><hr /><h4>&Auml;hnliche Beitr&auml;ge</h4><ul><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/24/gewinne-und-verluste-dynamische-wissenschaftsblog-tagcloud-kurzknapp-34/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Gewinne und Verluste » Dynamische Wissenschaftsblog-Tagcloud | kurz&#038;knapp 34">Gewinne und Verluste » Dynamische Wissenschaftsblog-Tagcloud | kurz&#038;knapp 34</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/01/08/toedliche-verwechslungen-i-schlamperei-bei-der-narkose-anaesthesierisiken-werkstattnotiz-liv/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Tödliche Verwechslungen I » Schlamperei bei der Narkose: Anästhesierisiken | Werkstattnotiz LIV">Tödliche Verwechslungen I » Schlamperei bei der Narkose: Anästhesierisiken | Werkstattnotiz LIV</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/19/ich-ist-ein-anderer-rolf-froboese-aka-randolph-blommel-aka-erwin-giesebrecht-aka-gerwin-stark-aka-kurzknapp-38/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Ich ist ein anderer&#8230;  » Rolf Froböse aka. Randolph Blommel aka. Erwin Giesebrecht aka. Gerwin Stark aka. &#8230; | kurz&#038;knapp 38">Ich ist ein anderer&#8230;  » Rolf Froböse aka. Randolph Blommel aka. Erwin Giesebrecht aka. Gerwin Stark aka. &#8230; | kurz&#038;knapp 38</a></li></ul><hr width="100%" size="1" /><p><font color="#777777">Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stöbern Sie doch weiter in anderen Veröffentlichungen der Wissenswerkstatt - etwa hier in der <a target="_blank" href="http://www.wissenswerkstatt.net/werkstattinventar-publikumslieblinge-liebhaberstuecke-und-versteckte-perlen/">Übersicht</a> besonders beliebter Texte. Alternativ lohnt sich auch die Navigation über das <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/lageplan/">Werkstattinventar</a><br /></font></p><p><em><font color="#777777">Alle Artikel der <a target="_blank" href="../">Wissenswerkstatt</a> stehen unter der <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">CreativeCommons-Lizenz</a>, d.h. Verlinken jederzeit erlaubt, Bearbeiten und Zitieren jeweils unter Angabe der
Quelle, beides allerdings nur zu nichtkommerziellen Zwecken.</em></p><hr /><small>Copyright &copy; 2011<br />Sie lesen einen Feed der Website "Wissenswerkstatt.net".<br />Eine Verwendung dieses Feeds auf anderen Webseiten verst&ouml;&szlig;t gegen das Urheberrecht. Wenn Sie diesen Inhalt nicht in Ihrem News-Reader lesen, so macht sich die Seite, die Sie betrachten, der Urheberrechtsverletzung schuldig. <br /> </font>Digitaler Fingerprint: 18754798dca730b745ad417e2b5ebb91</small><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/11/13/mediales-randthema-urbanisierung-megacities-und-das-wachstum-der-weltbevoelkerung-werkstattnotiz-127/">Mediales Randthema: Urbanisierung, Megacities und das Wachstum der Weltbevölkerung | Werkstattnotiz 127</a>]</p> <p><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/?flattrss_redirect&amp;id=703&amp;md5=f8c4a8e5bee66803c4d6e58c07ad7390" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.wissenswerkstatt.net/2008/11/13/mediales-randthema-urbanisierung-megacities-und-das-wachstum-der-weltbevoelkerung-werkstattnotiz-127/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		<atom:link rel="payment" href="http://www.wissenswerkstatt.net/?flattrss_redirect&amp;id=703&amp;md5=f8c4a8e5bee66803c4d6e58c07ad7390" type="text/html" />
	</item>
		<item>
		<title>Verheddert: Ulrich Clauß verfängt sich in herbeiphantasierten Schleppnetzen und versteht die Welt nicht mehr</title>
		<link>http://www.wissenswerkstatt.net/2008/11/10/verheddert-ulrich-clauss-verfaengt-sich-in-herbeiphantasierten-schleppnetzen-und-versteht-die-welt-nicht-mehr/</link>
		<comments>http://www.wissenswerkstatt.net/2008/11/10/verheddert-ulrich-clauss-verfaengt-sich-in-herbeiphantasierten-schleppnetzen-und-versteht-die-welt-nicht-mehr/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 10 Nov 2008 14:30:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc</dc:creator>
				<category><![CDATA[Blogosophie]]></category>
		<category><![CDATA[Denkanstösse]]></category>
		<category><![CDATA[Blogkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.wissenswerkstatt.net/?p=686</guid>
		<description><![CDATA[<p>Man muß nicht alles gut finden, was im Internet steht. Ja, man sollte sogar kritisch sein und auf keinen Fall zu naiv gegenüber der überbordenden digitalen Informationsfülle. Ob man sich freilich trotzig in den Schmollwinkel zurückziehen und mit dem Finger auf das böse, böse Internet da draußen zeigen sollte, ist dennoch mehr als fraglich. Allzu [...]</p><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/11/10/verheddert-ulrich-clauss-verfaengt-sich-in-herbeiphantasierten-schleppnetzen-und-versteht-die-welt-nicht-mehr/">Verheddert: Ulrich Clauß verfängt sich in herbeiphantasierten Schleppnetzen und versteht die Welt nicht mehr</a>]</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img style="float: right; margin-left: 6px; margin-right: 6px;" title="Jammerlappen: Ulrich Clauß - Quelle: stock.xchng, User: rrss" src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2008/11/Frust01.jpg" alt="Frust" width="200" height="210" /><strong>Man muß nicht alles gut finden, was im Internet steht. Ja, man sollte sogar kritisch sein und auf keinen Fall zu naiv gegenüber der überbordenden digitalen Informationsfülle. Ob man sich freilich trotzig in den Schmollwinkel zurückziehen und mit dem Finger auf das böse, böse Internet da draußen zeigen sollte, ist dennoch mehr als fraglich. Allzu leicht gerät das pauschale Internetbashing zu einer epochalen Peinlichkeit, wie man aktuell am <a href="http://www.welt.de/welt_print/article2691903/Im-Schleppnetz-der-Freiheit.html">Leitartikel von Ulrich Clauß</a> in der Welt sehen kann. </strong></p>
<p>Mir mag es ja einleuchten, daß früher auch nicht alles schlecht war. Da hatte man als Medienschaffender die erhoffte Karriere gemacht. War in die entsprechende Position in einem Verlag, einer Redaktion aufgestiegen. Nannte sich Journalist und Meinungsbildner und ja auch &#8211; nicht unberechtigt &#8211; die vierte Gewalt im Staat.</p>
<p><strong>Melancholie macht sich breit: Die guten alten Medienzeiten</strong></p>
<h4><span class="pullquote">Selbstbeweihräucherung: Der Journalismus als Deich, der die arglose Medienkonsumenten vor den allzu wilden Informationsfluten beschützt.</span></h4>
<p>Das Publikum da draußen versorgte man alltäglich mit den Informationen, die ihm zumutbar waren. Denn wer die Profession des Journalisten wirklich ernstnahm, der wußte nicht nur zu recherchieren und sorgfältig abwägend zu argumentieren, sondern verstand sich auch als selektierender Gatekeeper.</p>
<p>Der Journalismus früherer, besserer Zeiten war immer auch so etwas wie der Schutzwall, der Deich, der die arglose Medienkonsumenten vor den allzu wilden Informationsfluten beschützte.</p>
<p>Ulrich Clauß, Politikredakteur der Qualitätszeitung &#8220;Die Welt&#8221;, wünscht sich ganz offenbar in diese guten alten Zeiten zurück. In seinem Leitartikel vom 8.11.2008 phantasiert er eine heile Welt des verantwortungsvollen Journalismus herbei und bringt diesen gegen die perfide Gerüchteküche und Desinformationsmaschine in Stellung, die auf den Namen &#8220;Internet&#8221; hört.</p>
<h4><span class="pullquote_left">Teuflisch-perverse Medienwelt: Das Internet als Gerüchteküche und Desinformationsmaschine.</span></h4>
<p><strong>Blinder Rundumschlag: Wo bleibt die angemahnte Differenzierung?</strong></p>
<p>Und Clauß, der seine journalistische Laufbahn in den 80er Jahren begann, ist wütend. Dumm nur, daß er in seinem journalistischen Furor fröhlich Äpfel und Birnen zusammenwirft und dabei eben auch eine der angeblichen Kerntugenden des bewährten Journalismus mißachtet: die Differenzierung. Erstaunlich, daß einer altgedienten Kraft wie Ulrich Clauß solchermaßen die Pferde durchgehen und er nicht nur wild galoppierend Freund und Feind beschädigt, sondern vor allem sich selbst.</p>
<p><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/12/12/getrennt-marschieren-vereint-schlagen-die-faz-leistet-der-sueddeutschen-zeitung-schuetzenhilfe-bei-der-web20-polemik/">Die Polemiken der Jungs</a> aus den Redaktionen von Holtzbrinck, Springer oder dem Süddeutschen Verlag hatten ja immer respektablen Unterhaltungswert. Da wurden Blogs als Tummelplatz der Ahnungslosen bezeichnet oder gleich das gesamte Web2.0 als &#8220;loser generated content&#8221; etikettiert.</p>
<p>Die jüngste Philippika von Ulrich Clauß läßt den halbwegs informierten Leser allerdings fassungslos zurück. Ist Clauß nur unfreiwillig komisch oder muß man sich ernsthaft Sorgen um ihn machen? Kann man so jemanden noch weiterhin auf die wehrlosen (Welt-)Leser loslassen? Eines steht jedenfalls fest: mit soviel Schaum vor dem Mund macht man sich selbst als Leitartikler der Welt hoffnungslos lächerlich.</p>
<h4><span class="pullquote">Zuviel Adrenalin, zuviel Schaum vorm Mund verstellt den klaren Blick, Herr Clauß!</span></h4>
<p>Denn Clauß schimpft nicht nur wie ein Rohrspatz auf das Internet und die &#8220;Verluderung der Netzsitten&#8221;, für ihn steht fest, daß</p>
<blockquote><p>&#8220;der weitaus größte Teil der Internetinhalte aus anonymem Meinungswissen, Gerüchten, übler Nachrede und mehr oder weniger professionell organisierter Desinformation [besteht].&#8221;</p></blockquote>
<p><strong>Totengräber Barack Obama: Umgehung der Informations-Gatekeeper</strong></p>
<p>Unübertrefflich komisch bzw. tragisch ist dann freilich, daß er zur Bestätigung seiner obskuren These so rasend wie ahnungslos in seiner Argumentekiste wühlt und dabei erstaunliches zu Tage fördert:</p>
<p>Die &#8220;Informationsstrategie&#8221; Barack Obamas dient ihm als Beweis dafür, daß die &#8220;Filter- und Prüfungsautorität&#8221; des Journalismus verlustig ginge. Denn Obama habe sich erdreistet seine Botschaften auch durch Blogs verbreiten zu lassen! Ein &#8211; zumindest für Ulrich Clauß &#8211; unerhörter Vorgang, denn so werde die &#8220;übliche Kette der Informationsvermittlung&#8221; umgangen.</p>
<p>Barack Obama, der Totengräber des handwerklich sauber arbeitenden Journalismus, wird in diesem Leben bei Ulrich Clauß kaum mehr punkten können.</p>
<p>Als weiteres Beispiel führt Clauß das vor wenigen Wochen u.a. durch Blogs kolportierte Gerücht an, daß Apple-Chef Steve Jobs einen Herzinfarkt erlitten habe. Nicht fein, zugegeben &#8211; aber Clauß erwartet nicht ernsthaft, daß man ihm dutzendeweise Beispiele liefert, in denen der redaktionelle Wirtschaftsjournalismus sich an der gezielten Streuung von Gerüchten beteiligt hat, oder?</p>
<p>Im Grunde wären diese beiden schräg-anekdotischen Argumente bloßstellend genug. Wirklich stichhaltig sind sie nicht. Vollkommen dadaistisch wird es freilich, wenn Ulrich Clauß allen Ernstes die leidigen Spam-Mails als Argument für den alten, redaktionellen (Print-)Journalismus und gegen die Internet-Info-Portale bemüht. Clauß schreibt:</p>
<blockquote><p>&#8220;Über 90 Prozent aller Internetpost beispielsweise &#8211; immerhin der meistgenutzte Internetdienst &#8211; sind nach Expertenmeinung sogenannte Spam-Mails, das heißt unaufgefordert und anonym zugesandter Datenmüll oder Schlimmeres.&#8221;</p></blockquote>
<h4><span class="pullquote">Argumentatives Kabarett: Spam-Mails als Indiz für Untauglichkeit des Bürger- und Netzjournalismus.</span></h4>
<p>Lieber Herr Clauß, sagen Sie doch endlich, daß Sie nur Spaß machen! Bitte! Sind Sie Kabarettist oder Karnevalspräsident im Nebenjob? Herr Clauß, hallo! Sie wollen uns nicht weismachen, daß Sie zu doof sind ihren Spamfilter für Ihren Mailaccount richtig zu konfigurieren und das als Indiz für den Niveauverlust durch den Netz- und Blog-Journalismus anführen?!</p>
<p>Oder doch?! Wie? Sie akzeptieren im Gegenzug tatsächlich das Argument, daß die Qualitätszeitung &#8220;Die Welt&#8221; nichts taugt, da sie ebenso auf Papier gedruckt ist, wie der ganze papierne Werbeflugblattmüll, der tagtäglich in meinem Briefkasten landet?</p>
<p>Ach so, dann ist ja gut.</p>
<div class="links_ticker">Hier der leidige Artikel:</p>
<ul>
<li>Clauß, Ulrich: <a href="http://www.welt.de/welt_print/article2691903/Im-Schleppnetz-der-Freiheit.html">Das Internet als Kampagnenmaschine und Desinformationsquelle: Im Schleppnetz der Freihei</a>t, Die Welt, 8.11.2008</li>
</ul>
<p>Weitere Repliken auf Ulrich Clauß&#8217; Bespaßungstext:<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/11/10/verheddert-ulrich-clauss-verfaengt-sich-in-herbeiphantasierten-schleppnetzen-und-versteht-die-welt-nicht-mehr/#footnote_0_686" id="identifier_0_686" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Und auch von Marco Kitzmann oder hier beim Sichelputzer gab es Antworten.">1</a></sup></p>
<ul>
<li><a href="http://www.fixmbr.de/ulrich-clau-und-seine-panische-angst-vor-dem-internet/">Würden </a><a href="http://www.weissgarnix.de/?p=681">Katzen wirklich Whiskas kaufen?</a>, Weissgarnix, 8.11.2008</li>
<li> <a href="http://www.fixmbr.de/ulrich-clau-und-seine-panische-angst-vor-dem-internet/">Ulrich Clauß und seine panische Angst vor dem Internet</a>, F!XMBR, 9.11.2008</li>
</ul>
</div>
<div class="invisible">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Clauß">Clauß</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Die+Welt">Die Welt</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Schleppnetze">Schleppnetze</a></p>
<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/8a3b6ce6d7ac013512914d55778887" alt="" width="1" height="1" /></p>
<hr width="100%" size="1" /><hr /><h4>&Auml;hnliche Beitr&auml;ge</h4><ul><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/19/ich-ist-ein-anderer-rolf-froboese-aka-randolph-blommel-aka-erwin-giesebrecht-aka-gerwin-stark-aka-kurzknapp-38/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Ich ist ein anderer&#8230;  » Rolf Froböse aka. Randolph Blommel aka. Erwin Giesebrecht aka. Gerwin Stark aka. &#8230; | kurz&#038;knapp 38">Ich ist ein anderer&#8230;  » Rolf Froböse aka. Randolph Blommel aka. Erwin Giesebrecht aka. Gerwin Stark aka. &#8230; | kurz&#038;knapp 38</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/12/existenzrisiko-wissenschaft-die-neue-c-besoldung-stellt-professoren-teilweise-schlechter-als-realschullehrer-was-ist-uns-akademische-exzellenz-wert-werkstattnotiz-lxiv/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Existenzrisiko Wissenschaft? » Die neue W-Besoldung stellt Professoren teilweise schlechter als Realschullehrer » Was ist uns akademische Exzellenz wert? | Werkstattnotiz LXIV">Existenzrisiko Wissenschaft? » Die neue W-Besoldung stellt Professoren teilweise schlechter als Realschullehrer » Was ist uns akademische Exzellenz wert? | Werkstattnotiz LXIV</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2009/01/22/herausforderung-risikokommunikation-uber-den-schwierigen-umgang-mit-dem-phanomen-des-third-hand-smoke/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Herausforderung Risikokommunikation: Über den schwierigen Umgang mit dem Phänomen des &#8220;Third-hand Smoke&#8221;">Herausforderung Risikokommunikation: Über den schwierigen Umgang mit dem Phänomen des &#8220;Third-hand Smoke&#8221;</a></li></ul><hr width="100%" size="1" /><p><font color="#777777">Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stöbern Sie doch weiter in anderen Veröffentlichungen der Wissenswerkstatt - etwa hier in der <a target="_blank" href="http://www.wissenswerkstatt.net/werkstattinventar-publikumslieblinge-liebhaberstuecke-und-versteckte-perlen/">Übersicht</a> besonders beliebter Texte. Alternativ lohnt sich auch die Navigation über das <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/lageplan/">Werkstattinventar</a><br /></font></p><p><em><font color="#777777">Alle Artikel der <a target="_blank" href="../">Wissenswerkstatt</a> stehen unter der <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">CreativeCommons-Lizenz</a>, d.h. Verlinken jederzeit erlaubt, Bearbeiten und Zitieren jeweils unter Angabe der
Quelle, beides allerdings nur zu nichtkommerziellen Zwecken.</em></p><hr /><small>Copyright &copy; 2011<br />Sie lesen einen Feed der Website "Wissenswerkstatt.net".<br />Eine Verwendung dieses Feeds auf anderen Webseiten verst&ouml;&szlig;t gegen das Urheberrecht. Wenn Sie diesen Inhalt nicht in Ihrem News-Reader lesen, so macht sich die Seite, die Sie betrachten, der Urheberrechtsverletzung schuldig. <br /> </font>Digitaler Fingerprint: 18754798dca730b745ad417e2b5ebb91</small><hr size=1 width=40%><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_686" class="footnote">Und auch von <a href="http://marco-kitzmann.de/wieder-mal-leidet-ein-journalist-am-und-im-internet-313.html">Marco Kitzmann</a> oder hier beim <a href="http://www.sichelputzer.de/2008/11/10/das-koenigliche-ei-ist-gelegt/">Sichelputzer</a> gab es Antworten.</li></ol><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/11/10/verheddert-ulrich-clauss-verfaengt-sich-in-herbeiphantasierten-schleppnetzen-und-versteht-die-welt-nicht-mehr/">Verheddert: Ulrich Clauß verfängt sich in herbeiphantasierten Schleppnetzen und versteht die Welt nicht mehr</a>]</p> <p><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/?flattrss_redirect&amp;id=686&amp;md5=de4643a69e74b4d3d1af05ed0f5c72fd" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.wissenswerkstatt.net/2008/11/10/verheddert-ulrich-clauss-verfaengt-sich-in-herbeiphantasierten-schleppnetzen-und-versteht-die-welt-nicht-mehr/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>2</slash:comments>
		<atom:link rel="payment" href="http://www.wissenswerkstatt.net/?flattrss_redirect&amp;id=686&amp;md5=de4643a69e74b4d3d1af05ed0f5c72fd" type="text/html" />
	</item>
		<item>
		<title>Studiengebühren haben abschreckende Effekte » &#8220;So genau wollten wir es dann doch nicht wissen&#8221; &#124; Werkstattnotiz 123</title>
		<link>http://www.wissenswerkstatt.net/2008/10/20/studiengebuehren-haben-abschreckende-effekte-so-genau-wollten-wir-es-dann-doch-nicht-wissen-werkstattnotiz-123/</link>
		<comments>http://www.wissenswerkstatt.net/2008/10/20/studiengebuehren-haben-abschreckende-effekte-so-genau-wollten-wir-es-dann-doch-nicht-wissen-werkstattnotiz-123/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 20 Oct 2008 11:05:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc</dc:creator>
				<category><![CDATA[Denkanstösse]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschulpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Studenten]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.wissenswerkstatt.net/?p=625</guid>
		<description><![CDATA[<p>Man sollte nicht so naiv sein und glauben, daß es immer erfreulich ist, wenn man auf seine Fragen auch Antworten erhält. Es ist ein grundsätzliches Dilemma, das Individuen und Gruppen in gleichem Maße betrifft: denn der Ratsuchende erhofft sich zwar irgendeine Hilfe in Form einer Antwort oder Empfehlung, er riskiert aber, daß die Antwort im [...]</p><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/10/20/studiengebuehren-haben-abschreckende-effekte-so-genau-wollten-wir-es-dann-doch-nicht-wissen-werkstattnotiz-123/">Studiengebühren haben abschreckende Effekte » &#8220;So genau wollten wir es dann doch nicht wissen&#8221; | Werkstattnotiz 123</a>]</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Man sollte nicht so naiv sein und glauben, daß es immer erfreulich ist, wenn man auf seine Fragen auch Antworten erhält. Es ist ein grundsätzliches Dilemma, das Individuen und Gruppen in gleichem Maße betrifft: denn der Ratsuchende erhofft sich zwar irgendeine Hilfe in Form einer Antwort oder Empfehlung, er riskiert aber, daß die Antwort im Widerspruch zu bestimmten Sachverhalten steht und man erst recht ratlos ist.</strong></p>
<p><img style="margin: 8px; float: right;" title="Abschreckender Studienobulus Quelle: stock.xchng, User: konr4d" src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2008/10/Studiengebuehren01.jpg" alt="Abschreckender Studienobulus Quelle: stock.xchng, User: konr4d" width="225" height="146" />Ganz offensichtlich ist es dem Bundesbildungsministerium nun auch so ergangen: wie die dpa heute<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/10/20/studiengebuehren-haben-abschreckende-effekte-so-genau-wollten-wir-es-dann-doch-nicht-wissen-werkstattnotiz-123/#footnote_0_625" id="identifier_0_625" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Hier der SpiegelOnline-Artikel dazu.">1</a></sup> meldet, hatte das Schavan-Ministerium beim Hochschul-Informations-System (HIS) in Hannover eine Expertise in Auftrag gegeben, die die Studienentscheidung von Abiturienten, sowie die Effekte von Studiengebühren klären sollte.</p>
<p><strong>Und Studiengebühren schrecken doch ab</strong></p>
<p>Die Studie, die auf der Befragung von 5240 repräsentativ ausgewählten Studienberechtigten des Jahrgangs 2006 basiert, ist offenbar seit mehreren Wochen fertiggestellt. Der Auftraggeber, das Bundesbildungsministerium, ist aber ganz offensichtlich nicht wirklich glücklich mit den Ergebnissen und hat &#8211; so die Meldungen &#8211; die Studie bislang unter Verschluß gehalten.</p>
<p>Kein Wunder: denn wenn die Zahlen zutreffen, die heute vormittag duchsickerten, dann ist dies eine schallende Ohrfeige für alle Befürworter von Studiengebühren. Denn diese versichern ja gebetsmühlenhaft, daß durch die Gebühren niemand vom Studium abgeschreckt werde, im Gegenteil die Studenten ja durch bessere Ausstattung der Unis, mehr Lehrpersonal etc. durchaus profitieren würden.</p>
<p><strong>Gebührenmonster: Rund 18.000 potentielle Studenten verzichten auf ein Studium</strong></p>
<p>Das ernüchternde Ergebnis der Experten vom HIS: im Jahr 2006 haben alleine wegen der anfallenden Gebühren bis zu 18.000 junge Menschen kein Studium aufgenommen<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/10/20/studiengebuehren-haben-abschreckende-effekte-so-genau-wollten-wir-es-dann-doch-nicht-wissen-werkstattnotiz-123/#footnote_1_625" id="identifier_1_625" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Da ich nat&uuml;rlich die Studie selbst nicht kenne, kann ich zur Plausibilit&auml;t nichts sagen. Vertraue in diesem Fall allerdings auf die Erfahrung der Hannoveraner Experten.">2</a></sup> &#8211; in Zeiten, in denen man gerade in Deutschland händeringend versucht, mehr junge Menschen zum Hochschulstudium zu ermuntern, geradezu ein Desaster.</p>
<h4><span class="pullquote">Und wieder erleben wir, daß Herkunft und Bildungschancen hierzulande unnötig eng gekoppelt sind.</span></h4>
<p>Weiter heißt es in der Studie, daß v.a. Abiturienten aus &#8220;bildungsfernen&#8221; Schichten sich vom Studium abhalten ließen, wenn dies an Gebühren gekoppelt sei. Potentielle Studenten aus Akademikerelternhäusern lassen sich durch die Gebühren freilich kaum abschrecken.</p>
<p>Nun darf man also gespannt sein, wie sich das Bildungsministerium und Frau Schavan aus der Angelegenheit herauswindet und auch wie die Kanzlerin der Bildungsrepublik Deutschland mit diesem kleinen Skandal umgeht. Denn Studien (für die ja auch Geld bezahlt wird) unter den Tisch fallen zu lassen, zu verschweigen, was man selbst nicht wahrhaben will, das macht sich einfach nicht gut.</p>
<p>Wobei man sich hier keine Illusionen machen sollte: Institutionen agieren hier ganz ähnlich wie Individuen &#8211; unliebsame Informationen werden (falls möglich und halbwegs praktikabel) sehr häufig ausgeblendet und ignoriert. Pech natürlich für alle, die an der Studie mitgearbeitet haben und v.a. diejenigen, die von einer anderen Politik profitieren würden. Aber wenn &#8211; wie im konkreten Fall &#8211; einfach übergeordnete Inhalte/Vorgaben (&#8220;Studiengebühren sind sinnvoll!&#8221;) mit neuen Informationen (&#8220;Gebühren sind abschreckend!&#8221;) in Konflikt treten, dann ist ein solches Verhalten eher die Regel, als die Ausnahme.</p>
<div class="links_ticker"><strong>Mehr:</strong></p>
<ul>
<li> <a href="http://www.tagesschau.de/inland/studiengebuehren100.html">Untersuchung des Bildungsministeriums: Studiengebühren schrecken ab</a>, tagesschau online</li>
</ul>
</div>
<div class="invisible">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Studiengebühren">Studiengebühren</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Schavan">Schavan</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Bundesbildungsministerium">Bundesbildungsministerium</a></p>
<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/86c682f4ba84bb1879d0e0b6742462" alt="" width="1" height="1" /></p>
<hr width="100%" size="1" /><hr /><h4>&Auml;hnliche Beitr&auml;ge</h4><ul><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/08/29/kuehe-mit-feinem-gespuer-ueber-die-sensibilitaet-von-rindviechern-und-anderen-wildtieren-fuer-das-erdmagnetfeld-werkstattnotiz-114/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Kühe mit feinem Gespür » Über die Sensibilität von Rindviechern und anderen Wildtieren für das Erdmagnetfeld | Werkstattnotiz 114">Kühe mit feinem Gespür » Über die Sensibilität von Rindviechern und anderen Wildtieren für das Erdmagnetfeld | Werkstattnotiz 114</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/03/23/wissenswerkstatt/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Wissenswerkstatt » Beobachtungen der Gesellschaft">Wissenswerkstatt » Beobachtungen der Gesellschaft</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2007/12/19/rueckschlag-fuer-die-gentherapie-erneuter-leukaemiefall-bei-klinischer-studie-werkstattnotiz-l/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Rückschlag für die Gentherapie » Erneuter Leukämiefall bei klinischer Studie | Werkstattnotiz L">Rückschlag für die Gentherapie » Erneuter Leukämiefall bei klinischer Studie | Werkstattnotiz L</a></li></ul><hr width="100%" size="1" /><p><font color="#777777">Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stöbern Sie doch weiter in anderen Veröffentlichungen der Wissenswerkstatt - etwa hier in der <a target="_blank" href="http://www.wissenswerkstatt.net/werkstattinventar-publikumslieblinge-liebhaberstuecke-und-versteckte-perlen/">Übersicht</a> besonders beliebter Texte. Alternativ lohnt sich auch die Navigation über das <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/lageplan/">Werkstattinventar</a><br /></font></p><p><em><font color="#777777">Alle Artikel der <a target="_blank" href="../">Wissenswerkstatt</a> stehen unter der <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">CreativeCommons-Lizenz</a>, d.h. Verlinken jederzeit erlaubt, Bearbeiten und Zitieren jeweils unter Angabe der
Quelle, beides allerdings nur zu nichtkommerziellen Zwecken.</em></p><hr /><small>Copyright &copy; 2011<br />Sie lesen einen Feed der Website "Wissenswerkstatt.net".<br />Eine Verwendung dieses Feeds auf anderen Webseiten verst&ouml;&szlig;t gegen das Urheberrecht. Wenn Sie diesen Inhalt nicht in Ihrem News-Reader lesen, so macht sich die Seite, die Sie betrachten, der Urheberrechtsverletzung schuldig. <br /> </font>Digitaler Fingerprint: 18754798dca730b745ad417e2b5ebb91</small><hr size=1 width=40%><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_625" class="footnote">Hier der <a href="http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,585099,00.html">SpiegelOnline-Artikel</a> dazu.</li><li id="footnote_1_625" class="footnote">Da ich natürlich die Studie selbst nicht kenne, kann ich zur Plausibilität nichts sagen. Vertraue in diesem Fall allerdings auf die Erfahrung der Hannoveraner Experten.</li></ol><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/10/20/studiengebuehren-haben-abschreckende-effekte-so-genau-wollten-wir-es-dann-doch-nicht-wissen-werkstattnotiz-123/">Studiengebühren haben abschreckende Effekte » &#8220;So genau wollten wir es dann doch nicht wissen&#8221; | Werkstattnotiz 123</a>]</p> <p><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/?flattrss_redirect&amp;id=625&amp;md5=42db348fcd4c78d120435aea9b472305" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.wissenswerkstatt.net/2008/10/20/studiengebuehren-haben-abschreckende-effekte-so-genau-wollten-wir-es-dann-doch-nicht-wissen-werkstattnotiz-123/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>16</slash:comments>
		<atom:link rel="payment" href="http://www.wissenswerkstatt.net/?flattrss_redirect&amp;id=625&amp;md5=42db348fcd4c78d120435aea9b472305" type="text/html" />
	</item>
		<item>
		<title>Die vergessene Krankheit, die übersehene Kampagne: James Nachtwey und die grausame Aktualität der Tuberkulose &#124; Werkstattnotiz 118</title>
		<link>http://www.wissenswerkstatt.net/2008/10/04/die-vergessene-krankheit-die-uebersehene-kampagne-james-nachtwey-und-die-grausame-aktualitaet-der-tuberkulose-werkstattnotiz-118/</link>
		<comments>http://www.wissenswerkstatt.net/2008/10/04/die-vergessene-krankheit-die-uebersehene-kampagne-james-nachtwey-und-die-grausame-aktualitaet-der-tuberkulose-werkstattnotiz-118/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 04 Oct 2008 06:30:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc</dc:creator>
				<category><![CDATA[Denkanstösse]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Medizin]]></category>
		<category><![CDATA[Pharmaindustrie]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.wissenswerkstatt.net/?p=562</guid>
		<description><![CDATA[<p>Im Frühjahr 1882 entdeckte der Berliner Arzt Robert Koch den Erreger der gefürchteten Lungentuberkulose. 1905 wurde er dafür mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. Heute, über 100 Jahre später, erscheinen uns Meldungen über Tuberkulosefälle wie Nachrichten aus einer längst vergangenen Zeit. Dabei ist die Infektionskrankheit keineswegs &#8211; wie wir im zivilisierten Westen manchmal den Eindruck haben &#8211; [...]</p><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/10/04/die-vergessene-krankheit-die-uebersehene-kampagne-james-nachtwey-und-die-grausame-aktualitaet-der-tuberkulose-werkstattnotiz-118/">Die vergessene Krankheit, die übersehene Kampagne: James Nachtwey und die grausame Aktualität der Tuberkulose | Werkstattnotiz 118</a>]</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im Frühjahr 1882 entdeckte der Berliner Arzt Robert Koch den Erreger der gefürchteten Lungentuberkulose. 1905 wurde er dafür mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. Heute, über 100 Jahre später, erscheinen uns Meldungen über Tuberkulosefälle wie Nachrichten aus einer längst vergangenen Zeit. </strong></p>
<p>Dabei ist die Infektionskrankheit keineswegs &#8211; wie wir im zivilisierten Westen manchmal den Eindruck haben &#8211; unter Kontrolle. Ganz im Gegenteil: die Tuberkulose ist weltweit der Killer No.1. Der renommierte Dokumentarphotograph James Nachtwey macht jetzt mit einer aufwendigen Photoreportage auf diese vergessene, verdrängte Krankheit aufmerksam.</p>
<h4><span class="pullquote_left">Es ist &#8211; weltweit &#8211; die tödlichste Krankheit. Uns ist Tuberkulose kaum mehr ein Begriff.</span></h4>
<p>Wenn seltsam-exotische Krankheitserreger auftauchen und bspw. auf den Namen H5N1 hören, dann fehlt nicht viel und es entstünde eine handfeste Hysterie. Erinnern Sie sich noch, als &#8211; der Vogelgrippe-Panik sei Dank &#8211; die Tamiflu-Bestände ausverkauft waren?<br />
Nun tun wir gut daran, das Aufkeimen von Infektionskrankheiten<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/10/04/die-vergessene-krankheit-die-uebersehene-kampagne-james-nachtwey-und-die-grausame-aktualitaet-der-tuberkulose-werkstattnotiz-118/#footnote_0_562" id="identifier_0_562" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Und wenn es sich um Varianten des Grippevirus handelt umso mehr!">1</a></sup> sehr genau zu beobachten. Allerdings steht die Medienaufmerksamkeit für bestimmte Krankheiten in seltsamem Mißverhältnis zu den tatsächlichen Opferzahlen. Von AIDS ist &#8211; vollkommen zu Recht &#8211; bis heute die Rede, aber manche Krankheiten sind (fast) aus dem Fokus unserer Medienöffentlichkeit verschwunden.</p>
<p><strong>Eine Story, von der die Welt wissen muß</strong><br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/James_Nachtwey">James Nachtwey</a>, der altgediente und ebenso renommierte Kriegs- und Krisenphotograph, hat vergangenes Jahr den TED-Award gewonnen. Bei der hochkarätigen Veranstaltung in Monterey erhielt der Journalist ein Preisgeld von 100.000 US-Dollar.</p>
<p>Der preisgekrönte Photograph, der die Weltöffentlichkeit mit seinen Aufnahmen aus dem Irak, dem Kosovo, Nicaragua, Ruanda oder auch von den Anschlägen des 11. September informiert und aufgerüttelt hat, kündigte an, das Geld für ein besonderes Projekt zu nutzen.</p>
<h4><span class="pullquote">Die Tuberkulose fordert jährlich fast 2 Millionen Menschenleben. Tendenz steigend.</span></h4>
<p>Dieses Projekt ist nun beendet. Die letzten 5 Monate hatte sich Nachtwey in 7 Ländern auf die Spuren einer Krankheit begeben, der allein im Jahr 2005 fast 2 Millionen Menschen zum Opfer fielen. Die Tuberkulose, die für uns wie eine Krankheit aus dem 19. jahrhundert klingt, ist aktueller denn je: die WHO schätzt, daß ihr in den nächsten zehn Jahren rund 30 Millionen Menschen zum Opfer fallen werden.</p>
<p><strong>Resistente Erreger verschärfen das Problem</strong></p>
<p>Einer der Gründe für diese erschreckene Zahl ist sicherlich die Tatsache, daß mittlerweile gehäuft multiresitente Tuberkulose-Erreger auftreten.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/10/04/die-vergessene-krankheit-die-uebersehene-kampagne-james-nachtwey-und-die-grausame-aktualitaet-der-tuberkulose-werkstattnotiz-118/#footnote_1_562" id="identifier_1_562" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Und das Bewu&szlig;tsein daf&uuml;r herzustellen, da&szlig; n&auml;mlich inzwischen diese Resistenzen immer bedrohlicher werden, ist Nachtweys Hauptanliegen.">2</a></sup> Die vorhandenen Medikamente sind hier nutzlos. Die Investition in Entwicklung geeigneter Therapien ist allerdings bescheiden &#8211; die Schwellen- und Drittweltländern, in denen die Tuberkulose grassiert, sind schlicht kein spannender Markt.</p>
<p>Insofern ist die Kampagne von Nachtwey unbedingt zu begrüßen &#8211; <a href="http://www.scienceblogs.de/frischer-wind/2008/10/was-passiert-am-3-oktober.php">Christian Reinboth </a>hat mich vor 3 Tagen darauf aufmerksam gemacht und heute bin ich verwundert, daß die deutschsprachigen Medien diese bemerkenswerte Photo-Dokumentation (Nachtwey publizierte die Photos gestern, am 3.10.) zu diesem wichtigen Thema, nun ja &#8211; totschweigen? Oder sind diese Photos den Lesern von Spiegel, SZ und Co. nicht zumutbar?</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" style="margin-top: 15px; margin-bottom: 15px; vertical-align: middle;" src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2008/10/TBC_01a.jpg" alt="Tuberkulose-Patient" width="600" height="407" /></p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" style="margin-top: 10px; margin-bottom: 10px; vertical-align: middle;" src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2008/10/TBC_03a.jpg" alt="TBC" width="600" height="408" /></p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" style="margin-left: 10px; margin-right: 10px; vertical-align: middle;" src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2008/10/TBC_04a.jpg" alt="TBC" width="600" height="410" /></p>
<p>Und auch die hiesige Blogosphäre hält sich vornehm zurück. Dabei hat Nachtwey genau darauf gehofft &#8211; daß nämlich die Blogs seine Botschaft weitertragen.<br />
Etwa durch dieses Video:</p>
<div class="youtube" style="text-align: center;"><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="425" height="344" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/yj8KZNI6-W8&amp;hl=en&amp;fs=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="344" src="http://www.youtube.com/v/yj8KZNI6-W8&amp;hl=en&amp;fs=1" allowfullscreen="true"></embed></object></div>
<p>Vielleicht kann ja dieser Blogpost dazu beitragen, daß Nachtweys Konzept doch noch ins Rollen kommt? Bislang ist die Unterstützung gering &#8211; ich folge allerdings sehr gerne seiner Aufforderung: &#8220;<a href="http://www.xdrtb.org/takeAction.php">Sign. Share. Support.</a>&#8221; &#8211; Wer macht mit?</p>
<div class="links_ticker">
<p><strong>Hier einige weitere Informationen:</strong></p>
<ul>
<li> Park, Alice: <a href="http://www.time.com/time/magazine/article/0,9171,1846717,00.html">The Forgotten Plague</a>, Time Magazine, 2.10.2008</li>
<li>Die Kampagnen-Website: <a href="http://www.xdrtb.org/">XDRTB.org</a></li>
</ul>
</div>
<div class="invisible">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p style="text-align: center;"><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Nachtwey">Nachtwey</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Tuberkulose">Tuberkulose</a><br />
<img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/5c82138f81a7c4b55d7beef56dba2e" alt="" width="1" height="1" /></p>
<hr width="100%" size="1" /><hr /><h4>&Auml;hnliche Beitr&auml;ge</h4><ul><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/03/die-gene-und-die-politik-bestimmt-unsere-genetische-disposition-unser-wahlverhalten-werkstattnotiz-101/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Die Gene und die Politik » Bestimmt unsere genetische Disposition unser Wahlverhalten? | Werkstattnotiz 101">Die Gene und die Politik » Bestimmt unsere genetische Disposition unser Wahlverhalten? | Werkstattnotiz 101</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/07/23/elektronische-publikationen-als-totengraeber-akademischer-vielfalt-werkstattnotiz-105/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Elektronische Publikationen als Totengräber akademischer Vielfalt? | Werkstattnotiz 105">Elektronische Publikationen als Totengräber akademischer Vielfalt? | Werkstattnotiz 105</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/19/ein-kleiner-schritt-fuer-harvard-ein-grosser-schritt-fuer-die-freie-wissenschaft-eine-harvard-fakultaet-stellt-publikationen-auf-einem-open-access-server-zur-verfuegung-werkstattnotiz-lxviii/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Ein kleiner Schritt für Harvard, ein großer Schritt für die freie Wissenschaft » Eine Harvard-Fakultät stellt Publikationen auf einem Open-Access-Server zur Verfügung | Werkstattnotiz LXVIII">Ein kleiner Schritt für Harvard, ein großer Schritt für die freie Wissenschaft » Eine Harvard-Fakultät stellt Publikationen auf einem Open-Access-Server zur Verfügung | Werkstattnotiz LXVIII</a></li></ul><hr width="100%" size="1" /><p><font color="#777777">Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stöbern Sie doch weiter in anderen Veröffentlichungen der Wissenswerkstatt - etwa hier in der <a target="_blank" href="http://www.wissenswerkstatt.net/werkstattinventar-publikumslieblinge-liebhaberstuecke-und-versteckte-perlen/">Übersicht</a> besonders beliebter Texte. Alternativ lohnt sich auch die Navigation über das <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/lageplan/">Werkstattinventar</a><br /></font></p><p><em><font color="#777777">Alle Artikel der <a target="_blank" href="../">Wissenswerkstatt</a> stehen unter der <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">CreativeCommons-Lizenz</a>, d.h. Verlinken jederzeit erlaubt, Bearbeiten und Zitieren jeweils unter Angabe der
Quelle, beides allerdings nur zu nichtkommerziellen Zwecken.</em></p><hr /><small>Copyright &copy; 2011<br />Sie lesen einen Feed der Website "Wissenswerkstatt.net".<br />Eine Verwendung dieses Feeds auf anderen Webseiten verst&ouml;&szlig;t gegen das Urheberrecht. Wenn Sie diesen Inhalt nicht in Ihrem News-Reader lesen, so macht sich die Seite, die Sie betrachten, der Urheberrechtsverletzung schuldig. <br /> </font>Digitaler Fingerprint: 18754798dca730b745ad417e2b5ebb91</small><hr size=1 width=40%><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_562" class="footnote">Und wenn es sich um Varianten des Grippevirus handelt umso mehr!</li><li id="footnote_1_562" class="footnote">Und das Bewußtsein dafür herzustellen, daß nämlich inzwischen diese Resistenzen immer bedrohlicher werden, ist Nachtweys Hauptanliegen.</li></ol><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/10/04/die-vergessene-krankheit-die-uebersehene-kampagne-james-nachtwey-und-die-grausame-aktualitaet-der-tuberkulose-werkstattnotiz-118/">Die vergessene Krankheit, die übersehene Kampagne: James Nachtwey und die grausame Aktualität der Tuberkulose | Werkstattnotiz 118</a>]</p> <p><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/?flattrss_redirect&amp;id=562&amp;md5=f0f098cc98213552d379e6892de623c8" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.wissenswerkstatt.net/2008/10/04/die-vergessene-krankheit-die-uebersehene-kampagne-james-nachtwey-und-die-grausame-aktualitaet-der-tuberkulose-werkstattnotiz-118/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		<atom:link rel="payment" href="http://www.wissenswerkstatt.net/?flattrss_redirect&amp;id=562&amp;md5=f0f098cc98213552d379e6892de623c8" type="text/html" />
	</item>
		<item>
		<title>Forschende Frauen und der Traum von der Chancengleichheit in der Wissenschaft &#124; Werkstattnotiz 116</title>
		<link>http://www.wissenswerkstatt.net/2008/09/20/forschende-frauen-und-der-traum-von-der-chancengleichheit-in-der-wissenschaft-werkstattnotiz-116/</link>
		<comments>http://www.wissenswerkstatt.net/2008/09/20/forschende-frauen-und-der-traum-von-der-chancengleichheit-in-der-wissenschaft-werkstattnotiz-116/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 20 Sep 2008 15:00:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marc Scheloske</dc:creator>
				<category><![CDATA[Denkanstösse]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschulpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Wissenschaftspolitik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.wissenswerkstatt.net/?p=527</guid>
		<description><![CDATA[<p>Das wissenschaftliche System ist verhältnismäßig träge. Das hat gute Gründe: denn beim Versuch, verläßliche Beschreibungen über Welt und Wirklichkeit anzufertigen, sind bewährte Standards und Prozeduren als Basis der Wahrheitssuche deutlich vielversprechender, als kurzlebige Moden und Trends. Was auf der einen Seite ein Garant für die Leistungsfähigkeit des &#8220;Systems Wissenschaft&#8221; ist, nämlich an Konventionen festzuhalten, führt [...]</p><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/09/20/forschende-frauen-und-der-traum-von-der-chancengleichheit-in-der-wissenschaft-werkstattnotiz-116/">Forschende Frauen und der Traum von der Chancengleichheit in der Wissenschaft | Werkstattnotiz 116</a>]</p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das wissenschaftliche System ist verhältnismäßig träge. Das hat gute Gründe: denn beim Versuch, verläßliche Beschreibungen über Welt und Wirklichkeit anzufertigen, sind bewährte Standards und Prozeduren als Basis der Wahrheitssuche deutlich vielversprechender, als kurzlebige Moden und Trends.</strong></p>
<p>Was auf der einen Seite ein Garant für die Leistungsfähigkeit des &#8220;Systems Wissenschaft&#8221; ist, nämlich an Konventionen festzuhalten, führt andererseits aber auch zu Anpassungsschwierigkeiten. Das Publikationssystem, das nur zögerlich auf neue, elegantere Formen der wissenschaftlichen Fachkommunikation reagiert wäre ein Beispiel.</p>
<p><strong>Die Trägheit der Institutionen</strong></p>
<p>Und noch an anderer Stelle wird die prinzipielle Trägheit des Systems sichtbar: bei der Frage nach der Geschlechtergerechtigkeit in der Wissenschaft. Denn Frauen &#8211; daran besteht kein Zweifel &#8211; sind in der Wissenschaft auch heute noch deutlich benachteiligt. Das Bildungssystem hat zwischenzeitlich die Gleichheit weitgehend hergestellt, wenn es um die Bildungschancen von Mädchen und Jungen geht.<sup><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/09/20/forschende-frauen-und-der-traum-von-der-chancengleichheit-in-der-wissenschaft-werkstattnotiz-116/#footnote_0_527" id="identifier_0_527" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Was andere Aspekte angeht &amp;#8211; etwa die Bildungsgerechtigkeit in Abh&auml;ngigkeit des sozialen Herkunftsmilieus &amp;#8211; besteht freilich weiterhin riesiger Nachholbedarf.">1</a></sup> Mädchen erzielen inzwischen die besseren Schulabschlüsse!</p>
<h4><span class="pullquote">Frauen sind in der Wissenschaft auf den höheren Karrierestufen deutlich unterrepräsentiert!</span></h4>
<p>Und auch die Studienquote (hier haben wir in vielen Fächern mehr als 50% Studentinnen) zeigt, daß die letzten 20-30 Jahre deutliche Veränderungen erbracht haben. Wenn es allerdings um die weiteren akademischen Karrierestufen geht, so zeigt sich erstens, daß die Beharrungskräfte des Hochschulsystems doch größer und zweitens, daß die Rahmenbedingungen für weibliche Karrieren in der Wissenschaft alles andere als günstig sind. Der aktuelle Frauenanteil bei den Professuren liegt bei etwa 15 Prozent.</p>
<p>Das ist zweifellos ein Armutszeugnis. Und es stellen sich viele weitere Fragen, weshalb Frauen in der Wissenschaft noch immer (macnhmal mehr oder weniger subtil) diskriminiert werden. Oder wie wir uns die Vereinbarkeit von wissenschaftlicher Karriere und Familie in Zukunft vorstellen. Denn eines ist sicher: wir können es uns schlicht nicht erlauben, daß junge, talentierte Wissenschaftlerinnen davor zurückschrecken, eine akademische Laufbahn einzuschlagen oder irgendwann frustriert aufgeben.</p>
<p><strong>Akademische Chancengleichheit als Zukunftsfrage</strong></p>
<p>All diesen Fragen, weshalb die Spitzenpositionen in den Unis noch immer von Männern dominiert sind und ob die Quote möglicherweise der einzige Weg ist, hier etwas zu verändern, widmet sich seit einigen Tagen der Blog &#8220;<a href="http://www.scienceblogs.de/for-women-in-science/" target="_blank">For Women in Science</a>&#8221; bei Scienceblogs.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://www.scienceblogs.de/for-women-in-science"><img class="aligncenter" style="vertical-align: middle; margin-top: 12px; margin-bottom: 12px; margin-left: 5px; margin-right: 5px;" src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/2008/09/WomenInScience01.jpg" alt="" width="550" height="64" /></a></p>
<p>Vier Wochen lang gibt es dort Essays renommierter Expertinnen, Interviews mit spannenden Wissenschaftlerinnen und <a href="http://www.scienceblogs.de/mt/mt-search.cgi?tag=Wissenschaftlerinnenportr%C3%A4ts&amp;blog_id=41&amp;IncludeBlogs=41" target="_blank">Porträts</a> von Frauen, die es in der Wissenschaft trotz aller Widrigkeiten geschafft haben. Da ich &#8211; die meisten werden es wissen &#8211; inzwischen Redaktionsleiter bei Scienceblogs.de bin, war ich die letzten Tage und Wochen v.a. damit beschäftigt, die Gastbeiträge zu organisieren, weshalb es hier in der Wissenswerkstatt auch merklich ruhiger war.</p>
<p>Nun würde ich mich freuen, wenn möglichst viele Werkstattbesucher sich drüben bei &#8220;<a href="http://www.scienceblogs.de/for-women-in-science/">Women in Science</a>&#8221; umsehen würden und mitdiskutieren. Einen RSS-Feed gibt es natürlich auch: nämlich <a href="http://feeds.feedburner.com/ScienceBlogs/ForWomenInScience"><strong>hier</strong></a><strong>. </strong>Und getwittert wird an dieser Stelle: <a href="http://www.twitter.com/WomenInScience">Twitter/WomenInScience</a></p>
<p>Und als Einstiegsbeiträge empfehle ich:</p>
<ul>
<li>Scheloske, Marc: <a href="http://www.scienceblogs.de/for-women-in-science/2008/09/das-potenzial-von-frauen-in-der-wissenschaft-nutzen-die-akademische-chancengleichheit-ist-eine-zukunftsfrage.php" target="_blank">Das Potenzial von Frauen in der Wissenschaft nutzen: Die akademische Chancengleichheit ist eine Zukunftsfrag</a>e, &#8220;For Women in Science&#8221;, 15.9.2008</li>
<li>Macha, Hildegard &amp; Bauer, Quirin J.: <a href="http://www.scienceblogs.de/for-women-in-science/2008/09/wissenschaftliche-karriere-und-familie-ein-widerspruch.php">Wissenschaftliche Karriere und Familie &#8211; ein Widerspruch!?</a>, &#8220;For Women in Science&#8221;, 18.9.2008</li>
<li>Wissenschaftlerinnenporträt: <a href="http://www.scienceblogs.de/for-women-in-science/2008/09/ruth-moufang-krankungen-leidenschaft-und-beharrlichkeit-die-erste-deutsche-mathematikprofessorin.php">Ruth Moufang: Kränkungen, Leidenschaft und Beharrlichkeit. Die erste deutsche Mathematikprofessorin</a>, &#8220;For Women in Science&#8221;, 18.9.2008</li>
</ul>
<div class="invisible">
<hr size="1" />Technorati-Tags:</div>
<p><a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Chancengleichheit">Chancengleichheit</a><br />
<a class="invisible" rel="tag" href="http://www.technorati.com/tag/Gleichberechtigung">Gleichberechtigung</a><br />
<img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/564b68c6ee4f0becab8d78090ad256" alt="" width="1" height="1" /></p>
<hr width="100%" size="1" /><hr /><h4>&Auml;hnliche Beitr&auml;ge</h4><ul><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/04/22/akademische-maennerbuende-warum-die-analyse-der-diskriminierung-von-frauen-in-der-wissenschaft-so-schwierig-ist-kurzknapp-33/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Akademische Männerbünde? » Warum die Analyse der Diskriminierung von Frauen in der Wissenschaft so schwierig ist | kurz&#038;knapp 33">Akademische Männerbünde? » Warum die Analyse der Diskriminierung von Frauen in der Wissenschaft so schwierig ist | kurz&#038;knapp 33</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2009/08/18/bier-schuetzt-vor-osteoporose/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Bier schützt vor Osteoporose">Bier schützt vor Osteoporose</a></li><li><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/02/sommernachts-und-tagtraeume-sigur-ros-erregen-mit-gobbledigook-werkstattnotiz-lxxxxii/" rel="bookmark" title="Permanent Link: Sommernachts- und Tagträume » Sigur Rós erregen mit »Gobbledigook« | Werkstattnotiz LXXXXII">Sommernachts- und Tagträume » Sigur Rós erregen mit »Gobbledigook« | Werkstattnotiz LXXXXII</a></li></ul><hr width="100%" size="1" /><p><font color="#777777">Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Stöbern Sie doch weiter in anderen Veröffentlichungen der Wissenswerkstatt - etwa hier in der <a target="_blank" href="http://www.wissenswerkstatt.net/werkstattinventar-publikumslieblinge-liebhaberstuecke-und-versteckte-perlen/">Übersicht</a> besonders beliebter Texte. Alternativ lohnt sich auch die Navigation über das <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/lageplan/">Werkstattinventar</a><br /></font></p><p><em><font color="#777777">Alle Artikel der <a target="_blank" href="../">Wissenswerkstatt</a> stehen unter der <a target="_blank" href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/">CreativeCommons-Lizenz</a>, d.h. Verlinken jederzeit erlaubt, Bearbeiten und Zitieren jeweils unter Angabe der
Quelle, beides allerdings nur zu nichtkommerziellen Zwecken.</em></p><hr /><small>Copyright &copy; 2011<br />Sie lesen einen Feed der Website "Wissenswerkstatt.net".<br />Eine Verwendung dieses Feeds auf anderen Webseiten verst&ouml;&szlig;t gegen das Urheberrecht. Wenn Sie diesen Inhalt nicht in Ihrem News-Reader lesen, so macht sich die Seite, die Sie betrachten, der Urheberrechtsverletzung schuldig. <br /> </font>Digitaler Fingerprint: 18754798dca730b745ad417e2b5ebb91</small><hr size=1 width=40%><ol class="footnotes"><li id="footnote_0_527" class="footnote">Was andere Aspekte angeht &#8211; etwa die Bildungsgerechtigkeit in Abhängigkeit des sozialen Herkunftsmilieus &#8211; besteht freilich weiterhin riesiger Nachholbedarf.</li></ol><p>[Ein Artikel der Wissenswerkstatt: <a href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/09/20/forschende-frauen-und-der-traum-von-der-chancengleichheit-in-der-wissenschaft-werkstattnotiz-116/">Forschende Frauen und der Traum von der Chancengleichheit in der Wissenschaft | Werkstattnotiz 116</a>]</p> <p><a href="http://www.wissenswerkstatt.net/?flattrss_redirect&amp;id=527&amp;md5=2eac742846ee9a0f02455575228ad416" title="Flattr" target="_blank"><img src="http://www.wissenswerkstatt.net/wp-content/plugins/flattr/img/flattr-badge-large.png" alt="flattr this!"/></a></p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.wissenswerkstatt.net/2008/09/20/forschende-frauen-und-der-traum-von-der-chancengleichheit-in-der-wissenschaft-werkstattnotiz-116/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		<atom:link rel="payment" href="http://www.wissenswerkstatt.net/?flattrss_redirect&amp;id=527&amp;md5=2eac742846ee9a0f02455575228ad416" type="text/html" />
	</item>
	</channel>
</rss>

