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Geschichten, Podcast und Studien zu Wissenschaftsblogs und Social Media

» Lese-Tipps rund um die Wissenschaftsblogosphäre

21. Oktober 2012 | 23:30 Gelesen: 2053 · heute: 2 · zuletzt: 2. August 2014 1 Reaktion

Die Sache mit den Wissenschaftsblogs ist nicht so einfach. Die Ansichten darüber, was gute Wissenschaftsblogs auszeichnet gehen genauso weit auseinander, wie die Meinungen zur Frage, ob Wissenschaftsblogs zwischenzeitlich ein etabliertes Format oder immer noch ein Außenseitermedium sind.1 Seit gut zehn Jahren gibt es Wissenschaftsblogs und vermutlich wird es mindestens noch einmal zehn Jahre dauern, bis über diese Fragen halbwegs Einigkeit erzielt ist. Oder eben auch nicht.

Zumindest besteht ganz offensichtlich weiter Diskussions- und Klärungsbedarf. Anlaß genug für ein paar Links zum Thema:

Eine kurze Geschichte wissenschaftlicher Blogs

Wenn es einen Kenner der internationalen Wissenschaftsblogszene gibt, dann ist das Bora Zivkovic. Bora selbst bloggt seit rund 8 Jahren, nicht nur, aber immer wieder über sein eigenes Spezialgebiet die Chronobiologie. Noch bekannter ist er freilich als Ideengeber, Organisator und unermüdlicher Antreiber für das “Open Laboratory” (hier werden jährlich die besten Wissenschaftsblogpost gesammelt, also ganz ähnlich wie bei der Wissenschaftsblog-Auslese) und natürlich für die ScienceOnline-Konferenzen.

Eigentlich könnte und müßte ich jetzt noch ein ganzes Blogposting mit Infos rund um Bora füllen, der nebenbei bemerkt ein wahnsinnig netter Kerl ist. Ich habe ihn vor drei Jahren am Rande des Lindauer Nobelpreisträgertreffens kennengelernt und ich erinnere mich immer noch gerne daran, wie ich mich Bora gemeinsam stundenlang über die Insel Mainau spaziert bin, die Schmetterlinge in den Ausstellungshäusern beobachtet habe und er mir von seinen Pferden erzählt hat.

Nun aber zurück zum Thema: Bora hat vor einigen Wochen in einem ziemlich umfangreichen (aber genau deshalb lesenswerten!) Blogposting die Geschichte der Wissenschaftsblogs aufgerollt. Er erklärt darin das Selbstverständnis und die Wurzeln des Wissenschaftsbloggens, erinnert sich an frühe Blogkarnevals, und skizziert wie das Aufkommen neuer Plattformen wie Facebook und Twitter auch die Wissenschaftsblogsphäre veränderten. In seinem Artikel steht aber natürlich noch viel, viel mehr.

Alle, die sich für Wissenschaftsblogs interessieren, und diesen Blogpost noch nicht kennen, hier geht’s lang:

Podcast zu Social Media und Wissenschaftskommunikation

Vor einigen Wochen bin ich selbst zum Thema Wissenschaftskommunikation bei Twitter interviewt worden. Was ich gesagt habe, ist im Podcast des Stifterverbands nachzuhören. Neben mir ist in der Podcast-Folge übrigens auch Markus Trapp (Text & Blog) zu hören, der ja bekanntlich für die Staats- und Unibibliothek die Social-Media-Zuständigkeit hat.

Das bewegt SciLogger

Über die Motive von bloggenden Wissenschaftlern kann man natürlich (mehr oder weniger kenntnisreich) spekulieren. Oder man kann der Sache empirisch auf den Grund gehen. Die beiden Medienwissenschaftler Merja Mahrt und Cornelius Puschmann beschäftigen sich ja schon seit längerem mit Wissenschaftsblogs. Im April haben sie nun am Rande des Deidesheimer SciLogs-Treffens eine kleine Befragung gemacht. Die Ergebnisse ihrer kleinen Untersuchung und Antworten auf die Fragen nach den Motiven und den Erfahrungen von Wissenschaftsbloggern sind hier im Blog von Carsten Könneker nachzulesen:

 


  1. Das vielleicht für kurze Notizen taugt, nicht aber der Ort zur Publikation wissenschaftlicher Ergebnisse ist. []
Marc Scheloske
Marc Scheloske
Ich bin Sozialwissenschaftler und freier Journalist. Ich schreibe (Fach-)Artikel, blogge und führe Workshops und Schulungen zum Thema 'Wissenschaftskommunikation und Social Media' durch. → weitere Infos
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