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	<title>Kommentare zu: Ratiopharm-Akte: Die pharmazeutische Landschaftspflege von Ratiopharm</title>
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	<description>Blog zu Wissenschaft &#38; Wissenschaftskommunikation, Soziologie, Pop- und Blogkultur.</description>
	<lastBuildDate>Fri, 10 Feb 2012 19:28:47 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Günter Schütte</title>
		<link>http://www.wissenswerkstatt.net/2009/11/20/ratiopharm-akte-die-pharmazeutische-landschaftspflege-von-ratiopharm/#comment-5342</link>
		<dc:creator>Günter Schütte</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Oct 2011 11:52:43 +0000</pubDate>
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		<description>Die Sachlage ist außerordentlich kompliziert, viel komplizierter als hier dargestellt.

1.) Die Werbeausgaben der amerikanischen Pharmaindustrie können nicht mit denen der deutschen verglichen werden. In Deutschland ist Werbung für verschreibungspflichtige Arzneimittel verboten, in den USA dagegen erlaubt. Also sind die 61 Milliarden nicht alles Bestechungsgelder.

2.) Leider ist in Deutschland nicht eindeutig geregelt, ob es Bestechlichkeit ist, wenn der niedergelassene Arzt Sachgeschenke oder Geld von Pharmafirmen entgegen nimmt. Mehrere Gerichte haben zum Teil unterschiedliche Urteile gefällt, der BGH hat sein Urteil verschoben. Ich plädiere für eine eindeutige Regelung - Geringfügigkeit festlegen (z.B. 50 Euro pro Jahr) und alles andere strafbar machen.

3.) Ich bin selbst niedergelassener Allgemeinarzt und empfange Pharmareferenten, nehme aber keine Zuwendungen außer Holzspatel oder Kugelschreiber an. Scharf bin ich allerdings auf die Muster von Ratiopharm: Da habe ich auch mal was zu Hause, wenn der Patient abends, nachts oder am Wochenende an die Tür kommt. Im Gegensatz zu den meisten anderen verteilt Ratiopharm auch mal Muster von Paracetamol oder ähnlichem, da sind sich andere zu fein für, bringt ja kein Umsatz. Eine Verpflichtung bin ich noch bei keiner Pharmafirma eingegangen.

4.) Viel Geld geben deutsche Pharmafirmen offensichtlich auch für indirekte Werbung bei Patienten aus. Da gibt es positiv urteilende Stellungnahmen zu neuen, teuren Medikamenten in bunten Illustrierten, in der Tagespresse und sogar bei Selbsthilfeorganisationen. Das müsste dringend gesetzlich unterbunden werden!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Sachlage ist außerordentlich kompliziert, viel komplizierter als hier dargestellt.</p>
<p>1.) Die Werbeausgaben der amerikanischen Pharmaindustrie können nicht mit denen der deutschen verglichen werden. In Deutschland ist Werbung für verschreibungspflichtige Arzneimittel verboten, in den USA dagegen erlaubt. Also sind die 61 Milliarden nicht alles Bestechungsgelder.</p>
<p>2.) Leider ist in Deutschland nicht eindeutig geregelt, ob es Bestechlichkeit ist, wenn der niedergelassene Arzt Sachgeschenke oder Geld von Pharmafirmen entgegen nimmt. Mehrere Gerichte haben zum Teil unterschiedliche Urteile gefällt, der BGH hat sein Urteil verschoben. Ich plädiere für eine eindeutige Regelung &#8211; Geringfügigkeit festlegen (z.B. 50 Euro pro Jahr) und alles andere strafbar machen.</p>
<p>3.) Ich bin selbst niedergelassener Allgemeinarzt und empfange Pharmareferenten, nehme aber keine Zuwendungen außer Holzspatel oder Kugelschreiber an. Scharf bin ich allerdings auf die Muster von Ratiopharm: Da habe ich auch mal was zu Hause, wenn der Patient abends, nachts oder am Wochenende an die Tür kommt. Im Gegensatz zu den meisten anderen verteilt Ratiopharm auch mal Muster von Paracetamol oder ähnlichem, da sind sich andere zu fein für, bringt ja kein Umsatz. Eine Verpflichtung bin ich noch bei keiner Pharmafirma eingegangen.</p>
<p>4.) Viel Geld geben deutsche Pharmafirmen offensichtlich auch für indirekte Werbung bei Patienten aus. Da gibt es positiv urteilende Stellungnahmen zu neuen, teuren Medikamenten in bunten Illustrierten, in der Tagespresse und sogar bei Selbsthilfeorganisationen. Das müsste dringend gesetzlich unterbunden werden!</p>
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		<title>Von: Alice</title>
		<link>http://www.wissenswerkstatt.net/2009/11/20/ratiopharm-akte-die-pharmazeutische-landschaftspflege-von-ratiopharm/#comment-3638</link>
		<dc:creator>Alice</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Nov 2009 06:50:15 +0000</pubDate>
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		<description>Rengen ist eine super Quelle. Einer, der vor Scientology-nahen Organisationen und andere Sektierern wie der AZK auftritt. Davon abgesehen. Ist unter die &quot;üblichen Methoden&quot; wirklich so einfach die &quot;Pharmaindustrie&quot; also alle Unternehmen, mit unterschiedlichen Produkten und Indikationen, auf unterschiedlichen Märkten, und zu unterschiedlichen Zeiten subsummierbar?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Rengen ist eine super Quelle. Einer, der vor Scientology-nahen Organisationen und andere Sektierern wie der AZK auftritt. Davon abgesehen. Ist unter die &#8220;üblichen Methoden&#8221; wirklich so einfach die &#8220;Pharmaindustrie&#8221; also alle Unternehmen, mit unterschiedlichen Produkten und Indikationen, auf unterschiedlichen Märkten, und zu unterschiedlichen Zeiten subsummierbar?</p>
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		<title>Von: Marc</title>
		<link>http://www.wissenswerkstatt.net/2009/11/20/ratiopharm-akte-die-pharmazeutische-landschaftspflege-von-ratiopharm/#comment-3624</link>
		<dc:creator>Marc</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 15:11:47 +0000</pubDate>
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		<description>@Alice:

&lt;blockquote&gt;Ah, ja. Schreibt hier ein Brancheninsider? Oder woher will der Autor wissen, was denn “üblich” ist?&lt;/blockquote&gt;

Ach, Insider muß man da in meinen Augen nicht sein. Es genügt, wenn man eins und eins zusammenzählen kann. Man braucht sich lediglich vor Augen halten, daß (die Zahlen stammen aus einer seriösen Erhebung des Jahres 2008) die US-Pharmafirmen jährlich knapp 60 Milliarden US-Dollar für Marketingaktivitäten ausgeben, allerdings nur 31 Milliarden für Forschung und Entwicklung von Medikamenten. Und ein Großteil der Ausgaben betrifft die oben im Text erwähnten Medikamentenproben, über die restlichen Milliarden darf jeder für sich spekulieren. 

Für weitere Einblicke in die Branche empfehle ich das Interview mit dem ehem. Eli-Lilly-Manager John Rengen: &lt;a href=&quot;http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&amp;dig=2007/01/12/a0259&quot;&gt;Ich habe Menschen bestochen&lt;/a&gt;.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Alice:</p>
<blockquote><p>Ah, ja. Schreibt hier ein Brancheninsider? Oder woher will der Autor wissen, was denn “üblich” ist?</p></blockquote>
<p>Ach, Insider muß man da in meinen Augen nicht sein. Es genügt, wenn man eins und eins zusammenzählen kann. Man braucht sich lediglich vor Augen halten, daß (die Zahlen stammen aus einer seriösen Erhebung des Jahres 2008) die US-Pharmafirmen jährlich knapp 60 Milliarden US-Dollar für Marketingaktivitäten ausgeben, allerdings nur 31 Milliarden für Forschung und Entwicklung von Medikamenten. Und ein Großteil der Ausgaben betrifft die oben im Text erwähnten Medikamentenproben, über die restlichen Milliarden darf jeder für sich spekulieren. </p>
<p>Für weitere Einblicke in die Branche empfehle ich das Interview mit dem ehem. Eli-Lilly-Manager John Rengen: <a href="http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&#038;dig=2007/01/12/a0259">Ich habe Menschen bestochen</a>.</p>
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		<title>Von: Alice</title>
		<link>http://www.wissenswerkstatt.net/2009/11/20/ratiopharm-akte-die-pharmazeutische-landschaftspflege-von-ratiopharm/#comment-3615</link>
		<dc:creator>Alice</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Nov 2009 18:53:52 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.wissenswerkstatt.net/?p=1267#comment-3615</guid>
		<description>&lt;i&gt;Die Ermittlungsakte vermittelt auf 96 Seiten einen hübschen Eindruck, was in der Branche üblich ist.&lt;/i&gt;

Ah, ja. Schreibt hier ein Brancheninsider? Oder woher will der Autor wissen, was denn &quot;üblich&quot; ist?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><i>Die Ermittlungsakte vermittelt auf 96 Seiten einen hübschen Eindruck, was in der Branche üblich ist.</i></p>
<p>Ah, ja. Schreibt hier ein Brancheninsider? Oder woher will der Autor wissen, was denn &#8220;üblich&#8221; ist?</p>
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