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	<title>Kommentare zu: Verheddert: Ulrich Clauß verfängt sich in herbeiphantasierten Schleppnetzen und versteht die Welt nicht mehr</title>
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	<description>Blog zu Wissenschaft &#38; Wissenschaftskommunikation, Soziologie, Pop- und Blogkultur.</description>
	<lastBuildDate>Fri, 10 Feb 2012 19:28:47 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Freie Kommunikation im Internet &#171; KOPIS.DE</title>
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		<dc:creator>Freie Kommunikation im Internet &#171; KOPIS.DE</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Nov 2008 19:04:45 +0000</pubDate>
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		<description>[...] ich muss heute noch einmal darauf zurückkommen und mich weiter aufregen. Und natürlich regen sich auch andere darüber auf. Und zwar zu [...]</description>
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		<title>Von: Fischer</title>
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		<dc:creator>Fischer</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Nov 2008 16:17:47 +0000</pubDate>
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		<description>Na wusst ich doch dass du dir die Steilvorlage nicht entgehen lässt...

Ein anderer Aspekt, der den Text vollends ad absurdum führt, sei noch angemerkt. Clauß beschreibt ja die Blog- und internetlastige Medienstrategie von Barack Obama folgendermaßen:

*Er umging mit seiner Informationsstrategie auch systematisch die klassischen Medien, indem er seine Botschaften über Internet-Blogs verbreitete, TV- und Radiosender also zwang, diese wiederum im Nachgang zu zitieren und damit die bislang übliche Kette der Informationsvermittlung zu umgehen.*

Was er entweder nicht sagt oder (wahrscheinlich) nicht weiß ist, dass Obamas Kommunikationsstrategie die direkte Konsequenz aus der Medienberichterstattung der letzten beiden Präsidentschaftswahlen ist.

Wie du dich möglicherweise erinnern wirst, hat John Kerry die Wahl unter anderem durch das inzwischen legendäre &quot;Swiftboating&quot; verloren. Diese und andere &quot;Attack Ads&quot; mit fragwürdigem Wahrheitsgehalt haben sich generell in den letzten Wahlperioden als äußerst erfolgreich erwiesen. Der Kern der Sache ist nun, dass es gerade die &quot;klassische redaktionelle Verarbeitung&quot; durch den Journalismus ist, die derartigen Schmierenkampagnen überhaupt erst ihre Durchschlagskraft gegeben hat. 

Denn Journalisten dürfen ja nicht bewerten, wenn sie berichten. Das heißt, sobald ein Journalist über einen noch so absurden Vorwurf berichtet – berichten muss – tut er erstmal automatisch so, als sei er von vornherein legitim (was ich persönlich für die große Achillesferse des modernen Nachrichtenjournalismus halte). Je dreister die Behauptung, desto öfter wird sie in den Nachrichten wiederholt, und desto mehr bleibt sie hängen.

Obama hatte also gar keine andere Wahl, als den Journalismus irgendwie zu umgehen und den auf ihn geworfenen Schmutz zu neutralisieren, bevor er durch mediale Berichterstattung legitimiert wurde. Was ja auch hervorragend funktioniert hat.

(Fußnote: In der gleichen Weise funktioniert ja auch moderne PR - Journalisten können quasi als Legitimationsautomaten für die eigene Botschaft benutzt werden, indem man ihnen schöne Schlagzeilen liefert)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Na wusst ich doch dass du dir die Steilvorlage nicht entgehen lässt&#8230;</p>
<p>Ein anderer Aspekt, der den Text vollends ad absurdum führt, sei noch angemerkt. Clauß beschreibt ja die Blog- und internetlastige Medienstrategie von Barack Obama folgendermaßen:</p>
<p>*Er umging mit seiner Informationsstrategie auch systematisch die klassischen Medien, indem er seine Botschaften über Internet-Blogs verbreitete, TV- und Radiosender also zwang, diese wiederum im Nachgang zu zitieren und damit die bislang übliche Kette der Informationsvermittlung zu umgehen.*</p>
<p>Was er entweder nicht sagt oder (wahrscheinlich) nicht weiß ist, dass Obamas Kommunikationsstrategie die direkte Konsequenz aus der Medienberichterstattung der letzten beiden Präsidentschaftswahlen ist.</p>
<p>Wie du dich möglicherweise erinnern wirst, hat John Kerry die Wahl unter anderem durch das inzwischen legendäre &#8220;Swiftboating&#8221; verloren. Diese und andere &#8220;Attack Ads&#8221; mit fragwürdigem Wahrheitsgehalt haben sich generell in den letzten Wahlperioden als äußerst erfolgreich erwiesen. Der Kern der Sache ist nun, dass es gerade die &#8220;klassische redaktionelle Verarbeitung&#8221; durch den Journalismus ist, die derartigen Schmierenkampagnen überhaupt erst ihre Durchschlagskraft gegeben hat. </p>
<p>Denn Journalisten dürfen ja nicht bewerten, wenn sie berichten. Das heißt, sobald ein Journalist über einen noch so absurden Vorwurf berichtet – berichten muss – tut er erstmal automatisch so, als sei er von vornherein legitim (was ich persönlich für die große Achillesferse des modernen Nachrichtenjournalismus halte). Je dreister die Behauptung, desto öfter wird sie in den Nachrichten wiederholt, und desto mehr bleibt sie hängen.</p>
<p>Obama hatte also gar keine andere Wahl, als den Journalismus irgendwie zu umgehen und den auf ihn geworfenen Schmutz zu neutralisieren, bevor er durch mediale Berichterstattung legitimiert wurde. Was ja auch hervorragend funktioniert hat.</p>
<p>(Fußnote: In der gleichen Weise funktioniert ja auch moderne PR &#8211; Journalisten können quasi als Legitimationsautomaten für die eigene Botschaft benutzt werden, indem man ihnen schöne Schlagzeilen liefert)</p>
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