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	<title>Kommentare zu: Forschende Frauen und der Traum von der Chancengleichheit in der Wissenschaft &#124; Werkstattnotiz 116</title>
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	<description>Blog zu Wissenschaft &#38; Wissenschaftskommunikation, Soziologie, Pop- und Blogkultur.</description>
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		<title>Von: Chrib</title>
		<link>http://www.wissenswerkstatt.net/2008/09/20/forschende-frauen-und-der-traum-von-der-chancengleichheit-in-der-wissenschaft-werkstattnotiz-116/#comment-2330</link>
		<dc:creator>Chrib</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Oct 2008 10:11:27 +0000</pubDate>
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		<description>In diesem Zusammenhang ist es doch erfreulich, was diese Woche über idw (http://idw-online.de/pages/de/news280682) vermeldet wurde - die Neurochirurgische Uniklinik der Uni Mannheim hat jetzt eine Direktorin. In diesem speziellen Fall darf man sich gleich doppelt für die Amtsinhaberin Professor Dr. Kirsten Schmieder freuen: nicht nur dass sie den Posten bekommen hat, sondern auch noch im Fachbereich Medizin, der in den Führungspositionen extrem männerlastig ist.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>In diesem Zusammenhang ist es doch erfreulich, was diese Woche über idw (<a href="http://idw-online.de/pages/de/news280682" rel="nofollow"></a><a href='http://idw-online.de/pages/de/news280682'>http://idw-online.de/pages/de/news280682</a>) vermeldet wurde &#8211; die Neurochirurgische Uniklinik der Uni Mannheim hat jetzt eine Direktorin. In diesem speziellen Fall darf man sich gleich doppelt für die Amtsinhaberin Professor Dr. Kirsten Schmieder freuen: nicht nur dass sie den Posten bekommen hat, sondern auch noch im Fachbereich Medizin, der in den Führungspositionen extrem männerlastig ist.</p>
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		<title>Von: Marc</title>
		<link>http://www.wissenswerkstatt.net/2008/09/20/forschende-frauen-und-der-traum-von-der-chancengleichheit-in-der-wissenschaft-werkstattnotiz-116/#comment-2328</link>
		<dc:creator>Marc</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 Oct 2008 12:07:24 +0000</pubDate>
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		<description>@DrNI:

Vielen Dank für diesen spannenden und (aus meiner Sicht) in allen Punkten zutreffenden Kommentar. Denn es stimmt selbstverständlich, daß die Problematik der zu geringen Frauenquote an den Unis in einen größeren Zusammenhang gestellt werden muß:

&lt;blockquote&gt;Vereinbarkeit von Beruf und Familie sollte aber auch keine “Frauensache” mehr sein. Sondern eben eine Familiensache.&lt;/blockquote&gt;

Die Vereinbarkeit von Privat-/Familienleben mit akademischer &quot;Karriere&quot; geht tatsächlich beide Geschlechter an und die Tatsache, daß auch Männer/Väter sich lieber andernorts betätigen, als sich von befristeter Doktorandenstelle zum nächsten 2-Jahres-Drittmittelprojekt zur wiederum nächsten befristeten Institutsmitarbeit zu hangeln, ist ja ebenso bedauerlich.

&lt;blockquote&gt;Leisten wir es uns nicht bereits, dass “familienwillige Genies” die Uni verlassen, weil sie ihnen nicht die Sicherheit bieten kann, die sie für ihre Familie gerne hätten?&lt;/blockquote&gt;

Ja, sicherlich (s.o.). Wobei ich mir nicht sicher bin, ob das ein Phänomen ist, das auf das akademische Feld begrenzt ist. Denn auch in der freien Wirtschaft sind Arbeitszeiten von 45-60 Stunden eher die Regel, als die Ausnahme und das ist für Menschen, die in Partnerschaften (und dann gar noch mit Kindern) leben, ebenfalls kaum zu meistern.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@DrNI:</p>
<p>Vielen Dank für diesen spannenden und (aus meiner Sicht) in allen Punkten zutreffenden Kommentar. Denn es stimmt selbstverständlich, daß die Problematik der zu geringen Frauenquote an den Unis in einen größeren Zusammenhang gestellt werden muß:</p>
<blockquote><p>Vereinbarkeit von Beruf und Familie sollte aber auch keine “Frauensache” mehr sein. Sondern eben eine Familiensache.</p></blockquote>
<p>Die Vereinbarkeit von Privat-/Familienleben mit akademischer &#8220;Karriere&#8221; geht tatsächlich beide Geschlechter an und die Tatsache, daß auch Männer/Väter sich lieber andernorts betätigen, als sich von befristeter Doktorandenstelle zum nächsten 2-Jahres-Drittmittelprojekt zur wiederum nächsten befristeten Institutsmitarbeit zu hangeln, ist ja ebenso bedauerlich.</p>
<blockquote><p>Leisten wir es uns nicht bereits, dass “familienwillige Genies” die Uni verlassen, weil sie ihnen nicht die Sicherheit bieten kann, die sie für ihre Familie gerne hätten?</p></blockquote>
<p>Ja, sicherlich (s.o.). Wobei ich mir nicht sicher bin, ob das ein Phänomen ist, das auf das akademische Feld begrenzt ist. Denn auch in der freien Wirtschaft sind Arbeitszeiten von 45-60 Stunden eher die Regel, als die Ausnahme und das ist für Menschen, die in Partnerschaften (und dann gar noch mit Kindern) leben, ebenfalls kaum zu meistern.</p>
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		<title>Von: DrNI</title>
		<link>http://www.wissenswerkstatt.net/2008/09/20/forschende-frauen-und-der-traum-von-der-chancengleichheit-in-der-wissenschaft-werkstattnotiz-116/#comment-2315</link>
		<dc:creator>DrNI</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Sep 2008 20:06:11 +0000</pubDate>
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		<description>Vereinbarkeit von Beruf und Familie sollte aber auch keine &quot;Frauensache&quot; mehr sein. Sondern eben eine Familiensache. Wissenschaft in Deutschland heißt: Viel arbeiten, dafür nicht all zu viel verdienen, und das in wackeligen Zeitverträgen. Widrige Umstände, um das Gefühl zu haben, Kindern ein stabiles Zuhause geben zu können. Eine Frage wäre für mich zunächst also: Leisten wir es uns nicht bereits, dass &quot;familienwillige Genies&quot; die Uni verlassen, weil sie ihnen nicht die Sicherheit bieten kann, die sie für ihre Familie gerne hätten? 

Und dann bleibt natürlich noch die hier genannte Frage nach der Chancengleichheit übrig. Hätte ein hier nicht genannter Professor den folgenden Spruch auch einem männlichen Untergebenen ins Gesicht geschleudert, oder blieb das der Frau vorbehalten, die eine meiner besten Dozentinnen überhaupt war? &quot;Sie müssen sich eben schon entscheiden: Karriere oder Familie.&quot; Sie ist noch im Business, allerdings nun an einer anderen Universität.

Vielleicht sind Frauen aber auch einfach realistischer. In jedem traditionellen schwäbischen mittelständischen Betrieb hat die Frau die Hosen an. Ganz einfach, weil sie haushalten kann. Würde die Frau nicht die Finanzen managen, dann wäre der Ehemann und Handwerksmeister schon lange pleite. Und welche Frau wäre schon so rücksichtslos, aus Ideologie für Lorbeeren zu arbeiten (das ist ja, was Wissenschaftler tun), und dabei die Familie hungern zu lassen? Oder anders gesagt: Es wäre interessant zu wissen, wie viele Frauen (bzw. Familien) sich von Familie+Akademie auf Familie+Wirtschaft umorientiert haben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Vereinbarkeit von Beruf und Familie sollte aber auch keine &#8220;Frauensache&#8221; mehr sein. Sondern eben eine Familiensache. Wissenschaft in Deutschland heißt: Viel arbeiten, dafür nicht all zu viel verdienen, und das in wackeligen Zeitverträgen. Widrige Umstände, um das Gefühl zu haben, Kindern ein stabiles Zuhause geben zu können. Eine Frage wäre für mich zunächst also: Leisten wir es uns nicht bereits, dass &#8220;familienwillige Genies&#8221; die Uni verlassen, weil sie ihnen nicht die Sicherheit bieten kann, die sie für ihre Familie gerne hätten? </p>
<p>Und dann bleibt natürlich noch die hier genannte Frage nach der Chancengleichheit übrig. Hätte ein hier nicht genannter Professor den folgenden Spruch auch einem männlichen Untergebenen ins Gesicht geschleudert, oder blieb das der Frau vorbehalten, die eine meiner besten Dozentinnen überhaupt war? &#8220;Sie müssen sich eben schon entscheiden: Karriere oder Familie.&#8221; Sie ist noch im Business, allerdings nun an einer anderen Universität.</p>
<p>Vielleicht sind Frauen aber auch einfach realistischer. In jedem traditionellen schwäbischen mittelständischen Betrieb hat die Frau die Hosen an. Ganz einfach, weil sie haushalten kann. Würde die Frau nicht die Finanzen managen, dann wäre der Ehemann und Handwerksmeister schon lange pleite. Und welche Frau wäre schon so rücksichtslos, aus Ideologie für Lorbeeren zu arbeiten (das ist ja, was Wissenschaftler tun), und dabei die Familie hungern zu lassen? Oder anders gesagt: Es wäre interessant zu wissen, wie viele Frauen (bzw. Familien) sich von Familie+Akademie auf Familie+Wirtschaft umorientiert haben.</p>
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