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	<title>Kommentare zu: Hütet Euch vor der Eindeutigkeit der Zahlen » Weshalb Statistiken mit Vorsicht zu genießen sind &#124; Werkstattnotiz LXXXXVII</title>
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	<description>Beobachtungen der Gesellschaft. Blog zu Wissenschaft, Soziologie, Pop- und Blogkultur.</description>
	<lastBuildDate>Sat, 28 Aug 2010 12:49:38 +0200</lastBuildDate>
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		<title>Von: Wolfgang Michal</title>
		<link>http://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/12/huetet-euch-vor-der-eindeutigkeit-der-zahlen-weshalb-statistiken-mit-vorsicht-zu-geniessen-sind-werkstattnotiz-lxxxxvii/comment-page-1/#comment-2063</link>
		<dc:creator>Wolfgang Michal</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Jun 2008 10:54:39 +0000</pubDate>
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		<description>Nehmen wir mal die Vätermonate:

Zwischen Januar 2007 (dem Beginn der Elterngeld-Reform) und März 2008 wurden insgesamt 719.621 Elterngeld-Anträge bewilligt. Der Väteranteil betrug 12,1 Prozent (= 87.000 Männer). Zwei Drittel der Väter (= 58.000) wählten eine Auszeit von nur zwei Monaten (das ist die Bedingung, um überhaupt Elterngeld zu bekommen). 29.000 (= 4 Prozent) nahmen einen ernst zu nehmenden längeren Erziehungsurlaub. 

Auffällig ist nun, dass ein- und dasselbe Medium – bei korrekter Wiedergabe der statistischen Fakten - völlig unterschiedlich „berichtet“: 

Am 28.2.2008 meldete „Spiegel online“:
„Vätermonate immer beliebter“
Schon 12 Prozent der Väter...

Am 11.6.2008 meldete „Spiegel online“:
„Nur 6884 Väter nahmen ein Jahr Elternzeit“
Nur 4 Prozent der Väter...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nehmen wir mal die Vätermonate:</p>
<p>Zwischen Januar 2007 (dem Beginn der Elterngeld-Reform) und März 2008 wurden insgesamt 719.621 Elterngeld-Anträge bewilligt. Der Väteranteil betrug 12,1 Prozent (= 87.000 Männer). Zwei Drittel der Väter (= 58.000) wählten eine Auszeit von nur zwei Monaten (das ist die Bedingung, um überhaupt Elterngeld zu bekommen). 29.000 (= 4 Prozent) nahmen einen ernst zu nehmenden längeren Erziehungsurlaub. </p>
<p>Auffällig ist nun, dass ein- und dasselbe Medium – bei korrekter Wiedergabe der statistischen Fakten &#8211; völlig unterschiedlich „berichtet“: </p>
<p>Am 28.2.2008 meldete „Spiegel online“:<br />
„Vätermonate immer beliebter“<br />
Schon 12 Prozent der Väter&#8230;</p>
<p>Am 11.6.2008 meldete „Spiegel online“:<br />
„Nur 6884 Väter nahmen ein Jahr Elternzeit“<br />
Nur 4 Prozent der Väter&#8230;</p>
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		<title>Von: Benedikt</title>
		<link>http://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/12/huetet-euch-vor-der-eindeutigkeit-der-zahlen-weshalb-statistiken-mit-vorsicht-zu-geniessen-sind-werkstattnotiz-lxxxxvii/comment-page-1/#comment-2050</link>
		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Jun 2008 16:32:17 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;Denn im Grunde ist der “Impact Factor” wenig anderes als die “Page Impression” der Wissenschaft.&quot;

Eigentlich nicht. PI wollen die Reichweite einer Seite messen bzw. die Seitenabrufe, während der IF die Zitation eines Journals erfasst. Ich würde es eher so formulieren: &quot;Die Technorati-Authority ist der Impact-Factor der Blogosphäre&quot;. Im Übrigen findet man da immer wieder schöne Belege für Goodhart&#039;s Law http://en.wikipedia.org/wiki/Goodhart%27s_law</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Denn im Grunde ist der “Impact Factor” wenig anderes als die “Page Impression” der Wissenschaft.&#8221;</p>
<p>Eigentlich nicht. PI wollen die Reichweite einer Seite messen bzw. die Seitenabrufe, während der IF die Zitation eines Journals erfasst. Ich würde es eher so formulieren: &#8220;Die Technorati-Authority ist der Impact-Factor der Blogosphäre&#8221;. Im Übrigen findet man da immer wieder schöne Belege für Goodhart&#8217;s Law <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Goodhart%27s_law" rel="nofollow"></a><a href='http://en.wikipedia.org/wiki/Goodhart%27s_law'>http://en.wikipedia.org/wiki/Goodhart%27s_law</a></p>
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		<title>Von: juliaL49</title>
		<link>http://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/12/huetet-euch-vor-der-eindeutigkeit-der-zahlen-weshalb-statistiken-mit-vorsicht-zu-geniessen-sind-werkstattnotiz-lxxxxvii/comment-page-1/#comment-2041</link>
		<dc:creator>juliaL49</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Jun 2008 15:26:28 +0000</pubDate>
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		<description>Zum Impact Factor lasse ich mich mal besser nicht aus...

Aber zu Zahlen, Statistiken, Umfragen, Umfrageinstituten, sog. Urban Myths uvm. gibt es den &lt;a href=&quot;http://blogs.wsj.com/numbersguy/&quot;&gt;Numbers Guy&lt;/a&gt;, der eine Kolumne (mittlerweile zum Glück als Blog) beim WSJ schreibt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zum Impact Factor lasse ich mich mal besser nicht aus&#8230;</p>
<p>Aber zu Zahlen, Statistiken, Umfragen, Umfrageinstituten, sog. Urban Myths uvm. gibt es den <a href="http://blogs.wsj.com/numbersguy/">Numbers Guy</a>, der eine Kolumne (mittlerweile zum Glück als Blog) beim WSJ schreibt.</p>
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	<item>
		<title>Von: Christian</title>
		<link>http://www.wissenswerkstatt.net/2008/06/12/huetet-euch-vor-der-eindeutigkeit-der-zahlen-weshalb-statistiken-mit-vorsicht-zu-geniessen-sind-werkstattnotiz-lxxxxvii/comment-page-1/#comment-2040</link>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Jun 2008 15:15:18 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.wissenswerkstatt.net/?p=317#comment-2040</guid>
		<description>Gerade die vierte Fussnote finde ich eine schöne plastische Erläuterung. Natürlich nur wenn man mit Page Impressions auch etwas anfangen kann. 

Andererseits - wenn auch nicht so verlockend - tritt das Problem der Verallgemeinerbarkeit und der Eindeutigkeit von Aussagen auch in der qualitativen Forschung auf. Nur dass man dann diese Aussagen nicht mit Zahlen untermauern kann und diese somit nicht als ein Totschlagargument nutzen. 

Mit Zahlen lässt sich eben eine schöne Scheinobjektiviät erzeugen. Dabei wird vergessen, dass auch aus Zahlen nur durch Interpretation eine Aussage wird.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade die vierte Fussnote finde ich eine schöne plastische Erläuterung. Natürlich nur wenn man mit Page Impressions auch etwas anfangen kann. </p>
<p>Andererseits &#8211; wenn auch nicht so verlockend &#8211; tritt das Problem der Verallgemeinerbarkeit und der Eindeutigkeit von Aussagen auch in der qualitativen Forschung auf. Nur dass man dann diese Aussagen nicht mit Zahlen untermauern kann und diese somit nicht als ein Totschlagargument nutzen. </p>
<p>Mit Zahlen lässt sich eben eine schöne Scheinobjektiviät erzeugen. Dabei wird vergessen, dass auch aus Zahlen nur durch Interpretation eine Aussage wird.</p>
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