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E-Publikation zum Social Web ::: Die Illusion strategischer Forschung | Werkstatt-Ticker 25

21. Mai 2008 | 10:47 Gelesen: 5233 · heute: 3 · zuletzt: 25. May 2017 3 Reaktionen

Ticker.jpgKurze Vorbemerkung: Ursprünglich wollte ich mich im Werkstatt-Ticker ja wirklich kurzfassen.

Allerdings war ich fast nie so diszipliniert und habe letztlich doch immer mehr geschrieben. Ab sofort werde ich mich hier aber an meine eigene Vorgabe halten:

  • Im „Werkstatt-Ticker“ werden Blogposts, Texte und andere bemerkenswerte Fundstücke kurz (!) kommentiert,
  • sobald meine Anmerkungen zum Thema etwas umfangreicher ausfallen, findet man diese Blogposts unter dem Etikett „kurz&knapp“,
  • und die längeren Essays und Artikel, die den Umfang einer Din A4-Seite überschreiten, werden bei den „Werkstattnotizen“ versammelt.

So, nun geht es weiter – natürlich mit den besten Vorsätzen:

 


» Lesbar: „a digital lifestyle“

Im Auftrag der Innovationsagentur des Landes Baden-Württemberg ist eine kleine Publikation zu verschiedenen Facetten des Web 2.0 bzw. Social Software entstanden. Die Beiträge kreisen bspw. um das Wissensmanagement mit SocialSoftware und Wikis oder skizzieren ganz allgemein, „wie web 2.0 unser leben verändert„. Die Qualität der Beiträge ist recht unterschiedlich, aber ein Blick lohnt sich bestimmt. Lesenswert ist etwa der Beitrag „Social software im wissensmanagement 2.0„, der von Martin Koser stammt.1

» Die „Illusion strategischer Forschung“

Florian vom Blog „Astrodictum Simplex“ hatte das Vergnügen bei der Ehrenpromotion des Physik-Nobelpreisträgers Kurt Kroemer dabeizusein. Beim seinem Festvortrag nahm sich Kroemer dem Verhältnis von wissenschaftlicher (Grundlagen-)Forschung und den sich daraus (potentiell) ergebenden Anwendungen an.

Dabei wies Kroemer – Florians lesenswertem Bericht zufolge – mehrmals darauf hin, daß die wirklich maßgeblichen Entdeckungen und wissenschaftlichen Innovationen niemals vorhersagbar oder gar erwartbar gewesen seien. Der Versuch, die vielversprechendsten und lukrativsten Forschungsgebiete bzw. Projekte im Vorfeld zu identifizieren, sei also zum Scheitern verurteilt. Ein Thema, das ich in der Werkstatt wenn sich Zeit findet, noch eingehender diskutieren möchte.

Ein besonders bemerkenswerter Satz von Kroemer sei hier aber noch herausgehoben:

„Der Druck, die Forschung auf vorhersagbare Anwendungen zu konzentrieren verzögert den Fortschritt statt ihn zu beschleunigen.“

Hoffentlich waren in Jena auch verantwortliche Wissenschaftspolitiker und Wissenschaftsbürokraten zu Gast!

  1. Johannes Moskaliuk hat schon vor 2-3 Wochen auf dieses E-Book hingewiesen. Sein Urteil: „durchwachsen“. []
Marc Scheloske
Marc Scheloske
Ich bin Sozialwissenschaftler und freier Journalist. Ich schreibe (Fach-)Artikel, blogge und führe Workshops und Schulungen zum Thema 'Wissenschaftskommunikation und Social Media' durch. → weitere Infos
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Kommentare

3 Reaktionen »

  • ali :

    Ich habe mir als festen Vorsatz gefasst, keine guten Vorsätze mehr zu fassen, da ich sie sowieso nie einhalte.

    Aungenzwinkernd und viel Glück wünschend.

    [twort T]

  • Marc :

    @ali:

    Ich bin im Grunde auch so ein hoffnungsloser Fall, was die guten Vorsätze angeht, aber diesmal wird alles anders. Und besser! Garantiert! ;-)

    [twort T]

  • Martin Koser :

    Danke für das Lob für meinen Beitrag im Social Software Reader der MFG – tut gut :)

    BTW, den guten Vorsatz verschiedene Typen von Posts genauer zu unterscheiden (und dann eben auch kleinere Compilations dazwischenschieben zu können) teile ich auch – und kämpfe ebenfalls mit den Unschärfen. Scheint so etwas wie ein Dauerfragestellung für mitteilsame Wissensarbeiter aka Blogger zu sein …

    [twort T]

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