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	<title>Comments on: Existenzrisiko Wissenschaft? » Die neue W-Besoldung stellt Professoren teilweise schlechter als Realschullehrer » Was ist uns akademische Exzellenz wert? &#124; Werkstattnotiz LXIV</title>
	<atom:link href="http://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/12/existenzrisiko-wissenschaft-die-neue-c-besoldung-stellt-professoren-teilweise-schlechter-als-realschullehrer-was-ist-uns-akademische-exzellenz-wert-werkstattnotiz-lxiv/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
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	<description>Beobachtungen der Gesellschaft. Blog zu Wissenschaft, Soziologie, Pop- und Blogkultur.</description>
	<lastBuildDate>Fri, 05 Mar 2010 15:25:22 +0100</lastBuildDate>
	
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		<title>By: Christoph</title>
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		<dc:creator>Christoph</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Nov 2009 10:11:56 +0000</pubDate>
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		<description>Die W-Besoldung hat eine reihe kontroverser Diskussionen ausgelöst. Während in der (publizierten) Öffentlichkeit Krisenszenarien aufrechterhalten werden (Ende der Freiheit von Forschung und Lehre, Ökonomisierung der Wissenschaft etc) finden die W-Professoren (was bleibt ihnen auch anderes übrig die C-Besoldung gibt es nicht mehr) es durchaus lukrativ ohne sich einen Ruf zu besorgen, möglicherweise mehr Geld zu bekommen. Gleichzeitig werden die Funktionszulagen gelobt. Kritisert wird das Grundgehalt und die schwächere Postition der Erstberufenen.

Näheres zur W-Besoldung gibt es unter &lt;a href=&quot;http://www.w-besoldung.net/&quot;&gt;http://www.w-besoldung.net/&lt;/a&gt; 

Einige wenige Forschungsergebnisse zur W-Besoldung sind auf &lt;a href=&quot;http://forschung.w-besoldung.net/&quot;&gt;http://forschung.w-besoldung.net/&lt;/a&gt; verfügbar.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die W-Besoldung hat eine reihe kontroverser Diskussionen ausgelöst. Während in der (publizierten) Öffentlichkeit Krisenszenarien aufrechterhalten werden (Ende der Freiheit von Forschung und Lehre, Ökonomisierung der Wissenschaft etc) finden die W-Professoren (was bleibt ihnen auch anderes übrig die C-Besoldung gibt es nicht mehr) es durchaus lukrativ ohne sich einen Ruf zu besorgen, möglicherweise mehr Geld zu bekommen. Gleichzeitig werden die Funktionszulagen gelobt. Kritisert wird das Grundgehalt und die schwächere Postition der Erstberufenen.</p>
<p>Näheres zur W-Besoldung gibt es unter <a href="http://www.w-besoldung.net/"></a><a href='http://www.w-besoldung.net/'>http://www.w-besoldung.net/</a> </p>
<p>Einige wenige Forschungsergebnisse zur W-Besoldung sind auf <a href="http://forschung.w-besoldung.net/"></a><a href='http://forschung.w-besoldung.net/'>http://forschung.w-besoldung.net/</a> verfügbar.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: Smia</title>
		<link>http://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/12/existenzrisiko-wissenschaft-die-neue-c-besoldung-stellt-professoren-teilweise-schlechter-als-realschullehrer-was-ist-uns-akademische-exzellenz-wert-werkstattnotiz-lxiv/comment-page-1/#comment-2101</link>
		<dc:creator>Smia</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Jun 2008 18:00:06 +0000</pubDate>
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		<description>Was für ein Trauerspiel... Ich setze mich gerade das 1. Mal mit der Möglichkeit einer wissenschaftlichen Laufbahn auseinander, und bin entsetzt. 
Wo bleibt die Förderung der Eliten??
Schlägt angesichts all dieser Hindernisse, Unsicherheiten, Finanzprobleme und düsteren Zukunftsaussichten ernsthaft noch jemand diesen Weg ein?
Ich weiß noch nicht mal, ob ich angesichts solch trüber Aussichten überhaupt promovieren sollte; das bringt einem außerhalb von der Uni ja wenig. :o(
Nicht nur das Spiel gestern war eine Enttäuschung über Deutschland.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Was für ein Trauerspiel&#8230; Ich setze mich gerade das 1. Mal mit der Möglichkeit einer wissenschaftlichen Laufbahn auseinander, und bin entsetzt.<br />
Wo bleibt die Förderung der Eliten??<br />
Schlägt angesichts all dieser Hindernisse, Unsicherheiten, Finanzprobleme und düsteren Zukunftsaussichten ernsthaft noch jemand diesen Weg ein?<br />
Ich weiß noch nicht mal, ob ich angesichts solch trüber Aussichten überhaupt promovieren sollte; das bringt einem außerhalb von der Uni ja wenig. :o(<br />
Nicht nur das Spiel gestern war eine Enttäuschung über Deutschland.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Weltenkreuzer &#187; Blog Archive &#187; Warum sollte man Wissenschaftler werden?</title>
		<link>http://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/12/existenzrisiko-wissenschaft-die-neue-c-besoldung-stellt-professoren-teilweise-schlechter-als-realschullehrer-was-ist-uns-akademische-exzellenz-wert-werkstattnotiz-lxiv/comment-page-1/#comment-1387</link>
		<dc:creator>Weltenkreuzer &#187; Blog Archive &#187; Warum sollte man Wissenschaftler werden?</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 17 Feb 2008 14:38:12 +0000</pubDate>
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		<description>[...] (Via: Wissenswerkstatt &#124; Existenzrisiko Wissenschaft?) [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] (Via: Wissenswerkstatt | Existenzrisiko Wissenschaft?) [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: DerOli</title>
		<link>http://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/12/existenzrisiko-wissenschaft-die-neue-c-besoldung-stellt-professoren-teilweise-schlechter-als-realschullehrer-was-ist-uns-akademische-exzellenz-wert-werkstattnotiz-lxiv/comment-page-1/#comment-1376</link>
		<dc:creator>DerOli</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Feb 2008 11:59:37 +0000</pubDate>
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		<description>@HG

&quot;Die Besseren sind draußen&quot; ist doch schon der Beweis dafür, dass Marc (oder Malte von der SZ) mit seiner Einschätzung recht hat.  Die Bedingungen sind zu miserabel um die &quot;Besten&quot; zu reizen. Denn wenn man schon über zehn Jahren Unsicherheit ins Auge blicken muss, dann sollte am Ende auch ein Posten herausspringen bei dem man ähnlich viel verdient wie &quot;draußen&quot;. Sonst werden unsere &quot;Exzellenzen&quot; in Zukunft tatsächlich nur noch von der zweiten oder dritten Garde gestellt. 

Und ich verstehe nicht ganz was an der 13-jährigen &quot;Qualifizierungsphase&quot; während der man für eine halbe Stelle 10+ Stunden/Tag (gerne auch am Wochenende) arbeiten darf so toll sein soll??!? Im selben Zeitraum arbeiten die Lehrer für eine ganze Stelle nur den halben Tag. Und die Ausbildung von Studenten dient ja immerhin auch der Allgemeinheit. Und wenn es dann nichts wird mit der festen Stelle hilft einem die Qualifikation auch nicht weiter, während der Meister deutlich besser gestellt is als der Geselle. Und das ist nämlich genau der Punkt: Es muss sich in irgendeiner Weise lohnen. Und im Moment lohnt es sich eben nicht.

(Noch) &quot;drin&quot;,
DerOli</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@HG</p>
<p>&#8220;Die Besseren sind draußen&#8221; ist doch schon der Beweis dafür, dass Marc (oder Malte von der SZ) mit seiner Einschätzung recht hat.  Die Bedingungen sind zu miserabel um die &#8220;Besten&#8221; zu reizen. Denn wenn man schon über zehn Jahren Unsicherheit ins Auge blicken muss, dann sollte am Ende auch ein Posten herausspringen bei dem man ähnlich viel verdient wie &#8220;draußen&#8221;. Sonst werden unsere &#8220;Exzellenzen&#8221; in Zukunft tatsächlich nur noch von der zweiten oder dritten Garde gestellt. </p>
<p>Und ich verstehe nicht ganz was an der 13-jährigen &#8220;Qualifizierungsphase&#8221; während der man für eine halbe Stelle 10+ Stunden/Tag (gerne auch am Wochenende) arbeiten darf so toll sein soll??!? Im selben Zeitraum arbeiten die Lehrer für eine ganze Stelle nur den halben Tag. Und die Ausbildung von Studenten dient ja immerhin auch der Allgemeinheit. Und wenn es dann nichts wird mit der festen Stelle hilft einem die Qualifikation auch nicht weiter, während der Meister deutlich besser gestellt is als der Geselle. Und das ist nämlich genau der Punkt: Es muss sich in irgendeiner Weise lohnen. Und im Moment lohnt es sich eben nicht.</p>
<p>(Noch) &#8220;drin&#8221;,<br />
DerOli</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Marc</title>
		<link>http://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/12/existenzrisiko-wissenschaft-die-neue-c-besoldung-stellt-professoren-teilweise-schlechter-als-realschullehrer-was-ist-uns-akademische-exzellenz-wert-werkstattnotiz-lxiv/comment-page-1/#comment-1375</link>
		<dc:creator>Marc</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Feb 2008 10:26:31 +0000</pubDate>
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		<description>@Tim:

Ja, sehe ich genau so. Danke für die Erläuterungen und Beispiele für das, was ich oben verkürzt nur unter &quot;schwacher Verhandlungsposition&quot; angemerkt hatte. 

@HG:

Oh, besten Dank für diesen zugespitzten Standpunkt: über manche Punkte kann man (meiner Ansicht nach) wirklich diskutieren. Denn ob nun die Arbeit der Krankenschwester, der Lehrerin oder des eitlen Juraprofs &quot;wichtiger&quot; ist, welche den größten Nutzen für die Gesellschaft (und dann für welche Teilbereiche!) abwirft, darüber könnte man trefflich streiten. 

Ich gehöre übrigens nicht zu den Zeitgenossen, die (wie weiland unser Altkanzler) Lehrer als &quot;faule Säcke&quot; bezeichnen. ;-)

Allerdings hinkt die Argumentation, daß es kein Grund zum Jammern sei, wenn man als Hochschullehrer mit Mitte 40 dasselbe Gehalt bekommt, wie ein Realschullehrer. Weshalb? Es gibt m.E. drei gravierende Unterschiede: 

1. Ist die Qualifizierungsphase aufwärts des Diploms oder Magister (künftig Master) keineswegs in allen Fällen so komfortabel! Es hängt natürlich von den jeweiligen Disziplinen ab, aber wir dürfen davon ausgehen, daß wir in der Altersklasse von Ende 20 bis 40 eine große Zahl an prekären Beschäftigungsverhältnissen bei Nachwuchswissenschaftlern haben. Soll heißen: befristeter Job in der Uni wird von einer Phase Arbeitslosigkeit abgelöst, dann ergibt sich zufällig ein Projektjob (1/2 Stelle), das Projekt läuft nach 2 Jahren aus, danach wieder Jobsuche, notgedrungen Ortswechsel, um wieder eine befristete (!) Teilzeitstelle anzunehmen, ebenfalls mit Unsicherheit etc.

Im Ergebnis muten wir vielen engagierten und fähigen Wissenschaftlern zu, daß sie über 10-12 Jahre hinweg keinerlei (!) Planungssicherheit haben. Da halte ich den Status des verbeamteten Realschullehrers mit seinen 34 Jahren doch für komfortabler. Der gleichaltrige Forscher hat noch mind. 5-10 Jahre Hoffen und Bangen vor sich.  ;-(

2. Mit dem Beginn seines Referendariats erhält der Lehramtsanwärter ein sicheres Gehalt, das ab dem Eintritt in den regulären Schuldienst ein sicheres Auskommen ermöglicht und auch Rücklagen und eine private Altersvorsorge zulässt. All das ist für den künftigen Prof undenkbar.

3. Im Gegenzug zum Lehramt hat der hoffende Wissenschaftler nichts außer seine Hoffnung, daß es am Ende für ihn zum ersehnten Professorenamt reicht. Denn die Mehrzahl der Aspiranten bleibt ja auf der Strecke. Wir reden also ohnehin von den wenigen Glücklichen, die es geschafft haben. Insofern müßte das Gehalt auch soviel Anreiz und einen materiellen Bonus bieten, um überhaupt dieses irrsinnige Rennen (mit großer Mißerfolgswahrscheinlichkeit) anzutreten. 

Tja, alles in allem, denke ich die Verhältnismäßigkeit ist nicht gegeben...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Tim:</p>
<p>Ja, sehe ich genau so. Danke für die Erläuterungen und Beispiele für das, was ich oben verkürzt nur unter &#8220;schwacher Verhandlungsposition&#8221; angemerkt hatte. </p>
<p>@HG:</p>
<p>Oh, besten Dank für diesen zugespitzten Standpunkt: über manche Punkte kann man (meiner Ansicht nach) wirklich diskutieren. Denn ob nun die Arbeit der Krankenschwester, der Lehrerin oder des eitlen Juraprofs &#8220;wichtiger&#8221; ist, welche den größten Nutzen für die Gesellschaft (und dann für welche Teilbereiche!) abwirft, darüber könnte man trefflich streiten. </p>
<p>Ich gehöre übrigens nicht zu den Zeitgenossen, die (wie weiland unser Altkanzler) Lehrer als &#8220;faule Säcke&#8221; bezeichnen. ;-)</p>
<p>Allerdings hinkt die Argumentation, daß es kein Grund zum Jammern sei, wenn man als Hochschullehrer mit Mitte 40 dasselbe Gehalt bekommt, wie ein Realschullehrer. Weshalb? Es gibt m.E. drei gravierende Unterschiede: </p>
<p>1. Ist die Qualifizierungsphase aufwärts des Diploms oder Magister (künftig Master) keineswegs in allen Fällen so komfortabel! Es hängt natürlich von den jeweiligen Disziplinen ab, aber wir dürfen davon ausgehen, daß wir in der Altersklasse von Ende 20 bis 40 eine große Zahl an prekären Beschäftigungsverhältnissen bei Nachwuchswissenschaftlern haben. Soll heißen: befristeter Job in der Uni wird von einer Phase Arbeitslosigkeit abgelöst, dann ergibt sich zufällig ein Projektjob (1/2 Stelle), das Projekt läuft nach 2 Jahren aus, danach wieder Jobsuche, notgedrungen Ortswechsel, um wieder eine befristete (!) Teilzeitstelle anzunehmen, ebenfalls mit Unsicherheit etc.</p>
<p>Im Ergebnis muten wir vielen engagierten und fähigen Wissenschaftlern zu, daß sie über 10-12 Jahre hinweg keinerlei (!) Planungssicherheit haben. Da halte ich den Status des verbeamteten Realschullehrers mit seinen 34 Jahren doch für komfortabler. Der gleichaltrige Forscher hat noch mind. 5-10 Jahre Hoffen und Bangen vor sich.  ;-(</p>
<p>2. Mit dem Beginn seines Referendariats erhält der Lehramtsanwärter ein sicheres Gehalt, das ab dem Eintritt in den regulären Schuldienst ein sicheres Auskommen ermöglicht und auch Rücklagen und eine private Altersvorsorge zulässt. All das ist für den künftigen Prof undenkbar.</p>
<p>3. Im Gegenzug zum Lehramt hat der hoffende Wissenschaftler nichts außer seine Hoffnung, daß es am Ende für ihn zum ersehnten Professorenamt reicht. Denn die Mehrzahl der Aspiranten bleibt ja auf der Strecke. Wir reden also ohnehin von den wenigen Glücklichen, die es geschafft haben. Insofern müßte das Gehalt auch soviel Anreiz und einen materiellen Bonus bieten, um überhaupt dieses irrsinnige Rennen (mit großer Mißerfolgswahrscheinlichkeit) anzutreten. </p>
<p>Tja, alles in allem, denke ich die Verhältnismäßigkeit ist nicht gegeben&#8230;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: HG</title>
		<link>http://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/12/existenzrisiko-wissenschaft-die-neue-c-besoldung-stellt-professoren-teilweise-schlechter-als-realschullehrer-was-ist-uns-akademische-exzellenz-wert-werkstattnotiz-lxiv/comment-page-1/#comment-1373</link>
		<dc:creator>HG</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Feb 2008 01:24:45 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo Marc,

was ist uns akademische Exzellenz wert? Ich halte eine Bezahlung wie bei einem Realschullehrer für angemessen, und überhaupt kann man die &quot;20 Jahre der Qualifikation&quot; von denen Du sprichst, auch aus einer etwas anderen Perspektive betrachten: Nehmen wir mal 7 Jahre Studium raus, dann bleiben 13 Jahre in befristeten Verträgen. Das ist nicht schön und stört die Lebensplanung - ich verstehe das Klagen. Aber die 13 Jahre sind auch eine Zeit, die zum überwiegenden Teil für die persönliche Qualifikation genutzt werden kann (Promotion, Habilitation). Das ist, beispielsweise im Vergleich zu einer Meister-Ausbildung im Handwerk, eine ausgesprochen privilegierte Situation. Wer sonst wird für eine 13 Jahre dauernde Qualifizierungsphase (die Liste der Veröffentlichungen wird ja hoffentlich länger und länger...) auch noch bezahlt? Der angehende Handwerksmeister, den ich zum Vergleich aus dem Hut ziehe, muss nämlich (überwiegend) als Geselle arbeiten, um das Geld für die Meisterschule zu verdienen, die er am Wochenende, am Abend oder während eines - selbstredend unbezahlten - Urlaubs besucht.

Schlagen wir doch jetzt noch mal den Bogen zum Realschullehrer: Der steht ab Ende 20 in der Verantwortung für Schüler, muss sie disziplinieren und lehren und hat nur geringe Möglichkeiten, sich während der Arbeitszeit bedeutend weiter zu qualifizieren und den Inhalt seiner Arbeit in einem so weiten Rahmen selbst zu bestimmen, wie es einem Hochschullehrer möglich ist. Ob der Realschullehrer so viel verdienen sollte wie der Hochschullehrer? Und ob! Er leistet unter schwierigeren Bedingungen mehr und für die Allgemeinheit wichtigeres.

Nochmal zum Begriff der &quot;akademischen Exzellenz&quot;. Wie sinnvoll ist dieser Begriff, wenn in manchen Fällen gerade nicht die qualifiziertesten, leistungsbereitesten und flexibelsten Absolventen in der universitären Tretmühle mit den befristeten Jobs bleiben, sondern diejenigen, die sich so lange im Radius ihrer Sonnenkönige, der Doktorväter etc., aufhalten, bis irgendwo ein Licht am Ende des Tunnels in Form einer unbefristeten Stelle auftaucht? Klar, man kann nicht alle über einen Kamm... Aber jeder kennt doch irgendjemanden, der mindestens die Hälfte seiner Zeit an der Uni vorm Rechner hängt und sein Weblog pflegt und bei heise surft. Und das im Zweifel für BAT II (das heißt wohl jetzt anders...). Unter solchen Bedingungen lässt sich zur Not und pro forma der promovierte Biologe auch ganz gerne mal auf die Planstelle eines System-Administrators schieben, nur um am Hofe zu bleiben und das zu sein, wozu er seit Jahren Sitzfleisch zeigt, statt sich &quot;da draußen&quot; eine vernünftige Stelle zu suchen, nämlich: versorgt.

Ich weiß, ich polemisiere. Aber für die Jammerei habe ich kein Verständnis. &quot;Akademische Exzellenz&quot;, wenn ich sowas schon höre... Ein Widerspruch in sich. Die Besseren sind draußen,

meint provozierend, doch gleichwohl freundlich grüßend

HG</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Marc,</p>
<p>was ist uns akademische Exzellenz wert? Ich halte eine Bezahlung wie bei einem Realschullehrer für angemessen, und überhaupt kann man die &#8220;20 Jahre der Qualifikation&#8221; von denen Du sprichst, auch aus einer etwas anderen Perspektive betrachten: Nehmen wir mal 7 Jahre Studium raus, dann bleiben 13 Jahre in befristeten Verträgen. Das ist nicht schön und stört die Lebensplanung &#8211; ich verstehe das Klagen. Aber die 13 Jahre sind auch eine Zeit, die zum überwiegenden Teil für die persönliche Qualifikation genutzt werden kann (Promotion, Habilitation). Das ist, beispielsweise im Vergleich zu einer Meister-Ausbildung im Handwerk, eine ausgesprochen privilegierte Situation. Wer sonst wird für eine 13 Jahre dauernde Qualifizierungsphase (die Liste der Veröffentlichungen wird ja hoffentlich länger und länger&#8230;) auch noch bezahlt? Der angehende Handwerksmeister, den ich zum Vergleich aus dem Hut ziehe, muss nämlich (überwiegend) als Geselle arbeiten, um das Geld für die Meisterschule zu verdienen, die er am Wochenende, am Abend oder während eines &#8211; selbstredend unbezahlten &#8211; Urlaubs besucht.</p>
<p>Schlagen wir doch jetzt noch mal den Bogen zum Realschullehrer: Der steht ab Ende 20 in der Verantwortung für Schüler, muss sie disziplinieren und lehren und hat nur geringe Möglichkeiten, sich während der Arbeitszeit bedeutend weiter zu qualifizieren und den Inhalt seiner Arbeit in einem so weiten Rahmen selbst zu bestimmen, wie es einem Hochschullehrer möglich ist. Ob der Realschullehrer so viel verdienen sollte wie der Hochschullehrer? Und ob! Er leistet unter schwierigeren Bedingungen mehr und für die Allgemeinheit wichtigeres.</p>
<p>Nochmal zum Begriff der &#8220;akademischen Exzellenz&#8221;. Wie sinnvoll ist dieser Begriff, wenn in manchen Fällen gerade nicht die qualifiziertesten, leistungsbereitesten und flexibelsten Absolventen in der universitären Tretmühle mit den befristeten Jobs bleiben, sondern diejenigen, die sich so lange im Radius ihrer Sonnenkönige, der Doktorväter etc., aufhalten, bis irgendwo ein Licht am Ende des Tunnels in Form einer unbefristeten Stelle auftaucht? Klar, man kann nicht alle über einen Kamm&#8230; Aber jeder kennt doch irgendjemanden, der mindestens die Hälfte seiner Zeit an der Uni vorm Rechner hängt und sein Weblog pflegt und bei heise surft. Und das im Zweifel für BAT II (das heißt wohl jetzt anders&#8230;). Unter solchen Bedingungen lässt sich zur Not und pro forma der promovierte Biologe auch ganz gerne mal auf die Planstelle eines System-Administrators schieben, nur um am Hofe zu bleiben und das zu sein, wozu er seit Jahren Sitzfleisch zeigt, statt sich &#8220;da draußen&#8221; eine vernünftige Stelle zu suchen, nämlich: versorgt.</p>
<p>Ich weiß, ich polemisiere. Aber für die Jammerei habe ich kein Verständnis. &#8220;Akademische Exzellenz&#8221;, wenn ich sowas schon höre&#8230; Ein Widerspruch in sich. Die Besseren sind draußen,</p>
<p>meint provozierend, doch gleichwohl freundlich grüßend</p>
<p>HG</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Tim</title>
		<link>http://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/12/existenzrisiko-wissenschaft-die-neue-c-besoldung-stellt-professoren-teilweise-schlechter-als-realschullehrer-was-ist-uns-akademische-exzellenz-wert-werkstattnotiz-lxiv/comment-page-1/#comment-1370</link>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Feb 2008 05:49:24 +0000</pubDate>
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		<description>Dazu müsste der Verhandlungspartner erstmal einen Verhandlungsspielraum haben. Klar gibt es Spitzenkräfte, die Forderungen stellen können. Die gab es schon bei C4. Solche Verhandlungen gleichen in der Regel eher der Vergabe von Almosen. Ist auch Abhängig von den Fächern und den Zielen der Hochschule. Eine Hochschule muss sich heutzutage vermarkten. Unique Selling Points suchen, Schwerpunkte haben, interessante Studiengänge anbieten, Bezahl-Studenten (MBA, Ergänzungsstudiengang, usw,) an sich binden, Kontakte zu ausländischen Unis halten, und viel mehr. Elite-Unis, die über die Forschung sich profilieren gibt es nur eine Handvoll. Der Rest muss anders Interesse und öffentliche Aufmerksamkeit wecken. Mal die Junior-Professoren raus gelassen - Wenn ein neuer Professor z.B. Industrie-Kontakte oder ausbaufähige Kontakte zu einer ausländischen Uni mitbringt, die am Ende Geld einspielen, gibt es was zu verhandeln. Er muss auch ein Konzept zur &quot;Monitarisierung&quot; haben. Der Professor muss also seine Zulagen quasi selber erwirtschaften. Man kann sich vorstellen, dass wissenschaftliche Ansprüche oder Qualität der Lehre oftmals keine so grosse Rolle spielen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dazu müsste der Verhandlungspartner erstmal einen Verhandlungsspielraum haben. Klar gibt es Spitzenkräfte, die Forderungen stellen können. Die gab es schon bei C4. Solche Verhandlungen gleichen in der Regel eher der Vergabe von Almosen. Ist auch Abhängig von den Fächern und den Zielen der Hochschule. Eine Hochschule muss sich heutzutage vermarkten. Unique Selling Points suchen, Schwerpunkte haben, interessante Studiengänge anbieten, Bezahl-Studenten (MBA, Ergänzungsstudiengang, usw,) an sich binden, Kontakte zu ausländischen Unis halten, und viel mehr. Elite-Unis, die über die Forschung sich profilieren gibt es nur eine Handvoll. Der Rest muss anders Interesse und öffentliche Aufmerksamkeit wecken. Mal die Junior-Professoren raus gelassen &#8211; Wenn ein neuer Professor z.B. Industrie-Kontakte oder ausbaufähige Kontakte zu einer ausländischen Uni mitbringt, die am Ende Geld einspielen, gibt es was zu verhandeln. Er muss auch ein Konzept zur &#8220;Monitarisierung&#8221; haben. Der Professor muss also seine Zulagen quasi selber erwirtschaften. Man kann sich vorstellen, dass wissenschaftliche Ansprüche oder Qualität der Lehre oftmals keine so grosse Rolle spielen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>By: Marc</title>
		<link>http://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/12/existenzrisiko-wissenschaft-die-neue-c-besoldung-stellt-professoren-teilweise-schlechter-als-realschullehrer-was-ist-uns-akademische-exzellenz-wert-werkstattnotiz-lxiv/comment-page-1/#comment-1369</link>
		<dc:creator>Marc</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Feb 2008 00:06:08 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/12/existenzrisiko-wissenschaft-die-neue-c-besoldung-stellt-professoren-teilweise-schlechter-als-realschullehrer-was-ist-uns-akademische-exzellenz-wert-werkstattnotiz-lxiv/#comment-1369</guid>
		<description>@Tim:

Werden die sog. Funktionszulagen (von nichts anderem reden wir) Deiner Meinung nach ausgewürfelt oder nach den Mondphasen bemessen? 

Die Tatsache, daß man abhängig vom jeweiligen Fach und anderen Bedingungen teilweise keine gute Verhandlungsposition hat, ist ja unbestritten. Und genau darauf habe ich im Beitrag ja auch abgestellt, daß einige Nachwuchsprofessoren eben keine oder nur minimale Zulagen aushandeln. Aber prinzipiell ist es ja doch so, daß verhandelt wird.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Tim:</p>
<p>Werden die sog. Funktionszulagen (von nichts anderem reden wir) Deiner Meinung nach ausgewürfelt oder nach den Mondphasen bemessen? </p>
<p>Die Tatsache, daß man abhängig vom jeweiligen Fach und anderen Bedingungen teilweise keine gute Verhandlungsposition hat, ist ja unbestritten. Und genau darauf habe ich im Beitrag ja auch abgestellt, daß einige Nachwuchsprofessoren eben keine oder nur minimale Zulagen aushandeln. Aber prinzipiell ist es ja doch so, daß verhandelt wird.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>By: Tim</title>
		<link>http://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/12/existenzrisiko-wissenschaft-die-neue-c-besoldung-stellt-professoren-teilweise-schlechter-als-realschullehrer-was-ist-uns-akademische-exzellenz-wert-werkstattnotiz-lxiv/comment-page-1/#comment-1368</link>
		<dc:creator>Tim</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Feb 2008 20:58:05 +0000</pubDate>
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		<description>Zulagen im Öffentlichen Dienst aushandeln? Selten so gelacht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zulagen im Öffentlichen Dienst aushandeln? Selten so gelacht.</p>
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		<title>By: Monika</title>
		<link>http://www.wissenswerkstatt.net/2008/02/12/existenzrisiko-wissenschaft-die-neue-c-besoldung-stellt-professoren-teilweise-schlechter-als-realschullehrer-was-ist-uns-akademische-exzellenz-wert-werkstattnotiz-lxiv/comment-page-1/#comment-1365</link>
		<dc:creator>Monika</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Feb 2008 17:16:01 +0000</pubDate>
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		<description>Ich denke mal nicht, dass bzgl. Honorierung der Jung-Professoren das zu honorierende Klientel die Chance hatte an der Entscheidung ihrer Gehaltsstrukturen mitzuarbeiten ??

Außerdem hat der wissenschaftliche Nachwuchs indirekt längst eine &quot;Antwort&quot; auf seine Vernachlässigung gegeben, indem viele abgewandert sind und nun sehnsüchtig gen Heimat schielen (müssen): http://www.zukunft-wissenschaft.de/

Da die Auswanderungsmöglichkeiten hauptsächlich nur für Naturwissenschaftler gegeben sind, muss man sich echte Sorgen um die Zukunft der Geistes- und Sozialwissenschaften machen. Dies um so mehr, als mit dem Neurohype die Naturwissenschaften im Wettbewerb um Forschungs- und andere Gelder die Geistes- und Sozialwissenschaften in den Hintergrund drängen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich denke mal nicht, dass bzgl. Honorierung der Jung-Professoren das zu honorierende Klientel die Chance hatte an der Entscheidung ihrer Gehaltsstrukturen mitzuarbeiten ??</p>
<p>Außerdem hat der wissenschaftliche Nachwuchs indirekt längst eine &#8220;Antwort&#8221; auf seine Vernachlässigung gegeben, indem viele abgewandert sind und nun sehnsüchtig gen Heimat schielen (müssen): <a href="http://www.zukunft-wissenschaft.de/" rel="nofollow"></a><a href='http://www.zukunft-wissenschaft.de/'>http://www.zukunft-wissenschaft.de/</a></p>
<p>Da die Auswanderungsmöglichkeiten hauptsächlich nur für Naturwissenschaftler gegeben sind, muss man sich echte Sorgen um die Zukunft der Geistes- und Sozialwissenschaften machen. Dies um so mehr, als mit dem Neurohype die Naturwissenschaften im Wettbewerb um Forschungs- und andere Gelder die Geistes- und Sozialwissenschaften in den Hintergrund drängen.</p>
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