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	<title>Kommentare zu: Lobende Worte von den Kollegen » Das &#8220;Wissenschafts-Café&#8221; ist Gesprächsthema &#124; kurz&amp;knapp 04</title>
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	<description>Blog zu Wissenschaft &#38; Wissenschaftskommunikation, Soziologie, Pop- und Blogkultur.</description>
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		<title>Von: Marc</title>
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		<dc:creator>Marc</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Nov 2007 00:23:09 +0000</pubDate>
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		<description>@Benedikt: 

Du hast einerseits vollkommen recht damit, daß ich oben auf diejenigen Aspekte des &quot;global village&quot; Bezug genommen habe, wie sie im populären-feuilletonistischen Diskurs mit der Begrifflichkeit McLuhans häufig verknüpft werden. Hier wird die Rede vom &quot;globalen Dorf&quot; meist gleichgesetzt mit der Ankunft einer tatsächlich schönen, neuen digitalen Welt, die Kultur- und Ländergrenzen überschreitet. 

Das alles freilich sowohl in Verkennung Huxleys, als auch der Tatsache, daß McLuhan selbst das Post-Gutenberg-Zeitalter recht ambivalent skizzierte: einerseits habe ich durchaus bei ihm Passagen gelesen, in denen er eine positive Utopie formuliert (eben Überwindung von Nationalismen, Emanzipation und neue Freiräume durch neue Techniken/Medien, neue ästhetische Artikulationsmöglichkeiten, leichterer Zugriff auf kulturelle Wissensarchive etc.), andererseits werden auch mögliche negative Effekte (Aufgabe von Individualität zugunsten einer kollektiven Identität, Elemente einer an Foucault erinnernden Kontrollgesellschaft...) thematisiert. 

Und wichtig ist zugegebenerweise, daß für McLuhan zweifellos das Medium Fernsehen (auch mit seiner suggestiven Kraft) bedeutender war, als es heute häufig vermutlich gesehen wird. Aber die revolutionäre Beschleunigung von Kommunikation (mit all ihren neuen Vernetzungsmöglichkeiten) war eben doch entscheidend für ihn - und wer jetzt (wenn wir allein das Medium Internet nehmen) davon abgeschottet ist (Stichwort: &#039;digital divide&#039;), der ist auch von den positiven Chancen abgekoppelt. Freilich entgeht er somit auch manchen Gefahren (&#039;Überwachungsgesellschaft&#039;).

Alles in allem: es stimmt, daß ich unscharf v.a. auf die eben ausschließlich positive Verwendung des Begriffs &#039;global village&#039; rekurriert habe. Und dafür muß man McLuhan doch deutlich mißverstehen. Das Argument des &#039;digital divide&#039; sehe ich aber doch (mit leichten Einschränkungen) am richtigen Platz. Denn für McLuhan war es doch ausgemacht, daß mit dem Eintritt ins elektronische Medienzeitalter &quot;die gesamte menschliche Familie zu einem einzigen globalen Stamm verschmolzen wird&quot;. Und das trifft dann eben doch nur mit Einschränkungen zu...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Benedikt: </p>
<p>Du hast einerseits vollkommen recht damit, daß ich oben auf diejenigen Aspekte des &#8220;global village&#8221; Bezug genommen habe, wie sie im populären-feuilletonistischen Diskurs mit der Begrifflichkeit McLuhans häufig verknüpft werden. Hier wird die Rede vom &#8220;globalen Dorf&#8221; meist gleichgesetzt mit der Ankunft einer tatsächlich schönen, neuen digitalen Welt, die Kultur- und Ländergrenzen überschreitet. </p>
<p>Das alles freilich sowohl in Verkennung Huxleys, als auch der Tatsache, daß McLuhan selbst das Post-Gutenberg-Zeitalter recht ambivalent skizzierte: einerseits habe ich durchaus bei ihm Passagen gelesen, in denen er eine positive Utopie formuliert (eben Überwindung von Nationalismen, Emanzipation und neue Freiräume durch neue Techniken/Medien, neue ästhetische Artikulationsmöglichkeiten, leichterer Zugriff auf kulturelle Wissensarchive etc.), andererseits werden auch mögliche negative Effekte (Aufgabe von Individualität zugunsten einer kollektiven Identität, Elemente einer an Foucault erinnernden Kontrollgesellschaft&#8230;) thematisiert. </p>
<p>Und wichtig ist zugegebenerweise, daß für McLuhan zweifellos das Medium Fernsehen (auch mit seiner suggestiven Kraft) bedeutender war, als es heute häufig vermutlich gesehen wird. Aber die revolutionäre Beschleunigung von Kommunikation (mit all ihren neuen Vernetzungsmöglichkeiten) war eben doch entscheidend für ihn &#8211; und wer jetzt (wenn wir allein das Medium Internet nehmen) davon abgeschottet ist (Stichwort: &#8216;digital divide&#8217;), der ist auch von den positiven Chancen abgekoppelt. Freilich entgeht er somit auch manchen Gefahren (&#8216;Überwachungsgesellschaft&#8217;).</p>
<p>Alles in allem: es stimmt, daß ich unscharf v.a. auf die eben ausschließlich positive Verwendung des Begriffs &#8216;global village&#8217; rekurriert habe. Und dafür muß man McLuhan doch deutlich mißverstehen. Das Argument des &#8216;digital divide&#8217; sehe ich aber doch (mit leichten Einschränkungen) am richtigen Platz. Denn für McLuhan war es doch ausgemacht, daß mit dem Eintritt ins elektronische Medienzeitalter &#8220;die gesamte menschliche Familie zu einem einzigen globalen Stamm verschmolzen wird&#8221;. Und das trifft dann eben doch nur mit Einschränkungen zu&#8230;</p>
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		<title>Von: Benedikt</title>
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		<dc:creator>Benedikt</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Nov 2007 23:24:15 +0000</pubDate>
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		<description>Hmm, ich verstehe nicht, inwiefern eine digitale Spaltung McLuhans global village widersprechen sollte? Das globale Dorf ist schließlich kein Disneyland, sondern eine klaustrophobische Überwachungsgesellschaft. Diese These ist auf einer anderen Ebene angesiedelt als die Überlegungen zur digital divide.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hmm, ich verstehe nicht, inwiefern eine digitale Spaltung McLuhans global village widersprechen sollte? Das globale Dorf ist schließlich kein Disneyland, sondern eine klaustrophobische Überwachungsgesellschaft. Diese These ist auf einer anderen Ebene angesiedelt als die Überlegungen zur digital divide.</p>
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		<title>Von: rotfell</title>
		<link>http://www.wissenswerkstatt.net/2007/11/12/lobende-worte-von-den-kollegen-das-wissenschafts-cafe-ist-gespraechsthema-kurzknapp-04/#comment-899</link>
		<dc:creator>rotfell</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Nov 2007 21:29:43 +0000</pubDate>
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		<description>Das (oder der?) Videocast ist super. Genau die richtige Mischung von Nachrichten, die einen wirklich interessieren gepaart mit trockenem Humor.  Und wieder ein Link für meine Lesezeichenliste. Wären sie nicht auch etwas für das wissenschaftscafé?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das (oder der?) Videocast ist super. Genau die richtige Mischung von Nachrichten, die einen wirklich interessieren gepaart mit trockenem Humor.  Und wieder ein Link für meine Lesezeichenliste. Wären sie nicht auch etwas für das wissenschaftscafé?</p>
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