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	<title>Kommentare zu: Bachmannpreis 2007 » Die Mühen der Ebene &#8211; Der 2. Tag</title>
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	<description>Blog zu Wissenschaft &#38; Wissenschaftskommunikation, Soziologie, Pop- und Blogkultur.</description>
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		<title>Von: Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#38; Links - 16 &#124; Wissenswerkstatt</title>
		<link>http://www.wissenswerkstatt.net/2007/06/29/bachmannpreis-2007-die-muehen-der-ebene-der-2-tag-2/#comment-682</link>
		<dc:creator>Querverweise » Fundstücke, Lesenswertes &#38; Links - 16 &#124; Wissenswerkstatt</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Oct 2007 13:12:31 +0000</pubDate>
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		<description>[...] nicht entscheiden, ob der Umstand, da&#223; sich das eigene Konto mehr und mehr als Hort des &quot;Minusgeldes&quot;1 erweist, leichter zu ertragen ist, wenn man sich einredet, man betreibe schlie&#223;lich [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] nicht entscheiden, ob der Umstand, da&#223; sich das eigene Konto mehr und mehr als Hort des &quot;Minusgeldes&quot;1 erweist, leichter zu ertragen ist, wenn man sich einredet, man betreibe schlie&#223;lich [...]</p>
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		<title>Von: Nudelsuppe</title>
		<link>http://www.wissenswerkstatt.net/2007/06/29/bachmannpreis-2007-die-muehen-der-ebene-der-2-tag-2/#comment-333</link>
		<dc:creator>Nudelsuppe</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Jun 2007 20:36:45 +0000</pubDate>
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		<description>@Gregor

Generell arbeitet Kritik so: ein Text gefällt einem oder nicht. Erst dann sucht man nach Gründen, warum das so ist.
Die Gewichtung ist dabei unterschiedlich. Mich haut es bei groben handwerklichen Mängeln aus Texten ganz und gar heraus.

PeterLicht gegen Schmidt auszuspielen halte ich für legitim; beide sind Vertreter des Passig-Phänomens und versuchen, es zu widerholen. Bei Jochen Schmidt fand ich die Passig-Übersetzung, ob nun gewollt oder nicht, mehr als offensichtlich. Bei PeterLicht nicht, obwohl der Text mit ähnlichen Mitteln arbeitete.
Aber: beide waren handwerklich in ihrem selbst gesetzten Rahmen perfekt. Immerhin.

Was man *selbst* von Literatur erwartet ist noch mal eine ganz andere Sache. Das betrifft vor allem die Gewichtung Handwerk, Inhalt, Ästhetik etc.

Übrigens - ich bin ganz neidisch, Marc - auch wenn wir teilweise in Kleinigkeiten nicht konform geben, du schreibst für mich die beste und nachdenklichste Aufzeichnung und Kommentierung des Bewerbs, die ich bisher gelesen habe.

Herzlichst,
Marcel</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Gregor</p>
<p>Generell arbeitet Kritik so: ein Text gefällt einem oder nicht. Erst dann sucht man nach Gründen, warum das so ist.<br />
Die Gewichtung ist dabei unterschiedlich. Mich haut es bei groben handwerklichen Mängeln aus Texten ganz und gar heraus.</p>
<p>PeterLicht gegen Schmidt auszuspielen halte ich für legitim; beide sind Vertreter des Passig-Phänomens und versuchen, es zu widerholen. Bei Jochen Schmidt fand ich die Passig-Übersetzung, ob nun gewollt oder nicht, mehr als offensichtlich. Bei PeterLicht nicht, obwohl der Text mit ähnlichen Mitteln arbeitete.<br />
Aber: beide waren handwerklich in ihrem selbst gesetzten Rahmen perfekt. Immerhin.</p>
<p>Was man *selbst* von Literatur erwartet ist noch mal eine ganz andere Sache. Das betrifft vor allem die Gewichtung Handwerk, Inhalt, Ästhetik etc.</p>
<p>Übrigens &#8211; ich bin ganz neidisch, Marc &#8211; auch wenn wir teilweise in Kleinigkeiten nicht konform geben, du schreibst für mich die beste und nachdenklichste Aufzeichnung und Kommentierung des Bewerbs, die ich bisher gelesen habe.</p>
<p>Herzlichst,<br />
Marcel</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb 2007 » Das Soziotop. Die Kritik. Die Autoren. Wir werden siegen. &#124; Wissenswerkstatt</title>
		<link>http://www.wissenswerkstatt.net/2007/06/29/bachmannpreis-2007-die-muehen-der-ebene-der-2-tag-2/#comment-330</link>
		<dc:creator>Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb 2007 » Das Soziotop. Die Kritik. Die Autoren. Wir werden siegen. &#124; Wissenswerkstatt</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Jun 2007 09:39:32 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Die Protokolle des Live-Blogs zu den Lesungen und Diskussionen sind hier zu finden: 1. Tag &#124; 2. Tag &#124; 3. Tag &#124; [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Die Protokolle des Live-Blogs zu den Lesungen und Diskussionen sind hier zu finden: 1. Tag | 2. Tag | 3. Tag | [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Bachmannpreis 2007 » Sonneneinfallswinkel und die Schatten der Zwerge - Der 3. Tag &#124; Wissenswerkstatt</title>
		<link>http://www.wissenswerkstatt.net/2007/06/29/bachmannpreis-2007-die-muehen-der-ebene-der-2-tag-2/#comment-329</link>
		<dc:creator>Bachmannpreis 2007 » Sonneneinfallswinkel und die Schatten der Zwerge - Der 3. Tag &#124; Wissenswerkstatt</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Jun 2007 07:34:26 +0000</pubDate>
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		<description>[...] anders formuliert: wenn wir, wie gestern geschehen, erleben, da&#223; ein auf den ersten Blick beh&#228;big-braver Text, wie derjenige von [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] anders formuliert: wenn wir, wie gestern geschehen, erleben, da&#223; ein auf den ersten Blick beh&#228;big-braver Text, wie derjenige von [...]</p>
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	<item>
		<title>Von: Gregor Keuschnig</title>
		<link>http://www.wissenswerkstatt.net/2007/06/29/bachmannpreis-2007-die-muehen-der-ebene-der-2-tag-2/#comment-328</link>
		<dc:creator>Gregor Keuschnig</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jun 2007 19:41:01 +0000</pubDate>
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		<description>@Marc
Es ist ein beliebter Erklärungsversuch, Extravaganzen ganz gerne als Beleg für ein eher introvertiertes Wesen des Künstlers zu deuten. Meist stellt sich irgendwann heraus, dass das Gegenteil der Fall ist. Es handelt sich um eine wohlkalkulierte Massnahme, die einen Bedeutungsschub bringen soll. Damit soll der Text aufgewertet werden. Soweit noch geschenkt. 

Was soll der Text anderes gewesen sein als ein Drogenrauschtext? Vielleicht noch ein Traum. Aber um &quot;realistische&quot; Prosa handelt es sich doch wohl kaum. Wieso ist die Jury dem Motiv der Apokalypse verfallen und damit - m. E. vollkommen unberechtigt - religiöse Konnotationen angedeutet? 

Ja, natürlich, Lichts Prosatext &quot;war nicht schlecht&quot;. Ob er es besser kann, interessiert mich nicht - es geht um das vorliegende Stück. Aber &quot;war nicht schlecht&quot; steht ja schon in keinem Verhältnis zu den Lobeshymnen der Jury. Frau Radisch (die ihn ja vorgeschlagen hat) stellte heute abend noch einmal eine Singularität Lichts heraus (im Gespräch in &quot;Kulturzeit&quot;). WAS daran &quot;singulär&quot; ist, sagt sie nicht. Vermutlich, weil ihr die Vergleichsmöglichkeiten fehlen. Für jemanden, der nur van Gogh kennt, ist dieser natürlich auch &quot;singulär&quot;.

Ich spiele auch nicht Licht gegen Schmidt aus. Ich habe nur eine unterschiedliche Herangehensweise der Juroren festgestellt. Ich hätte statt Schmidt auch Zwicky oder Oesterle nehmen können. Sorgfältig gearbeitete Prosastücke, die solange hin und her gewendet wurden, bis man ihnen formal noch etwas abziehen konnte. Ich erwarte, dass man die gleichen Instrumente bei allen anwendet, und nicht vor lauter Verzückung den kritischen Verstand an der Garderobe abgibt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Marc<br />
Es ist ein beliebter Erklärungsversuch, Extravaganzen ganz gerne als Beleg für ein eher introvertiertes Wesen des Künstlers zu deuten. Meist stellt sich irgendwann heraus, dass das Gegenteil der Fall ist. Es handelt sich um eine wohlkalkulierte Massnahme, die einen Bedeutungsschub bringen soll. Damit soll der Text aufgewertet werden. Soweit noch geschenkt. </p>
<p>Was soll der Text anderes gewesen sein als ein Drogenrauschtext? Vielleicht noch ein Traum. Aber um &#8220;realistische&#8221; Prosa handelt es sich doch wohl kaum. Wieso ist die Jury dem Motiv der Apokalypse verfallen und damit &#8211; m. E. vollkommen unberechtigt &#8211; religiöse Konnotationen angedeutet? </p>
<p>Ja, natürlich, Lichts Prosatext &#8220;war nicht schlecht&#8221;. Ob er es besser kann, interessiert mich nicht &#8211; es geht um das vorliegende Stück. Aber &#8220;war nicht schlecht&#8221; steht ja schon in keinem Verhältnis zu den Lobeshymnen der Jury. Frau Radisch (die ihn ja vorgeschlagen hat) stellte heute abend noch einmal eine Singularität Lichts heraus (im Gespräch in &#8220;Kulturzeit&#8221;). WAS daran &#8220;singulär&#8221; ist, sagt sie nicht. Vermutlich, weil ihr die Vergleichsmöglichkeiten fehlen. Für jemanden, der nur van Gogh kennt, ist dieser natürlich auch &#8220;singulär&#8221;.</p>
<p>Ich spiele auch nicht Licht gegen Schmidt aus. Ich habe nur eine unterschiedliche Herangehensweise der Juroren festgestellt. Ich hätte statt Schmidt auch Zwicky oder Oesterle nehmen können. Sorgfältig gearbeitete Prosastücke, die solange hin und her gewendet wurden, bis man ihnen formal noch etwas abziehen konnte. Ich erwarte, dass man die gleichen Instrumente bei allen anwendet, und nicht vor lauter Verzückung den kritischen Verstand an der Garderobe abgibt.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Marc</title>
		<link>http://www.wissenswerkstatt.net/2007/06/29/bachmannpreis-2007-die-muehen-der-ebene-der-2-tag-2/#comment-326</link>
		<dc:creator>Marc</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jun 2007 17:24:36 +0000</pubDate>
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		<description>Ja, wirklich etwas befremdlich und bedauerlich, daß Karl Corino sich nicht äußern wollte. Ermüdet? Wollte er sich nicht als Spielverderber betätigen? Ebenso Ursula März, der ich auch einige kritische Töne zugetraut hätte.

Allerdings teile ich Deine wütend-trotzige Generalkritik nicht. Man kann geteilter Meinung sein, ob Lichts Versteckspiel der Sache dienlich ist, aber ich verzeihe ihm diese Extravaganz. Nicht zuletzt deshalb, da ich ihn schon live erlebt hat und er sich keineswegs divenhaft inszeniert hat. Den Vorwurf des &quot;schnöseligen Medienpianisten&quot; möchte ich insofern doch zurückweisen. Mein Verdacht geht eher dahin, daß es sich doch um einen eher scheuen Zeitgenossen handelt, aber das ist ohnehin alles spekulativ.

Den Text aber haben wir alle gehört und können ihn nachlesen. Ist es aber ein &quot;Drogenrauschtext&quot;? Sicher, er hat ekstatische Züge, es ist ein bisweilen selbstverliebtes Spiel, das sich zunächst selbst genügt, indem es eine Behauptung aufstellt, diese dann schrittweise zurücknimmt und letztlich in ihr Gegenteil verkehrt. Als &quot;Erwartungsenttäuschung&quot; wurde das bezeichnet und es ist handwerklich nicht schlecht gemacht. Es ist dabei jeweils eine Gratwanderung, der Balanceakt zwischen sprachlicher Artistik und Nonsense. Meistens gelingt das. Der Text war nicht schlecht, Licht kann es aber auch noch besser. Und die mittlere Passage mit dem sich als Fata Morgana präsentierenden Sofa, das dem tiefen Schlund im Zimmerboden weicht, ist wirklich gut. Außerdem ist der Text reicher, als man beim ersten Hören vermutet.

Das ist mehr oder minder meine Meinung. In Lichts Text partout ein gesellschaftskritisches Moment zu sehen, erscheint mir gar nicht notwendig. In anderen Texten Lichts ist das offensichtlich, hier aber scheint es mir von den Juroren doch sehr bemüht. Und Daniela Strigl war in dem Moment einfach auf dem Holzweg. Das muß man verzeihen. 

Daß Jochen Schmidt gestern einen ebenfalls guten Text gelesen hat, der weniger auf die Knalleffekte denn auf subtile Konstruktionen setzte, ist auch richtig. Aber Licht gegen Schmidt auszuspielen, hielte ich dennoch für falsch. Ich schätze die Chancen im Hinblick auf die Preiswürdigkeit für beide gleich hoch ein. Lassen wir uns überraschen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, wirklich etwas befremdlich und bedauerlich, daß Karl Corino sich nicht äußern wollte. Ermüdet? Wollte er sich nicht als Spielverderber betätigen? Ebenso Ursula März, der ich auch einige kritische Töne zugetraut hätte.</p>
<p>Allerdings teile ich Deine wütend-trotzige Generalkritik nicht. Man kann geteilter Meinung sein, ob Lichts Versteckspiel der Sache dienlich ist, aber ich verzeihe ihm diese Extravaganz. Nicht zuletzt deshalb, da ich ihn schon live erlebt hat und er sich keineswegs divenhaft inszeniert hat. Den Vorwurf des &#8220;schnöseligen Medienpianisten&#8221; möchte ich insofern doch zurückweisen. Mein Verdacht geht eher dahin, daß es sich doch um einen eher scheuen Zeitgenossen handelt, aber das ist ohnehin alles spekulativ.</p>
<p>Den Text aber haben wir alle gehört und können ihn nachlesen. Ist es aber ein &#8220;Drogenrauschtext&#8221;? Sicher, er hat ekstatische Züge, es ist ein bisweilen selbstverliebtes Spiel, das sich zunächst selbst genügt, indem es eine Behauptung aufstellt, diese dann schrittweise zurücknimmt und letztlich in ihr Gegenteil verkehrt. Als &#8220;Erwartungsenttäuschung&#8221; wurde das bezeichnet und es ist handwerklich nicht schlecht gemacht. Es ist dabei jeweils eine Gratwanderung, der Balanceakt zwischen sprachlicher Artistik und Nonsense. Meistens gelingt das. Der Text war nicht schlecht, Licht kann es aber auch noch besser. Und die mittlere Passage mit dem sich als Fata Morgana präsentierenden Sofa, das dem tiefen Schlund im Zimmerboden weicht, ist wirklich gut. Außerdem ist der Text reicher, als man beim ersten Hören vermutet.</p>
<p>Das ist mehr oder minder meine Meinung. In Lichts Text partout ein gesellschaftskritisches Moment zu sehen, erscheint mir gar nicht notwendig. In anderen Texten Lichts ist das offensichtlich, hier aber scheint es mir von den Juroren doch sehr bemüht. Und Daniela Strigl war in dem Moment einfach auf dem Holzweg. Das muß man verzeihen. </p>
<p>Daß Jochen Schmidt gestern einen ebenfalls guten Text gelesen hat, der weniger auf die Knalleffekte denn auf subtile Konstruktionen setzte, ist auch richtig. Aber Licht gegen Schmidt auszuspielen, hielte ich dennoch für falsch. Ich schätze die Chancen im Hinblick auf die Preiswürdigkeit für beide gleich hoch ein. Lassen wir uns überraschen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Gregor Keuschnig</title>
		<link>http://www.wissenswerkstatt.net/2007/06/29/bachmannpreis-2007-die-muehen-der-ebene-der-2-tag-2/#comment-325</link>
		<dc:creator>Gregor Keuschnig</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jun 2007 16:11:09 +0000</pubDate>
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		<description>Ich stehe fassungslos zu der einhelligen Lobhudelei des Licht-Beitrags. Ein schwadronierender, mit Scheinbedeutung aufgeplusterter Beitrag; ein Drogenrauschtext, der als Gesellschaftskritik gefeiert wurde. Wie arm muss deren Weltsicht sein, das schon als Kritik zu begreifen? Wenn die Strigl durch diesen Text erst gelernt hat, dass man alles behaupten kann, dann frage ich mich (1.) wo die Dame lebt und (2.) welchen Geisteszustand sie in Wirklichkeit hat. 

Da wird tagelang an jeder vielleicht nicht immer so gelungenen Formulierung herumgenörgelt und gebastelt (nicht zuletzt auch bei Schmidt), da werden Empfehlungen herausgegeben, um etwas vielleicht 150% zu erfüllen, da wird ausgeführt, was man eigentlich lieber gesehen oder erwartet hätte  - aber wenn ein schnöseliger Medienpianist daherkommt und schiefe Bilder, falsche Sätze und pseudolustige Räusche hinrotzt, finden das alle toll. 

Da fühle ich mich an Ursula März&#039; Ausspruch von heute vormittag erinnert, die den banalen Scheuermann-Text damit verteidigte, dass sie meinte, einige Juroren (sie zielte auf Radisch) seien zu weit abgehoben, würden zu sehr einer hohen Literatur das Wort reden. Das stimmt dahingehend, dass sie, die Verfechter des &quot;Authentischen&quot;, der Plot-Seligkeit, banales Girlie-und Brigitte-Sprech (Scheuermann) schon als &quot;Realität&quot; feiern - sie schotten sich vermutlich in ihrem Privatleben vor solchen Trivialitäten gekonnt genug ab. Und es stimmt zum Zweiten, dass sie diesem verunglückten Stromberg-Epigonen Licht einen gesellschafts- und sprachkritischen Furor zusprechen.

Und Corino kneift. (Und PeterLicht lacht sich kaputt.)

Und Corino kneift.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich stehe fassungslos zu der einhelligen Lobhudelei des Licht-Beitrags. Ein schwadronierender, mit Scheinbedeutung aufgeplusterter Beitrag; ein Drogenrauschtext, der als Gesellschaftskritik gefeiert wurde. Wie arm muss deren Weltsicht sein, das schon als Kritik zu begreifen? Wenn die Strigl durch diesen Text erst gelernt hat, dass man alles behaupten kann, dann frage ich mich (1.) wo die Dame lebt und (2.) welchen Geisteszustand sie in Wirklichkeit hat. </p>
<p>Da wird tagelang an jeder vielleicht nicht immer so gelungenen Formulierung herumgenörgelt und gebastelt (nicht zuletzt auch bei Schmidt), da werden Empfehlungen herausgegeben, um etwas vielleicht 150% zu erfüllen, da wird ausgeführt, was man eigentlich lieber gesehen oder erwartet hätte  &#8211; aber wenn ein schnöseliger Medienpianist daherkommt und schiefe Bilder, falsche Sätze und pseudolustige Räusche hinrotzt, finden das alle toll. </p>
<p>Da fühle ich mich an Ursula März&#8217; Ausspruch von heute vormittag erinnert, die den banalen Scheuermann-Text damit verteidigte, dass sie meinte, einige Juroren (sie zielte auf Radisch) seien zu weit abgehoben, würden zu sehr einer hohen Literatur das Wort reden. Das stimmt dahingehend, dass sie, die Verfechter des &#8220;Authentischen&#8221;, der Plot-Seligkeit, banales Girlie-und Brigitte-Sprech (Scheuermann) schon als &#8220;Realität&#8221; feiern &#8211; sie schotten sich vermutlich in ihrem Privatleben vor solchen Trivialitäten gekonnt genug ab. Und es stimmt zum Zweiten, dass sie diesem verunglückten Stromberg-Epigonen Licht einen gesellschafts- und sprachkritischen Furor zusprechen.</p>
<p>Und Corino kneift. (Und PeterLicht lacht sich kaputt.)</p>
<p>Und Corino kneift.</p>
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