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	<title>Kommentare zu: Kritik der ironiefreien Vernunft » Zum Tod des empfindsamen Philosophen Richard Rorty</title>
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	<description>Blog zu Wissenschaft &#38; Wissenschaftskommunikation, Soziologie, Pop- und Blogkultur.</description>
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		<title>Von: Balbina Laye</title>
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		<dc:creator>Balbina Laye</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Jun 2007 12:07:56 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;Rorty betätigte sich als Wegbereiter, als Wegweiser für eine &quot;Gemeinschaft liberaler Ironikerinnen&quot;, deren Ziel nicht die Erlangung absoluter Wahrheit, sondern die &quot;Vermeidung von Grausamkeit&quot; ist. Darin, so Rortys utopische Überzeugung, erwiese sich ein tatsächlicher Fortschritt. Die zutiefst menschliche Fähigkeit zur Mitleidsempfindung war Rorty Anlaß und Auftrag, um zeitlebens darauf zu insistieren&quot;.

Ich würde statt &quot;Mit-leid&quot; eher &quot;Mit-gefühl&quot; sagen, denn auch Rorty will ja gerade das Leid verhindern und sicher nicht mitleiden. Ob allerdings eine Vermeidungsstrategie ausreicht, wage ich zu bezweifeln. Ich denke eher, dass nur &quot;die Flucht nach vorne&quot; hilft, die Grausamkeit, die Angst, eigentlich die Ignoranz,  zu überwinden. 

Buddha, Jesus und einige mehr haben doch schon Wege aufgezeigt, wie das geht. Allerdings haben die Menschen daraus Kirchen gemacht, in denen blind &quot;geglaubt&quot; wird, was diese Menschen sagten, anstatt herauszufinden, wie es geht.  Aber das müsste man ja selbst tun und sein und auch die volle Verantwortung für das eigene Leben übernehmen. Das ist wahrscheinlich der Pferdefuß an der Geschichte.  Inzwischen bin ich der Meinung, dass z.B. selbst der Papst nicht versteht, was Jesus gemeint hat,  sonst müsste er ja seine Autorität über Andere aufgeben.

Auch halte ich &quot;Hoffnung&quot; nicht für ein adäquates mentales Werkzeug. Jemand, der hofft, projiziert immer in die Zukunft, anstatt in der Gegenwart - im Augenblick - zu bleiben.  Aber die Zukunft gibt es nicht und so verpufft gewissermaßen die Energie ins Leere. Außerdem ist Hoffnung immer mit Ängsten verseucht. Sinnvoller wäre, im Jetzt zu bleiben und zu erkennen, was tue ich wirklich, was glaube ich wirklich und das ergibt dann Klarheit und die Möglichkeit der Umorientierung.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Rorty betätigte sich als Wegbereiter, als Wegweiser für eine &#8220;Gemeinschaft liberaler Ironikerinnen&#8221;, deren Ziel nicht die Erlangung absoluter Wahrheit, sondern die &#8220;Vermeidung von Grausamkeit&#8221; ist. Darin, so Rortys utopische Überzeugung, erwiese sich ein tatsächlicher Fortschritt. Die zutiefst menschliche Fähigkeit zur Mitleidsempfindung war Rorty Anlaß und Auftrag, um zeitlebens darauf zu insistieren&#8221;.</p>
<p>Ich würde statt &#8220;Mit-leid&#8221; eher &#8220;Mit-gefühl&#8221; sagen, denn auch Rorty will ja gerade das Leid verhindern und sicher nicht mitleiden. Ob allerdings eine Vermeidungsstrategie ausreicht, wage ich zu bezweifeln. Ich denke eher, dass nur &#8220;die Flucht nach vorne&#8221; hilft, die Grausamkeit, die Angst, eigentlich die Ignoranz,  zu überwinden. </p>
<p>Buddha, Jesus und einige mehr haben doch schon Wege aufgezeigt, wie das geht. Allerdings haben die Menschen daraus Kirchen gemacht, in denen blind &#8220;geglaubt&#8221; wird, was diese Menschen sagten, anstatt herauszufinden, wie es geht.  Aber das müsste man ja selbst tun und sein und auch die volle Verantwortung für das eigene Leben übernehmen. Das ist wahrscheinlich der Pferdefuß an der Geschichte.  Inzwischen bin ich der Meinung, dass z.B. selbst der Papst nicht versteht, was Jesus gemeint hat,  sonst müsste er ja seine Autorität über Andere aufgeben.</p>
<p>Auch halte ich &#8220;Hoffnung&#8221; nicht für ein adäquates mentales Werkzeug. Jemand, der hofft, projiziert immer in die Zukunft, anstatt in der Gegenwart &#8211; im Augenblick &#8211; zu bleiben.  Aber die Zukunft gibt es nicht und so verpufft gewissermaßen die Energie ins Leere. Außerdem ist Hoffnung immer mit Ängsten verseucht. Sinnvoller wäre, im Jetzt zu bleiben und zu erkennen, was tue ich wirklich, was glaube ich wirklich und das ergibt dann Klarheit und die Möglichkeit der Umorientierung.</p>
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		<title>Von: sozlog</title>
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		<dc:creator>sozlog</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 12 Jun 2007 16:43:52 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Auch sei hier &#8220;Kritik der ironiefreien Vernunft&#8221; von Marc Scheloske von der Wissenswerkstatt [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Auch sei hier &#8220;Kritik der ironiefreien Vernunft&#8221; von Marc Scheloske von der Wissenswerkstatt [...]</p>
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